Montag, 8. Februar 2016

Anderes: Karneval in Bonn

 Bonn carnival  
Pictures: Bonn Carnival 2016

Da ich im Laufe dieses Jahres wahrscheinlich (nicht sicher, aber recht wahrscheinlich) wieder von Bonn wegziehe, dachte ich mir: Du musst dir doch auch mal neben den ganzen Sportveranstaltungen und Besichtigungen einen anderen Zugang zur lokalen Kultur verschaffen. Also auf zu den primitiven Bräuchen der Eingeborenen: zu Karnevalsumzügen! Ich traf mich daher mit meinem Kumpel Moritz und seiner Freundin zum Weiberfastnachtszug in Beuel. Die beiden – er echter Rheinländer, aber natürlich erheblich umgänglicher als die meisten anderen aus der Region, und sie aus Hannover – sind gemäßigte Karnevalsfans. Sie konnten aber trotzdem alles erklären, was es an Motiven und Besonderheiten auf dem Zug zu sehen gab. Der anderthalbstündige Weiberfastnachtszug war natürlich nicht so spektakulär wie der dreieinhalbstündige Rosenmontagszug.

Prinzipiell kann aber jeder bei Wikipedia die Hintergründe zum Karneval erfahren. Daher nur mal ein paar Bemerkungen, die ich mir bei dem Treiben nicht klemmen kann. Erstmal lohnt es sich, sich das mal angeschaut zu haben, wegen der vielen fantasievollen Verkleidungen. Man muss sich auch nicht verkleiden wenn man nur am Straßenrand zuschauen will – man wird (normalerweise) nicht deswegen angepöbelt.

Man sollte aber beim Karneval immer etwas Vorsicht walten lassen: es wird mehr geklaut als normal, Belästigungen und Schlägereien gehören auch zu jedem Karneval dazu – nicht erst, seit es mit Nordafrikanern so viele Probleme gibt; die meisten Asozialen bei Karneval sind ganz offensichtlich Rheinländer, die mal aus ihrem Spießerleben ausbrechen wollen und hacke dicht Ärger machen. Man findet hunderte von Zeitungsartikeln allein in den letzten zwei, drei Jahren zu diesem Thema. Ob Suffschlägerei bei Karnevalssitzung wie in Leverkusen oder Randale in Düsseldorf-Benrath und Vandalismus von 400 Asis aus Solingen-Burg in Leichlingen - wenigstens ein paar Idioten benehmen sich immer daneben. Manchmal sogar Juristen wie einer aus Saarbrücken. Daher findet man im Internet auch Rechtsprüche zum Thema: Kündigung wegen Karnevalschlägerei.

Was man dem rheinischen Karneval aber positiv anrechnen muss: auch wenn Rosenmontag rechts hinter uns ein paar Eingeborene standen, die sich über die Flüchtlinge, die sich zum Zug nach vorne drängelten um Süßigkeiten (Kamelle) zu fangen, ausließen – rheinische Spießer halt – die Zeiten mit den Judengalgen auf Kölner Karnevalswagen sind schon lange vorbei und mittlerweile muss man auch bei mancher Teilnehmerin gucken, ob das Kopftuch wirklich zur Verkleidung gehört oder nur die Jacke. Schwarze und Südamerikaner, die teils in Trachten ihrer Heimat und teils mit klassischen Karnevalskostümen rumlaufen, sieht man auch immer wieder. Und im Gegensatz zu Karneval in Sachsen, Thüringen und Bayern gibt es keine radikalen politischen Tendenzen im Zug selber. Also keine bayrischen Wehrmachtspanzer und so was… In Bonn blieb Politik fast völlig außen vor: nur Kürzungen an der Uni und in anderen Lebensbereichen wurden aufgegriffen. Und in Köln gab es sogar einen spektakulären Wagen gegen Putin, Kim und Assad. Das hätte ich im Rheinland gar nicht erwartet, weil hier noch mehr Arschlöcher als im Osten (wo die Zahl der DDR- und Sowjet-Schönredner, denen ich mal einen Aufenthalt im Gulag wünsche um zur Vernunft zu kommen, auch nicht niedriger wird) rumlaufen, die entweder gar keine Ahnung von Syrien und Russland haben und daher pro-Assad und pro-Putin sind oder mit Syrern/ Libanesen etc. befreundet sind, die entweder a) Bonzen sind und daher vorlügen bis 2011 hätten in Syrien alle „friedlich zusammengelebt“ wegen des „säkularen“ Führers Assad oder b) hier als Berufskriminelle mit Verbindungen zu Mafiagruppen aus dem Umfeld des Assadclans oder ähnlichem Pack aktiv sind.

In den nächsten Tagen gibt es auch noch einen Spielbericht vom lokalen Fußball, wenn im Rheinland das Karnevalschaos abgeklungen ist. Prüfungen sind dann nächste Woche für mich. Zur Feier des Endes meines vorletzten Semesters (also hoffe ich mal, dass es wirklich das vorletzte ist) werde ich am Wochenende auch erstmals eine weite Auswärtsfahrt für die Spergauer Volleyballer des CVM machen… Bonn carnival

Sonntag, 7. Februar 2016

W497IV: Rollstuhlrugby in Koblenz

Dragons Freiburg .......................................... 52
Koblenz Speedos ............................................ 42
- Datum: Sonntag, 7. Februar 2016 – Beginn: 11.00
- Wettbewerb: 1. Rollstuhlrugby-Bundesliga
- Ergebnis: 52-42 nach 32 Min. (4x8 Min.) – Viertel: 11-11, 14-12, 13-9, 14-10
- Punkte: NN
- Strafen: NN
- Austragungsort: Sporthalle der Integrierten Gesamtschule Koblenz-Pollenfeld (Kap. 400 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 10 (überwiegend Koblenzer)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Interessantes Spiel)

Munich Rugbears .......................................... 42
Greifswalder Rollmöpse ............................... 35
- Datum: Sonntag, 7. Februar 2016 – Beginn: 9.30
- Wettbewerb: 1. Rollstuhlrugby-Bundesliga
- Ergebnis: 42-35 nach 32 Min. (4x8 Min.) – Viertel: 9-8, 11-10, 10-12, 12-5
- Punkte: NN
- Strafen: NN
- Austragungsort: Sporthalle der Integrierten Gesamtschule Koblenz-Pollenfeld (Kap. 400 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 5 (überwiegend Münchener)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Interessantes Spiel) Dragons Freiburg 52:42 Koblenz Speedos Photos with English Commentary:
a) Wheelchair Rugby: German Bundesliga Tournament in Koblenz
b) Sightseeing: Koblenz, Heimbach-Weis, Melsbach, Altwied, Leutesdorf, Oberhammerstein

Da ich Rollstuhlbasketball sehr sehenswert finde, dacht ich mir: wieso mal nicht eine andere paralympische bzw. Rollstuhl-Sportart besuchen? So bot sich das Bundesligaturnier im Rollstuhlrugby, das in Koblenz ausgetragen wurde, an. Spielort war die ganz ansehnliche Sporthalle der IGS Pollenfeld. Der Hallenwart hätte aber mal die Tribüne richtig ausfahren können. Die Anzeigetafel mussten die Rollstuhlsportler auch mitbringen, da die fest installierte abgeschaltet war. Also dass man für die 10 Zuschauer keinen Hallensprecher einsetzt ist ja klar – aber hier schienen sich die Sportler alles selber organisieren zu müssen, was so eigentlich nicht sein muss.

Die Bundesliga wird in mehreren zweitägigen Turnieren ausgetragen, bei denen jeweils fünf der sieben Teams gegeneinander im Modus jeder gegen jeden antreten. Ein Rollstuhlrugbyspiel dauert generell so wie ein Wasserballspiel 4x8 Minuten reguläre Spielzeit. Es ist ja auch des Öfteren die Uhr angehalten, sodass man 70-80 Minuten für eine Partie einrechnen muss. Ich schaute mir daher nur die ersten beiden Spiele an.

Zuerst versuchten die vier Spieler aus München (Munich Rugbears) und Greifswald (Greifswalder Rollmöpse) den volleyballähnlichen Ball häufiger als ihr Gegner in die Endzone des Basketballfeldes zu transportieren. Ähnlichkeiten zum Rollstuhlbasketball sind klar erkennbar, aber außer, dass nicht auf Körbe gezielt wird und noch mehr mit dem fahrbaren Untersatz gegen den fahrbaren Untersatz des Gegners gerempelt wird, ist Rollstuhlrugby v.a. nur für an mindestens drei Gliedmaßen Beeinträchtigte gedacht. Greifswald und München lieferten sich ein lange ausgeglichenes Spiel, das die Münchener erst im Schlussviertel mit 42:35 für sich entschieden. Im Anschluss spielten die Gastgeber aus Koblenz und die Mannschaft aus Freiburg/ Breisgau. Auch dieses Spiel war lange ausgeglichen, doch in diesem Fall deutete sich schon nach dem Seitenwechsel ein Leistungsabfall bei Koblenz an. Freiburg siegte auch mit 10 Punkten Unterschied: 52-42. Greifswalder Rollmöpse 35:42 Munich Rugbears Ich hatte erst noch überlegt, zu einem Fußballtestspiel zu gehen, aber im ganzen Rheinland gab es so gut wie keine Spiele, da offenbar ein Großteil der Mannschaften Karneval feierte oder befürchtete, dass besoffene Karnevalschaoten beim Spiel randalieren. Zu den primitiven Bräuchen der Eingeborenen im Rheinland schreibe ich am Montag mal kurz was – mit einigen interessanten Bildern garniert...

Ich machte also eine Besichtigungstour, dessen Route ich entsprechend der Verkehrsbehinderungen durch Karnevalsveranstaltungen auch mehrfach spontan ändern musste – denn selbst, wenn man die Kollegen von der Freiwilligen Feuerwehr, die diese Events sichern, nach dem Weg fragt, sind die zu blöd eine alternative Route zu beschreiben. Also so Typen wie ich da im Raum Neuwied getroffen habe, würden wahrscheinlich in Sachsen-Anhalt rausfliegen: denn die, die zum Auskunft geben zu blöd waren, waren entweder besoffen im Dienst oder von Natur aus zu blöd für ihren Job. Die stellen da auch die Absperrkegel immer auf die Spitze...

In Koblenz schaute ich mir mal von außen die Ehrenbreitstein an und die sehr verfallene Feste Franz. In Heimbach-Weis gibt es ein großes Kloster zu sehen. Melsbach hat direkt neben dem luxuriösen Kunstrasenplatz eine schöne Kapellenruine. Altwied hat eine sehenswert Burgruine zu bieten – der Weg von Melsbach nach Altwied ist übrigens, wenn man den kürzesten Weg fährt, landschaftlich besonders reizvoll. In Leutesdorf stehen noch zwei interessante Sakralbauten: eine Kapelle und eine Pilgerkirche. Und in Oberhammerstein sind schließlich die Reste einer Burg auf einem Bergsporn zu finden und unterhalb noch eine Kirche und ein Gutshaus. Altwied Statistik:
- Grounds: 1.545 (1 neuer; diese Saison: 130 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.589 (2; diese Saison: 153)
- Tageskilometer: 170 (170km Auto)
- Saisonkilometer: 37.560 (24.350 Auto, davon 4.630 Mietwagen/ 6.620 Flugzeug/ 4.810 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 1.370 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 86 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 497.

Samstag, 6. Februar 2016

W497III: Erster Bundesliga-Spielbesuch seit 2007

Fußballclub Gelsenkirchen‑Schalke 04 ....... 3
Verein für Leibesübungen Wolfsburg .......... 0
- Datum: Samstag, 6. Februar 2016 – Beginn: 15.30
- Wettbewerb: Bundesliga (1. Deutsche Profifußballliga)
- Ergebnis: 3-0 nach 93 Min. (46/47) – Halbzeit: 2-0
- Tore: 1-0 24. Huntelaar, 2-0 35. Geis, 3-0 87. Schöpf
- Verwarnungen: Huntelaar, Geis (Schalke); Kruse, Bendtner, Knoche (Wolfsburg)
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Arena Auf Schalke bzw. sogenannte Veltins Arena (Kap. 62.271, davon 54.740 Sitzplätze)
- Zuschauer: 61.483 (davon ca. 1.500 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Leider sehr tempoarm durch die Taktiererei der klar überlegenen Schalker, ansonsten natürlich gutes Spiel) Schalke 3:0 Wolfsburg Photos with English Commentary:
a) Bundesliga: FC Schalke 04 v VfL Wolfsburg
b) Ruhrgebiet: Gelsenkirchen Town Centre

Das musste nach all den Jahren auch mal wieder sein: 1. Bundesliga. Seit Oktober 2007 (Wolfsburg gegen Hansa) hatte ich kein Spiel der höchsten deutschen Profiliga mehr gesehen. Heute stand kein neuer Ground an, aber mir fehlten Fotos der Gelsenkirchener Turnhalle – denn als ich um 2000 herum mal zu einem Spiel gegen den FC Hansa (2:2) dort hinreiste, hatte ich noch keine Kamera…

Leider gab es nur noch Kategorie 2, d.h. die zweitteuersten Karten über die Vereinswebsite zu bestellen. Mit den horrenden Gebühren von 4,50€ bekam man einen schön gemachten Brief – aber ärgerlich, dass es kein Print-at-Home gibt. Insgesamt machte der Spaß 46€ - Anreisekosten waren ja 0€, da ich das Studententicket für die Regionalzüge nutzte…

Ich schlug schon 12 Uhr in Gelsenkirchen auf, ging ne Kleinigkeit in der unglaublich hässlichen Innenstadt Essen und dann per Straßenbahn (Sonderzüge fuhren hier im Minutentakt schon drei Stunden vor Spielbeginn oder so) zum Stadion. Dort erstmal ein bisschen rumgelatscht und die Ruine des Parkstadions begutachtet. Also so Kunststoffbänke wie dort wären mit zum Sitzen lieber gewesen, als die Schalensitze der neuen Arena – die mögen zwar bequemer sein, aber solche Bänke haben mehr Flair...

Das 2001 als „Arena Auf Schalke“ fertiggestellte, hochmoderne Stadion, das den Namen „Veltins Arena“ trägt, ist aber eins der interessanteren Stadien der Bundesligen (knapp vor Dortmund, klar vor Wolfsburg und Köln – aber knapp hinter Kaiserslautern und weit hinter Karlsruhe und Berliner Olympiastadion). Es ist auch deshalb so interessant, da einige technische Finessen, wie ein verschließbares Dach (deshalb „Turnhalle“ genannt) und komplett herausfahrbarer Rasen sowie verschwenkbare Hintertortribüne, wirklich ganz ungewöhnlich sind. Das Design und v.a. die Innenraumgestaltung sind aber eher 0815 und nur farblich von Frankfurt, Nürnberg und Köln unterscheidbar.

Die Kontrollen waren sehr locker in meinem Bereich – da saßen allerdings auch nur Schnarchnasen. Die Stimmung ging nur von der Nordkurve aus. Besonders stark war allerdings auch die nicht, da dauerhaft nur etwa ein Viertel dieses großen Stehplatzbereiches anfeuerte. Von den 1.500 Gästen war dennoch nichts zu hören. Das Liedgut der Schalker Fans war leider sehr dürftig, obwohl sie etliche Vereinssongs zum Grölen während des Spiels zur Auswahl hätten: kriegt die Nordkurve aber anscheinend nicht hin, mal ein paar Minuten „Opa Pritschikowski“ zu singen. Auch der Steigermarsch war ganz dürftig umgesetzt.

Das Spiel war leider sehr von taktischer Zurückhaltung geprägt und daher tempoarm. Dennoch gab es viele Szenen, die das Kommen gelohnt haben. Besonders Huntelaars toller Schuss zum 1:0 war sehr sehenswert. Das 2:0 von Geis war auch sehr schön gemacht. Wolfsburg zeigte wenigstens einen spektakulären Lattenschuss. In der zweiten Hälfte gab es dann weniger zu bestaunen: erst der eingewechselte Schöpf konnte noch einen Treffer – genau durch die Lücke! – markieren. Da waren aber schon 87 Minuten rum…

Die Rückfahrt war aufgrund der unzureichend vorhandenen öffentlichen Verkehrsmittel etwas langwierig. Dann noch ne Schlägerei im Bahnhof und Verspätung des Zuges nach Duisburg. Den 19.55-RE nach Bonn habe ich trotzdem gekriegt und obwohl voller Karnevalsfritzen, bekam ich sogar noch einen Sitzplatz. Schalke 3:0 Wolfsburg Statistik:
- Grounds: 1.544 (kein neuer; diese Saison: 129 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.587 (1; diese Saison: 151)
- Tageskilometer: 260 (250 Bahn/ Straßenbahn, 10km Rad)
- Saisonkilometer: 37.390 (24.180 Auto, davon 4.630 Mietwagen/ 6.620 Flugzeug/ 4.810 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 1.370 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 86 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 497.

Freitag, 5. Februar 2016

W497II: Kiffer in der Kurve in Neuehrenfeld

S.C. West-Köln 1900/11 II ............................. 5
SV Botan Köln ................................................ 1
- Datum: Freitag, 5. Februar 2016 – Beginn: 19.20
- Wettbewerb: Testspiel Kreisliga C, Köln Staffel 1 gegen Kreisliga C, Köln Staffel 4 (beide 10. Liga, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 5-1 nach 91 Min. (45/46) – Halbzeit: 3-1
- Tore: 1-0 9. Patrick Hieb (Foulelfmeter), 1-1 21. Muzaffer Artan(?), 2-1 30. Patrick Hieb, 3-1 34. Nicolai Proppe, 4-1 55. Thomas Müller, 5-1 58. Eigentor
- Verwarnungen: Veysel Yanakci und TW Torben Küper (beide Botan)
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Sportanlage Apenrader Straße (Kap. 2.000, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 5 (keine Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Durchschnittsspiel) S.C. West-Köln II 5:1 Botan Köln Photos with English Commentary:
Friendly Match in Cologne: SC West Reserves defeat SV Botan

Ich hatte mir den Abend freigehalten und wollte eine kurze Radtour vor die Tore Bonns machen und Hertha Buschhoven gegen Vollmershoven-Heidgen gucken, aber das Testspiel wurde kurzfristig abgesagt. Aber wenigstens mehrere Stunden vorher, was viele andere Vereine ja nicht auf die Reihe kriegen – also kein Problem! So ging es mit der Bahn nach Köln und per Stadtbahn in den Norden von Ehrenfeld, wo ich in der Iltisstraße ausstieg. Warum heißt eigentlich in einigen NRW-Städten so vieles nach diesem hässlichen Vieh? Ich sag nur Iltispark Duisburg…

Die Sportanlage Apenrader Straße des SC West 1900/11 ist auch lohnender als der Plasteacker in Buschhoven. Sie befindet sich direkt neben der Iltisstraße in der Haderlebener Straße, die nach dem Süddänischen Haderslev heißt, wo ich den Groundpunkt Dänemark gemacht habe. Die namensgebende Apenrader (nach dem süddänischen Ort Aabenraa) Straße ist nur ein Zipfel der zum Sportlerheim führt. Immerhin hat das kleine Stadion zwei Stufen auf der einen und sechs auf der anderen Seite. Ein Vereinsheim mit Terrasse und Balkon. Hinter den Toren recht hohe Graswälle – gar nicht schlecht!

Ich stellte mich dann auf den Graswall vorm Plattenbau, der wie eine Fankurve wirkte. Bald standen außerhalb des Zauns einige Kiffer hinter mir die ihre Kräuter rauchte. Wenn der Bericht heute irgendwie unverständlich geschrieben sein sollte, muss das am Passivrauchen liegen…

Auf dem Feld war ein teilweise ganz gutes Spiel zu sehen: die Reserve von Köln-West hatte den SV Botan zu Gast. Der ist ein kurdischer Verein der nach einem historischen, später ins Osmanische Reich eingegliederten Fürstentum im Südosten der Türkei bzw. äußerten Norden des Iraks heißt. Wahrscheinlich waren die Vereinsgründer aus der Gegend von Siirt in der Südost-Türkei.

SC West ging schon früh per Elfmeter (sehr schön unter die Latte geschossen!) in Führung, Botan glich dann mit einem Flachschuss ins Eck aus, geriet aber schnell wieder ins Hintertreffen. Beim 3:1 standen sie in der Abwehr ganz blöd, auch wenn das unter anderem ihr Fliegenfänger, der als einziger Deutscher im Team am meisten rummaulte, als Abseits gesehen hatte. Nach der Pause brachte Botan gar nichts mehr zustande und unterlag schließlich mit 5:1 in einem in der zweiten Hälfte etwas weniger guten Spiel. S.C. West-Köln II 5:1 Botan Köln Statistik:
- Grounds: 1.544 (1 neuer; diese Saison: 129 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.586 (1; diese Saison: 150)
- Tageskilometer: 80 (70 Bahn/ Straßenbahn, 10km Rad)
- Saisonkilometer: 37.130 (24.180 Auto, davon 4.630 Mietwagen/ 6.620 Flugzeug/ 4.560 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 1.360 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 85 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 497.

Montag, 1. Februar 2016

W497I: Basketball Om Berg

Bonner SV Roleber 1919 III ....................... 51
SG BG Bonn-Meckenheimer TuS IV ......... 45
- Datum: Montag, 1. Februar 2016 – Beginn: 19.30
- Wettbewerb: 1. Kreisliga Bonn (9. Basketballliga, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 51-45 nach 40 Min. (4x10) – Viertelergebnisse: 11-11, 15-8, 14-13, 11-13
- Punkte: NN
- Fouls: NN
- Austragungsort: Sporthalle der Grundschule Om Berg (Kap. 100 Stehplätze)
- Zuschauer: 8 (keine Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Ganz ordentliches Spiel) Bonner SV Roleber III 51:45 BG Bonn-Meckenheim IV Photos with English Commentary:
Amateur Basketball: BSV Roleber III defeat BG Bonn-Meckenheim IV

Nach der Uni fuhr ich direkt zum Basketball in den Bonner Osten, nach Hoholz wo an der Pützhecke die Städtische Grundschule Om Berg (Hochdeutsch: Auf dem Berg) steht. In deren Turnhalle wurde ein Kreisligaspiel zwischen der III. Mannschaft des BSV Roleber 1919 und der IV. von BG Bonn Meckenheim ausgetragen.

Dass in dieser eigentlich zu kleinen Halle, die aber immerhin eine schöne Empore für die Fans hat – was nur die Hälfte der acht Zuschauer irgendwie nicht kapiert hat und sich ans bzw. ins Feld gehockt hat – gespielt wurde, hängt mit der Belegung der in der Nähe liegenden Sporthalle Heideweg durch Flüchtlinge zusammen. Was für ein Chaos durch die Stadt verursacht wurde kann auf der Vereinsseite nachgelesen werden…

Das Spiel war ganz unterhaltsam: Roleber ging in den ersten fünf Minuten mit 9:2 in Führung, kassierte dann den 9:9 Ausgleich und kam bis zur ersten Pause nicht über ein 11:11 hinaus. Im zweiten Viertel dasselbe Bild: erst zieht Roleber davon, dann kommt BG Bonn wieder heran; 19:11, 21:19, dann aber 26:19 bei Halbzeit. Das dritte Viertel ging dann nur ganz knapp an die Gastgeber, sodass es mit 40:32 in den Schlussabschnitt ging. Da kam BG Bonn IV noch mal heran, aber Roleber III hielt sie entscheidend auf Distanz und siegte mit 51:45. Bonner SV Roleber III 51:45 BG Bonn-Meckenheim IV Statistik:
- Grounds: 1.543 (1 neuer; diese Saison: 128 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.585 (1; diese Saison: 149)
- Tageskilometer: 20 (20km Rad)
- Saisonkilometer: 37.050 (24.180 Auto, davon 4.630 Mietwagen/ 6.620 Flugzeug/ 4.790 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 1.350 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 84 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 497.

Sonntag, 31. Januar 2016

W496III: Junghaie besiegen Kaufbeuren

Kölner Eishockey Club „Die Haie“ U19 ...... 2
Eissportverein Kaufbeuren U19 ................... 1
- Datum: Sonntag, 31. Januar 2015 – Beginn: 12.00
- Wettbewerb: Deutsche Nachwuchs Liga (1. Deutsche U19-Eishockeyliga)
- Ergebnis: 2-1 nach 60 Min. (3x20) – Drittelergebnisse: 0-0, 2-0, 0-1
- Tore: 1-0 29. Kolb (Überzahl), 2-0 35. Ratmann, 2-1 51. Heger (Unterzahl)
- Strafminuten: Granz 2, Glemser 2, Köhler 2, Bindels 2 (KEC = 8 Minuten); Pfaffengut 12 [2+10], Lucas 4 [2, 2], Wolter 2, Wohlgemuth 2, Becher 2, Lilich 2 (Kaufbeuren = 24 Minuten)
- Austragungsort: Köln Arena 2 (Kap. 1.000, davon 600 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 115 (davon 90 zahlende und ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes und spannendes Spiel mit knappem aber verdientem Sieg für Köln) Kölner Haie 2:1 ESV Kaufbeuren (DNL) Photos with English Commentary:
Under-19 Ice-Hockey: Kölner Haie defeat ESV Kaufbeuren

Da ich am Sonntag noch eine Präsentation für ein Uniseminar mit Kommilitonen durchsprechen musste, mir aber einen Spielbesuch nicht nehmen ließ, fuhr ich mit dem Zug nach Köln zur Nachwuchs-Eishockeyliga. Erstmal zu Fuß vom Hauptbahnhof, an allen nach Pisse stinkenden Asi-Ecken am Hbf vorbei und via Hohenzollernbrücke, zur knapp 20 Minuten (beim Ignorieren roter Ampeln ca. 15 Minuten) entfernten Kölnarena 2. Die Halle ist sehr praktisch gebaut und zuschauertechnisch gut, die Eintritt zur DNL beträgt nur 2,50€ - aber so richtig sehenswert ist die Hallenarchitektur jetzt nicht: die roten Sitze (Stadt-/Vereinsfarben) heben sich vom grauen Umfeld (grau steht wohl für die Kölner Betonwüste, wenn rot für den Verein steht) ab – alles ziemliche Einheitsware…

Das Spiel war aber sehr lohnend: zwar stand es bis zur 29. Null zu Null, doch das Match war offensiv und sauber geführt, v.a. Köln (Tabellenzweiter, aber abgeschlagen hinter Mannheim) machte Druck, doch auch die Bayern aus Kaufbeuren (Fünfter) zeigten etliche gute Szenen. Die Junghaie konnte Mitte des zweiten Drittels 2:0 in Führung gehen. Erst in den letzten 10 Minuten gelang es Kaufbeuren dann wirklich gefährlich zu werden, traf zum 2:1 (und das in Unterzahl!), aber verpasste jede weitere Gelegenheit – auch in Überzahlsituationen – um zum Ausgleich zu kommen. Alles in allem war der Sieg für die Kölner Haie, die dazu natürlich auch Karnevalsmusik wie „Ich ben nur ne kölsche Jung“ einspielten, verdient. Kölner Haie 2:1 ESV Kaufbeuren (DNL) Statistik:
- Grounds: 1.542 (1 neuer; diese Saison: 127 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.584 (1; diese Saison: 148)
- Tageskilometer: 60 (60km Bahn)
- Saisonkilometer: 37.030 (24.180 Auto, davon 4.630 Mietwagen/ 6.620 Flugzeug/ 4.790 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 1.330 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 84 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 496.

Samstag, 30. Januar 2016

W496II: Bundesliga im Bowling und ein Radballturnier mit enormer Unentschiedenquote

5. Spieltag der Radball Verbandsliga Nordhein-Westfalen; in Kempen/ St. Hubert
- Datum: Samstag, 30. Januar 2016 – Beginn: 14.30
- Wettbewerb: Radball Verbandsliga NRW (4. deutsche Radballliga)
- Punkte: RV Flottweg 1922 St. Hubert (8; 2 Siege, 2 Unentschieden, 0 Niederlagen; 22:12 Tore), RSV Leeden IV (9; 2-3-0; 14:11), SG Suderwich (5; 1-2-0; 11:9), RSV Münster (5; 1-2-1; 15:16), RSC Niedermehnen I (2; 0-2-2; 14:18), RSC Niedermehnen II (1; 1-0-3; 7:23)
- Bestes Spiel: St. Hubert 5:5 Niedermehnen I (7,5)
- Schlechtestes Spiel: Münster 4:4 Niedermehnen I (5,5)
- Tore insgesamt/ Torschnitt pro Partie: 89/ 7,4
- Strafen: keine
- Austragungsort: Kleine Turnhalle am Hohenzollernplatz (Kap. 40, davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: bis zu 15 (keine Fans von Gastmannschaften darunter)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Wirklich gutes Turnier mit fast durchweg spannenden Spielen)

5. Start der 1. Bowling-Bundesliga der Herren
- Datum: Samstag, 30. Januar 2015 – Beginn: 10.30
- Wettbewerb: Wettkampftag der 1. Deutschen Bowling-Bundesliga (Amateurliga)
- Ergebnisse: siehe Verbandswebsite http://dbu-bowling.com/index.php?id=6366
- Austragungsort: Bowling Arena Moers (Kap. 100, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 40
- Unterhaltungswert: 1,5/10 (1. Ein zum Zuschauen eher langweiliger Sport, 2. Kann man kaum Zuschauen bei solchen scheiß Bahnen) Radball Verbandsliga NRW (Kempen/ St. Hubert) Photos with English Commentary:
a) Bowling: Bundesliga Match Day in Moers
b) Cycle Ball: Regional Tournament in St. Hubert
c) Sightseeing: Niederrhein – Ratingen and Kempen

Beim Brandenburger Landespokal vor ein, zwei Jahren waren wir mal bei Chemie Premnitz. Dort kamen wir mit einem Ordner gut ins Gespräch, der uns erzählte, dass eine Meistermannschaft in der brandenburgischen Kleinstadt angesiedelt ist: der Bowling-Bundesligist Chemie Premnitz. Also irgendwie hatte ich seitdem halt diese Bowling-Bundesliga, die in Form von sechs übers Jahre verteilten Turnieren an denen stets alle 10 Bundesligisten teilnehmen, ausgetragen wird. Dabei muss der Austragungsort nicht immer einen Bundesligastarter haben, so wie es heute in Moers der Fall war, die in den unteren Klassen zu finden sind. In dieser hässlichen Stadt am Niederrhein fanden sich Teams aus ganz Deutschland ein: außer Chemie Premnitz auch noch der Rivale aus Brandenburg: Strike Eisenhüttenstadt, aber auch direkte Nachbarn: 1.BC Duisburg und der Tabellenletzte Lok Stockum aus Düsseldorf. Zudem trafen auch Finale Kassel (Tabellenführer), BC Ingelheim (Rheinland-Pfalz und knapp vor Premnitz auf Rang 2), Strikee’s Bremen, Ratisbona Regensburg, Arena Team Spandau (Berlin) und Action Team Hamburg ein.

Gut 40 Zuschauer taten sich diesen Wettkampf an, der an sich – wie jeder Präzisionssport – seine Faszination hat, aber hier wirklich für den Zuschauer unerträglich ist: man kann nur von hinten zugucken, dauernd stehen die anderen Spieler im Weg und die Anzeigetafeln sind klein und unübersichtlich. Beim Kegeln ist wenigstens nicht so ein Gewusel auf 10 Bahnen und v.a. kann man dort richtig Sitzen und sieht jede Aktion - und Platzbahnkegeln ist sowieso sehenswerter als Bowling und Kegeln zusammen und besser für Zuschauer allemal1st Bowling Bundesliga in Moers Ich fuhr dann nach weniger als zwei Stunden Anwesenheit nach Kempen/ Niederrhein weiter, wo es eine wuchtige und ziemlich hässliche Backsteinburg, ein interessantes Stadttor, eine recht spektakuläre und wie in Zons z.B. auch in die Stadtmauer integrierte Windmühle, eine komisch rotgefärbte Kirche und einige ältere Häuser zwischen den ganzen hässlichen Betonbauten der Nachkriegszeit zu sehen gibt.

Vorm Bowling hatte ich schon die Altstadt von Ratingen besucht, die mit ganz ansehnlichen Stadtmauerresten und Türmen aufwarten kann, allerdings sehr überformt ist von Betonbauten und als eigentliches Hightlight ein Wasserschloss etwas außerhalb zu bieten hat. Ratingen Danach wurde es sportlich besser, da ein Radballturnier anstand. Zwar nur Verbandsliga NRW, also 4. Liga (2. Liga auf NRW-Ebene, darunter gibt es noch zwei weitere), aber das lohnte sich richtig. Die Halle in St. Hubert, in der man von den meisten Radballern wieder einmal freundlich begrüßt wurde, gehört zu einer Grundschule. Die Grundfläche beträgt nur etwa 30x15m. OK – das reicht gerade so für Radball, aber man kann nur hinter den Toren Stehen oder auf Turnbänken und –kästen in einem der Geräteräume sitzen. Der zweite Geräteraum wird für Werkzeuge und Ersatzteile sowie die Kocher für Würstchen und Kaffee gebraucht, der dritte Geräteraum ist fürs Kampfgericht. Die Halle war schon irgendwie klasse, da sie auch von Formen und Farben her ansprechend ist. Nur war immer Durchzug, sodass auch mal Bälle aus der Tür rausgeschossen wurden. Gut, dass wir nicht in Dortmund waren, da hätte bestimmt einer draußen den Ball vorn Wanst gekriegt und sich beschwert wie bei Großkreutz seinem Cousin...

Die Spielergebnisse, von denen übrigens genau die Hälfte unentschieden ausging (so viele Unentschieden habe ich noch nie beim Radball gesehen) waren dabei im Einzelnen:
RV St. Hubert 1 - RSV Münster 1 6:3
RSV Leeden 4 - RSC Niedermehnen 2 4:1
RSC Niedermehnen 1 - SG Suderwich 1 2:4
RSV Leeden 4 - RSV Münster 1 2:2
RSC Niedermehnen 2 - SG Suderwich 1 5:5
RSV Leeden 4 - RV St. Hubert 1 3:3
RSC Niedermehnen 1 - RSV Münster 1 4:4
RSC Niedermehnen 2 - RV St. Hubert 1 1:8
RSV Leeden 4 - SG Suderwich 1 2:2
RSC Niedermehnen 1 - RV St. Hubert 1 5:5
RSC Niedermehnen 2 - RSV Münster 1 4:6
RSV Leeden 4 - RSC Niedermehnen 1 5:3 Radball Verbandsliga NRW (Kempen/ St. Hubert) Statistik:
- Grounds: 1.541 (2 neue; diese Saison: 126 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.583 (2; diese Saison: 147)
- Tageskilometer: 230 (230km Auto)
- Saisonkilometer: 36.970 (24.180 Auto, davon 4.630 Mietwagen/ 6.620 Flugzeug/ 4.730 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 1.330 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 84 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 496.

Freitag, 29. Januar 2016

W496I: Auch nicht viel weniger unterhaltsam als Schlammcatchen…

27. German Open im Synchronschwimmen, Bonn 2016 (1. Tag, Vorkämpfe)
- Datum: Freitag, 29. Januar 2015 – Beginn: 10.00
- Wettbewerb: Internationaler Länderkampf im Synchronschwimmen
- Ergebnisse: siehe Veranstalterwebsite 
- Austragungsort: Frankenbad (Kap. 400 Sitzplätze)
- Zuschauer: bis zu ca. 80 (überwiegend pausierende Aktive)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Recht sehenswerter Sport) Synchronschwimmen: German Masters in Bonn (Frankenbad) Photos with English Commentary:
Bonn/ Frankenbad: 27th German Open Synchronised Swimming

Die von der Zuschauerkapazität her größte Schwimmsportanlage der Stadt Bonn ist das Frankenbad. Ich finde es sehr ärgerlich, dass hier zwei, drei Wettkämpfe im Jahr sowie ein paar Unterwasserrugbyspiele (arschlos, wenn es keine Scheibe an einer Beckenseite gibt) stattfinden und keinerlei Wasserballspiele. Aber so kam ich wenigstens Mal in die Verlegenheit, eine weitere zuvor noch nicht gesehene Sportart zu besuchen. Denn für eine Schwimmhalle mit interessant verschachtelter äußerer Form, zwei 25m-Becken und v.a. eine ungewöhnlich gestalteten, 400 Zuschauer fassenden, steilen Tribüne mit Holzklappsitzen, tut man sich auch gerne mal Synchronschwimmen an… Auch wenn diese Sportart von Ed O’Neill in seiner Comedy-Rolle als Al Bundy mit folgendem Spruch so schön verunglimpft wurde: „Synchronschwimmen ist kein Sport. Schlammcatchen ist ein Sport.“

Wikipedia legt gut dar, warum ich für einen Ausschluss des Synchronschwimmens und der Rhythmischen Sportgymnastik von den Olympischen Spielen bin: „Ursprünglich nur von Männern ausgeführt, wurde es in den 1950er Jahren zu einer nur von Frauen betriebenen Sportart. Durch den Amerikaner Bill May wurde es wieder für Männer zu einer olympischen Disziplin. Er wäre im Jahre 2004 mit Kristina Lum als Partnerin bei den Olympischen Spielen Duett geschwommen. Allerdings sperrt sich die FINA noch gegen die Teilnahme von Männern bei Olympia oder internationalen Wettkämpfen.“ – Und das obwohl jede Olympianation zwanghaft Frauen in ihrem Kader haben muss und ebenso zwanghaft in jeder Sportart ein Frauenwettbewerb durchgeführt werden muss. Andererseits ist natürlich die Frage, wer Männer synchronschwimmen sehen will… Also ich nicht! Da ist auch der Wikipedia-Artikel hilfreich: „In Frankfurt gibt es jedoch seit 1998 die in Europa erste und in Deutschland einzige männliche Synchronschwimmgruppe. Die Gruppe des Frankfurter Volleyball Vereins ist sowohl auf den Deutschen Meisterschaften der Masters, als auch auf internationalen Wettkämpfen wie den […] Gay Games vertreten.“

Im Artikel heißt es weiter: „Synchronschwimmen wird oft belächelt […] und der Film ,Männer im Wasser‘ (Schweden, 2008) zeigt, wie ein Männer[eis]hockeyteam die midlife-crisis mit dem Streben nach der Teilnahme an den Weltmeisterschaften im Synchronschwimmen zu bewältigen sucht.“ Das Argument der Fans dieser Sportart lasse ich aber gerne gelten: „Eine Synchronschwimmerin muss ähnliche Fähigkeiten haben wie eine Bodenturnerin, eine Wettkampfschwimmerin, eine Eiskunstläuferin, eine Wasserballspielerin und eine Tänzerin, und das alles ohne festen Boden unter den Füßen.“ Denn wie beim Sporttanzen (zumindest auf höherem Niveau) ist es mit Rumgehuppe nicht getan: es braucht Athletik, Körperkoordination, Ausdauer, Kraft usw.

So war der Wettkampf auch erträglich, wobei die Pausenzeiten (die nirgendwo angekündigt wurden – gut, dass ich in der Nähe wohne!) ziemlich danaben waren. Zuerst gab es Duette (zwei Schwimmerinnen führte ihre Darbietungen vor) von 10.00 bis 11.20 und dann schlappe zweidreiviertel Stunden Pause bis 14 Uhr, ehe es dann mit einem nur 35 Minuten dauernden Wettkampf im Solo (Einzelauftritt) weiterging. Dann zum Fressen Heeme und 15.30 wieder aufgekreuzt, um dann einen gerade einmal 15 Minuten dauernden Teamwettbewerb zu gucken. Am sehenswertesten war der Team-Wettbewerbe. Auch beim Duett wurde es nicht langweilig. Nur beim Solo schließlich hätte man mal Abzugspunkte wegen schlechter Musikauswahl an einige verteilen müssen… und so einzeln im Becken im Takt der Musik (mal rockig, mal klassisch, mal ganz fades Geträller) fand ich die Darbietungen auch weniger spektakulär, als wenn mehrere Sportlerinnen synchron aufeinander abgestimmt schwimmen.

Sehenswert war in jedem Fall die Mischung aus Ästhetik und Athletik, die man in der Form dann doch nur bei einem Frauensport hat. Die Bewertungen der Kampfrichter schienen nachvollziehbar, aber so richtig kontrollieren kann man ja als Laie nicht, ob da nicht auch mal Willkürurteile dabei sind, wie oftmals beim Turnen oder Eiskunstlauf. Für die gar nicht mal so langweiligen zwei Stunden Wettkampfzeit für zu hohe 7€ Eintritt (asozial für die Vorkämpfe so viel wie für den Finaltag zu verlangen!) war das ganz lohnend. Leider war die Organisation schlecht: keine Programme, keine Anzeigetafeln (wenigstens waren die zweisprachigen Durchsagen gut zu verstehen) und v.a. kein brauchbarer Zeitplan: 80 Minuten Wettkampf, 165 Minuten Pause, 35 Minuten Wettkampf, 65 Minuten Pause, 15 Minuten Wettkampf – was soll den so ein Scheiß?! Synchronschwimmen: German Masters in Bonn (Frankenbad) Statistik:
- Grounds: 1.539 (1 neuer; diese Saison: 124 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.581 (1; diese Saison: 145)
- Tageskilometer: 20 (20km Rad)
- Saisonkilometer: 36.740 (23.950 Auto, davon 4.630 Mietwagen/ 6.620 Flugzeug/ 4.730 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 1.330 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 84 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 496.

Montag, 25. Januar 2016

W495II: Berühmte Namen im belgischen Fußball und Inlinehockey mit Puck

Psychos Wolvertem ......................................... 6
Eeklo Stars ..................................................... 21
- Datum: Sonntag, 24. Januar 2016 – Beginn: 18.30
- Wettbewerb: National 1 Inlinehockey (1. Belgische Inlinehockeyliga)
- Ergebnis: 5-21 nach 48 Min. (4x12) – Viertel: 0-5, 0-6, 3-5, 3-5
- Tore: 0-1 0.30 (13), 0-2 7.47 (13), 0-3 8.04 (56), 0-4 8.57 (56), 0-5 11.37 (13); 0-6 12.38 (55), 0-7 17.07 (55), 0-8 18.03 (4), 0-9 20.58 (88), 0-10 21.37 (56), 0-11 22.55 (55); 1-11 26.24 (Nr. 5), 1-12 27.31 (56), 2-12 28.14 (Nr. 25), 3-12 28.25 (Nr. 19), 3-13 29.35 (55), 3-14 31.24 (4), 3-15 33.27 (13), 3-16 34.29 (23); 3-17 37.03 (55), 3-18 39.04 (56), 3-19 40.23 (13), 4-19 40.55 (Nr. 29), 4-20 41.14 (25, Penalty), 4-21 43.18 (56), 5-21 47.22 (Nr. 28, Überzahl), 47.58 (Nr. 19)
- Zeitstafen: Nr. 4 (Eeklo Stars)
- Spielort: De Sportschuur Wolvertem (Kap. 96 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 18 (davon ca. 2 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Extrem einseitiges, aber sehenswertes Spiel)

Royal Racing Club de Waterloo .................... 0
Koninklijke Sportkring Halle ........................ 3
- Datum: Sonntag, 24. Januar 2015 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Promotion B Groupe B (4. Belgische Liga, Staffel B; 2. Halbprofiliga)
- Ergebnis: 0-3 nach 89 Min. (46/43) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 27 (8), 0-2 63. (12), 0-3 79. (12)
- Verwarnungen: Nr. 20 (Waterloo); Nr. 20 (Halle)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Complexe Sportif du Joli Bois, Terrain Synthetique (Kap. 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 150 (davon ca. 20 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 4,0/10 (Mäßig unterhaltsames Spiel) Inlinehockey: Wolvertem Psychos 6:21 Eeklo Stars Photos with English Commentary:
a) Football: Royal RC Waterloo v KSK Halle
b) Inline Hockey: Psychos Wolvertem v Eeklo Stars
c) Sightseeing: Brussel City, Beersel Castle, Leuven Old Town, Halle Old Town, Waterloo Lion Hill (Central Belgium)

Irgendwie hat es mich doch mal wieder nach Belgien verschlagen: die Hauptstadt kannte ich ja noch nicht… Also mal ein ordentliches Besichtungsprogramm zusammengestellt: erstmal ein Halt in Leuven, wo es ein sehr spektakuläres Rathaus das voller Steinmetzkunst ist, gibt. Die Kathedrale ist die übliche belgisch-niederländische Einheitsware. Andere Häuser sind größtenteils neueren Datums und oft sehr ergraut.

In Brüssel selber bot sich das gleiche Bild: ohne Sinn und verstand wurde da über die Jahrhunderte hinweg völlig uneinheitlich und kreuz und quer gebaut. Das einzige, was an Brüssel wirklich etwas Besonderes ist, ist der Grand Place oder Groote Markt – die goldverzierten Fassaden der Bürger- und Verwaltungshäuser sind schon herausragend!

Die moderne Architektur der Hauptstadt schaute ich mir nicht an, ich fuhr lieber durch heruntergekommene Vororte auf engen Kopfsteinpflasterstraßen auf denen die hektischen Einheimischen etliche Fast-Kollisionen fabrizierten, nach Beersel, wo eine schöne Wasserburg steht. Die war allerdings im Winter geschlossen. So schaute ich mir noch Halle (franzözisch „Hal“) an, wo es eine sehenswerte Kirche inmitten ziemlich mieser und heruntergekommener Bebauung gibt. In Waterloo bzw. Braine l’Allard schaute ich mir noch den berühmte Napoleonshügel mit der Löwenfigur drauf von unten an. Brussels In erster Linie war ich wegen eines Inlinehockeyspiels – warum im nächsten Absatz – in Belgien, aber da es so klangvolle Namen waren, die da um die Ecke lagen, tat ich mir die 4. Fußball-Liga an: Waterloo gegen Halle. Ja, das berühmte Waterloo mit der Schlacht, wobei alles im Nachbarort stattfand… Und weder Halle/ Saale noch Halle/ Westfalen – sondern das oben beschriebene Halle bei Brüssel bzw. Halle/ Vlaams-Brabant. Es gibt übrigens noch ein Halle bei Antwerpen (Zoersel/ Halle) und eines bei Zoutleeuw (Zoutleeuw/ Halle) was wiederum näher an Leuven, wo ich ja vorhin war, liegt.

Da das Spiel auf dem ausbautenlosen Kunstrasenplatz (der Hauptplatz ist allerdings nicht viel besser mit der kleinen Stehtribüne) stattfand, schaute ich kostenlos von außen zu – was auch einige Halle-Fans taten. Die Platz ist die letzte Scheiße, der Royal Racing Club Waterloo war zwar in der Anfangsphase besser, aber zeigte dann warum sie auf einem Abstiegsplatz in die Amateurliga sind. KSK Halle ging mit einem einfachen Kopfball in Führung und konterte in der zweiten Hälfte den Gastgeber locker aus: 0-3. Also wenn ich wirklich im Herbst von NRW wegziehe weil ich woanders eine Arbeitsstelle kriege, fahr ich bestimmt nicht mehr nach Belgien: überteuerter und uninteressanter Fußball in langweiligen Stadien – die sehenswerten alten Stadien, die sich auf einige Dutzend belaufen, werden viel zu unregelmäßig bespielt (meist 5. Liga abwärts immer Sonntag 15 Uhr); und das abzupassen, lohnt sich kaum… Royal Racing Club de Waterloo 0:3 Koninklijke Sportkring Halle Dann ging es nach Wolvertem nördlich von Brüssel weiter, wo meine 93. Sportart anstand. Inlineskaterhockey (oft kurz: Inlinehockey) ist ja in Deutschland v.a. in NRW gut verbreitet, aber Inlinehockey – was mit einem Puck statt dem Hockeyball und im Modus 4x12 Minuten effektive Spielzeit statt 3x20 gespielt wird und daher als gesonderte Sportart betrachtet werden muss; so wie Eishockey, Bandy, Feldhockey, Hallenhockey und Rollhockey ja auch weitere verschiedene Sportarten sind – gibt es in Deutschland nur in Düsseldorf. Und die Düsseldorfer, die irgendwie mit der DEG zusammenhängen, spielen nicht so regelmäßig und auch immer in BeNeLux mit. In Belgien hingegen gibt es zwei Ligen mit insgesamt 17 Teams.

Die Sporthalle „Sportschuur Wolvertem (Sportscheune Wolfsheim)“ entpuppte sich als extrem primitiver Schuppen mit Leichtzementblockwänden, Holzbanken, Blechdach und keinerlei Klimatisierung. Man konnte nur mit Jacke auf den kleinen Holztribünen in der zugigen Halle sitzen. Bei nur 18 Zuschauern war natürlich freier Eintritt. Das Spiel war aber nicht schlecht, nur leider war der Gast (3. von 9) dem Gastgeber (Vorletzter mit nur 2 Siegen, die jeweils gegen den Letzten erzielt wurden) sehr deutlich überlegen. Die Eeklo Stars schossen die Psychos Wolvertem bereits in den ersten 12 Minuten mit 0:5 ab. Dann hieß es 0:11 zum Seitenwechsel. Im dritten Viertel gelang auch Wolvertem mal etwas, nur trotz der Torerfolge in der Mitte des Spielabschnittes hieß es 3:16 vor der letzten Pause. Am Ende wurde es die höchste Saisonniederlage für die Psychopathen, obwohl sie in den letzten zwei Minuten noch mal ihre Treffer fünf und sechs erzielten: es hieß schließlich 6:21… Inlinehockey: Wolvertem Psychos 6:21 Eeklo Stars Statistik:
- Grounds: 1.538 (2 neue; diese Saison: 123 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.580 (2; diese Saison: 144)
- Tageskilometer: 550 (550km Auto)
- Saisonkilometer: 36.720 (23.950 Auto, davon 4.630 Mietwagen/ 6.620 Flugzeug/ 4.730 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 1.310 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 84 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 495.

W495I: Fußball und Futsal im Ruhrgebiet

Holzpfosten Schwerte 2005 .............................. 6
MCH Futsal Club Sennestadt 2013 (Bielefeld) 5
- Datum: Samstag, 23. Januar 2015 – Beginn: 18.30
- Wettbewerb: WFLV-Futsal-Regionalliga (1. Deutsche Futsal-Liga, Staffel des Westdeutschen Fußball- und Leichtathletikverbandes)
- Ergebnis: 6-5 nach 40 Min. (20/20); Halbzeit: 5-4
- Tore: 1-0 1. Sandro Jurado Garcia, 2-0 2. Philipp Oldenburg, 2-1 NN, 2-2 NN, 3-2 7. Sandro Jurado Garcia, 4-2 10. Philipp Oldenburg, 5-2 12. Nils Klems, 5-3 NN, 5-4 NN, 6-4 37. Dennis Pahl, 6-5 39. NN
- Fouls: Schwerte 8 (4/4); Sennestadt 7 (3/4)
- Gelbe Karten: Nils Klems (Holzpfosten)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Alfred-Berg-Sporthalle (Kap. 350, davon 240 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 250 (davon ca. 25 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Offensive und sehr gute 1. Halbzeit, danach sehr viel Taktiererei aber auch Spannung)

Dorstfelder Sportclub 09 AH ........................ 6
SV Arminia Marten AH ................................ 3
- Datum: Samstag, 23. Januar 2015 – Beginn: 14.45
- Wettbewerb: Freundschaftsspiel Alte Herren (Kreis Dortmund)
- Ergebnis: 6-3 nach 80 Min. (42/38) – Halbzeit: 3-1
- Tore: 1-0 4. Markus Hengelage, 2-0 11. Enrico Kretzschmer, 3-0 14. Olaf Jakob, 3-1 22. Dirk Bitter, 4-1 47. Lars Tschernoster, 4-2 65. Ralf Burger (Foulelfmeter), 5-2 66. Enrico Kretzschmer, 5-3 70. Dirk Bitter, 6-3 80. Jörg Hempelmann
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportanlage Bummelberg (Kap. 1.580, davon 80 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca.7 (davon keine Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Ganz ansehnliches Spiel) Veterans: Dorstfelder SC 6:3 Arminia Marten Photos with English Commentary:
a) Futsal: Holzpfosten Schwerte v MCH Futsal Club Sennestadt
b) Football: Dorstfelder SC Veterans v Arminia Marten Veterans

Im Januar ist selbst in NRW die Auswahl an Sportveranstaltungen nicht immer so rießig, sodass ich einen guten Teil des freien Samstags zum Sightseeing aufwenden wollte. Dazu war es angedacht, mit der Bahn via Köln nach Stolberg/ Rheinland zu kommen. Denn diese Kleinstadt deren Leute keinen guten Ruf, aber deren Stadtbild dafür einen umso besseren hat, hat aus guten Gründen eine Partnerschaft mit dem sehr sehenswerten Stolberg/ Harz. Mit Stolberg/ Harz, wo jedes Haus im Fachwerkstil erhalten ist, kann Stolberg/ Rheinland zwar kaum mithalten, aber Landschaftlich liegt es ähnlich schön – ob Harz oder Eifel ist kein so großer Unterschied – und beide Orte werden von einem Schloss überragt. Das Problem an der ganzen Sache: wenn irgendein Hurensohn sich 10km vor Stolberg auf die Schienen wirft, geht nichts mehr…

Ich musste die Sightseeingtour also auf einen anderen Tag verschieben und konnte aber wenigstens dank modernster Technik – OK; dank eines 0€-Smartphones – noch auf die Schnelle ein lohnendes Fußballspiel in einem halbwegs anständigen Ground auf der Strecke zur Hauptveranstaltung des Tages – einem Futsalspiel in Schwerte – finden. Veterans: Dorstfelder SC 6:3 Arminia Marten Ich fuhr via Köln und Düsseldorf nach Dortmund-Dorstfeld, wo ganz nah an der S-Bahn die Sportanlage Bummelberg liegt. Dieser klangvolle Name lohnte sich doch mal zu besuchen: moderner Kunstrasen mit sehr guter Tartanlaufbahn drumherum und modernisierte Stehstufen mit einer Überdachung und ein paar blauen Schalensitzen unterhalb des Bummelbergs. Also das kleine Stadion kann sich schon sehen lassen!

Das dort ausgetragene Spiel war ein Freundschaftsspiel zweier Altherrenteams: die Ü40 vom Dorstfelder SC 09 und die Ü40 von SV Arminia Marten, deren Landesliga Männermannschaft als „die Besten im Westen“ (gemeint ist Dortmund-West) firmieren. Die Altherren fingen aber gar nicht gut an und lagen schnell 3:0 hinten. Erst ein Torwartfehler führte gleich mit dem ersten Torschuss für Marten zum 3:1. Nach der Pause (es wurden 2x40 Minuten gespielt) ging es hin und her, sodass es beim Stand von 5:3 in die Schlussphase ging, die Dorstfeld noch mit dem sechsten Tor ihrerseits krönte.

Ein Highlight waren übrigens so manche Sprüche der Betreuer und Wechselspieler der Gastgeber, die einen ostdeutschen Mitspieler aufzogen: „der hat Fußball beim Kombinat im Osten gelernt, der hat was drauf mit seiner Athletik von der LPG…“ oder auch bei der idiotischen Schubserei zwischen zwei eigenen Spielern, die sich nachdem einer einen Elfmeter verursacht hatte (führte zum 4:2 für Marten) angingen: ein dritter Spieler meint zum Betreuer, er solle mal eingreifen, was der nur kommentiert: „na was soll ich denn da jetzt machen? Soll ich da quer übers Feld hinrennen? Ihr seid ja wohl alt genug…“ Futsal: Holzpfosten Schwerte 6:5 MCH FC Sennestadt Es ging dann via Dortmund nach Schwerte, wo in der direkt hinterm Bahnhof befindlichen Alfred-Berg-Sporthalle das Futsal-Toppspiel um den Einzug in die deutschlandweite Meisterrunde zwischen Schwerte und Sennestadt anstand. Ein richtiger Kultclub im deutschen Futsal (und damit fast Alleinstellungsmerkmal) ist Holpfosten Schwerte. Wahrscheinlich sind sie auch der einzige Club der Eintritt nimmt (3€ sind aber OK) und Merchandising hat. Der Gegner heute liest sich etwas kurios: Matthias-Claudius-Haus Futsal Club Sennestadt 2013 aus Bielefeld, wobei das MCH eine Jugendeinrichtung der evangelischen Kirche ist…

Die erwähnte Halle ist übrigens ziemlich scheiße: die Tribünen sind stark unterteilte, aber wenigstens sehr niedrige Obertribünen mit ausgesprochen hässlichem Design. Auch Stehplätze, Foyer etc. sehen absolut Kacke aus. Dafür ist die Stimmung nicht schlecht. So 20-30 junge Leute gehen da mit Fahnen, Trommeln und Gesängen gut mit.

Das Spiel begann mit einem offenen Schlagabtausch: die Holzpfosten gingen nach 30 Sekunden in Führung und nach anderhalb Minuten hieß es bereits 2:0, doch nach gut 5 Minuten stellte Sennestadt bereits den Ausgleich her. Dann zog Schwerte wieder davon, diesmal sogar auf 5:2 – aber das evangelische Matthias-Claudius-Haus, das zu einem beachtlichen Teil aber mit Türken und anderen Muslimen spielt, was sich auch im Anhang mit vielen begeisterten Verwandten wiederspiegelt – kam wieder heran. Bei Pause stand es 5:4. Danach machten beide Teams leider das Spiel ziemlich kaputt, in dem sie nur noch taktierten und das Ergebnis halten wollten bzw. im Fall der Gäste irgendwie zum Ausgleich kommen wollten, ohne einen Treffer zu kassieren. Schwerte zeigte sich heute aber als die bessere Mannschaft und schoss nach gut 20 torlosen Minuten das 6:4. Die Bielefelder kamen zwar noch auf 6:5 ran, aber zum Unentschieden reichte es verdientermaßen nicht mehr. Futsal: Holzpfosten Schwerte 6:5 MCH FC Sennestadt Statistik:
- Grounds: 1.536 (2 neue; diese Saison: 121 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.578 (2; diese Saison: 142)
- Tageskilometer: 360 (340km Bahn, 10km Bus, 10km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 36.170 (23.400 Auto, davon 4.630 Mietwagen/ 6.620 Flugzeug/ 4.730 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 1.310 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 83 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 495.