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Montag, 16. Juni 2025

W3.0233III: Saisonabschluss in Leuna mit Niederlage durch spektakuläres spätes Tor und zweistelligem Erfolg für die Zweite

TSV Leuna 1919 II

10 : 0 (8:0)

SV Großgräfendorf

- Datum: Samstag, 14. Juni 2025 – Beginn: 12.30
- Wettbewerb: Kreisliga Saalekreis, Staffel II (10. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 10-0 nach 90 (45/45) Minuten – Halbzeit: 8-0

- Tore: 1-0 5. Kevin Degner, 2-0 9. Billy Gumbrecht, 3-0 11. Maximilian Täubig, 4-0 18. Maximilian Täubig, 5-0 28. Simon Dongo, 6-0 36. Kevin Degner, 7-0 38. Jannick Lukas Büchner, 8-0 44. Billy Gumbrecht, 9-0 60. Kevin Degner, 10-0 88. Eigentor

- Verwarnungen: keine

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Stadion des Friedens (Kap. 5.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 55 (davon Zahlende: 40, Gästefans: ca. 9)
- Spielbewertung: 7,0/10

TSV Leuna 1919

1 : 2 (0:1)

FSV Bennstedt

- Datum: Samstag, 14. Juni 2025 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Landesliga Sachsen-Anhalt Süd (7. Spielklasse, 2. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-2 nach 90 (45/45) Minuten – Halbzeit: 0-1

- Tore: 0-1 9. Nils Wiecker, 1-1 58. Theodor Zorn, 1-2 89. Mustapha Amari

- Verwarnungen: 2x Oskar Zorn, 1x Paul Herda (Leuna)

- Platzverweise: Oskar Zorn von Leuna (51. Min. Gelb wg. Meckern, 51. Min. Gelb wg. Abwinkens)

- Austragungsort: Stadion des Friedens (Kap. 5.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 115 (davon Zahlende: 99, Gästefans: ca. 8)
- Spielbewertung: 4,5/10

TSV Leuna 1919 II 10:0 SV Großgräfendorf

Photos with English commentary:

Football in Leuna: First XI vs. Bennstedt, Reserves vs. Großgräfendorf

Mit Spielen der beiden Männerteams wurde die Saison vom TSV Leuna im Stadion des Friedens beendet. Das ließen sich meine Eltern und ich nicht entgehen. Zuvor trafen wir uns mit zwei ehemaligen Kollegen meines Vaters in Merseburg. Bäckerei Rahaus am Neumarkt kann man aber leider nicht mehr empfehlen: Service und Preis-Leistungs-Verhältnis unterirdisch! Kollege Baumann kam dann gleich zum ersten Leuna-Spiel mit – da gibt es ja vom Grill gescheite Roster und Leberkäse...

Zuerst die II. Mannschaft gegen Großgräfendorf, welche durch die Neuordnung als Neunter bereits in die Kreisklasse abgestiegen waren. Keine fünf Minuten rum und schon ein Volley von Kevin Degner unter die Latte zum 1:0. Nach 11 Minuten 3:0, bei Halbzeit 8:0. Großgräfendorf langsam und unmotiviert, Leuna spielte sich in gutem Tempo leichtfüßig durch die Abwehr und zeigte viele schöne Aktionen. Nach dem Seitenwechsel ebbte die Partie etwas ab, aber immerhin noch durch Kevin Degner zum Dritten und – der krönende Abschluss auf diese unmögliche Leistung der Gräfendorfer – schließlich einem Eigentor zum überragenden 10:0 Sieg!

Das Spiel der I. Mannschaft war leider wie jedes der Spiele in den letzten vier Wochen eher behäbig, die Luft ganz offensichtlich draußen. Wie auch in Naumburg ein früher, unnötiger Rückstand nach Abwehrfehler. Dann standen die beiden Zorns im Fokus. Während nach einer knappen Stunde Theodor den Ausgleich aus einiger Distanz ins Eck schoss, verschoss Oskar zuvor einen Elfmeter gegen den starken Torwart – welcher allerdings zuvor den Strafstoß verursachte – und meckerte so lange unnötig rum, bis er Gelb-Rot bekam. Leider nicht zum ersten Mal, dass er mir als ein unreifer Spieler, der (in der Art und Weise) völlig unnötig an sich und anderen rummault, auffällt. Trotz Unterzahl kamen nun einige gute Szenen von Leuna, aber Bennstedt hatte das letzte Wort und einer ihrer Leistungsträger zimmerte aus 30 Metern den Ball in den Winkel zum 1:2 Endstand. Eine unglückliche Niederlage – so will man sich nicht in die Sommerpause verabschieden, auch wenn es um nichts mehr ging. Mit Platz 11 wurde das Saisonziel einstelliger Tabellenplatz knapp verfehlt.

Mit Trainer Lutz Trotte, Leuna-Urgestein Christoph Hähnel und Marius Merk sowie Paul Herda, musste der TSV leider vier wichtige Personen verabschieden. Man darf gespannt sein, wer dann zur neuen Saison hinzustößt zum Team und wie es durch die Saisonvorbereitung am Mitte Juli kommt und schließlich in die neue Saison 2025/26, die ich natürlich auch genau verfolgen werde, startet!

TSV Leuna 1919 1:2 FSV Bennstedt

Statistik:

- Grounds: 3.812 (0; diese Saison: 173 neue)

- Sportveranstaltungen: 5.365 (2; diese Saison: 240)

- Tourkilometer: 310km Auto

- Saisonkilometer: 95.160 (53.460 Flugzeug/ 38.160 Auto, davon 13.700 Mietwagen/ 3.310 Fahrrad/ 140 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 19 [letzte Serie: 22, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 233 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020]

Donnerstag, 21. Oktober 2021

W3.0041III: 3 Spiele – 3 Siege für die Teams vom TSV!

TSV Leuna 1919 D ............................................... 8
SV Großgräfendorf D .......................................... 0

- Datum: Samstag, 16. Oktober 2021 – Beginn: 10.00
- Wettbewerb: 1. Kreisklasse Saalekreis D-Junioren Staffel 3 (2. und unterste Spielklasse der U13)
- Ergebnis: 8-0 nach 60 Minuten (30/30) – Halbzeit: 4-0
- Tore: NN
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportstätte der Jugend, Platz 2 (Kap.: 500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 10 Gästefans)
- Spielbewertung: 6,5/10

TSV Leuna 1919 II ............................................... 4
SV Wallendorf 1889 .............................................. 1

- Datum: Samstag, 16. Oktober 2021 – Beginn: 12.30
- Wettbewerb: Kreisliga Saalekreis, Qualifikationsrundenstaffel 3 (10. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 4-1 nach 96 Minuten (46/50) – Halbzeit: 0-0
- Tore: 1-0 53. Willi Schulz, 2-0 55. Elvis Marniku, 3-0 77. Eric Rudolph, 4-0 81. Eric Rudolph, 4-1 83. David Starke
- Gelbe Karten: 1x Leuna, 2x Wallendorf
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Stadion des Friedens (Kap.: 5.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 10 Gästefans)
- Spielbewertung: 5,0/10

1. FC Zeitz ........................................................ 0
TSV Leuna 1919 ............................................... 1

- Datum: Samstag, 16. Oktober 2021 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Landesklasse Sachsen-Anhalt, Staffel 9 (8. Spielklasse, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 0-1 nach 99 Minuten (47/52) – Halbzeit: 0-1
- Tor: 0-1 Kevin-Koray Truthmann
- Gelbe Karten: 2x Paul Herda, Johnny Gumbrecht, Gentijan Shoshi, Billy Gumbrecht (alle Leuna)
- Rote Karten: Paul Herda (50. Min. wg. angeblich wiederholt gelbwürdigen Foulspiels)
- Austragungsort: Ernst-Thälmann-Stadion (Kap.: 7.500, davon 1.500 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 250 (davon 131 Zahlende und ca. 25 Gästefans)
- Spielbewertung: 7,0/10

Universitätsportverein Halle II ........................ 23
Handballsportverein Haldensleben ................. 28

- Datum: Samstag, 16. Oktober 2021 – Beginn: 18.45
- Wettbewerb: Sachsen-Anhalt-Liga Handball (5. Spielklasse, 2. Amateurliga)
- Ergebnis: 23-28 nach 60 Minuten (2x30) – Halbzeit: 11-14
- Tore: 6x Tannhäuser, 5x Grauert, 4x Plitz, 2x Voigt, 2x Mucke, 2x Brodowski, 1x Kalbitz, 1x Schepputt (USV); 10x Frank, 6x Most, 5x Stolze, 4x Blume, 2x Bethge, 1x Peschke (HSV)
- Gelbe Karten: Grauert, Kalbitz, Trainer Böttcher (USV); Schmelzer, Blume, Frank (HSV)
- Zeitstrafen: Kalbitz, Schepputt, Trainer Böttcher (USV = 6 Minuten); Most, Bethge (HSV = 4 Minuten)
- Rote Karten: keine
- Spielberichtsbogen hier 
- Austragungsort: Dreifelderhalle des Sportgymnasiums Rober-Koch-Straße (Kap.: 160, davon 80 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (davon mind. 2 Gästefans)
- Spielbewertung: 7,0/10 1. FC Zeitz 0:1 TSV Leuna 1919 Pictures with English commentary:
a) Under-13: TSV Leuna vs. Großgräfendorf
b) 10th Division: TSV Leuna Res. vs. Wallendorf
c) 8th Division: 1. FC Zeitz vs. TSV Leuna
d) Handball: USV Halle Res. vs. Haldensleben
e) Merseburg and Leuna: Stadtfriedhof Leuna etc.
f) Burgenlandkreis: Deuben, Zeitz

Übers Wochenende ging es mal endlich wieder nach Sachsen-Anhalt. Am Samstag gab es leider mehrere Chinagrippe-bedingte Absagen – u. a. auch Leunas F- und E-Jugend. Aber Ebbos D-Jugend spielte; und wie! Auf der Sportstätte der Jugend wurde fast jeder Fehler des gar nicht so schlechten Gastes aus Großgräfendorf ausgenutzt und teils kuriose Treffer – Weitschüsse und dann Bein hoch reingehalten und Schlussmann damit überrumpelt – erzielt. Am Ende 8:0 – eine prima Leistung vom TSV! Weiter so! TSV Leuna 1919 D 8:0 SV Großgräfendorf DIch machte eine kleine Fotorunde – es gibt ja auch im Heimatort bzw. dessen Nachbarort mitunter noch Ecken, wo man noch nie war bzw. wo sich mal was geändert hat. So z. B. der Stadtfriedhof Leuna mit interessanten Kriegsgräbern und der neue Kunstrasenkleinfeldplatz der Förderschule in Süd. LeunaDann ging es zum Spiel der Zweiten, die Wallendorf zu Gast hatte. Zum Glück in gute Gespräche verwickelt, denn die erste Hälfte war unter aller Sau – die Halbzeitansprache von Trainer Kobsch konnte ich mithören; recht hatte er bei seinem Wutanfall aufgrund des 0:0... Doch nach dem Seitenwechsel wurde es besser: zwei schnell Tore vom TSV und dann spielbestimmend. Nicht überragend, aber für die Klasse völlig in Ordnung. Gegen Ende der Partie noch mal ein Doppelschlag, ehe Wallendorf noch einen Treffer zum 4:1 Endstand erzielte. TSV Leuna 1919 II 4:1 SV Wallendorf Zügig ging es über die Bundesstraßen nach Zeitz – hält man sich an alle Geschwindigkeitsbegrenzungen, ist das in der Zeit schon allein aufgrund absichtlich so geschalteter Ampelschaltungen und einer Baustelle bei Deuben nicht zu schaffen, aber wenn man die Strecke kennt, dann schafft man es pünktlich wie ich...
In Zeitz stand für 3,50€ Eintritt im seit zwei Jahren fertig sanierten Stadion am Tierpark bzw. Ernst-Thälmann-Stadion das Spitzenspiel der Landesklasse 9 an. Das 100 Jahre alte Stadion wird vom Verein übrigens ausführlich präsentiert – sehr lesenswert!  Ist auch ein toller Platz, auch wenn die spektakuläre Anzeigetafel aus DDR-Zeiten und die Holzbänke nach dem Hochwasser 2012 gegen grün-weiße Schalensitze, Betonstufen und Wälle getauscht wurden.
Das Spiel war nicht unbedingt toll, aber sehr spannend. Beide Teams – verlustpunktfreier Spitzenreiter Zeitz und fünf Punkte dahinter liegender TSV Leuna – waren auf Augenhöhe, Leuna sogar die aktivere und gefährlichere Mannschaft. Ein spektakuläres Eigentor nach toller Flankenhereingabe sorgte nach über einer halben Stunde für das 0:1 für den TSV. Bis zur 50. Minute blieb der TSV auch stärker und gefährlicher, doch dann foulte ein Zeitzer Paul Herda, der zuvor schon eine zweifelhafte Gelbe bekommen hatte. Herda lässt sich zu einem leichten Schubser gegen dessen Brust hinreißen und der Zeitzer lässt sich gekonnt geschauspielert fallen, als hätte Herda ihm mit Anlauf wie beim Wrestling mit einem beidbeinigen Dropkick umgenietet. Zum Vergleich: WWE  und das Foul bei Minute 2.20 auf kicktv...  Ebbo regte sich berechtigt auf und wurde vom streckenweise unfähigen Unparteiischen Florian Quaaßdorff aus Kröllwitz auf die Tribüne geschickt. Dass bei Spielen der Landesklassen die Hallenser Schiris durch schlechte Leistungen, auch gerade solche Einseitigkeiten – Leuna spielte keinesfalls härter oder unsauberer als Zeitz, jedoch ist keine einzige Gelbe gegen Zeitz im Spielbericht vermerkt! – oder gar direkte und gezielte Einflussnahme auf das Spielgeschehen, auffallen, ist leider keine Seltenheit. Aber heute war diese Einflussnahme wenn dann nur fahrlässig – doch für Leuna hieß es nun fast eine ganze Halbzeit mitsamt massiver Nachspielzeit ausstehen. Am Ende wurde nur noch das Spiel zerstört mit weiten Befreiungsschlägen. Aber es gelang! Der bis dato verlustpunktfreie Führende fand kein Mittel gegen Pfennig und seine Abwehr und mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und absolutem Siegeswillen schafften es auch 10 Leunaer noch die drei Punkte mit nach Hause zu nehmen! Eine wirklich tolle Leistung vom TSV Leuna – hier ist die Chance auf Platz 1 noch da!
1. FC Zeitz 0:1 TSV Leuna 1919Auch die A-Jugend siegte fast zeitgleich mit der Zweiten 0:2 in Mertendorf – was ein erfolgreicher Samstag für den TSV Leuna: 4 Spiele und 4 Siege sowie 15:1 Tore!
Ich schaute mir noch kurz den alten Einheitplatz an, der mal 8.000 Zuschauern Platz bot und fotografierte noch für Europlan den Nebenplatz von Deuben.
Dann ging es nach Frankleben – schön mal zum Handball in die neueröffnete sanierte Halle?! Nein, kurzfristig hatten die Frauen von Friesen bzw. SG Queis entweder Chinagrippe oder Faulenzia – also heute ging mir das echt wieder auf den Sack: irrsinnige Ausfälle und mangelhafte Organisation. Einheitplatz ZeitzDas Gute an dem Abend: Es gab noch Ersatz, was in einer nicht so verstädterten Gegend wie im südlichen Sachsen-Anhalt ja nicht selbstverständlich ist. Aber ich kam noch rechtszeitig zu USV Halle II gegen HSV Haldensleben. Mal spielen die in der Robert-Koch-Straße, mal in der Selke-Straße. Die 4€ für Sachsen-Anhalt-Liga drücke ich ja lieber in der schöneren Unisporthalle Selkestraße ab, statt in dem sterilen Neubau RKS (Dreifelderhalle Sportgymnasium), aber Hauptsache noch ein Match. Spielerisch war das auch wirklich sehenswert, es wogte hin und her, doch einige Phasen verliefen so klar zugunsten der Gäste, dass der am Ende Fünf-Tore-Sieg absehbar wurde.
Gute Stimmung gab es übrigens trotz erbärmlicher Kulisse – aber die Kulisse wird mit dem 3G-Schwachsinn nichts zu tun haben: im Gegensatz zum Fußball war das zwar hier vorgeschrieben und wurde von maskierten Gestalten an der Kasse kontrolliert, aber 1. wurde das vorab schon lange vorher kommuniziert und 2. ist das halt ein Heimspiel einer Reservemannschaft, der Gast kommt aus über 100km Entfernung mit fast keinen Fans angefahren, die Handballfanszene ist halt so schwach... Aber dafür war das wieder echt Fairplay dort: Pöbeln gegen Schiris (die weitestgehend sicher agierten) und Gästespieler – so muss das sein...
Dicker Gästetorwart bleibt im Tornetz hängen, USV-Fan ruft rein: Ey, holt ma einer den Wal aus dem Fangnetz?!
Beschwerde von HSV-Spieler, USV-Trulla bläkt rein: Geh zu Muddi heulen du Votze!
So ist das Spiel doch gleich noch mal unterhaltsamer... USV Halle II 23:28 HSV HaldenslebenStatistik:
- Grounds: 2.915 (0; diese Saison: 101 neue)
- Sportveranstaltungen: 4.218 (4; diese Saison: 118)
- Tourkilometer: 270 (270 Auto / +450 Auto am Freitag)
- Saisonkilometer: 23.210 (14.820 Auto, davon 4.480 Mietwagen/ 7.070 Flugzeug/ 1.270 Fahrrad/ 30 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 7 [letzte Serie: 46, Rekordserie ohne 0-0: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 41 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Sonntag, 28. September 2014

W426III: Ein irreguläres Tor in der fünften Minute der unangemessenen Nachspielzeit - da war wieder einmal der Wörmlitzer am Werk...

TSV Leuna 1919 .............................................................. 1
Ballspielclub 1999 Laucha .............................................. 1
- Datum: Samstag, 27. September 2014 – Anstoß: 15.00
- Wettbewerb: Landesklasse Sachsen-Anhalt, Staffel 6 (8. Spielklasse, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-1 nach 101 Min. (49/52) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 6. Marcus Hebestreit, 1-1 95. Matthias Meisner
- Verwarnungen: TW Ronny Goloiuch, Jens Heinecke, Albert Shoshi, Christoph Giesemann, Marcus Hebestreit, Gago Ibrahim? (Leuna); Patrick Hoffmann, Daniel Ulrich (Laucha)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Stadion des Friedens (Kap. 5.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 100 (davon 70 Zahlende und ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Spannendes Spiel aber kein gutes – und dann bog der parteiische Schiri auch noch das Ergebnis für Laucha zurecht)

TSV Leuna 1919 II .......................................................... 1
SV Wallendorf 1889 ........................................................ 3
- Datum: Samstag, 27. September 2014 – Anstoß: 12.45
- Wettbewerb: Kreisliga Saalekreis, Staffel 1 (10. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-3 nach 92 Min. (46/46) – Halbzeit: 0-2
- Tore: 0-1 28. Karsten Voigt, 0-2 38. Karsten Voigt, 0-3 58. Robert Klein, 1-3 70. Mathias Sachse
- Verwarnungen: 2x Philipp Vegsö, Uwe Matscheski, TW Patrick Lenzen (Leuna); Martin Hoppe, Karsten Voigt (Wallendorf)
- Platzverweise: Leunas Philipp Vegsö (83. gelbe Karte wg. Meckern, 83. Gelb-Rot wg. Meckern)
- Spielort: Stadion des Friedens (Kap. 5.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 35 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Mittelmäßiges Spiel)

SV Merseburg 99/ Saaletal C-Mädchen ......................... 1
Magdeburger Frauenfußballclub C-Mädchen .............. 9
- Datum: Samstag, 27. September 2014 – Anstoß: 11.00
- Wettbewerb: Landesliga Sachsen-Anhalt C-Juniorinnen (einzige Spielklasse der weiblichen U15)
- Ergebnis: 1-9 nach 70 Min. (35/35) – Halbzeit: 0-5
- Tore: 0-1 5. Karla Görlitz, 0-2 15. Sidney Lynne Erbe, 0-3 22. Karla Görlitz, 0-4 29. Karla Görlitz, 0-5 35. Sidney Lynne Erbe, 0-6 42. Fabienne Sonntag, 0-7 47. Svenja Klamt, 1-7 57. Jessica Nerlich, 1-8 58. Svenja Klamt, 1-9 69. Fabienne Sonntag
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Stadtstadion, Platz 3/ Kunstrasen (Kap. 300 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 20 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 3,5/10 (Weitestgehend schwaches Spiel)

JSG Merseburg C II (SV Merseburg 99 C) ................. 4
SV Großgräfendorf C ...................................................... 2
- Datum: Samstag, 27. September 2014 – Anstoß: 10.00
- Wettbewerb: Saalekreisklasse C-Junioren, Staffel 1 (4. und unterste Spielklasse der U15)
- Ergebnis: 4-2 nach 72 Min. (35/37) – Halbzeit: 2-1
- Tore: 0-1 7. Nick Schröter, 1-1 12. Dominic Albrecht, 2-1 28. Felix Dietrich, 2-2 45. Maximilian Markus Kaiser, 3-2 62. Felix Dietrich, 4-2 71. Dominic Albrecht
- Verwarnungen: je 1 pro Team
- Platzverweise: keine
- Spielort: Stadtstadion, Platz 2 (Kap. 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 20 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 3,5/10 (Weitestgehend schwaches Spiel)

TSV Leuna 1919 F ........................................................... 3
SG Zöschen/ Wallendorf/ Kötzschau F ......................... 7
- Datum: Samstag, 27. September 2014 – Anstoß: 9.00
- Wettbewerb: Saalekreisklasse F-Junioren, Staffel 1 (Spielklasse der U9)
- Ergebnis: 3-7 nach 41 Min. (21/20) – Halbzeit: 1-3
- Tore: 0-1 11. (6), 0-2 14. (8), 0-3 17. (8), 1-3 20. Lucas Horvath, 1-4 21. (5), 2-4 22. Lucas Horvath (Foulneunmeter), 2-5 25. (NN), 2-6 25. (8), 3-6 28. Lucas Horvath, 3-7 38. (NN)
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportstätte der Jugend, Platz 2 (Kap. 500, davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 15 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Gutes Spiel)  
Photos with English Commentary:
a) TSV Leuna Youth (U9): TSV Leuna v SG Zöschen/ Wallendorf/ Kötzschau
b) TSV Leuna Reserves & First XI: TSV Leuna v BSC Laucha and TSV Leuna Res. v SV Wallendorf
c) Merseburg 99 Youth (U15): Boys JSG Merseburg Reserves v SV Großgräfendorf, Girls SV 99 v FFC Magdeburg 

Ein Leuna-Tag mit Merseburger Zugaben stand diesen Samstag, einen Tag vor meinem nun dauerhaften Wegzug aus Merseburg, an. Den Anfang machte wie es sich gehört die F-Jugend, die auf die Spielgemeinschaft Zöschen/ Wallendorf, die nun um Kötzschau ergänzt wurde und eine der leistungsstärksten Teams der F-Jugend-Liga ist, traf.

Die Leunaer hatten zwar die üblichen Unkonzentriertheiten und zeigten immer wieder, dass man beim Zweikampfverhalten und den Torschüssen die üblichen Defizite eines sehr jungen Jahrgangs hat, doch die Mannschaft gab ihr bestes und erspielte sich viele Chancen. Leider nutzte nur Lucas Horvath seine Chancen, obwohl man keinen Spieler von der geschlossenen Mannschaftsleistung ausnehmen darf. Am Ende entschied aber doch der Fakt, dass der Gast eine größere Anzahl schussstarker Spieler hatte, diesen Wettkampf. Das eher seltene Ergebnis von 3:7 sprang am Ende für die Spielgemeinschaft aus den Leunaer Nachbardörfern raus.

Idiotischerweise wurde das Spiel der E-Jugend zeitgleich in Merseburg ausgetragen, wo sich die IMO mit Schiedsrichterhilfe in der am Ulmenweg (der beschissensten Siedlung in ganz Merseburg) üblichen unfairen Atmosphäre, zu einem Sieg mogelte. Eigentlich wollte ich ja das Spiel sehen, aber so fuhr ich aus Langeweile zum Stadtstadion.  
Im Stadtstadion war echt toll was los: nur Platz 4 war weitestgehend ungenutzt (wenn nicht grad ein paar schwererziehbare Jugendliche dort bolzten), ansonsten fanden auf dem Hauptplatz, dem Platz 2 und auch dem letzte Saison zu einem Kunstrasen umgerüsteten Platz 3 teils zeitglich Wettkampfspiele statt.

Ich hatte erstmal nur die männliche C-Jugend vom SV Merseburg 99 (die sogenannte II. Mannschaft der sogenannten JSG Merseburg) auf dem Schirm. Die spielten gegen Großgräfendorf und als ich dort zur 15. Minute eintraf stand es bereits 1:1 und die einzigen gelben Karten der Partie waren bereits verteilt worden. Nach einer Weile ging die weniger schwache Mannschaft, also Merseburg, in Führung. Ansonsten war das Spiel absolut höhepunktarm. Obwohl offensichtlich vor allem in den Reihen der Merseburger etliche Problemjugendliche waren, mit denen das sehr inkompetent wirkende Trainergespann nicht wirklich zurecht kam (das hielt sich halt lieber am Schiri auf, anstatt sich mal um die auf Platz 4 freidrehenden Wechsler zu kümmern), blieb das Spiel ohne Ausraster. Es gab nur dank eines Torwartfehlers einen Ausgleichstreffer aus großer Distanz und dann noch zwei hervorragend abgeschlossene Konter zum nicht unverdienten 4:2 Sieg der Gastgeber zu sehen.

Ich bemerkte dann, dass auch auf Platz 3 gekickt wurde. Ich halte zwar nicht viel davon, dass man vor der A- oder B-Jugend weibliche und männliche Spieler trennt, aber die C-Mädchen haben erstmal meist ein Zweitspielrecht in einer richtigen, also einer Jungenmannschaft, und außerdem kann man sich auf einem neuen Ground jeden Mist angucken. Denn der frühere Hartplatz im Rücken der Gästekurve des Stadtstadions, der nun zu einem Kunstrasen umgestaltet wurde, wurde bisher noch nie von mir besucht. Steht man in der letzten Reihe der Tribüne oder etwas unterhalb davon auf dem Wall am niedrigsten Teil des Zaunes, kann man gut zugucken. Ansonsten ist der Platz eine Zumutung durch die völlig idiotischen Umzäunungen. Auch die Pflasterung und Mauerung direkt am Spielfeldrand – zumal bei einem viel zu kleinen Spielfeld – bergen massive Verletzungsgefahr bei richtigen Spielen oder selbst beim Training. Aber die 9 gegen 9 kickenden U15-Juniorinnen kann man ruhig auf so einen etwa 35x80m kleinen Plasterasen lassen.

Immerhin ist die Qualität des Kunstrasenbelags hervorragend und die Qualität des Spiels war durch einige Gästespielerinnen gar nicht so schlecht wie befürchtet. Das Match war aber ausgesprochen einseitig und Merseburg hatte eigentlich nur eine einzige Torchance, die sie dann aber auch verwandelten. Magdeburg hingegen hatte etliche Torchancen und als Merseburg mal endlich traf, hatten die Gästinnen schon längst sieben Dinger erzielt. Am Ende waren es neun für FFC Magdeburg, wobei ein Freistoß aus gut 30m und eine direkt aufs kurze Eck verwandelte Ecke die besten Tore waren!  
Danach ging es wieder nach Leuna zurück, ins Stadion des Friedens. Während ich mich noch vom Grillstand versorgte, kam das Spiel der Zweiten Männer langsam in den Gang. Leuna II war vor dem Spiel nur Vorletzter und auch Wallendorf stand nicht gut da. Bald sah es für die Zweite aber noch schlechter aus, denn ein Konter wurde hervorragend abgeschlossen: Patrick im Tor fast mit Notbremse, doch der 9er überläuft ihn und lupft den Ball ins Netz.

Das 0:2 war noch geschickter gemacht und bevor es überhaupt eine Berührung geben konnte, wurde der wieder sehr weit vorm Tor agierende Patrick überlupft. Nach der Pause dann die Entscheidung, als Wallendorf den dritten Treffer erzielte. Mathias Sachse legte immerhin mit einem herrlichen Schuss aus gut 30m, der halbhoch ins Eck ging, einen Ansporn auf den Schlussspurt hin, doch zu mehr als einem Treffer reichte es nicht.  
Auch die Ersten Männer steht mit nur zwei Punkten auf dem erstem Abstiegsplatz und auch der Gegner aus Laucha war mit einem Punkt weniger im Kellergeschoss der Tabelle zu finden. Und auch nur ein Treffer sollte für die Erste drin sein.

Der besagte Treffer fiel dafür schon sehr früh: nachdem ein Schuss vom eigenen Mann versehentlich abgeblockt wurde, zimmerte Hebestreit den x-ten Schuss in der packenden Strafraumszene in der fünften Minute ins lange Eck. Mit gutem, packendem Fußball war aber leider schnell Schluss. Über weite Strecken spielten hier zwei Abstiegskandidaten, die mit ungeschickten Zweikämpfen, ständigem im Abseits stehen und mäßigen Torschüssen auffielen.

In der zweiten Hälfte sah es bis zum Ende genauso aus wie in der ersten: Leuna eher schwach aber die bessere Mannschaft, Laucha sehr schwach doch immerhin besonders zu Beginn der zweiten Spielhälfte mit einigen gefährlichen Torchancen. Was dann leider auffiel war der Schiedsrichter und das natürlich negativ. Bei Sport,,freund“ Dirk Ußfeller vom halleschen Stadtrand, der für Wörmlitz-Böllberg pfeift, kann man auch nichts anderes erwarten.

Mich wunderte erst, dass Ußfäller so spät damit anfing, lächerliche gelbe Karten gegen Leuna zu verteilen, aber trotz vorheriger schlechter Erfahrungen mit diesem unsäglichen Un(?)parteiischen wunderte mich noch mehr, mit welcher Dreistigkeit er das Spiel verschob. Es gab keinerlei Grund länger als zwei, drei Minuten pro Halbzeit nachzuspielen, doch die Schwarze (heute Rote) Sau ließ so lange spielen, bis Laucha den Ausgleich erzielte. Und das Allerschlimmste: der Treffer war nicht einmal regulär! Ein Leunaer tritt unkontrolliert am Boden hockend den Ball und Ronny Golloiuch nimmt ihn auf. Wenn man nicht unbedingt der betreffenden Mannschaft schaden will, pfeift man als Unparteiischer nicht „Rückgabe“. Der indirekte Freistoß wurde dann freigegeben, Laucha verzögerte und verstolperte regelwiedrig, Leuna klärte nachdem sich mehrere Spieler regelkonform aus der Mauer gelöst hatten. Doch Ußfeller ließ wiederholen und warf erstmal mit gelben Karten gegen Leunaer Spieler, die sich verständlicherweise nur gerade noch zusammenreißen konnten, um sich. Die unberechtigte Wiederholung des unberechtigten Freistoßes landete dann – in dieser Szene sogar regelkonform; aber Ußfeller hätte die Lauchaer wahrscheinlich sogar den Ball ins Tor fausten oder werfen lassen – im Netz zum 1:1 Ausgleich.

Fazit: dass ein Schiedsrichter sich bei jedem Leuna-Spiel das er pfeifen darf, solche Betrügereien leisten kann, bedeutet zuerst einmal ein Armutszeugnis für die Atmosphäre beim TSV. Leuna wurden zwei Punkte dreist gestohlen von einer spielerisch unterlegenen Mannschaft. Auch wenn Leuna nicht gut spielte und gegen einen so schlechten Gegner wie Laucha zwei oder drei Tore hätte schießen müssen – hier kann man dem Team nur bedingt Vorwürfe machen können, da man bei mehr Treffern auch mit mehr Aktionen von Seiten des Pfeifenheinis hätte rechnen müssen. Aber wenn selbst bei einem solchen Beschiss nur vier, fünf Leute vernehmbar Pöbeln, kann man sich das als Schiri arrogant lächelnd leisten, eine erstgemeinte Frage nach den Kosten für solche Schiedsrichterentscheidungen zu übergehen: aber interessant wäre es schon, gerade im Preisvergleich mit Tschechien, wo Entscheidungen die auf den Spielausgang Einfluss haben auf vergleichbarer Ebene Discountware sind... Fakt ist: Bei so manchem Dorfverein in der Umgebung von Halle (z.B. dem mit der Abkürzung SVG) wäre er nach dem 1:1 gar nicht mehr zum Weiterführen der Partie gekommen: Sein Glück, dass Leuna so eine faire Mannschaft mit so fairem Anhang ist!  
Statistik:
- Grounds: 1.190 (heute 1 neuer; diese Saison: 36 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.173 (heute 5; diese Saison: 61)
- Tageskilometer: 30 (30km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 14.280 (9.870 Auto/ 3.630 Flugzeug/ 680 Fahrrad/ 80 öffentliche Verkehrsmittel/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 149 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 426

Donnerstag, 25. April 2013

W352I: Nicht überragend, aber erfolgreich – Leuna zieht ins Finale des Kreispokals ein

Sportverein Großgräfendorf ---------------------------------- 1
TSV Leuna 1919 ------------------------------------------------- 4
- Datum: Mittwoch, 24. April 2013 – Anstoß: 17.45
- Wettbewerb: Halbfinale des Kreispokals Saalekreis (sogenannter „Krombacher“ Saalkreispokal); Kreisliga Saalekreis Staffel 1 gegen Landesklasse Sachsen-Anhalt Staffel 6 (10. Liga gegen 8. Liga)
- Ergebnis: 1-4 nach 91 Min. (45/46) – Halbzeit: 0-0
- Tore: 0-1 48. Nino Hammerschmidt, 0-2 60. Kevin Degner, 0-3 63. Nino Hammerschmidt, 1-3 90. Nico Scheffel, 1-4 Toni Feist
- Verwarnungen: Christian Bergner, Tino Rendke (Großgräfendorf); Franz Motz (Leuna)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Großgräfendorf (Kap. 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 140 (darunter 121 zahlende und ca. 35 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Schwache erste Hälfte, 45.-65. richtig guter Fußball, nach Durchhänger gute Schlussphase)
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Photos with English Commentary:

Vernünftige Verbände haben die Halbfinals im Kreispokal auf den 1. Mai und das Finale ans Ende Saison (Mitte oder Ende Juni) gelegt, doch der Saalekreis muss seinen von der Krombacher Plörre gesponserten Pott unbedingt schon am 1. Mai vergeben, sodass die Halbfinals eine Woche vorher, am Mittwochabend um kurz vor 18 Uhr ausgetragen wurden. In 25 Minuten vom Orientinstitut zum Sportplatz von Großgräfendorf war aber erfreulich zügig. Die Spieler waren da unpünktlicher, sodass es erst 17.45 los ging...

Der SV Großgräfendorf dümpelt im Mittelfeld der Kreisliga, der TSV Leuna steht in der Landesklasse schlecht da. Der Finaleinzug war also absolute Pflicht für die Mannschaft in Grün. Von Anfang an war Leuna auch die Spiel bestimmende Mannschaft, doch der Gastgeber verteidigte gut. Je länger das Spiel dauerte, desto weniger Angriffe der Leunaer kamen durch und die ersten Offensivaktionen der Gräfendorfer fanden statt. Das Spielniveau war zwar schwach, aber die weit über 100 Zuschauer, die für absolut angemessene 1,50€ zusahen, schauten ein ausgesprochen faires Duell: Großgräfendorf ist eine der übelsten Tretermannschaften des Kreises und Leuna lässt sich zu gerne von so was provozieren – doch bis zur 45. gab es kaum Fouls, keine Pöbeleien und auch keine, schon kurz nach Anpfiff scherzhaft geforderte, Schubserei...

Das Trainergespann Thomas Müller/ Detlef Brose hatte in der Halbzeitpause wohl mal kräftig auf den Tisch gehauen, denn die zweite Hälfte dominierte Leuna bis zur 65. völlig: mit zwei schön heraus gespielten Treffern – erst Nino, dann Kevin – und einem prima Freistoß ins lange Eck – wieder Nino, wobei ein Großgräfendorfer noch mit dem Kopf verlängerte – gingen sie 0:3 in Führung. Sie ließen sich dann aber entsprechend zurückfallen, während das Spiel härter wurde. Endlich bewies Großgräfendorf, warum sie als Kloppertruppe verschrien sind: Beinstellen, in die Hacke latschen, Schubsen... Dass es nur zwei gelbe Karten gegen den Gastgeber und eine (zudem lächerliche) Gelbe für den Gast, der natürlich viel meckerte und schimpfte, gab, muss als unangemessen bezeichnet werden. Das erfahrene Schiedsrichtergespann brachte ja schon eine ordentliche Leistung, aber ob sie bei 90 Minuten Gräfendorfer Härte noch den Überblick behalten hätten, bezweifle ich. Zum Glück der Schiedsrichter – und auch Leunaer – war Großgräfendorf aber recht zurückhaltend heute, was in den anderen beiden Spielen des SVG, die ich gesehen habe, nicht der Fall war. Selbst Tino Rendke sah nur eine gelbe Karte und holzte nur zwei, drei Mal rein. Bei diesem Typen, den ein fähiges Sportgericht eines vernünftigen Kreisverbandes für eine ganze Saison aus dem Verkehr gezogen und ein anständiger Verein dauerhaft ausgeschlossen hätte, muss man ja schon froh sein, wenn man als Gegenspieler nicht gleich zusammengeschlagen wird... 

Leuna kassierte jedenfalls nach einem Abstimmungsfehler in der Schlussphase dann einen Gegentreffer, doch nur Sekunden später mit dem ersten Angriff nach dem Anstoß, traf Toni Feist zum 1:4. Überzeugend war die Leistung des TSV natürlich nicht, doch wenn 20 Minuten guter Fußball im Kreispokal reichen um ins Finale einzusehen, ist es zwar für neutrale Fans ärgerlich und für den Leunaer Anhang nicht begeisternd, doch unter „die Prioritäten richtig gesetzt“ einzusortieren. Es gibt noch wichtigere Spiele in den nächsten englischen Wochen, sodass man sich in einem Mittwochsspiel, das man kontrolliert mit 4:1 ohne großen Aufwand gewinnen kann, nicht volle Kanne kaputt rennen muss, nur um einem schwächeren Gegner zu beweisen, dass man ihn auch 8:0 abschießen kann.
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Statistik:
- Grounds: 904 (heute 0 neue; diese Saison: 136 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.770 (heute 1, diese Saison: 193)
- Tageskilometer: 60 (60 Auto)
- Saisonkilometer: 46.980 (37.820 Auto/ 6.500 Flugzeug/ 2.800 Fahrrad/ 170 Bahn, Bus, Tram/ 90 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 57 [Letzte Serie: 6, Rekord: 141]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 352

Samstag, 25. September 2010

W217IV: Gerechter Gleichstand in Großgräfendorf

SV Großgräfendorf 2:2 TSV Leuna 1919 II
Samstag 25. September 2010 – Anstoß 15.00
Kreisliga Saalekreis, Staffel 1 (10. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 2:2 nach 91 Min. (46/45) – Halbzeit 1:1
Tore: 1:0 9. Nr. 5 (Elfmeter), 1:1 22. Fabian Schneider, 1:2 50. Mario Melchior, 2:2 70. Nr. 9
Verwarnungen: Karsten Francke (TSV II)
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Großgräfendorf (Kap. 750 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 10 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes und spannendes Spiel zweier gleichwertiger Teams auf schwierig bespielbarem Platz)
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Photos and English version:
SV Großgräfendorf 2-2 TSV Leuna (Reserve)

Nach einer zweiwöchigen Skandinavientour mit Fähre und Auto, die uns durch Städte wie Stockholm, Helsinki oder Kopenhagen führte und Spiele von der norwegischen Amateurliga über die finnische Halbprofiliga bis zur ersten schwedischen Profiliga Allsvenskan in einigen der schönsten und interessantesten Stadien der Welt bereithielt, ging die Reise nun mit dem Fahrrad nach Großgräfendorf, einem etwa 500 Einwohner zählenden Ortsteil des Kurortes Bad Lauchstädt, wo es ein Kreisligaspiel auf dem Sportplatz Großgräfendorf zu sehen gab.

Beide Mannschaften – der SV Großgräfendorf und die Reserve des TSV Leuna 1919 – starteten nicht wirklich überzeugend in die Saison, doch haben wenigstens ein paar Punkte geholt und stehen nicht auf einem Abstiegsplatz. Großgräfendorf gewann immerhin zwei Mal, während Leuna drei Punkte weniger hat. Der erste Sieg unserer Zweiten war letzte Woche ein spektakuläres 6:2 gegen Eisdorf, die bis dahin Dritter waren. Ansonsten kann man noch erwähnen, dass der Aufstieg in die Kreisoberliga entschieden ist, da der MSV Buna Schkopau kaum Abgänge zu verzeichnen hatte und weiterhin munter mit halleschen Spielern, die auf Landes- und nicht Kreisebene spielen müssten, die Gegner schlägt. Den Gegner schlagen zu können, scheint für Großgräfendorf nicht so selbstverständlich in diesem Spiel, da sie auf ihrer aktuellen und informativen Website – ist aber lustig, dass Großgräfendorf immer noch schreibt, sie liegen im Landkreis Merseburg-Querfurt – von Spielerausfällen schrieben.

Aber Spielermangel kennt man beim TSV seit ein paar Spielzeiten als Normalfall, sodass es nicht verwunderlich war, dass auf dem dörflichen Sportplatz mit seinen einfachen Gebäuden, den Pappeln auf der einen und den abgeschirmten Privathäusern auf der anderen Seite, der Gastgeber den besseren Start erwischte. Nach neun Minuten kam ein Großgräfendorfer im Strafraum zu Fall, wobei Francke ihn ganz sicher berührt hat, der SVG-Spieler aber erst nach zwei weiteren Schritten stürzte. Der Elfmeter war saumäßig schlecht geschossen – halbhoch in die Mitte – aber die Show des Schützen so gut, dass er Timo Fiebig im Tor verladen konnte. Nach 15 Minuten ziemlichen Drucks aufs Leunaer Tor wendete sich das Blatt und die Reservemannschaft des TSV attackierte nun gefährlich den Kasten des SVG. Das sollte bis fast zum Pausenpfiff so gehen, sodass Großgräfendorf noch zufrieden sein kann, nur einen Gegentreffer kassiert zu haben; Schmidt hatte gut auf Schneider gepasst und der brachte den Ball am nicht immer sicheren Torwart zum 1:1 vorbei.

In Halbzeit zwei gab es schon nach fünf Minuten einen prima Treffer von Mario Melchior, den man von den Spielen der Alten Herren kennt und bei der Zweiten eigentlich nur Aushilfe ist: aus einiger Entfernung hob er den Ball über den Torwart. Wirklich eine hervorragende Aktion!
Großgräfendorf wurde in der Folge stärker und konnte in der 70. Minuten einen guten Flachschuss im Eck unterbringen. Die letzten 20 Minuten traf der bis dahin sichere Schiedsrichter einige Fehlentscheidungen. Aber keine davon war schwerwiegend oder gar spielentscheidend. Darauf, dass sich ein paar bäuerliche Bollerköpfe fast 90 Minuten über ihn (den Schiri) aufregten, muss er nichts geben. Die sahen auch jede Aktion, in der der auffällig kleine Neuner (Joao ist einen Kopf größer als der!) in einen größeren Leunaer hineinrannte und umfiel als gelbwürdiges TSV-Foul... Eigentlich auch völlig O.K. – dazu ist man ja Fan – aber das Loben der eigenen Mannschaft stand mal wieder so hinter dem Meckern zurück - was man dem Leunaer Anhang überhaupt nicht vorwerfen konnte - dass es einfach nur nervte.
Wie auch immer: ab der 70. Minute hatte der Gastgeber deutlich mehr Chancen als die TSV-Reserve, doch konnte keinen Treffer mehr erzielen. TSV Leuna leider ebenso wenig. Die Spielzeit über betrachtet, ist das 2:2 auch so ziemlich das gerechteste Ergebnis zwischen diesen alles in allem gleichwertigen Mannschaften, die mit den skandinavischen Platzverhältnissen erstaunlich gut zurechtkamen. Was skandinavische Platzverhältnisse sind? Es regnete halt ununterbrochen, der Platz war dadurch rutschig und zudem auch noch in Teilen mit Pappelblättern bedeckt. Letzteres ist wieder ein gutes Beispiel dafür, dass man besser immergrüne Nadelbäume um den Platz herum anbaut und keine Laubbäume; schon gar nicht diese kurzlebigen Billigbäumchen.

Nach diesem wirklich ansehnlichen Spiel wunderten sich doch die ein oder anderen Leunaer, dass wir nicht mitgenommen werden wollten, sondern lieber im Dauerregen mit den Rädern zurück fuhren. Aber auch Dauerregen hielt uns nicht vom zweiten Teil der Radtour ab. Wir guckten sogar noch kurz die Dorfkirche von Großgräfendorf an. Diese ist in romanischer Zeit entstanden, was man an den Turmfenstern mit den typischen Bögen und der starken Mittelsäule erkennt, und leider sehr baufällig.
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Übrigens: Nicht über den sprunghaften Anstieg der Anzahl der Sportveranstaltungen wundern; ich habe bemerkt, dass ich erst ab der Saison 2000/ 2001 gezählt habe und jetzt anhand der Aufzeichnungen von meinem Vater die 70 Spiele, die ich vergessen hatte aufzulisten, nachgetragen.

Statistik:
Ground Nr. 476 (ein neuer Ground; diese Saison: 26 neue)
Sportveranstaltung Nr. 1.144 (diese Saison: 32)
Tageskilometer: 40 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 9.510 (7.170 Auto/ 1.160 Fahrrad/ 800 Schiff, Fähre/ 380 Bahn, Bus, Tram/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 59
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 217