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Freitag, 16. November 2012

W329I: Punktelieferant auf dem neuen Kunstrasen am Halleschen Zoo

VfL Halle 1896 AH ----------------------------------------- 0
TSV Leuna 1919 AH --------------------------------------- 3
Datum: Freitag, 16. November 2012 – Anstoß: 18.30
Wettbewerb: Freundschaftsspiel Alte Herren
Ergebnis: 0-3 nach 70 Min. (35/35) – Halbzeit: 0-3
Tore: 0-1 3. Rene Schmidt, 0-2 4. Mario Melchior, 0-3 20. Ingo Witzel
Verwarnungen: keine
Platzverweise: keine
Spielort: Stadion am Zoo, Platz IV KR (Kap. 500 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 12 (davon Gästefans: ca. 7!)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Ansehenswertes Altherrenspiel mit wieder einmal sehr schönen Treffern des TSV Leuna!)
IMG_4116 Photos with English Commentary:

Da haben die beim VfL Halle in ihrem schönen Sportkomplex am Zoo nun einen neuen Kunstrasen für mehrere Hunderttausend Euro angelegt (von denen auch mehrere Zehntausend von einem im Lotto erfolgreichen Vereinsmitglied gestiftet wurden) – und dann verlieren die da alle Spiele! Erst haben sie aus fadenscheinigen Gründen die letzte Oberligapartie der I. Männermannschaft dort ausgetragen – und sich damit selbst ans Bein gepisst mit einer 0:2 Niederlage gegen den Tabellenletzten. Und nun spielten da die Alten Herren gegen die Ü35 des TSV Leuna – was aber auch vernünftig ist, da außer dem Kunstrasen nur noch zwei Kleinfelder (ein Rasen-, ein Hartplatz) mit Flutlicht versehen sind – und verlieren mit 0:3. Die Alten Herren des VfL Halle 96 verpennten den Start der Partie völlig und wurden von den Leunaer Offensivkräften um Rene Schmidt und Mario Melchior regelrecht überrollt. Mit einem Doppelschlag nach drei bzw. vier Spielminuten mit guten Flachschüssen in die linke Torecke, ging Leuna eindrucksvoll in Führung. Das 0:3 folgte in einer Phase, in der der VfL ganz langsam ins Spiel kam und zum ersten Mal auch eine Torchance hatte. Doch Ingo Witzels genialer Heber aus 15m über den Torwart sollte bereits den 0:3 Endstand herstellen.

Die restlichen 50 Spielminuten hatten aber trotz Torlosigkeit einiges zu bieten: Der VfL prüfte nun auch ab und an Thomas Hähnel im Kasten, der heute wieder eine gute Partie lieferte, und verzweifelte an der gut stehenden Leunaer Abwehr. Das Verzweifeln fand aber, was für den VfL sehr ungewöhnlich ist, in einem sehr vernünftigen Tonfall statt – jede andere VfL Mannschaft, die in der zweiten Hälfte auch mit nur zwei Toren zurückliegt, habe ich immer als Sinnlos-Rumpöbler erlebt.
Leuna hatte auch in der zweiten Hälfte mehr Chancen, doch bekam sie nicht im Kasten unter. Sehr schön war die Szene, in der Rene Schmidt und Mario Melchior sich den Ball nach einem Konter im VfL-Strafraum zuspielten, aber dann doch nicht am Torwart vorbei kamen.
Insgesamt also ein völlig verdienter Sieg für den TSV Leuna in einem ansehnenswerten Spiel.

Wenigstens ein kleines bisschen ansehenswert – zumindest ansehenswerter als zuvor – ist auch dieser Platz IV im Stadion am Zoo. Auf dem hatte ich ja schon mehrfach Spiele gesehen, da der VfL – bei seinen 50 oder 150 Zuschauern, die da üblicherweise so kommen, auch kein Problem – selbst Oberligaspiele vom sehr schönen Hauptstadion herausverlegt auf diesen Platz und die II. und die Jugend dort so wie so immer spielen. Beim letzten Besuch war das noch ein Dorfacker von Rasenplatz – nun ist es ein ganz guter, aber schlecht abmarkierter Kunstrasen. Das Flutlicht ist sehr schlecht, aber immerhin haben sie nun eine kleine Tribüne errichtet: zwei popelige Betonstufen auf einem Drittel der Längsseite. Aber besser als nichts... Doch am besten ist ja immer noch das Urwaldgestrüpp auf dem Graswall hinter der Tribüne – vor allem dann, wenn einer durch die Löcher im Zaun klettern und den Ball holen muss… IMG_4112 Statistik:
Grounds: 820 (heute kein neuer; diese Saison: 52 neue)
Sportveranstaltungen: 1.653 (heute 1, diese Saison: 76)
Tageskilometer: 40 (40 Fahrrad)
Saisonkilometer: 18.800 (17.500 Auto/ 1.220 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 3 [Letzte Serie: 6, Rekord: 141]
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 329

Montag, 24. Mai 2010

W200I: Erneut überraschender Punktgewinn für TSV II – und: Dreck-am-Stecken-Syndrom bei Buna Schkopau

TSV Leuna 1919 II 2:2 VfL Querfurt
Montag, 24. Mai 2010 – Anstoß 11.00
Kreisoberliga Saalekreis (9. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 2:2 nach 92 Min. (46/46) – Halbzeit 0:2
Tore: 0:1 3. (?), 0:2 35. Martini, 1:2 63. Schmidt (Foulelfmeter), 2:2 87. Pires (Handelfmeter)
Verwarnungen: Pires, Hunold, Grulich (TSV), Otto (VfL)
Platzverweise: keine
Spielort: Stadion des Friedens (Kap. 5.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 70 (davon ca. 25 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,0/10 (Das Spiel schien entschieden, doch Leuna sorgte mit Kampfgeist für sehr spannende letzte 30 Minuten)

Merseburger SV Buna Schkopau 6:1 SpVgg Weißenschirmbach-Vitzenburg 1999
Montag, 24. Mai 2010 – Anstoß 14.00
1. Kreisklasse Saalekreis, Staffel 1 (11. Liga, 6. Amateurliga)
Ergebnis: 6:1 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit 3:0
Tore: 1:0 8. Nr. 5, 2:0 39. Nr. 11, 3:0 40. Nr. 7, 3:1 64. Nr. 11, 4:1 67. Nr. 9, 5:1 85. Nr. 10, 6:1 87. Nr. 9
Verwarnungen: Nr. 3 (MSV), Nr. 3 (SpVgg)
Platzverweise: keine
Spielort: Stadtstadion, Platz II (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 10 Gästefans)
Unterhaltungswert: 4,0/10 (Aufbau... äh: Buna hat guten Fußball gespielt, Weißenschirmbach war chancenlos – große Anerkennung für Auf... ach ja: Buna hab ich aber nicht übrig)
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Photos and English Version:
TSV Leuna II vs Querfurt
MSV Buna vs Weißenschirmbach

Ich weiß nicht, ob die Vollpfosten bei der Wettervorhersage besoffen waren oder ob
es wirklich so schwer ist, das Wetter 12 Stunden im Voraus anzukündigen. Da aber nicht nur die Wettervorhersage derartig schlecht und zudem auch noch am Morgen Regen gefallen war, was die regnerische Vorhersage glaubhaft erscheinen ließ, sondern ich auch noch erkältet war, war es naheliegend, statt in Rötha nur in der direkten Umgebung zu gucken. Und Leunas zweite Mannschaft spielte ja zum Glück ein wichtiges und interessantes Spiel zuhause im Stadion des Friedens.

Heute war der Tabellenführer zu Gast und Leuna somit – wie in Zscherben beim vorletzten Spiel auch – wieder in der Rolle des Underdogs. Querfurt legte auch gleich los und erzielt nach knapp drei Minuten per Kopf das 1:0. Eine halbe Stunde später gelang Querfurt unter gütiger Mithilfe unseres Torwarts das 2:0.

Bis zur 60. hatte Leuna nicht eine richtige Torchance, aber Torwart Melzer massig Zeit, seinen Fehler wieder auszubügeln: die Paraden, die er jetzt zeigte, ließen den groben Aussetzer in der 35. vergessen. Wie gesagt kam so ca. in der 60. die Wende des Spiels, als Querfurt enorm abbaute. Die waren zwar alle mal besser als der Zweitplatzierte Zscherben, aber jetzt gerieten sie ins Straucheln: nach 67. Minuten ein Foul an Hase und Rene Schmidt verwandelt den fälligen Elfmeter ganz sicher zum 1:2 Anschlusstreffer. Leuna war in der Folgezeit aktiver, wenn auch Querfurt immer wieder den ein oder anderen gefährlichen Angriff aufs Gastgebertor brachte. Kurz vor Schluss gab es dann eine ganz brenzlige Situation: einem Querfurter wird im eigenen Strafraum an die Hand geschossen – der Schiri pfeift Elfmeter. Rene Schmidt wurde aber kurz zuvor ausgewechselt. Nun gut: dann musste halt Joao Pires ran, der im Spiel ständig zugestellt war und dadurch kaum in Erscheinung trat, der dann aber auch zeigte, wie ein Elfmeter auszusehen hat. 2:2!

In der 90. Minuten landete der Ball noch einmal im Querfurter Tor, doch der Schiri hatte zuvor ein Foul gesehen. Das war aber möglicherweise eher vom Querfurter, als umgekehrt. Aber egal, denn schon dieser eine Punkt war äußerst respektabel (es verstärkten nur drei Spieler der ersten Mannschaft unsere Zweite) – und 2:2 war der aufgrund des starken Abbaus der Querfurter - aber auch der damit einhergehenden kämpferischen Leistung der Leunaer - verdiente Endstand. Jetzt heißt es für Leuna II mit einem Sieg gegen Löbejün an Teutschenthal vorbeizuziehen, um den Abstiegsplatz – es steigen doch vier Mannschaften ab, weil man die Ligastärke reduzieren will; im letzten Bericht kam nicht rüber, weil ich vor zwei Wochen noch eine veraltete Regelung im Kopf hatte – zu verlassen.

Für Querfurt heißt es, den perversen Spielplan durchzustehen, um nicht doch noch den ersten Platz an Zscherben zu verlieren: 6 Spiele in 12 Tagen durch die Schwachsinnsvorgabe, vor der WM 2010 die Saison zu Ende zu spielen!
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Da es terminlich gut lag, fuhren wir zum Merseburger SV Buna Schkopau, einem Verein, der neben der merseburger und schkopauer Komponente nun auch einen halleschen Teil aufweisen kann. Vor allem durch die hallesche Beteiligung sind sie Tabellenführer – die Gäste aus Weißenschirmbach – die mit ihrem Nachbarort Vitzenburg zusammen spielen –, einem zu Querfurt gehörenden 1.000-Einwohnerdorf, wo ich schon etliche Male mehr oder weniger gute, aber immer interessante Spiele gesehen habe, sind 7. von 14, was für die junge Mannschaft wirklich respektabel ist. Respektabel auch der Punktgewinn in dem erst vor zwei Wochen ausgetragenen Nachholspiel aus der Hinrunde gegen eben jenen MSV Buna: Schirmbach spielte da 1:1.

In diesem Spiel heute hatten sie leider keine Chance: das 1:0 fiel recht früh und ein Doppelschlag kurz vor der Pause entschied das Spiel. Zwar erzielte Weißenschirmbach mit ihrer dritten Chance im Spiel (die 1. in der 30. Minute, die 2. in der 50.) den Ehrentreffer, doch Schkopau schaffte es dann, noch drei weitere Tore durch schönen, guten, druckvollen Offensivfußball zu erzielen, wobei die guten Chancen (allein die Latten- und Pfostentreffer) auch für 10 bis 12 Tore gereicht hätten.

Das Spiel war nicht wirklich interessant, doch interessant sind die Hintergründe zu diesem Spiel bzw. zum Gastgeber. Eigentlich gäbe es die Fußballabteilung von MSV Buna unter normalen Umständen nicht im Spielbetrieb. Der Spielermangel vor der Saison war enorm und im Juni und Juli hörte man überall während der Saisonvorbereitung auf den Fußballplätzen des Kreises von den Insidern: Saline Bad Dürrenberg und Buna Schkopau treten nicht mehr an. Erstere mussten leider wirklich den geregelten Spielbetrieb aufgeben, letztere jedoch erhielten Verstärkung aus der Stadtoberliga Halle. Auf der Website von Buna findet man die Namen von neun ehemaligen Spielern von Aufbau Tasmania, die wegen einer Spielabsprache – die gab es zwar mehrfach in den letzten Spielzeiten in der halleschen Stadtoberliga, aber Aufbau Tasmania stellte sich am blödesten an – erst zwangsrelegiert, dann völlig schwachsinnig vom Landesverband wieder eingegliedert wurden und nach dem entsprechend harten Protest von Stadtverband und gegnerischen Mannschaften aus der Stadtoberliga zurückzogen. Die Selbstreinigung bei Aufbau Tasmania, die jetzt in der Stadtklasse spielen, hat funktioniert. Außerdem gab es ein paar Sperren – und Buna kann sich freuen, die nicht gesperrten Spieler in Hülle und Fülle von Aufbau bekommen zu haben.

Ein besonders fähiger Schwung von Spielern kam nach der Halbserienpause. Seitdem räumt Buna reihenweise die Gegner vom Feld. Man muss ihnen auch wirklich lassen: sie spielen gut und attraktiv – und weil da etwas schief gelaufen ist in der Vergangenheit und vor allem ihr Trainer ein oder mehr Spiele verzockt hat, muss man diese guten Spieler nun wirklich nicht am Fußballspielen hindern. Doch der Beigeschmack der massiven Wettbewerbsverzerrung bleibt dann doch. Wie Red Bull „Leipzig“ mit enormen Finanzmitteln im Halbprofibereich der Oberliga den Wettbewerb erfolgreich verzerrte, so schafft Buna es ohne nennenswerte Geldmittel mit Amateurspielern, die eigentlich nicht in diese 1. Kreisklasse gehören. Für die beiden Roßbacher Zuschauer war es natürlich ärgerlich, da ihre Mannschaft nun zum dritten Mal in Folge knapp am Aufstieg scheitern wird – und dass sie die starke Leistung der Schkopauer/ Merseburger/ Hallenser Spieler ungern und nur zähneknirschend würdigten, kann ich absolut nachvollziehen.

Was bei mir nicht nur Zähneknirschen, sondern eher Zähnefletschen hervorruft, sind Typen wie der MSV Buna-Abteilungsleiter: der spielt sich als Ordner auf und bepöbelt den Schiri – trotz seiner Ordnerbinde (mit der entsprechenden Verantwortung) am Arm – und will mir dann nach 75 Spielminuten weis machen, dass ich eigentlich fürs Fotografieren vorher eine Genehmigung hätte einholen müssen oder eine Pressekarte. Der Schwachsinn kam mir bekannt vor. Woher? Von Aufbau Tasmania, wo man mir dasselbe vorhielt, aber dann nach entsprechendem Konter von mir schnell den Schwanz einzog. Man hatte mich einfach fälschlich für einen Schnüffler vom Platzbesitzer oder auch einen Pressevertreter gehalten. Vor letzteren hatte Aufbau Tasmania Angst, da ihr Betrugsfall – nicht immer so differenziert – durch die Lokalmedien ging. Vor Presse oder ähnlichen Organen scheint man auch bei Buna Angst zu haben. Aber eigentlich weis jeder, den es interessiert, von den Hintergründen bei Buna Schkopau. In der Kreisklasse hat das jeder – von Weißenschirmbach bis Blösien und von Rossbach bis Delitz am Berge – unlängst mitgekriegt, wobei niemand Boykottaktionen oder Attacken in Erwägung zieht, sodass Buna eigentlich gar keinen Grund hat, vor jeder Kamera derartig neurotische Angst zuhaben. Aber derlei Aktionen wie diese Unterredung mit dem Abteilungsleiter, der erfolglos versuchte meinem Vater – einem Juristen – mit erfundenen Paragraphen (würde es den herbeiphantasierten Paragraph geben, dann wäre er ein Widerspruch zum Zivilrecht, was das Fotografieren bei Massenveranstaltung wie jeglicher Art von Sportevents uneingeschränkt [inklusive der nicht-kommerziellen Veröffentlichung] erlaubt) beizukommen, zeugen von dem klassischen und sehr unangenehmen Dreck-am-Stecken-Syndrom. Zu verbergen haben sie sicherlich nichts. Zumindest nichts Ernstzunehmendes. Aber so ganz wohl scheint es Buna nicht zu sein in ihrer Haut. Dieser Umstand macht das von dem Roßbacher Fan vorgezeichnete Szenario noch wahrscheinlicher: „...die neun Aufbau Tasmania Spieler verlassen den Verein MSV Buna Schkopau nach der Saison und gehen zu einem höherklassigen Klub. Mal sehen, wie Buna da noch eine Mannschaft in der Saison 2010/ 2011 melden will.“

Und selbst wenn sie eine melden würden: von 79 in der MSV-Torstatistik verzeichneten Treffern, wurden 52 von Aufbau Tasmania-Spielern erzielt. Ohne nennenswerte Verstärkung – und wo sollte diese herkommen? – dürfte Buna ohne ihre Hallenser in der Kreisliga aufgeschmissen sein. Ich wünsche schon mal viel Spaß bei Niederlagen in Nempitz, Klobikau und Kötzschau! Vielleicht fotografiere ich euch da mal bei einem der Spiele...
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Statistik:
Ground Nr. 428 (kein neuer Ground; diese Saison: 97 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 1.007 und 1.008 (diese Saison: 150)
Tageskilometer: 20 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 34.230 (21.720 Auto/ 6.000 Flugzeug/ 3.260 Fahrrad/ 3.250 Bus, Bahn, Tram/ weniger als 10 Schiff)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 2
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 200

Montag, 31. August 2009

WE161II: Ein echter Eisenbahnerverein und der übliche Wahnsinn im Leipziger Fußball

SV Lokomotive Engelsdorf A 1:2 VfL 05 Hohenstein-Ernstthal A Sonntag, 30. August 2009 - Anstoßzeit 10.30 A-Jugend Landesliga Sachsen (3. U-19 Liga) Ergebnis: 1:2 nach 91 Min. (45/46) - Halbzeit 0:1 Tore: 0-1 43. Kevin Schmidt, 1-1 76. Anders (?), 1-2 85. Posselt Verwarnungen: Grausam, Röhricht (Lok), Kircher, Neubert (VfL) Platzverweise: keine Spielort: Sportplatz Lokomotive Engelsdorf (Kap. 2.000, davon 150 Sitzplätze) Zuschauer: 50 (7 Gästefans) Spielqualität: 1,5/10 (Sehr Schwach) BSG Chemie Leipzig 3:2 SV Eintracht Großdalzig Sonntag, 30. August 2009 – Anstoßzeit 15.00 2. Stadtklasse Leipzig, Staffel 1 (11. Liga, 6. Amateurliga) Ergebnis: 3:2 nach 92 Min. (45/47) - Halbzeit 0:0 Tore: 1:0 49. Kevin Kieb, 1:1 60. Leslie Klapperstück (Elfmeter), 2:1 63. Maximilian Beyer, 3:1 78. Marko Babick, 3:2 92. Max Böhme Verwarnungen: Költzsch (Chemie), Nr. 10 (Eintracht) Platzverweise: keine Spielort: Willi-Kühn-Sportpark (Kap. 3.500, davon 158 Sitzplätze) Zuschauer: 477 (10 Gästefans) Spielqualität: 3,5/10 (Spiel mäßig, Stimmung gut)

Der östliche Leipziger Vorort Engelsdorf, vor wenigen Jahren noch eine eigene Gemeinde, ist Heimat des SV Lokomotive, die ihrem Namen als Eisenbahnerverein alle Ehre machen: eine Zugachse auf einem Stück Schiene im Eingangsbereich, entsprechende Wandmalereien und dann auch noch eine Bahnverkehrschildersammlung in der Vereinsgaststätte. Bevor wir diese aufsuchten, langweilten wir uns bei einem A-Jugendspiel. Die beiden Mannschaften und der Stadionsprecher gaben vor, ein Spiel der Landesliga darstellen zu wollen, doch verglichen mit dem Spiel am Sonntag davor, dem A-Jugendmatch in Lindenau, das der Bezirksklasse zugeordnet werden musste, war dieses zwei Klassen höher stattfindende Spiel vier Klassen schlechter. Kaum ein Pass kam an, Chancen gab es nicht viele – und die, die es gab, wurde kläglich verstolpert – Technik überhaupt nicht vorhanden und während bei den Gästen aus Hohenstein-Ernstthal wenigstens ansatzweise ein kleines bisschen Spielkultur und -fluss zu sehen war, betätigte sich Engelsdorf nur mit kopflosen Gebolze. Kurz vor der Pause gelang den Gästen ein Glückstreffer, der eine Viertelstunde vor Abpfiff durch einen weiteren Glückstreffer ausgeglichen wurde. Zum Glück erzielte Hohenstein-Ernstthal noch ein weiteres Tor – der sehenswerte Heber über den Torwart war die beste Aktion des Spiels überhaupt – während Engelsdorf der 2:2 Ausgleich in der 90. Minute fragwürdigerweise aberkannt wurde. Völlig verdient! Der Schiri war übrigens der einzige, der im Vergleich zum vorigen A-Jugendspiel besser war. Die Fehlentscheidung traf auch der Linienrichter, der vom Alter her möglicherweise seinen ersten Einsatz hatte. Nach dem verdienten Sieg – die Gäste waren die weniger schlechte zweier schlechter Mannschaften – ging es ans Essen im Vereinslokal. Dort gibt es gute deutsche und italienische Küche zu akzeptablen Preisen. Auf jeden Fall eine sehr gute Vereinskneipe, als besser kenne ich nur das Sportlerheim in Dölzig. Nach einer Stunde ging es weiter: quer durch Leipzigs Innenstad.

Nach beinahe einer weiteren Stunde waren wir dann endlich in der nach unserem Heimatort benannten Straße, wo der verrückteste Fußballclub Leipzigs als Untermieter zugange ist. Die Rede ist von der Ballsportgemeinschaft (BSG) Chemie Leipzig, die erst vorletzte Saison von den bei FC Sachsen (ehemals Betriebssportgemeinschaft (BSG) Chemie Leipzig) vertriebenen Ultras „Diablos“ und anderen Anhängern gegründet wurde. Die letzte Saison lief hervorragend: von 0 auf Platz 1 mit 25 Siegen aus 28 Spielen, sowie 158:18 Toren. Eine der beiden Niederlagen war eine 2:0-Wertung (das Spiel ging 1:1 aus), die andere ein 2:1. Fünf Spiele wurden zweistellig gewonnen, wobei gegen Kursdorf beide Male 11:0 gewonnen wurde. Die Zuschauerschnitt lag bei Heimspielen bei über 300 – die anderen Vereine der 3. Kreisklasse ziehen (außer gegen Chemie, wo der Zuschauerschnitt oft verzehnfacht wurde) 20-50 Zuschauer im Schnitt. Was doch alles möglich ist, in einer selbsternannten Sportstadt mit 560.000 Einwohnern, in der die besten Fußballvereine in der 5. Liga spielen und Konkurrenz von einem von Red Bull zusammengekauften Söldnertrupp aus der Nachbarstadt Markranstädt, die unter politisch wie geographisch falschem und zudem scheinheiligen Namen antritt, bekommen. In einer Großstadt, deren Volleyballverein ebenso bankrott ist wie deren Eishockeyclub. In Leipzig, wo Frauenhandball die größten sportlichen Erfolge feiert. Was die Zuschauer betrifft, so ist auch eine Klasse höher (2. Stadtklasse) alles beim Alten geblieben. Die Ultras sorgen für eine in dieser Spielklasse einmalige Stimmung. Auch diesmal mit einer kleinen Choreo in der zweiten Halbzeit (ob damit ein Schulanfänger gegrüßt werden sollte, kann ich nicht 100%ig sagen – kann auch irgendein komischer Insiderwitz sein), etlichen Doppelhaltern und Hand- und Blockfahnen und natürlich auch Gesängen. Diese waren allerdings nur Standard. Da von maximal 150 Leuten auf einem offenen Fußballplatz mit unüberdachter Sitztribüne getragen, waren diese auch nicht wirklich eindrucksvoll. Aber wie gesagt: es war etwas Besonderes vom Umfeld her und ich kann die Anhänger, Verantwortlichen und Spieler der BSG nur darin bestärken, so weiter zu machen! Teil des Leipziger Wahnsinns waren übrigens auch die Eintrittspreise von 3€ (weit gefächerte Ermäßigung: 1,50€ - immer noch wahnsinnig hoch), da man meistens freien Eintritt zu dieser Spielklasse hat. Die Preise hängen jedoch nicht mit Aufwandsentschädigungen für Spieler zusammen, sondern mit der hohen Platzmiete und dem Ärger mit der Stadt Leipzig, die Sicherheitsaufgebot bei Spielen des Vereins verlangen. Da die Preise auf der Website und im Programmheft angekündigt wurden, ärgerte ich mich auch nicht weiter darüber. Bei jedem anderen Verein dieser Spielklasse hätte ich den Kassierer belappt. Chemie Leipzig kam in der ersten Halbzeit nicht mit dem Spielen gegen den starken Wind zurecht, sodass Großdalzig vor allem vor dem Tor die bessere Mannschaft war. Chemie hatte kaum Chancen, wobei ein Lattentreffer und ein knapp vorbei gesetzter Fallrückzieher die Highlights waren. Beim Stande von 0:0 ging es in die Pause. Man musste von einem langweiligen Spiel reden. In der zweiten Hälfte wurde das Spiel klar besser: BSG Chemie wurde nun von Wind getrieben und nutzte vor allem ihre technische und läuferische Überlegenheit aus. Das 1:0 war also nur eine Frage der Zeit. Kevin Kieb schlug in der 50. zu: schön durch die Abwehr gespielt! Kurz darauf jedoch wurde ein berechtigter Elfmeter von den Gästen sicher gegen den Wind verwandelt. Bis zur 80. wurden jedoch von den Chemikern noch zwei weitere Treffer erzielt, die die Entscheidung zu ihren Gunsten brachten. Der Schlusspunkt der Partie war ein toller Freistoß von Großdalzig, der unter die Latte gezimmert wurde. 3:2 war für Eintracht allerdings schmeichelhaft. Hätte auch locker 6:2 enden können, aber im Strafraum versagte Chemie oft kläglich. Ansonsten: ein Lob an die Gastgeber für wirklich gute 45 Minuten! Die ersten 45 vergessen wir mal lieber... Aber das halbe Spiel reicht ja auch oftmals zum Sieg und diese Leistung der BSG reicht auch für die Stadtliga. Der Wind, der die BSG in Halbzeit eins nervte, nervte uns dann auf der Rückfahrt mit dem Rad: über 30km lang starker Gegenwind – knapp zwei Stunden Fahrtzeit.

Statistik: Ground Nr. 345 (zwei neue Grounds; diese Saison: 14 neue) Sportveranstaltung Nr. 876 (diese Saison: 18) Tageskilometer: 90 (Fahrrad) Saisonkilometer: 7.130 (6.680 Auto, 450 Fahrrad, 0 Bahn, 0 Flugzeug) Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 3 Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 161 Fotos unter: A-Jugendspiel CHEMIE LEIPZIG

Sonntag, 9. November 2008

WE119III: Spielemarathon an der Geschwister-Scholl-Straße; 5 Spiele in 4 verschiedenen Altersklassen

VfL Halle 96 B 4:3 Germania Halberstadt B
Sonntag, 9.November 2008 - Anstoßzeit 10.00
B-Junioren Verbandsliga (3. Liga der 14-16jährigen)
Ergebnis: 4:3 nach 81 Min. (40/41) - Halbzeit 2:1
Torfolge: 1:0, 1:1, 2:1; 2:2, 2:3, 3:3, 4:3
Verwarnungen: 5:3
Platzverweise: 1 Betreuer vom VfL 96 und der Gästetrainer
Sportanlage: Stadion am Zoo, Platz 3 (Kap. 500)
Zuschauer: 40 (10 Gästefans)
Spielqualität: 6,0/10 (Überdurchschnittlich)

Während mein Vater mit dem Mietwagen erst um kurz vor halb zehn los fuhr, da er sofort nach dem B-Jugendspiel weiter musste, fuhr ich um neun voraus. Wir kamen beide um 9.45 - genau gleichzeititg - in der Geschwister-Scholl-Straße an.
Freier Eintritt, kein Catering oder so etwas aber immerhin ein Spiel, das schon nach wenigen Minuten mit einem schönen Schuss nicht mehr torlos war.
Die etwas aktiveren Hallenser kassierten Mitte der ersten Hälfte den Ausgleich, gingen aber mit einem zweifelhaften Elfmeter erneut in Führung. Der VfL 96er trat dem Torwart einfach in die Hand, als dieser auf dem Boden, den Ball verpassend, entlang rutschte und ließ sich fallen.
In der Pause gingen wir zum unten beschriebenen Spiel VfL Halle 96 F II gegen Spielgemeinschaft Reideburg/ Dautzsch.
Die ersten paar Minuten der zweiten Hälfte des B-Jugendspiels verpassten wir, nicht jedoch den Ausgleich und schon gar nicht die Gästeführung die mit einem schönen langen Ball in den Winkel entstand. Ab diesem Moment läutete Halle eine Schlussoffensive ein. Die letzten 20 Minuten sollten ihnen gehören. Ab dem 2:3 bahnte sich dann übrigens auch die Fehde zwischen dem halleschen Torwart und den 10 mitgereisten Eltern der Gästespieler an. Nach dem 3:3 jubelte der Torwart in Richtung der Eltern mit den Worten ,,Jaaaa! Ihr Schweine!’’ und zeigte auch noch den Mittelfinger. In den darauf folgenden Minuten gab es dann tolle Dialoge wie: (Torwart): Ey seid ihr nur scheiße da draußen? (ein Vater): Halt’s Maul du Rotzlöffel! (Torwart): Ey ihr seid doch so bescheuert ey!
Der Höhepunkt bahnte sich an, als Halle 96 noch einmal einen Elfmeter - der war eher vertretbar - zugesprochen bekam. Dem Schiedsrichter konnte man übrigens keineswegs vorwerfen, dass er ein Heimschiedsrichter gewesen sei, doch er war streckenweise ziemlich kleinlich und dann auch nicht immer korrekt in seinen Entscheidungen. Der Elfmeter jedenfalls wurde sicher verwandelt und die Halberstädter Eltern tobten. Die kann man allerdings nicht so gut verweisen, wie das mit dem Kotzbrocken von Gästetrainer in der zweiten Hälfte und dem Schreihals von Heimbetreuer schon in der ersten passierte.
So war der Höhepunkt der Schlussphase ein Foul eines Halberstädters, für das er Gelb bekam. In Anbetracht der Tatsache, dass er billigend eine Verletzung des Gegners in Kauf nahm, in dem er ihn mit Wucht über die Eckfahne in die Aluminiumabsperrung stieß und sich zudem auch noch über die gelbe Karte beschwerte, hätte man ihm auch Rot zeigen und die Rechnung der zerknickten Eckfahne mitgeben können.
Aber der Knaller war dann auch noch eine der Mütter, die den Schiedsrichter als ,,Vogel’’, ,,Arschloch’’ und ,,Penner’’ beschimpfte und nach Abpfiff auch noch bedrohte. Die meisten vom VfL 96 waren allerdings so froh über diesen Sieg, dass sie keine zünftige Streiterei vom Zaun brachen, doch die Szene hatte sich immer noch nicht beruhigt, als ich mich auf den Weg zum zweiten Kleinfeldspiel machte. Als die Frau dann auch noch einen Vater eines Heimspieler beschimpfte gab ich ihr noch mit, dass sie sich verpissen solle. Eindeutige Gesten inklusive. Als ich mich dem Kleinfeld näherte hörte ich aber immer noch Geschrei, denn nun hatten sich doch noch mehr Leute in den Haaren...

VfL Halle 96 F II 0:2 Spg Reideburg/ Dautzsch F
Sonntag, 9.November 2008 - Anstoßzeit 10.00
F-Junioren Kreisklasse (2. Liga der 6-8jährigen)
Ergebnis: 0:2 nach 40 Min. (20/20) - Halbzeit 0:1
Neunmeterschießen: 1:4 nach je 11 Schützen
Tore: ?
Verwarnungen: keine
Platzverweise: keine
Sportanlage: Stadion am Zoo, Platz 4 KF (Kap. 300)
Zuschauer: 50 (20 Gästefans)
Spielqualität: 4,0/10 (Unterm Durchschnitt)

In der Pause der B-Jugend waren die letzten Minuten dieser Partie sowie das anschließende Freundschafts-Neunmeterschießen drin. Schon im Spiel fiel die Schussschwäche auf, doch beim Neunmeterschießen noch mehr. Viele Spieler schossen so derartig schlecht, dass man sich selbst in der F-Jugend Gedanken machen muss, wie das besser werden soll. Bei Halle 96 schaffte es gerade einmal ein einziger Spieler zu treffen. Bei Reideburg/ Dautzsch nicht einmal die Hälfte.

VfL Halle 96 F 1:0 BSV Halle-Ammendorf F
Sonntag, 9.November 2008 - Anstoßzeit 11.00
F-Junioren Kreisliga (1. Liga der 6-8jährigen)
Ergebnis: 1:0 nach 40 Min. (20/20) - Halbzeit 0:0
Tor: 25. (Eigentor)
Verwarnungen: keine
Platzverweise: keine
Sportanlage: Stadion am Zoo, Platz 4 (Kap. 300)
Zuschauer: 40 (5Gästefans)
Spielqualität: 4,0/10 (Unterm Durchschnitt)

Dieses Spiel bekam mein Vater dann nicht mehr mit, verpasst hat er allerdings nicht wirklich etwas. Kaum hatte ich mich in die Pöbelei eingemischt, schon fiel auch das erste und einzige Tor der Partie. Der Ball prallte von der Latte ab, der Torwart faustete in ins eigene Netz und gleich darauf ging das Mittelfeldgeplänkel weiter.
Erschreckend wenig Torraumszenen und Schüsse. Selbst oder gerade für F-Jugend.
Ich schenkte mir das Neumeterschießen und ging wieder zum anderen Platz, wo die A-Jugend gerade anfing.

VfL Halle 96 A 2:0 Germania Halberstadt A
Sonntag, 9.November 2008 - Anstoßzeit 12.00
A-Junioren Verbandsliga (3. Liga der 16-18jährigen)
Ergebnis: 2:0 nach 90 Min. (45/45) - Halbzeit 2:0
Tore: 1:0 13. (Elfmeter), 2:0 29.
Verwarnungen: 3:2
Platzverweise: keine
Sportanlage: Stadion am Zoo, Platz 3 (Kap. 500)
Zuschauer: 20 (1 Gästefan)
Spielqualität: 4,0/10 (Unterm Durchschnitt)

Für den ersten Knaller der Partie sorgte wieder einmal der Schiedsrichter, der für einen Halberstädter Tritt gegen den Ball im Strafraum, der zwischen Halberstädter und Hallenser klemmte, einen Elfmeter gab. Der wurde sicher verwandelt, ebenso wie die nächste riesige Torchance für Halle.
Die Gäste waren über die gesamte Partie betrachtet die bessere Mannschaft, der Trainer war auch viel vernünftiger als der von der B-Jugend und der einzige mitgereiste Vater benahm sich viel zu ruhig. So kann es ja nichts werden mit einem Sieg...
So mussten für die Unsportlichkeiten die Spieler sorgen. Neben etlichen härteren Fouls war es auch ein Dialog zwischen dem durch mangelnde Disziplin und Leistung auffallenden 10er des VfL, der einen Fan der eigenen Mannschaft nach einem enttäuschten ,,Oohhhh ne... zu langer Pass!’’ mit ,,Ey halt doch mal de Fresse da draußene! Ey immer ah, oh, eh... Vogel!’’ Das hätte der Mal mit mir machen sollen...
In der zweiten Hälfte bekam dann keiner mehr einen Treffer auf die Reihe. Einzelaktionen, wenige technische Feinheiten und einige Fouls sollten die Highlight sein.

Rotation Halle 2:2 Grün-Weiß Wolfen II
Sonntag, 9.November 2008 - Anstoßzeit 14.00
Landesklasse (8. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 2:2 nach 94 Min. (47/47) - Halbzeit 1:0
Tore: 1:0 40. - 1:1 53. - 1:2 87. - 2:2 90. (Elfmeter)
Verwarnungen: je eine
Platzverweise: keine
Sportanklage: Sportplatz Rotation (Kap. 1.100)
Zuschauer: 60 (5 Gästefans)
Spielqualität: 4,0/10 (Unterm Durchschnitt)

Nach Abpfiff des A-Jugendspiels brauchte ich nur die Straßenseite zu wechseln und schon war ich bei Rotation. Die fingen sehr verhalten an für die 2,50€ Eintritt. Erst nach 40 Minuten fiel mal ein Tor für die klar bessere Heimmannschaft.
In der zweiten Halbzeit ging Wolfen nach dem Ausgleich in der 53. in der 87. völlig unverdient mit 1:2 in Führung, doch der Schiedsrichter sprach Rotation einen fragwürdigen Elfmeter in der 90. zu, was den Ausgleich, das Mindeste für die klar überlegenen Hausherren, bescherte.
Durch Gegenwind hielt ich den Schnitt von 25 km/h, den ich auf dem Hinweg gefahren war leider bei weitem nicht und brauchte 17 Minuten länger als hin zu.

Statistik:
Grounds Nr. 263 und 264 (2 neue Grounds; diese Saison: 34 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 695-699 (diese Saison: 66)
Tageskilometer: 40 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 8.850 (5.360 Auto, 1.760 Bahn, 1.730 Rad)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 5
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 119

Mehr Fotos unter:
Die Jugendspiele:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/081109a%20Jugendfussball%20beim%20VfL%20Halle%2096/
Rotation - Wolfen II: http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/081109b%20Rotation%20Halle%202-2%20Gruen-Weiss%20Wolfen%20II/

Samstag, 25. Oktober 2008

WE117II: Fußball auf dem Dorf; Roßbach und Gröst.

VfL Roßbach II 1:2 Germania Kötzschau II
Samstag, 25.Oktober 2008 - Anstoßzeit 13.00
2. Kreisklasse (12. Liga, 8. Amateurliga)
Ergebnis: 1:2 nach 89 Min. (43/46) - Halbzeit 1:1
Tore: 0:1 8. (?), 1:1 14. (?), 1:2 68. (?)
Verwarnungen: Roßbach 2, Kötzschau 1
Platzverweise: Keine
Sportplatz: Sportkomplex Roßbach (Kap. 1.000)
Zuschauer: 20 (5 Gästefans)
Spielqualität: 4,5/10 (Etwas unterm Durchschnitt)

SV Gröst 2:2 Eintracht Bad Dürrenberg II
Samstag, 26.Oktober 2008 - Anstoßzeit 15.00
3. Kreisklasse (13. Liga, 9. Amateurliga)
Ergebnis: 2:2 nach 93 Min. (47/46) - Halbzeit 1:0
Tore: 1:0 8. (?), 1:1 80. (?), 2:1 (87.), 2:2 (90.)
Verwarnungen: je 1 gelbe Karte für beide Teams
Platzverweise: Keine
Sportplatz: Sportplatz Gröst (Kap. 1.000)
Zuschauer: 30 (Keine Gästefans)
Spielqualität: 5,0/10 (Durchschnitt)

Ground Nr. 259 (1 neuer Ground; diese Saison: 29 neue)
Sportveranstaltung Nr. 687 (diese Saison: 54)
Tageskilometer: 40 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 8.090 (4.810 Auto, 1.760 Bahn, 1.520 Rad)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 97
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 117

Vorm Spiel:
Wir kamen schneller als zuvor erwartet nach Roßbach, sodass wir mehr als eine Dreiviertelstunde vor Anpfiff auf dem wenig interessanten Platz im Braunsbedraer Ortsteil ankamen.

Das erste Spiel:
Man musste wirklich von einem furiosen Beginn sprechen. Schon nach wenigen Minuten musste ein Kötzschauer verletzt ausgewechselt werden, sofort darauf fiel jedoch die Führung für die Gäste, dann nur wenige Minuten später musste ein Gästespieler minutenlang behandelt, da er von einem Roßbacher ins Gesicht getreten wurde, als dieser zu einem Fallrückzieher ansetzte. Gleich darauf erzielte Roßbach mit einem billigen Kullertor den Ausgleich.
Bis zur Pause blieb das Spiel zumindest ansehenswert, doch nach der Pause sah es anders aus. Beide Mannschaft bolzten viel zu unpräzise umher und schafften es nicht, beste Chancen im Tor unterzubringen. Nach 68 Minuten tunnelte allerdings ein Kötzschauer den Torwart der Heimmannschaft, was den letzten Treffer der Partie markieren sollte.

Eintritt, Zuschauer, Catering, Schiedsrichter:
Der Eintritt war wie gewohnt frei, die Zuschauer langweilig (ab und an heizte der unsympathische Genosse auf der Roßbacher Trainerbank jedoch die Gästefans an), Catering gab es keins und der Schiedsrichter übersah einige Fouls und Abseitspositionen, die man unbedingt hätte pfeifen müssen.

Zwischen den Spielen:
Die nicht einmal fünf Kilometer wurden schnell zurückgelegt. Knapp vorm Anstoß kamen wir im Müchelner Ortsteil Gröst an.

Das zweite Spiel:
Noch eine Liga tiefer ging es nun, doch das Spiel war sogar einen Tick besser und schon alleine das 1:0 für Gröst das Kommen wert. Ein schöner Schuss aus einiger Entfernung direkt ins Eck ganz knapp neben den Pfosten führte zum ersten und bis zur 80. Minute auch einzigen Treffer der Partie.
In besagter 80. erzielte Bad Dürrenberg nach einer ihrer Druckphasen den Ausgleich, der allerdings nur sieben Minuten bestand hatte. Dann konterte Gröst wirklich hervorragend zur erneuten Führung. Doch nur drei Minuten später trafen wieder die Gäste.

Schiedsrichter:
Von einer völlig souveränen Leistung konnte man auch hier nicht sprechen, da der ältere, schräg laufende Herr doch immer wieder sehr seltsam die Regeln - besonders (und übertrieben streng) die Abseitsregel - auslegte.

Eintritt und Zuschauer:
Der Eintritt war frei und die Zuschauer erwartungsgemäß gar nicht so uninteressant. Mal wieder einige verschrobene Rentner und auch eine Horde Jugendliche, die sich fleißig bepöbelte, was so auf dem Niveau ,,Ey Digga! Wenn isch deine Fresse seh, Alda! - Ey halt’s Maul, du Votze!’’ ablief. Da gab es auch ca. 14jährige, die eine Rauchten oder Alkohol tranken.

Catering:
Der Grillmeister legte 20 Bratwürste auf den Grill, die von wirklich herausragender Qualität waren. Wahrscheinlich von einer guten Landfleischerei gesponsert und für 1,50€ verkauft.

Nach dem Spiel:
Zügig und ohne Nennenswertes ging es nach Merseburg zurück.

Mehr Fotos unter:
Roßbach:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/081025a%20VfL%20Rossbach%20II%201-2%20Germania%20Koetzschau%20II/
Gröst: http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/081025b%20SV%20Groest%202-2%20Eintracht%20Bad%20Duerrenberg%20II/

Sonntag, 28. September 2008

WE113III: Seeben - Rotation; Ein wirklich gerechtes Unentscheiden.

Vfl Seeben 2:2 Rotation Halle

Sonntag, 28. September 2008 - Anstoßzeit 14.03
Landesklasse Staffel 6 (8. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 2:2 nach 94 Min. (46/48) - Halbzeit 1:1
Tore: 1:0 24. (?), 1:1 30. (?), 1:2 84. (? - Elfmeter), 2:2 90.+1
Verwarnungen: 4 Gelbe für Seeben, alle wegen Meckerns
Platzverweise: Keine
Sportplatz: Sportplatz Seeben (Kap. 1.000)
Zuschauer: 100 (Keine Gästefans)
Spielqualität: 7,0/10 (Gut)

Ground Nr. 252 (neuer Ground; diese Saison: 22 neue)
Sportveranstaltung Nr. 669 (diese Saison: 36)
Tageskilometer: 50 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 7.400 (4.810 Auto, 1.520 öff. Verk., 1.070 Fahrrad)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 84
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 113
Vor dem Spiel:
Wir brachen schon drei Stunden vor Anpfiff auf, obwohl wir wussten, dass wir nicht mehr als 90 Minuten für die 25km lange Strecke brauchen würden, denn zuerst wollte ich Fotos von den universitären Einrichtungen machen, die ich bald besuchen werde. Dann statteten wir noch dem Seebener Guts- bzw. Reiterhof einen Besuch ab, dessen architektonisches Highlight ein Taubenhaus ist. Ansonsten ist die Anlage aber teilweise sehr verfallen und verwildert. Schön ist an Seeben, der nördlichen Vorstadt von Halle/ Saale, übrigens, dass es sehr ländlich ist und damit einen ziemlichen Kontrast zu der ,,City’’ bildet.

Das Spiel:
Ein bisschen später angepfiffen, da die Spieler der Heimmannschaft noch nachkreiden mussten, entwickelte sich ein wirklich ansehenswertes Spiel. Die üblichen Fehler eines Amateurspiels gab es natürlich immer wieder; komplett bescheuerter Fehlpass, katastrophaler Abschluss oder einfach sinnlos den Ball verstolpert, doch auch immer wieder schöne Zweikämpfe, tolle Torhüterparaden und Schüsse bzw. Strafraumszenen waren zu sehen. Nach weniger als einer halben Stunde war Seeben nicht unverdient in Führung gegangen. Bald darauf fiel der 1:1 Ausgleich für Rotation.
In der zweiten Halbzeit waren die Gäste dann deutlich überlegen, vergaben aber ihre Sympathien durch die Regelauslegung des Schiedsrichters, die ihnen sehr zu Gute kam. Der Höhepunkt war der völlig unberechtigte Elfmeter in der 84. Minute, der zum Glück noch - Dank den Versagern in der Gästeabwehr - relativiert wurde.
Ein Sieg für Seeben wäre zwar nicht verdient gewesen, da Rotation mehr Spielanteile und Chancen hatte, doch eine Niederlage für Seeben - die Umstände bedenkend - genauso wenig.

Der Eintritt und die Zuschauer:
Der Eintritt betrug 2,50€, was in Anbetracht der Eintrittspreise in der Bezirksliga Leipzig - selbe Spielklasse, nur spielerisch besser - eine Unverschämtheit ist. 2€ zahlt man dort - in Sachsen-Anhalt immer 2,50€ trotz meistens weniger sehenswertem Fußball.
Von den 100 Leuten bekam natürlich keiner den Mund auf. Angefeuert wurde nicht, bei den Treffern wurde etwas gejubelt und geklatscht und bei den schlimmsten Fehlentscheidungen ein bisschen geschimpft.

Das Catering:
Zwar alles andere als vielseitig und ungewöhnlich, aber Steak (2€) und Bratwurst (1.50€) direkt vom Grill waren wirklich gut.

Der Schiedsrichter:
Nachdem sich am Freitag und Samstag die Schiedsrichter in die Reihe der souveränen Unparteiischen einreihen durften, konnte sich Schiedsrichter Abel nur in die Reihe der Versager einordnen. Da stimmte fast keine Entscheidung: zum Beispiel wurde einmal der Ball 50cm vor der Auslinie gespielt und es gibt Einwurf ohne dass der Linienrichter gewunken hätte, bei Pressschlägen gab es stets Freistoß für Rotation und als Höhepunkt dann auch noch ein völlig unberechtigter Elfmeter für die Gäste; ein Stürmer tritt einem Abwehrspieler in die Beine um noch an den Ball zukommen, stürzt über den fallenden Verteidiger und bekommt dafür einen Elfmeter. Für die Aufregung über diese Entscheidung gab es zwei gelbe Karten für Seeben. Zu Beginn der ersten Halbzeit gab es für Gemecker über einen fragwürdigen Freistoß in Strafraumnähe schon einmal zwei gelbe Karten gegen Seeben.
Ganz stark auch die Aktion nach Abpfiff: Mehrere Seeben Spieler wollen dem Schiedsrichtergespann die Hände schütteln, doch dies wird von den zwei unauffälligen Linienrichter und dem negativ-auffälligen Schiedsrichter verwehrt, woraufhin die Spieler hämisch applaudieren und auch mehrere Zuschauer ausfällig werden. Einer der Zuschauer bekommt auch noch vom Schiedsrichter den Arm um die Schulter gelegt und wird auch für uns unhörbar angeredet. Der Zuschauer reagiert zwar nicht freundlich, aber nicht annährend so unfreundlich wie ich schon bei der ersten Berührung reagiert hätte...
So kann ein Schiedsrichter in ein faires Spiel Unruhe hereinbringen. Schulnote 5, nach Oberstufensystem 02/15 Punkte, für den Unparteiischen.

Nach dem Spiel:
Wir fuhren geradewegs zurück und hielten den guten Vorsatz jeden hupenden und schimpfenden Autofahrer mit üblen Gesten zu belegen zu 100% ein. Man merkte leider am Straßenverkehr deutlich, dass es ein kalter aber klarer und sehr sonniger Herbstsonntag war. Wären wir selber mit dem Auto gefahren, hätten wir wohl alle zwei Minuten einen anderen motorisierten Verkehrsteilnehmer angepflaumt... Wie mein Fahrlehrer bei meiner ersten Fahrstunde so schön bemerkte: ,,Unglaublich, wie viele schreckliche Leute Auto fahren dürfen.’’

Die Fotos:
Seeben:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/080928a%20Halle%20an%20der%20Saale%20-%20Seeben/
Spiel: http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/080928b%20VfL%20Seeben%202-2%20Rotation%20Halle/
Anmerkung: Die Bilder der Universitätsgebäude präsentiere ich in ca. zwei Wochen an geeigneter Stelle.