Samstag, 19. Januar 2019

W651I: Mehr Bälle zerlegt als Punkte erzielt...

Mehlemer Sportverein ....................................... 3
TSV Bonn rechtsrheinisch 1897/1907 .............. 9
- Datum: Freitag, 18. Januar 2019 – Beginn: 19.30
- Wettbewerb: 1. Kreisklasse Bonn (12. Tischtennisliga, 10. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-9 Spiele, xx:xx Sätze und xxx:xxx Bälle nach ca. 120 Min.
- Statistiken: https://www.mytischtennis.de/clicktt/WTTV/18-19/ligen/Herren-1-Kreisklasse-2/gruppe/334500/mannschaft/2123436/Mehlemer-SV/spielerbilanzen/rr
- Austragungsort: Sporthalle Robert Koch Schule (Kap. 75, davon 25 Sitzplätze)
- Zuschauer: 1 (ich)
- Unterhaltungswert: 4,5/10 Mehlemer SV 3:9 TSV Bonn rrh. Photos with English Commentary :
Table Tennis in Bonn: Mehlem vs. Bonn rrh. 

Auch diesen Freitag ging es wieder zum Tischtennis. Diesmal ganz am anderen Ende der Stadt in Bad Godesberg. Dort gibt es einen Schulkomplex mit zwei Turnhallen – die größere gehört wohl zur Johannes-Rau-Schule und die kleinere zur Robert-Koch-Schule. Die dritte dort ansässige Schule scheint keine eigene Halle zu haben und heißt Carl-Schurz-Realschule. Diese Realschule hat von allen dreien die originellste Rezension bekommen: „1 Stern/ Schlechteste Realschule! [...] Mobbing im Lehrerkollegium, Gewalttätige Schüler aus der Unterschicht (ins. aus der Zitronenschule)! Unterrichtsausfall der solange war, dass die Klasse 2 Jahre keinen Englischunterricht hatte (Eltern mussten Unterrichten). Eine Lehrerin war Strafversetzt und konnte munter weiterhin die Schüler terrorisieren und scheute auch nicht davor zurück Schülern vors Schienbein zu treten.“

Die Robert-Koch-Schule hat hingegen eine ungewöhnlich hohe Bewertung, aber die ist mit 3 Stimmen nicht sonderlich repräsentativ und an der miesen kleinen Turnhalle kann es nicht gelegen haben. Ein gesichtsloser und uninteressanter Kastenbau, viel zu eng – reicht gerade für Tischtennis an zwei, max. drei Platten – in sehr hässlichen Farben, Handballtore sind durch andersfarbigen Filz auf der Prellwand „aufgemalt“...

Ich war beim Kreisklassespiel zwischen Mehlem und TSV Bonn rrh. (beides 1. Mannschaften, Letzter gegen vorderes Mittelfeld) der einzige Zuschauer. So wie die geguckt haben, hat seit Jahren mehr (wenn nicht seit der Vereinsgründung) kein Neutraler ihr Gegurke besucht. Nicht einmal Angehörige kamen zum Gucken – traurig! Die Leistung in den drei Doppeln und den ersten beiden Einzeln phasenweise ebenso traurig: 0-5. Danach ein Aufbäumen mit drei gewonnenen Einzeln – und teilweise richtig schönen Ballwechseln meterweit weg von der Platte – ehe drei weitere Einzel an die Jungs von der Schäl Sick gingen. 3:9 nach zwei Stunden. Mehlem also wie so oft mit nur 3 gewonnenen Spielen, während sie es schafften, vier Bälle (v.a. nach Decken- und Wandkrachern) kaputt zu kriegen... Mehlemer SV 3:9 TSV Bonn rrh. Statistik:
- Grounds: 2.329 (1; diese Saison: 117 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.514 (1; diese Saison: 130)
- Tourkilometer: 30 (30 km Rad)
- Saisonkilometer: 42.810 (21.910 Auto, davon 8.450 Mietwagen/ 19.200 Flugzeug/ 1.700 Fahrrad/ unter 10 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 12 [letzte Serie: 19, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 651 Wochen.

Dienstag, 15. Januar 2019

W650III: Fußball und Futsal in Leverkusen und Köln

Longericher Sport Club ...................................... 1
TSV Alemannia Aachen .................................... 15
- Datum: Sonntag, 13. Januar 2018 – Beginn: 18.00
- Wettbewerb: Futsal Mittelrheinliga (2. und unterste Futsalliga)
- Ergebnis: 1-15 nach 40 (2x20 Min.) – Halbzeit: 0-11
- Tore: 0-1 4. Gonzalez, 0-2 7. Heintze, 0-3 13. Keinhorst, 0-4 15. de Gouvea (Strafstoß), 0-5 16. Gonzalez, 0-6 17. Keinhorst, 0-7 19. Jemmat, 0-8 19. Heintze, 0-9 20. de Gouvea, 0-10 20. de Gouvea, 0-11 20. de Gouvea, 0-12 25. Heintze, 1-12 29. Schmidt, 1-13 33. Heintze, 1-14 35. Heintze, 1-15 40. Keinhorst
- Gelbe Karten: 1x Longerich, 1x Aachen
- Rote Karten: keinne
- Austragungsort: Sporthalle der Heinrich-Böll-Gesamtschule (Kapazität: 120, davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 15 (davon keine Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10

SV Bergfried Leverkusen-Steinbüchel .............. 3
FC Britannia 08 Solingen ................................... 4
- Datum: Sonntag, 13. Januar 2018 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Testspiel (Kreisliga A Köln gegen Kreisliga A Solingen, jeweils 8. Fußballliga, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-4 nach 90 (45/45) Min. – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 32. NN, 1-1 47. XY, 1-2 51. NN, 2-2 56. XY, 2-3 58. NN, 3-3 74. XY, 3-4 87. NN
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportanlage Höfer Weg (Kapazität: 500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 20 (davon ca. 2 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 SV Bergfried Leverkusen 3:4 FC Britannia Solingen Photos with English Commentary :
a) Football: Bergfried Leverkusen vs. Britannia Solingen
b) Futsal: Longericher SC vs. Alemannia Aachen

Am Sonntag fuhr ich doch mit dem Auto und steuerte zuerst den aufgegeben Motoballplatz von Bergfried Leverkusen an. Die Motoballabteilung hat leider seit 2013 keine Mannschaft mehr, aber bei der Fußballabteilung läuft es besser. Der Verein hat auch eine recht informative Seite mit langen historischen Hintergründen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem ungewöhnlichen Vereinsnamen, der derzeit wohl der einzige aktive Verein mit diesem schönen ritterlichen Namen ist. TuS Bergfried Vlatten aus der Nordeifel hat nämlich derzeit gar keine Vereinstätigkeit, so wie ich das sehe. Leider wird nicht abschließend geklärt, nach welchem Bergfried der Verein nun heißt (der Vereinschronist hat sich enorme Mühe gegeben, aber alles kann der halt nach Jahrzehnten auch nicht rausfinden) und welche Burg nun wirklich in dem Vereinswappen dargestellt wird. Ich gehe davon aus, dass es eine Fantasiewiedergabe der Burg Rheindorf ist. Oder Schloss Reuchenberg oder vom Rittersitz Steinbüchel, der ja bereits im 12. Jh. erwähnt und dann im 17./ 18. so stark umgebaut wurde, wie in diesen Bildern

Wie auch immer: wer bei einem Verein mit dem Namen einen Burgblick wie in Gnandstein erwartet, wird enttäuscht. Der Kunstrasenplatz liegt ganz nett unterhalb des auf einem Hang errichteten Leverkusener Ortsteils Fette Henne, aber hat keinerlei Ausbauten und höchstens die verschiedenen kleinen Gebäude (Vereinsheim, Kioske etc.) sind erwähnenswert. Dafür war das Testspiel der beiden Kreisliga A Teams wirklich gut. Über weite Strecken war aber der Gast von Britannia Solingen bestimmend. Das 0:1 bei Pause, das aus einem Weitschuss resultierte, war viel zu wenig. Der offene Schlagabtausch in Hälfte zwei – 1:1, 1:2, 2:2, 2:3, 3:3 und dann drei Minute vor dem Ende das 3:4 für Britannia – wusste sehr zu gefallen. In der Solinger Kreisliga A ist Britannia auch an der Tabellenspitze zu finden. Longericher SC 1:15 Alemannia Aachen Dann fuhr ich nach Köln-Chorweiler weiter. Neben den verschiedenen Fußballplätzen der Bezirkssportanlag Chorweiler befindet sich auch eine Doppelhalle. Der linke Trakt ist größer und hat eine Tribüne – dort spielt derzeit noch der Longericher SC 3. Liga Handball und das werde ich mir demnächst auch mal reinziehen – und der rechte Trakt ist kleiner und beherbergt eine großzügig bemessene Dreifelderhalle, die leider ohne jeden Ausbau und in extrem hässlichen Farben daher kommt. Ich sicherte mir einen der gepolsterten Kästen – waren wohl eigentlich Strafbänke, interessierte die Schiris aber nicht – und hatte dadurch einige gesprächige Heimfans um mich herum, die mir auch erklären konnten, dass der Longericher SC aufgrund dessen, dass bis auf 3 Spieler noch nie einer im Verein Fußball gespielt hat, so eine katastrophale Bilanz hat. Der Longericher SC ist ja auch wie eingangs erwähnt eher als Handballverein bekannt, aber man muss ja nicht immer die Bälle aufs Handballtor werfen – man kann es ja auch mal mit schießen probieren... und so wurden die Futsal-Freunde in den Verein aufgenommen.
Der heutige Gegner im Futsal-Mittelrheinligaspiel war ein besonders bekannter Name: Alemannia Aachen. Beide stehen in dieser untersten Liga (aber nur 2. Ebene) schlecht da. Longerich hat noch gar keinen Punkt geholt in den ersten 7 Spielen. Im Schnitt erzielen sie nur 1 Tor, während sie fast handballmäßige 13 kassieren. Aachen hat auch erst 9 Punkte geholt. Heute bestimmten die Aachener das Geschehen aber klar und gingen v.a. durch ein Schützfesten in den letzten 2 Minuten vor der Pause gegen eine phasenweise völlig orientierungslose Abwehr mit 0:11 in die Pause. Nach dem Seitenwechsel funktionierte alles besser bei den Longerichern, aber es konnte dennoch nur ein Konter verwandelt werden und erneut kassierte man vier Treffer. 1:15 war auch in der Höhe verdient. Hoffentlich macht der Longericher SC weiter – in der nächsten oder übernächsten Saison kann das alles schon viel besser aussehen!

Ich ging dann noch mal in Nippes essen: beim Olympia Grill Gyroshaus bekommt man nämlich hervorragendes Gyros – riesige Portionen für recht niedrige Preise! Die besten Gaststätten in Köln scheint es an der B9/ Neusser Straße zu geben... Longericher SC 1:15 Alemannia Aachen Statistik:
- Grounds: 2.328 (2; diese Saison: 116 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.513 (2; diese Saison: 129)
- Tourkilometer: 100 (100 km Auto)
- Saisonkilometer: 42.780 (21.910 Auto, davon 8.450 Mietwagen/ 19.200 Flugzeug/ 1.670 Fahrrad/ unter 10 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 12 [letzte Serie: 19, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 650 Wochen.

Montag, 14. Januar 2019

W650II: Hallenhockey in Köln

Kölner Hockey- u. Tennis-Club Blau-Weiss ..... 3
Hockey- und Tennisclub Uhlenhorst Mülheim . 3
- Datum: Samstag, 12. Januar 2018 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: 1. Hallenhockey-Bundesliga, Gruppe West (1. Spielklasse im Hallenhockey)
- Ergebnis: 3-3 nach 60 (2x30 Min.) – Halbzeit: 2-3
- Tore: NN
- Grüne Karten: NN
- Gelbe Karten: NN
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Landesleistungszentrum im Guts-Muths-Weg (Kapazität: 400 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 200 (davon ca. 20 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10

Kölner Klub für Hockey- und Tennissport
"Schwarz-Weiß" 1920 III ........................ 3
Marienburger SC 1920 (Köln) II ........... 11
- Datum: Samstag, 12. Januar 2018 – Beginn: 18.00
- Wettbewerb: 1. Hallenhockey-Verbandsliga Nordrhein-Westfalen, Gruppe A (6. Spielklasse im Hallenhockey)
- Ergebnis: 3-11 nach 60 (2x30 Min.) – Halbzeit: 0-7
- Tore: NN
- Grüne Karten, gelbe Karten, rote Karten: hatten die Schiris nicht mit
- Austragungsort: Jochem-Brügelmann-Halle (Kapazität: 400 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 14 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,5/10 Kölner HTC Blau-Weiß 3:3 HTC Uhlenhorst Mühlheim Photos with English Commentary :
a) 1st Division Indoor-Hockey: Blau-Weiß Köln vs. Uhlenhorst Mülheim
b) 6th Division Indoor-Hockey: Schwarz-Weiß Köln III vs. Marienburger SC II

Heute gab es mal einen Hallenhockeytag. Trotz Regen bei einstelligen Werten ging es aufs Rad. Das erste Spiel fand in der Hockeyhalle vom Landesleistungszentrum statt und damit unweit des Müngersdorfer Stadions, in dem zeitgleich das DEL Wintergame stattfand. Die Hockeyhalle ist ein interessanter, moderner Bau mit ungewöhnlichen Betonstrukturen und kunstvoll geformten Metallträgern sowie gefächertem Dach. Es gibt aber nur eine 400 Leute fassende Obertribüne mit Schalensitzen. Etwa die Hälfte der Sitze war belegt und eine kleine Gruppe von Jugendspielern supportete auch ihren HTC Blau-Weiß der in der Bundesligapartie gegen Uhlenhorst Mülheim ein Unentschieden zum Klassenerhalt benötigte. In einem spannenden Spiel mit relativ wenigen Torszenen ging der Gast immer wieder in Führung, doch auch den 2:3 Halbzeitstand glich Blau-Weiß mit taktischem Geschick und guter Technik aus. Am Ende nur ein Tor in Hälfte zwei und damit ein Endstand von 3:3. Kölner HTC Blau-Weiß 3:3 HTC Uhlenhorst Mühlheim Ich ging in Nippes in einem türkischen Grillrestaurant (Köz Oçakbaşı) essen und fuhr dann zu einem Verbandsligaspiel. Die Bundesliga kostete 5€ Eintritt und es waren neutrale Schiris anwesend – bei der Verbandsliga (6. von 8 Ligen) musste natürlich keiner der nicht einmal 15 Zuschauer etwas zahlen und Schiedsrichter gab es auch keine. Die Trainer oder Betreuer der Teams leiteten das Spiel und hatten immer wieder regelkundliche Probleme. Das war aber relativ egal, da die III. Mannschaft von Schwarz-Weiß Köln gegen die Reserve vom Marienburger Sport-Club (ebenfalls aus Köln) völlig chancenlos war. Die Gastgeber hatten auch nur einen einzigen fitten Wechsler und einen weiteren angeschlagenen Ersatzmann. Der Gast hatte eine gute Truppe zusammen und zog bei Halbzeit auf 0:7 davon. In der zweiten Halbzeit hatte Schwarz-Weiß immer wieder gute Szenen und kam nach dem 0:10 noch mal heran, unterlag am Ende aber natürlich trotzdem sehr deutlich mit 3:11. Ausgetragen wurde die Partie in der Jochem-Brügelmann-Halle im Kuhweg. Laut google Rezensionen von Hockey-Weicheiern angeblich übelst kalt und zugig – war aber OK, obwohl die schöne, alte Tribüne für 400 Zuschauer fast völlig leer war und die Halle auch sehr hoch ist. Die hohe Decke ist übrigens schon ziemlich mitgenommen und wirkt angerostet und schimmlig. Alles in allem eine etwas heruntergekommene aber sehr schöne Halle! Kölner KHT Schwarz-Weiß III 3:11 Marienburger SC II Statistik:
- Grounds: 2.326 (2; diese Saison: 114 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.511 (2; diese Saison: 127)
- Tourkilometer: 80 (80km Rad)
- Saisonkilometer: 42.680 (21.810 Auto, davon 8.450 Mietwagen/ 19.200 Flugzeug/ 1.670 Fahrrad/ unter 10 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 11 [letzte Serie: 19, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 650 Wochen.

Samstag, 12. Januar 2019

W650I: Erste Saisonniederlage für den Ersten

ESV Blau-Rot Bonn FR ..................................... 3
TTC indeland Jülich FR .................................... 8
- Datum: Freitag, 11. Januar 2019 – Beginn: 19.00
- Wettbewerb: Damen Verbandsliga Nordrhein-Westfalen, Staffel 2 (7. Frauen-Tischtennisliga)
- Ergebnis: 3-8 Spiele, 20:25 Sätze und 411:418 Bälle nach ca. 140 Min.
- Statistiken: https://www.mytischtennis.de/clicktt/WTTV/18-19/ligen/Damen-Verbandsliga-4/gruppe/334238/spielbericht/10764331/ESV-BR-Bonn-vs-TTC-indeland-Juelich
- Austragungsort: Gesamtschule Bonn-Beuel Ost / kleine Halle neben 3-fach Halle (Kap. 70, davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: 8 (2 Heimfans, 1 Neutraler, 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 ESV BR Bonn FR 3:8 TTC indeland Jülich FR Photos with English Commentary :
Table Tennis in Bonn: ESV BR ladies vs. indeland Jülich ladies

Zum Start ins Wochenende fuhr ich nach der Arbeit noch bei einem Tischtennisspiel vorbei. In der selten genutzten kleinen Sporthalle (Nebenhalle) der Integrierten Gesamtschule Beuel Ost trafen in der Frauen-Verbandsliga der Eisenbahnersportverein Blau-Rot, ungeschlagener Tabellenführer bis dato, und der im hinteren Mittelfeld platzierte TTC indeland Jülich aufeinander. Bei Indeland Jülich ist das Männer-Tischtennis topp – eine Söldnermannschaft wurde für die Bundesliga zusammengekauft (wie alle anderen Vereinen der TTBL es ja auch machen, allerdings erfolgreicher als indeland, die nur Letzter nach der Hinrunde sind) und eine Amateurmannschaft spielt mit Einheimischen Oberliga. Die Frauen schwanken leider nur zwischen Verbands- und Bezirksliga, also zwischen den untersten Ligen. Der Vereinsname ist übrigens ein in der Region Jülich verwendeter Kunstbegriff, der die in Renaturierung oder Umnutzung befindlichen Tagebaulandschaften beschreibt

Dafür war das gar nicht schlecht heute. Wie mir von einer Spielerin der Bonner erklärt wurde, fehlten dem Gastgeber die beiden besten Spielerinnen und schon war das Duell erst ausgeglichen und kippte dann in den zweiten Einzelpartien zugunsten der Gäste. Am Ende wurde es ein überraschend deutliches 3:8. Über weite Strecken verfolgte ich das Spiel auch etwas aufmerksamer als sonst, da ich in der ersten Hälfte des Wettkampfs auf Bitte einer Spielerin den Spielberichtsbogen ausfüllte, also immer die Satzergebnisse eintrug – wenn halt nicht genug Offizielle oder Wechselspieler da sind, tragen Zuschauer die Ergebnisse ein oder bedienen die Punktetafel... ESV BR Bonn FR 3:8 TTC indeland Jülich FR Statistik:
- Grounds: 2.324 (1; diese Saison: 112 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.509 (1; diese Saison: 125)
- Tourkilometer: 10 (10km Rad)
- Saisonkilometer: 42.600 (21.810 Auto, davon 8.450 Mietwagen/ 19.200 Flugzeug/ 1.590 Fahrrad/ unter 10 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 11 [letzte Serie: 19, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 650 Wochen.

Dienstag, 8. Januar 2019

W649III: Die Antarktis besiegt die Arktis mit 6 zu 2

Krefeld Pinguine ................................................... 6
Eisbären Berlin ..................................................... 2
- Datum: Sonntag, 6. Januar 2018 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Deutsche Eishockey Liga (DEL, 1. Profi-Eishockeyliga)
- Ergebnis: 6-2 nach 60 (3x20 Min.) – Drittel: 2-0, 1-1, 3-1
- Tore: 1-0 4. Pietta (+1), 2-0 14. Hanson, 3-0 28. Bruggisser, 3-1 40. Hördler, 3-2 41. Aubry, 4-2 52. Riefers, 5-2 56. Bettauer (+1), 6-2 59. Schymainski (+1)
- Strafen: Berglund, Miller 2/2, Costello, Bettauer 2+2, Mahbod 2 (Krefeld = 14 Minuten); Hördler 2/2, Smith 2/2, Backman, Aubry, Adam, Baxmann, Buchwieser, Richmond 2+2, Sheppard 2+2 (Berlin = 26 Minuten)
- Austragungsort: sogenannte Yayla Arena (Kapazität: 8.029, davon 5.339 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 7.100 (davon ca. 1.500 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,5/10 Krefeld Pinguine 6:2 Eisbären Berlin Photos with English Commentary :
German 1st Division Ice-Hockey: Krefeld Pinguine vs Eisbären Berlin

Die Eisbären Berlin hatte ich schon lange nicht mehr gesehen, also besuchte ich mal ein Auswärtsspiel von denen bei den Krefelder Pinguinen. Antarktis gegen die Arktis sozusagen...

Vor der Saison gab es Theater bei den Krefelder Pinguinen, da einige Fans dieser Viecher dem neuen Hauptsponsor Recht antarktisch kühl begegneten oder anderweitig ihre kulturellen Probleme hatten: https://rp-online.de/sport/eishockey/kev/krefeld-pinguine-hetze-gegen-yayla-arena-del-verein-droht-hetzenden-fans-mit-dauerkarten-kuendigung_aid-32342979 Die neue Krefelder Eissporthalle, die seit 2003 die genau gegenüberliegende historische Halle (Rheinlandhalle, nach wie vor von den Jugendteams genutzt) aus den 30ern als DEL-Spielort ersetzte, war als sogenannter Königpalast nach einheimischem Bier benannt worden. Nun heißt die Hütte Yayla (dt.: „Hochland“ oder „Alm“) Arena. Die in Krefeld ansässige Firma vertreibt türkische Lebensmittel, v.a. Spezialitäten aus Anatolien – deswegen auch der gebirgig-bäuerliche Name... Man muss hier aber klar festhalten, dass es nur ein paar der typischen NRW-Extremisten sind, die da Stunk gemacht haben – keine größere Bewegung aus der aktiven Fanszene oder so etwas. Es gibt z.B. bei den Google-Bewertungen für Yayla auch nur eine Hass-Bewertung: ein Gehirnamputierter behauptet wahrheitswidrig, die Website des deutschen Unternehmens http://www.yaylaonline.de/ gäbe es nicht auf Deutsch (oder nur auf Türkisch) – ist halt schon scheiße, wenn man zu behindert ist, um zu erkennen, dass oben rechts drei Kürzel für die drei Websitesprachen stehen; TR DE und EN. So als Tipp an solche Spacken: das DE ist keine direkte Anrede an euch – es steht nicht für „DEPP“!
Mehrheitlich stört die Krefelder weder das Unternehmen, noch die Namensnennung – es gibt ja auch immer noch Bier (und das ist nicht von Efes) und nicht oder nicht nur Halal-Ware von Yayla an den Essensständen... Krefeld Pinguine 6:2 Eisbären Berlin Baulich ist die Halle an sich auch nicht schlecht. Die Sicht ist aber stark durch Netze hinter den Toren eingeschränkt. Teilweise sind die Geländer an den Aufgängen auch störend. Die Bushaltestellen-Metallsitze sind eine Frechheit. Aber farblich und baulich mit den Logen doch ganz gut gelungen.

Das Spiel, was mich auf Plätzen der mittleren Kategorie überzogene 33,50€ (32€+1,50€ print at home) kostete und somit eher teurer als vergleichbare Bundesligakarten wie z.B. beim Nachbarn in Mönchengladbach war, sollte leider sehr einseitig sein. Im ersten Drittel war Berlin ganz schwach, lag schnell 2-0 hinten. Nach dem 3-0 im Mitteldrittel erzielte Berlin mit der fast einzigen Chance in den zweiten 20 Minuten den ganz wichtigen Anschlusstreffer Sekunden vor der Pause. Nur eine Minute nach Wiederbeginn keimte bei den 1.500 (!) stimmgewaltigen Gästen Hoffnung auf, da die Eisbären auf 3:2 verkürzten, aber am Ende gingen sie sang und klanglos mit 6:2 unter. Dabei wurde noch aus fadenscheinigen Gründen den Krefeldern ein Tor aberkannt. Nur, damit postwendend doch die Pinguine noch mal treffen. Sehr schade für die vielen Gästefans, die hier stimmungsmäßig gegen das schwache Krefelder Publikum (selbst die Fahnen- und Schalchoreo war besser als bei den zahlreicheren Heimfans) überwiegend dominierten! Krefeld Pinguine 6:2 Eisbären Berlin Statistik:
- Grounds: 2.323 (1; diese Saison: 111 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.508 (1; diese Saison: 124)
- Tourkilometer: 190 (190km Auto)
- Saisonkilometer: 42.590 (21.810 Auto, davon 8.450 Mietwagen/ 19.200 Flugzeug/ 1.580 Fahrrad/ unter 10 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 11 [letzte Serie: 19, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 649 Wochen.

W649II: Hallenfußball in Essen

25. Essener Stadtmeisterschaft im Hallenfußball, Qualifikationsrunde Nord/ Gruppen 3 bis 6
- Datum: Samstag, 5. Januar 2018 – Beginn: 13.00
- Wettbewerb: Qualifikationsrunde zum Finale der Essener Stadtmeisterschaften im Hallenfußball (mit Teilnehmern aus: Oberliga Niederrhein, Bezirksliga, Kreisliga A, Kreisliga B d.h. 5. und 7.-9. Liga/ 1. und 3.-5. Amateurliga)
- Ergebnisse Gruppe 3: BV Altenessen 1-3 Barisspor, Essen West 2-0 DJK Dellwig, BV Altenessen 0-2 Essen West, Barisspor 2-2 Essen West, DJK Dellwig 4-3 BV Altenessen (1. Essen West 6-2/ 7; 2. Barispor 6-4/ 5; 3. DJK Dellwig 5-4/ 6; BV Altenessen 4-9/ 0)
- Ergebnisse Gruppe 4: GTSV 4-2 TuS Holsterhausen, TUSEM 3-1 Vogelheim, GTSV 2-1 TUSEM, TuS Holsterhausen 1-4 Vogelheim, TuS Holsterhausen 1-1 TUSEM, Vogelheim 2-0 GTSV (1. Vogelheim 7-4/ 6; 2. GTSV 6-5/ 6; 3. TUSEM 5-4/ 4; 4. TuS Holsterhausen 4-9/ 1)
- Ergebnisse Gruppe 5: Schonnebeck 8-0 Juspo Altenessen, SC Frintrop 2-3 Saloniki, Schonnebeck 3-2 SC Frintrop, Juspo Altenessen 1-3 Saloniki, Juspo Altenessen 0-7 SC Frintrop, Saloniki 1-0 Schonnebeck (1. Saloniki 7-3/ 9; 2. Schonnebeck 11-3/ 6; 3. SC Frintrop 11-6/ 3; 4. Juspo Altenessen 1:18/ 0)
- Ergebnisse Gruppe 6: Katernberg 4-1 Schönebeck, Croatia 1-2 Adler Union Frintrop, Katernberg 1-1 Croatia, Schönebeck 3-1 Adler Union Frintrop, Schönebeck 3-1 Croatia, Adler Union Frintrop 3-1 Katernberg (1. Schönebeck 7-6/ 6; 2. Adler Union Frintrop 6-5/ 6; 3. Katernberg 6-5/ 4; 4. Croatia 3-6/ 1)
- Austragungsort: Sporthalle Bergeborbeck (Kapazität: 600, davon 500 Sitzplätze)
- Zuschauer: bis zu 550
- Unterhaltungswert: 6,0/10 Essener Stadtmeisterschaft, Qualifikation Nord in Bergeborbeck Photos with English Commentary :
Indoor Football Tournament: Essen City Championships, Qualifying Round in Bergeborbeck

Eine der vielen Hallenstadtmeisterschaften in NRW ist jene in Essen. Dort hatte ich bisher noch kein Spiel gesehen, also besuchte ich mal ein Qualifikationsturnier an diesem Samstag. Die Quali-Runden werden normalerweise in nur zwei Hallen ausgetragen, die Zwischen- und Finalrunden sind dann in der großen Halle am Hallo, wo ich schon mal beim Basketball war. Dort spielen auch die Zweitligahandballer von TUSEM. Zurück zur Qualirunde: die ist nach Nord und Süd geteilt. Essen ist so wie so meist nach Nord und Süd geteilt. Da der Norden die versiffte Problemecke ist, besuchte ich natürlich da das Turnier...

Für nur 4€ Eintritt gab es 24 Spiele zu je 1x15 Minuten. Der Modus ist aber aufgedunsen: zu viele Spiele, zu kurze Spiele und dann qualifizieren sich 3 und 4 Teams, zudem störte der Schwachsinn, dass auf einer Seite mit Bande gespielt wurde (eigentlich mit Wand) und bei den anderen Seiten nicht. Der Modus ist in Dortmund definitiv viel besser als in Essen. Wer trotzdem dort hin will: es gibt eine gute Seite zu den Turnieren: https://hallenfussball-essen.com/ Essener Stadtmeisterschaft, Qualifikation Nord in Bergeborbeck In der Qualifikationsgruppe 4 setzten sich Vogelheim, der GTSV (der Gehörlosen-TSV spielt sowohl in einer Freizeitliga für Gehörlose als auch in der Kreisliga B im regulären Spielbetrieb mit) und TUSEM (Fußballabteilung) durch. Nur TuS Holsterhausen schied aus.
Gruppe 5 wurde von Saloniki dominiert. Schonnebeck kam durch eine skandalöse und zu kleinen Tumulten führende Schiedsrichterleistung auf Platz 2 vor den SC Frintrop, Juspo Altenessen schied mit 1:18 und 0 Punkten völlig überfordert aus.
Gruppe 6 wiederum war eigentlich sehr ausgeglichen und Schönebeck kam trotz hoher Auftaktniederlage gegen den 3. auf Platz 1. Auch Adler Union Frintrop und Katernberg, die so stark angefangen hatten mit dem 4:1 über den Gruppensieger, aber dann v.a. mit Geschrei auf sich aufmerksam machten, qualifizierten sich. Croatia schied etwas unglücklich aus.

Insgesamt ein lohnendes Turnier, aber alles in allem bei weitem nicht so lohnend wie die Dortmunder Stadtmeisterschaft. Auch die Gelsenkirchener und Lünener Variante fand ich besser. Der Modus gehört einfach dringend überarbeitet! Aber ich werde mir nächstes Jahr sicherlich mal ein Turnier im Süden angucken. Oder das Finale – [Link zur WAZ] vielleicht geht es da mal wieder etwas emotionaler zu wie im letzten Jahr... 

So wie ich gekommen war, fuhr ich auch wieder zurück: vorbei an grauen, hässlichen Wohnblocks, Spelunken, Glücksspiel- und Sexetablissements auf die Autobahn. Essen-Nord sieht schon übel aus: dominiert von ungebildeten Migranten und genauso ungebildeten Deutschen [Link zum Tagesspiegel-Artikel: "...im abgehängten Westen"]. Essener Stadtmeisterschaft, Qualifikation Nord in Bergeborbeck Statistik:
- Grounds: 2.322 (1; diese Saison: 110 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.507 (1; diese Saison: 123)
- Tourkilometer: 190 (190km Auto)
- Saisonkilometer: 42.400 (21.620 Auto, davon 8.450 Mietwagen/ 19.200 Flugzeug/ 1.580 Fahrrad/ unter 10 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 11 [letzte Serie: 19, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 649 Wochen.

Mittwoch, 2. Januar 2019

W649I: Jahresabschluss mit Basketball in den Niederlanden

Feyenoord Basketbal (Rotterdam) ....................... 80
Zorg en Zekerheid Leiden ..................................... 91
- Datum: Montag, 31. Dezember 2018 – Beginn: 13.00
- Wettbewerb: Dutch Basketball League (ex: Eredivisie, 1. niederländische Basketballliga, Profiliga)
- Ergebnis: 80-91 nach 40 (4x10) Minuten – Viertel: 30-27, 21-22, 10-15, 19-27
- Statistiken: irgendwann mal hier https://www.basketball.nl/competitie/uitslagen-programma-en-stand/competities/!/uitslagen/1024/dutch-basketball-league-mannen-senioren-landelijk-poule-a
- Austragungsort: Topsportcentrum Rotterdam, Sportshal 2 (Kapazität: 1.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 550 (davon ca. 200 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 Feyenoord Rotterdam 80:91 Zorg en Zekerheid Leiden Photos with English Commentary :
a) Dutch 1st Division Basketball: Feyenoord Rotterdam vs. ZZ Leiden
b) Holland: Leiden, Rotterdam, Rhoon, Hellevoetsluis

Da ich diesmal an keiner Silvesterfeier teilnehmen konnte, suchte ich nach Sportveranstaltungen – mindestens am 31.12.2018 – und wurde in den Niederlanden fündig. Von den 40 angesetzten Basketballspielen suchte ich 3 aus, am Ende fand nur 1 statt. Wahrscheinlich auch nur 1 von 40. Basketball ist in den Niederlanden extrem schlecht organisiert und unprofessionell ohne Ende. Immerhin lohnte das eine Spiel alleine das Kommen. Man muss sich dabei übrigens vor Augen halten, dass es einen regen Amateurbetrieb gibt: je nach Region unterhalb der einzigen Profiliga gibt es eine landesweite Liga und dann ja nach Provinz 5 bis 8 regional mehr oder weniger stark unterteilte Ebenen. Der Sieger der ersten landesweiten Amateurliga (Promotiedivisie, 2. Ebene) steigt normalerweise nicht in die Profiliga (DBL, Dutch Basketball League, ehemals Eredivisie, 1. Ebene) auf, da eine Ausgliederung der Basketballabteilung aus dem Verein und eine entsprechende Profilizenz nötig sind.

Ich fuhr also zuerst nach Beverwejk bei Amsterdam, wo es in der interessant anzusehenden Sporthalle zur perversen Anfangszeit von 8.30 Uhr ein Spiel der 2. niederländischen Basketballliga geben sollte. Alles verrammelt, nix los – obwohl es im Internet noch angesetzt stand und auch die Anfangszeit nicht so ungewöhnlich ist. Ich habe auch schon Eishockey in Gelsenkirchen um 7 Uhr oder niederländische Futsalliga um 21.30 gesehen. Muss man sich mal vor Augen halten: eines der am höchsten entwickelten Ländern der Welt und dann unfähig die zweite (!)von bis zu 9 Ligen in einer der populärsten Sportarten in ihrem Land zu organisieren!

Ich fuhr dann nach Leiden weiter und parkte für 2€ die Stunde in der Nähe der großen Kirche. Die Innenstadt von Leiden ist sehenswert durch viele historische Häuser, geschlossenen alten Baustil und einige Kirchen. Leiden ist noch vor s’Hertogenbosch (Den Bosch) die sehenswerteste niederländische Stadt. Dabei muss man aber bedenken, dass niederländisch Städte fast alle gleich hässlich aussehen und in der gleichen öden Landschaft liegen.

Rotterdam ist völlig anders als Leiden. Die Nazis haben die Stadt total zerstört, dadurch war ein kompletter Neuaufbau nötig. Es gibt fast gar keine historische Bauten, aber etliche originelle moderne Bauten. Das wirkt nur alles seltsam kreuz und quer ohne Verstand angelegt und außerhalb des Zentrums ist die Stadt auch extrem hässlich, aber allein schon für die „Kijk Kubus“ genannten Würfelhäuser lohnt sich ein Besuch Rotterdams. Bei den würfelförmig über die Straße gebauten Häusern hat sich in den 70ern ein genialer Architekt austoben dürfen. Das ist mit das Originellste, was mir in der modernen Architektur untergekommen ist! Es gibt noch eine kleinere und etwas jüngere, weniger grell gehaltene Ansammlung von Würfelhäusern in Helmond. Rotterdam In Rotterdam funktionierte dann auch der Spielbesuch. Dort befindet sich neben dem Fußballstadion von Feyenoord auch noch eine große Sporthalle mit zwei Hallen mit Handballfeld und Tribünen an jeder Längsseite, Fitnessstudio u.a. Vor der Halle konnte man kostenfrei parken. An der Kasse gab es Karten für 12€ - alles erst auf Nachfrage, nirgendwo etwas angeschrieben. Auf der Karte stand: Sportshal 1, die 2.500 Zuschauer fasst. Ich geh mit zwei Einheimischen rein – in der Halle räumen drei Leuten rum und es ist nichts für Basketball vorbereitet. Der Fan neben mir kommentiert nur auf Englisch: „it’s always the question whether they play here or upstairs in the smaller hall“. Also durch das Restaurant (!) und die hintere Treppe hoch. Dort befindet sich eine Sporthalle für 1.000 Leute, die ist ebenso gut gelungen baulich wie Halle 1, aber etwas dümmliche Farben: schwarze Polsterwände und Seitenelemente, weiße Deckenelemente und Aufgänge, müllabfuhrfarbene Schalensitze. Hab ich schon erwähnt, wie schlecht offenbar der niederländische Basketball organisiert wird?

Wie in Deutschland oder vielen anderen Profiligen auch, gab es etwas Show mit Licht aus beim Einlass, aber trotz immerhin 550 Zuschauern kaum Stimmung. Vor allem die fast 200 Fans aus Leiden waren zu hören. Cheerleading oder Maskottchen gab es nicht (in Deutschland bis in Liga 4, 5 zumindest bei vielen Clubs verbreitet). Während der Gastgeber die neu in den Gesamtverein eingegliederte Profi-Basketball-Abteilung des v.a. für den Fußball-Erstligisten bekannten großen Clubs Feyenoord Rotterdam ist, sind die Gäste eine aus dem Club Bona Stars Leiden ausgegliederte Profiabteilung. Die nur 10 Profiteams in NL sind sehr abhängig von Großsponsoren: Zorg en Zekerheid, eine Versicherungsgesellschaft, sponsert das oft mit ZZ Leiden abgekürzten Team. Das Bona in Bona Stars steht übrigens für das Bonaventura Lyceum, ganz ursprünglich war das also eine Oberschulsportmannschaft, ähnlich den Collegeteams in den USA.

Sowohl Feyenoord als auch ZZ spielten auf erfreulich hohem Niveau und wussten zu gefallen. Bis ins letzte Viertel war die Partie auch spannend. Der 7. hielt gegen den 2. sehr gut mit, gewann das erste Viertel knapp. Viertel 2 ging knapp an Leiden. Erst im dritten Viertel zeichnete sich eine leichte Überlegenheit des Gastes aus, der aber erst in den letzten 10 Minuten deutlich davonzog. Am Ende waren es aber nicht mehr als 11 Punkte: 80-91. Und Feyenoord hatte zumindest die schöneren Treffer: mehr spektakuläre Dreipunkter und mehrere Dunks, einmal auch im vollen Lauf.

Was mir in der Halbzeit wieder positiv auffiel: die Kinder sind nicht so dumm und asozial gegeneinander oder zu Erwachsenen wie ich das oft in Deutschland sehe, toben dafür aber hemmungsloser rum. Fast immer beim Sport in den Niederlanden sehe ich dass das Feld in Pausen gestürmt und bespielt oder am Spielfeldrand wild gespielt wird und bemerke, dass die Eltern auch nicht so ein Theater wie in Deutschland machen. Selbst wenn sich da welche gegenseitig in die Wände oder Werbebanden katapultieren schreit keine hysterische Muddi „Jeroen!!! Ruud!!! Kommt sofort her bei die Mama!!!“ oder droht, weil ein Spielkamerad mal dem Kind beim Spielen so mehr weniger aus Versehen eine Faust in die Fresse platziert hat, die Eltern anzuzeigen, weil die ihre „toezichtsverplichting“ verletzt hätten... Feyenoord Rotterdam 80:91 Zorg en Zekerheid Leiden Vor allem nach dem Spielbesuch, als ich noch Rhoon und Hellevoetsluis besichtigte, fiel mir auch angenehm auf: während in weiten Teilen von NRW Böller und Raketen für die letzten Prolls da sind, sind die Niederländer aller Schichten dem „Vuurwerk“ offenbar nicht abgeneigt. Im Radio kam im Gegensatz zu allen deutschen Sendern auch kein Gesabbel, dass die Perversen von der Deutschen Umwelthilfe kein Feuerwerk wegen Feinstaub haben wollen – ein niederländisches Pendant zu diesen Kranken gibt es aber glaube ich schon, so ein Müll wie Umweltzonen ist in NL schon länger bekannt als bei uns – oder dieser oder jener Schwachkopf aus der Politik wieder Alarm schlägt und alles verbieten will, was von Chaoten und Kriminellen missbraucht wird. So wurde auch an fast jeder Ecke der Stadt Hellevoetsluis, aber auch Rotterdam oder Spijkenisse oder Venlo mit Knallkörpern und Raketen hantiert. Fazit aus diesen beiden Beobachtungen: irgendwie sind unsere Nachbarn entspannter...

Was die beiden genannten Orte angeht: Rhoon ist ein Dorf mit einem sehenswerten Wasserschloss. Dadurch, dass der Bau weiß verputzt wurde, sieht er besser aus, als die sonstigen Bauten in den Niederlanden, die alle so aussehen, nur halt in kackbraun da unverputzte Backstein-Maas-Renaissance-Bauten. Die Kirche und das Hotel neben dem Schloss sehen auch gut aus. Hellevoetsluis ist auch nicht so schlecht, da es eine größere Festung hat. Das sind zwar v.a. Wälle übrig und alles in der furchbaren Backsteinfarbe, aber es gibt einige markante Bauten innerhalb der Festung und am Kanal auch bunte Häuser.

Hellevoetsluis hatte ich aber v.a. angesteuert, da da um 17.30 Uhr noch Basketball sein sollte, irgendeine untere Liga deren Spiel ebenfalls noch um 15 Uhr (!) angesetzt war – aber auch hier die Sporthalle zu. Dieselbe Scheiße auch in Spijkenisse, wo 18 Uhr eine Liga tiefer gespielt werden sollte. Also bei allem was ich in Deutschland schon erlebt habe und wie gut organisiert ich Fußball, Handball, Eishockey u.a. in den Niederlanden erlebt habe: die Staffelleiter beim Basketball brauchen wohl mal eins vors Fressbrett, so wie die organisiert sind!

Zum Jahreswechsel in Bonn-Geislar stellte ich wieder fest, was Geislar für eine spießige aber auch vernünftige Siedlung ist. Wenig Feuerwerk, da zu viele dumme Ökos, aber die, die Feuerwerk machten, schossen - wie ich auch - farbenfrohe Batterien ab, statt anderen Leuten Kracher in die Vorgärten zu schmeißen, Vulkane auf fremden Autodächern abzufackeln oder Polenböller in die Mülltonnen zu stecken. Wenn ich an meine Silvester in Merseburg zurückdenke und wie das da abging, mir auch schon mal ein Mülleimer in Brand geraten ist oder eine Leuchtrakete vor ein Haus oder Schild abgerutscht ist... So was macht wohl keiner in Geislar. Im Osten ist Silvester einfach mehr los und da, wo im Westen was los ist, will man nicht unbedingt Silvester feiern: Stichwort Kölnberg Meschenich... Feyenoord Rotterdam 80:91 Zorg en Zekerheid Leiden Statistik:
- Grounds: 2.321 (1; diese Saison: 109 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.506 (1; diese Saison: 122)
- Tourkilometer: 670 (670km Auto)
- Saisonkilometer: 42.210 (21.430 Auto, davon 8.450 Mietwagen/ 19.200 Flugzeug/ 1.580 Fahrrad/ unter 10 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 11 [letzte Serie: 19, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 649 Wochen.

W648III: Hallenfußball in der Hansestadt Breckerfeld

Neujahrscup Breckerfeld
- Datum: Sonntag, 30. Dezember 2018 – Beginn: 13.00
- Wettbewerb: Hallenfußballturnier für Amateurteams aus den Kreisen Hagen, Lüdenscheid und Dortmund (Landesliga, Bezirksliga, Kreisliga A, B und C; 7.-11./ unterste Liga)
- Ergebnisse: SpVg SW Breckerfeld 2:0 TuS Stöcken-Dahlerbrück (Finale), FSV Werdohl 4:2 Türkiyemspor Hagen (Sp. u. Pl. 3), FSV Werdohl 2:4 TuS Stöcken-Dahlerbrück und SpVg SW Breckerfeld 5:2 Türkiyemspor Hagen (Halbfinals); SW Breckerfeld 1-1 FSV Werdohl, TuS Neuenrade 5-4 VfB Westhofen, Türkiyemspor Hagen 3-2 VfB Altena, Stöcken-Dahlerbrück 4-1 TuS Grünenbaum, SW Breckerfeld 6-0 TuS Neuenrade, FSV Werdohl 6-0 VfB Westhofen, Türkiyemspor Hagen 4-1 Stöcken-Dahlerbrück, VfB Altena 3-4 TuS Grünenbaum, VfB Westhofen 1-3 SW Breckerfeld, TuS Neuenrade 2-5 FSV Werdohl, TuS Grünenbaum 1-6 Türkiyemspor Hagen, Stöcken-Dahlerbrück 6-2 VfB Altena (Zwischenrunde)
- Austragungsort: Spiel- und Sporthalle Breckerfeld (Kapazität: 350, davon 250 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 250 (davon ca. 50 pausierende Aktive)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 Hansestadt Breckerfeld Photos with English Commentary :
a) Indoor Football: Breckerfeld Local Cup
b) Sauerland: Hansestadt Breckerfeld

Das war mal eine Stadt von der ich ausnahmsweise noch nie etwas gehört hatte: Breckerfeld, dann auch noch Hansestadt Breckerfeld... Im nördlichen Sauerland bzw. südlich von Hagen gelegen, bietet die landschaftlich schön gelegene Häuseransammlung, die ich aufgrund ihrer Größe (8.000 Einwohner) kaum als Stadt bezeichnen möchte, immerhin einige Fachwerkhäuser, schieferverkleidete Häuser und zwei Kirchen. Die sehenswertere und größere ist hier die evangelische Kirche. Die ist auch verlässlich geöffnet, da sie eine regional bedeutende Pilgerkirche ist. Die Verbindung mit der Hanse ist originell mit einem Walknochen über diversen Gedenktafeln gefallener Mitbürger dargestellt: vor gut 500 Jahren schleppten Breckerfelder Händler so ein Ding aus Nordeuropa an. Die katholische Kirche hingegen ist sehr schmucklos innen und war wohl nur zu besichtigen, da ich gerade nach Ende eines Gottesdienstes auf die Predigerin traf. Neujahrscup Breckerfeld Außerdem hat Breckerfeld eine ordentliche Sporthalle: ein schönes, älteres Modell, das außen ein blauer Kasten ist und innen teils gekachelt, an der Wand auch Sportmotive in Bronze, drei Reihen Holzbänke und eine holzüberzogene Bande zum Spielfeld hin.

Auf selbigem wurde guter Hallenfußball mit Teams der 7. bis 9. Liga geboten. Die meisten Teams waren aus dem Spielkreis Hagen, ansonsten waren auch Lüdenscheid und Dortmund vertreten. Nach 12 Gruppenspielen in den beiden Vierergruppen gab es die Halbfinals. Überraschend scheiterte der FSV Werdohl, der zuvor gegen den gastgebenden Titelverteidiger vom Vorjahr, die Spielvereinigung Schwarz-Weiß Breckerfeld, als einziger einen Punkt holte, gegen Stöcken-Dahlerbrück in einem packenden 2:4. Ebenso 2:4 unterlag Türkiyemspor Hagen – bis dahin 3 Siege in der Zwischen- und 5 Siege in der Vorrunde, also verlustpunktfrei – in einem intensiven und packenden Spiel gegen Schwarz-Weiß Breckerfeld. Richtig intensiv wurde das Turnier dann im Spiel um Platz 3, als dieses nicht mehr so spannend, da gelaufen für Türkiyem war: Werdohl führte 2:4 und ein Foul nahe an der Grenze zur roten Karte wurde von einem Breckerfelder Fan mit „rot... verpiss dich“ kommentiert. Was der sich da einmischte, weiß ich nicht. Recht hatte er aber – der Türkiyem-Proll wollte ihm aber erklären, warum er sich nicht verpissen will und stieg dazu auf die Bande um besser mit dem Zuschauer in der Stehreihe hinter den Bänken kommunizieren zu können... Mitspieler zogen ihn wieder runter, sodass es leider keinen der angedrohten Faustkämpfe gab, aber der gestörte Trainer oder Co-Trainer von Türkiyem lieferte sich noch eine verbale Auseinandersetzung mit einem anderen Breckerfelder. Hier war selbst der jüngere der beiden Schiris etwas überfordert. Spätestens hier hätte es – auch in dieser letzten Spielminute des letzten Spiels der Mannschaft – mindestens eine rote Karte geben MÜSSEN. Nicht einmal Zeitstrafen wurden ausgesprochen. Der ältere Schiedsrichter hatte zuvor in den Spielen viele Fehler gemacht und u.a. eine Tätlichkeit und eine grobe Unsportlichkeit von zwei Spielern von Neuenrade übersehen bzw. nicht geahndet. Also was hier wieder an Zoff geboten wurde, war richtig gut! Das Finale war dann das mit Abstand torärmste Turnierspiel und der Gastgeber ließ nicht viel anbrennen beim 2:0, aber auch dieses Match war spielerisch und technisch richtig gut und ansehnlich und spannend war es sowieso. Nach Abpfiff hatten sich auch alle wieder beruhigt und eine gescheite Siegerehrung ging über die Bühne. Neujahrscup Breckerfeld Zwischenrunde Tabellen gem. Westfalenpost:
Gruppe A:
1. FSV Werdohl 12:3 7
2. SW Breckerfeld 10:2 7
3. TuS Neuenrade 7:15 3
4. VfB Westhofen 5:14 0
Gruppe B:
1. Türkiyemspor Hagen 13:4 9
2. Stöcken-Dahlerbrück 11:7 6
3. TuS Grünenbaum 6:13 3
4. VfB Altena 7:13 0

Ergebnisse: SW Breckerfeld 1-1 FSV Werdohl, TuS Neuenrade 5-4 VfB Westhofen, Türkiyemspor Hagen 3-2 VfB Altena, Stöcken-Dahlerbrück 4-1 TuS Grünenbaum, SW Breckerfeld 6-0 TuS Neuenrade, FSV Werdohl 6-0 VfB Westhofen, Türkiyemspor Hagen 4-1 Stöcken-Dahlerbrück, VfB Altena 3-4 TuS Grünenbaum, VfB Westhofen 1-3 SW Breckerfeld, TuS Neuenrade 2-5 FSV Werdohl, TuS Grünenbaum 1-6 Türkiyemspor Hagen, Stöcken-Dahlerbrück 6-2 VfB Altena (Zwischenrunde); FSV Werdohl 2:4 TuS Stöcken-Dahlerbrück und SpVg SW Breckerfeld 5:2 Türkiyemspor Hagen (Halbfinals); FSV Werdohl 4:2 Türkiyemspor Hagen (Sp. u. Pl. 3), SpVg SW Breckerfeld 2:0 TuS Stöcken-Dahlerbrück (Finale)
Torestatistik: 90 Tore in 16 Spielen à 12 Minuten, d.h. 5,6 Tore pro Spiel oder ca. alle 2,14 Minuten ein Treffer; torärmstes Spiel war (natürlich) das Finale Breckerfeld 2:0 Stöcken-Dahlerbrück, torreichstes Spiel Neuenrade 5:4 Westhofen, das beste Match und das lustigste Werdohl 4:2 Türkiyem...
Strafenstatistik: nicht verfügbar, aber es gab noch viel zu wenige Zeitstrafen und keine rote Karten durch den überforderten älteren Unterparteiischen und den zu sehr auf Deeskalation getrimmten aber ansonsten sehr guten und sicheren jungen Kollegen... Neujahrscup Breckerfeld Statistik:
- Grounds: 2.320 (1; diese Saison: 108 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.505 (1; diese Saison: 121)
- Tourkilometer: 160 (160km Auto)
- Saisonkilometer: 41.540 (20.760 Auto, davon 8.450 Mietwagen/ 19.200 Flugzeug/ 1.580 Fahrrad/ unter 10 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 11 [letzte Serie: 19, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 648 Wochen.

W648II: Wieder einmal spannende Spiele bei den Dortmunder Hallenfußballmeisterschaften

36. Dortmunder Hallenstadtmeisterschaften, Vorrunde Gr. 3 u. 4, Sporthalle Hacheney
- Datum: Samstag, 29. Dezember 2018 – Beginn: 15.30
- Wettbewerb: Hallenfußballturnier für Amateurteams aus dem Kreis Dortmund (Oberliga, Westfalenliga, Kreisliga A, B und C; 5., 6., 9., 10. und 11./ unterste Liga)
- Ergebnisse: Gr. 3; BSV Schüren (WFL) 4:1 TuS Holzen-Sommerberg (KL A), BSV Schüren (WFL) 10:0 Tamil Stars Dortmund (KL B), TuS Holzen-Sommerberg (KL A) 2:1 Tamil Stars Dortmund (KL B); Gr. 4: ASC 09 Dortmund (OL) 5:2 Sportfreunde Sölderholz (KL B); ASC 09 Dortmund (OL) 4:0 Wambeler SV (KL C), Sportfreunde Sölderholz (KL B) 3:1 Wambeler SV (KL C); Entscheidungsspiel: TuS Holzen-Sommerberg (KL A) 7:5 (3:3/ 4:2 n.8m) Sportfreunde Sölderholz (KL B)
- Austragungsort: Sporthalle Paul-Ehrlich-Berufskolleg/ Hacheney (Kapazität: 500 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 450 (davon Sölderholz, Schüren und ASC die größten Gruppen)
- Unterhaltungswert: 7,5/10 Dortmunder Hallenstadtmeisterschaft (Vorrunde 3&4, Hacheney) Photos with English Commentary :
Dortmund Indoor Football Championships: tournament in Hacheney

Seit ich in NRW wohne gehe ich jedes Jahr zu ein oder zwei Turnieren der Dortmunder Hallenstadtmeisterschaften. Mittlerweile gibt es nicht mehr viele Hallen, die ich noch nicht gekreuzt habe, aber die Halle Hacheney direkt neben dem Rombergpark bzw. Zoo hatte ich – im Gegensatz zum Rombergpark und Zoo – noch nicht besucht. Die Halle ist ein kastenförmiger Standardbau mit holzfarbenen Bänken (sechsreihige Untertribüne auf einer Längsseite, deren letzte Reihe direkt an die Wand anschließt). Im direkten Umfeld der zu einem Berufskolleg gehörenden Halle befinden sich einige interessante Hochbauten und auch ein paar Bergbaurelikte.

Nach Zahlung der üblichen hohen 6€ Eintritt platzierte ich mich für bessere Fotos am Rande der Tribüne, wo ich gut mit zwei älteren Fans vom Wambeler SV, dem souveränen Tabellenführer der Kreisliga C (zwar unterste Spielklasse, aber da muss man auch erstmal aus den 15 Hinrundenspielen 43 Punkte und 100:7 Tore holen), ins Gespräch kam. Bevor ihre Mannschaft eingreifen durfte, verging aber einige Zeit. Es wurde wie üblich im Modus: 5 gegen 5 nach Pseudo-Futsal-Regeln, 2x10 Minuten, 2 Gruppen a 3 Teams überkreuz und die beiden Gruppensieger qualifizieren sich sofort für die Zwischenrunde und die beiden Gruppenzweiten machen einen dritten Teilnehmer der Zwischenrunde (bei 24 Vorrundengruppen in 6 Hallen sind es also insgesamt 36 Teams).

Zuerst machten der BSV Schüren und der TuS Holzen-Sommerberg ein starkes Eröffnungsspiel. Nach blitzschneller 0:1 Führung gewann der Klassenhöhere jedoch noch mit 4:1.
Auch beim ASC Dortmund gegen die SF Söderholz gab es keine Überraschung trotz einem hervorragenden Spiel beider Teams. Das 5:2 für den Oberligisten war das zweitbeste des Turniers!
Schwächste da einseitigste Partie war die vom BSV Schüren gegen die Tamil Stars Dortmund. Die indischen und sri-lankischen Spieler und der eine Deutsche waren in ihrem ersten Spiel völlig überfordert und gingen ohne richtige Gegenwehr 10:0 unter. Dabei steht der tamilische Club in der Kreisliga B gar nicht so schlecht da.
Nun griff der Wambeler SV endlich ins Geschehen ein, doch meine Sitznachbarn konnten nicht ganz zufrieden sein. Gegen den Oberligisten wurde erstaunlich gut mitgehalten, doch in dem weniger mitreisenden Spiel hieß es am Ende doch noch 4:0 für den ASC Dortmund.
Nun durften die Tamil Stars noch mal ran und siehe da: gegen Holzen-Sommerberg waren sie phasenweise die bessere Mannschaft, führten lange 1:0, doch der eine Klasse höher spielende Club hatte den längeren Atem und siegte glücklich mit 2:1.
Nun ging es für Wambel und Sölderholz um das Erreichen des Entscheidungsspiels. Die drittbeste Partie des Abends hatte es auch in sich: viel Spannung, viele Zweikämpfe, die ein oder andere Zeitstrafe und Pöbelei und ein Spiel auf Augenhöhe. Am Ende ging es 3:1 an Sölderholz.

Nach 15 Minuten Pause musste Sölderholz noch einmal ran: gegen Holzen-Sommerberg ging es um den letzten Startplatz in der Zwischenrunde. Der B-Ligist Sölderholz mit dem A-Ligisten Holzen-Sommerberg auf Augenhöhe, tolle Zweikämpfe, tolle Spielzüge und viel Kampf. Gleich zu Beginn versuchte der Sölderholzer Torwart einen Holzener umzuholzen und rutschte dabei glücklicherweise vorbei aber unglücklicherweise in die Tribüne. Auswechslung. Der Ersatzmann foult nur Sekunden später zwischen dem Wurfkreis und dem gestrichelten Neunmeterkreis. Das ist eigentlich ein Freistoß ca. 8m vorm Tor. 100%ig sicher geht das aus der Präsentation des WFV zu den schwachsinnigen „Futsal-Light-Regeln“ aber nicht hervor. Das Geschrei um den verhängten Strafstoß lässt mich aber vermuten, dass ich die Regel richtig ausgelegt habe und der Schiri mitsamt seiner beiden Assistenten (!) das falsch gesehen hat. Jedenfalls wurde der Strafstoß verwandelt und ein munteres Hin und Her mit Chancen im Sekundentakt entsteht. 2:2 bei Pause. Danach etwas ruhiger vor den Toren, aber viele Schauspieleinlagen v.a. von Sölderholz, deren Fans nun immer wieder ein paar Schritte ins Feld gehen und den Schiri anpöbeln... Ein offensichtlich reguläres Tor der Holzener wird aberkannt, kurz darauf aber nicht mehr. Das eigentliche 4:2 ist daher aber nur das 3:2 und wenige Sekunden vor dem Ende gelingt Sölderholz nach einem Foul (Schlag ins Gesicht beim Zweikampf) das unverdiente 3:3. Beim Achtmeterschießen – diesmal mit 5 Schützen pro Team, ich meine, es waren sonst immer 3 gewesen – versagten die ersten beiden. Dann 2:1 für Holzen, 2:2, 3:2, der Torwart der Holzener hält und der fünfte Schütze macht das 4:2 rein.
Dieses Spiel war ein besonders gelungener Schlusspunkt auf dieses hervorragende Hallenturnier! Dortmunder Hallenstadtmeisterschaft (Vorrunde 3&4, Hacheney) Statistik:
- Grounds: 2.319 (1; diese Saison: 107 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.504 (1; diese Saison: 120)
- Tourkilometer: 210 (210km Auto)
- Saisonkilometer: 41.380 (20.600 Auto, davon 8.450 Mietwagen/ 19.200 Flugzeug/ 1.580 Fahrrad/ unter 10 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 11 [letzte Serie: 19, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 648 Wochen.

Freitag, 28. Dezember 2018

W647I-648I: Weihnachten mit Hansa gegen Energie, Altherrenturnier in Grevesmühlen sowie Eishockey und Handball in Westfalen

Herforder Eishockey Verein ................................. 8
Ratinger Ice Aliens 97 ........................................... 3
- Datum: Freitag, 21. Dezember 2018 – Beginn: 20.30
- Wettbewerb: Regionalliga West (4. Eishockeyliga, 1. Amateurliga)
- Ergebnis: 8-3 nach 60 (3x20) Minuten – Drittel: 1-2, 3-1, 4-0
- Tore: 0-1 8.00 Fischbuch, 1-1 10.22 Bohle, 1-2 16.15 Brazda, 1-3 31.00 Scharfenort, 2-3 36.42 Skinner, 3-3 39.28 Skinner, 4-3 39.50 Berezovsky, 5-3 42.45 Staudt, 6-3 44.13 Hutt, 7-3 44.57 Bohle, 8-3 52.36 Brinkmann
- Strafen: 2x Skinner, 2x Rempel, Nasebandt (Herford = 10 Minuten); Plichta, Brazda, Schumacher, Maas, Giesen (Ratingen = 10 Minuten)
- Austragungsort: Eisstadion Im Kleinen Felde (Eishalle Herford; Kapazität: 1.500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 600 (davon keine Gästefans?)
- Unterhaltungswert: 6,5/10

F.C. Hansa Rostock ............................................... 0
FC Energie Cottbus ............................................... 2
- Datum: Samstag, 22. Dezember 2018 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: 3. Liga (3. Profifußballliga)
- Ergebnis: 0-2 nach 96 (48/48) Minuten – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 36. Bender, 0-2 63. Rangelow
- Gelbe Karten: Riedel, Evseev, Bülow (FCH); Rangelow, Weidlich (Energie)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Ostseestadion (Kapazität: 29.500, davon 22.500 Sitzplätze; davon 26.000/ 19.500 freigegeben)
- Zuschauer: ca. 23.000 (davon 20.000 zahlende und ca. 2.000 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10

Alte Herren Ü40 Hallen-Kreisturnier Schwerin/ Nordwest-Mecklenburg
- Datum: Sonntag, 23. Dezember 2018 – Beginn: 13.30
- Wettbewerb: Hallenfußballkreismeisterschaft für Ü40-Altherren-Mannschaften
- Endstand: 1. FC Schönberg 95 (22:4, 12), 2. Mecklenburger SV[Dorf Mecklenburg] (11:10, 9), 3. SV Klütz (15:10, 6), 4. FSV Testorf-Upahl (7:16, 3), 5. PSV Wismar (3:18, 0)
- Ergebnisse: Upahl 1:4 Schönberg, Klütz 3:4 Dorf Mecklenburg, PSV 0:4 Upahl, Dorf Mecklenburg 0:6 Schönberg, Klütz 3:2 PSV, Upahl 1:5 Dorf Mecklenburg, PSV 1:9 Schönberg, Klütz 7:1 Upahl, Dorf Mecklenburg 2:0 PSV, Schönberg 3:2 Klütz
- Torstatistik: 58 Tore in 10 Spielen á 15 Minuten, d.h. 5,8 Tore/ Spiel
- Strafen: keine
- Austragungsort: Sporthalle Gymnasium Am Tannenberg Grevesmühlen (Kapazität: 500, davon 360 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 60 (davon überwiegend pausierende Aktive)
- Unterhaltungswert: 6,5/10

TuS Nettelstedt-Lübbecke .................................. 33
TSV Bayer Dormagen ......................................... 29
- Datum: Mittwoch, 26. Dezember 2018 – Beginn: 17.00
- Wettbewerb: 2. Handballbundesliga (2. Profihandballliga)
- Ergebnis: 33-29 nach 60 (2x30) Minuten – Halbzeit: 17-13
- Tore: Gierak 6, Genz 5, Spohn 5, Speckmann 5, Schade 3, Strosack 3, Jaanimaa 2, Rakovic 2, Bechtloff 1, Hövels 1 (TuS N.); Wieling 6, Richter 6, Rebelo 4, Stutzke 4, Huter 3, Braun 3, Jagienak 2, Köster 1 (Bayer)
- Gelbe Karten: Walczak, Gierak, Schade (TuS N.); Jagieniak, Stutztke (Bayer)
- Zeitstrafen: Bechtloff, Gierak, RK Walczak (TuS N. = 6 Minuten); Rebelo, Stutzke, Wieling (Bayer = 6 Minuten)
- Rote Karten: Walczak von Tus N. (38. Min. wg. angeblich grobem Foul)
- Austragungsort: Kreissporthalle Lübbecke, sogenannte Merkur-Arena (Kapazität: 3.250, davon 2.500 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 2.000 (davon 1.510 zahlende und ca. 20 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 Herforder EV 8:3 Ratinger Ice Aliens Photos with English Commentary :
a) Ice Hockey: Herford vs. Ratingen
b) Football: Rostock vs. Cottbus
c) Indoor Football: Veterans Cup in Grevesmühlen
d) Handball: Nettelstedt-Lübbecke vs. Dormagen
e) Rostock Region: Christmas, Kühlungsborn GDR Coast Guards Tower

f) West-Mecklenburg: Panzow Road, Alt Bukow Church, Grevesmühlen

g) Ostwestfalen: Herford (2014), Lübbecke

Zu Weihnachten kann man sich doch mal bei den Eltern blicken lassen. Diesmal leider ohne Khatereh im Gegensatz zum letzten Weihnachten in Rostock, da sie in Kur ist und im Gegensatz zum Weihnachten davor ist schade, dass man nicht bei zweistelligen Temperaturen und kühl-wechselhaften nordafrikanischen Wetter Fußball in Marokko gucken kann... F.C. Hansa Rostock 0:2 FC Energie Cottbus Aber egal: ich machte mich nach der Arbeit diesmal schon um 17.30 auf die Piste – ich hatte eine einzige Überstunde aus einer vorherigen Woche, sonst wäre das erste Spiel nicht machbar gewesen – und steuerte das direkt auf der Route liegende Herford an. Praktischerweise wurde dort in der Eishalle Regionalliga um 20.30 Uhr gespielt. 10€ Eintritt sind asozial für das Niveau – in Rostock kostet eine Liga höher das gleiche – und die Halle hat nur Stehplätze auf Betonstufen. Architektonisch ist der Bau aber gut gelungen, v.a. das Sprecherhaus mit dem Schriftzug Aufsicht und die Wintersportmalereien auf den Hintertorwänden sind sehr gut.

Der 3. aus Herford, die Ice Dragons, taten sich anfangs gegen den 6. aus Ratingen, die Ice Aliens, schwer. Bis Mitte des zweiten Drittels war der Gast besser und v.a. effektiver. Mit deutlicher weniger Torschüssen gingen sie 1:3 in Führung. Noch vor dem letzten Seitenwechsel gelang Herford in einem nun richtigen guten Spiel die Führung zum 4:3. Das letzte Drittel bestimmten die Gastgeber, da bei den Ice Aliens die Luft draußen war: 8-3 am Ende eines sehr guten Spiels. Grevesmühlen Ich kam kurz vor 3 Uhr in Rostock an. Am Vormittag ging es dann zum Ostseestadion. Neben dem Stadion von Motor Neptun in der Hans-Sachs-Allee geparkt und dort erstmal eine Runde Tischtennis an der Steinplatte gespielt. Im Hintergrund wurden Böller geworfen und Rauchkerzen gezündet. Echte Tischtennisatmosphäre...

Das letzte Mal war ich wie gesagt mit Khatereh vor zwei Jahren gegen den Chemnitzer FC im Ostseestadion. Vor zwei Wochen war ich das letzte Mal bei einem Hansaspiel – gegen Uerdingen in Duisburg. Seit Ende 2016 habe ich viele Auswärtsspiele gesehen – aber im Gegensatz zu meinem Vater keine Heimspiele. Heute kam der Gast aus dem Sorbenland, FK Energetyk Chóśebuz – ach, ich meine natürlich FC Energie Cottbus – und brachte gut 2.000 Fans mit. Da Hansa aber 20.000 am Start hatte, war die Stimmung auf unserer Seite. Es gab auch eine schöne Choreo von der Süd. Auf dem Feld lief es die erste halbe Stunde auch gut, doch ein Foulelfmeter wurde lächerlich vergeben und nach 36 Minuten erzielte Cottbus ein tolles Tor (große Distanz, Innenpfosten, mittig ins Netz). Nach der Pause lief gar nichts mehr zusammen. Nach dem 0:2 waren noch über 30 Minuten Zeit um auf den Ausgleich zu drängen oder wenigstens ein paar Kotzbusser zur besseren Unterhaltung mit gestrecktem Bein umzunieten – aber: nichts! Kein Aufbäumen, kein Charakter. Diese gesamte Mannschaft repräsentiert in ihrer Unfähigkeit und Charakterlosigkeit den Verein überhaupt nicht. Seit dem letzten 2.-Bundesliga-Jahr hat Hansa nicht eine einzige brauchbare Mannschaft, in der auch nur die Hälfte der Spieler ein über dem Ligendurchschnitt liegendes Niveau oder Charakter hat. Alte Herren Ü40 Hallen-Kreisturnier Schwerin/ Nordwest-Mecklenburg in Grevesmühlen Samstagabend war mein Onkel Thomas gekommen und blieb bis Heiligabend. Ich seilte mich am Sonntag aber für ein Hallenturnier in Grevesmühlen ab. Auf dem Weg dahin fuhr ich ein paar matschige Pisten in der Umgebung von Neubukow ab. Dabei kam ich auch durch Alt Bukow, wo die Straßen sehr gut sind und die Kirche gerade für einen Gottesdienst geschmückt wurde. Ein ansehnlicher Bau, nichts herausragendes, aber mehrere Gemälde sind in der Gegend ungewöhnlich in Kirchen. In Grevesmühlen selbst gibt es auch ein paar ansehnliche historische Gebäude, aber vieles ist sehr heruntergekommen.

Gut sind in Grevesmühlen die Sportanlagen, so auch die Sporthalle des Gymnasiums in der das Ü40-Hallenfußball-Kreisturnier stattfand. Drei feste Bankreihen und eine Reihe Turnbänke auf einer Untertribüne, toller Sprecherturm, ganz ansprechende Farben, großzügige Abmessungen. Völlig daneben war natürlich 3€ Eintritt zu nehmen. Ob ihr nun Hallenmiete bezahlen musst oder nicht – Eintritt für regionale Altherrenmannschaft geht gar nicht!

Das Turnier fand durch den Schönberger FC und teilweise auch den SV Klütz und den Mecklenburger SV und mit starken Abstrichen auch Testorf-Upahl auf einem sehr guten Niveau statt. PSV Wismar war ganz schwach. Der Poeler SV kam von der hässlichen Insel nicht runter und trat nicht an. Schönberg dominierte mit 4 Siegen und 22:4 Toren, die teils durch herrliche Kombinationen und sicherstes Passspiel zustande kamen, das Turnier. Kühlungsborn Am Montag gab es keine besonderen Highlights. Den Weihnachtsgottesdienst besuchten wir in der Marienkirche, der größten und bedeutendsten Kirche Rostocks.

Am Dienstag gingen wir sehr gut im zypriotischen Restaurant „Famagusta“ in Kühlungsborn essen und besichtigten dort noch den DDR-Grenzer-Wachturm und das angeschlossene Museum. Der Wachturm ist ein echtes Highlight. Das Museum ist auch gut gemacht. Bei dem Film muss man sich nur immer wieder fragen: das sollen Fluchtgründe gewesen sein, die da von Mecklenburgern, die rübergemacht haben, genannt werden? Es kam nur eine schikanierte Kirchenfrau vor und keinerlei politische Flüchtlinge. Vielleicht waren in einem weiteren Teil des NDR-Films noch welche zu Wort gekommen, aber in dem von mir gesehen Film sprachen nur Wirtschaftsflüchtlinge. Der Fluchtgründe ich damals wie heute nur bedingt nachvollziehbar finde.

Passenderweise hörte ich am Mittwoch auf dem Rückweg noch eine Reportage in Deutschlandfunk über den geschlossenen Jugendwerkhof von Torgau. Völlig vage Aussagen zu Gräueltaten der Aufseher. Wirklich gut war nur, dass klar dargelegt wurde, dass die SED-Verbrecher keinerlei Reue zeigten und die Schuld bei den Opfern suchten. Die einzige Täterin, die sich selbstkritisch äußerte, erinnerte sich an einen Heulanfall, nachdem einer Insassin von ihrem Mittäter bei Ankunft ihre schönen langen Haare abrasiert wurden. Also verglichen mit dem, was einige Jahre vorher so alles in Torgau und woanders in Deutschland durch die Nazis verbrochen wurde – oder was z. B. bei ähnlichen Einrichtungen, in denen v.a. junge Leute „auf Linie“ gebracht werden sollten, noch bis heute in Ländern wie Nord-Korea, Ägypten oder Syrien (die alle diese Systeme durch die Sowjetunion und mindestens in den beiden letztgenannten auch die DDR installiert bekommen haben!) veranstaltet wird – kann man nur ungläubig zuhören, wie schwerfällig Opfer wie Täter mit den Geschehnissen herausrücken und erstere diese auch scheinbar dramatisieren. Sie scheinen sich in keiner Form von den auch in West-Europa noch bis in die zweite Hälfte des letzten Jahrhunderts üblichen brutalen Erziehungsmethoden in solchen Einrichtungen zu unterscheiden. Auch die Beschreibungen auf der Gedenkstättenseite lassen keine Schlüsse auf staatlich organisierte Folter wie in Bautzen oder Hohenschönhausen zu. Wenn ich schon lese/ höre, dass Schlagstöcke nur in Notwehr eingesetzt wurden und die Opfer das nicht einmal anders darstellen wollen. In der ansonsten sehr guten Rubrik Geschichte der „Welt“ wird bei diesem Thema mit einer reißerischen Überschrift gearbeitet, um dann im Text einen unbelegten Halbsatz dazu zu bringen. Hier ist für mich – im Gegensatz zu den KZs, nordkoreanischen Lagern oder dem Gefängnis Saydnaya für politische Häftlinge in Syrien – nicht nachvollziehbar, wo das Besondere liegt, das so viele Berichte darüber so oft wiederholt werden müssen? Dass dort Unrecht verübt wurde (im Fall von Torgau gegen ca. 4.000 Jugendliche, was eine verhältnismäßig niedrige Zahl zu sein scheint, wohl auch dadurch, dass die wenigstens DDR-Bürger bis 89 mutig genug für Wiederstand waren) ist zweifelsfrei klar und deswegen ist diese Gedenkstätte auch so wichtig wie jene Gedenkstätte in Kühlungsborn – zumal beim Versuch der „Republikflucht“ auch einige Flüchtlinge von Grenzern ermordet wurden – aber irgendwie ist für mich nicht nachvollziehbar, wieso Insassen der Jugendwerkhöfe sich so bedeckt halten und „Republikflüchtige“ so lapidar als Fluchtgründe „keine Freiheiten“ angeben. Es ist wohl auch deshalb nicht für mich nachvollziehbar, da ich viele Kontakte zu Menschen aus sehr viel brutaleren Diktaturen wie Syrien und Iran habe. Lübbecke Irgendwann war ich dann wieder in NRW angekommen. Gleich hinter der Landesgrenze mit Niedersachsen kommt Lübbecke. Ein selten hässliches Nest. Mäßig ansehnliche Kirchen, ganz vereinzelt sehenswerte Fachwerkhäuser – dazwischen Betonwüste, architektonischer Schrott und Leerstand wie bei uns im Osten.

Die Kreissporthalle ist nicht schlecht. Halbrunde Vorbauten, innen dreigeteilte Tribünen: Schalensitze, Bänke und Stehplätze. Für 12,50€ bekam ich einen Stehplatz. Sitzplätze sind teils erheblich teurer. Ist aber auch 2. Bundesliga immerhin. Der 5. TuS Nettelstedt-Lübbecke gegen den 15. Bayer Dormagen. Anfangs legte Lübbecke massiv vor, dann kam Dormagen immer wieder zum Ausgleich. Erst kurz vorm Seitenwechsel deutete sich eine Überlegenheit der Gastgeber an: 17-13. Mehr als die 4 Tore Vorsprung wurden es am Ende aber nicht: 33-29 war das Endergebnis in einem wirklich guten Spiel. Die Stimmung würde ich nicht als gut bezeichnen: weitestgehend nur Geklatsche und keine richtigen Anfeuerungen. Emotionen kamen am meisten beim unberechtigten Platzverweis gegen einen der Lübbecker Spieler auf.

Auf der Rückfahrt nach Bonn kam auch mal gescheite Musik im Radio, sodass ich keine Reportagen oder BFBS-Christmas-Specials – wobei das Special mit der Tante mit ihrem nordenglischen Dialekt natürlich gut war – hören musste...
22.30 Uhr war ich da, die nächsten beiden Tage ging es nur zur Arbeit. Dann gab es wieder Touren zum Abschluss des Jahres 2018. TuS Nettelstedt-Lübbecke 33:29 TSV Bayer Dormagen Statistik:
- Grounds: 2.318 (Fr 1, So 1, Mi 1; diese Saison: 106 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.503 (Fr 1, Sa 1, So 1, Mi 1; diese Saison: 119)
- Tourkilometer: 1.550 (Fr 640km, Sa 30km, So 170km, Mo 30km, Di 60km, Mi 620km Auto)
- Saisonkilometer: 41.170 (20.390 Auto, davon 8.450 Mietwagen/ 19.200 Flugzeug/ 1.580 Fahrrad/ unter 10 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 11 [letzte Serie: 19, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 648 Wochen.