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Donnerstag, 26. August 2021

W3.0033VII: Oberliga im schönen Thüringer Wald, Kreisklasse im gebirgigen Süden von Erfurt

FSV Martinroda 1928 .......................................... 1
Fußballclub Grimma ............................................ 2

- Datum: Sonntag, 22. August 2021 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: NOFV-Oberliga Süd (5. Spielklasse, 2. Halbprofiliga)
- Ergebnis: 1-2 nach 96 Minuten (47/49) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 45.+1 Sommer, 1-1 55. Litzenberg, 1-2 64. Hübner
- Gelbe Karten: 4x Martinroda, 7x Grimma
- Rote Karten: NN von Grimma (70. Min. Gelb-Rot wg. wdh. Foul)
- Austragungsort: Sportpark Martinroda (Kap.: 1.500, davon 100 Sitzplätze / wegen der Coronahysterie derzeit auf irgendeine Fantasiezahl beschränkt)
- Zuschauer: ca. 220 (davon 120 Zahlende und ca. 10 Gäste)
- Spielbewertung: 7,0/10

Bischlebener SV II ................................................ 3
SG Fortuna Erfurt/ Fortuna Frienstedt ............. 0

- Datum: Sonntag, 22. August 2021 – Beginn: 10.30
- Wettbewerb: 1. Kreisklasse Erfurt-Sömmerda, Staffel I (10. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-0 nach 91 Minuten (45/46) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 11. Velasquez, 2-0 64. Lein (Elfmeter), 3-0 75. Aschenbach
- Gelbe Karten: 3x Fortuna
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportplatz am Hamburger Berg (Kap.: 750 Stehplätze / wegen der Coronahysterie derzeit auf irgendeine Fantasiezahl beschränkt)
- Zuschauer: ca. 25 (davon ca. 4 Gäste)
- Spielbewertung: 7,0/10 Bischlebener SV 3:0 SG Fortuna Erfurt/ Fortuna Frienstedt Photos with English Commentary:
a) 5th Division: FSV Martinroda vs. FC Grimma
b) 10th Division: Bischleben Res. vs. Fortuna Erfurt/ Frienstedt
c) Sightseeing Erfurt Region: Bischleben
d) Sightseeing Thüringer Wald: Neusiß, Rippersroda, Angelroda, Martinroda

Am Sonntagmorgen ging es nach dem Frühstück nach Erfurt. Südlich der eigentlichen Stadt schließen eingemeindete Dörfer an die Landeshauptstadt an. Die sind teils richtig sehenswert und sehr hügelig gelegen. So auch Bischleben, wo es eine sehr schöne Kirche mit Doppelempore, interessanten Wappengrabsteinen, Engelsfigur und Altar mit Durchguck zum Fenster gibt.
Der Sportplatz am Hamburger Berg liegt auch richtig schön. Auf dem Berg stehen ein paar größere Häuser, am Fuße befindet sich der kleine Großfeldrasenplatz mit Sportlerheim, vor dem gerade Kindertheater stattfand, Beachvolleyballanlage und vielen Bäumen. Hinter dem Platz verläuft die Bahnstrecke und es fließt auch ein kleiner Fluss entlang. Die Partie war gut, Bischleben II durchweg besser und gefährlicher. Die Spielgemeinschaft aus Fortuna Erfurt und Fortuna Frienstedt zeigte nur wenig nach vorne. Nach dem frühen 1:0 dauerte es aber bis weit in die zweite Hälfte hinein, ehe es mal wieder klingelte. Diesmal auch erst vom Elfmeterpunkt. Am Ende hieß es 3:0 in einem guten und sehenswerten Spiel.
Für meinen Vater ging es dann schon wieder nach Rostock. Er konnte nicht wie eigentlich geplant die Tour zu Ende mitmachen, noch einmal übernachten und am Montag mit Quer-Durchs-Land-Ticket nach Rostock zurück, denn das asoziale überbezahlte Eisenbahner-Gelumpe streikte ab Montagfrüh mal wieder. Bischleben So muss mein Vater den landschaftlichen schönsten Ground der Oberligen mal alleine nachholen – mit Mietwagen am besten... Der FSV Martinroda, direkt bei Ilmenau im nördlichen Thüringer Wald, spielt auf einem wunderschönen Dorfplatz mit Bänken in einem steilen Berghang, Sportlerheim und Imbissbuden auf dem Gipfel des Hanges und vielen Bäumen auf der Gegen- und Hintertorseite. Auch der Nebenplatz liegt klasse.
Oberliga wurde aber natürlich auf dem Hauptplatz gespielt, wobei leider der FSV Martinroda nicht einmal gegen Mitabstiegskandidat Grimma punkten konnte und nun nach 4 Spielen als einziges Team noch punktlos in der Oberliga Nordost-Süd dasteht. Das lange ausgeglichene Spiel verlagerte Grimma mit einem Treffer in der Nachspielzeit der ersten Hälfte gänzlich in ihre Richtung – zuvor wurden zwei Treffer wegen Abseits aberkannt – wobei Martinroda kurz nach Wiederbeginn ausgleichen konnte. Doch ein toller Freistoß nach über einer Stunde führte zum 1:2, das Grimma zur großen Freude des guten Dutzend Gästefans auch trotz 20 Minuten Unterzahl über die Zeit brachte. Eine spannende Partie, eigentlich auch eine gute Partie – aber für Martinroda sehe ich in puncto Klassenerhalt jetzt schon schwarz. Sehr schade! FSV Martinroda 1:2 FC Grimma Ich musste dann ja leider wieder nach Bonn und auch wegen des recht bald nach dem Spiel einsetzenden Gewitterregens hielt ich die Besichtigungen etwas kürzer, als ich es sonst in dieser tollen Gegend machen würde. Martinroda hat einiges an Fachwerk und eine schöne Kirche zu bieten. Auch Neusiß hat eine interessante Kirche mit angrenzenden denkmalgeschützten Bauten. Noch sehenswerter ist die Kirche von Rippersroda, welche ich für eine ehemalige Burg halte (im Internet ist nur von „älteren Ursprüngen“ die Rede). Vergleichbares habe ich mal in Safita (Syrien) gesehen, wo ein Donjon zur Kirche umgebaut wurde... (Pfeil nach links für Innenansicht)
Dann fuhr ich über die unbefestigten Wege (es gibt ohnehin nur eine befestigte Straße nach Rippersroda) nach Angelroda. Dort fuhr ich mal den Schildern zum Sportplatz nach. Cooler Platz am Wald, aber schon lange kein Spielbetrieb mehr und sehr ungepflegt. Bis auf die tolle Landschaft und eine Eisenbahnbrücke gab es im Dorf selbst auch nichts zu sehen. Für einen Aufstieg zu der Felsformation kurz außerhalb von Angelroda regnete es schon zu heftig. Gegen 23 Uhr war ich dann in Bonn. RippersrodaStatistik:
- Grounds: 2.862 (2; diese Saison: 48 neue)
- Sportveranstaltungen: 4.156 (2; diese Saison: 56)
- Tourkilometer: 410 km (410km Auto)
- Saisonkilometer: 7.430 (6.490 Auto, davon 0 Mietwagen/ 0 Flugzeug/ 940 Fahrrad/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn / 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 3 [letzte Serie: 99, Rekordserie ohne 0-0: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 33 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Montag, 22. September 2014

W425III: Immer Ärger bei einer Tour nach Königstein...

Eisenbahner Sportverein Dresden ................................ 33
Handballsportgemeinschaft Freiberg II ...................... 32
- Datum: Samstag, 20. September 2014 – Anstoß: 19.00
- Wettbewerb: Verbandsliga Sachsen Ost (6. Spielklasse, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 33-32 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 19-18
- Tore: k.A.
- Siebemeterquote: ESV 50% (4 von 8); HSG 100% (4 von 4)
- Gelbe Karten: Nr. 6, 8 (ESV); Nr. 4, 9, 41 (HSG)
- Zeitstrafen: Nr. 15 RK, Nr. 5, 11, 15 (ESV = 8 Minuten); 2x Nr. 41, Nr. 31 RK, Nr. 2, 7, 9 (HSG = 12 Minuten)
- Platzverweise: Nr. 15 von ESV (angeblich grobes Foul); Nr. 31 von HSG (angeblich grobes Foul)
- Spielort: Lok-Sporthalle Dresden (Kap. 500, davon 200 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 60 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,5/10 (Sehr schnelles und spannendes Spiel auf gutem Niveau)

Sportverein Königstein ..................................................... 3
SV Aufbau Pirna-Copitz .................................................. 1
- Datum: Samstag, 20. September 2014 – Anstoß: 15.00
- Wettbewerb: 2. Kreisklasse Sächsische Schweiz (11. und unterste Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-1 nach 93 Min. (45/48) – Halbzeit: 1-1
- Tore: 1-0 7. Sten Brüchner, 1-1 12. Sebastian Freigang, 2-1 46. Andy Hartig, 3-1 73. Sten Brüchner
- Verwarnungen: Marcel Pellmann (Königstein); Andrej Bart? (Pirna)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Pfaffendorf (Kap. 500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 4 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Das, was wir vom Spiel noch sahen (ab 50. Min.), war wirklich gut)

FSV Zwickau B .................................................................. 2
FC Grimma B .................................................................... 0
- Datum: Samstag, 20. September 2014 – Anstoß: 11.30
- Wettbewerb: Landesliga Sachsen B-Junioren (3. Spielklasse der U17)
- Ergebnis: 2-0 nach 80 Min. (40/40) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 15. Julian Rudolph, 2-0 51. Moritz Ullmann
- Verwarnungen: Tobias Klinkenberg (Grimma)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Westsachsenstadion (Kap. 2.500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 60 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Besonders in erster Halbzeit schnelles und gutes Spiel)  
Photos with English Commentary:
a) Youth Football (Under-17): FSV Zwickau defeat FC Grimma at Westsachsen Stadium
b) AMATEUR FOOTBALL: SV KÖNIGSTEIN DEF. SV AUFBAU PIRNA-COPITZ
c) Handball in Dresden: ESV Dresden v HSG Freiberg Reserves at LOK-SPORTHALLE
d) Sightseeing: Königstein Fortress and Dresden Region 

Heute ging es mal ganz kulturlos von Spiel zu Spiel, da uns Zwickau, Dresden und auch die Umgebung mit Moritzburg, Zwickau, Pillnitz etc. sehr gut bekannt sind.

In Zwickau betraten wir seit Jahren zum ersten Mal wieder das Westsachsenstadion. Zum ersten Mal überhaupt betraten wir es durch das Tor unterhalb des Uhrturms. Zum Glück steht dieses Monument noch, doch die steilen Ränge sind nun steile Hänge. Schön begrünt, aber eben keine Stufen mehr. Die oberen Stehränge auf der Halde sind nach wie vor völlig zugewachsen. Einsam erhebt sich ein Pressekameraturm aus dem Dickicht. Die Anzeigetafel wird sicher nicht mehr genutzt, aber das Flutlich sieht ganz gut aus. In Ordnung ist auch der Kunstrasen, doch die Verbundpflastereinfassung ist wie üblich Scheiße. Mittlerweile gibt es aber wieder eine Radrennbahn um den Platz herum. Man steht nun entweder auf der rundherum führenden Zuwegung zur Tribüne und hat dann teilweise Sichtbeeinträchtigung durchs Fangnetz oder man ist ebenirdisch aber direkt dran hinter der Bande.

Das Westsachsenstadion wird nur noch von Jugendmannschaften des FSV genutzt und heute gab es eine schnelle und gute, in der zweiten Halbzeit aber leider abebbende B-Jugend-Paarung gegen den FC Grimma zu sehen. Zwickau ging nach mehreren Problemen in deren Abwehr mit 1:0 in Führung. Kurz darauf brach sich der Torschütze leider bei einem Sturz die linke Hand. Grimma war dann auch in der weiteren Zeit bis zur Pause die bessere und aktivere Mannschaft, doch Zwickau hielt den Vorsprung. Nach der Pause rissen sie das ganze Spiel auch noch etwas an sich und erzielten das entscheidende 2:0.  
Auf dem Weg zum Hauptziel des heutigen Tages, dann die bei Königstein zu erwartende Panne: beim ersten Versuch diesen Ground zu kreuzen (2011) trat die Gastmannschaft nicht an. 2012 war das Wetter sehr regnerisch und der Platz angeblich unbespielbar. Und jetzt bekamen wir die Quittung dafür, dass wir uns nicht über alle Besonderheiten eines Dieselfahrzeug informiert hatten: eine Schwachstelle gegenüber einem Benziner ist, dass ein Dieselfahrzeug dazu neigt, bei einem zu 90% oder mehr entleerten Tank Luft zu ziehe. Und ist einmal Luft im Kreislauf bzw. der Kraftstoffpumpe, muss man zur Verteilung der Blasen volltanken oder eben warten bis einem der ADAC den Motor entlüftet, wenn man es nicht mehr zur Tankstelle geschafft hat und nach dem Einfüllen des Reservekanisters den Motor nicht mehr ankriegt. Probleme beim Anlassen sind wegen des Zündpunktes ohnehin ebenfalls zuungunsten des Diesels kritischer.

Wir kamen also erst zur 50. Minute auf dem Sportplatz in Königstein bzw. Pfaffendorf an, wo uns ein freundlicher älterer Fan informierte, dass es bereits 2:1 für die Heimelf stand. Die Gäste aus Pirna-Copitz erzielten kurz darauf ein Abseitstor, ehe auch Königstein nach einem Freistoß der gegen den Pfosten ging, aus Abseitsposition traf. Der sichere Schiri sah trotz Basecap alles! Erst nach 73 Minuten traf ein Königsteiner mit einem Schuss ins Eck zum entscheidenden und letzten Tor der Partie. Bei diesem 3:1 zeigten beide Mannschaften eine prima Leistung, denn der in einmaliger Landschaft gelegene, unebene und unregelmäßig mit Gras und Kraut bewachsene Sandplatz – sowas habe ich das letzte Mal in der marokkanischen Provinz gesehen – war wie üblich (und aufgrund von Pfützen noch mehr als sonst) schwer bespielbar!

Dieser Platz war allerdings auch der Grund für unser Kommen, denn die landschaftliche Lage zwischen den Felsformationen und mit Blick zur Festung Königstein, halb zugewuchert auf einer Bergkuppe oberhalb des Dorfes, die man am direktesten über einen extrem steilen Pflasterweg erreicht, ist einmalig!  
Auch eine tolle Sportanlage ist die Sporthalle des ESV Dresden. Intelligenterweise rissen die Vereinsmitglieder beide Eingangstüren auf wobei sie nur eine der Türen mit einer Kasse bestückten. Geht man zur anderen rein, zahlt man halt nichts... Wie auch immer: der von außen sehr verrottet und zugesprayt aussende Bau mit Tonnendach wurde innen behutsam saniert. Interessant sind v.a. die Steinstufen für die Zuschauer. Es sind auch Holzbänke auf die ganze Halle verteilt. Einen Balkon fürs Fernsehen oder VIPS gibt es auch. Auf den Stehstufen auf der einen Seite stehen massenhaft Sportgeräte wie Ergometer und Hantelbänke herum. Also während des Spiels Hanteltraining und bei Randale einen Hometrainer aufs Feld werfen – das ist doch was für sportliche Fans!

Das Spiel lud aber nicht zum randalieren ein, obwohl es recht hektisch war. Auf gutem Niveau ging es hin und her und die vielen Torszenen und Zweikämpfe stellten die Schiedsrichter, die oft zu hart mit ihren Strafen waren, vor Probleme. Spannend war der Spielverlauf in jedem Falle, denn lange führte der Gast aus Freiberg – teilweise auch mit drei, vier Toren – ehe der Eisenbahnersportverein die Partie noch drehen konnte. Taktisch geschickt brachten sie dann eine Ein-Tor-Führung über die letzte Spielminute.  
Statistik:
- Grounds: 1.188 (heute 2 neue; diese Saison: 34 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.164 (heute 3; diese Saison: 52)
- Tageskilometer: 450 (450km Auto)
- Saisonkilometer: 13.800 (9.470 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 630 Fahrrad/ 80 öffentliche Verkehrsmittel/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 141 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 424

Donnerstag, 18. September 2014

W425I: Von 3-0 auf 3-3

1. FC Lokomotive Leipzig C II …..................................... 3
Fußballclub Grimma C ..................................................... 3
- Datum: Mittwoch, 17. September 2014 – Anstoß: 17.30
- Wettbewerb: Freundschaftsspiel Landesklasse Sachsen Nord C-Jugend (3. Spielklasse der U15) gegen Landesliga Sachsen (2. Spieklasse der U15)
- Ergebnis: 3-3 nach 72 Min. (36/36) – Halbzeit: 3-0
- Tore: 1-0 10. David Tuan Anh Nguyen, 2-0 13. Max Demmler, 3-0 17. Theo Linke, 3-1 45. Max Luca Pfeiffer, 3-2 51. Max Luca Pfeiffer, 3-3 65. Max Luca Pfeiffer
- Gelbe Karten: hatte der Schiri nicht dabei...
- Platzverweise: keine
- Spielort: Bruno-Plache-Stadion, Platz 9 (Kap. 750 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 15 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Ganz gutes Spiel, aber dürftige Leistung der Grimmaer Mannschaft – Lok hatte Pech den Vorsprung noch aus der Hand gegeben zu haben)  
Photos with English Commentary:
Under-15 Friendly: Lok Leipzig Reserves v FC Grimma

Am Mittwoch unternahm ich eine spontane Radtour nach Leipzig. Einige Jugendspiele wurden unter der Woche ausgetragen, zumeist Spiele der Stadtligen. Ich suchte mir allerdings ein Testspiel vom 2000er Jahrgang von Lok aus, die auf den FC Grimma trafen.

Im Rücken der Haupttribüne des schönen Bruno-Plache-Stadions befinden sich acht ausbautenlose Plätze und ein kleines Stadion (Platz 2). Auf Platz 9, dem zweiten Rasengroßfeld, wurde dann gekickt. Wenn das wirklich nur die II. C-Jugend von Lok war, dann ist die wirklich gut! So schwach Grimma auch war, so gut nutzten die Leipziger das aus. Nach 10 Minuten ein Kopfball aus Nahdistanz, dann nach 13 ein Distanzschuss der als Bogenlampe ins Netz ging und nur vier Minuten später die vermeintliche Entscheidung nach einem lässig eingeschobenen Ball.

Nachdem Grimma so gut wie keine Torchance in Hälfte 1 hatte, schaltete Lok einen Gang zurück und ließ Grimma kommen. Die hatten auch anscheinend die besseren Spieler erst jetzt eingewechselt. Einer erzielte dann in weniger als 20 Minuten einen Hattrick, der den Spielverlauf auf den Kopf stellte. Alle seine Treffer erzielte er aus spitzem Winkel über die rechte Seite. Der zweite war allerdings irregulär, da er vorher Foul gespielt hatte. Ohnehin spielte Grimma dauernd ungestraft Foul. Der wirklich schwache Schiedsrichter schien keine Karten dabei gehabt zu haben, ließ mitunter klare Fouls der Grimmaer laufen oder bestrafte gelbwürdige Fouls mit einem einfachen Freistoß oder gar Schiedsrichterball, und ging den Lokisten entsprechen auf die Nerven.  
Statistik:
- Grounds: 1.185 (heute 1 neuer; diese Saison: 31 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.160 (heute 1; diese Saison: 48)
- Tageskilometer: 80 (80km Rad)
- Saisonkilometer: 12.660 (8.330 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 630 Fahrrad/ 80 öffentliche Verkehrsmittel/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 138 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 424

Sonntag, 5. Mai 2013

W353IV: Fußball, Handball und Schlösser in West-Sachsen

Fußballclub Grimma (ehemals SV 1919 Grimma) ------- 6
Döbelner Sportclub 02/90 ------------------------------------- 1
- Datum: Samstag, 4. Mai 2013 – Anstoß: 15.00
- Wettbewerb: Landesliga Sachsen, sogenannte „Wernesgrüner Sachsenliga“ (6. Liga, 1. Amateurspielklasse)
- Ergebnis: 6-1 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 3-0
- Tore: 1-0 12. Marcus Hausmann, 2-0 30. Oliver Kurzbach, 3-0 36. Stefan Tröger (Foulelfmeter), 4-0 48. Marcus Hausmann (Foulelfmeter), 5-0 51. Christoph Jackisch, 6-0 73. Christoph Jackisch, 6-1 85. Christian Partzsch
- Verwarnungen: TW Torsten Jentzsch, Patrick Peschel, Christian Partzsch, Florian Firley, Ronny Singer (alle Döbeln)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Stadion der Freundschaft, Grimma (Kap. 7.000, davon 485 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 200 (davon 161 zahlende und ca. 30 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Sehr einseitiges aber ansehnliches Spiel)

Handball-SV Glauchau (HC Glauchau/Meerane) ----- 28
Handballsportgemeinschaft Wolfen 2000 ---------------- 26
- Datum: Samstag, 4. Mai 2013 – Anwurf: 19.00
- Wettbewerb: sogenannte „Mittel“deutsche Oberliga (4. Liga, 1. Amateurspielklasse)
- Ergebnis: 28-26 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 13-12
- Tore: Markus Elschker 9, Franz Schmidt 4, Rostislav Bruna 4, Michel Jentzsch 4, Tobias Feig 2, Willi Schubert 1, Hardy Sobieraj 1, David Kylisek 1, Jörg Heinrich 1, Rene Pechmann 1 (Glauchau); Jan Bernhardt 6, Stefan Gragert 5, Sascha Nikisch 5, Denny Winkel 3, Benedikt Schmidt 3, Raik Baumbach 2, Norman Bernhardt 2 (Wolfen)
- Gelbe Karten: Rene Pechmann, Jörg Heinrich, Markus Elschker (Glauchau); Stefan Gragert, Norman Bernhardt (Wolfen)
- Zwei-Minuten-Strafen: Hardy Sobieraj, Rene Pechmann, Václav Toman (Glauchau = 6 Minuten); 2x Denny Winkel, Jan Bernhardt, Norman Bernhardt (Wolfen = 8 Minuten)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sachsenlandhalle Glauchau (Kap. 850 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 700 (davon 486 zahlende und ca. 30 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Durchwachsenes aber lange Zeit sehenswertes Spiel) 
DSC03754 
Photos with English Commentary:

Den Samstag verbrachten wir im Westen Sachsens. Zuerst ein paar Besichtigungen, dann Fußball Sachsenliga und schließlich Handball MOL.

Wir starteten in Mutzschen, einer sehr heruntergekommenen Ortschaft, die zur Stadt Grimma gehört. So viel Verfall habe ich in Deutschland noch nie gesehen, aber das spektakulär gelegene Schloss und die Kirche lassen erahnen, dass das mal eine ganz ansehnliche Stadt war. Wermsdorf ist natürlich erheblich sehenswerter: das gewaltige Schloss Hubertusburg hat einen von dutzenden Nebengebäuden umgebenen, riesige Hauptkomplex mit markantem Turm. Ein kleineres Jagdschloss liegt nördlich davon im Ort. Über sehr schöne, aber wie so oft im Muldental beschissen ausgeschilderte Straßen, fuhren wir über Fremdiswalde und Trebsen. In erstgenanntem Dorf gibt es eine ganz ansehnliche Kirche, in Trebsen ein heruntergekommenes aber schönes Schloss.

In Grimma gibt es gleich zwei Schlösser und ein bisschen Altstadt um das Rathaus herum, wo wir auch ein gutes Asia Bistro gegenüber der Adlerapotheke fanden. In Grimma sind Zerstörungen des Hochwassers von 2002 kaum noch zu sehen – außer an der berühmten Brücke. Ganz nah bei Grimma, in Nimbschen, befindet sich auch eine Klosteranlage, deren historischer Teil in Ruinen liegt. Aber das schauten wir uns erst nach einem Spiel im Grimmaer Stadion der Freundschaft an.

2003 und 2004 hatten wir schon mal in dem großen Stadion mit der 13reihigen Stehtribüne auf der einen und der von fünfreihige Traversen flankierten und mit gelben und blauen Sitzen versehenen sowie Wellblech überdachten Sitztribüne auf der anderen. Obwohl in der Stadt gelegen, liegt die Anlage ziemlich im Grünen. Auch das gegenüberliegende kleinere Stadion, das nach Friedrich Ludwig Jahn heißt, hatten wir 2004 einmal besucht. Da ich aber davon nur Papierfotos habe, nutzten wir die Ansetzung in Glauchau am Abend um noch mal den SV 1919 Grimma, der nun FC Grimma heißt (2009 waren sie insolvent und neu gegründet), zu besuchen. Der FC ist auf Platz 4 und die Saison ist für sie gelaufen, obschon dieser vierte Rang ein starkes Ergebnis ist. Der Gegner aus Döbeln muss noch Punkte gegen den Abstieg sammeln, was ihnen heute nicht gelingen sollte...

Eintritt 5-6€, ermäßigt 3-4€ ist ja noch im Rahmen, aber ein schlechtes Programmheft für 1€ (nur Sachen aus dem Internet abgedruckt) und Bratwurst für 2€ (gut dass wir schon gegessen hatten) machten keinen guten Eindruck. Auch die Schnarchnasen von Fans wussten nicht positiv hervorzustechen. Die Gäste waren recht zahlreich erschienen, wobei die meisten deshalb auf der Gegentribüne mittig um uns herum standen, weil im Gästesektor die fünf härtesten Typen vom Verein mit biergeölter Stimme herumgrölten. Aber wenigstens unterstützten sie ihre Mannschaft bis zum 4:0!

Zum Spiel kann man nur sagen, dass es unterhaltsam aber erschreckend einseitig war. Grimma beherrschte Döbeln klar und konnte, da sie dauernd die Abwehr der Gäste unter Druck setzten ohne dass sie sich jedoch verausgaben mussten, hier problemlos bis auf 6:0 davon ziehen. Darunter waren auch zwei Elfmeter, da hier die Döbelner einfach zu langsam waren. Langsamkeit und Ungeschicktheit erklären auch, warum das sehr gute Dresdener Schiedsrichtergespann hier nur gelbe Karten gegen Döbeln verteilte. Ein Ehrentreffer gelang den Gästen dennoch – allerdings erst nach einer groben Unaufmerksamkeit der Grimmaer Abwehr.
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Nach kurzer Besichtigung in Nimbschen und Colditz fanden wir über teils sehr enge Straßen nach Glauchau. Dort fuhren wir gleich zur Sachsenlandhalle, einer modernen Mehrzweckhalle mit riesigem Foyer und 11reihiger Tribüne auf einer Längsseite, die im wahrsten Sinne des Wortes auf die grüne Wiese gebaut wurde. Für HSV Glauchau, die durch die Fusion mit Meerane ab dem 5.5. als HC Glauchau/ Meerane auftreten, ging es in der sogenannten „Mittel“deutschen Oberliga um nichts mehr, da sie den 3. Platz schon sicher hatten. Der Gast von der HSG Wolfen 2000, die als finanziell stark angeschlagen gehandelt wird, brachte 30 recht stimmungsstarke Fans mit, die sich gegen die gleiche Anzahl Glauchaer Stimmungsfans aber kaum durchsetzen konnten. Das war schon wirklich gut, was von diesen Fangruppen kam – gerade von Glauchau. Doch der Rest des Heimpublikums war extrem lahmarschig.

Auch die Wolfener Mannschaft konnte sich nicht durchsetzen gegen das Heimteam. Im ersten Teil der ersten Hälfte gelangen den Wölfen bis zu drei Toren Führung, doch Glauchau beherrschte bald das Spiel und konnte trotz erschreckend schwacher Torhüter- und Außenangreifer-Leistungen das Spiel zwei Mal quasi entscheiden. Allerdings waren diese entscheidenden Momente alle erst weit in der zweiten Hälfte des ganz ordentlichen Spiels zu verzeichnen. Und auch die absolute Entscheidung geriet noch leicht ins Wanken, als Wolfen durch Glauchaer Luschigkeit noch von 28:22 auf 28:26 herankam. Doch diese Minuten, in denen Glauchau von 23:22 auf 28:22 davon zog, hatten es in sich: Wolfen vergab zwei Siebenmeter und Glauchau traf drei Mal in 30 Sekunden und das in Unterzahl! Davon erholte sich Wolfen nicht mehr.

Für die Mannschaft aus der einen Ecke des Chemiedreiecks bedeutete diese Niederlage den Abstieg. Schlecht gespielt haben sie ja nicht, aber man muss zwei Dinge sehen: Glauchau spielte aufgrund der Tabellensituation und des anstehenden Bezirkspokals recht unmotiviert und vor allem ist Wolfen ja auch finanziell nicht in der Lage MOL zu spielen, sodass ein sportlicher Abstieg besser ist, als ein finanziell begründeter Rückzug vom Spielbetrieb, der laut MOL-Forum gedroht hätte.

Nach einer kurzen Besichtigung der Glauchaer Innenstadt, die v.a. wegen des sehr schönen Renaissanceschlosses sehenswert ist, fuhren wir über Gera und Zeitz zügig heeme. Eine Sonntagstour stand ja noch an. Und nach drei Tagen voller Aufgaben an der Uni geht ein extremer Groundhoppingmarathon über die Feiertage, die durch einen Termin in Luxemburg verlängert werden, bis zum 15. Mai los!
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Statistik:
- Grounds: 910 (heute 1 neuer; diese Saison: 142 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.779 (heute 2, diese Saison: 202)
- Tageskilometer: 300 (300 Auto)
- Saisonkilometer: 48.570 (38.870 Auto/ 6.500 Flugzeug/ 2.920 Fahrrad/ 190 Bahn, Bus, Tram/ 90 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 65 [Letzte Serie: 6, Rekord: 141]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 353