Montag, 29. Juni 2015

W465II-III: Rheinland-Pfalz; Technikmuseum Speyer, Burg Eltz und Motocross auf dem Heißen Stein

Nordrhein MX Cup: 64. Internationales Reiler Moto-Cross „Auf dem heißen Stein“
- Datum: Sonntag, 28. Juni 2015 – Beginn: 12.30
- Wettbewerb: Motocrossrennen mit Quadklasse im Rahmen des Nordrhein MX Cups, Gastgeber: MSC Reil „Heißer Stein“
- Ergebnisse: siehe Website der Rennserie http://www.mx-cup.de/
- Austragungsort: Moto-Cross-Strecke auf dem heißen Stein (Kap. 5.000, davon 1.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: bis zu 2.000
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Etliche spektakuläre Sprünge und Manöver) Speyer Photos with English Commentary:
a) Motocross Race: 64th International MX Cup in Reil, Heißer Stein
b) Rheinland-Palatinate: Saturday = SPEYER (SPIRES) CATHEDRAL AND TECHNOLOGY MUSEUM & CATHEDRAL; Castles of Germersheim, Rheinstein, Reichenstein, Sooneck, Bacharach, Kaub (PFALZGRAFENSTEIN), Oberwesel & Sankt Goar; Loreley Rock; Marienort Church; Sunday = Eltz Castle, Arras Castle, Mariental Monastery, Nehren Tower & Roman Tombs

Dieses Wochenende war Rheinland-Pfalz im Fokus. Samstagvormittag fuhr ich nach Speyer und besichtigte dort den Dom, der das höchste und größte Sakralgebäude der Romanik ist, aber baulich nicht unbedingt sooo attraktiv. Die nahegelegene spätbarocke Dreifaltigkeitskirche ist wegen ihrer bemalten Holzdecken und -emporen schöner und dadurch genauso sehenswert. Die Altstadt hat auch noch ein Schloss (Geschichtsmuseum) und Stadtmauer mit Türmen zu bieten. Für Rheinland-Pfalz ist die Altstadt Speyers übrigens sehr sehenswert: es geht doch auch dort mal was anderes als eine Burg als Sehenswürdigkeit...

Speyer ist eine der wenigen 50.000-Einwohner-Städte, in der man auch den ganzen Tag zubringen könnte. Zeitaufwendig ist nämlich das Technik-Museum mit seinen enorm vielen Ausstellungsstücken von Oldtimern aus den 1920ern über Dampfwalzen, Raupen, Militärfahrzeugen, Motorrädern und Traktoren bis hin zu mechanischen Orgeln, Kettensägen, Lokomotiven, einem Spaceshuttle, einem begehbaren U-Boot und diversen, meist ebenfalls begehbaren, Flugzeugmodellen! Für 14€ bekommt man also einiges geboten, wobei man sich schon mal fragen muss: also die museale Aufbereitung mit Infotafeln usw. ist ja in Ordnung – aber hätte man wie in Zwickau z.B. nicht mal nach Fahrzeugarten (zivile Zweiachser, dann Militärfahrzeuge, dann Krafträder usw.) und v.a. Alter sortieren können? In Speyer stellt man glatt eine Dampflok von 1920 neben einen Straßenwagen von 1960 und dazwischen wird ein Moped aus den 50ern quer geparkt und um das Ganze noch chaotischer zu machen, ein Kampfflugzeugwrack aus dem 1. Weltkrieg von der Decke gehängt...

Ich schaute mir dann die Festung von Germersheim an. Fast hätte ich meinen Master dort gemacht, aber wenn man beim Zulassungsbüro zu blöd ist, meine Dokumente zusammenzuhalten und mich dann zwei Mal anschreibt, ich hätte immer noch nicht alles geliefert, dann geh ich halt nach Bonn!

Einmal über den Rhein nach Philippsburg zum Motoball war der Plan, doch wie der Platz aussah, sieht man im zweiten Bild in meinem Blogeintrag: während des Einfahrens blieben die Maschinen teils stecken. Ich habe zwar schon gesehen, das auch auf solchen Plätzen schon ein Spiel durchgeführt wurde, aber ob das gut für die Motorräder ist, ist das eine – für den Spielfluss ist es definitiv nicht gut, gerade bei zwei eher schwachen Mannschaften wie Philippsburg und v.a. MSC Mörsch. Diesen schön gestalteten aber vom Belag her sehr beschissenen Platz werde ich spätestens nächste Saison mal besuchen. Vielleicht aber auch schon mal im August, an einem Tag ohne Hagelschauer...

Was ich auch im August noch machen werde, ist eine Radtour an einem freien Tag unter der Woche durch das Obere Mittelrheintal. Von Koblenz bis Kaub, dann Fähre ans andere Ufer und auf der linken Rheinseite wieder hoch. Ich fuhr jedenfalls jetzt nach Schließung der Sehenswürdigkeiten (die meisten Burgen sind nur 9-17 Uhr und dann nur April bis Oktober offen: das ist in Rheinland-Pfalz schlimmer als in der DDR und Albanien zusammen!) ganz locker die Bundesstraße zwischen Bingen und Koblenz entlang und hielt alle paar Minuten an, da hier eine historistische Burg und da eine mittelalterliche Ruine und hier eine Kirche und da ein Schloss usw. auftauchten! Leider sind diese Orte meist sehr überfüllt, aber unter der Woche und mit dem Fahrrad müsste man selbst in St. Goar, Boppard oder dem besonders spektakulären Kaub mit seiner Burg Pfalzgrafenstein auf einer Insel im Rhein, kein Problem mit Parkplatz und Besichtigung haben!
Sonntag ging es nicht so tief nach Rheinland-Pfalz rein, sondern in die Ecke, wo die Mosel fliest. Sightseeingmäßig stand zuerst die Burg Eltz – ein fantastisch gelegener, fast 100% erhaltener und weitestgehend authentisch sanierter Burgkomplex; absolut spektakulär und lohnend, aber da er so ein „Must-See“ ist, ist er leider völlig überlaufen und überteuert: nur mit Führung zu besichtigen, in den Ausstellungsräumen keine Fotos gestattet, nur ein Teil der Burg darf überhaupt besichtigt werden und trotzdem 9€ Eintritt – an. Nach dem Motocrossrennen fuhr ich nach Bonn mit ein paar Stopps zurück: Alf mit der Burg Arras im Ortsteil Alf-Fabrik; kling alles ganz lustig, aber ist so eine dieser historistischen Kackburgen die irgendeiner mit zu viel Geld besetzt (immerhin gibt es regelmäßige Öffnungszeitung wegen der üblichen, maßlos überteuerten Gastronomie). In Nehren gibt es mit einem mittelalterlichen Turm und römischen Grabkammern (scheiße, dass das Licht nicht funktionierte: so waren die Malereien nicht erkennbar) zwei kleine Sehenswürdigkeiten. Das Kloster Mariental liegt landschaftlich toll, ist baulich aber eher weniger sehenswert.

In jedem Fall werde ich, zumindest bei halbwegs vernünftigem Wetter, auch in dieser Ecke Rheinland-Pfalz‘ beim nächsten Mal mit dem Rad fahren: nächstes Wochenende direkt von Bonn zum Nürburgring, im August dann mal eine Tour, die Cochem, Pyrmont, Monreal und ein Testspiel in diesem Bereich einschließt. Burg Eltz Wie erwähnt, hatte ich dann auch noch Motocross geguckt. Ein internationales, aber zumeist natürlich von Fahrern aus NRW bestrittenes zweitägiges Rennen stand in Reil an. Oberhalb der üblichen Weinberge am Waldesrand wurde eine schöne Strecke mit guten Zuschauermöglichkeiten – nur teilweise etwas überwuchert: einige der für 1.000 Leute konzipierten Sitzbänke waren auch im Arsch – angelegt. Die Strecke schien mir ziemlich schnell und hatte auch etliche spektakuläre Sprünge zu bieten. Insbesondere die Rampe vor der Sitztribüne (in allen Bereichen 7€ Eintritt) hatte es in sich. Außer den üblichen Motocrossmotorrädern in verschiedenen Kubikklassen, Fahrerleistungsklassen und Altersklasse ging auch eine Quad-Klasse an den Start, die sich auch sehen lassen konnte!

Motoball ist zwar noch besser als Motocross, aber so ein Rennen ist auch immer besuchenswert. Vielleicht mal September/ Oktober wieder – denn es gibt noch etliche Rennen in der Rennserie Nordrhein MX Cup! Motocross: Nordrhein MX Cup in Reil (Heißer Stein) Statistik:
- Grounds: 1.391 (So 1 neuer; diese Saison: 236 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.411 (So 1; diese Saison: 299)
- Tageskilometer: 790 (Sa 520 Auto, So 270 Auto)
- Saisonkilometer: 61.310 (46.460 Auto/ 8.200 Flugzeug/ 5.130 öffentliche Verkehrsmittel/ 2.420 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 86 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 465

Samstag, 27. Juni 2015

W465I: Die Rhinozerosse aus dem Rhein

HC Köln-West Rheinos ......................................... 10
Crash Eagles Kaarst 1985 ....................................... 4
- Datum: Freitag, 26. Juni 2015 – Anbully: 20.00
- Wettbewerb: Inlineskaterhockey Bundesliga (1. Spielklasse, Amateurliga)
- Ergebnis: 10-4 nach 60 Min. (3x20) – Drittelergebnisse: 2-2, 6-0, 2-2
- Tore: 0-1 6. Nr. 98, 0-2 12. Nr. 17, 1-2 16. (17), 2-2 17. (60), 3-2 22. (17), 4-2 24. (77), 5-2 25. (71), 6-2 34. (71; PP2), 7-2 34. (NN, PP2), 8-2 36. (70, PP1), 9-2 (70, PP2), 9-3 47. Nr. 8, 10-3 50. (7), 10-4 54. Nr. 21
- Zeitstrafen: Nr. 17 (14 Min.), 77 (14), 78 (2), 71 (2), NN (2) = 40 Strafminuten für Köln; 15 (12), 13 (10), 11 (6), 21 (4), 5 (4), 17 (2), 80 (2), 98 (2), 2 (2), 70 (2) = 54 Strafminuten für Kaarst
- Platzverweise: keine
- Spielort: Turnhalle der Großsportanlage Bocklemünd (Kap. 500, davon 350 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 70 (davon ca. 25 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Mittelmäßiges Spiel)
HC Köln-West Rheinos v Crash Eagles Kaarst Photos with English Commentary:
Inline-Skater-Hockey: Köln-West Rheinos (Cologne) v Crash Eagles Kaarst

Diesen Freitag ging es per Bahn und Straßenbahn in den Nordwesten von Köln. Die Großsportanlage bzw. Bezirkssportanlage Bocklemünd kannte ich schon vom Australian Football. Diesmal betrat ich die Sporthalle – denn dort spielt der mehrfache Meister im Inlineskaterhockey. Der Eintritt könnte mit 6€ (ermäßigt für mich immer noch 4€) der höchste in der Liga zu sein. Dafür hatte man die vier Bankreihen (eine fünfte wurde herausgerissen: ohnehin ist die stickige Halle eine ziemliche Bruchbude; völlig abgenutzter und geflickter Boden, abgeplatzte und leicht schiefe Tore, abgenutzte Bänke) fast für sich alleine: Kaarst hatte bald so viele Zuschauer mit dabei wie Köln zuhause.

Immerhin haben die Kölner ein originelles Namensspiel aus Rhein und Rhino mit ihrem Vereinsnamen gemacht: Rheinos. Die Gäste haben sich auch fantasievoll getauft: Crash Eagles. Zuerst hatten die komischen Adler einen Höhenflug und gingen überraschend in Führung, doch dann fand Köln ins Spiel und glich innerhalb kürzester Zeit aus. Das zweite Drittel war eine Demontage der Gäste, die teils drei Hinausstellungen der im Zweifel gegen sie entscheidenden Schiedsrichter bekamen. Dass es nach 40 Minuten 8:2 stand hatte aber nicht wirklich was mit den Schiris zu tun, sondern nur damit, dass Köln einfach besser war. Das letzte Drittel war dann wieder ausgeglichen und beide Teams trafen zwei Mal, sodass es 10:4 am Ende hieß. Die spektakulärsten Tore erzielte Köln: vier Mal schafften sie aus etwa 15 Metern einzunetzen. HC Köln-West Rheinos v Crash Eagles Kaarst Statistik:
- Grounds: 1.390 (heute 1 neuer; diese Saison: 235 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.410 (heute 1; diese Saison: 298)
- Tageskilometer: 90 (80 Öffentliche Verkehrsmittel, 10km Rad)
- Saisonkilometer: 60.520 (45.670 Auto/ 8.200 Flugzeug/ 5.130 öffentliche Verkehrsmittel/ 2.420 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 86 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 465

Montag, 22. Juni 2015

W464III: Randsportarten am Bonner Rheinufer

Bonn Cricket Club ........................................... n/r
Deutsche Welle Sport Plus Bonn .................... n/r
- Datum: Sonntag, 21. Juni 2015 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Deutscher Cricket Bund Pokal, Gruppe 1 (beide Teams Regionalliga West = 2. und unterste deutsche Cricketliga)
- Ergebnis: Regenunterbrechung nach 16 overs bei 98/5 im 1. Innings (Bonner CC am Schlag) und ca. 90 Minuten
- Statistiken: siehe CrickHQ 
- Spielort: Cricket Ground Bonn International School (Kap. 2.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 7 (davon je ca. 3 pro Mannschaft)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Durchwachsen mit ziemlichen Niveauunterschieden im Batting, einigen Pannen beim Bowling, aber teilweise starkem Fielding)

17. Pokalspringen im Kunst- und Turmspringen des Schwimmbezirks Mittelrhein in Bad Godesberg
- Datum: Sonntag, 21. Juni 2015 – Beginn: 9.00
- Wettbewerb: Regionaler Wettbewerb im Wasserspringen, Disziplinen: 1m, 3m und 5m; verschiedene Altersklassen
- Ergebnisse: siehe Website Schwimmverband 
- Spielort: Freibad Rüngsdorf/ Panoramabad Bad Godesberg, Sprungbecken (Kap. 200 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 100
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Entsprechend des Starterfeldes unterschiedliches Niveau von Anfänger/ Junioren bis besserer Amateurbereich – aber insgesamt eine faszinierende Sportart!) High Diving Tournament in Bad Godesberg (Bonn) Photos with English Commentary:
a) High Diving: Regional and International Youth and Amateur Tournament in Bonn
b) Cricket Cup: Bonn Cricket Club v Deutsche Welle Sport Plus Cricket Club Bonn

Nach dem langen Tag in Frankreich fuhr ich nur am Mittag das Rheinufer entlang bis Bad Godesberg/ Rüngsdorf. Dort fand im sehr schön gelegenen Panoramabad (Freibad) ein vom Schwimmbezirk Mittelrhein veranstalteter Pokalwettkampf im Wasserspringen statt. Von fünfjährigen Nachwuchsspringern und anderen absoluten Anfängern über bereits gut trainierte Jugendsportler bis hin zu geübtem erwachsenen Amateuren fanden sich diverse Leute aus dem In- und Ausland (Niederländer und Tschechen habe ich gehört oder an Trikots erkannt; das Mädchen mit dem Marokko-Trikot stammte wohl nur ursprünglich von da und vertrat einen deutschen Verein – nicht die marokkanische Auswahl) ein.

Bei allem Respekt waren die Sportler natürlich maximal drittklassig – aber wenn man sieht, wie selbst bei so einem unbedeutenden Turnier wunderbar anzusehende Schraubensprünge, rückwärts eingesprungene Kopfsprünge, Saltos etc. aus einem, drei oder fünf Metern Höhe ins tiefe Wasserbecken gezeigt werden, kann man nur sagen: ein sehr sehenswerter und faszinierender Sport! Bei so einer Veranstaltung unter freiem Himmel kann man natürlich auch sehr gut fotografieren, insgesamt ist die Anlage auch zuschauerfreundlich ausgestattet, wobei ich mich bei der Bauweise des Treppenaufgangs zu den Rutschen seitlich des Sprungbeckens gefragt habe, wie viele Schwimmbadbesucher schon das berüchtigte Freibadverbot bekommen haben, weil sie statt vom Sprungturm vom drei Meter hohen Betongerüst mit Handstandüberschlag auf dem roten Geländer ins Sprungbecken gehuppt sind... High Diving Tournament in Bad Godesberg (Bonn) Gerade als ich mich nach zwei Stunden wieder in Richtung Wohnung aufmachte und mit dem Rad auf Höhe des Cricketplatzes an der International School – eine sauteure Privatschule nach amerikanischem Muster, die v.a. für Diplomaten- und internationale Firmenmitarbeiterkinder gedacht ist – vorbeifuhr, dachte ich mir so: ich hab schon lange kein Cricket mehr gesehen. Selbst mal ein bisschen gespielt, ja – aber bei einem Wettkampf zugesehen schon seit einem Jahr nicht mehr. Dann hörte ich Geschrei von wegen „wicket“ und siehe da: auf dem Platz lief tatsächlich ein Spiel und es hatte erst 15 Minuten zuvor begonnen.

Bei dem Match handelte es sich um ein Pokalspiel. Beim Pokal des DCB (Deutscher Cricket Bund) werden erst in den vier Regionalgruppen mit je bis zu vier Untergruppen Gruppenspiele im T20-Modus ausgetragen und dann Viertel- und Halbfinals gespielt, deren Sieger sich dann für den landesweiten Pokal qualifizieren, ehe das große Finale ansteht. In der Gruppe 1 West sind nur Bonner Teams aus der Bundes- und Regionalliga. Heute trafen mit den Cricketteams der Deutschen Welle und des Bonner CC zwei Regionalligisten aufeinander. Die Deutsche Welle hat immerhin schon ein Spiel gewonnen – BCC noch keins. So sah es phasenweise auch aus auf dem Platz; das Niveau der Schlagmänner (Bonn CC war zuerst am Schlag) war schon sehr unterschiedlich. Auch die Werfer der Deutschen Welle zeigten einige Ausrutscher. Mitunter sehenswert war das Fielding, also wie Feldspieler die weggeschlagenen Bälle wieder heranholten: da wurden auch zwei Mal welche sicher aus der Luft gefangen, was ja zum Ausscheiden des Schlagmannes führt. Nach dem 16. von 20 Overs im 1. Innings, also nach rund 90 Minuten Spielzeit, wurde die Partie dann wegen eines sehr heftigen Schauers unterbrochen. Fazit: wenn ich nächsten Monat mal zu einem Cricketbundesligaspiel nach Köln fahre, werde ich Schirm und Jacke mitnehmen... Bonn Cricket Club v Deutsche Welle Bonn Statistik:
- Grounds: 1.389 (heute 2 neue; diese Saison: 234 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.409 (heute 2; diese Saison: 297)
- Tageskilometer: 30 (30km Rad)
- Saisonkilometer: 60.430 (45.670 Auto/ 8.200 Flugzeug/ 5.050 öffentliche Verkehrsmittel/ 2.410 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 86 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 464

W464II: Motoball in Frankreich

Moto-Ball Club Voujeaucourt ........................... 4
Sporting Club Moto-Ball Monteux Jaguars ..... 2
- Datum: Samstag, 20. Juni 2015 – Beginn: 17.00
- Wettbewerb: Championnat de France Moto-Ball, Nationale A (1. französische Motoballliga)
- Ergebnis: 4-2 nach 80 Minuten (4x20); Viertelergebnisse: 0-0, 2-1, 0-0, 2-1
- Tore: 1-0 34. Olivier Bongeot, 2-0 39. Olivier Bongeot, 2-1 40. Teddy Mathiot (Elfmeter), 3-1 61. Loic Morelli, 3-2 63. David Grima, 4-2 70. Stephane Bongeot (Elfmeter)
- Grüne Karten: Loic Morelli, Vitali Kashkakha (MBCV); 2x Stephane Fraysse, 2x Loic Mathiot, 2x David Grima, 1x NN (SCMBM)
- Gelbe Karten (2 Minuten): Loic Morelli, Olivier Bongeot (MBCV = 4 Minuten); Stephane Fraysse, Loic Mathiot, David Grima, NN, NN, Nr. 4 (SCMBM = 12 Minuten)
- Rote Karten: Loic Mathiot von SCMBM (79. Min. wg. groben Foulspiels)
- Spielort: Stade de la Cray/ Stade de Motoball Voujeaucourt (Kap. 750 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 350 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 8,0/10 (Eine packende Motoballpartie!) Motoball: MBC Voujeaucourt v SCMB Monteux Photos with English Commentary:
a) Motoball in France: MBC Voujeaucourt defeat SCMB Monteux Jaguars (French Motorcycle-Football Championships)
b) France: Alsace & Lorraine – Saverne, Kintzheim, Haut Koenigbourg, Colmar + Belfort, Montbéliard, Voujeaucourt (Franche-Comté)

Das war irgendwas zwischen Tagesausflug und 24-Stunden-Rennen: am Freitag unnormal früh ins Bett, am Samstag aber auch schon wieder 3.30 raus und kurz nach 4h los gen Süden. Am Nürburgring vorbei und durch Saarbrücken durch, dann wurde es richtig hell und der erste Besichtigungsstopp in Frankreich hieß Saverne. Dort gibt es ein von breiten Wasserläufen umgebenes Schloss und daran angrenzend etwas Altstadt mit vereinzelten Fachwerkhäusern.

Dann ging es weiter nach Kintzheim, wo ein etwas kitschiges Burgschloss im Wald oberhalb des Ortes steht. Das guckte ich mir nicht von Innen an, da dort eine teure Adlershow angekündigt war. Teuer genug mit 9€ (7€ erm.) ist auch das Chateau de Haut Koenigsbourg, wobei sich das absolut lohnt. Es ist auf einem Berg mit tollem Blick in die grüne, gebirgige, aber auch von Feldern und zersiedelten Flächen durchzogene elsässische Landschaft, gelegen und ein Beispiel für den deutsch-französischen Konflikt um den Elsass. Es war ein Lieblingsprojekt von Kaiser Wilhelm selber, der die Burgruine auf „deutsche Art und Weise“ wiederherstellen ließ. Um 1900 herum wurde dabei auch ganze Arbeit geleistet und ein herrlich gestaltetes, teils authentisches und teils albern kitschiges Burgschloss im historisierenden Mittelalter-Stil aus den gut erhaltenen mittelalterlichen Ruinen einer Burg geschaffen. Dass diese Burg den komischen Namen „Haut Koenigsbourg“ trägt, ist dann der Französischmacherei nach dem 2. Weltkrieg geschuldet: aber warum man nicht wörtlich übersetzt hat und die drei Worte „Haut“ (Ober-, also hoch auf dem Berg) und „Roi“ (König) und „Chateau“ oder „Chateau fort“ (Burg) verbunden hat: so erinnert der Name bei einer deutschen Aussprache an den Spruch „Die Partei ist die Vorhaut der Arbeiterklasse“...

Sehr lohnend war auch der Besuch in Colmar. Ich parkte am großen Parkplatz hinter der Synagoge, wo es niemanden störte, dass ich hinter einem bereits falsch parkenden Einheimischen in Ermangelung freier Parkbuchten die eine Zufahrt von zwei Spuren auf eine Spur verengte – andere parkten ja schon wieder auf Grünflächen mit der Motorhaube im Busch, was in Frankreich einfach immer wieder schön ist: ein Einheimischer findet immer einen Parkplatz... Besagte Synagoge ist übrigens baulich weniger spektakulär, eher die Bewachung ist spektakulär: mindestens vier mit Maschinengewehren und Automatikpistolen bewaffnete Soldaten sicherten den Eingang und die angrenzende Straße: seit dem Anschlag auf Charlie Hebdo sind mehr als 10.000 Angehörige der Streitkräfte in Frankreich im Dauereinsatz um u.a. jüdische Einrichtungen zu sichern. Die Szenerie zeigt die im Vergleich zu Deutschland angespanntere Situation in Frankreich: jährlich gibt es dort mehr als doppelt so viele tödliche Übergriffe von Faschisten auf Minderheiten und Angriffe auf islamische Einrichtungen sowie auch gerade Attacken gegen jüdische Einrichtung, die meist von Muslimen verübt werden. Was dann die Altstadt von Colmar anging, so lohnten sich v.a. die mit Fachwerkhäusern durchsetzten Straßenzüge und die romanischen Kirchen. Colmar Das Elsass verließ ich dann kurz darauf. Belfort und Montbéliard liegen in Franche-Comté, Burgund. Sehenswert sind die befestigte Altstadt von Belfort – eine massive, verschachtelte barocke Festungsanlage mit einigen modernen Bauten wie auch einer Moschee im Inneren und einer berühmten Löwenstatue – und das Schloss von Montbéliard mit einigen interessant gestalteten Türmen. Interessant war auch, dass offensichtlich ein Einwohner des Ortes ein neues Smartphone erfunden hat: jedenfalls schien der mehr als nur leicht alkoholisierte Typ gut mit der Bierdose am Ohr mit einem anderen telefonisch kommunizieren zu können...

Kurios auf der ganzen Fahrt war übrigens das Radioprogramm: kurzzeitig empfing ich auch schweizerdeutsche und rätoromanische Sender, aber noch besser; es gibt in Frankreich Sender, die nur auf Arabisch (da oft sehr nordafrikanisch ausgerichtet auch regelmäßig Berbermucke) senden, dann auch einen Sender der mal orientalische mal französische mal Jazz- mal Rap-Musik spielt und ein elsässischer Sender wechselte dann im Programm zwischen französischer und deutscher Volksmusik; erst ein Chanson, dann ein Schlager von – wie der französische Moderator sagte: „le Wildeckér Ärtzbubbén“... Leider gab es keine elsässische Moderation, denn dieser Dialekt ist im Klang zwischen dem sehr schönen Luxemburgischen und den eher hässlichen schweizerdeutschen Dialekten: diese bekannte Ansprache zum Elsässischen kann man bei Wikipedia finden: „Liawi frend, For zwanzig johr ham'r ùns s'Zil un Ideàl gsetzt : d'Elsassìsch sproch ùn kültür zù ferdaidiga ùn ferdera. Mer han schon àles Meiliga gmàcht: Bettschrefda, Mànifestationa en Strossborìg, Kolm'r, Melhüsa, Unterschrefta gsàmmelt, Theàd'r gspelt, Vortraj àn Stàmmdesch organisi(ea)rt, Fiarùnga en Derf'r ùn Staadt, Dechd'rowa, Radiosandùnga sogàr Tele-Sandùnga, 10 Johr làng jedi Woch a Elsass'r-Stub em College vu Engersa, ja sogar Strossasang'r en Kolm'r met der Schnetzelbànk usw. Àla dana Persona, d'r fergàngena wia da jetziga Komiteemetgled'r, sowia alli „Heimetsproch“- Metgliad'r, bsonders Eich liawi Frend, wo emmer so zàhlrich an ùnseri Generàlfersàmmlùnga komma: a gross mersi ùn fergalt's d'r Gott! Merci fielmol, merci, dàss Ehr àlli kùmma sen, von St. Louis bis Hojianoï!“ Motoball: MBC Voujeaucourt v SCMB Monteux Das eigentliche Ziel der Fahrt war dann nach 450km erreicht: Voujeaucourt, in der Region Belfort in der Freigrafschaft Burgund (Franche-Comté). Gerade einmal 3.500 Einwohner hat das Nest, das aus drei zusammengewachsenen Dörfern am Ufer des Flusses Doubs, ganz am Rande des Jura-Gebirges besteht. Eine 0815-Festung thront über der Stadt am anderen Ufer des Flusses. Und mein Ziel war in Sichtweite des Baus: das Gewerbegebiet mit seinem Motoballplatz.

Diese tolle Sportart wurde ja von den Franzosen erfunden, doch schnell haben die Russen ihnen den Rang abgelaufen. Mittlerweile ist auch Deutschland besser, amtierender Europa- bzw. Weltmeister – und Frankreich erreichte bei der letzten Meisterschaft (siehe mein Bericht vom Mai diesen Jahres) nur Platz 3. Die Tore wurden dabei fast nur von Spielern des Clubs aus Voujeaucourt geschossen: als absoluter Toppspieler gilt dabei der 40jährige Olivier Bongeot, der in den letzten 24 Jahren allein für den MBC Voujeaucourt über 600 Partien bestritt und in etwa ebenso viele Tore schoss. Die anderen Spitzenspieler des Vereins sind Loic Morelli, der Russe Vitali Kashkakha und der Algerier Mehdi Boughazi (der ist aber zu jung, um noch Motoballspiele im Stade Omar-Hamadi in Algier gesehen zu haben). Dass man auch den Torwart David Egry nicht unterschätzen darf, zeigt der Blick auf die Spielergebnisse: die Liga ist erheblich torärmer als die russische oder v.a. deutsche und in Frankreich habe ich auch zum ersten Mal das Ergebnis 0:0 gesehen!

Ein torloses Spiel gab es diese Saison aber bisher nur in der Juniorenliga, die sich in eine Nordstaffel (4 Teams) und eine Südstaffel (5 Teams) teilt, bzw. beim Pokal (es gibt vier Pokale: einen für 1.- und 2.Ligisten = Coupe de France, dann einen nur für 2.Ligisten und noch zwei Supercups Meister vs. Pokalsieger jeweils 1. und 2. Liga getrennt). Die 2. Liga (Nationale B) hat übrigens 6 Teams, die 1. Liga 9 Teams. Von den 14 Vereinen hat nur noch MBC Neuville eine Reservemannschaft. Neuville ist einer der drei Clubs aus dem Umland von Poitiers, es gibt dann noch einen vom Ärmelkanal zwischen Caen und Le Havre, drei in Burgund (für mich am nächsten gelegen: Voujeaucourt, Troyes und Vitry), sonst tummelt sich alles im Süden zwischen Lyon und Marseille bzw. Avignon. Derzeit keinen Spielbetrieb hat der MBC Vaisonnais aus einem sehenswerten historischen Dorf nördlich von Marseille. Motoball: MBC Voujeaucourt v SCMB Monteux Der Sportplatz des MBC Voujeaucourt ist gut ausgeschildert in einem Industriegebiet am Rande der Stadt gelegen. Seltsam ist, dass es sich um einen Rasenplatz handelt, der nur in den Strafräumen und zwischen den Strafräumen geschottert und gesandet ist. In Frankreich ist das nicht unüblich wie ich anhand von Fotos anderer Plätze gesehen habe – moderne kleine Stadien wie in Deutschland oder große Stadien mit Ascheplätzen wie in Osteuropa sind in Frankreich kaum bekannt. Ansonsten war es nicht anders als in Deutschland oder den Niederlanden: 350 Zuschauer sind Durchschnitt für Frankreich – manche im Süden ziehen vierstellige Zahlen – und die gingen nur selten mit und wenn, dann wurde v.a. gepöbelt. Aber das kennt man ja auch von den Vereinen der Motoball-Bundesliga. Was wieder wie in den Niederlanden ungewohnt war: niemand wollte Eintritt!

Das Spiel hätte ich nicht besser abpassen können: die einzigen beiden noch ungeschlagenen Teams gegeneinander: Monteux, die mit einer Handvoll Fans gekommen waren, standen auf Platz 2, Voujeaucourt durch vier Siege und ein Unentschieden auf Rang 1. Beide Teams zeigten auch von Beginn an, warum sie dort oben stehen.

Das erste Viertel blieb allerdings trotzdem torlos, Chancen gab es auf beiden Seiten aber genug. Nur wurde phasenweise zu verhalten gespielt. Nach der ersten Pause war es dann aber Voujeaucourt das stärker aufspielte und schließlich auch traf: natürlich in Form von Olivier Bongeot, der wohl noch sein 700. oder 1000. Tor für den Club erzielen will... Nach diesen beiden schön herausgefahrenen Treffern foulten sie aber im eigenen Strafraum und der Schütze der Gäste verlud den Schlussmann zum 2:1-Anschlusstreffer. Das dritte Viertel war genauso tolles Motoball wie im Spielabschnitt zuvor, doch außer Latten- und Pfostentreffern kam der Ball nicht mehr so nahe ans Tor heran. Erst im letzten Spielabschnitt fielen wieder Treffer: diesmal durch Loic Morelli, an dessen Namen man übrigens hört, wo er herkommt, nämlich aus Okzitanien, also dem Süden Frankreichs, wo auch Monteux und die Hälfte der anderen Motoballorte des Landes liegen. Kurz darauf wieder ein Treffer für Monteux, doch jetzt wurde es richtig ruppig. Noch mal grüne und gelbe Karten, zwei Elfmeter für die Heimmannschaft, von denen einer auch zum 4:2 verwandelt wurde, und in der Schlussphase noch ein grobes Foul im Strafraum an einem Akteur des Heimvereins, was zu einer Rudelbildung, heftigem Gepöbel der Fans und einer roten Karte für Monteux führte. Nach zwei Minuten Tumult pfiff der Schiri einfach ganz normal ab. Ein toller Schlusspunkt auf eine tolle Partie!

Die Rückfahrt zog sich natürlich etwas, irgendwann um kurz vor 2 Uhr war ich erst wieder in Bonn – also nach über 21 Stunden auf der Piste... Aber gelohnt hat es sich! Frankreich ist mir sowieso in allen Dingen lieber als Niederlande und Belgien, also wäre das neben Luxemburg eines der Nachbarländer, was ich schon mal noch besuchen werde. Die zwei am nächsten gelegenen Motoballvereine Troyes und Vitry werde ich auf jeden Fall noch – einen wahrscheinlich noch diese, den anderen dann nächste Saison – aufsuchen. Ansonsten wäre auch Handball in Dünkirchen oder Straßburg ein Ziel oder eben doch mal wieder Fußball: z.B. im Elsass! Motoball: MBC Voujeaucourt v SCMB Monteux Statistik:
- Grounds: 1.387 (heute 1 neuer; diese Saison: 232 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.407 (heute 1; diese Saison: 295)
- Tageskilometer: 960 (960km Auto)
- Saisonkilometer: 60.400 (45.670 Auto/ 8.200 Flugzeug/ 5.050 öffentliche Verkehrsmittel/ 2.380 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 86 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 464

Donnerstag, 18. Juni 2015

W464I: Einzige Saisonniederlage im letzten Spiel

Schwimm- und Sportfreunde Bonn 1905 .......... 7
Aachener Schwimmvereinigung 1906 II ......... 14
- Datum: Donnerstag, 18. Juni 2015 – Beginn: 20.30
- Wettbewerb: Mittelrheinliga (5. Wasserballliga)
- Ergebnis: 7-14 nach 32 Minuten (4x8); Viertelergebnisse: 1-3, 0-4, 3-2, 3-5
- Tore: NN
- Strafen: NN
- Spielort: Schwimmbad im Sportpark Nord (Kap. 100, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 10 (davon keine Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes Spiel) Water Polo, Div. 5: SSF Bonn v SV Aachen II Photos with English Commentary:
Water Polo: SSF Bonn lost to SV Aachen Reserves

Wie auch letzten Donnerstag ging es nach der Uni mit Moritz zum Wasserball. Diesmal allerdings ganz nah, nämlich zu den Bonner SSF. Die Bonner sind bereits aufgestiegen, bis zu diesem letzten Saisonspiel heute auch ungeschlagen. Zugast war diesmal der Tabellendritte vom SV Aachen II. Die reisten aber offensichtlich mit einigen Akteuren der I. Mannschaft, die in der Oberliga NRW (3. Liga) immerhin 8. ist.

Bonn kam nicht richtig ins Spiel, Aachen war in einer guten Partie immer schneller und genauer beim Pass – v.a. klappte aber die Chancenverwertung besser. Das 1:3 nach dem ersten Viertel war ja noch nicht das Problem, doch im zweiten Spielabschnitt erzielte Bonn nicht einen Treffer und spätestens beim 1:7 deutete sich ein Debakel an.

Im dritten Viertel dann plötzlich ein Aufbäumen der Bonner und drei Tore in Serie, ehe ein Glückstreffer zum 4:8 die Aufholjagd stoppte. Bonn traf mehrfach Pfosten und Latte, ging mit einem 4:9 in die letzte Pause. Das letzte Viertel verloren sie auch noch, dort fielen dann aber die meisten Tore: 7-14 hieß es am Ende für die deutlich bessere, aber offensichtlich auch verstärkte, Aachener Mannschaft. Water Polo, Div. 5: SSF Bonn v SV Aachen II Statistik:
- Grounds: 1.386 (heute kein neuer; diese Saison: 231 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.406 (heute 1; diese Saison: 294)
- Tageskilometer: - (-)
- Saisonkilometer: 59.440 (44.710 Auto/ 8.200 Flugzeug/ 5.050 öffentliche Verkehrsmittel/ 2.380 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 86 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 464

Dienstag, 16. Juni 2015

W463IV: Der 34. Titel in 36 Jahren oder die einsame Spitze des deutschen Wasserballs

Wasserfreunde Spandau 1904 ......................... 13
Amateur-Schwimm-Club Duisburg .................. 7
- Datum: Sonntag, 14. Juni 2015 – Beginn: 15.30
- Wettbewerb: 3. Finalspiel um die deutsche Meisterschaft im Wasserball
- Ergebnis: 13-7 nach 32 Minuten (4x8); Viertelergebnisse: 6-4, 3-1, 1-1, 3-1; damit Spandau deutscher Meister nach 3:0-Serie in Best-of-Five
- Tore: 0-1 1. Dennis Eidner, 1-1 2. Moritz Oeler, 1-2 2. Gilbert Schimanski, 2-2 3. Marin Restovic, 3-2 3. Maurice Jüngling, 4-2 4. Moritz Oeler, 4-3 6. Jan Obschernikat, 5-3 7. Jan Famera, 5-4 8. Julian Real, 6-4 8. Mateo Cuk, 6-5 9. Dennis Eidner, 7-5 11. Marko Stamm, 8-5 13. Marko Stamm, 9-5 15. Martin Famera, 10-5 19. Marko Stamm, 10-6 21. Frederic Schüring, 11-6 25. Maurice Jüngling, 11-7 26. Gilbert Schimanski, 12-7 28. Mateo Cuk, 13-7 31. Erik Miers
- Strafen Spandau: Martin Famera, Christian Schlanstedt, Petar Markovic (alle 3 Fouls/ Disqualifikation), Tobias Preuss, Moritz Oeler (jeweils 2 Fouls), Mateo Cuk, Maurice Jüngling, Marin Restovic, Tim Donner (jeweils 1 Foul)
- Strafen Duisburg: Julian Real (3 Foul/ Disqualifikation), Manuel Grohs, Daniel Grohs (jeweils 2 Fouls), Christian Theiss, Jan Obschernikat (jeweils 1 Foul)
- Spielort: Willibald Gebhardt Sportzentrum Schöneberg, Sport- und Lehrschwimmhalle (Kap. 700 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 350 (davon ca. 30 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,5/10 (Hervorragendes Niveau, aber wirklich spannend oder stimmungsvoll war es dann doch nicht) Wasserfreunde Spandau v ASC Duisburg (final match of German water polo championships) Photos with English Commentary:
a) Water Polo Championship Final: Wasserfreunde Spandau (Berlin) defeat ASC Duisburg to win the title for the 34th time in 36 years
b) Berlin: Tierpark Berlin, the Zoo of East Berlin

Von Staßfurt aus fuhren wir am Sonntag erst in den Berliner Tierpark, den Zoo des Ostteils der Hauptstadt. Der kostet zwar erheblich weniger als der im Westteil, ist aber älter, teils etwas ungepflegt und hat z.B. kein Aquarium und erheblich weniger Tiere. Allerdings ist der Tierpark Berlin mit seinen Vogel- und Raubtieranlagen sowie den sehr seltenen Seekühen, die auch publikumswirksam gefüttert werden, mehr als ein 0815-Tierpark.

Der Hauptanlass nach Berlin zu kommen war allerdings das Finale der deutschen Wasserballmeisterschaft. Da der Asoziale Deutsche Fahrrad Club (abgekürzt als ADFC, was auch als Arschlöcher und Deppen Fahrrad Club ausgeschrieben werden kann) seine scheiß Sternfahrt veranstaltete, brach in der Stadt ein Verkehrschaos aus, dass selbst für die immer mit Idioten verstopfte Hauptstadt ungewöhnlich war. 19km, 90 Minuten. Und dann kein Parkplatz vor der Halle. Egal: ich fahr nächstes Wochenende nach Frankreich, in Frankreich parkt man auch mitten auf Verkehrsinseln in Kreisverkehren oder eben wie ich es dann direkt vor der Halle machte, zwischen zwei Bäumen auf dem über zwei Meter breiten Fahrbahntrenner... Tierpark Berlin In der Schwimmhalle angekommen, wurden die an der Kasse Anstehenden gleich beruhigt, dass das Spiel erst 15.30 anfangen wird. Gut: denn wir traten Punkt 15 Uhr (der geplanten Anfangszeit) gerade erst durch die Tür ins enge Foyer der Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg.
Schade, dass man so ein Spiel nicht im Schwimmstadion des Olympiageländes austrägt! Aber die 1967 als Konkurrenz für die Hochqualitätssportanlagen in Ost-Berlin und Rostock (Neptunschwimmhalle) errichtete Schwimmhalle im Sportzentrum Schönefeld ist auch sehr sehenswert: Das Dach ist asymmetrisch, der Sprecherturm gegenüber des Sprungturms hinter die achtreihige Obertribüne mit ihren altmodischen Kunststoffbänken die eine hervorragende Sicht aufs Becken gewähren, angebracht.

Nach einem knappen Sieg in Duisburg und einem deutlichen in Berlin war der Serienmeister Wasserfreunde Spandau nun gefordert, gegen den ASC Duisburg den dritten und meisterschaftsentscheidenden Sieg einzufahren. In der ersten Minute traf bereits der Gast, nach dem schnellen Ausgleich ging Duisburg erneut in Führung, doch in einem unheimlich rasanten, intensiven und sehr sehenswerten Spiel ging Spandau nach drei Treffern erstmals in der 4. Minute mit zwei Toren in Führung. Die Zwei-Tore-Führung hielten sie auch konstant bis zum zweiten Viertel: 6-4. Doch nach dem zweiten Viertel war das Resultat kaum noch spannend: 9-5 nach 16 Minuten. Direkt nach dem Seitenwechsel war es noch mal eng, doch im Schlussviertel zog Spandau davon, deklassierte Duisburg phasenweise und gewann am Ende mit 13:7 seine 34. Meisterschaft seit 1979. Nur 1993 (Waspo Hannover, nach 13 Titeln in Folge für Spandau), 2006 (SV Cannstadt) und 2013 mit dem heutigen Finalgegner ASC Duisburg, gewann mal jemand anderes...

Für so ein erfolgreiches Team, das so tolle Leistungen in einer so interessanten Sportart bringt, hat Spandau ein erbärmliches Publikum. 150 Zuschauer im Durchschnitt, heute mal 350 – die Halle nur halbvoll. Ein einziges Mal war die Halle voll in der Saison: als in der Championsleague Galatasaray zu Gast war und 60% der Fans stellte. Was man bei solchen Südosteuropäischen Vereinen unter guter Wasserball-Stimmung versteht, kann man auf Youtube z.B. bei Olympiakos Piräus sehen...  Wasserfreunde Spandau v ASC Duisburg (final match of German water polo championships) Statistik:
- Grounds: 1.386 (heute 1 neuer; diese Saison: 231 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.405 (heute 1; diese Saison: 293)
- Tageskilometer: 910 (910km Auto)
- Saisonkilometer: 59.440 (44.710 Auto/ 8.200 Flugzeug/ 5.050 öffentliche Verkehrsmittel/ 2.380 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 86 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 463

W463III: Klassenerhalt mit vier Treffern von Ronny Schwerdtfeger und fünf Minuten Wasserfußball

SV Spora .............................................................. 1
TSV Leuna 1919 .................................................. 4
- Datum: Samstag, 13. Juni 2015 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Landesklasse Sachsen-Anhalt, Staffel 6 (8. Spielklasse, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-4 nach 90 Minuten (45/45); Halbzeitstand: 1-2
- Tore: 0-1 6. Ronny Schwerdtfeger, 0-2 20. Ronny Schwerdtfeger, 1-2 43. Florian Bochskanl, 1-3 78. Ronny Schwerdtfeger, 1-4 81. Ronny Schwerdtfeger
- Gelbe Karten: Toni Beer, Jacob Hennig, Kay Daumann (Spora); Elia Wilke, Franz-Josef Motz, Christoph Hähnel
- Rote Karten: keine
- Spielort: Sportplatz Nißma (Kap. 1.100, davon 30 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 150 (davon 85 zahlende und mindestens 30 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 8,0/10 (Gute und spannende erste Hälfte, danach Durchhänger bis zur starken Schlussphase und schließlich kurioses Ende mit Wasserfußballeinlage)

TSV Leuna 1919 E .............................................. 4
SV 1916 Beuna E ................................................. 6
- Datum: Samstag, 13. Juni 2015 – Beginn: 10.00
- Wettbewerb: 1. Kreisklasse E-Junioren, Saalekreis/ Staffel 1 (Spielklasse der U11)
- Ergebnis: 4-6 nach 50 Minuten (25/25); Halbzeitstand: 3-2
- Tore: 1-0 5. Justin, 1-1 10. NN, 1-2 18. (11), 2-2 21. Yannick, 3-2 24. Oli, 3-3 30. Eigentor, 3-4 32. (8), 4-4 38. Luca?, 4-5 44. (8), 4-6 47. (11)
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Spielort: Sportstätte der Jugend, Platz 1 (Kap. 1.000, davon 15 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 35 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes und spannendes Spiel) SV Spora v TSV Leuna Photos with English Commentary:
a) Leuna Youth Football: TSV Leuna U11 v SV Beuna U11
b) Leuna Amateur Football: SV Spora v TSV Leuna 1919
c) Burgenland District: Football Ground in Spora/ Prehlitz-Penkwitz

Samstagvormittag waren ursprünglich zwei Juniorenspiele des TSV angesetzt, doch die F spielte erst am Sonntag. Also kam ich zur E, die sich gegen den SV Beuna auf der Sportstätte der Jugend behaupten musste.

In einem guten und ausgeglichenen Spiel zeigten beide Teams mal schöne Spielzüge und Angriffe, mal die für diese Spielklasse üblichen Aussetzer und Pannen. Es ging hin und her und es gab viele Treffer: mal führte Leuna, mal Beuna. Zur Pause sah es für den TSV besser aus, da sie 3:2 in Führung lagen, doch Beuna drehte nach der Pause mit einem Doppelschlag das Spiel. Nach einem schönen Konter zum 4:4 zog Beuna noch einmal an und nutzte Abwehrschwächen um am starken Leunaer Schlussmann vorbei zu kommen. 4:6 hieß es am Ende. In diesem guten Spiel gewann mal wieder derjenige, der weniger Fehler in der Abwehr machte: bei Leuna waren die Zuteilung der Positionen und die Einsatzzeiten bzw. Wechsel der jeweiligen Abwehrspieler auch nicht ganz glücklich.

Im freundschaftlichen Neunmeterschießen hieß es nach 10 zu 8 Schützen für Leuna 4:4. Da waren auch einige richtig schöne Treffer bei beiden dabei! Die Gesamtbilanz für Leunas E hätte angesichts der 58 zu 83 Tore und 16 Punkte aus 18 Spielen besser sein können, aber mit nur zwei zweistelligen Niederlagen, die auch noch niedriger waren (0:11, 0:10) als der höchste Sieg (13:1), sowie den konstant siegreich gestalteten Spielen gegen die hinter dem TSV platzierten Teams, muss man von einer soliden Saison reden. Die Mannschaft kann sich noch gut entwickeln in der nächsten Saison! TSV Leuna 1919 U11 v SV 1916 Beuna U11 Ich war dann noch mal in Halle bei Rama und ihrem Verlobten Amer und nach dem Essen mit diesen beiden syrischen Freunden ging es dann sehr zügig nach Spora, genauer in den Ortsteil Nißma. Dort liegt der idyllische, aber recht holprige Sportplatz des SV Spora.

Nach einer über weite Strecken schwachen Saison war der TSV auch an diesem letzten Spieltag noch abstiegsbedroht und während es für Spora um nichts mehr ging, war man bei Leuna auch immer dabei, die Zwischenstände bei den anderen Abstiegskandidaten, insbesondere der II. vom VfB IMO – dort war zu befürchten, dass die ESG sich nicht den Arsch aufruppt um die Merseburger in die Kreisoberliga zu schießen – in Erfahrung zu bringen.

Aber unabhängig von den Resultaten der anderen: mit einem Sieg wäre alles klar. Und so fing Leuna auch an: die klar bessere Mannschaft, die Sporaer immer wieder zu Fouls zwingend und den Schiedsrichter zu einer recht strengen Linie gegen Spora, die auch zwei lächerliche Freistöße für den TSV mit einschlossen. Das Gute bei Spora ist immer: macht man die Dorfdeppen sauer, indem man besser spielt und den Schiedsrichter nicht gegen sich selber aufbringt, dann geht es rund: nach allem was sich bewegt (oder auch nicht mehr) wird getreten, jede leichte Berührung mit Pöbeln kommentiert und wer meinte, bei so einer Chaotenmannschaft würde wenigstens das Trainergespann dazwischengehen, liegt weit daneben: die zwei sind wirklich die letzten Prolls. Immerhin ist so Action garantiert! SV Spora v TSV Leuna Leuna konzentrierte sich zuerst aufs Fußballspielen, ging mit einem direkt verwandelten, aber haltbaren und völlig berechtigten Freistoß aus spitzem Winkel in Führung. Es sollte der große Tag von Ronny Schwerdtfeger werden, denn der schoss nicht nur besagten Freistoß direkt rein, sondern hatte auch Auge und Kraft für einen 30m Schuss neben den Innenpfosten zum 0:2. Danach ließ sich auch Leuna auf unsaubere Zweikämpfe ein und der Schiedsrichter aus Halle verlor seine Linie: z.B. zogen Frustfouls wie vom Kapitän von hinten in die Waden eines im Mittelkreis laufenden Leunaers keine Karte nach sich, ein anderer Sporaer sah für drei gelbwürdige Fouls nur eine einzige Karte. Nach einem Abwehrfehler sah der bis dahin völlig fehlerfrei und souverän agierende Torwart Pfennig ziemlich alt aus: 1-2 kurz vor der Pause.

Nach dem Seitenwechsel zeigten beide Seiten erstmal nicht mehr viel. Spora war dann sogar mal vor dem Tor mit dem Ball aktiv und nicht mehr nur mit dem Mund und den Tritten in die Knochen des Gegners... Das nutzte dann Ronny Schwerdtfeger in der Schlussphase für zwei Konter: erst über rechts und aus spitzem Winkel und locker 15m Entfernung ins lange Eck, dann über links und aus kürzerer Entfernung eingeschoben. Eine wirklich tolle Einzelleistung von ihm, die aus der geschlossen guten Mannschaftsleistung des TSV Leuna noch herausgehoben werden muss.

1:4 also und das Spiel zweifellos entschieden, der Klassenerhalt geschafft! Doch ab der 75. fing es mit Regnen an. Ein Gewitter zog vorbei. Nach 85 Minuten wurde es richtig übel, sodass das Schiedsrichtergespann in die Kabinen bat. Da lief dann zwar das Wasser rein und die Spieler waren eh schon völlig durchweicht, aber wenigstens konnte da kein Blitz einschlagen, wie in die Wechselbank, unter die ich mich mit drei anderen Leunaern stellte... Es schlug aber freundlicherweise nichts ein, nur das 20 Minuten dauernde Verharren und die Unsicherheit, ob sich Schiedsrichter und Gastgeber vernünftig verhalten und die Partie zu Ende spielen, nervte.

Spora zeigte sich dann aber auf einmal ganz freundlich und entspannt, auch wenn sie nicht wie manche Leunaer Freistil in den Pfützen auf dem Platz schwammen... Sie brachten die Partie ganz locker zu Ende und spielten mit Leuna lustigen Wasserfußball. Mit dem 1:4 rettet sich der TSV Leuna also verdientermaßen – der IMO nutzte auch ein 3:2-Sieg nichts mehr, da ein Punkt weniger und das schlechtere Torverhältnis gegenüber den punktgleichen Lauchaern. Hoffentlich macht es Leuna nächste Saison nicht noch mal so spannend – es sei denn, es geht spannend um den Aufstieg... In jedem Fall werde ich mal im August wieder vorbeischauen beim TSV Leuna 1919, mit dem man doch so vieles erlebt! SV Spora v TSV Leuna Statistik:
- Grounds: 1.385 (heute 0 neue; diese Saison: 230 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.404 (heute 2; diese Saison: 292)
- Tageskilometer: 330 (330km Auto)
- Saisonkilometer: 58.530 (43.800 Auto/ 8.200 Flugzeug/ 5.050 öffentliche Verkehrsmittel/ 2.380 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 86 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 463

W463II: Von 3-0 auf 3-4

TSV Leuna 1919 AH ........................................... 3
SV Blau-Weiß Zorbau AH ................................. 4
- Datum: Freitag, 12. Juni 2015 – Beginn: 18.00
- Wettbewerb: Freundschaftsspiel Alte Herren
- Ergebnis: 3-4 nach 70 Minuten (35/35); Halbzeitstand: 3-0
- Tore: 1-0 15. Freddy Kamenica, 2-0 23. Mario Melchior, 3-0 34. Mario Melchior, 3-1 38. Krug, 3-2 47. Krug?, 3-3 52. Haas, 3-4 55. Krug
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Spielort: Sportstätte der Jugend (Kap. 1.000, davon 15 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 12 (davon ca. 1 Gästefan)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Gutes Spiel mit ärgerlicher Wende) TSV Leuna AH v Blau-Weiß Zorbau AH Photos with English Commentary:
Veterans Football: TSV Leuna v Blau-Weiß Zorbau
Merseburg: Königsmühle, Oberaltenburg, Petri-Kloster

Dieses Wochenende ging es noch mal nach Sachsen-Anhalt: nach einem Abstecher bei Khatereh in Frankfurt am Vormittag schlug ich mich in der Mittagshitze über die vollen Autobahnen durch, musste drei Mal kurz abfahren um Staus zu vermeiden und benutzte dann ab Apolda nur noch Landstraßen. Kurzer Essensstopp in Braunsbedra und dann war ich auch schon in Leuna. Dort verging auch nicht viel Zeit, bis bei hohen Temperaturen und geringem Zuschauerzuspruch die Altherren-Partie gegen BW Zorbau angepfiffen wurde.

Leuna spielte gegen die durch junge Spieler verstärkte Gästetruppe eine starke erste Halbzeit. Freddy Kamenica nahm einen Ball in Brusthöhe mit dem Fuß an und netzte ihn gegen die Laufrichtung des Torwarts ein, dann traf Mario Melchior gleich zwei Mal – einmal Flachschuss, einmal Kopfball. Doch in der zweiten Hälfte drehte Zorbau mit der agileren und schnelleren Spielweise die Partie. 3:4 war der Endstand. Merseburg Statistik:
- Grounds: 1.385 (heute 0 neue; diese Saison: 230 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.402 (heute 1; diese Saison: 290)
- Tageskilometer: 550 (550km Auto)
- Saisonkilometer: 58.200 (43.470 Auto/ 8.200 Flugzeug/ 5.050 öffentliche Verkehrsmittel/ 2.380 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 84 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 463

Freitag, 12. Juni 2015

W463I: Schwebebahn, Botanischer Garten und Wasserball-Bezirksklasse in Wuppertal

SSC Hellas Wuppertal ........................................ 7
VfL Benrath 06 .................................................. 12
- Datum: Donnerstag, 11. Juni 2015 – Beginn: 20.00
- Wettbewerb: Bezirksklasse Schwimmverband Rhein-Wupper (7. und unterste Spielklasse im Wasserball)
- Ergebnis: 7-12 nach 32 Minuten (4x8); Viertelstände: 2-2, 0-2, 3-5, 2-3
- Tore: NN
- Strafen: NN
- Spielort: Freibad Mählersbeck (Kap. 350 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 5 (davon 3 Heimfans, 2 Neutrale)
- Unterhaltungswert: 4,0/10 (Eher dürftiges Spiel, aber v.a. im dritten Drittel sehenswerte Treffer) Hellas Wuppertal v VfL Benrath Photos with English Commentary:
a) Water Polo: Hellas Wuppertal lost to VfL Benrath at Public Pool Mählersbeck
b) Bergisches Land: Wuppertal Suspension Monorail and Botanical Garden, Velbert-Langenberg Old Town

Nach der Uni bin ich mit meinem Kommilitonen und Kumpel Moritz mal nach Wuppertal gefahren. Der Ort sieht so künstlich und hässlich zusammengewürfelt aus, wie man es anhand seiner Geschichte – Zusammenschluss zu einer Stadt mit dem Namen Wuppertal erst 1930; der südafrikanische Ort Wupperthal ist der älteste Ort der direkt auf das Tal der Wupper abzielt – auch erwarten muss. Uninteressant ist Wuppertal, also das in NRW, allerdings nicht.

Man sollte mal mit der Schwebebahn (Kurzstrecke = halbe Stunde für 1,60€) gefahren sein. Ein Großteil der Strecke verläuft in etlichen Metern Höhe über der Wupper. Auch die entsprechend hoch gelegenen Haltepunkte sehen recht abenteuerlich aus. Interessant ist auch, wie stark die Wagen da schwingen und schaukeln. Allerdings ist bisher erst ein tödlicher Unfall passiert nur vier oder fünf weitere Male ist ein Wagen abgestürzt – und das in mehr als 100 Jahren Betrieb!

Weitaus weniger lohnend als die Schwebebahn ist das hässliche zubetonierte Stadtzentrum und auch der botanische Garten lohnt nicht sonderlich: die wissen schon, warum die keinen Eintritt nehmen bei den mickrigen Gewächshäusern mit ihren Krüppelpflanzen und den 0815 Grünanlagen, die nur von der landschaftlichen Lage profitieren.

Wir fuhren noch ins 12km entfernte Langenberg, einem Ortsteil von Velbert, der etliche schiefergedeckte Häuser zu bieten hat. Hellas Wuppertal v VfL Benrath Dann suchten wir ein Freibad im Osten von Wuppertal auf: das Freibad Mählersbeck. Denn im Sommer trägt dort der SSV Hellas Wuppertal seine Wasserballheimspiele aus!

Seit Malta also das erste Mal wieder Wasserball unter freiem Himmel. Doch im Vergleich zum Schwimmstadion in Malta war das natürlich ein recht mickriger Ground: ein ordentliches Becken, drumherum aber nur zwei Steinstufen auf einer Seite, dann Umkleiden, eine Rutsche und viel Liegewiese. Aber andererseits ist diese Sportstätte natürlich zumindest zum Zuschauen sehr viel schöner und angenehmer, als so eine bekackte Schwimmhalle wie die meisten anderen Clubs in NRW, in der man stickige Luft und nasse Klamotten abbekommt, da man fast im Becken sitzt.

Nur drei andere Leute wollten außer uns dieses Spiel sehen. Hellas Wuppertal ist entsprechend des griechischen Namens eine Pleitetruppe, aber im ersten Viertel zeigten sie sich gleichwertig, brachten ein paar gute Spielzüge und hielten ein 2:2 gegen den sich mit erheblich mehr Punkten zierenden VfL Benrath. Das schwache zweite Viertel wurde mit zwei Toren für Benrath in die richtigen Bahnen gelenkt. Im dritten Viertel drehte Benrath auf und Wuppertal versuchte – meist über den einen einzigen konkurrenzfähigen Akteur vorne – dranzubleiben. Beim Stand von 5:9 ging es in die letzte Pause und mit dem Endergebnis von 7:12 schließlich, kann Wuppertal noch recht zufrieden sein. Wuppertal Statistik:
- Grounds: 1.385 (heute 1 neuer; diese Saison: 230 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.401 (heute 4; diese Saison: 289)
- Tageskilometer: 200 (200km Auto)
- Saisonkilometer: 57.650 (42.920 Auto/ 8.200 Flugzeug/ 5.050 öffentliche Verkehrsmittel/ 2.380 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 83 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 463

Sonntag, 7. Juni 2015

W462III: Bonner Kreisligaplätze

1. FC Südstadt Bonn II ....................................... 2
SSV Plittersdorf 1922 II ...................................... 3
- Datum: Sonntag, 7. Juni 2015 – Beginn: 15.15
- Wettbewerb: Kreisliga D, Bonn/ Gruppe 3 (11. und unterste Spielklasse, 7. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-3 nach 97 Minuten (47/50); Halbzeit: 1-1
- Tore: 1-0 5. Christoph Lakermann, 1-1 34. Marc Christian Richter, 1-2 49. Pascal Vega Valenciano, 1-3 78. Boris Höhne, 2-3 82. Christoph Lakermann
- Gelbe Karten: Joschka Trompeter, Dominik Schwier, Ismail Zanbak, NN, NN (Südstadt); Joost Grünefeld, Mario Jose Lopez, Soufian Akarkach? (Plittersdorf)
- Rote Karten: keine
- Spielort: Sportplatz am Vogelsang (Kap. 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 15 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Durchschnitt)

SC Fortuna Bonn 1904/1950 III ......................... 0
SC Volmershoven-Heidgen 1921 II .................. 10
- Datum: Sonntag, 7. Juni 2015 – Beginn: 13.10
- Wettbewerb: Kreisliga B, Bonn/ Gruppe 3 (9. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 0-10 nach 90 Minuten (45/45); Halbzeit: 0-5
- Tore: 0-1 4. Christian Schneider, 0-2 19. Malte Kuhn, 0-3 24. Ibrahim Bokhabza, 0-4 37. Malte Kuhn, 0-5 43. Yannick Kay, 0-6 53. Ibrahim Bokhabza, 0-7 66. Yannick Kay, 0-8 71. Maik Wegner, 0-9 81. Jurij Fischer, 0-10 90. Maik Wegner
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: Markus Ratz (86. Min. wg. Tätlichkeit); Ibrahim Bokhabza (86. Min. wg. Tätlichkeit)
- Spielort: Sportplatz Wasserland (Kap. 500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 75 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 4,5/10 (Starke Leistung der Gäste. ansonsten eher langweiliges Spiel)

FC Hertha Bonn 1918 II ..................................... 7
FV Cosmos Bonn ................................................. 0
- Datum: Sonntag, 7. Juni 2015 – Beginn: 11.45
- Wettbewerb: Kreisliga D, Bonn/ Gruppe 1 (11. und unterste Spielklasse, 7. Amateurliga)
- Ergebnis: 7-0 nach 90 Minuten (44/46); Halbzeit: 5-0
- Tore: 1-0 4. Patrick Deptuch, 2-0 6. Patrick Deptuch oder Andreas Starost, 3-0 15. Daniel Kochems, 4-0 41. Daniel Kochems, 5-0 43. Patrick Bell, 6-0 75. Patrick Bell, 7-0 78. Pascal Treichel
- Gelbe Karten: TW Lukas Breuer, Mike Wrobel, James Baylis (alle Hertha)
- Rote Karten: keine
- Spielort: Sportplatz Hertha Bonn (Kap. 1.500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 12 (davon ca. 2 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 4,0/10 (Sehr einseitiges Spiel mit etlichen Torszenen aber auch einem langen Durchhänger) Hertha Bonn II v Cosmos Bonn Photos with English Commentary:
a) Amateur Football in Bonn: Hertha Bonn Res. v Cosmos Bonn
b) Amateur Football in Bonn: Fortuna Bonn Third XI v Volmershoven-Heidgen Res.
c) Amateur Football in Bonn: Südstadt Res. v Plittersdorf Res.

An diesem Sonntag fuhr ich mal wieder mit dem Rad in der Stadt herum, um mir unterklassige Spiele auf bisher noch nicht besuchten Grounds anzugucken. Es ging in der Kessenicher Straße bei Hertha Bonn los, die einen landschaftlich ganz ansprechend gelegenen Hartplatz mit ringsherum gehenden zugewucherten Graswällen zu bieten haben.

Ich hatte schon befürchtet, dass ich 10 Minuten nach dem Anpfiff aufkreuzen würde, aber der Schiri – natürlich ein Ur-Deutscher, auch wenn der wohl kein echter Rheinländer war von der Herkunft, aber im Rheinland ist man notorisch unpünktlich und unzuverlässig – war satte 30 Minuten zu spät, da er von 13 Uhr Anpfiff ausgegangen war. Nach weiteren völlig übertriebenen 15 Minuten in der Kabine ging die Partie mit insgesamt 45 (!!!) Minuten Verspätung los.

Zwei ganz leistungsschwache Teams – die erst in der Rückrunde in den Spielbetrieb der untersten Spielklasse gestartete Zweite Mannschaft von Hertha Bonn hieß den Vorletzten, den FV Cosmos, willkommen. Die Gastgeber gingen mit einem Mann mehr schnell in Führung. Nach einem Kopfballtor und einem weiteren Doppelschlag stand es 5:0 ehe die Seiten gewechselt wurden. Danach gab es einen Durchhänger und Cosmos kam auch mal ganz vereinzelt zu Entlastungsangriffen – da musste der Heimtorwart nicht mehr dauernd am Pfosten rumlümmeln... Hertha setzte aber noch zwei Treffer drauf und fuhr ihren höchsten Saisonsieg ein. Fortuna Bonn III v SC Volmershoven-Heidgen II Ich kam nach 25 Minuten Spielzeit und einem Stand von 0:3 am Sportplatz Wasserland an. Dort trägt die Fortuna Bonn fast alle ihre Spiele aus. Nur die I. Herren spielen – wenn der Rasen nicht wie jetzt im Moment mal wieder neu ausgesät oder sonstwie bearbeitet wird – regelmäßig im Stadion Wasserland. Die III. Mannschaft darf den Kunststoffplatz zertreten, der natürlich ohne Ausbauten daher kommt und nur deshalb zu den weniger hässlichen Sportplätzen zählt, da er in eine Parklandschaft eingepasst wurde.

Die III. der Fortuna zeigte heute wieder warum sie bereits in die Kreisliga C abgestiegen sind: nur wenige Offensivaktionen und die stets vergeben – hinten aber zu schwach und zu langsam um einen starken Gegner wie die II. vom SC Volmershoven-Heidgen zu stoppen. Bis zur Pause stand es auch hier 0:5. Im Gegensatz zu Hertha II machte Volmershoven-H. II es besser: nach und nach erzielten sie vier Treffer, dann gab es ein spektakuläres Foul vom 9er der Fortunen am 6er, was zu einer kleinen Handgreiflichkeit führte, die der souveräne Schiri mit Rot gegen beide Spieler ahndete (wobei man es da auch mal bei Gelb hätte belassen können: gerade dieses B-Jugend-Milchgesicht von den Gästen konnte man doch nicht ernst nehmen; der affig gestylte 9er der Heimelf war auch kein Gegner von dem hier auf dem Platz Gefahr für Leib und Leben ausgehen könnte...) und danach fiel noch das 0:10 in der Schlussminute. 1.FC Südstadt-Bonn II v SSV Plittersdorf II Da die I. auch auf dem Plasteplatz kickte, fuhr ich zum Vogelsang hinter. Dort am Rande der Bonner Südstadt fühlte ich mich wie in einer Plattenbausiedlung in Tschechien: von Bäumen und Gestrüpp umgebene nur teilweise sanierte Plattenbauten, dazwischen Sperrgut, zerschlagene Flaschen und in einer alten Industriebebauung hausten Roma die draußen auf primitiven Gartenmöbeln zwischen ihrer aufgehängten Wäsche und den Wohnbaracken mit ihren miesen Fenstern und abblätternden Fassaden saßen...

Der Hartplatz sieht auch nicht besonders doll aus, aber immerhin von Grün umgeben. Das Spiel war noch das Beste der drei heute, jedoch auch nicht herausragend. Spektakulär war das 1:0 des Gastgebers, des 1. FC Südstadt II: ein Schuss aus gut 30m, der trotz dessen der Torwart der SSV Plittersdorf II noch die Hände dranbekam, in den Winkel ging. Der Ausgleich war gut herausgespielt. Ebenso die beiden Treffer der Gäste in Halbzeit zwei. Entschieden war das Spiel nach dem 1:3 aber noch lange nicht – auch nach dem vergebenen Elfmeter der Südstädter nicht. Denn nach einem tollen Freistoß 15 Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit stand es 2:3. Und der türkische Schiri, der ebenfalls souverän auftrat, ließ mal wieder ewig nachspielen. Es nutzte allerdings nichts mehr für den Gastgeber. Für zwei soweit hinten platzierte Teams war das aber gar nicht schlecht, heute! 1.FC Südstadt-Bonn II v SSV Plittersdorf II Statistik:
- Grounds: 1.384 (heute 3 neue; diese Saison: 229 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.400 (heute 3; diese Saison: 288)
- Tageskilometer: 30 (30km Rad)
- Saisonkilometer: 57.450 (42.720 Auto/ 8.200 Flugzeug/ 5.050 öffentliche Verkehrsmittel/ 2.380 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 83 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 462