Allgemeiner Turnverein zu Leipzig von 1845 |
3 : 1 (0:1) |
TSV Leuna 1919 |
-
Datum: Samstag, 13. September 2025 – Beginn: 16.00 -
Tore: 0-1 28. Jörn Jördens, 1-1 37. Niklas Wieczorek, 2-1 47. Yann Kloth, 3-1
60. Arthur Felix Bauer -
Grüne Karten: Lennard Ehrenpford (Leuna) - Gelbe
Karten: keine - Rote
Karten: keine -
Austragungsort: ATV Sportanlage, Hockeyplatz (Kap. 1.100, davon 100
Sitzplätze) |
SV Liebertwolkwitz 1958 II |
3 : 0 (2:0) |
SG Leipziger Verkehrsbetriebe II |
-
Datum: Samstag, 13. September 2025 – Beginn: 13.00 -
Tore: 1-0 24. Wessel, 2-0 37. Kochuthara Dheesmar, 3-0 78. Anonymer
Fuffzehner - Verwarnungen:
Simon (Lwwitz) - Platzverweise:
keine -
Austragungsort: Sportanlage Liebertwolkwitz, Kunstrasenplatz (Kap. 200 Stehplätze
zzgl. 800 Stehplätze außerhalb des Zauns) |
Voltigierturnier beim Reiterverein Sankt Hubertus Merseburg |
-
Datum: Samstag, 13. September 2025 – Beginn: 10.00 -
Austragungsort: Reithalle RV St. Hubertus (Kap. 150, davon 75 Sitzplätze) |
Photos with English commentary: a)
Field Hockey: ATV Leipzig 1845 vs. TSV Leuna 1919 (3rd Division) b) Equestrian vaulting: a group session at the tournament of RV St. Hubertus Merseburg c) 10th Division Football:
Liebertwolkwitz Reserves vs. SG LVB Reserves |
Den Samstag gab es viel Auswahl in meiner alten Heimat. Drei
Sportveranstaltungen, drei Sportarten. Zuerst im Merseburger
Fliegerstädtchen, vorbei an der Radrennbahn, die vom Verein seit wenigen
Jahren wieder nutzbar gemacht wurde und heute offenes Training anbot, ging es
zur Reitsportanlage. Die Außenanlage ist schön gelegen, aber unspektakulär. Teilweise
grasen kleine Pferde auf einem alten Hangar oder Bunker. Die Halle ist
solide, auf einer Kurzseite werden Stühle und Bänke aufgestellt, wenn mal ein
Wettkampf ist. Dass ich in Merseburg mal noch einen neuen Ground mache,
dachte ich gar nicht... Besuchenswert war das Reiterfest beim sehr freundlichen RV St.
Hubertus, da es ein Voltigierturnier gab. Das war allerdings kein
Ranglistenturnier oder Meisterschaft. Aber Voltigieren ist immer schön
anzusehen, und v.a. die Session der Gruppe M vom Gastgeber war sehr gut.
Danach ging ich allerdings schon wieder, um zum Fußball nach Leipzig zu
kommen... |
In Liebertwolkwitz hielt ich mich an die Parkverbote auf der Zufahrt
und fand noch einen Platz auf dem Vereinsparkplatz. Das Ordnungsamt schleicht
dort offenbar regelmäßig rum, um Spielbesucher abzuzocken. Selbst bei
doppelseitigem Parken ist die Zufahrt eines Krankenwagens immer noch
gewährleistet – von daher hilft das nur der Stadtkasse. Gar nichts in die Kasse geben musste ich beim Spiel der II.
Mannschaft vom SV Liebertwolkwitz gegen die Reserve der SG LVB. Die Gäste
spielten so wie die Verkehrsbetriebe mitunter fahren und verloren trotz drei
(teils fadenscheinig) aberkannter Treffer der Gastgeber mit 3:0. Der Schiri
war schon etwas auffällig und das nicht nur aufgrund seines
Erscheinungsbildes... Auffällig war aber auch eine Gästefännin, die immer
furchtbar aufjaulte, wenn ihre Mannschaft wieder nicht traf oder wieder einen
Treffer kassierte. |
In Hörweite des Regionalligaspiels von Lok schaute ich mir den
Dorfanger von Probstheida an und lief von dort zum Hockeyplatz des ATV. Der
Dorfanger mit den angrenzenden historischen Gebäuden ist sehr schön und zeigt
natürlich auch, wie sich die Stadt Leipzig über die Jahrhunderte ausgebreitet
hat. |
Beim bereits 1845 gegründeten Allgemeinen Turnverein hatte ich
auf dem Rasenplatz mal Leipziger Volkssportliga im Fußball geschaut. Nun ging
es weiter hinten auf die Anlage, wo ein sehr schöner neuer Kunstrasenbelag
auf den Platz mit zwei Reihen Schalensitzen, überdachten Straf- und
Zeitnehmerbänken und kleinem Presseturm liegt. Besonders der Blick zum
Völkerschlachtdenkmal ist schön, insgesamt gesehen ist die ATV Anlage auch
eine der schönerem im (ost-)deutschen Hockey. Die Regionalligapartie bei freiem Eintritt und einem Drittel
Gästefans von Leuna, wurde vom favorisierten ATV weitestgehend bestimmt. Doch
der TSV 1919 hielt super mit und konnte vor der Pause eine Strafecke zum 0:1
verwandeln. Erst in Hälfte zwei konnten die Leipziger die Partie drehen.
Dabei hielt Leunas Ersatztorwart noch einen Siebenmeter und der Sturm vergab
mehrere Großchancen, von denen eine von einem Leipziger Feldspieler erst auf
der Linie abgewehrt wurde. Insgesamt aber leider doch eine verdiente 3:1
Niederlage für Leuna. |
Statistik: - Grounds: 3.879 (3; diese Saison: 39 neue) - Sportveranstaltungen: 5.427 (3; diese Saison: 51) - Tourkilometer: 380 km Auto - Saisonkilometer: 28.920 (21.500 Flugzeug / 6.600 Auto, davon
1.320 Mietwagen/ 920 Fahrrad/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 7 [letzte Serie:
57, Rekordserie ohne 0-0: 178] -
Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des
Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 246 Wochen in Folge [letzte Serie: 30
Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW
11/2020] |
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Dienstag, 16. September 2025
W3.0246IV: Buntes Sportprogramm in Merseburg und Leipzig, aber leider keine Punkte für Leuna Hockey
Donnerstag, 18. September 2014
W425I: Von 3-0 auf 3-3
1. FC Lokomotive Leipzig C II …..................................... 3
Fußballclub Grimma C ..................................................... 3
- Datum: Mittwoch, 17. September 2014 – Anstoß: 17.30
- Wettbewerb: Freundschaftsspiel Landesklasse Sachsen Nord C-Jugend (3. Spielklasse der U15) gegen Landesliga Sachsen (2. Spieklasse der U15)
- Ergebnis: 3-3 nach 72 Min. (36/36) – Halbzeit: 3-0
- Tore: 1-0 10. David Tuan Anh Nguyen, 2-0 13. Max Demmler, 3-0 17. Theo Linke, 3-1 45. Max Luca Pfeiffer, 3-2 51. Max Luca Pfeiffer, 3-3 65. Max Luca Pfeiffer
- Gelbe Karten: hatte der Schiri nicht dabei...
- Platzverweise: keine
- Spielort: Bruno-Plache-Stadion, Platz 9 (Kap. 750 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 15 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Ganz gutes Spiel, aber dürftige Leistung der Grimmaer Mannschaft – Lok hatte Pech den Vorsprung noch aus der Hand gegeben zu haben)
Photos with English Commentary:
Under-15 Friendly: Lok Leipzig Reserves v FC Grimma
Am Mittwoch unternahm ich eine spontane Radtour nach Leipzig. Einige Jugendspiele wurden unter der Woche ausgetragen, zumeist Spiele der Stadtligen. Ich suchte mir allerdings ein Testspiel vom 2000er Jahrgang von Lok aus, die auf den FC Grimma trafen.
Im Rücken der Haupttribüne des schönen Bruno-Plache-Stadions befinden sich acht ausbautenlose Plätze und ein kleines Stadion (Platz 2). Auf Platz 9, dem zweiten Rasengroßfeld, wurde dann gekickt. Wenn das wirklich nur die II. C-Jugend von Lok war, dann ist die wirklich gut! So schwach Grimma auch war, so gut nutzten die Leipziger das aus. Nach 10 Minuten ein Kopfball aus Nahdistanz, dann nach 13 ein Distanzschuss der als Bogenlampe ins Netz ging und nur vier Minuten später die vermeintliche Entscheidung nach einem lässig eingeschobenen Ball.
Nachdem Grimma so gut wie keine Torchance in Hälfte 1 hatte, schaltete Lok einen Gang zurück und ließ Grimma kommen. Die hatten auch anscheinend die besseren Spieler erst jetzt eingewechselt. Einer erzielte dann in weniger als 20 Minuten einen Hattrick, der den Spielverlauf auf den Kopf stellte. Alle seine Treffer erzielte er aus spitzem Winkel über die rechte Seite. Der zweite war allerdings irregulär, da er vorher Foul gespielt hatte. Ohnehin spielte Grimma dauernd ungestraft Foul. Der wirklich schwache Schiedsrichter schien keine Karten dabei gehabt zu haben, ließ mitunter klare Fouls der Grimmaer laufen oder bestrafte gelbwürdige Fouls mit einem einfachen Freistoß oder gar Schiedsrichterball, und ging den Lokisten entsprechen auf die Nerven.
Statistik:
- Grounds: 1.185 (heute 1 neuer; diese Saison: 31 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.160 (heute 1; diese Saison: 48)
- Tageskilometer: 80 (80km Rad)
- Saisonkilometer: 12.660 (8.330 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 630 Fahrrad/ 80 öffentliche Verkehrsmittel/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 138 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 424
Fußballclub Grimma C ..................................................... 3
- Datum: Mittwoch, 17. September 2014 – Anstoß: 17.30
- Wettbewerb: Freundschaftsspiel Landesklasse Sachsen Nord C-Jugend (3. Spielklasse der U15) gegen Landesliga Sachsen (2. Spieklasse der U15)
- Ergebnis: 3-3 nach 72 Min. (36/36) – Halbzeit: 3-0
- Tore: 1-0 10. David Tuan Anh Nguyen, 2-0 13. Max Demmler, 3-0 17. Theo Linke, 3-1 45. Max Luca Pfeiffer, 3-2 51. Max Luca Pfeiffer, 3-3 65. Max Luca Pfeiffer
- Gelbe Karten: hatte der Schiri nicht dabei...
- Platzverweise: keine
- Spielort: Bruno-Plache-Stadion, Platz 9 (Kap. 750 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 15 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Ganz gutes Spiel, aber dürftige Leistung der Grimmaer Mannschaft – Lok hatte Pech den Vorsprung noch aus der Hand gegeben zu haben)
Photos with English Commentary:
Under-15 Friendly: Lok Leipzig Reserves v FC Grimma
Am Mittwoch unternahm ich eine spontane Radtour nach Leipzig. Einige Jugendspiele wurden unter der Woche ausgetragen, zumeist Spiele der Stadtligen. Ich suchte mir allerdings ein Testspiel vom 2000er Jahrgang von Lok aus, die auf den FC Grimma trafen.
Im Rücken der Haupttribüne des schönen Bruno-Plache-Stadions befinden sich acht ausbautenlose Plätze und ein kleines Stadion (Platz 2). Auf Platz 9, dem zweiten Rasengroßfeld, wurde dann gekickt. Wenn das wirklich nur die II. C-Jugend von Lok war, dann ist die wirklich gut! So schwach Grimma auch war, so gut nutzten die Leipziger das aus. Nach 10 Minuten ein Kopfball aus Nahdistanz, dann nach 13 ein Distanzschuss der als Bogenlampe ins Netz ging und nur vier Minuten später die vermeintliche Entscheidung nach einem lässig eingeschobenen Ball.
Nachdem Grimma so gut wie keine Torchance in Hälfte 1 hatte, schaltete Lok einen Gang zurück und ließ Grimma kommen. Die hatten auch anscheinend die besseren Spieler erst jetzt eingewechselt. Einer erzielte dann in weniger als 20 Minuten einen Hattrick, der den Spielverlauf auf den Kopf stellte. Alle seine Treffer erzielte er aus spitzem Winkel über die rechte Seite. Der zweite war allerdings irregulär, da er vorher Foul gespielt hatte. Ohnehin spielte Grimma dauernd ungestraft Foul. Der wirklich schwache Schiedsrichter schien keine Karten dabei gehabt zu haben, ließ mitunter klare Fouls der Grimmaer laufen oder bestrafte gelbwürdige Fouls mit einem einfachen Freistoß oder gar Schiedsrichterball, und ging den Lokisten entsprechen auf die Nerven.
Statistik:
- Grounds: 1.185 (heute 1 neuer; diese Saison: 31 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.160 (heute 1; diese Saison: 48)
- Tageskilometer: 80 (80km Rad)
- Saisonkilometer: 12.660 (8.330 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 630 Fahrrad/ 80 öffentliche Verkehrsmittel/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 138 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 424
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Lok Leipzig,
Lokomotive
Freitag, 5. September 2014
W423I: Ersatzderby für Gehirnamputierte
„RasenBallsport“ Leipzig C II ........................................ 2
1. FC Lokomotive Leipzig C ............................................ 3
- Datum: Dienstag, 2. September 2014 – Anstoß: 18.30
- Wettbewerb: Landesliga Sachsen, C-Junioren (2. Spielklasse der U15)
- Ergebnis: 2-3 nach 77 Min. (37/40) – Halbzeit: 1-3
- Tore: 1-0 5. Fabrice Hartmann, 1-1 20. Moritz Griesbach, 1-2 31. Alexander Müller, 1-3 33. Moritz Griesbach, 2-3 46. Fabrice Hartmann
- Verwarnungen: Jacob Ruhner (RBL); Alexander Müller ? und TW Max Mende (Lok)
- Platzverweise: keine
- Spielort: RB-Trainingszentrum Cottaweg, Kunstrasenplatz 4 (Kap. 200 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 150 (davon ca. 75 Lokisten)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Mittelmäßiges Spiel, interessante Atmosphäre)
Photos with English Commentary:
Saxonian Under-15 League 1: RB Leipzig Reserves v Lok Leipzig
Irgendwie war abends doch noch etwas Zeit für eine Radtour nach Leipzig. Nachdem wir in den letzten Wochen so viel mit dem Auto unterwegs waren, fiel es etwas schwer bei dem Dreckwetter aufs Rad zu gehen, musste aber auch mal wieder sein. Das Spiel musste nicht unbedingt sein, aber immerhin ein neuer Ground und ein Zusatzpunkt für den vor Jahren bereits komplettierten Spielkreis Leipzig. Im Cottaweg zwischen Motodrom (Speedway auf einem Niveau, das dem polnischen klar nachsteht) und Zentralstadion (Kommerzfußball, der entweder 2:0 oder 0:0 ausgeht) hat sich der österreichische Plörrekonzernmilliardärsverein ein gesichtsloses und hässliches, aber immerhin von den Anlagen für Sportler her sehr qualitätsvolles Fußballzentrum hingestellt. Es soll ja nach Nachhaltigkeit aussehen und als ob Spieler aus Leipzig in naher Zukunft eine Chance hätten, Bundesliga (oder für die Eltern der Kleinen auch Champions League, wenn sie in 10 Jahren so weit sind) zu spielen...
Wir kamen etwas verspätet am Trainingszentrum, das teils noch eine Baustelle ist, an und suchten uns zwischen RBL-Eltern und Lok-Mob einen Platz. Der Kunstrasenplatz 4 sieht genauso hässlich aus wie die Plätze 1-3. Immerhin kann man innerhalb des Käfigs auf der einen Längsseite stehen. Das taten auch etwa 75 Angehörige der RBL-Spieler, sowie 60 Angehörige der Lok-Spieler und 15 Geisteskranke, die sich wohl Lok-Ultras nennen, obwohl sie noch keine 18 sind und keiner aktiven Gruppe zugehören, aber - da sie nur auf die Hilfsschule gehen - ein Ersatzderby brauchten. Typischerweise stellten sich die Lok-Eltern, die keineswegs unangenehmer als jene von RB sind, so weit weg vom Abschaum wie möglich. Und was den Derbycharakter angeht: die RBL-Ochsen haben sich halt im Erwachsenbereich außer Reichweite gekauft und gespielt, sodass die C-Jugend herhalten muss. Und selbst bei der C-Jugend ist es leider nur noch die Reserve von RBL. Wahrscheinlich wäre das Projekt RB nirgendwo in Deutschland so erfolgreich gewesen, wie im sportlich in allen Bereichen herabgewirtschafteten Leipzig, dessen großstädtische Bevölkerung in ihrer typischen Arroganz in einem profilierungsträchtigen Bereich im deutschen Vergleich hervorragend sein zu müssen, blindwütig jeder Scheiße hinterherrennt, die zwar kaum lokalen Bezug hat und dauernd beschissene 0:0-Spiele abliefert, aber nach Spitzenklasse klingt.
Wir kamen zu diesem U15-Kick beim Stand von 1:1 und schon kurz nach unserer Ankunft ging Lok mit einem Doppelschlag in Führung. In einem guten Spiel gelang RBL nicht viel bis zur Pause und beide Teams kamen entsprechend motiviert nach 10 Minuten zurück aufs Feld. In der zweiten Hälfte ging es nicht mehr so rasant zu und passenderweise gewann RBL etwas die Oberhand. Außer einem Treffer unter die Latte war aber nichts zählbares drin und trotz unangemessen langer Nachspielzeit und etlicher Fehlentscheidungen zugunsten der Roten Hornochsen vom mäßigen Schiedsrichtergespann – die waren wohl aus Markranstädt, oder was? – siegte Lok somit mit 2:3. Die haben noch recht großspurig gefeiert, während die Jung-Ochsen auf den Kunstrasen sanken und die immer wieder dreist über den Schiedsrichter meckernden Betreuer und Trainer (was wollten die eigentlich noch: unberechtigte Elfmeter?) nichts mehr sagten...
Bei allem Unverständnis für die Pöbeleien und Provokationen der 15 Jugendliche bei einem U15-Spiel – auch gerade die anderen Anhänger von Lok waren damit nicht einverstanden – muss man sagen: es hob immerhin den Unterhaltungswert! Auch nach dem Kick war noch lange nicht Schluss: ein besoffenes halbes Hemd hatte dauernd die Ordner belöffelt und dem stiernackigen Athleten in Security-Jacke reichte es langsam, dass der Westentaschen-Nazi vor seiner Nuttenfreundin angeben wollte. Also den Spasti mal nach kurzer Schubserei freundlich aber bestimmt am Arm gepackt und zu den vor dem Tor wartenden Polizisten geführt. Geschrei und Personalienaufnahme... Also dass da überhaupt bei einem C-Jugendspiel Polizei herbeigeholt werden musste – unglaublich! Verhältnisse wie in NRW...
Statistik:
- Grounds: 1.176 (heute 1 neuer; diese Saison: 22 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.144 (heute 1; diese Saison: 32)
- Tageskilometer: 80 (80km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 10.120 (5.990 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 430 Fahrrad/ 80 öffentliche Verkehrsmittel/ 20 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 124 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 423
1. FC Lokomotive Leipzig C ............................................ 3
- Datum: Dienstag, 2. September 2014 – Anstoß: 18.30
- Wettbewerb: Landesliga Sachsen, C-Junioren (2. Spielklasse der U15)
- Ergebnis: 2-3 nach 77 Min. (37/40) – Halbzeit: 1-3
- Tore: 1-0 5. Fabrice Hartmann, 1-1 20. Moritz Griesbach, 1-2 31. Alexander Müller, 1-3 33. Moritz Griesbach, 2-3 46. Fabrice Hartmann
- Verwarnungen: Jacob Ruhner (RBL); Alexander Müller ? und TW Max Mende (Lok)
- Platzverweise: keine
- Spielort: RB-Trainingszentrum Cottaweg, Kunstrasenplatz 4 (Kap. 200 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 150 (davon ca. 75 Lokisten)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Mittelmäßiges Spiel, interessante Atmosphäre)
Photos with English Commentary:
Saxonian Under-15 League 1: RB Leipzig Reserves v Lok Leipzig
Irgendwie war abends doch noch etwas Zeit für eine Radtour nach Leipzig. Nachdem wir in den letzten Wochen so viel mit dem Auto unterwegs waren, fiel es etwas schwer bei dem Dreckwetter aufs Rad zu gehen, musste aber auch mal wieder sein. Das Spiel musste nicht unbedingt sein, aber immerhin ein neuer Ground und ein Zusatzpunkt für den vor Jahren bereits komplettierten Spielkreis Leipzig. Im Cottaweg zwischen Motodrom (Speedway auf einem Niveau, das dem polnischen klar nachsteht) und Zentralstadion (Kommerzfußball, der entweder 2:0 oder 0:0 ausgeht) hat sich der österreichische Plörrekonzernmilliardärsverein ein gesichtsloses und hässliches, aber immerhin von den Anlagen für Sportler her sehr qualitätsvolles Fußballzentrum hingestellt. Es soll ja nach Nachhaltigkeit aussehen und als ob Spieler aus Leipzig in naher Zukunft eine Chance hätten, Bundesliga (oder für die Eltern der Kleinen auch Champions League, wenn sie in 10 Jahren so weit sind) zu spielen...
Wir kamen etwas verspätet am Trainingszentrum, das teils noch eine Baustelle ist, an und suchten uns zwischen RBL-Eltern und Lok-Mob einen Platz. Der Kunstrasenplatz 4 sieht genauso hässlich aus wie die Plätze 1-3. Immerhin kann man innerhalb des Käfigs auf der einen Längsseite stehen. Das taten auch etwa 75 Angehörige der RBL-Spieler, sowie 60 Angehörige der Lok-Spieler und 15 Geisteskranke, die sich wohl Lok-Ultras nennen, obwohl sie noch keine 18 sind und keiner aktiven Gruppe zugehören, aber - da sie nur auf die Hilfsschule gehen - ein Ersatzderby brauchten. Typischerweise stellten sich die Lok-Eltern, die keineswegs unangenehmer als jene von RB sind, so weit weg vom Abschaum wie möglich. Und was den Derbycharakter angeht: die RBL-Ochsen haben sich halt im Erwachsenbereich außer Reichweite gekauft und gespielt, sodass die C-Jugend herhalten muss. Und selbst bei der C-Jugend ist es leider nur noch die Reserve von RBL. Wahrscheinlich wäre das Projekt RB nirgendwo in Deutschland so erfolgreich gewesen, wie im sportlich in allen Bereichen herabgewirtschafteten Leipzig, dessen großstädtische Bevölkerung in ihrer typischen Arroganz in einem profilierungsträchtigen Bereich im deutschen Vergleich hervorragend sein zu müssen, blindwütig jeder Scheiße hinterherrennt, die zwar kaum lokalen Bezug hat und dauernd beschissene 0:0-Spiele abliefert, aber nach Spitzenklasse klingt.
Wir kamen zu diesem U15-Kick beim Stand von 1:1 und schon kurz nach unserer Ankunft ging Lok mit einem Doppelschlag in Führung. In einem guten Spiel gelang RBL nicht viel bis zur Pause und beide Teams kamen entsprechend motiviert nach 10 Minuten zurück aufs Feld. In der zweiten Hälfte ging es nicht mehr so rasant zu und passenderweise gewann RBL etwas die Oberhand. Außer einem Treffer unter die Latte war aber nichts zählbares drin und trotz unangemessen langer Nachspielzeit und etlicher Fehlentscheidungen zugunsten der Roten Hornochsen vom mäßigen Schiedsrichtergespann – die waren wohl aus Markranstädt, oder was? – siegte Lok somit mit 2:3. Die haben noch recht großspurig gefeiert, während die Jung-Ochsen auf den Kunstrasen sanken und die immer wieder dreist über den Schiedsrichter meckernden Betreuer und Trainer (was wollten die eigentlich noch: unberechtigte Elfmeter?) nichts mehr sagten...
Bei allem Unverständnis für die Pöbeleien und Provokationen der 15 Jugendliche bei einem U15-Spiel – auch gerade die anderen Anhänger von Lok waren damit nicht einverstanden – muss man sagen: es hob immerhin den Unterhaltungswert! Auch nach dem Kick war noch lange nicht Schluss: ein besoffenes halbes Hemd hatte dauernd die Ordner belöffelt und dem stiernackigen Athleten in Security-Jacke reichte es langsam, dass der Westentaschen-Nazi vor seiner Nuttenfreundin angeben wollte. Also den Spasti mal nach kurzer Schubserei freundlich aber bestimmt am Arm gepackt und zu den vor dem Tor wartenden Polizisten geführt. Geschrei und Personalienaufnahme... Also dass da überhaupt bei einem C-Jugendspiel Polizei herbeigeholt werden musste – unglaublich! Verhältnisse wie in NRW...
Statistik:
- Grounds: 1.176 (heute 1 neuer; diese Saison: 22 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.144 (heute 1; diese Saison: 32)
- Tageskilometer: 80 (80km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 10.120 (5.990 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 430 Fahrrad/ 80 öffentliche Verkehrsmittel/ 20 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 124 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 423
Labels:
AllesFußball,
Leipzig,
Lok Leipzig,
RB Leipzig
Mittwoch, 13. August 2014
W420I: Glückliches 3-3 für Lok-Reserve bei starkem LSV Südwest
Leipziger Sportverein Südwest ........................................ 3
1. FC Lokomotive Leipzig II ............................................ 3
- Datum: Dienstag, 12. August 2014 – Anstoß: 18.30
- Wettbewerb: Testspiel Stadtoberliga Leipzig (8. Spielklasse, 3. Amateurliga) gegen Landesklasse Sachsen Nord (7. Spielklasse, 2. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-3 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 2-1
- Tore: 1-0 11. Patrick Böhme, 2-0 21. Jörg Ermisch, 2-1 37. Michel Wulf, 3-1 50. Eric Kautzsch, 3-2 65. Marcel Mathiske, 3-3 90. Karim Chtioui
- Verwarnungen: Jörg Ermisch, Andreas Skynkis, NN, NN (LSV SW); Michel Wulf, Paul Zimmermann (Lok II)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Karl Siegmeier Sportanlage (Kap. 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (darunter ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes Testspiel mit überraschendem Verlauf)
Photos and English Commentary:
Pre-Season Friendly Match: Leipziger SV Südwest v Lok Leipzig II
Bei idealem Fahrradwetter – trocken, nicht zu warm und nicht zu kalt, Hinweg Rückenwind, Rückweg windstill – besuchten wir zum ersten Mal seit langem wieder ein Spiel in Leipzig. Die Karl Siegmeier Sportanlage kannten wir schon – verändert hat sich bei den langweiligen ausbautenlosen Dorffußballplätzen mitten in der Großstadt nicht wirklich was.
Aber das Spiel war wenigstens interessant: Lok – also die Reserve von denen – machte erst viel Druck, doch dann ging nach einem Abstimmungsfehler in der Abwehr der Gastgeber, die Stadtoberliga-Mannschaft vom LSV Südwest mit 1:0 in Führung. Ab diesem Moment war der Klassenunterschied nicht mehr erkennbar, Südwest sogar besser. Mit einem Kopfball schafften sie das 2:0. Erst durch einen Torwartfehler bei einem Eckstoß konnte Lok II verkürzen.
Im zweiten Spielabschnitt kam Lok lange kaum aus der eigenen Hälfte heraus, kassierte kurz nach einer eigenen Offensivaktion gar das 3:1. Erst nach einem verwerteten Abpraller zum 3:2 Anschlusstreffer gewann Lok wieder etwas die Oberhand. Das 3:3 erzielte einer der Nordafrikaner von Lok mit einem schönen Flachschuss. Dass die ansonsten gute Schiedsrichterin (auch ihre beiden männlichen Assistenten machten nichts falsch) sofort danach abpfiff, habe ich als einzige ihrer Entscheidungen nicht verstanden. Also eine Minute Zeit, dass der Underdog doch noch das verdiente 4:3 macht, hätte sie denen einräumen sollen!
Statistik:
- Grounds: 1.162 (heute 0 neue; diese Saison: 8 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.126 (heute 1; diese Saison: 14)
- Tageskilometer: 70 (70km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 2.240 (2.050 Auto/ 190 Fahrrad/ 0 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 107 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 420
1. FC Lokomotive Leipzig II ............................................ 3
- Datum: Dienstag, 12. August 2014 – Anstoß: 18.30
- Wettbewerb: Testspiel Stadtoberliga Leipzig (8. Spielklasse, 3. Amateurliga) gegen Landesklasse Sachsen Nord (7. Spielklasse, 2. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-3 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 2-1
- Tore: 1-0 11. Patrick Böhme, 2-0 21. Jörg Ermisch, 2-1 37. Michel Wulf, 3-1 50. Eric Kautzsch, 3-2 65. Marcel Mathiske, 3-3 90. Karim Chtioui
- Verwarnungen: Jörg Ermisch, Andreas Skynkis, NN, NN (LSV SW); Michel Wulf, Paul Zimmermann (Lok II)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Karl Siegmeier Sportanlage (Kap. 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (darunter ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes Testspiel mit überraschendem Verlauf)
Photos and English Commentary:
Pre-Season Friendly Match: Leipziger SV Südwest v Lok Leipzig II
Bei idealem Fahrradwetter – trocken, nicht zu warm und nicht zu kalt, Hinweg Rückenwind, Rückweg windstill – besuchten wir zum ersten Mal seit langem wieder ein Spiel in Leipzig. Die Karl Siegmeier Sportanlage kannten wir schon – verändert hat sich bei den langweiligen ausbautenlosen Dorffußballplätzen mitten in der Großstadt nicht wirklich was.
Aber das Spiel war wenigstens interessant: Lok – also die Reserve von denen – machte erst viel Druck, doch dann ging nach einem Abstimmungsfehler in der Abwehr der Gastgeber, die Stadtoberliga-Mannschaft vom LSV Südwest mit 1:0 in Führung. Ab diesem Moment war der Klassenunterschied nicht mehr erkennbar, Südwest sogar besser. Mit einem Kopfball schafften sie das 2:0. Erst durch einen Torwartfehler bei einem Eckstoß konnte Lok II verkürzen.
Im zweiten Spielabschnitt kam Lok lange kaum aus der eigenen Hälfte heraus, kassierte kurz nach einer eigenen Offensivaktion gar das 3:1. Erst nach einem verwerteten Abpraller zum 3:2 Anschlusstreffer gewann Lok wieder etwas die Oberhand. Das 3:3 erzielte einer der Nordafrikaner von Lok mit einem schönen Flachschuss. Dass die ansonsten gute Schiedsrichterin (auch ihre beiden männlichen Assistenten machten nichts falsch) sofort danach abpfiff, habe ich als einzige ihrer Entscheidungen nicht verstanden. Also eine Minute Zeit, dass der Underdog doch noch das verdiente 4:3 macht, hätte sie denen einräumen sollen!
Statistik:
- Grounds: 1.162 (heute 0 neue; diese Saison: 8 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.126 (heute 1; diese Saison: 14)
- Tageskilometer: 70 (70km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 2.240 (2.050 Auto/ 190 Fahrrad/ 0 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 107 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 420
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Freitag, 11. Juli 2014
W415I-III: Los geht’s mit dem Testspielmarathon + Schwierigkeiten des Altherrenfußballs
SG Eisenbahner-SV/ Personennahverkehrgesellschaft Merseburg AH .............................................................. 1
SG Einheit Querfurt ..................................................... 1
- Datum: Freitag, 11. Juli 2014 – Anstoß: 18.45
- Wettbewerb: Freundschaftsspiel Alte Herren/ Freizeitmannschaften
- Ergebnis: 1-1 nach 61 Min. (28/31) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 12. (11), 1-1 37. (Nr. 7)
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Eisenbahner-Stadion (Kap. 2.500 Stehplätze, davon nur 400 benutzbar)
- Zuschauer: ca. 10 (davon ca. 2 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 3,5/10 (Ziemlich dürftiger Kick)
SG Empor Klein Wanzleben ........................................ 0
TSV Völpke .................................................................... 5
- Datum: Mittwoch, 9. Juli 2014 – Anstoß: 19.00
- Wettbewerb: Testspiel 1. Kreisklasse Börde, Staffel 2 (10. Liga, 5. Amateurliga) gegen Landesliga Sachsen-Anhalt Nord (7. Liga, 2. Amateurliga – Absteiger aus Verbandsliga)
- Ergebnis: 0-5 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0-2
- Tore: 0-1 16. (9), 0-2 25. (4), 0-3 75. (9), 0-4 80. (9), 0-5 86. (2)
- Verwarnungen: Nr. 11 (Kl. Wanzleben); Nr. 5 (Völpke)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Kleinwanzleben (Kap. 1.450, davon 450 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 25 (davon ca. 2 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Durchschnittliches Spiel)
TSV Lobstädt 1863 ........................................................ 1
1. FC Lokomotive Leipzig ........................................... 24
- Datum: Dienstag, 8. Juli 2014 – Anstoß: 18.00
- Wettbewerb: Benefizspiel Kreisliga B, Muldental/ Leipzig Land (10. Spielklasse, 5. Amateurliga – Absteiger aus Kreisliga A) gegen Oberliga Nordost/ Süd (5. Liga, 2. Halbprofiliga – Absteiger aus Regionalliga)
- Ergebnis: 1-24 nach 80 Min. (43/37) – Halbzeit: 0-8
- Tore: 0-1 2. Steve Rolleder, 0-2 6. Marcel Trojandt, 0-3 12. Steve Rolleder, 0-4 13. Gianluca Marzullo, 0-5 17. Steve Rolleder, 0-6 35. Andy Wendschuch, 0-7 36. Steve Rolleder, 0-8 38. Steve Rolleder, 0-9 46. Gianluca Marzullo, 0-10 47. Steve Rolleder, 0-11 51. Gianluca Marzullo, 0-12 52. Gianluca Marzullo, 0-13 54. Nr. 13, 0-14 57. Andy Wendschuch, 0-15 58. Andy Wendschuch, 0-16 60. Steve Rolleder, 0-17 64. Gianluca Marzullo, 0-18 65. Andy Wendschuch, 0-19 66. Gianluca Marzullo, 0-20 67. Gino Böhne, 0-21 72. Nr. 7, 0-22 74. Steve Rolleder, 0-23 76. Steve Rolleder, 0-24 78. Gianluca Marzullo, 1-24 80. (17)
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Lobstädt (Kap. 1.120, davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 480 (davon 445 Zahlende; überwiegend Lok-Fans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Unheimlicher Leistungsunterschied und tolle Torflut)
Photos with English Commentary:
a) Veterans Friendly: ESV/ PNVG Merseburg v Einheit Querfurt
b) Pre-Season: Empor Klein Wanzleben v TSV Völpke (Friendly)
c) Börde District: Wanzleben Castle, Klein Wanzleben Church and Council, Stadt Frankfurt Estate and Look-Out Towers
d) Pre-Season: TSV Lobstädt v Lok Leipzig (Charity Match)
e) Pegau Region: Wiederau Baroque Palace and Church
Nur am Vormittag Uni und dieses Semester weder Prüfungen noch Hausarbeiten, da Studienortswechsel perfekt? Na dann kann es ja losgehen mit Groundhopping zu diversen Testspiel unter der Woche! Da bei einem guten Masterstudium – und ich hoffe mal, dass Arabisch-Übersetzen in Bonn im Gegensatz zu dem in Halle ein solches ist – der Arbeitsaufwand recht hoch ist und es auch im Sommer unter der Woche nicht so viel Freizeit gibt, lass ich mal richtig die groundhoppingmäßige Sau mit bis zu 10 Spielen pro Woche und maximal zwei spielfreien Wochentagen raus! Denn wer weiß, ob ich jemals wieder so eine Anzahl an Spielen sehen kann…
Diese Woche sah es erst mal aber so aus, dass ich am Montag mit einer studentischen Freizeitmannschaft selber spielte und am Donnerstag noch ich ein Referat zu halten hatte, sodass ich keine zwei Tage in der Börde blieb und nur Mittwoch dort ein Spiel schaute. Am Dienstag gab es bereits ein völlig anders geartetes Vorbereitungsspiel im Muldental zu sehen. Und schließlich standen, nach einer Pause am vergangenen Freitag, am fünften Tag dieser Woche Altherrenfußball auf dem Programm.
Also zum Dienstag: dort fuhr ich nach der Uni schnell nach Merseburg und mit dem Rad weiter über Leuna, Bad Dürrenberg und solche Käffer wie Zitzschen und Lippendorf – mit Abstecher über Wiederau, wo es ein sehr schönes Barockschloss gibt – nach Lobstädt. Das ist auch so ein Kaff im Leipziger Umland und liegt genau zwischen Borna und Lippendorf. Im verregneten Lobstädt folgte ich den Massen, die hinter einer Fabrikruine links einbogen: das kleine Stadion, bezeichnet als „Sportplatz Lobstädt“ ist noch das Beste in diesem Nest: der Platz ist weitestgehend ausbautenlos und von einer massiven Reling umgeben. Auf der einen Längsseite, der zum Nebenplatz hin, befindet sich ein niedriger Graswall mit Sitzbänken und vierreihigen Stehtraversen. Ansonsten dominieren Bäume und das markante, da annähernd v-förmige Gebäude mit Sportlerheim, Kabinen usw.
Der Eintritt von 4€ war in Anbetracht der Situation angemessen: es handelte sich nämlich um ein Benefizspiel, dessen Erlös der Familie eines mit nur 18 Jahren an Folgen seiner Diabetes verstorbenen Vereinskameraden, geht. Denn auch in Lobstädt ist eine Beerdigung inklusive Grabpflege irgendwo zwischen recht teuer und ruinös für die Hinterbliebenen. Die Zuschauerzahl von 445 war auch sehr gut für so ein Spiel!
Das Spiel sollte noch einseitiger werden als erwartet, denn bis zur 78. Minuten hatte Lobstädt keine einzige Torchance zu verzeichnen. Der Oberligist ist ja nicht gerade für feinen Klasse-Fußball bekannt, aber gegen einen so schwachen Gegner – Leipzig Land ist eine der spielschwächsten Kreise Deutschlands: wer da in der Kreisliga Vorletzter ist, wird auch von jedem Bezirksligisten zweistellig abgeschossen – konnte Lok unbehelligt und cool aufspielen. Lobstädt ließ Lok in fast jeder einzelnen Minute des Spiels zu einer Tormöglichkeit kommen. Der Ball war kaum mal außerhalb des Strafraums der Gastgeber. Nach zwei Minuten war der Torreigen eröffnet und dann gab es im Minutentakt – v.a. in der zweiten Hälfte, in der Lobstädt mehr Kicker ihrer Reservemannschaft ranließ – Treffer zu begutachten, die meist regelrecht über die Linie getragen und kombiniert wurden, aber teilweise auch nach weiten Flanken eingeköpft oder aus mittlerer Distanz eingenetzt wurden. Weitschüsse und geniale Aktionen wie Fallrückzieher fehlten aber. Zu viel verlangt wären sie bei diesem Leistungsunterschied nicht gewesen. So musste man eigentlich einen Schuss eines jugendlichen Lobstädt-Fans als den besten Schuss des Abends bezeichnen: er nahm drei Meter hinter der Reling stehend den weit neben das Tor geschossen Ball an, ließ ihn abtropfen und zimmerte ihn Volley in Richtung Lobstädter Torwart, doch der Ball prallte gegen die Werbebande und von dort seinem zwei Meter neben ihm stehenden Kumpel „volle Kanne vor die Fresse, Alter“…
Die Rückfahrt gestaltete sich im Dauerregen nicht sonderlich angenehm und ich kam auch erst zur 30. Minuten des WM-Halbfinales heeme an: den Stand konnte ich allerdings anhand des Jubels erahnen; als ich in Leuna war, fiel das 1:0, in der Weißenfelser Straße in Merseburg erlebte ich die Treffer 2, 3 und 4 mit und in meiner Siedlung wurden dann beim 5:0 Polenböller losgelassen. Aber bei diesem lustigen Livespiel im Stadion mit 25 Treffern, die man nirgendwo in einer Wiederholung sieht, habe ich doch gerne zugunsten der Wiederholungen der genialen deutschen Treffer in der Halbzeitpause auf das rechtzeitige Erreichen der heimischen Glotze verzichtet…
Mittwoch hatte ich auch nur am Vormittag Uni und fuhr um 12 Uhr gleich nach Staßfurt weiter. Mit Anja fuhr ich zu einem Testspiel in Klein Wanzleben, einem Ortsteil der Stadt Wanzleben. Was die Sehenswürdigkeiten angeht, so hat Wanzleben eine wirklich schöne Burganlage zu bieten. Im nahegelegenen Groß Germersleben steht die eindrucksvolle Ruine eines Barockschlosses, das nach dem Rückkauf aus den Fängen eines Faschisten aus Niedersachsen mittlerweile wieder in der Hand eines nicht-zwielichtigen Besitzers ist – aber nach wie vor unzugänglich. Ein Ortsteil von Wanzleben trägt den Namen „Stadt Frankfurt“ – dort gibt es neben Misthaufen, Gestrüpp, Feldern und einer Handvoll Einfamilienhütten und einem verfallenen Gehöft auch zwei Warten. Leider muss man durchs Feld latschen, da idiotischerweise kein Graspfad zu den Türmen gelassen wurde. In Klein Wanzleben steht eine interessante Kirche und in direkter Nähe zum Stadion auch die Ruine eines enormen Gebäudes aus dem 19./ 20. Jahrhundert.
Das Stadion ist auch enorm – zumindest für eine Kreisklassemannschaft wie Empor Klein Wanzleben: 272 in vier Blöcken auf eine vierreihige Verbundpflasterstufen-Tribüne montierte Schalensitze, flankiert von Bäumen, gegenüber Kunststoffbänke vor einer ehemaligen Gleisanlage, hinter den Toren ein großes Sportlerheim und zwei kleine Nebenplätze (einmal Asche, einmal Rasen). Eine wirklich schöne Anlage – besser als in Wanzleben beim Klassenhöheren – und heute bei freiem Eintritt zu betreten.
Mit dem Verbandsliga-Tabellenletzten aus Völpke hatte man sich einen erfolglosen aber natürlich trotzdem deutlich höher einzuschätzenden höherklassigen Gegner eingeladen. Empor Klein Wanzleben kam auch nur zu wenigen Torgelegenheiten im Verlaufe der 90 Minuten – und davon hatte keine einzige bedeutende Durchschlagskraft, sodass aufseiten der Heimelf die Null stehen blieb. Völpke hingegen traf schon früh durch einen halbhoch aus über 20m ins lange Eck gezimmerten Freistoß (das spektakulärste Tor des Tages gleich nach 15 Minuten!) und noch vor der Pause per Kopf zum 0:2. Nach dem Seitenwechsel gab es länger Leerlauf zu begutachten, ehe Völpke noch drei Mal die Abwehr überlief und aushebelte. 0:5 war auch in der Höhe verdient – der Klassentiefere Empor schlug sich aber gut!
Letzten Freitag waren die Lange Nacht der Wissenschaften und – für die Fußballer ausschlaggebend – das Viertelfinale der deutschen Nationalelf: also sinnvollerweise gab es kein Spiel der Leunaer Altherren. Heute war wieder eines angesetzt, doch der Gegner, Halle 96 – auch bekannt als „Die Affen vom Zoo“ – trauten sich nicht aus ihrem Käfig…
Es blieb nur ein Spiel der ESV/ PNVG. Die Eisenbahner und Busfahrer sind allerdings stets nur ein dürftiger Ersatz für ein Spiel der Leunaer Altherren. Die gegnerische Mannschaft aus Querfurt war vielleicht geringfügig besser, aber insgesamt war das Spiel sehr mäßig. Es kam auch schwer in Gang, da es nach 8 Minuten aufgrund eines Gewitters für mehr als 20 Minuten unterbrochen werden musste. Kurz nach der Unterbrechung ging Merseburg dann in Überzahl mit 1:0 in Führung. Nach der Pause traf Querfurt glücklich durch einen Schuss durch die Hosenträger – kann bei dem nassen Ball und dem wassergetränkten Rasen auch mal passieren – sodass der Endstand 1:1 lautete.
Am Wochenende steht eine Tour in Richtung Salzland, Magdeburg und Börde an.
Statistik:
- Grounds: 1.141 (Dienstag 1 neuer, Mittwoch 1 neuer; diese Saison: 170 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.095 (Dienstag 1, Mittwoch 1, Freitag 1; diese Saison: 239)
- Tageskilometer: 430 (Dienstag 120km Fahrrad, Mittwoch 290km Auto, Freitag 20km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 65.090 (62.590 Auto/ 2.230 Fahrrad/ 160 Schiff, Fähre/ 110 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 83 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 415
SG Einheit Querfurt ..................................................... 1
- Datum: Freitag, 11. Juli 2014 – Anstoß: 18.45
- Wettbewerb: Freundschaftsspiel Alte Herren/ Freizeitmannschaften
- Ergebnis: 1-1 nach 61 Min. (28/31) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 12. (11), 1-1 37. (Nr. 7)
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Eisenbahner-Stadion (Kap. 2.500 Stehplätze, davon nur 400 benutzbar)
- Zuschauer: ca. 10 (davon ca. 2 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 3,5/10 (Ziemlich dürftiger Kick)
SG Empor Klein Wanzleben ........................................ 0
TSV Völpke .................................................................... 5
- Datum: Mittwoch, 9. Juli 2014 – Anstoß: 19.00
- Wettbewerb: Testspiel 1. Kreisklasse Börde, Staffel 2 (10. Liga, 5. Amateurliga) gegen Landesliga Sachsen-Anhalt Nord (7. Liga, 2. Amateurliga – Absteiger aus Verbandsliga)
- Ergebnis: 0-5 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0-2
- Tore: 0-1 16. (9), 0-2 25. (4), 0-3 75. (9), 0-4 80. (9), 0-5 86. (2)
- Verwarnungen: Nr. 11 (Kl. Wanzleben); Nr. 5 (Völpke)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Kleinwanzleben (Kap. 1.450, davon 450 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 25 (davon ca. 2 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Durchschnittliches Spiel)
TSV Lobstädt 1863 ........................................................ 1
1. FC Lokomotive Leipzig ........................................... 24
- Datum: Dienstag, 8. Juli 2014 – Anstoß: 18.00
- Wettbewerb: Benefizspiel Kreisliga B, Muldental/ Leipzig Land (10. Spielklasse, 5. Amateurliga – Absteiger aus Kreisliga A) gegen Oberliga Nordost/ Süd (5. Liga, 2. Halbprofiliga – Absteiger aus Regionalliga)
- Ergebnis: 1-24 nach 80 Min. (43/37) – Halbzeit: 0-8
- Tore: 0-1 2. Steve Rolleder, 0-2 6. Marcel Trojandt, 0-3 12. Steve Rolleder, 0-4 13. Gianluca Marzullo, 0-5 17. Steve Rolleder, 0-6 35. Andy Wendschuch, 0-7 36. Steve Rolleder, 0-8 38. Steve Rolleder, 0-9 46. Gianluca Marzullo, 0-10 47. Steve Rolleder, 0-11 51. Gianluca Marzullo, 0-12 52. Gianluca Marzullo, 0-13 54. Nr. 13, 0-14 57. Andy Wendschuch, 0-15 58. Andy Wendschuch, 0-16 60. Steve Rolleder, 0-17 64. Gianluca Marzullo, 0-18 65. Andy Wendschuch, 0-19 66. Gianluca Marzullo, 0-20 67. Gino Böhne, 0-21 72. Nr. 7, 0-22 74. Steve Rolleder, 0-23 76. Steve Rolleder, 0-24 78. Gianluca Marzullo, 1-24 80. (17)
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Lobstädt (Kap. 1.120, davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 480 (davon 445 Zahlende; überwiegend Lok-Fans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Unheimlicher Leistungsunterschied und tolle Torflut)
Photos with English Commentary:
a) Veterans Friendly: ESV/ PNVG Merseburg v Einheit Querfurt
b) Pre-Season: Empor Klein Wanzleben v TSV Völpke (Friendly)
c) Börde District: Wanzleben Castle, Klein Wanzleben Church and Council, Stadt Frankfurt Estate and Look-Out Towers
d) Pre-Season: TSV Lobstädt v Lok Leipzig (Charity Match)
e) Pegau Region: Wiederau Baroque Palace and Church
Nur am Vormittag Uni und dieses Semester weder Prüfungen noch Hausarbeiten, da Studienortswechsel perfekt? Na dann kann es ja losgehen mit Groundhopping zu diversen Testspiel unter der Woche! Da bei einem guten Masterstudium – und ich hoffe mal, dass Arabisch-Übersetzen in Bonn im Gegensatz zu dem in Halle ein solches ist – der Arbeitsaufwand recht hoch ist und es auch im Sommer unter der Woche nicht so viel Freizeit gibt, lass ich mal richtig die groundhoppingmäßige Sau mit bis zu 10 Spielen pro Woche und maximal zwei spielfreien Wochentagen raus! Denn wer weiß, ob ich jemals wieder so eine Anzahl an Spielen sehen kann…
Diese Woche sah es erst mal aber so aus, dass ich am Montag mit einer studentischen Freizeitmannschaft selber spielte und am Donnerstag noch ich ein Referat zu halten hatte, sodass ich keine zwei Tage in der Börde blieb und nur Mittwoch dort ein Spiel schaute. Am Dienstag gab es bereits ein völlig anders geartetes Vorbereitungsspiel im Muldental zu sehen. Und schließlich standen, nach einer Pause am vergangenen Freitag, am fünften Tag dieser Woche Altherrenfußball auf dem Programm.
Also zum Dienstag: dort fuhr ich nach der Uni schnell nach Merseburg und mit dem Rad weiter über Leuna, Bad Dürrenberg und solche Käffer wie Zitzschen und Lippendorf – mit Abstecher über Wiederau, wo es ein sehr schönes Barockschloss gibt – nach Lobstädt. Das ist auch so ein Kaff im Leipziger Umland und liegt genau zwischen Borna und Lippendorf. Im verregneten Lobstädt folgte ich den Massen, die hinter einer Fabrikruine links einbogen: das kleine Stadion, bezeichnet als „Sportplatz Lobstädt“ ist noch das Beste in diesem Nest: der Platz ist weitestgehend ausbautenlos und von einer massiven Reling umgeben. Auf der einen Längsseite, der zum Nebenplatz hin, befindet sich ein niedriger Graswall mit Sitzbänken und vierreihigen Stehtraversen. Ansonsten dominieren Bäume und das markante, da annähernd v-förmige Gebäude mit Sportlerheim, Kabinen usw.
Der Eintritt von 4€ war in Anbetracht der Situation angemessen: es handelte sich nämlich um ein Benefizspiel, dessen Erlös der Familie eines mit nur 18 Jahren an Folgen seiner Diabetes verstorbenen Vereinskameraden, geht. Denn auch in Lobstädt ist eine Beerdigung inklusive Grabpflege irgendwo zwischen recht teuer und ruinös für die Hinterbliebenen. Die Zuschauerzahl von 445 war auch sehr gut für so ein Spiel!
Das Spiel sollte noch einseitiger werden als erwartet, denn bis zur 78. Minuten hatte Lobstädt keine einzige Torchance zu verzeichnen. Der Oberligist ist ja nicht gerade für feinen Klasse-Fußball bekannt, aber gegen einen so schwachen Gegner – Leipzig Land ist eine der spielschwächsten Kreise Deutschlands: wer da in der Kreisliga Vorletzter ist, wird auch von jedem Bezirksligisten zweistellig abgeschossen – konnte Lok unbehelligt und cool aufspielen. Lobstädt ließ Lok in fast jeder einzelnen Minute des Spiels zu einer Tormöglichkeit kommen. Der Ball war kaum mal außerhalb des Strafraums der Gastgeber. Nach zwei Minuten war der Torreigen eröffnet und dann gab es im Minutentakt – v.a. in der zweiten Hälfte, in der Lobstädt mehr Kicker ihrer Reservemannschaft ranließ – Treffer zu begutachten, die meist regelrecht über die Linie getragen und kombiniert wurden, aber teilweise auch nach weiten Flanken eingeköpft oder aus mittlerer Distanz eingenetzt wurden. Weitschüsse und geniale Aktionen wie Fallrückzieher fehlten aber. Zu viel verlangt wären sie bei diesem Leistungsunterschied nicht gewesen. So musste man eigentlich einen Schuss eines jugendlichen Lobstädt-Fans als den besten Schuss des Abends bezeichnen: er nahm drei Meter hinter der Reling stehend den weit neben das Tor geschossen Ball an, ließ ihn abtropfen und zimmerte ihn Volley in Richtung Lobstädter Torwart, doch der Ball prallte gegen die Werbebande und von dort seinem zwei Meter neben ihm stehenden Kumpel „volle Kanne vor die Fresse, Alter“…
Die Rückfahrt gestaltete sich im Dauerregen nicht sonderlich angenehm und ich kam auch erst zur 30. Minuten des WM-Halbfinales heeme an: den Stand konnte ich allerdings anhand des Jubels erahnen; als ich in Leuna war, fiel das 1:0, in der Weißenfelser Straße in Merseburg erlebte ich die Treffer 2, 3 und 4 mit und in meiner Siedlung wurden dann beim 5:0 Polenböller losgelassen. Aber bei diesem lustigen Livespiel im Stadion mit 25 Treffern, die man nirgendwo in einer Wiederholung sieht, habe ich doch gerne zugunsten der Wiederholungen der genialen deutschen Treffer in der Halbzeitpause auf das rechtzeitige Erreichen der heimischen Glotze verzichtet…
Mittwoch hatte ich auch nur am Vormittag Uni und fuhr um 12 Uhr gleich nach Staßfurt weiter. Mit Anja fuhr ich zu einem Testspiel in Klein Wanzleben, einem Ortsteil der Stadt Wanzleben. Was die Sehenswürdigkeiten angeht, so hat Wanzleben eine wirklich schöne Burganlage zu bieten. Im nahegelegenen Groß Germersleben steht die eindrucksvolle Ruine eines Barockschlosses, das nach dem Rückkauf aus den Fängen eines Faschisten aus Niedersachsen mittlerweile wieder in der Hand eines nicht-zwielichtigen Besitzers ist – aber nach wie vor unzugänglich. Ein Ortsteil von Wanzleben trägt den Namen „Stadt Frankfurt“ – dort gibt es neben Misthaufen, Gestrüpp, Feldern und einer Handvoll Einfamilienhütten und einem verfallenen Gehöft auch zwei Warten. Leider muss man durchs Feld latschen, da idiotischerweise kein Graspfad zu den Türmen gelassen wurde. In Klein Wanzleben steht eine interessante Kirche und in direkter Nähe zum Stadion auch die Ruine eines enormen Gebäudes aus dem 19./ 20. Jahrhundert.
Das Stadion ist auch enorm – zumindest für eine Kreisklassemannschaft wie Empor Klein Wanzleben: 272 in vier Blöcken auf eine vierreihige Verbundpflasterstufen-Tribüne montierte Schalensitze, flankiert von Bäumen, gegenüber Kunststoffbänke vor einer ehemaligen Gleisanlage, hinter den Toren ein großes Sportlerheim und zwei kleine Nebenplätze (einmal Asche, einmal Rasen). Eine wirklich schöne Anlage – besser als in Wanzleben beim Klassenhöheren – und heute bei freiem Eintritt zu betreten.
Mit dem Verbandsliga-Tabellenletzten aus Völpke hatte man sich einen erfolglosen aber natürlich trotzdem deutlich höher einzuschätzenden höherklassigen Gegner eingeladen. Empor Klein Wanzleben kam auch nur zu wenigen Torgelegenheiten im Verlaufe der 90 Minuten – und davon hatte keine einzige bedeutende Durchschlagskraft, sodass aufseiten der Heimelf die Null stehen blieb. Völpke hingegen traf schon früh durch einen halbhoch aus über 20m ins lange Eck gezimmerten Freistoß (das spektakulärste Tor des Tages gleich nach 15 Minuten!) und noch vor der Pause per Kopf zum 0:2. Nach dem Seitenwechsel gab es länger Leerlauf zu begutachten, ehe Völpke noch drei Mal die Abwehr überlief und aushebelte. 0:5 war auch in der Höhe verdient – der Klassentiefere Empor schlug sich aber gut!
Letzten Freitag waren die Lange Nacht der Wissenschaften und – für die Fußballer ausschlaggebend – das Viertelfinale der deutschen Nationalelf: also sinnvollerweise gab es kein Spiel der Leunaer Altherren. Heute war wieder eines angesetzt, doch der Gegner, Halle 96 – auch bekannt als „Die Affen vom Zoo“ – trauten sich nicht aus ihrem Käfig…
Es blieb nur ein Spiel der ESV/ PNVG. Die Eisenbahner und Busfahrer sind allerdings stets nur ein dürftiger Ersatz für ein Spiel der Leunaer Altherren. Die gegnerische Mannschaft aus Querfurt war vielleicht geringfügig besser, aber insgesamt war das Spiel sehr mäßig. Es kam auch schwer in Gang, da es nach 8 Minuten aufgrund eines Gewitters für mehr als 20 Minuten unterbrochen werden musste. Kurz nach der Unterbrechung ging Merseburg dann in Überzahl mit 1:0 in Führung. Nach der Pause traf Querfurt glücklich durch einen Schuss durch die Hosenträger – kann bei dem nassen Ball und dem wassergetränkten Rasen auch mal passieren – sodass der Endstand 1:1 lautete.
Am Wochenende steht eine Tour in Richtung Salzland, Magdeburg und Börde an.
Statistik:
- Grounds: 1.141 (Dienstag 1 neuer, Mittwoch 1 neuer; diese Saison: 170 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.095 (Dienstag 1, Mittwoch 1, Freitag 1; diese Saison: 239)
- Tageskilometer: 430 (Dienstag 120km Fahrrad, Mittwoch 290km Auto, Freitag 20km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 65.090 (62.590 Auto/ 2.230 Fahrrad/ 160 Schiff, Fähre/ 110 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 83 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 415
Sonntag, 23. September 2012
W321II: Leunaer Derby bei der F-Jugend und zwei Spiele in Taucha
TSV Leuna 1919 F ---------------------------------------- 0
SG Spergau 1891 F --------------------------------------- 8
Datum: Samstag, 22. September 2012 – Anstoß: 9.00
Wettbewerb: F-Junioren 1. Kreisklasse Saalekreis, Staffel 1 (Liga der unter 9 Jährigen)
Ergebnis: 0-8 nach 40 Min. (20/20) – Halbzeit: 0-3
Freundschafts-Neunmeterschießen: 4-5 nach 10/11 Schützen
Tore: 0-1 3. (9), 0-2 4. (11), 0-3 10. (11), 0-4 22. (9), 0-5 27. (7), 0-6 29. (8), 0-7 34. (8), 0-8 35. (12)
Verwarnungen: keine
Platzverweise: keine
Spielort: Sportstätte der Jugend, Platz 2 (Kap. 500, davon 20 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 35 (davon ca. 15 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,0/10 (Leuna leider überfordert mit sehr starken Spergauern)
SG Taucha 99 II ------------------------------------------- 0
SV Tapfer Leipzig ---------------------------------------- 4
Datum: Samstag, 22. September 2012 – Anstoß: 13.00
Wettbewerb: Stadtliga Leipzig (9. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 0-4 nach 94 Min. (49/45) – Halbzeit: 0-0
Tore: 0-1 49. Steffen Hartmann, 0-2 53. Norman Bornitz, 0-3 58. Sebastian Radtke, 0-4 89. Norman Bornitz
Vergebener Elfmeter: 7. Min., Marcus Schwarze (Tapfer-TW) wehrt Foulelfmeter von Marcel Hauss (Taucha II) ab
Verwarnungen: Maik Krämer (Taucha); Daniel Wagner, Patrick Langer (Tapfer)
Platzverweise: keine
Spielort: Sport- und Freizeitzentrum Taucha, Hauptplatz (Kap. 1.300, davon 300 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 50 (davon 47 Zahlende, ca. 15 Gästefans)
Unterhaltungswert: 4,0/10 (Absolut grauenvolle erste Hälfte, aber gute zweite Halbzeit)
SG Taucha 99 ----------------------------------------------- 1
1. FC Lokomotive Leipzig II ---------------------------- 1
Datum: Samstag, 22. September 2012 – Anstoß: 15.00
Wettbewerb: Bezirksliga Nordsachsen (7. Liga, 2. Amateurliga)
Ergebnis: 1-1 nach 92 Min. (45/47) – Halbzeit: 0-0
Tore: 0-1 62. Ronny Meißner, 1-1 82. Marcus von Durschefsky
Verwarnungen: Benjamin Fraunholz, Thomas Hildebrandt (Lok II)
Platzverweise: keine
Spielort: Sport- und Freizeitzentrum Taucha, Hauptplatz (Kap. 1.300, davon 300 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 130 (davon 120 Zahlende, ca. 10 Gästefans)
Unterhaltungswert: 4,5/10 (Durchwachsenes Spiel, da die beiden ausgeglichenen Mannschaften wenig zuließen)
a) Under-9 Football: TSV Leuna v SG Spergau
b) SG Taucha 99: Reserve lt. Tapfer Leipzig, First Team drw. Lok Leipzig Reserve
c) Taucha Old Town: Pictures taken in Winter 2010
Größer sind sie geworden, die Jungs! Und noch erfolgreicher: gestartet sind sie mit zwei 6:1 Siegen; bei Wallendorf/ Zöschen und sogar bei der IMO!
Heute waren die ebenfalls sehr erfolgreich in die Saison gestarteten Spergauer Nachbarsjungen zugast. Die Gäste waren in allen Belangen völlig überlegen und gingen schnell in Führung. Außer Yacine spielte keiner vom TSV offensiv, doch auch er konnte so gut wie keine Torchance herausspielen, da die SGS-Abwehr höchst konsequent eingestellt war. Auch nach vorne klappte fast alles beim Gast aus Spergau: Nach 10 Minuten 0:3, am Ende 0:8 – und das mit teilweise wirklich starken Spielzügen.
Schämen brauch sich Leuna nicht für den Auftritt, bei so einem starken Gegner. Dass es so deutlich wurde, war aber schon ärgerlich. Aber neues Wochenende – neues Spiel! Da ist dann wieder eine Steigerung drin!
Weiter ging es mit dem Fahrrad nach Taucha. In der Kleinstadt bei Leipzig spielen zwei Clubs: Der AC, dessen Platz ich schon besucht habe, und die SG 99, die im Sportzentrum spielt. Das Sportzentrum besteht aus mehreren Fußballplätzen und einem Bolzplatz. Der Hauptplatz ist auf einer Seite ausgebaut: Die fünfreihige Tribüne hat auf den äußeren Dritteln neue, saubere Stehstufen und im mittleren Drittel gelbe und blaue Schalensitze, die auch noch mit einer Stahl- und Plexiglaskonstruktion überdacht sind, zu bieten.
Im Tauchaer Sportzentrum standen zwei Spiele an: Zuerst die Reserve, die mit 4 Punkten aus 5 Spielen nur Drittletzter ist und nun gegen Tapfer Leipzig (mit 4 Siegen, 1 Unentschieden und 25:4 Tore Tabellenführer) anzutreten hat, dann die I. Mannschaft, die wie auch ihr Gegner Lok II 2 Siege holte, wobei der Gast auch schon eine Niederlage einstecken musste, während Taucha noch nicht verloren hat.
Die Reserve der SGT war überraschenderweise bis zum Seitenwechsel die klar bessere Mannschaft, doch sie verwandelten nicht einmal einen Elfmeter. Tapfer war 45 Minuten lang völlig abgemeldet, doch kam nach der Pause eindrucksvoll zurück: zwei Tore in fünf Minuten waren schon stark. Das Benehmen einiger Spieler nicht, aber dafür unterhaltsam. Wäre der Schiri mit seinen beiden Assistenten nicht so schlecht gewesen, wäre es sicherlich nicht bei den zwei gelben Karten für Tapfer und der einen für Taucha geblieben, so wie da gerempelt, geschubst und rumgemault wurde. Bei den zwei Toren für den Gast blieb es übrigens auch nicht. 0:4 der am Ende zu hohe aber verdiente (in Hälfte zwei war Taucha so abgemeldet wie Tapfer in Hälfte eins) Sieg.
Das Hauptspiel war genauso mittelmäßig wie das Vorspiel, nur das Schiedsrichtergespann war klar besser. Die beiden Teams machten es den Unparteiischen aber nicht so schwer, wie die beiden Teams des Vorspiels. In diesem Spiel waren die beiden Mannschaften auch extrem ausgeglichen, sodass es nicht so viele Torszenen gab. Es dauerte auch über eine Stunde, ehe Lok II endlich traf – dann aber auch mit einem herrlichen Weitschuss hoch ins Eck. Der Ausgleich war absolut verdient und fiel zehn Minuten später im Strafraumgetümmel.
Statistik:
Statistik:
Grounds: 795 (heute 1 neuer; diese Saison: 27 neue)
Sportveranstaltungen: 1.613 (heute 3, diese Saison: 36)
Tageskilometer: 100 (100 Fahrrad)
Saisonkilometer: 11.250 (10.390 Auto/ 780 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 5 [Letzte Serie = Neuer Rekord: 141!]
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 321
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Sonntag, 8. Juli 2012
W310I: Benefizspiel im Osten von Leipzig – Lok schlägt Fortuna 5:0
SV Fortuna Leipzig 0:5 1. FC Lokomotive Leipzig
Datum: Samstag, 7. Juli 2012 – Anstoß: 15.00
Wettbewerb: Benefizspiel, Bezirksklasse Leipzig (Stadtliga, 8. Liga, 3. Amateurliga) gegen Regionalliga Ost (4. Liga, 1. Halbprofiliga, Aufsteiger aus Oberliga NOFV-Süd)
Ergebnis: 0-5 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0-3
Tore: 0-1 12. Fraunholz, 0-2 37. Hildebrandt, 0-3 40. Fraunholz, 0-4 63. Fraunholz, 0-5 71. Stratmann
Vergebener Strafstoß: 3. Minute, Fortuna-Torwart wehrt Foulelfmeter von Engler (Lok) ab
Verwarnungen: keine
Platzverweise: keine
Spielort: Fortuna Sportpark (Kap. 5.000, davon 500 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 450 (davon ca. 400 Lok-Fans)
Unterhaltungswert: 6,0/10 (Gutes Freundschaftsspiel mit ein paar kurzen Durchhängern)
Nachdem es am Freitag mal nicht zum Sport, sondern zur Langen Nacht der Wissenschaften an unserem Orientinstitut in Halle ging, sahen wir heute im Fortuna Sportpark auch mal endlich ein Spiel auf dem Hauptplatz. Dieser ist mit seiner verfallenen Holztribüne, die mit ihrem löchrigen Dach vier Reihen rosafarbene Holzbänke und Plastesitze überspannt, und der kleinen unüberdachten Sitztribüne, hinter der sich ein ansehnlicher Sprecherturm mit der Aufschrift: „Was zählt, sind Tore“ befindet – beide Tribünen befinden sich übrigens auf eindrucksvollen Graswällen – eines der schönsten Stadien der Stadt Leipzig.
Für angemessene 5€ Eintritt, die an das Kinderhospiz in Markkleeberg gingen, traten vor locker 450 Zuschauern – von denen die meisten Lok-Anhänger, von der jungen, seriösen Familie über die ganz normalen Arbeiter, die sich über Sambamusik als Showprogramm zwar wunderten, aber nicht einen dummen Spruch abließen, bis hin zu denen, die Klischeehaft als die „typischen“ Lokisten gelten, obwohl sie auch dort nur die Minderheit ausmachen: Thor-Steinar-Klamotten und „Ultrassisten“-T-Shirt – Fortuna Leipzig aus der Stadtliga (ex-Bezirksklasse) gegen Lok Leipzigs Oberligateam, das durch das Neuordnungschaos abstruserweise als Mittelfeldmannschaft noch in die Regionalliga hoch gerutscht ist, an.
Lok legte natürlich – als Halbprofiauswahl sollte das auch sein – offensiv los und wusste mit guten Spielzügen zu unterhalten. Das Fortuna-Tor wurde in den ersten 15 Minuten ständig belagert, doch nur ein schlecht geschossener Elfmeter und ein gut verwandelter Kopfball aus Nahdistanz waren richtig erwähnenswert. Nach etwas Leerlauf schaffte Lok es erst kurz vor der Pause in kürzerer Zeit auf 0:3 zu erhöhen.
Nach dem Seitenwechsel kam auch Fortuna zu zwei guten Tormöglichkeiten, doch nach vorne waren sie doch erwartungsgemäß sehr abgemeldet. Das 0:4 und 0:5 fielen auch noch so nach und nach – und hätte Lok nicht eine sehr fahrlässige Chancenverwertung gehabt, wäre es auch vom Ergebnis her in Richtung 0:10 oder 0:11 gegangen, was ich im Vorfeld eigentlich erwartet hatte. Umso mehr muss man aber Fortuna loben, die sich wirklich gut rein hingen und keine so hohe Niederlage zuließen.
Sehr gelobt werden muss übrigens auch die Vereinsgaststätte „Fortuna-Klause“, die ganz normalen, wirklich guten Mittagstisch anbot, obwohl sie mit den Feierlichkeiten am Nachmittag und dem Grillen zum Spiel massig zu tun hatten. Das wurde von der Fortuna-Klause aber offensichtlich souverän gelöst – im Gegensatz zu vielen anderen Vereinen, die ich in solchen Situationen erlebt habe...
Grounds: 755 (heute 1 neuer; diese Saison: 160 neue)
Sportveranstaltungen: 1.561 (heute 1, diese Saison: 247)
Tageskilometer: 90 (90 Fahrrad)
Saisonkilometer: 60.370 (30.970 Auto/ 23.120 Flugzeug/ 3.230 Fahrrad/ 3.030 Bahn, Bus, Tram/ 20 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 102
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 310
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Sonntag, 27. November 2011
W278II: Klarer Sieg für junge Lokspieler und noch klarerer Sieg für die Leunaer Handballer – dazwischen ein weniger sehenswertes Spiel im Pferdezüchterdorf
SV Schleußig 1990 D 2:8 1. FC Lokomotive Leipzig D
Datum: Samstag, 26. November 2011 – Anstoß: 10.30
Wettbewerb: D-Junioren Bezirksliga Sachsen Nord (1. Liga der 10-12jährigen)
Ergebnis: 2:8 nach 61 Min. (30/31) – Halbzeit: 0:3
Tore: 0-1 ?, 0-2 ?, 0-3 24. (11), 0-4 35. (5), 0-5 37. (10), 0-6 44. (9), 0-7 52. (9), 0-8 57. (10), 1-8 58. (Eigentor), 2-8 61. (7)
Verwarnungen: 1x Lok (6)
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Nonnenwiese (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 20 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Wirklich gutes und sehenswertes, wenn auch 56 Minuten lang extrem einseitiges Jugendspiel)
SG Könderitz-Etzoldshain 1948 1:2 Droyßiger SG
Datum: Samstag, 26. November 2011 – Anstoß: 14.00
Wettbewerb: Kreisliga Burgenland, Staffel 3 (10. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 1:2 nach 98 Min. (49/49) – Halbzeit: 1:2
Tore: 0-1 23. (22), 0-2 27. (11?), 1-2 39. (3)
Verwarnungen: 1x Könderitz (2)
Platzverweise: 45. Könderitz (7) wegen angeblicher Tätlichkeit
Spielort: Sportplatz Könderitz (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 5 Gästefans)
Unterhaltungswert: 4,0/10 (Ganz lahmer Beginn, danach einige gute Szenen, aber gut war das Spiel nie)
TSV Großkorbetha 16:35 TSV Leuna 1919
Datum: Samstag, 26. November 2011 – Anwurf: 17.00
Wettbewerb: Bezirksklasse Sachsen-Anhalt Süd (8. Spielklasse, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 16:35 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 9:17
Tore: (?) (Korbetha); 6x Dry, 6x Sven, 6x Schmidtn, 5x Frank, 4x Nr. 22, 3x Fünfer, 2x Schnaussn, 2x Rudi, 1x Nr. 15 (Leuna)
Gelbe Karten: (4), (15), (??) (Korbetha); Frank, Sven, Holchi (Leuna)
Zeitstrafen: 2x (6), 2x (9), (3), (4) (Korbetha = 12 Minuten); Holchi, Sven, Nr. 15, Rudi (Leuna = 8 Minuten)
Disqualifikationen: 47. (6) Korbetha, wegen Torwurfverhinderndem Foul als letzter Mann
Spielort: Werner-Giersch-Sporthalle (Kap. 210 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 120 (davon ca. 15 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Extrem einseitiges Spiel mit überragender Leunaer Mannschaft)
Photos and English Version:
Die heutige Tour begannen wir drei in Leipzig, wo auf der in einem Waldstück eng von Bäumen umstandenen, aber highlightlosen Nonnenwiese ein D-Junioren Spiel stattfand. Die Schleußiger D-Jugend ist trotz immerhin 8 Punkten auf einem Abstiegsplatz, während Lok zusammen mit Tabellenführer SG Leutzsch, Red Bull/ RasenBall/ Rote Hornochsen und dem FC Eilenburg die vier Teams umfassende Spitzengruppe bildet. Da der Alte zu lange beim Frühstück brauchte, kamen wir erst nach 10 Spielminuten auf der Nonnenwiese an. Der Favorit führte bereits 0:2.
Die Angriffe der jungen Lokspieler waren gefährlich wie auch sehenswert, wobei bis zur Pause nur noch ein weiterer, geschickt heraus gespielter Ball im Tor landete. Unablässig gingen die blau gekleideten Gäste in Hälfte zwei nach vorne. Das sichere und hochklassige Kombinationsspiel führte zu fünf weiteren Toren. Erst in den letzten fünf Minuten ließ Lok nach. Da konnte Schleußig auch ihre einzigen Offensivaktionen zeigen. Erst provozierten sie ein Eigentor, dann spielten sie einen zweiten Treffer heraus. Dazwischen verschoss Lok noch einen umstrittenen Neunmeter kläglich. Aber alles in allem sprach schon allein das Ergebnis von 2:8 für sich. Lok ist eine Klasse besser als Schleußig, so gut Schleußig auch spielt!
Wir fuhren dann in den Burgenlandkreis weiter, wo wir in Könderitz für maßlose 2€ ein Spiel der Kreisliga Zeitz (ich muss mal wieder darauf hinweisen: in der Kreisliga Naumburg kostet es meistens 1,50€ oder nur 1€, die Spiele sind aber durchweg besser!) sahen. Könderitz ist ein wenig attraktives Kaff, das in seiner altslawischen Namensbedeutung „Dorf der Pferdezüchter“ heißt. Das Nachbardorf Etzoldshain hat wenigstens eine Burgruine als kleine Sehenswürdigkeit zu bieten: allerdings ist nur der Bergfried mittelalterlich und aufgrund der Einsturzgefahr der ganzen Anlage (die Gräben und die Flussauenlage lassen auf eine Wasserburg schließen) ist diese auch mit Zäunen abgesperrt. Die sind aber auf der Ostseite auch alles andere als unüberwindbar...
In Könderitz ist wie gesagt nichts Sehenswertes zu finden, aber wer Pferde mag wird einige von den Viechern dort angucken können. Hinter den von einigen Bäumen flankierten, aber wenig ansehnlichen Fußballplätzen, befindet sich auch eine Reitsportanlage. In der Fußballkreisliga sind Könderitz als 4. und Droyßig als 5. noch voll im Aufstiegsrennen mit Kretzschau, VfB Zeitz und Grana dabei. Nach Spitzenspiel sah das auch in sofern heute aus, als dass es eine ewig lange Abtastphase gab. Zwei Schüsse von Könderitz und einer von Droyßig in 22 Minuten – dann gab es plötzlich mal Action vor dem Könderitzer Kasten: der Torwart (wohl Ersatzmann) etwas desorientiert, ein Droyßiger schießt aus zwei Metern den Ball aufs leere Tor, doch trifft nur die Latte, wohingegen ein Mitspieler den Abpraller sicher verwertet. Das 0:2 kurz darauf war ein haltbarer Freistoß aus über 20 Metern aufs kurze Eck. Ein richtig schöner Treffer gelang den Hausherren noch vor dem Pausenpfiff mit einer schönen Bogenlampe aus 25m über den Torwart unter die Latte. Auch noch vor der Pause wurde es hitziger: ein Könderitzer wurde vor dem eigenen Strafraum gefoult, woraufhin er den Droyßiger umschubst. Der schwache Schiedsrichter zeigt – bestärkt vom noch schwächeren Linienrichtergespann – die völlig schwachsinnige rote Karte. Eine Gelbe war es schon, aber dass es hier Rot gab war absolut lächerlich. Das passt aber mal wieder in das Bild der Schiedsrichter, die vom in den letzten Wochen dank Schmierblättern wie der MZ und vielen anderen drittklassigen Zeitungen sowie Organen wie dem DFB und Kreisverbänden, in denen zu viele mediengeile Schwachköpfe sitzen, enorm befeuerten Aktionismus geleitet, möglichst spektakuläre Entscheidungen treffen wollen. Aber solche Schwachsinnsentscheidungen und die in den Blickpunkt gerückten Unsportlichkeiten wie Tätlichkeiten gegen den Unparteiischen haben vor allem eines gemeinsam: es gab sie schon immer und wird sie auch immer geben – und immer wieder wird fälschlich behauptet, dass ihre Häufigkeit „dramatisch gestiegen“ sei...
In der zweiten Hälfte stieg nur die Personalnot der Könderitzer dramatisch, denn ein Spieler musste verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Er war rücksichtslos in einen Zweikampf hineingegrätscht, der von einem ohnehin ziemlich aggressiv spielenden Droyßiger ebenso rücksichtslos geführt wurde. Dem Könderitzer wurde in diesem Zweikampf das Schienbein gebrochen. Unschuldig war er natürlich nicht an der Sache,doch dass er sich darüber aufregte und Gegenspieler beschimpfte ist völlig natürlich – da kann man auch von einem Droyßiger Dorfdepp erwarten, dass da nicht noch Beschimpfungen zurückkommen, wie von den beiden unintelligenten Spielern, die sich da noch mächtig beliebt machten. Stoff für die randelegeile Lokalpresse lieferten sie aber nicht, da nach der schweren Verletzung trotz der unsicheren Leistung des Schiedsrichtergespanns, bei der vor allem wieder auffiel, dass die Linienrichter auf Kreisebene überflüssig wie ein Kropf sind (oder eher wie zwei Kröpfe – bei zwei Fahnenwinkern), keine Aggressionen mehr so aufkamen. Ein weiteres Tor fiel leider auch nicht mehr: der eine unmögliche Stürmer der DSG traf noch nicht einmal das halbleere Tor, nachdem er den Torwart vorm Strafraum umspielt hatte. Und Könderitz schoss einmal handbreit über die Querlatte.
Wir kamen noch rechtzeitig im Weißenfelser Ortsteil Großkorbetha an, wo in der Walter-Giersch-Sporthalle ein interessantes Bezirksklassehandballspiel mit Leunaer Beteiligung stattfand. Mit nur einem Sieg ist Großkorbetha Vorletzter, während Leuna mit einer ausgeglichenen Bilanz im Mittelfeld rangiert. Das Problem waren beim TSV bisher die Auswärtsspiele, die beide verloren gingen. Diesmal sollte es anders werden. Die ersten 20 Minuten wurde gar nicht ein- und ausgewechselt – da stand es schon (nachdem es recht lahm los ging und Leuna viereinhalb Minuten mit 0:1 führte und dann bald mit 0:3) 6:15. An der minderbemittelten Spielweise der Großkorbethaer ließ sich schon nach 20 Minuten festmachen, dass dieses Spiel problemlos zugunsten des TSV Leuna verlaufen sollte: vom Torwart bis zum Kreisläufer war jede Position bei der Leunaer Sieben besser besetzt. Dabei musste der Abteilungsleiter, ein kräftiger Endvierziger, diesmal volle 60 Minuten im Kasten stehen. Er kassierte dabei nur 16 Gegentreffer, wobei ich ihm diesmal „nur“ eine gute Leistung (keine sehr gute) bescheinigen kann – ich habe ihn mehrmals noch besser spielen sehen! Vorne waren es dann Frank, Sven, Dry und Schmidtn – in der zweiten Hälfte auch der 22er – die sich mit dem Tore werfen abwechselten. Und was für schöne Treffer da dabei waren!
Großkorbetha konnte in erster Linie Siebenmeter verwandeln. Von den 16 Toren erzielten sie 7 von der Linie. Aus dem Spiel heraus lief fast nichts zusammen. Da war es nicht verwunderlich, dass meist nur die Leunaer Fans über schnelle Tempogegenstöße und schöne Würfe aus der Distanz jubeln konnten. Die Leistung des gastgebenden TSV bedarf keiner weiteren Worte – aber der zugast gewesene TSV zeigte sich von einer hervorragenden Seite: schöne Spielszenen, schöne Tore und ein souveräner 16:35-Sieg! Weiter so!
Statistik:
Grounds: 672 (heute 2 neue; diese Saison: 78 neue)
Sportveranstaltungen: 1.417 (heute 3, diese Saison: 103)
Tageskilometer: 130 (130 Auto)
Saisonkilometer: 13.810 (11.910 Auto/ 1.890 Fahrrad/ 10 Bahn, Bus, Tram/ 0 Flugzeug/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 18
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 277
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