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Sonntag, 8. November 2009

WE171II: Viel Kampf in der Stadtliga, peinliche Farce in der Stadtoberliga und schließlich Langeweile in der Bundesliga

SG Motor Halle II 2:1 SV 1948 Bruckdorf
Samstag, 7. November 2009 - Anstoßzeit 12.00
Stadtliga Halle/ Saale (10. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 2:1 nach 91 Min. (45/46) - Halbzeit 1:0
Tore: 1-0 13. Nr. 9, 2-0 68. Nr. 9, 2-1 77. Nr. 7
Verwarnungen: 4 für Motor, 2 für SVB/ Platzverweise: Nr. 8 Motor (52. Gurgelgriff)
Spielort: Sportplatz Motor, Platz II (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 15 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Spannend, hart und gut)

SG Motor Halle 1:0 VfL Halle 96 III
Samstag, 7. November 2009 - Anstoßzeit 14.10
Stadtoberliga Halle/ Saale (9. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 1:0 nach 93 Min. (45/48) - Halbzeit 1:0
Tor: 1-0 40. Nr. 9 (Elfmeter)
Verwarnungen: je eine pro Team, Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Motor, Platz I (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 5 Gästefans)
Unterhaltungswert: 0,0/10 (Eine Farce!)

VC Bad Dürrenberg/ Spergau 1:3 „EnBW“ TV Rottenburg
Samstag, 7. November 2009 - Anstoßzeit 19.30
1. Volleyballbundesliga (Profi- und Halbprofiliga)
Ergebnis: 1:3 nach 97 Min. – Sätze: 21-25, 21-25, 25-21, 19-25
Besondere Vorkommnisse: keine
Spielort: Jahrhunderthalle Spergau (Kap. 940 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 600 (davon 5 Gästefans)
Unterhaltungswert: 3,5/10 (Ziemlich langweilig)
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Photos and English version:
Football in Halle and Volleyball in Spergau.

Ein Verein, zwei Spiele und zwei neue Grounds: auf der riesigen Wiese der SG Motor, südlich des Zentrums von Halle, in der Nähe des Heizkraftwerkes, in einer Arbeitersiedlung mit ordentlich hergerichteten Wohnblöcken, befinden sich vier Plätze, wobei einer der drei Großfeldplätze gar nicht mehr genutzt wird, der Kleinfeldplatz für E- und F-Junioren sowie die 8er-Frauenmannschaft herhält und die beiden anderen Plätze für die Männer reserviert sind. Ausbauten gibt es allerdings keine. Einzig die nahe am Platz vorbeilaufenden Ferndampfleitungen geben ein interessantes Bild von dem ansonsten langweiligen Platz ab.

10. gegen 5. von 15 in der Stadtliga klingt nach einem Durchschnittsspiel, doch nach einer Viertelstunde war schon klar, dass das Spiel auf Platz II gute Chancen hatte, weitaus besser geführt zu werden, als das Stadtoberligaspiel danach. Nicht nur wegen der Spannung dieses engen Spiels und der harten Laufduelle und Zweikämpfe muss man es allgemein als ein gutes Spiel einschätzen, auch selbst die Technik war stärker ausgeprägt als eine Liga höher. Und die Torschüsse schließlich waren auch besser, wenn auch stets aus kurzer Distanz nach schönen Sturmläufen erzielt. Als besonders guter Spieler fiel dabei der etwas ältere mit der Nr. 9 von Motor auf. Herrlich waren auch die Emotionen auf dem Spielfeld: der Schiri agierte recht streng - aber nie falsch oder kleinlich - was sicherlich damit zu tun hatte, dass Bruckdorf für undiszipliniertes Verhalten und großkotziges Gehabe gegenüber den Schiedsrichtern berüchtigt ist. Allerdings spielte Motor teilweise so hart bzw. ließ sich vom ständigen Gemotze der Gäste aus der Fassung bringen, dass Motor klar mehr Karten hinnehmen musste, als Bruckdorf. Highlight in der Hinsicht natürlich der Griff an den Hals des Gegners bei einer kleinen Rauferei nach einem Zweikampf. Vor allem in der zweiten Halbzeit gab es dauernd Schubsereien nach Fouls. Solche Emotionen gibt es leider oft zu selten.
Das 2:1 Endergebnis war ziemlich verdient.

Auf Platz I spielte sich dann etwas Bizarres ab, was man allerdings nur mit „0,0/10 Punkten (Absolute Scheiße!!!)“ bewerten kann. Also ich erwarte ja nicht, dass der Vorletzte (15.) gegen den 11. super Fußball zeigt. Es kann ja nicht jedes Spiel 7:5 bei einem Chancenverhältnis von 40:30 ausgehen, wobei alle 30 Sekunden ein Wahnsinns-Zweikampf ohne Rücksicht auf Verluste zu sehen ist und das Match auch noch von lauter lärmenden Zuschauern begleitet wird. In der Stadtoberliga Halle sind ohnehin die meisten Spiele totaler Schrott. Immer wieder unglaublich, wie viel schlechter die höchste Spielklasse des Stadtverbandes im Vergleich zu den darunter liegenden Ebenen und auch vergleichbaren Ligen (Kreisoberliga Saalekreis, Stadtliga Leipzig z.B.) ist. Aber das war diesmal die Krönung: ein Elfmeter, der so was von dumm verursacht wurde, dass man dem Foulenden schon Absicht unterstellen muss, führt zum einzigen Tor der Partie, weil der Torwart an den Ball kommt, aber diesen nicht richtig packt. Dazwischen ein lahmes Gekicke, in dem die Spieler lasch in die Zweikämpfe hineingehen, als wollten sie den Ball gar nicht erobern, 10 Meter vorm Tor stehend 20 Meter vorbei schießen und Freistöße blind übers Tor zimmern, als wollten sie gar nicht treffen. Vor allem VfL Halle 96 III spielte wie… ich will es ja eigentlich nicht schreiben, weil ich auch niemandem etwas falsches nachsagen will, aber bei der Stadtoberliga grenzt das wirklich nicht an Verleumdung, da bei weitem nicht nur Aufbau Tasmania schmutzige Hände hat, also: sie spielten wie bestochen. Das sah nicht nach Unvermögen, sondern - im weniger schlimmen Fall - nach Unlust aus. Aber ich will hier niemandem etwas unterstellen, nur wie gesagt: dieser Alibi-Fußball, dessen Höhepunkt ein völlig korrekter, aber komisch zu Stande gekommener Elfmeter war, wirkte wirklich nicht so, als hätten die Spieler einfach nur einen schlechten Tag erwischt oder als seien sie generell völlig unfähig zum Fußballspielen. Wie auch immer: das war definitiv das schlechteste Spiel, was ich je gesehen habe - schlechter als HFC gegen Meuselwitz (2005 oder so) und schlechter als Wallwitz gegen irgendwen, Ende letzten Jahres.
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Nach einer Esspause zu Hause, fuhren wir weiter nach Spergau. Da ging’s mit dem Essen gleich weiter. Und Volleyball gab’s auch noch. Der VC BDS auf Platz 11 (nur Wuppertal, die spielerisch ohnehin schon überfällig sind, was den Abstieg angeht, steht noch dahinter) gegen TV Rottenburg, die mit 4 Siegen aus 5 Spielen auf Platz 4 hinter dem Abonnement-Erstplatzierten stehen.
Erwartungsgemäß ein ziemlich langweiliges Spiel mit vielen Fehlern, einigen wenigen starken Ballwechseln und einer versagenden Dürrenberger Mannschaft. Am besten waren da noch die Fans. Wenn auch einfallsloser Standardsupport, wenigstens war er laut. Lauter als letzte Saison, sodass man sagen muss, dass eine beachtliche Steigerung in der Fanszene zustande gekommen ist.
Bei der Mannschaft ist jedoch ein Rückfall festzustellen. Bis auf Christoph Helbig sind auch alle Neuzugänge Totalausfälle gewesen. Und wie wenig motivierend es für die Mannschaft ist, wenn der Trainer stets dieselbe kalte, depressive Miene zieht – egal ob man 15:5 führt oder 10:15 hinten liegt –, ist ja wohl klar. Anfeuern kann dieser sibirische Schnarchsack niemanden. Der Trainer der Rottenburger ist da ein extremes Gegenteil, wobei der sich schon immer wieder lächerlich macht, mit seiner Show. Aber er motiviert mit dem Gehopse und Geschrei wenigstens die Mannschaft, die heute ohnehin auf allen Positionen besser besetzt war, als der VC BDS.
Fazit: langsam aber sicher wird es bedenklich, wie oft der VC verliert - und langsam aber sicher, wird dieses Ball-über’s-Netz-Geeiere langweilig.
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Statistik:
Ground Nr. 371 (zwei neue Grounds; diese Saison: 40 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 913-915 (diese Saison: 57)
Tageskilometer: 40 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 12.680 (10.920 Auto/ 1.390 Fahrrad/ 370 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 37
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 171

Samstag, 19. September 2009

WE164II: Als Spione bei Aufbau Tasmania, als Sonnenbader bei Grün-Weiß Ammendorf und schließlich: 90 Jahre TSV Leuna 1919.

SG Aufbau/ Tasmania Halle III 3:1 SV 1948 Bruckdorf II
Samstag, 19. September 2009 - Anstoßzeit 11.00
2. Stadtklasse Halle (12. Liga, 8. und unterste Amateurliga)
Ergebnis: 3:1 nach 94 Min. (48/46) - Halbzeit 1:0
Tore: 1-0 34. Nr. 4, 2-0 51. Nr. 5, 3-0 69. Nr. 11, 3-1 88. Nr. 13
Verwarnungen: Nr. 2 (Tasmania), Nr. 5, Nr. 6, Nr. 10 (Bruckdorf)
Platzverweise: keine
Besondere Vorkommnisse: Nr. 8 Tasmania schießt Foulelfmeter an die Latte (19.)
Spielort: Hallorensportplatz (Kap. 1.000 Plätze, davon 9 Sitzplätze)
Zuschauer: 15 (2 Gästefans)
Spielqualität: 6,0/10 (Überm Durchschnitt)

SG Aufbau/ Tasmania Halle II 3:0 VfL Halle 1896 IV
Samstag, 19. September 2009 - Anstoßzeit 13.00
1. Stadtklasse Halle (11. Liga, 7. Amateurliga)
Ergebnis: 3:0 nach 90 Min. (45/45) - Halbzeit 1:0
Tore: 1-0 42. Nr. 10 (Handelfmeter), 2-0 47. Nr. 11, 3-0 68. Nr. 11
Verwarnungen: Nr. 9 (Tasmania), Nr. 11 (Halle 96)
Platzverweise: keine
Spielort: Hallorensportplatz (Kap. 1.000 Plätze, davon 9 Sitzplätze)
Zuschauer: 15 (3 Gästefans)
Spielqualität: 5,5/10 (Besserer Durchschnitt)

SV Grün-Weiß Ammendorf 1:1 SV Dautzsch 1963
Samstag, 19. September 2009 - Anstoßzeit 15.00
Stadtoberliga Halle (9. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 1:1 nach 90 Min. (45/45) - Halbzeit 1:1
Tore: 0-1 42. Nr. 5, 1:1 44. Nr. 9.
Verwarnungen: Nr. 1, Nr. 8, Nr. 9, Nr. 10 (alle Grün-Weiß)
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Radewell (Kap. 1.000 Plätze)
Zuschauer: 65 (10 Gästefans)
Spielqualität: 1,0/10 (Große Scheiße)
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Photos and English version: [
LINK]

Heute standen zwar drei Spiele, aber nur ein neuer Ground auf dem Programm. Dieser hatte es jedoch in sich, denn von den kleinen Stadien – aufgrund einer kleinen, allerdings noch nicht ganz fertig gestellten Holztribüne mit 9 Sitzen, kann man die Anlage als Stadion bezeichnen – in Halle/ Saale, ist dieser Platz wohl der ungewöhnlichste. Umgeben von Industrieanlagen, die größtenteils nicht mehr in Betrieb sind, ein paar Bäume und wüstes Gestrüpp drum herum und schon hat man einen Platz mit morbidem Charme.

Ebendiese Lage führte allerdings zu einer bizarren Unterhaltung, die ich in der Art und Weise noch nicht erlebt habe, obschon ich immer wieder nicht nur freundlich-neugierig sondern unfreundlich-aufdringlich bis sau-dämlich ausgefragt wurde, da so mancher Amateurfußballfan oder Dorfhandballbetreuer von Groundhopping, zumal auf Sportanlagen kleiner Vereine, nichts weiß oder wenig hält, da zumindest sein/ ihr sportlicher Horizont am Ortsausgangsschild zu Ende ist. Jedenfalls: als ich den Eingangsbereich und die Tribüne fotografiert hatte, fielen mir die misstrauischen Blicke zweier Gestalten auf. Die zweite Gestalt baute sich schließlich mit zwei anderen Typen vor uns auf und faselte irgendwas daher, die Anlage sei Privatgelände, vom Verein nur gepachtet, man müsse da für Fotos eine Erlaubnis einholen, aber zumindest Veröffentlichungen von Bildern mit irgendeiner Firma absprechen, heute wisse man ja nie... Was nehmen die eigentlich für’n Zeug, bei Aufbau Tasmania?! Jedenfalls beendeten wir das Gespräch mit ,,Ja, ja... Machen wir. Wir wissen schon, dass Ihr vorsichtig sein müsst. Tasmania ist ja ein gebranntes Kind.“ Schon zogen die Gestalten – Trainer und Betreuer – wieder ab.

Warum Tasmania ein gebranntes Kind ist, kann man u. a. auch in diesem Blog nachlesen. Kurz gesagt: es geht um eine Spielabsprache, die aufflog und den Abstieg zur Folge hatte, den jedoch ein Gericht aufhob, das noch härteres Zeug nimmt, was nach Protest des Stadtverbandes Terminchaos, Rücktritte und den Rückzug der 1. Mannschaft bzw. deren Transfer nach Schkopau zur Folge hatte.

Kommen wir endlich mal zum Spiel: Aufbau Tasmania III – eigentlich II durch den Rückzug – spielte in einer Partie der untersten Spielklasse des Stadtkreises Halle, als Tabellenführer gegen den Drittletzten aus Bruckdorf. Letztere hatten über die gesamten 90 Minuten nur etwa drei Torchancen, wovon eine geschickt verwertet wurde. Allerdings nur eine und auch erst kurz vor Ende der Partie.
Den ersten großen Aufreger gab es schon in Halbzeit eins, als Tasmania einen strittigen Elfmeter zugesprochen bekam, der allerdings an die Latte gesetzt wurde. Die verdiente 1:0 Führung folgte durch einen tollen direkten Freistoß aus 30 Metern, der vom Torwart – sein erster Einsatz, laut der - wie immer - oft meckernden Bruckdorfer Bank – unterlaufen wurde.
Nach der Pause und Mitte der zweiten Hälfte schlugen zwei Spieler je einmal zu: starke Treffer! Ebendiese Treffer und der oben schon erwähnte Torerfolg Bruckdorfs besorgten den noch zu niedrig ausgefallenen 3:1-Sieg der SG Aufbau/ Tasmania III.

Die Spielpause nutzte ich dann, um den einen der drei oben genannten Wichtigtuer zur Rede zustellen. Ich erzählte, ich hätte einen Bekannten beim Stadtverband vorhin angerufen – die Miene des Offiziellen verzog sich erkennbar erschrocken –, der mir erklärt habe, dass man auf jedem Sportplatz der Stadt Halle fotografieren dürfe, auch wenn er einer Firma gehöre. Auch Gebäude der Firma dürften aufgenommen werden. (Stimmt übrigens deutschlandweit wirklich so!) Und außerdem wüsste ich, dass die Fragerei ohnehin nur darauf abzielte, herauszufinden, ob nicht wieder Journalisten über Aufbau/ Tasmania berichten wollten. Aber mit Journalisten wollten wir doch auch nichts zu tun haben.
Schnell wurde der Offizielle erstaunlich freundlich, redete etwas von Missverständnis und gab zu, dass er misstrauisch wurde, weil der Pächter sich vor kurzem erst eine schikanöse Kontrollaktion geleistet hätte und ohnehin derzeit nur Probleme von Außen in den Verein getragen würden. Er redete nun auch ehrlich über die Umstände des Bestechungsskandals mit uns. Dass Tasmania zum Sündenbock gemacht wurde, obwohl auch viele andere (der Offizielle meinte sogar „alle anderen Vereine“ – aber objektiv gesehen, ist das unwahrscheinlich) Vereine regelmäßig Spiele absprechen würden, glaubten wir ihm gerne. Da Betrug nun mal zum Sport gehört – ohne unsaubere Aktionen, Betrug, Randale usw. wäre es auch etwas langweilig – bin ich auch dafür, aus dieser Aktion von ehemaligen Trainern und Spielern des Vereins, kein zu großes Theater zu machen. Das hat der Verein nicht verdient. Schikanen vom Pächter hat er schon gar nicht verdient. Die gegenüber des Offiziellen getätigten Erfolgswünsche für den Klub mit dem seltenen Namen („Tasmania“ trägt in Deutschland sonst nur noch Tasmania Berlin im Vereinsnamen) kann ich hier nur noch einmal bekräftigen.
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Wir blieben auch noch zum Spiel der II. Mannschaft – also eigentlich der I. – was eine Klasse höher und knapp weniger unterhaltsam war, als das Spiel davor. Hier brauchte Tasmania noch länger zur 1:0 Führung, die allerdings auch verdient war und ebenfalls eine Parallele zum Vorspiel: es wurde ein Elfmeter für die Heimmannschaft verhängt, der diesmal jedoch sicher verwandelt wurde.
Kurz nach der Pause und Mitte der zweiten Hälfte erzielte der kleine 11er zwei tolle Treffer! Das Spiel wurde dann kurzzeitig ruppig, weil die VfLer mal wieder ihre unsympathische Phase bekamen – ob erste oder wie hier vierte Mannschaft, ob Spieler oder Zuschauer: sowie mal kein souveräner Sieg erzielt wird, wird in brenzligen Phasen der Partie gegen den Schiri gewettert und der Gegner angeblökt, dass man sich immer wieder des pejorativen Spitznamens von VfL Halle 96 erinnert –, beruhigte sich aber schnell wieder. Ein weiteres Tor fiel allerdings nicht und wir sahen zu, nach Ammendorf zu kommen.

Ich kannte den Platz schon, mein Vater noch nicht. Auch dort gammeln noch Industrieanlagen vor sich hin, aber der Platz ist leider recht kahl. Zum vierten Mal hintereinander genossen wir jetzt freien Eintritt, doch nicht nur das Sitzen in der Sonne machte müde, sondern auch das niveaulose Gekicke der Mannschaften. Waren die wirklich zwei bzw. drei Klassen höher, als die beiden Gegner in den beiden Spielen zuvor? Die scheinen sich in der Stadtoberliga wohl nur mit Spielabsprachen, statt mit Fußball zu beschäftigen. Ein paar schöne Fouls und zwei schöne Tore kurz vor Halbzeitpfiff – erst ein haltbarer Freistoß der Dautzscher, dann ein starker Konter von Grün-Weiß Ammendorf – und das war’s auch schon. Mehr muss man zu dem Spiel nicht sagen, außer dass es nicht verdient hatte, mehr als vier Mal so viele Zuschauer wie die Spiele bei Aufbau Tasmania gehabt zu haben.
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Ein Nachtrag zum TSV Leuna 1919: wir hatten auch überlegt, es dann aber doch verworfen, nach Leuna zu fahren. Vor mittlerweile 90 Jahren schon wurde der TSV gegründet. Damals unter dem Namen Turnverein Rössen. Bald hießen sie Turn- und Sportverein Rössen, ab 1933 Turn- und Sportverein Leuna und ab 1948 bis zur Wende spielten sie als BSG Chemie Leuna. Und bei weitem nicht nur Fußball. Was den Fußball in Leuna am heutigen Samstag angeht: Im Stadion des Friedens holte die zweite Mannschaft einen Punkt mit einem 1:1 gegen Schochwitz (Kreisoberliga Merseburg... ja, ja... O.K. Saalekreis) und die erste Mannschaft fuhr den ersten Dreier der Saison gegen Grün-Weiß Langeneichstädt ein. Glückwunsch! Weg vom Abstiegsplatz durch ein 2:1 gegen Langeneichstädt mit Treffern von Kevin Degner und Joao Pires. Während ich Kevin schon immer als starken Spieler beschrieben habe, der in letzter Zeit immer mehr zu einem Torgarant wurde, überzeugt Joao seltsamerweise erst nach einer überharten Rezension meinerseits nach dem Spiel gegen Zeitz. Da ich weiß, dass er den Blog gelesen hat, würde ich da jetzt Parallelen ziehen wollen, aber das ist unwichtiger Kram. Wichtig ist, dass er und offensichtlich auch die restliche Leunaer Mannschaft wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden haben, sodass am Ende der Saison, nach dem erwartet harten und auch verständlicherweise schlechten Start, wenigstens ein respektables Ergebnis in der Tabelle steht.

Statistik:
Ground Nr. 355 (ein neuer Ground; diese Saison: 26 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 886 – 888 (diese Saison: 30)
Tageskilometer: 50 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 10.280 (9.550/ 730/ 0/ 0)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 15
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 164

Fotos:
http://www.flickr.com/photos/fchmksfkcb/sets/72157622412063400/

Samstag, 23. Mai 2009

WE147III: 10 yellow cards but just 1 goal scored

SV 48 Bruckdorf 0:1 Hallesche Transport Betriebe
Saturday, 23rd May 2009 - kick-off time 15.00
Stadtliga Halle (10th level, 5th amateur level)
Result: 0:1 after 95 min. (47/48) - Halftime 0:1
Goal: 42nd Minute
Bookings: Bruckdorf 6, HTB 4
Sent-offs: none
Ground: Sportplatz Bruckdorf (cap. 800)
Attendance: 45 (10 away fans)
Match quality: 5.0/10 (average)

The first thing we did when we arrived in Halle, was buying the overpriced tickets for the cup final of Saxony-Anhalt (Landespokal Sachsen-Anhalt). 18€ for good seats. 18€ for comfortable seats in a covered, modern stadium? O.K.! But 18€ for semi-professional footballers? Rip-off! And those shit heads from Magdeburg did not sell reduced tickets to the shop in Halle.
We went on to a suburb called Bruckdorf for watching football on a boring, featureless ground surrounded by a Bundesstrasse and some allotment gardens.
The match started slowly, but after 15 minutes, we had seen some shots on the goal by the visiting team SG HTB. The hauliers - Transport Betriebe refers to a hauliers company - were the better team all over the first half. From 15th to 30th minute the match was lame, but leastwise a Bruckdorf player committed a foul in the penalty area. He accused his opponent of a dive, and disturbingly, that referee did not award a penalty to HTB. However, they came back with great scoring chances once again. After 42 minutes, Bruckdorf deservedly scored the first and only goal of the match. Mainly due to ill-discipline of the hosts. Two Bruckdorf players tackled one attacker in the penalty-box, but he was able to pass the ball across and while four Bruckdorf players verbally attacked the abovementioned HTB player, another one passed across again so that finally a third one tapped in.
The problem concerning Bruckdorf’s discipline continued in the second half. 9 out of 10 referee decisions were right, but Bruckdorf players, fans and officials complained about all the 10 referee decisions. All the time, they were provoking and complaining. It must be difficult as a referee, to cope with a team, were many players shout “hand play!” when they shot against an opponent’s shoulder, or “foul!” when an opponent cleanly took the ball from a Bruckdorf player. Sometimes they even called opponents “wanker” or used other vulgar words unheard by the referee. One of the linesmen was threatened after the match, because he revoked the supposed equaliser due to an offside position 10 minutes before the final whistle.
Although Bruckdorf played better than HTB in the second half, I granted HTB the victory and couldn’t help laughing at those unfriendly hosts.
Statistics
Ground No. 314 (new ground; this season: 84)
Sporting event No. 809 (this season: 176)
Kilometres that day: 40km by bike
Km this season: 24.415 (12,810 car/ 4,335 bike/ 4,310 public transport/ 2,960 plane)
Number of football matches since the last goalless draw: 17
Number of weeks since the last week without any sporting event (Aug 1st-6th 2006): 147

For more photos see:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/BITTE%20HIER%20WEITER%20-%20FOTOS%20AB%2022-03-2009/090523%20Bruckdorf%200-1%20Hallesche%20Transport%20Betriebe/