Montag, 25. Juli 2016

W521VI: Alles was zu einem Pokalspiel dazugehört!

SG Arminia Blankenheimerdorf ............ 7
Sportfreunde Wüschheim-Büllesheim ... 8
- Datum: Sonntag, 24. Juli 2016 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Kreispokal Euskirchen (sogenannter Bitburger Kreispokal; Kreisliga C Euskirchen, Staffel 4; 10. und unterste Liga, 6. Amateurliga gegen Kreisliga B Euskirchen, Staffel 1; 9. Liga, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 7-8 nach 127 Min. und Elfmeterschießen (45/49/16/17) – Halbzeit: 0-3, Reguläre Spielzeit: 3-3, Verlängerung 5-5 (1-1/ 1-1), Elfmeterschießen: 2-3 (nach 6-6 Schützen)
- Tore: 0-1 11. Fritz Friedrich Hilgers, 0-2 28. Marco Schmitz, 0-3 44. Markus Beyer, 1-3 55. Jonas Klein, 2-3 75. Thorben Roth (Eigentor), 3-3 77. Sadialiou Diallo, 3-4 97. Fabian Pütz, 4-4 102. Marco Müller, 5-4 113. Lukas Neuwaldt, 5-5 120. Fabian Pütz, Elfmeterschießen: Arminia (Niklas Hirschberg) hält Ball von Sportfreunde (NN), Arminia (NN) schießt vorbei, Sportfreunde (NN) schießt drüber, 6-5 Daniel Schmidt, 6-6 Maximilian Hilgers, 7-6 Sebastian Jentges, 7-7 Fritz Friedrich Hilgers, Arminia (NN) trifft die Latte, Arminia (Niklas Hirschberg) hält Ball von Sportfreunde (NN), Sportfreunde (Sven Meyer) hält Ball von Arminia (NN), 7-8 Mehmet Simsek, Sportfreunde (Sven Meyer) hält Ball von Arminia (NN)
- Verwarnungen: Martin Buchmann, Daniel Schmidt, Marco Müller, Daniel Schmitz (Arminia); Marco Schmitz (Sportfreunde)
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Sportzentrum Blankenheimerdorf (Kap. 950, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 8,5/10 (Wirklich tolles Pokalspiel mit vielen dramatischen Wendungen und packenden Szenen: es fehlten nur die Stimmung und der Favoritensturz an den 10 Punkten!) Arminia Blankenheimerdorf 7:8pen. Sportfreunde Wüschheim-Büllesheim Photos with English Commentary:
a) Amateur Cup: Arminia Blankenheimerdorf lost to Sportfreunde Wüschheim-Büllesheim on penalty kicks
b) Sightseeing: Kolvenbach, Schönau, Vollmert, Falkenberg, Tondorf, Rohr, Ahrhütte, Schloßthal, Ripsdorf, Hüngersdorf, Blankenheim/ Eifel, Blankenheimerdorf, Frohngau, Holzmülheim

Ich fuhr erstmalig mit der Bahn bis Bad Münstereifel durch, stieg dort aufs mitgeführte Rad um und auf teils sehr steilen Straßen durch die Eifel. Auf dem Hinweg fuhr ich nach Karte, auf dem Rückweg vom Spiel in Blankenheimerdorf nach Radwegweiser. Die ADFC-Wegweiser kann man in die Tonne treten wie den ganzen scheiß Club – gut ist nur, dass man bei den idiotischen Bummelstrecken und dem Zickzackkurs über teils sehr schlechte Wege noch Sehenswürdigkeiten finden kann. In einigen Dörfern nahm ich etwas Landschaft oder Bebauung auf, wirklich interessant waren nur Tondorf mit seiner offenen Kapelle, Schloßthal mit der Burgruine Dollendorf und einer sehr prächtigen geöffneten Kapelle, Ripsdorf mit dem alten Fußballplatz der SG Ripsdorf-Dollendorf die nun in Dollendorf kickt, Blankenheim/ Eifel mit dem als Jugendherberge genutzten Burgschloss, einigen Fachwerkbauten und einer schönen Kirche, sowie Blankenheimerdorf mit einer ansehnlichen Kirche und auf dem Rückweg noch Frohngau, wo ebenfalls eine regelmäßig geöffnete und ansehenswerte (hier sogar sichtbar ältere) Kirche liegt. Damit habe ich, glaube ich, in den zwei Jahren in Bonn alle Sehenswürdigkeiten der Rureifel, die die sehenswerteste Ecke Nordrhein-Westfalens ist, abgegrast. Blankenheim In Blankenheimerdorf interessierte mich dann v.a. der Sportplatz, der ganz schön von Bäumen und Hügeln umstanden in einer Senke liegt. Eine nette Überdachung mit Vereinsschriftzug haben die auch – aber eine Tribüne ist das nicht. Man hat noch ein paar Bänke zum Sitzen, aber insgesamt sind – v.a. bei nur einem Schiri – 2€ Eintritt schon übertrieben. Aber man bekam da heute richtig was geboten dafür!

Die erste Halbzeit war dabei gar nicht so interessant. Blankenheimerdorf (letzte Saison Zweiter in der untersten Spielklasse) kam gegen Wüschheim-Büllesheim (im vorderen Mittelfeld eine Liga höher) gar nicht klar und geriet schnell durch einen haltbaren direkten Freistoß aus 40 Metern in Rückstand. Bis zur Pause stand es 0:3. Außerdem ein Abseitstor, das nicht zählte.

Nach dem Seitenwechsel zählte schon wieder ein Gästetor wegen Abseits nicht, diesmal aber eine grobe Fehlentscheidung: eindeutig eine neue Spielszene nach dem Pfostentreffer und ein Verteidiger hob auch noch das Abseits auf. Sofort danach ein Weitschuss zum 1:3. Dann machte der B-Ligist schlapp und kassierte einen Doppelschlag; v.a. das 3:3 des afrikanischen Arminen, dem einzigen Ausländer in der Heimelf, wurde groß bejubelt.

Verlängerung! Der Gästetrainer tönte groß rum wie schlecht der Gegner sei und dass man denen jetzt zwei Dinger einschenken müsse – nette Motivation, die 3:4 Führung klappte auch, aber dann schenkte Arminia den Sportfreunde zwei Dinger ein: 5-4. Erst mit viel Glück und Gewürge gelang der Ausgleich in der 120. Minute!

Nun also Elfmeterschießen. Wieder Geplärre auf der Sportfreunde-Bank, dass der – zugegebenermaßen wirklich aufgrund seines Übergewichtes mehrfach ungeschickt und unsicher agierende Blankenheimer Torwart – keinen flachen Ball halten könne und wehe einer würde hoch draufballern. Also was die mit dem ersten Schützen dann gemacht haben weiß ich nicht – hätten den gleich nach seinem unplatzierten halbhohen Schuss, den der Arminia-Torwart prompt abwehrte, mit ner Eckfahne eins überziehen sollen… Der Blankenheimer darauf schoss allerdings auch daneben. Der nächste Sportfreund aber sogar drüber. Erst dann saßen mal Elfmeter. 1:0, 1:1, 2:1, 2:2. Der nächste Armine verschießt, der nächste Sportfreunde auch, dann wieder der nächste Armine. Dann trifft ein Einwechsler von Wüschheim-Büllesheim zum 7:8 und der afrikanische Armine schießt den schlechtesten Elfer von allen zum Schluss. Nachdem er mit seinem 3:3-Ausgleich seine Truppe im Rennen hielt, vergab er es im Elfmeterschießen leider. Ganz knappes Ding also für Wüschheim-Büllesheim: nicht unverdient, aber bei so einem mangelhaften Auftritt wäre ein Ausscheiden auch gerechtfertigt gewesen. Insgesamt gesehen ein sehr spannendes Spiel und so gut wie alles, was zu einem Pokalspiel dazu gehören sollte, bekam man geboten! Arminia Blankenheimerdorf 7:8pen. Sportfreunde Wüschheim-Büllesheim Statistik:
- Grounds: 1.679 (heute 1; diese Saison: 264 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.739 (1; diese Saison: 303)
- Tageskilometer: 190 (100km Bahn, 90km Rad)
- Saisonkilometer: 64.620 (41.690 Auto, davon 6.450 Mietwagen/ 10.130 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 9.120 Flugzeug/ 3.480 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 3 [letzte Serie: 70, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 521 Wochen.

W521V: Testkicks am Niederrhein

Rather SV ................................................. 1
TSV 05 Ronsdorf ...................................... 0
- Datum: Samstag, 23. Juli 2016 – Beginn: 17.00
- Wettbewerb: Testspiel (Landesliga Niederrhein; 6. Liga; 2. Amateurliga gegen Bezirksliga Niederrhein; 7. Liga, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-0 nach 88 Min. (45/43) – Halbzeit: 1-0
- Tor: 1-0 10. Bojan Katic
- Verwarnungen: Astrit Hyseni (Rath); Denis Levering (Ronsdorf)
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Waldstadion Rath, Kunstrasen (Kap. 1.520, davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 50 (davon keine Gästefans?)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Durchschnittsspiel)

TuS 06/20 Gellep-Stratum ...................... 5
Crefelder SV Marathon 1910 ................. 1
- Datum: Samstag, 23. Juli 2016 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Testspiel im Rahmen der Krefelder Stadtmeisterschaft (Kreisliga A Krefeld-Kempen; 8. Liga; 4. Amateurliga gegen Kreisliga B Krefeld-Kempen, Staffel 2; 9. Liga, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 5-1 nach 91 Min. (45/46) – Halbzeit: 1-1
- Tore: 1-0 15. Serdar Aytekin, 1-1 27. Guliano Dörper, 2-1 53. Serdar Aytekin, 3-1 56. Serdar Aytekin, 4-1 88. Serdar Aytekin, 5-1 90. Serdar Aytekin
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Sportplatz Horkesgath (SuS Krefeld; Kap. 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 90 (davon je ca. 15 Fans der beteiligten Teams)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Durchschnittsspiel)

SG Kaarst 1912/35 ................................... 0
TSV Meerbusch ....................................... 0
- Datum: Samstag, 23. Juli 2016 – Beginn: 11.00
- Wettbewerb: Testspiel (Bezirksliga Niederrhein, Gruppe 2; 7. Liga; 3. Amateurliga gegen Oberliga Niederrhein; 5. Liga, 1. Amateurliga)
- Ergebnis: 0-0 nach 89 Min. (45/44) – Halbzeit: 0-0
- Tore: Null
- Verwarnungen: 1x Kaarst, 1x Meerbusch
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Stadion am Kaarster See (Kap. 2.020, davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 3,0/10 (Durch Meerbusch ansich ganz gutes Spiel, aber eben torlos bis zum Schluss) SG Kaarst 0:0 TSV Meerbusch Photos with English Commentary:
a) Pre-Season in Kaarst: SG Kaarst v TSV Meerbusch
b) Pre-Season in Krefeld: Gellep-Stratum v CSV Marathon
c) Pre-Season in Düsseldorf: Rather SV v TSV Ronsdorf
d) Sightseeing: Haus Fühlingen Ruined Estate (Cologne)

Was besseres als Testkicks in der Region Niederrhein fand ich an diesem Samstag nicht. Normalerweise finden ja samstags auch keine Männerspiele statt, deshalb fing ich mit meiner Tour in Kaarst am Kaarster See an. Das Stadion dort ist sehr weitläufig, hat auf einer Seite einen dreistufigen Ausbau. Schön grün ist dort alles, besonders interessant andererseits aber nicht. Das Spiel war auch alles andere als interessant: der Bezirksligist von der SG Kaarst machte das Spiel kaputt, der Oberligist aus Meerbusch war zu blöd, den Klassentieferen mit 4:0, 5:0 auseinanderzunehmen. So blieb es mit drei Pfostentreffern der Meerbuscher und vielen vergebenen Chancen – davon auch zwei, drei billige Konter der Gastgeber – beim 0:0. Meinem ersten nach 70 Spielen. Mal schauen, ob ich jemals meinen Rekord von 178 Spielen ohne 0:0 überbiete oder gar die 200 knacke… TuS Gellep-Stratum 5:1 Marathon Krefeld Weiter nach Krefeld, schön beim „Restaurant Planet“ nen Iskender Kebab essen und dann auf den ausbautenlosen aber recht idyllischen Platz von SuS Krefeld in Krefeld-Horkesgath. Dort wurde die Stadtmeisterschaft ausgetragen. 4 Spiel für 3€ (ermäßigt 2€) – mir reichte ein, um 14 Uhr zwischen Marathon Krefeld und TuS Gellep-Stratum. Der Höherklassige ging in Führung, die Marathonathleten glichen aus und nach der Pause schoss genau der Spieler, der den Torreigen eröffnet hatte, noch vier weitere Treffer zum 5:1 für seine Gelleper. Sportfreund Aytekin war schon extrem treffsicher! Ich erhob mich dann von der verrotteten und halb zugewucherten Holzbank am Spielfeldrand und fuhr nach Willich. Die Wichser in Willich kickten aber auf ihrem bekackten Nebenplatz, weswegen ich ein in Mönchengladbach angedachtes viertes Spiel (war eh nicht interessant) sausen ließ und umplante. Zum Glück gibt es Smartphones… Rather SV 1:0 TSV 05 Ronsdorf In Düsseldorf-Rath angekommen, wurde zwar – wie angesetzt, im Gegensatz zur falschen Ansetzung in Willich – auch auf dem Kunstrasen gespielt, aber der ist mit seiner kleinen Stehtribüne und dem ollen Sportlerheim und den ganzen Bäumen drumherum ganz schön. Das Spiel war jetzt auch wieder nicht so der Bringer, immerhin ein schnelles Tor durch einen gewaltigen Freistoß für Rath, und dann Rath und auch der eine Liga drunter spielende Gast aus Ronsdorf mit ein paar Chancen, aber es blieb beim 1:0. In dieser Saison sollte das das häufigste Ergebnis sein…

Auf dem Rückweg nahm ich wieder eine Bummelstrecke, da die ganzen NRW-Idioten wieder die Autobahnen verstopften. So kam ich am Haus Fühlingen vorbei, einem verfallenen Gutshaus mit Busanschluss. Die Bruchbude sollte seit 2013 von einer halbseiden wirkenden Investmentfirma saniert werden – bis jetzt tut sich nichts und der aktuellste Artikel zu dem „Spukschloss“ ist genau ein Jahr alt. Im Gegensatz zum Artikel in der Kölner Regionalzeitung kann von „bald geht’s los“ keine Rede sein – das „Kleinod“ ist auch mehr eine hässliche Hütte von unterdurchschnittlicher historisierender Qualität. Aber eigentlich auch OK wenn Haus Fühlingen verfällt: diese privaten Schlösser mit neureichen Besitzern sind mir eh zuwider – entweder als Museum oder in anderer Nutzung zumindest teilöffentlich machen oder halt verfallen lassen; selbst letzteres ist besser als diese asoziale Wegschließerei von Kulturgut wie es fast überall in NRW und Rheinland-Pfalz so seuchenmäßig auftritt. Haus Fühlingen Statistik:
- Grounds: 1.678 (heute 3; diese Saison: 263 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.738 (3; diese Saison: 302)
- Tageskilometer: 210 (210km Auto)
- Saisonkilometer: 64.430 (41.490 Auto, davon 6.450 Mietwagen/ 10.030 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 9.120 Flugzeug/ 3.390 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 2 [letzte Serie: 70, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 521 Wochen.

W521IV: Zum Aufwärmen reicht schon der Fußweg von der Umkleide zum Platz

Dünnwalder Sport Club 1929 ................. 2
S.C. Köln-Mülheim Nord 1919 ............... 2
- Datum: Freitag, 22. Juli 2016 – Beginn: 19.30
- Wettbewerb: Testspiel (Kreisliga C Köln, Staffel 3; 10. Liga, 6. Amateurliga gegen Kreisliga A Köln; 8. Liga, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-2 nach 90 Min. (46/44) – Halbzeit: 0-0
- Tore: 1-0 65. Marco Stadge, 2-0 67. Tobias Linke, 2-1 80. Markus Kurth, 2-2 85. Ufuk Ekim
- Verwarnungen: Schiri hatte keine Karten dabei
- Platzverweise: Zwangsauswechslung Kevin Hemmler von Mülheim (55. wg. Schiedsrichterbeleidigung)
- Austragungsort: Sportanlage Dünnwalder SC/ Im Lohnskotten (Kap. 1.050, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 25 (davon ca. 8 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Spiel brauchte lange um in Fahrt zu kommen, war dann aber packend) Dünnwalder SC 2:2 SC Köln-Mülheim Nord (Pre-Season) Photos with English Commentary:
Pre-Season in Cologne: Dünnwald v Mülheim Nord

Diese Woche steht irgendwie im Zeichen von Testspielen im Wald: Nicht nur im Rhein-Ahr-Kreis, sondern auch am Rande der Großstadt Köln finden sich Waldstücke mit kuriosen Fußballplätzen. So wie in Köln-Dünnwald. Steigt man in der Odenthaler Straße aus der Bummelbahn aus, läuft man ein paar Hundert Meter zum Sportlerheim mit den Umkleiden am Waldrand und dann einen guten Kilometer auf breiten Schotterwegen in den Wald hinein. Auf einer Lichtung liegt ein mieser Hartplatz, schön von den Bäumen umgeben, mit originellen Sitzgelegenheiten – aus Paletten und Baumstämmen zusammengezimmert – versehen.

Der Dünnwalder SC testete heute gegen den zwei Klassen höher spielenden SC Mülheim Nord, der aber wohl einige Akteure ihrer II. Mannschaft auflaufen ließ. Jedenfalls war der Gastgeber in einer mäßigen ersten Hälfte besser und aktiver. Kurios war dann die zweite Hälfte: Mülheim machte Druck, traf nicht, maulte viel rum. Der Schiri hatte in der Tat einige Fehlentscheidungen (v.a. bei Ausbällen) getroffen, aber wenn man den mit „willst du mich verarschen“ anbrüllt, muss man sich nicht über einen Platzverweis wundern. Da er keine Karten dabei hatte, ordnete er einfach eine Auswechslung von diesem vorlauten Kevin mit der Nummer 13 an. Doch auch weiter zu elft, gelang Mülheim nichts. Also provozierten sie noch einen Platzverweis: Nach 65 Minuten die erste Chance für Dünnwald in Hälfte zwei; Heber über den Torwart, Handabwehr eines Verteidigers auf der Linie – aber keine Karte, nur Elfer. Der wurde lässig verwandelt. Nur wenige Minuten später das 2:0. Danach war aber nur noch der Gast am Drücker und würgte nach und nach (u.a. mit einem Flugkopfball aus vier Metern) den Ausgleich rein. Insgesamt gesehen ein gerechtes Resultat. Aber dem Schiri kann man nur raten, auch bei einem Freundschaftsspiel Karten mitzunehmen: bei der Prolltruppe von Mülheim Nord kann man auch bei einem Testspiel mal einen mit Rot runter schicken... Dünnwalder SC 2:2 SC Köln-Mülheim Nord (Pre-Season) Statistik:
- Grounds: 1.675 (heute 1; diese Saison: 260 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.735 (1; diese Saison: 299)
- Tageskilometer: 100 (100km Bahn, Straßenbahn)
- Saisonkilometer: 64.220 (41.280 Auto, davon 6.450 Mietwagen/ 10.030 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 9.120 Flugzeug/ 3.390 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 70 [letzte Serie: 97, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 521 Wochen.

Freitag, 22. Juli 2016

W521III: Torreiches Testspiel mitten im Wald

FC Luzencia Niederlützingen 1919 ........ 2
Turn- und Sportverein Rodenbach ........ 8
- Datum: Donnerstag, 21. Juli 2016 – Beginn: 19.30
- Wettbewerb: Testspiel (Kreisliga D Rhein-Ahr; 11. und unterste Liga, 7. Amateurliga gegen Kreisliga C Westerwald-Wied; 10. Liga, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-8 nach 91 Min. (46/45) – Halbzeit: 2-2
- Tore: 0-1 11. (13), 1-1 15. (8), 1-2 40. (18), 2-2 41. (8), 2-3 62. (6, Foulelfmeter), 2-4 65. (6), 2-5 71. (14), 2-6 78. (9), 2-7 83. (7), 2-8 87. (9)
- Verwarnungen: Nr. 6 (Rodenbach)
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Sportplatz an der Kapp (Kap. 500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 45 (davon ca. 6 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Ziemlich kopfloses Gebolze, aber viele Torszenen und Tore!) FC Luzencia Niederlützingen 2:8 TuS Rodenbach Photos with English Commentary:
Pre-Season: Luzencia Niederlützingen lost to TuS Rodenbach

Mal wieder mittags in der Uni, dann eine ordentliche Radtour am Abend: wie am Dienstag auch schon, ging es in den Rhein-Ahr-Kreis, erst den Rhein entlang und dann ein Tal ein Stück hoch zu einem tollen Fußballplatz. Diesmal ging es ein paar Täler weiter südlich als Dienstag und vor dem mir bekannten Gönnersdorf über unbefestigte Waldwege auf eine baumumstandene Bergkuppe oberhalb von Niederlützingen. Weit außerhalb des Dorfes, sowohl mit dem Dorf als auch mit Gönnersdorf nur über Pisten verbunden, liegt da ein schöner Hartplatz mit kleinem Kabinengebäude mitten im Wald.

Hier spielt der FC Luzencia Niederlützingen Kreisliga D. Die nicht existente II. Mannschaft von TuS Rodenbach entpuppte sich als die I., die in der zweiten Halbzeit den Gastgeber standesgemäß als Klassenhöherer auseinander nahm. Nachdem Niederlützingen in Hälfte eins zwei Mal wieder kam: 1-0, 1-1, 2-1, 2-2, kassierten sie nach dem Seitenwechsel Tor um Tor. Beim 2:8 waren schon einige kuriose Dinger dabei: Kopfball aus 30cm nach Bogenlampenquerschläger, diverse missglückte Rettungsaktionen, wildes Gebolze... Aber ein sehenswertes Spiel war das schon! FC Luzencia Niederlützingen 2:8 TuS Rodenbach Statistik:
- Grounds: 1.674 (heute 1; diese Saison: 259 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.734 (1; diese Saison: 298)
- Tageskilometer: 80 (80km Rad)
- Saisonkilometer: 64.120 (41.280 Auto, davon 6.450 Mietwagen/ 9.120 Flugzeug/ 9.930 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 3.390 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 69 [letzte Serie: 97, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 521 Wochen.

Donnerstag, 21. Juli 2016

W521II: Luxemburgischer gegen aserbaidschanischer Meister

F91 Diddeleng ........................................... 1
Qarabaǧ Futbol Klubu Aǧdam (Baku) .. 1
- Datum: Mittwoch, 20. Juli 2016 – Beginn: 18.00
- Wettbewerb: UEFA Champions League, 2. Qualifikationsrunde, Rückspiel (Nationaldivisioun/ sogenannte BGL Ligue; 1. Luxemburgische Liga, Profi- und Halbprofiliga gegen Azərbaycan Premyer Liqası; 1. Aserbaidschanische Liga, Profiliga)
- Ergebnis: 1-1 nach 99 Min. (47/52) – Halbzeit: 0-0
- Tore: 1-0 72. N’Diaye, 1-1 94. Reynaldo
- Verwarnungen: Dikaba, Pokar (F91); Diniyev, Míchel, Hüseynov, Sadıqov (Qarabaǧ)
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Stade Jos Nosbaum (Kap. 2.200; davon 1.800 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 1.200 (davon 891 zahlende und ca. 200 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,5/10 (Gutes, sehr spannendes und unterhaltsames Spiel) F91 Diddeleng 1:1 Qarabaǧ Aǧdam Photos with English Commentary:
a) Champions League: F91 Dudelang v Qarabag Agdam (Qualifying Round in Luxembourg)
b) Luxembourg Sights: Stolzembourg, Putscheid, Bivels, Diekirch Military Musum, Beaufort, Kippiglay

An diesem Mittwoch ergab sich noch einmal nach Luxemburg zu fahren. Diesmal kam Moritz mit und da er nur zwei Mal kurz im Großherzogtum war und wenig dort kannte, besichtigten wir erstmal einiges. Wir passierten die Grenze im sehenswerten Dorf Stolzembourg (Schloss, Kirche, Kapellenturm), fuhren weiter nach Biwels (tolle Lage im Tal der Our) und besuchten das Militärhistorische Museum in Diekirch, das für 5€ Eintritt sehr gut und ausführlich gemacht ist und diverse Exponate aus der Militärgeschichte Luxemburgs – von der Handgranate bis zum Panzer – bietet. Über Beaufort und den Kippiglay (Felsformationen) ging es nach Echternach. Über Mondorf-les-Bains kamen wir nach Diddeleng, wo wir das Stadion geschickt von oben anfuhren und am Hundesportplatz im Schatten parkten: von dort muss man zwar knapp 10 Minuten laufen, aber ein Schattenparkplatz bei 35 Grad ist schon nicht schlecht. Diekirch Military Museum Im Schatten zu sitzen machten wir beim Spiel natürlich nicht, es war so schon teuer genug. 20€ für die Gegentribüne ist asozialer Wucher, den sich so nur der Rekordmeister bei der Championsleague herausnimmt. Euroleague in Deifferdeng hat nur die Hälfte gekostet. Tribüne wäre 25€ gekommen. Insgesamt gesehen ist das Stadion natürlich einen Besuch wert: schöne Hanglage, Wasserturmblick, kleine überdachte Tribüne mit schöner Uhr, steile Gegentribüne, verbaute Buvette…

Der luxemburgische Meister, trainiert von Klaus Toppmöllers Sohn Dino Toppmöller, traf nun im Rückspiel vor einer dürftigen und von den Gästefans dominierten Atmosphäre, auf den aserbaidschanischen Meister. Karabaǧ FK stammt ursprünglich aus Aǧdam in Bergkarabach, was heute eine verminte und zerschossene Geisterstadt ist, aus der alle Azeris von den Armeniern vertrieben wurden. Der Verein ist seit dem Bergkarabachkrieg (oft beschönigend als Bergkarabach,,konflikt“ bezeichnet) in Baku ansässig.

Das Hinspiel endete mit 2:0 für die Aserbaidschaner und in den ersten 25 Minuten bestimmten diese auch das Spiel nach Belieben: F91 völlig überfordert und in allen Belangen unterlegen. Danach ließ der Gast die Partie aber schleifen und die Luxemburger kamen etwas in Fahrt. Ein Elfmeter wurde etwas billig herausgeholt – aber dann vom Gästetorwart gehalten. Nach dem Seitenwechsel weiterhin F91 aktiver und der Gast auf 0:0 aus. Allerdings hatten die schottischen Schiris wohl eine Wette laufen, wie viele Spiele ohne 0:0 sie schaffen; nach einem Handspiel eines Luxemburger Stürmers wird der Ball drei Mal aufs Tor gebracht, dabei auch auf der Linie abgewehrt und mindestens der Linienrichter will den Ball über der Linie gesehen haben. So wird das Tor gegeben, was nun zu einem offenen Schlagabtausch führt: F91 will das 2-0 für die Verlängerung, der Gast mit dem Ausgleich alles klar machen. Mit wenig Aufwand gelang es dann den Aserbaidschanern auch in der extrem langen Nachspielzeit das 1:1 zu schießen. Die Leistung von Qarabaǧ war nicht sonderlich ansprechend, aber zweifelsohne deutlich professioneller als die von F91, die sicherlich verdient ausschieden. F91 Diddeleng 1:1 Qarabaǧ Aǧdam Statistik:
- Grounds: 1.673 (heute 0; diese Saison: 258 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.733 (1; diese Saison: 297)
- Tageskilometer: 480 (480km Auto)
- Saisonkilometer: 64.040 (41.280 Auto, davon 6.450 Mietwagen/ 9.120 Flugzeug/ 9.930 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 3.310 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 68 [letzte Serie: 97, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 521 Wochen.

W521I: Testspiel in idyllischer Lage

BSC 1931 Unkelbach ............................... 6
TG Jahn Namedy 1910 ............................ 1
- Datum: Dienstag, 19. Juli 2016 – Beginn: 19.30
- Wettbewerb: Testspiel (Kreisliga C, Ahr; 10. Liga, 6. Amateurliga gegen Kreisliga C Mayen; 10. Liga, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 6-1 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 3-0
- Tore: 1-0 9. (18), 2-0 20. (18), 3-0 43. (18), 4-0 48. (5), 5-0 50. (5), 5-1 71. (11), 6-1 73. (14)
- Verwarnungen: 2x Nr. 13 (Unkelbach)
- Platzverweise: Nr. 13 von Unkelbach (82. Min. Gelb-Rot wg. Foul + Meckern)
- Austragungsort: Sportplatz auf der Pösch (Kap. 850, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 20 (davon keine Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Natürlich alles andere als ein Spitzen-Amateurspiel, aber viel Bewegung und viele Torszenen) BSC Unkelbach 6:1 Jahn Namedy Photos with English Commentary:
Pre-Season: BSC Unkelbach v TG Jahn Namedy

Fährt man zwischen Oberwinter und Remagen gegenüber von Unkel vom Rhein weg ein Bachtal hoch, kommt man nach Unkelbach. Das uninteressante aber schön gelegene Dorf hat seit 1931 einen Sportverein und seit 1932 einen wirklich schönen Sportplatz. OK, der staubige, leicht sandige und sehr holprige Aschenbelag ist nicht so schön – aber die Lage am Hang, ganz eng zwischen Bach, Bäume, Häuser und Graswall ist klasse. Aber das kommt dabei raus, wenn ein Betriebsleiter eines Steinbruchs einen Fußballplatz anlegen soll: topp!

Ich schaute mir von der obersten Reihe, die sich aber noch deutlich unterhalb der Bäume auf dem Gipfel befindet, das Testspiel zweier C-Ligisten (unterschiedliche Staffeln desselben Landkreises) an. Bei freiem Eintritt lieferten der Ballspielclub Unkelbach und die Turngemeinde Jahn Namedy ein sehenswertes Spiel ab. Klar: viele Fehlpässe, Probleme mit dem holprigen Platz, Probleme bei der Ballannahme (die so auch bei besten Platzverhältnissen aufgetreten wären) – aber v.a. viele Torszenen und gut Bewegung! Der Gast aus Namedy – soll ein keltischer Name sein, also nicht französisch „Nohmädieh“ oder so aussprechen – wirkte überhaupt nicht eingespielt und ist auch eine zusammengeworfene Truppe aus der ehemaligen II. Mannschaft, einer fast kompletten weiteren Mannschaft aus einem anderen Dorf und ein paar Flüchtlingen, die wohl nie in einem Verein oder eben nur auf Kreisebene in Syrien oder so gespielt haben. Da hatte Unkelbach, die wohl schon länger so zusammenspielen, leichtes Spiel. Allein der 18er mit seinem Hattrick bis zur Pause entschied das Spiel für seine Jungs. Nach der Pause gleich das 4:0 und 5:0 durch einen anderen Spieler. Der Ehrentreffer von Namedy wurde gleich mit dem 6:1 Endstand beantwortet. Kurios war dann kurz vor Schluss ein kaum gelbwürdiges Foul eines Unkelbachers, der dann aber blöd rummeckerte und deshalb vom Feld gestellt wurde. Eigentlich hat Sportfreund Heydecke eine souveräne Partie geliefert: der hat alle Regelverstöße gesehen und geahndet – aber manchmal hat er zu viele Regelverstöße sehen wollen; wenn man dauernd im Zweifel abpfeift (Abseits bei gleicher Höhe, minimale Berührungen als Fouls) tut das dem Spiel nicht unbedingt gut… BSC Unkelbach 6:1 Jahn Namedy Statistik:
- Grounds: 1.673 (heute 1; diese Saison: 258 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.732 (1; diese Saison: 296)
- Tageskilometer: 50 (50km Rad)
- Saisonkilometer: 63.560 (40.800 Auto, davon 6.450 Mietwagen/ 9.120 Flugzeug/ 9.930 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 3.310 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 67 [letzte Serie: 97, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 521 Wochen.

Montag, 18. Juli 2016

W520VII: Motorradrennen auf dem Nürburgring

Metzeler Reinoldus Langstreckencup
- Datum: Sonntag, 17. Juli 2016 – Beginn: 11.20
- Wettbewerb: Nationales sechsstündiges Jedermann-Motorradrennen (Profis, Halbprofis, Amateure und Nachwuchsfahrer/ Teamwettkampf)
- Ergebnisse: siehe Veranstalterseite http://www.rl-cup.de/index.php?option=com_content&view=article&id=97&Itemid=54
- Austragungsort: Nürburgring, Grand-Prix-Strecke (Kap. 120.000, davon 90.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 100-300
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Packender und sehenswerter Sport, hier natürlich keine so professionelle Serie und Organisation) Metzeler Reinoldus Langstreckencup Photos with English Commentary:
Motorbike Racing: Endurance Cup (Amateurs and Rookies)

Es gibt noch den ein oder anderen Motorsport, den ich noch nicht gesehen habe. Bei den Motorradsportarten – die mir übrigens besonders lieb sind, da sich mit Motoball der genialste Motorsport überhaupt (Anfang August gibt es ausführliche Berichte und Bilder von der EM, die vom 26.-31.7. stattfindet) und mit Trial eine sehr sehenswerte, aber auch mit Motocross und Speedway sehenswerte Sportarten darunter befinden – fehlte mir noch das ganz klassische Motorradrennen: Also der Wettkampf um die schnellste Zeit auf einer Rennstrecke (Rundkurs). Andere Spielarten des Rennens wie Straßenmotorradrennen (ich sag nur Tourist Trophy, Isle of Man) oder Bergrennen (nicht zu verwechseln mit Hillclimbing, was aber auch noch interessant wäre) sind da wiederum andere Motorradsportarten, die sich klar voneinander unterscheiden.

Also zum Motorradrennen heute: Der Lauf des Metzeler Reinoldus Langstreckencups, einer Rennserie für Jedermann, an der wohl vor allem Amateure und Nachwuchsfahrer (Rookies) aber auch ein paar Profis und Halbprofis teilnehmen, fand auf dem Nürburgring statt. Dort wurde nur die Grand-Prix-Strecke benutzt und man konnte kostenlos bei guter Sicht die Tribüne vor der Zielgeraden (dort war ich noch nie bei den anderen Besuchen des Nürburgrings, da die überdachte Tribüne sonst sehr teuer ist), Stehplätze an dem Parkplatz im Innenbereich und die Tribüne 12 (da saß ich beim Truckrennen schon stundenlang, da die Sicht auf eine lange Gerade und eine darauffolgende gefährliche Bergaufkurve toll ist) nutzen. So richtig Bescheid, welche Tribünen offen sind, wusste aber weder an der Infotheke noch von den Parkordnern jemand; die konnten einen nur in die ungefähre Richtung deuten, was bei der Frage, ob T4 oder auch T3 offen ist, schon einige hundert Meter Laufweg zur Folge hat, wenn die T3 doch zu ist… Infos zu Fahrern waren auch keine zu bekommen.

Trotzdem lohnte das Kommen fürs Rennen, denn nach dem spektakulären Le-Mans-Start (die Fahrer befinden sich auf der anderen Seite des Startbereiches und rennen zu ihren von Kollegen gehaltenen Motorrädern und starten dann durch: aus Sicherheitsgründen bei Autorennen eigentlich abgeschafft und mittlerweile bei Motorradrennen auch selten geworden) wurde gleich voll durchgezogen. Hier fuhren einige schon mal die Gerade mit 300km/h entlang. In die Kurven wurde sich auch toll gelegt mit Knie am Boden. Stürze habe ich nur einen gesehen: in der oben genannten gefährlichen Bergaufkurve wurde einer touchiert und rutschte ins Kiesbett – zum Glück nichts passiert, aber natürlich ausgeschieden. Schade war, dass den Zieleinlauf um etwa 17.30h nur noch knapp 100 Zuschauer verfolgten. Die bescheuerten Motorsportfans gehen wohl nach dem Motto: was nichts kostet ist nichts. So wenige Zuschauer wie bei dem Rennen hab ich auf dem Ring noch nie gesehen. Also ich würde nicht die schweineteuren Moto-GP-Eintrittskarten lösen um ein solches Rennen zu sehen: der kostenlose Reinoldus-Langstreckencup reicht völlig! Metzeler Reinoldus Langstreckencup Statistik:
- Grounds: 1.672 (heute 0; diese Saison: 257 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.731 (1; diese Saison: 295)
- Tageskilometer: 120 (120km Auto)
- Saisonkilometer: 63.5110 (40.800 Auto, davon 6.450 Mietwagen/ 9.120 Flugzeug/ 9.930 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 3.260 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 66 [letzte Serie: 97, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 520 Wochen.

W520VI: Amerikanischer Fußball in Düsseldorf

Düsseldorf Panther (AFC Düsseldorf) 14
Berlin Rebels (SSC Charlottenburg) .. 36
- Datum: Samstag, 16. Juli 2016 – Beginn: 17.00
- Wettbewerb: German Football League (GFL; 1. Deutsche American-Football-Liga; Halbprofi- und Amateurliga)
- Ergebnis: 14-36 nach 48 Min. (4x12) bzw. 150 Min. Gesamtzeit (Ende 19.30h) – Quarters: 8-8, 6-14, 0-6, 0-8
- Statistik: siehe Scoresheet GFL http://www.gfl.info/text.php?Inhalt=spielplan&Liga=GFL&menu=61&HP=GFL
- Austragungsort: Stadion in der Bezirkssportanlage Karl Hohmann (Kap. 7.000, davon 1.200 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 750 (davon ca. 20 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Bis ins dritte Viertel hinein spannend, aber beim Ami-Fußball gibt es einfach keinerlei Spielfluss: 5 Sekunden Action, 45 Sekunden Pause…) Düsseldorf Panther 14:36 Berlin Rebels (German Football League) Photos with English Commentary:
a) American Football League Germany: Düsseldorf Panther vs. Berlin Rebels
b) Niederrhein Sightseeing: Benrath Palace (Düsseldorf)

Eigentlich mag ich das American Football Geeiere gar nicht besonders. Auch der Super Bowl im Fernsehen riss mich wirklich nicht vom Stuhl. Das eine Live-Spiel im Stadion – Dresden Monarchs gegen irgendwen so um 2007 herum – war mäßig interessant. Zum einen finde ich, sollte man die Sportart nicht nach der Länge des Balles (1 Foot) benennen, sondern nach Spielweise und Spielgerät: das wäre dann „Hand Egg“ – und zum anderen könnte man mal darauf kommen, die Partie nicht alle 5 bis 10 Sekunden für mindestens 30 Sekunden zu unterbrechen. Wenn man schon Rugby abwandelt, dann bitte so wie die Australier. OK, bei Australian Football sieht man schon, dass die Australier Nachfahren von Verbrechern sind: noch härter als Rugby geht ja kaum – die Gangster schaffen es aber… Aber ein weiterer Punkt, der mich beim American Football stört, ist die Ausrüstung. Protektoren und Helme ohne Ende sehen albern aus. Wenn man nicht wie die geisteskranken, mit Anabolika vollgestopften Kolosse in der NFL spielt, ist American Football kein besonders harter Sport. Ausdauer und Kraft in diesem Maße braucht man beim Rugby noch mehr und wenn man Fußball wie in Großbritannien spielt, ist man körperlich (Ausdauer, Härte) genauso gefordert. Ein junger Ex-Fußballer, der bei Berlin Thunder – dem ehemaligen Profiteam, das aber wohl gar nichts mit dem heutigen Gast Berlin Rebels zu tun hat – in den Nachwuchskader gerückt war, meinte sogar im DSF-Interview, dass American Football keineswegs härter als Fußball sei – ihm mache es nur mehr Spaß. Das Medien-Gerede über die Härte des Sports kommt durch die Skandale in der NFL, wo Gewalttäter mit Verletzungsabsicht mit dem Kopf voraus in den Gegner rennen und dadurch Schädelverletzungen (durch die Helme: man kennt das Problem vom Boxen, wo die Handschuhe für schlimmere Verletzungen sorgen als alles andere) provozieren, die auch dauerhafte Schäden hervorrufen.

Das Interessante – und Grund meines Kommens – an der GFL und GFL 2: viele Vereine spielen in schönen Stadien. Dresden Monarchs im Heinz-Steyer-Stadion sind natürlich ganz vorne, aber auch die Nürnberg Rams, die auf dem Zeppelinfeld ihrem Sport nachgehen, würde ich bei Gelegenheit gerne mal besuchen. Für das Zeppelinfeld gilt nämlich dasselbe wie für das heute bespielte Stadion an der Karl-Hohmann-Straße (BZA Karl Hohmann): selten wird hier Fußball gespielt! Der VfL Benrath nutzt – außer bei gutem Wetter die I. Mannschaft – meist den scheiß Kunstrasen nebenan! Der Kunstrasen ist ausbautenlos und hässlich, der Rasenplatz des Stadions hingegen komplett von Tribünen umgeben. Hinter den Toren niedrige Stehstufen, die auf der Gegenseite immer höher werden (12 Reihen oder so) und auf der Hauptseite abrupt ansteigen (bis zu 10 Reihen). Zwischen den Stehtribünen der Hauptseite befindet sich eine Sitztribüne mit gut 1.200 Schalensitzen (komplett überdacht). Sehr schön sind auch die vielen Robinien im Gelände.

Für 10€ (ermäßigt 8€, u.a. Studenten, Rentner) bekam man einen bequemen Platz und gute Sicht aufs Feld. Was sich dann da tat? Für ein Spiel zwischen dem 8. (Letzten) mit 6 Niederlagen und dem 1. (Berlin liegt vor Dresden Monarchs und Rekordmeister Braunschweig als Überraschungsteam der Nordgruppe - die Südgruppe mit Topteam Schwäbisch Hall Unicorns ist eh etwas schwächer) war das lange spannend. Zwar ein grober Fehler der Defense und ein schneller Touchdown mit folgendem Zwei-Punkte-Wurf (statt Kick, der nur einen gebracht hätte), doch der wurde noch im ersten Viertel ausgeglichen. Auch danach war es eng: erneuter Touchdown, doch erneuter Ausgleich der Außenseiter. Erst 20 Sekunden vor dem Halbzeitpfiff ging Berlin noch mal in Führung. Bei 14:22 wurde 20 Minuten Pause gemacht. Im dritten Viertel entschied Berlin mit einem weiteren Touchdown die Partie für sich. Das vierte Viertel sah zwar noch zwei irreguläre Touchdowns der Gastgeber – vorher Regelverstöße, deshalb keine Punkte für Düsseldorf – aber die Panther waren dann abgemeldet. Am Ende erhöhte Berlin noch auf 14:36. Nicht durchgehend überzeugend der Spitzenreiter, aber doch deutlich besser.

Fazit zum American Football also: siehe den ersten Absatz des Textes, aber ab und an kann man sich das auch mal reinziehen, wenn das Stadion interessant ist – oder man mal in den USA weilt… Düsseldorf Panther 14:36 Berlin Rebels (German Football League) Statistik:
- Grounds: 1.672 (heute 1; diese Saison: 257 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.730 (1; diese Saison: 294)
- Tageskilometer: 130 (130 Bahn und Straßenbahn)
- Saisonkilometer: 63.390 (40.680 Auto, davon 6.450 Mietwagen/ 9.120 Flugzeug/ 9.930 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 3.260 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 66 [letzte Serie: 97, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 520 Wochen.

W520V: Nachbarschaftsduell am Bergsegen

TV Hoffnungsthal 1907 ........................... 3
SV Union Rösrath 1924 ........................... 4
- Datum: Freitag, 15. Juli 2016 – Beginn: 19.30
- Wettbewerb: Testspiel (Kreisliga A Berg; 8. Liga, 4. Amateurliga gegen Kreisliga B Berg; 9. Liga, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-4 nach 91 Min. (45/46) – Halbzeit: 1-1
- Tore: 1-0 25. Sebastian Fischer, 1-1 40. Sascha Schmitz, 1-2 46. Justin Norman Almeida da Costa, 2-2 65. Aykut Durdu, 2-3 74. Justin Norman Almeida da Costa, 2-4 83. Florian Haerst, 3-4 87.Timo Kohlgrüber
- Verwarnungen: Konstantin Strauß, Robert Salterberg (beide TVH)
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Sportplatz Bergsegen (Kap. 130, davon 30 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 75 (davon ca. 25 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Schlechte erste, gute zweite Hälfte) TV Hoffnungsthal 3:4 Union Rösrath Photos with English Commentary:
Pre-Season: TV Hoffnungsthal v Union Rösrath

Am Freitag wollte ich – nach der wohl letzten offiziellen Univeranstaltung die ich (für immer?) besucht habe – mal eine ordentliche Radtour machen. Hätte da auch mit der Bahn hingekonnt, aber zurück fahren die nur noch stündlich, also einfach die 2x33km mit dem Rad nach Hoffnungsthal. Klingt ja ganz idyllisch und friedlich da: Sportanlage Bergsegen, Turnverein Hoffnungsthal…

Für ein Spiel gegen einen Verein aus dem Nachbardorf (Rösrath) ging es auch recht friedlich zu, wobei der ein oder andere – v.a. der prollige 14er von Rösrath – übermotiviert zu Werke ging und nach und nach beide Torhüter verletzungsbedingt gewechselt wurden. Schlimmer als der 14er waren seinen Fans: Mann, war da ein Bruchvolk anwesend! Ballermannlieder singende Weiber, sich belöffelnde Jugendliche, ein Drogenabhängiger (angeblich nach einem Schicksalsschlag abhängig und obdachlos geworden, aber wer weiß, ob das stimmt, was ein junger Fan da erzählte) der mit originell gestaltetem Fahrrad erschien, ums Spielfeld lallend herumlief, Leute anlaberte und einen BH über dem Kopf kreisen lies…

All das erlebt man in Hoffnungsthal auf engstem Raum, da der Platz zwischen Bahngleisen und zwei Bergzügen in einem engen Tal liegt und idiotischerweise umzäunt wurde. Man darf nur vom Hügel aus zugucken, der derzeit durch Baumaßnahmen nur Platz für etwa 130 (100 Steh-, 30 Sitzplätze) Leute bietet. Nach Abschluss der Baumaßnahmen sollten es rund 250 (50 Sitzplätze darunter) sein. Aber das ist immer noch kritisch wenig! Von den Sitzplätzen aus hat man auch keine freie Sicht aufs Feld, da man nur im Stehen komplett über den Zaun gucken kann.

Nicht nur wegen der unbequemen Plätze dachte ich mir: gut, dass die hier keinen Eintritt nahmen – das war ja ein Scheißkick 45 Minuten lang! Die erste richtige Offensivaktion nach 25 Minuten führte zum gut abgeschlossenen 1:0. Dann vereinzelte Chancen auf beiden Seiten und der eine Liga tiefer angesiedelte SV Union Rösrath glich nach 40 Minuten mit einem guten Konter zum 1:1 aus. Die zweite Hälfte war sehr viel besser: ein ganz gutes Spiel wurde dann für Rösrath entschieden; 1-2 kurz nach dem Wiederanpfiff, Ausgleich in einer Druckphase der Hoffnungsthaler, dann aber schnell 2-4, ehe kurz vor dem Ende der Gastgeber noch auf 3:4 herankam. TV Hoffnungsthal 3:4 Union Rösrath Statistik:
- Grounds: 1.671 (heute 1; diese Saison: 256 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.729 (1; diese Saison: 293)
- Tageskilometer: 70 (70km Rad)
- Saisonkilometer: 63.260 (40.680 Auto, davon 6.450 Mietwagen/ 9.120 Flugzeug/ 9.800 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 3.260 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 66 [letzte Serie: 97, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 520 Wochen.

Freitag, 15. Juli 2016

W520IV: Kreisligatestkick in der Kampfbahn Klingerhuf

SV Neukirchen 1921 ................................ 0
Krefelder TSV Preußen 1855 .................. 3
- Datum: Donnerstag, 14. Juli 2016 – Beginn: 19.30
- Wettbewerb: Testspiel (Kreisliga A Moers; 8. Liga, 4. Amateurliga gegen Kreisliga A Krefeld; 8. Liga, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 0-3 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 11. Christian van de Mötter oder Philipp Alker, 0-2 49. Philipp Alker, 0-3 76. Philipp Alker
- Verwarnungen: Mohammad Nawwar Yousef (Neukirchen); Marvin Franzes (KTSV)
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Kampfbahn Klingerhuf (Kap. 6.300, davon 300 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 15 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 4,0/10 (Über weite Strecken dürftiges Gekicke, aber einige Highlights gab es schon) SV Neukirchen 21 0:3 Krefelder TSV Preußen (Pre-Season) Photos with English Commentary:
PRE-SEASON: SV NEUKIRCHEN VS KTSV PREUSSEN AT STADION KLINGERHUF

Durch Europlan bin ich auf dieses Testspiel aufmerksam geworden. OK, Kreisliga A-Aufsteiger gegen Kreisliga A-Fast-Absteiger, irgendwo in der niederrheinischen Provinz wo es nicht mal einen Bahnanschluss gibt und man sich mit dem Auto durch den Stau quälen muss – allein zwischen Bonn und Köln zwei Auffahrunfälle gesehen: NRW ist halt ein Bundesland voller Vollidioten… – aber bei dem Stadion musste der Besuch sein!

Die Kampfbahn Klingerhuf in Neukirchen-Vluyn (gesprochen, laut Internet „Flühn“, hab’s vor Ort nie ausgesprochen gehört) ist eine tolle Gesamtanlage mit zwei Fußballstadien. Der Hartplatz hat massive Steinstufen auf drei Seiten, die außer auf der Hauptseite massiv zugewuchert sind. Im Gestrüpp steht auch noch ein Steinpodest (olympisches Feuer?). Die Hauptseite schließt mit einigen Holzbänken zwischen Bäumen auch an die Gegenseite des Rasenplatzes an. Dessen Hauptseite wiederum hat bis zu 15 Stehstufen und einige Holzbänke, sowie einen markanten Tunnel unter der Tribüne durch, zu bieten. Hinter den Toren sind schön geformte Stehtribünen zu finden, von denen eine aber völlig zugewuchert ist. Das Hauptportal war auch verrammelt.

Auf dieser wirklich tollen Anlage wurde kein besonders tolles Spiel geboten. Erst der Gastgeber vom SV Neukirchen aktiver und mit einem Pfostentreffer, dann ein Konter zum 0:1 für Preußen Krefeld. Danach viel Leerlauf und v.a. dummes Gesabbel von den Krefeldern – wie immer wenn ich die sehe: nur am rumlabern… – aber erst nach der Pause ein erneuter Treffer: glücklicher Abpraller zum 0:2. Danach der Gastgeber völlig abgemeldet: Elfmeter für Preußen, aber schlecht geschossen und gut gehalten. Ein Heber sorgte schließlich für das 0:3. Ein Tor in der 90. Minute zählte wegen angeblich passiven Abseits mit Torwartbehinderung nicht mehr, aber eigentlich war das das 0:4 – der Schiri pfiff v.a. in Hälfte zwei nur Schrott und ständig Abseits wo man hätte laufen lassen sollen!

Interessantes personelles Detail bei den Gastgebern: ein neuer Spieler ist der Syrer Mohammad Nawwar Yousef, ehemals bei Nady Jablah (Jableh SC) in der 1. und 2. Liga unter Vertrag. Sagten jedenfalls welche rechts neben mir und in den Listen bei kooora.com taucht er auch immer wieder auf. Gezeigt hat der nichts Professionelles – verwundert aber nicht, da es Syrien leider nie geschafft hat, Weltklassespieler oder auch nur durchschnittlich gute Profis hervorzubringen, da das ganze versiffte Baath-System keine brauchbare Sportförderung hat. Die Jugendförderung setzt viel zu spät an, da die Jugend erstmal politisch-religiös indoktriniert werden soll, der verpflichtende dreijährige Militärdienst für junge Männer ist auf dem Niveau einer DDR-Betriebskampfgruppe und ermöglicht kein professionelles Leistungssporttraining – und so darf es auch nicht wundern, wenn ein ehemaliger syrischer Erstligaspieler nach der Flucht nach Deutschland in Liga 8 antritt. Also Flucht wird’s ja wohl gewesen sein und auch wenn ich seinen persönlichen Fall nicht kenne, nur um mal deutlich zu machen wie es vielen seiner Landsleute geht: huldigt man in Jablah unweit der russischen Besatzungskräfte in Humaymin nicht dem Führer Assad, wird man ganz schnell ermordet und die Familie – wenn die nicht von Assad-Milizen komplett ausgelöscht wird – kann einen dann in einem Militärkrankenhaus abholen kommen: 20 Einschusslöcher von drei Waffen und abgetrennte Arme, aber Todesursache laut Gutachten des Regime-Arztes „Suizid durch eigene Handfeuerwaffe“… Und solange das Assad-Regime mit Hilfe der Mullahs und Russen an der Macht bleibt, wird sich nicht nur die Bevölkerung dezimieren und entzweien, sondern auch das Land nicht wieder aufbauen und befrieden lassen und der syrische Leistungssport wird auch nie auf internationales Niveau kommen! SV Neukirchen 21 0:3 Krefelder TSV Preußen (Pre-Season) Statistik:
- Grounds: 1.670 (heute 1; diese Saison: 255 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.728 (1; diese Saison: 292)
- Tageskilometer: 210 (210km Auto)
- Saisonkilometer: 63.190 (40.680 Auto, davon 6.450 Mietwagen/ 9.120 Flugzeug/ 9.800 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 3.190 Fahrrad/ 200 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 65 [letzte Serie: 97, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 520 Wochen.