Montag, 28. Juli 2014

W417V: Qualifikation mit Elfmeterschießen für Erfurt-Nord

FC Erfurt Nord .............................................................. 5
FSV Grün-Weiß Blankenhain ...................................... 4
- Datum: Sonntag, 27. Juli 2014 – Anstoß: 14.00
- Wettbewerb: Landespokal Thüringen bzw. sogenannter „Köstritzer Landespokal”; Landesklasse Thüringen Staffel 2 (7. Liga, 2. Amateurliga; Aufsteiger aus Kreisloberliga) gegen Landesklasse Thüringen Staffel 1 (7. Liga, 2. Amateurliga)
- Ergebnis: 5-4 nach 124 Min. und 10 Minuten Gewitterunterbrechung + Elfmeterschießen (46/48/15/15) – Halbzeit: 1-0, Reguläre Spielzeit: 2-2, Verlängerung: 0-0, Elfmeterschießen: 3-2
- Tore: 1-0 22. Kenneth Rost, 1-1 73. Martin Trinkler, 1-2 75. Lorenz Mirsch, 2-2 77. Rene Bergmann
- Elfmeterschießen: 1-0 Stephan Wetzold, 1-1 Danny Heberlein, 2-1 Marco Schuchardt, Christoph König schießt übers Tor, 3-1 Artur Machts, Erfurts Kevin Schoepe hält Schuss von Philipp Reusse, Blankenhains Mario Berg hält Schuss von Andy Pham, 3-2 Lorenz Mirsch, Blankenhains Mario Berg hält Schuss von Steven Koch, Lucas Sorge schießt übers Tor
- Verwarnungen: Rene Bergmann, Steffen Knabe, Artur Machts (Erfurt); Christoph König, Lorenz Mirsch (Blankenhain)
- Platzverweise: Erfurts Michele Ehrich (110. Min. wg. groben Fouls)
- Spielort: Sportforum Grubenstraße (Erfurt-Ilversgehofen; Kap.4.550, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 150, nach Ende regulärer Spielzeit noch ca. 80 (davon angeblich nur ca. 70 zahlende, Gästefans: mind. 10)
- Unterhaltungswert: 7,5/10 (Bis zum Letzten spannendes Pokalspiel)  
Photos and English Commentary: 
a) Football Cup of Thuringia: Erfurt-Nord defeat Grün-Weiß Blankenhain on penalties
b) Erfurt: Old Town of the Main City in Thuringia 
c) Northern Thuringia: Neustedt bei Gebstedt, Gebstedt, Oberreißen, Rohrbach, Leutenthal, Sachsenhausen bei Großobringen, Töttleben, Kerspleben 

Am Sonntag nutzten wir ausnahmsweise die Bahn, die uns samt einem extrem gut gelaunten Schaffner – ob der immer so ist oder vielleicht auch nur einen Morgentee aus den Blüten eines Nachtschattengewächses gebraut hat, kann ich nicht sagen… – nach Bad Sulza brachte, von wo aus wir mit den Rädern eine schwer zu fahrende, aber nicht sonderlich schöne Strecke nach Erfurt einschlugen. Auf dem Weg fotografierte ich v.a. Dorfkirchen – landschaftlich ist die Gegend zwischen Bad Sulza und Erfurt für thüringer Verhältnisse langweilig und dass man auf fast 60km kein Schloss und keine Burg hat, ist extrem öde für Thüringen.

In Erfurt-Nord mussten wir noch schnell in ein Restaurant mit pissgelbem M auf dem Dach und dann ging auch schon das im gegenüber befindlichen Stadion angesetzte Pokalspiel los. In der Grubenstraße steht nicht nur Industrie und öder Wohnungsbau herum; es gibt auch ein schickes Stadion mit Tribünen auf drei Seiten. Vom Eingang links unten geht es am Sportlerheim vorbei auf die Hauptseite, die auf dem linken Drittel 15 Reihen hat, in der Mitte fünf Reihen Sitzbänke mit Lehnen und im hinteren Drittel drei Stehstufen neben den massiven, gemauerten Wechselbänken. Rechts vom Eingang zählt die Stehtribüne in zwei Sektoren bis zu 12 Reihen und eine kleine, manuelle Anzeigetafel gibt es auch. Eine Frechheit ist die noch aus Oberligazeiten umgerüstete Gästetribüne auf der zweiten Längsseite (vor dem Hartplatz, der als Trainingsstätte unter Flutlicht genutzt wird): bei den drei niedrigen Stehreihen kann man kaum über den engen, hässlichen Zaun gucken. Schön ist insgesamt aber die Begrünung der Anlage.

Die beiden um den Einzug in die erste Hauptrunde des Landespokals von Thüringen kämpfenden Teams von Erfurt Nord und Grün-Weiß Blankenhain lieferten ein gutes Spiel ab, das Erfurt in der ersten Hälfte bestimmte und auch mit einer 1:0 Führung erfolgreich gestaltete. Als es bei den schwülen Temperaturen drohte, in Hälfte zwei langweilig zu werden, reicherte ein aufziehendes Gewitter die Luft mit Sauerstoff an und Blankenhain drehte die Partie mit einem Doppelschlag, den Erfurt-Nord jedoch postwendend ausglich.

Die Verlängerung musste kurz wegen eines Gewitters unterbrochen werden und wurde dann im leichten Dauerregen fortgesetzt. Es gab Chancen auf beiden Seiten und ein Erfurter holzte einen Blankenhainer um, sodass er mit Rot vom Feld geschickt wurde. Ein Tor fiel jedoch nicht mehr. Es musste also das Elfmeterschießen her und es schien sich schnell ein Sieg der Erfurter abzuzeichnen, doch nach drei tollen Treffern vergab der vierte Schütze kläglich und Blankenhain erzielte den zweiten Treffer. Da aber die beiden letzten Schützen vergaben, hieß es am Ende doch 3:2 für Erfurt. Die Nord-Erfurter treffen somit am 16. August auf den 1.SC Heiligenstadt.

Der Rückweg ging bedeutend schneller, da sich mit Rückenwind besser fahren lässt… In Bad Sulza schoben wir noch eine sehr gute Döner-Pizza in dem lustigen Laden am Markt (der türkische Besitzer kennt irgendwie 90% der Kunden so gut, dass ihn alle gleich freundschaftlich zulabern) ein. Auch auf der Rückfahrt war der Zug – diesmal mit extrem unsympathischer Gesichtsbaracke von Schaffnerin – pünktlich, sodass wir 21.22 in Merseburg waren. Entsprechend meiner Statistik war das heute die letzte Sportveranstaltung der Saison 2013/14, sodass ich morgen mal eine Statistik zu dieser zum Großteil im Ausland verbrachten Saison einstellen werde.  
Statistik:
- Grounds: 1.153 (heute 1 neuer; diese Saison: 182 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.112 (heute 1; diese Saison: 256)
- Tageskilometer: 220 (120km Fahrrad, 100km Bahn)
- Saisonkilometer: 68.060 (65.300 Auto/ 2.380 Fahrrad/ 220 öffentliche Verkehrsmittel/ 160 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 94 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 417

W417IV: Zwei Mal TSV 1919 gegeneinander

TSV Leuna 1919 ............................................................. 1
TSV Schwarz-Weiß Zscherben 1919 ............................ 1
- Datum: Samstag, 26. Juli 2014 – Anstoß: 15.00
- Wettbewerb: Freundschaftsspiel Landesklasse Sachsen-Anhalt Staffel 6 (8. Liga, 3. Amateurliga) gegen Landesklasse Sachsen-Anhalt Staffel 4 (8. Liga, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-1 nach 92 Min. (47/45) – Halbzeit: 0-1
- Tor: 0-1 20. Nr. 12, 1-1 80. Marius Meier
- Verwarnungen: Marcus Hebestreit, Gago Ibrahim (beide Leuna)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Stadion des Friedens (Kap. 5.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 70 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes Testspiel, das Leuna eigentlich hätte gewinnen müssen)

TSV Leuna 1919 II ........................................................ 0
TSV Schwarz-Weiß Zscherben 1919 II ....................... 3
- Datum: Samstag, 26. Juli 2014 – Anstoß: 12.45
- Wettbewerb: Freundschaftsspiel Kreisliga Saalekreis Staffel 1 (10. Liga, 5. Amateurliga) gegen Kreisliga Saalekreis Staffel 2 (10. Liga, 5. Amateurliga; Aufsteiger aus 1. Kreisklasse)
- Ergebnis: 0-3 nach 88 Min. (44/44) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 13. (17), 0-2 85. (8), 0-3 88. (16)
- Verwarnungen: Leunas Manuel Gruneberg (?)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Stadion des Friedens (Kap. 5.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 20 (davon ca. 7 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,5/10 (Über weite Strecken sehenswerter offener Schlagabtausch mit klar besseren Zscherbenern – Dank Torwart Lenzen wurde es nicht zweistellig…)  
Photos and English Commentary: 
Pre-Season Friendlies in Leuna: TSV Leuna v Schwarz-Weiß Zscherben and Leuna Reserves v Zscherben Reserves

Am Samstag stand ein weiteres Testspiel der II. Männermannschaft des TSV Leuna an und zudem war das mittlerweile letzte Testspiel der I. Männer angesetzt. Für beide Teams hieß der Gegner TSV 1919 Schwarz-Weiß Zscherben: die Reserve war erst in die Kreisliga aufgestiegen und spielt dort in der anderen Staffel, die I. Mannschaften der Zscherbener hatte genau wie unsere I. Männer eine schwache Saison 2013/14 hinter sich und entkam knapp dem Abstieg in die Kreisoberliga.

Bei sehr hohen Temperaturen und unangenehmer Luftfeuchte gaben die Reservemannschaften alles und lieferten ein sehr sehenswertes, leider nur von wenigen Zuschauern besuchtes aber dafür vom Unparteiischen souverän geleitetes Spiel ab. Teilweise war das ein offener Schlagabtausch, wobei dieser leider sehr einseitig vonstatten ging. Leuna II hatte v.a. nach dem frühen Rückstand etliche Gelegenheiten zum Ausgleich, doch da hätte es bei Pause schon längst drei, vier Mal für den Gast im Kasten klingeln müssen. Und Zscherben ließ nach der Pause keineswegs locker! Das Spiel wurde sogar noch ein bisschen besser und etwas einseitiger. Ohne einen sehr guten Patrick Lenzen im Tor, wäre das möglicherweise zweistellig ausgegangen. Am Ende war Leuna II mit dem 0:3 noch gut bedient, wobei das Ergebnis eigentlich richtig blöd aussah: bei so einem Chancenverhältnis wäre 2:7 noch sehr angemessen gewesen…
Auch das Spiel der I. Mannschaften war gut und sehenswert sowie erfreulich temporeich trotz der nervigen Temperaturen. Mittlerweile hatten sich bei freiem Eintritt ein paar mehr Zuschauer eingefunden, dafür war der Schiri nicht so gut wie der Kollege im Vorspiel. Jedenfalls merkte man, dass beide Teams in ihrem letzten Testspiel vor Saisonbeginn – Leuna I am 2.8. in der Landesklasse 6 in Reußen – ihr Niveau unter Beweis stellen wollten. Hier verlief das Spiel deutlich anders für Leuna, aber dann doch wieder nicht: denn auch hier ging Zscherben recht früh 0:1 in Führung, allerdings war Leuna hier die aktivere und bessere Mannschaft. Vor allem nach dem Seitenwechsel war die Vielzahl der Chancen auf der Heimseite zu verzeichnen, während Zscherben immer nur Entlastungsangriffe fuhr und einmal auch davon profitierte, dass Ibrahim keinen Elfmeter zugesprochen bekam, obwohl er im Strafraum der Zscherbener unsauber vom Ball getrennt und zu Boden gebracht wurde. In der Schlussphase gelang Marius Meier schließlich der hochverdiente Ausgleich durch einen Treffer ins von ihm aus linke Eck.

Mit diesem 1:1 sollte man nicht zufrieden sein, aber im Vergleich zur recht dürftigen Leistung gegen Blösien am vergangenen Mittwoch, gab diese heute wirklich gute Leistung Anlass zur Hoffnung, dass man sich am kommenden Samstag in Reußen mit einer so guten oder noch besseren Leistung erfolgreich präsentieren kann. Von diesem interessanten ersten Punktspiel des TSV Leuna gibt es in einer Woche sicherlich auch wieder Bericht und Bilder von mir.  
Statistik:
- Grounds: 1.152 (kein neuer; diese Saison: 181 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.111 (heute 2; diese Saison: 255)
- Tageskilometer: 20 (20km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 67.840 (65.300 Auto/ 2.260 Fahrrad/ 160 Schiff, Fähre/ 120 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 93 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 417

Samstag, 26. Juli 2014

W417III: Gastspiel beim VfB Dehlitz

TSV Leuna 1919 AH ...................................................... 5
VfB Dehlitz AH .............................................................. 1
- Datum: Freitag, 25. Juli 2014 – Anstoß: 18.00
- Wettbewerb: Freundschaftsspiel Alte Herren
- Ergebnis: 5-1 nach 70 Min. (35/35) – Halbzeit: 4-1
- Tor: 1-0 1. Carsten Franke, 1-1 3. (Nr. 11), 2-1 5. Thomas Münch, 3-1 20. Lars Harnisch, 4-1 27. Carsten Franke, 5-1 47. Lars Harnisch
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportstätte der Jugend (Kap. 1.000, davon 15 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 20 (davon ca. 3 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Ganz ordentliches Altherrenspiel)  
Photos and English Commentary: 
a) Veterans’ Friendly in Leuna: TSV Leuna defeat VfB Dehlitz 
b) Places of Interest: Merseburg Old Town & Zoological Garden, and Leuna Industrial Town and Parks 

Diesen Freitag sollte ich mal wieder zu einem Einsatz bei einer Altherrenmannschaft kommen. Der VfB Dehlitz ist mit seinen Verbindungen nach Leuna ein sympathischer Verein aus dem Umland von Weißenfels: ich hatte mich da beim Groundhopping als Leunaer geoutet und gleich mal eine Bilder-CD mit digitalisierten alten Fotos von BSG Chemie Leuna – Dehlitz geschenkt bekommen…

Leider hatten die Dehlitzer Altherren Besetzungsprobleme und kamen nur mit neun Leuten nach Leuna, ein zehnter kam erst zur Halbzeit. Da ich bei Leunas Altherren nur dann spiele, wenn nicht genug Spieler da sind, wurde mir angeboten, bei Dehlitz mitzumachen. Das habe ich natürlich gerne gemacht für den VfB Dehlitz – außerdem wollte mich meine Freundin Khatereh, der ich vorher noch Merseburg und Leuna zeigte, auch mal spielen sehen. Die Fotos hat alle sie gemacht, da ich natürlich die 70 Minuten durchspielte. Gut, dass sie - da im Iran Frauen nur zum Männerfußball ins Stadion dürfen, wenn nahe Verwandte auf dem Feld stehen - zum ersten Mal beim Fußball war – da fiel ihr nicht so negativ auf, dass ich alle meine fünf Torchancen kläglich vergab…

Leuna war das gesamte Spiel über die bessere Mannschaft, egal mit welcher Mannschaftsstärke (mal 11 gegen 10, 10 gegen 10, 10 gegen 9 oder 10 gegen 11) da gespielt wurde. Schon nach einer Minute landete ein Kopfball von Carsten Franke im Tor der Dehlitzer. Schneller als erwartet kam der VfB mit einem direkt verwandelten Freistoß aus 17m zum Ausgleich. Allerdings dauerte es nur weitere zwei Minuten, ehe ein weiterer Treffer per Kopf den TSV in Führung brachte: diesmal hielt Thomas Münch den Schädel richtig rein, sodass er gegen die Laufrichtung des Torwarts einnetzte. Nach 20 Minuten hatte Leuna bereits den dritten Treffer erzielt und zur Pause stand es 4:1.

Nach dem Seitenwechsel hatte Dehlitz ein paar mehr Aktionen nach vorne zu verzeichnen, aber es fehlte die Durchschlagskraft. Lars Harnisch setzte mit seinem zweiten Treffer noch den Schlusspunkt auf die unterhaltsame Partie. Nach dem 5:1 Sieg der Ersten Männer am vergangenen Mittwoch siegten heute also auch die Alten Herren 5:1 – wobei ich heute zum ersten Mal nicht die TSV Veteranen unterstützte…  
Statistik:
- Grounds: 1.152 (kein neuer; diese Saison: 181 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.109 (heute zählt nicht in die Statistik; diese Saison: 253)
- Tageskilometer: 10 (10km Auto)
- Saisonkilometer: 67.820 (65.300 Auto/ 2.240 Fahrrad/ 160 Schiff, Fähre/ 120 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 91 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 417

Mittwoch, 23. Juli 2014

W417II: Trotz 5-1 Sieg nicht überzeugt

TSV Leuna 1919 ............................................................. 5
BSV Borussia Blösien ..................................................... 1
- Datum: Mittwoch, 23. Juli 2014 – Anstoß: 18.30
- Wettbewerb: Testspiel Landesklasse Sachsen-Anhalt Staffel 6 (8. Spielklasse, 3. Amateurliga) gegen Kreisliga Saalekreis Staffel 1 (10. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 5-1 nach 88 Min. (44/44) – Halbzeit: 3-1
- Tore: 1-0 30. Gago Ibrahim, 1-1 33. Lars Bagedorn, 2-1 39. Marius Meier, 3-1 45. Elia Wilke, 4-1 63. Marcus Schellbach, 5-1 86. Steve Blauwitz
- Verwarnungen: Albert Shoshi und Marcus Schellbach (beide TSV Leuna)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Stadion des Friedens (Kap. 5.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 4,0/10 (Leuna spielbestimmend, aber bis Saisonbeginn muss sich da einiges verbessern)

Photos and English Commentary:
Pre-Season Friendly in Leuna: TSV Leuna defeat Borussia Blösien

Das erste Testspiel des TSV Leuna, das ich mir diese Saison angeschaut habe, wurde am Mittwochabend vor einer dürftigen Zuschauerkulisse im Stadion des Friedens ausgetragen. Mit Borussia Blösien war eine der besseren Mannschaften der Kreisliga zugast, doch die hatten bis auf einzelne Offensivaktionen in der ersten Hälfte natürlich nichts zu melden. Leider hatte aber auch Leuna viele Durchhänger und das Zusammenspiel stimmte noch nicht so. Bis Saisonbeginn muss sich da noch einiges verbessern!

Der TSV ging erst nach einer halben Stunde durch einen der Merseburger Neuzugänge, Ibrahim, in Führung. Kurz darauf kam Blösien mit einer interessanten Freistoßvariante – an der Mauer vorbei und dort von einem Mitspieler gegen die Bewegung des Torhüters ins lange Eck eingeschoben – zum Ausgleich. Erst kurz vor der Pause lenkte Leuna mit konzentrierter Offensivarbeit die Partie in die richtigen Bahnen.

Nach dem Seitenwechsel stand Blösien sehr tief und kam bis auf eine Szene (da wurde der Ball noch auf der Linie weggeschlagen) gar nicht mehr vors Leunaer Tor. Marcus Schellbach war es dann, der mit zwei Treffern zu einem deutlichen Endstand beitrug, wegen dem man diesem eher mäßigen Spiel noch einiges abgewinnen kann... 

Statistik:
- Grounds: 1.152 (kein neuer; diese Saison: 181 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.109 (heute 1; diese Saison: 253)
- Tageskilometer: 10 (10km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 67.810 (65.290 Auto/ 2.240 Fahrrad/ 160 Schiff, Fähre/ 120 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 90 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 417

W417I: Staßfurt erleidet Brasilianische Klatsche im Jerichower Land

SV Union Heyrothsberge, Menz, Wahlitz .................... 7
SV 1909 Staßfurt ............................................................ 1
- Datum: Dienstag, 22. Juli 2014 – Anstoß: 18.30
- Wettbewerb: Testspiel Landesliga Sachsen-Anhalt Nord (7. Spielklasse, 2. Amateurliga – Aufsteiger aus Landesklasse St. 2) gegen Landesklasse Sachsen-Anhalt Staffel 3 (8. Spielklasse, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 7-1 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 3-0
- Tore: 1-0 17. Marcus-Antonio Bach, 2-0 24. Marcus-Antonio Bach, 3-0 30. Tobias Thormeier, 3-1 50. Chris Matthias Horstmann, 4-1 54. Mike Pinno, 5-1 75. Philipp Spengler, 6-1 85. Daniel Ziemann, 7-1 90. Karsten Voelkel
- Verwarnungen: Philipp Spengler (Heyrothsberge), Steven Stachowski (Staßfurt)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Heyrothsberge (Kap. 1.000, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 75 (davon ca. 15 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,5/10 (Sehr gutes Testspiel: Heyrothsberge spielte wirklich klasse und Staßfurt konnte leider wenig dagegenhalten)  
Photos with English Commentary:
Pre-Season Friendly in Heyrothsberge: SV Union defeat SV 09 Stassfurt by 7 to 1

Dienstag ließ sich noch mal ein Testspielbesuch im Raum Magdeburg mit einem netten Gratisessen in Staßfurt verbinden… Diesmal ging es ins Jerichower Land, gleich östlich an die Landeshauptstadt angrenzend. Da wir über Schönebeck und Gommern fuhren, entdeckten wir noch in Bisdorf (Ortsteil von Borne) eine zugewucherte Kirchenruine und fuhren durch die beiden Dörfer, die mit Heyrothsberge diese Spiel-Union bilden: das hässliche und sinnfrei zusammengewürfelte Wahlitz (auf dem extrem räudig aussehenden Sportplatz spielt eine Altherrenmannschaft, SV Wahlitz, die nicht an Union Heyrothsberge angeschlossen ist) und das ganz ansehnliche Dorf Menz, dessen in den 1950ern wiederaufgebaute Kirche auf dem markanten Hügel gerade saniert wird und vor zwei Jahren erst einen neuen Turm im Fachwerkstil erhielt.

Der Sportplatz der gesichtslosen Ortschaft Heyrothsberge liegt irgendwie so halbidyllisch: zwischen der dicht befahrenen Bundesstraße und einem dichten Waldstück mit viel Nadelbaumbestand. Der Rasenplatz ist recht unspektakulär, aber von schönen Bäumen umstanden, zwei kleinen Gebäuden (Umkleiden und Sportlerheim) flankiert und auch nicht völlig ausbautenlos: die gepflasterte Tribüne mit zwei Reihen Sitzbänke für insgesamt ca. 50 Leute ist aber sehr neu.

Die beiden Teams machten noch schön Mannschaftsfotos und die Gäste aus Staßfurt konnten sich auch über einen für so ein Testspiel recht zahlreichen Anhang freuen. Der Spielverlauf war für den SV 09 aber sehr unerfreulich. Heyrothsberge war klar besser: obwohl erst in die höhere Liga aufgestiegen, war ein Klassenunterschied nicht wegzureden. Nach mehreren erfolglosen Angriffen ging Heyrothsberge mit einer Direktabnahme in Führung. Dann wurde vor der Pause noch zwei Mal die Abwehr ausgespielt und das Spiel war entschieden.

Nach dem Seitenwechsel kam Staßfurt ein bisschen ins Spiel zurück, doch nach dem Ehrentreffer zog Heyrothsberge wieder an und nahm die Abwehr mit gutem Kombinationsspiel, langen Konterschlägen in die Sturmspitze und auch tollen direkten Freistößen (wie jenem zum letzten Tor in der Schlussminute) auseinander. Am Ende stand eine, von einem Heyrothsberger Schreihals so schön bezeichnete „brasilianische Klatsche“ von 7:1…  
Statistik:
- Grounds: 1.152 (1 neuer; diese Saison: 181 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.108 (heute 1; diese Saison: 252)
- Tageskilometer: 300 (300km Auto)
- Saisonkilometer: 67.800 (65.290 Auto/ 2.230 Fahrrad/ 160 Schiff, Fähre/ 120 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 89 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 417

Dienstag, 22. Juli 2014

W416III-V: Pferdesport und Blindenfußball

Integrationssportclub Victoria Dortmund-Kirchderne 1
Berufsförderwerk/ Vital-Sportverein Würzburg ......... 2
- Datum: Sonntag, 20. Juli 2014 – Anstoß: 14.30
- Wettbewerb: Blindenfußball Bundesliga (Deutsche Meisterschaft im Blindenfußball)
- Ergebnis: 1-2 nach 50 Min. (25/25) – Halbzeit: 1-1
- Tore: 0-1 11. Sebastian Schäfer, 1-1 21. Hassan Altinbaş, 1-2 29. Sebastian Schäfer
- Verwarnungen: 1x Gelb Nr. 4 von Dortmund
- Platzverweise: keine
- Spielort: : Georg-Gaßmann-Stadion, Kunststoffrasenplatz 3 (Kap. 1.000 Stehplätze, bei Blindenfußball ca. 250 Stehplätze nutzbar)
- Zuschauer: ca. 30
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Eine wirklich eindrucksvolle Sportart; im Vergleich zum Spiel davor aber eine schwächere Partie)

SSG Blindenstudienanstalt Marburg 1970 .................... 2
FC St. Pauli (Hamburg) .................................................. 0
- Datum: Sonntag, 20. Juli 2014 – Anstoß: 12.45
- Wettbewerb: Blindenfußball Bundesliga (Deutsche Meisterschaft im Blindenfußball)
- Ergebnis: 2-0 nach 50 Min. (25/25) – Halbzeit: 2-0
- Tore: k.A.
- Verwarnungen: mindestens 1x Gelb für St. Pauli
- Platzverweise: keine
- Spielort: Georg-Gaßmann-Stadion, Kunststoffrasenplatz 3 (Kap. 1.000 Stehplätze, bei Blindenfußball ca. 250 Stehplätze nutzbar)
- Zuschauer: ca. 120
- Unterhaltungswert: 7,5/10 (Eine wirklich eindrucksvolle Sportart; bei diesem Spiel waren auch zwei offensichtliche Spitzenmannschaften am Werk)

CHIO (Concours Hippique International Officiel) Aachen 2014
- Datum: Samstag, 19. Juli 2014 – Beginn: 9.00
- Wettbewerbe: Dressurreiten, Vielseitigkeitsritt (Military), Gespannfahren (Marathon mit Vierspännern) und Springreiten (1. Springprüfung mit zwei Runden, 2. Jagdspringprüfung über Gräben und Wälle, 3. Progressiv-Sprungprüfung mit Joker)
- Ergebnislisten unter: Meggle-Preis (Dressur), DHL-Preis (Vielseitigkeit/ Military), Wohnwelt Pallen Marathon (Gespannfahren/ Vierspänner), Best of Champions (Springen), Preis der Sparkasse (Springen), RWE-Preis (Springen)
- Austragungsorte: Aachen, Sportpark Soers; sogenanntes „Deutsche Bank Stadion” (Dressur: Kap. 6.300, davon 5.500 Sitzplätze), Soerser Geländestrecke inklusive Fahrstadion (Vielseitigkeit und Vierspänner: Kap. ca. 50.000, davon 1.000 Sitzplätze) und Hauptstadion (Springen: Kap. 30.000, davon 25.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: Dressur; zwischen ca. 800 und ca. 6.000, Military; ca. 10.000, Gespannfahren; ca. 7.500 und Springreiten; ca. 25.000 bis 27.500
- Unterhaltungswert: 4,0/10 (CHIO kann man sich mal antun, da Springreiten und Military zwar widernatürliche Idiotie am Pferd aber doch halbwegs ansehenswerte Sportarten sind. Aber die Atmosphäre ist unsympathisch, Gespannfahren eher langweilig und Dressurreiten die ödeste Scheiße die ich jemals gesehen habe!)  
Photos with English Commentary:
a) CHIO World Equestrian Games in Aachen: Show Jumping, Dressage, Eventing, Four-In-Hand Driving
b) Aachen Old Town: Aachen Cathedral and other historic buildings 

c) German Championship in Paralympic 5-A-Side Football (Blind Football) in Marburg: Blista Marburg v St. Pauli, and Victoria Kirchderne v BFW/VSV Würzburg
d) Marburg Old Town: Palace and Half-Timbered Architecture
e) Central Hessia: Amöneburg Old Town, Rauischholzhausen Palace, Schweinsberg Palace, Homberg (Ohm) Old Town, and ALSFELD OLD TOWN

Eine ganze Menge neue Sportarten standen dieses Wochenende auf dem Programm. Vor allem am Samstag gab es viel Neues zu sehen, denn schon Monate vorher hatten wir Stehplätze für das CHIO in Aachen gebucht, die trotz Studentenermäßigung immer noch bei über 13€ für Dressur am Vormittag und Mittag + über 13€ für Springreiten am Abend zu Buche schlugen. Dafür gab es aber auch den ganzen Tag über Pferdesport und insgesamt vier für uns noch unbekannte Sportarten zu sehen!

Freitag erfolgte die ziemlich problemlose Anreise nach Düren, einem fürchterlichen Kaff (ziemlich hässlich und v.a. schlechte Infrastruktur: Supermärkte nur bis 20h offen und schlecht sortiert) bei Aachen. In Düren gibt es ein ETAP, wo wir auch schon weit im Voraus gebucht hatten. Zum CHIO ist in Aachen und Umgebung stets alles ausgebucht…  
Samstag ging es nach dem Frühstück in Aachen zum Turniergelände: die teils unfreundlichen und inkompetenten Öcher – ist halt so: Aachen ist schon ein widerliches Pack – am Einlass passiert, dann durchs weitläufige Gelände gegangen. Es gibt hinter neben dem Fußballstadion und der Eishalle am Rande der Anlage eine riesige Wiese- und Weidefläche, die für Gespannfahren und Vielseitigkeitsritt genutzt und temporär umgestaltet wird. Östlich davon befinden sich etliche Hallen, Trainings-Reitplätze und drei Stadien: das sehr kleine Fahrstadion, das 6.300 Zuschauer fassende und innen sehr schön gestaltete Deutsche Bank Stadion und das 30.000 Fans fassende Haupt- oder Springstadion, das ebenfalls auf allen vier Seiten über Ausbau verfügt und dabei vier unterschiedlich (und teils wirklich originell) gestaltete Tribünen aufweist.

Zum Glück hatten wir die größte Scheiße gleich am Vormittag weg: Dressurreiten. Dieses alberne, ewig gleiche Gehoppse und Getrabe der Viecher mit ihren affigen Reitern im Sattel sieht absolut lächerlich aus. So eine langweilige Scheiße! Das ist schlimmer als Tischtennis, Baseball oder Kegeln! Jede Kür sieht gleich aus und ödet einen total an. Dass dieser Wunderhengst Totilas mit Rath im Sattel dann voll abräumte, war mir auch reichlich egal…

Military oder Vielseitigkeitsreiten ist dann schon viel interessanter gewesen. Auf der Geländestrecke sind diverse Hindernisse wie Wassergräben, Hecken und Sprungstangen aufgebaut. Dass ein Pferd in freier Natur nie über ein solches Hindernis springen würde, führt die Idee dieses Pferdesports als idiotisch vor. Oder schon mal überlegt, warum ein normaler Weidezaun um eine Pferdekoppel teils nicht einmal die Höhe eines durchschnittlichen Springturnierhindernisses hat? Schon mal ein Pferd aus der Koppel per Sprung fliehen sehen?! Wie auch immer, es zeigte sich, dass es im Military auch mittlerweile viele hervorragende Reiterinnen gibt, die diese Strecke toll meisterten und als die Ersten ins Ziel im Hauptstadion einritten.

Kurz wieder zur Dressur rein, dann Gespannfahren: diese Vierspänner waren etwas seltsam anzusehen. Als Marathonwettkampf fuhren hier, sagen wir mal: Sportkutschen mit zwei mal zwei Pferden davor, anderthalb Stunden durchs Gelände, passierten Brücken und Wälle, bretterten durch Wasserlöcher und rammelten durch labyrinthartige Hindernisse. Am Ende siegte die australische Kutschbesetzung (besteht bei allen aus drei Leuten).

Wir fuhren mit dem Bus zur Mittagszeit raus zum Essen im Templergraben und dann wieder mit dem Shuttlebus kostenlos zur Soers zurück, drängelten uns geschickt vor (unglaublich, dieser Andrang da kurz vor 18h) und sicherten uns zum Springreiten im Hauptstadion gute Stehplätze. Diese Stehplätze sind allerdings eine Frechheit, da nur ebenirdisch vor der Haupttribüne und keine Ränge wie im „Deutsche Bank Stadion“. Die Kulisse war mit knapp 30.000 Pferdesportfans aber auch richtig gut anzusehen.

Beim Springreiten, dass ich aufgrund seiner Widersinnigkeit zu Anatomie und Natur der Pferde nicht übermäßig schätze – Züchtungen hin oder her, aber wer schon mal Polo gesehen hat, der weiß, dass Pferde naturgemäß nicht einmal die Hufe so hoch kriegen, um die 30cm niedrige Polo-Spielfeldbegrenzung ohne Stolpern zu übersteigen! – aber aufgrund seiner unbestreitbaren Spannung genau wie das Militaryreiten zu den erträglichen Pferdesportarten zählen will, gab es drei halbwegs sehenswerte Wettbewerbe. Beim ersten mussten wohl irgendwelche unterbelichteten Feministinnen einen Geschlechterkampf aus dem Springreiten machen, was aber total danebenging, da von den sechs weltranglistenbesten Damen zwei Totalausfälle (eine nervöse US-Nachwuchsspringerin und eine offenbar überschätzte Französin) die Hindernisse mit ihren Gäulen malträtierten. Die Herren gewannen so gut wie fehlerfrei und in Spitzenzeiten mit riesigem Vorsprung. Bei dem zweiten Wettkampf, einem sehr flotten Jagdspringen über Wälle und Gräben, gewann ein Belgier vor einem Deutschen und einem Iren. Zum Abschluss stand noch eine Progressiv-Prüfung mit Joker an, das heißt man springt erst über ein sehr einfaches Hindernis und erhält einen Punkt, dann ein etwas schwereres für zwei Punkte und nach dem neunten Hindernis (für neun Punkte) kann man sich 10 oder mit dem schwersten Hindernis (Joker) 20 Pkt. abholen. Bis zu 65 sind so drin und wenn mehrere Reiter 65 Punkte haben, gewinnt die schnellste Zeit. Auch hier landete ein Ire auf Platz 3 und auch hier schaffte ein Deutscher den 2. Platz – siegreich war beim Progressiv-Springen aber mal ein Italiener.

Erst kurz vor Mitternacht waren wir wieder im Hotel in Düren. Fazit zur CHIO: Kann man sich mal angeguckt haben, aber wenn man noch kein Fan von Pferdesport ist, wird man es dort auch eher nicht. Also das unnatürliche Gehüpfe, naja… aber so eine langweilige Scheiße wie Dressurreiten – ich könnte kotzen! Fürchterlich auch die penetrante Werbung: Sponsorennamen für jede Sportstätte, jeden Wettkampf, fast jedes Hindernis (!) und Fernsehspots auf der Leinwand. Und dass die Tierschutzfritzen nicht durchsetzen können, dass wenigstens die Pferdenamen von Sponsoring verschont bleiben…
Also ich bleibe dabei: der einzige wirklich interessante Pferdesport ist Polo – und Polo gibt es leider nicht in Aachen…  
Sonntag ging es weiter nach Marburg zu einer anderen neuen Sportart. Einer der wenigen niveauvollen Artikel auf fussball.de – also ein Artikel, der nicht von einem Polizeieinsatz in einer Kreisliga in NRW oder einem umgeboxten Schiri in Bayern oder Berlin berichtet – war jener über Blindenfußball. Nach Rollstuhlbasketball wohl der sehenswertes Behindertensport und aufgrund der enormen körperlichen und gehörtechnischen Leistung insgesamt der eindrucksvollste!

Das Spiel läuft so ab: vier blinde Feldspieler und ein sehender Torwart bilden eine Mannschaft und die zwei Teams kämpfen nach weitestgehend üblichen Futsal-Regeln auf einem Handballfeld mit Handballtoren um einen Ball mit Rasseln. Wer einen Sehrest hat (nicht jeder Spieler ist völlig blind; einen Dortmunder Akteur hatte ich vor seinem Spiel noch gesehen, wie er mit einer Art Lupe SMS auf seinem Handy entzifferte) darf natürlich auch mitspielen, aber deshalb müssen alle Spieler massive Augenbinden tragen. Außerdem tragen sie noch Polster, die Ähnlichkeiten zu Amateurboxhelmen oder Kopfschützern für Taekwondo haben. Die sehenden Helfer (eine Art Co-Trainer) und die Torhüter machen sich mit Ansagen und Klopfen an den Pfosten bemerkbar. Außer den Helfern und Torhütern sehen natürlich auch die Schiris – obwohl ihnen das wohl teilweise von Spielern und Betreuern in Abrede gestellt wird, so gut wie manche gemeckert haben… Aber da der Hauptgrund für Foulspiele ein zu spät oder gar nicht gemachter Warnruf (voy, Spanisch für „ich komme“), den die Spieler beim Angriff auf den Ballführenden rufen müssen, ist, muss man ja eher bei einem zweifelhaften Freistoß meckern: „Ey Schiri, bist du taub?!“

In Marburg befindet sich die deutschlandweit bedeutende Blindenbildungsanstalt (kurz: Blista), deren Mannschaft sehr erfolgreich beim Kampf um die deutsche Meisterschaft ist. In einem sehr guten, aber teils etwas einseitigem Spiel gelang Marburg ein erneuter Sieg, diesmal mit 2:0 über den FC St. Pauli aus Hamburg. Nicht ganz so stark wie das erste Spiel war das Duell zwischen Dortmund-Kirchderne und Würzburg. Die Süddeutschen des ehemaligen Versehrten Sport Vereines (nun Vital-Sportverein, da man eigentlich schon seit Jahren keine kriegsversehrten Spieler mehr hat, auf die dieser Vereinsname anspielt) gewannen erstmals diese Saison ein Spiel. In diesem spannenden Match hatte Dortmund alle Chancen auszugleichen, doch das gelang nur beim 1:1. Beim Stand von 1:2 wurde auch noch ein Strafstoß vergeben.

Insgesamt muss man sagen: eine tolle Idee dieser Sport und v.a. eine tolle Leistung, die da von den Spielern und Mannschaften gebracht wurde! Also ich habe schon sehende Spieler gesehen, die ohne Beeinträchtigungen ungeschickter mit dem Ball umgingen, häufiger über die Pille schlugen und „blindere“ Pässe nach vorne hauten…  
Das Besichtigungsprogramm war ja dieses Wochenende so kurz gekommen und da Marburg uns bereits bekannt war und außerdem recht überschätzt ist, fuhren wir gleich nach dem Blindenfußball weiter in die Provinz. Amöneburg liegt spektakulär auf einem Bergkegel und hat eine Burg an deren Fuße auch ein toller Fußballplatz liegt und eine enge aber doch recht durchsetzte Altstadt zu bieten.

Ein tolles historistisches Schloss in Rauischholzhausen dient der Uni Gießen als Tagungsstätte. Sein Park ist zwar nicht so herausragend, aber immerhin vom Schöpfer des Palmengartens Frankfurt geschickt um das verspielt gestaltete Gebäude herum angelegt. Weniger verspielt, aber riesig und authentisch erneuert ist die Burganlage in Schweinsberg. Drumherum gibt es auch etwas Altstadt mit Fachwerk. Ein paar schöne Fachwerkbauten und eine versiffte Burganlage hat Homberg/ Ohm zu bieten.

Schließlich ging es noch in die meines Erachtens gleichauf mit Limburg/ Lahn mit schönste Stadt Hessens: Alsfeld. An die 400 Fachwerkhäuser, fast alle in Topp-Zustand und sehr authentisch (kein Historismus wie in Marburg z.B.), ausgesprochen spektakuläres Rathaus (Fachwerk auf Steinetage), mehrere alte Kirchen, ein Stadtturm – also wirklich eine sehr sehenswerte Ortschaft! In Alsfeld konnten wir auch sehr preisgünstig essen: bei Preislagen wie bestenfalls im Osten, passend bei einer Altstadt, deren Authentizität auch eher im Osten (Quedlinburg, Salzwedel, Erfurt, Jüterbog, Meißen usw.) zu finden ist, als in Hessen oder weiter westlich. Sehr authentisch waren natürlich auch die besoffenen Asis direkt vor der Stadtverwaltung…  
Statistik:
- Grounds: 1.151 (Samstag 3 neue, Sonntag 1 neuer; diese Saison: 180 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.107 (Samstag 4, Sonntag 2; diese Saison: 251)
- Tageskilometer: 1.200 (Freitag 530km Auto, Samstag 70km Auto und 10km Bus, Sonntag 590km Auto)
- Saisonkilometer: 67.500 (64.990 Auto/ 2.230 Fahrrad/ 160 Schiff, Fähre/ 120 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 88 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 416

Donnerstag, 17. Juli 2014

W416I-II: Testspiele in Aschersleben und Osterwieck

SV Lokomotive Aschersleben ........................................ 2
TuS 1860 Magdeburg-Neustadt ..................................... 4
- Datum: Mittwoch, 16. Juli 2014 – Anstoß: 18.30
- Wettbewerb: Testspiel Landesliga Sachsen-Anhalt Nord (7. Spielklasse, 2. Amateurliga) gegen Landesklasse Sachsen-Anhalt, Staffel 2 (8. Spielklasse, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-4 nach 91 Min. (45/46) – Halbzeit: 1-3
- Tore: 0-1 9. (Nr. 8), 1-1 12. (12), 1-2 23. (Nr. 7), 1-3 38. (Nr. 10), 1-4 81. (Nr. 4, Handelfmeter), 2-4 82. (8)
- Verwarnungen: Nr. 10 (MD-Neustadt)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Stadion der Eisenbahner, Rasenplatz (Kap. 2.700 davon 200 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 25 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes Spiel mit eher überraschendem Sieger)

SV Eintracht 1911 Osterwieck ...................................... 0
TSG Bad Harzburg von 1890 ........................................ 1
- Datum: Dienstag, 15. Juli 2014 – Anstoß: 19.10
- Wettbewerb: Testspiel Landesklasse Sachsen-Anhalt Staffel 3 (8. Spielklasse, 3. Amateurliga) gegen Bezirksliga Braunschweig Staffel 3 (7. Spielklasse, 2. Amateurliga)
- Ergebnis: 0-1 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0-1
- Tor: 0-1 40. Nils Lüttge
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Stadion in Ratsgarten (Kap. 820, davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 60 (davon ca. 6 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 2,5/10 (Arm an Torszenen und trotz engem Spielverlauf langweilig)  
Photos with English Commentary:
a) Pre-Season: Eintracht Osterwieck lost to TSG Bad Harzburg
b) Harz Region I: Osterwieck Old Town (Framework Houses), Roseburg (Historistic Castle)
c) Harz Region II and III: Ballenstedt Old Town, and Falkenstein Castle 

d) Pre-Season: Lokomotive Aschersleben lost to TUS Magdeburg-Neustadt

Auch unter der Woche war Zeit, um für zwei Tage nach Staßfurt zu fahren. Diesmal waren Testspiele und Sightseeing in Osterwieck und Aschersleben drin.

Außer Quedlinburg und Halberstadt kannte Anja bisher nicht viel im Harz, also fuhren wir zur Burg Falkenstein, die ein wirklich toll erhaltener und sanierter Burgbau ist. Der Eintritt ist auch entsprechend hoch 6€ (ermäßigt 3,50€) und mittlerweile darf man auch nicht mehr in den Ausstellungsräumen fotografieren – zum Glück war ich vor fünf Jahren schon mal da (siehe Link), als die Idioten noch nicht solche Verbote aufgestellt hatten. Nach dem eindrucksvollen Blick vom Bergfried fuhren wir nach Ballenstedt weiter, das einen tollen barocken Altstadtkern mit Schloss hat. Die historistische und sehr schick kitschig auf mittelalterlich gemachte Roseburg kannte auch ich noch nicht. Dass Quedlinburg so derart überfüllt sein kann wie heute, wusste ich bisher ebenso wenig…

In Osterwieck hingegen war tote Hose. Diese Kleinstadt kurz vor der Landesgrenze nach Niedersachsen hat eine schöne Altstadt, die v.a. mit Fachwerkhäusern verschiedenster Ausführungen und mit romanischen Kirchen glänzt. Alles kleiner und weniger spektakulär als in Quedlinburg und v.a. gar nicht touristisch genutzt. Der Leerstand ist extrem in Osterwieck: es scheint, als seien 75% der Geschäfte und 50% der Wohnungen aufgegeben. Verfall ist natürlich auch in den meisten Straßenzügen allgegenwärtig. Aber trotzdem ist Osterwieck eine wirklich schöne und besuchenswerte Stadt!  
Nicht unbedingt besuchenswert ist das Stadion im Ratsgarten und auch die daneben liegende Sporthalle am Ratsgarten hat nicht viel zu bieten. Nicht auf der völlig ausbautenlosen Wiese mit zwei Toren vor der Sporthalle, sondern auf der kleineren Wiese hinter der Sporthalle kickt die Eintracht aus Osterwieck. Immerhin wurde eine Art Tribüne errichtet: vier Blöcke mit fünf Schalensitzen, die auf ein kleines Metallgerüst mit hölzerner Fußbank aufgeschraubt wurden. Eine gute Anzeigetafel gibt es auch. Ansonsten weiß nur der Blick zur größten Kirche der Stadt zu gefallen.

Das Spiel gegen den klassenhöheren Gegner aus dem niedersächsischen Bad Harzburg war durchweg ziemlich langweilig und für einen Test zwischen einem Acht- und einem Siebtligisten auch ziemlich dürftig. Beide blockierten sich aufgrund ihrer Gleichwertigkeit sehr viel. Die wenigen Torchancen, die es gab, wurden meist entschärft oder neben das Tor gebracht. Nur ein Abwehrfehler der ansonsten gleichwertigen Gastgeber ermöglichte den Bad Harzburgern mit einem Doppelpass im Strafraum am Heimtorhüter vorbei zu kommen und lässig zum goldenen Treffer einzuschieben. Trotz dieses Sieges kann man nicht von einer guten Leistung der Bad Harzburger sprechen: sie zeigten nur mal wieder, dass das Spielniveau in Niedersachsen niedriger ist als in Sachsen-Anhalt – 7. Liga täuscht, da die Ligen dort extrem kleinteilig gehalten sind. Besser als ein abstiegsbedrohter sachsen-anhaltischer Achtligist sind sie eigentlich nicht…  
Am Mittwoch hatten wir erst Oschersleben überlegt, aber die Regionalligatruppe vom FC Magdeburg gastierte bei Börde Magdeburg und die zeitgleiche Ansetzung „Oscherslebener SC – 1. FC Magdeburg“ erschien äußerst hirnrissig. Vielleicht hat da die II. oder die A-Jugend gekickt. Aber dafür braucht man nicht bis Oschersleben zu fahren, da geht auch eine viel kürzere Tour und zwar nach Aschersleben. Das größte Stadion und die größte Sporthalle kenne ich dort schon, die zweitgrößte Fußballanlage der Stadt gehört den Eisenbahnern: das Stadion der Eisenbahner.

Das Stadion der Eisenbahner hat zwei Plätze: einen Kunstrasenplatz, der bei jedem Regentropfen anstelle des Rasen-Hauptplatzes bespielt wird, und ein tolles Panorama mit Silo hinter der Seitenauslinie und in der Ferne liegendem Kirchturm hat, allerdings nicht über Ausbauten sondern nur einen Graswall und ein paar Bänke verfügt. Und außerdem hat es noch den Rasenplatz, der auf einer Seite sieben Stehstufen mit Holzbänken in der vorletzten Reihe und der anderen Seite drei Stehstufen mit vereinzelten Holzbänken in der letzten Reihe bieten kann. Die steinernen Stufen sind teilweise stark aus den Fugen geraten, da die schönen Kastanienbäume – an Tagen wie heute willkommene Schattenspender – mit den Wurzeln so stark dagegen drücken.

Entgegen der Ansetzung fand das Spiel auf dem schöneren Hauptplatz statt. Anfangs waren beide Teams gleichwertig und mit ihrer ersten Chance gingen die eine Klasse unter dem Gastgeber spielenden Magdeburger in Führung. Die Gästestürmer sollten immer wieder zu schnell für die gar nicht mal schlechte Lok-Abwehr sein. Aber auf das 0:1 folgte erst einmal das 1:1 – aus kurzer Entfernung schoss einer der beiden afrikanischen Spieler von Lok halbhoch zum 1:1 ein. Mitte der ersten Hälfte ging der Gast durch seinen Kapitän mit einem direkt verwandelten Freistoß erneut in Führung und vor dem Seitenwechsel brach noch einmal ein Stürmer durch und schoss zum 1:3 ein. Endgültig entschieden wurde die Partie durch das 1:4, das per Handelfmeter erzielt wurde. Kurz darauf gelang Lok allerdings noch der zweite Treffer.

Außer schönen Toren bekam man noch eine souveräne Schiedsrichterleistung geboten: die dauernd rummeckernden Gäste und die ständig darauf eingehenden Meckerrentner von Lok, stellten ihn vor keine Probleme. Aber Lok hat wirklich ein absolut lächerliches Publikum: kaum Zuschauer und dann nur solche Scheintote, die seit 30 Jahren vor keinen Ball mehr getreten haben, aber die Gästespieler als Bauern, Penner und Votzen bezeichnen, was sie mit ihren Zahnprothesen ja nur mit Mühe richtig artikulieren können…

Die Rückfahrt über die Dörfer und an Halle vorbei ging enorm schnell und der mittlerweile schwer angeschlagene linke Außenspiegel blieb auch bei 160 und entsprechender Windbelastung noch dran…  
Statistik:
- Grounds: 1.147 (Dienstag 1 neuer, Mittwoch 1 neuer; diese Saison: 176 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.101 (Dienstag 1, Mittwoch 1; diese Saison: 245)
- Tageskilometer: 470 (Dienstag 310km Auto, Mittwoch 160km Auto)
- Saisonkilometer: 66.270 (63.770 Auto/ 2.230 Fahrrad/ 160 Schiff, Fähre/ 110 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 88 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 416

W415IV-V: C-Junioren und Männer-Testspiele, von Kalbe bis Schackstedt

Schackstedter Sportverein ............................................. 7
Sportverein Bräunrode .................................................. 1
- Datum: Sonntag, 13. Juli 2014 – Anstoß: 14.00
- Wettbewerb: Testspiel Landesklasse Sachsen-Anhalt Staffel 3 (8. Spielklasse, 3. Amateurliga) gegen Kreisoberliga Mansfeld-Südharz (9. Spielklasse, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 7-1 nach 89 Min. (46/43) – Halbzeit: 3-1
- Tore: 0-1 7. (Nr. 17), 1-1 29. (9 durch „Foul”elfmeter), 2-1 44. (12), 3-1 45.+1 (16), 4-1 51. (14), 5-1 71. (9), 6-1 74. (15), 7-1 88. (4)
- Verwarnungen: Nr. 16 (Schackstedt)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz am Fuchsloch Schackstedt (Kap. 1.050, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 75 (davon ca. 7 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Wirklich gutes Testspiel, das in der 2. Halbzeit leider etwas zu einseitig wurde)

Börde Cup beim Magdeburger SV Börde
- Datum: Sonntag, 13. Juli 2014 – Beginn: 11.00
- Wettbewerb: C-Junioren-Turnier beim Magdeburger SV Börde mit Mannschaften der Regionalliga Nord (1. Liga: Hannover 96), Sachsen-Anhalt Liga (2. Liga; Hallescher FC, 1. FC Magdeburg) und Landesliga Sachsen-Anhalt, Staffel 1 (3. Liga, MSV Börde)
- Platzierung: unklar
- Ergebnisse: MSV Börde 0:2 Hannover 96, 1. FC Magdeburg 1:0 Hallescher FC, Rest unklar
- Strafen: keine?
- Spielort: Guts-Muths-Stadion (Kap. 1.700, davon 200 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 150 (davon je ca. 15-30 Fans der drei Gastmannschaften)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Die ersten beiden Spiele machten einen guten Eindruck, wobei das Spiel zwischen MSV Börde und Hannover 96 besser war als das „Derby“)

VfL Kalbe/ Milde 1926 .................................................... 1
Altmärkischer SV Blau-Weiß 2001 Stendal .................. 2
- Datum: Samstag, 12. Juli 2014 – Anstoß: 14.00
- Wettbewerb: Testspiel Kreisoberliga Altmark-West (9. Spielklasse, 4. Amateurliga – Absteiger aus der Landesklasse) gegen Kreisliga Altmark-Ost (10. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-2 nach 92 Min. (45/47) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 18. (11), 0-2 71. (11), 1-2 83. (Nr. 13)
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz II Kalbe, Sportanlage an der Badeanstalt (Kap. 750, davon 150 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 25 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Ganz gutes Spiel mit überraschendem Sieger)

VfB Germania Halberstadt C ....................................... 2
Braunschweiger Sport-Club Acosta C ......................... 3
- Datum: Samstag, 12. Juli 2014 – Anstoß: 10.30
- Wettbewerb: Testspiel C-Junioren Verbandsliga Sachsen-Anhalt (2. Spielklasse der U15) gegen C-Junioren Landesliga Niedersachsen, Bezirk Braunschweig (2. Spielklasse der U15)
- Ergebnis: 2-3 nach 63 Min. (21/ 21/ 21) – 1. Drittel: 0-2, 2. Drittel: 2-0, 3. Drittel: 0-1
- Tore: 0-1 5. (?), 0-2 20. (9), 1-2 30. (Nr. ?), 2-2 40. (Nr. ?), 2-3 52. (9)
- Verwarnungen: Nr. 15 (Halberstadt)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportforum Hamersleben (Hamersleben; Kap. 1.000, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 60 (davon ca. 15 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Ordentliches Testspiel – aber warum die immer nur in das eine der beiden Tore getroffen haben…)  
Photos with English Commentary:
a) Under-15: Germania Halberstadt lost to Acosta Braunschweig at Hamersleben
b) Pre-Season: VfL Kalbe lost to ASV Blau-Weiß Stendal (Sportanlage an der Badeanstalt)

c) Under-15 Tournament: Magdeburger SV Börde, 1. FC Magdeburg, Hallescher FC, Hannover 96
d) Pre-Season: SV Schackstedt defeat SV Bräunrode

e) Börde Region: Hamersleben Monastery, Peseckendorf Palace, Ampfurth Palace
f) Altmark: Kalbe/ Milde Castle, Gardelegen Old Town, Letzlingen Palace
g) A Village in Staßfurt Municipality: Warmsdorf and its Memorial, Hotel-Church and Estate

h) Mansfeld Region: Piesdorf Palace, and the villages of Ihlewitz and Freist

Für ein paar mehr oder weniger interessante Testspiele und mehr oder weniger interessante Grounds verbrachte ich das zweite Juliwochenende in Staßfurt. Die ständigen Absagen waren wirklich unter aller Sau – aber immerhin kamen die Spielabsagen und -verlegungen rechtzeitig. Jedenfalls war die Planung nicht Hamersleben + Kalbe und Magdeburg + Schackstedt, sondern Klinze und Plötzkau und dieses und jenes – aber egal: es gab einige Tore, einen aufgrund seiner vor den Sozialtrakt gebauten Tribüne sehr ungewöhnlichen Ground, ein gut besetztes Junioren-Turnier und ein flottes Spiel auf einem interessanten Dorfplatz…  
Nachdem ich mich Samstagfrüh mit Anja traf, fuhren wir über Peseckendorf – dort gibt es ein komisches neobarockes (oder was sollte das darstellen?) Schloss – und Ampfurth – da kann man ein Burgschloss mit Renaissancekern und verfallenem Gehöft besichtigen – nach Hamersleben. Dieses Dorf ist für ein Kloster bekannt, das zwar eine spektakuläre Stiftskirche aufweisen kann, aber ansonsten sehr verfallen ist.

Aufgrund der beschissenen Ausschilderung in der Börde, erreichten wir den Ground – das sogenannte Sportforum, das eigentlich nur ein Acker mit einigen Bäumen, Sportlerheim und ein paar Bänken drumherum ist – erst zur 5. Spielminute, als der Gast gerade in Führung ging. Wir schlichen uns hinten herein, da ich auch 1€ nicht zu zahlen einsehe, wenn da die C-Jugend von Germania Halberstadt und die C-Jugend von Acosta Braunschweig auf einem neutralen Platz ein Testspiel (ja: es ist ein Testspiel und trotzdem sollte 1€ entrichtet werden!) austragen…

Das Spiel wurde ungewöhnlicherweise in drei Drittel geteilt und war ganz gut, aber verlief etwas seltsam. Die Mannschaft aus der Niedersachsenliga war erst klar überlegen, hatte mehrere Latten- bzw. Pfostentreffer und ging mit 0:2 in Führung. Nach dem ersten Seitenwechsel riss Halberstadt das Match an sich und glich mit zwei geschickten Toren – u.a. ein Heber aus über 20m – aus. Als BSC Acosta wieder das Tor vor dem Festzelt angriff, netzten sie noch ein weiteres Mal ein und schlugen den Sachsen-Anhalt-Ligisten somit 2:3. Warum kaum eine Aktion vor dem Tor vorm Sportlerheim stattfand und sich immer alles – unabhängig von der Mannschaft – vor dem Kasten vorm Festzelt abspielte, war mir schleierhaft. Also hätten die noch mal 20 Minuten drangehängt und auch Halberstadt noch ein zweites Mal auf dieses tolle Tor spielenlassen, wäre das Spiel bestimmt 3:3 ausgegangen…  
Wir hatten zwei Spielpaarungen im Kopf, da ich die Ansetzung „VfL Kalbe geg. BW Stendal, 14h auf Platz II“ für falsch hielt. Nach Gardelegen zurückzufahren und dort 15 Uhr das Testspiel des SSV zu gucken, blieb uns aber erspart. Nicht, dass sich das Stadion an den Rieselwiesen nicht lohnen würde oder das Spiel in Gardelegen weniger gut gewesen wäre (wahrscheinlich war es qualitativ sogar klar besser) aber nachdem ich bei meinem ersten Besuch in Kalbe nur den Platz I mit dem Tribünenneubau besuchen konnte, wollte ich doch lieber ein Spiel auf Platz II, dessen Kabinentrakt jetzt wieder repariert ist, sehen. Das Schöne an Platz II ist die Tribüne vor dem Sozialtrakt: zwei Reihen Holzbänke auf Steinsockeln und niedrigen Steinstufen, überdacht mit leicht löchrigem, pissgelbem Wellblech. Auch ein Sprecherturm ist vorhanden, doch bei einem Spiel vor so wenigen Zuschauern wird der genauso wenig wie ein Kassenwart gebraucht.

Dafür, dass viele der Kalbenser Zuschauer wieder die üblichen, unangenehmen, unfreundlichen bis aggressiven Altmark-Arschlöcher waren – was da im Altmarkkreis Salzwedel rumläuft ist echt schlimm: ich dachte, meine dumme Mitschülerin aus dieser Ecke sei eine negative Ausnahme, aber die ist ja richtig sympathisch im Vergleich zu den Leuten, die ich bei meinem ersten Spielbesuch in SAW (also in Klötze) getroffen habe… – ging es sehr gesittet zu. Das lag nicht nur am sympathischeren Gästeanhang, sondern auch daran, dass beide Teams weitestgehend auf Fouls verzichteten, sodass es außer einer Schubserei in Hälfte zwei keine Unsportlichkeiten gab.

Die Gäste aus Stendal, die erfreulicherweise mit einer für Sachen-Anhalt sehr hohen Zahl an Ausländern (Vietnamesen und Araber) spielten, waren anfangs klar besser und gingen durch ihren kleinsten Akteur auf dem Platz in Führung. Der beherrschte die Ballführung wirklich toll und schob nach einer reichlichen Viertelstunde an Abwehr und Torwart vorbei zum 0:1 ein. In der Halbzeit wechselte Kalbe fast die ganze Mannschaft aus, kam dann auch zu etlichen Torchancen, aber konnte trotzdem nicht den Ausgleich erreichen. Schließlich war es sogar wieder der kleine 11er, der zum 0:2 nachlegte. Erst in der Schlussphase gelang es Kalbe einen Ball mit Heber über den Stendaler Schlussmann zum Ehrentreffer im Gehäuse unterzubringen. Der Sieg für den Gast war v.a. in Anbetracht der ersten Hälfte verdient.

Wir fuhren über Gardelegen, Magdeburg, Egeln und Schneidlingen nach Staßfurt zurück.  
Am Sonntag ging es wieder nach Norden: von Staßfurt aus nach Magdeburg. Diesmal machten wir den Ground in der Harsdorfer Straße, das Guts-Muths-Stadion: und zwar bei freiem Eintritt. Die Eintrittspreise haben die Arschlöcher vom MSV Börde auf ihrer Kackwebsite immer noch nicht korrigiert – letztes Jahr waren wir nämlich mal umgedreht, da völlig maßlos überzogene 3,50€ für einen Kick auf dem Nebenplatz verlangt wurden und sind gleich zu einem anderen Verein weitergefahren. Diesmal wurde auf dem Hauptplatz gespielt und das sogar mit recht hoch einzuschätzenden Jugendmannschaften!

Das Guts-Muths-Stadion hat neben einem Gedenkstein für den Namensgeber und diesem gesichtslosen Kunstrasenplatz II auch einen weitläufigen Rasenplatz mit leichten Graswällen und drei Blöcken doppelreihiger Bänke zu bieten. Dort standen sich zuerst die C-Junioren des Gastgebers und jene von Hannover 96 gegenüber. Von Alter und Spielanlage her sicherlich eine D I oder C II Jugend und nicht die Regionalligisten, aber gut haben sie trotzdem gespielt und den aufopferungsvoll verteidigenden Gastgebern zwei Tore eingeschenkt.

Das zweite Spiel des Turniers war auch ganz gut, doch bei allem Tempo und Einsatz: FC Magdeburg (C II?) und Hallescher FC (C II?) blockierten sich wie die Männermannschaften das immer tun. Die Magdeburger waren auch die klar bessere Mannschaft: während der HFC nur zu einer Torchance in den ganzen 30 Minuten kam, war der FCM viel aktiver vorm Kasten und netzte auch einmal ein. Allerdings war die Regelauslegung durch das Magdeburger Schiedsrichtergespann sehr einseitig zugunsten der Magdeburger. Also der übliche Landesverbands-Klüngel mal wieder…

Wir verließen den Platz schon nach diesem zweiten Spiel – so hatten wir aber immerhin alle vier beteiligten Mannschaften gesehen – und fuhren über Staßfurt nach Schackstedt, einem ganz ansehnlichen, 440 Einwohner zählenden Ortsteil der Stadt Aschersleben. Der Sportplatz war zwar gut besucht, aber so ausgestorben wie sonst das Dorf war, würde ich ja gerne mal wissen, wie viele der Landesklasse-Spieler da wirklich aus Schackstedt kommen und wie viele da mit Prämien aus Aschersleben und Umgebung weggelockt werden…  
Bei so einem asozialen Eintrittspreis von 3€ für einen Testkick gegen einen Kreisoberligisten aus dem Südharz scheinen Prämiengelder ja reichlich fließen zu müssen… Aber dass die in Schackstedt eine Schacke haben, wundert mich nicht. Wobei man sagen muss, dass „Schacke“ in den Ortsnamen wie Schackstedt, Schackenthal und Schackendorf mit Ackerfurchen zu tun hat – und nicht damit, dass die Bewohner eine Schacke (Synonym: Macke, Meise, Ei am wandern, Arsch offen) haben...

Immerhin hat man 10 bequeme Holzbänke direkt am Spielfeldrand und ist bei der Enge des Sportplatzes immer direkt an der Reling dran. Der Sportplatz am Fuchsloch liegt auch idyllisch zwischen einem Teich, Bäumen und an einen Berganhang gebauten Häusern.

Einen Klassenunterschied zwischen Schackstedt und Bräunrode sah man bis zur 40. Minute nicht. Im Gegenteil: Schackstedt spielte zwar ansprechend in diesem intensiven und schnellen Spiel, aber Bräunrode ging mit einem genialen Freistoßtor – aus über 20m in den Winkel – in Führung und hielte diese auch bis zu einem völlig unberechtigten Foulelfmeter nach 29 Minuten durch offensivere und bessere Spielweise. Nach dem extrem glücklichen Ausgleich kam Bräunrode aber kaum noch zurecht und Schackstedt riss langsam das Spiel an sich. Vor der Pause gelang die Vorentscheidung mit einem Doppelschlag. Nach dem Seitenwechsel hieß es schnell 4:1 und in einem dann nicht mehr so guten, da sehr einseitigem Spiel, siegte Schackstedt noch mit 7:1.  
Ich brachte Anja noch nach Staßfurt zurück und fuhr dann statt der gewohnten Route über Güsten, Alsleben, Friedeburg, Salzmünde, eine weiter östlich angesetzte Route nach Merseburg zurück. Die beiden Schackstedter Sportplätze – der Großfeldplatz am Fuchsloch und der Kleinfeldplatz am Hoppberg (heißt nach dem Hopfenanbau und nicht nach dem Macher von Hoffenheim) – liegen jeweils an Feldwegen in Nachbarorte, die bei Niederschlag nur mit einem Allradfahrzeug sicher passierbar sind: vom Fuchsloch geht es nach Roda, vom Hoppberg nach Belleben. Ich bin auch ohne Allrad durchgekommen nach Belleben, war aber kritisch bei den Graspassagen und den bis zu 20cm tiefen Pfützen…

Belleben ist ein sehr verfallenes Dorf mit ungeordnet wirkender Bebauung und sehr schlechten Straßen. Im benachbarten Piesdorf, einem Ortsteil von Könnern, sieht es, bis auf die Straßen, besser aus: das große Schloß aus dem 19. Jh. mit der neogotischen Kirche ist saniert. Leider in Privatbesitz und deshalb nicht zugänglich, aber immerhin in sehr gutem Zustand!

Im benachbarten Mansfeld fuhr ich durch das recht heruntergekommene Ihlewitz, wo ich noch einen alten Sportplatz (ehemals BSG bzw. SV Traktor Ihlewitz) entdeckte und dann durch Freist, wo es außer einem alten Sportplatz auch eine alte Kirche mit vielen historischen Grabsteinen gibt.

Zum Finale der Fußball-WM war ich rechtzeitig in Merseburg. Die Böller von Silvester sind jetzt jedenfalls aufgebraucht – man macht sich sehr beliebt, wenn man sie direkt unter dem Schlafzimmerfenster von fußballuninteressierten Schnarchnasen zündet… – und vor allem muss ich nach diesem tollen und völlig verdienten Titelgewinn unserer deutschen Nationalmannschaft nicht nur noch einmal darauf hinweisen, dass ich lieber meine andere Mannschaft, also Algerien (was halt aufgrund der Losung nicht ging), als diese Pferdearschgesichter aus Argentinien als Finalgegner gesehen hätte, und ich außerdem noch diesen Spruch von meiner Gesichtsbuchseite zitieren muss: „Und an die Spaste, die immer rumgelabert haben, mit Löw gebe es keinen Titel: ihr könnt mich und allen anderen mit Fußballsachverstand mal am Arsch lecken!“…
  
Statistik:
- Grounds: 1.145 (Samstag 2 neue, Sonntag 2 neue; diese Saison: 174 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.099 (Samstag 2, Sonntag 2; diese Saison: 243)
- Tageskilometer: 600 (Samstag 380km Auto, Sonntag 220km Auto)
- Saisonkilometer: 65.800 (63.300 Auto/ 2.230 Fahrrad/ 160 Schiff, Fähre/ 110 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 86 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 415