Sonntag, 28. September 2014

W426III: Ein irreguläres Tor in der fünften Minute der unangemessenen Nachspielzeit - da war wieder einmal der Wörmlitzer am Werk...

TSV Leuna 1919 .............................................................. 1
Ballspielclub 1999 Laucha .............................................. 1
- Datum: Samstag, 27. September 2014 – Anstoß: 15.00
- Wettbewerb: Landesklasse Sachsen-Anhalt, Staffel 6 (8. Spielklasse, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-1 nach 101 Min. (49/52) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 6. Marcus Hebestreit, 1-1 95. Matthias Meisner
- Verwarnungen: TW Ronny Goloiuch, Jens Heinecke, Albert Shoshi, Christoph Giesemann, Marcus Hebestreit, Gago Ibrahim? (Leuna); Patrick Hoffmann, Daniel Ulrich (Laucha)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Stadion des Friedens (Kap. 5.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 100 (davon 70 Zahlende und ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Spannendes Spiel aber kein gutes – und dann bog der parteiische Schiri auch noch das Ergebnis für Laucha zurecht)

TSV Leuna 1919 II .......................................................... 1
SV Wallendorf 1889 ........................................................ 3
- Datum: Samstag, 27. September 2014 – Anstoß: 12.45
- Wettbewerb: Kreisliga Saalekreis, Staffel 1 (10. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-3 nach 92 Min. (46/46) – Halbzeit: 0-2
- Tore: 0-1 28. Karsten Voigt, 0-2 38. Karsten Voigt, 0-3 58. Robert Klein, 1-3 70. Mathias Sachse
- Verwarnungen: 2x Philipp Vegsö, Uwe Matscheski, TW Patrick Lenzen (Leuna); Martin Hoppe, Karsten Voigt (Wallendorf)
- Platzverweise: Leunas Philipp Vegsö (83. gelbe Karte wg. Meckern, 83. Gelb-Rot wg. Meckern)
- Spielort: Stadion des Friedens (Kap. 5.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 35 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Mittelmäßiges Spiel)

SV Merseburg 99/ Saaletal C-Mädchen ......................... 1
Magdeburger Frauenfußballclub C-Mädchen .............. 9
- Datum: Samstag, 27. September 2014 – Anstoß: 11.00
- Wettbewerb: Landesliga Sachsen-Anhalt C-Juniorinnen (einzige Spielklasse der weiblichen U15)
- Ergebnis: 1-9 nach 70 Min. (35/35) – Halbzeit: 0-5
- Tore: 0-1 5. Karla Görlitz, 0-2 15. Sidney Lynne Erbe, 0-3 22. Karla Görlitz, 0-4 29. Karla Görlitz, 0-5 35. Sidney Lynne Erbe, 0-6 42. Fabienne Sonntag, 0-7 47. Svenja Klamt, 1-7 57. Jessica Nerlich, 1-8 58. Svenja Klamt, 1-9 69. Fabienne Sonntag
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Stadtstadion, Platz 3/ Kunstrasen (Kap. 300 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 20 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 3,5/10 (Weitestgehend schwaches Spiel)

JSG Merseburg C II (SV Merseburg 99 C) ................. 4
SV Großgräfendorf C ...................................................... 2
- Datum: Samstag, 27. September 2014 – Anstoß: 10.00
- Wettbewerb: Saalekreisklasse C-Junioren, Staffel 1 (4. und unterste Spielklasse der U15)
- Ergebnis: 4-2 nach 72 Min. (35/37) – Halbzeit: 2-1
- Tore: 0-1 7. Nick Schröter, 1-1 12. Dominic Albrecht, 2-1 28. Felix Dietrich, 2-2 45. Maximilian Markus Kaiser, 3-2 62. Felix Dietrich, 4-2 71. Dominic Albrecht
- Verwarnungen: je 1 pro Team
- Platzverweise: keine
- Spielort: Stadtstadion, Platz 2 (Kap. 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 20 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 3,5/10 (Weitestgehend schwaches Spiel)

TSV Leuna 1919 F ........................................................... 3
SG Zöschen/ Wallendorf/ Kötzschau F ......................... 7
- Datum: Samstag, 27. September 2014 – Anstoß: 9.00
- Wettbewerb: Saalekreisklasse F-Junioren, Staffel 1 (Spielklasse der U9)
- Ergebnis: 3-7 nach 41 Min. (21/20) – Halbzeit: 1-3
- Tore: 0-1 11. (6), 0-2 14. (8), 0-3 17. (8), 1-3 20. Lucas Horvath, 1-4 21. (5), 2-4 22. Lucas Horvath (Foulneunmeter), 2-5 25. (NN), 2-6 25. (8), 3-6 28. Lucas Horvath, 3-7 38. (NN)
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportstätte der Jugend, Platz 2 (Kap. 500, davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 15 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Gutes Spiel)  
Photos with English Commentary:
a) TSV Leuna Youth (U9): TSV Leuna v SG Zöschen/ Wallendorf/ Kötzschau
b) TSV Leuna Reserves & First XI: TSV Leuna v BSC Laucha and TSV Leuna Res. v SV Wallendorf
c) Merseburg 99 Youth (U15): Boys JSG Merseburg Reserves v SV Großgräfendorf, Girls SV 99 v FFC Magdeburg 

Ein Leuna-Tag mit Merseburger Zugaben stand diesen Samstag, einen Tag vor meinem nun dauerhaften Wegzug aus Merseburg, an. Den Anfang machte wie es sich gehört die F-Jugend, die auf die Spielgemeinschaft Zöschen/ Wallendorf, die nun um Kötzschau ergänzt wurde und eine der leistungsstärksten Teams der F-Jugend-Liga ist, traf.

Die Leunaer hatten zwar die üblichen Unkonzentriertheiten und zeigten immer wieder, dass man beim Zweikampfverhalten und den Torschüssen die üblichen Defizite eines sehr jungen Jahrgangs hat, doch die Mannschaft gab ihr bestes und erspielte sich viele Chancen. Leider nutzte nur Lucas Horvath seine Chancen, obwohl man keinen Spieler von der geschlossenen Mannschaftsleistung ausnehmen darf. Am Ende entschied aber doch der Fakt, dass der Gast eine größere Anzahl schussstarker Spieler hatte, diesen Wettkampf. Das eher seltene Ergebnis von 3:7 sprang am Ende für die Spielgemeinschaft aus den Leunaer Nachbardörfern raus.

Idiotischerweise wurde das Spiel der E-Jugend zeitgleich in Merseburg ausgetragen, wo sich die IMO mit Schiedsrichterhilfe in der am Ulmenweg (der beschissensten Siedlung in ganz Merseburg) üblichen unfairen Atmosphäre, zu einem Sieg mogelte. Eigentlich wollte ich ja das Spiel sehen, aber so fuhr ich aus Langeweile zum Stadtstadion.  
Im Stadtstadion war echt toll was los: nur Platz 4 war weitestgehend ungenutzt (wenn nicht grad ein paar schwererziehbare Jugendliche dort bolzten), ansonsten fanden auf dem Hauptplatz, dem Platz 2 und auch dem letzte Saison zu einem Kunstrasen umgerüsteten Platz 3 teils zeitglich Wettkampfspiele statt.

Ich hatte erstmal nur die männliche C-Jugend vom SV Merseburg 99 (die sogenannte II. Mannschaft der sogenannten JSG Merseburg) auf dem Schirm. Die spielten gegen Großgräfendorf und als ich dort zur 15. Minute eintraf stand es bereits 1:1 und die einzigen gelben Karten der Partie waren bereits verteilt worden. Nach einer Weile ging die weniger schwache Mannschaft, also Merseburg, in Führung. Ansonsten war das Spiel absolut höhepunktarm. Obwohl offensichtlich vor allem in den Reihen der Merseburger etliche Problemjugendliche waren, mit denen das sehr inkompetent wirkende Trainergespann nicht wirklich zurecht kam (das hielt sich halt lieber am Schiri auf, anstatt sich mal um die auf Platz 4 freidrehenden Wechsler zu kümmern), blieb das Spiel ohne Ausraster. Es gab nur dank eines Torwartfehlers einen Ausgleichstreffer aus großer Distanz und dann noch zwei hervorragend abgeschlossene Konter zum nicht unverdienten 4:2 Sieg der Gastgeber zu sehen.

Ich bemerkte dann, dass auch auf Platz 3 gekickt wurde. Ich halte zwar nicht viel davon, dass man vor der A- oder B-Jugend weibliche und männliche Spieler trennt, aber die C-Mädchen haben erstmal meist ein Zweitspielrecht in einer richtigen, also einer Jungenmannschaft, und außerdem kann man sich auf einem neuen Ground jeden Mist angucken. Denn der frühere Hartplatz im Rücken der Gästekurve des Stadtstadions, der nun zu einem Kunstrasen umgestaltet wurde, wurde bisher noch nie von mir besucht. Steht man in der letzten Reihe der Tribüne oder etwas unterhalb davon auf dem Wall am niedrigsten Teil des Zaunes, kann man gut zugucken. Ansonsten ist der Platz eine Zumutung durch die völlig idiotischen Umzäunungen. Auch die Pflasterung und Mauerung direkt am Spielfeldrand – zumal bei einem viel zu kleinen Spielfeld – bergen massive Verletzungsgefahr bei richtigen Spielen oder selbst beim Training. Aber die 9 gegen 9 kickenden U15-Juniorinnen kann man ruhig auf so einen etwa 35x80m kleinen Plasterasen lassen.

Immerhin ist die Qualität des Kunstrasenbelags hervorragend und die Qualität des Spiels war durch einige Gästespielerinnen gar nicht so schlecht wie befürchtet. Das Match war aber ausgesprochen einseitig und Merseburg hatte eigentlich nur eine einzige Torchance, die sie dann aber auch verwandelten. Magdeburg hingegen hatte etliche Torchancen und als Merseburg mal endlich traf, hatten die Gästinnen schon längst sieben Dinger erzielt. Am Ende waren es neun für FFC Magdeburg, wobei ein Freistoß aus gut 30m und eine direkt aufs kurze Eck verwandelte Ecke die besten Tore waren!  
Danach ging es wieder nach Leuna zurück, ins Stadion des Friedens. Während ich mich noch vom Grillstand versorgte, kam das Spiel der Zweiten Männer langsam in den Gang. Leuna II war vor dem Spiel nur Vorletzter und auch Wallendorf stand nicht gut da. Bald sah es für die Zweite aber noch schlechter aus, denn ein Konter wurde hervorragend abgeschlossen: Patrick im Tor fast mit Notbremse, doch der 9er überläuft ihn und lupft den Ball ins Netz.

Das 0:2 war noch geschickter gemacht und bevor es überhaupt eine Berührung geben konnte, wurde der wieder sehr weit vorm Tor agierende Patrick überlupft. Nach der Pause dann die Entscheidung, als Wallendorf den dritten Treffer erzielte. Mathias Sachse legte immerhin mit einem herrlichen Schuss aus gut 30m, der halbhoch ins Eck ging, einen Ansporn auf den Schlussspurt hin, doch zu mehr als einem Treffer reichte es nicht.  
Auch die Ersten Männer steht mit nur zwei Punkten auf dem erstem Abstiegsplatz und auch der Gegner aus Laucha war mit einem Punkt weniger im Kellergeschoss der Tabelle zu finden. Und auch nur ein Treffer sollte für die Erste drin sein.

Der besagte Treffer fiel dafür schon sehr früh: nachdem ein Schuss vom eigenen Mann versehentlich abgeblockt wurde, zimmerte Hebestreit den x-ten Schuss in der packenden Strafraumszene in der fünften Minute ins lange Eck. Mit gutem, packendem Fußball war aber leider schnell Schluss. Über weite Strecken spielten hier zwei Abstiegskandidaten, die mit ungeschickten Zweikämpfen, ständigem im Abseits stehen und mäßigen Torschüssen auffielen.

In der zweiten Hälfte sah es bis zum Ende genauso aus wie in der ersten: Leuna eher schwach aber die bessere Mannschaft, Laucha sehr schwach doch immerhin besonders zu Beginn der zweiten Spielhälfte mit einigen gefährlichen Torchancen. Was dann leider auffiel war der Schiedsrichter und das natürlich negativ. Bei Sport,,freund“ Dirk Ußfeller vom halleschen Stadtrand, der für Wörmlitz-Böllberg pfeift, kann man auch nichts anderes erwarten.

Mich wunderte erst, dass Ußfäller so spät damit anfing, lächerliche gelbe Karten gegen Leuna zu verteilen, aber trotz vorheriger schlechter Erfahrungen mit diesem unsäglichen Un(?)parteiischen wunderte mich noch mehr, mit welcher Dreistigkeit er das Spiel verschob. Es gab keinerlei Grund länger als zwei, drei Minuten pro Halbzeit nachzuspielen, doch die Schwarze (heute Rote) Sau ließ so lange spielen, bis Laucha den Ausgleich erzielte. Und das Allerschlimmste: der Treffer war nicht einmal regulär! Ein Leunaer tritt unkontrolliert am Boden hockend den Ball und Ronny Golloiuch nimmt ihn auf. Wenn man nicht unbedingt der betreffenden Mannschaft schaden will, pfeift man als Unparteiischer nicht „Rückgabe“. Der indirekte Freistoß wurde dann freigegeben, Laucha verzögerte und verstolperte regelwiedrig, Leuna klärte nachdem sich mehrere Spieler regelkonform aus der Mauer gelöst hatten. Doch Ußfeller ließ wiederholen und warf erstmal mit gelben Karten gegen Leunaer Spieler, die sich verständlicherweise nur gerade noch zusammenreißen konnten, um sich. Die unberechtigte Wiederholung des unberechtigten Freistoßes landete dann – in dieser Szene sogar regelkonform; aber Ußfeller hätte die Lauchaer wahrscheinlich sogar den Ball ins Tor fausten oder werfen lassen – im Netz zum 1:1 Ausgleich.

Fazit: dass ein Schiedsrichter sich bei jedem Leuna-Spiel das er pfeifen darf, solche Betrügereien leisten kann, bedeutet zuerst einmal ein Armutszeugnis für die Atmosphäre beim TSV. Leuna wurden zwei Punkte dreist gestohlen von einer spielerisch unterlegenen Mannschaft. Auch wenn Leuna nicht gut spielte und gegen einen so schlechten Gegner wie Laucha zwei oder drei Tore hätte schießen müssen – hier kann man dem Team nur bedingt Vorwürfe machen können, da man bei mehr Treffern auch mit mehr Aktionen von Seiten des Pfeifenheinis hätte rechnen müssen. Aber wenn selbst bei einem solchen Beschiss nur vier, fünf Leute vernehmbar Pöbeln, kann man sich das als Schiri arrogant lächelnd leisten, eine erstgemeinte Frage nach den Kosten für solche Schiedsrichterentscheidungen zu übergehen: aber interessant wäre es schon, gerade im Preisvergleich mit Tschechien, wo Entscheidungen die auf den Spielausgang Einfluss haben auf vergleichbarer Ebene Discountware sind... Fakt ist: Bei so manchem Dorfverein in der Umgebung von Halle (z.B. dem mit der Abkürzung SVG) wäre er nach dem 1:1 gar nicht mehr zum Weiterführen der Partie gekommen: Sein Glück, dass Leuna so eine faire Mannschaft mit so fairem Anhang ist!  
Statistik:
- Grounds: 1.190 (heute 1 neuer; diese Saison: 36 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.173 (heute 5; diese Saison: 61)
- Tageskilometer: 30 (30km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 14.280 (9.870 Auto/ 3.630 Flugzeug/ 680 Fahrrad/ 80 öffentliche Verkehrsmittel/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 149 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 426

Freitag, 26. September 2014

W426II: Sieg für Alte Herren bei Bad Dürrenberg Oldies

SV Eintracht Bad Dürrenberg 1990 AH ........................ 0
TSV Leuna 1919 AH ........................................................ 2
- Datum: Freitag, 26. September 2014 – Anstoß: 17.45
- Wettbewerb: Freundschaftsspiel Alte Herren
- Ergebnis: 0-2 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 20. Freddi Kamenica, 0-2 42. Rene Schmidt
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Eintracht Bad Dürrenberg (Kap. 1.100 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 25 (davon ca. 10 Leunaer)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Leuna nicht nur aufgrund temporärer numerischer Überlegenheit klar besser in einem ganz ordentlichem Spiel)  
Photos with English Commentary:
Veterans Friendly: Eintracht Bad Dürrenberg v TSV Leuna 1919

Das vorerst letzte Spiel das ich von den Leunaer Alten Herren sehen werde, verlief erfolgreich. Eintracht Bad Dürrenberg startete auch nur mit acht Leuten. Leuna ließ es langsam angehen, als Bad Dürrenberg zu zehnt war, legte der TSV richtig los und kam zum Führungstreffer durch den Debütanten Freddi Kamenica. Rene Schmidt legte nach dem Seitenwechsel gegen mittlerweile 11 Dürrenberger einen drauf mit einem Aufsetzer ins Eck. Es gab so gut wie keine Torchancen für den Gastgeber, auch in der zweiten Hälfte nicht. Leuna spielte das ganz ansehnliche, aber nicht unbedingt gute Spiel locker und erfolgreich herunter.  
Statistik:
- Grounds: 1.189 (heute kein neuer; diese Saison: 35 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.168 (heute 1; diese Saison: 56)
- Tageskilometer: 50 (50km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 14.250 (9.870 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 680 Fahrrad/ 80 öffentliche Verkehrsmittel/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 144 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 426

Donnerstag, 25. September 2014

W426I: FCM-Jugend siegt zweistellig

1. FC Magdeburg E-Jugend ............................................ 10
Roter Stern Sudenburg D II .............................................. 2
- Datum: Mittwoch, 24. September 2014 – Anstoß: 17.30
- Wettbewerb: D-Junioren Stadtklasse Magdeburg (2. und unterste Spielklasse der U13)
- Ergebnis: 10-2 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 6-1
- Tore: 1-0 3. (8), 2-0 5. (16), 2-1 8. (Nr. 8), 3-1 10. (16), 4-1 11. (18), 5-1 11. (3), 6-1 25. (3), 6-2 34. (Nr. 11), 7-2 36. (11), 8-2 43. (13), 9-2 56. (9), 10-2 56. (10)
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Ernst-Grube-Stadion, Kunstrasenplatz 4 bzw. Nebenplatz 4 der sogenannten MDCC-„Arena” (Kap. 1.250 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 25 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Über weite Strecken gutes Spiel)  
Photos with English Commentary:
Under-13 League: FC Magdeburg U11 v Roter Stern Sudenburg U13 Reserves

Kurz vorm Umzug fuhr ich noch mal auf Besuch nach Staßfurt und von dort mit Anja nach Magdeburg. Fürs Spiel vom SC Magdeburg haben wir keine Karten besorgt, aber bereits um 17.30 spielten die Junioren des FC Magdeburg.

Die E-Junioren spielen sehr erfolgreich in der D-Jugend Stadtklasse mit. Die Reserve von Roter Stern Sudenburg war heute zu Gast. Gekickt wurde auf einem der sechs ausbautenlosen Nebenplätze des Heinrich-Germer-Stadions, das oft als „MDCC-Arena“ verunglimpft wird. Die Nebenplätze kann man gar nicht verunglimpgen: alles ausbautenlose, uninteressante und langweilige Rasen- bzw. Kunstrasenplätze.

Das Spiel recht unterhaltsam und fing rasant an: FCM nahm die Abwehr der Gäste auseinander, fing sich einen Konter ein und überrollte dann die Sudenburger regelrecht. Der Torwart der Gäste schien von der Armhaltung beim Handball angefangen zu haben: er kassierte natürlich trotzdem 5 Tore in nur 11 Minuten. Nach dem turbulenten Beginn stand Sudenburg aber besser in der Abwehr und der FCM schaltete etwas zurück. Erst kurz vor der Pause fiel ein weiteres Tor: das 6-1. Nach dem Seitenwechsel dann immer wieder gute Phasen und Leerlauf. Magdeburg war klar besser und konnte mit einem Doppelschlag kurz vor Schluss noch ein zweistelliges Ergebnis erzielen: das 10-2 war auch in der Höhe verdient.  
Statistik:
- Grounds: 1.189 (heute 1 neuer; diese Saison: 35 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.167 (heute 1; diese Saison: 55)
- Tageskilometer: 260 (260km Auto)
- Saisonkilometer: 14.200 (9.870 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 630 Fahrrad/ 80 öffentliche Verkehrsmittel/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 143 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 426

Montag, 22. September 2014

W425IV: Trabanten und Traktoren in Loitzschütz

Trabirallye zum Loitzschützer Dreschfest
- Datum: Sonntag, 21. September 2014 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: 22. Autorallye für Trabanten (Typen 500 und 601) zum Loitzschützer Dreschfest 2014
- Ergebnisse D-Finale: 1. Löwe (qualifiziert für C-Finale), 2. Merforth, 3. Nr. 46, 2 Teilnehmer ausgeschieden
- Ergebnisse C-Finale: 1. Salzmann (q. f. B.), 2. Schuft, 3. Graul, 4. Arsand, 5. U. Fröhlich, 6. Vogel, 7. Ulbricht, 8. F. Fröhlich, 9. Nr. 32, 3 T. ausg.
- Ergebnisse B-Finale (Neustart): 1. M. Förster (q. f. A.), 2. Radke, 3. Krämer, 4. Ditscher, 5. Mayr, 6. Battige, 7. S. Förster, 8. Dylla, 2 T. ausg.
- Ergebnisse A-Finale: 1. Schmidt (Pokalgewinner), 2. Schönemann, 3. D. Gentsch, 4. Golz, 5. Nr. 25, 6. Beer, 7. NN, 8. NN, 5 T. ausg.
- Austragungsort: Stoppelfeld am Ostrand von Loitzschütz (Kap. ca. 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: knapp 1.000
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Ziemlich chaotische Art von Rennsport mit interessanten Wracks, ähm: Fahrzeugen: sehr unterhaltsam!)

SV Braunsbedra E .............................................................. 7
TSV Leuna 1919 E .............................................................. 3
- Datum: Sonntag, 21. September 2014 – Anstoß: 9.00
- Wettbewerb: E-Junioren Kreisklasse Saalekreis, Staffel 1 (U11-Liga)
- Ergebnis: 7-3 nach 50 Min. (25/25) – Halbzeit: 2-1
- Freundschafts-Neunmeterschießen: 6-2 für Braunsbedra nach je 12 Schützen
- Tore: 0-1 4. Justin, 1-1 11. Nr. 4, 2-1 23. Nr. 6, 3-1 29. Nr. 4, 4-1 36. Nr. 11, 5-1 40. Nr. 11, 5-2 42. Luca, 5-3 48. Justin, 6-3 49. Nr. 2, 7-3 50. Nr. 4
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Stadion des Friedens, Platz 2 (Kap. 650 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 15 Leunaer)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Durchwachsenes Spiel mit vielen guten aber auch schwachen Phasen)  
Photos with English Commentary:
a) Under-Aged Football: SV Braunsbedra U11 v TSV Leuna 1919 U11
b) REGIONAL RALLYE COMPETITION IN LEUTZSCHÜTZ: TRABANT OFF-ROAD RACE
c) Burgenland District: Loitschütz and Surrounding Villages

Bevor wir eine eher kuriose Sportveranstaltung im Burgenland besuchten, statteten wir wieder Leunas E-Jugend einen Besuch ab. Die traten in Braunsbedra an. Im Nachhinein gesehen, hätten wir doch zur F-Jugend nach Günthersdorf fahren sollen: mit einem 14:5-Sieg konnten die E-Junioren gegen diesen starken Gegner leider nicht aufwarten und in Günthersdorf hätten wir uns auch nicht das Gelaber gewisser Leute anhören müssen, die wohl der Meinung sind, dass in Leuna außer ihnen keiner Ahnung vom Fußball hat und niemand außer ihnen (und natürlich schon gar nicht der aktuelle Trainer) zum Trainieren der Jugendmannschaften fähig ist...

Entgegen aller Befürchtungen gelang Leuna aber ein starker Beginn mit dem Eröffnen des Torreigens. Erst kurz vor der Pause ging Braunsbedra, die mit ihren Chancen ungeschickt umgingen, die erste Führung. Als das Spiel ein Debakel zu werden drohte, traf Leuna zwei Mal beim Stand von 5:1 aus dem Nichts und sehr geschickt zur Ergebnisverbesserung. Ein Doppelschlag der Gastgeber ließ dieses durchwachsene Spiel, in dem der SVB hinter den Erwartungen zurückblieb aber Leuna eine erfreulich gute Leistung zeigte, 7:3 ausgehen.  
Eher gemächlich ging es Richtung Burgenlandkreis. Noch ein kleiner Abstecher zum historischen Wasserturm Droßdorf, dann ging es ins beschauliche, aber heute richtig überlaufene Loitzschütz. Das kleine Dorf feiert einmal im Jahr ein Dreschfest, dessen Höhepunkt eine Off-Road-Rallye mit Trabanten ist. Als ich die rollenden Wracks sah, fühlte ich mich an Mauretanien erinnert, aber der Zustand der Fahrzeuge hatte eher mit dem Reglement, das eher einer Stockcar-Challenge ähnelt, zu tun.

Auf einem abgeernteten Maisfeld wurde ein 600m langer Rundkurs mit einigen Kurven und einer breiten, langen Gerade abgesteckt. Drumherum können sich mehr als 1.000 Zuschauer, so etwa 900 kamen auch, stellen. Teilweise steht man sehr nah am Geschehen und die ganze Organisation wirkte auch nicht sonderlich professionell: aber nur 2€ Eintritt und dann die Durchsage der Rennergebnisse – das ist doch schon OK!

Jedenfalls wurden dann vier Rennen ausgetragen, bei denen Fahrer und Fahrzeug gut beansprucht wurden. Das dritte Rennen musste neugestartet werden und so mancher Ausfall war vor allem im bedeutsamen A-Finale, dem vierten und letzten Rennen des Tages, zu verzeichnen – aber insgesamt waren die Amateurrennfahrer doch erstaunlich gut darin, den matschigen, rutschigen und schwer befahrbaren Kurs zu meistern. Ein Rennfahrer Schmidt aus Pausa in Sachsen gewann dann das Finale souverän mit einer Runde Vorsprung.

Die Rallye war natürlich recht chaotisch und der Umgang mit den Fahrzeugen wurde im Internet ja auch von diversen Klugscheißern kritisiert und zum relativ preisgünstigen Essen muss man auch nur den Spruch des einen Rennsportfans zu seinem Kumpel zitieren „boah Alter, der Mutzbraten is ja so harte wie du gestern“ – aber Spaß gemacht hat es natürlich trotzdem! Das Dreschfest von Loitzschütz, immer im September, kann ich also empfehlen!  
Statistik:
- Grounds: 1.188 (heute kein neuer; diese Saison: 34 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.166 (heute 2; diese Saison: 54)
- Tageskilometer: 140 (140km Auto)
- Saisonkilometer: 13.940 (9.610 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 630 Fahrrad/ 80 öffentliche Verkehrsmittel/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 142 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 424

W425III: Immer Ärger bei einer Tour nach Königstein...

Eisenbahner Sportverein Dresden ................................ 33
Handballsportgemeinschaft Freiberg II ...................... 32
- Datum: Samstag, 20. September 2014 – Anstoß: 19.00
- Wettbewerb: Verbandsliga Sachsen Ost (6. Spielklasse, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 33-32 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 19-18
- Tore: k.A.
- Siebemeterquote: ESV 50% (4 von 8); HSG 100% (4 von 4)
- Gelbe Karten: Nr. 6, 8 (ESV); Nr. 4, 9, 41 (HSG)
- Zeitstrafen: Nr. 15 RK, Nr. 5, 11, 15 (ESV = 8 Minuten); 2x Nr. 41, Nr. 31 RK, Nr. 2, 7, 9 (HSG = 12 Minuten)
- Platzverweise: Nr. 15 von ESV (angeblich grobes Foul); Nr. 31 von HSG (angeblich grobes Foul)
- Spielort: Lok-Sporthalle Dresden (Kap. 500, davon 200 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 60 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,5/10 (Sehr schnelles und spannendes Spiel auf gutem Niveau)

Sportverein Königstein ..................................................... 3
SV Aufbau Pirna-Copitz .................................................. 1
- Datum: Samstag, 20. September 2014 – Anstoß: 15.00
- Wettbewerb: 2. Kreisklasse Sächsische Schweiz (11. und unterste Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-1 nach 93 Min. (45/48) – Halbzeit: 1-1
- Tore: 1-0 7. Sten Brüchner, 1-1 12. Sebastian Freigang, 2-1 46. Andy Hartig, 3-1 73. Sten Brüchner
- Verwarnungen: Marcel Pellmann (Königstein); Andrej Bart? (Pirna)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Pfaffendorf (Kap. 500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 4 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Das, was wir vom Spiel noch sahen (ab 50. Min.), war wirklich gut)

FSV Zwickau B .................................................................. 2
FC Grimma B .................................................................... 0
- Datum: Samstag, 20. September 2014 – Anstoß: 11.30
- Wettbewerb: Landesliga Sachsen B-Junioren (3. Spielklasse der U17)
- Ergebnis: 2-0 nach 80 Min. (40/40) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 15. Julian Rudolph, 2-0 51. Moritz Ullmann
- Verwarnungen: Tobias Klinkenberg (Grimma)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Westsachsenstadion (Kap. 2.500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 60 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Besonders in erster Halbzeit schnelles und gutes Spiel)  
Photos with English Commentary:
a) Youth Football (Under-17): FSV Zwickau defeat FC Grimma at Westsachsen Stadium
b) AMATEUR FOOTBALL: SV KÖNIGSTEIN DEF. SV AUFBAU PIRNA-COPITZ
c) Handball in Dresden: ESV Dresden v HSG Freiberg Reserves at LOK-SPORTHALLE
d) Sightseeing: Königstein Fortress and Dresden Region 

Heute ging es mal ganz kulturlos von Spiel zu Spiel, da uns Zwickau, Dresden und auch die Umgebung mit Moritzburg, Zwickau, Pillnitz etc. sehr gut bekannt sind.

In Zwickau betraten wir seit Jahren zum ersten Mal wieder das Westsachsenstadion. Zum ersten Mal überhaupt betraten wir es durch das Tor unterhalb des Uhrturms. Zum Glück steht dieses Monument noch, doch die steilen Ränge sind nun steile Hänge. Schön begrünt, aber eben keine Stufen mehr. Die oberen Stehränge auf der Halde sind nach wie vor völlig zugewachsen. Einsam erhebt sich ein Pressekameraturm aus dem Dickicht. Die Anzeigetafel wird sicher nicht mehr genutzt, aber das Flutlich sieht ganz gut aus. In Ordnung ist auch der Kunstrasen, doch die Verbundpflastereinfassung ist wie üblich Scheiße. Mittlerweile gibt es aber wieder eine Radrennbahn um den Platz herum. Man steht nun entweder auf der rundherum führenden Zuwegung zur Tribüne und hat dann teilweise Sichtbeeinträchtigung durchs Fangnetz oder man ist ebenirdisch aber direkt dran hinter der Bande.

Das Westsachsenstadion wird nur noch von Jugendmannschaften des FSV genutzt und heute gab es eine schnelle und gute, in der zweiten Halbzeit aber leider abebbende B-Jugend-Paarung gegen den FC Grimma zu sehen. Zwickau ging nach mehreren Problemen in deren Abwehr mit 1:0 in Führung. Kurz darauf brach sich der Torschütze leider bei einem Sturz die linke Hand. Grimma war dann auch in der weiteren Zeit bis zur Pause die bessere und aktivere Mannschaft, doch Zwickau hielt den Vorsprung. Nach der Pause rissen sie das ganze Spiel auch noch etwas an sich und erzielten das entscheidende 2:0.  
Auf dem Weg zum Hauptziel des heutigen Tages, dann die bei Königstein zu erwartende Panne: beim ersten Versuch diesen Ground zu kreuzen (2011) trat die Gastmannschaft nicht an. 2012 war das Wetter sehr regnerisch und der Platz angeblich unbespielbar. Und jetzt bekamen wir die Quittung dafür, dass wir uns nicht über alle Besonderheiten eines Dieselfahrzeug informiert hatten: eine Schwachstelle gegenüber einem Benziner ist, dass ein Dieselfahrzeug dazu neigt, bei einem zu 90% oder mehr entleerten Tank Luft zu ziehe. Und ist einmal Luft im Kreislauf bzw. der Kraftstoffpumpe, muss man zur Verteilung der Blasen volltanken oder eben warten bis einem der ADAC den Motor entlüftet, wenn man es nicht mehr zur Tankstelle geschafft hat und nach dem Einfüllen des Reservekanisters den Motor nicht mehr ankriegt. Probleme beim Anlassen sind wegen des Zündpunktes ohnehin ebenfalls zuungunsten des Diesels kritischer.

Wir kamen also erst zur 50. Minute auf dem Sportplatz in Königstein bzw. Pfaffendorf an, wo uns ein freundlicher älterer Fan informierte, dass es bereits 2:1 für die Heimelf stand. Die Gäste aus Pirna-Copitz erzielten kurz darauf ein Abseitstor, ehe auch Königstein nach einem Freistoß der gegen den Pfosten ging, aus Abseitsposition traf. Der sichere Schiri sah trotz Basecap alles! Erst nach 73 Minuten traf ein Königsteiner mit einem Schuss ins Eck zum entscheidenden und letzten Tor der Partie. Bei diesem 3:1 zeigten beide Mannschaften eine prima Leistung, denn der in einmaliger Landschaft gelegene, unebene und unregelmäßig mit Gras und Kraut bewachsene Sandplatz – sowas habe ich das letzte Mal in der marokkanischen Provinz gesehen – war wie üblich (und aufgrund von Pfützen noch mehr als sonst) schwer bespielbar!

Dieser Platz war allerdings auch der Grund für unser Kommen, denn die landschaftliche Lage zwischen den Felsformationen und mit Blick zur Festung Königstein, halb zugewuchert auf einer Bergkuppe oberhalb des Dorfes, die man am direktesten über einen extrem steilen Pflasterweg erreicht, ist einmalig!  
Auch eine tolle Sportanlage ist die Sporthalle des ESV Dresden. Intelligenterweise rissen die Vereinsmitglieder beide Eingangstüren auf wobei sie nur eine der Türen mit einer Kasse bestückten. Geht man zur anderen rein, zahlt man halt nichts... Wie auch immer: der von außen sehr verrottet und zugesprayt aussende Bau mit Tonnendach wurde innen behutsam saniert. Interessant sind v.a. die Steinstufen für die Zuschauer. Es sind auch Holzbänke auf die ganze Halle verteilt. Einen Balkon fürs Fernsehen oder VIPS gibt es auch. Auf den Stehstufen auf der einen Seite stehen massenhaft Sportgeräte wie Ergometer und Hantelbänke herum. Also während des Spiels Hanteltraining und bei Randale einen Hometrainer aufs Feld werfen – das ist doch was für sportliche Fans!

Das Spiel lud aber nicht zum randalieren ein, obwohl es recht hektisch war. Auf gutem Niveau ging es hin und her und die vielen Torszenen und Zweikämpfe stellten die Schiedsrichter, die oft zu hart mit ihren Strafen waren, vor Probleme. Spannend war der Spielverlauf in jedem Falle, denn lange führte der Gast aus Freiberg – teilweise auch mit drei, vier Toren – ehe der Eisenbahnersportverein die Partie noch drehen konnte. Taktisch geschickt brachten sie dann eine Ein-Tor-Führung über die letzte Spielminute.  
Statistik:
- Grounds: 1.188 (heute 2 neue; diese Saison: 34 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.164 (heute 3; diese Saison: 52)
- Tageskilometer: 450 (450km Auto)
- Saisonkilometer: 13.800 (9.470 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 630 Fahrrad/ 80 öffentliche Verkehrsmittel/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 141 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 424

W425II: Freitagsspiel in Brandenburg

Oranienburger FC Eintracht 1901 .................................. 0
Werderaner FC Victoria 1920 .......................................... 3
- Datum: Freitag, 19. September 2014 – Anstoß: 19.30
- Wettbewerb: Verbandsliga Brandenburg (6. Spielklasse, 1. Amateurliga)
- Ergebnis: 0-3 nach 91 Min. (45/46) – Halbzeit: 0-3
- Tore: 0-1 25. Florian Neuschäfer-Rube, 0-2 37. Armin Schmidt, 0-3 44. Martin Blondzik
- Verwarnungen: Alexander Arsovic (Oranienburg); Markus Fuchs (Werder)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportanlage, sogenannte Carollis Toleranz-„Arena” (Kap. 1.110, davon 210 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 250 (davon ca. 15 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Durchschnittliches Spiel mit klar besserem Teil in Hälfte eins)  
Photos with English Commentary:
a) Brandenburg Amateur Football Top Division: Eintracht Oranienburg v Victoria Werder/ Havel
b) North-Western Brandenburg: Gransee Old Town, Zehdenick Monastery Ruin, Himmelpfort Monastery Ruin, Tornow Palace, Blumenow Church, Bredereiche Church, Lychen Old Town, ALT PLACHT CHURCH, Templin Old Town, Gollin Curch
c) SOVIET & GDR ERA MONUMENTS IN BRANDENBURG: Groß Dölln Hangars, Altenhof/ Werbellinsee Stadium, BOGENSEE GHOST TOWN
d) Oranienburg: Old Town and Palace (Pictures taken in 2009) 

Diesen Freitag gab es mal kein Spiel der Alten Herren, doch dafür eine sehr interessante Tour nach Brandenburg!

Ich startete schon sehr früh, da ich viel Sightseeing eingeplant hatte. Nach weniger als 3 Stunden wir ich auch schon in Gransee, wo es eine geschlossene Stadtmauer gibt, die auch an einem Ende noch einen tollen Turm hat. Eine Backsteinkirche und ein verfallenes Kloster gibt es auch.

Noch verfallener ist allerdings das Kloster in Zehdenick, das gänzlich ohne Dach dasteht. Die barocke Kirche in der Nähe sieht etwas zusammengestückelt aus.

Tornow, Blumenow und Bredereiche besichtigte ich eher zufällig. In Tornow sind Schloss und Kirche nicht sonderlich spektakulär, aber die Kirche in Blumenow ist sehr schön mit der Mischung aus Feldsteinen und Ziegeln mit Fachwerkturm. Die Kirche in Bredereiche ist gänzlich aus Fachwerk mit holzverkleidetem Turm.

Lychen ist ein von den Sowjets zerstörtes Städtchen auf einem Hügel. Die Lage ist schön, doch städtebaulich sieht es dort derb aus. Neben einem verfallenen HO-Restaurant konnte ich einen Inder auftreiben. Ich war der einzige Gast, aber immerhin kamen in den rund 45 Minuten die ich dort war, zwei Anrufe für den hauseigenen Pizzaservice rein...

Um die Ecke liegt das berühmte Himmelpfort. Den dicken bärtigen Mann, auch bekannt als Weihnachtsmann, wollte ich aber nicht besuchen. Nur das teilruinöse Kloster mit der ungewöhnlich geformten Kirche.

Auf dem Weg nach Templin, einer der wenigen größeren Orte im nördlichen Brandenburg, folgte ich einem Hinweisschild in einen staubigen, sandigen Waldweg. Solche holprigen, unbefestigten Pfade, auf denen kaum mal zwei Autos aneinander vorbeikommen, sind die einzige Möglichkeit um nach Alt-Placht zu kommen, wo eine sehr schöne Kirche mit Reetdach und Fachwerkschiff mit einem Holzturm steht. Drumherum sind nur Wiesen und dichter Nadelwald. Der Ort hat mit seinen fünf, sechs Häusern nur etwa 15 Einwohner.

Im erwähnten Templin findet man wieder wie in Gransee eine schöne Stadtmauer, hier sogar mit drei Türmen und mehreren Toren. Die Kirchen sind nicht sonderlich spektakulär.

In Gollin befand sich auch noch eine Fachwerkkirche auf dem Weg.  
Brandenburg ist reich an sowjetischen und DDR-Monumenten, doch in Vogelsang drang ich nicht bis zu den Ruinen vor. Ob überhaupt noch was von der Ansiedlung steht, kann ich nicht sagen, da die Militärstadt mindestens teilweise abgerissen wurde.

Über Deutschboden (die 10, 15 Einwohner brauchen ordentliche Autos bei den Waldwegen die in ihr Kaff führen: aber immerhin gab ihr Dorf mal einem mehr oder weniger ernstzunehmenden Dokumentarfilm von einem Berliner Hipster-Spasti, der mal das Provinzleben sehen wollte, den Namen) und Bergluch (der Ort ist völlig verlassen und komplett abgerissen oder überwuchert!) ging es nach Groß Dölln. Eine Autoteststrecke und ein Solarpark bedecken mittlerweile die meisten Teile des ehemals größten sowjetischen Militärflugplatzes der DDR. Einige Hangar stehen aber auch noch.

Besonderheiten der DDR-Geschichte findet man an den beiden Seen Werbellinsee und Bogensee (bei Lanke). Am Werbellinsee war ich mal in der 9. Klasse auf Klassenfahrt. Man, haben wir einen Scheiß gemacht: nachts in die leerstehenden Gebäude eingestiegen, uns Zutritt zum Dach der alten Schule verschafft, einer hat ne Lampe beim Fußballspielen im Herbergsflur zerschossen, ein anderer nen Feuerlöscher mitgehen lassen, ein Kumpel wollte nen anderen wecken und rüttelte deshalb an dessen Hochbett (O-Ton: „wie ein HFC-Hooligan am Fanzaun“) sodass er dann eine Holzlatte in der Hand hielt... Naja, heute gibt es ein Jugendferienlager dort, das u.a. das Fußballstadion an die Gäste vermietet. Dort haben noch 4.000 Leute Platz nachdem drei Tribünen abgerissen wurden. Auch die vierte Tribüne ist baufällig und überwuchert. Die Sitzbänke sind schon lange nicht mehr drin und wenn dort alle paar Monate mal ein Jugendfußballturnier ausgetragen wird, kommen natürlich keine 10.000 Zuschauer wie den Sechszigern, wenn die DDR-Nationalmannschaft hier Freundschaftsspiele ausgetragen hat.

Auch in Bogensee gibt es ein Stadion, doch das ist völlig überwuchert. Der Kleinfeldplatz mit den Tribünen hat nicht einmal mehr Tore zu bieten und die Sporthalle ist verschlossen. Auch die ganzen riesigen Wohnheime und Vorlesungssäle für die FDJ-Kader können nicht betreten werden, doch diese Campusstadt sieht richtig gut aus. Nur irgendwie, als seien hier alle wie im Science-Fiction-Film nach einer Atomkatastrophe plötzlich weg... Nur in der Nähe des alten Stadions sind noch zwei Wohnblöcke bewohnt.  
Oranienburg ist keine besonders interessante Stadt, aber historisch bedeutsam: in der Nazizeit war der Ort voller KZ-Häftlinge und Zwangsarbeiter. Da wurden viel mehr Menschen ermordet oder weggesperrt, als der Ort je Einwohner hatte. Er wurde dann völlig zerbombt, sodass viel Brache und wenig Glanz übrig blieb.

Eine der Brachen ist jene der ehemals jüdischen und dann nach der Enteignung von Nazis geleiteten und Zwangsarbeitern betriebenen Gaswerke. Dort steht seit den 1950ern eine Sportanlage, die eigentlich nach Friedrich Ludwig Jahn heißt. Ein Restaurant und ein Gehirnamputierter haben daraus die sogenannte „Carollis Toleranz Arena“ gemacht. Es ist ein schnöder Fußballplatz mit primitivem Vereinsheim an dessen Seite eine einfache, dreireihige Tribüne mit Dach und roten Schalensitzen gepfriemelt wurde. In dieses kleine Stadion passen kaum mehr als 1.000 Zuschauer.

Da es sich um das Spiel Letzter gegen Tabellenzweiter handelte, kamen erwartungsgemäß auch nur gut 250. Teilweise stritten die sich im Laufe des Spiels ganz gut, denn Oranienburg setzte den Abwärtstrend fort und einige Alte kritisierten nach Meinung anderer Alter zu viel, sodass man im üblichen Tonfall um Ruhe bat: „Mann, jetzt halt doch mal deine Gusche, du Penner!“

Auf dem Feld ging es relativ ruhig zu: auf beiden Seiten ein paar Zweikämpfe, der favorisierte Gast aus Werder war deshalb auch teilweise etwas weinerlich, aber ein klarer Spielverlauf. Oranienburg war aktiver, aber Werder konterte, sodass es am Ende 0:3 hieß.  
Statistik:
- Grounds: 1.186 (heute 1 neuer; diese Saison: 32 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.161 (heute 1; diese Saison: 49)
- Tageskilometer: 690 (690km Auto)
- Saisonkilometer: 13.350 (9.020 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 630 Fahrrad/ 80 öffentliche Verkehrsmittel/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 139 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 424

Donnerstag, 18. September 2014

W425I: Von 3-0 auf 3-3

1. FC Lokomotive Leipzig C II …..................................... 3
Fußballclub Grimma C ..................................................... 3
- Datum: Mittwoch, 17. September 2014 – Anstoß: 17.30
- Wettbewerb: Freundschaftsspiel Landesklasse Sachsen Nord C-Jugend (3. Spielklasse der U15) gegen Landesliga Sachsen (2. Spieklasse der U15)
- Ergebnis: 3-3 nach 72 Min. (36/36) – Halbzeit: 3-0
- Tore: 1-0 10. David Tuan Anh Nguyen, 2-0 13. Max Demmler, 3-0 17. Theo Linke, 3-1 45. Max Luca Pfeiffer, 3-2 51. Max Luca Pfeiffer, 3-3 65. Max Luca Pfeiffer
- Gelbe Karten: hatte der Schiri nicht dabei...
- Platzverweise: keine
- Spielort: Bruno-Plache-Stadion, Platz 9 (Kap. 750 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 15 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Ganz gutes Spiel, aber dürftige Leistung der Grimmaer Mannschaft – Lok hatte Pech den Vorsprung noch aus der Hand gegeben zu haben)  
Photos with English Commentary:
Under-15 Friendly: Lok Leipzig Reserves v FC Grimma

Am Mittwoch unternahm ich eine spontane Radtour nach Leipzig. Einige Jugendspiele wurden unter der Woche ausgetragen, zumeist Spiele der Stadtligen. Ich suchte mir allerdings ein Testspiel vom 2000er Jahrgang von Lok aus, die auf den FC Grimma trafen.

Im Rücken der Haupttribüne des schönen Bruno-Plache-Stadions befinden sich acht ausbautenlose Plätze und ein kleines Stadion (Platz 2). Auf Platz 9, dem zweiten Rasengroßfeld, wurde dann gekickt. Wenn das wirklich nur die II. C-Jugend von Lok war, dann ist die wirklich gut! So schwach Grimma auch war, so gut nutzten die Leipziger das aus. Nach 10 Minuten ein Kopfball aus Nahdistanz, dann nach 13 ein Distanzschuss der als Bogenlampe ins Netz ging und nur vier Minuten später die vermeintliche Entscheidung nach einem lässig eingeschobenen Ball.

Nachdem Grimma so gut wie keine Torchance in Hälfte 1 hatte, schaltete Lok einen Gang zurück und ließ Grimma kommen. Die hatten auch anscheinend die besseren Spieler erst jetzt eingewechselt. Einer erzielte dann in weniger als 20 Minuten einen Hattrick, der den Spielverlauf auf den Kopf stellte. Alle seine Treffer erzielte er aus spitzem Winkel über die rechte Seite. Der zweite war allerdings irregulär, da er vorher Foul gespielt hatte. Ohnehin spielte Grimma dauernd ungestraft Foul. Der wirklich schwache Schiedsrichter schien keine Karten dabei gehabt zu haben, ließ mitunter klare Fouls der Grimmaer laufen oder bestrafte gelbwürdige Fouls mit einem einfachen Freistoß oder gar Schiedsrichterball, und ging den Lokisten entsprechen auf die Nerven.  
Statistik:
- Grounds: 1.185 (heute 1 neuer; diese Saison: 31 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.160 (heute 1; diese Saison: 48)
- Tageskilometer: 80 (80km Rad)
- Saisonkilometer: 12.660 (8.330 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 630 Fahrrad/ 80 öffentliche Verkehrsmittel/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 138 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 424

Sonntag, 14. September 2014

W424V: Groundhopping in Gröningen und dem Schachdorf

SV Grün-Gelb 1919 Ströbeck FR ..................................... 2
SV Schwarz-Weiß Badeborn FR ...................................... 2
- Datum: Sonntag, 14. September 2014 – Anstoß: 14.00
- Wettbewerb: Frauen-Unionsliga 1, Salzland/ Börde (6. und unterste Spieklasse im Frauenfußball)
- Ergebnis: 2-2 nach 74 Min. (38/36) – Halbzeit: 1-1
- Tore: 1-0 3. Julia Behrens, 1-1 25. Sophie Bettzüge, 1-2 37. Melanie Piotrowski, 2-2 60. Julia Behrens
- Verwarnungen: Melanie Piotrowski (Badeborn)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sandkuhlenstadion Schachdorf Ströbeck (Kap. 750, davon 250 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 4,0/10 (Kein besonders gutes Spiel, aber viele Torszenen)

SV Eintracht 1919 Gröningen A ....................................... 2
SV Eintracht 1911 Osterwieck A ...................................... 3
- Datum: Sonntag, 14. September 2014 – Anstoß: 12.00
- Wettbewerb: A-Junioren Landesliga Staffel 1 (4. und unterste Spielklasse der U19)
- Ergebnis: 2-3 nach 94 Min. (45/49) – Halbzeit: 1-3
- Tore: 0-1 29. Marvin Päschke, 1-1 33. Timmy Pressel (Eigentor), 1-2 41. Toni Torbahn, 1-3 43. Jonas Grimm, 2-3 58. Ricardo Becker
- Verwarnungen: TW John-Patrick Schrader, Julius Runge, Marvin Päschke (alle Osterwieck)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Gröningen (Kap. 1.200, davon 200 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Spannendes und gutes Spiel)  
Photos with English Commentary:
a) Under-19 League: Eintracht Gröningen lost to Eintracht Osterwieck
b) Women’s 8-a-side: Grün-Gelb Ströbeck vs Schwarz-Weiß Badeborn
c) Eastern Harz Mountains: Emersleben Palace, Wegeleben Old Town, Adersleben Monastery & Estate Ruin, Ströbeck Old Town
d) Western Börde District: Gröningen Old Town & Monastery, Kroppenstedt Old Town

Auch in den Landkreisen Börde und Harz gibt es ein paar wenige interessante Grounds. Zwei standen heute an. Das erste Spiel fand in Gröningen statt. Das Stadion dort bietet Zuschauern nur auf den Längsseiten Plätze an: vor der Sporthalle ist eine sehr niedrige, zweireihige und bewachsene Stehtribüne und gegenüber gibt es eine Steintribüne mit vier Reihen Holzbänken vor einem kleinen Sprecherturm und einer Mauer mit dem Vereinsschriftzug. Rechts daneben ist alles zugewuchert, links daneben ein sehr ordentlicher kleiner Bau mit den Umkleiden. Dahinter befindet sich der Nebenplatz (Hartplatz) mit Willkommensschild in Deutsch, Englisch und Französisch.

Das Spiel zwischen den A-Junioren von Gröningen und Osterwieck begann etwas lahm, doch die Gröninger begannen nach 15 Minuten Druck aufzubauen. Osterwiecks Torwart war ganz nah dran an einem Platzverweis, doch kurz nach dessen Foul vorm Strafraum konterten seine Kameraden erfolgreich zum 0:1. Kurz darauf gelang Gröningen im Durcheinander der Gästeabwehr der Ausgleich. Doch kurz vor dem Seitenwechsel ein Doppelschlag – u.a. mit einem Freistoß aus über 30m – zum vorentscheidenden 1:3. Nach der Pause verkürzte Gröningen zum 2:3. Zu mehr reichte es in dem spannenden und guten Match aber nicht für die Heimmannschaft.  
Danach ging es sofort weiter in den benachbarten Harzkreis zum Frauenfußball nach Ströbeck. Dort heißt die Sportanlage „Sandkuhlen-Stadion“. Es liegt auch schön in einer Kuhle und ist auf zwei Seiten von baumbestandenen Hängen umgeben, aber es als Stadion zu bezeichnen ist grenzwertig. Man kann es durchgehen lassen, da ein Tribünenbau eine mindestens einstufige Konstruktion zum Stehen oder Sitzen ist. Diese Konstruktion steht in der Nähe der einen Eckfahne, in den Graswall vorm Sportlerheim eingelassen, und weist in der Tat nur eine Steinstufe von etwa 5m Länge auf, auf der drei Holzbänke für je 4 Leute befestigt wurden. Nun ja, es gibt immerhin auf die gesamte Anlage verteilt etliche Bänke und landschaftlich schön liegt der Platz auch, so etwas oberhalb des Schachdorfes Ströbeck. Der Trainings- und der Nebenplatz sind aber aufgrund der eingeklemmten Lage zwischen den Hängen des Osterberges eher noch schöner als der Hauptplatz.

Wir hatten beim Spiel der Frauenfußball-Unionsklasse zwischen Ströbeck und Badeborn bereits das erste Tor verpasst. Nach der schnellen Führung der Gastgeberinnen, waren die trotzdem dauernd am Drücker. Mehrmals wurden sogar Latte und Pfosten getroffen. Nach 25 Minuten traf Badeborn im Nachschuss nach einer ihrer wenigen Torchancen zum Ausgleich. Nach dem Seitenwechsel nahm Badeborn auf einmal das Heft in die Hand und ging in Führung, doch deren Offensive war schnell vorbei und Ströbeck traf noch zwei Mal – einmal allerdings leider aus Abseitsposition. Dass die Gastgeberinnen nicht gewannen, war wirklich schade: sie waren klar besser als Badeborn. Ein besonders gutes Spiel hatten wir hier zwar nicht gesehen (wie üblich in einer solchen Liga: Technik und Ballbehandlung außer bei wenigen Spielerinnen nicht vorhanden, Lauftempo und Athletik sehr schwach bis mäßig, Schusstechnik meist dürftig) aber Torszenen gab es dafür reichlich!  
Sehenswürdigkeiten gab es heute auch reichlich zu sehen: in Gröningen war das scheiß Kloster leider wieder mal geschlossen, sodass wir gleich nach Emersleben weiterfuhren und dort das Schloss mit den recht unterschiedlichen Baustilen – alter Fachwerkteil mit Renaissancetürmen und neuer Neorenaissanceteil aus dem 20. Jahrhundert – besuchten. In Wegeleben gibt es außer mehreren Industrieruinen auch einen Stadtturm, ein Rathaus, eine Kirche und etliche Fachwerkhäuser zu sehen. Im benachbarten Adersleben findet man ein eindrucksvolles Kloster, dessen Kirche zwar gut erhalten aber dessen Nebengebäude zumeist ruinös sind. Auffällig sind das verfallene Turmhaus, das etwas besser dastehende Haupthaus und der Turmstumpf.

Nach dem Spiel in Ströbeck schauten wir uns noch das Schachdorf an. Dass in einem zumindest leicht touristisch geprägten Ort so viel blöd geglotzt wird wie in Ströbeck wunderte mich schon: die Typen da wirkten so unsympathisch wie in Rheinland-Pfalz... Interessant sind aber die ganzen Schachmotive im ganzen Ort, wie z.B. Schachbretter an den Fachwerkhäusern, da es so eine lange Tradition für dieses Spiel in Ströbeck gibt. Früher soll ein Reisender, der durch Ströbeck kam, immer zu einer Partie Schach herausgefordert worden sein. Zurück im Landkreis Börde schauten wir uns noch in Kroppenstedt den als „Zentrum“ ausgeschilderten historischen Stadtkern an. Einige schöne Bauernhäuser, eine interessante Kirche, ein großes Rathaus und zwei Wehrtürme, wobei der in der Nähe der Kirche erheblich höher und besser erhalten ist.

In jedem Fall war die Tour heute mal wieder lohnend und nächsten Freitag (online wird der aber erst nach dem kommenden Wochenende sein) steht die nächste Tour an: noch einmal nach Brandenburg...  
Statistik:
- Grounds: 1.184 (heute 2 neue; diese Saison: 30 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.159 (heute 2; diese Saison: 47)
- Tageskilometer: 300 (300km Auto)
- Saisonkilometer: 12.580 (8.330 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 550 Fahrrad/ 80 öffentliche Verkehrsmittel/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 137 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 424