Donnerstag, 15. November 2018

W641V Übersicht

Auflistung aller Alben und Berichte:
Tag 1: Auf nach Mexiko!
Tag 2: Fehlstart in die Tour
Tag 3: Länderpunkt Mexiko – Mayaruinen und 2. Liga bei den Spießhirschen 
Tag 4: Länderpunkt Belize – in Deutschland wäre der Platz mal wieder „unbespielbar“ gewesen 
Tag 5: Premier League auf Kreisliganiveau aber mit Livekommentar 
Tag 6: Noch mehr Mayaruinen und die Kolibri-Autobahn zur belizischen Küste
Tag 7: Mayaruinen diesseits und jenseits der Grenze – von Belize nach Guatemala
Tag 8: Guatemalas Norden: Maya, Seen, bunte Häuser 
Tag 9: Eine spanische Festung am Süßen Fluss und Stelen der Maya auf dem Weg in die Hauptstadt
Tag 10: Länderpunkt Guatemala – nichts verpasst trotz zwei Stunden im Stau
Tag 11: Die Unterschiede in der guatemaltekischen Nationalliga – Mittagsspiel bei 32 Grad an der Pazifikküste und Abendspiel bei 16 Grad im Hochland 
Tag 12: Goldenes Tor in der 5 Minuten und dann 5 Minuten Grenzübertrittszeit 
Tag 13: Durch Chiapas ins Zentrum Mexiko
Tag 14: Mexikanischer Freistilringkampf
Tag 15: Bergbauorte in Zentralmexiko 
Tag 16: Geburtsstätte des mexikanischen Fußballs, Bergwerksbesuch und Stierkampf 
Tag 17: Stadionbaukunst von Feinsten – Junghengste gegen Roadrunner 
Tag 18: Erstligafußball im Aztekenstadion und Fünfte Liga in der Provinz 
Tag 19: Clásico in México und aztekische Pharaonen in Texcoco 
Tag 20: Kakteenpark und Haistadion
Tag 21-22: Rückreise

Alben auf Flickr:
Mexico: Yucatán Peninsula (Sehenswüdigkeiten der mexikanischen Seite der Halbinsel Yukatan; v.a. Mayastätten) 
Venados FC Yucatán 1:1 Albrijes de Oaxaca (2. Liga Mexiko)
Belize (Sehenswürdigkeiten in Belize, v.a. Mayastätten)
Jam Rock 4:3 San Felipe & Progreso 4:1 Palmar [Louisiana Football Field, Orange Walk] (2. Liga Belize in kuriosem Stadion)
Verdes FC 2:1 Belize Defense Force (1. Liga Belize)
Guatemala (Sehenswürdigkeiten Guatemalas, v.a. Mayastätten und spanische Kolonialarchitektur) 
Deportivo Petapa 1:1 Imperial Coban (1. guatemaltekische Liga)
Deportivo Iztapa 1:0 CD Municipal (1. guatemaltekische Liga in überfülltem, verrückten Stadion) 
Xelaju Quetzaltenango 4:1 Deportivo Sanarate (1. guatemaltekische Liga mit Pyroshow)
Deportivo Chiantla 1:0 Deportivo Malacateco-Coatepeque (1. guatemaltekische Liga) 
Mexico: Chiapas State (Sehenswürdigkeiten im mexikanischen Bundesstaat Chiapas, v.a. Palenque) 
Estado de México & Distrito Federal (Sehenswürdigkeiten des Bundesstaates Mexikos und der Hauptstadt, v.a. Teotihuacan, Toluca und Los Leones)
Consejo Mundial de Lucha Libre [Aréna México] (Lucha Libre/ mexikanische Wrestling-Show) 
Mexican Mining Towns (bedeutende Bergbaustädte Zentral-Mexikos, v.a. Guanajuato und Real del Monte) 
Mexican Death Cult (Album zu den omnipräsenten Todessymbolen und Altären zum Tag der Toten) 
Bullfighting in Tlaxcala (jetzt wird es noch tödlicher mit ritueller Rinderschlachtung spanischer Art... Stierkampf in Mexiko) 
Mexico: Morelos State (nun wieder Ruinen, aber diesmal im Bundesstaat Morelos und von den Azteken) 
Potros de UAEM 2:1 Correcaminos de UAT (2. mexikanische Liga in einem genialen Stadion) 
Grupo Sherwood Calimaya 2:3 CD Uruapan (wieder ein tolles Stadion, aber Not gegen Elend in der 5. Liga) 
Club America 1:1 Deportivo Toluca (1. Liga im berühmten Azteca – hat leider nicht das Zeug zum Jahrhundertspiel...) 
Pumas UNAM 1:2 Cruz Azul (fetziges Derby in tollem Stadion in der Hauptstadt, 1. Liga) 
Faraones Texcoco 3:0 Deportivo Independiente Mexiquense (noch ein tolles Stadion, 5. Liga) 
Cacti in Mexiko (Album zu allen Kakteenfotos, die ich in Mexiko gemacht habe; 100 Fotos – dabei war ich noch nicht mal im besonders kakteenreichen Norden...) 
Mexico: Puebla State (Kirchen, Kakteen und Kitsch im Bundesstaat Puebla) 
Mexico: Veracruz State (Fotos von der Küstenstadt, die Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates ist)
Tiburones Rojos Veracruz 2:4 Toluca (1. Frauenfußballliga Mexikos im Haiestadion) 

Websites fürs Groundhopping:
- 1. Mexikanische Liga (Ligaseite)
- 2. Mexikanische Liga (Ligaseite) 
- Frauenliga Mexikos (Ligaseite)
- Liga Premier (3. und 4. Liga MX) 
- Tercera Division (5. Liga MX) 
- 1. Liga Belize 
- Belmopan Kreisverband 
- Orange Walk Kreisverband 
- Nationalmannschaft Belize und allgemeiner Fußball 
- Ligenseite Guatemala  (für 2. Liga auch soccerway)
- Lucha Libre Allgemein (sehr viele Events, zumindest ein paar Tage im Voraus) 
- Lucha Libre (CMLL – größte und älteste Promotion) 
- Lucha Libre (AAA – wohl beste Promotion, aber starker US-/Wrestling-Einfluss) 
- Lucha Libre (DTU – brutalste Promotion mit blutigen Hardcore-Kämpfen/ Lucha Extrema) 
- Noch mehr Gewalt: Stierkampf 
- Tiersport ohne Tote: Rodeo bzw. in der mexikanischen Form: Charreada (siehe auch: Facebookseite für den Hauptstadtverband)

Interessante Wikipedia-Artikel zu Mexiko:
- Fußball in Mexiko
- Deutsche Minderheit in Mexiko
- Indigene Sprachen in Mexiko 

Hinweise zu Mexiko:
- Von den Sehenswürdigkeiten und Stadien her eines der lohnendsten Länder weltweit
- Hab auch noch nie so viele Mitbringsel mitgeschleppt wie aus Mexiko...
- Sehr unterschiedliche Landesregionen (der Süden mit Yukatan und Cancun ist landschaftlich und kulturell deutlich anders als das zentrale Hochland mit der Hauptstadt oder der Norden)
- man sollte auf jeden Fall etwas Spanisch können, da sonst Arschkarte, da kaum einer Englisch kann
- Wirklich guter Fußball in oft tollen Stadien, außerdem interessante lokale Sportarten (Lucha Libre, Charreria)
- Sehr höfliche Leute, der gute Service und die fast immer hohe Qualität in Restaurants und Hotels – die übrigens fast immer deutlich günstiger als in Deutschland sind – sollte immer mit Trinkgeldern (20 Peso und mehr) vergolten werden
- Die Infrastruktur ist je nach Region zwischen mittel- oder osteuropäischen Stand oder aber ländlichem arabischen Stand (d.h. nicht extrem schlecht, aber sehr verbesserungswürdig: löchrige Straßen, die es trotz allem Gejammer in der Form nirgendwo in DE gibt, manchmal mangelhafte Stromversorgung, medizinische Versorgung nur in großen Städten – letztgenannte aber auf europäischem Niveau!)
- die lange Geschichte der ausufernden Gewalt im Land ist bei eingehender Beschäftigung gut sichtbar, aber als Tourist wird man kaum mit den Problemen konfrontiert; es wird selten gebettelt, noch seltener aggressiv gebettelt und mit der Drogenkriminalität hat man noch seltener zu tun – es empfehlen sich aber unbedingt Maßnahmen gegen Diebstahl; jeder Mexikaner empfiehlt, sofort nach dem Einsteigen in den Mietwagen die Autotüren zu verriegeln und Wertsachen auf verschiedene Taschen zu verteilen, z.B. auch auf mit schnittfesten Seilen gesicherte Gürteltasche (Pacsafe)

Zu Belize:
- In der Landesmitte gibt es sehr interessante tropische Berglandschaft und etliche spektakuläre Mayaruinen
- Straßeninfrastruktur ist sehr schlecht, man sollte besser einen Wagen mit Allrad haben, wenn man die zuvor genannten Sehenswürdigkeiten alle abklappern will (selbst Lamanai ist ohne Allrad kaum zu erreichen)
- Essen ist sehr teuer, v.a. die Supermärkte und Läden verlangen Wucherpreise für primitivste Ware – Preis-Leistung in Restaurants ist aber OK
- Fußballniveau ist sehr niedrig, die District Leagues schienen dabei nicht mal schlechter als die Premier League – sehr nett sind die Sportanlagen in oft schlechtem Zustand (warum man dann 2,50€/ 5€ je nach Liga für jeden Dreckskick zahlt? Echt britisch sowas...)
- Unterkünfte der niedrigen Preislage offenbar durchweg mies: ein Plus sind stets die netten Betreiber, alle können Englisch (was in den Nachbarländern im Niedrigpreissegment die Ausnahme ist) aber die Räume sind stickig, extrem klein, laut...
-Apropos Englisch: die meisten können fließend und mit gut verständlichem Akzent Englisch, einige sind auch Muttersprachler – Spanisch können aber auch viele, aber die meisten mischen das einfach alles zu einer lustigen Kreolsprache oder Spanglish...
- Fazit: wenn man im Süden Mexikos ist, lohnt ein Abstecher – kulturell, landschaftlich und historisch ein halbwegs interessantes Land, Sport eher dürftig, vieles Gebotene leider unverhältnismäßig teuer. Also extra nur nach Belize reisen würde ich nicht empfehlen!

Zu Guatemala:
- tolle Mayaruinen, vereinzelt auch andere architektonische Sehenswürdigkeiten und oft spektakuläre Landschaft
- Fußball ist nicht schlecht, sehr preisgünstig und wird in oft interessanten Grounds gespielt
- es ist leider ein Entwicklungsland mit schlechter Infrastruktur (überlastete, schlechte Straßen/ regelmäßig Stromausfälle usw.)
- meistens gastfreundliche, höfliche Leute (noch freundlicher als in Belize, aber eher reservierter als in Mexiko und noch mehr Kaputte und Kriminelle; daher gelten die Sicherheitshinweise für Mexiko noch mehr in Guatemala)
- es gilt auch noch mehr als in Mexiko: Spanisch sprechen oder nix verstehen; fast niemand kann Englisch
- Für Guatemala kann ich auch eine generelle Reiseempfehlung aussprechen, auch wenn mir Mexiko noch deutlich besser gefallen hat: also Belize na ja (5,5/10), Guatemala sehr lohnend (7,5/10) und Mexiko absolut topp (10/10)!

W641II-IV: Rückreise

Photos:
Mexico: Yucatán
Ciudad del Carmen Die Rückreise begann am Dienstagmorgen und endete am Donnerstagabend. Zuerst ging es von Veracruz ohne große Pausen nach Ciudad del Carmen, das auf einer mit Brücken mit dem Festland verbundenen Insel vor der Karibikküste liegt. Landschaftlich ganz interessant, aber städtebaulich Schrott. Wir übernachteten im Chompotón und aßen dort auch zu Abend. Ciudad del Carmen Am Mittwoch ging es weiter via San Francisco de Campeche, wo wir vorm Frühstück noch die spanische Festung auf einem Hügel am Meer besichtigten, und dann direkt nach Cancún. Noch was gegessen, dann zum Mietwagenverleih, die Karre abgegeben und von denen zum Flughafen gebracht worden. Bei der Ausreise wurden wir noch darauf hingewiesen, dass wir eigentlich an der Grenze auf Ausstellung der Migrationskarte hätten bestehen müssen, aber da wir eine Quittung über die Ausreisegebühr Mexiko-Belize hatten, mussten wir keine weiteren 25€ p. P. nachbezahlen. Aber Fazit: die Zöllner bei unserer Route MX-Belize-Guatemala-MX beim Grenzübertritt von Guatemala nach Mexiko auf die „Tarjeta/ Card de Migración“ hinweisen, damit man die gleich am Check-in-Schalter abgeben kann.

Der Flieger hob 22 Uhr ab (was ja schon 5 Uhr am Donnerstag deutscher Zeit war), landete nach 9 Stunden in Madrid und von dort ging es weiter nach Düsseldorf, wo wir nach 17 Uhr landeten. Die Air Europa machte besonders servicemäßig einen guten Eindruck, v.a. auf der Langstrecke, und war pünktlich bis überpünktlich. Dadurch wartete man nur länger am Gepäckband...

Kommt man zudem von einem serviceorientierten und gastfreundlichen Land wie Mexiko in Deutschland, auch gerade im rheinischen Düsseldorf (wobei z.B. Berlin noch schlimmer ist) an, merkt man unangenehm schnell anhand der großspurigen Hackfressen von der Bundespolizei, den unfreundlichen Kassierern im Supermarkt oder den mürrischen Visagen der Passanten, dass man wieder zuhause ist... San Francisco de Campeche Statistik:
- Tourkilometer: 11.040 (Di 790km Mietwagen, Mi 580km Mietwagen und 9.600km Flug, Donnerstag 70km Auto)
- Saisonkilometer: 37.980 (19.200 Flugzeug/ 17.810 Auto, davon 8.450 Mietwagen/ 970 Fahrrad/ unter 10 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)

Montag, 12. November 2018

W641I: Kakteenpark und Haistadion

CD Tiburones Rojos de Veracruz (F) .............. 2
Club Deportivo Toluca (F) ................................ 4
- Datum: Montag, 5. November 2018 – Beginn: 18.00
- Wettbewerb: Liga MX Femenil (1. mexikanische Frauenfußballliga)
- Ergebnis: 2-4 nach 93 (46/47) Minuten – Halbzeit: 1-2
- Tore: 1-0 8. Alejandra Soriano (Handelfmeter/ Wdh.), 1-1 35. Mariel Roman, 1-2 36. Andrea Hernández, 1-3 81. Mariel Roman, 2-3 85. Nancy Ojeda, 2-4 89. Mariel Roman
- Gelbe Karten: Deheny Manuela Rodríguez (Veracruz); Andrea Hernández (Toluca)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Estadio Luis de la Fuente El Pirata (Boca del Río/ Veracruz, Kapazität: 30.000, davon 5.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 100 (gemeldet: ca. 98, Gästefans: mind. 4)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 Tiburones Rojos de Veracruz 2:4 Deportivo Toluca FC Photos with English Commentary :
a) Women’s Football: Veracruz vs. Toluca
b) Mexico: Cacti
c) Mexico: Puebla
d) Mexico: Veracruz

Von Tehuacán sind es 25km bis zum größten Kakteenwald der Welt. Der befindet sich im ariden Bergland des Bundesstaates Puebla. Innerhalb dieses unter Naturschutz stehenden Waldes befindet sich ein botanischer Garten, den man gegen ein paar Euro Eintrittsgeld mit einer Führung – auch auf Englisch möglich – besuchen kann. Dort bekommt man die Landschaft, den Salzabbau und v.a. die Sukkulenten erklärt. Einige der Kakteen sind über 200, manche der anderen Bäume wie der „Elefantenfuß“ über 800 Jahre alt. Die gebirgige Landschaft mit den ganzen grünen Punkten und Säulen ist eine der interessantesten Ecken Mexikos. In den angrenzenden Dörfern gibt es zudem oft interessante Dorfkirchen. Zapotitlan Salinas Auch Veracruz ist eine ganz interessante Stadt – die Hafenstat liegt am karibischen Meer und ist von einem spanischen Baustil durchsetzt. Es gibt auch eine Festung und in jedem Fall lohnt ein Besuch des Hafengebiets. Auffällig war aber auch, wie hier nach westlichem Vorbild überall das Parken (Parkscheine ziehen!) kontrolliert wurde. Dafür war der KFC fast kahl gefressen und ziemlich unfähig...

Bevor wir ins Hotel eincheckten, besuchten wir noch das Stadion Luis la Pirate Fuente, wo die Tiburones Rojos (Rote Haie) spielen. In der Tat kann man die Haupttribüne durch die Mäuler zweier Plaste-Haie betreten... Das Stadion ist sehr symmetrisch und fast quadratisch gebaut und hat einen Unterrang mit Schalensitzen und einen Oberrang mit Stehstufen. Auch wieder ein sehr ästhetischer Bau.

Frauenfußball ist in Mexiko bei weitem nicht so populär wie in den USA, obschon einige Spiele vierstellige Besucherzahlen ziehen und auch regelmäßig Erstligaspiele im Fernsehen laufen. Heute hatten wir ein Durchschnittsspiel zwischen Veracruz und Toluca erwischt, das von rund 100 Zuschauern besucht wurde. Die Partie war auch nicht schlecht, wobei Veracruz glücklich in Führung ging: Handelfmeter, verschossen, aber zu früh bewegt und daher Wiederholung, die zwar von der Torhüterin berührt, aber nicht vom überschreiten der Torlinie abgehalten werden konnte. Dann Toluca aber binnen 60 Sekunden mit zwei Toren (u.a. ein schöner 25m-Schuss) und nach der Pause mit dem 1:3 nach einem Durchhänger. Auf das 2:3 folgte schnell der 2:4 Endstand. Und wir checkten ins nahe gelegene Hotel Villas Dali ein, das am nächsten Morgen das genialste Frühstücksbüffet der ganzen Reise (in Mexiko wird zum Frühstück oft schon Warmes und Fleischhaltiges gereicht) bot. Tiburones Rojos de Veracruz 2:4 Deportivo Toluca FC Statistik:
- Grounds: 2.288 (1; diese Saison: 76 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.470 (1; diese Saison: 86)
- Tourkilometer: 290 (290km Mietwagen)
- Saisonkilometer: 26.940 (16.370 Auto, davon 6.080 Mietwagen/ 9.600 Flugzeug/ 970 Fahrrad/ unter 10 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 16 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 641 Wochen.

W640VII: Clásico in México und aztekische Pharaonen in Texcoco

Pumas de la Universidad Nacional Autónoma
de México ........................................................ 1
Club Deportivo Cruz Azul ............................ 2
- Datum: Sonntag, 4. November 2018 – Beginn: 12.00
- Wettbewerb: Liga MX (1. mexikanische Profifußballliga)
- Ergebnis: 1-2 nach 96 (46/50) Minuten – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 15. Edgar Antonio Mendez, 0-2 79. Andrés Yair Rentería, 1-2 84. Felipe Andrés Mora
- Gelbe Karten: Pablo Edson Barrera (UNAM); 2x Adrián Alexei Aldrete (Cruz Azul)
- Rote Karten: Adrián Alexei Aldrete (Cruz Azul; 92. Min., wdh. unsportliches Verhalten)
- Austragungsort: Estadio Olímpico Universitario (Mexiko-Stadt, Kapazität: 72.499 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 60.000 (davon 42.717 zahlende und ca. 20.000 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10

Faraones Texcoco ............................................. 3
Deportivo Independiente Mexiquense ............ 0
- Datum: Sonntag, 4. November 2018 – Beginn: 16.00
- Wettbewerb: Tercera Division, Grupo 7 (5. mexikanische Fußballliga, Halbprofiliga)
- Ergebnis: 3-0 nach 93 (46/48) Minuten – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 25. (21), 2-0 61. (7), 3-0 84. (27, Elfmeter)
- Gelbe Karten: 2x Faraones, 3x Mexiquense
- Rote Karten: Nr. 13 von Mexiquense (82. Min. wg. grobem Foul)
- Austragungsort: Estadio Municipal Claudio Suárez (Kapazität: 3.000, davon 2.100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 250 (davon ca. 20 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,5/10 Pumas UNAM 1:2 Cruz Azul Photos with English Commentary :
a) Derby: UNAM vs. Cruz Azul
b) 5th Division: Texcoco vs. Mexiquense

Derby zwischen den beiden Hauptstadtclubs Pumas UNAM (Universidad Nacionál Autónoma de México) und Cruz Azul (blaues Kreuz)! Zuerst wurde im Steinbruch U17 gespielt, doch wir fanden den Eingang erstmal nicht und die Partie hatte schon angefangen und sowieso wurde es mal wieder knapp am Erstligastadion wegen der Karten. Wir fuhren also schon über 2 Stunden vorher am UNESCO-Weltkulturerbe-Stadion „Estadio Olímpico Universitario“ vor. Das Stadion ist als Teil des Ensembles der mit über 300.000 Studenten größten Uni Nordamerikas zusammen mit dem Hauptcampus, den anderen Sportanlagen und einigen Forschungseinrichtungen Weltkulturerbe. Kein anderes Stadion ist meines Wissens Teil eines Welterbes – allein Welterbe schon mal gar nicht!

Jedenfalls besorgten wir wieder bei einem Händler Karten (25€ statt 17€ pro Stück), bekamen dafür aber Vorzugsbehandlung am Einlass, da wir bessere Plätze hatten. Im Stadion fanden sich auch gut 60.000 ein. 72.000 gehen rein. Ein Drittel etwa war für Cruz Azul. Da idiotischerweise auf der Haupttribüne keine Fantrennung ist, gab es mit UNAM-Fans Auseinandersetzungen, bei denen viel Bier und Salsa auf die Rivalen gekippt wurde... Die Stimmung war jedenfalls um Klassen besser als gestern bei America im Azteca. Vor dem Spiel wurde auch eine Universitätshymne abgespielt, zu der fast alle Fans die rechte Faust erhoben. In der Halbzeit gab es auch eine geniale Show zum letzten Tag der Festwoche des Tages der Toten: in Skelettkostümen trommelnde Musikanten und als Tote verkleidete Paare, die durchs Stadion marschierten. Das Spiel wusste teilweise nicht so zu überzeugen: Cruz Azul ging früh in Führung, baute diese dann in Hälfte zwei aus und UNAM kam erst im Schlussabschnitt zurück, aber mehr als ein 1:2 war nicht drin. Auch hier wieder eine wenig überzeugende Schiedsrichterleistung. Pumas UNAM 1:2 Cruz Azul Deutlich besser war der Schiri im zweiten Spiel, doch das war auch nur 5. Liga in der Kleinstadt Texcoco de Mora. Das Stadion ist sehr schön angelegt und hat auf der überdachten Haupttribüne auch zwei Mal das Vereinswappen mit ägyptischem Hund mit Kopfschmuck abgebildet. Der Club nennt sich Pharaones de Texcoco. Ein Spielgerät für Kinder und ein nicht definierbarer Stein hinter dem einen Tor sind ebenfalls in ägyptischem pseudo-historischem Stil gemacht. Schön ist auch der Blick zu einem über 5.000m hohen Vulkan mit schneebedecktem Gipfel. Das Spiel war gut und flott. Texcoco bestimmte die Partie aber weitestgehend, Mexiquense pöbelte recht viel rum, bekam aber vorm Tor wenig zustande. Am Ende ein völlig verdientes 3:0 für den auf Rang 3 stehenden Gastgeber.

Wir fuhren bis Tehuacán durch, wobei wir beeindruckt die Staus in der Gegenrichtung beobachten konnten (das war Rückreiseverkehr von in Mexiko-Stadt arbeitenden Mexikanern, die ihre Familien über die Festwoche besuchten). wo wir in einem tollen Hotel für nur 32€ übernachteten und auch günstig zu Abend aßen. Das Hotel ist in einem orientalischen Stil mit arabischen und indischen Kitschelementen gehalten. Das Frühstücksbüffet am nächsten Morgen war hervorragend und ebenfalls preisgünstig. Faraones Texcoco 3:0 Deportivo Independiente Mexiquense Statistik:
- Grounds: 2.287 (2; diese Saison: 75 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.469 (2; diese Saison: 85)
- Tourkilometer: 320 (320km Mietwagen)
- Saisonkilometer: 26.650 (16.080 Auto, davon 6.080 Mietwagen/ 9.600 Flugzeug/ 970 Fahrrad/ unter 10 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 15 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 640 Wochen.

W640VI: Erstligafußball im Aztekenstadion und Fünfte Liga in der Provinz

Grupo Sherwood (Deportivo Calimaya) .............. 2
Club Deportivo Uruapan ....................................... 3
- Datum: Samstag, 3. November 2018 – Beginn: 12.00
- Wettbewerb: Liga Tercera Division, Grupo 5, Temporada (5. mexikanische Fußballliga, Halbprofiliga)
- Ergebnis: 2-3 nach 96 (46/50) Minuten – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 45., 0-2 60., 0-3 69., 1-3 78., 2-3 84.
- Gelbe Karten: 1x Calimaya
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Unidad Deportiva Emilio Chuayffet Chemor (Kapazität: 2.000, davon 600 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 70 (davon ca. 20 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 3,5/10

Club América (Ciudad de México) ................. 1
Deportivo Toluca FC ........................................ 1
- Datum: Samstag, 3. November 2018 – Beginn: 19.00
- Wettbewerb: Liga MX, Apertura (1. mexikanische Profifußballliga)
- Ergebnis: 1-1 nach 94 (45/49) Minuten – Halbzeit: 1-1
- Tore: 0-1 1. Alexis Ernesto Vega, 1-1 34. Henry Josue Martín
- Gelbe Karten: Andrés Meteus Uribe, Paul Nicolás Aguilar (América); Pablo César Barrientos, Santiago García (Toluca)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Estadio Azteca (Mexiko-Stadt, Kapazität: 100.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 35.000 (davon 29.635 zahlende und ca. 6.000 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 Club América 1:1 Deportivo Toluca FC Photos with English Commentary :
a) Football in the Aztec Stadium
b) Football in a symmetric stadium
c) Estado de Mexico: TOLUCA

Nach dem Frühstück besichtigten wir die Innenstadt von Toluca. Einige historische Gebäude, eine ansehnliche Kathedrale mit ungewöhnlichen Glasfenstern – aber das Highlight war ein Gewächshaus mit kunstvoll bemalten Fenstern und schön angeordneten Pflanzen verschiedener Herkunftsländer. Toluca Dann fuhren wir über teils sehr schlechte Straßen nach Calimaya, wo es neben einem interessanten Klosterkomplex und vielen Kiesgruben auch ein ungewöhnliches Stadion gibt: es hat vier symmetrische Doppeltribünen – jeweils zum Haupt- und den beiden Nebenplätzen ausgerichtet. Auch auffällige Pelota-Wände (Frontón genannt, für ein Rückschlagspiel ähnlich dem Squash) und weitere kleinere Sportanlagen gibt es dort.

Bei der Fünftligapartie (eine Halbprofiliga, die in 13 regionale Gruppen aufgeteilt ist und üblicherweise bei freiem Eintritt spielt) trafen leider der Vorletzte und der Letzte aufeinander. Uruapan ging quasi mit dem Pausenpfiff in Führung und baute diese in einer besseren zweiten Hälfte auf 0:3 aus, doch Calimaya kam noch in der Schlussphase auf 2:3 heran. So haben die beiden aber die Plätze getauscht. Grupo Sherwood Deportivo Calimaya 2:3 CD Uruapan Dann fuhren wir nach Mexiko-Stadt, checkten in das Hotel Luna unweit des Estadio Azteca ein und liefen von dort zum berühmten Aztekenstadion. Dort stellte sich heraus: das Stadionessen ist qualitativ nicht so gut wie in den anderen Stadien bisher, alles ist teurer, die Kartenhändler nehmen völlig überhöhte Preise, aber wenn man sich in die langen Schlangen stellt, braucht man 60 bis 90 Minuten um Karten zu bekommen, anstehen muss man sowieso – an den Sicherheitskontrollen, die streng und teils unfreundlich ablaufen. Die Sicht ist nicht überragend – egal wo – und baulich ist das Stadion auch eher eintönig. Es besticht nur durch schiere Größe mit seinen 100.000 Plätzen. Der Heimverein Club America spielte gegen Toluca – mehr als 35.000 Zuschauer waren das nicht und Toluca machte mehr Stimmung als das verwöhnte Affenpublikum von Club America. Toluca ging auch früh in Führung, doch aus Abseitsposition erzielte America den Ausgleich. In dem ganz guten, aber nicht herausragenden (für die Liga sogar unterdurchschnittlichen Spiel) verhinderte das einseitig zugunsten von Club America pfeifende Schiedsrichtergespann einen Sieg der Gäste. Natürlich ist es toll, mal diese bedeutsame WM-1970-Stätte, in der auch das „Jahrhundertspiel“ zwischen Deutschland und Italien stattfand, zu besuchen – aber sowohl Club America als Verein als auch das Aztekenstadion als Bauwerk sind überschätzt! Club América 1:1 Deportivo Toluca FC Statistik:
- Grounds: 2.285 (2; diese Saison: 73 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.467 (2; diese Saison: 83)
- Tourkilometer: 120 (120km Mietwagen)
- Saisonkilometer: 26.330 (15.760 Auto, davon 5.760 Mietwagen/ 9.600 Flugzeug/ 970 Fahrrad/ unter 10 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 13 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 640 Wochen.

W639V: Stadionbaukunst vom Feinsten – Junghengste gegen Roadrunner

Potros de la Universidad Autónoma del Estado
de México ........................................................... 2
Correcaminos de la Universidad Autónoma de
Tamaulipas ........................................................ 1
- Datum: Freitag, 2. November 2018 – Beginn: 19.00
- Wettbewerb: Liga Ascenso MX, Apertura (2. mexikanische Profifußballliga)
- Ergebnis: 2-1 nach 97 (48/49) Minuten – Halbzeit: 1-1
- Tore: 0-1 24. Gustavo Culma, 1-1 42. Antonio López, 2-1 68. Carlos Eduardo Jerónimo
- Gelbe Karten: Edgar Iván Solís (UAEM); Sergio Antonio Terán, Faber Cañaveral, Nestor Adriel Breitenbruch (UAT)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Estadio Universitario Alberto Chivo Córdoba (Toluca de Lerdo, Kapazität: 35.603, davon 3.603 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 2.5000 (davon 2.144 zahlende und keine Gästefans?)
- Unterhaltungswert: 8,0/10 Potros de la Universidad Autónoma del Estado de México 2:1 Correcaminos de la Universidad Autónoma de Tamaulipas Photos with English Commentary :
a) Football: UAEM vs. UAT
b) Mexico: State of Mexico
c) Morelos: Xochicalco
d) Death Cult

Von Tlaxcala aus ging es nach Xochicalco ins Bergland von Morelos. Diese u.a. von den Azteken bewohnte Ruinenstadt ist einer der spektakulärsten und sehenswertesten historischen Orte Mexikos. In einer herrlichen grünen, teilweise von Kakteen und Agaven durchzogenen Berglandschaft liegen die gut erhaltenen, weißen Steingebäude und -pyramiden sowie mehrere Ballspielplätze. Im benachbarten Museum findet man etliche sehenswerte Exponate. Mit 3,50€ pro Person ist das sehr billig!

Wir fuhren weiter durch die Berge von Morelos über Huitzilac, wo es eine interessante Kirche gibt, und Zempaola, das für sein Naturreservat mit vielen Seen auf 3.000m Höhe bekannt ist, nach Santa Martha. Auch da kamen wir nicht unter 2.000m. Denn selbst in Toluca, was wir danach aufsuchten, bewegt man sich auf gut 2.300m. Xochicalco In Toluca ging es bei 12 Grad und Regen direkt zum Stadion. Das ist eine der Sehenswürdigkeiten der Stadt. Aber nicht der moderne Neubau des Erstligisten, sondern die Universitätssportanlagen des Zweitligisten. Denn dort ist eine Stehtribüne an einen Felsen gebaut und bunt abstrakt bemalt worden. Der Felsen ist ebenfalls bemalt. Oben thront die Büste des Universitätsgründers und hinter den Toren wird die Tribüne immer niedriger. Die Haupttribüne hat ein Dach und moderne, aber toll mit dem Uniwappen verzierte Schalensitze zu bieten. Der Eintritt lag bei umgerechnet 10€. Für dieses Paradebeispiel von Stadionbaukunst (hier bei gutem Wetter von oben aufgenommen: https://en.wikipedia.org/wiki/Estadio_Universitario_Alberto_%22Chivo%22_C%C3%B3rdoba#/media/File:Estadio_Universitario_de_la_UAEMex_Alberto_%22Chivo%22_C%C3%B3rdoba.jpgv ) hätte ich auch gerne mehr gezahlt...

Auch hier war das Stadionessen wieder topp: Burger, Kartoffelecken und wie bei anderen größeren mexikanischen Vereinen bekam man Zeugs zum Platz gebracht. Die Getränkeverkäufer laufen nämlich durch die Reihen – die nerven aber etwas, da sie das aus während des Spiels machen: genauso ein amerikanischer Unsinn wie Werbeeinblendungen („die Ecke wird präsentiert von Firma XY“) und Sicherheitsdurchsagen („Notausgänge befinden sich am Ende der Treppen zum Spielfeld“) während der Partie...

Die Zweitligapartie bestritten hier zwei Mittelfeldteams. Die Junghengste der Autonomen Universität des Bundesstaates Mexiko (Potros de la UAEM) und die Roadrunner - Wegekuckuck (Geococcyx californianus), auch Großer Rennkuckuck oder Erdkuckuck - der Autonomen Universität des Bundesstaates Tamaulipas (Correcaminos de la UAT).

Anfangs bestimmte die Rennkuckucke die Partie, gingen auch 0:1 in Führung, doch nach einer halben Stunde fingen sich die Hengste und glichen vorm Pausenpfiff mit einem Nachschuss nach abgewehrtem Elfer aus. Nach der Pause lief es mehr auf das Tor der Gäste und die UAEM konnte noch ein schönes Tor zum nicht unverdienten 2:1 Sieg markieren. Potros de la Universidad Autónoma del Estado de México 2:1 Correcaminos de la Universidad Autónoma de Tamaulipas Statistik:
- Grounds: 2.283 (1; diese Saison: 71 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.465 (1; diese Saison: 81)
- Tourkilometer: 370 (370km Mietwagen)
- Saisonkilometer: 26.210 (15.640 Auto, davon 5.640 Mietwagen/ 9.600 Flugzeug/ 970 Fahrrad/ unter 10 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 11 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 640 Wochen.

Sonntag, 11. November 2018

W640IV: Geburtsstätte des mexikanischen Fußballs, Bergwerksbesuch und Stierkampf

Photos:
a) Mexico: Mining Town Real del Monte
b) Mexico: Death Cult
c) Bull Fight in Tlaxcala, Mexico
Mineral de Monte (aka Real de Monte) Am Donnerstag, dem Vorabend des Tags der Toten, besuchten wir eine weitere interessante Bergbaustadt in Zentralmexiko. Mineral del Monte, auch als Real del Monte bezeichnet. Wie der Name schon sagt, befindet sich die Kleinstadt in den Bergen. Diese sind im ganzen Bundesstadt Hidalgo mit 3.000km Stollensystemen zur Kohle-, Silber- und Goldgewinnung durchzogen. Da im 19./ 20. Jahrhundert auch viele Briten (Engländer, Waliser, Cornish) zum Bergbau kamen – meist unintegrierte Abenteurer – ist Real del Monte kulturell recht kurios und die Wiege des mexikanischen Fußballs. Das kleine Stadion eines Amateurvereins liegt landschaftlich klasse, doch das erste Fußballspiel Mexikos zu Beginn des 20. Jahrhunderts fand im Ortskern hinter einem der Bergwerke statt – heute ist dort leider ein Parkplatz, aber immerhin auch ein schickes Denkmal. Die Briten haben außerdem den neuen Lieblingssnack der mexikanischen Arbeiter eingeschleppt: Pastes (gefüllte Pasteten). Wir besichtigten außer dem Cornishen Friedhof die größte Mine von Real del Monte: Mina Acosta. Mit Führung dauert das gut 2 Stunden. Leider sind die Führungen ausschließlich auf Spanisch – es kommen allerdings auch nur wenige ausländische Touristen. Mineral de Monte (aka Real de Monte) Durch die lange Führung kamen wir in Tlaxcala erst zur zweiten Hälfte einer umstrittenen Kunstveranstaltung. Der Stierkampf – ja nach Art der bekämpften Stiere und dem Erfahrenheitsgrad der Kämpfer (Toreros/ Matadores) als Corrida (ältere Bullen) oder Novillada (jüngere Bullen unter 500kg) bekannt – ist kein Sport (deporte), sondern wird als Kunst (arte) in den wenigen Ländern, in denen er praktiziert wird, bezeichnet. Außer weiten Teilen Spaniens und Teilen Südfrankreichs sowie Portugals, gibt es das zweifelhafte Spektakel natürlich in vielen lateinamerikanischen Ländern. Faktisch ist zumindest in Mexiko der Stierkampf viel weniger umstritten als in Spanien, wo derlei mittelalterliche Traditionen bei einer bestimmten, europawärts gewandten liberalen und v.a. jüngeren Schicht Abscheu hervorrufen. So sind in Mexiko auch die Zuschauerzahlen nicht nur wegen der größeren Einwohnerzahlen höher. In der Stierkampfarena in Mexikostadt kommen auch mal 40.000 zu den wichtigsten Events – es ist weltweit die größte Stierkampfarena. Nummer zwei mit 25.000 Plätzen ist eine Anlage in Venezuela und erst die Nummer 3 mit 23.000 ist die größte Arena Spaniens (Las Ventas, Madrid).

Mit einer Novillada vor gut 1.500 Zuschauern in der 5.000 Leute fassenden Arena in Tlaxcala hatten wir da noch einen sehr kleinen Rahmen ausgesucht. Aber auch diese symmetrische und regelmäßig runde Arena mit angrenzendem Kirchturm und einem Arkadengang in den oberen Reihen hier in Tlaxcala lohnte allein wegen der Anlage das Kommen. Mir war schon bei einem Spanien-/ Portugal-Aufenthalt aufgefallen, dass allein von außen diese Arenen unheimlich ästhetisch sind. Innen sind diese auch um Klassen besser und schöner für das Zuschauerauge ausgestattet, als die meisten Sportanlagen. Viele Stierkampfarenen sind architektonisch und bauästhetisch in einer Liga mit Stadien wie Olympiastadion Stockholm, Haupttribüne Weinaupark Zittau oder Edelstahlkampfbahn Krefeld. Wer mehr sehen will, sollte einfach nur mal die Liste spanischer Plazas de Toros anschauen – einige sind völlig zurecht als Baudenkmal geschützt!  Novillada So viel zur Anlage... Zum Publikum: von kleinen Kindern bis Rentnern war hier alles vertreten. In Spanien sind es wohl überwiegend alte Männer, die dem Treiben folgen, doch hier in Mexiko gehen selbst junge Frauen oder Männer aller Bildungs- und Altersklassen zum Stierkampf. Sicher gibt es auch Gegner, aber die sind eher ruhig und können sich nicht so viel Presse sicher sein wie in Spanien und Europa. Ich hatte keine Lust, mir etwas von den „Fanständen“ zu holen, aber es war interessant zu beobachten, wie Kinder hier Plüsch-Stiere aussuchten oder junge Frauen Ohrringe mit Stiermotiven oder Ketten mit den typischen Schwertern, mit denen der Stier in der letzten Phase des Kampfes erlegt wird, kauften. Hätte ich diese Anhänger Khatereh oder Rama mitgebracht, hätten die mich erlegt... Trotz allseits bekannter und weitestgehend akzeptierter ritueller Schlachtungen von Tieren im Islam sind vor allem alle Musliminnen die ich kenne extrem angewidert vom Stierkampf – in einigen spanischen Ex-Kolonien wurde das Schlachtspektakel übrigens verboten, so z.B. in Marokko, wo es Stierkampf nur noch im weiterhin spanisch besetzten Melilla gibt, aber in Tanger durch königliches Dekret von Hassan II eben nicht mehr. Allerdings fress ich so nen Stier roh, wenn Hassan II das aus Tierliebe entschieden hat und nicht aus Hass auf alles Fremde v.a. alles mit den ehemaligen Kolonialherren Spanien und Frankreich in Verbindung stehende... 

Wo wir eben schon bei der Verbindung Stierkampf und Opferfest waren: dieser Stierkampf ist ja nichts anderes als eine rituelle Schlachtung. Man kann ja direkt froh sein, dass die Spanier gemäßigtere rituelle Schlachtungen eingeführt haben als die zuvor in Mexiko üblichen. Da wurden alle möglichen Tiere aber auch Menschen, mitunter nach Ballspielen, geschlachtet. Manche Leute behaupten, in Mexiko wäre der Stierkampf deshalb so beliebt, weil es einfach als eine Nachfolgetradition der aztekischen und Maya-Opferkulte erlebt wird. Oder böse ausgedrückt: weil in Mexiko halt der Tod etwas positiver betrachtet wird als anderswo und Gewalt eben mehr zum Alltag gehört. Bei aller Gewalt in Europa oder den USA, aber hat einer meiner Leser so etwas schon mal woanders als in Lateinamerika, Teilen Afrikas oder Asiens in den letzten Jahrzehnten gelesen: 170 Tote in einem Massengrab im Zusammenhang mit dem Drogenkrieg oder öffentlicher Lynchmord an vermeintlichen Kindesentführern?

Zurück zum Stierkampf selbst: so ein Kampf Mann gegen Stier dauert gut 20 Minuten. Nach Ankündigung wird ein wildgewordener Stier, der zuvor jahrelang gut behütet unter besten Bedingungen mit dem allerbesten natürlichem Futter in den tollsten Landgütern großgezogen wurde, in die Arena gelassen. Hinter hölzernen Schutzabsperrungen wedeln Assistenten des Stierkämpfers mit Tüchern um den Stier weiter anzuheizen. Dann hampeln diese Assistenten vor dem Stier herum, um sich dann hinter diese Schutzvorrichtungen zu retten. Zwei Lanzenreiter auf gepanzerten bzw. gepolsterten und mit Scheuklappen geblendeten Pferden reiten ein, der, der am nächsten dran ist, sticht den Stier mit seiner Lanze blutig. Dann geht es bald richtig los und der Torero betritt in einem barocken spanischen Kostüm den Ring. Er lockt den Stier an lässt ihn ins Leere laufen. Dann kommen zwei weitere Assistenten, die je zwei Dolche in den Rücken des Stieres rammen. Der Stier wird verzweifelter und der Torero lockt ihn weiter an und macht in dumm. Wenn der oft genug durch das Tuch gelaufen ist, bekommt er das Schwert vom Torero in den Nacken gestochen und bricht bestenfalls schnell tödlich getroffen zusammen. Immer wieder werden auch Toreros oder deren Assistenten verletzt, heute flogen auch zwei über den Stier drüber, blieben aber ohne Verletzungen. Selten wird ein Stier während des Kampfes begnadigt – wenn der Torero z.B. nicht mehr kann – aber meist wird das tote Vieh, nachdem ihm für den erfolgreichen Torero ein Ohr oder bei einer herausragenden Show der Schwanz abgeschnitten wurde, von Reittieren aus der Arena gezerrt und dann ins Schlachthaus gefahren. Dort wird der Stier zu Gelatine, Tierfutter und verzehrfertigem Fleisch verarbeitet. Sehr guter Artikel dazu hier: https://www.livescience.com/56488-what-happens-to-bulls-after-bullfight.html
Wegen diesem letzten, praktischen Aspekt finde ich Stierkampf gar nicht mal mehr so schlimm – würde ich mir in Spanien oder so in einer dieser tollen Arenen glatt noch mal angucken... Novillada Statistik:
- Tourkilometer: 570 (570km Mietwagen)
- Saisonkilometer: 25.840 (15.270 Auto, davon 5.270 Mietwagen/ 9.600 Flugzeug/ 970 Fahrrad/ unter 10 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)

Samstag, 10. November 2018

W640III: Bergbauorte in Zentral-Mexiko

Photos:
Mexico: GUANAJUATO, San Miguel de Allende
Mexico: DEATH CULT
Guanajuato Am Mittwoch besuchten wir einige weniger bekannte oder zumindest weniger von Touristen überlaufene Sehenswürdigkeiten im Zentrum Mexikos, die aber städtebaulich zum Besten des amerikanischen Kontinents gehören.

In San Miguel de Allende findet man einige schöne Kirchen und eine geschlossene Altstadtbebauung im spanischen Kolonialstil. Je näher man an Guanajuato kommt, desto gebirgiger wird es und desto mehr Bergbaueinrichtungen – oft nicht mehr in Betrieb – findet man.

Guanajuato selber ist besonders sehenswert aufgrund der landschaftlichen Lage, der vielen Bergbaueinrichtungen, dem unterirdischen Straßensystem und der kuriosen Museen, allen voran das Mumienmuseum, wo bizarre mumifizierte und teilweise skelettierte Leichen von den Friedhöfen der Stadt ausgestellt werden. Etliche Tote werden bzw. wurden nämlich in Steinkrypten bestattet, was deren Mumifizierung durch natürliche Gegebenheiten zur Folge hatte. Werden die Toten nicht von den Nachfahren nach Ende der kurzen Ruhezeiten beansprucht, gehen sie in den Besitz der Stadt und somit des Museums über. Dass eine Stadt seine Verstorbenen so ausstellt, findet man wahrscheinlich auch nur in Mexiko... Guanajuato Die Einstellung zum Tod ist in Mexiko seit alters her etwas gewöhnungsbedürftig. Die meisten Hochkulturen in dieser Region kannten vor und teilweise noch eine Weile nach Einfallen der Europäer Menschenopfer und hatten komplexe Vorstellungen von der Unterwelt. Heute mischen sich teilweise immer noch vorkolumbianische Traditionen mit konservativem Katholizismus/ allgemein Christentum. Geopfert werden dann zwar nur noch Tiere oder Lebensmittel, aber zu Allerheiligen und Allerseelen wird um den „Tag der Toten/ Dia de Muertos“ herum ein halloween-artiges Spektakel gemacht (das teilweise auch vom Halloween amerikanischer Prägung beeinflusst wird, obwohl es eine noch ältere Tradition hat) oder auch bei verstorbenen Verwandten auf dem Grab gepicknickt. In jedem Fall ist schon Tage vorher alles mit Altären, auf denen Lebensmittel geopfert und entsprechender Schmuck mit Todessymbolen angebracht wurde, und vielen comichaften Darstellungen von Skeletten oder Totenschädeln geschmückt.

Wir übernachteten am Rand von Guanajuato in einem Gutshof, der seinem Namen „Casa Grand/ Großes Haus“ alle Ehre machte. Nur 45€ für eine tolle Ferienwohnung! Aber auch hier fiel wieder auf: so wie es dunkel wird, wird aus Sicherheitsgründen erstmal alles verrammelt und man muss die Besitzer rausklingeln und sich zu erkennen geben, damit aufs Grundstück darf. Gegen 21 Uhr knallten auch mal einige Schüsse durch die Nacht, aber das klang nach Idioten, die mit Hilfe von Fahrzeugscheinwerfern und Gewehren in den Bergen Tiere jagten... San Miguel de Allende Statistik:
- Tourkilometer: 380 (380km Mietwagen)
- Saisonkilometer: 25.270 (14.700 Auto, davon 4.700 Mietwagen/ 9.600 Flugzeug/ 970 Fahrrad/ unter 10 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)

W640II: Mexikanischer Freistilringkampf

Consejo Mundial de Lucha Libre en la Arena México (Martes de Nuevos Valores)
- Datum: Dienstag, 30. Oktober 2018 – Beginn: 19.30
- Wettbewerb: Lucha Libre Show der CMLL (Consejo Mundial de Lucha Libre) im Rahmen der Reihe „Martes de Nuevos Valores“
- Ergebnisse: Stukita & Shockercito besiegten Pequeño Olímpico & Pequeño Nitro; Marcela & Lluvia & La Guerrera besiegten Tiffany & Seductora & La Comandante; Okumura besiegte Stigma; Tritón & Drone & Pegasso besiegten Dragón Rojo & El Sagrado & Misterioso; Negro Casas & Shocker & El Felino besiegten Atlantis & Rey Cometa & Black Panther und Niebla Roja & El Valiente & Titan besiegten Sanson & Cuatrero & Forastero
- Austragungsort: Arena México (Kapazität: 16.236 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 5.000
- Unterhaltungswert: 7,5/10 Consejo Mundial de Lucha Libre en la Arena México Photos with English Commentary :
a) Lucha Libre: Martes de Nuevo Valores en la Aréna México
b) Mexico: Estado de México

Von Córdoba aus fuhren wir auf die Hauptstadt zu. Die Mautgebühren wurden immer schlimmer – wie teuer die Straßenbenutzung in einem Land mit so geringem Einkommen und sonst niedrigen Lebenshaltungskosten sein kann, ist wirklich pervers! In Teotihuacan besichtigten wir einige Stunden die ausgedehnten und sehr von Touristen frequentierten Ruinen einer v.a. von den Azteken ausgebauten und genutzten Großstadt. Mit über 60m steht dort auch die höchste gut erhaltene Pyramide in Amerika. In einem anderen mexikanischen Ort befindet sich eine noch größere Pyramide überbaut und verfallen. Viele der Gebäude sind auch zumindest eingeschränkt begehbar – auch die große Pyramide bis hoch zur obersten Plattform. Man bekommt hier wirklich was geboten für den niedrigen Eintritt von 3,50€! Wir kauften auch noch ein paar Mitbringsel wie bunt bemalte Tonschädel und einen Sombrero. Teotihuacán Da Ferien waren, stellten sich die Verkehrsverhältnisse in Mexiko-Stadt als erträglich dar. Wir fanden gut zu einem Hotel im Stadtteil Doctores, in dem alle Straßen nach Gelehrten mit Doktortitel heißen, und gingen nach einem Essen in der Kette „Vips“ zum wenig akademischen Lucha Libre in die Arena Mexico. Die Halle ist gewaltig und fasst über 16.000 Zuschauer, was man dem außen unscheinbaren Bau erst einmal nicht ansieht. Wenn sich an den Kassen nicht gerade lange Schlangen bilden, sollte man wegen der deutlich erhöhten Preise nicht auf die Angebote der inoffiziellen Händler eingehen. Hier beim Lucha Libre fanden sich recht viele Ausländer ein. Vor allem US-Amerikaner und Japaner waren interessiert an dieser Sports-Entertainment-Variante, die im Prinzip wie Wrestling (in Japan „Puroresu“ genannt) funktioniert. Es gibt aber einige Besonderheiten, die Wrestling-Fans in den USA oder Europa nicht unbedingt kennen: die meisten Kämpfer sind maskiert; die Mehrheit der Moves sind Highflying-Aktionen, was Lucha Libre artistischer macht, aber dem Körperbau der meisten Luchadores geschuldet ist, der bei weitem nicht so gewaltig und massig ist wie bei einem durchschnittlich-durchtrainierten Ami oder Europäer; und die gängigste Kampfform ist 3 gegen 3, wobei nicht gleich beim ersten Pinfall (Caída) Schluss ist, sondern ein Team mindestens zwei Mal besiegt werden muss, sodass oft 3 Runden gekämpft wird.

Außer den üblichen Kämpfen durchtrainierter Männer gibt es oft auch Kämpfe von Frauen, Tunten (Exoticos/ weiblich kostümierten Männern mit homosexuellem Gehabe) und auch welche von Kleinwüchsigen oder zumindest unterdurchschnittlich großen Kämpfern (unter 1,60m), was in den USA und Europa weitestgehend abgeschafft wurde im Zuge politischer Korrektheit gegenüber Behinderten. Allerdings werden in Mexiko die Kleinwüchsigen nicht verhöhnt sondern gefeiert. Trotzdem war dieser erste Kampf der mit Abstand schlechteste des Abends. Der darauf folgende Frauenkampf war deutlich besser. Erst ab Kampf 3 wurde es aber richtig gut. Dieser war auf 10 Minuten und einen Pinfall begrenzt und ein Japaner gewann gegen einen Mexikaner. Kampf 4 war ein klassischer Tag-Team-Kampf und sehr sehenswert, in Kampf 5 gab es durch Dragón Rojo die besten Showeinlagen und in Kampf 6 als Main-Event noch die spektakulärsten Moves. Das ganze Spektakel kann man sich auch noch in voller Länge und ohne die Werbeeinblendungen, die man bei der Live-Fernsehübertragung immer bekommt, anschauen: https://www.youtube.com/watch?v=wM0LwSjPLS8 Consejo Mundial de Lucha Libre en la Arena México Statistik:
- Grounds: 2.282 (1; diese Saison: 70 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.464 (1; diese Saison: 80)
- Tourkilometer: 360 (360km Mietwagen)
- Saisonkilometer: 24.890 (14.320 Auto, davon 4.320 Mietwagen/ 9.600 Flugzeug/ 970 Fahrrad/ unter 10 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 10 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 640 Wochen.