Mittwoch, 31. Dezember 2008

Mittwoch, 24.12.08: Der abenteuerlichste Teil der Reise: im nordwestlichen Hinterland

http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/081224a%20Gafsa%20-%20Oasenstadt%20in%20Zentraltunesien/

http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/081224b%20IM%20SAHARA-ATLAS/

http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/081224c%20Sbeitla%20-%20Hauptstadt%20fuer%20ein%20Jahr/

http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/081224d%20Cillium%20bei%20Kasserine/

Am nächsten Morgen bemerkten wir, nachdem wir durch den Gebetsruf geweckt wurden, dass Wasser in unser Zimmer gelaufen war, was dem Rucksack meines Vaters nicht besonders gut bekam. Zum Frühstück gab es Milchkaffee und Schoko-Croissants, wobei der Hotelier extra dafür zum nächsten Bäcker gelaufen war.
Danach brachen wir zum mit einer interessanten Stadtmauer begrenzten Stadtrand auf und fuhren dann zum anderen Ende um dort auf die nächstbeste Anhöhe zu steigen. Von dort aus hatte man einen tollen Überblick über die Stadt. Weiter zum Zentrum. Und wieder ein Souq, auf dem man nicht angequatscht wird! Die Festung sah auch ganz gut aus, die Oase wirkte etwas struppig. Noch ein Zwischenstopp am Stadion und dann tief in die Berge. Die Landschaft im Sahara-Atlas wurde immer kahler doch trotzdem immer schöner, denn die Felswände stürzten nun wirklich spektakulär ab. Es gab nun auch erste Warnschilder „Achtung Kamele“ und Ortschaften gab es nur noch vereinzelt. Die Straßen waren erstaunlich gut und wir verfuhren uns nur einmal.
Gen Norden fahrend war unsere nächste Station Sbeitla. Die Hauptsehenswürdigkeit ist dort die römische Stadt, die eine erstaunliche Ausdehnung besitzt. Der Anfangspunkt ist der Triumphbogen, rechter Hand ein Theater und geradeaus eine gepflasterte Straße, gesäumt von wenig erhaltenen Gebäuden, die geradewegs aufs Forum zuführt. Dies ist der sehenswerteste und eindrucksvollste Bereich, die dahinter folgenden Gebäude, also vor allem der Tempel, welcher noch am besten erhalten ist, sind schlecht erhalten. Vom Amphitheater erkennt man nur noch den Wall.
Weiter ging es nach Kasserine, wo wir einmal eine ungesicherte Römerstadt betreten konnten. Kein Wächter, kein Kassierer und kein Fremdenführer. Sehr schön! Viel erhalten ist natürlich nicht, sonst hätte man das schon längst vermarktet, aber der Triumphbogen am Rande des Wadis ist wirklich sehenswert. Ansonsten liegen dort eigentlich nur Steine verstreut herum, die einem aber immerhin einen Eindruck vermitteln, unter welchen Vorraussetzungen die Archäologen arbeiten.
Als wir in Thala, dem Heimatort einer Kommilitonin, ankamen, war es schon dunkel. Zwei Teller Hähnchen mit Salat und Spaghetti bekamen wir natürlich trotzdem noch. Ganze 3€ machte das zusammen!
Nachdem wir die Fahrt nach Kalaat As-Senan trotz unbeleuchteter Autos, plötzlich auftretender und nur mit faust- bis kopfgroßen Steinen abgesperrten Baustellen und ähnlichen Schikanen unbeschadet überstanden hatten, standen wir vor einem verschlossenen Hotel. Ein Einheimischer zeigte uns den Weg zum zweiten Hotel, dass einen zwei durchgedrückte Metallrahmenbetten mit drei Decken darüber in einer 3x2 Meter kleinen Zelle mit Fenster und Tür zum unüberdachten Innenhof für 3€ pro Person anbot.
Wir waren übrigens das Highlight in der tunesischen Grenzstadt zur Algerien, denn nach und nach kamen doch etliche Leute vorbei - ua. ein tunesischer Italiener auf Heimaturlaub und der Dorfpolizist - die uns handschläglich begrüßten. Für 50 Cent Trinkgeld passte der eine Opa auch die ganze Nacht auf unser Auto auf.

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