Sonntag, 28. September 2008

WE113III: Seeben - Rotation; Ein wirklich gerechtes Unentscheiden.

Vfl Seeben 2:2 Rotation Halle

Sonntag, 28. September 2008 - Anstoßzeit 14.03
Landesklasse Staffel 6 (8. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 2:2 nach 94 Min. (46/48) - Halbzeit 1:1
Tore: 1:0 24. (?), 1:1 30. (?), 1:2 84. (? - Elfmeter), 2:2 90.+1
Verwarnungen: 4 Gelbe für Seeben, alle wegen Meckerns
Platzverweise: Keine
Sportplatz: Sportplatz Seeben (Kap. 1.000)
Zuschauer: 100 (Keine Gästefans)
Spielqualität: 7,0/10 (Gut)

Ground Nr. 252 (neuer Ground; diese Saison: 22 neue)
Sportveranstaltung Nr. 669 (diese Saison: 36)
Tageskilometer: 50 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 7.400 (4.810 Auto, 1.520 öff. Verk., 1.070 Fahrrad)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 84
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 113
Vor dem Spiel:
Wir brachen schon drei Stunden vor Anpfiff auf, obwohl wir wussten, dass wir nicht mehr als 90 Minuten für die 25km lange Strecke brauchen würden, denn zuerst wollte ich Fotos von den universitären Einrichtungen machen, die ich bald besuchen werde. Dann statteten wir noch dem Seebener Guts- bzw. Reiterhof einen Besuch ab, dessen architektonisches Highlight ein Taubenhaus ist. Ansonsten ist die Anlage aber teilweise sehr verfallen und verwildert. Schön ist an Seeben, der nördlichen Vorstadt von Halle/ Saale, übrigens, dass es sehr ländlich ist und damit einen ziemlichen Kontrast zu der ,,City’’ bildet.

Das Spiel:
Ein bisschen später angepfiffen, da die Spieler der Heimmannschaft noch nachkreiden mussten, entwickelte sich ein wirklich ansehenswertes Spiel. Die üblichen Fehler eines Amateurspiels gab es natürlich immer wieder; komplett bescheuerter Fehlpass, katastrophaler Abschluss oder einfach sinnlos den Ball verstolpert, doch auch immer wieder schöne Zweikämpfe, tolle Torhüterparaden und Schüsse bzw. Strafraumszenen waren zu sehen. Nach weniger als einer halben Stunde war Seeben nicht unverdient in Führung gegangen. Bald darauf fiel der 1:1 Ausgleich für Rotation.
In der zweiten Halbzeit waren die Gäste dann deutlich überlegen, vergaben aber ihre Sympathien durch die Regelauslegung des Schiedsrichters, die ihnen sehr zu Gute kam. Der Höhepunkt war der völlig unberechtigte Elfmeter in der 84. Minute, der zum Glück noch - Dank den Versagern in der Gästeabwehr - relativiert wurde.
Ein Sieg für Seeben wäre zwar nicht verdient gewesen, da Rotation mehr Spielanteile und Chancen hatte, doch eine Niederlage für Seeben - die Umstände bedenkend - genauso wenig.

Der Eintritt und die Zuschauer:
Der Eintritt betrug 2,50€, was in Anbetracht der Eintrittspreise in der Bezirksliga Leipzig - selbe Spielklasse, nur spielerisch besser - eine Unverschämtheit ist. 2€ zahlt man dort - in Sachsen-Anhalt immer 2,50€ trotz meistens weniger sehenswertem Fußball.
Von den 100 Leuten bekam natürlich keiner den Mund auf. Angefeuert wurde nicht, bei den Treffern wurde etwas gejubelt und geklatscht und bei den schlimmsten Fehlentscheidungen ein bisschen geschimpft.

Das Catering:
Zwar alles andere als vielseitig und ungewöhnlich, aber Steak (2€) und Bratwurst (1.50€) direkt vom Grill waren wirklich gut.

Der Schiedsrichter:
Nachdem sich am Freitag und Samstag die Schiedsrichter in die Reihe der souveränen Unparteiischen einreihen durften, konnte sich Schiedsrichter Abel nur in die Reihe der Versager einordnen. Da stimmte fast keine Entscheidung: zum Beispiel wurde einmal der Ball 50cm vor der Auslinie gespielt und es gibt Einwurf ohne dass der Linienrichter gewunken hätte, bei Pressschlägen gab es stets Freistoß für Rotation und als Höhepunkt dann auch noch ein völlig unberechtigter Elfmeter für die Gäste; ein Stürmer tritt einem Abwehrspieler in die Beine um noch an den Ball zukommen, stürzt über den fallenden Verteidiger und bekommt dafür einen Elfmeter. Für die Aufregung über diese Entscheidung gab es zwei gelbe Karten für Seeben. Zu Beginn der ersten Halbzeit gab es für Gemecker über einen fragwürdigen Freistoß in Strafraumnähe schon einmal zwei gelbe Karten gegen Seeben.
Ganz stark auch die Aktion nach Abpfiff: Mehrere Seeben Spieler wollen dem Schiedsrichtergespann die Hände schütteln, doch dies wird von den zwei unauffälligen Linienrichter und dem negativ-auffälligen Schiedsrichter verwehrt, woraufhin die Spieler hämisch applaudieren und auch mehrere Zuschauer ausfällig werden. Einer der Zuschauer bekommt auch noch vom Schiedsrichter den Arm um die Schulter gelegt und wird auch für uns unhörbar angeredet. Der Zuschauer reagiert zwar nicht freundlich, aber nicht annährend so unfreundlich wie ich schon bei der ersten Berührung reagiert hätte...
So kann ein Schiedsrichter in ein faires Spiel Unruhe hereinbringen. Schulnote 5, nach Oberstufensystem 02/15 Punkte, für den Unparteiischen.

Nach dem Spiel:
Wir fuhren geradewegs zurück und hielten den guten Vorsatz jeden hupenden und schimpfenden Autofahrer mit üblen Gesten zu belegen zu 100% ein. Man merkte leider am Straßenverkehr deutlich, dass es ein kalter aber klarer und sehr sonniger Herbstsonntag war. Wären wir selber mit dem Auto gefahren, hätten wir wohl alle zwei Minuten einen anderen motorisierten Verkehrsteilnehmer angepflaumt... Wie mein Fahrlehrer bei meiner ersten Fahrstunde so schön bemerkte: ,,Unglaublich, wie viele schreckliche Leute Auto fahren dürfen.’’

Die Fotos:
Seeben:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/080928a%20Halle%20an%20der%20Saale%20-%20Seeben/
Spiel: http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/080928b%20VfL%20Seeben%202-2%20Rotation%20Halle/
Anmerkung: Die Bilder der Universitätsgebäude präsentiere ich in ca. zwei Wochen an geeigneter Stelle.

Samstag, 27. September 2008

WE113II: Fußball im äußersten Osten von Leipzig; von mieser Chancenverwertung, Pöblern und gesperrten Plätzen

Hauptspiel:
ESV Fortuna Leipzig 2:0 SV Naunhof 1920 II
Samstag, 27.September 2008 - Anstoßzeit 15.00
Bezirksklasse Leipzig (8. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 2:0 nach 91 Min. (45/46) - Halbzeit 0:0
Tore: 1:0 50. (?), 2:0 68. (?)
Verwarnungen: 1x gelb Naunhof (90.)
Platzverweise: Keine
Stadion: Nebenplatz Fortuna-Sportpark (Kap. 1.000)
Zuschauer: 40 (2 Gästefans)
Spielqualität: 4,0/10 (etwas unterm Durchschnitt)

Vorspiel:
Fortuna Leipzig AH 2:2 Leipziger SC 01 AH
Samstag, 27.September 2008 - Anstoßzeit 13.00
1. Kreisklasse Leipzig (Alte Herren - 2. Liga)
Ergebnis: 2:2 nach 90 Min. (45/45) - Halbzeit 0:1
Tore: 0:1 13. (? - Elfmeter), 0:2 70. (?), 1:2 74. (?), 2:2 86. (?)
Verwarnungen: 1x gelb Fortuna, 2x gelb LSC
Platzverweise: Keine
Stadion: Nebenplatz Fortuna-Sportpark (Kap. 1.000)
Zuschauer: 35 (2 Gästefans)
Spielqualität: 6,0/10 (etwas überm Durchschnitt)

Ground Nr. 251 (neuer Ground; diese Saison: 21 neue)
Sportveranstaltung Nr. 668 (diese Saison: 35)
Tageskilometer: 90 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 7.350 (4.810 Auto, 1.520 öffentl. Verkm., 1.020 Fahrrad)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 83
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 113


Um kurz nach 10 brachen wir - die unschöne Nachricht in den Ohren, dass sich im Süden der syrischen Hauptstadt Damaskus ein vermutlich anti-schiitischer Anschlag ereignet hatte, was für dieses so sichere Land Syrien einen unangenehmen Umstand darstellt, da 17 Menschen sonst in Damaskus kaum in einem Jahr ermordet werden und nun 17 Todesopfer an einem Tag! - in Richtung Leipzig auf.
Die Strecke durch Raßnitz sollte sich wieder einmal als störend erweisen und die statistische Erhebung untermauern: je kälter und herbstlicher es wird, desto mehr Vollidioten sind motorisiert unterwegs. Von den weniger störenden Ökospinnern, die in ihren durchgerosteten, uralten Kleinwagen, die nicht einmal eine Umweltplakette haben, kaum schneller fuhren als wir, bis zu den sehr störenden Dränglern und Rasern, die einem zu einem Krampf im Mittelfinger nötigen...
In Schkeuditz schaffte es noch einer der ersten Spezies so dumm am Fahrbahnrand zu halten, dass es zu einem kurzen Stocken des Verkehrs kam.
Kurz hinter Schkeuditz waren wir dann auch schon in Leipzig, was wir dann ,,nur’’ noch komplett durchqueren mussten.
Am bekannten Einkaufszentrum ,,Paunsdorf Center’’, fällt eine schöne Sportanlage auf. Es ist der Fortuna-Sportpark, der drei Großfelder und ein Kleinfeld sowie eine Kegelbahn und eine bessere Kneipe vorweisen kann.
Erbärmlich ist jedoch der Umstand, dass nur eines der drei Großfelder genutzt wird. Und dann einer der beiden ausbautenlosen Äcker. Der Platz des Stadions mit der überdachten Holztribüne und der riesigen Graswälle ist gesperrt. Anscheinend ist man bei Fortuna unfähig, den Rasen dort zu mähen. Warum auch immer man die schlechteren Nebenplätze erhält, anstatt den ebeneren Hauptplatz.
Alles weitere was wir vom Vereinsumfeld sahen, war auch erbärmlich. Pöbelnde, saufende und rauchende Erwachsene mit kleinen Kindern belappten andauernd den Schiedsrichter beim Altherrenspiel: ,,Du bist doch gekauft du Sau!’’ oder ,,Rote Karte! Gleich runter mit den Arsch!’’
Das Altherrenspiel selbst - welches erstaunlicherweise über 90 Minuten ging - war wirklich gut. Sogar besser als das Männerspiel danach. Nach 13 Minuten holzte der Torwart der Gastgeber einen Gästestürmer um - für die Säufer natürlich nur ,,Ball gespielt’’ (würden sie es wenigstens spaßig meinen, wäre es ja völlig OK) - und einer der aktiveren LSC Spieler verlud den Torwart zum 0:1.
Danach übertrafen sich verschiedene Fortuna Spieler im Chancenauslassen. Völlig feldüberlegen vergaben sie die besten Möglichkeiten und kassierten kurz nach Wiederbeginn in einer Druckphase des Leipziger SC das 0:2 mit einem schönen Hammer in den Winkel. Der Torschütze wurde übrigens wenige Minuten zuvor von einem Fortuna Spieler gefoult und angepöbelt - noch davor wurde er vom Fortuna-Torwart schon einmal bedroht -, woraufhin er den Gegenspieler schubste und lächerlicherweise eine gelbe Karte kassierte. Wenn das gelb war, hätte man den Fortuna Torwart schön längst vom Platz stellen müssen.
Ansonsten machte der Schiedsrichter allerdings keine auffälligen Fehler, doch die LSC Abwehr machte welche. Dadurch konnte Fortuna nach 74 Minuten auf 1:2 rankommen. Der hoch verdiente Ausgleich fiel nach 86 Minuten.
Im Hauptspiel, dem Bezirksklassespiel zwischen Fortuna Leipzig und SV Naunhof 1920 II - im winzigen Programmheft, dass es zur Eintrittskarte (2€) dazu gab, wurde der Verein fälschlicherweise Naunhof 1950 genannt - passierte vor allem in den ersten 30 Minuten erschreckend wenig. Das war so ziemlich das schlechteste Spiel, was ich mir im Leipziger Amateurbereich ansehen musste.
Kurz vor der Pause wurde Fortuna aber deutlich besser. Allerdings wollte noch kein Tor fallen.
Das erste Tor fiel nach 50 Minuten mit einem schönen Freistoß. 18 Minuten später gab es eine sehr ähnliche Aktion, die zum 2:0 führte.
Danach pendelte sich die Partie auf unterem Mittelmaß ein und fand mit ESV Fortuna einen verdienten Sieger.
Wir machten uns dann auf den Rückweg, der erst in Schkeuditz wieder interessant wurde. Da überfuhren wir beinahe ein paar Jugendliche, die uns zwar sahen, aber erst dann auswichen, als wir auf sie zugerast kamen.
In Merseburg bekamen wir dann auch noch einmal die ,,Elite vom Saalehang’’ zu Gesicht. Quer über die Ampelkreuzung der Bundesstraße pöbelte man sich mit ,,Hundesohn’’ an und beleidigte den Gegenüber damit, dass seine Mutter fett sei.

Fotos unter:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/080927a%20Fortuna-Sportpark%20Leipzig/
und
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/080927b%20Fortuna%20Leipzig%20AH%202-2%20Leipziger%20SC%2001%20AH/
sowie
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/080927c%20Fortuna%20Leipzig%20I%202-0%20SV%20Naunhof%201920%20II/

Freitag, 26. September 2008

WE113I: Freitagabendlicher Flutlichtmangel und ein freiwilliger Platzverweis

ESV Merseburg Old Stars 0:7 SV Merseburg-Meuschau AH
(57. Abbruch wegen Dunkelheit)
Freitag, 26.September 2008 - Anstoßzeit 18.11
Inoffizielles Spiel
Ergebnis: 0:7 nach 57 Min. (29/28) - Halbzeit 0:2
Tore: 0:1 12. (?), 0:2 22. (?), 0:3 38. (?), 0:4 41. (?), 0:5 42. (?), 0:6 44. (?), 0:7 50. (?)
Verwarnungen: Keine
Platzverweise: Keine
Bes. Vork.: René (ESV) verlässt nach 39 Min. freiwillig den Platz nach einer Pöbelei mit einem Mitspieler
Sportplatz: Scheitplatz (Kap. 900)
Zuschauer: 18 (2 Gästefans)
Spielqualität: 5,5/10 (durchschnittlich)

Personennahverkehrsgesellschaft 3:2 VfB IMO Merseburg AH
(67. Abbruch wegen Dunkelheit)
Freitag, 26.September 2008 - Anstoßzeit 18.13
Inoffizielles Spiel
Ergebnis: 3:2 nach 67 Min. (35/32) - Halbzeit 1:0
Tore: 1:0 9. Kalle, 1:1 43. (?), 2:1 47. (? - Eigentor), 2:2 50. (?), 3:2 54. (?)
Verwarnungen: Keine
Platzverweise: Keine
Stadion: Eisenbahnerstadion (Kap. 400)
Zuschauer: 8 (2 Gästefans)
Spielqualität: 7,0/10 (gut)

Ground Nr. 250 (kein neuer Ground; diese Saison: 20 neue)
Sportveranstaltung Nr. 665/ 666 (diese Saison: 32/ 33)
Tageskilometer: 5 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 7.260 (4.810 Auto, 1.520 ö. Verkehrsm., 930 Rad)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 81
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 113
Bei den Eisenbahnern gab es noch mal einen Parallelspieltag zum Saisonabschluss: die Alten Herren des ESV Merseburg spielten gegen die Alten Herren aus Meuschau und die PNVG gegen die Alten Herren vom VfB IMO.
Die Endergebnisse sollten völlig anders sein, als im Vorfeld erwartet.

Zum ersten spielten die als schwach eingestuften Meuschauer furios auf. Nach drei Minuten ein Lattentreffer und bis zur 10. vier vergebene Chancen. In der 12. schließlich die Führung, die nach 22 Spielminuten ausgebaut wurde. Nach nur 29 Minuten wurde zur Pause gepfiffen. Dann dauerte es bis zur 38. ehe wieder ein Tor fiel. 0:3 für Meuschau. Daraufhin das Zitat des Spiels, was sich gegen René richtete, der ständig über seine Mitspieler meckerte:
,,Sei ruhig!’’ - René: ,,Na so eine Scheiße zu spielen...’’ - ,,Geh! Mach dich ab!’’ - René: ,,Was is?’’ - ,,Sieh zu, dass du raus kommst, du Arsch! Mache dich runter!’’
Ein freiwilliger Platzverweis oder so was in der Art, den René verließ tatsächlich das Feld...
Danach wurde eine kurze Druckphase der Old Stars mit einem Konter der Gäste beantwortet. 0:4 nach 41 Minuten, gleich darauf das 0:5 und ein Hammer ins lange Eck nur zwei Minuten nach dem fünften Treffer zum 0:6. Die völlig desolate Leistung der Heimmannschaft wurde dann mit dem 0:7 beendet. Der letzte Treffer fiel in der 50. Nach 57 Minuten wurde das Spiel wegen der Dunkelheit abgebrochen.

Im zweiten Spiel war die schwächer eingeschätzte Mannschaft wiederum die bessere. Nach nur 9 Minuten traf der älteste auf dem Feld - Kalle - zum 1:0. Die IMO brauchte bis zur 43. Minute - also schon die 2. Halbzeit - um den Ausgleich zu erzielen. Vier Minuten später dann eine Ecke für die PNVG Merseburg-Querfurt, direkt vor die Latte gezimmert, der Torwart bekommt den Ball gegen den Hinterkopf und dieser fällt ins Tor. 2:1. Dann der erneute Ausgleich nur drei weitere Minuten später. Dann vergingen wieder nur vier Minuten und schon stand es 3:2. Wieder nach einer Ecke, aber diesmal weder direkt noch per Eigentor.
3:2 war auch der überraschende Endstand - der bisher einzige Sieg der PNVG den ich gesehen habe; auch gegen die ESV Old Stars setzte es eine 5:3 Niederlage, doch wiederum waren es die Old Stars, die 2:10 gegen IMO verloren, die ja nun von der PNVG geschlagen wurden - als das Spiel nach 68 Minuten ein etwas früheres Ende als regulär fand. Es war auch wirklich schon richtig dunkel.

Mehr Fotos unter:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/080926%203%20Feierabendspiele%20in%20Merseburg/

WE113IG: Gastbericht I

FC Lindner Kötzschen 5:5 BW Günthersdorf AH
Freitag, 26. September 2008 - Anstoßzeit 18.10
Inoffizielles Spiel
Ergebnis: 5:5 nach 70 Min. (35/35) - Halbzeit 1:3
Tore: 1:0 12. (?), 1:1 17. (?), 1:2 23. (?), 1:3 33. (?), 2:3 36. (?), 2:4 40. (?), 3:4 43. (?), 4:4 47. (?), 5:4 65. (?), 5:5 69. (? - Elfmeter).
Verwarnungen: Keine
Platzverweise: Keine
Sportplatz: Sportplatz FC Lindner (Kap. 118, 18 Sitzplätze)
Zuschauer: 20
Spielqualität: 6,0/10 (leicht überdurchschnittlich)

Statistik und Foto von ``Morsa del Merseburgo´´.

Bemerkung: ,,Vor allem in der zweiten Halbzeit ein wirklich gutes Spiel mit einem Elfmeter eine Minute vor dem Abpfiff als packenden Höhepunkt. Gespielt wurde bis zum letzten Licht.’’

Das Foto findet sich in groß unter die meinigen gemischt:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/080926%203%20Feierabendspiele%20in%20Merseburg/

Donnerstag, 25. September 2008

Porträt I: Qatar Stars League - Mit abgehalfterten Alt-Stars lockt man keine Fans.

Nicht nur meine Spielbesuche sollen hier eine Rolle spielen - was man an der Kommentar-Reihe, die schon drei Ausgaben gesehen hat, unschwer erkennt. Als zweite Rubrik kommen nun die Porträts hinzu. Wer alle Beiträge in den jeweiligen Rubriken einsehen will, der klicke unter ,,Labels'' den Begriff ,,Kommentar'' bzw. ,,Porträt'' an. Bei den Porträts soll neben der Liga, die mit ihrem System und ihren Mannschaft, Statistiken sowie dem Umfeld vorgestellt wird, auch das Land selbst dargestellt werden.

*****

In ein paar Punkten dürften die Verhältnisse der katarischen Star Liga ein Ideal darstellen, was die Bundesliga gerne erreichen würde.
Die Spiele an den jeweiligen Spieltagen sind so auseinandergezogen, dass jedes Spiel im Fernsehen übertragen werden kann. Üblicherweise immer zwei Spiele Donnerstag (21.30 und 23.30 Ortszeit) , zwei Spiele Freitag (zu den gleichen Zeiten) und eins am Samstag (21.30 Ortszeit).
Das zweite dürfte das handzahme Publikum sein: keine Krawalle, schöne Gesänge und kaum Unmutsbekundungen.

Doch kommen wir erst einmal zum System:
10 Mannschaften spielen in einer Dreifachrunde den Landesmeister aus. Der Tabellenletzte steigt ab und wird durch den Meister der 2. Liga ersetzt.
Die Mannschaften sind folgende:
- Al-'Araby Doha (العربي)
- Al-Sadd Doha (السد)
- Al-Rayyan (aus ebendieser Stadt, الريان‎ )
- Al-Wakrah (aus ebendieser Stadt, الوكرة)
- Al-Gharafa Doha (الغرافة‎)
- Al-Sailiya Doha (السيلية)
- Al-Khor (aus ebendieser Stadt, الخور)
- Qatar Doha ( قطر)
- Umm Salal (aus ebendieser Stadt, ام صلال)
- Al-Khouraitiyat Doha (الخريطيات)

Ein paar Fakten:
- Ausgespielt wird die Liga seit 1973/74
- 1974/75 gab es keinen Meister
- Rekordmeister ist Al-Sadd mit 12 Meistertiteln, der letzte 2006/7
- 2007/8 wurde Al-Gharafa Meister
- In der letzten Saison fielen in 135 Spielen 436 Tore
- Das bedeutet, dass pro Spiel 3,2 Tore fielen
- Den besten Toreschnitt wies der Vorletzte Al-Wakra auf: 4,0
Den schlechtesten Al-'Araby mit 2,7
- Vergleich zur 1. Bundesliga: 306 Spiele, 820 Tore; 2,7 pro Spiel.

Die Anzahl der Tore ist einer der Vorzüge der katarischen Liga. Wenn man andere Vergleiche mit der Bundesliga zieht, dann kommt die QSL nicht so gut weg.
Zwar sind Randale, Polizeiwillkür und Pöbeleien gegen Mäzen im Katar völlig unbekannt, doch das größte Problem der kleinen Liga ist der Altersschnitt, der durch abgehalfterte Altstars angehoben wird. Zwar spielen auch junge Araber oder junge Topp-Spieler wie der Schweizer Hakan Yakin dort, doch auch Leute wie Delano Hill (Ex-Hansa-Rostock-Spieler, 33 Jahre) oder Luis Ricardinho (Brasilianische Nationalmannschaft, 32 Jahre). Nervend auch die Einbürgerungen. Der Ex-Uruguayer Sebastian Soria oder Ex-Brasilianer Fabio Sizar sind da nur zwei Beispiele.
Man mag sich zwar denken: ach, wieso sollte man sich nicht noch einmal alte Bundesliga- oder Topp-Spieler in ihrer letzten Spielzeit ansehen? - doch die Kataris sehen das anders. In die Stadien, die 15.000 bis 25.000 Zuschauer fassen, kommen stets nur einige Hundert oder wenige Tausend. Nur zu Nationalspielen wird es mal voller. Dass die Leute alle arbeiten würden, kann mir keiner erzählen. Zwar müssen Bauarbeiter auch noch Freitags um Mitternacht arbeiten, doch sind die nicht die Bevölkerungsmehrheit, was man bei den Massenansammlungen von Baustellen allerdings denken könnte.
Bekanntlich sieht es in der Bundesliga zuschauermäßig anders aus: den Vereinen wird die Bunde eingerannt...
Trotz erbärmlicher Zuschauerzahlen ist die Stimmung ganz passabel. Die Männer und Jungen in ihren blütenweißen Djallaba - und die wenigen Frauen und Mädchen, die oftmals keineswegs verschleiert und in Röcken auf der Tribüne sitzen - veranstalten Dauergesänge und rhythmisches Klatschen. Auch Tänze und Fahnen sind Gang und Gebe.
Doch wenn man andere arabische Staaten sieht: Ägypten, Tunesien und Marokko sind die Spitzenfans, Syrien, Libyen, Algerien sind auch herausragend - doch die sind nicht nur herausragend laut und verwandeln die Stadien in Fahnenmeere, auch Gewalt ist dort alltäglich und auf einem deutlich höheren Level als in Deutschland.
Im Katar geht es - bedingt durch den extrem hohen Lebensstandard und die nicht wirklich spürbaren oder eben auch gar nicht vorhandenen sozialen Probleme - sehr beschaulich zu.
Die Stadien sind modern. Es gibt nur Sitzplätze - und zwar mit Schalensitzen; also nicht die Nahost-Mogelpackung Stehstufen als Sitzplätze zu verkaufen und dann stellen sich doch alle hin, weil es sonst zu eng wird - und Logen. Die normalen Sitzplätze sind wie gesagt Schalensitze aus Kunststoff, ein Logensitz gleicht einem Thron: es ist ein mit rotem Tuch gepolsterter Sessel aus mit Blattgold überzogenen Holz.
Die Rasenqualität ist sehr hoch. Die Qualität der Infrastruktur ebenso. Nur mit der Verpflegung sieht es wohl nicht so toll aus. Dass es keinen Bratwurstgrill gibt, dürfte aber wohl jedem klar sein...
Eine Anmerkung am Rande, die sicherlich nicht jedem klar ist: es gibt viele Stadionsprecherinnen, die allerdings nicht das Publikum anheizen und informieren, sondern ausschließlich informieren. Bis jetzt habe ich nicht einen einzigen Stadionsprecher vernommen. In Deutschland seltsamerweise genau umgekehrt.
Dafür ist die Fernsehexpertenrunde rein männlich. In Djallaba hocken sie auf verzierten Kissen, Schalen mit frischem Obst vor sich, das Spiel in der Halbzeit und nach Abpfiff analysierend. Man vergleiche es mal mit dem Fußballstammtisch in Deutschland; Männer in Schlips und Kragen oder Pullover und Jeans, nicht selten Bier - und dann noch ein Phrasenschwein...

Wer sich diese Liga, deren Spielqualität recht beachtlich ist und das herzerfrischende arabische Kampfspiel mit dem professionellen abgeklärten europäischen Spiel verbindet, einmal ansehen will, der achte bei
http://www.goalzz.com/main.aspx?c=3821 auf den Link zu http://www.goalzz.com/main.aspx?&channel=615 und klicke mms://216.93.170.69/live an. Die Übertragung mag zwar immer wieder hängen, abstürzen oder gar nicht erst zustande kommen, doch wenn sie läuft, lohnt es sich dabei zu bleiben.

International haben katarische Teams eher wenig erreicht. In der asiatischen Championsleague scheiden die ein bis zwei Startberechtigten stets in der Vorrunde aus. Teams aus Saudi-Arabien, Südkorea, Japan oder Iran - ja sogar jordanische, syrische und chinesische Mannschaften waren stets vor den Kataris.

Allerdings wird die Zukunft zeigen, ob die Investitionen, die die in den europäischen Profifußball gepumpten zwar lange nicht erreichen, aber doch recht beachtlich sind, nicht doch irgendwie Erfolg haben. Zumindest die Nationalmannschaft qualifizierte sich beinahe für die letzte WM.

Kommen wir abschließend noch einmal zum Land selbst:
- Name: Daulat Qatar (Staat Katar)
- Amtssprache: Arabisch
- Handelssprachen: Englisch, Persisch
- Hauptstadt: Doha
- Staatsform: Absolute Monarchie unter Emir Sheikh Hammad bin Khalifa At-Thani
- Fläche: 11.437km² (Deutschland: 357.114km²)
- Einwohner: 930.000 (D: 82.000.000)
- Bevölkerungsdichte: 81,2 Ew./km² (D: 230 Ew./km²)
- Grenzen: Arabischer Golf und Saudi-Arabien
- Bruttoinlandsprodukt je Einwohner: 72.849 US-$ (44.000€, D: 27.500€)
- Damit sind die Kataris knapp hinter den Luxemburgern und Liechtensteinern das drittreichste Volk der Welt (D: Rang 19)
- Ausländeranteil: 80%
- Anteil der Araber an der Landesbevölkerung: 45%
- Religionen: 84% Muslime (davon 85% Sunniten), 13% Christen, 3% Hindus
- Staatsreligion: Sunnitischer Islam

Fazit zur Liga:
Alles in allem betrachtet, liegt die Qatar Stars League zwischen Traum und Albtraum.

Wo die nächste Liga, die ich vorstellen möchte, liegt, ist schwer zu sagen. Ich ziehe sie aber der katarischen wie der deutschen Liga vor. Um welche Liga es sich handelt, zeigt sich Mitte oder Ende Oktober. Versprechen kann ich, dass wir im arabischen Raum bleiben.

Montag, 22. September 2008

WE112III: Idyllic Leipzig City Division; two matches in Bienitz

SG Leipzig-Bienitz II 2:4 Leipziger SV Südwest II
Sunday, 21st September 2008 - kick-off time 13.20 (planned: 13.00)
3. Leipzig-Liga (11th level, 7th amateur level)
Result: 2:4 after 90 min. (45/45) - Halftime 1:3
Goals: 0:1 1st (?), 0:2 8th (?), 1:2 38th (?), 1:3 43rd (?), 1:4 53rd (?), 2:4 82nd (?)
Bookings: 3 (2 leading to expulsion) Bienitz II, 2 LSV Südwest II
Sent-offs: 87th (?) (Bienitz, foul and arguing with referee)
Ground: Sportanlage Heinz Müller (cap. 1,000; 100 seated)
Attendance: about 50 (max. 3 away fans)
Match quality: 5.5/10 (slightly above average)

SG Leipzig-Bienitz 3:0 TSV 1893 Leipzig-Wahren
Sunday, 21st September 2008 - kick-off time 15.05 (planned: 15.00)
2. Leipzig-Liga (10th level, 6th amateur level)
Result: 3:0 after 94 min. (45/45+4) - Halftime 1:0
Goals: 1:0 29th (?), 2:0 84th (?), 3:0 90th+1st (?)
Bookings: Bienitz 2, Wahren none
Sent-offs: None
Ground: Sportanlage Heinz Müller (cap. 1,000; 100 seated)
Attendance: about 90 (min. 5 away fans)
Match quality: 6.0/10 (above average)

Ground No. 250 (new ground; this season: 20)
Sporting event No. 664 (this season: 31)
Kilometres that day: 55 (by bike)
Km this season: 7,255 (4,810 car, 1,520 public transport, 925 bike)
Number of football matches since the last goalless draw: 79
Number of weeks since the last week without any sporting event (Aug 1st-6th 2006): 112


We started two hours before the planned kick-off of the first match, not expecting more than one and a half hour for 26 kilometres. We did not even need 75 minutes by bike to arrive at the ground named after Heinz Müller - he must be or have been a honourable sportsmen playing for that amateur club situated at the western edge of Leipzig.
SG Bienitz plays in Burghausen, a suburb of Leipzig, not to be confused with the town in Bavaria that is well known for its 3rd Bundesliga club. Bienitz is the name of a wooded hill between the three Leipzig suburbs Burghausen, Rückmarsdorf and Dölzig, three former independent villages that merged to a village called Bienitz (after that hill) in 1994. Bienitz was dissolved and suburbanised into Leipzig in 1999 under the names of the three former villages Burghausen, Dölzig and Rückmarsdorf.
Nonetheless, the club did not change its name.

The first match started 20 minutes later because one had to find a referee due to the not-show of the regular referee. When someone with a refereeing license was found, he took the whistle and 25 seconds after he blew for the kick-off, the ball went over the goal line. Not a good start for the host’s B-Team, when one player of LSV Südwest ran 30m straight to the goal and just hammered it into the net.
Seven minutes later, another player went for the second goal for Südwest.
When thinking ‘oh, that could end up in a two-digit result’ Südwest wasn’t successful anymore. They still played engaged but not successful anymore. More over, Bienitz II became better. Wasting some great chances - they were incapable to score although staying two metres in front of the goal - Bienitz had great luck when the goalkeeper made a mistake that led to Bienitz’s first goal.
Few minutes before the break, a free-kick was awarded to Südwest II. It was a successful one due to the weak behaviour of the Bienitz goalkeeper, who just let the ball roll through his arms.
After that we went inside the small club restaurant. It wasn’t cheap but good. Rostbrätl, onions, potatoes and salad - as good as it was - isn’t worth 7.20€. Either 5.00€ for that or a larger plate!
From some of the tables you could see the match, so we did not miss the 1:4 for the visiting team. We went outside after paying the bill and there we had to wait a while until the next but last goal was scored. 2:4 was the final result for Südwest.

After a break of several minutes, the next match was kicked-off. Although it was - as it ought to be - better than the first match, the players needed a while until they scored for the first time.
In that match, Bienitz was the better team. Leipzig-Wahren was not weak but not good enough to score even one single goal.
Nonetheless the match was thrilling until seven minutes before the regular end. Then Bienitz successfully executed one of their many chances for a second goal.
Shortly before the end, they even scored a third time. All the home fans - the youngsters as well as the alcoholics, the steward who was talking all the time as well as the family that brought everybody along to the match: mum, dad, brother, the three sisters, grandma and grandpa - applauded joyfully after that good show of Bienitz.

For more photos see:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/080921a%20Leipzig-Bienitz%20II%202-4%20LSV%20Suedwest%20II/
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/080921b%20Leipzig-Bienitz%203-0%20Leipzig-Wahren%201893/

WE112II: By bike to a cycle ball tournament - Witnessing one of the greatest surprises in World Cup cycle ball ever

Cycle Ball Clubs World Cup Tournament in Mücheln

Saturday, 20th September 2008 - kick-off time 12.00, last final whistle blown: 22.20
International Tournament
Winner: RV Gärtringen
Venue: Sporthalle am Eptinger Rain (cap. 150; 110 seated)
Attendance: 15 at the 1st, 50 at the last main round match and 100 at the final matches
Overall match quality: 8.5/10 (really great)

Ground No. 249 (not a new ground; this season: 19)
Sporting event No. 662 (this season: 29)
Kilometres that day: 45 (by bike)
Km this season: 7,200 (4,810 car, 1,520 public transport, 870 bike)
Number of weeks since the last week without any sporting event (Aug 1st-6th 2006): 112

Results as listed below:
Main round:
Eberstadt 4:2 Kolárova (SVK)
Gärtringen 9:3 Bucureşti (ROM)
Winterthur (SUI) 5:4 Höchst III (A)
Dornbirn (A) 5:4 Svítavka (CZ)
Brno (CZ) 6:1 Kolárova (SVK)
Mücheln 10:4 Bucureşti (ROM)
Eberstadt 5:1 Höchst III (A)
Gärtringen 7:3 Svítavka (CZ)
Winterthur 9:2 Brno (CZ)
Dornbirn (A) 1:8 Mücheln
Höchst III (A) 5:4 Kolárova (SVK)
Svítavka (CZ) 2:1 Bucureşti (ROM)
Brno (CZ) 2:7 Eberstadt
Gärtringen 4:2 Mücheln
Winterthur (SUI) 8:4 Kolárova (SVK)
Dornbirn (A) 9:2 Bucureşti (ROM)
Brno (CZ) 3:3 Höchst (A)
Svítavka (CZ) 3:3 Mücheln
Eberstadt 2:4 Winterthur (SUI)
Gärtringen 6:3 Dornbirn
Final round:
9th place; Kolárova (SVK) 5:2 Bucureşti (ROM)
Semi final; Winterthur (SUI) 3:4 Mücheln
Semi final; Eberstadt 3:5 Gärtingen (3:3; 0:2 on penalties)
7th place; Brno (CZ) 4:1 Svítavka (CZ)
5th place; Höchst III (A) 0:2 Dornbirn (A)
3rd place: Winterthur 4:5 Eberstadt
Final: Mücheln 8:11 Gärtringen (6:6, 2:2 extra time, 0:3 penalties)

Commented final table of that tournament:
1. RV Gärtringen (Bodensee) - as skilled as expected
2. VfH Mücheln - an unbelievable surprise!
3. SV Darmstadt-Eberstadt - as skilled as expected
4. RV Winterthur (Switzerland) - mainly as skilled as expected
5. RV Dornbirn (Austria) - I expected less
6. RC Höchst III (Austria) - average; as expected
7. Favorít Brno (Czech Republic) - nothing in comparison to former tournaments; their career must come to an end in the near future!
8. MO Svítavka (Czech Republic) - extremely disappointing result!
9. SKC Kolárova (Slovakia) - as weak as always
10. CSO Bucureşti (Romania) - I did not expect more of that team

To sum it up:
10 hours and 20 minutes of cycle ball - only one longer break of an hour in between and two five minutes breaks for artistic biking performances. Not everybody can stand this; despite the players, officials, my dad and me, only 13 other fans. So there were 15 visitors at the first match of the main round, but about 100 at the first match of the final round.
Because it is too difficult to describe how cycle ball works - you should witness it on your own! - I’ll only point out the things that caught my attention:
1. There was one great surprise that started step by step: the hosting team VfH Mücheln. They won their first main round match clearly - the only two-digit result - 10:4, but that was nothing special when having a look at the opponent. But after that, they beat a team that was said to be stronger ever cleaner: 8:1. The third match was a respectable draw and in the fourth match the lost by two goals only against the favourite of the tournament. They reached the semi-final which was a great success for that team, because they were the only 2nd division team starting. All the other teams were from the top divisions. But the semi-final wasn’t enough. They even made their way to the final match and Gärtringen needed a lot of luck to beat Mücheln on penalties - not 11m, but 4m.
2. It was not nice to see how weak the once great Czech teams were that day. Especially Brno suffers from the high age of their top-player. Svítavka simply had a bad day - otherwise they would not be the table-topper.
3. As usual in cycle ball tournaments, some things were shot with the ball or rammed to the ground by the bikers. This time several bottles, both the goals, some parts of the pitch’s barrier, some chairs - one even with a fan sitting on it - the logo sign of Mücheln and an artificial tree in a heavy flower pot. The last three things by one nice elbow-shot of an Eberstadt player against his opponent from Höchst who ran into the fans with his bike causing that scene.
4. The most spectacular foul play of the day was Mücheln’s Herbert Pischl’s check against a Dornbirn player, who flew under the judges’ table because of that.
5. The catering was excellent as always in Mücheln; Bratwurst, Bockwurst, steak, noodle salad, potato salad, two different kinds of soup, eight different kinds of cakes and five kinds of drinks. Everything had a good quality.
6. All in all it was the greatest cycle ball tournament I ever saw - and the best result of a duo from Mücheln on that international basis.

For more photos see:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/080920%20Radball-Weltpokal%20in%20Muecheln/

Samstag, 20. September 2008

WE112I: The punishment for arriving too late to the match: five minutes less time to play football.

LSG Goseck 5:1 ESV Merseburg Old Stars
(suspended 65th due to fading light)

Friday, 19th September 2008 - kick-off time 18.21 (planned: 18.00)
Unofficial match
Result: 5:1 after 65 min. (35/30) - Halftime 3:1
Goals: 1:0 2nd (?), 2:0 10th (?), 3:0 23rd (?), 3:1 31st (?), 4:1 40th (?), 5:1 51st (?)
Bookings: None
Sent-offs: None
Ground: Waldstadion (cap. 1,000; 50 seated)
Attendance: 25 (5 away fans)
Match quality: 3.0/10 (below average)
Ground No. 249 (new ground; this season: 19)
Sporting event No. 661 (this season: 28)
Kilometres that day: 55 (by bike)
Km this season: 7,155 (4,810 car, 1,510 public transport, 825 bike)
Number of football matches since the last goalless draw: 77
Number of weeks since the last week without any sporting event (Aug 1st-6th 2006): 112

Goseck, a village of slightly more than 1,000 inhabitants, is not famous for football. Their team LSG (Landsportgemeinschaft) only started in unofficial matches in the recent years and although they ran records with that - 200 visitors are really, really rare in unofficial matches - they are not better known than ESV Merseburg Old Stars, their opponents that day. But Goseck is famous for the reconstruction of a sun observatory that stood 7,000 years ago at the edge of the village. Furthermore, there is a medieval castle at the other edge of the village.
The football ground - called Waldstadion - is also situated at the periphery. In the woods - as the name claims.
When we arrived there after a bicycle ride of more than an hour and 27km, there were many Goseck players and few fans, but no-one from Merseburg. We ate a Bockwurst in a roll with too much ketchup for 1€ only. Until there were nine players of the visiting team available and the match kicked-off, 20 minutes were over. Originally, the match was scheduled at 18.00. However, Goseck put pressure on Merseburg right from the beginning. After 2 minutes they took the lead.
In the fifth minute, another Merseburg player arrived and was allowed to enter the match. Still one player less - and that missing player shouldn’t arrive.
Nonetheless, Goseck went on scoring goals: after 10 minutes their second goal and after 23 their third goal. Few minutes before halftime, Merseburg countered successfully.
In the second half, it was the visiting team that put pressure on the home team, but the home team that countered successfully. After a while, they added two more goals to their tally.
The match found an earlier ending than expected, because the referee - right in that decision, but a very disturbing and fussy guy: too strict decisions on hand play and offside - decided to suspend the match after 65 minutes. 5 minutes were left when it became too dark to play under regular circumstances.
After a match suspension after 84 minutes due to superiority of one team last June in the Czech Republic, now a suspension due to fading light after 65 minutes followed. There are missing the following reasons for match suspension: attack on the referee, floodlight failure, sudden bad weather, crowd trouble and serious accidents. Sooner or later I guess I will witness such scenes also, but a match suspension should not be seen as ideal - even not if you don’t need to pay for watching the match as this time in Goseck.
So, that’s the punishment for arriving too late to the match: five minutes less time to play football.

For more photos see:

Montag, 15. September 2008

WE111 III: 15 bouts, 5 different fighting styles and the physio with the hooligan-shirt

Merseburger Fight Night in Spergau

Sunday, 14th September 2008 - show programme 14.00-17.15, regular fights 17.30-22.15
Regional, national and international bouts
Sports hall: Jahrhunderthalle Spergau (cap. 1,500 seated)
Attendance: about 1,000
Overall quality: 7.5/10 (very entertaining)
Weakest fight: Papp vs Brösel (boxing)
Worst fighter: Rashad Kerimow (boxing)
Best fight: Friedrich vs Rödel (freefight)
Best fighter: Reimann (full-contact kickboxing)

Results as listed below:
Boxing: Milan Papp def. Thomas Brösel - K.O. Rd. 1
Muay Thai: Patrick Mittag lt. Pascal Wendler - on points
Freefight: Christian Koczur lt. Steve Rokohl - on points
Muay Thai (female): Ulrike Göhl lt. Julian Göring - on points
K1: Dominik Stedefeld lt. Christopher Krolle - on points
Muay Thai: Sebastian Holzmann def. Sandro Zanke - Submission Rd. 3
Freefight: Marco Dünzl def. Alex Mikus - K.O. Rd. 1 (0:50)
Boxing: Steve Krögel def. Roy Meißner - on points
K1: Mario Köhler lt. Olaf Hartmann - T.K.O. Rd. 3
Boxing: Rashad Kerimow drew Andreas Gellwitz
Freefight: Thomas Friedrich lt. Tim Rödel - submission Rd. 1 (4:59)
Boxing: Roman Golovashenko def. Xhavid Shabani - K.O. Rd. 1 (0:40)
Freefight: Lars Roch lt. Mike Stumbries - on points
K1: Daniel Zöllner def. Alexej Rein - on points
Kickboxing (full-contact, international): Jan Reimann (Halle/ Saale, Germany) def. Cathel Manning (Galway, Ireland) - on points
*****************
Ground No. 248 (Not a new ground; this season: 18)
Sporting event No. 660 (this season: 27)
Kilometres that day: 25 by bike
Km this season: 7,100 (4,810 car/ 1,520 public transport/ 770 bike)
Number of weeks since the last week without any sporting event (Aug 1st-6th 2006): 111


Due to the wide range of sports showed within five hours, I could add four more sports to my statistics ‘watched sports’. Namely these sports were: K1, full-contact kickboxing, Muay Thai (or Thai boxing) and freefight. The fifth kind of sport in which fighters participated in that evening was already familiar to me: boxing.
After the show-programme - among the three bands and five dance groups was the band in which a friend of mine plays the drum set. That band is called ‘Rücksaite’ - the first fight was a boxing bout. When the ring announcer - a disturbing, large, fat and bold guy, by the way - introduced the stonemason Brösel debuting that evening, I did not expect much. But when he introduced his opponent Papp - a semi-professional boxer already having 208 bouts in his records - I thought that would be a damned one-sided fight. The third shock came when the announcer named the weight class: super heavyweight. OK, I thought, two fat idiots incapable of boxing properly will punch each other in the ring... Almost. The debutant behaved like that I’ve been afraid of, his opponent Papp showed some average skills of boxing. Papp knocked Gödel out after not even two minutes.
I remembered the words that I heard in the foyer: one freefighter greeted another one: ‘Hi, you old funfair boxer!’ ''Na, du alter Rummel-Boxer''All the elderly fans, remembering the times when boxing was a great deal on funfairs, know why I found that remark funny…
Luckily, the second fight might have been one-sided but not as short and as weak as the first one. Not a highlight but nonetheless worth watching was the Muay Thai fight between Mittag and Wendler. Wendler was clearly better but renounced to knock Mittag out. He dominated him and won on points.
The third fight was the first really good one: a freefight bout - also known as Vale Tudo; the Portuguese-Brazilian word for ‘everything goes’ - and yes: (almost) everything went in that fight, but strangely enough none of the fighters took the other one off the feet or smashed him on the ring floor. A freefight bout without crappling is rare but still good. Rokohl defeat Koczur on points.
After that bout two ladies went to the ring - the first one an advocate from Dessau, the other one a chemist from Merseburg - to fight it out in the Thai way of boxing. They did a good job and after six short and entertaining minutes, the advocate Göring defeat the chemist Göhl on points.
The fourth kind of martial arts - K1 - was showed in the fifth bout. Krolle took on Stedefeld, both had a good bout that Krolle won on points.
After that, Holzmann beat Zanke in a Muay Thai bout after kicking him to the ground in the third round.
The next bout - a freefight bout - was extremely short. Mikus needed more time to enter the ring than to lose the fight to his opponent Dünzl. Dünzl simply hit him after not more than 45 seconds with a right hand to the head, than stomped Mikus’ chest to the floor and beating him in his head. Right! That is freefight, vale tudo, everything goes: even attacking an opponent that lies on the ground! However, that has nothing to do with a street fight or unsportsmanlike conduct, because Dünzl stopped pummelling his opponent immediately after the bell was rang.
Then another boring boxing bout was fought out: Krögel defeat Meißner on points with defensive and lame techniques.
The next bout, second K1 fight: Hartmann - that guy was a member of my confirmands group - beat Köhler after eight minutes with simply always kicking to Köhler’s thighs.
The third boxing bout and the third disturbing action: Gellwitz simply dominated Kerimow but nonetheless - although Kerimow just punched the air and not his oppoenent - that bunch of corrupt idiots, the so-called judges, decided that this fight (not even being of average quality) was a draw.
Luckily, the next bout let us forget the anger of that one before: another freefight bout and than the best one of that evening. Rödel beat Friedrich in a thrilling fight after he brought him into a submission hold. Friedrich could not stand it more than 12 seconds, although he was put in that hold just 13 seconds before the break.
Last chance for the boxers to show that it was not useless to bring their sport to Spergau: Golovashenko vs Shabani. 40 seconds and the fight was over. So either watch professional boxing or amateur boxing - both is better than semi-professional.
Then the weakest of the four freefight bouts was fought out: Stumbries - coming to the ring with the ‘Mexico’-song by ‘Böhse Onkelz’, a German rock band that is disputed because of an extreme rightwing background - beat Roch after the full distance of 10 minutes. 9 minutes crappling. Many would name the cut on Stumbries’ forehead as the highlight of the match.
The last K1 fight of the evening and the third guy of the Russian-German connection of Olaf Hartmann came to the ring. Rein lost his fight on points to Zöllner. Neither a weak, nor a great fight.
The last fight of the evening was the second best fight in the last new kind of sport: kickboxing. After the national anthems of both Republics were played, the international full-contact fight started. The German fighter Jan Reimann from Halle was better over the majority of the 15 minutes than his Irish opponent Cathel Manning. In a boxing bout the result would have been arbitrarily made, but the three judges made clear that Reimann was better, so he was declared winner on points.
That last fight of the evening surely was one of the best fights, one of the highlights.
Now something about the fans: the large number of about 1,000 visitors was really satisfying. The only thing that was not satisfying was that most of them were really lame. Even not the hooligan and neo-Nazi guys were ready for action. Even not the typical chants as ‘Hooligans! Hooligans!’ could be heard and no-one wanted his favourite fighter to ‘kill’ his opponents or to ‘beat the shit out of that dirty son of a bitch’. So it was quite quiet although the amount of shady people - even one of the fighter’s physios wore a shirt on which the word ‘hooligan’ was printed in large letters, there were some neo-Nazis with T-shirts and jackets clearly indicating their dangerous and shitty political opinion and even Merseburg’s sacked former mayor (sacked because of the large amount of children pornography pictures on his computer) could be seen - hanging around.
My last point is the catering service and the entrance fee: Catering was not so great but not expensive. Bratwurst, steak, herring rolls, Bockwurst, cola, beer etc. Really great was the price-performance-ratio, which is very rare in Germany. 8€ for a seat on the stand and 12€ for a chair near to the ring is really not expensive. Only the surcharge for buying the tickets at the box office before the start of the event was quite high: 2€ more for the stand and even 3€ more for the chairs.
All in all I have to say that I can recommend such sports as Muay Thai and freefight, but you should not have problems appreciating martial arts. Unfortunately there are a lot of people thinking that martial arts are only performed by primitive idiots who like to beat each other. Every male martial artist is a brutal rowdy and every female one is even worse to their mind. Strangely enough - or consequently? - the aforementioned people never ever saw an event like this live in their life, nor did they think of the large number of - especially female - victims of street violence and the low number of martial artists that can be found among the offenders and victims of such crimes. Only a minority of robbers, rapists etc. was ever introduced in a martial art and a vanishingly small number of the victims practised martial arts. But a large number of men and even more women thinking ‘martial arts is for rowdies’ are among these victims.
Be that as it may, I’m looking forward to the next event like this, next time maybe an event with a smaller range of sports - maybe freefight only or so. Last but not least: thanks to Ilse who gave me the idea to watch an event like that one in Spergau. He visited two freefight events in Halle last year and was very satisfied with the quality of the fights and the circumstances as that hooligans participated in the open category bringing action to the ring with their street fighters style - it is very difficult to fight clean and successful as a martial artist against such guys - or the emotional audience.

For more photos see: http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/080914%20Muay%20Thai%20Freefight%20K1%20Boxen%20und%20Kickboxen/

Samstag, 13. September 2008

WE111: 2nd match on Saturday: Another match proving that Saxony-Anhalt’s Verbandsliga is weak

Mansfelder SV Eisleben 1:1 1. FC Romonta Amsdorf

Saturday, 13th September 2008 - kick-off time 15.00
Verbandsliga (6th level, 2nd amateur division)
Result: 1:1 after 91 min. (45/45+1) - Halftime 0:0
Goals: 0-1 79th Fengler, 1-1 89th Sedláček.
Bookings: 7 (3 Eisleben, 4 Amsdorf)
Sent-offs: Albrecht (Amsdorf, 81st; serious foul play)
Stadium: Städtischer Sportplatz (cap. 4,000; 10 seated)
Attendance: approx. 250 (at the fewest 50 away fans)
Match quality: 1.5/10 (weak)
Ground No. 248 (new ground; this season: 18)
Sporting event No. 659 (this season: 26)
Kilometres that day: 90km by train, 45 by bike
Km this season: 7,075 (4,810 car/ 1,520 public transport/ 745 bike)
Number of football matches since the last goalless draw: 76
Number of weeks since the last week without any sporting event (Aug 1st-6th 2006): 111

His last words before receiving his marching order: 'I just played the ball!'

14 further kilometres by bike - partially very difficult due to the wind blowing heavily from in front of us - we arrived in Eisleben, a nice town of slightly more than 20,000 inhabitants we already visited before. But we visited the old town only - not the stadium. This time we went to Eisleben for watching football in the small stadium only. When we arrived at the stadium, the players still prepared for the start of the match, so we could say: our time-schedule was correctly calculated - but calculating a bicycle route is far more difficult than a car route.
The match started in time and Eisleben had two great chances - in the whole first half… Both teams were running and fighting and so on, but absolutely incapable to score a goal or just to set their opponent’s defence under pressure. The match quality rate went down towards 0.0 - the lowest possible rating.
I set the rating to 0.0 in my mind after 60 minutes and started complaining a lot - as some of the 250 fans, especially the 50 away fans, did as well. Especially when the referee did not count a goal of Eisleben due to hand ball playing, remarks like: ‘what is that wanker doing’ were made by me. Some players had to cope with being called ‘dossers’, ‘idiots’, and ‘arseholes’. ‘Unbelievable what a shitty kind of football those bunch of gays is playing’ was a remark made by another fan.
But those bunch of gays even managed to score a goal although I saw the series being stopped after 75 matches. Amsdorf scored by a counter after 79 minutes. Two minutes later a player of Romonta Amsdorf was sent-off due to playing seriously foul. After 89 minutes Eisleben equalised - deservedly!
Some further fouls punished by yellow cards later, the match was ended.
We went back to Erdeborn by bike, took the train to Halle, had to wait almost one hour this time to catch the train to Merseburg (waiting one hour for riding 13 minutes!) and arrived in the evening there.

Recommended: For more photos of the match see:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/080913c%20MSV%20EISLEBEN%201-1%20ROMONTA%20AMSDORF/

WE111: 1st match on Saturday: A football ground on a former castle yard

SV Blau Weiß Bornstedt II 4:0 KSG Holdenstedt - Beyernaumburg II

Saturday, 13th September 2008 - kick-off time 12.30
1. Kreisklasse Mansfeld-Südharz III (11th level, 7th amateur division)
Result: 4:0 after 94 min. (45+3/45+1) - Halftime 2:0
Goals: 1-0 6th Zibell, 2-0 24th Ziervogel, 3-0 51st Tamaş, 4-0 61st Ziervogel
Bookings: None.
Sent-offs: None.
Ground: Sportplatz Bornstedt (cap. 1,100; 20 seated)
Attendance: 15 (no away fans)
Match quality: 5.0/10 (average)

Ground No. 247 (new ground; this season: 17)
Sporting event No. 658 (this season: 25)
Number of football matches since the last goalless draw: 75
Number of weeks since the last week without any sporting event (Aug 1st-6th 2006): 111

We took an early train from Merseburg to Halle, had breakfast at the train station in Halle - what should you do else when you have to wait 45 minutes for a train that does not even need 30 minutes to bring you to your destination? - and then took the second train to Erdeborn, a village at the edge of the Harz mountains. The only reason why we went off the train there was the limited validation of our ticket. You pay 6€ per person and you only have to ride certain routes of at the longest 2x50km. Merseburg - Halle - Erdeborn is about that length and furthermore not far away from our two destinations that day.
The first one was a 13km bike ride away. There were many slight downhill tracks, very well paved, so - with help of the wind from the back - we rode half of the way with 30-45km/h. That aforementioned first destination is a village of 900 inhabitants called Bornstedt. The main sight of Bornstedt is visible from a distance of several kilometres: the keep of the castle rises high above the wooded hill. To reach the castle you have to ride a dusty, stony, not paved road. If you turn to the left at the first crossing you will immediately run through the gate of the upper castle - that part of the castle that is quite well preserved. The keep isn’t opened regularly, nor is the museum, nor the restaurant. You will wonder that the castle gate is open - even day and night. However. There are remnants of two other keeps and several restored smaller buildings as well as defensive walls. Turn to the right and you will enter the lower castle. There is nothing to see but remnants of the ring walls. And what was built into the yard of the lower castle? Right, the football ground. Unfortunately, you can’t see the keep of the upper castle during summer due to lush vegetation and not a single medieval stone survived the building activities in the 18th century. Later on - about 1946 or so - the ground was built up there.
There were to matches scheduled that day, but we only watched the first one. Half past one the elderly man in red - I mean the referee - blew for kick-off. Blau-Weiß Bornstedt II played against KSG Holdenstedt - Beyernaumburg II - a match of the lowest division in the region of Mansfeld-Südharz. Although not sounding after an interesting match, it was one. After 7 minutes Bornstedt hammered the ball in the net. Not even ten minutes later, a player with the strange surname Ziervogel - I hope I understood the announcer correctly, Ziervogel means ‘pet bird’ in English - scored. Until the referee blew for halftime, there wasn’t another goal added to the scorecard, but nonetheless both teams played engaged and the match was worth watching.
After the break, Bornstedt added two more goals to their tally within 10 minutes. Another goal by the ‘pet bird’ and one by an Albanian (or Bosnian?) player.
The dialogue of the match was held when players from Ritterrode - BW Bornstedt against Ritterrode was the match after that Kreisklasse-match that we could watch for free - arrived. A really overweighed player of Holdenstedt/ Beyernaumburg made a correct line-out. Nonetheless one of the Ritterrode players shouted: ‘incorrect throw-in!’ The Holdenstedt player’s answer: ‘shut up!’ Ritterrode’s player reply: ‘Uh… that guy without a neck is talking to me…’ Holdenstedt player: ‘Your mum!’
In German: >> - Falscher Einwurf! -- Machn Kopp zu! - Uh… der Typ ohne Hals labert mich voll! -- Deine Mudda! <<

Photos of the castle:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/080913a%20Bornstedt%20-%20Die%20Schweinsburg%20Bornstedt/


Freitag, 12. September 2008

WE111 I: Another clean defeat against the bus drivers

FC Lindner Kötzschen 6:0 Personennahverkehrsgesellschaft

Friday, 12th September 2008 - kick-off time 18.00
Unofficial match
Result: 6:0 after 71 min. (35+1/35) - Halftime 1:0
Goals: 1-0 35th (?), 2-0 38th (?), 3-0 52nd (?), 4-0 57th (?), 5-0 63rd (?), 6-0 66th (?)
Bookings: 1 (One player of Lindner)
Sent-offs: None
Ground: Sportplatz FC Lindner (cap. 118, 18 seated)
Attendance: 25 (no away fans)
Match quality: 5.5/10 (Slightly better than the average)

Ground No. 246 (new ground; this season: 16)
Sporting event No. 657 (this season: 24)
Kilometres that day: 10 (by bike)
Km this season: 6,940 (4,810 car/ 1,430 public transport/ 700 bike)
Number of football matches since the last goalless draw: 74
Number of weeks since the last week without any sporting event (Aug 1st-6th 2006): 111

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One of these Friday evening matches where everybody can take part in a team named after a private person - Lindner - or a team representing the public transport service - Personennahverkehrsgesellschaft (PNVG). Whether 66- or 16-year-old… But this time it was clearly to see, when arriving on the small ground with its wooden benches offering a seat to about 18 fans, set up between houses, fields and reed, that there is a favourite team concerning the players’ age: FC Lindner Kötzschen, representing a borough of Merseburg city. There were far more young players as usual in the ‘leisure time teams’ - and PNVG’s average age seemed to be at about 50 years.
As expected, Kötzschen dominated the match. Nonetheless, there was no regular goal scored until the 35th minute. Before the nice hammer against the inside of the left post dropping down behind the line in minute 35, Lindner Kötzschen scored two offside goals.
Right after the break, Lindner ran through the PNVG defence and scored another goal. Moreover, the match became even better but more one-sided, so Lindner added 4 more goals to their tally as numerous chances went begging.
6:0 - another clean defeat against the bus drivers.
The main reason why we watched this match was that we never visited that ground before. And Sportplatz FC Lindner is one of the 11 grounds in Merseburg that are used for official and unofficial matches. Grounds that are for training matches only or not in use anymore do not get attention from me, unless they have stands or terraces. However, my list of Merseburg grounds is completed now: Stadtstadion, Ottoweg, Ulmenweg, Stadtstadion Nebenplatz I, Sportplatz Blösien, Sportplatz am Kanal Meuschau, Glück Auf Kampfbahn Beuna, Sportplatz an der Querfurter Straße Knapendorf, Scheitplatz, Eisenbahnerstadion and, finally, Sportplatz FC Lindner.

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For more photos see:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/080912%20FC%20Lindner%20Koetzschen%206-0%20PNVG%20MerseburgQft/

Dienstag, 9. September 2008

Graffiti and Murals in my Home Town

Today I went out for an hour by bike. Only 10km within the city for having a look at some things that were made new. First, the graffiti wall - or wall of fame - near the train station, second, the mural in a street in Merseburg-Neumarkt and third, the meadow at the old paper mill. Though there is still much rubble, one half is now a park.

In between these three points, I had a look at the board on the ESV sports ground, that indicates the next matches - so I found a match for the next Friday evening - and I managed to ride faster than allowed in one of the streets were only 30km/h are permitted...




Check out my newest pictures of Merseburg: http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/080909%20Merseburg%20-%20Graffiti%20und%20Wandmalereien/


Montag, 8. September 2008

8th September 2008: No groundhopping today...

On that mostly sunny Monday, my parents and I went to Weimar - one of Germany’s ‘culture cities’ - for some sightseeing. It was my 19th birthday, despite that I did not plan great celebration.
About half past 12, we arrived in Weimar and then walked down the broad street towards the old town.

After two and a half hours, we had seen the two main churches, the castle, the market square and the town hall - only to name the most important points.
We decided to visit the other two main sights - the park and the concentration camp - the next time; probably in a few months before watching football there in Weimar.
So we went back to the train station, heading towards Gera. After we had a look inside the big church vis-à-vis the Mexican restaurant, we had a large and excellent meal in the aforementioned restaurant.

We went back to Merseburg in the late afternoon, neither being overwhelmed nor disappointed by the cultural capital of Europe of the year 1999.
See pictures from Weimar: http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/080908%20Weimar%20-%20Kulturzentrum%20Thueringens/

Sonntag, 7. September 2008

WE110 IV: Fußball im Nordwesten von Leipzig - also wie auf dem Dorf

TSV Böhlitz-Ehrenberg 1:2 SG Lausen

Sonntag, 7. September 2008 - Anstoßzeit 14.00
Stadtliga Leipzig (9. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 1:2 nach 93 Min. (45/45+3) - Halbzeit 0:1
Tore: 0-1 22. ?, 0-2 72. ?, 1-2 78. ?
Verwarnungen: 9 gelbe Karten (4 für Böhlitz, 5 für Lausen)
Platzverweise: Keine.
Stadion: BÖHLITZ-Arena (Kap. 1.120, 120 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 90 (ca. 5 Gästefans)
Spielqualität: 4,5/10 (Leicht unterm Durchschnitt)
Ground Nr. 245 (Neuer Ground; diese Saison: 15 neue)
Sportveranstaltung Nr. 656 (diese Saison: 23)
Tageskilometer: 65 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 6.700 (4.810 Auto, 1.210 öffentliche Verkehrsmittel, 680 Fahrrad)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 73
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 110.

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Nachdem wir am vorher gehenden Tag über 100km mit dem Fahrrad zurückgelegt hatten, fuhren wir diesmal nur etwas mehr als die Hälfte, also so ziemlich Routine für uns. Die Windverhältnisse waren zwar wenig vorteilhaft, doch trotzdem lag der Schnitt bei 21 km/h. So in etwa muss auch die Durchschnittsgeschwindigkeit des Berliner Kleinwagenfahrers gewesen sein, der in einer Waldstraße ewig hinter uns her fuhr, obwohl wir klar anzeigten, dass kein Gegenverkehr kam.
Da wir die Strecke gut kennen, gab es nichts zu fotografieren und so bewegten wir uns in Richtung Stadion. Dort angekommen stellten wir fest, dass man beim TSV Böhlitz-Ehrenberg auf Selbstironie setzt: BÖHLITZ-Arena, heißt der Sportplatz, der immerhin 120 Sitzplätze aufweisen kann. Die üblichen Kunststoffsitze in blau-gelb - wie überall halt in Leipzig. Dass dieser Ort zu Leipzig gehört, mag man allerdings nicht unbedingt vermuten. Am Waldrand gelegen, teils enge Straßen, kleine Häuser, ein Fußballplatz ohne einen vernünftigen Fahrradständer und mit einem Bauzaun, der, wenn man sein Fahrrad degegen lehnt, gleich umfällt... Und dann grüßte uns ein Rentner höflich und wünschte uns nach dem Spiel noch einen schönen Sonntag. Diese gute Sitte haben wir schon lange nicht mehr erlebt - nicht einmal in richtigen Dörfern, also ländlichen Gemeinden von nicht mehr als 1.500 Einwohnern.

Ansonsten braucht man über die 90 Fans kaum ein Wort verlieren: keine Stimmung, nur etwas Gemeckere.
Der Schiri war manchmal etwas streng, aber das Spiel wurde auch recht hart geführt. Augenmaß muss man ihm aber schon anerkennen.
Das Spiel schließlich, war doch recht ordentlich über die gesamte Spielzeit gesehen, obwohl es einige Längen hatte. Nach 22. Minuten konterte Lausen für den ersten Treffer der Partie, in der 72. legten sie nach und sechs Minuten später gelang es den Böhlitzern und Ehrenbergern den Anschlusstreffer zu erzielen. Mehr dann aber auch nicht. Dazwischen gab es gute Zweikämpfe, Kopfballduelle und Angriffe, aber nicht allzu viele Torchancen. Und diese teils kläglichst vergeben.

SG Lausen gewann - trotz viel geringerer Spielanteile - mit 1:2 bei Böhlitz-Ehrenberg. Und für nur einen Euro pro Person ist man bei so einem Match dabei - gemäßigte Preise im Vergleich zu dem, was ich schon auf so manch anderem Platz, vor allem außerhalb Sachsens, erleben musste.
Nach Abpfiff fuhren wir zum nahe liegenden Schloss um zu schauen, ob man in den Innenhof kann, doch wurde man schon am Vorhof von wenig einladenden Schildern aufgehalten. Privatbesitz vom Reiterhof. Immerhin - meistens verrotten Schlösser in Privatbesitz ja erbärmlich - ist die Anlage in einem wirklich guten Zustand.
Wir machten dann auf dem Rückweg die Runde von 65km voll.

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Mehr Fotos unter:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/080907%20TSV%20Boehlitz-Ehrenberg%201-2%20SG%20Lausen/

WE110 III: 107,48km mit dem Fahrrad für 90 Minuten Bezirksklasse.

Chemie Böhlen 2:2 Alemannia Geithain

Samstag, 6. September 2008 - Anstoßzeit 15.00
Bezirksklasse Leipzig (8. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 2:2 nach 93 Min. (45/45+3) - Halbzeit 2:1
Tore: 1-0 3. (?), 2-0 6. (?), 2-1 27. (?), 2-2 88. (?)
Verwarnungen: 8 gelbe Karten (4 für jede der beiden Mannschaften)
Platzverweise: Haben sich zwar einige Spieler drum bemüht, doch trotzdem gab es keine.
Stadion: Jahnbaude (Kap. 2.620, davon 120 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 100 (min. 4 Gästefans)
Spielqualität: 6,0/10 (Leicht überm Durchschnitt, wobei die 1. Halbzeit wirklich gut und die 2. klar unterm Durchschnitt war)

Ground Nr. 244 (Neuer Ground; diese Saison: 14 neue)
Sportveranstaltung Nr. 654 (diese Saison: 21)
Tageskilometer: 110 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 6.635 (4.810 Auto, 1.210 öffentliche Verkehrsmitte, 615 Fahrrad)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 72
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 110

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Kurz nach 11.00 Uhr brachen mein Vater und ich mit den Rädern auf; das Ziel, heute mindestens 100km zu schaffen, vor den Augen. Unser wichtigstes Ziel war Böhlen, eine kaum 7.000 Einwohner zählende Kleinstadt südlich von Leipzig. Nach zweieinhalb Stunden und über 50km kamen wir dort an. Ziemlich eintönig: Plattenbauten, Gebäude im 20er Jahre Baustil, moderne Kirchen. Doch hier und da immer wieder einmal eine Villa, eine ältere Kirche und dann auch ein älteres Stadion mit einigen Stehstufen und beeindruckend hohen Graswällen. Dies ist nur der Spielort für die 2. Männermannschaft und einige Jugendteams, weswegen wir einen Besuch dieser Sportstätte auf ein anderes Mal verschoben. Doch auch das zweite Stadion der Stadt ist alles andere als eine neumodische und stinklangweilige ,,Arena’’. Graswälle, halb demontierte aber blank weiß gestrichene Zäune, abgebröckelte Stehränge und vor allem eine wellblechüberdachte Tribüne, unter der 20 kleine Holzbänke und eine lange Sitzbank in kräftigem grün gestellt wurden, sowie eine zugewachsene Anzeigetafel bekam man zu sehen, wenn man die 2€ Eintritt bezahlte, die man absolut nicht als überzogen bezeichnen konnte.
Der Anlage musste man wirklich ,,Ostzonen-Niveau’’ bescheinigen. Auch der Name der Heimmannschaft erweckte Erinnerungen an die DDR: SV Chemie Böhlen. Zum Glück steht man zu seiner Herkunft - das Chemiewerk sieht man auch vom Stadion aus - so wurde nur das BSG (Betriebssportgemeinschaft) in SV (Sportverein) umgewandelt. Diese Mannschaft spielte vier Spielzeiten in der höchsten Spielklasse der DDR. Damals gingen in die Anlage auch immerhin 7.000 Zuschauer, die auch von Zeit zu Zeit kamen. Die Vorgängervereine der BSG Chemie - 1963 gegründet - welche 1949 ins Leben gerufen wurden, hatten aber auch schöne Namen: BSG Benzinwerk und BSG Brennstoff. Zwar auch etwas übertrieben, alle Mannschaften nach diesem Muster zu nennen, doch allemal besser als nach Energydrink-Herstellern, Glasereien oder Banken.

Nun aber zum Spiel: Es ging furios los, sodass ich schon nach drei Minuten sagte: ,,Gut, dass wir mal wieder nach Sachsen gefahren sind! Das Spielniveau ist hier einfach viel höher als in Sachsen-Anhalt’’. Vom Anstoß weg drückte Böhlen nach vorne und traf nach 15 Sekunden das Tordach. Nach einer Minute hatte Alemannia Geithain ihre erste Chance vergeben, eine weitere Minute verging, bis sie ihre erste Ecke rausholten. Nach drei Minuten erzielte Böhlen mit einem sehr guten Kopfball das 1:0. Nur drei weitere Minuten vergingen, bis sie auf 2:0 erhöhen konnten. Ein trockener Schuss ins lange Eck.
Danach ging es immer wieder herzerfrischend zur Sache: bedingungslose Laufduelle, knallharte Zweikämpfe und übertriebenes Einsteigen. Ein Geithainer wurde einfach in die Werbebande gestoßen, dass es nur so schepperte. Nach 15 Minuten dann auch die erste gelbe Karte und die erste Pöbelei auf dem Platz.
Nach 27 Minuten fuhr Alemannia einen starken Konter zum 2:1 Anschlusstreffer.
Bis zur Pause sollten keine weiteren Treffer fallen, sodass die knallharten Duelle - Zweikämpfe, Schubsereien und Kopfballduelle - die Highlights bleiben sollten.
An Highlights hatte die zweite Hälfte dann leider kaum noch etwas zu bieten. Beide Teams haben wohl gemeinsam ein paar Bierchen gezischt - oder warum war erst ab der 80. Minute wieder wirklich was los? Zwischendurch war ja das ,,Niveau’’ der letzten Spiele in Calbe, Thale und Merseburg erreicht wurden.
Zum Glück ging es dann etwas besser ab und nach 88. Minuten erzielte Geithain - verdient muss man sagen - den 2:2 Ausgleich. Da outeten sich die die prolligen Typen hinter uns auch mal als Gästefans... Als letzte Aktion ist noch zu nennen, dass sich da zwei Spieler in den Haaren hatten, was fast noch in einer Handgreiflichkeit geendet hätte, doch der Schiedsrichter pfiff nach 3 Minuten Nachspielzeit einfach mal ab.
Zu dem Herrn in gelb und seinen beiden Assistenten in gleicher Farbe gibt es nicht viel zu sagen. Mal abgesehen davon, dass der eine Linienrichter wohl nicht einmal 1,60m war, kann man ihnen nicht viel vorwerfen. Ab und an eine fragwürdige Regelauslegung, aber nie eine wichtige Szene abgepfiffen oder zweifelhaft ausgelegt.
Zu den etwa 100 Fans kann man auch nicht viel sagen. Die 100 machten Lärm für 10. Kurz um: es war nichts los. Bei anderen Vereinen - auch gerade in der Gegend in und um Leipzig - wäre nach einer Situation wie der nach einen Ellbogenschlag gegen einen Böhlener nicht nur so ein Zwischenruf eines Rentners vor uns - ganz sympathischer Kerl, aber schon ziemlich gebrechlich, aber immerhin noch recht gesprächig - von wegen ,,Na sag mal bist du noch ganz reine?’’ gekommen, sondern da wären mal eben fünf, sechs Leute verschiedener Altersklassen aufgesprungen und hätten wild gestikulierend durcheinander gebrüllt ,,Hey! Ey! Du Spinner! Sach ma jehts noch, du Arschkrampe?! Ich komm gleich runter zu dir du Vollpfosten!’’
Wir machten uns nach Abpfiff auf den Rückweg, wollten eigentlich noch was essen, aber in diesem Kuhdorf Böhlen hatte wirklich jeder Imbiss - ob deutsch, vietnamesisch oder türkisch - schon geschlossen (Samstags um 17.00 Uhr) und mussten somit bis zu einer Esso-Tankstelle am Rande Leipzigs fahren. Dort war das Benzin natürlich wieder billiger als in Merseburg, was uns dazu bewog, noch einmal über die Fahrtkosten nachzudenken: Möglichkeit 1, die 100km von Merseburg nach Böhlen und zurück zu bewältigen, ist die eigentlich kostenlose Radfahrt, Möglichkeit 2 die Bahn. Dort legt man als Einzelfahrer 17,60€ hin, in der Gruppe von 2 bis 5 Personen 27€. Mit dem Auto bezahlt man maximal 14€ Benzin. ,,Mit der Bahn sparen und fahren’’ - oder wie war das? (
Und nein: ich rechne nicht den Wertverfall des Autos ein, da bei Standzeit noch viel schlimmer).

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Mehr Fotos unter:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/080906a%20Boehlen%20bei%20Leipzig/
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http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/080906c%20Doerfer%20zwischen%20Halle%20und%20Leipzig%20I/

Freitag, 5. September 2008

WE110 II: Auf in eine neue Saison - der VCBDS lädt ein.

VC Bad Dürrenberg/ Spergau 4:0 VCA Niederösterreich

Freitag, 5. September 2008 - 1. Angabe 18.00
Saisonvorbereitungsspiel (1. deutsche gegen 1. österreichische Volleyball-Liga)
Ergebnis: 4:0 (25:19, 25:20, 27:25, 25:19) nach 110 Min.
Besondere Vorkommnisse: Es wurde auf einen 4. Satz verlängert.
Halle: Jahrhunderthalle Spergau (Kap. 400, reduziert, nur Sitzplätze)
Zuschauer: 80 (0 Gästefans)
Spielqualität: 5,5/10 (Durchschnitt)

So langsam bahnt sich eine neue Volleyballsaison an - und so langsam müssten wir wieder unsere kostenlosen VIP-Tickets zugeschickt bekommen. Aber die werden wahrscheinlich nicht früher zugeschickt werden, als mein Studentenausweis der Uni Halle. Wie dem auch sei: wir kamen ja wieder gratis rein dank einer Einladung. Nicht, dass wir dem VC seine Einnahmen nicht gönnen würden, aber wir hätten dann eher die ESV Old Stars bei den Alten Herren von Delitz am Berge geguckt, anstatt den ersten Tag dieses Vorbereitungsturniers.
Zuerst einmal aber wurde die Mannschaft vorgestellt. Erst ein Fotoshooting auf der vorgeschobenen Tribünen - welcher Vollhorst ist eigentlich auf die Idee gekommen, wegen der lächerlichen Regelung der lichten Höhe, die Tribünen so auseinander zu ziehen, dass aus einer 2.000 Zuschauer fassenden Halle, eine für 1.200 wurde? - und dann noch eine Einzelvorstellung mit kurzer Pressekonferenz und ordentlichem kalten Büffet im VIP-Raum. Mit den Zuschauerkapazitäten war es ja im Übrigen unproblematisch am heutigen Tage - da war es sogar locker möglich, mehr als die Hälfte der Plätze abzusperren - doch wie es bei Bundesligaspielen gegen den VC Leipzig gehen soll, ist mir schleierhaft.
Wie auch immer, ein ordentliches Volleyballspiel nahm seinen Lauf. Die Gäste des VC Amstetten Niederösterreich (eigentlich tragen die noch einen Sponsorennamen - wie fast alle österreichischen Sportvereine bis hinunter in die Kreisebene; absolut pervers was da in unserem Nachbarstaat abläuft - aber der tut hier nichts zur Sache) waren nicht deutlich unterlegen, doch stets einen Tick weniger routiniert und technisch oder taktisch bewandert als die ,,Provinzmannschaft’’ vom VC Bad Dürrenberg Spergau. Diese gewannen in drei Sätzen mit 25:19, 25:20 und 27:25. Da noch genug Zeit war bis 20.00 Uhr - dann sollte erst das zweite Spiel stattfinden - einigte man sich zwecks zusätzlichem Training auf einem vierten Satz. So kam es zu dem eigentlich nicht möglichen Ergebnis von 4:0.

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VC Leipzig 3:0 SKV Ustí nad Labem

Freitag, 5. September 2008 - 1. Angabe 20.15
Saisonvorbereitungsspiel (1. deutsche gegen 1. tschechische Volleyball-Liga)
Ergebnis: 3:0 (25:21, 25:21, 25:21) nach 90 Min.
Besondere Vorkommnisse: Alle drei Sätze endeten mit dem gleichen Resultat.
Halle: Jahrhunderthalle Spergau (Kap. 400, reduziert, nur Sitzplätze)
Zuschauer: 60 (0 Gästefans)
Spielqualität: 6,0/10 (Leicht überm Durchschnitt)

Auch im zweiten Spiel, welches meines Erachtens - vor allem in der Endphase des dritten Satzes - mehr Schnelligkeit und Dynamik vorweisen konnte als das Spiel des VC Bad Dürrenberg/ Spergau, war die deutsche Mannschaft erfolgreicher und auch leicht überlegen. Allerdings machten die Tschechen aus Aussig an der Elbe, also Ustí nad Labem - eine der wenigen Städte der Tschechischen Republik die ich nicht sonderlich zu schätzen weiß - einen weitaus besseren Eindruck als die Österreicher aus Amstetten. Warum man den Ort Amstetten kennen müsste, bemerke ich jetzt besser nicht an dieser Stelle.

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Ground Nr. 243 (Kein neuer Ground; diese Saison: 13 neue)
Sportveranstaltung Nr. 653 (diese Saison: 20)
Tageskilometer: 25 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 6.525; 4.810 Auto/ 1.210 öffentliche Verkehrsmittel/ 480 Fahrrad.
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 110.

Mehr Fotos unter:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/080905a%20VC%20Bad%20Dbg%20Spergau%20Mannschaftsvorstellung/
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/080905b%20VC%20BDS%204-0%20VC%20Amstetten%20Niederoesterreich/
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/080905c%20VC%20Leipzig%203-0%20SKV%20Usti%20nad%20Labem/