Dienstag, 22. April 2014

W403I-404I (Ostern): Gründonnerstag Stadtpokal Halle, Karfreitag Hessentour, Ostersamstag Karlsruher SC, Ostersonntag Jugendfußball in Hermsdorf und Ostermontag Pokal in der Prignitzer Provinz

Pritzwalker Fußball- und Hockeyverein 1903 ........... 4
SV Groß Buchholz 1985 ............................................... 2
- Datum: Montag, 21. April 2014 – Anstoß: 14.00
- Wettbewerb: Halbfinale des Kreispokals Prignitz (Landesklasse Brandenburg West; 8. Spielklasse, 3. Amateurliga gegen Kreisliga Prignitz; 9. Spielklasse, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 4-2 nach 92 Min. (46/46) – Halbzeit: 2-0
- Tore: 1-0 11. Busse, 2-0 20. Busse, 3-0 66. Münch, 3-1 68. (Nr. 6), 4-1 72. Münch, 4-2 91. (Nr. 10, Foulelfmeter)
- Verwarnungen: Nr. 3, 9, 11 (Pritzwalk); Nr. 14, 29 (Gr. Buchholz)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Hainholzstadion Pritzwalk, sogenannte Dinnebier „Arena” (Kap. 3.300, davon 600 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 250 (davon ca. 100 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Mittelmäßiges Spiel mit völlig überlegenem Gastgeber)

SG SV Hermsdorf/ Thüringen – SV Eintracht Eisenberg – SV Elstertal Silbitz/ Crossen A ..................................... 1
SV SCHOTT Jena A ......................................................... 4
- Datum: Sonntag, 20. April 2014 – Anstoß: 10.30
- Wettbewerb: A-Junioren Verbandsliga Thüringen, Staffel 1 (3. Spielklasse der U19)
- Ergebnis: 1-4 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0-3
- Tore: 0-1 31. Marcel Waldau, 0-2 37. Karen Raschi, 0-3 44. Philipp Träumer, 0-4 69. Lucca Wittich, 1-4 88. Kevin Schütte (Foulelfmeter)
- Verwarnungen: Konrad Köhler, Marius Mücke (Hermsdorf); Nelson Dörre, Matthias Walzog, Robin Küfner (Jena)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Werner-Seelenbinder-Stadion (Kap. 2.300, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 2 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Durchschnittliches und recht einseitiges Spiel)

Karlsruher Sport-Club Mühlburg-Phönix ................ 3
1. Fußballclub Union Berlin ........................................ 2
- Datum: Samstag, 19. April 2014 – Anstoß: 13.00
- Wettbewerb: 2. Fußballbundesliga (2. Spielklasse, 2. Profifußballliga)
- Ergebnis: 3-2 nach 95 Min. (47/48) – Halbzeit: 0-0
- Tore: 1-0 56. Krebs, 1-1 62. Köhler (Foulelfmeter), 2-1 71. Schwertfeger, 3-1 76. Hennings, 3-2 78. Mattuschka (Foulelfmeter)
- Verwarnungen: TW Orlishausen, Gulde (KSC); Brandy (Union)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Wildparkstadion (Kap. 29.699, davon 15.157 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 18.000 (davon 15.557 Zahlende und mind. 800 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Ab der 52. Minute ein richtig gutes Spiel, davor aber nur Schrott)

Verein für Bewegungsspiele 1907 Lettin .................... 0
Eisenbahner-Sport-Gemeinschaft Halle .................... 4
- Datum: Donnerstag, 17. April 2014 – Anstoß: 18.00
- Wettbewerb: Stadtpokal Halle, sogenannter „Kicker Arena Stadtpokal” (Stadtoberliga Halle/ 9. Spielklasse, 4. Amateurliga gegen Landesklasse Sachsen-Anhalt, Staffel 6/ 8. Spielklasse, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 0-4 nach 94 Min. (49/45) – Halbzeit: 0-2
- Tore: 0-1 12. Steffen Fischer, 0-2 31. Rene Hohenhausen, 0-3 85. Rene Hohenhausen, 0-4 90. Jörg-Uwe Sparenberg
- Verwarnungen: Sven Heegel, David Wötzel (Lettin); Steffen Hoch, Oliver Opl, Steffen Fischer (ESG)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Lettin (Kap. 1.200, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 200 (davon 150 Zahlende und ca. 30 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 4,0/10 (Lettin spielte Scheiße und die ESG machte so viel wie nötig um einen klaren Sieg zu erspielen)  
Photos with English Commentary:
a) Football Cup, City of Halle: VfB Lettin lost to ESG Halle 
b) Sightseeing, Hesse (East): Eichenzell, Fulda, Schlitz, Lautenbach, Laubach, Münzenberg, Butzbach 

c) Bundesliga 2nd Division: Karlsruher SC defeat Union Berlin

d) Youth League of Thuringia (Hermsdorf): SG Hermsdorf/ Eisenberg/ Silbitz-Crossen v Schott Jena
e) Churches in Burgenland District: Schellbach, Loitzschütz; also: old protectory Zeitzer Forst
f) Sports Grounds in Burgenland District: Loitzschütz, Würchwitz

g) Easter Monday Game in Prignitz District Cup: FHV Pritzwalk defeat SV Groß Buchholz 
h) Western Prignitz Region: Wittenberge, Lenzen, Eldenburg, Mellen, Mankmuß, Stavenow, Neuhausen, Putlitz, Pritzwalk, Kuhbier, Wolfshagen, Königsgrab Seddin, Kreuzburg, Groß Buchholz, Perleberg, Bad Wilsnack, Rühstädt 
  
Bis auf Karfreitag hat man zu Ostern als Groundhopper immer große Auswahl: die meisten Sportarten pausieren oder führen sportlich sehr minderwertige Turniere durch, aber die Fußballer haben bis zu drei Wettkampfspiele in den fünf Feiertagen. Oft werden Pokal- und Nachholspiele zu Ostern ausgetragen.

Am Gründonnerstag fiel mir rechtzeitig ein, mal zu gucken, was nach der Uni in Halle so läuft. Das zweite Halbfinale des Stadtpokals zwischen dem 3. der Kreisoberliga und dem 3. der Landesklasse klang nicht schlecht. VfB Lettin hat ja auch einen ganz netten Dorfanger mit Graswällen, Bäumen und unebener Grünfläche auf der zwei Tore stehen, am ländlichen nördlichen Stadtrand…

Dass der Drecksverein aufgrund des Pokalspiels 1€ mehr als sonst verlangte für diesen nicht übermäßig zuschauerfreundlichen Platz, ist natürlich asozial. Hab auch selten so viel Gemecker wie von den Gästefans der ESG Halle am Einlass gehört. Die Diskussionen ließen auch vermuten, dass die 3€ nur für Nicht-Lettiner galten…

Kaum hatte sich der Alte Groundhopper, der zwar noch mehrere Monate bis zur Rente hat, sich aber trotzdem schon Rentnerermäßigung am Einlass sicherte, die Sportanlage betreten, schon fiel auch das erste Tor. Natürlich für den Klassenhöheren. Von der ersten Minute an kamen nur von den Gästen ernstzunehmende Angriffe und die Ballbehandlung und das Zusammenspiel waren bei der ESG weit weniger fehlerhaft. Im Vergleich mit den schwachen Lettinern war das auch kein Kunststück. Besonders nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden zweier Spieler lief gar nichts mehr zusammen – obwohl die Einwechsler auch nicht schlechter als die anderen Akteure waren.

Ein Freistoß an den kurzen Pfosten führte zum 0:2. In der phasenweise noch langweiligeren zweiten Hälfte gelang der ESG aufgrund ihrer verständlicherweise wenig motivierten Spielweise durch einen Foulelfmeter und einen Schuss aufs kurze Eck der erst hinter der Linie gefangen wurde, ein standesgemäßes Resultat: das 0-4 war auch in der Deutlichkeit so völlig verdient.  
Karfreitag hatten wir uns mit Thomas in Frankfurt verabredet. Da die Strecke über die Autobahn irgendwie langweilig ist, fuhren wir in der laut HR3 schönsten Stadt Hessens ab: Fulda. Dort besichtigten wir im benachbarten Eichzell das eindrucksvolle, aber derzeit in weiten Teilen in Sanierung befindliche Fasanerie-Schloss, und im eigentlichen Ort den Dom und die benachbarte kleinere Kirche, sowie das wuchtige Barockschloss und die darum herum liegende Altstadt, die sehr von Bausünden durchsetzt ist. Man könnte die Fuldaer Altstadt auch als Neustadt (Nachkriegszeit) mit vereinzelten historischen (und v.a. historisierenden) Gebäuden bezeichnen. Als Fazit bleibt, dass von den hessischen Städten vor allem Limburg an der Lahn um Längen sehenswerter ist als Fulda!

Weiter ging es über Schlitz, wo es auf einem Bergkegel eine sehr schöne, befestigte mittelalterliche Altstadt mit Fachwerkhäusern, Bergfried und Kirche gibt, in den Vogelsbergkreis. Die Berglandschaft ist dort genauso schön wie in der benachbarten hessischen, thüringischen und bayrischen Rhön. Die zwei fast identisch klingenden Orte Lauterbach und Laubach fanden war aber doch sehr unterschiedlich: Lauterbach hat nämlich ziemlich wenig zu bieten – ein bisschen Fachwerk, ein bisschen Barock (v.a. die Kirche mit eindrucksvollen Grabmalen) – während Laubach mit dem gewaltigen Schloss und einigen schönen Fachwerkbauten deutlich sehenswerter ist.

Wir arbeiteten uns weiter in Richtung Frankfurt vor und guckten uns die Burgruine Münzenberg von außen an. Die schön mit ihren beiden Türmen über dem kleinen, ganz ansehnlichen Ort thronende Burg hatte allerdings schon geschlossen.
In Butzbach schließlich gab es insbesondere am Marktplatz schöne Fachwerkbauten zu begucken, etwas Stadtmauer ist auch noch übrig geblieben und die Kirche hat eine interessante Architektur durch ihre verschiedenen Bauphasen, aber v.a. fielen Leerstand und versiffte Kneipen auf…
In Frankfurt trafen wir uns mit Thomas und gingen bei einem Italiener essen, der nun wirklich nichts mit versiffter Kneipe zu tun hatte…
Ostersamstag ging es von Frankfurt aus nach Karlsruhe. Für durchschnittliche 13,50€ (ermäßigt 9,90€) hatten wir Stehplatzkarten für den Karlsruher Wildpark im Internet bestellt. Wer sich für die großen alten Stadien interessiert, sollte schnell dasselbe wie wir machen, denn in naher Zukunft wird dieses Stadion zu einer sogenannten „Arena“ verschandelt werden, da das asoziale Pack vom DFB entsprechenden Anforderungen an die Karlsruher stellt. Ob die mutig dagegen halten oder nicht, kann ich nicht sagen – aber dass Alemannia Aachen nicht der einzige Verein ist, der nach einem unnötigen Stadionneubau abgestürzt ist, dürften die meisten dort schon wissen…

Aber noch steht der sehenswerte Wildpark – und sogar ohne Sponsorennamenzusätzen, nur mit gesponserten Tribünen bzw. Sektoren – mit seiner wuchtigen zweirängigen überdachten Haupttribüne mit Schalensitzen, der nur oben überdachten aber ebenfalls zweirängigen Gegentribüne mit Holzbänken oben und Stehtraversen unten, und den Kurven mit ihren Schalensitzen aus denen so mancher Grashalm sprießt, und den sehr gepflegten Stehecken.

Der Einmarsch der beiden Teams war jetzt nicht von Choreographien begleitet, aber die Karlsruher sangen ihre dümmliche badische Regionalfolklore schön mit und präsentierten Schals – die Unioner, die immerhin mit rund 800 Leuten angereist waren, schwenkten große Fahnen. Es spielte der 6. gegen den 8. und beide lagen schon nicht mehr in Reichweite des Relegationsplatzes 3.

Über die erste Halbzeit braucht man sich nicht groß auszulassen, denn außer einer guten Chancen für Union nach zwei Minuten und drei großen Chancen für den KSC in der Mitte des ersten Spielabschnittes war selbiger absolute Scheiße. Auch bis zur 52. setzte sich das grauenhafte und zweier Profiteams nicht würdige Niveau fort, doch dann zimmerte der KSC einen Ball spektakulär an den Pfosten, begann eine Drangphase und durchbrach in der 56. die Union-Abwehr zum 1:0. Kurz darauf brach allerdings ein Unioner durch die Karlsruher Verteidigung, der Torwart legte sich in den Weg, der Unioner schund billig einen Elfmeter und dieser wurde zum 1:1 verwandelt. Daraufhin baute Karlsruhe, die spielerisch heute in allen Belangen (außer Beherrschtheit im eigenen Strafraum…) bessere Elf, richtig Druck auf. Ein Doppelschlag zur vermeintlichen Entscheidung gelang. Allerdings war es erneut ein Foul im Strafraum, dass nur wenige Minuten nach einem Karlsruher Treffer das Spiel wieder enger gestaltete: auch der zweite Gästetreffer wurde vom Punkt erzielt.

Nach diesem verdienten 3:2 Sieg von Karlsruhe, der insgesamt gesehen dann doch nicht so schlecht war, trafen wir uns noch mal mit Thomas in Frankfurt und fuhren dann sehr zügig nach Merseburg durch.  
Ostersonntag schissen wir mal wieder auf Ausschlafen und brachen gegen 9.30 nach Hermsdorf – bekannt durch das Hermsdorfer Kreuz und ansonsten leider einer der hässlichsten Orte des schönsten deutschen Bundeslandes – auf. Das Beste in diesem Kaff sind die Sportanlagen: Sporthalle und Stadion sind zwar nicht herausragend, aber der sehr gute Zustand der Spielflächen überzeugt und beide Sportstätten haben auch ganz ansehnliche Tribünen. Insbesondere das Fußball- und Leichtathletikstadion kann immerhin eine siebenreihige Haupttribüne aus Betonplatten mit Sitzbänken in der Mitte sowie eine dreireihige Gegentribüne anbieten. Hinter den Toren sind Bäume, Plattenbauten, ein Graswall sowie ein Nebenplatz bzw. das Sportlerheim mit der Büste des Namensgebers der Sportanlage; Werner Seelenbinder.

Die Spielgemeinschaft aus SV Hermsdorf/ Thüringen + SV Eintracht Eisenberg + SV Elstertal Silbitz-Crossen ist ein Mittelfeldteam (Rang 6) der Thüringenliga und hatte gegen den Verfolger des Spitzenreiters aus Meuselwitz (SV Schott Jena hat 2 Punkte Rückstand), nicht viel zu melden. Vor einem wenig zahlreichen, nie unangenehm auffallenden und schon wieder zu ruhigen Publikum brachten sie zwar den ein oder anderen Ball aufs Gästetor, aber in den letzten 15 Minuten der ersten Hälfte wusste Jena seine Freiräume geschickt zu nutzen um uneinholbar auf 0:3 davon zu ziehen.

Die schwächere zweite Hälfte wurde etwas gröber geführt, aber für den Unparteiischen war das gar kein Problem. Schott Jena setzte Mitte des zweiten Spielabschnitts auch mit einem vierten Treffer noch einen drauf. Nach einem Foul im Strafraum kam Hermsdorf aber noch zum verdienten Ehrentor: der Elfmeter wurde flach und gegen die Bewegung des Torwarts im Kasten zum 1:4 versenkt.

Wir fuhren noch ein paar unbekannte Ecken des südlichen Burgenlandkreises ab: die Ruine des alten Kinderheims im Zeitzer Forst zwischen Katersdobersdorf und Breitenbach ist schon ganz interessant, und Schellbach und auch Loitzschütz sind ganz hübsche Dörfer (letzterer Ort schien mal reicher gewesen zu sein, genial ist auch der komplett von Bäumen überdachte Bolzplatz!). Es ging schließlich über Kayna mit seinem herrlichen Fußballplatz zurück nach Merseburg. Dort kamen wir nach einem Restaurantbesuch gerade noch nachhause und konnten dann dort gleich mal den Reifen wechseln. Diesmal vorne links, der war ja auch noch nie kaputt gegangen…  
Ostermontag ging es in die prignitzer Provinz. Wer denkt, hirnlose Sponsorennamenarenen gibt es nur im Profifußball oder die Provinz sei von diesem kapitalistischen Dreck verschont, muss nur mal nach Pritzwalk (brandenburgisches Vierländereck: Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen um die Ecke, flaches Elbe-Hinterland: mehr Provinz geht doch kaum!) gehen. Der Hauptsponsor ist ein deutschlandweit aufgestelltes Autohaus aus der Gegend, dessen Besitzer auch Hotels betreibt und die Kosten für die Stadionbetreibung und die Jugendförderung nur dann als Sponsorenleistung zahlen will, wenn das DDR-Kleinstadt-Stadion nach ihm benannt wird. Natürlich darf es nicht Dinnebier-Stadion heißen, sondern unbedingt „Arena“. Die Sportanlage ist sehr ansehnlich, doch dass man in der Prignitz unter einer „Arena“ ein leicht verfallenes Stadion mit Graswällen hinter den Toren, drei verrotteten Reihen metallbeschlagener Steinstufen auf einem Graswall auf der Längsseite wo sich auch eine primitive Anzeigetafel befindet, und einer dreireihigen, holzbänkebestückten Steintribüne mit kleinem Sprecherturm in der Mitte, versteht… das ist doch mal wieder so was von Provinz!

Für die Kreispokalhalbfinalpartie 3€ zu wollen ist ziemlich asozial. Es spielten schließlich nur der 6. der Landesklasse, der durch die Neuordnung noch in Abstiegsgefahr ist, und der eine Liga darunter spielende, im Mittelfeld platzierte Ortsteil von Perleberg. Groß Buchholz hatte dann zwar die erste Chance im Spiel, aber außer diesem Lattenknaller kam in der ersten Halbzeit nicht viel von den Gästen. Pritzwalk hingegen tat so viel wie nötig um einen 2:0 Pausenstand herauszuholen. Nach dem Seitenwechsel entschieden sie das Spiel mit dem 3:0 endgültig. Als die erste gute Aktion der völlig unterlegenen Gäste in Hälfte zwei zum 3:1 führte, nahm Pritzwalk deren Abwehr ein weiteres Mal problemlos auseinander. Mit einem verwandelten Elfmeter verkürzte Großbuchholz noch mal auf 4:2, sodass die klare Überlegenheit der Gastgeber nicht so deutlich im Ergebnis hervortritt. Wenigstens waren sie auf der Tribüne nicht so überlegen, da Groß Buchholz mit rund 100 Leuten aufkreuzte und mehr Lärm als das vergreiste und verschnarchte Heimpublikum machte…

Ich hatte vorhin das Thema Provinz angesprochen: klingt langweilig, aber die Gegend von Pritzwalk ist nicht so schlecht – das Meiste in Brandenburg ist sowieso viel besser als von hirnlosen Wessis, kulturlosen Ossis und dummen Brandenburgern behauptet. Wir schafften allerdings so ziemlich jede Sehenswürdigkeit in der West-Prignitz an diesem Tag: die Altstadt von Wittenberge (Backsteinstadttor, Fachwerk, Kirche), Lenzen an der Elbe (Burgschloss, Fachwerk, Wehrturm), Eldenburg (verbautes Schloss), Mellen (3.500 Jahre altes Großsteingrab), Mankmuß (interessante Dorfkirche), Stavenow (verbautes Schloss und zugängliche Kirchenruine), Neuhausen (Ortsteil von Berge; schönes Schloss und interessante Kirche mit neben dem Gebäude stehendem Glockenturm), Putlitz (Burgruine; Mauerreste und restaurierter Turm), Pritzwalk (Backsteinkirche, Fachwerk), Kuhbier (ganz ordentliche Kirche, aber das Ortsschild ist das Interessanteste dort), Wolfshagen (Barockschloss mit Garten), Dorfkirche mit abstehendem Glockenturm und Königsgrab von Seddin (jungsteinzeitlicher Grabhügel mit offener Grabkammer), Kreuzburg (interessante Fachwerkdorfkirche mit abstehendem Holzglockenturm), Groß Buchholz (eigentlich nur wegen des heutigen Spiels besucht, aber ein schönes Beispiel für ein Runddorf, das mit der Zeit zu einer Art Haufendorf gewuchert ist), Perleberg (Backsteinkirche, Fachwerkbauten), Bad Wilsnack (herausragende Backsteinkirche) und Rühstädt (ist nicht umsonst als Storchendorf bekannt: die nisten auf fast jedem Hausgiebel und ein kleines Schloss gibt es auch zu sehen). Nur der Tierpark in Perleberg passt nicht auch noch ins Programm…  
Statistik:
- Grounds: 1.099 (Sa. 1 neuer, So. 1 neuer, Mo. 1 neuer; diese Saison: 128 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.026 (Do. 1, Sa. 1, So. 1, Mo. 1; diese Saison: 170)
- Tageskilometer: 2.100 (Do. 40km Fahrrad, 10km Bahn; Fr. 510km Auto; Sa. 670km Auto; So. 170km Auto; Mo. 700km Auto)
- Saisonkilometer: 54.550 (53.070 Auto/ 1.380 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 20 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 23 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 404

Montag, 14. April 2014

W402III: Torreiches Jugendspiel und packendes Abstiegsduell im Thüringer Wald

SG SV Schwarz-Weiß Fambach 1909/ SV Wernshausen 
1919 ................................................................................... 3
Fußball-Sport-Verein Floh/ Seligenthal ......................... 1
- Datum: Sonntag, 13. April 2014 – Anstoß: 15.00
- Wettbewerb: Kreisoberliga Rhön-Rennsteig (8. Spielklasse, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-1 nach 98 Min. (50/48) – Halbzeit: 1-1
- Tore: 1-0 13. Jörn Stapf, 1-1 15. Marco Antonio Castaneda Davila, 2-1 78. Stefan Heller, 3-1 91. Stefan Heller
- Verwarnungen: Sebastian Römer (Floh/ Seligenthal)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportanlage Famberg (Kap. 2.100, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 220 (davon 110 Zahlende und ca. 30 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Besonders in der zweiten Halbzeit packendes Spiel)

SG Wohnsportgemeinschaft Thüringer Wald Zella-Mehlis/ FSV Goldlauter B ....................................... 6
SG SV Dietzhausen/ SV Mäbendorf 1885/ SV Jugendkraft 1903 Albrechts B ................................ 4
- Datum: Sonntag, 13. April 2014 – Anstoß: 10.30
- Wettbewerb: B-Junioren Kreisoberliga Rhön-Rennsteig (4. und unterste Spielklasse der U17)
- Ergebnis: 6-4 nach 80 Min. (40/40) – Halbzeit: 4-4
- Tore: 1-0 3. (7), 1-1 13. (8), 2-1 17. (13), 2-2 20. (11), 2-3 22. (11), 3-3 29. (12), 3-4 30. (8), 4-4 36. (7), 5-4 71. (15), 6-4 73. (7)
- Verwarnungen: Nr. 1, 7, 15 (WSG Zella-Mehlis); Nr. 10 (Dietzhausen)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz am Kirchwald (Kap. 500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 25 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,5/10 (Herrlich offensives Torfestival)  
Photos with English Commentary:
a) Amateur League Rhön-Rennsteig: Fambach/ Wernshausen defeat Floh/ Seligenthal
b) Youth League Rhön-Rennsteig: Zella-Mehlis defeat Dietzhausen
c) Thüringer Wald Region: Ebertshausen, Schwarza, KÜHNDORF CASTLE, Wasungen, Trusetal Falls 

Im Landkreis Rhön-Rennsteig gibt es einige Sportplätze in spektakulärer Landschaft. Einen der beiden bekanntesten hatten wir heute auf der Liste. Da uns ein Spiel zu wenig war, fuhren wir schon um 8 Uhr los um noch ein Jugendspiel zu erwischen. Der Sportplatz am Kirchwald von Goldlauter, fast in Sichtweite der JVA gelegen, ist auch in schöner thüringischer Berg- und Waldlandschaft gelegen, aber ist weder spektakulär noch kann er mit Ausbauten aufwarten. Durch Wechselbänke, Bäume und eine Torwand ist die Sicht aufs Feld von der Hauptseite aus, auch teilweise ziemlich eingeschränkt.

Bei so einem Jugendspiel wie heute stellt man sich auch am besten gleich hinter die Tore, denn was die Jugendspielgemeinschaft von Zella-Mehlis/ Goldlauter, ihres Zeichens Tabellenführer der Kreisliga, und der Gegner aus Dietzhausen/ Mäbendorf/ Albrechts (letzterer ist einer der ganz wenigen katholischen Vereine Ostdeutschlands), der Vierter in der Tabelle ist, zeigten, war herrlicher Offensivfußball. In der ersten Hälfte ging es offen hin und her, wobei sich der Torhüter der Gäste leider nicht positiv hervortun konnte, da er die unter Druck stehenden Favoriten immer wieder durch zu Treffern führende Fehler zurück ins Spiel brachte. Beim Stand von 4:4 wurden die Seiten gewechselt.

Nach der Pause wurde es ein wenig ruhiger und beide Torhüter zeichneten sich nun gleichermaßen positiv aus. Zum Ende des – trotz regelmäßiger dummer Sprüche von außen und eines nicht immer sicheren Schiedsrichters – fairen Spiels hin, konnte Zella-Mehlis die entscheidenden Konter fahren. Mit dem 6:4 können die Gastgeber wirklich zufrieden sein!  
Die Besichtigungen dieser Sonntagstour legten wir größtenteils auf die Zeit zwischen den beiden Spielen. Wir fuhren über Ebertshausen, wo es eine interessante Fachwerkkirche gibt, nach Schwarza: das Schloss dort ist übel verfallen.

In Kühndorf sieht das ganz anders aus: die einzige Johanniterburg des deutschsprachigen Raumes steht dort! Und die wird mitsamt ihrer herrlichen Türmchen, der schönen Deckenmalereien und verwinkelten Zimmer in Privatinitiative renoviert. Entsprechend hoch ist auch der Eintritt (6€) und ob man immer so einfach zur Besichtigung reinkommt wie wir, ist auch so eine Frage…

In Wasungen gab es noch einige Fachwerkbauten an der überfüllten Hauptstraße und eine historistische Burgruine oberhalb des Ortes am Waldrand zu sehen. Über Umwege (unübersichtliche Streckenführung und mäßige Beschilderung) fanden wir nach Fambach.  
Der sehenswerte Sportplatz Fambach, die Sportanlage am Famberg, liegt außerhalb des Dorfes in Richtung Heßles. Auf dem Berg wurde in den 50ern ein Hang abgetragen und geebnet. Der Rasenplatz ist sehr gut und gar nicht mal so klein, auf drei Seiten ist er von dreistufigen Steintribünen begrenzt und von Bäumen und Hängen umgeben. Auf einem der Hänge ist es etwas lichter, da dort das sehr schöne Sportlerheim Platz findet. Eine Etage tiefer befindet sich noch ein weiterer, allerdings ausbautenloser, Platz. Zwischen den beiden Plätzen stehen noch ein Streetballkorb und ein Tennisplatz. Auf jeden Fall ist die Fambacher Sportanlage eine der schönsten des Landkreises!

Vor einer wirklich ansehnlichen Kulisse von mehr als 200 Zuschauern fand ein wirklich ansehnliches Spiel, das wohl nur die versoffenen Asis auf der Gegentribüne (die auch auffällig entfernt von den anderen Fambachern weg saßen) als „Not gegen Elend“ bezeichneten, statt. Es spielten zwar nur der 13. gegen den 11. von 14 und phasenweise kam der Abstiegskampf stark durch, aber für die grenzwertigen 2,50€ Eintritt bekam man zuerst eine Druckphase der Heimelf, die in einem Stochertor zum 1:0 gipfelte, zu sehen – und dann ein plötzliches Erstarken der Gäste aus dem je nach Fahrtroute 10 bis 20km entfernten Floh-Seligenthal zu sehen. Postwendend glich der Gast aus. Bis weit in die teils kampfbetonte zweite Hälfte hinein stand es unentschieden, ehe Fambach etwas aus seinem Mehr an Chancen machte und mit einem Kopfball hoch ins Eck und einem strammen Schuss ins lange Eck (beide Male traf ein angeschlagen tapfer weiter kickender Spieler) zum 2:1 und 3:1 einnetzte. Der verdiente Sieg verhilft Fambach zum Anschluss an den Nichtabstiegsbereich!

Wir fuhren über den Rennsteig mit Zwischenhalten an den Trusetaler Wasserfällen – wie in Marokko werden die touristisch ausgeschlachtet; aber man kann sich auch einfach davor stellen und kostenlos von außen gucken: keine Ahnung, wofür ich da Eintritt zahlen sollte?! – und Leuna (jetzt mussten wir doch mal den Uludag Imbiss ausprobieren, der auch wirklich gut ist) nach Merseburg zurück.  
Statistik:
- Grounds: 1.096 (heute 2 neue; diese Saison: 125 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.022 (heute 2; diese Saison: 166)
- Tageskilometer: 480 (480km Auto)
- Saisonkilometer: 52.350 (50.920 Auto/ 1.340 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 10 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 19 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 402

Samstag, 12. April 2014

W402II: Leunaer Männermannschaften siegen in Elfmeterschießen…

FC Zementwerk Karsdorf Nebra .............................. 1
TSV Leuna 1919 .......................................................... 3
- Datum: Samstag, 12. April 2014 – Anstoß: 15.00
- Wettbewerb: Landesklasse Sachsen-Anhalt, Staffel 6 (8. Spielklasse, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-3 nach 94 Min. (47/47) – Halbzeit: 1-1
- Tore: 1-0 16. Patrick Samel („Foul”elfmeter), 1-1 26. Nino Hammerschmidt (Foulelfmeter), 1-2 80. Nino Hammerschmidt (Foulelfmeter), 1-3 89. Joao Carlos Dos Prazeres Pires
- Verwarnungen: 2x Lars Wagner, Henning Knuhr, Thomas Knorre, Sebastian Gollmann (ZWK Nebra); Ronny Wenzel (Leuna)
- Platzverweise: Lars Wagner (Nebra, 77. Min. wg. wdh. Fouls)
- Spielort: Dieter-Höhne-Sportstätte (Kap. 1.000, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 60 (davon 40 Zahlende und ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Hauptsache Leuna hat gewonnen… und das Spiel war auch weder schlecht noch langweilig!)  
Photos with English Commentary:
a) Amateur Football: Zementwerk Karsdorf Nebra v TSV Leuna
b) Places of Interest in Burgenland District 
c) Football Grounds in Burgenland District 

Da wir nur am Sonntag eine Groundhoppingtour planten, stand am heutigen Samstag die Frage im Raum, zu welcher der beiden Leunaer Männermannschaften wir mit dem Rad fahren. Die Zweite spielte aber in Blösien, was ein bisschen zu einfach ist. Da war das Auswärtsspiel der ersten im 41km entfernten Nebra doch viel besser!

In nur wenig mehr als zwei Stunden waren wir nach einer abwechslungsreichen Anfahrt mit zwei Highlights – einmal die schwere Steigung in Mücheln, dann das hammer Gefälle in Karsdorf das man mit 60 km/h nehmen kann – bei der wir auch noch von mehreren Autos Leunaer Spieler überholt wurden, in Nebra. Die Dieter-Höhne-Sportstätte wurde schon 1958 erbaut und ist nach einem verstorbenen Spieler und Trainer benannt. Die Anlage liegt landschaftlich sehr schön oberhalb des Ortes mit einem schönen Blick nach Vitzenburg mit seinem Schloss und Kirche, ist aber bis auf eine sehr kleine Tribüne mit zwei Reihen Bänken (Holzlatten auf Steinsockeln) ausbautenlos.

Erwartungsgemäß waren nicht besonders viele Zuschauer zugegen, wobei es auch schwach war, dass nur 10 Leunaer mitreisten. Die erste Hälfte begann aus Leunaer Sicht auch spielerisch schwach: Chancen gab es fast nur auf Seiten der Heimelf zu sehen und wenn diese nicht so einen schlechten Abschluss hätten, wären die schon mit ein, zwei Toren vor dem Elfmetergeschenk des teilweise schwachen mansfeldischen Schiedsrichters in Führung gegangen. Mit einem lächerlichen Elfmeter – der Nebraer sprang einem Verteidiger in den Rücken und ließ sich fallen – der gegen die Sprungrichtung des Torhüters eingenetzt wurde, hieß es 1:0. Glücklicherweise gab es schon kurz darauf einen weiteren Elfmeter, diesmal für den TSV – allerdings war auch dieser Strafstoß so eine Sache… Nino Hammerschmidt verwandelte jedenfalls mit viel Glück – der Nebraer Schlussmann hatte den Ball schon so gut wie abgewehrt, aber er sprang auf und ins Netz.

Die zweite Hälfte wurde dann sehr von Leuna bestimmt: der TSV ließ den Tabellenletzten nicht mehr ins Spiel kommen und drängte aufs Tor. Ein weiterer Treffer fiel aber bis in die Schlussphase hinein nicht: da wurde dann Joao Pires von den Beinen geholt und zum ersten Mal in diesem Match war ein Elfer auch mal eindeutig. Nino verwandelte sicher und flach gegen den zu früh abgesprungenen Torwart. Kurz darauf war es dann Joao Pires, der erneut über rechts in den Strafraum eindrang – diesmal schloss er unbehindert ab und erhöhte auf 1:3 für TSV Leuna.

Nicht nur die Erste, die mit diesem wichtigen Sieg auf Rang 9 kletterte, sondern auch die Zweite gewann in einem regelrechten Elfmeterschießen. In Blösien gerieten sie auch mit einem Strafstoß in Rückstand und glichen dann ebenfalls mit einem Elfmeter aus. Am Ende setzten sie zum 1:2 Sieg ein Feldtor drauf. Ein wirklich erfolgreicher Samstag also für den TSV Leuna!  
Statistik:
- Grounds: 1.094 (heute kein neuer; diese Saison: 123 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.020 (heute 1; diese Saison: 164)
- Tageskilometer: 80 (80km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 51.870 (50.440 Auto/ 1.340 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 10 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 17 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 402

Freitag, 11. April 2014

W402I: Endlich wieder ein Sieg für Leunas Alten Herren!

TSV Leuna 1919 AH ............................................. 5
SV Eintracht 1990 Bad Dürrenberg AH ............. 2
- Datum: Freitag, 11. April 2014 – Anstoß: 18.00
- Wettbewerb: Freundschaftsspiel Alte Herren
- Ergebnis: 5-2 nach 71 Min. (36/35) – Halbzeit: 1-2
- Tore: 1-0 12. Langrock, 1-1 17. Nr. 12, 1-2 31. Nr. 12, 2-2 43. Fulde, 3-2 48. Harnisch, 4-2 60. Ritter, 5-2 68. Franke
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportstätte der Jugend (Kap. 1.000, davon 15 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 20 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Wirklich gutes Spiel!)  
Photos with English Commentary:
Veterans Football: TSV Leuna v Eintracht Bad Dürrenberg

Diesen Freitag hatte Leunas Ü35 die Oldies von Eintracht Bad Dürrenberg vor der Brust. Die waren mit einer knappen Niederlage und einem deutlichen Sieg in die Saison gestartet, Leuna mit zwei Unentschieden trotz zwei überlegen gestalteten Spielen.

Heute sah es in der ersten Halbzeit sogar nach Niederlage aus. In einem ausgeglichenen Spiel war der TSV zwar erst in Führung gegangen, musste danach aber zwei gut herausgespielte Gegentreffer hinnehmen.

Nach dem Seitenwechsel kam die Eintracht jedoch nicht mehr so recht in Gang. Chancen hatte fast nur noch Leuna und die Abwehr der Dürrenberger ließ Leunas Angriffsreihe immer wieder durchbrechen, sodass der Eintracht-Schlussmann chancenlos hinter sich greifen musste. Ob im Zweikampf aufs kurze Eck abgeschlossen oder nach Konter mit Schuss aus 15m den Torwart ausgeguckt: vier weitere Male traf der TSV zu diesem überzeugenden 5:2 Sieg und bekam auch noch einen durch den riskant grätschenden Torwart provozierten Elfmeter verwehrt. Aber darüber will ich mal nicht meckern, denn das taten die Spieler schon genug…
Wie auch immer: nach diesem schönen Spiel mit verdientem Resultat wurde freundschaftlich und gemeinschaftlich gegrillt!  
Statistik:
- Grounds: 1.094 (heute kein neuer; diese Saison: 123 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.019 (heute 1; diese Saison: 163)
- Tageskilometer: 20 (20km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 51.790 (50.440 Auto/ 1.260 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 10 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 16 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 402

Montag, 7. April 2014

W401III: Das 60 Jahre alte Sierslebener Stadion und der Sportplatz mit Burgblick in Harkerode

SV Arnstein 1948 Harkerode ...................................... 2
SV Teutonia 1920 Siersleben ....................................... 2
- Datum: Sonntag, 6. April 2014 – Anstoß: 14.00
- Wettbewerb: Kreisliga Mansfeld-Südharz, Nordost (10. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-2 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 20. Nico Hartung (Foulelfmeter), 1-1 50. Tobias Wolf, 1-2 57. Tobias Wolf, 2-2 65. Christoph Dreher
- Verschossener Strafstoß: Harkerodes Torwart Norman Meier wehrt Foulelfmeter von Sierslebens Rene Paulsen ab (30. Min.)
- Verwarnungen: Patrick-Bernd Hartmann (Harkerode)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Harkerode (Kap. 520, davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 60 (davon 49 Zahlende und ca. 12 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes und spannendes Spiel)

SV Teutonia 1920 Siersleben C ................................... 2
JSG FSV Grün-Weiß Wimmelburg 1920/ BSC Blankenheim 1920/ SV Eintracht Emseloh C ............ 4
- Datum: Sonntag, 6. April 2014 – Anstoß: 10.00
- Wettbewerb: C-Junioren Kreisliga Mansfeld-Südharz (4. und unterste Spielklasse der U15)
- Ergebnis: 2-4 nach 71 Min. (35/36) – Halbzeit: 2-1
- Tore: 1-0 10. Niklas Dockhorn, 2-0 17. Steven Rathmann, 2-1 33. Jonas Ziegler, 2-2 39. Jonas Ziegler, 2-3 55. Jonas Hildebrandt, 2-4 70. Daniel Günther
- Verwarnungen: Leon Brüder (Siersleben); Jonas Täckelburg (Wimmelburg etc.)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Glück Auf Kampfbahn Siersleben (Kap. 1.600, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 25 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 4,0/10 (Erträglich, da einige Tore zu sehen waren)  
Photos with English Commentary:
a) Under-Aged Football at Siersleben: Teutonia v Wimmelburg/ Blankenheim/ Emseloh
b) Amateur Football at Harkerode: Arnstein Harkerode v Teutonia Siersleben
c) Mansfeld Region: Arnstein Castle, Siersleben, Hübitz, Abberode, Pansfelde, Wieserode, Alterode, Endorf

Teutonia Siersleben hat eine prima Website, die auch eine komplette Geschichte der in den 1950ern errichteten Glück-Auf-Kampfbahn von Siersleben beschreibt. http://www.sv-teutonia-siersleben.de/?page=chronik&subpage=2 Da guckten wir uns doch gleich mal zwei Spiele des Vereins aus dem Gerbstedter Stadtteil an: zuerst die mit 0 Punkten auf dem letzten Platz stehende C Jugend in besagtem Stadion zuhause, dann die Männer (im Mittelfeld auf Rang 8) beim Tabellenletzten in Harkerode (nur 2 Punkte aus 21 Spielen und eigentlich schon abgestiegen)!

Ich fuhr zuerst in neuer Rekordzeit über die Landstraßen nach Staßfurt (65 Minuten, d.h. 75km/h-Schnitt) wo wir Anja abholten, dann ging es ins wenig attraktive Dorf Siersleben. Hinter dem ansehnlichsten Gebäude des Ortes, der Kirche, geht es rechts rein zum ganz ordentlichen Stadion. Dass die Stehränge mal größer waren, konnte man erahnen: die Schlackestufen waren aber größtenteils überwuchert oder verschüttet. Nur die linke Hälfte der Haupttribüne wurde etwas erneuert. Besonders eindrucksvoll ist die Anlage dadurch natürlich nicht, aber wenigstens durch die vielen Bäume auch nicht kahl.

Das U15-Spiel war nicht besonders attraktiv, aber beide Teams gaben ihr Bestes und v.a. dem körperlich unterlegenen Gastgeber muss man Respekt zollen, wie sie dem Gast in den ersten 20 Minuten das Heft aus der Hand nahmen und entgegen aller Erwartungen mit Offensivfußball in Führung gingen. Die 2:0 Führung wackelte aber schon vor der Pause. Nach dem Anschlusstreffer war es nur noch eine Frage der Zeit, ehe die Spielgemeinschaft Wimmelburg/ Blankenheim/ Emseloh (da nicht alphabetisch geordnet, wurden die Namen wohl nach der Attraktivität der Sportstätten in absteigender Reihenfolge angeordnet: Wimmelburg ist ein absolut genialer Ground, Blankenheim Mittelmaß und Emseloh total scheiße…) das Spiel an sich riss. Die Abwehr geriet in der zweiten Hälfte deutlich öfter unter Druck und die vereinzelten Konter der Sierslebener hatten keinen Erfolg. Von 2:0 also auf 2:4!  
Wir fuhren dann ein bisschen durch die Dörfer der Umgebung, in Mansfeld-Südharz und auch dem Harz-Kreis. Im benachbarten Hübitz hatten die Sierslebener ja mal eine Weile übergangsweise gespielt, doch der Platz dort wurde verkleinert und ist ein Bolz- und Spielplatz. Auffällig im Ort sind die neogotische Kirche, die in der Kirschstraße (Rechtschreibfehler oder Gag?) steht, und die halbverfallene LPG mit VEG Hübitz (Gesellschaft für Sport und Technik) Emblem.

Wir fuhren auf die Harzhochstraße und verließen diese in Ritzgerode. Dort führt eine sehr enge, topp asphaltierte Straße durchs Tal und nach Abberode wieder den Berg hinauf. Der Ort ist ganz ansehnlich: der Freizeitsportverein hat einen tollen Kleinfeldplatz mit Flutlicht, die Kirche ist eine interessante Ruine.

In Pansfelde gibt es eine ähnlich gebaute Kirche die in sehr gutem Zustand ist. Die beiden Sportplätze sind ebenfalls in bestem Zustand und landschaftlich auch schön gelegen. Die ganzen Verbots- und Hinweisschilder sowie Straßensperrungen der Gemeinde Falkenstein kann man übrigens getrost ignorieren – bei wem soll man sich eigentlich eine Genehmigung holen, wenn man auf dem Platz mal eine Runde bolzen will? So ein hirnloses Schild wie das am Kleinfeldplatz habe ich wirklich sehr selten gesehen…

Eine besonders schöne Dorfkirche, ein Fachwerkbau aus dem 17. Jahrundert, steht in Wieserode. Einige historische Häuser stehen dort auch am Anger, ein schöner Sportplatz ist hinter der Feuerwehr zu finden. Besser ist allerdings noch jener Platz in Alterode, den man über den Feldweg von Ulzigerode aus erreicht.  
Die Ortschaft Harkerode ist dann eine ganz ansehnliche Häuseransammlung, die aber v.a. von ihrer Burgruine Arnstein auf einem Felskegel oberhalb des Ortes lebt. Diese schöne Anlage aus dem 12. Jahrhundert besuchten wir nach dem Spiel.

Der Verein heißt natürlich auch nach der Burg Arnstein und stellt diese sehr schön in seinem Vereinswappen dar. Der Sportplatz vom SV Arnstein 1948 Harkerode liegt etwas außerhalb des Ortes in einer von Bäumen umstandenen Wiese im Tal der Eine. Landschaftlich ist der Platz echt klasse! Es gibt auch ein paar Bänke und ein Vereinshaus. 2€ Eintritt sind trotzdem das Doppelte von dem was für diese Liga angemessen wäre. Dafür bekam man heute wenigstens ein gutes Spiel geboten.

Beide Seiten zeigten viel Einsatz, was dem älteren Sportfreund an der Pfeife manchmal Schwierigkeiten bereitete, und spielten viel nach vorne. Allerdings war es lange mehr der Außenseiter, der aktiver und auch erfolgreicher war. Mit einem berechtigten und souverän verwandelten Foulelfmeter gingen sie 1:0 in Führung, 10 Minuten später gab es einen noch eindeutigeren Foulelfmeter für Siersleben, der aber sehr schlecht geschossen war und für den Torwart von Harkerode keine Probleme darstellte.

Nach dem Seitenwechsel sah man, warum Harkerode so abgeschlagen auf dem Abstiegsplatz steht: für mehr als 45 Minuten Fußball reicht es wohl meist nicht! Der Gast ging jedenfalls schnell mit zwei Treffern aus spitzem Winkel aufs kurze Eck innerhalb von nur sieben Minuten in Führung. Immer wieder verloren die Gastgeber Bälle im Mittelfeld, die zu gefährlichen Kontern wurden. Kurz nach seiner Einwechslung war es jedoch ein Arnsteiner Wechselspieler, der mit einem Knaller aus 25 Metern in den langen Winkel für den verdienten Ausgleich und den Punktgewinn von Arnstein Harkerode sorgte, den sie bis zum Abpfiff verteidigen konnten.

Nach dem Spiel schauten wir uns wie gesagt die Burg Arnstein an und fuhren noch den direkten Weg über Endorf (3,5km Schotterpiste durch hügelige Felder mit teilweise Baumbestand am Rande) mit dem alten Fußballplatz und von dort nach Groß Schierstedt (Wer hat denn eigentlich den scheiß Schlüssel für das Haupttor zum Sportplatz? Man kommt doch eh problemlos über die Treppe von unten rein!) und zum Essen nach Aschersleben. Über Staßfurt ging es dann in 70 Minuten nach Merseburg zurück.  
Statistik:
- Grounds: 1.094 (heute 2 neue; diese Saison: 123 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.018 (heute 2; diese Saison: 162)
- Tageskilometer: 320 (320km Auto)
- Saisonkilometer: 51.770 (50.440 Auto/ 1.240 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 10 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 15 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 401

Samstag, 5. April 2014

W401I-II: Die Spiele des TSV; Unentschieden bei Alten Herren und Reserve, Sieg der F-Jugend und Niederlage bei der Ersten

TSV Leuna 1919 1:2 VfB IMO Merseburg II
- Datum: Samstag, 5. April 2014 – Anstoß: 15.00
- Wettbewerb: Landesklasse Sachsen-Anhalt, Staffel 6 (8. Spielklasse, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-2 nach 93 Min. (46/47) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 4. Nino Hammerschmidt, 1-1 82. Christian Wiesener, 1-2 90. Maher Habesch
- Verwarnungen: Rene Lorber (Leuna)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportstätte der Jugend (Kap. 1.000, davon 15 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 90 (davon 71 Zahlende und ca. 15 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Spannendes aber allenfalls mittelmäßiges Match)

TSV Leuna 1919 II .............................................. - 2
Landsportgemeinschaft Klobikau-Milzau 1899 - 2
- Datum: Samstag, 5. April 2014 – Anstoß: 12.45
- Wettbewerb: Kreisliga Saalekreis, Staffel 1 (10. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-2 nach 92 Min. (45/47) – Halbzeit: 1-2
- Tore: 0-1 20. Karsten Hennicke, 0-2 26. Markus Starke, 1-2 30. Tino Fiebig, 2-2 78. Florian Müller
- Verwarnungen: Christian Harnisch, Erik Voit (Leuna); 2x Nico Lemme, Mike Breternitz, Enrico Graze (Klobikau)
- Platzverweise: Nico Lemme von Klobikau (90. Gelb-Rot; Foul und Meckern)
- Spielort: Sportstätte der Jugend (Kap. 1.000, davon 15 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (davon 25 Zahlende und ca. 8 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Ganz ordentliches und v.a. spannendes Spiel)

SV Blau-Weiß Günthersdorf F ............................. 0
TSV Leuna 1919 F ................................................. 5
- Datum: Samstag, 5. April 2014 – Anstoß: 9.00
- Wettbewerb: F-Junioren Kreisklasse Saalekreis, Staffel 1 (U9-Junioren-Spielklasse)
- Ergebnis: 0-5 nach 40 Min. (20/20) – Halbzeit: 0-4
- Tore: 0-1 5. Luca, 0-2 10. Lucas, 0-3 14. Lena, 0-4 17. Luca, 0-5 39. Luca
- Freundschafts-Neunmeterschießen: 5-7 für Leuna nach 9:10 Schützen
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportstätte am Kanal, Platz 2 (Kap. 500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 12 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Extrem einseitiges Spiel mit entsprechendem Resultat zugunsten der Leunaer)

S.V. Wacker Wengelsdorf 1919 AH ..................... 2
TSV Leuna 1919 AH ............................................. 2
- Datum: Freitag, 4. April 2014 – Anstoß: 18.00
- Wettbewerb: Freundschaftsspiel Alte Herren
- Ergebnis: 2-2 nach 80 Min. (37/43) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 35.+2 Maik, 1-1 38. Wolf, 1-2 42. Langrock, 2-2 80. Nr. 18
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Wengelsdorf (Kap. 1.500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes Spiel mit völlig ungerechtem Ergebnis: also wie Leuna mit ca. 20:4 Chancen nur 2:2 spielen kann…)  
Photos with English Commentary:
Football Matches of TSV Leuna 1919:
a) Veterans at Wacker Wengelsdorf
b) Under-9 at Blau-Weiß Günthersdorf
c) Reserves against Klobikau-Milzau
d) First XI against IMO Merseburg Reserves

Von den sechs Fußballmannschaften im TSV Leuna sah ich dieses Wochenende vier. Die Alte Herren starteten in diese Saison mit zwei Unentschieden (3:3 und 2:2) und spielten dieses Wochenende beim eher schwachen SV Wacker Wengelsdorf. Die F-Jugend ist 4. von 10 und somit in der Spitzengruppe mit 30 Pkt., also 4 Pkt. Rückstand auf den 1. und 73:8 Toren und hatte in Günthersdorf anzutreten. Die II. Mannschaft ist fernab von Auf- und Abstieg als 8. mit 35:38 Toren und 29 Pkt. im Mittelfeld und stand vor einem Pflichtsieg gegen Klobikau-Milzau (eigentlich sind die Letzter, also 15. vor zurückgezogenem Buna Schkopau mit 28:81 und nur 6 Pkt., also 7 Pkt. Rückstand auf Weißenschirmbach. Und die I. Männermannschaft schließlich ist als 10. vom Aufstieg weiter weg als vom Abstieg – doch das Gleiche gilt für den Gegner IMO II, die punktgleich (25) und nur drei Tore besser (Leuna 33:34, IMO II 35:33) sind.

Wir sahen nur die E-Jugend nicht (die spielte erst Sonntag und ist übrigens 4. von 11, hat ein Torverhältnis von 43:27 und 20 Pkt. und ist somit hinter der Spitzengruppe abgeschlagen) und die Frauenmannschaft (die ist Letzter, hat 3 Punkte durch 3x 0:0, und 0:18 Tore in 9 Spielen).

Freitag ging es also wieder zu den Alten Herren. Kaum war ich auf dem Wengelsdorfer Sportplatz an der Saale angekommen, wollte der Schiri auch schon fünf Minuten vorher anpfeifen. Ein Junge laberte ihn schon passend von der Seite an: „Ey Uwe, du bist heute Schietsi? Pfeif aber ordentlich!“

Gut, so schlecht war der Schiri nun auch wieder nicht, aber ich habe selten so viele genervte Zurufe von Spielern und Fans erlebt, bei den Alten Herren… Bei den teilweise recht unsauberen Zweikämpfen hatte der Unparteiische so seine Schwierigkeiten. Und mit der Zeitnahme auch…

Zum Spielverlauf: in den ersten 10 Minuten gab es ein paar Angriffsversuche der Hausherren, danach war nur noch Leuna aktiv. In der Nachspielzeit der ersten Hälfte erzielte der Vierer aus kurzer Distanz mit einem halbhohen Volleyschuss den Führungstreffer. Nach dem Seitenwechsel hatte Wengelsdorf mit einem Freistoß seine erste richtige Tormöglichkeit und versenkte den Ball im kurzen Eck an der Mauer vorbei und unter Hähnels Arm hindurch. Kurz darauf gab es auch für Leuna Freistoß, der im vierten Versuch von Langrock unter die Latte gezimmert wurde. Danach gab es noch etliche weitere Chancen für die Gäste und eine fünfminütige Unterbrechung, da sich Hermann leider einen Nasenbeinbruch zuzog – der Wengelsdorfer, mit dem er zusammenprallte, musste auch wegen einer blutenden Kopfverletzung behandelt werden. Die völlig unangemessen lange Nachspielzeit (acht Minuten, statt vier oder fünf wie es hätten sein müssen) wurde vom glücklichen Ausgleichstreffer – ein umstrittener Freistoß der erst von Hähnel abgewehrt, aber dann im dritten Versuch eingeschossen wurde – durch Wengelsdorf beendet.

Dieses 2:2 entspricht weder dem Spielverlauf, noch der Chancenverteilung: wenn man bei etwa 20 zu 4 Chancen nur 2:2 spielt ist irgendwas schiefgelaufen. Zu eng sollte man das aber nicht sehen, denn so ärgerlich das Ergebnis auch ist: es ist ja nur ein Freundschaftsspiel. Schlimmer ist da die Verletzung der beiden Sportfreunde, Hermann vom TSV und dem mir nicht bekannten Spieler vom SV Wacker, die hoffentlich schnell wieder auf den Platz können!  
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Samstag hieß es früh aufstehen und mit den Rädern nach Günthersdorf an den Kanal fahren. Die F-Jugend vom TSV Leuna war im westlichsten Ortsteil der Stadt zu Gast. Ausgetragen wurde es leider auf dem unebenen Platz 2: dort kann man nicht so bequem auf dem Graswall flätzend zugucken wie auf Platz 1, sondern muss an der Bande stehen.

Schon beim Aufwärmen konnte man erahnen, wer hier klar überlegen sein würde: Leuna spielte sich schon mit Torschüssen ein und machte Erwärmungsübungen als wir 10 Minuten vor Anpfiff dort aufkreuzten – Günthersdorf kam erst drei Minuten vor Beginn nach und nach aus der Kabine getrottet...

Von der ersten Minute an machte der TSV Druck nach vorne: die Kinder zeigten Spielwitz und Teamgeist und traten so konsequent auf, dass der Gastgeber nur einmal in der ganzen ersten Halbzeit vorm Tor der Leunaer erschien. Und dieser Angriff wurde nicht einmal mit einem Torschuss abgeschlossen, da beherzt aber fair dazwischen gegrätscht wurde! Leuna hingegen schoss im Minutentakt aufs Tor und mit zwei strammen Schüssen von Luca, einem schönen Treffer durch Lucas sowie einem Kopfball von Lena, dem einzigen Mädchen auf dem Feld, stand es hochverdient 0:4.

In der zweiten Hälfte konnte Günthersdorf keinen einzigen Angriff nach vorne bringen, sie kamen sogar kaum über die Mittellinie hinaus, doch die Abwehr hielt nun besser den Angriffen stand und der Torwart der Günthersdorfer zeigte nun einige gute Aktionen. Zwei weitere Treffer gab es doch noch, einer war jedoch ein direkt ins lange Eck gesprungener indirekter Freistoß und wurde vom guten, manchmal aber etwas zu viel laufenlassenden Schiedsrichter zurecht aberkannt.

Während Günthersdorf einige Disziplinprobleme hatte – insbesondere der Siebener, der dauernd am Heulen war und dann auch noch Gegenspieler anschrei (nach mehreren Revanchefouls, Frustaktionen und einem tränenreichen „halt die Fresseehäääääwäääää“ wurde er zum Auswechseln geschickt) – zeigte sich Leuna wirklich anständig im Umgang gegenüber den Gegnern und den eigenen Mitspielern. Spielerisch traten sie in der ersten Hälfte auf sehr hohem Niveau auf. In der zweiten waren sie immerhin noch ausdauernd und diszipliniert genug den Sieg souverän zu halten. Bei diesen Spielereltern ist das nämlich nicht von den Kindern zu erwarten und somit das ganze Auftreten der F-Junioren sehr positiv hervorzuheben!

Über Leunas klangvollsten Ortsteil; Pissen – fuhren wir zurück nach Merseburg und dann zur Sportstätte der Jugend wo auch die Männer nun schon zum zweiten Mal Heimspiele austragen, da im Stadion des Friedens noch (unter anderem) am Kabinentrakt gebaut wird. In der letzten Saison hatte ich aufgrund der Erhöhung der Eintrittspreise bzw. da nicht auf meinen Vorschlag zur Preisestaffelung wie bei Merseburg 99 eingegangen wurde, kein Heimspiel mehr geguckt. Jetzt haben wir aber freundlicherweise zwei Dauerkarten bekommen, sodass ich auch gerne wieder Heimspiele besuche.

Zuerst spielte die Zweite Mannschaft gegen den Tabellenletzten aus Klobikau, setzte diesen auch stark unter Druck, kassierte jedoch nach mehreren vergebenen Chancen einen Konter zum 0:1. Kurz darauf ein weiterer Konter und schon stand es 0:2. Leuna II kam aber noch einmal zurück – vor der Pause traf Fiebig aus dem Getümmel heraus mit einem Volley zum 1:2.

Nach der Pause war leider einiger Leerlauf und das Spiel wurde auch etwas ruppiger. Schiedsrichter Mengel hatte aber alles im Griff – manchmal schien nur die Reaktionszeit etwas langsam… In der Schlussphase war es dann der erst kurz zuvor eingewechselte Müller, der in eine Flanke hinein lief und den Ball gegen die Laufrichtung des Klobikauer Keepers zum Ausgleich versenkte. Das 2:2 war natürlich zu wenig, aber besser als Nichts…

Bei der I. Mannschaft lief es dann leider auf Nichts hinaus: ein toller Beginn; ein weiter Einwurf von Christian Bernhardt, ein geschickter Kopfball von Nino Hammerschmidt und schon stand es 1:0 – doch dann reihenweise vergebene Chancen und Unsicherheiten in der Abwehr. Die Gegner waren einfach zu schnell! In der Schlussphase – nach vielen vergebenen Chancen auf beiden, aber gerade auf der Leunaer Seite – rächte sich das: zwei stark abgeschlossene Konter und es stand 1:2 für die Reserve von IMO Merseburg. Echt scheiße, dass Leuna nicht mal mehr gegen die II. von der Imuuh gewinnen kann…

Ein guter Abschluss des Leunaer Spieltages war dann das hervorragende Essen im Sportlerheim. Die nächsten Spiele der Leunaer, die wir besuchen werden, sind das Altherrenspiel in Bad Dürrenberg und die I. Herren auswärts in Nebra.  
Statistik:
- Grounds: 1.092 (keine neuen; diese Saison: 121 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.016 (Freitag: 1, Samstag: 3; diese Saison: 160)
- Tageskilometer: 90 (Freitag: 30km Fahrrad, Samstag: 40km Fahrrad, 20km Auto)
- Saisonkilometer: 51.450 (50.120 Auto/ 1.240 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 10 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 13 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 401