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Freitag, 30. April 2010

W196I: Und wieder mal die übliche Scheiße in Halle/ Saale.

BSV Halle-Ammendorf 0:1 Hallescher FC
Mittwoch, 28. April 2010 – Anstoß 18.10
Landespokal Sachsen-Anhalt, Viertelfinale (6. Liga/ 1. Amateurliga geg. 4. Liga, 1. Halbprofiliga)
Ergebnis: 0:1 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit 0:1
Tor: 0:1 44. Nico Kanitz
Verwarnungen: Besart Konxheli, Freund (BSV), Angelo Hauck, Ronny Hebestreit (HFC)
Platzverweise: Enrico Kricke (BSV: Gelb-Rot nach Tätlichkeit, 87.), Ronny Hebestreit (Rot nach Tätlichkeit, 87.)
Spielort: Stadion der Waggonbauer (Kap. 3.000, davon 62 Sitzplätze)
Zuschauer: 1.850 (davon ca. 1.600 Gästefans)
Unterhaltungswert: 1,0/10 (Zum Kotzen!)
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Da ich dieses Semester mittwochs nur noch bis um 16 Uhr Uni habe, bot sich dieses Spiel, das ich im Vorfeld auf ein 0:1 für den Halleschen FC tippte, an. Im Stadion der Waggonbauer fand vor knapp 2.000 Zuschauern, von denen mindestens 90% für den Regionalligisten hielten, ein typisches Spiel mit Beteiligung des Halleschen FC statt. Ich weiß nicht, wie man diese Mannschaft so toll finden kann, dass man sich jede Woche das grazile Gemauere, die kampflosen Zweikämpfe und die total torreichen und extrem packenden Partien, die meistens 0:0 oder 1:0 ausgehen, ansehen muss. Etwas anderes als Verbundenheit zur Region bzw. Stadt kann es nicht sein. Es gab nur zwei sehenswerte Situation in diesem beschissenen Pennerkick: ein sehr guter Schuss von Nico Kanitz, der im Winkel landete und unhaltbar für den Ammendorfer Torwart war und eine kleine Keilerei, die vom Ex-HFCer und Nun-schon-lange-Ammendorfer Enrico Kricke ausging, in deren Folge Kricke und Gegenspieler Hebestreit vom Feld mussten. Die Emotionen auf den Rängen blieben auch nach der Szene vernünftigerweise in Grenzen. Außer dass sich der komische Kauz von Stadionsprecher wieder aufgeilen musste, indem er eine völlig überflüssige Durchsage wegen eines Böllers machte, gilt es auch kaum etwas vom Umfeld festzuhalten. Bis auf die Ultras vom HFC machte niemand Stimmung. Kein einziger der Nicht-Ultras zog da mit. Es gab sogar Probleme beim Entrollen der Spruchbänder gegen die asoziale Abzocke der Ammendorfer Hausherren, die völlig überhöhte 8€ verlangten (Ermäßigung nur für Kinder unter 14 Jahren).

Mann, war das Spiel wieder langweilig!
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Statistik:
Ground Nr. 416 (kein neuer Ground; diese Saison: 85 neue)
Sportveranstaltung Nr. 990 (diese Saison: 132)
Tageskilometer: 20 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 32.280 (20.600 Auto/ 6.000 Flugzeug/ 2.950 Bus, Bahn, Tram/ 2.730 Fahrrad/ weniger als 10 Schiff)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 73
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 196

Donnerstag, 28. Mai 2009

Kommentar IX; Zu WE148I: Stimmen der Anderen.

Es folgt ein Überblick, was man zum unten von mir beschriebenen Landespokalfinale so alles im Internet lesen kann.

Beim Halleschen FC auf der offiziellen Seite1 - wird jedoch von Fans betrieben - steht Folgendes:
„HFC verliert Pokalfarce mit 0:1“
=> Deutliche Überschrift...

„[Zitat aus der MZ]: „Aus den unglücklichen Verwicklungen im Vorfeld hat der Landesverband bereits gelernt. Der Termin für das Finale kommendes Jahr steht: ´Und wenn der Wetterbericht sagt, morgen geht die Welt unter, wird 2010 trotzdem am 15. Mai gespielt´, sagt Werner Georg [Verbandspräsident]. Dies ist ein Samstag, nach Saisonschluss und konkurrenzlos zu internationalen Spielen.“ [...] Zu letzterem fällt uns nur soviel ein: Immerhin sind die DFB-Pokalendspiele, die laut Rahmenterminplan für eben diesen 15.05.2010 angesetzt wurden, ja keine internationalen Spiele...“
=> Die Blödheit und Verlogenheit dieser Landesverbandsvertreter muss man sich mal vor Augen führen!

,, Ecken: 8:4 (4:1). Chancen: 7:5 (3:2). Freistöße: 19:29 (13:16).“
=> Zeigt, wer die bessere, aber unsaubere Mannschaft war.

Schiedsrichter: Gunnar Melms (Osterburg) - Note 6: Hat die Bezeichnung Unparteiischer nicht verdient.
=> Note 6 trifft es auf jeden Fall und ist keinesfalls eine ungerechte Herabwürdigung.

„Nachdem nochmals Ronny Hebestreit neben das Tor der Blau-Weißen köpfte, kam der große Auftritt des Herrn Melms. Sicherlich in seinen sonstigen Spielen solch eine Zuschauerkulisse nicht gewohnt, brachte er sich mit aller Macht ins Rampenlicht dieser Partie und wollte partout beweisen, wer auf dem Platz das Sagen hat.“
=> Der Schiri wird hier als Macht- und Rampenlichtgeil dargestellt, was eine bessere Erklärung darstellt, als die, dass er bestochen gewesen sei.

„Von den zwischenzeitlich sehr einseitigen Entscheidungen einmal abgesehen, wollen wir diesem Mann zugute halten, dass er einfach schlichtweg überfordert war (anderes zu denken verbietet sich eigentlich...).“
=> Stimmt schon. Aber das Andere zu denken oder zu schreiben verbietet sich im inoffiziellen Darstellungsbereich keineswegs. Aber dieser Satz ist wirklich angemessen.

„So sprach HFC-Präsident Dr. Michael Schädlich nach dem Spiel davon, „dass man heute gegen den FSA, den Schiedsrichter und MD von Beginn an keine wirkliche Chance besaß. Der für dieses Finale vom Verband angesetzte Referee ist skandalös“, meinte er weiterhin.“
=> Da hat der Präsi mal Recht!

,, Sei es, wie es sei: Sportlich fair, wie wir Hallenser nunmal sind, gratulieren wir natürlich dazu, einen neuen Titel in den Kopfbogen aufnehmen zu können.“
=> Sehr sportlich. Eigentlich wieder zu fair. Können sich die Magdeburger jedenfalls ein Beispiel daran nehmen.

Beim MDR2 stand natürlich Anderes:

„Der FCM war von Beginn an das aktivere Team. Der Spielfluss wurde jedoch durch harte Zweikämpfen und viele Freistöße unterbrochen.“
=> Richtig. Tat dem Spielniveau jedoch keinen Abbruch.
„Doch Halle schwächte sich bei seiner Aufholjaghd selbst, als kurz vor dem Pausenpfiff Hebestreit (42.) nach einer Tätlichkeit an Zander Rot sah.“
=> Nicht dem Schiedsrichter nachplappern! Vor „Tätlichkeit“ muss „vermeintlich“ oder ähnliches stehen. Und achte mal auf die Rechtschreibung im siebten Wort!
Im Liveticker (gleiche Quelle) wird Folgendes vermeldet:

„82. Minute / Spielstand 1:0
Jetzt ist erneut Farbe im Spiel - im HFC-Block werden bengalische Feuer gezündet.“
=> Höre ich da Anerkennung für südländische Emotionen heraus?

„28. Minute / Spielstand 1:0
Nach Foul von Horvat an Braham gibt es Strafstoß, den Racanel sicher zur verdienten FCM-Führung verwandelt.“
=> Foul nein, verdiente Führung ja.

Die Website des FCM3 kopierte die Magdeburger Volksstimme.

„Der 1. FC Magdeburg ist zum achten Mal Landespokalsieger, schlug gestern Abend in einem kampfbetonten, aber niveauarmen Finale...“
=> Der Schmierfink ist wahrscheinlich erst zur zweiten Halbzeit gekommen.

„Die Sticheleien und Animositäten beider Vereine hatten schon im Vorfeld begonnen, die Gäste sowohl am vom Fußball-Verband (FSA) organisierten gemeinsamen Essen als auch an der Pressekonferenz nicht teilgenommen.“
=> Die Gäste hätten auch gar nicht Antreten brauchen zum Spiel.

„FSA-Präsident Werner Georg: „Unverständlich, dass der HFC fehlt.““
=> An Scheinheiligkeit nicht mehr zu überbieten, dieser Georg.

„Diesen Strafstoß hätte nicht jeder Schiedsrichter gepfffen“
=> Ein unparteiischer Schiedsrichter jedenfalls nicht. Rechtschreibung übrigens peinlich!
=> Alles in Allem ein schlechter Artikel, dessen Einseitigkeit allerdings nachzusehen ist aufgrund der Regionalität des Blattes.

Die andere Regionalzeitung4 (MZ) schreibt:
„Im Mittelpunkt stehen zwei strittige Entscheidungen des unsicheren Schiedsrichters Gunnar Melms.“
=> O.K. so kann man es sachlich beschreiben.

,,Zunächst entwickelte sich [...] ein wirklich flottes und umkämpftes Duell der Regionalliga-Rivalen.“
=> Es zeigt sich, dass die MZ Redakteure mehr Fußballsachverstand haben, als die der Volksstimme.
„Am Ende fielen dann noch einige HFC-Randalierer unrühmlich auf. Sie entzündeten Böller und Bengalische Feuer.“
=> Der letzte Satz war der einzige saudumme im gesamten Artikel. Wie man mit dem letzten Satz das Niveau eines Berichtes nur so senken kann, ist mir unbegreiflich!

Die LVZ5 schließt sich in Sachen Dummheit der Volksstimme an.
„Die Elbestädter setzten sich in einem spielerisch auf dürftigem Niveau stehenden Finale...“
„Die Partie war vom Anpfiff weg von harten Zweikämpfen und vielen Freistöße geprägt. Die erste gute Gelegenheit hatte Vujanovic, der den rechten Pfosten des HFC-Tores traf (7. Minute)“.
„Als Torhüter Horvat gemeinsam mit Lachheb Magdeburgs Brahaman der Strafraumgrenze umstieß, entschied der keineswegs immer überzeugende Schiedsrichter Melms auf Strafstoß...“

Noch dümmer ist nur Mirkos6 Berichterstattung.
Bei dieser Seite aber kein Problem, da ohnehin für FCM-Fans bestimmt.

Auf für HFC-Fans bestimmte Seiten wie denen der Bottleboys7 steht natürlich ganz Anderes:

„Normalerweise geziehmt es sich, als fairer Verlierer dem Sieger zu gratulieren. Wir mussten jedoch erst einmal über die Geschehnisse des gestrigen Landespokalfinales schlafen, ehe wir uns zu einer Äußerung hinreißen lassen.“
=> Trifft auch für mich zu.

„Auf der Seite der Sieger hatten sich bereits die Reihen gelichtet. Tja, und ob Schimpftiraden gegen den sportlichen Gegner ("Chemie-Schweine") zum Zeitpunkt des Pokalsieges die richtigen Rufe sind, werden wohl nur die Elbestädter wissen.“
=> Wäre von Hallenser Seite („Tod und Hass dem FCM“) auch nicht anders gemacht worden.

„Schon die Anfahrt zum Stadion gestaltete sich alles andere als Gästefreundlich. Da wurde im Vorfeld ein gemeinsames Durchlotsen der Autos gemeinsam mit den Bussen versprochen. Doch nix der gleichen geschah. [...] Gunnar Welms, der übrigens vom DFB im Zuge der Hoyzer-Affäre aus den Ansetzungslisten bis zur Regionalliga gestrichen wurde, sollte als angeblicher Unparteiischer mehr im Mittelpunkt stehen, als er wohl selbst zu diesem Zeitpunkt dachte.“
=> Verdeutlich nur, was für beschissene Umstände herrschten.

„Sicher war der FCM in diesen Minuten optisch überlegen. Doch Torgefahr sieht anders aus.“
=> Die Leistung der Magdeburger muss man nicht klein reden.

„Er [der HFC] schaffte es auch [nach der Pause], in Unterzahl ein spielerisches Übergewicht zu erzielen.“
=> Da hatte niemand ein spielerisches Übergewicht. Beide Mannschaften waren schlecht in Halbzeit 2.

„... Najeh Braham, der bereits im Spiel mehr durch Schauspieleinlagen als mit spielerischen Aktionen auffiel, zelebrierte unmittelbar vor der HFC-Kurve einen provozierenden Jubeltanz. Einige HFC-Spieler und auch Co Dieter Strozniak räumten ihn von der Stelle weg. Diese grobe Unsportlichkeit, welche noch auf dem Platz stattfand, ist in den Augen des Verbandes sicherlich nur eine Kleinigkeit. Die Reaktion der HFC-Fans, welche in dieser Situation zwar wütend, aber doch besonnen reagierten, ist dagegen sicherlich als mehr als böse anzusehen. Wie können es diese Rot-Weißen aber auch wagen, Ihr Team mehr zu befeiern als es der Sieger in der eigenen Kurve schaffte...“
=> Ein treffender Abschluss eines guten Berichtes. Dem Verband wird hier keineswegs Unrecht getan oder etwas unterstellt.

Alles in Allem hätte ich von der Presse und den Websiten der Vereine mehr Schwachsinn erwartet, aber im Allgemeinen war es doch - abgesehen von den Deppen, die das Spiel als generell schwach bezeichneten - recht gut gelungen, wie man das Pokalfinale darstellte.

Quellen:
1 http://www.hallescherfc.de/ Statistik: JS Ro-Heb AT (28.5.09)

2 http://www.mdr.de/sport vom 28.05.09

3 http://www.1fcm.de/ vom 28.05.09

4 Mitteldeutsche Zeitung vom 28.05.2009
Autor: Christoph Karpe & Michael Pietsch

5 lvz-online.de vom 28.05.2009

6 http://www.mirko-fcm.de/news/bild/index.php 28.05.09

7 http://www.bottleboys.de/aktuelles,hfc,454.html 28.5.09

WE148I: Erst mit 11, dann nur noch mit 10 gegen 13. Da kann man sein Auswärtsspiel nur noch verlieren

1. FC Magdeburg 1:0 Hallescher FC
Mittwoch, 27. Mai 2009 - Anstoßzeit 19.30
Finale des Landespokals Sachsen-Anhalt
Finalisten: beide Regionalliga Nord (4. Liga, Halbprofis)
Ergebnis: 1:0 nach 93 Min. (45/48) - Halbzeit 1:0
Tor: 1:0 28. Racanel (,,Foul“-Elfmeter)
Verwarnungen: Watzka (FCM), Horvat, Finke, Benes (HFC)
Platzverweise: Hebestreit (42. „Tätlichkeit“)
Stadion: „Stadion Magdeburg“ (Ernst-Grube-Stadion, Kap. 18.000 (sonst 25.000, davon 22.750 Sitzplätze))
Zuschauer: 12.988 (4.000 Gästefans)
Spielqualität: 6,0/10 (Hoher Unterhaltungswert, da spannend, in 1. HZ gutes Spiel und starke Stimmung - Spiel wirkte jedoch verschoben)

Ein verschobenes Spiel habe ich ja schon einmal gesehen. Zumindest behaupteten tschechische Ermittler letztes Jahr, dass ein Spiel zwischen Chmel Blšany und Synot Stare Mĕsto (1:3), im Jahre 2005, verschoben worden sein soll. Aber die Ermittler sind da ohnehin teilweise genauso korrupt, wie die Schiris, die von der Wettmafia das Geld einstreichen. Dass irgendetwas manipuliert wurde an diesem Spiel, scheint mir herbeigedichtet. Vorwürfe von hallescher Seite, die Magdeburger hätten Unterstützung von Schiedsrichter wie Landesfußballverband gehabt, haben da deutlich mehr Hand und Fuß.
Aber erst einmal zum Tagesverlauf dieses denkwürdigen Finaltages.
Ich hatte nur eine Univeranstaltung und der blieb ich aufgrund des hirnrissigen Termins des Finalspiels fern. Mit dem Zug ging es von Merseburg nach Halle, wobei dieses Drecksding ohne ersichtlichen Grund 10 Minuten lang einen Kilometer vorm halleschen Bahnhof stand.
Essen eingekauft und die Räder vorm Bahnhofsgebäude angeschlossen und weiter ging es nach Magdeburg. Nach kurzweiliger Fahrt - ich hatte genug Fachliteratur mit, die zu einem Referat genutzt werden muss und zudem sorgte auch der Zugführer in Weißandt-Gölzau für Unterhaltung, als er den Zug beim Anfahren abwürgte, 50m zurückrollte und noch jemanden aussteigen ließ - kamen wir am Magdeburger Bahnhof an, wo wir dann noch mehr ablegten, nämlich unseren Rucksack im Schließfach.
Mit dem HFC-Schal in der Jackentasche und der Kamera um den Hals bewegte ich mich zur Straßenbahn, die uns beide in einer etwas aggressiven FCM-Fangruppe, die jedes Auto mit hallescher Nummer von der Bahn aus mit Beleidigungen bedachte, zum Stadion brachte. Dort ging das Bedrohen hallescher Autofahrer weiter: genital, wie die Fantrennung in der Landeshauptstadt funktioniert.
Wir nahmen den Haupttribüneneingang, weil wir uns die völlig überteuerten Karten (18€) geleistet hatten, vor dem wir normal kontrolliert und dann in den HFC-Block gelassen wurden. Die Haupttribüne war zum linken Drittel FCM-Fans vorbehalten, das Mitteldrittel gehörte den VIPs und das rechte Drittel dem HFC-Anhang. Hinterm Tor rechts setzte sich der Gästebereich fort. Die Gegentribüne war zu 60% Pufferzone, die anderen 40% ebenso wie der linke Hintertorbereich den Magdeburgern vorbehalten.
Nach und nach fanden sich hinter dem Gäste-Tor etliche hundert stimmgewaltige HFC-Anhänger ein, während um uns herum nur ruhigere Spielbesucher - unter ihnen aber auch wenigstens ein uns bekanntes Gesicht, dass sich - für mich doch eher überraschend - gegen Pyrotechnikverbote aussprach - saßen.
Das Fanduell zum Anpfiff - das Kräftemessen per Choreographie - ging dann mit 6,5 zu 5,5 (von 10 Punkten) an den FCM. Die Ultras „Blue Generation“ (?) hatten einfach die attraktivere Choreo. Links vom Ultrablock ein mit rotgrünen Papptafeln gerahmtes weißes M, rechts ein D, im Ultrablock dann ein auf Folienstreifen aufgebrachtes Stadtwappen. Beim HFC wurden etliche rote Handflaggen ausgeteilt, die um eine Leinwand, die die Mannschaft und einen HFC-Fantrupp vor dem Vereinswappen zeigt, zu dessen Füßen „Ein Team - eine Szene - [unleserlich]“ steht, herum platziert wurden. Stimmungstechnisch sollten beide Fanlager auf hohem Niveau bleiben, wobei der FCM-Anhang zu Beginn der zweiten Hälfte eine Choreo zeigte, die man nur mit 3,0/10 bewerten kann, da die blau-weiße Überziehflagge zwar beeindruckend groß, aber weder designmäßig gut, noch richtig entrollt war. Die Gästefans glänzten dann noch mit dem Abbrennen von roten Bengalos, die einen nicht abziehen wollenden Nebel verursachten, und enorm lauten Böllern.
Das Spiel begann für ein Spiel zweier Regionalligisten enorm schnell und gut. Der FCM wusste, dass er gegen den HFC nur eine Chance hat, wenn er sie mit Druck belagert. Der hallesche Schlafwagenfußball darf nicht zur Entfaltung kommen, da sonst ein Duselsieg über die Magdeburger herauskommen würde. Den Duselsieg holte sich dann allerdings Magdeburg, wenn auch nur mit Hilfe des Schiedsrichters. Der HFC musste also nicht nur gegen den Landesverband spielen, die wortbrüchig und fadenscheinig das Finale nach Magdeburg verlegten (noch dazu zu dieser schwachsinnigen Zeit), sondern auch gegen den aus der Nähe von Magdeburg, dem Altmarkstädtchen Osterburg, stammenden Parteiischen. Dem ersten Knaller von dessen Seite folgte auch das goldene Tor der Partie: Lachheb leider mit einem zu kurzen Rückpass - so einen Dreck macht der Tunesier sonst nie - sodass dessen Landsmann Braham die Chance bekommt mit dem Rücken voraus in HFC-Towart Horvat zu springen, sodass der Schiri - obwohl das Foul knapp vorm Strafraum stattfand - auf Elfmeter entscheiden konnte. Dieser wurde sicher vom bis dahin besten Magdeburger - der Rumäne Catalin Racanel - verwandelt.
Damit aber nicht genug. Nicht nur wurde bei Zweikämpfen und Pressschlägen stets zu Ungunsten des HFC gepfiffen, auch wurde ein Nachhaken von Hebestreit mit Rot bestraft, ein maximal gelbwürdiges Foul als Tätlichkeit ausgelegt. So bekamen wir den Ex-Erfurter einmal von Nahem zusehen, denn genervt kam er, uns kurz über die Entscheidung klagend, an uns vorbei und setzte sich einige Reihen hinter uns unter ein paar andere Fans.
Zur Pause war das Spiel schon fast entschieden.
Die zweite Hälfte wurde - wen wundert es so richtig bei 10 Hallensern zu Gast bei 11+2 Magdeburgern - spielerisch deutlich schlechter. Ab und an noch ein paar Chancen, etwas härteres Einsteigen auf beiden Seiten - die Highlights in diesem Punkt beide Male Szenen gegen Braham: erst rempelt Lachheb ihn in eine Werbebande, sodass diese krachend umfällt, dann tritt ihm ein anderer HFCer ins Gesicht, da Braham mit dem Kopf auf Hüfthöhe geht - und der Parteiische disqualifizierte sich mit Szenen wie z.B. dem „Steh auf!“ mit entsprechender Handbewegung gegenüber einem gefoulten HFC-Spieler, selbst. Die HFC-Bank stand jedenfalls immer wieder kurz vor einem Platzsturm, den sie allerdings erst unternahmen als der Abpfiff ertönte. Grund war wieder einmal dieses räudige Kamel aus Bembla - gemeint ist der wieder einmal nur schauspielernde, provozierende und foulende Najeh Braham, der sich stets gekonnt zum Buhmann der gegnerischen Fans macht - der mit seinem Trikot wedelnd vor die HFC-Kurve rannte. Muss man sich mal vor Augen halten: da provoziert ein Spieler bewusst die ob der Niederlage ohnehin wütenden Gästefans und nimmt so Tumult in Kauf. In seinem Heimatland hätte dieser dort als „ibn shormuta“ bezeichnete Provokateur vom gegnerischen Vereinspräsidenten die Fresse poliert bekommen. Schade, dass Betreuer und Sicherheitskräfte HFC-Spieler und -Fans zurück hielten und Braham somit unbehelligt am scheinheiligen Freudentaumel der Magdeburger Mannschaft teilnehmen konnte.

Was den Tumult anging: einige Gästefans stiegen auf die Absperrungen und warfen mit den restlichen Feuerwerkskörpern. Ein Ordner wurde an der Schulter von einer Bengalfackel getroffen, was die Polizei dazu veranlasste, eine Massenschlägerei anzuzetteln. So wirklich beschweren konnten sich die Fans allerdings nicht, dass es krachte. Im Nachhinein wurde etwas von 5 verletzten Fans und 2 verletzten Polizisten berichtet.
Wir suchten dann nicht etwa aus Angst vor Randale schon während des Abklingens der Schlägerei den Weg aus dem Stadion, sondern weil wir den Zug um 22.08 noch kriegen wollten. Ein Fußmarsch mit etlichen ignorierten roten Ampeln später, saßen wir dann auch fünf Minuten vor der Abfahrt im Zug nach Halle. Dort stiegen wir auf die Räder um und fuhren nach Merseburg. Der 23.28 Zug von Halle via Merseburg nach Weißenfels war nämlich mit 20 Minuten Verspätung angekündigt und die Fahrräder wollten wir ja nicht umsonst in Halle abgestellt haben. Um kurz nach Mitternacht waren wir dann wieder in unserer Arbeitersiedlung in der Dom- und Hochschulstadt.
Es folgt gleich noch eine von mir kommentierte Übersicht zu Stimmen zum Finale, da die Kommentierungen professioneller Schreiberlinge und offizieller Vereinswebsiten zu einem so denkwürdigen Spiel doch auch interessant sind.

An dieser Stelle hätten übrigens Glückwünsche an den Pokalsieger gestanden - auch wenn der HFC nicht gewonnen hätte -, doch der fade Beigeschmack des möglicherweise bewussten Betruges bleibt und lässt mich auf Gratulationen verzichten. Der FC Magdeburg hatte mehr Chancen und war spielerisch etwas besser, doch das unsportliche Verhalten einiger ihrer Spieler und vor allem die offensichtliche Unterstützung von offizieller Seite - das war ja schon beinahe auf dem Niveau der Unterstützung für den BFC Dynamo zu DDR-Zeiten - verdient keine Würdigung.

Statistik:
Ground Nr. 315 (kein neuer Ground; diese Saison: 85 neue)
Sportveranstaltung Nr. 812 (diese Saison: 179)
Tageskilometer: 200 (180km Bahn, 20 Rad)
Saisonkilometer: 24.760 (12.810 Auto/ 4.580 Öffentliche Verkehrsmittel/ 4.410 Fahrrad/ 2.960 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 19
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 148

Fotos unter:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/BITTE%20HIER%20WEITER%20-%20FOTOS%20AB%2022-03-2009/090527%20LANDESPOKALFINALE%20-%20FCM%201-0%20HFC/

Video vom Elfmeter:
http://www.youtube.com/watch?v=i9ChOL_SLf0

Sonntag, 12. Oktober 2008

WE115II: Den Unterklassigen um den Heimvorteil gebracht

Hallescher FC 4:0 SV Staßfurt 09
Sonntag, 12.Oktober 2008 - Anstoßzeit 13.00
Landespokal Sachsen Anhalt (Achtelfinale, 4. gegen 6. Liga)
Ergebnis: 4:0 nach 92 Min. (46/46) - Halbzeit 2:0
Tore: 1:0 34. Beck, 2:0 43. Kanitz, 3:0 73. Görke, 4:0 83. Finke
Verwarnungen: HFC: Kittler, Görke, Neubert/ SV09: Guntsch, Adam
Platzverweise: Keine
Stadion: Kurt-Wabbel-Stadion (Kap. 10.000, 3.000 Sitzplätze)
Zuschauer: 813 (ca. 30 Gästefans)
Spielqualität: 5,0/10 (Durchschnitt)

Ground Nr. 255 (kein neuer Ground; diese Saison: 25 neue)
Sportveranstaltung Nr. 679 (diese Saison: 46)
Tageskilometer: 35 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 7.860 (4.810 Auto, 1.760 öffentliche Verkehrsmittel, 1.290 Fahrrad)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 92
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 115

Vorm Spiel:
Eine Woche vor Austragung der als SV Staßfurt 09 gegen Hallescher FC angesetzten Partie schiss sich die Staßfurter Polizei in die Hose. Uns war es zwar schon recht, da der Weg kürzer war, doch eigentlich wollten wir ja nach dem Spiel in den Staßfurter Zoo... Na ja egal, der Sicherheitswahn brachte den Verbandsligisten um sein Heimrecht gegen den Regionalligisten.
Mit dem Rad fuhren wir - zum ersten Mal in dieser Saison - zum Kurt-Wabbel-Stadion, einem der schönsten deutschen Stadien, was jedoch bald sein Gesicht verlieren wird. Was es schon verloren hat, sind die Radständer.
Neu ist dafür eine Gedenktafel am Fanprojekt, da einer seiner wichtigsten Mitarbeiter vor kurzem grundlos von einem russland-deutschen, mehrfach schon auffälligen Kriminellen ermordet wurde. Nicht der erste Fall der Art im Stadtteil Silberhöhe, der als die am wenigsten erstrebenswerte Wohngegend der Saalestadt gilt.
Nachdem man den leider üblichen Preis von 7€ für Stehplätze an der Kasse entrichtet hat, wurde man noch ewig von den Ordnern festgehalten. Schon stark, wenn man einem Ordner erst sagen muss, dass man bei 20 Ordnern und vier am Einlass wartenden Fans, doch ruhig mal wenigstens zwei Leute gleichzeitig abfertigen könnte. Als Ordner sollten man ja nun nicht nur Karten abreißen können...
Besondere Schikanen blieben aber aus.

Das Spiel:
Vom Anpfiff weg war der Hallesche FC überlegen. Staßfurt kam in den ersten 30 Minuten der Partie zu einigen Chancen - innerhalb dieser Zeit erzielte Halle zwei Abseitstore, die aberkannt wurden - doch dann nie wieder.
Nach einer halben Stunde machte der HFC etwas aus seinen Chancen, erzielte also das 1:0. Nur kurz darauf machten sie ein weiteres reguläres Tor.
In der zweiten Halbzeit brauchten sie eine Weile um in Fahrt zu kommen. Doch nach wirklich guten zehn Minuten (73. bis 83.) stand es verdientermaßen 4:0.

Zuschauer:
813 waren gekommen, knapp 30 davon aus Staßfurt, die sich außer dem komischen Opa mit Enkel und Frau neben mir fast alle sinnvollerweise im Gästesektor positionierten. Zu hören war von denen allerdings nichts. Auch nur wenig war von den Hallensern zu hören, die aber immerhin - nachdem Stadt und Verein ihr schwachsinniges Doppelhalterverbot zeitweilig aufgehoben haben - eine optische Aktion setzten. Man behauptete mit einem Banner - auch nicht wirklich falsch, diese Aussage - dass die Kurve nur ohne Verbote lebe und präsentierte einige der gefährlichen Wurfgeschosse und potentiellen Mordwaffen: Doppelhalter. Problem an der halleschen Kurve: da sind 50-100 Leute, die dauernd anfeuern - und 200 stehen drum herum und kriegen nicht die Fresse auf. Der Rest des Stadions so wie so nicht, wenn man mal von Beschwerden über die Schiris absieht, wie sie der Neonazi hinter mir getätigt hat: ,,Ey geh doch heeme du scheiß Votze! Dreckscher Polacke, ey!''.

Eintritt und Catering:
7€ für einen Stehplatz ist zwar Standard und geht wohl leider nicht geringer, ist aber nur bedingt akzeptabel. Absolut gar nicht akzeptabel ist das Catering. Fischbrötchen, Bockwurst, Bier, Fanta, Sprite, Cola. Bei Ligaspielen gibt es wohl deutlich mehr, doch wohl auch nur zu skandalösen fast-Bundesligapreisen wie 2,50€ für eine allenfalls durchschnittliche Bockwurst. Also wer solche Preise macht, gehört lebenslang vom Sport ausgeschlossen!

Schiedsrichter:
Das Schiedsrichtergespann aus Magdeburg leitete souverän und korrekt die Partie. Nervend war nur, dass sie die ohnehin schon lächerliche Bundesligarichtlinie in Sachen Torwartangriff konsequent pfiffen. Da braucht man nur einen Meter neben dem Torwart herumzustehen und schon ist das ein Angriff auf den Torhüter.

Nach dem Spiel:
Nachdem man ein Bild vom schlechten Zusammenhalt der Szene bekam: da pöbelte ein Saalefrontler einem Normalo hinterher - muss ja nun echt nicht sein, auch wenn diese als einzige Stimmungsmacher ruhig eine Sonderstellung bekommen können - fuhren wir zügig nach Hause.

Mehr Fotos unter:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/081012%20Hallescher%20FC%204-0%20SV%2009%20Stassfurt%20-%20Pokal/

Mittwoch, 3. September 2008

WE110 I: Schlechter als der Hallesche FC war nur das Wetter.

VfB IMO Merseburg 0:2 Hallescher FC

Mittwoch, 3. September 2008 - Anstoßzeit 17.30
Landespokal Sachsen-Anhalt, 2. Runde
(Verbandsligist, 5. Liga, gegen Regionalligist, 3. Liga)
Ergebnis: 0:2 nach 90 Min. (45/45) - Halbzeit 0:1
Tore: 0:1 32. Furch (Eigentor), 0:2 88. Kittler
Verwarnungen: 5 für IMO, 4 für den HFC
Platzverweise: 2 für den HFC (51. Neubart; Tätlichkeit, 67. David; Meckern + Schiedsrichterbeleidigung)
Stadion: Stadion am Ulmenweg (Kap. 1.500)
Zuschauer: 982 (ca. 500 Gästefans)
Spielqualität: 3,5/10 (unterdurchschnittlich)

Ground Nr. 243 (Kein neuer Ground; diese Saison: 13 neue)
Sportveranstaltung Nr. 652 (diese Saison: 19)
Tageskilometer: 10 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 6.500 (4.810/ 1.210/ 480)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 71.
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 110.

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An einem trüben und teils verregneten Mittwochnachmittag gastierte der Regionalligist Hallescher FC beim VfB Industriemontagen - kurz: IMO - Merseburg. Da das Stadion am Ottoweg aus so genannten Sicherheitsgründen stets für wichtige Spiele wie dieses gesperrt wird - wahrscheinlich sind die Traversen zu herunter getreten oder es liegen zu viele Steine rum; Zäune haben nämlich beide Anlagen nicht - musste auf der langweiligsten der vier Anlagen meiner Heimatstadt gekickt werden: Am Ulmenweg. Auf dem nur auf einer Seite mit drei Steinstufen ausgebauten Platz fanden sich jedoch fast 1.000 Zuschauer ein und die Gäste konnten sogar eine Choreographie präsentieren. Ein großes Plakat zeigte den Schriftzug ,,Vorsicht! Gewalttätige Doppelhalter im Block’’ - richtet sich wohl gegen Choreo-Verbote oder andere schwachsinnige Willküraktionen, die es besonders in Deutschland andauernd gibt - und dahinter wurden natürlich einige solcher Doppelhalter gezeigt. Ansonsten haben aber die ,,tollen’’ Hallenser so gut wie gar nicht angefeuert. Von IMO braucht man beim Thema Stimmung eh nicht zu reden. Nicht einmal die Meckerrentner haben sich getraut die Schnauze aufzumachen.
Meinem Tonfall kann man schon entnehmen, dass ich mit der Atmosphäre nicht zufrieden war (und daran kann auch der Fakt, dass wir massenhaft bekannte Gesichter trafen - vor allem die Leunaer Gisbert, Lenßen, Wolle usw., die sicherlich auch deshalb kamen, da IMO einige Leunaer Spieler weggelockt hat - nichts ändern) - genauso wenig war ich es mit dem Spiel.
Die arrogante Mannschaft die keine Fans braucht, brauchte bis zur 32. Minute um gegen Merseburgs beste, aber gleichzeitig doch am unattraktivsten spielende Mannschaft, mit 1:0 in Führung zu gehen. Und dann treffen die nicht mal selber, sondern brauchen die Hilfe von einem Abwehrspieler der IMO.
Aber wie dumm diese Rot-Weißen aus der Möchtegern-Landeshauptstadt eigentlich sind, zeigten sie erst zu Beginn der zweiten Hälfte. Da begann dann der Schiedsrichter normal zu pfeifen - in der ersten Hälfte verteilte er mehrfach völlig überzogen gelbe Karten gegen die Merseburger - und stellte einen Hallenser wegen eines Ellbogenschlages heraus. Die Gäste waren dann nur noch am meckern, provozieren und foulen, konnten allerdings immer wieder Konter setzen. Nicht zuletzt war es aber ein Armutszeugnis für die Gastgeber, dass der HFC einen weiteren Treffer erzielen konnte, obwohl in der Zwischenzeit nun ein zweiter Gästespieler - völlig zu Recht - wegen Meckerns und anschließender Schiedsrichterbeleidigung vom Feld gestellt wurde.
Für die IMO - von vielen Insidern auch IMuuh genannt; denn ,,wie macht die Kuh? IMuuh!’’ ist ein bekannter Anti-Sprechchor in der Gegend - war dann in dieser 2. Runde Schluss. Sollte es der HFC endlich einmal schaffen, nicht nur mit großer Fresse in ein Pokalspiel zu gehen, sondern konsequent gut zu spielen - wobei Potenzial zum gut spielen ohnehin kaum zu sehen ist beim HFC - könnten sie den Landespokal verteidigen. Ansonsten dürften sie bei einem Verbandsligisten ausscheiden.
Was die sonstigen Rahmenbedingungen anging: das Polizeiaufgebot von mindestens 30 Mann war etwas überzogen - so viele werden in Syrien bei einem 1. Liga Spiel vor 10.000 Zuschauern eingesetzt, aber man ist ja in Deutschland schon froh, wenn nicht gleich drei Hundertschaften herumlungern - und ebenso waren die Eintrittspreise auch etwas überzogen. Hätte bei der IMO aber schlimmeres erwartet und verlange natürlich nicht, wie beim ESV Merseburg in der Kreisliga gratis gucken zu dürfen. Aber aus den 5€ hätte man ruhig 4 machen können - in Anbetracht der miesen Anlage, die aber zugegebenermaßen ganz OK liegt. Zum Hochschul-Campus hin ist sie durch hohe Bäume abgeschirmt, hinter dem Sozialtrakt und den Garagen ist eine Spießersiedlung mit schönen Zollingerhäusern - diesen Baustil mit der charakteristischen halbrunden Dachform findet man nur in Merseburg und Dessau - zu finden und hinter den Hecken des Hauptplatzes befindet sich schließlich ein Hartplatz und dahinter noch mehr Bäume, ein Bach und auf der anderen Seite des Wasserlaufs ein Gehege für Rotwild, welches zum schönen Merseburger Tierpark - heimische Tiere wie diverse Vogelarten, Wildschweine, Luchse, Schafe oder Eichhörnchen sind bei freiem Eintritt zu sehen - gehört.

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