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Freitag, 17. Februar 2012
W290II: Alle 30 Minuten ein Elfmeter in Lüttchendorf
1. FC Romonta Amsdorf II 6:2 VSG Helmsdorf
Datum: Freitag, 17. Februar 2011 – Anstoß: 17.00
Wettbewerb: Testspiel Kreisoberliga Mansfeld Südharz (9. Liga, 4. Amateurliga) gegen Kreisliga Mansfeld-Südharz/ Nordost (10. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 6:2 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 2:2?
Tore: (?), 3-2, 4-2 (Foulelfmeter), 5-2, 6-2
Verwarnungen: keine?
Platzverweise: keine
Spielort: Lüttchendorf; Sportplatz an der B80, Kunstrasenplatz (Kap. 400 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 5 (davon Gästefans: keine?)
Unterhaltungswert: 5,0/10 (Die letzten 20 Minuten mit dem Schlussspurt der Amsdorfer waren richtig gut)
1. FC Romonta Amsdorf 3:1 SV Rotation Halle
Datum: Freitag, 17. Februar 2011 – Anstoß: 19.00
Wettbewerb: Testspiel Verbandsliga Sachsen-Anhalt (6. Liga, 1. Amateurliga) gegen Landesklasse Sachsen-Anhalt, Staffel 6 (8. Liga, 3. Amateurliga)
Ergebnis: 3:1 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 1:0
Tore: 1-0 11. (Nr. 21, Foulelfmeter), 1-1 53. (Nr. 6, Foulelfmeter), 2-1 59. (Nr. 3), 3-1 88. (Nr. 9, „Hand“elfmeter)
Verwarnungen: keine
Platzverweise: keine
Spielort: Lüttchendorf; Sportplatz an der B80, Kunstrasenplatz (Kap. 400 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 20 (davon Gästefans: keine)
Unterhaltungswert: 3,0/10 (Ein paar Highlights gab es in diesem spielerisch schwachen Match wenigstens doch)
Photos and English Version:
Völlig überraschend ergab sich doch noch der Besuch eines Fußballspiels im Freien: ich hatte eigentlich gedacht, dass bis zum internationalen Spiel am 29.2. jede geplante Partie aus den fadenscheinigsten Gründen abgesagt wird – aber bei so einer positiven Entwicklung kann ich ja nächsten Mittwoch schon ein, zwei weitere Spiele anvisieren...
Doch was waren diese Spiele heute für Insider! Amsdorf und Rotation Halle trafen in Lüttchendorf aufeinander, da die Amsdorfer mit ihrem weit über eine halbe Million Euro teuren Kunstrasen noch nicht fertig sind und auch Flutlicht vielerorts Mangelware ist. Dass mal auf einer einzigen Vereinswebsite steht, dass ein solches Testspiel stattfindet, ist wohl zu viel verlangt. Die II. Mannschaft von Amsdorf schrieb gar ein falsches Datum in der Newszeile – bei fussball.de war die Anstoßzeit zu früh angegeben. So bekamen wir aber noch genug vom unerwarteten Vorspiel Amsdorf II gegen VSG Helmsdorf mit.
SV Eintracht Lüttchendorf hat einen von den zwei Kunstrasenplätzen in der Gegend von Eisleben: also wurde auf diesem am Dorfrand direkt neben dem Stadion an der B80 gelegenen und von einem zweistufigen Graswall flankierten und von ganz funseligem Flutlicht beleuchteten und ansonsten gesichtslosen Fleckchen Kunstgrün – oder wie mein Kumpel Saad auf Arabisch meinte: hashîsh sinâ’y (حشيش صناعي), künstliches Gras – gekickt. Bilder vom ganz ansehnlichen Hauptplatz gibt es hier zu sehen: Lüttchendorf v Arnstedt (Testspiel 17.7.10).
Als wir ankamen lief wie gesagt noch das Spiel der Reserve von Amsdorf. Beim Stand von 2:2 waren wir in der 55. Minute aufgekreuzt und guckten vom Parkplatz aus dem Auto heraus, wie Romonta II richtig aufdrehte. Vier teilweise wirklich schöne Tore erzielten sie noch in 20 Minuten.
Das Spiel der I. Mannschaft wollte sich nur Anja immer noch nur vom Auto aus angucken, während wir beide uns ganz oben auf den Graswall stellten. Als um 19 Uhr dann der Ball zwischen diesen beiden eigentlich guten Amateurteams rollte, war es dann leider nicht so besonders sehenswert. Es gab zwar früh ein sinnloses Foul, das zu einem Elfmeter für die Hausherren führte, der souverän ins Eck gezimmert wurde – aber danach passierte nicht mehr viel bis zur Pause, außer zwei gefährliche Angriffe der Gäste und ein Pfostentreffer der Hausherren.
Nach der Pause gab es schon wieder Elfmeter nach einem Sinnlosfoul im Strafraum: diesmal auf der anderen Seite, aber auch hier geschickt verwandelt. Endlich mal ein Feldtor nach über einer Stunde: ein herrlicher Weitschuss hoch ins lange Eck zum 2:1. Da es lange keinen Strafstoß mehr gegeben hatte, entschied der Schiri nach einer Ballannahme eines Rotationsspielers mit der Brust, bei der vielleicht auch der Oberarm eingesetzt wurde, auf Strafstoß. Auch der dritte Elfer wurde verwandelt, in diesem Fall vom augenscheinlich sehr jungen und leider überforderten Amsdorf-Stürmer mit der 9. Bis zu diesem Schuss unters Tordach hatte er nicht eine gute Aktion zeigen können.
Am Ende standen also zwei Siege für die Romonta-Mannschaften in Lüttchendorf zu Buche: 6-2 und 3-1!
Statistik:
Grounds: 702 (heute 1 neuer; diese Saison: 108 neue)
Sportveranstaltungen: 1.466 (heute 2, diese Saison: 152)
Tageskilometer: 90 (90 Auto)
Saisonkilometer: 30.300 (21.730 Auto/ 6.600 Flugzeug/ 1.960 Fahrrad/ 10 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 33
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 290
Labels:
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Rotation Halle,
VSG Helmsdorf
Donnerstag, 28. Juli 2011
W261I: Das erste Spiel 2011/ 2012 – ein recht flottes Testspiel im schönen Stedtener Stadion
SV Romonta 90 Stedten 0:4 SSV Markranstädt
Datum: Mittwoch, 27. Juli 2011 – Anstoß: 18.45
Wettbewerb: Freundschaftsspiel Landesliga Sachsen-Anhalt Süd (7. Liga, 2. Amateurliga) gegen Sachsenliga (6. Liga, 1. Amateurliga)
Ergebnis: 0:4 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0:1
Tore: 0-1 30. Mittenzwei, 0-2 62. Adler, 0-3 82. Pfeiffer, 0-4 89. Pfeiffer
Verwarnungen: 1x Stedten, 1x Markranstädt
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Stedten (Kap. 1.500, davon 400 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 50 (keine Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Qualitativ recht hochwertiges Testspiel, der Favorit zeigte aber erst zum Ende hin seine höhere Klasse)
Photos and English version:
** Der regelmäßige Leser hat es gleich bemerkt: als neues Einstiegsbild eines jeden Berichtes, wird die Eintrittskarte des Spiels gezeigt - egal wie das Ding aussieht. Wenn es halt keine gab, dann gibt es als Einstiegsbild halt wie bisher gehabt ein Foto vom Stadion oder eine Spielszene. Der Leser kann sich bei der Eintrittskarte auch mal folgendes überlegen: steht "Life" a) für einen Ortsteil von Stedten (SV Romonta Stedten-Life), b) für das Vereinsleben in Stedten oder c) dafür, dass man Romonta "live" im Stadion erleben kann, wenn man 3€ hinlegt... **
Romonta Stedten, benannt nach den Montanwachswerken, spielte in der Landesliga letzte Saison hervorragend und verpasste den Aufstieg nur knapp hinter Kemberg. Auch der Gast aus einem Kaff bei Leipzig verpasste den Aufstieg (in die Oberliga) nur mit einem Punkt (hinter Fortuna Chemnitz). Der SSV Markranstädt ist der Verein, aus dem die Roten Hornochsen Leipzig entstanden. Die Zusammenarbeit zwischen beiden Clubs ist eng und undurchsichtig. SSV ist allerdings keineswegs die II. Mannschaft von RHL, denn die ist Ligakonkurrent in der Sachsenliga. Ebenso wie übrigens der Sachsen Leipzig-Nachfolger SG Leutzsch und die BSG Chemie Leipzig (gewissermaßen Ultraverein Leutzsch), die durch das Überlaufen der VfK Blau-Weiß Mannschaft profitiert. Leipziger Fußball halt...
Auf dem Weg nach Stedten trafen wir einen Romonta-Allesfahrer aus Eisdorf, der jedes Spiel der Stedtener mit dem Fahrrad besucht. Und das mit Mitte 70! Der fuhr mit uns über eine interessante Abkürzung das idyllische gelegene Stadion an. Obwohl die Mannschaftsstärke nicht gerade groß ist, sind beide Nebenplätze – selbst der primitive Rasenplatz 3 – aufwendig eingezäunt. Wenigstens den dritten Platz hätten die mal offen lassen können. Der Hauptplatz ist aber jedenfalls ein echter Knaller: Vereinsname am Eingang in Verbundpflaster gelegt, hohe Eichen, Pappeln, Robinien etc. drumherum, eine uralte digitale Anzeigetafel – ja, die gab es auch schon in der DDR – und dann die Wellblech überdachte, vierreihige Tribüne mit Holzbänken, deren Dach an drei Stellen von drei massiven Bäumen durchstoßen wird. Ein echt schönes Stadion!
Auch das Spiel war ganz schön! 50 Zuschauer, von denen 45 so das Alter des Alles-Fahrers hatten – ich habe noch nie ein derart überdurchschnittlich altes Publikum erlebt! – sahen ein von Beginn an recht flottes, an Torchancen ziemlich reiches und bis zu 70. Minute auch ziemlich ausgeglichenes Spiel.
Erst nach einer halben Stunde ging der Favorit aus Sachsen mit 0:1 in Führung. Herrlich, wie der 10er im Strafraum sich ganz überlegt gegen drei durchsetzt und ins lange Eck schießt!
In der zweiten Hälfte brauchten die Randleipziger eine Weile, ehe sie die Entscheidung erzielen konnten: nach einem ungeahndeten Foul im Mittelfeld trieben sie den Ball ungehindert aufs Tor zu und verluden den Torwart zum 0:2. In der Schlussphase setzte ein Einwechsler noch sehr gekonnt zwei Tore drauf.
Insgesamt gesehen, muss man aber eher Stedten loben, die garantiert nicht so viele (wenn überhaupt welche) Halbprofis im Team haben, wie der Gast. Gegen die Kicker aus dem Dorf bei Leipzig haben die Mansfelder gut mitgehalten. Beide Teams greifen in der kommenden Saison wieder nach der Tabellenspitze – mal sehen ob die Montanwachs-Werkself oder das Brausehersteller-Farmteam dieses Ziel verwirklichen können.
Statistik:
Grounds: 594 (heute ein neuer Ground; diese Saison: 1 neuer)
Sportveranstaltungen: 1.318 (heute eine, diese Saison: 1)
Tageskilometer: 70 (70 Rad)
Saisonkilometer: 70 (70 Fahrrad/ 0 Auto/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 45
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 261
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SSV Markranstädt
Sonntag, 18. Juli 2010
W207II: Testspiel IV/ Testspiel V; Ein überraschend enges und ein überraschend deutliches Ergebnis
1. FC Romonta Amsdorf 1921 II 2:1 TSV Leuna 1919 II
Samstag, 17. Juli 2010 – Anstoß 12.00
Testspiel (Kreisoberliga Mansfeld-Südharz (Aufsteiger aus Kreisliga), 9. Liga, 4. Amateurliga gegen Kreisliga Saalekreis Staffel 1 (Absteiger aus Kreisoberliga), 10. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 2:1 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit 0:1
Tore: 0:1 39. Grunenberg, 1:1 54. Nr. 11, 2:1 76. Nr. 13
Verwarnungen: keine, Platzverweise: keine
Spielort: Sportpark Amsdorf, Nebenplatz (Kap. 700 Stehplätze)
Zuschauer: 15 (davon 5 Gästefans)
Unterhaltungswert: 5,5/10 (Enges Spiel auf ordentlichem Niveau)
SV Eintracht Lüttchendorf 0:7 SV Edelweiß Arnstedt
Samstag, 17. Juli 2010 – Anstoß 15.00
Testspiel (Landesklasse Staffel 4, 8. Liga, 3. Amateurliga gegen Verbandsliga Sachsen-Anhalt (Aufsteiger aus Landesliga Nord), 6. Liga, 1. Amateurliga)
Ergebnis: 0:7 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit 0:4
Tore: 0:1 4. Liegmann, 0:2 30. Liegmann, 0:3 31. Liegmann, 0:4 42. Cramer, 0:5 48. Liegmann, 0:6 68. Liegmann, 0:7 81. Krause
Verwarnungen: keine, Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz an der B80 (Kap. 750, davon 150 überdachte Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 70 (davon ca. 20 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Zwar sehr einseitig, doch durch Arnstedts Klasse absolut sehenswert)

Photos and English version:
Amsdorf II vs Leuna II
Lüttchendorf vs Arnstedt
Amsdorf ist ein 1.500 Einwohner zählendes Nest, das seit Jahren schon in der höchsten Amateurliga vertreten ist und als Firmenteam der Montanwachsfabrik Romonta aufläuft. Die zweite Mannschaft spielt Kreisoberliga. Aus dieser Klasse ist die zweite vom TSV 1919 gerade erst knapp abgestiegen. Eigentlich sollte auch noch die erste Mannschaft des TSV Leuna bei der ersten von Romonta Amsdorf gastieren, doch so viele Spiele in wenigen Tagen bei der Personaldecke sind nicht machbar. Für uns war diese Absage auch nicht unpraktisch, da das Spiel von Lüttchendorf gegen Arnstedt eine hervorragende Alternative war.
Der Hauptplatz des Sportparks Amsdorf hat eine kleine, fünfstufige Betontribüne auf einer Längsseite, die rechts und links des Eingangs je eine lustige Wellblechhütte mit ein paar Bänken drunter zu bieten hat. Ein paar der bequemen Holzbänke mit dem auffällig geschwungenen Metallgestänge stehen auch außerhalb der Überdachung. Der Nebenplatz hat keine Ausbauten, aber ein paar Bäume und den Blick zum Romonta-Werk und in die Landschaft mit den von Bäumen durchwirkten Feldern.
Der Platz ist recht kurz, was für beide Mannschaften von Vorteil war. In der gesamten ersten Halbzeit holte Amsdorf durch gefährliche Torschüsse, die Torwart Fiebig sicher abwehrte, mindestens sechs Eckstöße heraus, doch verpasste es, einen Treffer zu erzielen. Leuna hingegen erschien drei Mal gefährlich vorm Tor und erzielte tatsächlich einen Treffer: Grunenberg schob aus Nahdistanz ein. Letzte Saison gab es immer Ärger wegen der schlechten Chancenverwertung – in den letzten beiden Testspielen sah das viel besser aus!
In der zweiten Halbzeit war Amsdorf genauso aktiv wie zuvor und Leuna tat mehr noch vorn. Doch viele Chancen hatten die Blau-Weißen nicht und sie trafen auch nicht mehr. Amsdorf schaffte es noch, das Spiel zu drehen. Zwei gut gemachte Tore und ein paar haarsträubend vergebene Chancen der Gastgeber später und das Spiel ging mit dem Endstand von 2:1 für die leicht favorisierte Mannschaft vorbei.

Das Spiel der zweiten Mannschaft war wieder gut und eine Steigerung zur Vorsaison war auch erkennbar. Dass es knapp verloren ging tut dabei nichts zur Sache. Hoffentlich bleiben sie dran und halten sich gut in der Kreisliga. Spätestens Ende September in Großgräfendorf werde ich mir mal wieder ein Spiel des TSV II ansehen.

Was ich mir – abgesehen von ein paar Dorfkirchen und dem aufgegebenen Fußballplatz von Traktor Erdeborn auf dem Weg nach Eisleben – ansah, war das Testspiel auf dem Lüttchendorfer Sportplatz an der B80, der eigentlich ein richtiges Stadion ist mit seiner mit Schalensitzen bestückten Tribüne, zwischen Eintracht Lüttchendorf und Edelweiß Arnstedt. Die Heimmannschaft stammt aus einem 650-Einwohner-Dorf und die Gastmannschaft aus einem 600-Einwohner-Dorf. Erstere spielten in der Landesklasse gut mit, letztere stiegen in die Verbandsliga auf. Beiden wird mitunter der übertriebene Einsatz von Geldmitteln vorgeworfen. Beide spielten bisher eine starke Vorbereitung. Doch diesmal hatte Lüttchendorf Personalsorgen – und Arnstedt volle Kappelle.
Warum man einen Verein aus der Nähe von Aschersleben nach einer Alpenblume nennt weiß ich nicht, doch solange sie gut spielen, kann ich auch nur Positives über sie schreiben. Und „SV Edelweiß Arnstedt“ klingt viel besser als ein schnödes „SV Arnstedt“ oder „FC Arnstedt“. Nach nur vier Minuten jedenfalls war das runde im eckigen: Arnstedt drückte aufs Tor, hob die Heimabwehr aus den Angeln und traf aus spitzem Winkel zum 0:1. Danach belagerten sie bis zur 30. erfolglos das Lüttchendorfer Tor, ehe ein weiterer starker Spielzug zum 0:2 führte. Das dritte Tor gleich hinterher und vor der Pause hebelten sie gleich noch mal die Abwehr aus.
Ob die kleine Anzeigetafel genug Platz für zweistellige Ergebnisse hat?
Nun gut, so viel Platz wurde dann doch nicht gebraucht, doch nach der Pause ging es munter weiter: Flanke in den Strafraum, Kopfball aus kaum 10 Metern Entfernung ins Eck: 0-5. Arnstedt nahm sich etwas zurück, doch starke Laufduelle und Zweikämpfe, die es für ein Testspiel erfreulich häufig zu sehen gab, gab es trotzdem noch von Zeit zu Zeit. Zwei weitere Tore für Arnstedt folgten, ehe Lüttchendorf seine einzigen beiden Chancen der Partie vergab.
Wenn Edelweiß Arnstedt immer so spielt, sind sie definitiv eine Bereicherung für die spielerisch unterbelichtete Verbandsliga Sachsen-Anhalt. Mal sehen, wie sie sich so schlagen. Was den heutigen Tag anging, kann ich nur sagen, dass beide Spiele das Kommen lohnten, da sie – gerade für Testspiele – gut und unterhaltsam waren. Was ich als einziges einmal ganz deutlich kritisieren muss, ist der Punkt, dass Amsdorf für ein Spiel vor 15 Zuschauern die regulären 2€ und Lüttchendorf ebenfalls den mit 3€ in der Liga noch angemessenen Normalpreis verlangten. Wenn ich mir anschaue, dass es in vielen Ländern – z.B. auch England – üblich ist, bei Vorbereitungsspielen alle Karten um z.B. 50% im Preis zu senken, dann kann ich nur noch mal sagen, dass es eine Unverschämtheit ist, mit einer dreisten Selbstverständlichkeit bei Testspielen denselben Preis wie im Punktspielbetrieb zu verlangen – auch wenn es nur 2 oder 3 Euro sind. Teilweise werden die an sportlichem Wert mangelnden Testspiele sogar zu noch höheren als den regulären Eintrittspreisen veranstaltet.
Der SV Rositz am Tag davor war hier eine positive Ausnahme: da kostete der Eintritt auch nur 3€, obwohl der Oberligist Sachsen Leipzig kam!

Statistik:
Ground Nr. 446 (zwei neue Grounds; diese Saison: 115 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 1.031 und 1.032 (diese Saison: 175)
Tageskilometer: 90 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 36.440 (22.580 Auto/ 6.000 Flugzeug/ 4.210 Fahrrad/ 3.650 Bus, Bahn, Tram/ weniger als 10 Schiff)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 23
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 207
Samstag, 17. Juli 2010 – Anstoß 12.00
Testspiel (Kreisoberliga Mansfeld-Südharz (Aufsteiger aus Kreisliga), 9. Liga, 4. Amateurliga gegen Kreisliga Saalekreis Staffel 1 (Absteiger aus Kreisoberliga), 10. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 2:1 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit 0:1
Tore: 0:1 39. Grunenberg, 1:1 54. Nr. 11, 2:1 76. Nr. 13
Verwarnungen: keine, Platzverweise: keine
Spielort: Sportpark Amsdorf, Nebenplatz (Kap. 700 Stehplätze)
Zuschauer: 15 (davon 5 Gästefans)
Unterhaltungswert: 5,5/10 (Enges Spiel auf ordentlichem Niveau)
SV Eintracht Lüttchendorf 0:7 SV Edelweiß Arnstedt
Samstag, 17. Juli 2010 – Anstoß 15.00
Testspiel (Landesklasse Staffel 4, 8. Liga, 3. Amateurliga gegen Verbandsliga Sachsen-Anhalt (Aufsteiger aus Landesliga Nord), 6. Liga, 1. Amateurliga)
Ergebnis: 0:7 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit 0:4
Tore: 0:1 4. Liegmann, 0:2 30. Liegmann, 0:3 31. Liegmann, 0:4 42. Cramer, 0:5 48. Liegmann, 0:6 68. Liegmann, 0:7 81. Krause
Verwarnungen: keine, Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz an der B80 (Kap. 750, davon 150 überdachte Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 70 (davon ca. 20 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Zwar sehr einseitig, doch durch Arnstedts Klasse absolut sehenswert)

Photos and English version:
Amsdorf II vs Leuna II
Lüttchendorf vs Arnstedt
Amsdorf ist ein 1.500 Einwohner zählendes Nest, das seit Jahren schon in der höchsten Amateurliga vertreten ist und als Firmenteam der Montanwachsfabrik Romonta aufläuft. Die zweite Mannschaft spielt Kreisoberliga. Aus dieser Klasse ist die zweite vom TSV 1919 gerade erst knapp abgestiegen. Eigentlich sollte auch noch die erste Mannschaft des TSV Leuna bei der ersten von Romonta Amsdorf gastieren, doch so viele Spiele in wenigen Tagen bei der Personaldecke sind nicht machbar. Für uns war diese Absage auch nicht unpraktisch, da das Spiel von Lüttchendorf gegen Arnstedt eine hervorragende Alternative war.
Der Hauptplatz des Sportparks Amsdorf hat eine kleine, fünfstufige Betontribüne auf einer Längsseite, die rechts und links des Eingangs je eine lustige Wellblechhütte mit ein paar Bänken drunter zu bieten hat. Ein paar der bequemen Holzbänke mit dem auffällig geschwungenen Metallgestänge stehen auch außerhalb der Überdachung. Der Nebenplatz hat keine Ausbauten, aber ein paar Bäume und den Blick zum Romonta-Werk und in die Landschaft mit den von Bäumen durchwirkten Feldern.
Der Platz ist recht kurz, was für beide Mannschaften von Vorteil war. In der gesamten ersten Halbzeit holte Amsdorf durch gefährliche Torschüsse, die Torwart Fiebig sicher abwehrte, mindestens sechs Eckstöße heraus, doch verpasste es, einen Treffer zu erzielen. Leuna hingegen erschien drei Mal gefährlich vorm Tor und erzielte tatsächlich einen Treffer: Grunenberg schob aus Nahdistanz ein. Letzte Saison gab es immer Ärger wegen der schlechten Chancenverwertung – in den letzten beiden Testspielen sah das viel besser aus!
In der zweiten Halbzeit war Amsdorf genauso aktiv wie zuvor und Leuna tat mehr noch vorn. Doch viele Chancen hatten die Blau-Weißen nicht und sie trafen auch nicht mehr. Amsdorf schaffte es noch, das Spiel zu drehen. Zwei gut gemachte Tore und ein paar haarsträubend vergebene Chancen der Gastgeber später und das Spiel ging mit dem Endstand von 2:1 für die leicht favorisierte Mannschaft vorbei.

Das Spiel der zweiten Mannschaft war wieder gut und eine Steigerung zur Vorsaison war auch erkennbar. Dass es knapp verloren ging tut dabei nichts zur Sache. Hoffentlich bleiben sie dran und halten sich gut in der Kreisliga. Spätestens Ende September in Großgräfendorf werde ich mir mal wieder ein Spiel des TSV II ansehen.

Was ich mir – abgesehen von ein paar Dorfkirchen und dem aufgegebenen Fußballplatz von Traktor Erdeborn auf dem Weg nach Eisleben – ansah, war das Testspiel auf dem Lüttchendorfer Sportplatz an der B80, der eigentlich ein richtiges Stadion ist mit seiner mit Schalensitzen bestückten Tribüne, zwischen Eintracht Lüttchendorf und Edelweiß Arnstedt. Die Heimmannschaft stammt aus einem 650-Einwohner-Dorf und die Gastmannschaft aus einem 600-Einwohner-Dorf. Erstere spielten in der Landesklasse gut mit, letztere stiegen in die Verbandsliga auf. Beiden wird mitunter der übertriebene Einsatz von Geldmitteln vorgeworfen. Beide spielten bisher eine starke Vorbereitung. Doch diesmal hatte Lüttchendorf Personalsorgen – und Arnstedt volle Kappelle.
Warum man einen Verein aus der Nähe von Aschersleben nach einer Alpenblume nennt weiß ich nicht, doch solange sie gut spielen, kann ich auch nur Positives über sie schreiben. Und „SV Edelweiß Arnstedt“ klingt viel besser als ein schnödes „SV Arnstedt“ oder „FC Arnstedt“. Nach nur vier Minuten jedenfalls war das runde im eckigen: Arnstedt drückte aufs Tor, hob die Heimabwehr aus den Angeln und traf aus spitzem Winkel zum 0:1. Danach belagerten sie bis zur 30. erfolglos das Lüttchendorfer Tor, ehe ein weiterer starker Spielzug zum 0:2 führte. Das dritte Tor gleich hinterher und vor der Pause hebelten sie gleich noch mal die Abwehr aus.
Ob die kleine Anzeigetafel genug Platz für zweistellige Ergebnisse hat?
Nun gut, so viel Platz wurde dann doch nicht gebraucht, doch nach der Pause ging es munter weiter: Flanke in den Strafraum, Kopfball aus kaum 10 Metern Entfernung ins Eck: 0-5. Arnstedt nahm sich etwas zurück, doch starke Laufduelle und Zweikämpfe, die es für ein Testspiel erfreulich häufig zu sehen gab, gab es trotzdem noch von Zeit zu Zeit. Zwei weitere Tore für Arnstedt folgten, ehe Lüttchendorf seine einzigen beiden Chancen der Partie vergab.
Wenn Edelweiß Arnstedt immer so spielt, sind sie definitiv eine Bereicherung für die spielerisch unterbelichtete Verbandsliga Sachsen-Anhalt. Mal sehen, wie sie sich so schlagen. Was den heutigen Tag anging, kann ich nur sagen, dass beide Spiele das Kommen lohnten, da sie – gerade für Testspiele – gut und unterhaltsam waren. Was ich als einziges einmal ganz deutlich kritisieren muss, ist der Punkt, dass Amsdorf für ein Spiel vor 15 Zuschauern die regulären 2€ und Lüttchendorf ebenfalls den mit 3€ in der Liga noch angemessenen Normalpreis verlangten. Wenn ich mir anschaue, dass es in vielen Ländern – z.B. auch England – üblich ist, bei Vorbereitungsspielen alle Karten um z.B. 50% im Preis zu senken, dann kann ich nur noch mal sagen, dass es eine Unverschämtheit ist, mit einer dreisten Selbstverständlichkeit bei Testspielen denselben Preis wie im Punktspielbetrieb zu verlangen – auch wenn es nur 2 oder 3 Euro sind. Teilweise werden die an sportlichem Wert mangelnden Testspiele sogar zu noch höheren als den regulären Eintrittspreisen veranstaltet.
Der SV Rositz am Tag davor war hier eine positive Ausnahme: da kostete der Eintritt auch nur 3€, obwohl der Oberligist Sachsen Leipzig kam!

Statistik:
Ground Nr. 446 (zwei neue Grounds; diese Saison: 115 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 1.031 und 1.032 (diese Saison: 175)
Tageskilometer: 90 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 36.440 (22.580 Auto/ 6.000 Flugzeug/ 4.210 Fahrrad/ 3.650 Bus, Bahn, Tram/ weniger als 10 Schiff)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 23
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 207
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TSV Leuna
Samstag, 22. Mai 2010
W199I: Am Ende sicherte die ausgleichende Ungerechtigkeit den gerechten Ausgleich
SG Blau-Weiß 1921 Brachstedt 1:1 SV Romonta 90 Stedten
Freitag, 21. Mai 2010 – Anstoß 19.00
Landesliga Süd (7. Liga, 2. Amateurliga)
Ergebnis: 1:1 nach 92 Min. (45/47) – Halbzeit 0:0
Tore: 1:0 55. Jebock, 1:1 74. Nr. 11
Verwarnungen: Märker (?), Kuka, Reza, Lichtner (Brachstedt); Nr. 2 (Stedten)
Platzverweise: keine
Spielort: Sportanlage Brachstedt (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 140 (davon ca. 20 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes, schnelles und sehr spannendes Spiel)

Photos and English Version: http://www.flickr.com/photos/fchmksfkcb/sets/72157624109608646/detail/
900-Einwohner-Käffer wie Brachstedt, ein Ortsteil der Gemeinde Petersberg, wenige Kilometer nördlich von Halle/ Saale, spielen normalerweise Kreisliga oder -klasse, doch es gibt immer wieder Ausnahmen mit erstaunlich talentierten Mannschaften, die es in die oberen Amateurklassen oder gar noch höher schaffen. Stedten, derzeit Tabellendritter, mit seinen 1.000 Einwohnern ist so ein Fall und auch Brachstedt spielt mit seiner Sportgemeinschaft Blau-Weiß im vorderen Mittelfeld der Landesliga, also der zweithöchsten Amateurspielklasse mit. Dem muss man wirklich Respekt zollen!
Eine Ansetzung am Freitagabend muss man auch positiv hervorheben. Da Leunas Alte Herren heute kein Spiel hatten, war die Terminierung ideal: für mich ein neuer Verein – und neuer Ground. Nur leider ist dieser Ground für einen Landesligaplatz extrem dörflich und fade – und selbst für einen Kreisligaplatz ist der Sportplatz Brachstedt mäßig. Auf zwei Seiten Bäume, auf einer billige Hütten und auf der vierten ein mit Gestrüpp begrenztes Feld. Die landschaftliche Lage und die Infrastruktur des Platzes lassen auch sehr zu wünschen übrig.
Aber dafür war das Spiel gut: von Beginn an schnell, wobei die Gäste aus Stedten – eine der beiden Betriebssportgemeinschaften vom Montanwachswerk Romonta – die Gastgeber für 15 Minuten völlig einschnürten. Danach war das Spiel ausgeglichen und zwischenzeitlich auch völlig sauber geführt. Doch die harten Zweikämpfe der ersten Viertelstunde von Brachstedt waren nicht übertrieben wild. Zur Pause stand es leider auch noch 0:0.

In der zweiten Halbzeit hatten dann die wenigen Zuschauer mehr Grund, sich mit lautstarken Zwischenrufen bemerkbar zu machen: nach 10 Minuten in Hälfte zwei lag der Ball im Tor der Gäste. Laut Programm müsste Thomas Jebock getroffen haben. Immerhin also wurde ein Programmheft ausgegeben, wenn man schon keinen Stadionsprecher – in der Klasse eigentlich ein Unding – hat. Der Torschütze umkurvte jedenfalls schön den Gästetorwart. Danach machte Stedten allerdings wieder mehr Druck und war drauf und dran den Ausgleich zu machen, was Brachstedt immer wieder zu Fouls nötigte. Besonders hervorzuheben ist das grobe Einsteigen des 15ers von Brachstedt, der von hinten angeflogen kam, als ein schnellerer Stedtener den Ball im Mittelfeld nach vorne trieb. Eine völlig berechtigte gelbe Karte, die auch eine Rote hätte sein können – zumal der Stedtener nicht weiter spielen konnte.
Als besagter Gästespieler noch zur Behandlung draußen war, gelang der Ausgleich. Mit einem Mann weniger! Der unerfahrene Torwart war daran nicht ganz unschuldig. Aber der Treffer war zu diesem Zeitpunkt auch wirklich verdient. Kurz darauf gelangte der Ball nochmals in den Kasten der Gastgeber, doch eine zweifelhafte Abseitsentscheidung entzog dem aus einem Meter Abstand erzielten Treffer seine Gültigkeit. Noch krasser war dann die Szene in der 89. Minute. Bei so etwas ist es echt scheiße, Schiedsrichter zu sein. Weicheier, die bei jeder Pöbelei gleich das Weite suchen, sind bei diesem harten Hobby bzw. Job so wie so fehl am Platze, aber bei so einer Szene wie hier kurz vor Schluss, kann man als Schiri nur hoffen, dass das Publikum vernünftig bleibt. Hier wurden aber auch nur Sachen wie „Schieber“, „Penner“ und „Das war Rot, du Spinner!“ gut hörbar gerufen. Was passiert war? Nun, der 15er von Brachstedt – der, der 15 Minuten zuvor einen Gegenspieler grob gefoult hatte – rennt aufs Tor zu und wird vom 2er von Stedten auf der Strafraumgrenze voll von den Beinen geholt. Ich bin mir zu 90% sicher, dass das ein Elfmeter war und zu 100%, dass der Gelbbelastete hier hätte fliegen müssen. Aber der Schiedsrichter dachte irgendwie an das nicht gegebene Tor und an die zu lasche Bestrafung des (hier ausnahmsweise mal) Gefoulten und entschied auf Freistoß statt Elfmeter und eine mündliche Ermahnung für den Stedtener. Der Freistoß brachte nichts ein und kurz darauf wurde auch schon abgepfiffen, sodass ich nur die Überschrift noch mal unterstreichen kann, denn am Ende sicherte die ausgleichende Ungerechtigkeit (Stedten ein Tor fragwürdigerweise aberkannt und ein Brachstedter nicht vom Feld gestellt gegen einen Elfmeter für Brachstedt verweigert und einen Stedtener nicht vom Feld gestellt) den gerechten (gerecht deshalb, da beide Mannschaft doch über das gesamte Spiel gesehen gleichwertig gewesen waren) Ausgleich.

Statistik:
Ground Nr. 427 (ein neuer Ground; diese Saison: 96 neue)
Sportveranstaltung Nr. 1.004 (diese Saison: 146)
Tageskilometer: 70 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 34.150 (21.720 Auto/ 6.000 Flugzeug/ 3.250 Bus, Bahn, Tram/ 3.180 Fahrrad/ weniger als 10 Schiff)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 87
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 199
Freitag, 21. Mai 2010 – Anstoß 19.00
Landesliga Süd (7. Liga, 2. Amateurliga)
Ergebnis: 1:1 nach 92 Min. (45/47) – Halbzeit 0:0
Tore: 1:0 55. Jebock, 1:1 74. Nr. 11
Verwarnungen: Märker (?), Kuka, Reza, Lichtner (Brachstedt); Nr. 2 (Stedten)
Platzverweise: keine
Spielort: Sportanlage Brachstedt (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 140 (davon ca. 20 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes, schnelles und sehr spannendes Spiel)

Photos and English Version: http://www.flickr.com/photos/fchmksfkcb/sets/72157624109608646/detail/
900-Einwohner-Käffer wie Brachstedt, ein Ortsteil der Gemeinde Petersberg, wenige Kilometer nördlich von Halle/ Saale, spielen normalerweise Kreisliga oder -klasse, doch es gibt immer wieder Ausnahmen mit erstaunlich talentierten Mannschaften, die es in die oberen Amateurklassen oder gar noch höher schaffen. Stedten, derzeit Tabellendritter, mit seinen 1.000 Einwohnern ist so ein Fall und auch Brachstedt spielt mit seiner Sportgemeinschaft Blau-Weiß im vorderen Mittelfeld der Landesliga, also der zweithöchsten Amateurspielklasse mit. Dem muss man wirklich Respekt zollen!
Eine Ansetzung am Freitagabend muss man auch positiv hervorheben. Da Leunas Alte Herren heute kein Spiel hatten, war die Terminierung ideal: für mich ein neuer Verein – und neuer Ground. Nur leider ist dieser Ground für einen Landesligaplatz extrem dörflich und fade – und selbst für einen Kreisligaplatz ist der Sportplatz Brachstedt mäßig. Auf zwei Seiten Bäume, auf einer billige Hütten und auf der vierten ein mit Gestrüpp begrenztes Feld. Die landschaftliche Lage und die Infrastruktur des Platzes lassen auch sehr zu wünschen übrig.
Aber dafür war das Spiel gut: von Beginn an schnell, wobei die Gäste aus Stedten – eine der beiden Betriebssportgemeinschaften vom Montanwachswerk Romonta – die Gastgeber für 15 Minuten völlig einschnürten. Danach war das Spiel ausgeglichen und zwischenzeitlich auch völlig sauber geführt. Doch die harten Zweikämpfe der ersten Viertelstunde von Brachstedt waren nicht übertrieben wild. Zur Pause stand es leider auch noch 0:0.

In der zweiten Halbzeit hatten dann die wenigen Zuschauer mehr Grund, sich mit lautstarken Zwischenrufen bemerkbar zu machen: nach 10 Minuten in Hälfte zwei lag der Ball im Tor der Gäste. Laut Programm müsste Thomas Jebock getroffen haben. Immerhin also wurde ein Programmheft ausgegeben, wenn man schon keinen Stadionsprecher – in der Klasse eigentlich ein Unding – hat. Der Torschütze umkurvte jedenfalls schön den Gästetorwart. Danach machte Stedten allerdings wieder mehr Druck und war drauf und dran den Ausgleich zu machen, was Brachstedt immer wieder zu Fouls nötigte. Besonders hervorzuheben ist das grobe Einsteigen des 15ers von Brachstedt, der von hinten angeflogen kam, als ein schnellerer Stedtener den Ball im Mittelfeld nach vorne trieb. Eine völlig berechtigte gelbe Karte, die auch eine Rote hätte sein können – zumal der Stedtener nicht weiter spielen konnte.
Als besagter Gästespieler noch zur Behandlung draußen war, gelang der Ausgleich. Mit einem Mann weniger! Der unerfahrene Torwart war daran nicht ganz unschuldig. Aber der Treffer war zu diesem Zeitpunkt auch wirklich verdient. Kurz darauf gelangte der Ball nochmals in den Kasten der Gastgeber, doch eine zweifelhafte Abseitsentscheidung entzog dem aus einem Meter Abstand erzielten Treffer seine Gültigkeit. Noch krasser war dann die Szene in der 89. Minute. Bei so etwas ist es echt scheiße, Schiedsrichter zu sein. Weicheier, die bei jeder Pöbelei gleich das Weite suchen, sind bei diesem harten Hobby bzw. Job so wie so fehl am Platze, aber bei so einer Szene wie hier kurz vor Schluss, kann man als Schiri nur hoffen, dass das Publikum vernünftig bleibt. Hier wurden aber auch nur Sachen wie „Schieber“, „Penner“ und „Das war Rot, du Spinner!“ gut hörbar gerufen. Was passiert war? Nun, der 15er von Brachstedt – der, der 15 Minuten zuvor einen Gegenspieler grob gefoult hatte – rennt aufs Tor zu und wird vom 2er von Stedten auf der Strafraumgrenze voll von den Beinen geholt. Ich bin mir zu 90% sicher, dass das ein Elfmeter war und zu 100%, dass der Gelbbelastete hier hätte fliegen müssen. Aber der Schiedsrichter dachte irgendwie an das nicht gegebene Tor und an die zu lasche Bestrafung des (hier ausnahmsweise mal) Gefoulten und entschied auf Freistoß statt Elfmeter und eine mündliche Ermahnung für den Stedtener. Der Freistoß brachte nichts ein und kurz darauf wurde auch schon abgepfiffen, sodass ich nur die Überschrift noch mal unterstreichen kann, denn am Ende sicherte die ausgleichende Ungerechtigkeit (Stedten ein Tor fragwürdigerweise aberkannt und ein Brachstedter nicht vom Feld gestellt gegen einen Elfmeter für Brachstedt verweigert und einen Stedtener nicht vom Feld gestellt) den gerechten (gerecht deshalb, da beide Mannschaft doch über das gesamte Spiel gesehen gleichwertig gewesen waren) Ausgleich.

Statistik:
Ground Nr. 427 (ein neuer Ground; diese Saison: 96 neue)
Sportveranstaltung Nr. 1.004 (diese Saison: 146)
Tageskilometer: 70 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 34.150 (21.720 Auto/ 6.000 Flugzeug/ 3.250 Bus, Bahn, Tram/ 3.180 Fahrrad/ weniger als 10 Schiff)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 87
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 199
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Samstag, 13. September 2008
WE111: 2nd match on Saturday: Another match proving that Saxony-Anhalt’s Verbandsliga is weak
Mansfelder SV Eisleben 1:1 1. FC Romonta Amsdorf
Saturday, 13th September 2008 - kick-off time 15.00
Verbandsliga (6th level, 2nd amateur division)
Result: 1:1 after 91 min. (45/45+1) - Halftime 0:0
Goals: 0-1 79th Fengler, 1-1 89th Sedláček.
Bookings: 7 (3 Eisleben, 4 Amsdorf)
Sent-offs: Albrecht (Amsdorf, 81st; serious foul play)
Stadium: Städtischer Sportplatz (cap. 4,000; 10 seated)
Attendance: approx. 250 (at the fewest 50 away fans)
Match quality: 1.5/10 (weak)
Saturday, 13th September 2008 - kick-off time 15.00
Verbandsliga (6th level, 2nd amateur division)
Result: 1:1 after 91 min. (45/45+1) - Halftime 0:0
Goals: 0-1 79th Fengler, 1-1 89th Sedláček.
Bookings: 7 (3 Eisleben, 4 Amsdorf)
Sent-offs: Albrecht (Amsdorf, 81st; serious foul play)
Stadium: Städtischer Sportplatz (cap. 4,000; 10 seated)
Attendance: approx. 250 (at the fewest 50 away fans)
Match quality: 1.5/10 (weak)
Ground No. 248 (new ground; this season: 18)
Sporting event No. 659 (this season: 26)
Kilometres that day: 90km by train, 45 by bike
Km this season: 7,075 (4,810 car/ 1,520 public transport/ 745 bike)
Number of football matches since the last goalless draw: 76
Number of weeks since the last week without any sporting event (Aug 1st-6th 2006): 111

His last words before receiving his marching order: 'I just played the ball!'
14 further kilometres by bike - partially very difficult due to the wind blowing heavily from in front of us - we arrived in Eisleben, a nice town of slightly more than 20,000 inhabitants we already visited before. But we visited the old town only - not the stadium. This time we went to Eisleben for watching football in the small stadium only. When we arrived at the stadium, the players still prepared for the start of the match, so we could say: our time-schedule was correctly calculated - but calculating a bicycle route is far more difficult than a car route.
The match started in time and Eisleben had two great chances - in the whole first half… Both teams were running and fighting and so on, but absolutely incapable to score a goal or just to set their opponent’s defence under pressure. The match quality rate went down towards 0.0 - the lowest possible rating.
I set the rating to 0.0 in my mind after 60 minutes and started complaining a lot - as some of the 250 fans, especially the 50 away fans, did as well. Especially when the referee did not count a goal of Eisleben due to hand ball playing, remarks like: ‘what is that wanker doing’ were made by me. Some players had to cope with being called ‘dossers’, ‘idiots’, and ‘arseholes’. ‘Unbelievable what a shitty kind of football those bunch of gays is playing’ was a remark made by another fan.
But those bunch of gays even managed to score a goal although I saw the series being stopped after 75 matches. Amsdorf scored by a counter after 79 minutes. Two minutes later a player of Romonta Amsdorf was sent-off due to playing seriously foul. After 89 minutes Eisleben equalised - deservedly!
Some further fouls punished by yellow cards later, the match was ended.
We went back to Erdeborn by bike, took the train to Halle, had to wait almost one hour this time to catch the train to Merseburg (waiting one hour for riding 13 minutes!) and arrived in the evening there.
Recommended: For more photos of the match see: http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/080913c%20MSV%20EISLEBEN%201-1%20ROMONTA%20AMSDORF/
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