Samstag, 30. Mai 2009

WE148III: Lack of players and loads of goals in Halle

Kanenaer SV II --:-- TSG Wörmlitz-Böllberg III
Called-off due to withdrawal Kanenaer SV II

TSG Kröllwitz 2:4 Turbine Halle II
Saturday, 30th May 2009 - kick-off time 15.00
Stadtliga (10th level, 6th amateur level)
Result: 2:4 after 92 min. (45/47) - Halftime 1:2
Goals: 0-1 6th, 0-2 19th, 1-2 37th, 1-3 47th, 1-4 53nd, 2-4 57th
Bookings: 2x Turbine
Sent-offs: none
Sports ground: Sportplatz Donnersberg (cap. 250)
Attendance: 15 (5 away fans)
Match quality: 6.0/10 (O.K.)

As last Saturday, we made our way to Halle. Before we entered any football ground, I had to buy a new camera due to the mechanical damage that occurred without any visible reason the day before. I purchased a Fujifilm Finepix S2000 for 259€. Good price, hopefully good quality. I couldn’t test that camera right after the bargain due to lack of loaded batteries. But my old camera was still able to take pictures, unless I didn’t choose 2.5x or 3.5x zoom.
In Kanena I did not take any picture at all, because the match was called-off due to lack of players. Because of that problem, Kanenaer SV withdrew their team few days before that Saturday. Unfortunately, I did not read the news.
Originally, we wanted to watch a match of Post- und Telekom SV, but their ground beside a frequented and dirty street in an eastern borough of Halle was still closed 90 minutes before the game, so we decided to bike to the other end of Halle, to Kröllwitz in the green and beautiful north of the city, instead of hanging around in front of the office of the German postal service besides which that club PTSV (Post and Telecommunication Sports Club) plays.
The ground in Kröllwitz is beautifully packed between houses, trees and a rocky hill called Donnersberg. That hill is the highest spot of Halle, from which you can overlook the city.
After we ate an excellent Bratwurst, the match of the Stadtliga - TSG Kröllwitz faced Turbine Halle II - started. After six minutes were played, Turbine scored their first goal with a beautiful volley. The second one followed a quarter of an hour later. Then Kröllwitz put up pressure upon Turbine. Consequently, Kröllwitz scored their first goal before the break.
Within fife minutes in the second half, the visiting team added two more goals to their tally, so that the winner of the match seemed to be clear. Kröllwitz scored once more, but two goals and loads of wasted chances were not enough. Furthermore, it was not enough to shoot an opponent’s shoulder and shouting therefore “hand play!” for causing a penalty against Turbine. But it is disturbing to act like that!
Most of the time, the match was fast paced, so watching was interesting. In the table, Kröllwitz remained 10th, Turbine II 6th. It is uncertain, how many of the 16 teams will be relegated to 1. Stadtklasse or promoted to Stadtoberliga.
Statistics:
Ground No. 316 (new ground; this season: 86)
Sporting event No. 814 (this season: 181)
Kilometres that day: 60 (bike)
Km this season: 24,830 (12,810 car; 4,580 public transport; 4,480 bike; 2,960 plane)
Number of football matches since the last goalless draw: 21
Number of weeks since the last week without any sporting event (Aug 1st-6th 2006): 148

For more photos see:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/BITTE%20HIER%20WEITER%20-%20FOTOS%20AB%2022-03-2009/090530%20TSG%20Kroellwitz%202-4%20Turbine%20Halle%20II/

Freitag, 29. Mai 2009

WE148II: Zum Ende hin wurde es noch richtig deutlich - Ein klarer Sieg für den 1. FC Lindner

1. FC Lindner Kötzschen 6:0 ESV/ PNVG Merseburg
Freitag, 29. Mai 2009 - Anstoßzeit 18.00
Freundschaftsspiel: Freizeit gegen Alte Herren
Ergebnis: 6:0 nach 70 Min. (35/35) - Halbzeit 1:0
Tore: 1-0 17. (16), 2-0 48. (16), 3-0 56. (11), 4-0 63. (16), 5-0 65. (11), 6-0 67. (3)
Verwarnungen: eine für ESV
Platzverweise: keine
Sportplatz: Sportplatz 1. FC Lindner (Kap. 120, davon 40 Sitzplätze)
Zuschauer: 30 (3 Gästefans)
Spielqualität: 6,5/10 (für Alte Herren wirklich gut)
Nach einiger Zeit wieder, gingen wir zu einem Freitagabendspiel der Alten Herren des ESV Merseburg. Deren mit der PNVG fusionierte Mannschaft war zu Gast bei den Vorort-Merseburgern vom 1. FC Lindner, deren Fans mal wieder über alles mögliche - vor allem die Bundesliga - faselten, während sie das Spiel verfolgten, obwohl sie eigentlich von nichts so wirklich Ahnung hatten, außer irgendwelchen Spielerwechseln. Rentner eben...
Die Gastgeber waren in der Favoritenrolle und wurden dieser nach einer Viertelstunde mit etlichen Torraumszenen aber ohne Treffer auch nach und nach gerecht. Doch das 1:0 sollte lange der Spielstand bleiben, obwohl der ESV einen fragwürdigen Elfmeter bekam. Diesen verschossen sie jedoch kläglich. Lange der Spielstand bleiben, soll heißen, dass es bis zur 48. Minute, also der 13. Minute der zweiten Hälfte, dauerte, ehe der 16er des 1. FC Linder den Ball aus kaum 10 Metern Entfernung in den Winkel hämmerte. Danach erzielten die Gastgeber in 11 Minuten vier weitere Tore, was durch Auflösungserscheinungen in der Gästeabwehr und einem aufgefrischten Taten- bzw. Tordrang der Gastgeberstürmer zu erklären ist. 6:0 war etwas zu hoch, aber der Eisenbahner Sportverein war wieder einmal die klar unterlegene Mannschaft, die eine verdiente Niederlage einstecken musste.
Einer der treusten Spieler der Personennahverkehrsgesellschaft leitete das Spiel übrigens als Schiedsrichter. Ab dieser Saison wird er wohl nicht mehr aktiv antreten.
Während des Spiels traten übrigens ernsthafte Verschleißerscheinungen an der Mechanik meiner Kamera auf, sodass Morgen gleich eine neue gekauft werden muss.
Statistik:
Ground Nr. 315 (kein neuer Ground; diese Saison: 85 neue)
Sportveranstaltung Nr. 813 (diese Saison: 180)
Tageskilometer: 10 (Rad)
Saisonkilometer: 24.770 (12.810 Auto/ 4.580 Öffentliche Verkehrsmittel/ 4.420 Fahrrad/ 2.960 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 20
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 148

Fotos unter:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/BITTE%20HIER%20WEITER%20-%20FOTOS%20AB%2022-03-2009/090529%20FC%20Lindner%20Koetzschen%206-0%20ESVPNVG%20Merseburg/

Donnerstag, 28. Mai 2009

Kommentar IX; Zu WE148I: Stimmen der Anderen.

Es folgt ein Überblick, was man zum unten von mir beschriebenen Landespokalfinale so alles im Internet lesen kann.

Beim Halleschen FC auf der offiziellen Seite1 - wird jedoch von Fans betrieben - steht Folgendes:
„HFC verliert Pokalfarce mit 0:1“
=> Deutliche Überschrift...

„[Zitat aus der MZ]: „Aus den unglücklichen Verwicklungen im Vorfeld hat der Landesverband bereits gelernt. Der Termin für das Finale kommendes Jahr steht: ´Und wenn der Wetterbericht sagt, morgen geht die Welt unter, wird 2010 trotzdem am 15. Mai gespielt´, sagt Werner Georg [Verbandspräsident]. Dies ist ein Samstag, nach Saisonschluss und konkurrenzlos zu internationalen Spielen.“ [...] Zu letzterem fällt uns nur soviel ein: Immerhin sind die DFB-Pokalendspiele, die laut Rahmenterminplan für eben diesen 15.05.2010 angesetzt wurden, ja keine internationalen Spiele...“
=> Die Blödheit und Verlogenheit dieser Landesverbandsvertreter muss man sich mal vor Augen führen!

,, Ecken: 8:4 (4:1). Chancen: 7:5 (3:2). Freistöße: 19:29 (13:16).“
=> Zeigt, wer die bessere, aber unsaubere Mannschaft war.

Schiedsrichter: Gunnar Melms (Osterburg) - Note 6: Hat die Bezeichnung Unparteiischer nicht verdient.
=> Note 6 trifft es auf jeden Fall und ist keinesfalls eine ungerechte Herabwürdigung.

„Nachdem nochmals Ronny Hebestreit neben das Tor der Blau-Weißen köpfte, kam der große Auftritt des Herrn Melms. Sicherlich in seinen sonstigen Spielen solch eine Zuschauerkulisse nicht gewohnt, brachte er sich mit aller Macht ins Rampenlicht dieser Partie und wollte partout beweisen, wer auf dem Platz das Sagen hat.“
=> Der Schiri wird hier als Macht- und Rampenlichtgeil dargestellt, was eine bessere Erklärung darstellt, als die, dass er bestochen gewesen sei.

„Von den zwischenzeitlich sehr einseitigen Entscheidungen einmal abgesehen, wollen wir diesem Mann zugute halten, dass er einfach schlichtweg überfordert war (anderes zu denken verbietet sich eigentlich...).“
=> Stimmt schon. Aber das Andere zu denken oder zu schreiben verbietet sich im inoffiziellen Darstellungsbereich keineswegs. Aber dieser Satz ist wirklich angemessen.

„So sprach HFC-Präsident Dr. Michael Schädlich nach dem Spiel davon, „dass man heute gegen den FSA, den Schiedsrichter und MD von Beginn an keine wirkliche Chance besaß. Der für dieses Finale vom Verband angesetzte Referee ist skandalös“, meinte er weiterhin.“
=> Da hat der Präsi mal Recht!

,, Sei es, wie es sei: Sportlich fair, wie wir Hallenser nunmal sind, gratulieren wir natürlich dazu, einen neuen Titel in den Kopfbogen aufnehmen zu können.“
=> Sehr sportlich. Eigentlich wieder zu fair. Können sich die Magdeburger jedenfalls ein Beispiel daran nehmen.

Beim MDR2 stand natürlich Anderes:

„Der FCM war von Beginn an das aktivere Team. Der Spielfluss wurde jedoch durch harte Zweikämpfen und viele Freistöße unterbrochen.“
=> Richtig. Tat dem Spielniveau jedoch keinen Abbruch.
„Doch Halle schwächte sich bei seiner Aufholjaghd selbst, als kurz vor dem Pausenpfiff Hebestreit (42.) nach einer Tätlichkeit an Zander Rot sah.“
=> Nicht dem Schiedsrichter nachplappern! Vor „Tätlichkeit“ muss „vermeintlich“ oder ähnliches stehen. Und achte mal auf die Rechtschreibung im siebten Wort!
Im Liveticker (gleiche Quelle) wird Folgendes vermeldet:

„82. Minute / Spielstand 1:0
Jetzt ist erneut Farbe im Spiel - im HFC-Block werden bengalische Feuer gezündet.“
=> Höre ich da Anerkennung für südländische Emotionen heraus?

„28. Minute / Spielstand 1:0
Nach Foul von Horvat an Braham gibt es Strafstoß, den Racanel sicher zur verdienten FCM-Führung verwandelt.“
=> Foul nein, verdiente Führung ja.

Die Website des FCM3 kopierte die Magdeburger Volksstimme.

„Der 1. FC Magdeburg ist zum achten Mal Landespokalsieger, schlug gestern Abend in einem kampfbetonten, aber niveauarmen Finale...“
=> Der Schmierfink ist wahrscheinlich erst zur zweiten Halbzeit gekommen.

„Die Sticheleien und Animositäten beider Vereine hatten schon im Vorfeld begonnen, die Gäste sowohl am vom Fußball-Verband (FSA) organisierten gemeinsamen Essen als auch an der Pressekonferenz nicht teilgenommen.“
=> Die Gäste hätten auch gar nicht Antreten brauchen zum Spiel.

„FSA-Präsident Werner Georg: „Unverständlich, dass der HFC fehlt.““
=> An Scheinheiligkeit nicht mehr zu überbieten, dieser Georg.

„Diesen Strafstoß hätte nicht jeder Schiedsrichter gepfffen“
=> Ein unparteiischer Schiedsrichter jedenfalls nicht. Rechtschreibung übrigens peinlich!
=> Alles in Allem ein schlechter Artikel, dessen Einseitigkeit allerdings nachzusehen ist aufgrund der Regionalität des Blattes.

Die andere Regionalzeitung4 (MZ) schreibt:
„Im Mittelpunkt stehen zwei strittige Entscheidungen des unsicheren Schiedsrichters Gunnar Melms.“
=> O.K. so kann man es sachlich beschreiben.

,,Zunächst entwickelte sich [...] ein wirklich flottes und umkämpftes Duell der Regionalliga-Rivalen.“
=> Es zeigt sich, dass die MZ Redakteure mehr Fußballsachverstand haben, als die der Volksstimme.
„Am Ende fielen dann noch einige HFC-Randalierer unrühmlich auf. Sie entzündeten Böller und Bengalische Feuer.“
=> Der letzte Satz war der einzige saudumme im gesamten Artikel. Wie man mit dem letzten Satz das Niveau eines Berichtes nur so senken kann, ist mir unbegreiflich!

Die LVZ5 schließt sich in Sachen Dummheit der Volksstimme an.
„Die Elbestädter setzten sich in einem spielerisch auf dürftigem Niveau stehenden Finale...“
„Die Partie war vom Anpfiff weg von harten Zweikämpfen und vielen Freistöße geprägt. Die erste gute Gelegenheit hatte Vujanovic, der den rechten Pfosten des HFC-Tores traf (7. Minute)“.
„Als Torhüter Horvat gemeinsam mit Lachheb Magdeburgs Brahaman der Strafraumgrenze umstieß, entschied der keineswegs immer überzeugende Schiedsrichter Melms auf Strafstoß...“

Noch dümmer ist nur Mirkos6 Berichterstattung.
Bei dieser Seite aber kein Problem, da ohnehin für FCM-Fans bestimmt.

Auf für HFC-Fans bestimmte Seiten wie denen der Bottleboys7 steht natürlich ganz Anderes:

„Normalerweise geziehmt es sich, als fairer Verlierer dem Sieger zu gratulieren. Wir mussten jedoch erst einmal über die Geschehnisse des gestrigen Landespokalfinales schlafen, ehe wir uns zu einer Äußerung hinreißen lassen.“
=> Trifft auch für mich zu.

„Auf der Seite der Sieger hatten sich bereits die Reihen gelichtet. Tja, und ob Schimpftiraden gegen den sportlichen Gegner ("Chemie-Schweine") zum Zeitpunkt des Pokalsieges die richtigen Rufe sind, werden wohl nur die Elbestädter wissen.“
=> Wäre von Hallenser Seite („Tod und Hass dem FCM“) auch nicht anders gemacht worden.

„Schon die Anfahrt zum Stadion gestaltete sich alles andere als Gästefreundlich. Da wurde im Vorfeld ein gemeinsames Durchlotsen der Autos gemeinsam mit den Bussen versprochen. Doch nix der gleichen geschah. [...] Gunnar Welms, der übrigens vom DFB im Zuge der Hoyzer-Affäre aus den Ansetzungslisten bis zur Regionalliga gestrichen wurde, sollte als angeblicher Unparteiischer mehr im Mittelpunkt stehen, als er wohl selbst zu diesem Zeitpunkt dachte.“
=> Verdeutlich nur, was für beschissene Umstände herrschten.

„Sicher war der FCM in diesen Minuten optisch überlegen. Doch Torgefahr sieht anders aus.“
=> Die Leistung der Magdeburger muss man nicht klein reden.

„Er [der HFC] schaffte es auch [nach der Pause], in Unterzahl ein spielerisches Übergewicht zu erzielen.“
=> Da hatte niemand ein spielerisches Übergewicht. Beide Mannschaften waren schlecht in Halbzeit 2.

„... Najeh Braham, der bereits im Spiel mehr durch Schauspieleinlagen als mit spielerischen Aktionen auffiel, zelebrierte unmittelbar vor der HFC-Kurve einen provozierenden Jubeltanz. Einige HFC-Spieler und auch Co Dieter Strozniak räumten ihn von der Stelle weg. Diese grobe Unsportlichkeit, welche noch auf dem Platz stattfand, ist in den Augen des Verbandes sicherlich nur eine Kleinigkeit. Die Reaktion der HFC-Fans, welche in dieser Situation zwar wütend, aber doch besonnen reagierten, ist dagegen sicherlich als mehr als böse anzusehen. Wie können es diese Rot-Weißen aber auch wagen, Ihr Team mehr zu befeiern als es der Sieger in der eigenen Kurve schaffte...“
=> Ein treffender Abschluss eines guten Berichtes. Dem Verband wird hier keineswegs Unrecht getan oder etwas unterstellt.

Alles in Allem hätte ich von der Presse und den Websiten der Vereine mehr Schwachsinn erwartet, aber im Allgemeinen war es doch - abgesehen von den Deppen, die das Spiel als generell schwach bezeichneten - recht gut gelungen, wie man das Pokalfinale darstellte.

Quellen:
1 http://www.hallescherfc.de/ Statistik: JS Ro-Heb AT (28.5.09)

2 http://www.mdr.de/sport vom 28.05.09

3 http://www.1fcm.de/ vom 28.05.09

4 Mitteldeutsche Zeitung vom 28.05.2009
Autor: Christoph Karpe & Michael Pietsch

5 lvz-online.de vom 28.05.2009

6 http://www.mirko-fcm.de/news/bild/index.php 28.05.09

7 http://www.bottleboys.de/aktuelles,hfc,454.html 28.5.09

WE148I: Erst mit 11, dann nur noch mit 10 gegen 13. Da kann man sein Auswärtsspiel nur noch verlieren

1. FC Magdeburg 1:0 Hallescher FC
Mittwoch, 27. Mai 2009 - Anstoßzeit 19.30
Finale des Landespokals Sachsen-Anhalt
Finalisten: beide Regionalliga Nord (4. Liga, Halbprofis)
Ergebnis: 1:0 nach 93 Min. (45/48) - Halbzeit 1:0
Tor: 1:0 28. Racanel (,,Foul“-Elfmeter)
Verwarnungen: Watzka (FCM), Horvat, Finke, Benes (HFC)
Platzverweise: Hebestreit (42. „Tätlichkeit“)
Stadion: „Stadion Magdeburg“ (Ernst-Grube-Stadion, Kap. 18.000 (sonst 25.000, davon 22.750 Sitzplätze))
Zuschauer: 12.988 (4.000 Gästefans)
Spielqualität: 6,0/10 (Hoher Unterhaltungswert, da spannend, in 1. HZ gutes Spiel und starke Stimmung - Spiel wirkte jedoch verschoben)

Ein verschobenes Spiel habe ich ja schon einmal gesehen. Zumindest behaupteten tschechische Ermittler letztes Jahr, dass ein Spiel zwischen Chmel Blšany und Synot Stare Mĕsto (1:3), im Jahre 2005, verschoben worden sein soll. Aber die Ermittler sind da ohnehin teilweise genauso korrupt, wie die Schiris, die von der Wettmafia das Geld einstreichen. Dass irgendetwas manipuliert wurde an diesem Spiel, scheint mir herbeigedichtet. Vorwürfe von hallescher Seite, die Magdeburger hätten Unterstützung von Schiedsrichter wie Landesfußballverband gehabt, haben da deutlich mehr Hand und Fuß.
Aber erst einmal zum Tagesverlauf dieses denkwürdigen Finaltages.
Ich hatte nur eine Univeranstaltung und der blieb ich aufgrund des hirnrissigen Termins des Finalspiels fern. Mit dem Zug ging es von Merseburg nach Halle, wobei dieses Drecksding ohne ersichtlichen Grund 10 Minuten lang einen Kilometer vorm halleschen Bahnhof stand.
Essen eingekauft und die Räder vorm Bahnhofsgebäude angeschlossen und weiter ging es nach Magdeburg. Nach kurzweiliger Fahrt - ich hatte genug Fachliteratur mit, die zu einem Referat genutzt werden muss und zudem sorgte auch der Zugführer in Weißandt-Gölzau für Unterhaltung, als er den Zug beim Anfahren abwürgte, 50m zurückrollte und noch jemanden aussteigen ließ - kamen wir am Magdeburger Bahnhof an, wo wir dann noch mehr ablegten, nämlich unseren Rucksack im Schließfach.
Mit dem HFC-Schal in der Jackentasche und der Kamera um den Hals bewegte ich mich zur Straßenbahn, die uns beide in einer etwas aggressiven FCM-Fangruppe, die jedes Auto mit hallescher Nummer von der Bahn aus mit Beleidigungen bedachte, zum Stadion brachte. Dort ging das Bedrohen hallescher Autofahrer weiter: genital, wie die Fantrennung in der Landeshauptstadt funktioniert.
Wir nahmen den Haupttribüneneingang, weil wir uns die völlig überteuerten Karten (18€) geleistet hatten, vor dem wir normal kontrolliert und dann in den HFC-Block gelassen wurden. Die Haupttribüne war zum linken Drittel FCM-Fans vorbehalten, das Mitteldrittel gehörte den VIPs und das rechte Drittel dem HFC-Anhang. Hinterm Tor rechts setzte sich der Gästebereich fort. Die Gegentribüne war zu 60% Pufferzone, die anderen 40% ebenso wie der linke Hintertorbereich den Magdeburgern vorbehalten.
Nach und nach fanden sich hinter dem Gäste-Tor etliche hundert stimmgewaltige HFC-Anhänger ein, während um uns herum nur ruhigere Spielbesucher - unter ihnen aber auch wenigstens ein uns bekanntes Gesicht, dass sich - für mich doch eher überraschend - gegen Pyrotechnikverbote aussprach - saßen.
Das Fanduell zum Anpfiff - das Kräftemessen per Choreographie - ging dann mit 6,5 zu 5,5 (von 10 Punkten) an den FCM. Die Ultras „Blue Generation“ (?) hatten einfach die attraktivere Choreo. Links vom Ultrablock ein mit rotgrünen Papptafeln gerahmtes weißes M, rechts ein D, im Ultrablock dann ein auf Folienstreifen aufgebrachtes Stadtwappen. Beim HFC wurden etliche rote Handflaggen ausgeteilt, die um eine Leinwand, die die Mannschaft und einen HFC-Fantrupp vor dem Vereinswappen zeigt, zu dessen Füßen „Ein Team - eine Szene - [unleserlich]“ steht, herum platziert wurden. Stimmungstechnisch sollten beide Fanlager auf hohem Niveau bleiben, wobei der FCM-Anhang zu Beginn der zweiten Hälfte eine Choreo zeigte, die man nur mit 3,0/10 bewerten kann, da die blau-weiße Überziehflagge zwar beeindruckend groß, aber weder designmäßig gut, noch richtig entrollt war. Die Gästefans glänzten dann noch mit dem Abbrennen von roten Bengalos, die einen nicht abziehen wollenden Nebel verursachten, und enorm lauten Böllern.
Das Spiel begann für ein Spiel zweier Regionalligisten enorm schnell und gut. Der FCM wusste, dass er gegen den HFC nur eine Chance hat, wenn er sie mit Druck belagert. Der hallesche Schlafwagenfußball darf nicht zur Entfaltung kommen, da sonst ein Duselsieg über die Magdeburger herauskommen würde. Den Duselsieg holte sich dann allerdings Magdeburg, wenn auch nur mit Hilfe des Schiedsrichters. Der HFC musste also nicht nur gegen den Landesverband spielen, die wortbrüchig und fadenscheinig das Finale nach Magdeburg verlegten (noch dazu zu dieser schwachsinnigen Zeit), sondern auch gegen den aus der Nähe von Magdeburg, dem Altmarkstädtchen Osterburg, stammenden Parteiischen. Dem ersten Knaller von dessen Seite folgte auch das goldene Tor der Partie: Lachheb leider mit einem zu kurzen Rückpass - so einen Dreck macht der Tunesier sonst nie - sodass dessen Landsmann Braham die Chance bekommt mit dem Rücken voraus in HFC-Towart Horvat zu springen, sodass der Schiri - obwohl das Foul knapp vorm Strafraum stattfand - auf Elfmeter entscheiden konnte. Dieser wurde sicher vom bis dahin besten Magdeburger - der Rumäne Catalin Racanel - verwandelt.
Damit aber nicht genug. Nicht nur wurde bei Zweikämpfen und Pressschlägen stets zu Ungunsten des HFC gepfiffen, auch wurde ein Nachhaken von Hebestreit mit Rot bestraft, ein maximal gelbwürdiges Foul als Tätlichkeit ausgelegt. So bekamen wir den Ex-Erfurter einmal von Nahem zusehen, denn genervt kam er, uns kurz über die Entscheidung klagend, an uns vorbei und setzte sich einige Reihen hinter uns unter ein paar andere Fans.
Zur Pause war das Spiel schon fast entschieden.
Die zweite Hälfte wurde - wen wundert es so richtig bei 10 Hallensern zu Gast bei 11+2 Magdeburgern - spielerisch deutlich schlechter. Ab und an noch ein paar Chancen, etwas härteres Einsteigen auf beiden Seiten - die Highlights in diesem Punkt beide Male Szenen gegen Braham: erst rempelt Lachheb ihn in eine Werbebande, sodass diese krachend umfällt, dann tritt ihm ein anderer HFCer ins Gesicht, da Braham mit dem Kopf auf Hüfthöhe geht - und der Parteiische disqualifizierte sich mit Szenen wie z.B. dem „Steh auf!“ mit entsprechender Handbewegung gegenüber einem gefoulten HFC-Spieler, selbst. Die HFC-Bank stand jedenfalls immer wieder kurz vor einem Platzsturm, den sie allerdings erst unternahmen als der Abpfiff ertönte. Grund war wieder einmal dieses räudige Kamel aus Bembla - gemeint ist der wieder einmal nur schauspielernde, provozierende und foulende Najeh Braham, der sich stets gekonnt zum Buhmann der gegnerischen Fans macht - der mit seinem Trikot wedelnd vor die HFC-Kurve rannte. Muss man sich mal vor Augen halten: da provoziert ein Spieler bewusst die ob der Niederlage ohnehin wütenden Gästefans und nimmt so Tumult in Kauf. In seinem Heimatland hätte dieser dort als „ibn shormuta“ bezeichnete Provokateur vom gegnerischen Vereinspräsidenten die Fresse poliert bekommen. Schade, dass Betreuer und Sicherheitskräfte HFC-Spieler und -Fans zurück hielten und Braham somit unbehelligt am scheinheiligen Freudentaumel der Magdeburger Mannschaft teilnehmen konnte.

Was den Tumult anging: einige Gästefans stiegen auf die Absperrungen und warfen mit den restlichen Feuerwerkskörpern. Ein Ordner wurde an der Schulter von einer Bengalfackel getroffen, was die Polizei dazu veranlasste, eine Massenschlägerei anzuzetteln. So wirklich beschweren konnten sich die Fans allerdings nicht, dass es krachte. Im Nachhinein wurde etwas von 5 verletzten Fans und 2 verletzten Polizisten berichtet.
Wir suchten dann nicht etwa aus Angst vor Randale schon während des Abklingens der Schlägerei den Weg aus dem Stadion, sondern weil wir den Zug um 22.08 noch kriegen wollten. Ein Fußmarsch mit etlichen ignorierten roten Ampeln später, saßen wir dann auch fünf Minuten vor der Abfahrt im Zug nach Halle. Dort stiegen wir auf die Räder um und fuhren nach Merseburg. Der 23.28 Zug von Halle via Merseburg nach Weißenfels war nämlich mit 20 Minuten Verspätung angekündigt und die Fahrräder wollten wir ja nicht umsonst in Halle abgestellt haben. Um kurz nach Mitternacht waren wir dann wieder in unserer Arbeitersiedlung in der Dom- und Hochschulstadt.
Es folgt gleich noch eine von mir kommentierte Übersicht zu Stimmen zum Finale, da die Kommentierungen professioneller Schreiberlinge und offizieller Vereinswebsiten zu einem so denkwürdigen Spiel doch auch interessant sind.

An dieser Stelle hätten übrigens Glückwünsche an den Pokalsieger gestanden - auch wenn der HFC nicht gewonnen hätte -, doch der fade Beigeschmack des möglicherweise bewussten Betruges bleibt und lässt mich auf Gratulationen verzichten. Der FC Magdeburg hatte mehr Chancen und war spielerisch etwas besser, doch das unsportliche Verhalten einiger ihrer Spieler und vor allem die offensichtliche Unterstützung von offizieller Seite - das war ja schon beinahe auf dem Niveau der Unterstützung für den BFC Dynamo zu DDR-Zeiten - verdient keine Würdigung.

Statistik:
Ground Nr. 315 (kein neuer Ground; diese Saison: 85 neue)
Sportveranstaltung Nr. 812 (diese Saison: 179)
Tageskilometer: 200 (180km Bahn, 20 Rad)
Saisonkilometer: 24.760 (12.810 Auto/ 4.580 Öffentliche Verkehrsmittel/ 4.410 Fahrrad/ 2.960 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 19
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 148

Fotos unter:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/BITTE%20HIER%20WEITER%20-%20FOTOS%20AB%2022-03-2009/090527%20LANDESPOKALFINALE%20-%20FCM%201-0%20HFC/

Video vom Elfmeter:
http://www.youtube.com/watch?v=i9ChOL_SLf0

KommentarVII: Saisonabschluss in Bahrain: Unerwartete Ergebniswendung und 17 Minuten Nachspielzeit

Am Nachmittag des 28.05. schaute ich mal wieder über einen Internet Live-Stream ein Fußballspiel. Es war diesmal das doch recht denkwürdige Saisonfinale der bahrainischen Liga, die unerklärlicherweise zu dieser Saison von 10 auf 19 Mannschaften aufgestockt wurde, und nach dieser Saison wohl wieder auf 12 reduziert wird. Der Verband des kleinen Golfstaates scheint unseren *** an Blödheit überbieten zu wollen.
Wie auch immer. Am letzten Spieltag der Liga standen sich jedenfalls der 3. und der 2. gegenüber. Bei einem Unentschieden wäre Al-Rifa' Meister, bei einem Sieg der jeweilige Gewinner.

Al-Ahly Manama - Nady Al-Muharraq

Die Heimmanschaft spielte ihr Spiel nicht in der Hauptstadt Manama sondern im Nationalstadion von Rifa' was allerdings auch nur wenige Kilometer von Manama weg liegt. Muharraq ist eine kleinere Insel, die der Hauptinsel auf der Manama und Rifa' liegen, nordöstlich vorgelagert ist.
Ich schaltete erst zur 25. Minute ein, weil ich die Spielansetzung nur durch Zufall beim Herumgucken auf goalzz.com fand. Da hatte Al-Ahly schon das 1:0 erzielt.
Bis zur Pause war das Spiel mittelmäßig mit deutlich mehr Chancen für die Gäste aus Muharraq.
Nach der Pause das gleiche Bild. In der 53. musste der Schiedsrichter das Spiel wegen einer Oberschenkelverletzung fast 5 Minuten unterbrechen. Er spielte jedoch weiter. In der 93. Minute - Nachspielzeit noch nicht angezeigt - fiel dann endlich der Ausgleich für Muharraq, der von einem Brasilianer namens Di Paola per Seitfallzieher erzielt wurde. Kurz darauf ging der Schiedsrichter vom Platz - dass der Unparteiische mal ausgewechselt wird, wünscht man sich als Fan ja des Öfteren ohnehin - und wurde vom vierten Offiziellen ersetzt.
Die Nachspielzeit wurde ewig nicht angezeigt, doch Muharraq wollte jetzt den Sieg. In der 98. Minute (ja: 8. Minute der Nachspielzeit - durch diverse Unterbrechungen auch gerechtfertigt) foulte ein Ahli-Spieler einen Gästestürmer auf der Strafraumgrenze. Grenzwertig. Aber der Elfmeter nicht unberechtigt. Dieser kann vier Minuten lang wegen Streitereien unter den Spielern nicht ausgeführt werden. Immer wieder stören Ahly-Spieler den Muharraq-Schützen, indem sie ihm den Ball vom Elfmeterpunkt wegschießen. Nach und nach gibt es zwei gelbe und eine rote Karte für Ahli. Allesamt berechtigt.
Der Brasilianer Rico läuft an, verlädt den Torwart und bringt so mit einem platzierten Flachschuss die mindestens 2.500 Gästefans zum Jubeln. Rico überspringt nun eine Absperrung und läuft auf die Ehrentribüne. Dort sitzt keiner der traditionell gekleideten Scheichs, Emire und reichen Leute mehr auf den samtgepolsterten, goldlackierten Holzstühlen. Richtig Action ist aber im Muharraq-Block, wo Bengalos entzündet werden, und natürlich auf der Länge der Gegentribüne, wo die Ahly-Fans nun Plasteflaschen werfen und am Zaun rütteln. Das Spiel wird nach 17 Minuten Nachspielzeit beendet, wobei die dritte Halbzeit gleich an die insgesamt 110 (!!!) Minuten Spielzeit angehängt wird: Die Spieler von Al-Ahly hindern Al-Muharraq Spieler am Feiern, in dem sie handgreiflich werden, was nicht nur die Sicherheitskräfte sondern auch etwa 200 Heimfans aufs Spielfeld lockt, die es mittlerweile geschafft haben, ein Tor des Zauns zum Spielfeld hin zu öffnen. Die Ahlawy werfen nun Flaschen in den Muharraqawy Block und jagen die rotgekleideten Gäste in die Kabine, was Polizisten schließlich mit Schüssen in die Luft unterbinden. Die letzten Bilder der Übertragung sind die feiernden Muharraqawy und die auf die Gegentribüne zurückrennenden Ahlawy.
Selten krasse Auseinandersetzungen also zum Ende der Bahraini Premier League.
Aber auf jeden Fall ein spannender, emotionaler Saisonabschluss mit der klar überlegenen Mannschaft als Sieger der Partie und der Meisterschaft!

Sonntag, 24. Mai 2009

WE147IV: Abstiegsduell im Ilmtal: Zottelstedt gegen Bad Sulza

FSV Ilmtal Zottelstedt 3:2 SG Medizin Bad Sulza
Sonntag, 24. Mai 2009 - Anstoßzeit 15.00
Kreisliga Weimarer Land (9. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 3:2 nach 95 Min. (47/48) - Halbzeit 2:0
Tore: 1-0 22. Minute, 2-0 32. Minute, 2-1 49. Minute, 3-1 62. Minute, 3-2 87. Minute
Verwarnungen: Zottelstedt 3, Bad Sulza 1
Platzverweise: keine
Sportplatz: Zottelstedt (Kap. 1.000)
Zuschauer: 120 (20 Gästefans)
Spielqualität: 5,0/10 (Durchschnitt)
Tagesunterhaltungswert: 7,0/10 (gut)

Mal wieder Hopping mit dem Hopperticket: für 6€ ging es die 46km nach Bad Sulza in Thüringen. Ohne Verspätungen oder sonstige Ärgernisse. Mit den Fahrrädern fuhren wir dann eine große Runde via Auerstedt, bekannt durch die Schlacht zwischen napoleonischen und preußischen Truppen Anfang des 19. Jahrhunderts, wo wir den Gutshof und die Kirche besichtigten, über Reisdorf, Neustedt, Gebstedt, Nirmsdorf, Willerstedt, Oberreißen, Pfiffelbach und Wersdorf - in einigen der Orte gibt es ganz ansehnliche aber meist verschlossene Dorfkirchen - nach Niederroßla, wo man auch mit dem Fahrrad so schnell wie mit dem Auto in den Ort brettern kann (55 km/h). Als wir das letzte Mal dort waren (allerdings mit dem Auto) hatten wir die Burg besichtigt, die sich jetzt in einem etwas besseren Zustand, aber immer noch (also somit seit 13 Monaten) in Renovierung befindet. Übersehen hatten wir damals die nach der Kirche dritte Sehenswürdigkeit: die Elefantenstatue. Was eine Elefantenstatue in einem thüringischen Dorf zu suchen hat? Wikipedia - was sonst? - gibt Aufschluss unter http://de.wikipedia.org/wiki/Miss_Baba_(Elefant)
„Miss Baba († 1857) war eine indische Elefantenkuh, die Mitte des 19. Jahrhunderts von einer Wandermenagerie im Besitz einer Familie Kreutzberg durch Mitteldeutschland getrieben und zur Schau gestellt wurde. ... Am 13. Februar 1857 kam die Menagerie nach Niederroßla an der Ilm, wo gastiert wurde und auch Vorführungen stattfanden. Der Elefant war während dieser Zeit im Stall einer Witwe Burckhardt untergebracht, in dem außerdem hinter einer Trennwand eine größere Menge Runkelrüben eingelagert war. In der Nacht zum 15. Februar drückte der Elefant unbemerkt die Trennwand ein und fraß die Rüben, die zu dieser Jahreszeit eiskalt bzw. gefroren waren. ... Der Elefant, der die kalten, zuckerhaltigen Rüben gefressen hatte, bekam Koliken und sein Gesundheitszustand verschlechterte sich zunehmend, so dass die Reise nicht zügig vonstatten gehen konnte. Unweit der Flurgrenze von Niederroßla brach der Elefant im Wagen zusammen, worauf der Wagen zu seiner Erleichterung abgebaut (Kreutzberg-Variante) oder vom Elefanten selbst zertrümmert wurde (Dorfbewohner-Variante). Zahlreiche Schaulustige fanden sich ein, darunter angetrunkene Mitglieder des örtlichen Gesangsvereins, die von einer Probe kamen und die den Elefanten geärgert und gepiesackt haben sollen. ... Nach dem Erscheinen von Mitgliedern des Gemeinderates kam ein weiterer Streitfall auf, denn sollte das Tier auf Niederroßlaer Flur verbleiben, sah die Rechtslage vor, dass die Gemeinde ihn auf Gemeinschaftskosten versorgen und pflegen musste. Sollte er verenden, musste der gewichtige Kadaver auf Gemeinschaftskosten beseitigt werden. Der Streit heizte die Menge weiter an, es kam zu Tumulten, in deren Verlauf der Gesangsverein das kranke Tier mit Stöcken und Stangen über die Grenze zu treiben versuchte. Auf der steiler werdenden Straße nach Wersdorf verendete der Elefant auf bislang umstrittene Weise, jedoch wenige Meter vor der Grenze.“
Alle 25 Jahre steigt in Niederroßla das Elefantenfest. Das letzte war 2007, das nächste somit 2032.

Danach ging es für uns nach Zottelstedt, wobei der Anstieg von Niederroßla heraus erst immer steiler wird, um dann in einem kräftigen Gefälle in den Ort Zottelstedt, der zur Stadt Apolda gehört, zu führen. In Zottelstedt guckten wir zuerst an der Kirche, dann am Seierturm (ein Uhrturm und ehemaliger Gerichtsort) und danach am Fußballplatz vorbei. Dort trafen wir dann einen Bekannten von meinem Vater. Dieser ist nicht nur Bibliotheksdirektor an der Jenaer Uni, sondern auch Präsident und Jugendübungsleiter des FSV Ilmtal Zottelstedt.
Von dessen Vereinsfreunden wurden wir auch gleich freundlich empfangen und auf die Frage, ob man die 2.Liga-Spielstände wüsste, wurde gleich mal der Teletext angeworfen.
Bald darauf ging auch das Spiel der Kreisliga los, in dem es für beide Mannschaften - Ilmtal Zottelstedt ebenso wie Medizin Bad Sulza - um alles ging. Wenn Zottelstedt verlieren würde, wären sie schon abgestiegen, bei Unentschieden so gut wie, aber bei einem Sieg wären sie bis auf 4 Punkte heran an Bad Sulza, die den ersten Nichtabstiegsplatz inne haben - und Zottelstedt mit einem Spiel in der Hinterhand. Zottelstedt stieg übrigens erst in der Vorsaison von der 1.Kreisklasse in die Kreisliga auf und spielt nach Auflösung ihrer A-Jugend mit fast ausschließlich 19- und 20jährigen.
Dass beide Mannschaften gegen den Abstieg kämpften, merkte man in den ersten 20 Minuten deshalb, weil das Spiel einfach nur schlecht war. Es gab ein paar Angriffe auf beiden Seiten, doch Bad Sulza semmelte immer Meter weit vorbei und Zottelstedt traf maximal die Latte. Nach 22 Minuten - ich hatte gerade leckere, extra-lange Bratwürste geholt - spielte dann ein Zottelstedter den Torwart aus und schob zum 1:0 ein. Stark gemacht! Zehn Minuten später wurde nachgelegt.
Nach der Pause - wir hatten uns mittlerweile noch mal Würstchen geholt, die Bundesligaendstände gesehen und kauften nun einen Schal des FSV Ilmtal Zottelstedt (ja, dieser Kreisligist verkauft Fanartikel! 10€ der Schal) - dann ein Weitschuss von Bad Sulza. Der Aufsetzer wird vom Torwart unterlaufen. 2:1.
Doch die Hausherren legen nach. Ein schöner Hammer aus geringer Entfernung unter die Latte. 3:1!
Kurz vor Schluss dann nur noch die Gastmannschaft am Drücker. Erwatungsgemäß fällt das 3:2. Es wird noch einmal eng und etwas härter. Aggressionen bleiben aber aus.
Ein verdienter 3:2-Sieg der Zottelstedter steht am Ende zu Buche. Vielleicht schaffen sie ja doch noch den Klassenerhalt! Den jungen Spielern wäre es genauso zu gönnen, wie den 120 Zuschauer, zumindest den rund 100 aus Zottelstedt, die auch erstaunlich jung (fast nur Freunde und Freundinnen der Spieler) waren. Aber die Stimmungskanonen waren wieder einmal die Rentner, die Schiedsrichterentscheidungen und andere Spielszenen kommentierten: „Na das kann doch wo nich sein, duuuuu! Wo wa denn das Abseits?!“
Weiter ging es nach dem Spiel via Wickerstedt, wo es einen sehr schönen Fußballplatz gibt (nächste Saison auf jeden Fall ein Ziel), nach Eberstedt. Dort gibt es zwar keinen Fußballplatz, aber im Nachbarort Niedertrebra wird gespielt (der Platz ist auch gut sichtbar von Eberstedt aus über die Ilm) und es gibt eine vor allem innen herausragende Kirche zu besichtigen. Diese ist regelmäßig geöffnet und weis mit dreistöckiger Empore, sehr schönem Altarraum und hoher Decke zu beeindrucken.
Schließlich kamen wir wieder in Bad Sulza an. Da noch genug Zeit war, fuhren wir noch die wenigen Kilometer bis Großheringen und stiegen dort in den überfüllten Zug ein.

Statistik:
Ground Nr. 315 (neuer Ground; diese Saison: 85 neue)
Sportveranstaltung Nr. 810 (diese Saison: 177)
Tageskilometer: 145 (55 Rad, 90 Bahn)
Saisonkilometer: 24.560 (12.810 Auto/ 4.400 Öffentliche Verkehrsmittel/ 4.390 Fahrrad/ 2.960 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 18
Anzahl der Wochen seit der letzten Woche ohne Sportveranstaltung (1.8.-6.8. 2006): 147

Fotos unter:
Dorfkirchen usw.

Samstag, 23. Mai 2009

WE147III: 10 yellow cards but just 1 goal scored

SV 48 Bruckdorf 0:1 Hallesche Transport Betriebe
Saturday, 23rd May 2009 - kick-off time 15.00
Stadtliga Halle (10th level, 5th amateur level)
Result: 0:1 after 95 min. (47/48) - Halftime 0:1
Goal: 42nd Minute
Bookings: Bruckdorf 6, HTB 4
Sent-offs: none
Ground: Sportplatz Bruckdorf (cap. 800)
Attendance: 45 (10 away fans)
Match quality: 5.0/10 (average)

The first thing we did when we arrived in Halle, was buying the overpriced tickets for the cup final of Saxony-Anhalt (Landespokal Sachsen-Anhalt). 18€ for good seats. 18€ for comfortable seats in a covered, modern stadium? O.K.! But 18€ for semi-professional footballers? Rip-off! And those shit heads from Magdeburg did not sell reduced tickets to the shop in Halle.
We went on to a suburb called Bruckdorf for watching football on a boring, featureless ground surrounded by a Bundesstrasse and some allotment gardens.
The match started slowly, but after 15 minutes, we had seen some shots on the goal by the visiting team SG HTB. The hauliers - Transport Betriebe refers to a hauliers company - were the better team all over the first half. From 15th to 30th minute the match was lame, but leastwise a Bruckdorf player committed a foul in the penalty area. He accused his opponent of a dive, and disturbingly, that referee did not award a penalty to HTB. However, they came back with great scoring chances once again. After 42 minutes, Bruckdorf deservedly scored the first and only goal of the match. Mainly due to ill-discipline of the hosts. Two Bruckdorf players tackled one attacker in the penalty-box, but he was able to pass the ball across and while four Bruckdorf players verbally attacked the abovementioned HTB player, another one passed across again so that finally a third one tapped in.
The problem concerning Bruckdorf’s discipline continued in the second half. 9 out of 10 referee decisions were right, but Bruckdorf players, fans and officials complained about all the 10 referee decisions. All the time, they were provoking and complaining. It must be difficult as a referee, to cope with a team, were many players shout “hand play!” when they shot against an opponent’s shoulder, or “foul!” when an opponent cleanly took the ball from a Bruckdorf player. Sometimes they even called opponents “wanker” or used other vulgar words unheard by the referee. One of the linesmen was threatened after the match, because he revoked the supposed equaliser due to an offside position 10 minutes before the final whistle.
Although Bruckdorf played better than HTB in the second half, I granted HTB the victory and couldn’t help laughing at those unfriendly hosts.
Statistics
Ground No. 314 (new ground; this season: 84)
Sporting event No. 809 (this season: 176)
Kilometres that day: 40km by bike
Km this season: 24.415 (12,810 car/ 4,335 bike/ 4,310 public transport/ 2,960 plane)
Number of football matches since the last goalless draw: 17
Number of weeks since the last week without any sporting event (Aug 1st-6th 2006): 147

For more photos see:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/BITTE%20HIER%20WEITER%20-%20FOTOS%20AB%2022-03-2009/090523%20Bruckdorf%200-1%20Hallesche%20Transport%20Betriebe/

WE147II: Castles and Handball

SC Magdeburg 35:16 Stralsunder HV
Friday, 22nd May 2009 - begin 19.30
1. Handball Bundesliga
Result: 35:16 after 60 min. - Halftime 17:7
Goals SCM: van Olphen 6, Sprenger 6, Grafenhorst 4, Wiegert 4, Cossbau 4, Theuerkauf 4, Stiebler 2, Grohmann 2, Jurecki 2, Böhm 1
Goals SHV: Brandt 6, Schwerin 5, Hinz 2, Hoffmann 2, Libergs 1
Time penalties: 4 minutes against each team
Sent-offs: none
Sports hall: Bördelandhalle (cap. 8,000; 7,200 seated)
Attendance: 4,500 (50 away fans)
Match quality: 3.0/10 (boring)
Day-out entertainment: 7,0/10 (nice)

This time we travelled more kilometres by train than by bike, but the bike route wasn’t too short. After we arrived at Schönebeck, a town several kilometres south of Magdeburg, we jumped off the train and made our way by bike. First, we had a look at the few sights of that town that doesn’t deserve its name meaning probably “beautiful stream/ creek” - that stream is a big river (Elbe) and that town isn’t beautiful nor is the river in particular. Among the sights are some architectural details at some private homes and a church that changed its outfit so often, that you have a mixture of several architectural styles now.
Then, we rode 6km by bike to Plötzky, a village near Schönebeck on the other shore of the river Elbe. Plötzky has a beautiful Romanesque church. So has neighbouring village Pretzien. While we could have a look inside the church in Plötzky, the - concerning the exterior - more beautiful church in Pretzien was closed.
Several kilometres on, we arrived at Dornburg, a small village in the middle of the nature, relatively far away from the next city, which has a spectacular baroque castle. It needs renovation, which partially started so far. That’s the reason, why you are not allowed to enter the castle. Nonetheless you may enter the church, although it is under renovation, too. You can even ascend the pulpit and walk on the third gallery. Flanking the church lays a small restaurant, were we ate a Schnitzel.
Then we went on to Leitzkau, were a far more spectacular castle is situated. That one does not need restoration work, but it is not regularly open to public though. The castle was built right beside a monastery. There are still people living in the farm buildings of the castle, but at least the buildings look very shady. If that castle would be situated in Eastern Europe, I would bet there were Romany living.
Next stop: Lindau. Lindau is a well known town situated on the shore of Lake Constance (Bodensee) - and a small village east of Magdeburg. There is a round castle - not very well preserved due to wars in the 17th century and earlier, but under restoration - on a small hill.
Our last stop was Loburg, were we simply took a photo of the fortification tower, an industrial building, the town hall and finally the castle - which was closed - and then hurried to catch the train to Magdeburg. The next time we will visit Loburg - probably next season, when there is another handball match or an easy to access football match (the next football match in Magdeburg we want to watch will be played next week and we will not have time for sightseeing then) - we will have a look at the modern church and the ruined church, that we saw from distance only.
After our arrival in Magdeburg, we ate something in our favourite Turkish restaurant, and then rode to the sports hall “Bördelandhalle” were SC Magdeburg faced Stralsunder HV. SC Magdeburg struggles for the international positions, while Stralsund is already relegated. And so did they play. Stralsund was so weak, that there is no need to describe the match with many words. That team is a caricature of a professional handball team. A laugher! They should be relegated to Kreisliga!
SC Magdeburg just played how an average German professional team has to play and easily gained a clean victory by 35:16 goals. 19 goals difference! Unfortunately, I can’t appreciate the match high, because Magdeburg played all right and Stralsund ridiculous.

Statistics
Ground No. 313 (not a new ground; this season: 83)
Sporting event No. 808 (this season: 175)
Kilometres that day: 290 (70 bike, 220 train)
Km this season: 23.985 (12,810 car/ 4,310 public transport/ 4,295 bike/ 2,960 plane)
Number of football matches since the last goalless draw: 16
Number of weeks since the last week without any sporting event (Aug 1st-6th 2006): 147

Photos:
Architecture and landscape:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/BITTE%20HIER%20WEITER%20-%20FOTOS%20AB%2022-03-2009/090522aStrasse%20der%20Romanik%20-Schoenebeck%20bis%20Loburg/
The handball match:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/BITTE%20HIER%20WEITER%20-%20FOTOS%20AB%2022-03-2009/090522b%20SC%20Magdeburg%2035-16%20Stralsunder%20HV/

Donnerstag, 21. Mai 2009

Kommentar VI: Ruhiger Vatertag und vorgezogenes Elfmeterschießen in der Arabischen Championsleague

Ob man es nun Vatertag, Männertag oder Christi Himmelfahrt nennt: es ist ein Tag, an dem man entweder viel zu viel säuft - wie die Freunde unserer einen Nachbarsfamilie, die schon um 20.15 Uhr hackedicht auf der Umfriedung des Kellereingangs lagen - oder viel zu normale Sachen macht. Ich entschied mich für Letzteres und beschäftigte mich - mangels Sportveranstaltungen an diesem Tag - hauptsächlich mit Lernen, im Internet surfen und schließlich dem Gucken der Übertragung des Arabischen Championsleaguefinales. Taraji Tunisy (Espérance de Tunis) stand Wydad Casablanca (Wydad Dar Al-Bayda) gegenüber. Die Hoffnung gegen die Liebe, wobei die Namensgebung des marokkanischen Clubs deshalb so ausgefallen sein soll, da ein Gründungsmitglied zu spät zur Versammlung erschien, weil er noch den Film "Wydad" mit Umm Kulthoum im Kino ansah. Das Hinspiel ging 1:0 an die Tunesier, nun erwartete ich natürlich aufgrund der hervorragenden Ausgangslage einen Sieg im Heimspiel. Oder zumindest ein Unentschieden.
Letzteres wurde es dann auch, doch stand dies lange auf der Kippe. Nachdem die ersten 15 Minuten wenig zu sehen gaben für die 60.000 Zuschauer (5.000 Plätze Pufferzone, 5.000 Karten wurden nicht verkauft, Donnerstagabend ist nicht der günstigste Termin in Tunesien) die oftmals so extrem lärmten, dass der Reporter akustisch nicht zu verstehen war, kam Taraji immer mehr zum Zug. Wydad hatte kaum eine Chance in der ersten Halbzeit und Mikael Eneramo verschoss sogar einen Elfmeter für Tunis.
In Halbzeit zwei legte wieder Espérance los, jedoch ohne ein Tor zu erzielen. Auch die Fans legten nun richtig los. Während die Tunesier mit einer guten Choreo vor dem Anpfiff der 1. Hälfte mit Überziehflagge vom Ober- in den Unterrang und Spruchbändern "Vergleiche nicht die Unvergleichlichen" glänzen konnten, gingen die Marokkaner nun mit Bengalfackeln ab. Heimfans zündeten Rauchbomben. In der 50. rannte auch ein Jugendlicher mit nacktem Oberkörper aufs Feld um Nationalelf- und Espérance-Torwart Hamdi Kassroaui zu feiern.
Das Spiel wurde nun selbst für arabische Verhältnisse richtig hart - wobei fast nur Wydad faulte - und folgerichtig gab es einen zweiten Elfmeter; allerdings für Wydad. Was der Kongolese Janvier Bessala da in der 65. machte, war natürlich totale Scheiße, sodass der Schiri, aus den Vereinigten Arabischen Emiraten kommend, nur Elfmeter pfeiffen konnte. Sicher und unspektakulär verwandelte Abd As-Samad Rafik den Strafstoß zum 0:1. Gleichstand. Da müsste die Verlängerung oder das Elfmeterschießen her.
Nun wurde es hitzig: das Spiel wurde für eine Minute unterbrochen, da die komplette Gästebank unter dem Hagel von Plasteflaschen und ähnlichen Sachen aufs Spielfeld gelaufen war. Wydad foulte nun immer mehr. In der 75. gab es dann auch endlich den ersten Platzverweis, was nicht ohne eine kleine Auseinandersetzung abging.
In der 86. dann ein spektakuläres Foul: irgendein Volldepp von Wydad springt Bienvenu mit dem Knie voraus in den Rücken, als dieser mittig 14m vorm Tor stehend abziehen will. Elfmeter Nummer 3. Diesmal läuft Oussama Darragi an und knallt den Ball so an den Innenpfosten, dass er für den Gästetorwart unerreichbar ins gegenüberliegende Innennetz sprang. 1:1!
Die Wydadspieler kamen jetzt gar nicht mehr klar. Bei einem übertrieben harten Reingehen reagierte aber auch ein Taraji-Spieler einmal falsch und kloppte zurück, was zu einer handfesten Auseinandersetzung führte. In der 94. gab es dann noch mal eine richtige Massenschlägerei zwischen vielen Spielern, Wechselspielern und Betreuern. Auch Polizei- und Ordnungsdienst waren dabei. Nach 97 Minuten - der Schiri hatte zum Schluss verständlicherweise den Überblick verloren: es sollte eigentlich 10 gegen 8 gespielt werden, meines Erachtens spielte man 10 gegen 9, und eigentlich hätte noch ein Vierter von Casablanca runter gemusst - war Schluss. Aber egal. Taraji holte sich mit dem 1:1 Dank dem Hinspielsieg das Double: Tunesische Meisterschaft und Arabische Championsleague!
Mit lustigen Abschlussbildern endete die Übertragung auf ART-Sports 3: alle Tarajispieler rennen ins Tornetz vor der Kurve, Besala und Oussama Darragi und noch ein paar andere holen sich Bengalfackeln von den Taraji Ultras und rennen damit vor der Virage rum, etliche Spieler steigen auf die Torlatte und schließlich hüpfen alle mehr aufs Siegerpodest, als das sie gehen. Dort verteilen dann die in traditionelle Kleidung (Djallaba) gehüllten saudischen Sponsoren die Medaillen, den Pokal und den Siegerscheck über 1 Million US-Dollar, die ihnen auf Tabletts von hübschen Tunesierinnen in hochhackigen Schuhen, knielangen Röcken und leichten Blusen überreicht werden. Die Medallien dürfen sich dann die mit Sicherheit besten arabischen Fußballer umhängen. Taraji war der klar verdiente Sieger mit einem technisch und athletisch wieder einmal wunderbaren Fußball. Im Hintergrund läuft standesgemäß "We are the Champions" über die Stadionlautsprecher...
ألف مبروك يا ترجي

WE147I: Idyllisch aber versteckt gelegenen; beim HSC im Brandbergeweg

SV Rotation Halle II 3:2 Reideburger SV 1990
Dienstag, 19. Mai 2009 - Anstoßzeit 18.40
Stadtoberliga Halle (9. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 3:2 nach 90 Min. (45/45) - Halbzeit 2:1
Tore: 0:1 2. Minute, 1:1 15. Minute, 2:1 40. Minute, 3:1 57. Minute, 3:2 77. Minute
Verwarnungen: Rotation 1, Reideburg 2
Platzverweise: keine
Sportplatz: Rotation (Kap. 1.000)
Zuschauer: 50 (20 Gästefans)
Spielqualität: 6,0/10 (ordentlich)

Hallescher SC 96 1:3 BSV Halle-Ammendorf II
Mittwoch, 20. Mai 2009 - Anstoßzeit 18.40
Stadtoberliga Halle (9. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 1:3 nach 90 Min. (45/45) - Halbzeit 1:2
Tore: 0:1 7. Minute, 1:1 15. (Elfmeter), 1:2 23. Minute, 1:3 51. Minute
Verwarnungen: 1 für BSV II
Platzverweise: keine
Sportplatz: Brandberge (Kap. 1.000)
Zuschauer: 20 (10 Gästefans)
Spielqualität: 5,0/10 (durchschnittlich)

Zum oben genannten Dienstagsspiel kann ich nichts weiter sagen, da mein Vater dort alleine gucken gegangen war. Am Mittwoch war ich alleine unterwegs und zwar natürlich wieder einmal nach der letzten Univeranstaltung. Diesmal ging es nach Norden auf die Brandberge, die vor allem wegen der dort befindlichen Brandbergehalle bekannt sind. Wenn man die Halle gefunden hat, muss man nur noch die Treppe vor dem Waldstück erklimmen und 200m den Waldweg entlang laufen und schon ist man auf Halles idyllischstem und verstecktestem Fußballplatz. Platzmannschaft ist der Hallesche SC 1996, die an diesem Tag der Wochenteilung die zweite Vertretung des BSV Halle-Ammendorf zu Gast hatte.
Der Gästetrainer stimmte seine Spieler vorm Anpfiff noch einmal ein, von „der ersten Sekunde an“ Druck zu machen, was diese auch taten. Nach etwa 400 Sekunden war dann der Ball auch durch eine gute Direktabnahme im Netz des HSC. Diese kamen bis zur 15. Minute nur drei Mal durch Freistöße vors Tor. Beim dritten Mal bekamen sie im Anschluss einen fragwürdigen Elfmeter zugesprochen, in dessen Zusammenhang auch die einzige gelbe Karte der Partie gegeben wurde, den ein HSC Spieler locker verwandelte. Die Freude wehrte aber nicht lange, denn es vergingen keine zehn Minuten, bis der Ball wieder im Tor der Heimmannschaft lag. 1:2 sollte der Pausenstand sein.
Nach den kaum 10 Minuten Spielpause drückte Ammendorf weiter, doch nach dem 1:3 - für mich war das auch schon die Entscheidung - wurde das Spiel schwächer. Bis zur 75. hatte es einen richtigen Durchhänger, ehe Ammendorf - einige ihrer Spieler taten sich übrigens während der schlechten Spielphase mit ungestraften Unsportlichkeiten, z.B. Zuschauer anpöbeln, hervor - erneut drückte. Ein Tor bekamen sie jedoch nicht mehr auf die Reihe.
Der HSC konnte sich übrigens keine einzige Torchance aus dem Spiel heraus erarbeiten. Nur fünf oder sechs Freistöße kamen aufs Tor. Alles in Allem entsprach der Spielverlauf den Erwartungen: einseitig, da der Tabellendritte beim Vorletzten (15.) gastierte.
Statistik:
Ground Nr. 313 (ein neuer Ground; diese Saison: 83 neue)
Sportveranstaltung Nr. 808 (diese Saison: 175)
Tageskilometer: 55 (10 Bahn, 45 Fahrrad)
Saisonkilometer: zu bearbeiten 23.985 (12.810 Auto/ 4.225 Fahrrad/ 4.090 Bahn/ 2.960 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 16
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 147

Fotos unter:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/BITTE%20HIER%20WEITER%20-%20FOTOS%20AB%2022-03-2009/090520%20Hallescher%20SC%2096%201-3%20BSV%20Halle-Ammendorf%20II/

Montag, 18. Mai 2009

WE146IV: Im Kyffhäuserkreis; Fußball in Mönchpfiffel-Nikolausrieth

SV Fortuna Mönchpfiffel-Nikolausrieth 4:1 TSG Reinsdorf 1902 II
Sonntag, 17. Mai 2009 - Anstoßzeit 14.00
1. Kreisklasse Kyffhäuserkreis Ost (9. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 4:1 nach 90 Min. (45/45) - Halbzeit 3:0
Tore: 1:0 12. Minute, 2:0 20. Minute, 3:0 37. Minute, 3:1 51. Minute, 4:1 73. Minute
Verwarnungen: Mönchpfiffel 1, Reinsdorf 3
Platzverweise: keine
Sportplatz: Mönchpfiffel (Kap. 1.000)
Zuschauer: 30 (3 Gästefans)
Spielqualität: 7,0/10 (gut)
Das Hopperticket machte seinem Namen wieder einmal alle Ehre und brachte uns für 6€ pro Person - Rückfahrt inklusive - von Merseburg nach Querfurt. Von Querfurt aus ging es mit den Rädern via Leimbach, wo die schöne kleine Kirche, das heruntergekommene Kulturhaus mit verfallenem Gehöft und der aufgegebene Fußballplatz - sehr cool: man konnte, als Leimbach noch einen Verein hatte, einen Gegenspieler beim Zweikampf an der Seitenauslinie in den Gartenzaun vom Nachbargrundstück tacklen oder an der Eckfahne reingrätschen und den Gegner einen Meter die Böschung nach unten rempeln; das ist Fußball auf dem Lande! - unsere Ziele waren, nach kurzem Abstecher in Ziegelroda mit Blick auf Landgrafroda, nach Heygendorf im thüringischen Kyffhäuserkreis. Vorweg: während wir Kreisklasse-Fußball im Nachbarort Mönchpfiffel-Nikolausried guckten, lief zeitgleich ein Spiel der 2.Kreisklasse in Heygendorf. Höchst intelligent, sich nicht kreisverbandsintern darauf einigen zu können, die Spiele zeitversetzt auszutragen (eins 12 und das andere 14 Uhr z.B.), so erfuhren wir erst aus dem Internet, dass Heygendorf mit dem 1:1 gegen Kalbsrieht II den Aufstieg verkackte. Zurück zum Ort: in Heygendorf gibt es drei Kirchen: eine angeschimmelte kleine mit neu gemachter und spektakulärer Turmhaube, eine neue katholische Kirche, die mehr einer Gartenhütte als einer Kirche ähnelt und deren Blechfassade zur Visage des Papstes passt: faltig, und schließlich noch eine neoromanische Kirche, die leer stehend vor sich hin verfällt.
In unserem Zielort, der auf den genialen Namen Mönchpfiffel-Nikolausrieth hört und zusammen mit ua. der Nr. 1 in Sachen Ortsnamen: Pissen, oder auch Sackwitz, Dummerstorf, Spinnenhirn und dem ebenfalls im Kyffhäuserraum liegenden Hackpfüffel in die Top-20 von Deutschlands coolsten Ortsnamen gehört, guckten wir uns dann die angegammelte, turmlose Kirche und das kleine Kloster an. Dort gibt es auch ein Restaurant, in dem wir eigentlich essen wollten, aber da dort übelst Betrieb war und man ohne Reservierung abgewiesen wird - Fremde einfach mit rein nehmen in die Gesellschaft? Kennt man nicht mehr auf den Dörfern, vor allem dann nicht, wenn das Dorfrestaurant gut besucht und auch außerhalb des Ortes bekannt ist! -, fuhren wir über Umwege schon mal zum Fußballplatz.
Der Fußballplatz an sich ist keinen Besuch wert - da ist der Klosterbau schon interessanter - aber der Verein lohnt sich schon. Da wird man wenigstens noch freundlich gegrüßt und interessiert angesprochen - und nicht wie in vielen anderen Dörfern dumm begafft und primitiv angequatscht. Wenn die Bockwurst geplatzt ist, bekommt man auch mal eine weitere gratis im Sportlerheim. Und zumindest dieses Spiel der SV Fortuna lohnte sich anzuschauen.
Im Spiel der 1. Kreisklasse des östlichen Kyffhäuserkreises - die Saison ist dort schon fast vorbei, nach dem Spieltag standen nur noch Nachholspiele an - traf der SV Fortuna Mönchpfiffel-Nikolausried auf die zweite Mannschaft der TSG Reinsdorf 1902.
Das Spiel ging flott los und Mönchpfiffel drückte von Anfang an aufs Tor der Gäste. Nach mehreren vergeben Chancen, erzielte die Heimmannschaft das 1:0. Eine Führung, die sie nur acht Minuten später mit einem Kopfballtreffer weiter ausbauten. Das 3:0 fiel noch kurz vor der Pause, bis zu der es keine gelben Karten gab, mit einem schön über die Linie geschobenen Ball.
In der zweiten Halbzeit fiel dann der Anschlusstreffer für die Gäste, die bis dahin nur drei Mal vorm Tor von Mönchpfiffel auftauchten. Danach ging es dann wieder nur auf das Reinsdorfer Tor. Einen Treffer erzielte Mönchpfiffel dann doch noch: der 5er, der schon die ersten beiden Treffer erzielte, schaffte somit einen Hattrick.
Nach diesem Sieg hat sich Mönchpfiffel-Nikolausrieth vor dem Abstieg so gut wie gerettet - dass der Tabellenletzte Ringleben/ Borxleben II die letzten 4 ausstehenden Spiele gewinnt, ist nun wirklich höchst unwahrscheinlich - und die TSG Reinsdorf ist nun abgestiegen. Ob Mönchpfiffel in den nächsten Spielzeiten noch aktiv sein kann, ist jedoch leider fraglich. Mittlerweile nur noch 400 Einwohner, Spieler sind abgewandert nach Kalbsrieth oder Ringleben und die Mannschaften in Allstedt, Heygendorf und der restlichen Umgebung haben auch nicht unbedingt Spieler zum weggeben parat.
Wir fuhren jedenfalls nach diesem doch sehr ansehnlichen Spiel über Allstedt mit seiner brutalen Steigung ortsauswärts via Lodersleben nach Querfurt und fuhren da wieder mit dem Zug zurück nach Merseburg.
Die Radstrecken waren übrigens bis auf den schwer passierbaren Feldweg, die irgendwelche Pfeifen von der Touristeninformation der Himmelsscheibe Nebra als Radweg ausgeschildert haben - Die rauchen wohl zu viel Grünzeug? So einen Weg fahr ich mit einem Traktor oder Geländewagen, nicht mit dem Rad! - wirklich gut fahrbar. Man muss aber schon wissen, was man sich antut, wenn man 12%ige Steigungen hinauf- oder ebensolche Gefälle herab fährt.
Statistik:
Ground Nr. 312 (ein neuer Ground; diese Saison: 82 neue)
Sportveranstaltung Nr. 807 (diese Saison: 174)
Tageskilometer: 130 (70 Bahn, 60 Fahrrad)
Saisonkilometer: 23.930 (12.810 Auto/ 4.180 Fahrrad/ 4.080 Bahn/ 2.960 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 15
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 146

Fotos unter:
Landschaft und Gebäude

Spiel in Mönchpfiffel

Samstag, 16. Mai 2009

WE146III: Two amateur matches in Halle, two new grounds

SG Hallesche Transport Betriebe II 3:2 TSG Wörmlitz-Böllberg III
Saturday, 16th May 2009 - kick-off time 13.00
1. Stadtklasse Halle (11th level, 7th amateur level)
Result: 3:2 after 96 min. (49/47) - Halftime 1:1
Goals: 0-1 13th, 1-1 15th, 1-2 72nd, 2-2 79th, 2-3 83rd
Bookings: 2 yellow cards TSG III
Sent-offs: none
Ground: Sportplatz am Goldberg - HTB (cap. 1,000)
Attendance: 16 (7 away supporters)
Match quality: 5.5/10 (slightly above average)

Reideburger SV 1:1 SV Blau-Weiß Dölau
Saturday, 16th May 2009 - kick-off time 15.00
Stadtoberliga Halle (9th level, 5th amateur level)
Result: 1:1 after 94 min. (46/48) - Halftime 1:1
Goals: 1-0 3rd, 1-1 11th
Bookings: RSV 2, BWD 4
Sent-offs: none
Stadium: Reidburger Sportanlage (cap. 1,000; 20 seated)
Attendance: 50 (15 away fans)
Match quality: 4.5/10 (slightly below average)

We made our way trough the congested traffic of Halle - that’s the only thing, why Halle can be called a big city: that fucking traffic! - to the northeast of the city. In that part of the city, Halle is very rural. Unpaved roads, trees, meadows and between small houses and allotment gardens, there is an unspectacular football ground. You will miss the entrance if you don’t know it, because it looks like an entrance to one of the gardens.
The hosting team is called SG HTB - Sport Gemeinschaft Hallesche Transport Betriebe - and that day its B-Team played a match against the C-Team of Wörmlitz-Böllberg. The visiting team took the lead with a nice goal through a shot from inside the penalty area after a short while. But only two minutes later, SG HTB equalised with another nice goal. The match remained on a high level until half time.
After the break, the match’s quality decreased. Luckily, from the 65th minute on, the match became better once more. In minute 72nd, the technically and tactically superior team - Wörmlitz-Böllberg - took the lead. Seven minutes later, HTB equalised once again, this time by a wonderful banana shot from a 30m distance into the angle of the goal. After Transport Betriebe scored a third time, which should be the final goal, in minute 83, the match saw its best and most thrilling phase. Two times HTB hit the post and there were three shots on the goal that only a defender standing on the goal line could stop.
3:2 was the final result and we immediately made our way south-east towards Reideburg’s ground, which is not too easy, because there is a closed road close to the ground of HTB. Crossing a four lane Bundesstrasse by bike is not that easy… I do not know why that shitty hicktown Halle can’t build a bridge or some traffic lights there.
We almost came too late in Reideburg, but we saw the first goal, and after the second one, we ordered some Bockwursts. However, it was a fast-paced and entertaining match on an interesting ground. You can even call it a stadium, because of the tiny tribune.
The middle of the first half wasn’t good anymore, but few minutes before the break, the match became better. In the second half some players were cautioned due to foul play or unsportsmanlike conduct. It was funny from time to time, how often players complained about the referee, although that guy and his two assistants were really confident.
Due to the weak exploitation of scoring chances, the match ended 1-1. Luckily we were in time: it must have been annoying, when you came 12 minutes too late to the match…
Statistics
Ground No. 311 (two new grounds; this season: 81)
Sporting event No. 806 (this season: 173)
Kilometres that day: 50 (bike)
Km this season: 23,800 (12,810 car; 4,120 bike; 4,010 public transport; 2,960 plane)
Number of football matches since the last goalless draw: 14
Number of weeks since the last week without any sporting event (Aug 1st-6th 2006): 146

For more photos see:
1st match
2nd match

Freitag, 15. Mai 2009

WE146II: Auf dem Fußballplatz der SG Döllnitz - zwischen Dorfteich und Müllhalde

SG Döllnitz C 4:0 SpG Schafstädt/ Delitz/ Dornstedt
Freitag, 15. Mai 2009 - Anstoßzeit 18.00
C-Jugend Kreisklasse (5. und unterste Liga der 12-14jährigen)
Ergebnis: 4:0 nach 75 Min. (46/49) - Halbzeit 4:0
Tore: 1:0 10. / 2:0 27. / 3:0 29. / 4:0 35.
Verwarnungen: 1 Gelbe für Döllnitz
Platzverweise: keine
Sportplatz: Döllnitz (Kap. 2.500)
Zuschauer: 20 (keine Gästefans)
Spielqualität: 3,5/10 (begrenzt unterhaltsam)
Am Freitag sollte eigentlich mal wieder ein Besuch bei den Alten Herren erfolgen, doch das Spiel zwischen SG Döllnitz und ESV/ PNVG Merseburg wurde getauscht ausgetragen, das heißt die Eisenbahner waren die Gastgeber. Der Döllnitzer Sportplatz wurde nämlich von der C-Jugend okkupiert, die ein Spiel gegen die Spielgemeinschaft von Germania Schafstädt, Eintracht Delitz am Berge und SV Dornstedt nachzuholen hatten. Ich fuhr durch die Aue zwischen Merseburg und Halle, bog bei Kollenbey einmal falsch ab, sodass ich das Rad durch eine feuchte, mit kniehohem Gras bewachsene Wiese schieben musste und nahm eine Abkürzung über eine Eisenbahnbrücke. Kam ja kein Zug...
Nach ein bisschen herum fahren in Döllnitz - dort gibt es zwar eigentlich wenig zu sehen, außer viel zu vielen Einbahnstraßen- und Einfahrtverbotenschildern, aber für Freunde von Gebäuden aus der Industrialisierung gibt es einiges (Verfallenes) zu sehen - kam ich dann am Sportplatz an. Dieser zeichnet sich durch einen dreistufigen und enorm hohen Graswall, der sich halb um den Platz legt, aus.
Die 12- bis 14jährigen fingen etwa 5 Minuten früher an und nach 10 Minuten fiel das erste Tor. Das Spiel war ganz ordentlich und Döllnitz erhöhte auf 2:0 nach 27 Minuten. Gerade einmal 2 Minuten später hämmerte ein Döllnitzer den Ball mit einem Freistoß zum 3:0 unter die Latte. Das 4:0 fiel Sekunden vor dem Pausenpfiff.
Leider stürzte das Niveau der Begegnung nach der Pause deutlich ab. Auch der Schiedsrichter nervte jetzt teilweise mit kleinlichem Gepfeife. Das zur gelben Karte führende Foul war jedenfalls nicht der Rede wert. Die Chancenverwertung der Döllnitzer war grauenhaft. Grauenhaft war auch die Spielweise der Gäste, die sich immer wieder den Ball erkämpften um ihn dann dem Gegner auf Strafraumhöhe in die Beine zu Spielen. Chancen hatten die Schafstädter jedenfalls beinahe Keine. Für einen Tabellenvorletzten auch nicht weiter verwunderlich. 4:0 der Endstand. Steigerungsfähig, was die Jungs da zeigten, aber deutlich besser als z.B. das vorletzte A-Jugendspiel was ich sah.
Statistik:
Ground Nr. 309 (kein neuer Ground; diese Saison: 79 neue)
Sportveranstaltung Nr. 804 (diese Saison: 171)
Tageskilometer: 25 Fahrrad
Saisonkilometer: 23.750 (12.810 Auto/ 4.070 Fahrrad/ 4.010 Bahn/ 2.960 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 12
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 146

Fotos unter:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/BITTE%20HIER%20WEITER%20-%20FOTOS%20AB%2022-03-2009/090515DOELLNITZ%204-0%20Schafstaedt-Delitz-Dornstedt%20C/

Donnerstag, 14. Mai 2009

WE146I: HFC gegen FCH; die Rot-Weißen Chemiker schließen zu Kiel auf

Hallescher FC 2:1 FC Hansa Rostock II
Mittwoch, 13. Mai 2009 - Anstoßzeit 18.30
Regionalliga Nord (4. Liga, 1. halbprofessionelle Liga)
Ergebnis: 2:1 nach 92 Min. (45/47) - Halbzeit 2:1
Tore: 0:1 30. Albert, 1:1 34. Kanitz, 2:1 36. David
Verwarnungen: Görke, Schubert, Kittler (HFC) und Lange, Freitag, Lukimya-Mulongoti (FCH)
Platzverweise: keine
Stadion: Kurt-Wabbel-Stadion (Kap. 13.322, davon 4.072 Sitzplätze)
Zuschauer: 2.826 (25 Gästefans)
Spielqualität: 6,0/10 (ab 30. Minute gut)

Die Mittwochsspiele werden so langsam zur Gewohnheit: wieder einmal fuhr ich nach der Arabischstunde schnell vom Melanchtonianum weg, diesmal um zum Kurt-Wabbel-Stadion zu kommen, was kaum 15 Minuten Fahrzeit von besagtem Unigebäude weg liegt.
Nachdem ich die überhöhten 10€ für einen Sitzplatz abgedrückt habe und von den wieder einmal auffällig sachlichen und lockeren Ordnern kurz kontrolliert wurde, begab ich mich in Block A, wo mein Vater und die Müchelner Fangruppe um Reitzenstein schon wartete.
Bald war das Thema der Unterhaltung die skandalöse Entscheidung, das am 27.5. stattfindende Pokalfinale in Magdeburg auszutragen. So genannte „Sicherheitsgründe“ mal wieder. Einfach nur lächerlich so etwas! Gutes Zitat eines Fans: „Was ham de Magdedorfer denn dem scheiß Verband eigentlich bezahlt, dass die Heeme spieln dürfen? Wettbewerbsverzerrung is das!“ Gezahlt hat der FCM zwar ganz bestimmt nichts, aber die Aussage letztes Jahr, nächstes Jahr würde das Finale in Halle stattfinden, wenn FCM und HFC wieder aufeinander treffen, wurde vom Verband anscheinend vergessen. Wieso der Verein HFC sich nicht zivilgerichtlich gegen derlei Schiebung zu Wehr setzt, ist mir allerdings ein Rätsel.
Gehen wir mal zum Spiel über. Die ersten 30 Minuten waren Scheiße. Punkt.
Dann erzielte der Gastverein - die zweite Mannschaft des FC Hansa Rostock - den Führungstreffer. Ein schöner Schuss, Torwart Horvath hatte den Ball eigentlich schon, doch er sprang ihm über die Hand ins Toreck.
Nur vier Minuten später leistete sich Rostocks Torwart einen Fehler, den Kanitz ausnutzte. Ganze zwei Minuten danach konnten die Hallenser wieder jubeln, da Pavel David - nachdem der Ball zuvor an die Latte geköpft wurde - einen schönen Treffer erzielte. Bis zur Pause blieb das Spiel gut.
Nach der Pause - in der mal wieder ein einfallsreiches Pausenspiel stattfand: auf jeden Fall eine lustige Idee, einen Wettbewerb unter mehreren Fans zu veranstalten, den Fußball vom Elfmeterpunkt an Pfosten oder Latte des Tores zu zimmern - sollte es weiterhin unterhaltsam bleiben. Die Zweikämpfe waren ordentlich, doch leider wurden immer wieder Aktionen vom Schiri abgepfiffen, die man wirklich hätte laufen lassen können, und zudem gab es auch einige Torchancen. Nur waren die Spieler oft erschreckend behäbig und Tore sollten leider auch keine mehr fallen. Torjubel gab es nur nachdem sich die Nachricht, Hertha habe das 0:1 bei Tabellenführer Kiel erzielt, im ganzen Stadion verbreitete. Irgendwelche Idioten haben dann durchgesagt, es stünde 0:2, dann sogar 0:3, was allerdings nicht der Fall war. Da Holstein Kiel noch 1:1 spielte, ist der Hallesche FC dann auch nicht Spitzenreiter geworden, doch durch den 2:1 Sieg zog Halle nach Punkten gleich. Wer von den beiden aufsteigt, entscheidet sich dann in den nächsten Wochen. Die Spiele gegeneinander gab es schon. Nun handelt es sich um ein Fernduell.
Zu den Fans muss noch angemerkt werden, dass die Ergebnisdurchsage zwar nicht so ganz klappte und auch fast nur die Saalefront supportete, aber dies immerhin recht laut und von Zeit zu Zeit schwappte die Stimmungswelle auch mal auf den Rest des Stadions über. Die 25 Gästefans waren zwar nicht so akustisch vernehmbar, aber hatten viele blaue und weiße Fahnen mitgebracht. Das ist ja schon mal gut! Die besseren Fahnen hatten allerdings die Heimfans in ihrer Kurve, wobei vor allem die Überziehfahne vor dem Anpfiff heraus stach. Auch heraus stechend: die Pyroeinlage nach Abpfiff. Schiri schon in der Kabine und der Sprecher meckerte auch nicht. Also konnten die Bengalen in Ruhe kontrolliert abgebrannt werden, was vielleicht auch vorher so abgesprochen wurde. So muss so etwas ablaufen: auch gerne während des Spiels!

Um noch andere Fußballthemen anzusprechen: diesen Mittwoch wurden zwei sehr interessante arabische Ligen entschieden. In Tunesien landete unser Verein, Taraji - oder Espérance - aus Tunis, den höchsten Sieg des Spieltages und zwar gegen den Tabellendritten von Etoile du Sahel (An-Najm As-Sahely aus Sousse). Das Hinspiel hatten wir im Stadion gesehen. 4:1 hieß es für die Hauptstädter, womit ihr 21. Meistertitel an diesem letzten Spieltag gesichert wurde. Im tunesischen Pokal schon ausgeschieden, sieht es mit dem Double deshalb trotzdem gut aus, da sie im Pokalwettbewerb der arabischen Meister im Finalhinspiel in Casablanca siegten. Auf jeden Fall eine sehr starke Saison von Taraji. Erzfeind Club Africain (Nady Ifrikiy) wurde Zweiter vor Etoile du Sahel. Abgestiegen sind Al-Mustaqbal (Avenir) La Marsa und Jendouba. Ersetzt werden die beiden durch Espérance de Zarzis (Taraji Djardjis) und entweder Stade Gabés (Mal*ab Qabis) oder J.S. Kairouane (Shabab Qayrawin)
In Syrien wurde Al-Ittihad Aleppo (Halab) Meister vor dem dominantesten Team der letzten drei Jahre Al-Karameh Homs und dem ungeliebten Militärsportverein aus Damaskus (Al-Jaish Dimashq). Abgestiegen sind Al-Futuwa Dayr As-Sour (berüchtigt wegen besonders wilden Fans) und Huttayn Al-Ladhiqiyah, was da heißt, dass es nächstes Jahr kein Derby von Latakia geben wird, da Tishreen zum Glück die Klasse halten konnte. Ein unbedeutendes Spiel steht noch am Samstag aus. Umayya Idlib wird bei An-Nawaeyr Hama zu Gast sein. Warum das Spiel erst Samstag stattfindet, weiß ich nicht. Beide Mannschaften können ihre Tabellenplätze (7. bzw. 4. von 14) nicht mehr verlassen. Aber irgendwie sollen wohl die beiden Aufsteiger - Umayya wie An-Nawayr, die Omajjaden und die Wasserräder stiegen beide erst diese Saison mal wieder auf - die Saison abschließen. Al-Futuwa und Huttayn werden durch Al-Jazira Al-Hasakeh, die viele assyrische und syrisch-armenische Spieler und Fans haben, und Nady Efrin, die einen starken kurdischen Anhang haben, ersetzt.

Statistik:
Ground Nr. 308 (kein neuer Ground; diese Saison: 78 neue)
Sportveranstaltung Nr. 803 (diese Saison: 170)
Tageskilometer: 35 (25 Fahrrad, 10 Bahn)
Saisonkilometer: 23.725 (12.810 Auto/ 4.045 Fahrrad/ 4.010 Bahn/ 2.960 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 11
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 146

Fotos unter:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/BITTE%20HIER%20WEITER%20-%20FOTOS%20AB%2022-03-2009/090513%20HALLESCHER%20FC%202-1%20FC%20HANSA%20ROSTOCK%20II/

Sonntag, 10. Mai 2009

WE145III: Dahindümpelndes Doppel-Derby in Spergau

SG Spergau II 2:1 Eintracht Bad Dürrenberg II
Sonntag, 10. Mai 2009 - Anstoßzeit 12.00
3. Kreisklasse Staffel 1 (13. Liga, 9. und unterste Amateurliga)
Ergebnis: 2:1 nach 90 Min. (45/45) - Halbzeit 1:1
Tore: 0:1 25., 1:1 31., 2:1 80.
Verwarnungen: 3 für Bad Dürrenberg
Platzverweise: keine
Sportplatz: Sumpfwald (Kap. 1.000)
Zuschauer: 40 (5 Gästefans)
Spielqualität: 3,5/10 (beschränkt unterhaltsam)

SG Spergau I 2:0 Eintracht Bad Dürrenberg I
Sonntag, 10. Mai 2009 - Anstoßzeit 14.00
Kreisliga (10. Liga, 6. und unterste Amateurliga)
Ergebnis: 2:0 nach 91 Min. (45/46) - Halbzeit 2:0
Tore: 1:0 56., 2:0 71.
Verwarnungen: 2 für Spergau, 1 für Bad Dürrenberg
Platzverweise: keine
Sportplatz: Sumpfwald (Kap. 1.000)
Zuschauer: 100 (10 Gästefans)
Spielqualität: 1,5/10 (schlecht)
Dieses Plakat sollte nicht das hitzige Derby entschärfen, sondern auf die gutnachbarschaftliche Zusammenarbeit von der Gemeinde Spergau mit der Total Raffinerie hinweisen.

Dass sich beim Bad Dürrenberger Gemeindederby weder die Spieler wild um den Ball prügeln noch 1.500 aggressive Fans das Spielfeld säumen würden, war mir schon klar. Dass das Beste an diesem Derby das gute Wetter und die gute Leunaer Gesellschaft sein würden, nicht.
Durch letztere ist mir übrigens zu Ohren gekommen, dass der TSV-Oberindianer bei Beschwerden über meine Bloginhalte Leute voll mault, die nichts mit meinem Blog zu tun haben. Wenn es wieder einmal Beanstandungsgründe geben sollte (die letzten habe ich weitestgehend eingesehen und geändert), dann bitte sofort per Mail an mich! Wenn mich so eine Sache das (hoffentlich gar nicht erst eintretende) nächste Mal wieder erst über Zwischenschritte erreicht oder mir unsinnige Termini (vereinssch******d) zu Ohren kommen, werde ich noch deutlich ungehaltener, als ich es beim Schreiben der beiden fraglichen Absätze war!
Zurück nach Spergau: Das Vorspiel ging erstaunlich gut los - nicht unbedingt mit bedingungsloser Derbyhärte, aber mit guten Zweikämpfen und vielen Torchancen, die es vor allem für den auch als „Unterhund“ bezeichneten Außenseiter gab - wobei es bis zur 25. Minute dauerte, ehe der Underdog Eintracht Bad Dürrenberg II den verdienten Führungstreffer erzielte. Nach und nach kamen immer mehr Zuschauer. Nach dem Ausgleich in der 33. auch unsere Leunaer Freunde.
Nach der Pause stürzte das Spielniveau dann schlagartig ab. Mit viel Glück und wenig Können erzielte Spergau dann den Siegtreffer.
Das erste Derby ging also erwartungsgemäß an die SG Spergau.
Jetzt hieß es erst einmal Essen fassen, wobei Fischbrötchen und Bratwurst weder herausragend gut, noch unterdurchschnittlich waren. Die Preise waren auch OK.
Die erste Mannschaft Spergaus zeigte dann noch weniger Können und das auch noch von Anfang an. Bad Dürrenberg als abgeschlagener Tabellenletzter war noch schwächer.
Ehe einer der Leunaer aufs Klo ging, fiel auch kein Treffer. Kurz bevor er sich wieder zu uns setzte, schlug ein schöner halbhoher Schuss im Eck ein. Kurz darauf legte ein anderer Spieler nach. Das 2:0 sollte der Endstand sein und Eintracht Bad Dürrenberg in die 1. Kreisklasse degradieren.
Eigentlich würde ich gerne noch ein paar Zeilen mehr schreiben, aber da gibt es leider nichts zu schreiben. Beide Spiele waren enttäuschend - von Spielniveau wie Fans her - selbst für die ohnehin geringen Erwartungen.

Statistik:
Ground Nr. 308 (neuer Ground; diese Saison: 78 neue)
Sportveranstaltung Nr. 802 (diese Saison: 169)
Tageskilometer: 25 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 23.690 (12.810 Auto/ 4.020 Fahrrad/ 4.000 Bahn/ 2.960 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 10
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 145

Fotos unter:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/BITTE%20HIER%20WEITER%20-%20FOTOS%20AB%2022-03-2009/090510%20SG%20Spergau%202-1U2-0%20Eintracht%20BadDuerrenberg/