Montag, 30. Mai 2011

W252III: Der Tabellenletzte überraschend gut – der Tabellenführer überraschend schlecht

SG Blau-Weiß Draschwitz 6:2 TSV Tröglitz II
Datum: Sonntag, 29. Mai 2011 – Anstoß: 11.30
Wettbewerb: 1. Kreisklasse Burgenlandkreis, Staffel 4 (11. Liga, 6. und unterste Amateurliga)
Ergebnis: 6:2 nach 91 Min. (45/46) – Halbzeit: 3:1
Tore: 1-0 8. (2), 1-1 11. (Eigentor), 2-1 29. (2), 3-1 34. (13), 4-1 59. (6), 5-1 68. (13), 6-1 85. (8), 6-2 89. (10)
Verwarnungen: 2x Tröglitz II
Platzverweise: keine
Spielort: Friedenskampfbahn (Kap. 1.100, davon 100 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 10 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes und flottes Spiel das mit hoher Torquote die hohe Fehlerquote wettmachte)

SG Trebnitz 1920 1:3 SV Schwarz-Gelb Deuben II
Datum: Sonntag, 29. Mai 2011 – Anstoß: 14.00
Wettbewerb: 1. Kreisklasse Burgenlandkreis, Staffel 3 (11. Liga, 6. und unterste Amateurliga)
Ergebnis: 1:3 nach 97 Min. (49/48) – Halbzeit: 0:1
Tore: 0-1 9. (10), 1-1 68. (8), 1-2 86. (4), 1-3 89. (11)
Verwarnungen: 1x Trebnitz, 1x Deuben II
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Trebnitz/ Ausbauten (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 20 Gästefans)
Unterhaltungswert: 5,5/10 (Anfänglich gutes Spiel verflachte mit der Zeit – immerhin gewann der Außenseiter verdient)
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Photos and English version:

Auch am Sonntag ging es in den Burgenlandkreis. Die Ansetzungen sehen ja normalerweise 100% Samstagsspiele vor, doch Wettbewerbsgleichheit zum Saisonabschluss sorgt für eine hohe Zahl von Sonntagsspielen zu teilweise kuriosen Zeiten. So standen sich im zwischen Zeitz und Profen gelegenen 550-Einwohner-Dorf Draschwitz bereits um 11.30 die beiden Kreisklasse-Kontrahenten gegenüber. Draschwitz ist leider nur Letzter mit dem drittschlechtesten Torverhältnis der Liga, wobei ein Sieg gegen den Drittletzten aus Tröglitz reichen könnte, um wenigstens noch an der Könderitzer Reserve vorbei zuziehen.

Die SG Blau-Weiß Draschwitz spielt einen Kilometer nördlich des Dorfes auf der auf den schönen, paradox klingenden Namen „Friedenskampfbahn“ hörenden Sportanlage. Umgeben von Bäumen und Feldern und erreichbar über unbefestigte Wege ist diese Anlage eine der idyllischsten die ich kenne – die Graswälle auf den Längsseiten und ein paar Holzbänke sind für die wenigen Zuschauer noch zu geräumig.
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Für den üblichen 1€ gibt es dann ein erfreulich flottes Spiel der beiden so schlecht platzierten Mannschaften von Draschwitz und Tröglitz zu sehen. Es ging gut hin und her und schon nach weniger als 10 Minuten hatten die Hausherren mit einem schönen Flachschuss zum 1:0 eingenetzt. Etwas Chaos in der Draschwitzer Abwehr und ein daraus resultierendes Eigentor später und es stand 1:1. Noch vor der Pause gingen die Gastgeber aber durch einen weiteren langen Flachschuss und einen genialen Heber von der Strafraumgrenze aus extrem spitzen Winkel durch die Hände des Torwarts mit 3:1 in Führung.

Nach der Halbzeit legten die Blau-Weißen (die hießen nicht nur so, sondern spielten auch in entsprechenden Trikots) gehörig nach. Der Schiedsrichter hatte jetzt Probleme, mit Einwurf-, Eckball- und Freistoßentscheidungen auf beiden Seiten – Frustfouls und Provokationen der spielerisch überforderten Gäste konnte er auch nicht verhindern. Die Draschwitzer gingen aber auch immer wieder auf die etwas häufigen Fouls und Beleidigungen ein. Ein letzter Treffer war der Tröglitzer Reserve dann doch noch gegönnt. Draschwitz kletterte mit dem 6:2 und der gleichzeitigen 0:6 Niederlage von Könderitz II nun immerhin auf den vorletzten Platz.
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Wir kamen kurz nach dem Anstoß in Trebnitz an, wo der Tabellenführer, der die Staffel 3 der Kreisklasse vor Goseck und Nessa II dominiert und mit 19 Siegen und 3 Unentschieden aus 22 Spielen schon als Aufsteiger in die Kreisliga feststeht, auf Schwarz-Gelb Deuben II, die als 8. von 13 mit 22 Punkten im Mittelfeld sind, traf. Wir hatten nichts verpasst, doch kaum waren wir auf dem etwas kahlen, jedoch an einer Längsseite komplett mit Bäumen umstellten Platz am Dorfrand angekommen, schon ging der Außenseiter aus dem 3km entfernten Deuben, dessen Anhang wohl komplett eine Radtour gemacht hat, in Führung. Bis zur Pause versagte der etwas besser spielende Spitzenreiter ein ums andere Mal vorm Tor. Neben zwei Treffern des Torgestänges trafen sie auch zweimal den Torwart, weswegen der angeschlagene Keeper nach dem zweiten Zusammenprall auch ausgewechselt werden musste.

In der zweiten Hälfte musste der Deubener Ersatzmann zwar einmal hinter sich greifen, doch während die Deubener Reserve sich nach und nach etwas steigerte, baute der Gastgeber erheblich ab und kassierte zwei weitere Treffer. Alles in allem muss man sagen, dass Trebnitz für einen Spitzenreiter und Aufsteiger eine beschissene Leistung darbot: die Anzahl der Fouls, die Dümmlichkeit des Reklamierens – zweimal schoss ein Stürmer im Strafraum Deubener Verteidigern in die Eier und brüllte scheinheilig „Hand“ – und die Schwäche im Abschluss ließen die Mannschaft kaum Kreisligareif erscheinen. Aber ich gehe davon aus, dass Trebnitz nur mal neben sich stand – ansonsten wäre das nicht ihre einzige Saisonniederlage gewesen. Kreisligaeintrittspreise haben sie ja schließlich auch schon genommen – 1,50€ ist ja (auch wenn es nur 50 Cent mehr sind) eine Frechheit – und auch das Catering war bei aller Qualität überteuert.
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Noch 40km waren es dann bis nach Hause zurück. Die Radstrecke war schon zum dritten Mal in diesem Monat über 100km lang, wobei das Fahren im Burgenlandkreis für mich nach wie vor noch am interessantesten ist. Im Juni wird es aber wohl nur ein, zwei Touren in den BLK geben – doch Juli, August, September und Oktober werden wir (fast jeden Samstag) wieder viele Strecken dort fahren.
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Statistik:
Grounds: 572 (heute zwei neue Grounds; diese Saison: 122 neue)
Sportveranstaltungen: 1.286 (heute zwei, diese Saison: 173)
Tageskilometer: 110 (110 Fahrrad)
Saisonkilometer: 41.200 (20.430 Auto/ 10.200 Flugzeug/ 5.490 Bahn, Bus, Tram/ 4.270 Fahrrad/ 810 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 26
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 252

W252II: Duell der Schwarz-Gelben und Abstiegskampf zwischen Burgwerben und Bad Kösen

Weißenfelser FV Schwarz-Gelb 1:1 SV Schwarz-Gelb Deuben
Datum: Samstag, 28. Mai 2011 – Anstoß: 13.00
Wettbewerb: Kreisliga Burgenlandkreis, Staffel 2 (10. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 1:1 nach 91 Min. (46/45) – Halbzeit: 1:0
Tore: 0-1 5. (Eigentor, Nr. 2), 1-1 60. (Nr. 6)
Verwarnungen: 2x Deuben
Platzverweise: keine
Spielort: Sportanlage Selauer Straße (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 45 (davon ca. 15 Gästefans)
Unterhaltungswert: 5,0/10 (Durchschnittliches Spiel mit besserer erster Halbzeit)

SV Burgwerben 1906 2:2 SG Blau-Weiß Bad Kösen
Datum: Samstag, 28. Mai 2011 – Anstoß: 15.00
Wettbewerb: Kreisoberliga Burgenlandkreis (9. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 2:2 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 2:2
Tore: 1-0 2. Martin Rabis, 2-0 53. Rene Voigtmann, 2-1 70. Kevin Zeitschel, 2-2 78. Kevin Zeitschel
Verwarnungen: 2x Bad Kösen
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Burgwerben (Kap. 1.200 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 70 (davon mind. 2 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes und packendes Spiel mit einigen Fouls und enorm schlechter Schiedsrichterleistung)
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Photos and English version:

Bevor der letzte Ground in Weißenfels abgehakt wurde, besuchten meine Freundin und ich noch den Heimatnaturgarten. Dafür, dass da kaum mehr Tiere als in Merseburg (kostenloser Eintritt) und erheblich weniger Tierarten als in Staßfurt (Eintritt 1€) sind und das Niveau einiger Käfige auch nicht gerade spitze ist, sind 2,50€ Eintritt (1,50€ ermäßigt) ziemlich asozial - oder ein Armutszeugnis, dass man keine Sponsoren wie in Staßfurt hat, die den Eintrittspreis so drücken können. Beim Bezahlen machte sich schon der 10m entfernt stehende Hirschbock mit seinem Brunft-Gerülpse bemerkbar. Aber wen man mal guckt, was die Weißenfelser Tiere in ihren (für deutsche Zoos eher kleinen) Gehegen so zu Fressen kriegen, wundert einen der Preis nicht mehr: die Marderhunde z.B. schlürften Landliebe-Pudding.

Wir fuhren dann mit einer kleinen Schleife zur Selauer Straße, in der es drei Sportanlagen gibt. Nicht offiziell zugänglich ist der verfallene und schon teilweise mit Bäumen überwucherte Fußballplatz im ehemaligen Kasernengelände. Die Straßburger Kasernen wurden erst von der Wehrmacht und dann von der Roten Armee genutzt. Letztere nutzte auch den Platz bis Anfang der 90er, doch mit den Kasernen verrottet auch die Sportanlage und abgesperrt wurde sie wegen eventueller Munitionsreste im angrenzenden Grundstück auch. Für alle frei zugänglich ist der ehemalige Kleinfeldplatz und jetzt Bolzplatz mit kleinen Leichtathletikanlagen gegenüber der Sportstätte von Schwarz-Gelb. Diese nach den Stadien von 1. FC und Rot-Weiß dritte Fußballsportstätte in der Stadt hat einen knappen Großfeldnebenplatz auf Höhe der Straße und einen mehrere Meter höher liegenden Platz für den Spielbetrieb, der von Bäumen (v.a. Robinien) und Kleingärten umgeben ist. Sehr idyllisch dort oben!
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Nachdem man bei der ausgesprochen unsympathischen Bierwampe die einen am Eingang wortlos anglotzt die 1,50€ Eintritt bezahlt hat, kann man dann auch die Plätze im Schatten der Robinien aussuchen. Heute standen gleich zwei Mannschaften namens Schwarz-Gelb auf dem Platz. Dass niemand schwarz-gelbe Trikots trug, war aber mal wieder klar: rot-gelb und schwarz-weiß spielten gegeneinander. Weißenfels und Deuben sind Tabellennachbarn – die Weißenfelser 5. und die Deubener 6. – wobei Deuben zwei Punkte weniger hat und in der Differenz auch zwei Tore schlechter ist.

Schnell gingen die Gäste in Führung, nachdem ein guter Angriff am Torwart scheiterte, doch der zurückprallende Ball gegen den 2er von Weißenfels prallte und von da wiederum am Torwart vorbei ins Netz. Der 2er hatte sowieso seinen Pechtag, denn er musste nach einem Foul noch vor der Pause ausgewechselt werden. Der vielleicht 1,50m kleine 14er der Deubener latschte dem klar größeren Weißenfelser – anscheinend auch nicht ganz unabsichtlich – auf den Fuß, der Schiri sah die Szene nicht richtig und während der Gefoulte heftig fluchend am Boden hockte und die Zuschauerin aus der Gartensparte dem unsicheren Unparteiischen den freundlich Rat gab, de Glotzn offzumachene, stahl sich die Deubener Pygmäe ohne Entschuldigung davon.

Nachdem Weißenfels ab der 10. Minuten die bessere Mannschaft war und bis zum Seitenwechsel nicht traf, verlor das Spiel in der zweiten Hälfte bei beiden Teams an Fahrt. Erst nach einem direkt verwandelten Freistoß der Hausherren nach einer Stunde Spielzeit kam wieder Tempo in die Partie. Der Freistoß war wirklich herrlich unter die Latte geschossen! Ein weiteres Tor fiel allerdings nicht. Weißenfels traf in der 89. nur noch die Latte.
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Da mein Vater im Gegensatz zu mir noch nicht den Platz in Burgwerben kannte, fuhren wir drei sofort weiter zum Spiel der Kreisoberliga. Der SV Burgwerben ist als 10. vor dem Spiel nur noch theoretisch in Abstiegsgefahr gewesen, doch der Gegner von Blau-Weiß Bad Kösen als 14. schon fast abgestiegen, da sie vier Punkte Rückstand auf den 13. hatten. Nach dieser intensiven und spannenden Partie sollten sich diese Plätze so gefestigt haben, dass Burgwerben in der Tat den Klassenerhalt feiern und Bad Kösen den Abstieg betrauern konnte.

Gerade einmal zwei Minuten waren gespielt, als Burgwerben den Ball aus Nahdistanz über die Linie drückte. Ein ausgeglichenes Spiel mit etwas mehr Chancen für Burgwerben und deutlich mehr Fouls an den Hausherren entwickelte sich. Kein weiteres Tor bis zur Pause – und immer mehr Fehlentscheidungen (v.a. zugunsten der Gäste) des schwachen Schiedsrichtergespanns.

Nach der Pause war es bald ein Freistoß der Burgwerbener der zum 2:0 führte. Die Entscheidung sollte es allerdings noch nicht sein – zum einen, da die Chancenverwertung der Burgwerbener recht schwach war, zum anderen auch, da drei Notbremsen der Bad Kösener mit einer einzigen gelben Karte bestraft wurden. Bad Kösen profitierte aber keineswegs nur von Schiedsrichterentscheidungen, sondern kam mit Kampfgeist und Anstrengungen zurück ins Spiel. Innerhalb von 8 Minuten glichen sie aus. Beim dritten Treffer bedienten sie sich so auffällig eines Handspiels und des Aufstützens am Fünfmeterraum, das auch der unglaublich einseitig winkenden Linienrichter mit der Sonnenbrille mal ausnahmsweise gegen Bad Kösen anzeigte – die Gästebank regte sich noch scheinheilig drüber auf.
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Am Ende war dieses Unentschieden recht glücklich für Bad Kösen, aber manifestierte den Tabellenstand, der ja für die Gäste leider sehr unschön war. Das Spiel war für den neutralen Zuschauer bei freiem Eintritt – auch das Catering war sehr günstig, wenn auch nicht besonders gut; aber Weißenfels ist halt nicht Leipzig – sehr unterhaltsam. Die Rückfahrt ging sehr lässig mit Rückenwind vonstatten – verglichen mit der zweiten Burgenlandtour am Tag darauf war es sowieso eine lässige Radfahrt, da es ja nicht bis in die Zeitzer Gegend ging. Apropos Zeit: der 1. FC gastierte ja zeitgleich beim TSV Leuna – und der TSV verwandelte einen 0:1 Rückstand in einen 6:1 Sieg. Super! Auch die II. gewann torreich mit 5:3 und hat somit ein Abstiegsderby am letzten Spieltag in Merseburg. Da sind wir dann natürlich auch zugegen.
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Statistik:
Grounds: 570 (heute ein neuer Ground; diese Saison: 120 neue)
Sportveranstaltungen: 1.284 (heute zwei, diese Saison: 171)
Tageskilometer: 60 (60 Fahrrad)
Saisonkilometer: 41.090 (20.430 Auto/ 10.200 Flugzeug/ 5.490 Bahn, Bus, Tram/ 4.160 Fahrrad/ 810 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 24
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 252

Sonntag, 29. Mai 2011

Komplettliste Leipzig

Hier eine ausführliche und alphabetische Liste aller Fußballsportanlagen der Stadt Leipzig, auf denen geregelter Spielbetrieb stattfindet. Weitere Grounds: Fußballplätze von Mannschaften aus dem Stadtumland, die im Stadtkreis Leipzig mitspielen (Zusatz 1); Sportplätze von Vereinen aus Nachbargemeinden Leipzigs, die nicht im Stadtkreis Leipzig spielen (Zusatz 2); Nebenplätze von Leipziger Grounds (Zusatz 3); und: Sporthallen und andere Sportanlagen in Leipzig und Umgebung (Zusatz 3).

Leipzig (49 von 49 Grounds = 100%):
Stadt Leipzig; Plätze innerhalb der Stadtgrenzen, auf denen Mannschaften im Männerspielbetrieb des Stadt- oder Landesverbandes spielen:
1. Leipzig (1): Alfred-Kunze-Sportpark (Sachsen Leipzig II) – 10.889 (3.648/7.241); 9,5
2. Leipzig (1):
August-Bebel-Kampfbahn (TSV 1893 Leipzig-Wahren) – 530 (30/500); 6,5
3. Leipzig (1):
BÖHLITZ-Arena (TSV Böhlitz-Ehrenberg) - 1.000 (50/ 1.000); 2,0
4. Leipzig (1):
Bruno-Plache-Stadion (1. FC Lok Leipzig) – 12.500 (1.500/ 11.000); 9,0
5. Leipzig (2):
Karl-Enders-Sportpark (SpVgg 1899 Leipzig) – 5.000 (0/ 5.000); 6,0
6. Leipzig (1):
Karl Siegmeier Sportanlage (LSV Südwest) – 1.000 (0/ 1.000); 1,5
7. Leipzig (1):
Leutzscher Sportzentrum/ Sportanlage Rietzschelstraße (TuS Leutzsch 1990) – 1.400 (84/ 1.316); 2,5 8. Leipzig (1): Mariannenpark, Post Großfeld 1 (Post SV Leipzig, BC Eintracht Leipzig, SV Wacker Leipzig) – 1.000 (150/ 850); 6,0
9. Leipzig (1): Sportanlage Cottaweg (BSV Schönau 1983) – 700 (0/ 700); 3,0
10. Leipzig (1):
Sportanlage Heinz Müller (SG Leipzig-Bienitz) – 1.000 (0/ 1.000); 2,0
11. Leipzig (1):
Sportanlage Neue Linie (SG Leipziger Verkehrsbetriebe) – 1.500 (116/ 1.384); 6,0
12. Leipzig (1):
Sportanlage Nonnenwiese (SV Schleußig 1990) – 1.000 (0/ 1.000); 3,0
13. Leipzig (1):
Sportanlage Torgauer Straße (SV Tapfer 06 Leipzig) – 1.800 (161/ 1.649); 7,5
14. Leipzig (1):
Sportanlagen des SV Brehmer (SV Brehmer Leipzig) – 1.300 (130/ 1.170); 4,0
15. Leipzig (1):
Sportpark Dölitz (Roter Stern Leipzig) – 1.000 (0/ 1.000); 3,0
16. Leipzig (2):
Sportpark Fortuna (ESV Fort. Leipzig) – 7.000 bzw. 1.000 (500 bzw. 0/ 6.500 bzw. 1.000); 8,0 bzw. 1,0
17. Leipzig (1):
Sportpark Mölkau (SV Mölkau 04) – 550 (50/ 500); 6,0
18. Leipzig (1):
Sportplatz Althen (Althener SV 90) – 1.000 (30/ 970); 3,0
19. Leipzig (1):
Sportplatz An der Hohle (SV Eiche Wachau) – 1.000 (0/ 1.000); 1,0
20. Leipzig (1):
Sportplatz an der Parthe/ Lok NO (SV Lok Nordost) – 1.000 (0/ 1.000); 6,0
21. Leipzig (1):
Sportplatz Charlottenhof (SV Lindenau 1848) – 1.500 (138/ 1.362); 3,0
22. Leipzig (1):
Sportplatz Diezmannstraße, Platz 2 (Brauwasser Leipzig) – 400 (0/ 400); 4,0
23. Leipzig (1): Sportplatz Diezmannstraße (TuB Leipzig) – 2.000 (195/ 1.805); 7,0
24. Leipzig (10): Zentralstadion (sog. "Red Bull Arena") (RB Leipzig, Ausweich Lok Leipzig u.a.) – 45.000 (45.000/ 0); 7,0
25. Leipzig (1):
Sportplatz Engelsdorf (SV Lokomotive Engelsdorf) – 2.000 (80/ 1.920); 3,5
26. Leipzig (1):
Sportplätze Holzhausen/ Am Arbeiterheim bzw. Walter-Heise-Sportplatz (FC Eintracht Holzhausen) – je: 1.000 (0/ 1.000); 5,0
27. Leipzig (1):
Sportplatz Goethesteig/ Turbine (Turbine Leipzig) – 1.000 (0/ 1.000); 4,0
28. Leipzig (2):
Sportplatz Knautkleeberg (Knautkleeberger SC 1864) – 1.100 (200/ 900); 4,0
29. Leipzig (1):
Sportplatz LFC/ Gontardweg (Leipziger FC 1907) – 1.500 (0/ 1.500); 4,5 
30. Leipzig (1): Sportplatz Liebertwolkwitz (SV Liebertwolkwitz) – 1.200 (80/ 1.120); 4,0 [bzw. Platz 3: Kleinfeld, 300 (0/ 300); 3,0]
31. Leipzig (1):
Sportplatz Lindenthal (Einheit Lindenthal) – 1.200 (50/ 1.150); 3,0
32. Leipzig (1):
Sportplatz LSC 01/ Pistorisstraße (Leipziger SC 01) – 5.000 (0/ 5.000); 4,5
33. Leipzig (1):
Sportplatz Lützschena (SV Sternburg Lützschena-Stahmeln) – 1.000 (10/ 990); 2,0
34. Leipzig (1):
Sportplatz Manfred von Brauchitsch (SV West 03) – 1.018 (18/ 1.000); 4,0
35. Leipzig (1):
Sportplatz Miltitz (SG Grün-Weiß Miltitz) – 1.000 (0/ 1.000); 2,0
36. Leipzig (1):
Sportplatz Mühlwiese (SG Olympia 1896 Leipzig) – 1.200 (60/ 1.140); 2,5
37. Leipzig (1):
Sportplatz Seehausen (SG Seehausen) – 550 (50/ 500); 3,0
38. Leipzig (1):
Sportplatz Thaer-Straße/ Lipsia Eutritzsch (SV Lipsia Eutritzsch) – 1.200 (00/ 1.200); 6,0
39. Leipzig (1):
Sportplatz Thekla (SV Leipzig-Thekla) – 300 (50/ 250); 5,0  
40.Leipzig (1): Sportplatz Wettinbrücke (SV Victoria 90 Leipzig) – 1.500 (0/ 1.500); 2,0
41. Leipzig (1):
Sportplatz Wiederitzsch (SG Wiederitzsch/ Seehausen, Eintracht Wiederitzsch AH) – 1.200 (50/ 1.150); 2,5
42. Leipzig (1):
Sportplatz Wurzener Straße/ Ost 58 (SV Leipzig Ost 1858) – 1.000 (50/ 1.050); 7,0
43. Leipzig (1):
Sportplatz Zschochersche Allee 7 (SG Lausen) – 1.000 (0/ 1.000); 1,0  
44. Leipzig (2): Stadion Rotation (SG Rotation 1950 Leipzig) – 2.500 (114/ 2.386); 5,5
45. Leipzig (1):
Stadion der Freundschaft (VfK Blau-Weiß Leipzig) – 3.000 (500/ 2.500); 6,0
46. Leipzig (2):
Stadion des Friedens (Motor Gohlis Nord; mehr Bilder hier ) – 20.000 (400/ 19.600); 10!
47. Leipzig (1):
Südkampfbahn (SV Eintracht Leipzig-Süd) – 2.200 (420/ 1.780); 5,5
48. Leipzig (1):
Südost-Stadion (SSV Stötteritz) – 3.260 (260/ 3.000); 3,0
49. Leipzig (1):
Willi-Kühn-Sportplatz (SV Leipzig Nordwest) – 2.858 (358/ 2.500); 3,0

Update: Sportplatz Teichstraße nun von einigen Mannschaft von Roter Stern genutzt (vorher nur Freizeitfußball SV Azubi)

"Zusatzpunkte":
1 Plätze innerhalb der Leipziger Stadtgrenzen, auf denen kein normaler Männerspielbetrieb stattfindet, aber Jugend-, Frauen-, Altherren- oder Volkssportwettbewerbe ausgetragen werden (6/6 Grounds besucht):
1. Sportplatz Plaußig (SV Plaußig, D- und E-Jugend) - 1.000 (0/ 1.000); 3,0
2. Sportplatz Prager Straße (ATV 1845 Alte Herren) - 1.000 (0/ 1.000); 4,0
3. Sportplatz Rückmarsdorf (SG Bienitz, Jugend) - 800 (0/ 800); 3,0
4. Sportplatz Döllingstraße (Volkssport WSG Mitte u.a.) - 1.000 (0/ 1.000); 4,5
5. Walter-Heise-Sportplatz/ Plätze I und II (AH Eintracht Holzhausen, Ausweich Männer und Jugend) - beide 1.000 (0/ 1.000); Pl. 1: 4,5; Pl. 2: 2,5
6. Sportplatz Herloßsohnstraße (Ausweich SG Olympia 1896 Leipzig II und Jugend) – 350 (0/ 350); 3,5
7. Sportschule Egidius Braun (Ausweich Jugendmannschaften RB Leipzig) - 1.000 (500/ 500); 6,0


2. Plätze außerhalb der Stadtgrenzen, auf denen Mannschaften spielen, die am Spielbetrieb des Stadtverbandes Leipzig teilnehmen (23/23 Grounds besucht):
1. VfB Zwenkau [+]
2. SSV Markranstädt, Reserven RB (Am Bad Markranstädt und  Sportanlage Südstraße) [+]
3. Blau-Weiß Großlehna [+]
4. SG Taucha 99 [+]
5. Blau-Gelb Kitzen [+]
6. SV Dölzig [+]
7. SG Räpitz [+]
8. Eintracht Schkeuditz [+, NP]
9. TSV 1886 Markkleeberg (Möncherei) [+]
10. LSV Störmthal [+]
11. SV Panitzsch-Borsdorf (Panitzsch) [+]
12. SV Panitzsch-Borsdorf (Borsdorf) [+]
13. SV Liebertwolkwitz [+]
14. SSV Kulkwitz [+]
15. Eintracht Großdalzig [+]
16. Eintracht Großdeuben [+]
17. FSV Großpößna [+]
18. AC Taucha [+]
19. FSV Kursdorf [+]
20. TSV Seegeritz [+]
21. Radefelder SV [+]
22. Eiche Wachau [+]
23. Kickers Markkleeberg [+]

3. Nebenplätze:
1. Nordwest Platz II 
2. Fortuna Sportpark Pl. II 
3. Liebertwolkwitz Platz 3 
4. Nonnenwiese Schleußig Pl. 2
5. Mariannenpark, Post Großfeld 2 (Ausweich Post SV Leipzig, BC Eintracht Leipzig, SV Wacker Leipzig) – 1.000 (100/ 900); 5,5
 
4. Weitere Sportanlagen in der Stadt Leipzig:
Leipzig (1): Alfred-Rosch-Kampfbahn/ Leipziger Radrennbahn (ab und an Bahnradsport vom SRB oder BDR) – 6.000 (1.500/ 4.500); 9,0
Leipzig (2):
Alte Messehalle 6 (ehemals Blue Lions) – 2.200 (300/ 1.900); 5,0 [abgerissen]
Leipzig (2):
Arena Leipzig (u.a. HC Leipzig Frauenhandball); 8.000 (8.000/ 0); 3,0
Leipzig (1):
Arena Leipzig/ Ballspielhalle (u.a. DHfK Leipzig/ Concordia Delitzsch II u. FR); 250 (250/ 0); 5,0
Leipzig (1):
Ernst-Grube-Halle (Uni Leipzig, früher VC Leipzig) – 2.500 (2.000/ 500); 9,0
Leipzig (1):
Rosenow-Sporthalle (TuS Leipzig-Mockau, Handball u.a.) – 140 (100/ 40); 4,5
Leipzig (2):
Rugbyplatz Leipzig-Stahmeln (Rugby Club Leipzig) - 1.000 (100/ 900); 4,5
Leipzig (2):
Sporthalle 51. Mittelschule Leipzig-Lößnig (u.a. LSV Südwest und Turbine Leipzig, Handball) - 75 (75/ 0); 6,5
Leipzig (1):
Sporthalle 68. Schule Leipzig-Möckern (u.a. Motor Gohlis Nord, Handball) - 75 (75/ 0); 6,0
Leipzig (1):
Sporthalle an der Radrennbahn (u.a. Handball: SG Leipziger Verkehrsbetriebe Reservemannschaften, HC City, LSV Südwest) - 100 (100/ 0); 3,5
Leipzig (1):
Sporthalle Astrid Lindgren Grundschule (u.a. Handball: SV Lok Leipzig-Mitte) - 100 (50/ 50); 6,0
Leipzig (1):
Sporthalle Brüderstraße (u.a. SG Leipziger Verkehrsbetriebe, Handball) - 725 (576/ 149); 10!
Leipzig (1):
Sporthalle des Brockhaus-Gymnasiums (u.a. JC RBS Leipzig) - 100 (100/ 0, Kapazität bei Judo); 5,5
Leipzig (1):
Sporthalle Leipzig-Mölkau (HSV Mölkau - Die Haie) - 100 (100/ 0, Sitzplätze nur als Stehplätze nutzbar); 0,5
Leipzig (1):
Sporthalle Leplaystraße (u.a. Ringen KFC Leipzig) – Ringerhalle II: 100-150 temporäre Sitzplätze/ Ballspielhalle: 100 Stehplätze + max. 199 temp. Sitzpl.; 9,5
Leipzig (1):
Sporthalle Thomas Gymnasium Leipzig-Süd/ Wundtstraße (u.a. BSG Chemie Leipzig Handball) - 150 (50/ 100); 8,0
Leipzig (1):
Sportpark Bar Kochba (ehem. Fußball Bar Kochba Leipzig) – 0 (ehem. 15.000 Stehplätze); 3,0

Freitag, 27. Mai 2011

W252I: Auch im Mai leider wieder einen Rettungseinsatz erlebt

TSV Leuna 1919 AH [1:0] Weißenfelser FV Schwarz-Gelb AH
Datum: Freitag, 27. Mai 2011 – Anstoß: 18.00
Wettbewerb: Freundschaftsspiel Alte Herren
Ergebnis: Spielabbruch wegen Unglücksfall nach 17. Minuten beim Spielstand von 1:0
Tor: 1-0 7. Mario Melchior
Verwarnungen: keine, Platzverweise: keine
Spielort: Stadion des Friedens (Kap. 5.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 20 (keine Gästefans)
Unterhaltungswert: o.W. (Selbstverständlich keine Bewertung)
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Photos and English version:

Mario Melchiors schön heraus gespielter Treffer nach 7 Minuten geriet leider schon 10 Minuten später völlig zur Nebensache, als ein gesundheitlich bereits vorbelasteter Spieler der in rot-schwarz spielenden Schwarz-Gelben Weißenfelser einen Herzstillstand auf der Wechselbank erlitt. Ich kenne einen Verein, bei dem man gefragt hätte, ob es mit Freistoß weitergeht – in Leuna wurde sofort richtig gehandelt; der Rettungsdienst geholt, erste Hilfe geleistet und das Spiel nach diesem Sanitätereinsatz natürlich abgebrochen, da dieser Unglücksfall nicht nur für die Sportkameraden aus Weißenfels ein Schock war.

An den Sportfreund von Schwarz-Gelb gehen natürlich beste Genesungswünsche von Spielern und Fans des TSV!
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Statistik:
Grounds: 569 (heute kein neuer Ground; diese Saison: 119 neue)
Sportveranstaltungen: 1.282 (heute eine, diese Saison: 169)
Tageskilometer: 20 (20 Fahrrad)
Saisonkilometer: 41.030 (20.430 Auto/ 10.200 Flugzeug/ 5.490 Bahn, Bus, Tram/ 4.100 Fahrrad/ 810 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 22
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 252

Montag, 23. Mai 2011

W251III: Neun Tore im Nordosten von Leipzig

SV Lok Leipzig Nordost II 5:0 SV Mölkau 04 II
Datum: Sonntag, 22. Mai 2011 – Anstoß: 11.50
Wettbewerb: 2. Stadtklasse Leipzig, Staffel 2 (11. Liga, 6. Amateurliga)
Ergebnis: 5:0 nach 89 Min. (45/44) – Halbzeit: 2:0
Tore: 1-0 40. (8), 2-0 45. (7), 3-0 54. (8), 4-0 66. (Foulelfmeter, 10), 5-0 83. (11)
Verwarnungen: 1x Lok, 1x Mölkau
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Lok Nordost, An der Parthe (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 35 (davon vllt. 3 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,0/10 (Einseitiges aber ganz gutes Spiel)

SG Seehausen 3:1 BSV Schönau 1983 II
Datum: Sonntag, 22. Mai 2011 – Anstoß: 13.50
Wettbewerb: 2. Stadtklasse Leipzig, Staffel 2 (11. Liga, 6. Amateurliga)
Ergebnis: 3:1 nach 92 Min. (45/47) – Halbzeit: 2:0
Tore: 1-0 25. (16), 2-0 44. (11), 2-1 79. (3), 3-1 91. (11)
Verwarnungen: 4x Schönau, davon 2x Nr. 11
Platzverweise: Nr. 11 Schönau (89. wiederholtes Foul)
Spielort: Sportplatz Seehausen (Kap. 550, davon 50 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 35 (davon ca. 5 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Durchhänger in zweiter Halbzeit, aber wirklich gute Partie wenn Seehausen das Spiel machte)
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Photos and English version:

Nachdem wir am Samstag im Burgenlandkreis sehr schön und anspruchsvoll Rad fahren konnten, quälten wir uns durch die weitestgehend keineswegs fahrradfreundliche Großstadt Leipzig mit ihren verrotteten Radwegen, bescheuerten Ampelkreuzungen, versifften Straßenbahnschienen und Pflasterwegen. In Mockau Nord ist es am Rande der selbsternannten Weltstadt ziemlich dörflich und idyllisch: dort spielt auf der Sportanlage an der Parthe, benannt nach einem kleinen durch Leipzig fließenden Fluss, der SV Lok Nordost. Die Anlage ist aufgrund des dichten Baumbestandes und der Graswälle extrem grün.

Die Reserve von Lok Nordost ist 5. von 14 in der 2. Stadtklasse und die II. von Mölkau als Letzter nach dieser Niederlage nun abgestiegen in die 3. Stadtklasse, die unterste Spielklasse im offiziellen Spielbetrieb. Lok Nordost II war auch klar besser und ließ den Mölkauern kaum eine Chance. Allerdings vergaben die Gastgeber recht viele Chancen, sodass sie erst in den letzten fünf Minuten vor dem Seitenwechsel zwei Mal jubeln konnten. Nach der Pause legten sie mit mehreren schönen Szenen drei weitere Treffer drauf. Einer davon per Elfmeter und ein letzter Treffer aus sehr spitzem Winkel.

Mölkau II merkte man manchmal den Ärger über ihren bevorstehenden Abstieg an – wenn sie sinnlos zu schubsen anfingen z.B. – aber es blieb alles im Rahmen. Den besten Spruch lieferte so wie so ein Lok Nordost Spieler ab, der von einem Mölkauer geklammert wurde und meinte: „Willst du mit mir kuscheln oder was?“
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Weiter ging es nach Seehausen, wo mit dem 7. von 14 in genau derselben Spielklasse ein Mittelfeldteam gegen den 12. – der sich noch in Abstiegsgefahr befindet – antrat. SG Seehausen traf auf die Reserve von BSV Schönau 1983. Hier war der Leistungsunterschied eher noch deutlicher, doch auch die klar besseren Gastgeber brauchten eine ganze Weile ehe sie ihre Chancen verwandeln konnten. Wie Lok Nordost trafen aber auch sie vor der Pause doppelt. Nach der Halbzeit ließen sie – wie schon ein älterer Heimfan uns gegenüber befürchtet hatte – ziemlich nach und ließen die Gäste kommen. Dadurch wurde das Spiel unattraktiver, den außer einem über die Linie gedrückten Ball zum 2:1 und einigen Fouls – besonders undiszipliniert waren der 10er und der 11er – zeigte Schönau nichts. Folgerichtig setzte Seehausen noch in der Nachspielzeit zum 3:1 nach.

Seehausen klingt nicht nur nach Dorf, sondern ist auch pures Dorf. An der Leipziger Messe gelegen, ist der Leipziger Stadtteil so städtisch wie Berlin-Mitte ein Dorf ist. Ein Tümpel gibt wohl den Namen SEEhausen – die Kirche mit dem markanten Turm wurde immerhin saniert. Die Sportanlage ist ein klassischer Dorffußballplatz mit ein paar Bänken und viel mehr Bäumen. Das Sportlerheim ist für die Leipziger Verhältnisse sehr mickrig: meistens bekommt man richtig Essen und nicht nur Bockwurst, Bier und Cola, aber es kostete alles nur 1€ und war nicht zu kalt und nicht zu warm – also völlig O.K.
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Statistik:
Grounds: 569 (heute zwei neue Grounds; diese Saison: 119 neue)
Sportveranstaltungen: 1.281 (heute zwei, diese Saison: 168)
Tageskilometer: 90 (90 Fahrrad)
Saisonkilometer: 41.010 (20.430 Auto/ 10.200 Flugzeug/ 5.490 Bahn, Bus, Tram/ 4.080 Fahrrad/ 810 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 21
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 251

W251II: 6 Stunden Fußball im südwestlichen Burgenlandkreis

Freizeitfußballturnier der Füchse Hassenhausen
Datum: Samstag, 21. Mai 2011 – Beginn: 9.30
Wettbewerb: Kleinfeldfußballturnier für Freizeitmannschaften (6 gegen 6 Spieler, 1x10 Minuten)
Sieger: Werder Bremen Fanclub Mitteldeutschland
Finale: WFCM 2:1 Füchse Hassenhausen 
Spielort: Bolzplatz Hassenhausen (Kap. 200, davon 10 Sitzplätze)
Zuschauer: 20 Fans + 100 Aktive
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Ansehnliches Turnier mit ordentlicher Spielqualität und netter Atmosphäre)

Eckartsbergaer SV II 4:1 SG Eintracht Lossa II
Datum: Samstag, 21. Mai 2011 – Anstoß: 13.00
Wettbewerb: 1. Kreisklasse Burgenlandkreis, Staffel 1 (11. Liga, 6. und unterste Amateurliga)
Ergebnis: 4:1 nach 89 Min. (44/45) – Halbzeit: 3:0
Tore: 1-0 24. (16), 2-0 33. (9), 3-0 40. (4), 3-1 59. (4), 4-1 72. (Foulelfmeter, 11)
Verwarnungen: mindestens 1x Lossa
Platzverweise: keine?
Spielort: Sportplatz Eckartsberga, Finnepark (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: 25 (davon 5 Gästefans)
Unterhaltungswert: 2,5/10 (Eckartsberga die weniger schlechte Mannschaft, aber beide Teams hätten bei dem Freizeitturnier in Hassenhausen keine so gute Figur gemacht, wie die meisten Teilnehmer dort)

SG Herrengosserstedt 1925 0:3 SV Merseburg 99
Datum: Samstag, 21. Mai 2011 – Anstoß: 15.00
Wettbewerb: Landesliga Sachsen-Anhalt, Süd (7. Liga, 2. Amateurliga)
Ergebnis: 0:3 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0:2
Tore: 0-1 23. David Schrahn, 0-2 40. Robby Stuck, 0-3 87. Jean-Marc Leue
Verwarnungen: Carsten Krumbholz (SGH); Mirco Müller, Marcel Fellmuth (SVM)
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Herrengosserstedt (Kap. 1.000, davon 30 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 110 (davon 85 zahlende und 15 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,0/10 (Merseburg sehr deutlich überlegen, Spiel aber nicht durchgängig auf hohem Niveau)
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Photos and English version:
4) Unofficial and Lost Grounds in Burgenlandkreis District; Part II: Taugwitz, Großjena, Fränkenau, Punschrau, Eckartsberga, Burgholzhausen etc.

„Bolzplatz“ klingt nach einem Hartplatz mit Metallgittertoren drauf, doch in Hassenhausen, im Süden des Burgenlandkreises, nahe der Landesgrenze zu Thüringen, steht ein besonderes Exemplar: Rasen, Aluminiumkleinfeldtore mit grünen Netzen, umgeben von Feldern, Gärten, Bäumen und Büschen, abgeschirmt von hohen Maschendrahtzäunen. Mehrere ortsansässige Freizeitteams spielen da – regelmäßig wird auch ein Turnier ausgerichtet. Diesmal richteten die Füchse Hassenhausen ein mehrstündiges Turnier für Männermannschaften (am nächsten Tag folgte auch eins für Frauenteams) aus. Die Veranstaltung zog nicht nur Teams aus der nächsten Umgebung wie den SV Fränkenau an oder SV Benndorf an, sondern auch welche aus der weiteren Umgebung wie die Müchelner Biertrinker Union.
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Wir kamen zum Ende der Partie (1x10 Minuten wurde gespielt) zwischen den Dorfmannschaften von Fränkenau und Benndorf, die sich 1:1 trennten.
Dann spielten die Gastgeber, also die Füchse Hassenhausen, gegen den Werder Bremen Fanclub Mitteldeutschland. Die Werder Fans haben Mitglieder in Halle/ Saale, Saalekreis usw. und schlugen sich auf dem Feld gar nicht schlecht. Der Gastgeber hatte mit 1:3 das Nachsehen.

Die Naumburger Kickers 08 trafen dann auf ein mit „WSW“ abgekürztes Team. Naumburg war deutlich besser, erzielte aber nur zwei Tore zum 2:0 Sieg.

SV Benndorf schlug im darauffolgenden Spiel Fortuna Rettungsdienst aus dem Bad Sulzaer Ortsteil Reisdorf mit 3:0. Die Benndorfer zeigten wirklich eine ansprechende Leistung!

Die Müchelner Biertrinker Union brauchte dann bis zur 8. Minute um den SV Fränkenau mit 1:0 zu besiegen. Das Spiel war recht langsam geführt, wobei da der Platzsprecher Mitschuld trug: er legte weitestgehend ordentliche und recht flotte Musik auf – kaum fing er mit seichten Balladen und so einem Rotz wie Silbermond an, schon wurde das Spiel langsamer... Die Benndorfer hingegen hatten bei ihrem Sieg zuvor z.B. Rihanna und Dancemucke. Ob der Sprecher mit Rammstein und skandinavischem Heavy Metal grobe Fouls und Schlägereien ausgelöst hätte?

Der zweite Hassenhauserner Freizeitfußballverein hört auf den genialen Namen FC Sauf Aus. Gegen den Werder Fanclub erschienen sie recht nüchtern und holten ein 1:1 Unentschieden.

WSW schlug in einem nicht so sehenswerten Spiel VSC Blau-Weiß Naumburg mit 1:0. Die VSC-Leute sind sonst eher Volleyballer, aber auch beim laufintensiveren Fußball machten sie eine halbwegs gute Figur.

Der Reisdorfer Rettungsdienst Fortuna hätte gegen die Füchse Hassenhausen dann beinahe ein 0:0 gehalten, doch 90 Sekunden vor Schluss erzielten die Gastgeber das erste Tor, was 30 Sekunden vor Abpfiff von den Thüringern mit einem Schuss durch die Beine des Torwarts noch ausgeglichen wurde.

Kickers Naumburg 08 gewann dann noch einmal 2:0, wobei die Müchelner Biertrinker hier ziemlich enttäuschten. Im Spiel davor waren sie viel besser. Naumburg schoss eigentlich drei Tore, doch das eigentlich 2:0 wurde aberkannt: ein Spieler schoss von hinter der Mittellinie und tunnelte den Müchelner Torwart. Da er den Ball berührt hatte, hätte der Schuss aus 25m zählen müssen, doch ein Müchelner meckerte lautstark, weswegen sich der Schiri beeinflussen ließ. Das 2:0 schoss dann aber ebendieser meckernde Müchelner – ein Eigentor...

Nach einer Schweigeminute für ein verstorbenes Mitglied der Hassenhausener Frauenmannschaft wurde das Dorfderby angepfiffen. Die Füchse gegen Sauf Aus. Das Spiel war das Beste, das wir in diesem Turnier gesehen hatte, wurde engagiert und schnell geführt und sah viele Torschüsse und einen erfreulich sicheren Abschluss der Füchse. Innerhalb von zwei Minuten legten sie zum 3:0 vor. In der 8. setzten sie noch einen drauf – und der FC Sauf Aus konnte nur anderthalb Minuten vor Schluss noch einen Ehrentreffer erzielen.

Das nächste Derby stand dann mit Kickers gegen Blau-Weiß an. Das Naumburger Duell entschieden erwartungsgemäß die Kicker für sich. Das 1:0 war aber nicht so berauschend.

Da wir noch mehr vor hatten, griffen wir noch am Grill zu – sollte man als Zuschauer so wie so machen, da bei diesem Turnier alle Einnahmen durch Catering kommen – und fuhren nach dem Spiel vom Werder Bremen Fanclub gegen Benndorf (1:0) weiter nach Eckartsberga.

Die Füchse haben ja eine informative Website, die zeitnah Ergebnisse bringt: wen die Tabellen und Platzierungsspiele interessieren, kann ja mal hier gucken: Facebook-Füchse!
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Eckartsberga ist eine aufgrund ihrer Landschaft, einer Burgruine und einem kleinen Altstadtkern recht ansehnliche Kleinstadt. Zwei Fußballplätze gibt es da auch. Der eine, der sich am südlichen Ende ein Stück neben der Hauptstraße befindet, wird jedoch nicht mehr genutzt und verwildert ziemlich. Am westlichen Ortsausgang liegt in der welligen Hügellandschaft ein gepflegter, weitläufiger, aber ausbautenloser Platz ohne Banden oder Absperrungen zum Feld, wo der Eckartsbergaer SV seine Heimspiele austrägt.

Ich spare mir große Ausführungen zum Duell der II. Mannschaften von Eckartsberga und Eintracht Lossa – oder wie der eine junge Fan immer meinte „Eintracht Loser“ – außer: was will man bei einem Spiel der untersten Ebene erwarten, in dem der 12. gegen den 10. von 13 spielt. Allenfalls noch, dass der 10. besser ist, doch Eintracht Lossa stand völlig neben sich, was Eckartsberga mit einigen wenigen guten Szenen zu nutzen wusste. So rutschte ein Eckartsbergaer beim Torschuss aus über 20m und recht spitzem Winkel zwar aus, doch Lossas Torwart rutschte der Ball durch die Hände: 1-0. Fehler von Verteidigern später: 2-0. Dann ein weiterer Torwartfehler: 3-0. Nach der Pause zwar der Anschlusstreffer, doch Eckartsberga erzielte per Elfmeter – sehr sicher geschossen! – das 4:1.
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Weiter ging es nach Herrengosserstedt, wo als einziges Gebäude die Kirche mit dem mittigen Turm auffällt. Am nördlichen Ortsrand liegt, von Birken und Rapsfeldern flankiert, ein Fußballplatz, auf dem man nicht unbedingt ein Landesligaspiel erwartet. Aber als 5. der Landesliga Süd ist Herrengosserstedt sogar eine gute Mannschaft, auch wenn ihr Abstand auf den Aufstiegsplatz größer ist, als jener auf die Abstiegsplätze. Der Gast aus Merseburg, der SV 1899, ist als 14. von 16, im Gegensatz zu den abgestiegenen Brachwitzern und Eislebern, mit Hettstedt und Farnstädt noch im Kampf um den Klassenerhalt.

Dass Merseburg 99 im Abstiegsstrudel ist, war allerdings nicht zu merken: das Spiel war nicht schlecht, da es schnell geführt wurde und etliche Torszenen sah – und die Aktionen gingen fast alle von Merseburg aus. Herrengosserstedt geriet auch folgerichtig bis zur Pause mit 0:2 in Rückstand. Nach der Pause setzte Merseburg dann mit einem Abschluss aus Nahdistanz nach prima Kombinationsspiel gegen die ersatzgeschwächte Heimmannschaft einen dritten Treffer drauf. 0:3 kurz vor dem Ende in einer teilweise etwas hektisch gewordenen Partie. Hektisch war sie allerdings auch nur, da einige Herrengosserstedter die anstehende Niederlage nicht ohne Frustfouls verkraften konnten. Dass der nicht besonders überzeugende Schiri den Krumbholz nach einem Nachtreten – dem dritten verwarnungswürdigen Foul von ihm in 15 Minuten, wobei er nur eine gelbe Karte sah – nicht vom Feld schickte, war schon sehr glücklich für die SGH. Der Trainer nutzte die Chance natürlich und nahm den Kerl gleich runter. Jedenfalls war das 0:3 für Merseburg absolut verdient.
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Heute haben wir übrigens auch wieder eine ganze Reihe inoffizieller Plätze (auf denen aber mitunter auch solche Turniere wie in Hassenhausen ausgetragen werden) gesehen – und zudem auch aufgegebene aber meist noch gepflegte Sportanlagen – weswegen ich die hohe Dichte von Sportplätzen im Burgenlandkreis nur loben kann.
Im Gegensatz zum alten Platz von Eckartsberga wird der Großfeldplatz in Burgholzhausen weitestgehend gepflegt. Der Großfeldplatz von Großjena dient mehr zum Bogenschießen, wobei Fußball auf Kleinfeldtore auf gepflegten Rasen noch möglich ist. In Roßbach bei Kleinjena gibt es einen echt guten Kleinfeldplatz, in Taugwitz, Fränkenau und Punschrau noch bessere (zumindest die letzten beiden werden auch immer wieder Schauplatz für Freizeitfußballturniere). Die Straßen nach Punschrau und die Zuwegungen zum Platz sind übrigens extrem eng und heruntergekommen. Der Kleinfeldplatz in Niedermöllern an sich auch – da ist die Fußballwiese in der Senke am Ortsrand von Sonnendorf viel besser.
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Statistik:
Grounds: 567 (heute drei neue Grounds; diese Saison: 117 neue)
Sportveranstaltungen: 1.279 (heute drei, diese Saison: 166)
Tageskilometer: 140 (70 Fahrrad, 70 Bahn)
Saisonkilometer: 40.920 (20.430 Auto/ 10.200 Flugzeug/ 5.490 Bahn, Bus, Tram/ 3.990 Fahrrad/ 810 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 19
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 251