Montag, 28. April 2014

W404IV: Doppelsieg für die Leunaer Jugend – und: Suche nach einem Kreisklassespiel…

1. Spielvereinigung Sennewitz 1947 II ............................. 0
Wettiner Sportverein 1920 II ............................................ 4
- Datum: Sonntag, 27. April 2014 – Anstoß: 15.00
- Wettbewerb: 2. Kreisklasse Saalekreis, Staffel 2 (12. und unterste Spielklasse, 7. Amateurliga)
- Ergebnis: 0-4 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0-2
- Tore: 0-1 3. Christian Germann, 0-2 40. Carsten Deparade, 0-3 69. Christian Germann, 0-4 Carsten Deparade
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Am Tonloch (Kap. 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 30 (davon 26 Zahlende und ca. 15 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Mittelmäßiges und sehr einseitiges Spiel)

TSV Leuna 1919 E ............................................................. 6
SV Merseburg 1899 II E .................................................... 2
- Datum: Sonntag, 27. April 2014 – Anstoß: 10.00
- Wettbewerb: E-Junioren Kreisklasse Saalekreis, Staffel 1 (U11-Liga)
- Ergebnis: 6-2 nach 50 Min. (25/25) – Halbzeit: 3-1
- Freundschafts-Neunmeterschießen: 9-5 für Leuna nach je 15 Schützen
- Tore: 1-0 3. Yassin, 2-0 7. Oliver, 3-0 8. Oliver, 3-1 12. Nr. 3, 4-1 30. Paul, 4-2 41. Nr. 11, 5-2 45. Yassin, 6-2 49. Kevin
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportstätte der Jugend, Platz 2 (Kap. 500, davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 20 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,5/10 (Leuna mit standesgemäßem Sieg, Merseburg nicht so schwach wie erwartet)

TSV Leuna 1919 F ............................................................. 8
SV Eintracht Bad Dürrenberg F ...................................... 0
- Datum: Sonntag, 27. April 2014 – Anstoß: 9.00
- Wettbewerb: F-Junioren Kreisklasse Saalekreis, Staffel 1 (U9-Liga)
- Ergebnis: 8-0 nach 40 Min. (20/20) – Halbzeit: 4-0
- Freundschafts-Neunmeterschießen: 4-6 für Bad Dürrenberg nach 12-10 Schützen
- Tore: 1-0 5. Luca, 2-0 10. Tim, 3-0 11. Tim, 4-0 12. Luca, 5-0 27. Lukas, 6-0 37. Niclas, 7-0 38. Emma, 8-0 40. Tim
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportstätte der Jugend, Platz 2 (Kap. 500, davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 20 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Leuna sehr klar überlegen und erzielte schön viele Tore)  
Photos with English Commentary:
a) Under-Aged Football: Leuna U9 defeat Bad Dürrenberg and Leuna U11 defeat Merseburg 99
b) Amateur Football: Sennewitz Reserves lost to Wettin Reserves (match in Oppin called off)

Am Sonntag gab es die Leunaer Jugend in einem Doppelspieltag auf der Sportstätte der Jugend zu sehen. In beiden Partien waren sie in der Favoritenrolle. Die F-Jugend ist mit 11 Siegen und 3 Niederlage sowie 78:8 Toren auf Rang 4, der Gegner aus Bad Dürrenberg mit 10:83 und 8 Punkten auf Rang 8 von 10. Die E befindet sich mit 7 Siegen, 2 Unentschieden und 5 Niederlagen ebenfalls auf Rang 4 (Torverhältnis 50:35), während der Gegner von Merseburg 99 II Tabellenletzer mit 2 Punkten und 14:101 Toren ist.

Als ich leicht verspätet ankam, führte die F-Jugend schon 1:0 und setzte das Belagern des Dürrenberger Tores fort. Eltern und Trainer der Gäste fiel nichts Besseres an, als sinnlos zu meckern oder genervt Hinweise zu geben, die die Kinder nicht befolgten. Schnell stand es 4:0. Besonders in der zweiten Hälfte zeigte sich bei Leuna sehr stark: wenn zwei oder mehr Spieler zusammenspielten, sich zupassten und kombinierten, konnte Leuna erfolgreich abschließen. Wer eigensinnig aufs Tor drängte und gleich drauf schoss, scheiterte ein ums andere Mal am Torwart oder dem Pfosten. Eines der Tore in der Schlussphase wurde übrigens von einem der beiden Mädchen, zudem noch mit die Jüngste in der Mannschaft, geschickt per Direktabnahme nach einer gelungenen Flanke erzielt. Für ihr erstes Saisontor gab es regelrechte Jubelstürme von den Betreuern und den Eltern aller Leuna-Spieler. Der Endstand von 8:0 war völlig verdient, da Bad Dürrenberg leider in keiner Phase mithalten konnte. Erst im freundschaftlichen Neunmeterschießen konnte Bad Dürrenberg Tore erzielen.

Auch im zweiten Spiel ging es erfolgreich los für den TSV. Die Abwehr von Merseburg 99 hatte mit den schnelleren Leunaern Probleme und die Torhüterin kam an keinen Ball. Unablässig rummaulen wie der Inkompetente im grünen Hemd, der wohl der Trainer war – ist halt schlimm, wenn man sonst keinen hat, der diesen Posten besetzen kann – muss man trotzdem nicht. Als Leuna das Spiel schleifen ließ, zeigte Merseburg aber mal ihre besten Spielzüge. Kurz vor der Pause konnten sie so auf 3:1 verkürzen. Nach dem Seitenwechsel sah es aber wieder ganz anders aus: Leuna ergriff gleich die Chance auf die Entscheidung zum 4:1 und Merseburg kam nur noch vereinzelt vor den Kasten der Leunaer. Ein weiterer Treffer war umstritten – ob da ein anderer als der Leunaer Torwart mit der Hand am Ball war, konnte ich aus 60m Entfernung nicht genau sehen: aber unser Schiedsrichter hatte seine Fehlentscheidungsquote (diese treffen übrigens in 80% der Fälle Leuna selbst!) noch lange nicht erfüllt gehabt, ja bis dahin hatte er überhaupt keine getroffen! Aber ob nun berechtigt oder nicht: der Strafstoß wurde sicher verwandelt und die Schlussphase des Spiels gehörte dann wieder dem TSV, sodass sie mit einem 6:2 als Sieger vom Feld gingen. Übrigens muss man nicht nur die Leistung des TSV loben, sondern den 99ern auch zuerkennen, dass sie deutlich besser als ihre Bilanz in der Liga es vermuten lässt, in diesem Match spielten!  
Der Tag war noch lang, aber zu kurz um noch zu einem unbekannten Ground zu fahren, also fuhren wir mit dem Rad zum Essen nach Reideburg und von dort weiter nach Oppin. Dort wollte ich den Platz für meine Groundsammlung noch einmal fotografieren, da ich ihn nur im Nebel bei einem Spiel der Kreisklasse aufgenommen hatte. OK, den Platz habe ich auch fotografieren können, aber zu einem Spiel kam es leider nicht, denn VSG Oppin II trat nicht an – der Tabellenletzte wollte nicht wieder die Bude in Unterzahl vollkriegen…

Die Suche nach einem anderen Spiel war in Gutenberg erfolglos (spielfrei, da Kütten II zurückgezogen hatte), aber in Sennewitz bekamen wir um 15 Uhr doch noch Kreisklasse zu sehen. Ist zwar mit der ödesten Platz in der Liga – egal ob Hauptplatz oder Nebenplatz, wobei ich letzteren Zusatzpunkt vllt. doch mal machen werde in dieser Saison: das will ich mal sehen, wenn im Oktober die Alten Herren dort unter Flutlicht (d.h. sechs Baustrahlern) spielen – aber für zu hohe 1,50€ bekam man nicht nur ordentliche Eintrittskarten, sondern auch ein ganz ordentliches Spiel zu sehen.

Die Fangruppen waren gleich verteilt und gleich leise, die Chancenverteilung verlief aber sehr ungleich zugunsten der Gäste aus Wettin. Zwischen dem Siebten und dem Vierten lagen schon satte 15 Punkte und Wettin II zeigte diesen Unterschied auch deutlich mit einer schnellen Führung, regelmäßigen Angriffen und einer sicheren Pausenführung von 2:0. Auch in der zweiten Hälfte hatte Sennewitz kaum Torgelegenheiten, während Wettin mit einem tollen Freistoß in den Winkel und einem gut herausgespielten 0:4 alles klar machte.  
Statistik:
- Grounds: 1.101 (kein neuer; diese Saison: 130 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.032 (heute 3; diese Saison: 176)
- Tageskilometer: 80 (80km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 55.090 (53.530 Auto/ 1.460 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 20 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 28 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 404

W404III: Fußball und Handball in der Niederlausitz

Handballsportverein Senftenberg ................................ 30
SSV Rot-Weiß Friedland ............................................... 23
- Datum: Samstag, 26. April 2014 – Anstoß: 16.00
- Wettbewerb: Handball-Verbandsliga Brandenburg Süd (6. Spielklasse, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 30-23 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 13-14
- Tore: k.A.
- Gelbe Karten: Nr. 2, 7, 15 (HSV); Nr. 9, 11, 96, Trainer (SSV RW)
- Zeitstrafen: 2x Nr. 11, Nr. 7 (HSV = 6 Minuten); Nr. 3, 7, 8, 11, 96 (SSV RW = 10 Minuten)
- Rote Karten: keine
- Spielort: Niederlausitzhalle (Kap. 1.500 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 150 (davon ca. 40 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes und bis zur 55. Minute auch spannendes Spiel)

SV Germania Ruhland 1910 II ......................................... 1
SV Glückauf Kleinleipisch ................................................ 4
- Datum: Samstag, 26. April 2014 – Anstoß: 12.30
- Wettbewerb: 1. Kreisklasse Senftenberg (10. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-4 nach 90 Min. (44/46) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 7. Sebastian Hubert, 1-1 49. Friedrich Wolff, 1-2 57. Eric Wiegand, 1-3 68. Thomas Mittag, 1-4 87. Paul Stein
- Verwarnungen: Thomas Mittag (Kleinleipisch)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Germania-Sportplatz Ruhland (Kap. 2.200, davon 200 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 24 (davon ca. 12 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 4,0/10 (Ganz ordentliches Spiel, aber einiger Leerlauf und viel zu deutlicher Sieg für den Gast)  
Photos with English Commentary:
a) Football: Germania Ruhland lost to Glückauf Kleinleipisch (Germania-Stadion)
b) Handball: HSV Senftenberg defeat Rot-Weiß Friedland (Niederlausitzhalle)
c) Northern Saxony: Torgau Old Town; Palaces of Triestewitz, Pülswerda, and Kathewitz
d) Southern Brandenburg: Martinskirchen, Mühlberg/ Elbe, Plessa (Kahla) 
e) Senftenberg & Spreetal: Old Town Senftenberg and Stadium Spreetal 
 
Derzeit reißen die Touren nach Brandenburg mal wieder ein. In der Niederlausitz gab es noch zwei interessante Grounds zu entdecken: einmal ein ganz ordentliches Fußballstadion, dann außerdem – als Hauptgr(o)und der Tour – die wohl interessanteste Sporthalle Brandenburgs.

Es sollte noch etwas Sightseeing geben, also fuhren wir von der Hauptroute hinter Torgau nach Süden ab und steuerten die ostelbischen Schlösser an. Die liegen noch im Bundesland Sachsen und sind recht unterschiedlicher Bauart: das Renaissanceschloss von Triestewitz ist ein hervorragend restaurierter Palast mit Hotel und Garten, das Schloss in Pülswerda ist in der Nutzung unklar und ein etwas kahl herumstehender Bau im Tudorstil und schließlich in Kathewitz, was wir über die unbefestigte Westzufahrt erreichten, ist das Schloss ein villenartiger Bauernhof aus dem späten 19. Jahrhundert, der leider vernagelt ist und verfällt.

Auf brandenburgischer Seite weiter nach Süden wird es noch interessanter: das kleine Martinskirchen hat eine ältere Kirche mit kurioser Turmuhr (Sekundenzeiger und Datumsblatt mit eingebaut) und ein tolles Barockschloss mit sehr unterschiedlicher Schau- und Rückseite. Im bekannteren Städtchen Mühlberg gibt es auf die Stadt verteilt ein verfallenes Schloss der Neorenaissance, eine schön zu besichtigende Klosterkirche am Alten Markt, ein interessantes Rathaus, mehrere Kirchen und vereinzelte spektakuläre Bürger- oder Verwaltungshäuser von mehr als 100 Jahren Alter. Einige Kilometer außerhalb sind die spärlichen aber gut dokumentierten und kommentierten Reste eines deutschen Kriegs- und sowjetischen Strafgefangenenlagers zu finden.  
Wir kamen ganz genau zum Anstoß nach Ruhland: das Germania-Stadion ist schön von massiven Eichen umgeben und auf beiden Seiten mit einer dreireihigen Stehtribüne mit Steinstufen versehen. In der ersten Reihe sind Holzbänke befestigt. Kurios ist das metallene Fernsehgerüst in der Mitte der einen Tribüne. Hinter den Toren ist es recht weitläufig und etwas kahl. Der Platz scheint ein ungewöhnliches Seitenverhältnis von 2:1 (also 110x55m oder so) zu haben.

Heute gab es hier ein Abstiegsduell der 1. Kreisklasse (9. gegen 12.) bei freiem Eintritt und den üblichen dummen Kommentaren gegenüber den Spielern und dem genauso üblichen dummen Geglotze gegenüber jedem fremden Spielbesucher (beides heute v.a. vonseiten der Gäste; die sind halt aus Lauchhammer, da ist man etwas unzivilisiert…) zu sehen.

Der Spielbeginn war vielversprechend: nach einem Abstimmungsfehler netzte der Gast aus Kleinleipisch (d.h. Lauchhammer-Nord) geschickt ein, doch Ruhland hielt in einem schlechter werdendem Spiel dagegen, sodass es ab und an Chancen auf beiden Seiten gleichverteilt zu sehen gab. Naja: mit 0-1 ging es in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel gelang schnell der Ausgleich, doch Kleinleipisch fand ins Spiel zurück. In Sachen Schüsse und Ballsicherheit war der Gast auch besser als Ruhland II – aber ärgerlicherweise kamen noch einige fragwürdige bis offensichtlich falsche Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns – besonders der beiden Linienrichter – hinzu: Abseits beim 1:2 der Gäste nachdem die Heimelf zuvor drei Mal zurückgepfiffen wurde, klarer Elfmeter für Ruhland verwehrt, nach dem sauberen 1:3 und dem noch besseren 1:4 (Heber in den Winkel) zur Abwechslung aber eine Fehlentscheidung zugunsten der Heimmannschaft: einem Glück-Auf-Spieler wird im Strafraum an den Arm geschossen. So ein billiges Geschenk nahm der Ruhländer aber nicht an und schoss 20cm links am Pfosten vorbei…  
Wir guckten uns noch die Stadtmitte Ruhlands mit der ansehnlichen Kirche an und fuhren dann nach Senftenberg. Schnell noch bei einem Dönerimbiss eingekehrt und dann zum nächsten Abstiegsduell: 11. gegen 10. in der wohl interessantesten Sporthalle des Landes Brandenburg, der Niederlausitzhalle. Von außen fällt schon jedem Trottel auf, dass die Maße irgendwie seltsam sind. Geht man rein (Eintritt 2,00€; ermäßigt 1,50€) sieht man schnell warum: die Wettkampffläche besteht aus zwei hintereinander platzierten Handballfeldern, die von einer Tartanbahn mit Kurvenüberhöhung umgeben sind. Es ist eine über 100m lange und kaum 40m breite Leichtathletikhalle mit zwei Handballfeldern. Dadurch, dass auch diese beiden Handballfelder mit Tartan ausgelegt sind, wird der HSV Senftenberg die Heimspiele in der nächsten Saison leider in einer anderen Halle austragen und erst nach Verlegung des geforderten Parketts (geplant bis Saisonbeginn 2015/16) hierher zurückkehren. Bis dahin gibt es hier nur unterklassige Leichtathletik und ab und an mal Boxen u.Ä. zu sehen.

Die Tribüne ist natürlich extrem langgestreckt – sieben Reihen rote Holzbänke, alles sehr großzügig angelegt – und war nicht sonderlich gut belegt. Nicht schlecht war die ordentliche Anzahl der auch recht viel lärmenden Gästefans. Die Heimfans teilten sich in zwei Blöcke auf, von denen sich nur der rechte mit Trommeln und Anfeuerungen bemerkbar machte. Beide hatten aber viele Winkelemente zum schwenken…

Das Spiel war ein lange spannendes und spielerisch auch für die Tabellensituation sehr gutes Match. Die erste Hälfte war sehr ausgeglichen und keine Mannschaft führte mit mehr als zwei Toren. Nach 30 Minuten lag Friedland mit einem Treffer in Front. Nach der Pause wurde es manchmal etwas hitzig auf dem Feld (Ball vorm Kopf gelandet, lautes Anmeckern, Gerempel), aber Ausraster oder so was gab es keine. Dafür nahm der Gastgeber das Heft plötzlich ziemlich in die Hand: Kurz nach der Pause gingen sie in Führung und hielten diese bis zur 40. immer knapp. Ab der 45. zeichnete sich ein Sieg für den HSV ab, da die Senftenberger – auch aufgrund ihres Torwarts und des schwächer werdenden Abschlusses der Gäste – nun konstant mit vier bis fünf Treffern führten. Nach 55 Minuten war alles klar und am Ende war der verdiente und gerechte Sieg mit sieben Treffern aber doch ein bisschen hoch ausgefallen für Senftenberg. Wie auch immer: beide Teams tauschen die Plätze, nun muss Friedland in die Relegation!

Nach dem Spiel fuhren wir die direkte Strecke zurück, nur ein kleiner Abzweig im zu Plessa gehörenden Kahla-Siedlung musste noch sein, da wir den ruinösen Turm der ehemaligen Braunkohleveredelung über die Kiefernkronen aufragen sahen. Leider kann die niemals fertiggestellte Anlage nicht betreten werden, da die Anwohner etwas dagegen haben. Zusammen mit den Blitzern in den beiden Käffern macht das einen wirklich unsympathischen Eindruck…
Viel besser ist da die verrottete und immer am wenigsten teure Tankstelle in Dobra: da gibt es nicht nur was fürs Auto, sondern auch was für die Fahrer, z.B. Joghurteis mit Früchten, was man in der Eisdiele in dieser Größe wohl kaum für 2,20€ kriegen würde…  
Statistik:
- Grounds: 1.101 (2 neue; diese Saison: 130 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.029 (heute 2; diese Saison: 173)
- Tageskilometer: 420 (420km Auto)
- Saisonkilometer: 55.010 (53.530 Auto/ 1.380 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 20 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 25 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 404

Freitag, 25. April 2014

W404II: Knapper Sieg für Leunas Ü35 in Lützen

TSV Eintracht Lützen AH ................................................ 0
TSV Leuna 1919 AH .......................................................... 1
- Datum: Freitag, 25. April 2014 – Anstoß: 18.00
- Wettbewerb: Freundschaftsspiel Alte Herren
- Ergebnis: 0-1 nach 72 Min. (35/37) – Halbzeit: 0-0
- Tore: 0-1 68. Ingo Witzel
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportanlage Merseburger Straße (Kap. 1.200, davon 200 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 18 (davon ca. 12 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,5/10 (Ganz gutes Spiel, aber leider viel Blockieren der sehr gleichwertigen Teams)  
Photos with English Commentary:
Veterans‘ Football: Eintracht Lützen v TSV Leuna 0:1

Eigentlich als lockere Radtour geplant, wurde es doch eine Autofahrt. Die neue Felge und die beiden Reifen waren nämlich Freitagnachmittag gekommen, sodass ich noch schnell zu Pitstop musste. Die haben auch wirklich kompetente Arbeit abgeliefert – nur musste es dann halt aus Zeitgründen mit dem Auto zum Altherrenspiel nach Lützen gehen.

Das Spiel war von Beginn an sehr ausgeglichen, beiden Teams spielten ansehenswert, aber blockierten sich leider immer wieder. Die Anzahl der Torchancen war dadurch leider sehr überschaubar. Auch lange nach dem Seitenwechsel stand es in einem, dann eher besser werdendem Spiel 0:0. Zwei Mal wurde Mario in aussichtsreicher Position zurückgepfiffen. Als kurz vor Schluss alle schon ein 0:0 erwartet hatten, nutzte Ingo Witzel einen Torwartfehler, nahm dem vorm Strafraum herumeiernden Schlussmann die Pille ab, lief zügig aufs Tor zu und schob den Ball über die Linie.
Super also, dass es doch noch einen Treffer gab!  
Statistik:
- Grounds: 1.099 (kein neuer; diese Saison: 128 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.027 (heute 1; diese Saison: 171)
- Tageskilometer: 40 (40km Auto)
- Saisonkilometer: 54.590 (53.110 Auto/ 1.380 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 20 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 24 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 404

Dienstag, 22. April 2014

W403I-404I (Ostern): Gründonnerstag Stadtpokal Halle, Karfreitag Hessentour, Ostersamstag Karlsruher SC, Ostersonntag Jugendfußball in Hermsdorf und Ostermontag Pokal in der Prignitzer Provinz

Pritzwalker Fußball- und Hockeyverein 1903 ........... 4
SV Groß Buchholz 1985 ............................................... 2
- Datum: Montag, 21. April 2014 – Anstoß: 14.00
- Wettbewerb: Halbfinale des Kreispokals Prignitz (Landesklasse Brandenburg West; 8. Spielklasse, 3. Amateurliga gegen Kreisliga Prignitz; 9. Spielklasse, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 4-2 nach 92 Min. (46/46) – Halbzeit: 2-0
- Tore: 1-0 11. Busse, 2-0 20. Busse, 3-0 66. Münch, 3-1 68. (Nr. 6), 4-1 72. Münch, 4-2 91. (Nr. 10, Foulelfmeter)
- Verwarnungen: Nr. 3, 9, 11 (Pritzwalk); Nr. 14, 29 (Gr. Buchholz)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Hainholzstadion Pritzwalk, sogenannte Dinnebier „Arena” (Kap. 3.300, davon 600 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 250 (davon ca. 100 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Mittelmäßiges Spiel mit völlig überlegenem Gastgeber)

SG SV Hermsdorf/ Thüringen – SV Eintracht Eisenberg – SV Elstertal Silbitz/ Crossen A ..................................... 1
SV SCHOTT Jena A ......................................................... 4
- Datum: Sonntag, 20. April 2014 – Anstoß: 10.30
- Wettbewerb: A-Junioren Verbandsliga Thüringen, Staffel 1 (3. Spielklasse der U19)
- Ergebnis: 1-4 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0-3
- Tore: 0-1 31. Marcel Waldau, 0-2 37. Karen Raschi, 0-3 44. Philipp Träumer, 0-4 69. Lucca Wittich, 1-4 88. Kevin Schütte (Foulelfmeter)
- Verwarnungen: Konrad Köhler, Marius Mücke (Hermsdorf); Nelson Dörre, Matthias Walzog, Robin Küfner (Jena)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Werner-Seelenbinder-Stadion (Kap. 2.300, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 2 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Durchschnittliches und recht einseitiges Spiel)

Karlsruher Sport-Club Mühlburg-Phönix ................ 3
1. Fußballclub Union Berlin ........................................ 2
- Datum: Samstag, 19. April 2014 – Anstoß: 13.00
- Wettbewerb: 2. Fußballbundesliga (2. Spielklasse, 2. Profifußballliga)
- Ergebnis: 3-2 nach 95 Min. (47/48) – Halbzeit: 0-0
- Tore: 1-0 56. Krebs, 1-1 62. Köhler (Foulelfmeter), 2-1 71. Schwertfeger, 3-1 76. Hennings, 3-2 78. Mattuschka (Foulelfmeter)
- Verwarnungen: TW Orlishausen, Gulde (KSC); Brandy (Union)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Wildparkstadion (Kap. 29.699, davon 15.157 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 18.000 (davon 15.557 Zahlende und mind. 800 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Ab der 52. Minute ein richtig gutes Spiel, davor aber nur Schrott)

Verein für Bewegungsspiele 1907 Lettin .................... 0
Eisenbahner-Sport-Gemeinschaft Halle .................... 4
- Datum: Donnerstag, 17. April 2014 – Anstoß: 18.00
- Wettbewerb: Stadtpokal Halle, sogenannter „Kicker Arena Stadtpokal” (Stadtoberliga Halle/ 9. Spielklasse, 4. Amateurliga gegen Landesklasse Sachsen-Anhalt, Staffel 6/ 8. Spielklasse, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 0-4 nach 94 Min. (49/45) – Halbzeit: 0-2
- Tore: 0-1 12. Steffen Fischer, 0-2 31. Rene Hohenhausen, 0-3 85. Rene Hohenhausen, 0-4 90. Jörg-Uwe Sparenberg
- Verwarnungen: Sven Heegel, David Wötzel (Lettin); Steffen Hoch, Oliver Opl, Steffen Fischer (ESG)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Lettin (Kap. 1.200, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 200 (davon 150 Zahlende und ca. 30 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 4,0/10 (Lettin spielte Scheiße und die ESG machte so viel wie nötig um einen klaren Sieg zu erspielen)  
Photos with English Commentary:
a) Football Cup, City of Halle: VfB Lettin lost to ESG Halle 
b) Sightseeing, Hesse (East): Eichenzell, Fulda, Schlitz, Lautenbach, Laubach, Münzenberg, Butzbach 

c) Bundesliga 2nd Division: Karlsruher SC defeat Union Berlin

d) Youth League of Thuringia (Hermsdorf): SG Hermsdorf/ Eisenberg/ Silbitz-Crossen v Schott Jena
e) Churches in Burgenland District: Schellbach, Loitzschütz; also: old protectory Zeitzer Forst
f) Sports Grounds in Burgenland District: Loitzschütz, Würchwitz

g) Easter Monday Game in Prignitz District Cup: FHV Pritzwalk defeat SV Groß Buchholz 
h) Western Prignitz Region: Wittenberge, Lenzen, Eldenburg, Mellen, Mankmuß, Stavenow, Neuhausen, Putlitz, Pritzwalk, Kuhbier, Wolfshagen, Königsgrab Seddin, Kreuzburg, Groß Buchholz, Perleberg, Bad Wilsnack, Rühstädt 
  
Bis auf Karfreitag hat man zu Ostern als Groundhopper immer große Auswahl: die meisten Sportarten pausieren oder führen sportlich sehr minderwertige Turniere durch, aber die Fußballer haben bis zu drei Wettkampfspiele in den fünf Feiertagen. Oft werden Pokal- und Nachholspiele zu Ostern ausgetragen.

Am Gründonnerstag fiel mir rechtzeitig ein, mal zu gucken, was nach der Uni in Halle so läuft. Das zweite Halbfinale des Stadtpokals zwischen dem 3. der Kreisoberliga und dem 3. der Landesklasse klang nicht schlecht. VfB Lettin hat ja auch einen ganz netten Dorfanger mit Graswällen, Bäumen und unebener Grünfläche auf der zwei Tore stehen, am ländlichen nördlichen Stadtrand…

Dass der Drecksverein aufgrund des Pokalspiels 1€ mehr als sonst verlangte für diesen nicht übermäßig zuschauerfreundlichen Platz, ist natürlich asozial. Hab auch selten so viel Gemecker wie von den Gästefans der ESG Halle am Einlass gehört. Die Diskussionen ließen auch vermuten, dass die 3€ nur für Nicht-Lettiner galten…

Kaum hatte sich der Alte Groundhopper, der zwar noch mehrere Monate bis zur Rente hat, sich aber trotzdem schon Rentnerermäßigung am Einlass sicherte, die Sportanlage betreten, schon fiel auch das erste Tor. Natürlich für den Klassenhöheren. Von der ersten Minute an kamen nur von den Gästen ernstzunehmende Angriffe und die Ballbehandlung und das Zusammenspiel waren bei der ESG weit weniger fehlerhaft. Im Vergleich mit den schwachen Lettinern war das auch kein Kunststück. Besonders nach dem verletzungsbedingten Ausscheiden zweier Spieler lief gar nichts mehr zusammen – obwohl die Einwechsler auch nicht schlechter als die anderen Akteure waren.

Ein Freistoß an den kurzen Pfosten führte zum 0:2. In der phasenweise noch langweiligeren zweiten Hälfte gelang der ESG aufgrund ihrer verständlicherweise wenig motivierten Spielweise durch einen Foulelfmeter und einen Schuss aufs kurze Eck der erst hinter der Linie gefangen wurde, ein standesgemäßes Resultat: das 0-4 war auch in der Deutlichkeit so völlig verdient.  
Karfreitag hatten wir uns mit Thomas in Frankfurt verabredet. Da die Strecke über die Autobahn irgendwie langweilig ist, fuhren wir in der laut HR3 schönsten Stadt Hessens ab: Fulda. Dort besichtigten wir im benachbarten Eichzell das eindrucksvolle, aber derzeit in weiten Teilen in Sanierung befindliche Fasanerie-Schloss, und im eigentlichen Ort den Dom und die benachbarte kleinere Kirche, sowie das wuchtige Barockschloss und die darum herum liegende Altstadt, die sehr von Bausünden durchsetzt ist. Man könnte die Fuldaer Altstadt auch als Neustadt (Nachkriegszeit) mit vereinzelten historischen (und v.a. historisierenden) Gebäuden bezeichnen. Als Fazit bleibt, dass von den hessischen Städten vor allem Limburg an der Lahn um Längen sehenswerter ist als Fulda!

Weiter ging es über Schlitz, wo es auf einem Bergkegel eine sehr schöne, befestigte mittelalterliche Altstadt mit Fachwerkhäusern, Bergfried und Kirche gibt, in den Vogelsbergkreis. Die Berglandschaft ist dort genauso schön wie in der benachbarten hessischen, thüringischen und bayrischen Rhön. Die zwei fast identisch klingenden Orte Lauterbach und Laubach fanden war aber doch sehr unterschiedlich: Lauterbach hat nämlich ziemlich wenig zu bieten – ein bisschen Fachwerk, ein bisschen Barock (v.a. die Kirche mit eindrucksvollen Grabmalen) – während Laubach mit dem gewaltigen Schloss und einigen schönen Fachwerkbauten deutlich sehenswerter ist.

Wir arbeiteten uns weiter in Richtung Frankfurt vor und guckten uns die Burgruine Münzenberg von außen an. Die schön mit ihren beiden Türmen über dem kleinen, ganz ansehnlichen Ort thronende Burg hatte allerdings schon geschlossen.
In Butzbach schließlich gab es insbesondere am Marktplatz schöne Fachwerkbauten zu begucken, etwas Stadtmauer ist auch noch übrig geblieben und die Kirche hat eine interessante Architektur durch ihre verschiedenen Bauphasen, aber v.a. fielen Leerstand und versiffte Kneipen auf…
In Frankfurt trafen wir uns mit Thomas und gingen bei einem Italiener essen, der nun wirklich nichts mit versiffter Kneipe zu tun hatte…
Ostersamstag ging es von Frankfurt aus nach Karlsruhe. Für durchschnittliche 13,50€ (ermäßigt 9,90€) hatten wir Stehplatzkarten für den Karlsruher Wildpark im Internet bestellt. Wer sich für die großen alten Stadien interessiert, sollte schnell dasselbe wie wir machen, denn in naher Zukunft wird dieses Stadion zu einer sogenannten „Arena“ verschandelt werden, da das asoziale Pack vom DFB entsprechenden Anforderungen an die Karlsruher stellt. Ob die mutig dagegen halten oder nicht, kann ich nicht sagen – aber dass Alemannia Aachen nicht der einzige Verein ist, der nach einem unnötigen Stadionneubau abgestürzt ist, dürften die meisten dort schon wissen…

Aber noch steht der sehenswerte Wildpark – und sogar ohne Sponsorennamenzusätzen, nur mit gesponserten Tribünen bzw. Sektoren – mit seiner wuchtigen zweirängigen überdachten Haupttribüne mit Schalensitzen, der nur oben überdachten aber ebenfalls zweirängigen Gegentribüne mit Holzbänken oben und Stehtraversen unten, und den Kurven mit ihren Schalensitzen aus denen so mancher Grashalm sprießt, und den sehr gepflegten Stehecken.

Der Einmarsch der beiden Teams war jetzt nicht von Choreographien begleitet, aber die Karlsruher sangen ihre dümmliche badische Regionalfolklore schön mit und präsentierten Schals – die Unioner, die immerhin mit rund 800 Leuten angereist waren, schwenkten große Fahnen. Es spielte der 6. gegen den 8. und beide lagen schon nicht mehr in Reichweite des Relegationsplatzes 3.

Über die erste Halbzeit braucht man sich nicht groß auszulassen, denn außer einer guten Chancen für Union nach zwei Minuten und drei großen Chancen für den KSC in der Mitte des ersten Spielabschnittes war selbiger absolute Scheiße. Auch bis zur 52. setzte sich das grauenhafte und zweier Profiteams nicht würdige Niveau fort, doch dann zimmerte der KSC einen Ball spektakulär an den Pfosten, begann eine Drangphase und durchbrach in der 56. die Union-Abwehr zum 1:0. Kurz darauf brach allerdings ein Unioner durch die Karlsruher Verteidigung, der Torwart legte sich in den Weg, der Unioner schund billig einen Elfmeter und dieser wurde zum 1:1 verwandelt. Daraufhin baute Karlsruhe, die spielerisch heute in allen Belangen (außer Beherrschtheit im eigenen Strafraum…) bessere Elf, richtig Druck auf. Ein Doppelschlag zur vermeintlichen Entscheidung gelang. Allerdings war es erneut ein Foul im Strafraum, dass nur wenige Minuten nach einem Karlsruher Treffer das Spiel wieder enger gestaltete: auch der zweite Gästetreffer wurde vom Punkt erzielt.

Nach diesem verdienten 3:2 Sieg von Karlsruhe, der insgesamt gesehen dann doch nicht so schlecht war, trafen wir uns noch mal mit Thomas in Frankfurt und fuhren dann sehr zügig nach Merseburg durch.  
Ostersonntag schissen wir mal wieder auf Ausschlafen und brachen gegen 9.30 nach Hermsdorf – bekannt durch das Hermsdorfer Kreuz und ansonsten leider einer der hässlichsten Orte des schönsten deutschen Bundeslandes – auf. Das Beste in diesem Kaff sind die Sportanlagen: Sporthalle und Stadion sind zwar nicht herausragend, aber der sehr gute Zustand der Spielflächen überzeugt und beide Sportstätten haben auch ganz ansehnliche Tribünen. Insbesondere das Fußball- und Leichtathletikstadion kann immerhin eine siebenreihige Haupttribüne aus Betonplatten mit Sitzbänken in der Mitte sowie eine dreireihige Gegentribüne anbieten. Hinter den Toren sind Bäume, Plattenbauten, ein Graswall sowie ein Nebenplatz bzw. das Sportlerheim mit der Büste des Namensgebers der Sportanlage; Werner Seelenbinder.

Die Spielgemeinschaft aus SV Hermsdorf/ Thüringen + SV Eintracht Eisenberg + SV Elstertal Silbitz-Crossen ist ein Mittelfeldteam (Rang 6) der Thüringenliga und hatte gegen den Verfolger des Spitzenreiters aus Meuselwitz (SV Schott Jena hat 2 Punkte Rückstand), nicht viel zu melden. Vor einem wenig zahlreichen, nie unangenehm auffallenden und schon wieder zu ruhigen Publikum brachten sie zwar den ein oder anderen Ball aufs Gästetor, aber in den letzten 15 Minuten der ersten Hälfte wusste Jena seine Freiräume geschickt zu nutzen um uneinholbar auf 0:3 davon zu ziehen.

Die schwächere zweite Hälfte wurde etwas gröber geführt, aber für den Unparteiischen war das gar kein Problem. Schott Jena setzte Mitte des zweiten Spielabschnitts auch mit einem vierten Treffer noch einen drauf. Nach einem Foul im Strafraum kam Hermsdorf aber noch zum verdienten Ehrentor: der Elfmeter wurde flach und gegen die Bewegung des Torwarts im Kasten zum 1:4 versenkt.

Wir fuhren noch ein paar unbekannte Ecken des südlichen Burgenlandkreises ab: die Ruine des alten Kinderheims im Zeitzer Forst zwischen Katersdobersdorf und Breitenbach ist schon ganz interessant, und Schellbach und auch Loitzschütz sind ganz hübsche Dörfer (letzterer Ort schien mal reicher gewesen zu sein, genial ist auch der komplett von Bäumen überdachte Bolzplatz!). Es ging schließlich über Kayna mit seinem herrlichen Fußballplatz zurück nach Merseburg. Dort kamen wir nach einem Restaurantbesuch gerade noch nachhause und konnten dann dort gleich mal den Reifen wechseln. Diesmal vorne links, der war ja auch noch nie kaputt gegangen…  
Ostermontag ging es in die prignitzer Provinz. Wer denkt, hirnlose Sponsorennamenarenen gibt es nur im Profifußball oder die Provinz sei von diesem kapitalistischen Dreck verschont, muss nur mal nach Pritzwalk (brandenburgisches Vierländereck: Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen um die Ecke, flaches Elbe-Hinterland: mehr Provinz geht doch kaum!) gehen. Der Hauptsponsor ist ein deutschlandweit aufgestelltes Autohaus aus der Gegend, dessen Besitzer auch Hotels betreibt und die Kosten für die Stadionbetreibung und die Jugendförderung nur dann als Sponsorenleistung zahlen will, wenn das DDR-Kleinstadt-Stadion nach ihm benannt wird. Natürlich darf es nicht Dinnebier-Stadion heißen, sondern unbedingt „Arena“. Die Sportanlage ist sehr ansehnlich, doch dass man in der Prignitz unter einer „Arena“ ein leicht verfallenes Stadion mit Graswällen hinter den Toren, drei verrotteten Reihen metallbeschlagener Steinstufen auf einem Graswall auf der Längsseite wo sich auch eine primitive Anzeigetafel befindet, und einer dreireihigen, holzbänkebestückten Steintribüne mit kleinem Sprecherturm in der Mitte, versteht… das ist doch mal wieder so was von Provinz!

Für die Kreispokalhalbfinalpartie 3€ zu wollen ist ziemlich asozial. Es spielten schließlich nur der 6. der Landesklasse, der durch die Neuordnung noch in Abstiegsgefahr ist, und der eine Liga darunter spielende, im Mittelfeld platzierte Ortsteil von Perleberg. Groß Buchholz hatte dann zwar die erste Chance im Spiel, aber außer diesem Lattenknaller kam in der ersten Halbzeit nicht viel von den Gästen. Pritzwalk hingegen tat so viel wie nötig um einen 2:0 Pausenstand herauszuholen. Nach dem Seitenwechsel entschieden sie das Spiel mit dem 3:0 endgültig. Als die erste gute Aktion der völlig unterlegenen Gäste in Hälfte zwei zum 3:1 führte, nahm Pritzwalk deren Abwehr ein weiteres Mal problemlos auseinander. Mit einem verwandelten Elfmeter verkürzte Großbuchholz noch mal auf 4:2, sodass die klare Überlegenheit der Gastgeber nicht so deutlich im Ergebnis hervortritt. Wenigstens waren sie auf der Tribüne nicht so überlegen, da Groß Buchholz mit rund 100 Leuten aufkreuzte und mehr Lärm als das vergreiste und verschnarchte Heimpublikum machte…

Ich hatte vorhin das Thema Provinz angesprochen: klingt langweilig, aber die Gegend von Pritzwalk ist nicht so schlecht – das Meiste in Brandenburg ist sowieso viel besser als von hirnlosen Wessis, kulturlosen Ossis und dummen Brandenburgern behauptet. Wir schafften allerdings so ziemlich jede Sehenswürdigkeit in der West-Prignitz an diesem Tag: die Altstadt von Wittenberge (Backsteinstadttor, Fachwerk, Kirche), Lenzen an der Elbe (Burgschloss, Fachwerk, Wehrturm), Eldenburg (verbautes Schloss), Mellen (3.500 Jahre altes Großsteingrab), Mankmuß (interessante Dorfkirche), Stavenow (verbautes Schloss und zugängliche Kirchenruine), Neuhausen (Ortsteil von Berge; schönes Schloss und interessante Kirche mit neben dem Gebäude stehendem Glockenturm), Putlitz (Burgruine; Mauerreste und restaurierter Turm), Pritzwalk (Backsteinkirche, Fachwerk), Kuhbier (ganz ordentliche Kirche, aber das Ortsschild ist das Interessanteste dort), Wolfshagen (Barockschloss mit Garten), Dorfkirche mit abstehendem Glockenturm und Königsgrab von Seddin (jungsteinzeitlicher Grabhügel mit offener Grabkammer), Kreuzburg (interessante Fachwerkdorfkirche mit abstehendem Holzglockenturm), Groß Buchholz (eigentlich nur wegen des heutigen Spiels besucht, aber ein schönes Beispiel für ein Runddorf, das mit der Zeit zu einer Art Haufendorf gewuchert ist), Perleberg (Backsteinkirche, Fachwerkbauten), Bad Wilsnack (herausragende Backsteinkirche) und Rühstädt (ist nicht umsonst als Storchendorf bekannt: die nisten auf fast jedem Hausgiebel und ein kleines Schloss gibt es auch zu sehen). Nur der Tierpark in Perleberg passt nicht auch noch ins Programm…  
Statistik:
- Grounds: 1.099 (Sa. 1 neuer, So. 1 neuer, Mo. 1 neuer; diese Saison: 128 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.026 (Do. 1, Sa. 1, So. 1, Mo. 1; diese Saison: 170)
- Tageskilometer: 2.100 (Do. 40km Fahrrad, 10km Bahn; Fr. 510km Auto; Sa. 670km Auto; So. 170km Auto; Mo. 700km Auto)
- Saisonkilometer: 54.550 (53.070 Auto/ 1.380 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 20 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 23 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 404

Montag, 14. April 2014

W402III: Torreiches Jugendspiel und packendes Abstiegsduell im Thüringer Wald

SG SV Schwarz-Weiß Fambach 1909/ SV Wernshausen 
1919 ................................................................................... 3
Fußball-Sport-Verein Floh/ Seligenthal ......................... 1
- Datum: Sonntag, 13. April 2014 – Anstoß: 15.00
- Wettbewerb: Kreisoberliga Rhön-Rennsteig (8. Spielklasse, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-1 nach 98 Min. (50/48) – Halbzeit: 1-1
- Tore: 1-0 13. Jörn Stapf, 1-1 15. Marco Antonio Castaneda Davila, 2-1 78. Stefan Heller, 3-1 91. Stefan Heller
- Verwarnungen: Sebastian Römer (Floh/ Seligenthal)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportanlage Famberg (Kap. 2.100, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 220 (davon 110 Zahlende und ca. 30 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Besonders in der zweiten Halbzeit packendes Spiel)

SG Wohnsportgemeinschaft Thüringer Wald Zella-Mehlis/ FSV Goldlauter B ....................................... 6
SG SV Dietzhausen/ SV Mäbendorf 1885/ SV Jugendkraft 1903 Albrechts B ................................ 4
- Datum: Sonntag, 13. April 2014 – Anstoß: 10.30
- Wettbewerb: B-Junioren Kreisoberliga Rhön-Rennsteig (4. und unterste Spielklasse der U17)
- Ergebnis: 6-4 nach 80 Min. (40/40) – Halbzeit: 4-4
- Tore: 1-0 3. (7), 1-1 13. (8), 2-1 17. (13), 2-2 20. (11), 2-3 22. (11), 3-3 29. (12), 3-4 30. (8), 4-4 36. (7), 5-4 71. (15), 6-4 73. (7)
- Verwarnungen: Nr. 1, 7, 15 (WSG Zella-Mehlis); Nr. 10 (Dietzhausen)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz am Kirchwald (Kap. 500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 25 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,5/10 (Herrlich offensives Torfestival)  
Photos with English Commentary:
a) Amateur League Rhön-Rennsteig: Fambach/ Wernshausen defeat Floh/ Seligenthal
b) Youth League Rhön-Rennsteig: Zella-Mehlis defeat Dietzhausen
c) Thüringer Wald Region: Ebertshausen, Schwarza, KÜHNDORF CASTLE, Wasungen, Trusetal Falls 

Im Landkreis Rhön-Rennsteig gibt es einige Sportplätze in spektakulärer Landschaft. Einen der beiden bekanntesten hatten wir heute auf der Liste. Da uns ein Spiel zu wenig war, fuhren wir schon um 8 Uhr los um noch ein Jugendspiel zu erwischen. Der Sportplatz am Kirchwald von Goldlauter, fast in Sichtweite der JVA gelegen, ist auch in schöner thüringischer Berg- und Waldlandschaft gelegen, aber ist weder spektakulär noch kann er mit Ausbauten aufwarten. Durch Wechselbänke, Bäume und eine Torwand ist die Sicht aufs Feld von der Hauptseite aus, auch teilweise ziemlich eingeschränkt.

Bei so einem Jugendspiel wie heute stellt man sich auch am besten gleich hinter die Tore, denn was die Jugendspielgemeinschaft von Zella-Mehlis/ Goldlauter, ihres Zeichens Tabellenführer der Kreisliga, und der Gegner aus Dietzhausen/ Mäbendorf/ Albrechts (letzterer ist einer der ganz wenigen katholischen Vereine Ostdeutschlands), der Vierter in der Tabelle ist, zeigten, war herrlicher Offensivfußball. In der ersten Hälfte ging es offen hin und her, wobei sich der Torhüter der Gäste leider nicht positiv hervortun konnte, da er die unter Druck stehenden Favoriten immer wieder durch zu Treffern führende Fehler zurück ins Spiel brachte. Beim Stand von 4:4 wurden die Seiten gewechselt.

Nach der Pause wurde es ein wenig ruhiger und beide Torhüter zeichneten sich nun gleichermaßen positiv aus. Zum Ende des – trotz regelmäßiger dummer Sprüche von außen und eines nicht immer sicheren Schiedsrichters – fairen Spiels hin, konnte Zella-Mehlis die entscheidenden Konter fahren. Mit dem 6:4 können die Gastgeber wirklich zufrieden sein!  
Die Besichtigungen dieser Sonntagstour legten wir größtenteils auf die Zeit zwischen den beiden Spielen. Wir fuhren über Ebertshausen, wo es eine interessante Fachwerkkirche gibt, nach Schwarza: das Schloss dort ist übel verfallen.

In Kühndorf sieht das ganz anders aus: die einzige Johanniterburg des deutschsprachigen Raumes steht dort! Und die wird mitsamt ihrer herrlichen Türmchen, der schönen Deckenmalereien und verwinkelten Zimmer in Privatinitiative renoviert. Entsprechend hoch ist auch der Eintritt (6€) und ob man immer so einfach zur Besichtigung reinkommt wie wir, ist auch so eine Frage…

In Wasungen gab es noch einige Fachwerkbauten an der überfüllten Hauptstraße und eine historistische Burgruine oberhalb des Ortes am Waldrand zu sehen. Über Umwege (unübersichtliche Streckenführung und mäßige Beschilderung) fanden wir nach Fambach.  
Der sehenswerte Sportplatz Fambach, die Sportanlage am Famberg, liegt außerhalb des Dorfes in Richtung Heßles. Auf dem Berg wurde in den 50ern ein Hang abgetragen und geebnet. Der Rasenplatz ist sehr gut und gar nicht mal so klein, auf drei Seiten ist er von dreistufigen Steintribünen begrenzt und von Bäumen und Hängen umgeben. Auf einem der Hänge ist es etwas lichter, da dort das sehr schöne Sportlerheim Platz findet. Eine Etage tiefer befindet sich noch ein weiterer, allerdings ausbautenloser, Platz. Zwischen den beiden Plätzen stehen noch ein Streetballkorb und ein Tennisplatz. Auf jeden Fall ist die Fambacher Sportanlage eine der schönsten des Landkreises!

Vor einer wirklich ansehnlichen Kulisse von mehr als 200 Zuschauern fand ein wirklich ansehnliches Spiel, das wohl nur die versoffenen Asis auf der Gegentribüne (die auch auffällig entfernt von den anderen Fambachern weg saßen) als „Not gegen Elend“ bezeichneten, statt. Es spielten zwar nur der 13. gegen den 11. von 14 und phasenweise kam der Abstiegskampf stark durch, aber für die grenzwertigen 2,50€ Eintritt bekam man zuerst eine Druckphase der Heimelf, die in einem Stochertor zum 1:0 gipfelte, zu sehen – und dann ein plötzliches Erstarken der Gäste aus dem je nach Fahrtroute 10 bis 20km entfernten Floh-Seligenthal zu sehen. Postwendend glich der Gast aus. Bis weit in die teils kampfbetonte zweite Hälfte hinein stand es unentschieden, ehe Fambach etwas aus seinem Mehr an Chancen machte und mit einem Kopfball hoch ins Eck und einem strammen Schuss ins lange Eck (beide Male traf ein angeschlagen tapfer weiter kickender Spieler) zum 2:1 und 3:1 einnetzte. Der verdiente Sieg verhilft Fambach zum Anschluss an den Nichtabstiegsbereich!

Wir fuhren über den Rennsteig mit Zwischenhalten an den Trusetaler Wasserfällen – wie in Marokko werden die touristisch ausgeschlachtet; aber man kann sich auch einfach davor stellen und kostenlos von außen gucken: keine Ahnung, wofür ich da Eintritt zahlen sollte?! – und Leuna (jetzt mussten wir doch mal den Uludag Imbiss ausprobieren, der auch wirklich gut ist) nach Merseburg zurück.  
Statistik:
- Grounds: 1.096 (heute 2 neue; diese Saison: 125 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.022 (heute 2; diese Saison: 166)
- Tageskilometer: 480 (480km Auto)
- Saisonkilometer: 52.350 (50.920 Auto/ 1.340 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 10 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 19 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 402

Samstag, 12. April 2014

W402II: Leunaer Männermannschaften siegen in Elfmeterschießen…

FC Zementwerk Karsdorf Nebra .............................. 1
TSV Leuna 1919 .......................................................... 3
- Datum: Samstag, 12. April 2014 – Anstoß: 15.00
- Wettbewerb: Landesklasse Sachsen-Anhalt, Staffel 6 (8. Spielklasse, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-3 nach 94 Min. (47/47) – Halbzeit: 1-1
- Tore: 1-0 16. Patrick Samel („Foul”elfmeter), 1-1 26. Nino Hammerschmidt (Foulelfmeter), 1-2 80. Nino Hammerschmidt (Foulelfmeter), 1-3 89. Joao Carlos Dos Prazeres Pires
- Verwarnungen: 2x Lars Wagner, Henning Knuhr, Thomas Knorre, Sebastian Gollmann (ZWK Nebra); Ronny Wenzel (Leuna)
- Platzverweise: Lars Wagner (Nebra, 77. Min. wg. wdh. Fouls)
- Spielort: Dieter-Höhne-Sportstätte (Kap. 1.000, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 60 (davon 40 Zahlende und ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Hauptsache Leuna hat gewonnen… und das Spiel war auch weder schlecht noch langweilig!)  
Photos with English Commentary:
a) Amateur Football: Zementwerk Karsdorf Nebra v TSV Leuna
b) Places of Interest in Burgenland District 
c) Football Grounds in Burgenland District 

Da wir nur am Sonntag eine Groundhoppingtour planten, stand am heutigen Samstag die Frage im Raum, zu welcher der beiden Leunaer Männermannschaften wir mit dem Rad fahren. Die Zweite spielte aber in Blösien, was ein bisschen zu einfach ist. Da war das Auswärtsspiel der ersten im 41km entfernten Nebra doch viel besser!

In nur wenig mehr als zwei Stunden waren wir nach einer abwechslungsreichen Anfahrt mit zwei Highlights – einmal die schwere Steigung in Mücheln, dann das hammer Gefälle in Karsdorf das man mit 60 km/h nehmen kann – bei der wir auch noch von mehreren Autos Leunaer Spieler überholt wurden, in Nebra. Die Dieter-Höhne-Sportstätte wurde schon 1958 erbaut und ist nach einem verstorbenen Spieler und Trainer benannt. Die Anlage liegt landschaftlich sehr schön oberhalb des Ortes mit einem schönen Blick nach Vitzenburg mit seinem Schloss und Kirche, ist aber bis auf eine sehr kleine Tribüne mit zwei Reihen Bänken (Holzlatten auf Steinsockeln) ausbautenlos.

Erwartungsgemäß waren nicht besonders viele Zuschauer zugegen, wobei es auch schwach war, dass nur 10 Leunaer mitreisten. Die erste Hälfte begann aus Leunaer Sicht auch spielerisch schwach: Chancen gab es fast nur auf Seiten der Heimelf zu sehen und wenn diese nicht so einen schlechten Abschluss hätten, wären die schon mit ein, zwei Toren vor dem Elfmetergeschenk des teilweise schwachen mansfeldischen Schiedsrichters in Führung gegangen. Mit einem lächerlichen Elfmeter – der Nebraer sprang einem Verteidiger in den Rücken und ließ sich fallen – der gegen die Sprungrichtung des Torhüters eingenetzt wurde, hieß es 1:0. Glücklicherweise gab es schon kurz darauf einen weiteren Elfmeter, diesmal für den TSV – allerdings war auch dieser Strafstoß so eine Sache… Nino Hammerschmidt verwandelte jedenfalls mit viel Glück – der Nebraer Schlussmann hatte den Ball schon so gut wie abgewehrt, aber er sprang auf und ins Netz.

Die zweite Hälfte wurde dann sehr von Leuna bestimmt: der TSV ließ den Tabellenletzten nicht mehr ins Spiel kommen und drängte aufs Tor. Ein weiterer Treffer fiel aber bis in die Schlussphase hinein nicht: da wurde dann Joao Pires von den Beinen geholt und zum ersten Mal in diesem Match war ein Elfer auch mal eindeutig. Nino verwandelte sicher und flach gegen den zu früh abgesprungenen Torwart. Kurz darauf war es dann Joao Pires, der erneut über rechts in den Strafraum eindrang – diesmal schloss er unbehindert ab und erhöhte auf 1:3 für TSV Leuna.

Nicht nur die Erste, die mit diesem wichtigen Sieg auf Rang 9 kletterte, sondern auch die Zweite gewann in einem regelrechten Elfmeterschießen. In Blösien gerieten sie auch mit einem Strafstoß in Rückstand und glichen dann ebenfalls mit einem Elfmeter aus. Am Ende setzten sie zum 1:2 Sieg ein Feldtor drauf. Ein wirklich erfolgreicher Samstag also für den TSV Leuna!  
Statistik:
- Grounds: 1.094 (heute kein neuer; diese Saison: 123 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.020 (heute 1; diese Saison: 164)
- Tageskilometer: 80 (80km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 51.870 (50.440 Auto/ 1.340 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 10 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 17 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 402

Freitag, 11. April 2014

W402I: Endlich wieder ein Sieg für Leunas Alten Herren!

TSV Leuna 1919 AH ............................................. 5
SV Eintracht 1990 Bad Dürrenberg AH ............. 2
- Datum: Freitag, 11. April 2014 – Anstoß: 18.00
- Wettbewerb: Freundschaftsspiel Alte Herren
- Ergebnis: 5-2 nach 71 Min. (36/35) – Halbzeit: 1-2
- Tore: 1-0 12. Langrock, 1-1 17. Nr. 12, 1-2 31. Nr. 12, 2-2 43. Fulde, 3-2 48. Harnisch, 4-2 60. Ritter, 5-2 68. Franke
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportstätte der Jugend (Kap. 1.000, davon 15 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 20 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Wirklich gutes Spiel!)  
Photos with English Commentary:
Veterans Football: TSV Leuna v Eintracht Bad Dürrenberg

Diesen Freitag hatte Leunas Ü35 die Oldies von Eintracht Bad Dürrenberg vor der Brust. Die waren mit einer knappen Niederlage und einem deutlichen Sieg in die Saison gestartet, Leuna mit zwei Unentschieden trotz zwei überlegen gestalteten Spielen.

Heute sah es in der ersten Halbzeit sogar nach Niederlage aus. In einem ausgeglichenen Spiel war der TSV zwar erst in Führung gegangen, musste danach aber zwei gut herausgespielte Gegentreffer hinnehmen.

Nach dem Seitenwechsel kam die Eintracht jedoch nicht mehr so recht in Gang. Chancen hatte fast nur noch Leuna und die Abwehr der Dürrenberger ließ Leunas Angriffsreihe immer wieder durchbrechen, sodass der Eintracht-Schlussmann chancenlos hinter sich greifen musste. Ob im Zweikampf aufs kurze Eck abgeschlossen oder nach Konter mit Schuss aus 15m den Torwart ausgeguckt: vier weitere Male traf der TSV zu diesem überzeugenden 5:2 Sieg und bekam auch noch einen durch den riskant grätschenden Torwart provozierten Elfmeter verwehrt. Aber darüber will ich mal nicht meckern, denn das taten die Spieler schon genug…
Wie auch immer: nach diesem schönen Spiel mit verdientem Resultat wurde freundschaftlich und gemeinschaftlich gegrillt!  
Statistik:
- Grounds: 1.094 (heute kein neuer; diese Saison: 123 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.019 (heute 1; diese Saison: 163)
- Tageskilometer: 20 (20km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 51.790 (50.440 Auto/ 1.260 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 10 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 16 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 402