Freitag, 31. Mai 2013

W357II: Leck mich am Arsch, Lützen!

TSV Eintracht Lützen AH -:- TSV Leuna 1919 AH
- Datum: Freitag, 31. Mai 2013 – Anstoß: --.--
- Wettbewerb: Freundschaftsspiel Alte Herren
- Ergebnis: Ausfall wegen angeblich unbespielbarem Platz
Das war mal wieder ein Gipfel der Frech- und Dummheit: Gegen 10 Uhr guckt mein Vater auf die Webseiten von Lützen wie auch Leuna und sieht die Ansetzung „Alte Herren, 31.05., 18h“. Da es völlig hirnrissig erscheint, dass das Spiel kurzfristig abgesetzt werden könnte, fahren wir 16.30 nach Lützen. Leichter Regen ohne nennenswerte Pausen, aber gut und zügig zu fahren. Nur der Saaleradweg zwischen Leuna und Bad Dürrenberg stand an einer Stelle unter Wasser. Aber die Scheiße kennen mein Vater und ich noch von Malta...

17.35 in Lützen und keine Sau im Stadion. Ich hätte eigentlich gar nicht reinfahren brauchen – der Blick von der Straße war eindeutig. Der Aushang von Lützen liefert keine Begründung, nur den Fakt dass das Spiel ausfällt. Die G-Jugend ebenfalls, nur die I. Männer ist noch angesetzt. Nicht nur, dass die G-Jugend wie auch die Alten Herren auch auf dem kleinen Nebenplatz hätten spielen können, sondern auch die Einträge im Internet nach Rückkunft um 18.45 Uhr ließen mich fast ausrasten! Nun steht auf beiden Websites etwas von Spielausfall!! Und bei Leuna wird die Begründung der Lützener zitiert: „Der Platz steht unter Wasser“. Der Platz steht unter Wasser!!! Habt ihr Lützener schräg geschissen oder was?! Lernt erst mal den semantischen Unterschied zwischen „unter Wasser stehen“, „überschwemmt“ und „leicht matschig durch anhaltende Regenfälle“!
Der Saaleradweg steht unter Wasser, aber nicht euer 0815-Rasen in eurem Kaff! Dieses Stadion in England steht „unter Wasser“ - da wisst ihr Idioten auch mal, was ein unbespielbarer Platz ist... - aber in eurem Dreckskaff steht höchstens der ein oder andere Keller unter Wasser!

Also so was wie heute in Lützen ist doch die letzte Scheiße! Eine unnötige Spielabsage und eine unnötige Radtour. Die Dummheit der Fußballer hier in Deutschland kotzt mich langsam an! Selbst die Hockeyrentner in Leuna waren beim Training zugange – da kann man doch wohl 70 Minuten Altherrenkick mit mal einer Regenpause oder so, erwarten! Zum Glück bin ich ab September in einem Land, wo auch bei schlechtem Wetter der Spielbetrieb funktioniert. Aber wenn ich bei meiner Rückkunft noch zwei, drei solche hirnrissige Absagen wie heute erlebe, wird es ab 2014 keine Berichte vom deutschen Amateurfußball mehr auf Groundhopping Merseburg geben!

NACHTRAG: der Samstag hat ja noch einen draufgesetzt. Nicht nur die Scheiße in der Sächsischen Schweiz, sondern vielmehr die Ergebnismeldung - Leunas Männer haben selbstverständlich gespielt (und 3:0 gewonnen!!!), doch für die Dummheit der Lützener kann nicht mal ich ausreichende Schimpfworte finden... denn das Spiel der Männer wurde auch abgesagt!
  
Bild oben: Radweg unter Wasser. Bild unten: Platz leicht matschig, nicht unter Wasser.
Statistik:
- Grounds: 932 (heute 0 neue; diese Saison: 164 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.809 (heute 0, diese Saison: 232)
- Tageskilometer: 50 (50 Fahrrad)
- Saisonkilometer: 52.960 (42.890 Auto/ 6.500 Flugzeug/ 3.270 Fahrrad/ 210 Bahn, Bus, Tram/ 90 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 92 [Letzte Serie: 6, Rekord: 141]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 357

Donnerstag, 30. Mai 2013

W357I: Donnerstag, 17 Uhr – Zeit für die Leunaer Jugend

TSV Leuna 1919 F ----------------------------------------------- 2
SV Merseburg-Meuschau F II -------------------------------- 4
- Datum: Donnerstag, 30. Mai 2013 – Anstoß: 17.00
- Wettbewerb: F-Junioren 1. Kreisklasse Saalekreis, Staffel 1 (Liga der U9)
- Ergebnis: 2-4 nach 40 Min. (20/20) – Halbzeit: 0-3
- Tore: 0-1 8. (5), 0-2 15. (10), 0-3 16. (3), 1-3 21. John Köcke, 2-3 29. Unser Schiedsrichter, 2-4 31. (33)
- Freundschafts-Neunmeterschießen: Abbruch wg. kleinem Regenschauer beim Stand von 2-2 nach je 7 Schützen
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportstätte der Jugend, Platz 2 (Kap. 520, davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 50 (davon Gästefans: ca. 20)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Unterhaltsames Spiel, das schnell entschieden war)
 DSC05968: TSV Leuna U9 v SV Merseburg-Meuschau U9 Res. 
Photos with English Commentary:
Under-9 League: TSV Leuna v Merseburg-Meuschau Reserve

Durch die ganzen unsinnigen Absagen und eine Reihe von ebenso unsinnigen und auch unverständlichen Verlegungen, hat die Leunaer F-Jugend nun andauernd Spiele unter der Woche gehabt. Donnerstagabend wurde diesmal gespielt.
Leuna steht mit einer ganz guten Bilanz im Mittelfeld, während der heutige Gegner aus Merseburg, Meuschau 2, nur halb so viele Punkte hat. Da die Meuschauer Reserve aber massiv mit Spielern aus der Ersten verstärkt wurde – das ist halt die übliche Wettbewerbsverzerrung durch die scheiß Reserveteams, da man in Deutschland selbst im Männerbereich, wo es wirklich wichtig wäre, zu blöd ist, Reserveligen einzuführen – merkte man dem Gast den schwachen Tabellenplatz nicht an.

Die gar nicht mal so wenigen Eltern, die Zeit für den Spielbesuch fanden, sahen dann ein flottes Spiel, dessen erste Torchance auf Seiten der Leunaer zu verzeichnen war. Der durchgebrochene Stürmer traf jedoch nur die Latte. Nach acht Minuten hatte Meuschau ein erstes Mal einen Torerfolg zu feiern: schön durchgesetzt und aus Nahdistanz hoch eingenetzt. Ein Doppelschlag, bei dem einige Leunaer Spieler unglücklich aussahen, lieferte vor der Pause eine Vorentscheidung.

Leuna war aber natürlich heiß auf die zweite Hälfte und erwischte wieder einen starken, offensiven Beginn. John Köcke traf auch diesmal nicht die Latte, sondern versenkte den Ball eine knappe Minute nach Wiederanpfiff. Einige Chancen auf beiden Seiten und acht Minuten später, schlug ein Leunaer eine Flanke vors Tor, die wohl noch mit dem Kopf unseres 3ers an den Pfosten gelangte und dann vom Torwart auf der Linie gehalten wurde. Keiner jubelte, keiner reklamierte Tor, irgendwie guckten alle Spieler ratlos und die Eltern beider Teams ärgerten sich bzw. atmeten auf nach der vermeintlich vertanen Torchance – doch unser Schiedsrichter erkannte auf Tor. War dann wohl irgendwas zwischen Heimschiedsrichter und Knick in der Optik... 
Aber da die Meuschauer ja nun nicht, wie es ganz fair gewesen wäre, mit ausschließlich Reservespielern antraten und kurz darauf ohnehin zwischen drei Verteidigern hindurch den Ball zum 2:4 am Torwart vorbeibrachten, brauchten sie sich auch nicht aufzuregen.

Nach diesem weder besonders tollen noch besonders schlechten – aber wie auch immer verlorenen – Spiel unserer F-Jugend sollte eigentlich noch ein Neunmeterschießen stattfinden, doch da ein kleiner Regenguss vom Himmel herab pisste, wollten die Betreuer nach jeweils 7 Schützen und dem Spielstand von 2:2 nicht mehr weiter machen.
 DSC05988: TSV Leuna U9 v SV Merseburg-Meuschau U9 Res. 
Statistik:
- Grounds: 932 (heute 0 neue; diese Saison: 164 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.809 (heute 1, diese Saison: 232)
- Tageskilometer: 60 (60 Fahrrad)
- Saisonkilometer: 52.910 (42.890 Auto/ 6.500 Flugzeug/ 3.220 Fahrrad/ 210 Bahn, Bus, Tram/ 90 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 92 [Letzte Serie: 6, Rekord: 141]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 357

Sonntag, 26. Mai 2013

W356IV: Durch den Regen nach Rackwitz

TSV Rackwitz 1990 --------------------------------------------- 1
SV Grün-Weiß Selben 1959 ----------------------------------- 1
- Datum: Sonntag, 26. Mai 2013 – Anstoß: 15.15
- Wettbewerb: Kreisliga A Nordsachsen, West; sogenannte „Talk-Point-Kreisliga“ (9. Liga, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-1 nach 92 Min. (44/48) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 15. Rene Rudolph, 1-1 78. Alexander Borgis
- Verwarnungen: Jens Losse, Chris Michalczyk, Thomas Schurig (Rackwitz); Patrick Lutzmann (Selben)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Stadion Rackwitz (Kap. 2.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (gemeldet: 50, Gästefans: ca. 10)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Eher mittelmäßiges, aber sehr spannendes Spiel)
 DSC05900: Stadion Rackwitz. 
Photos with English Commentary:
Amateur Football in Northern Saxony: TSV Rackwitz v Grün-Weiß Selben (+ Pictures of Podelwitz Church)

Dauerregen und zehn Grad Ende Mai – da klingt doch die Lüge von der menschenverursachten globalen Klimaerwärmung besonders lustig. Lustig ist es auch, wenn man seine allwöchentliche große Radtour (50-130km) noch nicht gefahren hat und diese für einen solchen verregneten Sonntag eingeplant hat. Also so durchnässt wie nach diesen 2 Stunden 10 Minuten Hinfahrt und 2h 25min Rückfahrt war ich noch nie! Egal, gelohnt hat es sich, für zwei Stunden Fußball in Nordsachsen!

Nördlich von Leipzig liegen ein paar wenig sehenswerte Käffer auf dem Weg nach Delitzsch. Die zusammengewachsenen Dörfer Podelwitz und Rackwitz sind zwei Beispiele dafür. In Podelwitz gibt es eine recht sehenswerte Kirche, die allerdings nicht regelmäßig geöffnet hat. In Rackwitz sind nur die Sportanlagen – zwei Sporthallen und ein Fußballstadion – interessant. Das Stadion hat vier ausgetretene Stehstufen auf einer Längsseite zu bieten und dahinter ein schönes Panorama aus Schuppen mit Vordach (heute mal wieder ein toller Regenschutz), Mauern mit „BSG Chemie Leipzig“-Graffiti, kleinen Bäumen und alten Industrieanlagen.

Nicht viele Zuschauer wollten bei diesem Dreckwetter ein für die Heimmannschaft ziemlich bedeutungsloses Spiel der Kreisliga Nordsachsen, die aus Marketinggründen den Namen eines lächerlichen Onlineshops für Elektronikartikel trägt (absolut pervers so was, gerade auf dieser Ebene!), sehen. Doch selbst bei Toppwetter wären es bei (gaaaanz) Weitem keine 2.000 Zuschauer gewesen, die in diesem Stadion Platz hätten. Dabei lohnte es sich das Spiel zu gucken!

Es fing allerdings 15 Minuten später an, da die Frauen mit ihrem Vorspiel – der Tabellenletzte der Leipziger Stadtliga gegen den Drittletzten – so lange brauchten. Die letzten knapp 20 Minuten die wir sahen, waren übrigens erschreckend: also ESV Delitzsch zeigte ja (bei allen laschen Schüssen und trotz niedrigem Tempo) etwas, das mit Fußball zu tun hatte und gewann auch entsprechend 7:0 – aber etwas derartig Schlechtes wie das, was Rackwitz da spielte, habe ich noch nie gesehen. Die fast durchweg jungen Spielerinnen bewegten sich ja weniger als bei einem Ü60-Kegelturnier! Unglaublich, aber das war noch schlechter als im Saalekreis!

Zum Glück zeigten die Männer ein richtig intensives und spannendes Spiel, das seltsamerweise nicht mal Eintritt kostete. TSV Rackwitz steht als 6. im Niemandsland, Selben ist als 10. noch in Abstiegsgefahr. Rackwitz ergriff auch erstmal die Initiative, doch nach einer Viertelstunde kamen die Gäste mit ihrer ersten Chance zur Führung. Trotz Nässe trocken eingenetzt...
Bis zur Pause war Rackwitz die aktivere Mannschaft, ließ aber alle Chancen liegen. Selben zeigte sich sicher in der Abwehr und wenn sie einmal unsicher waren, dann bekamen sie Hilfe vom Schiedsrichter. Eine Notbremse blieb ungeahndet, mutwillige und taktische Fouls wurden nicht mit gelb bestraft – als kurz vor der Pause ein Selbener rücksichtslos reinrutscht und dabei einen Rackwitzer am Kopf verletzt, sodass der Notarzt kommen musste, bleibt auch der unbehelligt. Dass Rackwitz bei alldem so diszipliniert blieb, ist denen hoch anzurechnen: spätestens bei der fahrlässig verursachten Verletzung hätten die meisten Mannschaften (absolut nachvollziehbarerweise) Streit angefangen.

Auch nach der Pause zeigten die Unparteiischen Schlenski, Becker und Kroke lange keine Karte für einen Selbener. Nach einem Foul, wie Selben es schon 10, 15 Mal zuvor begangen hatte, gab es kurz vor Schluss zum ersten Mal den Karton für einen Gästespieler. Bis dahin hatte es aber schon drei gelbe Karten für die viel sauberer spielende Heimelf gegeben. Also auch wenn Abseitsentscheidungen richtig waren und Fouls erkannt wurden: die Leistung des Gespanns war ziemlich bescheuert.

Nach der Pause gab es auch einige gute Chancen für Selben, doch Rackwitz hatte weitaus mehr vom Spiel. Drei Mal mussten die Grün-Weißen einen Angriff vom TSV auf der Linie abwehren. In der Schlussphase gelang endlich der Ausgleich mit einem Schuss ins lange Eck.
Also dieses packende Spiel hätte Rackwitz eigentlich gewinnen müssen, aber die Verteidigungsarbeit von Selben war auch enorm!
 DSC05955: TSV Rackwitz v Grün-Weiß Selben. 
Statistik:
- Grounds: 932 (heute 1 neue; diese Saison: 164 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.808 (heute 1, diese Saison: 231)
- Tageskilometer: 90 (90 Fahhrad)
- Saisonkilometer: 52.850 (42.890 Auto/ 6.500 Flugzeug/ 3.160 Fahrrad/ 210 Bahn, Bus, Tram/ 90 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 91 [Letzte Serie: 6, Rekord: 141]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 356

W356III: 4 Spiele, 4 Stadien, 32 Tore in der Brandenburger Bergbauprovinz

FSV Lauchhammer 1908 E ----------------------------------- 8
Turn- und Sportgemeinschaft Lübbenau 1963 E --------- 3
- Datum: Samstag, 25. Mai 2013 – Anstoß: 10.00
- Wettbewerb: E-Junioren Landesliga Brandenburg, Süd (höchste Spielklasse der U11)
- Ergebnis: 8-3 nach 55 Min. (25/30) – Halbzeit: 6-2
- Tore: 1-0 1. Patrick Hulha, 2-0 3. Patrick Hulha, 3-0 7. Daniel Pradella, 4-0 9. Brian Dominik Schär, 4-1 11. Julian Belaschk, 5-1 12. Patrick Hulha, 5-2 16. Julian Belaschk, 6-2 22. Max Petzold, 7-2 28. Daniel Pradella, 8-2 36. Patrick Hulha, 8-3 48. Julian Belaschk
- Vergebener Neunmeter: 52. Julian Belaschk (Lübbenau) scheitert an Justin Weser (Lauchhammer)
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Waldstadion, Lauchhammer-Mitte (Kap. 3.250, davon 250 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 25 (davon ca. 3 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Sehr gutes Spiel auf dem Minifeld)

Spielgemeinschaft SV Hertha Finsterwalde/ SV Blau- Weiß 1919 Lichterfeld/ SV Lugau 1952 A ------------ 9
Jugendfußballverein Eisenhüttenstadt 2012 (Eisen- hüttenstädter FC Stahl) A ------------------------------- 0
- Datum: Samstag, 25. Mai 2013 – Anstoß: 13.00
- Wettbewerb: A-Junioren Landesklasse Brandenburg, Süd (3. Liga der U19)
- Ergebnis: 9-0 nach 91 Min. (45/46) – Halbzeit: 4-0
- Tore: 1-0 3. Andre Brandenburg, 2-0 11. Dominic Knoppe, 3-0 17. Stefan Richter, 4-0 30. Dominic Knoppe, 5-0 53. Andre Brandenburg, 6-0 58. Andre Brandenburg, 7-0 60. Darius Schulz, 8-0 82. Andre Brandenburg, 9-0 86. Andre Brandenburg
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: 52. Robert Hafki (Eisenhüttenstadt) wegen Nachtretens
- Spielort: Friedrich-Pielenz-Sportstätte, Finsterwalde-Süd (Kap. 2.500, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 25 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Sehr einseitiges, doch durch Finsterwalde sehr gutes Spiel)

SV Eintracht Lauchhammer-Ost -------------------------- 10
SV 1892 Schwarzheide ----------------------------------------- 1
- Datum: Samstag, 25. Mai 2013 – Anstoß: 15.00
- Wettbewerb: Kreisliga Senftenberg (9. Liga, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 10-1 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 3-0
- Tore: 1-0 5. (?), 2-0 36. (17), 3-0 43. (8), 4-0 50. (10), 5-0 52. (15), 5-1 60. (9), 6-1 70. (18), 7-1 75. (8), 8-1 79. (14), 9-1 84. (8), 10-1 84. (17)
- Verwarnungen: Nr. 7 (Schwarzheide)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportforum Werner Seelenbinder, Lauchhammer-Ost (Kap. 2.500, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 80 (davon ca. 20 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Lauchhammer nahm die völlig unfähige Gastmannschaft total auseinander)

SV Askania Schipkau 1911 ----------------------------------- 1
Kolkwitzer SV 1896 -------------------------------------------- 0
- Datum: Samstag, 25. Mai 2013 – Anstoß: 17.00
- Wettbewerb: Landesklasse Brandenburg, Süd (8. Liga, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-0 nach 94 Min. (45/49) – Halbzeit: 0-0
- Tor: 1-0 78. Felix Barnitzky
- Verwarnungen: Aurelio Pililao, Marcus Krone, Felix Barnitzky (Schipkau); Max Streich, Markus Kober, Marten Zittlau (Kolkwitz)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Stadion der Bergarbeiter (Kap. 1.500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 50 (davon 27 zahlende, keine Gästefans)
- Unterhaltungswert: 2,0/10 (Scheiß Gekicke mit einem erlösenden Glückstreffer) 
 DSC05662: Waldstadion Lauchhammer-Mitte 
Photos with English Commentary:
a) Under-11: SV Lauchhammer v TSG Lübbenau
b) Under-19: Hertha Finsterwalde v Stahl Eisenhüttenstadt
c) Men’s 9th Level: Eintracht Lauchhammer v SSV Schwarzheide
d) Men’s 8th Level: Askania Schipkau v Kolkwitzer SV
e) Sightseeing in Southern Brandenburg: Finsterwalde, Elsterwerda, Lauchhammer, Bad Liebenwerda

Die geplante Thüringentour scheiterte an der Planungsunfähigkeit des Verbandes. Dort kann man teilweise nicht mal zwei Spiele an einem Tag kombinieren, während in Brandenburg heute vier Spiele in vier Stadien, von denen eines interessanter als das andere war, möglich waren. Alle Spiele fanden im Bergbaugebiet um Senftenberg herum statt.

Zuerst fuhren wir nach Lauchhammer. Mitte ist der interessanteste Stadtteil, da sich dort der Park mit den Nebengebäuden des Schlosses – den einzigen Überbleibseln des 1945 zerstörten Barockbaus – befindet und mit dem Waldstadion, das auch als Friedrich-Ludwig-Jahn-Stadion bekannt ist, die beste Sportanlage der Stadt liegt. Der Rasenplatz ist von einer Aschenbahn umgeben, die von drei Stehstufen umgeben ist. An einem Kurvenende steht ein olympisches Feuer, am anderen befindet sich ein Podest mit einem Turnvater-Jahn-Gedenkstein. Auf den Stehrängen wachsen teilweise meterhohe Kiefern und andere Bäume umgeben die Anlage. Hinter der einen Längsseite befindet sich auch eine Sitztribüne mit blauen Holzbänken, die kurioserweise auf den Kabinentrakt gebaut wurde.

Dass ich mich vor allem für dieses Stadion interessierte, beruhigte die unsympathischen Gestalten vom FSV, die mich bei der ganzen Stadionrunde auf die Entfernung anglotzten. Das war wieder typisch, dass man von denen nur angeglotzt und dann, sowie man in hörweite ist, dämlich ausgefragt wird. Aber kein Wunder: ich habe hier auch zum ersten Mal ein Jugendspiel erlebt, bei dem niemand außer mir fotografiert hat. In Lauchhammer wird wohl noch das Mannschaftsfoto gemalt und das Spielergebnis per Postkutsche übermittelt... Aber nicht mal so was Primitives wie grüßen können die Dorfbewohner in der Niederlausitz – besonders in Spremberg war mir das schon störend aufgefallen. Hier in Lauchhammer kam noch dazu, dass viele der SV-Treffer nicht mal von den Eltern bejubelt wurden und man so intelligente Leute wie den Trainer hatte, der bei einer Führung von fünf Toren einem der E-Jugend-Spieler der mindestens schon einmal getroffen hatte, bei einer vergebenen Chance eine Tüte anbot, damit er darin den Ball ins Tor tragen kann...

Naja, bei dem Verhalten der Jugend besteht aber Hoffnung auf Besserung: diszipliniertes Auftreten und spielerisch sehr schön anzusehen. Der Siebte legte gegen den bereits abgestiegenen Zwölften aus Lübben im Spreewald schnell und deutlich vor. Mit erstaunlich gutem Kombinationsspiel hebelten sie gnadenlos die Gästeabwehr aus. Mit zunehmender Spielzeit erschienen diese aber auch immer wieder vorm Kasten und netzten den ein oder anderen Ball ein. In der zweiten Hälfte fehlte Lauchhammer auch immer mal die Konzentration, doch für einen souveränen 8:3 Sieg reichte es immer noch.

Was mich übrigens noch etwas wunderte, war der Modus: hier wurde mit sieben Spielern pro Team auf einem Minifeld, also etwa der Hälfte des Kleinfeldes gespielt. Keine so schlechte Idee, aber bei der höchsten E-Jugend-Spielklasse im Bundesland hätte ich mit normalem Kleinfeld gerechnet, auf dem die wahrscheinlich auch 50 Minuten 7 gegen 7 kicken könnten, ohne sich kaputt zu rennen. Aber wenn der Verband in Brandenburg sich ein paar Besonderheiten einfallen lässt, OK! 
DSC05744: Friedrich-Pielenz-Sportstätte, Finsterwalde 
Weiter nach Finsterwalde, was schon einen erheblich städtischeren Eindruck machte. Hier hat man auch ein richtiges Stadtzentrum mit ein paar ansehnlichen Bürgerhäusern, einem Rathausplatz mit Marktständen und Märchenmalereien, eine größere Kirche und vor allem ein schönes Renaissanceschloss mit kunstvoll gestaltetem Innenhof. Nachdem wir noch bei einem Asia-Imbiss günstig essen gingen, machten wir uns schnell zum Stadion auf, was dem Stadtnamen alle Ehre machte...

OK, so richtig im Wald liegt das ja nicht, aber am Rande der Stadt, zwischen Kleingärten und Plattenbauten befindet sich ein Stadion mit Stehrängen in finsteren Farben, die von Bäumen bewachsen sind. Da wachsen auf den grauen Steinstufen tatsächlich meterhohe Linden! Wenn man in der letzten Reihe steht, steht man im Wald... Klasse sind auch die zwei ehemaligen Wechselbänke die auf Strafraumhöhe auf der ersten Stufe der Gegentribüne montiert wurden: ein paar Bänke bzw. Sitzschalen reingeknallt und schon hat man eine Überdachung für immerhin 16 „VIPs“. Alles in allem, mitsamt solcher Details wie den weißen Parkbänken unter den grünen Linden, dem staubigen Nebenplatz oder der Stadionuhr ohne Anzeigetafel, ist das eine herrliche Sportanlage!

Kaum mehr als 16 Zuschauer wollten dieses Abstiegsduell der A-Jugend-Spielgemeinschaft von Finsterwalde und den nahegelegenen Orten Lichterfeld und Lugau sehen. Es war die allerletzte Chance für Finsterwalde und Co., den Abstieg in die unterste U19-Spielklasse zu verhindern. Wenn der Gegner aus Eisenhüttenstadt, eine vom EFC Stahl geführte Neugründung im Jugendfußball der Stadt in Ost-Brandenburg, punktet, sind diese sicher in der Liga.

Unter diesen Voraussetzungen legte Finsterwalde wie wild los: das Tor wurde nicht kopflos, aber vehement belagert und beschossen. Nach einem Weitschuss nach drei Minuten zum 1:0, nahmen die Gastgeber die Gästeabwehr nach allen Regeln der Passkunst auseinander. Das Zusammenspiel von Finsterwalde war wirklich topp und die Abschlusssicherheit gut. So hatten sie das Spiel schon mit 4:0 zur Pause für sich entschieden. Völlig den Rest gab Eisenhüttenstadt ihr eigener Mannschaftskamerad, der meinte, einem Gegenspieler nach einem Rempler eins auswichen und ihm von hinten voll die Beine wegzerren zu müssen. Rot war angemessen, die Szene schnell beruhigt, aber das Spiel für den Gefoulten leider beendet. Doch schon im ersten Angriff danach hieß es 5:0. In der Kombinationssicherheit der ersten Hälfte ging es weiter, sodass Finsterwalde, die übrigens wie Hertha BSC auch nach dem preußisch-kaiserlichen Marineschiff so pseudogermanisch „Hertha“ benannt wurden, auf 9:0 davonzog. Also warum Finsterwalde vorm Abstieg steht, verstehe ich wirklich nicht, nachdem ich die so gut habe spielen sehen!
 DSC05792: Sportforum Werner Seelenbinder, Lauchhammer-Ost 
Durch eine Umleitung verpassten wir den ersten Treffer der dritten Partie der Tour. Wir fuhren nach Lauchhammer zurück und schauten dort im Sportforum Werner Seelenbinder im Ortsteil Ost ein Kreisliga-Männerspiel.

Für die grenzwertigen 2€ Eintritt gab es ordentliche Eintrittskarten und eine schöne Sportanlage mit engem Platz, der von teilweise überwucherten Stehstufen und ein paar Plastebänken in weiß umgeben ist. Vor allem aber, gab es massenhaft Tore fürs Geld!

Der eine von zwei Vereinen aus Schwarzheide, der SV 1892, ist so gut wie gerettet, doch am anderen Ende der Tabelle kämpft Eintracht Ost gegen Stadtrivale FSV Mitte um den Aufstieg in die Landesklasse. Und nach einigen Schwierigkeiten in der ersten Hälfte, zeigten die Lauchhämmer auch, warum sie da oben stehen. Das Spiel war schon in Hälfte eins etwas einseitig und wurde mit den drei Treffern für Eintracht schon in die zu erwartende Richtung gelenkt. Doch in der zweiten Hälfte kam Schwarzheide gar nicht mehr zurecht, meckerte dauernd, hätte eigentlich einen Platzverweis gegen den 7er kriegen müssen, und kassierte Tor um Tor. Auch wenn ein Angriff der Gäste souverän vorgetragen und abgeschlossen wurde – am Ende wurde es zweistellig. 10:1 hieß das überraschend deutliche Ergebnis! 
DSC05855: Stadion der Bergarbeiter, home of Askania Schipkau 
Beim letzten Spiel des Tages bereute ich mit zunehmender Spielzeit bis zur 78. das Kommen. Im benachbarten Schipkau befindet sich ja auch ein ganz nettes Stadion - das Stadion der Bergarbeiter, das zwei Plätze mit geringem Stehstufenausbau und einem zwischen beiden Plätzen stehenden Sprecherturm sowie viel Begrünung aufweisen kann - doch von den vier Anlagen heute war es das am wenigsten sehenswerte und das Spiel war mit weitem Abstand das unattraktivste. Und das war mit der Männerlandesklasse die höchste Spielebene heute!

Also echt typisch mal wieder: für zu hohe 3€ bekommt man hässliche Wertmarken statt richtiger Eintrittskarten, steht im Regen – auf allen drei anderen Plätzen hatten wir geschützte Plätze für 0-2€ – und sieht vor einer erbärmlichen Kulisse von ein paar Dutzend Zuschauern ein erbärmliches Gekicke!

Schipkau befindet sich noch im Abstiegskampf, doch Kolkwitz (bei Cottbus) ist souverän Zweiter. Allerdings ist Krieschow bereits noch souveräner aufgestiegen. Dass da ein Zweitplatzierter spielte, war nicht zu merken bei dem schwachen Zusammenspiel, den vielen Fehlern und dem technisch unbedarften Gekicke. Schipkau war noch schlechter, doch brachte es dann endlich zu einem erlösenden Treffer: ein haarsträubender Stellungsfehler der Gästeabwehr und dann billig eingenetzt. Naja, Hauptsache der Schipkauer hat getroffen. Die waren zwar noch schlechter, waren aber auch der Außenseiter! 
DSC05707: Finsterwalde. 
Wir besichtigten noch Elsterwerda, was eine mäßige Innenstadt aber ein schönes Schloss hat, sahen uns Bad Liebenwerdas halbwegs ansehnliche Altstadt an und schauten am sächsischen Hauptgestüt (eine Art Schloss) in Graditz bei Torgau an. So kamen wir erst zur zweiten Halbzeit des Champions League Finals im Fernsehen. Aber was interessiert Fußball im Fernsehen? Selbst wenn das Livespiel schlecht ist wie in Schipkau ziehe ich das vor! Und die Tour in Brandenburg war mal wieder insgesamt sehr lohnend heute: nicht so viel Sightseeing, aber dafür prima alte und kuriose Stadien und 32 Tore in 4 Spielen bzw. 320 Minuten Fußball!
 DSC05830: Eintracht Lauchhammer v SSV Schwarzheide 
Statistik:
- Grounds: 931 (heute 4 neue; diese Saison: 163 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.807 (heute 4, diese Saison: 230)
- Tageskilometer: 410 (410 Auto)
- Saisonkilometer: 52.760 (42.890 Auto/ 6.500 Flugzeug/ 3.070 Fahrrad/ 210 Bahn, Bus, Tram/ 90 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 90 [Letzte Serie: 6, Rekord: 141]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 356

Freitag, 24. Mai 2013

W356II: Leuna unterliegt auch Landsberg

TSV Leuna 1919 AH -------------------------------------------- 1
SSV 1990 Landsberg AH --------------------------------------- 3
- Datum: Freitag, 24. Mai 2013 – Anstoß: 18.40
- Wettbewerb: Freundschaftsspiel Alte Herren
- Ergebnis: 1-3 nach 69 Min. (35/34) – Halbzeit: 0-2
- Tore: 0-1 10. (16), 0-2 13. (8), 0-3 66. (16), 1-3 68. Herrmann
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportstätte der Jugend (Kap. 1.000, davon 15 Sitzplätze)
- Zuschauer: 15 (davon 3 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Leuna leider bis in die Schlussphase hinein völlig abgemeldet, aber kein schlechtes Spiel)
 DSC05604: TSV Leuna v SSV Landsberg (Veterans) 
Photos with English Commentary:
Veterans’ Football: TSV Leuna v SSV Landsberg

Freitagabend – Zeit für Alte Herren! Diesmal war der SSV Landsberg zugast, der diese Saison überwiegend Siege einfuhr, aber auch schon zwei Mal 0:0 spielte. Leuna konnte in der Saison erst zwei Mal gewinnen

Es wurde mal wieder auf der Sportstätte der Jugend gespielt und von 0:0 war dieses Spiel natürlich weit entfernt. Kaum hatten die komischen Jugendlichen auf der Streetball- und Skateranlage der BBS ihren Angeber-Feuerwerkskörper gezündet, fiel auch schon das erste Tor: Nach 10 Minuten traf ein Landsberger den Pfosten und von dort prallte der Ball zu einem anderen Gästespieler, der sicher abstauben konnte. Das 2:0 nur wenig später aus ebenfalls kurzer Distanz.

Nach der Pause der gleiche Spielverlauf: Leuna hatte kaum Offensivaktionen und Landsberg erschien regelmäßig vorm Kasten von Münch. Der parierte immer wieder die Bälle, zwei Mal rettete der Pfosten, doch einmal musste er zum 0:3 passieren lassen. Nach diesem Gegentor und zwei Pfostentreffern in den Spielminuten zuvor, konnte Leuna aber endlich einen Treffer erzielen. Doch außer diesem Ehrentor nach der kleinen Schlussoffensive war leider nichts mehr drin.
 DSC05640: TSV Leuna v SSV Landsberg (Veterans) 
Statistik:
- Grounds: 927 (heute 0 neue; diese Saison: 159 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.803 (heute 1, diese Saison: 226)
- Tageskilometer: 20 (20 Fahrrad)
- Saisonkilometer: 52.350 (42.480 Auto/ 6.500 Flugzeug/ 3.070 Fahrrad/ 210 Bahn, Bus, Tram/ 90 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 86 [Letzte Serie: 6, Rekord: 141]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 356

Montag, 20. Mai 2013

W356I: Montagsspiel in der Kreisklasse

Eisenbahnersportverein Merseburg ------------------------- 1
TSV Leuna 1919 II ---------------------------------------------- 3
- Datum: Montag, 20. Mai 2013 – Anstoß: 15.00
- Wettbewerb: 1. Kreisklasse Saalekreis (11. Liga, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-3 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 1-1
- Tore: 0-1 11. Ingo Witzel, 1-1 28. Nr. 9, 1-2 80. Mario Melchior, 1-3 85. Ronny Wenzel
- Verwarnungen: Nr. 6 (ESV); Marius Meyer, Nr. ? (TSV)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Eisenbahnerstadion, Lok-Sportplatz (Kap. 2.500 Stehplätze, davon 800 benutzbar)
- Zuschauer: ca. 70 (davon ca. 35 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Ganz ordentliches Spiel mit einigen tollen Treffern)
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Photos with English Commentary:
Amateur Football: ESV Merseburg v TSV Leuna Reserve, at Stadion der Eisenbahner

Am Pfingstmontag waren dann die drei von Groundhopping Merseburg doch nicht mit dem Rad, sondern nur mit dem Auto unterwegs. Wir schauten erstmal, was sich in Bad Dürrenberg/ Goddula getan hat: der dortige Fußballplatz des SV Saline ist aufgegeben wie auch der Verein Saline Bad Dürrenberg, doch um ihn herum wurde eine Speedskating- und Rollerskibahn gebaut, auf der u.a. die Löschkes vom TSV Leuna trainieren. Der Platz ist lächerlicherweise abgesperrt, doch der Zaun ist schnell überwunden.

Wir wollten eigentlich noch in Taucha oder Dehlitz an der Saale – beides schöne und frei zugängliche Plätze – bolzen, doch kamen auf dem Weg zu erstgenanntem Dorf eine uns bisher unbekannte Strecke entlang. Keiner von uns wusste, dass zwischen Bothfeld und Röcken bzw. Lützen noch ein Dorf liegt. Diese Ansammlung von knapp 30 Häusern heißt Michlitz, gehört zur Stadt Lützen, hat kaum mehr als 100 Einwohner und kann am Rande des Ortes eine von Bäumen umstandene und von einem Bach umflossenen Wiese vorweisen. Auf dieser Wiese stehen zwei Kleinfeldtore ohne Netze und zwei 4x2m messende Tore mit Netzen. Nur der Bereich zwischen diesen beiden kleineren Toren war gemäht und vernünftig bespielbar.
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Weiter ging es dann über Burgwerben nach Merseburg, wo wir gleich zum ESV fuhren. Für wirklich anständige 1,10€ gab es dort Bockwurst im Brötchen. Für wirklich unanständige 2€ - das waren dann mal wieder die typischen Bahn-Preise bei den Eisenbahnersportvereinen! - konnte man dann auch im zugewucherten Stadion der Eisenbahner das Spiel gegen die Zweite Mannschaft von unserem TSV Leuna in der Kreisklasse gucken.

Das nur mühsam und sehr teilweise von Bewuchs befreite, für 2.500 Leute gebaute Stadion weiß nicht nur mich zu begeistern, sondern auch andere Groundhopper. So auch der reisefreudige Bratwurstliebhaber von „Fußball ist Religion“ und dessen Kumpel, mit denen wir nach einer Weile im Blättergeäst auf der rechten Haupttribünenseite ins Gespräch kamen. Auf dieser Seite hatten sich auf der Suche nach einem Blick mit möglichst wenig Blattwerk vorm Spielfeld auch alle anderen der rund 30 Leunaer postiert, die die Hälfte der Zuschauer stellten.

Bei alle Austausch über Groundhoppingerlebnisse kam ich aber auch noch dazu den Spielverlauf zu beobachten: Leuna erwischte den besseren Start und ging durch Ingo Witzel, den man sonst eher von den Alten Herren kennt, in Führung. Der ESV-Torwart reagierte mehrfach gut, ansonsten wäre das Spiel für den Abstiegskandidaten zugunsten des Fünftplatzierten schon nach einer halben Stunde gelaufen gewesen. Doch so konnten die Eisenbahner eine ihrer wenigen Möglichkeiten nach einem Abwehrfehler im Tor versenken.

Nach einem etwas müden Beginn der zweiten Hälfte legte Leuna los und ließ den ESV kaum zu Gelegenheiten kommen. Bis zur 80. konnte Merseburg dem Druck standhalten, doch dann zog Mario Melchior durch die Abwehrreihen und netzte zum 2:1 ein. Noch ein Comeback eines Altherrenspielers! Das 3:1 war dann ein herrlicher Freistoß in den Winkel, den wohl Ronny Wenzel getreten hat. Wieso ich mir nicht sicher bin wer geschossen hat, obwohl ich die Flugbahn bis in den Winkel verfolgen konnte? Frag doch mal den Busch, der neben der Tartanbahn wächst, warum dieses zwei Meter hohe Grüngestrüpp genau die Sicht auf die Leunaer, die zum Freistoß standen, verdeckt!

Alles in allem war das also mal wieder ein lohnender Feiertag mit einem lustigen und für den TSV Leuna erfolgreichen Spielbesuch. Hoffentlich spielt die erste Mannschaft nächsten Samstag genauso erfolgreich!
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Statistik:
- Grounds: 927 (heute 0 neue; diese Saison: 159 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.802 (heute 1, diese Saison: 225)
- Tageskilometer: 80 (80 Auto)
- Saisonkilometer: 52.330 (42.480 Auto/ 6.500 Flugzeug/ 3.050 Fahrrad/ 210 Bahn, Bus, Tram/ 90 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 85 [Letzte Serie: 6, Rekord: 141]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 356

W355VI: Ein eher schwacher Sportsonntag in der Hauptstadt – Hertha holt mit 10 gegen 14 noch einen Punkt und auf dem Maifeld verlieren sich ein paar Dutzend Cricketfreunde

Hertha, Berliner Sport-Club -------------------------------- 1
FC Energie Cottbus ------------------------------------------- 1
- Datum: Sonntag, 19. Mai 2013 – Anstoß: 13.30
- Wettbewerb: 2. Fußballbundesliga (2. Profiliga)
- Ergebnis: 1-1 nach 93 Min. (46/47) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 30. Nicolas Farina, 1-1 87. John Anthony Brooks
- Verwarnungen: Fabian Lustenberger (Hertha); Uwe Möhrle, Michael Schulze (Energie)
- Platzverweise: 45. Min. Maik Franz von Hertha wg. angeblicher Notbremse
- Spielort: Olympiastadion Berlin (Kap. 77.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 67.000 (davon 63.267 zahlende und ca. 2.000 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Dürftiges Spielniveau und gute, für den Anlass aber wiederum nicht überzeugende Stimmung)

Sport-Club Charlottenburg D ------------------------------ 5
Berliner SV Grün-Weiß Neukölln 1950 D ---------------- 6
- Datum: Sonntag, 19. Mai 2013 – Anstoß: 12.00
- Wettbewerb: Finale des sogenannten Volksbank-Cups (Jugendturnier, Modus: 1x20 Minuten Kleinfeld)
- Ergebnis: 5-6 nach 20 Min. (0:0) und Neunmeterschießen
- Tore: k.A.
- Neunmeterschießen: 5-6 nach jeweils 6 Schützen
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Olympiastadion Berlin (Kap. 77.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 3.000
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Wirklich guter Jugendfußball, aber sinnloser Modus und torlos bis ins Neunmeterschießen)

Berliner FC Viktoria 1889 ------------------------------ 154/??
Berlin Cricket Club -------------------------------------- 101/10
- Datum: Sonntag, 19. Mai 2013 – First Ball Bowled: 11.30
- Wettbewerb: Cricket Bundesliga Ost (1. deutsche Cricketliga, Oststaffel)
- Ergebnis: BFC gewinnt mit 53 Runs nach 50:39 Overs und ca. 470 Min.
- Batting Statistics BFC: k.A.
- Batting Statistics BCC: k.A.
- Bowling Statistics BFC: k.A.
- Bowling Statistics BFC: k.A.
- Spielort: Maifeld (Kap. 41.000, davon 1.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 5
- Unterhaltungswert: 4,5/10 (Phasenweise ganz ordentliches Batting, aber selbst die letzten drei Stunden zogen sich noch ziemlich hin)

Der Sports & Social Club Berlin-Brandenburg - 135/??
Britannia Cricket Club (Berliner SV 1892) ------ 138/??
- Datum: Sonntag, 19. Mai 2013 – First Ball Bowled: 11.00
- Wettbewerb: Cricket Bundesliga Ost (1. deutsche Cricketliga, Oststaffel)
- Ergebnis: Britannia gewinnt mit 3 Runs nach 50:43 Overs und ca. 450 Min.
- Batting Statistics DSSC: k.A.
- Batting Statistics Brit.: k.A.
- Bowling Statistics DSSC: k.A.
- Bowling Statistics Brit.: k.A.
- Spielort: Maifeld (Kap. 41.000, davon 1.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 15
- Unterhaltungswert: 3,0/10 (Über weite Strecken sehr niedriges Niveau, aber ganz ansehnliche Schlussphase) DSC05278 
Photos with English Commentary:
a) German Bundesliga, 2nd Level: Hertha BSC v Energie Cottbus
b) German Cricket League at Maifeld, Berlin: DSSC BB v Britannia & BFC Victoria v BCC

Da wir das Hinspiel an einem Montagabend in Cottbus gesehen hatten und das Olympiastadion eine noch interessante Sportstätte als das Stadion der Freundschaft ist, hatten wir vor Wochen bereits Karten für das letzte Saisonspiel des Tabellenführers der 2. Liga bestellt: Hertha gegen Energie im Stadion des eindrucksvollen Olympiageländes von Berlin, dessen 1930er-Baustil nach wie vor in wuchtigen Säulengängen und symmetrischen Formen mit Pylonen und pseudo-griechischen Athletenstatuten erhalten ist, obwohl das Fußball- und Leichathletikstadion innen ziemlich stillos modernisiert wurde.
Leider war die Sportstätte, die wir für einen überdurchschnittlich hohen Betrag von 22€ pro Karte schon zwei Stunden vor Anstoß betraten, das Beste an diesem Sportsonntag. Auch das ausgesprochen eindrucksvolle und wie immer sehr ruhige Maifeld, das wir nach dem Hertha-Spiel aufsuchten, gab einer eher schwachen Sportveranstaltung noch einen Pluspunkt.
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Nach einem ganz netten Jugendspiel, das als Vorspiel ausgetragen und aufgrund des Turniermodus’ im Neunmeterschießen entschieden wurde, begann das 17. Heimspiel der Berliner Hertha. Das Spiel war weit unterm Bundesligadurchschnitt: ab und an Aktionen der Berliner vorm Cottbuser Tor, dann ein starker Cottbuser Konter, der nach einer ebenso starken Parade des Ersatzkeepers fast geklärt scheint, daraufhin ein Handspiel des Cottbusers Farina und ein Treffer desselbigen. Damit eröffneten die „Un“parteiischen um Deniz Aytekin einen Reigen von Fehlentscheidungen, die allesamt zu Lasten der Berliner gingen. Einen solchen Skandal wie durch Stark und die DFB-Mafia bei Fortuna Düsseldorf (die absolut gerechterweise gestern abstieg!) gab es natürlich nicht, aber dass Hertha unbeliebt beim Verband mit dem Düsseldorfer Chef ist, war mal wieder eindeutig zu sehen. Ein Cottbuser ließ sich, statt durchzulaufen, auf dem Weg zum Tor mit dem Merseburger Maik Franz im Rücken fallen und lud Aytekin so zu einer lächerlichen roten Karte gegen den ohnehin bei vielen Schiedsrichtern unbeliebten Franz ein.

Doch auch mit 10 Mann gewann die Hertha gegen die 14 Gegner noch einen Punkt: in einer wirklich schwachen zweiten Hälfte zeigte Cottbus wenig, Hertha fast gar nichts, schlug aber im richtigen Moment zu und traf per Kopf zum 1:1. Den Aufstieg mit Rekordpunktzahl gönne ich dem Verein und der Mannschaft – ich hoffe für sie auch, dass sie sich mal wieder dort etablieren und nicht andauernd auf- und absteigen. Besser ein Hauptstadtvertreter mit Niveau, als solcher Dreck wie Düsseldorf, der nur durch offensichtlichen Betrug in der 1. Liga anlandete, oder das Spielzeug eines Geschäftsmannes, was als TSG 1899 Hoffenheim bezeichnet wird.

Wem ich diesen Erfolg nicht gönne, sind die Stadt Berlin und deren Leute also Hertha-Fans. Wie dumm die sind, kann man an diesem Zeitungsartikel mit dazugehörender Umfrage erahnen. Typische Hauptstadtmentalität: wir wollen alles, was wir nicht brauchen, nur weil wir meinen, dass wir die Größten sind... Also diese Ansammlung von Dörfern, die zu einer Großstadt gewuchert sind, ist zwar interessant und sehenswert, aber 1. hässlich und 2. nervtötend, da die überwiegende Zahl der Leute, die man dort trifft, die letzten unfreundlichen Provinzidioten sind, die nur billig und dumm den Hauptstädter raushängen lassen. Entsprechend war auch das Publikum bei der Hertha. Stimmung habe ich von Cottbus ja keine erwartet, da dort in den letzten Jahren einiges zurückgegangen ist: ein paar Mal rot-weißen Rauch gab es, doch akustisch nicht viel vom mäßig gefüllten Gästesektor. Das Hertha-Publikum lebte natürlich von der Masse: es ist „hip“ in dieser Scheißstadt zu wohnen, also zieht jeder Idiot dort hin – daraus folgt, dass es „in“ ist, bei Hertha zu gucken, die sich auf ein Publikum von über 60.000 verlassen kann. Keine Choreo, nur ein paar Spruchbänder und Fahnen bei einem symbolträchtigen Spiel ist wirklich schwach. Da kann auch nicht drüber weg täuschen, dass das Hüpfen und Grölen der Ultras mal ab und an von anderen Fans, denen auf den teureren Plätzen, mitgetragen wurde. Interessant war auch zu beobachten, wie der klassische Yuppie-Abschaum sich daneben benahm: vier Liter Bier in 90 Minuten und dann beim Torjubel vom Sitz fallen und noch rumpöbeln, dass ein anderer dran Schuld gewesen sei. Dann soll der Spast seine Soja-Latte saufen, wenn der kein Bier in solchen Mengen verträgt! Aber das ist eben ein typischer Berliner: Geld und Styling in großen Mengen, Gehirn und Intelligenz jedoch in sehr kleinen... 
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Nach der langweiligen und unspektakulären Siegesfeier – war halt doch ein sinnloses Spiel – gingen wir zum Cricket rüber. Auf dem Maifeld, das man durch den Glockenturm-Eingang betritt, verloren sich 20 Zuschauer und 44 Spieler sowie 4 Schiedsrichter. Die herrliche, historische Anlage bot eine eindrucksvolle Kulisse für diese Randsportveranstaltung.

Beide Spiele liefen parallel auf relativ knapp bemessenen Cricketfeldern. Das Spielniveau war für eine erste Spielklasse sehr dürftig. In Anbetracht der Tatsache, dass sich Cricket in Deutschland in den letzten Jahren mal wieder ein bisschen entwickelt hat und die deutsche Nationalmannschaft zu den besten europäischen Amateurteams zählt, hätte ich ein Niveau wie auf Korfu erwartet. Alle vier Teams blieben aber hinter diesen Erwartungen zurück. Von den beiden relativ klar verlaufenen Spielen zog das Spiel von BFC Viktoria gegen Berlin CC das größere Interesse auf sich. Hier gab es auch mal einen Sechs-Punkte-Schlag zu sehen und die Wickets fielen hier doch recht spektakulär.

Als mit dem BFC Victoria und dem Britannia Cricket Club zwei Sieger feststanden, war es schon wieder nach 19 Uhr und wir machten uns langsam auf den Weg nach Hause. Die Fahrt war ja nun nicht unlohnend, aber auch wirklich kein Knaller – also den Spruch „Berlin ist eine Reise wert“ sollte man halt nicht überbewerten...
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Statistik:
- Grounds: 927 (heute 1 neue; diese Saison: 159 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.801 (heute 4, diese Saison: 224)
- Tageskilometer: 400 (400 Auto)
- Saisonkilometer: 52.250 (42.400 Auto/ 6.500 Flugzeug/ 3.050 Fahrrad/ 210 Bahn, Bus, Tram/ 90 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 84 [Letzte Serie: 6, Rekord: 141]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 355

Sonntag, 19. Mai 2013

W355V: 11 Tore beim Landesklassekick in der Heide

Heidesportverein Gröbern ------------------------------------ 8
SV Einheit Wittenberg ----------------------------------------- 3
- Datum: Samstag, 18. Mai 2013 – Anstoß: 15.00
- Wettbewerb: Landesklasse Sachsen-Anhalt, Staffel 5 (8. Liga, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 8-3 nach 93 Min. (46/47) – Halbzeit: 3-1
- Tore: 1-0 7. Sebastian Hartmann, 2-0 14. Martin Stockmann, 3-0 33. Hannes Körsten, 3-1 33. Andreas Sander, 4-1 48. Andreas Franke, 5-1 60. Sebastian Hartmann, 6-1 74. Hannes Körsten, 6-2 75. Michael März, 7-2 83. Marc Stockmann, 8-2 84. Rene Steudel, 8-3 90. Andreas Sander
- Verwarnungen: Steven Marquardt, Andreas Sander (beide Wittenberg)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Gröbern (Kap. 857, davon 57 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 45 (davon ca. 3 Gästefans, gemeldet: 80)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Einseitiges aber wirklich gutes Spiel mit Toren im Minutentakt)
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Photos with English Commentary:

Erst mit der Drecksbahn von Merseburg nach Halle, dann stundenlang im strömenden Regen nach Gröbern in der Heide im Landkreis Anhalt-Bitterfeld, östlich von Wolfen. Die Leute im Verein waren zwar ausgesprochen gastfreundlich für die deutschen Verhältnisse, aber das Preisniveau hinterließ keinen besonders guten Eindruck: 2€ für Bratwurst und andere Kleinigkeiten, 3€ Eintritt und dabei nur für Kinder Ermäßigung und keine Preise angeschlagen. Bei einem fast ausbautenlosen Platz sind schon für Vollzahler 3€ zu hoch.

Fast ausbautenlos heißt, dass es eine winzige Tribüne gab: die war natürlich wirklich lustig, da es sich um einen Wellblechverschlag in der Größe einer Wechselbank, die aber mit Polstern und Teppichboden ausgestattet war, handelte. Daneben war auch noch ein Freisitz angebracht. Andere Sitzgelegenheiten gab es auf einfachen Holzbänken auf der Seite mit dem Sportlerheim. Der Platz liegt schön von Bäumen umgeben in der Heide.

Der Heidesportverein auf Platz 8 trat gegen den völlig überforderten 16., der mit 4 Punkten und 14:120 schon abgestiegen ist, an. Nur das erste Spiel der Saison gegen die berüchtigte ASG Vorwärts Dessau gewannen sie und das auch gleich mit 4:1. OK, die Dessauer Deppen sind ja auch nur Vorletzter... Den vierten Punkt holten sie mit einem 1:1 gegen Gröbern, also viel gut zu machen für die Heidekicker gegen den Absteiger, der in den letzten 9 Spielen nur 1 Tor geschossen hat und eine der insgesamt acht Zu-Null-Niederlagen mit 11:0 kassierte!

So legte der HSV auch los: nach sieben Minuten der erste Treffer, nach sieben weiteren ein Lattentreffer den der Schütze selber per Kopf zum 2:0 einnickte. Nach dem 3:0 zog Wittenberg mal ab und konnte verkürzen. Blöd war jedoch kurz darauf die Szene im Strafraum: der letzte Mann zerrt einem aufs Tor zustürmenden Gröbener voll die Beene wech und der ansonsten gute Schiedsrichter gibt einfach Abstoß. Also die klare rote Karte hätte ich ja auch stecken lassen – da kann man es ja auch mal bei Gelb belassen – aber was den da geritten hat, Abstoß zu geben, will ich ja mal wissen...

Natürlich war diese Fehlentscheidung bedeutungslos, da HSV nach der Pause auf 6:1 davon zog. Den Gästen gelang es aber mehrfach durch die Abwehr zu brechen, einmal den Pfosten zu treffen und zwei Mal den Ball im Tor unterzubringen. Aber mit 8:3 hatte man hier schon ein sehr deutliches Resultat.

Auf dem Rückweg guckten wir noch ein paar alte Sportplätze an und außerdem das ganz schöne Schloss von Burgkemnitz.

Während wir also in der Heide waren, war Anja in Leuna, wo unsinnigerweise auf der Sportstätte der Jugend gegen die Teucherner Treter gespielt wurde. Das Spiel war wohl ganz ordentlich und endete – und das ist das einzig wichtige – 2:0 für den TSV. Die Fotos, die Anja dort gemacht hat, kann man hier sehen: http://imageshack.us/g/1/10154475/!
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Statistik:
- Grounds: 926 (heute 1 neue; diese Saison: 158 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.797 (heute 1, diese Saison: 220)
- Tageskilometer: 150 (130 Fahrrad, 20 Bahn)
- Saisonkilometer: 51.850 (42.000 Auto/ 6.500 Flugzeug/ 3.050 Fahrrad/ 210 Bahn, Bus, Tram/ 90 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 83 [Letzte Serie: 6, Rekord: 141]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 355