Eisenbahnersportverein Wolfenbüttel 1949 |
4 : 3 (0:0) |
TSV Üfingen von 1921 II |
-
Datum: Donnerstag, 6. März 2025 – Beginn: 18.50 -
Tore: 0-1 56. Kick, 1-1 60. Vogt, 2-1 68. Rus, 3-1 82. Diederich, 3-2 83.
Kick, 3-3 86. Kick (Foulelfmeter), 4-3 88. Rus -
Verwarnungen: keine -
Platzverweise: keine -
Austragungsort: Okerstadion, B-Platz (Kap. 1.000 Stehplätze) |
Photos with English commentary: |
Nach der Arbeit fuhr ich einen Umweg über Wolfenbüttel nach
Weferlingen zurück. In Wolfenbüttel fand nämlich bei freiem Eintritt ein
Testspiel des ESV auf dem B-Platz des Okerstadions gegen Üfingen II statt.
Dieser B-Platz ist einer der ganz wenigen Aschenplätze in der Region
Südostniedersachsen. Im Spielkreis Nordharz z. B. gibt es nur vier weitere
Hartplätze, bis auf Wildemann alles Ausweichplätze. Der B-Platz ist bei
weitem nicht so schön wie das Okerstadion, hat aber an den Längsseiten Banden
und massive Flutlichtmasten. Auf dem Feld tat sich in den ersten 45 bzw. 44
Minuten nicht viel, sodass es mit einem ernüchternden 0:0 zwischen diesen
beiden Kreisklasseteams (jeweils andere Staffel) in die Pause ging. Nach dem
Seitenwechsel bald jedoch ein Knaller unter die Latte zum 0:1. Kurz darauf
dreht ESV die Partie auf 2:1, in der Schlussphase sogar noch das 3:1. Doch
Üfingen II kam postwendend zurück. Nach dem Ausgleich vom Punkt reichte die
Zeit aber für den Gastgeber noch zum 4:3 Siegtreffer aus großer Distanz. Eine
tolle Schlussphase, eine insgesamt wirklich gute zweite Hälfte – aber halt
eine schwache Halbzeit eins an diesem kühlen Märzabend. |
Statistik: - Grounds: 3.781 (1; diese Saison: 122 neue) - Sportveranstaltungen: 5.302 (1; diese Saison: 177) - Tourkilometer: 110km Auto - Saisonkilometer: 53.680
(25.060 Flugzeug/ 26.350 Auto, davon 8.500 Mietwagen/ 2.130 Fahrrad/ 140 Bus,
Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 20 [letzte
Serie: 82, Rekordserie ohne 0-0: 178] -
Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des
Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 219 Wochen in Folge [letzte Serie: 30
Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW
11/2020]. |
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Freitag, 7. März 2025
W3.0219I: Torreiche zweite Hälfte auf dem Tennenplatz in Wolfenbüttel
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Wolfenbüttel
Montag, 22. September 2014
W425III: Immer Ärger bei einer Tour nach Königstein...
Eisenbahner Sportverein Dresden ................................ 33
Handballsportgemeinschaft Freiberg II ...................... 32
- Datum: Samstag, 20. September 2014 – Anstoß: 19.00
- Wettbewerb: Verbandsliga Sachsen Ost (6. Spielklasse, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 33-32 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 19-18
- Tore: k.A.
- Siebemeterquote: ESV 50% (4 von 8); HSG 100% (4 von 4)
- Gelbe Karten: Nr. 6, 8 (ESV); Nr. 4, 9, 41 (HSG)
- Zeitstrafen: Nr. 15 RK, Nr. 5, 11, 15 (ESV = 8 Minuten); 2x Nr. 41, Nr. 31 RK, Nr. 2, 7, 9 (HSG = 12 Minuten)
- Platzverweise: Nr. 15 von ESV (angeblich grobes Foul); Nr. 31 von HSG (angeblich grobes Foul)
- Spielort: Lok-Sporthalle Dresden (Kap. 500, davon 200 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 60 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,5/10 (Sehr schnelles und spannendes Spiel auf gutem Niveau)
Sportverein Königstein ..................................................... 3
SV Aufbau Pirna-Copitz .................................................. 1
- Datum: Samstag, 20. September 2014 – Anstoß: 15.00
- Wettbewerb: 2. Kreisklasse Sächsische Schweiz (11. und unterste Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-1 nach 93 Min. (45/48) – Halbzeit: 1-1
- Tore: 1-0 7. Sten Brüchner, 1-1 12. Sebastian Freigang, 2-1 46. Andy Hartig, 3-1 73. Sten Brüchner
- Verwarnungen: Marcel Pellmann (Königstein); Andrej Bart? (Pirna)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Pfaffendorf (Kap. 500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 4 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Das, was wir vom Spiel noch sahen (ab 50. Min.), war wirklich gut)
FSV Zwickau B .................................................................. 2
FC Grimma B .................................................................... 0
- Datum: Samstag, 20. September 2014 – Anstoß: 11.30
- Wettbewerb: Landesliga Sachsen B-Junioren (3. Spielklasse der U17)
- Ergebnis: 2-0 nach 80 Min. (40/40) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 15. Julian Rudolph, 2-0 51. Moritz Ullmann
- Verwarnungen: Tobias Klinkenberg (Grimma)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Westsachsenstadion (Kap. 2.500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 60 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Besonders in erster Halbzeit schnelles und gutes Spiel)
Photos with English Commentary:
a) Youth Football (Under-17): FSV Zwickau defeat FC Grimma at Westsachsen Stadium
b) AMATEUR FOOTBALL: SV KÖNIGSTEIN DEF. SV AUFBAU PIRNA-COPITZ
c) Handball in Dresden: ESV Dresden v HSG Freiberg Reserves at LOK-SPORTHALLE
d) Sightseeing: Königstein Fortress and Dresden Region
Heute ging es mal ganz kulturlos von Spiel zu Spiel, da uns Zwickau, Dresden und auch die Umgebung mit Moritzburg, Zwickau, Pillnitz etc. sehr gut bekannt sind.
In Zwickau betraten wir seit Jahren zum ersten Mal wieder das Westsachsenstadion. Zum ersten Mal überhaupt betraten wir es durch das Tor unterhalb des Uhrturms. Zum Glück steht dieses Monument noch, doch die steilen Ränge sind nun steile Hänge. Schön begrünt, aber eben keine Stufen mehr. Die oberen Stehränge auf der Halde sind nach wie vor völlig zugewachsen. Einsam erhebt sich ein Pressekameraturm aus dem Dickicht. Die Anzeigetafel wird sicher nicht mehr genutzt, aber das Flutlich sieht ganz gut aus. In Ordnung ist auch der Kunstrasen, doch die Verbundpflastereinfassung ist wie üblich Scheiße. Mittlerweile gibt es aber wieder eine Radrennbahn um den Platz herum. Man steht nun entweder auf der rundherum führenden Zuwegung zur Tribüne und hat dann teilweise Sichtbeeinträchtigung durchs Fangnetz oder man ist ebenirdisch aber direkt dran hinter der Bande.
Das Westsachsenstadion wird nur noch von Jugendmannschaften des FSV genutzt und heute gab es eine schnelle und gute, in der zweiten Halbzeit aber leider abebbende B-Jugend-Paarung gegen den FC Grimma zu sehen. Zwickau ging nach mehreren Problemen in deren Abwehr mit 1:0 in Führung. Kurz darauf brach sich der Torschütze leider bei einem Sturz die linke Hand. Grimma war dann auch in der weiteren Zeit bis zur Pause die bessere und aktivere Mannschaft, doch Zwickau hielt den Vorsprung. Nach der Pause rissen sie das ganze Spiel auch noch etwas an sich und erzielten das entscheidende 2:0.
Auf dem Weg zum Hauptziel des heutigen Tages, dann die bei Königstein zu erwartende Panne: beim ersten Versuch diesen Ground zu kreuzen (2011) trat die Gastmannschaft nicht an. 2012 war das Wetter sehr regnerisch und der Platz angeblich unbespielbar. Und jetzt bekamen wir die Quittung dafür, dass wir uns nicht über alle Besonderheiten eines Dieselfahrzeug informiert hatten: eine Schwachstelle gegenüber einem Benziner ist, dass ein Dieselfahrzeug dazu neigt, bei einem zu 90% oder mehr entleerten Tank Luft zu ziehe. Und ist einmal Luft im Kreislauf bzw. der Kraftstoffpumpe, muss man zur Verteilung der Blasen volltanken oder eben warten bis einem der ADAC den Motor entlüftet, wenn man es nicht mehr zur Tankstelle geschafft hat und nach dem Einfüllen des Reservekanisters den Motor nicht mehr ankriegt. Probleme beim Anlassen sind wegen des Zündpunktes ohnehin ebenfalls zuungunsten des Diesels kritischer.
Wir kamen also erst zur 50. Minute auf dem Sportplatz in Königstein bzw. Pfaffendorf an, wo uns ein freundlicher älterer Fan informierte, dass es bereits 2:1 für die Heimelf stand. Die Gäste aus Pirna-Copitz erzielten kurz darauf ein Abseitstor, ehe auch Königstein nach einem Freistoß der gegen den Pfosten ging, aus Abseitsposition traf. Der sichere Schiri sah trotz Basecap alles! Erst nach 73 Minuten traf ein Königsteiner mit einem Schuss ins Eck zum entscheidenden und letzten Tor der Partie. Bei diesem 3:1 zeigten beide Mannschaften eine prima Leistung, denn der in einmaliger Landschaft gelegene, unebene und unregelmäßig mit Gras und Kraut bewachsene Sandplatz – sowas habe ich das letzte Mal in der marokkanischen Provinz gesehen – war wie üblich (und aufgrund von Pfützen noch mehr als sonst) schwer bespielbar!
Dieser Platz war allerdings auch der Grund für unser Kommen, denn die landschaftliche Lage zwischen den Felsformationen und mit Blick zur Festung Königstein, halb zugewuchert auf einer Bergkuppe oberhalb des Dorfes, die man am direktesten über einen extrem steilen Pflasterweg erreicht, ist einmalig!
Auch eine tolle Sportanlage ist die Sporthalle des ESV Dresden. Intelligenterweise rissen die Vereinsmitglieder beide Eingangstüren auf wobei sie nur eine der Türen mit einer Kasse bestückten. Geht man zur anderen rein, zahlt man halt nichts... Wie auch immer: der von außen sehr verrottet und zugesprayt aussende Bau mit Tonnendach wurde innen behutsam saniert. Interessant sind v.a. die Steinstufen für die Zuschauer. Es sind auch Holzbänke auf die ganze Halle verteilt. Einen Balkon fürs Fernsehen oder VIPS gibt es auch. Auf den Stehstufen auf der einen Seite stehen massenhaft Sportgeräte wie Ergometer und Hantelbänke herum. Also während des Spiels Hanteltraining und bei Randale einen Hometrainer aufs Feld werfen – das ist doch was für sportliche Fans!
Das Spiel lud aber nicht zum randalieren ein, obwohl es recht hektisch war. Auf gutem Niveau ging es hin und her und die vielen Torszenen und Zweikämpfe stellten die Schiedsrichter, die oft zu hart mit ihren Strafen waren, vor Probleme. Spannend war der Spielverlauf in jedem Falle, denn lange führte der Gast aus Freiberg – teilweise auch mit drei, vier Toren – ehe der Eisenbahnersportverein die Partie noch drehen konnte. Taktisch geschickt brachten sie dann eine Ein-Tor-Führung über die letzte Spielminute.
Statistik:
- Grounds: 1.188 (heute 2 neue; diese Saison: 34 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.164 (heute 3; diese Saison: 52)
- Tageskilometer: 450 (450km Auto)
- Saisonkilometer: 13.800 (9.470 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 630 Fahrrad/ 80 öffentliche Verkehrsmittel/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 141 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 424
Handballsportgemeinschaft Freiberg II ...................... 32
- Datum: Samstag, 20. September 2014 – Anstoß: 19.00
- Wettbewerb: Verbandsliga Sachsen Ost (6. Spielklasse, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 33-32 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 19-18
- Tore: k.A.
- Siebemeterquote: ESV 50% (4 von 8); HSG 100% (4 von 4)
- Gelbe Karten: Nr. 6, 8 (ESV); Nr. 4, 9, 41 (HSG)
- Zeitstrafen: Nr. 15 RK, Nr. 5, 11, 15 (ESV = 8 Minuten); 2x Nr. 41, Nr. 31 RK, Nr. 2, 7, 9 (HSG = 12 Minuten)
- Platzverweise: Nr. 15 von ESV (angeblich grobes Foul); Nr. 31 von HSG (angeblich grobes Foul)
- Spielort: Lok-Sporthalle Dresden (Kap. 500, davon 200 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 60 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,5/10 (Sehr schnelles und spannendes Spiel auf gutem Niveau)
Sportverein Königstein ..................................................... 3
SV Aufbau Pirna-Copitz .................................................. 1
- Datum: Samstag, 20. September 2014 – Anstoß: 15.00
- Wettbewerb: 2. Kreisklasse Sächsische Schweiz (11. und unterste Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-1 nach 93 Min. (45/48) – Halbzeit: 1-1
- Tore: 1-0 7. Sten Brüchner, 1-1 12. Sebastian Freigang, 2-1 46. Andy Hartig, 3-1 73. Sten Brüchner
- Verwarnungen: Marcel Pellmann (Königstein); Andrej Bart? (Pirna)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Pfaffendorf (Kap. 500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 4 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Das, was wir vom Spiel noch sahen (ab 50. Min.), war wirklich gut)
FSV Zwickau B .................................................................. 2
FC Grimma B .................................................................... 0
- Datum: Samstag, 20. September 2014 – Anstoß: 11.30
- Wettbewerb: Landesliga Sachsen B-Junioren (3. Spielklasse der U17)
- Ergebnis: 2-0 nach 80 Min. (40/40) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 15. Julian Rudolph, 2-0 51. Moritz Ullmann
- Verwarnungen: Tobias Klinkenberg (Grimma)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Westsachsenstadion (Kap. 2.500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 60 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Besonders in erster Halbzeit schnelles und gutes Spiel)
Photos with English Commentary:
a) Youth Football (Under-17): FSV Zwickau defeat FC Grimma at Westsachsen Stadium
b) AMATEUR FOOTBALL: SV KÖNIGSTEIN DEF. SV AUFBAU PIRNA-COPITZ
c) Handball in Dresden: ESV Dresden v HSG Freiberg Reserves at LOK-SPORTHALLE
d) Sightseeing: Königstein Fortress and Dresden Region
Heute ging es mal ganz kulturlos von Spiel zu Spiel, da uns Zwickau, Dresden und auch die Umgebung mit Moritzburg, Zwickau, Pillnitz etc. sehr gut bekannt sind.
In Zwickau betraten wir seit Jahren zum ersten Mal wieder das Westsachsenstadion. Zum ersten Mal überhaupt betraten wir es durch das Tor unterhalb des Uhrturms. Zum Glück steht dieses Monument noch, doch die steilen Ränge sind nun steile Hänge. Schön begrünt, aber eben keine Stufen mehr. Die oberen Stehränge auf der Halde sind nach wie vor völlig zugewachsen. Einsam erhebt sich ein Pressekameraturm aus dem Dickicht. Die Anzeigetafel wird sicher nicht mehr genutzt, aber das Flutlich sieht ganz gut aus. In Ordnung ist auch der Kunstrasen, doch die Verbundpflastereinfassung ist wie üblich Scheiße. Mittlerweile gibt es aber wieder eine Radrennbahn um den Platz herum. Man steht nun entweder auf der rundherum führenden Zuwegung zur Tribüne und hat dann teilweise Sichtbeeinträchtigung durchs Fangnetz oder man ist ebenirdisch aber direkt dran hinter der Bande.
Das Westsachsenstadion wird nur noch von Jugendmannschaften des FSV genutzt und heute gab es eine schnelle und gute, in der zweiten Halbzeit aber leider abebbende B-Jugend-Paarung gegen den FC Grimma zu sehen. Zwickau ging nach mehreren Problemen in deren Abwehr mit 1:0 in Führung. Kurz darauf brach sich der Torschütze leider bei einem Sturz die linke Hand. Grimma war dann auch in der weiteren Zeit bis zur Pause die bessere und aktivere Mannschaft, doch Zwickau hielt den Vorsprung. Nach der Pause rissen sie das ganze Spiel auch noch etwas an sich und erzielten das entscheidende 2:0.
Auf dem Weg zum Hauptziel des heutigen Tages, dann die bei Königstein zu erwartende Panne: beim ersten Versuch diesen Ground zu kreuzen (2011) trat die Gastmannschaft nicht an. 2012 war das Wetter sehr regnerisch und der Platz angeblich unbespielbar. Und jetzt bekamen wir die Quittung dafür, dass wir uns nicht über alle Besonderheiten eines Dieselfahrzeug informiert hatten: eine Schwachstelle gegenüber einem Benziner ist, dass ein Dieselfahrzeug dazu neigt, bei einem zu 90% oder mehr entleerten Tank Luft zu ziehe. Und ist einmal Luft im Kreislauf bzw. der Kraftstoffpumpe, muss man zur Verteilung der Blasen volltanken oder eben warten bis einem der ADAC den Motor entlüftet, wenn man es nicht mehr zur Tankstelle geschafft hat und nach dem Einfüllen des Reservekanisters den Motor nicht mehr ankriegt. Probleme beim Anlassen sind wegen des Zündpunktes ohnehin ebenfalls zuungunsten des Diesels kritischer.
Wir kamen also erst zur 50. Minute auf dem Sportplatz in Königstein bzw. Pfaffendorf an, wo uns ein freundlicher älterer Fan informierte, dass es bereits 2:1 für die Heimelf stand. Die Gäste aus Pirna-Copitz erzielten kurz darauf ein Abseitstor, ehe auch Königstein nach einem Freistoß der gegen den Pfosten ging, aus Abseitsposition traf. Der sichere Schiri sah trotz Basecap alles! Erst nach 73 Minuten traf ein Königsteiner mit einem Schuss ins Eck zum entscheidenden und letzten Tor der Partie. Bei diesem 3:1 zeigten beide Mannschaften eine prima Leistung, denn der in einmaliger Landschaft gelegene, unebene und unregelmäßig mit Gras und Kraut bewachsene Sandplatz – sowas habe ich das letzte Mal in der marokkanischen Provinz gesehen – war wie üblich (und aufgrund von Pfützen noch mehr als sonst) schwer bespielbar!
Dieser Platz war allerdings auch der Grund für unser Kommen, denn die landschaftliche Lage zwischen den Felsformationen und mit Blick zur Festung Königstein, halb zugewuchert auf einer Bergkuppe oberhalb des Dorfes, die man am direktesten über einen extrem steilen Pflasterweg erreicht, ist einmalig!
Auch eine tolle Sportanlage ist die Sporthalle des ESV Dresden. Intelligenterweise rissen die Vereinsmitglieder beide Eingangstüren auf wobei sie nur eine der Türen mit einer Kasse bestückten. Geht man zur anderen rein, zahlt man halt nichts... Wie auch immer: der von außen sehr verrottet und zugesprayt aussende Bau mit Tonnendach wurde innen behutsam saniert. Interessant sind v.a. die Steinstufen für die Zuschauer. Es sind auch Holzbänke auf die ganze Halle verteilt. Einen Balkon fürs Fernsehen oder VIPS gibt es auch. Auf den Stehstufen auf der einen Seite stehen massenhaft Sportgeräte wie Ergometer und Hantelbänke herum. Also während des Spiels Hanteltraining und bei Randale einen Hometrainer aufs Feld werfen – das ist doch was für sportliche Fans!
Das Spiel lud aber nicht zum randalieren ein, obwohl es recht hektisch war. Auf gutem Niveau ging es hin und her und die vielen Torszenen und Zweikämpfe stellten die Schiedsrichter, die oft zu hart mit ihren Strafen waren, vor Probleme. Spannend war der Spielverlauf in jedem Falle, denn lange führte der Gast aus Freiberg – teilweise auch mit drei, vier Toren – ehe der Eisenbahnersportverein die Partie noch drehen konnte. Taktisch geschickt brachten sie dann eine Ein-Tor-Führung über die letzte Spielminute.
Statistik:
- Grounds: 1.188 (heute 2 neue; diese Saison: 34 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.164 (heute 3; diese Saison: 52)
- Tageskilometer: 450 (450km Auto)
- Saisonkilometer: 13.800 (9.470 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 630 Fahrrad/ 80 öffentliche Verkehrsmittel/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 141 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 424
Freitag, 11. Juli 2014
W415I-III: Los geht’s mit dem Testspielmarathon + Schwierigkeiten des Altherrenfußballs
SG Eisenbahner-SV/ Personennahverkehrgesellschaft Merseburg AH .............................................................. 1
SG Einheit Querfurt ..................................................... 1
- Datum: Freitag, 11. Juli 2014 – Anstoß: 18.45
- Wettbewerb: Freundschaftsspiel Alte Herren/ Freizeitmannschaften
- Ergebnis: 1-1 nach 61 Min. (28/31) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 12. (11), 1-1 37. (Nr. 7)
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Eisenbahner-Stadion (Kap. 2.500 Stehplätze, davon nur 400 benutzbar)
- Zuschauer: ca. 10 (davon ca. 2 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 3,5/10 (Ziemlich dürftiger Kick)
SG Empor Klein Wanzleben ........................................ 0
TSV Völpke .................................................................... 5
- Datum: Mittwoch, 9. Juli 2014 – Anstoß: 19.00
- Wettbewerb: Testspiel 1. Kreisklasse Börde, Staffel 2 (10. Liga, 5. Amateurliga) gegen Landesliga Sachsen-Anhalt Nord (7. Liga, 2. Amateurliga – Absteiger aus Verbandsliga)
- Ergebnis: 0-5 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0-2
- Tore: 0-1 16. (9), 0-2 25. (4), 0-3 75. (9), 0-4 80. (9), 0-5 86. (2)
- Verwarnungen: Nr. 11 (Kl. Wanzleben); Nr. 5 (Völpke)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Kleinwanzleben (Kap. 1.450, davon 450 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 25 (davon ca. 2 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Durchschnittliches Spiel)
TSV Lobstädt 1863 ........................................................ 1
1. FC Lokomotive Leipzig ........................................... 24
- Datum: Dienstag, 8. Juli 2014 – Anstoß: 18.00
- Wettbewerb: Benefizspiel Kreisliga B, Muldental/ Leipzig Land (10. Spielklasse, 5. Amateurliga – Absteiger aus Kreisliga A) gegen Oberliga Nordost/ Süd (5. Liga, 2. Halbprofiliga – Absteiger aus Regionalliga)
- Ergebnis: 1-24 nach 80 Min. (43/37) – Halbzeit: 0-8
- Tore: 0-1 2. Steve Rolleder, 0-2 6. Marcel Trojandt, 0-3 12. Steve Rolleder, 0-4 13. Gianluca Marzullo, 0-5 17. Steve Rolleder, 0-6 35. Andy Wendschuch, 0-7 36. Steve Rolleder, 0-8 38. Steve Rolleder, 0-9 46. Gianluca Marzullo, 0-10 47. Steve Rolleder, 0-11 51. Gianluca Marzullo, 0-12 52. Gianluca Marzullo, 0-13 54. Nr. 13, 0-14 57. Andy Wendschuch, 0-15 58. Andy Wendschuch, 0-16 60. Steve Rolleder, 0-17 64. Gianluca Marzullo, 0-18 65. Andy Wendschuch, 0-19 66. Gianluca Marzullo, 0-20 67. Gino Böhne, 0-21 72. Nr. 7, 0-22 74. Steve Rolleder, 0-23 76. Steve Rolleder, 0-24 78. Gianluca Marzullo, 1-24 80. (17)
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Lobstädt (Kap. 1.120, davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 480 (davon 445 Zahlende; überwiegend Lok-Fans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Unheimlicher Leistungsunterschied und tolle Torflut)
Photos with English Commentary:
a) Veterans Friendly: ESV/ PNVG Merseburg v Einheit Querfurt
b) Pre-Season: Empor Klein Wanzleben v TSV Völpke (Friendly)
c) Börde District: Wanzleben Castle, Klein Wanzleben Church and Council, Stadt Frankfurt Estate and Look-Out Towers
d) Pre-Season: TSV Lobstädt v Lok Leipzig (Charity Match)
e) Pegau Region: Wiederau Baroque Palace and Church
Nur am Vormittag Uni und dieses Semester weder Prüfungen noch Hausarbeiten, da Studienortswechsel perfekt? Na dann kann es ja losgehen mit Groundhopping zu diversen Testspiel unter der Woche! Da bei einem guten Masterstudium – und ich hoffe mal, dass Arabisch-Übersetzen in Bonn im Gegensatz zu dem in Halle ein solches ist – der Arbeitsaufwand recht hoch ist und es auch im Sommer unter der Woche nicht so viel Freizeit gibt, lass ich mal richtig die groundhoppingmäßige Sau mit bis zu 10 Spielen pro Woche und maximal zwei spielfreien Wochentagen raus! Denn wer weiß, ob ich jemals wieder so eine Anzahl an Spielen sehen kann…
Diese Woche sah es erst mal aber so aus, dass ich am Montag mit einer studentischen Freizeitmannschaft selber spielte und am Donnerstag noch ich ein Referat zu halten hatte, sodass ich keine zwei Tage in der Börde blieb und nur Mittwoch dort ein Spiel schaute. Am Dienstag gab es bereits ein völlig anders geartetes Vorbereitungsspiel im Muldental zu sehen. Und schließlich standen, nach einer Pause am vergangenen Freitag, am fünften Tag dieser Woche Altherrenfußball auf dem Programm.
Also zum Dienstag: dort fuhr ich nach der Uni schnell nach Merseburg und mit dem Rad weiter über Leuna, Bad Dürrenberg und solche Käffer wie Zitzschen und Lippendorf – mit Abstecher über Wiederau, wo es ein sehr schönes Barockschloss gibt – nach Lobstädt. Das ist auch so ein Kaff im Leipziger Umland und liegt genau zwischen Borna und Lippendorf. Im verregneten Lobstädt folgte ich den Massen, die hinter einer Fabrikruine links einbogen: das kleine Stadion, bezeichnet als „Sportplatz Lobstädt“ ist noch das Beste in diesem Nest: der Platz ist weitestgehend ausbautenlos und von einer massiven Reling umgeben. Auf der einen Längsseite, der zum Nebenplatz hin, befindet sich ein niedriger Graswall mit Sitzbänken und vierreihigen Stehtraversen. Ansonsten dominieren Bäume und das markante, da annähernd v-förmige Gebäude mit Sportlerheim, Kabinen usw.
Der Eintritt von 4€ war in Anbetracht der Situation angemessen: es handelte sich nämlich um ein Benefizspiel, dessen Erlös der Familie eines mit nur 18 Jahren an Folgen seiner Diabetes verstorbenen Vereinskameraden, geht. Denn auch in Lobstädt ist eine Beerdigung inklusive Grabpflege irgendwo zwischen recht teuer und ruinös für die Hinterbliebenen. Die Zuschauerzahl von 445 war auch sehr gut für so ein Spiel!
Das Spiel sollte noch einseitiger werden als erwartet, denn bis zur 78. Minuten hatte Lobstädt keine einzige Torchance zu verzeichnen. Der Oberligist ist ja nicht gerade für feinen Klasse-Fußball bekannt, aber gegen einen so schwachen Gegner – Leipzig Land ist eine der spielschwächsten Kreise Deutschlands: wer da in der Kreisliga Vorletzter ist, wird auch von jedem Bezirksligisten zweistellig abgeschossen – konnte Lok unbehelligt und cool aufspielen. Lobstädt ließ Lok in fast jeder einzelnen Minute des Spiels zu einer Tormöglichkeit kommen. Der Ball war kaum mal außerhalb des Strafraums der Gastgeber. Nach zwei Minuten war der Torreigen eröffnet und dann gab es im Minutentakt – v.a. in der zweiten Hälfte, in der Lobstädt mehr Kicker ihrer Reservemannschaft ranließ – Treffer zu begutachten, die meist regelrecht über die Linie getragen und kombiniert wurden, aber teilweise auch nach weiten Flanken eingeköpft oder aus mittlerer Distanz eingenetzt wurden. Weitschüsse und geniale Aktionen wie Fallrückzieher fehlten aber. Zu viel verlangt wären sie bei diesem Leistungsunterschied nicht gewesen. So musste man eigentlich einen Schuss eines jugendlichen Lobstädt-Fans als den besten Schuss des Abends bezeichnen: er nahm drei Meter hinter der Reling stehend den weit neben das Tor geschossen Ball an, ließ ihn abtropfen und zimmerte ihn Volley in Richtung Lobstädter Torwart, doch der Ball prallte gegen die Werbebande und von dort seinem zwei Meter neben ihm stehenden Kumpel „volle Kanne vor die Fresse, Alter“…
Die Rückfahrt gestaltete sich im Dauerregen nicht sonderlich angenehm und ich kam auch erst zur 30. Minuten des WM-Halbfinales heeme an: den Stand konnte ich allerdings anhand des Jubels erahnen; als ich in Leuna war, fiel das 1:0, in der Weißenfelser Straße in Merseburg erlebte ich die Treffer 2, 3 und 4 mit und in meiner Siedlung wurden dann beim 5:0 Polenböller losgelassen. Aber bei diesem lustigen Livespiel im Stadion mit 25 Treffern, die man nirgendwo in einer Wiederholung sieht, habe ich doch gerne zugunsten der Wiederholungen der genialen deutschen Treffer in der Halbzeitpause auf das rechtzeitige Erreichen der heimischen Glotze verzichtet…
Mittwoch hatte ich auch nur am Vormittag Uni und fuhr um 12 Uhr gleich nach Staßfurt weiter. Mit Anja fuhr ich zu einem Testspiel in Klein Wanzleben, einem Ortsteil der Stadt Wanzleben. Was die Sehenswürdigkeiten angeht, so hat Wanzleben eine wirklich schöne Burganlage zu bieten. Im nahegelegenen Groß Germersleben steht die eindrucksvolle Ruine eines Barockschlosses, das nach dem Rückkauf aus den Fängen eines Faschisten aus Niedersachsen mittlerweile wieder in der Hand eines nicht-zwielichtigen Besitzers ist – aber nach wie vor unzugänglich. Ein Ortsteil von Wanzleben trägt den Namen „Stadt Frankfurt“ – dort gibt es neben Misthaufen, Gestrüpp, Feldern und einer Handvoll Einfamilienhütten und einem verfallenen Gehöft auch zwei Warten. Leider muss man durchs Feld latschen, da idiotischerweise kein Graspfad zu den Türmen gelassen wurde. In Klein Wanzleben steht eine interessante Kirche und in direkter Nähe zum Stadion auch die Ruine eines enormen Gebäudes aus dem 19./ 20. Jahrhundert.
Das Stadion ist auch enorm – zumindest für eine Kreisklassemannschaft wie Empor Klein Wanzleben: 272 in vier Blöcken auf eine vierreihige Verbundpflasterstufen-Tribüne montierte Schalensitze, flankiert von Bäumen, gegenüber Kunststoffbänke vor einer ehemaligen Gleisanlage, hinter den Toren ein großes Sportlerheim und zwei kleine Nebenplätze (einmal Asche, einmal Rasen). Eine wirklich schöne Anlage – besser als in Wanzleben beim Klassenhöheren – und heute bei freiem Eintritt zu betreten.
Mit dem Verbandsliga-Tabellenletzten aus Völpke hatte man sich einen erfolglosen aber natürlich trotzdem deutlich höher einzuschätzenden höherklassigen Gegner eingeladen. Empor Klein Wanzleben kam auch nur zu wenigen Torgelegenheiten im Verlaufe der 90 Minuten – und davon hatte keine einzige bedeutende Durchschlagskraft, sodass aufseiten der Heimelf die Null stehen blieb. Völpke hingegen traf schon früh durch einen halbhoch aus über 20m ins lange Eck gezimmerten Freistoß (das spektakulärste Tor des Tages gleich nach 15 Minuten!) und noch vor der Pause per Kopf zum 0:2. Nach dem Seitenwechsel gab es länger Leerlauf zu begutachten, ehe Völpke noch drei Mal die Abwehr überlief und aushebelte. 0:5 war auch in der Höhe verdient – der Klassentiefere Empor schlug sich aber gut!
Letzten Freitag waren die Lange Nacht der Wissenschaften und – für die Fußballer ausschlaggebend – das Viertelfinale der deutschen Nationalelf: also sinnvollerweise gab es kein Spiel der Leunaer Altherren. Heute war wieder eines angesetzt, doch der Gegner, Halle 96 – auch bekannt als „Die Affen vom Zoo“ – trauten sich nicht aus ihrem Käfig…
Es blieb nur ein Spiel der ESV/ PNVG. Die Eisenbahner und Busfahrer sind allerdings stets nur ein dürftiger Ersatz für ein Spiel der Leunaer Altherren. Die gegnerische Mannschaft aus Querfurt war vielleicht geringfügig besser, aber insgesamt war das Spiel sehr mäßig. Es kam auch schwer in Gang, da es nach 8 Minuten aufgrund eines Gewitters für mehr als 20 Minuten unterbrochen werden musste. Kurz nach der Unterbrechung ging Merseburg dann in Überzahl mit 1:0 in Führung. Nach der Pause traf Querfurt glücklich durch einen Schuss durch die Hosenträger – kann bei dem nassen Ball und dem wassergetränkten Rasen auch mal passieren – sodass der Endstand 1:1 lautete.
Am Wochenende steht eine Tour in Richtung Salzland, Magdeburg und Börde an.
Statistik:
- Grounds: 1.141 (Dienstag 1 neuer, Mittwoch 1 neuer; diese Saison: 170 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.095 (Dienstag 1, Mittwoch 1, Freitag 1; diese Saison: 239)
- Tageskilometer: 430 (Dienstag 120km Fahrrad, Mittwoch 290km Auto, Freitag 20km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 65.090 (62.590 Auto/ 2.230 Fahrrad/ 160 Schiff, Fähre/ 110 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 83 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 415
SG Einheit Querfurt ..................................................... 1
- Datum: Freitag, 11. Juli 2014 – Anstoß: 18.45
- Wettbewerb: Freundschaftsspiel Alte Herren/ Freizeitmannschaften
- Ergebnis: 1-1 nach 61 Min. (28/31) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 12. (11), 1-1 37. (Nr. 7)
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Eisenbahner-Stadion (Kap. 2.500 Stehplätze, davon nur 400 benutzbar)
- Zuschauer: ca. 10 (davon ca. 2 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 3,5/10 (Ziemlich dürftiger Kick)
SG Empor Klein Wanzleben ........................................ 0
TSV Völpke .................................................................... 5
- Datum: Mittwoch, 9. Juli 2014 – Anstoß: 19.00
- Wettbewerb: Testspiel 1. Kreisklasse Börde, Staffel 2 (10. Liga, 5. Amateurliga) gegen Landesliga Sachsen-Anhalt Nord (7. Liga, 2. Amateurliga – Absteiger aus Verbandsliga)
- Ergebnis: 0-5 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0-2
- Tore: 0-1 16. (9), 0-2 25. (4), 0-3 75. (9), 0-4 80. (9), 0-5 86. (2)
- Verwarnungen: Nr. 11 (Kl. Wanzleben); Nr. 5 (Völpke)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Kleinwanzleben (Kap. 1.450, davon 450 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 25 (davon ca. 2 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Durchschnittliches Spiel)
TSV Lobstädt 1863 ........................................................ 1
1. FC Lokomotive Leipzig ........................................... 24
- Datum: Dienstag, 8. Juli 2014 – Anstoß: 18.00
- Wettbewerb: Benefizspiel Kreisliga B, Muldental/ Leipzig Land (10. Spielklasse, 5. Amateurliga – Absteiger aus Kreisliga A) gegen Oberliga Nordost/ Süd (5. Liga, 2. Halbprofiliga – Absteiger aus Regionalliga)
- Ergebnis: 1-24 nach 80 Min. (43/37) – Halbzeit: 0-8
- Tore: 0-1 2. Steve Rolleder, 0-2 6. Marcel Trojandt, 0-3 12. Steve Rolleder, 0-4 13. Gianluca Marzullo, 0-5 17. Steve Rolleder, 0-6 35. Andy Wendschuch, 0-7 36. Steve Rolleder, 0-8 38. Steve Rolleder, 0-9 46. Gianluca Marzullo, 0-10 47. Steve Rolleder, 0-11 51. Gianluca Marzullo, 0-12 52. Gianluca Marzullo, 0-13 54. Nr. 13, 0-14 57. Andy Wendschuch, 0-15 58. Andy Wendschuch, 0-16 60. Steve Rolleder, 0-17 64. Gianluca Marzullo, 0-18 65. Andy Wendschuch, 0-19 66. Gianluca Marzullo, 0-20 67. Gino Böhne, 0-21 72. Nr. 7, 0-22 74. Steve Rolleder, 0-23 76. Steve Rolleder, 0-24 78. Gianluca Marzullo, 1-24 80. (17)
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Lobstädt (Kap. 1.120, davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 480 (davon 445 Zahlende; überwiegend Lok-Fans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Unheimlicher Leistungsunterschied und tolle Torflut)
Photos with English Commentary:
a) Veterans Friendly: ESV/ PNVG Merseburg v Einheit Querfurt
b) Pre-Season: Empor Klein Wanzleben v TSV Völpke (Friendly)
c) Börde District: Wanzleben Castle, Klein Wanzleben Church and Council, Stadt Frankfurt Estate and Look-Out Towers
d) Pre-Season: TSV Lobstädt v Lok Leipzig (Charity Match)
e) Pegau Region: Wiederau Baroque Palace and Church
Nur am Vormittag Uni und dieses Semester weder Prüfungen noch Hausarbeiten, da Studienortswechsel perfekt? Na dann kann es ja losgehen mit Groundhopping zu diversen Testspiel unter der Woche! Da bei einem guten Masterstudium – und ich hoffe mal, dass Arabisch-Übersetzen in Bonn im Gegensatz zu dem in Halle ein solches ist – der Arbeitsaufwand recht hoch ist und es auch im Sommer unter der Woche nicht so viel Freizeit gibt, lass ich mal richtig die groundhoppingmäßige Sau mit bis zu 10 Spielen pro Woche und maximal zwei spielfreien Wochentagen raus! Denn wer weiß, ob ich jemals wieder so eine Anzahl an Spielen sehen kann…
Diese Woche sah es erst mal aber so aus, dass ich am Montag mit einer studentischen Freizeitmannschaft selber spielte und am Donnerstag noch ich ein Referat zu halten hatte, sodass ich keine zwei Tage in der Börde blieb und nur Mittwoch dort ein Spiel schaute. Am Dienstag gab es bereits ein völlig anders geartetes Vorbereitungsspiel im Muldental zu sehen. Und schließlich standen, nach einer Pause am vergangenen Freitag, am fünften Tag dieser Woche Altherrenfußball auf dem Programm.
Also zum Dienstag: dort fuhr ich nach der Uni schnell nach Merseburg und mit dem Rad weiter über Leuna, Bad Dürrenberg und solche Käffer wie Zitzschen und Lippendorf – mit Abstecher über Wiederau, wo es ein sehr schönes Barockschloss gibt – nach Lobstädt. Das ist auch so ein Kaff im Leipziger Umland und liegt genau zwischen Borna und Lippendorf. Im verregneten Lobstädt folgte ich den Massen, die hinter einer Fabrikruine links einbogen: das kleine Stadion, bezeichnet als „Sportplatz Lobstädt“ ist noch das Beste in diesem Nest: der Platz ist weitestgehend ausbautenlos und von einer massiven Reling umgeben. Auf der einen Längsseite, der zum Nebenplatz hin, befindet sich ein niedriger Graswall mit Sitzbänken und vierreihigen Stehtraversen. Ansonsten dominieren Bäume und das markante, da annähernd v-förmige Gebäude mit Sportlerheim, Kabinen usw.
Der Eintritt von 4€ war in Anbetracht der Situation angemessen: es handelte sich nämlich um ein Benefizspiel, dessen Erlös der Familie eines mit nur 18 Jahren an Folgen seiner Diabetes verstorbenen Vereinskameraden, geht. Denn auch in Lobstädt ist eine Beerdigung inklusive Grabpflege irgendwo zwischen recht teuer und ruinös für die Hinterbliebenen. Die Zuschauerzahl von 445 war auch sehr gut für so ein Spiel!
Das Spiel sollte noch einseitiger werden als erwartet, denn bis zur 78. Minuten hatte Lobstädt keine einzige Torchance zu verzeichnen. Der Oberligist ist ja nicht gerade für feinen Klasse-Fußball bekannt, aber gegen einen so schwachen Gegner – Leipzig Land ist eine der spielschwächsten Kreise Deutschlands: wer da in der Kreisliga Vorletzter ist, wird auch von jedem Bezirksligisten zweistellig abgeschossen – konnte Lok unbehelligt und cool aufspielen. Lobstädt ließ Lok in fast jeder einzelnen Minute des Spiels zu einer Tormöglichkeit kommen. Der Ball war kaum mal außerhalb des Strafraums der Gastgeber. Nach zwei Minuten war der Torreigen eröffnet und dann gab es im Minutentakt – v.a. in der zweiten Hälfte, in der Lobstädt mehr Kicker ihrer Reservemannschaft ranließ – Treffer zu begutachten, die meist regelrecht über die Linie getragen und kombiniert wurden, aber teilweise auch nach weiten Flanken eingeköpft oder aus mittlerer Distanz eingenetzt wurden. Weitschüsse und geniale Aktionen wie Fallrückzieher fehlten aber. Zu viel verlangt wären sie bei diesem Leistungsunterschied nicht gewesen. So musste man eigentlich einen Schuss eines jugendlichen Lobstädt-Fans als den besten Schuss des Abends bezeichnen: er nahm drei Meter hinter der Reling stehend den weit neben das Tor geschossen Ball an, ließ ihn abtropfen und zimmerte ihn Volley in Richtung Lobstädter Torwart, doch der Ball prallte gegen die Werbebande und von dort seinem zwei Meter neben ihm stehenden Kumpel „volle Kanne vor die Fresse, Alter“…
Die Rückfahrt gestaltete sich im Dauerregen nicht sonderlich angenehm und ich kam auch erst zur 30. Minuten des WM-Halbfinales heeme an: den Stand konnte ich allerdings anhand des Jubels erahnen; als ich in Leuna war, fiel das 1:0, in der Weißenfelser Straße in Merseburg erlebte ich die Treffer 2, 3 und 4 mit und in meiner Siedlung wurden dann beim 5:0 Polenböller losgelassen. Aber bei diesem lustigen Livespiel im Stadion mit 25 Treffern, die man nirgendwo in einer Wiederholung sieht, habe ich doch gerne zugunsten der Wiederholungen der genialen deutschen Treffer in der Halbzeitpause auf das rechtzeitige Erreichen der heimischen Glotze verzichtet…
Mittwoch hatte ich auch nur am Vormittag Uni und fuhr um 12 Uhr gleich nach Staßfurt weiter. Mit Anja fuhr ich zu einem Testspiel in Klein Wanzleben, einem Ortsteil der Stadt Wanzleben. Was die Sehenswürdigkeiten angeht, so hat Wanzleben eine wirklich schöne Burganlage zu bieten. Im nahegelegenen Groß Germersleben steht die eindrucksvolle Ruine eines Barockschlosses, das nach dem Rückkauf aus den Fängen eines Faschisten aus Niedersachsen mittlerweile wieder in der Hand eines nicht-zwielichtigen Besitzers ist – aber nach wie vor unzugänglich. Ein Ortsteil von Wanzleben trägt den Namen „Stadt Frankfurt“ – dort gibt es neben Misthaufen, Gestrüpp, Feldern und einer Handvoll Einfamilienhütten und einem verfallenen Gehöft auch zwei Warten. Leider muss man durchs Feld latschen, da idiotischerweise kein Graspfad zu den Türmen gelassen wurde. In Klein Wanzleben steht eine interessante Kirche und in direkter Nähe zum Stadion auch die Ruine eines enormen Gebäudes aus dem 19./ 20. Jahrhundert.
Das Stadion ist auch enorm – zumindest für eine Kreisklassemannschaft wie Empor Klein Wanzleben: 272 in vier Blöcken auf eine vierreihige Verbundpflasterstufen-Tribüne montierte Schalensitze, flankiert von Bäumen, gegenüber Kunststoffbänke vor einer ehemaligen Gleisanlage, hinter den Toren ein großes Sportlerheim und zwei kleine Nebenplätze (einmal Asche, einmal Rasen). Eine wirklich schöne Anlage – besser als in Wanzleben beim Klassenhöheren – und heute bei freiem Eintritt zu betreten.
Mit dem Verbandsliga-Tabellenletzten aus Völpke hatte man sich einen erfolglosen aber natürlich trotzdem deutlich höher einzuschätzenden höherklassigen Gegner eingeladen. Empor Klein Wanzleben kam auch nur zu wenigen Torgelegenheiten im Verlaufe der 90 Minuten – und davon hatte keine einzige bedeutende Durchschlagskraft, sodass aufseiten der Heimelf die Null stehen blieb. Völpke hingegen traf schon früh durch einen halbhoch aus über 20m ins lange Eck gezimmerten Freistoß (das spektakulärste Tor des Tages gleich nach 15 Minuten!) und noch vor der Pause per Kopf zum 0:2. Nach dem Seitenwechsel gab es länger Leerlauf zu begutachten, ehe Völpke noch drei Mal die Abwehr überlief und aushebelte. 0:5 war auch in der Höhe verdient – der Klassentiefere Empor schlug sich aber gut!
Letzten Freitag waren die Lange Nacht der Wissenschaften und – für die Fußballer ausschlaggebend – das Viertelfinale der deutschen Nationalelf: also sinnvollerweise gab es kein Spiel der Leunaer Altherren. Heute war wieder eines angesetzt, doch der Gegner, Halle 96 – auch bekannt als „Die Affen vom Zoo“ – trauten sich nicht aus ihrem Käfig…
Es blieb nur ein Spiel der ESV/ PNVG. Die Eisenbahner und Busfahrer sind allerdings stets nur ein dürftiger Ersatz für ein Spiel der Leunaer Altherren. Die gegnerische Mannschaft aus Querfurt war vielleicht geringfügig besser, aber insgesamt war das Spiel sehr mäßig. Es kam auch schwer in Gang, da es nach 8 Minuten aufgrund eines Gewitters für mehr als 20 Minuten unterbrochen werden musste. Kurz nach der Unterbrechung ging Merseburg dann in Überzahl mit 1:0 in Führung. Nach der Pause traf Querfurt glücklich durch einen Schuss durch die Hosenträger – kann bei dem nassen Ball und dem wassergetränkten Rasen auch mal passieren – sodass der Endstand 1:1 lautete.
Am Wochenende steht eine Tour in Richtung Salzland, Magdeburg und Börde an.
Statistik:
- Grounds: 1.141 (Dienstag 1 neuer, Mittwoch 1 neuer; diese Saison: 170 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.095 (Dienstag 1, Mittwoch 1, Freitag 1; diese Saison: 239)
- Tageskilometer: 430 (Dienstag 120km Fahrrad, Mittwoch 290km Auto, Freitag 20km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 65.090 (62.590 Auto/ 2.230 Fahrrad/ 160 Schiff, Fähre/ 110 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 83 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 415
Montag, 20. Mai 2013
W356I: Montagsspiel in der Kreisklasse
Eisenbahnersportverein Merseburg ------------------------- 1
TSV Leuna 1919 II ---------------------------------------------- 3
- Datum: Montag, 20. Mai 2013 – Anstoß: 15.00
- Wettbewerb: 1. Kreisklasse Saalekreis (11. Liga, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-3 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 1-1
- Tore: 0-1 11. Ingo Witzel, 1-1 28. Nr. 9, 1-2 80. Mario Melchior, 1-3 85. Ronny Wenzel
- Verwarnungen: Nr. 6 (ESV); Marius Meyer, Nr. ? (TSV)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Eisenbahnerstadion, Lok-Sportplatz (Kap. 2.500 Stehplätze, davon 800 benutzbar)
- Zuschauer: ca. 70 (davon ca. 35 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Ganz ordentliches Spiel mit einigen tollen Treffern)
Photos with English Commentary:
Amateur Football: ESV Merseburg v TSV Leuna Reserve, at Stadion der Eisenbahner
Am Pfingstmontag waren dann die drei von Groundhopping Merseburg doch nicht mit dem Rad, sondern nur mit dem Auto unterwegs. Wir schauten erstmal, was sich in Bad Dürrenberg/ Goddula getan hat: der dortige Fußballplatz des SV Saline ist aufgegeben wie auch der Verein Saline Bad Dürrenberg, doch um ihn herum wurde eine Speedskating- und Rollerskibahn gebaut, auf der u.a. die Löschkes vom TSV Leuna trainieren. Der Platz ist lächerlicherweise abgesperrt, doch der Zaun ist schnell überwunden.
Wir wollten eigentlich noch in Taucha oder Dehlitz an der Saale – beides schöne und frei zugängliche Plätze – bolzen, doch kamen auf dem Weg zu erstgenanntem Dorf eine uns bisher unbekannte Strecke entlang. Keiner von uns wusste, dass zwischen Bothfeld und Röcken bzw. Lützen noch ein Dorf liegt. Diese Ansammlung von knapp 30 Häusern heißt Michlitz, gehört zur Stadt Lützen, hat kaum mehr als 100 Einwohner und kann am Rande des Ortes eine von Bäumen umstandene und von einem Bach umflossenen Wiese vorweisen. Auf dieser Wiese stehen zwei Kleinfeldtore ohne Netze und zwei 4x2m messende Tore mit Netzen. Nur der Bereich zwischen diesen beiden kleineren Toren war gemäht und vernünftig bespielbar.
Weiter ging es dann über Burgwerben nach Merseburg, wo wir gleich zum ESV fuhren. Für wirklich anständige 1,10€ gab es dort Bockwurst im Brötchen. Für wirklich unanständige 2€ - das waren dann mal wieder die typischen Bahn-Preise bei den Eisenbahnersportvereinen! - konnte man dann auch im zugewucherten Stadion der Eisenbahner das Spiel gegen die Zweite Mannschaft von unserem TSV Leuna in der Kreisklasse gucken.
Das nur mühsam und sehr teilweise von Bewuchs befreite, für 2.500 Leute gebaute Stadion weiß nicht nur mich zu begeistern, sondern auch andere Groundhopper. So auch der reisefreudige Bratwurstliebhaber von „Fußball ist Religion“ und dessen Kumpel, mit denen wir nach einer Weile im Blättergeäst auf der rechten Haupttribünenseite ins Gespräch kamen. Auf dieser Seite hatten sich auf der Suche nach einem Blick mit möglichst wenig Blattwerk vorm Spielfeld auch alle anderen der rund 30 Leunaer postiert, die die Hälfte der Zuschauer stellten.
Bei alle Austausch über Groundhoppingerlebnisse kam ich aber auch noch dazu den Spielverlauf zu beobachten: Leuna erwischte den besseren Start und ging durch Ingo Witzel, den man sonst eher von den Alten Herren kennt, in Führung. Der ESV-Torwart reagierte mehrfach gut, ansonsten wäre das Spiel für den Abstiegskandidaten zugunsten des Fünftplatzierten schon nach einer halben Stunde gelaufen gewesen. Doch so konnten die Eisenbahner eine ihrer wenigen Möglichkeiten nach einem Abwehrfehler im Tor versenken.
Nach einem etwas müden Beginn der zweiten Hälfte legte Leuna los und ließ den ESV kaum zu Gelegenheiten kommen. Bis zur 80. konnte Merseburg dem Druck standhalten, doch dann zog Mario Melchior durch die Abwehrreihen und netzte zum 2:1 ein. Noch ein Comeback eines Altherrenspielers! Das 3:1 war dann ein herrlicher Freistoß in den Winkel, den wohl Ronny Wenzel getreten hat. Wieso ich mir nicht sicher bin wer geschossen hat, obwohl ich die Flugbahn bis in den Winkel verfolgen konnte? Frag doch mal den Busch, der neben der Tartanbahn wächst, warum dieses zwei Meter hohe Grüngestrüpp genau die Sicht auf die Leunaer, die zum Freistoß standen, verdeckt!
Alles in allem war das also mal wieder ein lohnender Feiertag mit einem lustigen und für den TSV Leuna erfolgreichen Spielbesuch. Hoffentlich spielt die erste Mannschaft nächsten Samstag genauso erfolgreich!
Statistik:
- Grounds: 927 (heute 0 neue; diese Saison: 159 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.802 (heute 1, diese Saison: 225)
- Tageskilometer: 80 (80 Auto)
- Saisonkilometer: 52.330 (42.480 Auto/ 6.500 Flugzeug/ 3.050 Fahrrad/ 210 Bahn, Bus, Tram/ 90 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 85 [Letzte Serie: 6, Rekord: 141]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 356
TSV Leuna 1919 II ---------------------------------------------- 3
- Datum: Montag, 20. Mai 2013 – Anstoß: 15.00
- Wettbewerb: 1. Kreisklasse Saalekreis (11. Liga, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-3 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 1-1
- Tore: 0-1 11. Ingo Witzel, 1-1 28. Nr. 9, 1-2 80. Mario Melchior, 1-3 85. Ronny Wenzel
- Verwarnungen: Nr. 6 (ESV); Marius Meyer, Nr. ? (TSV)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Eisenbahnerstadion, Lok-Sportplatz (Kap. 2.500 Stehplätze, davon 800 benutzbar)
- Zuschauer: ca. 70 (davon ca. 35 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Ganz ordentliches Spiel mit einigen tollen Treffern)
Photos with English Commentary:
Amateur Football: ESV Merseburg v TSV Leuna Reserve, at Stadion der Eisenbahner
Am Pfingstmontag waren dann die drei von Groundhopping Merseburg doch nicht mit dem Rad, sondern nur mit dem Auto unterwegs. Wir schauten erstmal, was sich in Bad Dürrenberg/ Goddula getan hat: der dortige Fußballplatz des SV Saline ist aufgegeben wie auch der Verein Saline Bad Dürrenberg, doch um ihn herum wurde eine Speedskating- und Rollerskibahn gebaut, auf der u.a. die Löschkes vom TSV Leuna trainieren. Der Platz ist lächerlicherweise abgesperrt, doch der Zaun ist schnell überwunden.
Wir wollten eigentlich noch in Taucha oder Dehlitz an der Saale – beides schöne und frei zugängliche Plätze – bolzen, doch kamen auf dem Weg zu erstgenanntem Dorf eine uns bisher unbekannte Strecke entlang. Keiner von uns wusste, dass zwischen Bothfeld und Röcken bzw. Lützen noch ein Dorf liegt. Diese Ansammlung von knapp 30 Häusern heißt Michlitz, gehört zur Stadt Lützen, hat kaum mehr als 100 Einwohner und kann am Rande des Ortes eine von Bäumen umstandene und von einem Bach umflossenen Wiese vorweisen. Auf dieser Wiese stehen zwei Kleinfeldtore ohne Netze und zwei 4x2m messende Tore mit Netzen. Nur der Bereich zwischen diesen beiden kleineren Toren war gemäht und vernünftig bespielbar.
Weiter ging es dann über Burgwerben nach Merseburg, wo wir gleich zum ESV fuhren. Für wirklich anständige 1,10€ gab es dort Bockwurst im Brötchen. Für wirklich unanständige 2€ - das waren dann mal wieder die typischen Bahn-Preise bei den Eisenbahnersportvereinen! - konnte man dann auch im zugewucherten Stadion der Eisenbahner das Spiel gegen die Zweite Mannschaft von unserem TSV Leuna in der Kreisklasse gucken.
Das nur mühsam und sehr teilweise von Bewuchs befreite, für 2.500 Leute gebaute Stadion weiß nicht nur mich zu begeistern, sondern auch andere Groundhopper. So auch der reisefreudige Bratwurstliebhaber von „Fußball ist Religion“ und dessen Kumpel, mit denen wir nach einer Weile im Blättergeäst auf der rechten Haupttribünenseite ins Gespräch kamen. Auf dieser Seite hatten sich auf der Suche nach einem Blick mit möglichst wenig Blattwerk vorm Spielfeld auch alle anderen der rund 30 Leunaer postiert, die die Hälfte der Zuschauer stellten.
Bei alle Austausch über Groundhoppingerlebnisse kam ich aber auch noch dazu den Spielverlauf zu beobachten: Leuna erwischte den besseren Start und ging durch Ingo Witzel, den man sonst eher von den Alten Herren kennt, in Führung. Der ESV-Torwart reagierte mehrfach gut, ansonsten wäre das Spiel für den Abstiegskandidaten zugunsten des Fünftplatzierten schon nach einer halben Stunde gelaufen gewesen. Doch so konnten die Eisenbahner eine ihrer wenigen Möglichkeiten nach einem Abwehrfehler im Tor versenken.
Nach einem etwas müden Beginn der zweiten Hälfte legte Leuna los und ließ den ESV kaum zu Gelegenheiten kommen. Bis zur 80. konnte Merseburg dem Druck standhalten, doch dann zog Mario Melchior durch die Abwehrreihen und netzte zum 2:1 ein. Noch ein Comeback eines Altherrenspielers! Das 3:1 war dann ein herrlicher Freistoß in den Winkel, den wohl Ronny Wenzel getreten hat. Wieso ich mir nicht sicher bin wer geschossen hat, obwohl ich die Flugbahn bis in den Winkel verfolgen konnte? Frag doch mal den Busch, der neben der Tartanbahn wächst, warum dieses zwei Meter hohe Grüngestrüpp genau die Sicht auf die Leunaer, die zum Freistoß standen, verdeckt!
Alles in allem war das also mal wieder ein lohnender Feiertag mit einem lustigen und für den TSV Leuna erfolgreichen Spielbesuch. Hoffentlich spielt die erste Mannschaft nächsten Samstag genauso erfolgreich!
Statistik:
- Grounds: 927 (heute 0 neue; diese Saison: 159 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.802 (heute 1, diese Saison: 225)
- Tageskilometer: 80 (80 Auto)
- Saisonkilometer: 52.330 (42.480 Auto/ 6.500 Flugzeug/ 3.050 Fahrrad/ 210 Bahn, Bus, Tram/ 90 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 85 [Letzte Serie: 6, Rekord: 141]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 356
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TSV Leuna
Freitag, 21. September 2012
W321I: Derbe Niederlage für ESV/ PNVG
SV Wallendorf 1889 AH ----------------------------------- 5
ESV/ Personennahverkehrsgesellschaft Merseburg - 1
Datum: Freitag, 21. September 2012 – Anstoß: 18.00
Wettbewerb: Freundschaftsspiel Alte Herren
Ergebnis: 5-1 nach 65 Min. (35/30) – Halbzeit: 5-0
Tore: 1-0 10. Nr. 15, 2-0 22. Nr. 8, 3-0 23. Nr. 5, 4-0 27. Nr. 8 (Elfmeter), 5-0 34. Nr. 10, 5-1 62. Nr. 7
Verwarnungen: keine
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Wallendorf (Kap. 1.000, davon 100 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 15 (davon ca. 1 Gästefans)
Unterhaltungswert: 4,0/10 (Nicht gerade überragendes Spiel, aber viele Tore)
Da Leunas Alte Herren spielfrei hatten, steuerte ich mal wieder ein Spiel der Alten Herren des Eisenbahner Sportvereins Merseburg, die eine Spielgemeinschaft mit der PNVG bilden, an. In Wallendorf lieferten sie eine ganz schwache Leistung ab, die Wallendorf auszunutzen wusste.
Nach 10 Minuten wurde halbvolley aus kurzer Distanz ins kurze Eck abgeschlossen. Dann ein schöner Schuss aus größerer Distanz ins lange Eck – und schon stand es 2:0. Nach dem 3:0 bekam Wallendorf sogar noch einen berechtigten Elfmeter zugesprochen, den sie sicher aber halbhoch verwandelten. Vor dem Seitenwechsel legte der SVW sogar noch einen fünften Treffer nach.
ESV/ PNVG war nur drei Mal vor das gegnerische Tor gekommen und konnte auch in der zweiten Halbzeit bis kurz vor dem Ende der Partie kaum mehr zeigen. Nach der Pause vergeigte allerdings der SVW etliche Chancen, um dieses Spiel noch deutlicher für sich zu entscheiden. Es fiel nur noch ein Treffer – und der auch noch für den völlig unterlegenen Gast. Mit 5:1 waren die Eisenbahner und Busfahrer noch sehr gut bedient.
Statistik:
Statistik:
Grounds: 794 (heute kein neuer; diese Saison: 26 neue)
Sportveranstaltungen: 1.610 (heute 2, diese Saison: 32)
Tageskilometer: 20 (20 Fahrrad)
Saisonkilometer: 11.150 (10.390 Auto/ 680 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 2 [Letzte Serie = Neuer Rekord: 141!]
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 321
Labels:
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ESV,
ESV Merseburg,
PNVG,
SV Wallendorf,
Wallendorf
Mittwoch, 1. August 2012
W314I: Unentschieden zwischen dem Bezirksligisten aus Delitzsch und dem Landesligisten aus Merseburg
Eisenbahnersportverein Delitzsch 2:2 SV Merseburg 99
Datum: Dienstag, 31. Juli 2012 – Anstoß: 19.00
Wettbewerb: Testspiel Bezirksliga Sachsen, Nord (7. Liga, 2. Amateurliga) gegen Landesliga Sachsen-Anhalt, Süd (7. Liga, 2. Amateurliga; Aufsteiger aus Landesklasse)
Ergebnis: 2-2 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 2-2
Tore: 1-0 1. (Nr. 11 ?), 1-1 6. (Nr. 9), 1-2 17. (Nr. 10), 2-2 37. (Nr. 11, Foulelfmeter)
Verwarnungen: Nr. 8 (ESV), Nr. 6, 16 (SV99)
Platzverweise: keine
Spielort: Stadion der Eisenbahner (Kap. 3.000, davon 100 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 65 (davon keine Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Wirklich gutes, ausgeglichenes und spannendes Testspiel)
Pre-Season: ESV Delitzsch v SV Merseburg 99
Den Auftakt der Saison 2012/2013 machte bei uns ein Testspiel in einem echt interessanten Stadion in Nordwest-Sachsen: Der Eisenbahnersportverein Delitzsch empfing den SV Merseburg 99. Bei zwei Teams aus derselben Liga – nur halt unterschiedlichen Bundesländer – war ein ausgeglichenes Spiel zu erwarten. Dieses Spiel wurde es dann auch.
Der Beginn war – wie beim Testkick am vergangenen Sonntag in der anderen Ecke des Leipziger Umlandes – mal wieder furios: Keine 60 Sekunden vorbei und schon lag das Runde im Eckigen. Delitzsch profitierte von einem Abwehrfehler der Merseburger und schoss aus Nahdistanz zum 1:0 ein. Ab der zweiten Minute legte der Gast aber ganz gut los und bestimmte bis Mitte des ersten Spielabschnittes das Geschehen doch erheblich. Mehrfach wurde die Abwehr ausgehebelt, einmal gegen die Latte und zwei Mal ins Tor geschossen. Noch vor der Pause wurde Delitzsch stärker und schaffte den Ausgleich mit einem sicher verwandelten Foulstrafstoß.
In Hälfte zwei war dann Delitzsch leicht besser, doch konnte genauso wenig ein weiteres Tor markieren, wie die Merseburger. Die Gäste aus meiner Stadt hatten allerdings die beste Torchance von allen mit ihrem zweiter Hammer an die Querlatte. In der zweiten Spielhälfte gab es auf beiden Seiten übrigens etwas mehr Fouls, wobei sich beide Trainer ab und an über die im Allgemeinen sehr korrekten Schiedsrichterentscheidungen ärgerten. Am lautesten meckerte natürlich wieder 99-Coach Sachse, was mich daran erinnerte, dass wir uns beim Testspiel am Donnerstag in Hörweite der Wechselbänke setzen sollten, um das SVM-Rumpelstilzchen wieder so zu belöffeln, wie wir das im letzten Punktspiel zwischen Leuna und 99 gemacht haben...
Zwischen die Trainerbänke setzten klappt aber in Delitzsch nicht ganz so gut wie in Leuna, denn so schön das Stadion der Eisenbahner auch ist, so heruntergekommen ist es auch. Und die kleine Stehtribüne mit ihren drei Reihen verfüllte Betonstufen ist sehr niedrig und die Wellblechverschläge von Wechselbänken nehmen an vielen Stellen der krummen und überwucherten Stehstufen die Sicht. Aber was da alles wuchert: Goldruten, Beifuss, Pappelsetzlinge, ein krüppliger Apfelbaum der seien Früchte auf die Tribüne fallen lässt... Sehr schön auch die Haupttribüne mit ihren vier Stufen, den zum großen Teil beschädigten Sitzbänken in der ersten Reihe und dem kleinen, wellblechüberdachten Mittelteil mit 50 Plätzen auf Kunststoffsitzbänken und einem Imbissstand. Hinter den Toren sind der Rest eines Fackelmonumentes bzw. zwei defekte und zwei intakte Sitzbänke zu finden.
Nach diesem sehr sehenswerten Spiel, was bei freiem Eintritt ausgetragen wurde, muckte – zur Feier der persönlichen Saisoneröffnung wahrscheinlich – mein Laptop auf, sodass dieser Text auf jenem meiner Freundin entstehen musste. Es ist schon zum Kotzen, wie viel Zeit und Geld durch Defekte technischer Geräte vergeudet wird!
Grounds: 769 (heute 1 neuer; diese Saison: 1 neuer)
Sportveranstaltungen: 1.578 (heute 1, diese Saison: 1)
Tageskilometer: 100 (100 Auto)
Saisonkilometer: 100 (100 Auto/ 0 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 116
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 314
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SV Merseburg 99
Freitag, 24. Juni 2011
W256II: Das beste Spiel einer ESV-Mannschaft seit Langem – die Alten Herren siegen gegen Röglitz
ESV/ PNVG Merseburg 2:1 SV 1970 Röglitz AH
Datum: Freitag, 24. Juni – Anstoß 18.10
Wettbewerb: Freundschaftsspiel Alte Herren
Ergebnis: 2:1 nach 70 Min. (35/35) – Halbzeit 0:0
Tore: 0-1 43. (Nr. 6), 1-1 61. Kalle, 2-1 64. (Nr. 17?)
Verwarnungen: keine
Platzverweise: keine
Spielort: Eisenbahner Stadion (Kap. derzeit 400 Stehplätze, ehemals 5.000)
Zuschauer: 15 (davon keine Gästefans, aber 1 Hund)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Wirklich gutes und spannendes Spiel, wobei auch beide Teams ein relativ hohes Tempo für den weitläufigen Platz vorlegten)
Photos and English version:
Ursprünglich war eine Fahrt nach Rothenschirmbach geplant, doch die Zeit war aus beruflichen Gründen bei uns dreien zu knapp. Dann wollten wir natürlich Leunas Alte Herren sehen – doch die trainierten heute nur, da FSV 67 Halles Alte Herren nicht angetreten waren. Waren nicht vollzählig geworden, wobei das noch lange kein Grund für eine Absage ist: wer Charakter hat, tritt auch mit 9 oder nur 8 Mann an – bei noch weniger kann man immer noch was mit Kleinfeld abmachen. Ist aber echt nicht das erste Mal, das ein Altherrenspiel von einer halleschen Mannschaft kurzfristig abgesagt wird: außer BSV Ammendorf scheint niemand regelmäßig und verlässlich zu spielen (HFC Oldies spielen nicht regelmäßig, aber wenigstens verlässlich).
So verschlug es uns zum ESV, wo der Scheitplatz gerade renoviert wird, weswegen das Eisenbahner-Stadion als Spielort herhalten musste. Der starke Sturm am Mittwoch hat auch bei den Eisenbahnern ein paar Schäden an manchen Bäumen angerichtet, doch die Tribüne und die allermeisten der Bäume, die mitunter mitten auf der Tribüne stehen, stehen zum Glück noch. Mittlerweile wird der Tribünenaufgang auch von zwei als Blumenkübel dienenden Autoreifen flankiert.
Die beiden Kontrahenten des heutigen Spiels zeigten im Gegensatz zu den Hallensern Charakter: Röglitz trat zu zehnt an und die Spielgemeinschaft aus ESV Alte Herren und PNVG sogar nur zu acht. Nach fünf bzw. zehn Minuten kamen aber immerhin zwei weitere Spieler für die Heimmannschaft hinzu. 10 gegen 10 ab der 10. Minute, aber schon von Anfang an eine starke Leistung der Heimmannschaft. Auch als die Eisenbahner noch in Unterzahl waren, kamen sie häufig vor den Röglitzer Kasten. Die wenigen und schwachen Röglitzer Angriffe wie auch die häufigen und besseren Merseburger Attacken brachten aber keinen Erfolg bis zur 35. Minute.
Nach dem Seitenwechsel war es nach wie vor der Gastgeber, der das Spiel bestimmte und die Röglitzer einschnürte. Mit dem ersten richtig guten Angriff in 43 Minuten schaffte es der rein verwaltungstechnisch gesehen Nachbar (Röglitz gehört zu Merseburgs Nachbardorf Schkopau) die Führung an sich zu reißen. Ein schöner Schuss hoch ins lange Eck. Verdient war der Treffer aber ganz und gar nicht. In der 60. Minute ging dann ein Röglitzer vom Feld (musste wohl Heeme, schien jedenfalls nicht verletzt zu sein) und nur eine Minute später war es Merseburgs ältester Spieler (und zudem der einzige, dessen Namen ich mir gemerkt habe) der für den Ausgleich sorgte. Der Endsechziger Kalle lenkte einen Flankenball an den Fünfmeterraum sicher ins Tor. Der völlig verdiente Siegtreffer für die Heimmannschaft ließ dann nicht lange auf sich warten: aus etwas größerer Entfernung war es ein anderer Spieler der einen ähnlichen Treffer erzielte.
Für das abgesagte Spiel in Leuna war das schon ein ganz sehenswerter Ersatz: ich muss wirklich sagen, dass dieses Spiel das beste Spiel einer ESV Merseburg-Mannschaft (was ich gesehen habe) seit vielen Monaten war – und ich habe eine zweistellige Zahl von ESV-Spielen innerhalb der letzten 12 Monate besucht...
Statistik:
Grounds: 584 (heute kein neuer Ground; diese Saison: 134 neue)
Sportveranstaltungen: 1.301 (heute eine, diese Saison: 188)
Tageskilometer: 20 (20 Fahrrad)
Saisonkilometer: 43.240 (21.990 Auto/ 10.200 Flugzeug/ 5.660 Bahn, Bus, Tram/ 4.600 Fahrrad/ 810 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 36
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 256
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TSV Leuna
Samstag, 4. Juni 2011
W253III: Doppelter Abstieg für den Eisenbahner Sportverein
ESV Merseburg II 0:3 SV Fortuna Steigra
Datum: Samstag, 4. Juni 2011 – Anstoß: 13.00
Wettbewerb: 2. Kreisklasse Saalekreis, Staffel 1 (12. Liga, 7. Amateurliga)
Ergebnis: 0:3 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0:1
Tore: 0-1 12. Scholz, 0-2 47. Scholz, 0-3 56. Scholz
Verwarnungen: 1x ESV II, 1x Steigra II
Platzverweise: keine
Spielort: Scheitplatz (Kap. 700 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 8 Gästefans)
Unterhaltungswert: 3,5/10 (Bei ESV-Reserve lief rein gar nichts zusammen – Steigra spielte souverän aber wenig attraktiv)
ESV Merseburg 1:4 TSV Leuna 1919 II
Datum: Samstag, 4. Juni 2011 – Anstoß: 15.00
Wettbewerb: Kreisliga Saalekreis, Staffel 1 (10. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 1:4 nach 95 Min. (47/48) – Halbzeit: 0:3
Tore: 0-1 18. Rene Schmidt, 0-2 33. Thomas Grobe, 0-3 42. Thomas Grobe, 1-3 56. (Nr. 10), 1-4 58. Uwe Dreßler
Verwarnungen: 2x ESV
Platzverweise: keine
Spielort: Scheitplatz (Kap. 700 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 180 (davon ca. 50 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,5/10 (Leuna souverän und sehenswert - mit einem kleinem Durchhänger - zum Klassenerhalt)
Photos and English Version:
Doppeltes Abstiegsduell auf dem Scheitplatz: für den ESV verlief die Saison katastrophal; die Junioren zurückgezogen, die II. Mannschaft mit Ziegelroda im Fernduell um den zweiten und letzten Abstiegsplatz in die 3. Kreisklasse und die I. Mannschaft in einem unheimlich packenden Duell mit der Reserve des TSV Leuna ebenfalls um den Abstieg. Sehr schade, der Saisonverlauf in der Kreisliga: nicht nur, dass die unangenehmste Truppe aufsteigt – nun kämpfen die beiden sympathischsten Teams direkt gegeneinander um den Klassenerhalt. TSV Leuna II muss durch das schlechtere Torverhältnis bei Punktgleichheit jedoch gewinnen, während dem ESV ein Unentschieden reichen würde.
Obwohl die erste Mannschaft des TSV Leuna in der Vorwoche ein geniales 6:1 gegen Zeitz erzielte, suchten wir selbstverständlich das Spiel der II. auf. Denn für die Erste ging es um nichts mehr, auch wenn die 3:1 Niederlage hier erwähnt werden muss und ich vor allem darauf hinweisen will, dass keine Mannschaft in der gesamten Landesklasse so viele Tore (nämlich 67 in 30 Spielen) erzielt hat, wie der TSV! OK, außer dem Tabellenletzten Langeneichstädt hat auch niemand mehr Tore kassiert als Leuna (69) – aber einen so zuschauerfreundlichen Torschnitt wie 4,53 Treffer pro Partie muss erstmal einer nachmachen!
Die Zweite Mannschaft hatte sich übrigens mit einem nicht minder spektakulären Sieg in der Vorwoche – einem 5:3 gegen Meuschau – im Rennen gehalten.
Das erste Abstiegsduell bei über 30 Grad wurde um eins angepfiffen. Dabei musste ESV II entweder gegen den Fast-Aufsteiger Steigra gewinnen oder auf einen Sieg von Meuschau II gegen Ziegelroda hoffen. Ich nehme es vorweg: Ziegelroda hielt die Klasse indem sie 3:4 gewannen - und Steigra machte den Aufstieg perfekt indem sie 0:3 siegten. Das Spiel ist leider keine großen Ausführungen wert: ESV II war derartig schlecht im Sturm und auch in der Abwehr nicht immer sicher, dass man nur sagen kann; 3. Kreisklasse wurde aber auch Zeit! Steigra spielte nicht gerade überragend, aber ein Hattrick von Scholz mit der 11 sorgte wenigstens für drei Treffer. Steigra war zwar in allen Belangen besser, tat den Fans aber keinen Gefallen einen höheren Sieg – der absolut im Rahmen des möglichen lag – anzustreben.
Während die Steigraer noch feierten, besorgten wir drei unseren Mittagsimbiss: für 1,50€ (und auch wenn es nur 0,50€ gewesen wären) waren die trockenen und laschen Roster unter aller Sau. Wenigstens waren die Getränke kalt...
Das zweite Abstiegsduell schließlich – diesmal ein direktes – begann um kurz nach 15 Uhr. Dass die Eisenbahner, die beim Teamkreis „Hasta la vista“ bläkten, sich damit selber meinten, war mir nicht ganz klar. Aber dass es für den ESV "hasta la vista Kreisliga" heißen würde, zeichnete sich schnell ab: Von Beginn an war die Zweite Mannschaft des TSV Leuna, die von einer erfreulich hohen Zahl Leunaer Fans unterstützt wurde (es waren aber auch viel mehr ESV-Fans und Neutrale als sonst da), das bessere Team. Schon nach etwas mehr als einer Viertelstunde hob Rene Schmidt den Ball aus sieben Metern Entfernung unhaltbar ins Eck. Jegliche Versuche des ESV, unter dem Druck offensiv spielen zu müssen, das Leunaer Tor zu belagern, verpufften meist spätestens an der Strafraumgrenze. Die wenigen Schüsse, die durchkamen, musste Torwart Fiebig kaum halten, da sie meist meterweit daneben gingen. Noch vor der Pause war es dann ein herrlicher Doppelschlag von Thomas Grobe, der in der Vorwoche sogar vier Treffer erzielt hatte, der zum 0:2 und 0:3 für Leuna II führte.
Leuna kam etwas verschlafen aus der Pause und kam in den ersten 12 Minuten nach Wiederanpfiff immer wieder ins Schleudern. So kam in er 56. sogar der unfähige Merseburger Sturm zu einem Torerfolg nach einem Konter: Grobe (oder jemand anderes) hatte erst eine Riesenchance per Pfostentreffer vergeben und im Gegenzug war der Ball dann mangels Deckungsarbeit plötzlich drin. Allerdings war dieser Ehrentreffer auch schon das Wecksignal für die Leunaer: Dreßler konnte nach einer Flanke im Strafraum frei einköpfen – oder wie bei Eintracht Lossa so schön gehört: „einnischln“. Somit war jedenfalls die Entscheidung gefallen und auf dem Platz gab es außer ein paar vergebenen Chancen, wenigen Fouls und einer Reihe hanebüchener Entscheidungen der Linienrichter (wieder mal ein Spiel, bei dem ich nur sagen kann: Linienrichter unterhalb der Landesklasse sind unnötig, nervtötend und kosten die Heimmannschaft nur unnötig mehr Aufwandsentschädigung) kaum Grund zur Aufregung. Nur der Alkoholiker an der Anzeigetafel, der schon seit Beginn des Vorspiels mit dummen Sprüchen nervte, regte einen langsam auf.
Leunas Anhänger feierten den Klassenerhalt dann mit Bier und Böllern – und für den ESV war es tatsächlich der Doppelabstieg: die II. in die 3. Kreisklasse, die I. in die 1. Kreisklasse. Leider ist beim Eisenbahner Sportverein mittlerweile ein Niveauabsturz zu vermerken, der aber zum Eisenbahnerwesen passt. So mies wie die Spielqualität und so scheiße wie das Essen dort ist, so kotzt einen auch jede Benutzung der Eisenbahn an. Beim ESV ist das einzig wirklich Gute mittlerweile nur noch die idyllische Sportanlage mit ihren vielfachen Spielmöglichkeiten, die auch weitestgehend für alle zugänglich ist.
Wie auch immer: nach diesem Sieg stellte sich nur die Frage, warum Leuna (so klar wie sie überlegen waren) nicht schon längst vorher die Klasse halten konnte. Aber Hauptsache, sie haben es überhaupt fertiggebracht und stehen in der kommenden Saison wieder auf den Plätzen der Kreisliga Staffel 1!
Für diesen schönen Saisonabschluss Gratulation und viel Erfolg in der neuen Spielzeit!!!
Statistik:
Grounds: 574 (heute kein neuer Ground; diese Saison: 124 neue)
Sportveranstaltungen: 1.290 (heute zwei, diese Saison: 177)
Tageskilometer: 10 (10 Fahrrad)
Saisonkilometer: 41.500 (20.430 Auto/ 10.200 Flugzeug/ 5.570 Bahn, Bus, Tram/ 4.490 Fahrrad/ 810 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 30
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 253
Labels:
1919,
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