Montag, 15. Dezember 2014

W437III: Radtour im Fahrradland Nummer 1

Brunssums Sport Vereniging Limburgia/ Kamerland 4
Rooms Katholieke Voetbalvereniging Minor uit Nuth 2
- Datum: Sonntag, 14. Dezember 2014 – Anstoß: 14.30
- Wettbewerb: Eerste Klasse Zondag D (Erste Klasse Sonntag, Staffel D = 5. Spielklasse, 1. niederländische Amateurfußballliga)
- Ergebnis: 4-2 nach 92 Min. (46/46) – Halbzeit: 1-1
- Tore: 1-0 14. NN, 1-1 27. (11), 2-1 60. (12), 2-2 67. (10), 3-2 87. (Foulelfmeter, 9), 4-2 89. (2)
- Verwarnungen: Nr. 3 von Limburgia
- Platzverweise: Nr. 14 von Minor (87. Min. wg. Notbremse)
- Spielort: Sportpark Houserveld (Kap. 5.000, davon 150 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 200 (davon ca. 40 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Gutes Spiel mit einigen Durchhängern)  
Photos with English Commentary:
a) Dutch Amateur Football: BSV Limburgia/ Kamerland defeat RKSV Minor Nuth (in Brunssum)
b) The Netherlands: Limburg Province; Vaals, Holset, Parteij, Wittem, Cartils, Wijlre, Oud Valkenburg, Valkenburg aan de Geul, Nuth, Amstenrade, Brunssum

Da ich seit meinem Umzug nach NRW schon mehrere weitere Male in Luxemburg und auch ein weiteres Mal in Belgien war, wollte ich diesmal in die Niederlande, wo ich seit 2008 oder so nicht mehr war. Da bot sich eine Fahrt mit Bahn und Rad nach Aachen an. Am Sonntagvormittag war auch noch schön wenig los: nur die üblichen jugendlichen Schwarzfahrer auf der Flucht durch den Zug vorm Schaffner und ein leicht zugedröhnter Junge, der ständig vor sich hinmeckerte, was ein älterer Fahrgast mit „halt doch mal die Fresse, Junge“ beendete...

Die Radroute führte mich von Aachen aus im Vaalser Quartier über die Grenze. In Vaals gibt es mehrere kleine Schlösser im neobarocken Stil, ein kleines Kloster und – was es woanders in den Niederlanden nicht gibt – kleine Berge oder Hügel, wie im benachbarten Belgien. Interessant waren im weiteren Verlauf der Fahrt der Gutshof und die Kirche von Parteij, das Schloss von Wittem, das Schloss von Cartils, die Kirche von Wijlre und vor allem das Wasserschloss von Oud Valkenburg. In der Stadt Valkenburg selber steht die einzige Höhenburg der Niederlande – kein Wunder bei einem Land dessen Fläche zu 99% aus Tiefebene besteht – oberhalb des eher unansehnlichen Ortes; besichtigt habe ich die Ruine nur von außen, da dort aufgrund des Weihnachtsmarktes ein riesiger Auftrieb war und die Zeit ohnehin langsam knapp wurde. Am Rande des Ortes gibt es noch ein barockes Schloss, dass so wie all die anderen auf dem Weg aussah, aber wenigstens gibt es in dieser Ecke der Niederlanden mal was zu sehen! Nur ist es eine echte Seuche, wie die Schlossbauten alle in Privathand sind.

Ich fuhr dann fast nur noch durch hässliche Orte wie Nuth, schaute noch ein Schloss in Amstenrade an und kam ins ausgesprochen hässliche Brunssum. Wie so oft in den Niederlanden wurde dort die Stadtmitte zubetoniert und mit Plattenbauten und ähnlichen verbaut.  
In Brunssum hatte es mir dann aber das Stadion angetan: zwei Stehstufen auf der einen Längs- und der einen Hintertorseite, auf der anderen Hintertorseite steht eine Lore auf der obersten von vier Stufen und auf den anderen Längsseite finden sich bis zu zehn Stehreihen und mittig zwischen den beiden Stehblöcken eine überdachte Tribüne mit drei Sitzreihen und dahinter weiteren Stehplätzen. Kurios ist die Form des Tribünendachs mit der schneckenartigen Konstruktion anzusehen.

Heute gab es hier ein Spiel der 1. Amateurliga, die sich in Staffeln, die nur am Samstag und Staffeln, die nur am Sonntag spielen, einteilt. Der Gastgeber BSV Limburgia/ Kamerland heißt nach der Provinz Limburg und trägt den idiotischen Beinamen eines Sponsors, der Zimmer (Kamer) vermietet (auf Niederländisch sehr schön: verhuurt; in der Grundform heißt das Verb für „mieten“ sogar „huren“ und ist damit einer der Dutzenden „falschen Freunde“ im Niederländischen, die in Schrift gleich und in der Aussprache ähnlich eines deutschen Wortes sind, aber eine völlig andere Bedeutung haben).
Die Gastmannschaft RSKV (Rooms Katholieke Voetbalvereniging) Minor spielt zwei Ortschaften weiter westlich in Nuth (war ich durchgefahren) und ist ein Verein der Römisch-Katholischen Kirche. Auch in den Niederlanden sind etwa 50% der Menschen konfessionslos, wobei von den 50% Gläubigen (bzw. Praktizierend-Gläubigen) etwa die Hälfte (d.h. 27% der Gesamtbevölkerung) der römisch-katholischen Kirche angehören. Nicht durchweg, aber doch zu meist sind das die konservativeren Einheimischen. Wie bei den deutschen DJK-Vereinen sucht man auch beim RSKV anscheinend (nicht-katholische) Ausländer und Nicht-Katholiken oder zumindest Nicht-Christen vergebens. Interessant ist auch in Anbetracht der mir allerdings idiotisch erscheinenden Diskussion, die einige linke und grüne Gruppen in den Niederlanden um den „Schwarzen Peter“ losgetreten hatten, dass auf der Website plakativ Fotos vom Nikolausfest für die Jugendspieler gezeigt werden, auf denen ebendiese umstrittene Figur gezeigt wird: die beiden Schwarzen sind nämlich geschminkte weiße Niederländer die den schwarzen Knecht vom Nikolaus mimen – Käsköppe mit Schwarzschimmelkulturen sozusagen...

Amateurfußball wird ja in vielen Ländern ziemlich professionell organisiert, aber in den Niederlanden eher nicht: Infos im Internet sind unübersichtlich und oft dürftig und dass in dieser Liag ein Schiedsrichter mit Vereins-Linienrichtern statt richtigen Assistenten auskommen muss, ist schon derb. Dafür aber nur 4€ Eintritt, was günstiger ist als in den beiden Nachbarländern der Niederlande...

Das Spiel war auch auf gutem Niveau, hatte zwar immer mal Durchhänger, aber wusste durch hohes Tempo und guten Einsatz zu gefallen. BSV Limburgia geriet erst unter Druck doch ging dann in Führung, danach glich Minor aus. In der zweiten Halbzeit gelang Limburgia wieder die Führung, wobei der Minor-Linienrichter Abseits gesehen haben wollte, was der Schiedsrichter aber überging. Kurz darauf fiel der erneute Ausgleich. Lange schien es dann auf ein Unentschieden hinaus zu laufen, doch am Ende gelang nach einer Notbremse ein Doppelschlag: erst der Elfmeter zum 3:2, dann ein Abstauber zum 4:2.

Ich fuhr zurück über Herzogenrath, wo ich die Bahn nach Aachen nahm. Via Köln und Brühl ging es dann zurück.  
Statistik:
- Grounds: 1.248 (heute 1 neuer; diese Saison: 94 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.245 (heute 1; diese Saison: 133)
- Tageskilometer: 300 (210km Zug, 90 Fahrrad)
- Saisonkilometer: 25.230 (18.420 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 1.900 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.310 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 2 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 437

W437II: Ju Jutsu in Rastede

18. X-MAS Turnier Ju Jutsu in Rastede
- Datum: Samstag, 13. Dezember 2014 – Beginn: 10.00
- Wettbewerb: Internationales Ju Jutsu Turnier in den Kategorien Fighting, Duo und Newaza
- Ergebnisse: N.N.
- Austragungsort: Mehrzweckhalle Feldbreite (Kap. 1.500, davon 900 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 400 (überwiegend Aktive und Betreuer in ihren jeweiligen Wettkampfpausen)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Sehenswerter Sport, hier aber eher durchwachsen im Wettkampfniveau)  
Photos with English Commentary:
a) Martial Arts: International Ju Jutsu Tournament in Rastede
b) Lower-Saxony: Rastede, Wiefelstede, Bad Zwischenahn, Edewecht, Sögel (Clemenswerth), Eggermühlen

Am Samstag wollte ich mir mal wieder eine neue Sportart ansehen. Die hatte ich zwar mit einer anderen verwechselt, von der ich sehenswerte da sehr actionreiche Videos im Internet gesehen hatte (Jiu Jitsu), aber das machte nichts. Ich bin natürlich trotzdem nach Rastede im Ammerland bei Oldenburg gefahren um mir ein Turnier im Ju Jutsu, das in den Formen Fighting, Duo und Newaza ausgetragen wurde, anzusehen.

Ju-Jutsu ist eine deutsche Kampfkunst, die als Selbstverteidigungssystem wie auch als Wettkampfsport vermittelt wird. Angelehnt ist sie an das japanische Jiu-Jitsu (aber nicht identisch wie gesagt), was sich ja auch wiederum vom BJJ (Brazilian Jiu Jitsu) unterscheidet. An letztgenanntes angelehnt ist das Newaza, was irgendwie nur aus Bodenkampf besteht und daher sehr statisch ist und wenn nicht gerade Weltklasseathleten am Werk sind, auch eher langweilig für den Zuschauer. Sehenswerter sind das Fighting, bei dem mit Leichtkontakt in drei zeitlich voneinander getrennten Kampfabschnitten in unterschiedlichen Arten gepunktet wird. Auch interessant anzusehen ist die partnerweise vorgetragene Duo-Kategorie: dort werden vorher einstudierte und abgesprochene Techniken präsentiert.

Die Teilnehmer kamen aus Deutschland, Dänemark, den Niederlanden, Belgien und wohl noch zwei, drei anderen Nationen. Die Jüngsten waren so um die 6 oder 7 Jahre, aber es gab auch Erwachsenenkämpfe und in allen Klassen wurde nach Geschlecht und Gewicht getrennt. Ausgenommen natürlich das Duo, da man dort wie beim Tanzen oder Eiskunstlauf Wertungen für die sauber dargebotenen Techniken bekommt.

Ausgetragen wurde das Turnier bei freiem Eintritt in der Mehrzweckhalle Feldbreite, die zur seltenen Kategorie der Doppelsporthallen gehört. Sie ist zwar nur etwa 30m breit aber dafür knapp 100m lang, sodass zwei Handballfelder hintereinander Platz haben. Eine größere Halle von der Spielfläche her ist mir in Deutschland nur in Senftenberg (Niederlausitzhalle) untergekommen, da dort noch eine Leichtathletikbahn drumherum geht. Man kann sich auf den fünf bis sechs Sitzreihen oder den Stehrängen hinter den Sitzen bzw. gegenüber im Oberrang platzieren. Die Halle ist völlig symmetrisch, was man u.a. an dem doppelten Sprecherturm merkt.  
Ich blieb nicht bis zum Ende des Turniers, sondern schaute mir noch etwas die Gegen an. Rastede selbst hatte ich ja vorher schon besichtigt und das Schloss mit dem Park, in dem sich auch eine Kirche mit gesondertem Glockenturm, eine Pferderennbahn mit Bolzplatz darin und einem Palais befinden, als sehenswert befunden.

In Wiefelstede gibt es ebenfalls eine Kirche mit abstehendem Glockenturm (alles aus Backstein). Bad Zwischenahn an einem See, der sich „Zwischenahner Meer“ schimpft gelegen, ist ein eher langweiliges Kaff mit ein paar wie in einem Freilichtmuseum aufgestellten, rätgedeckten Fachwerkhäusern. Edewecht war gar nicht so uninteressant, da an der Hauptstraße eine Windmühle und eine Kirche mit Holzglockenturm sofort ins Auge fallen. Interessant war Sögel, denn am Rande des Ortes führt eine Allee vom Lidl auf das sehr ausgefallene Schloss Clemenswerth zu: dieses Schloss ist eine Ansammlung von Pavillons die zusammen mit einer Schlosskirche symmetrisch und kreisförmig um einen zentralen Pavillon (das eigentliche Schloss) angeordnet sind – alle diese Gebäude sind sehr klein. Ich fuhr schließlich noch nach Eggermühlen, wo es ein ordentliches Wasserschloss gibt, und kehrte dann nach Wesseling zurück.  
Statistik:
- Grounds: 1.247 (heute 1 neuer; diese Saison: 93 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.244 (heute 1; diese Saison: 132)
- Tageskilometer: 670 (670km Auto)
- Saisonkilometer: 24.930 (18.420 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 1.690 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.220 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 1 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 437

W437I: Handball in Korschenbroich

TV Korschenbroich 1900 .............................................. 24
SG Ratingen 2011 .......................................................... 20
- Datum: Freitag, 12. Dezember 2014 – Anwurf: 20.00
- Wettbewerb: 3. Liga West (3. Spielklasse im Handball, Halbprofiliga)
- Ergebnis: 24-20 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 11-12
- Tore: Goerden 6, Mantsch 6, Zimmermann 4, Gelbke 4, Deppisch 3, Schiffmann 1 (Korschenbroich); Schütte 6, Oesterwind 4, Schulz 3, Kasal 3, Zobel 1 (Ratingen)
- Siebenmeterquote: Korschenbroich 56% (5 von 9); Ratingen 33% (1 von 3)
- Gelbe Karten: Goerden, Neukirchen (Korschenbroich); Janus, Bartmann, Oesterwind, Trainer Ratka (Ratingen)
- Zeitstrafen: 2x Neukirchen, 1x Zimmermann (Korschenbroich = 6 Minuten); 3x Janus, 2x Giela, 1x Lenz, Zobel, Bartmann, Schulz, Kasal, Torwart Stecken, Trainer Ratka (Ratingen = 24 Minuten)
- Platzverweise: 58. Min. Ratingens Trainer Ratka (Rote Karte wegen wiederholt unsportlichen Verhaltens), 59. Min. Ratingens Janus (3. Zeitstrafe)
- Spielort: Waldsporthalle (Kap. 900, davon 500 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 650 (davon Gästefans: mind. 15)
- Unterhaltungswert: 4,5/10 (Ziemlich dürftiges Niveau für 3. Liga, aber spannend war’s schon...)  
Photos with English Commentary:
Handball 3rd Division: Korschenbroich defeat Ratingen

Diesen Freitag gab es wieder 3. Handball-Liga zu sehen, diesmal in Korschenbroich. Deren Heimspielstätte heißt Waldsporthalle und ist ein ganz ordentlicher Bau, der allerdings nur über eine Tribüne auf einer Längsseite (sieben Sitzreihen und dahinter drei Stehreihen) verfügt. Architektonisch herausragend ist da nichts. Auch die Stimmung war alles andere als herausragend. Auffällig war eher, wie überteuert der Eintritt war mit 8€ bis 10€ je nach Platz und kaum Ermäßigungen.

Dafür, dass die Karten so teuer waren wie ich es bisher nirgendwo in Liga 3 gesehen hatte, war das Spiel so schlecht wie kein zweites das ich bis jetzt in der 3. Liga geschaut habe. Man muss sich schon fragen, was das schief läuft, wenn erst der Ball mehrfach beim Pass aus der Hand fällt und dann Minuten später so viel Haftmittel auf die Pille gewichst wird, dass der Ball beim Auftippen auf dem Hallenboden kleben blieb. Sowas hab ich ja noch nicht mal in der Kreisliga erlebt!

Das erste Tor fiel erst nach weit über vier Minuten und Ratingen war bis zu 8. Minuten nicht einmal erfolgreich. Kurz vor der Pause schafften sie es aber trotz mehrfacher Unterzahl das Spiel auf 11:12 zu drehen. Korschenbroich verwarf noch einen höchst zweifelhaften Siebenmeter in der 30. Minute. Nach der Pause dauerte es einige Minuten, doch der Gastgeber kam zurück und riss das Spiel an sich. Zum Ende wurde es sogar besser und fand mit dem 24:20 ein verdientes und recht spannendes Ende. Dass Ratingen die Partie noch aus der Hand gab, hatte übrigens nicht viel mit der einseitigen Bestrafung durch die Schiedsrichter zu tun. Die Gäste waren auch nicht sonderlich diszipliniert, was bei so einem arroganten Kotzbrocken von Trainer auch kein Wunder ist. Vier Mal so viele Zeitstrafen für Ratingen wie für Korschenbroich war dann aber doch übertrieben von den wenig überzeugenden Schiedsrichtern...  
Statistik:
- Grounds: 1.246 (heute 1 neuer; diese Saison: 92 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.243 (heute 1; diese Saison: 131)
- Tageskilometer: 130 (130km Auto)
- Saisonkilometer: 24.260 (17.750 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 1.690 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.220 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 1 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 437

Montag, 8. Dezember 2014

W436IV: 8 Stunden mit der Bahn unterwegs für 2 Stunden im Stadion

Herforder S.V. Borussia Friedenstal 1953 FR ............. 1
1. FFC Turbine Potsdam FR ......................................... 3
- Datum: Sonntag, 7. Dezember 2014 – Anstoß: 14.00
- Wettbewerb: 1. Frauenfußballbundesliga, sogenannten Allianz Frauen-Bundesliga (1. Spielklasse im deutschen Frauenfußball)
- Ergebnis: 1-3 nach 91 Min. (45/46) – Halbzeit: 1-2
- Tore: 0-1 11. Genoveva Anonma, 1-1 26. Kirsten Nesse, 1-2 29. Pauline-Marie Bremer, 1-3 46. Pauline-Marie Bremer
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Ludwig-Jahn-Stadion (Kap. 17.000, davon 2.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 400 (offiziell angeblich 563, Gästefans mind. 60)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Allenfalls mittelmäßiges Spiel: selbst mit einer dürftigen Leistung gewinnt Turbine Potsdam gegen den designierten Absteiger aus Herford)  
Photos with English Commentary:
a) Women’s Football Top Flight: SV Herford v Turbine Potsdam at Ludwig-Jahn-Stadium
b) Ostwestfalen Region: Herford Old Town 

Das NRW-Ticket, das man in Bonn mit seinem Studentenstatus erwirbt, ist ja schon eine tolle Sache: alle Regionalzüge dürfen kostenfrei benutzt werden und eine Fahrradkarte braucht man auch nicht. Allerdings ist eine Fahrradmitnahme oft nur stehend möglich, sodass ich bei dieser riesigen Strecke heute ohne Rad fuhr. Und ob ich nochmal so eine quer durch NRW Bahnfahrt mache (Rheda-Wiedenbrück, Bielefeld oder Paderborn wären solche Ziele, die in den nächsten Monaten noch anstehen), weiß ich auch nicht. Zumindest werde ich vermeiden über Düsseldorf zu fahren: dieser scheiß Bahnhof hat nur oben auf dem zugigen Bahnsteig und unten in der U-Bahn Sitzgelegenheiten. Jegliche Essensangebote sind teurer als z.B. in Halle/ Saale oder Leipzig, wo man wenigstens im Foyer oder in Leipzig sogar in den wärmeren Arkaden sitzen kann, und geht man in D’dorf aus dem Bahnhof raus, kommt man gleich in die Straße die eine Kombination aus Spielhölle und Strich ist – zu niedrigen Preisen aber mieser Qualität kann man sich dann was zu Essen beim Döner kaufen. Und das schlimmste bei den Routen über Düsseldorf: die Umsteigezeiten von und nach Köln sind im Bereich 45 bis 55 Minuten!

In Herford sah es dann so aus, dass ich mir noch schnell eine Ecke der Altstadt, die ich noch nicht kannte – ist aber nicht besonders sehenswert – anschaute und zügig was zu Essen holte und dann zum 3km entfernten Stadion lief. Das Ludwig-Jahn-Stadion heißt wohl nach Friedrich Ludwig Jahn, wobei die Schreibweise hier immer ohne Friedrich auftaucht. Jedenfalls kosteten die Karten für die 1. Frauenbundesliga 9€ (ermäßigt 8€) und man konnte sich dann entweder auf die Stufen der hohen Gegentribüne (die niedrigeren Kurven waren gesperrt) stellen oder auf die überdachte und mit roten, blauen und schwarzen Schalensitzen bestückte Haupttribüne setzen.

Turbine Potsdam war ganz gut mit ihrer Anhängerschaft vertreten und übertönte die lächerlichen Fans vom Herforder SV zu jeder Zeit. Der Gast war auch durchweg die bessere Mannschaft, wobei es nicht überzeugend war, was Turbine da zeigte. Hinter Wolfsburg, Bayern und Frankfurt hatten sie sich abgesetzt von Rest der Liga und Herford ist siegloser Tabellenletzer, also da könnte man schon ein souveränes Auftreten erwarten. Aber Potsdam spielte ziemlich fehlerhaft und unsicher, nur durch die völlige Überforderung der Heimabwehr gelang eine schnelle Führung. Nach dem unnötigen Ausgleich ging Potsdam, erneut nach einem Abwehrfehler 1:2 in Führung. Direkt nach der Pause fiel die Entscheidung zum 1:3. Danach gab es Chancen auf beiden Seiten aber keine Tore mehr.  
Statistik:
- Grounds: 1.245 (heute 1 neuer; diese Saison: 91 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.242 (heute 1; diese Saison: 130)
- Tageskilometer: 610 (600km Eisenbahn, 10km Auto)
- Saisonkilometer: 24.130 (17.620 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 1.690 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.220 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 1 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 436

W436III: Torlos in der Roten Erde

BV Borussia Dortmund 1909 II ..................................... 0
FC Rot-Weiß Erfurt ........................................................ 0
- Datum: Samstag, 6. Dezember 2014 – Anstoß: 14.00
- Wettbewerb: 3. Liga (3. professionelle Fußballspielklasse)
- Ergebnis: 0-0 nach 91 Min. (45/46) – Halbzeit: 0-0
- Tore: keine
- Verwarnungen: David Solga, NN (Dortmund); Luka Odak, Jens Möckel, Okan Aydin, Juri Judt (Erfurt)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Stadion Rote Erde (Kap. 25.000, davon 10.000 freigegeben, davon 3.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 3.000 (davon 2.080 zahlende und ca. 300 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 2,0/10 (Beschissenes Spiel mit nur ganz wenigen Torszenen, aber gute Stimmung)  
Photos with English Commentary:
a) 3rd Division: Borussia Dortmund Reserves v Rot-Weiß Erfurt
b) VIDEO: Support during Game Borussia Dortmund v RW Erfurt
b) Animal Pictures: Dortmund Zoological Garden

Die Route am Samstag war eisenbahntechnisch erträglich: von Brühl nach Köln (15 Minuten Umsteigezeit), von Köln nach Hagen (20 Minuten Umsteigezeit) und von Hagen nach Dortmund-Tierpark – aber da so viele Idioten zu dem scheiß Weihnachstmarkt in Dortmund wollten und zwei Stationen weiter zum Hbf fuhren, war es in dem Schienenbus (so kleine Asihänger werden in NRW kaum eingesetzt wegen der Menschenmassen die man transportieren muss) mal wieder extrem voll...

Im Tierpark, der mit verhältnismäßig niedrigem Eintritt (8€, ermäßigt zwischen 2,00 und 4,50€) glänzt, gibt es in einer schönen Parklandschaft, die sich auch noch frei zugänglich außerhalb des Zoos fortsetzt (dort kann man u.a. ein künstliches Moor anschauen), eine respektable Auswahl an Arten zu sehen. Als Highlights gelten die Robben (Seelöwen u.a.), Giraffen, Löwen und Nashörner. Sehr gut gelungen sind auch das Affenhaus und die Faultieranlage: die faulen Viecher laufen innerhalb des Hauses sogar frei herum, bzw. sie klettern direkt über dem Besucher ohne Trennwände herum... Nicht so gut war an zwei Stellen das Fotografieren: fast alle Vogelvolieren sind noch vergittert statt verglast und entsprechend kann man wegen der weiten Absperrung (in Tierparks wie in Merseburg kann man ja die Kamera oft direkt an die Gitter anlegen, was hier nicht ging) nichts aufnehmen und im Tropenhaus habe ich zum ersten Mal erlebt, dass auch mal die innere Linse (nicht nur die erste außen, was schnell weggewischt ist) beschlagen kann, sodass ich dort gar keine Fotos von Schildkröten und Fischen machen konnte.  
Auch beim Fußball war das Fotografieren nicht so zufriedenstellend, denn nur das Stadion und die Fans lohnten Aufnahmen – vom Spiel konnte man kaum eine Szene für ein Bild verwerten.

Im Schatten des riesigen Westfalenstadions wirkt das gar nicht mal so kleine Stadion Rote Erde winzig. Von den 25.000 Plätzen sind auch nur 10.000 freigegeben. Die Kurven mit ihren Stehplätzen sind sehr ausgedehnt, wobei ich mich in der einzigen offenen Kurve hinter dem Kassenbereich (der ist kombiniert mit Fressbuden, man kann also „einmal Stehplatz, ein Bier, eine Bratwurst“ bei ein und demselben BVB-Mitarbeiter bestellen) unter den markanten Bäumen platzierte. Die Gegentribüne mit ihren Stehplätzen und dem kleinen steinernen Turm waren vor allem von den etwa 400 Erfurtern belegt. Die waren zwar recht gut drauf, aber konnten nicht mithalten mit den stimmgewaltigen Dortmunder Ultras, die in mindestens gleichgroßer Zahl die linke Hälfte der sehr schönen, überdachten Haupttribüne, auf den mit Lehnen versehenen Holzbänken stehend, rockten. Die Stimmung kann man sich ja im obigen Video verdeutlichen.

Keine großen Beschreibungen wert sind Spiel und Rückfahrt. War beides langweilig. Was das Spiel anging, muss man nur sagen, dass beide Teams ausgeglichen schlecht spielten und sich blockierten, sodass es kaum Torchancen gab. Erfurt hatte die besseren und hätte sich im Mittelfeld etwas nach vorne arbeiten können, wenn man gegen den Abstiegskandidaten BVB U23, der von allen U23-Teams immerhin die besten Zuschauerzahlen zieht, den Pflichtsieg eingefahren hätte.  
Statistik:
- Grounds: 1.244 (heute 1 neuer; diese Saison: 90 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.241 (heute 1; diese Saison: 129)
- Tageskilometer: 210 (200km Eisenbahn, 10km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 23.520 (17.610 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 1.220 Fahrrad/ 1.090 öffentliche Verkehrsmittel/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 0 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 436

W436II: Zwei Elfmeter zum Sieg für BMG U23

VfL Borussia Mönchengladbach II ............................... 2
FC Viktoria Köln 1904 .................................................... 1
- Datum: Freitag, 5. Dezember 2014 – Anstoß: 19.00
- Wettbewerb: Regionalliga West (4. Spielklasse, 1. Halbprofiliga)
- Ergebnis: 2-1 nach 93 Min. (46/47) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 1. Bilal Sezer (Foulelfmeter), 2-0 62. Bilal Sezer (Foulelfmeter), 2-1 90. Mike Wunderlich
- Verwarnungen: Markus Brzenska, Claus Costa, Jerome Assauer?, Andreas Schäfer (alle Viktoria Köln)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Grenzlandstadion (Kap. 10.000, davon 2.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 400 (davon 343 zahlende und ca. 70 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Ganz ordentliches Spiel)  
Photos with English Commentary:
German Regional League West: Borussia Mönchengladbach Reserves v FC Viktoria Köln

Am Freitag traf ich mich erst mal mit einem Kumpel aus der Uni im Arithmeum Bonn, dass eines von vielen Museum der Stadt ist und dann ging es nach Mönchengladbach zum Regionalligafußball. Fährt man mit der Bahn, steigt man am besten in Rheydt Hauptbahnhof aus und läuft dann erst 1km parallel zur Bahn um dann rechts in die Nordstraße einzubiegen, wo man nach einem weiteren Kilometer die Stadien vom Rheydter SV und Borussia Mönchengladbach U23 (letzteres heißt Grenzlandstadion) findet. Das Grenzlandstadion ist nicht so sehenswert wie das benachbarte RSV-Stadion aber schon ein ansehnlicher Bau. Auf drei Seiten Stehränge, die aber nur auf der Gegenseite wirklich hoch gebaut sind und in den Hintertorbereichen durch zwei mickrige Marathontore unterbrochen sind. Auf der vierten Seite gibt es eine überdachte Sitztribüne mit dunklen Bänken. Sinnloserweise soll man für einen Stehplatz genauso 8€ zahlen wie für die überdachte Tribüne, doch mit Studentenermäßigung (die es wie auch Rabatte für Jugendliche und Rentner nur auf den Stehplätzen gibt) zahlt man nur die Hälfte.

Im Gegensatz zu vielen anderen Spielen der Regionalliga ging diese Partie furios los: der Gast aus Köln zeigte eindrucksvoll wie sehr sie sich im Abwärtstrend befinden und verursachte schon nach weniger als 60 Sekunden einen Foulelfmeter, der vom türkischen BMG U23-Stürmer sicher verwandelt wurde. Trotz Unterstützung einer recht stimmgewaltigen Viktoria-Fanschar kickten die Kölner durchweg wie ein Absteiger: wenn sie die nächsten 10 Spiele auch nicht gewinnen, werden sie dann – nachdem sie aus unerfindlichen Gründen in den ersten Wochen der Saison auf Platz 1 standen – auch endlich dahin kommen wo sie hingehören.

In der Halbzeit erklärte mir noch ein Gladbacher Ultra, dass er eine Wette mit einem Kollegen hat und er mit seiner Sturmhaube vermummt unerkannt durch die gesperrten Bereiche auf die Tribüne gelangen muss – klappte auch – und nach der Pause war in einem ganz ordentlichen Spiel die Heimelf weiter am Drücker kam nach einem ungeschickten Einsteigen im Strafraum zu einem weiteren Elfmeter, den derselbe Schütze auch wieder sicher verwandelte. Erst in der Schlussminute stocherte Viktoria noch den Ball zum 2:1 Anschlusstreffer ins Gladbacher Netz. Doch das interessierte die verärgerte Gästefans, die sich immer wieder Pöbeleien mit Gladbacher lieferten, nicht mehr so richtig: nun ging es verbal gegen Trainer und Vorstand...  
Statistik:
- Grounds: 1.243 (heute 1 neuer; diese Saison: 89 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.240 (heute 1; diese Saison: 128)
- Tageskilometer: 160 (150km Eisenbahn, 10km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 23.310 (17.610 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 1.210 Fahrrad/ 890 öffentliche Verkehrsmittel/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 13 [letzte Serie: 1, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 436

Freitag, 5. Dezember 2014

W436I: Flutlichtspiel mit dem „Haus Spaniens”

SC Schwarz-Weiß Köln 1912 ......................................... 1
Ideal Club de Futbol Casa de España (Colonia) .......... 1
- Datum: Donnerstag, 4. Dezember 2014 – Anstoß: 19.50
- Wettbewerb: Kreisliga B Köln, Staffel 2 (9. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-1 nach 94 Min. (46/48) – Halbzeit: 0-0
- Tore: 1-0 51. Raphael Heidkampf, 1-1 61. Damir Brkan
- Verwarnungen: Raphael Heidkampf, Murat Aldemir (Schwarz-Weiß); Marko Vidacak (Espana)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Aschenplatz Kolkrabenweg (Kap. 2.000, davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 45 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Durchschnittsspiel)  
Photos with English Commentary:
a) Football: Schwarz-Weiß Köln v Casa de Espana Köln (Cologne Amateur League 2)
b) Other: Brühl Palace (Northrhine-Westphalia) & Quedlinburg Palace (Saxony-Anhalt)

Nachdem ich letztes Wochenende mal wieder in Sachsen-Anhalt war – die beiden letzten Bilder unter „b)“ stammen noch von meiner Rückfahrt; nach einem Besuch in Staßfurt ging es spät abends quer durch den Harz und via Göttingen nach Wesseling zurück – heißt es diese Woche wieder quer durch schon bekannte und mir noch unbekannte Gegenden in NRW. Diese Woche werde ich auch mal alle Grounds mit der Bahn besuchen. Bereits am Donnerstagabend hatte ich Zeit für einen Spielbesuch. Es wurde ein Kreisliga-B-Spiel auf einer Sportstätte mit dem schönen Namen „Aschenplatz Kolkrabenweg“ – irgendwie benennen die im hässlichen NRW ihre Sportstätten gerne nach hässlichen Tieren (siehe Iltispark Duisburg-Hamborn)... – ausgetragen. Um dort hinzukommen bin ich nach der kurzen Radtour nach Brühl in den Regionalzug und in Köln-West in die Stadtbahn, die als kombinierte U- und Straßenbahn bis fast direkt vor den Hintereingang der Sportanlage im Kolkrabenweg (Ecke Wolfssohnstraße) fährt. Gastgeber auf der nur niedrige Stehstufen auf beiden Längsseiten des schlechten Hartplatzes und eine kleine Hütte von Vereinsheim vorweisenden Anlage ist der Sport Club Schwarz-Weiß 1912.

Interessanter war eigentlich der Gastverein, da er laut Website der älteste noch existente ausländische Club Kölns ist, der aber mehrfach betont, dass er nicht nur Spaniern offen steht. In der Mannschaftsaufstellung finden sich auch in der Tat kaum zur Hälfte spanische Namen, sondern neben gemischten Namen (deutsch-arabisch, deutsch-spanisch) auch slawische, türkische, portugiesische und italienische. Interessant ist die Bemerkung auf der Vereinswebsite (http://casa-espana-colonia.de/): „Anlässlich dieser bedeutenden Vorgänge [Umzug auf neue Sportanlage] hat der Verein auch sein Vereinslogo überarbeitet und modernisiert. Der Adler der bisher auf der Brust der Spieler prangerte [ja, was hat er denn da angeprangert, der Adler?!], stellt sich freundlicher, moderner und offener dar.“ Anders ausgedrückt erhält man: Wir haben den Adler jetzt so verfälscht (siehe neues Vereinswappen), dass man nicht mehr erkennt, das wir Madrilenen in den 1960ern als unser damaliger Führer Franco noch regierte, sein von den Königen inspiriertes vermurkstes faschistisches Wappen abgewandelt haben (siehe altes Vereinswappen im Vergleich zum Franco-Staatswappen zur Gründungszeit des Clubs)...

Aber wie auch immer, im Club hat sich einiges geändert, wahrscheinlich mehr als in Spanien ansonsten. Was nur typisch spanisch war, war die Spielweise von Casa Espanol: kurz und knackig spektakulär beginnen (hier rettete eine Torwartparade nach zwei Minuten den besser stehenden SC Schwarz-Weiß vor dem frühen Rückstand) und dann doch von hinten aufbauen und den Gegner kommenlassen. Und vor allem, ganz wichtig: bei jeder ruppigen Berührung so laut schreien als müsse der Notarzt kommen oder als sei die Karriere durch ein höchst unsportliches Brutalofoul gefährdet... Der Schiedsrichter ging sehr lasch mit beiden Mannschaften um, da er offensichtlich keine Lust hatte, mit gelben Karten – Schwarz-Weiß wegen handelsüblicher Fouls und Casa Espanol wegen Meckerns und Reklamierens – um sich zu schmeißen. Als der Gastgeber nach einer torlosen aber gar nicht mal schlechten ersten Hälfte das Ruder endlich richtig in die Hand nahm und durch einen Schuss ins lange Eck in Führung ging, konterte Casa Espanol und schob gegen die Laufrichtung des Torwarts ein. Mehr als ein 1:1 wurde es trotz Chancen auf beiden Seiten – mehr natürlich auf der Seite der favorisierten Gastgeber – trotzdem nicht.  
Statistik:
- Grounds: 1.242 (heute 1 neuer; diese Saison: 88 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.239 (heute 1; diese Saison: 127)
- Tageskilometer: 50 (20km Eisenbahn, 20km Straßen-/ U-Bahn, 10km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 23.150 (17.610 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 1.200 Fahrrad/ 740 öffentliche Verkehrsmittel/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 12 [letzte Serie: 1, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 436

Sonntag, 30. November 2014

W435III: Handballsonntag in Leuna und Halle

SV Union Halle-Neustadt ............................................... 37
SGH Rosengarten-Buchholz .......................................... 34
- Datum: Sonntag, 30. November 2014 – Anwurf: 16.00
- Wettbewerb: 2. Frauenhandballbundesliga (2. Spielklasse der Frauen)
- Ergebnis: 37-34 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 20-15
- Tore: Jacqueline Hummel 14, Martyna Rupp 6, Eileen Uhlig 6, Stefanie Hummel 4, Dagmar Stuparicova 3, Linda Jäger 2, Elisa Möschter 1, Swantje Heimburg 1 (Halle); Lisa Prior 7, Sabine Heusdens 6, Sarah Lamp 5, Nina Schilk 5, Melissa Luschnat 3, Elena Nendza 3, Lareen Gräser 2, Nicole Steinfurt 2, Isabell Kaiser 1 (Rosengarten)
- Siebenmeterquote: Halle 83% (5 von 6); Rosengarten 75% (6 von 8)
- Gelbe Karten: Martyna Rupp, Linda Jäger, Stefanie Hummel (Halle); Isabell Kaiser, Laura Schultze, Sabine Heusdens (Rosengarten)
- Zeitstrafen: 2x Linda Jäger, Eileen Uhlig, Linda Umbusch (Halle = 8 Minuten); 2x Isabell Kaiser, Nicole Steinfurt (Rosengarten = 6 Minuten)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Erdgas Sportarena (Kap. 1.200, davon 945 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 750 (davon ca. 4 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,5/10 (Sehr gutes und spannendes Spiel)

TSV Leuna 1919 mJB ..................................................... 27
SV Friesen Frankleben mJB .......................................... 39
- Datum: Sonntag, 30. November 2014 – Anwurf: 12.30
- Wettbewerb: Bezirksliga männliche Jugend B, Sachsen-Anhalt Süd (2. und unterste Spielklasse der U18)
- Ergebnis: 27-39 nach 50 Min. (25/25) – Halbzeit: 15-22
- Tore: k.A.
- Siebenmeterquote: Leuna 0; Frankleben 75% (3 von 4)
- Verwarnungen: 2x Gelb (Leuna); 3x Gelb + Trainer (Frankleben)
- Zeitstrafen: 2x Nr. 10 (Leuna = 4 Minuten); 2x Nr. 2, 2x Nr. 13, Nr. 7 (Frankleben = 10 Minuten)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sporthalle Leuna (Kap. 200 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 55 (davon ca. 20 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes Spiel mit verdientem Sieg für Frankleben)

TSV Leuna 1919 mJC ..................................................... 24
SV Friesen Frankleben mJC .......................................... 20
- Datum: Sonntag, 30. November 2014 – Anwurf: 11.00
- Wettbewerb: Bezirksliga männliche Jugend C, Sachsen-Anhalt Süd (Spielklasse der U15)
- Ergebnis: 24-20 nach 50 Min. (25/25) – Halbzeit: 10-10
- Tore: k.A.
- Siebenmeterquote: Leuna 100% (1 von 1); Frankleben 63% (7 von 11)
- Verwarnungen: 2x Gelb + Trainer (Frankleben); 3x Gelb (Leuna)
- Zeitstrafen: 1x Nr. 9 + Rot Nr. 9 (Frankleben = 4 Minuten)
- Platzverweise: Nr. 9 von Frankleben (49. Min., grobes Foul)
- Spielort: Sporthalle Leuna (Kap. 200 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 45 (davon ca. 15 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Pflichtsieg der Leunaer in einem durchwachsenen und durch das Schiedsrichtergespann unnötig spannend gemachten Spiel)  
Photos with English Commentary:
a) Youth Handball in Leuna: TSV Leuna v Friesen Frankleben U15 and U18
b) Women’s Handball in Halle: 2nd Division Union Halle-Neustadt v SGH Rosengarten-Buchholz

Sonntag war Handballtag in Leuna. Vor dem Hauptspiel der I. Männermannschaft in der Bezirksliga traten die II. Männer (Kreisklasse) und die beiden Juniorenteams (C und B) an.

Zuerst die C-Jugend, die als Drittletzter auf den Tabellenletzten aus Frankleben traf. In den ersten Minuten war Leuna die bessere Mannschaft und hielt die Friesen auf Distanz, doch nach sieben oder acht Minuten gab Leuna nach und nach das Match aus der Hand. Das Schiedsrichtergespann vom Halleschen SC tat sein Übriges und warf Friesen Frankleben Siebenmeter hinterher ohne gleiche Vergehen der Gäste zu ahnden. In den letzten Minuten vor der Pause kämpfte sich der TSV aber zurück und glich aus. Nach der Pause führte Leuna ständig, doch hatte auch hier Probleme den absehbaren Pflichtsieg zu sichern, da die (Un?)parteiischen nach wie vor durch einseitige Regelauslegung auffielen. Was der Kotzbrocken auf der Friesen-Bank da noch an den Schiris zu meckern hatte?! Sein Team bekam ja 11 zu 1 Siebenmeter – und das als die unterlegene Mannschaft! Da Leuna aber in diesem durchwachsenen Spiel in den meisten Punkten besser als Frankleben agierte, hieß es am Ende 24:20 für den TSV.

Das gleiche Duell gab es auch bei der B-Jugend, wobei hier die Vorzeichen komplett anders waren: Leuna auf Platz 4, Frankleben auf Platz 2 ohne Verlustpunkt. Leuna spielte gut, doch Frankleben sehr gut. Nach einer furiosen Anfangsphase wurde das Spiel etwas ruhiger, doch es war stets ein riesiger Leistungsunterschied im Vergleich mit der C-Jugend festzustellen. Auch zwischen diesen beiden B-Jugendteams war der Unterschied deutlich. Leuna hielt gut gegen und konnte die Niederlage in Grenzen halten: 27-39.  
Ich blieb nicht zu den Männerspielen, da ich mit Khatereh in Halle verabredet war und dort die zweite neue Sporthalle (Freitag hatte ich ja schon die neue Eissporthalle gekreuzt) wartete: die sogenannte Erdgas Sportarena. Diese scheiß Erdgas-Namen nerven langsam wirklich: Erdgas Sportpark und ganz dumm Erdgas-Werfertage, bei denen wohl mit Erdgas statt mit Speeren und Hämmern geworfen wird... Man muss aber sagen: diese Mehrzwecksporthalle ist anscheinend seit langem das erste richtig gelungene Bauprojekt in Sachsen-Anhalt! Von außen dunkle gehalten und die übliche Blechbüchsenform, aber von innen zwei leicht erhöhte Untertribüne in angenehmen hellen Farbtönen, hinter dem einen Tor eine Empore mit weiteren Stehplätze (die anderen befinden sich hinter den letzten Sitzreihen auf beiden Tribünenseiten. Und interessant ist auch die balkonartig oberhalb der einen Sitztribüne angebrachte VIP-Loge mit Polstersitzen.

Das wirklich gute Spiel sollte einen überraschenden aber völlig verdienten Ausgang erfahren: die sogenannten Wildcats des SV Union Halle-Neustadt sind wie immer nur im hinteren Mittelfeld der 2. Bundesliga zu finden, während die SG Handball Rosengarten-Buchholz (das liegt in Niedersachsen direkt südlich von Hamburg) einen starken dritten Platz innehat. Doch die Hallenserinnen führten von Beginn an und gaben die Führung nie wieder aus der Hand. 3:0 in der Eröffnungsphase des Spiels, dann konstant mit bis zu sechs Treffern in Front. Erst, teils auch durch zweifelhafte Schiedsrichterentscheidungen (in einer Szene auch mit der Unfairness der Gastmannschaft gepaart, die nach einem klaren Foul einfach frei aufs Tor zu rennt und einwirft) bedingt, in der Schlussphase kommt Rosengarten wirklich noch einmal gefährlich heran, doch am Ende hielt die Konzentration und Halle siegte mit dem gerade im Frauenhandball spektakulären Ergebnis von 37:34!  
Statistik:
- Grounds: 1.241 (heute 1 neuer; diese Saison: 87 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.238 (heute 3; diese Saison: 126)
- Tageskilometer: 50 (50km Auto)
- Saisonkilometer: 23.100 (17.610 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 1.190 Fahrrad/ 700 öffentliche Verkehrsmittel/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 11 [letzte Serie: 1, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 435

W435II: Leißlinger Klosterwiese und Rot-Weißer Affenkäfig

SV Rot-Weiß Weißenfels ................................................ 2
TSV Leuna 1919 .............................................................. 0
- Datum: Samstag, 29. November 2014 – Anstoß: 14.00
- Wettbewerb: Landesklasse Sachsen-Anhalt, Staffel 6 (8. Spielklasse, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-0 nach 92 Min. (46/46) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 20. u. 2-0 77. Christopher Ramon Denzin
- Verwarnungen: Thomas Kritzler, Martin Köhler (RW WSF); Gago Ibrahim (TSV Leuna)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Röntgenweg, Kunstrasenplatz (Kap. 520, davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 45 (davon angeblich nur 23 zahlende und ca. 15 Leuna-Fans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Schwache erste, gute zweite Hälfte – leider erneute Niederlage des TSV)

SG Fortuna Leißling II ................................................... 1
SV Kickers Rasberg ......................................................... 6
- Datum: Samstag, 29. November 2014 – Anstoß: 12.00
- Wettbewerb: Kreisklasse Burgenland, Staffel 2 (11. und unterste Spielklasse, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-6 nach 94+ Min. (49/4x) – Halbzeit: 0-3
- Tore: 0-1 5. Steven Tietz, 0-2 25. Steven Tietz, 0-3 37. Maik Schröter, 1-3 51. Patrick Heerwagen, 1-4 65. Christoph Bobach, 1-5 72. Christoph Bobach, 1-6 90. Christoph Bobach
- Verwarnungen: keine?
- Platzverweise: keine?
- Spielort: Sportplatz Klosterwiese Leißling (Kap. 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 10 (davon ca. 3 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Ganz ansehnliches Spiel)  
Photos with English Commentary:
a) Amateur Football (1): Fortuna Leißling Reserves v Kickers Rasberg
b) Amateur Football (2): Rot-Weiß Weißenfels v TSV Leuna 1919
c) Burgenland District: Medieval Castle of Weißenfels

Seit langem ging es mal wieder ins Burgenland. Die Tour fing allerdings nicht gut an, denn aus irgendwelchen Gründen – weder Haupt- noch Nebenplatz waren unbespielbar – wurde das Spiel in Tröglitz verlegt, sodass wir nach Leißling fuhren. Dort gab es aber wenigstens ein ansehnliches Spiel auf der Klosterwiese zu sehen: die II. Mannschaft der Fortuna –Tabellenletzter – bekam es mit dem Aufstiegskandidaten aus Rasberg zu tun. Der ging auch schnell in Führung, tat sich dann aber lange schwer gegen Leißling II und vergeigte auch viele Torchancen. Vor der Pause gelang jedoch mit zwei Treffern die Entscheidung. Ein kurzes Aufbäumen der Leißlinger und zwei weitere Treffer der Gäste später und wir mussten aufgrund der Verspätungen im Spielverlauf (Anpfiff verzögert, nachgespielt, ewig Halbzeit gemacht) schon gehen. Den letzten Treffer, das 1:6 für Rasberg, verpassten wir dadurch.  
Das wichtigste Spiel heute war aber schließlich jenes unseres TSV Leuna. Wie zu befürchten war, hat die scheiß Stadt wieder diverse Plätze gesperrt, sodass in dem hässlichen Affenkäfig gekickt wurde. Wie im Weißenfelser Zoo guckt man dort durch die Gitterstäbe rein. Da heute ein guter Schiri am Werke war, ließ er einige Leute verbotenerweise innerhalb des Käfigs stehen. Wer aber wirklich geschickt war, zahlt keine 3€ Eintritt für diesen scheiß Verein mit seinem Drecksplatz, sondern geht wie wir von hinten übers Gelände des alten Supermarktes an den Zaun und guckt von dort zu. Da sieht man genauso schlecht wie von anderen Plätzen aus auch.

In einer schwachen ersten Halbzeit kam Leuna kaum zum Zuge, das Zusammenspiel klappte gar nicht. Ein Stellungsfehler des Leunaer Torwarts führte zum 0:1. Nach der Pause zuerst ein völlig anderes Bild. Leuna am Drücker, spielt gut zusammen und motiviert nach vorne, doch auch in einem zunehmend besseren Spiel mit Chancen auf beiden Seiten gelingt den Gästen kein Treffer. Im Gegensatz zu Rot-Weiß, die eine Viertelstunde vor dem Ende mit dem 0:2 die Entscheidung erzielen. Leuna rutscht dadurch auf einen Abstiegsplatz. Und auch wenn man sich über die Unnötigkeit dieser Lage auslassen kann – irgendwo fehlt es entweder an Potential oder auch an Willen um in dieser Liga weiterhin zu bestehen. Noch ein paar Mal so eine Leistung wie in Hälfte eins mit völlig lustlosen Neu-Leunaern und überforderten alten Vereinskameraden, und bei Leuna sieht es mal ganz dunkel aus!

Bevor es dann auch in Weißenfels dunkel wurde, fuhren wir noch zur alten Burganlage hoch, wo man ein paar schöne Fotos der Innenstadt machen kann. Allerdings sieht man vom Burgberg auch so schön den massiven Verfall des Weißenfelser Stadtzentrums...  
Statistik:
- Grounds: 1.240 (heute kein neuer; diese Saison: 86 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.235 (heute 2; diese Saison: 123)
- Tageskilometer: 90 (90km Auto)
- Saisonkilometer: 23.050 (17.560 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 1.190 Fahrrad/ 700 öffentliche Verkehrsmittel/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 11 [letzte Serie: 1, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 435

Samstag, 29. November 2014

W435I: Soester Börder, Paderborner Land und Eisdom Halle

Mitteldeutscher EC Saalebulls Halle ............................... 7
Freier Akademisches Sportverein Siegmundshof Berlin 3
- Datum: Freitag, 28. November 2014 – Anbully: 20.00
- Wettbewerb: 3. Deutsche Eishockey Liga, Oberliga Ost (3. Spielklasse, 1. Amateurliga)
- Ergebnis: 7-3 nach 60 Min. (3x20) – Drittelergebnisse: 3-1, 2-1, 2-1
- Tore: 1-0 3. Matt Abercrombie, 2-0 15. Philipp Gunkel, 3-0 18. Daniel Lupzig, 3-1 20. Christian-Alexander Leers, 3-2 34. Fabio Patrzek, 4-2 36. Robin Sochan, 5-2 40. Daniel Lupzig, 5-3 42. Fabio Patrzek, 6-3 57. Troy Bigam, 7-3 60. Matthias Schubert
- Strafen: Christopher Gard 6 Min. (2; 2+2), Robin Sochan 2, Alexander Zille 2, Philipp Gunkel 2, Eric Wunderlich 2 (Halle = 14 Minuten); Patrick Neugebauer 6 Min. (2+2+2), Nils Watzke 2, Max Janke 2, Ricco Ratajczyk 2 (Berlin = 12 Minuten)
- Spielort: sogenannter Sparkassen Eisdom (Kap. 3.000, davon 1.100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 1.100 (davon ca. 2-3 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Ganz ordentliches Spiel)  
Photos with English Commentary:
a) Ice Hockey in Halle: MEC Saalebulls Halle v F.A.S.S. Berlin
b) Soester Börde: Lippstadt, Schwarzenraben, Vernaburg, Geseke, Eringerfeld, Rüthen
c) Ost-Westfalen: Harth-Ringelstein, Büren, Erpernburg, Wewelsburg, Böddeken

Letzten Novemberwochenende, Pendlerwochenende. Diesmal ging es Freitagvormittag los. In der Soester Börde und dem Paderborner Land hatte ich mir einige Sehenswürdigkeiten auf dem Weg nach Merseburg vorgenommen.

Lippstadt hat eine ganz ansehnliche Innenstadt mit einer schön ausgestalteten Renaissance(oder so)-Kirche. In Schwarzenraben gibt es keine schwarzen Raben aber ein gelbes neobarockes Wasserschloss zu sehen. Geseke hat zwei ansehnliche Kirchen und zwei Fachwerkhäuser in der durchsetzten Innenstadt stehen. Die Vernaburg ist eine große Wasserburg mit Bausubstanz verschiedener Jahrhunderte, wobei die älteren Teilen in Ruinen liegen und die neueren bewohnt sind – und die Idioten schotten sich leider ab und lassen Besucher nur bis zum Tor oder eben auf das hinten angrenzende Feld zum Gucken auf die Ferne. In Eringerfeld kann man ums wuchtige Barockschloss mit dem ebenso großen Nebengebäude herumlaufen, doch das Hotel-Restaurant ist aufgegeben. Ohnehin wirkt der Ort aufgegeben: die Jugendherberge schien zwar in Betrieb, aber die Sportanlagen wie auch Gebäude sahen mies aus. Weiter ging es nach Rüthen, wo es ein Stadttor und Wallanlagen gibt. Ansonsten ist nur ein Kreisverkehr mit einem originellen Kunstwerk (ein Esel der eine Weltkugel auf dem Rücken hat auf der wiederum ein Biber – oder soll das eine Bisamratte sein? – hockt) darin sehenswert.

Danach der Übergang ins Paderborner Land. In Harth-Ringelstein steht eine Burg auf dem Bergsporn, die als Scheinruine wiedererrichtet wurde und auch nach wie vor weiter hergerichtet wird. Trotz schöner Lage ist die Burg nicht gerade eindrucksvoll. In Büren weiß man schon mehr Eindruck zu schinden: das Jesuitenkolleg mit reich gestalteter barocker Kirche ist ein schlossähnlicher und nun als Schule dienender Bau. Als was das Schloss mit Gutsanlagen in Erpernburg dient, ist mir nicht klar: man darf laut Beschilderung nicht mal ranfahren – lustig, wie doof die Arschlöcher dort glotzen, wenn man doch vors Tor gefahren kommt und einfach mal Fotos macht. Bei den komischen Leuten dort würde ich an Stelle der Polizeidirektion Paderborn aber mal die Drogenhunde im Schlosspark Gassi führen – nicht dass da ein paar Pflänzchen gezüchtet werden... Seriöser und sozialer ist die Nutzung der Wewelsburg, die natürlich auch ein anderes Kaliber als die Erpernburg ist. Die Wewelsburg wurde allerdings fälschlich lange als die einzige Dreiecksburg Deutschlands bezeichnet. Es gibt noch etwa drei weitere Burganlagen, die einen dreieckigen Baukörper haben. Bekannt ist v.a. die in der Pfalz liegende Burg Altleiningen. Aber die Wewelsburg ist wohl die besterhaltene und sehenswertes dieses seltenen Burgentyps. Vor der Wewelsburg entschied ich mit Blick auf die noch viel zu reichliche Zeit statt in Geseke Fußball zu gucken doch nur noch das landschaftlich schön gelegene und sehr gut erhaltene Kloster Böddeken zu besuchen und dann direkt nach Merseburg zu fahren.  
Von Merseburg ging es dann bald darauf nach Halle weiter, wo ich mich meinem Vater und zwei Kollegen anschloss, die uns freundlicherweise zum Spiel der Saalebulls gegen FASS Berlin eingeladen hatten. Ich hatte am Sonntag ohnehin schon geplant, die neue Ballsporthalle zu besuchen – da Halle ja nun auch eine neue Eissporthalle hat, lohnte das Kommen für mich besonders.

Die neue Eissporthalle ist wenige Hundert Meter von der alten direkt neben der Handballhalle des USV (Universitätssporthalle Selkestraße) gebaut worden. Von außen ein unattraktiver Blechkasten, von innen ein seltsam zusammengepfriemeltes, kaltes Lagerhaus. Aber man muss sagen, hier wurde aus der Notlösung heraus das Beste gemacht: Stehränge aus Stahlrohrtribünen hinter den Toren, Sitztribünen mit Plastesitzen auf den Längsseiten und für einige VIPS auch Barhocker mit Tisch davor hinter der letzten Reihe, welche wiederum mit Polstersesseln bestückt ist. Beleuchtung geht auch so halbwegs. Die Tonanlage konnte auch unablässig malträtiert werden. Die Halle ist also gar nicht so schlecht!

Das Spiel fing auch gut an, gingen die Saalebulls doch in Führung. In einem weitestgehend einseitigen ersten Drittel schien der Gastgeber mit einer 3:0 Führung schon alles klar gemacht zu haben, doch kurz vor der Pausensirene der erste Treffer für den Gast und nach der Eisaufbereitung der Anschlusstreffer für Berlin. Halle war dann jedoch konzentrierter und zog bis auf 5:2 davon. Nach einem kurzen Aufbäumen der Berliner zu Beginn des Schlussdrittels würgte Halle den Fässern noch zwei Tore herein, sodass beide Male ein paar schlechte Verlierer aufseiten der Berliner mit handfesten Auseinandersetzungen anfingen. Außer Schlägereien zeigte die Gurkentruppe von FASS aber mal wieder nicht viel auf dem Eis...  
Statistik:
- Grounds: 1.240 (heute 1 neuer; diese Saison: 86 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.233 (heute 1; diese Saison: 121)
- Tageskilometer: 590 (590km Auto)
- Saisonkilometer: 22.960 (17.470 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 1.190 Fahrrad/ 700 öffentliche Verkehrsmittel/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 9 [letzte Serie: 1, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 435