Dienstag, 11. August 2009

6.8.09: Castlehopping; Wieder einmal eine kurze aber gelungene Burgentour durch Sachsen-Anhalt

Am Freitag stand eine lockere 320-Kilometer-Runde an, die uns drei innerhalb von 7 Stunden von Merseburg nach Plötzkau, Hausneindorf, Huysburg bei Dingelstedt am Huy, Westerburg bei Dedeleben und nach Egeln, sowie auch wieder zurück nach Merseburg bringen sollte.
Erste Station war das oben abgebildete Burgschloss Plötzkau. Die beste Perspektive zeigt sich vom Fußballplatz aus, letzteren kann man auch wunderbar vom Turm aus einsehen. Ein Ground, der in der Saison noch gemacht werden sollte! Auch das Schloss selbst ist sehr sehenswert mit den Renaissancegiebeln, dem Turmzimmer und dem halboffenen Innenhof. Nicht so sehenswert ist das Museum, das vor allem mit originalgefälschten Nachbildungen (Äxte mit roter Farbe auf der Klinge), Kitsch (Kreuzritterfiguren) und einigen unspektakulären archäologischen Funden (dafür, dass die Tonscherben echt sind, will ich aber nicht garantieren) aufwarten kann. Genial natürlich auch die ca. 50 x 40 x 30cm große Katapultnachbildung, die samt Munition (folieumwickelte Steine von etwa 3cm Durchmesser) auf einem Tisch herumsteht. Darf man zwar angeblich nicht benutzen, aber dann sollte man die Anlage eigentlich mal hinter Glas bringen oder wenigstens die Steine wegpacken... Eintritt für Museum und Turm: 2,50€, nur für den Turm: 1,50€. Letzteres kann man mehr empfehlen.
Weiter ging es nach Hausneindorf. Die Burg dort ist nicht zugänglich aber gut einsehbar. An die Burg schließen einige Privathäuser an, die Außenmauern sind noch mittelalterlich, ebenso das markanteste Element dieser Burganlage; der mittig platzierte Bergfried. In einem Ring um Bergfried und Innenhof legen sich landwirtschaftlich genutzte Gebäude - sehen total asi und abgewrackt aus - die neueren Datums sind.
Die Huysburg auf dem Höhenzug Huy, an den sich Orte mit so schönen Namen wie Dingelstedt und Mönchshai reihen, ist ein Wehrkloster, was hervorragend restauriert und noch kirchlich genutzt (Restaurant, Herberge, Klosterbetrieb) ist. Die Kirche ist gratis zu besichtigen, die Gebäude für die Öffentlichkeit gesperrt, ebenso der Garten.
Weiter nach Westerburg bei Dedeleben, dass Highlight der heutigen Tour. Leider nicht im Innenbereich zugänglich, jedoch im Innenhof. Ein absolutes architektonisches Highlight! Eine rund gebaute Burg mit mehreckigem Anbau, die Fachwerksgebäuden, einen Bergfried (leider nicht zugänglich) und ein tolles Taubenhaus vorzeigen kann. Letzteres ist Teil des Hotels, das auch in den anderen Gebäuden - neben Restaurant und Standesamt - untergebracht ist. Das Taubenhauszimmer ist natürlich das beste aber nicht mal teuerste Zimmer des Hotels. Die Seite http://www.hotel-westerburg.de/ gibt Auskunft über das romanische Schmuckstück von Burgenbaukunst. Mit 98€ bis 168€ pro Doppelzimmer sind die Übernachtungsmöglichkeiten in dieser Burg natürlich sehr hochpreißig, für diese Hotelkategorie allerdings nicht zu hoch. Im Restaurant kann man zu zweit mit 60€ rechnen.
Den Abschluss der Tour bildete Egeln mit der Wasserburg. Die ist auch nur teilweise zugänglich, aber recht gut erhalten. Bergfried, Wehrmauern, Wohngebäude und teilweise erhaltener Graben. Nichts weiter Spektakuläres.

Bilder von allen Burganlagen:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/BITTE%20HIER%20WEITER%20-%20FOTOS%20AB%2022-03-2009/090806%20PLOETZKAU_Hausneindorf_Huy_WESTERBURG_Egeln/

Mittwoch, 5. August 2009

WE158I: Spontan zum Spiel - oder: Der letzte Test für den ESV

ESV Merseburg II 5:1 FSV 67 Halle A
Mittwoch, 5. August 2009 - Anstoßzeit 18.30
Testspiel (2. Kreisklasse, 12. Liga/ 8. Amateurliga, geg. A-Junioren Landesliga (4. U-19 Spielklasse))
Ergebnis: 5:1 nach 86 Min. (41/45) - Halbzeit 1:0
Tore: 1-0 26., 2-0 49., 3-0 54., 4-0 64., 4-1 65., 5-1 70.
Verwarnungen: keine
Platzverweise: keine
Sportplatz: Scheitplatz (Kap. 800)
Zuschauer: 30 (5 Gästefans)
Spielqualität: 4,5/10 (Allenfalls Durchschnitt)

Da ich am Mittwoch um 15.00 zufällig beim ESV-Platz vorbeikam, guckte ich einfach mal, welche Spiele angesetzt standen. Tatsächlich spielte der ESV, bzw. dessen Zweitvertretung, drei Stunden später gegen die A-Junioren von Halle 67.
Das Spiel brauchte lange, ehe es in die Gänge kam, doch vor allem in der zweiten Halbzeit zeigten die Männer den Jungs die Grenzen auf. Ein klares und lockeres 5:1, was auch höher hätte ausfallen können.
Morgen werden ein paar Burgen besichtigt und am Wochenende drei neue Grounds und drei neue Länderpunkte gemacht!

Statistik:
Ground Nr. 335 (kein neuer Ground; diese Saison: 4 neue)
Sportveranstaltung Nr. 863 (diese Saison: 5)
Tageskilometer: 10 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 1.490 (1.250 Auto, 140 Fahrrad, 0 Flugzeug, 0 öffentliche Verkehrsmittel)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 51
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 158

Fotos unter:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/BITTE%20HIER%20WEITER%20-%20FOTOS%20AB%2022-03-2009/090805%20ESV%20Merseburg%20II%205-1%20FSV%2067%20Halle%20A/

WE157V: Schlösser, Speedway und ein Unfall - Der dritte und letzte Tag in Wrocław und Umgebung

WTS Atlas Wrocław 51:39 Polonia Bydgoszcz
Sonntag, 2. August 2009 - 1. Start 17.15
Ekstraliga (1. polnische Speedwayliga, Profiliga)
Ergebnis: 51:39 nach 15 Läufen
Besondere Vorkommnisse: 3 Neustarts (2x Unfall in Runde 1, 1x defektes Motorrad am Start) Stadion: Stadion Olimpijski (Kap. 40.000 Sitzplätze)
Zuschauer: 4.000 (50 Gästefans)
Unterhaltungswert: 5,0/10 (O.K.)
Sightseeing: 3,5/10 (wenig lohnend)

Der Ablauf war wie am Vortag, nur dass wir nach dem Frühstück an der Tankstelle nach Nordwesten losfuhren und schnell in Legnica landeten. Dort reihen sich in der Innenstadt Bausünde an schönes historisches Gebäude an Bausünde. Sieht fast so schlimm aus wie in Kassel oder einigen anderen westdeutschen Großstädten. Und Baustellen gibt’s in Legnica auch ohne Ende. Highlights sind die beiden großen Kirchen, das kleine Rathaus und das Schloss. Letzteres ist teils als Akademie für Sprachen genutzt, teils leer stehend, zudem grenzt auch ein Gymnasium an, das vor den Burgtoren einen tollen Sportplatz angelegt hat.

Von Legnica aus fuhren wir wieder nach Osten. Nach ein paar Kilometern ist man in Kunice, wo man feststellen muss, dass in Polen bisweilen derselbe Scheiß wie in Deutschland gemacht wird: man will unbedingt aufs flache, eintönige Land ziehen, wenn man in der Groß- oder auch nur Mittelstadt geboren wurde und dort Arbeit hat. Bald hatten wir Prochowice erreicht, wo ein abgesperrtes weil baufälliges Burgschloss zu begutachten ist. Man kann ohne Probleme drum herum laufen und den Innenhof einsehen. Allerdings kann man nicht in die Gebäude und auch nicht direkt in den Hof. Dass etwas an der Sanierung gemacht würde, ist nicht zu erkennen, aber das war es in Frankleben bei Merseburg bis vor kurzem auch nicht, und jetzt sind die dort echt weit gekommen.

Nachdem wir die Oder gequert hatten, kamen wir in Lubiąż an. Dort ist auch einiges im Argen, aber das Kloster ist wirklich eindrucksvoll. Die enorme Größe der Anlage ist aber auch der Grund dafür, dass sie teils recht heruntergekommen ist. Aber schon allein der Blick von der Straße aus über die Mauern und Wirtschaftsgebäude hinweg zur Klosterkirche ist schön.
Nicht so schön war der Weg nach Bagno, da ich in einem verkommen Kaff namens Uraz einmal wenden musste, dazu die Einfahrt eines Grundstückes nutzte und aufgrund der Kürze der Einfahrt einen halben Meter mit der Fahrzeugfront in die Straße hereinragte. Eigentlich alles kein Problem und hätte ich mich nach dem ersten Auto gleich rücksichtslos gegenüber zweier Mountainbikefahrer reingedrängt, wäre auch nichts passiert. Aber wenn man unaufmerksame Radfahrer passieren lässt, kann man dann nachher die Schäden im Lack beseitigen lassen... Scheiß Mietwagen! Hätte ich bei einem Privatauto nie reparieren lassen. Aber ich frage mich auch, als einer, der letztes Jahr fast 10.000 Kilometer Fahrrad gefahren ist, wie man ein so stehendes Auto übersehen und rammen kann. Also hätte der Spast noch Geld für die krumme Gabel oder aufgeschürften Ellbogen gewollt, hätte es was auf die Fresse gegeben! Leider war dieser bekiffte Bauer nicht versichert, sonst hätte diese fahruntaugliche Flachzange ordentlich was abdrücken können. Wenigstens hat ein polnischer Lieferwagenfahrer mit Deutschkenntnissen gesehen, welche dumme Sau hier in wen gefahren ist und innerhalb von zwei Minuten alles geklärt, sodass wir immerhin weiterfahren konnten.

Nächste Station also Bagno, wobei vorher ein ganz kurzer Zwischenstopp in einem Dorf namens Prusice eingelegt wurde, da das Rathaus und die Kirche auffällig große Bauten sind. In Bagno gibt es einen noch auffälligeren Bau, nämlich das Schloss, das von der katholischen Kirche als Konvent genutzt wird. Das Schloss ist perfekt renoviert und in einem dezenteren Barockstil gehalten. Zudem ist es sehr schön aber abgelegen gelegen.

Wieder zurück nach Wrocław und dort zu erst nach Leśnica. Dort gibt es ein weiteres Barockschloss zu sehen, dass ebenso hervorragend restauriert ist. Der völlig symmetrische Bau wird als Restaurant, Hotel und Ausstellungssaal genutzt. Einmal rund herum gegangen und dann schnell ans andere Ende der Stadt. Dort befindet sich der riesige Olympiapark, wo am Sonntag im Hauptstadion ein Speedwayrennen stattfand. Nach dem Kartenkauf (7,50€ die mittlere Preiskategorie) gab es Würstchen und Steak vom Grill hinter dem Haupteingang.
Das Olympiastadion hat etliche symmetrische Elemente - u.a. der Eingangsbereich mit den Arkaden - und 40.000 Sitzplätze; teils auf Holzbänken, teils auf Kunststoffsitzen. Die 40.000 Plätze waren heute bei weitem nicht genutzt. Für ein Speedwayrennen der ersten polnischen Liga war es eine total beschissene Zuschauerzahl bei total beschissener Stimmung, was ich im Vorfeld aber auch befürchtet hatte, da WTS Wrocław schon als Absteiger in die 2. Liga feststand. Der Gastverein brachte auch nur 50 Leute mit, die kaum in Erscheinung traten, da ihre Mannschaft auch nicht so toll dastand, aber den Klassenerhalt schon sicher hatte. Die Atmosphäre war also kein Vergleich zu der in Wettkämpfen gegen Zielona Góra oder gar Unia Leszno. Wenn letztere kommen, wird das ohnehin in der Speedwayliga weitestgehend tolerierte Feuerwerk (Bengalos, Rauchbomben) abgebrannt, Flaggen- und Papptafel-Choreographien gezeigt und auch schon mal vor 40.000 Zuschauern ein lebendes Schwein mit einem umgebundenen Unia-Fanschal im Stadion herumgeschickt. Speedway ist noch vor Eishockey und Basketball der Nr. 2 Sport nach Fußball. Der Zuschauerschnitt ist sogar noch höher mit mindestens 10.000 Zuschauern pro Spiel bei allen acht Erstligisten. Die Fans sind auch da in Gruppen organisiert, teils mit Fußballfanszenen verbündet und auch untereinander befreundet (z.B. WTS Wrocław und Lotos Gdańsk) oder verfeindet (WTS und Unia Leszno). Neben den „normalen“ Fans kennt man auch beim Speedway Ultras und Hooligans, was auch bei kleineren Parteien, solange sie nicht so witz- und bedeutungslos wie an diesem Sonntag im Stadion Olimpijski sind, für tolle Stimmung sorgt.
Am letzten Spieltag war also in Sachen Abstieg alles geklärt, wobei fahrerisch davon nichts zu merken war. Mangels Stimmung konnte man sich ja auf den Wettkampf konzentrieren - also so wie in der deutschen Speedwayliga... Wer nichts für Motorsport übrig hat, würde die Krise kriegen, wenn er hört, dass man beim Speedway nur drei bis vier Runden im Kreis fährt, doch der Vierkampf hat für Leute mit Ahnung von Sport doch den ein oder anderen Reiz. Zumindest das in die Kurven legen ist der Hammer beim Speedway. Ansonsten lebt der Sport wie gesagt nur von der Stimmung, was mir sagt: nächstes Jahr mal nach Leszno oder Zielona Góra!

Nachdem WTS Wrocław zum Saisonabschluss noch einmal unerwartet hoch mit 51:39 gewann (der Sieger des Einzellaufes (15 Läufe gibt es) bekommt 3, der Zweitplatzierte 2, der Dritte 1 und der Letzte 0 Punkte), sieht die Tabelle vor der Meisterrunde übrigens so aus: 1. Unibax Toruń 27 Pkt., 2. Falubaz Zielona Góra 22, 3. Włókniarz Częstochowa 21, 4. Unia Leszno 19, 5. Caelum Stal Gorzów 19, 6. Polonia Bydgoszcz 11, 7. Lotos Wybrzeże Gdańsk 10, 8. Atlas Wrocław 9.


Die Statistik für den Wettkampf kann man hier einsehen: http://www.zuzel.sport24.pl/statystyki/spotkanie/1056/

Wir fuhren - da wir von Wrocław weg und erst nach 20 Uhr durch Bolesławiec durch fuhren - ohne Stau und andere Probleme nach dem Spiel innerhalb von 5 1/2 Stunden nach Hause.

Statistik:
Ground Nr. 335 (neuer Ground; diese Saison: 4 neue)
Sportveranstaltung Nr. 862 (diese Saison: 4)
Tageskilometer: 680 (Auto)
Saisonkilometer: 1.480 (1.250 Auto, 130 Fahrrad, 0 Flugzeug, 0 öffentliche Verkehrsmittel)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 50
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 157

Fotos unter:
Legnica:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/BITTE%20HIER%20WEITER%20-%20FOTOS%20AB%2022-03-2009/090802a%20Legnica%20-%20Altstadt%20von%20Liegnitz/

Die anderen Sights:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/BITTE%20HIER%20WEITER%20-%20FOTOS%20AB%2022-03-2009/090802b%20Prochowice%20-%20Lubiaz%20-%20Prusice%20-%20Bagno/

Speedway:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/BITTE%20HIER%20WEITER%20-%20FOTOS%20AB%2022-03-2009/090802c%20Speedway%20Wroclaw%2051-39%20Polonia%20Bydgoszcz/

WE157IV: Von Burgen und Schlössern, schlesischer Kirchenbaukunst und Fußballfans, die einfach nicht sitzen können

Śląsk Wrocław 2:0 Cracovia Kraków
Samstag, 1. August 2009 - Anstoßzeit 19.15
Extraklasa (1. Profiliga Polen)
Ergebnis: 2:0 nach 94 Min. (46/48) - Halbzeit 1:0
Tore: 1:0 4. Sebastian Dudek, 2:0 78. Krzysztof Wołczek
Verwarnungen: Antoni Łukasiewicz, Sebastian Dudek (Śląsk), Piotr Polczak, Sławomir Szeliga, Konrad Cebula (Cracovia)
Platzverweise: keine
Stadion: Stadion Oporowska (Kap. 9.000 Sitzplätze, davon 2.500 überdachte)
Zuschauer: 7.000 (100 Gästefans)
Spielqualität: 7,0/10 (Spiel O.K. bis gut - Zuschauer äußerst gut), Sightseeing: 9,0/10 (äußerst interessant)

Schon um 7 Uhr ging es wieder raus, das Frühstück an der Tankstelle einnehmen. Bei Orlen - alternativ kann man natürlich auch Cafes aufsuchen - ist das Frühstück allemal billiger und meist auch besser als in den Hotels, die nicht zu europäischen Ketten gehören. Schnell tanken, dann hemmungslos in den fließenden Verkehr reindrängen (in polnischen Großstädten ist man noch unwilliger, als in deutschen, was das reinlassen von in Einfahrten wartenden oder zu Spurwechseln ansetzenden Autos angeht: also einfach zackig zwischen zwei Autos schieben und bei 50cm Stoßstangenabstand zum Vordermann Vollbremsung) und auf dem Weg nach Südenwesten noch am alten Stadion von Śląsk Wrocław vorbei gucken. Zwar toller Bau, aber gut gesichert. Besser zum Einsteigen und Besichtigen ist das alte Stadion von Warta Poznań.

Ein absolutes Besichtigungshighlight - ob von Wrocław oder Wałbrzych aus ist egal - ist das Zamek Książ zwischen Świebodzice und Wałbrzych. Der wunderbare Renaissancebau mit barocken, gotischen und einigen anderen Elementen, ist bis in den Vorhof kostenlos zu besichtigen. In den Innenräumen und auf den Terrassen werden akzeptable Entgelder verlangt. Wir verschoben die Innenbesichtigung des größten Schlosses Polens und das Besuchen des angrenzenden alten Schlosses (Zamek Stary Książ) auf einen Besuch in Wałbrzych oder der Gegend (nächstes Jahr) und fuhren zum Zamek Cisy. Diese Ruine ist nur was für Freunde mittelalterlicher Burgen und zudem schwer zu finden. Man nutze diese Karte und achte auf den Wegweiser am Ortsende von Cieszów Górny. Den Feldweg kann man entweder bis zur Kuppe wie wir (dann sind es noch 1200m Fußweg bis zur Burg) oder bis zur Furt (150m Fußweg) fahren. Letztere Variante würde ich nicht mit einem Kleinwagen machen... Ab der Kuppe auf dem Weg immer rechts halten bis besagte Furt kommt - der Soldat, der dort mit einem Kumpel grillte, beschrieb mit zwar den Weg zur Burg, aber sagte nicht, dass die Steine in der Furt total wacklig sind; wäre beim Queren fast ins Wasser gefallen - und dann gleich rechts. Der nächste Knaller ist dann die Holzbrücke, die mit großen Löchern aufwarten kann. Man kann auch durch den Burggraben laufen. Hinter dem restaurierten Burgtor sind dann überwucherte Mauerreste zu sehen, die ungesichert in der Landschaft herumstehen. Wenn man an einem milden Wintertag ohne Schnee hier her kommt, hat man wahrscheinlich einen besseren Eindruck von der Größe der Anlage, aber die architektonische Schönheit kommt auch im Sommer rüber. Am Besten ist der Turm, den man mangels Treppenhaus aber nicht besteigen kann.

Über tolle Nebenstraßen - meist gut asphaltiert, wenige Autos, wie in einer Rallye zu fahrende Kurven - ging es dann für uns weiter nach Bolków. Oberhalb der Dorfmitte gibt es eine herausragende Burganlage, die für 1,50€ (ermäßigt sind Studenten, Schüler u.a.: 0,75€) zu besichtigen ist. Parkplatz wie bei vielen gesicherten Burgen ca. 0,50€/ Stunde. Bolków ist allerdings nur eingeschränkt zu besichtigen, da der Palas und der kleine Wohnturm renoviert werden. So bleiben nur der Innenhof, die Terrassen, zwei Ecktürme und der Bergfried. Von letzterem hat man einen weiten Blick, der einen unter anderem die 2,5 km entfernte Schweinhausburg erblicken lässt.

Diese Burg (Zamek Świny) war als nächste auf der Liste. Den Wegweiser kurz vorm Ortsende beachten und dann die Karre im ersten Gang den Hang hoch. Einmal über den Bolzplatz laufen und dem komischen Typen mit der dicken Brille 5 Złoty (1,25€ in die Hand drücken). Dann bekommt man die bedruckten Karten und kann so gut wie jeden Raum besichtigen. Für die Erdgeschoss- und Kellerräume sollte man sich eine Taschenlampe mitnehmen. Im oberen Bereich hat man einen schönen Saal mit Grasboden und ohne Decke sowie den Zugang zum Palas, der nur im ersten Stock zugänglich ist, da die Zwischendecken fehlen und der Turmaufgang am Einstürzen ist. Alles in Allem ist die Schweinhausburg Świny die schönste Burgruine, die ich in Polen bisher gesehen habe.

Bevor es wieder nach Breslau gehen sollte, stand noch Jawor auf dem Programm. Eigentlich eine schöne Stadt... aber die ist ja so was von heruntergekommen! Absolutes Highlight ist natürlich die Friedenskirche, die zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört. Der Fachwerkbau kann im Inneren (1,50€ Eintritt; 1,25€ für Fotografieren/ Filmen) mit vier Emporen aufwarten, die mit enorm vielen biblischen Bildern, die alle altdeutsch beschriftet sind, verziert sind. Ein schöner Altar und etliche vergoldete Figuren z.B. an der Kanzel sind auch sehenswert. Die Architektur an sich ist auch wirklich herausragend.
Nicht ganz so herausragend ist der Marktplatz mit dem Rathaus. Da ist derzeit alles eine Baustelle und für das Schloss gilt: man kann da mal vorbeischauen, der Innenhof ist ganz nett und immer offen, aber das Schlossgebäude müsste mal wirklich renoviert werden.

Von Jawor aus waren es keine 60 Minuten, bis wir wieder in Wrocław waren. Dort hielten wir uns noch ein bisschen im Hotel auf, ehe wir zum Stadion rüber gingen. Ein lockerer Einlass und sehr gute aber zu teure Bratwürste später, waren wir dann in Block C in der Nähe des Gästeblocks hinterm Tor. Um uns herum waren viele Opas (ohne Omas, die in Polen so gut wie gar nicht ins Stadion gehen) und junge Paare, die man in Polen auch als „Picknick-Fans“ bezeichnet. Allerdings standen beim Spiel Śląsk Wrocław gegen Cracovia Kraków (1. Spieltag der Extraklasa, der 1. Profiliga also), auch diese Fans, die kaum den Mund aufkriegten, die ganze Zeit. In Deutschland würde man auf den besseren Plätzen nie stehen. Da würde man dauernd von anderen Fans angemeckert werden oder die Aufmerksamkeit der so genannten Sicherheitskräfte auf sich ziehen. Hier in Wrocław wurden Melodien, die man größtenteils in Deutschland nicht hört, angestimmt und schon nach vier Minuten konnte das erste Tor bejubelt werden. Obwohl das Stadion nur Sitze hat, standen über 90% der Zuschauer und zwar die ganze Zeit. Angefeuert wurde auch - vor allem von der unüberdachten Gegentribüne, auf der sich die Ultras positioniert hatten. Bis zur Pause, in der es dann Bierfässer-Wettrollen gab, und auch danach konnte man von einem guten Spiel reden, wobei es aber zu wenige Torchancen gab für meinen Geschmack. Was mir jedoch sehr gut gefiel, war das Zweikampfverhalten: da wurde mit beiden Beinen voraus herangerutscht, um den Ball noch auf der Auslinie oder einfach auch nur im Mittelkreis zu bekommen. Die Heimmannschaft war bis zur Mitte der ersten Halbzeit in allem überlegen, ließ dann jedoch bis Mitte der zweiten Hälfte Cracovia viel zu viel kommen, was unter anderem für einen Pfostentreffer nach einem Freistoß sorgte. Recht kurz vor dem Ende machte es Śląsk besser und erzielte mit einem Freistoß ein tolles Tor. Kurz zuvor sollte es noch Aufregung geben, da der Schiri einen klaren Elfmeter für Śląsk verweigerte. Der Depp war auch nie auf Ballhöhe, genauso wenig, wie die zwei Blinden an der Linie. Das 2:0 sollte der gerechte Endstand sein.
Wir fuhren dann wieder zum Mexikaner essen und übernachteten noch einmal im Hotel des Vereins.

Statistik:
Ground Nr. 334 (neuer Ground; diese Saison: 3 neue)
Sportveranstaltung Nr.861 (diese Saison: 3)
Tageskilometer: 220 (Auto)
Saisonkilometer: 800 (670 Auto, 130 Fahrrad, 0 Flugzeug, 0 öffentliche Verkehrsmittel)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 50
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 157

Fotos unter:
Außenbesichtigung Zamek Książ

WE157III: Ein Wochenende in Wrocław; Viel Verkehr und Gerade noch rechtzeitig an der Kasse

Am Freitag ging es zur Mittagszeit im Ford C-Max Kombi-Mietwagen los in Richtung Osten. Bis Görlitz hatten wir nur Autobahn zu fahren, wobei sich gleich hinter der Grenze selbige in unübersichtlichen Baustellen verliert, um als breite Landstraße weiterzuführen. Diese Landstraße ist völlig überlastet, was jedes Mal zwischen ca. 8-20 Uhr in der Kleinstadt Bolesławiec in einem Stau mündet. Je nach Tag oder Uhrzeit braucht man für die ca. 6km 30 bis 90 Minuten. Diesmal dauerte es bei 5km Stau ganze 35 Minuten. Da dies noch verhältnismäßig kurz war, werden wir nächstes Mal wohl in Zebrzydowa rechts abfahren und via Lwówek Śląski und Złotoryja auf die Autobahn auffahren. Die Strecke ist gleich lang. Und wenn man mal auf der Autobahn ist, dann läuft es gut. Wenn kein Standstreifen da ist, soll man 110, bei vorhandenem Streifen 130 fahren. Macht kaum jeder Zweite...
Vor Wrocław gibt es dann eine Baustelle, die auch massig Stau produziert. Das, und zudem das Herumirren ohne Stadtplan - es dauerte halt, bis wir eine Orlen-Tankstelle gefunden hatten, wo man am besten solche Karten kauft - kostete uns viel Zeit. Zum Glück hatten wir gerade die Orlen erwischt, die nur 1km vom Stadion Oporowska entfernt liegt. Wir kamen kurz vor Schließung der Vorverkaufskasse an und - nach der mittlerweile strikt durchgezogenen Registrierung, die nach Vorzeigen eines Reisepasses, Führerscheins oder anderen Lichtbildausweises schnell von statten geht (wenn man den netten Damen an der Kasse das Schreiben von Sonderzeichen wie Umlauten erklärt hat) - erhielten zwei Karten für überdachte Plätze zu je 10€.


Die einzige Kassiererin, die des Englischen kundig war, erklärte uns noch den Weg zum Klubhotel, dass in Sichtweite des Stadions liegt und für nur 35€ pro Doppelzimmer (ohne Frühstück!) eine Übernachtung anbietet. Man sollte sich weder von der sozialistischen Bauweise, noch der abgeblätterten Fassade und schon gar nicht den Zimmern, die man seit etwa 1970 nicht mehr neu möbliert hat, abschrecken lassen. Die Zeit wirkt dort etwas stehen geblieben - man achte auch auf den Aufzug, der ohne Kabinentür auskommt -, was neben dem Preis (billiger ist in Wrocław nur das ETAP mit etwa 33€ und ein paar mehr oder weniger empfehlenswerte Jugendherbergen) der zweite Grund ist, dort zu übernachten. Der dritte ist die Entfernung zum Stadion, wobei auch die Innenstadt nicht weit weg ist.

Da es langsam dämmerte, fuhren wir trotzdem mit dem Auto in die City, parkten vorm Gefängnis (der burgähnliche Bau mit dem Doppelturm aus dunklem Backstein) und liefen in die Altstadt. Die Altstadt ist umschlossen von einem Ring wenig geschmackvoller sozialistischer Bauten, doch innerhalb des alten Bereiches gibt es viel zu sehen. Besonders hervorzuheben ist der Marktplatz mit dem Rathaus, einem tollen gotischen Bau mit einem alle Häuser überragenden Turm und einer detailreichen dreigiebligen Front. Vorm Eingang unterhalb dieser Front bauten sich übrigens zwei Akkordeonspieler auf, die auf ihren Akkordeons klassische Streichinstrumente nachahmten. Auf der Rückseite des Rathauses waren noch mehr Schausteller zugange: vom Fußballjongleur bis zum Riesen-Seifenblasen-Kasper. An etlichen schönen Hausfassaden vorbei bewegten wir uns über die Brücke zum Dom (die Kirche mit den zwei Türmen). Als wir ankamen, wurden alle Lichter hochgefahren, da der Grad der Dunkelheit, der zum Anstrahlen der Gebäude ausreicht, erreicht war.
Wir machten uns wieder auf den Rückweg zum Auto und aßen zuvor noch gut und preiswert in der „Hazienda Tequila“ mexikanisch. Kurz vor Mitternacht waren wir dann wieder im Hotel.

Bilder: http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/BITTE%20HIER%20WEITER%20-%20FOTOS%20AB%2022-03-2009/090731%20Wroclaw%20-%20Die%20Altstadt%20von%20Breslau/

Donnerstag, 30. Juli 2009

WE157II: Pre-season, Kickers Markkleeberg - VfB Zwenkau

Kickers 94 Markkleeberg 5:0 VfB Zwenkau
Wednesday, 29th July 2009 - kick-off time 19.00
Pre-season match (Sachsenliga, 6th level (2nd amateur division) vs Bezirksliga, 7th level)
Result: 5:0 after 90 min. (45/45) - Half-time 4:0
Goals: 1-0 14th Stefan Mann, 2-0 20th Ronny Delitzsch, 3-0 27th Ronny Delitzsch, 4-0 38th Stefan Hofmann, 5-0 82nd Nico Breitkopf
Bookings: Nico Breitkopf (Kickers), Hitschke (Zwenkau)
Sent-offs: none
Stadium: Sportpark Camillo Ugi (cap. 6,000; among them 800 covered seats)
Attendance: 80 (5 away fans)
Match quality: 4.0/10 (Below Average)

Bordering Leipzig to the south, Markkleeberg is a small city in Saxony (about 24,000 inhabitants). There are no places of interest - but as in almost every city, there are few old or spectacular houses; here it’s the town hall and an estate - so we directly went to the stadium. There are two stadia, so naturally we arrived at the wrong one first, were no match was played. We asked the club’s restaurant’s hostess for the way to the stadium of the other club and she described the 2km ride to Sportpark Camillo Ugi, named after an Italian-German footballer of the early 20th century.

The admission fee was sauce: don’t know why that club at Leipzig’s arse end needs to demand the league tickets prices in a pre-season match. But that’s a typical Central-European way of rip-off. Strange enough, some of the drinks at the foodstall were dirt-cheap. Until half-time, the match was almost worth 4.50€ (3.50€ reduced ticket for students and some others), because Kickers Markkleeberg played a good style of football. Zwenkau shot on the goal twice and was inferior in all the other aspects of the match. In regular intervals, Markkleeberg scored with nice shots: among them a 20m hammer right beside the post.

In the second half, Zwenkau had one big effort on the goal, but the striker headed the ball over the near post. Markkleeberg’s greatest highlights in the second half were all work of Nico Breitkopf, former player of Sachsen Leipzig and Hallescher FC (useless and unsuccessful in both the clubs). Firstly, he scored a lovely goal by a wide-range shot into the corner; secondly he felt over Zwenkau’s Hitschke in the visiting team’s box and accused him of serious foul play. That - and Hitschkes reply - were the reasons, why that clean match saw two yellow cards, finally.

Full-time and Markkleeberg’s five goals to Zwenkau’s zero clearly showed the difference in the playing skills, not just depending on the different level.

Statistics:
Ground No. 333 (new ground; this season: 2)
Sporting event No. 860 (this season: 2)
Kilometres that day: 80 (bike)
Km this season: 130 (130 bike, 0 car, 0 public transport, 0 plane)
Number of football matches since the last goalless draw: 49
Number of weeks since the last week without any sporting event (Aug 1st-6th 2006): 157

For more photos see:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/BITTE%20HIER%20WEITER%20-%20FOTOS%20AB%2022-03-2009/090729%20Kickers%20Markkleeberg%205-0%20VfB%20Zwenkau/

Mittwoch, 29. Juli 2009

WE157I: Das erste Spiel der Saison 2009/2010; Fußball gab’s erst in Hälfte zwei

SV 1885 Teutschenthal 2:3 SG Rotation Halle
Dienstag, 28. Juli 2009 - Anstoßzeit 18.30
Testspiel (Kreisoberliga (9. Liga, 5. Amateurliga) - Landesklasse (8. Liga, 4. Amateurliga))
Ergebnis: 2:3 nach 92 Min. (45/47) - Halbzeit 0:1
Tore: 0:1 4. SG, 0:2 55. SG, 0:3 65. SG, 1:3 68. SV, 2:3 71. SV
Besondere Vorkommnisse: SV-Torwart hält Elfmeter in 69. Minute
Verwarnungen: keine
Platzverweise: keine
Stadion: Teutschenthal (Kap. 2.000)
Zuschauer: 50 (5 Gästefans)
Spielqualität: 5,0/10 (1. HZ schlecht, 2. gut)


Die neue Saison geht nahtlos in die alte über. Schon am Dienstag ging es in eine der bekanntesten Landstädte Deutschlands; Teutschenthal. Allerdings nicht zu einem Motocrossrennen, wofür dieser Ort so berühmt ist, sondern nur zu einem weiteren Saisonvorbereitungsspiel im Fußball. Vor dem Spiel schauten wir erst einmal am Schloss vorbei, dass erst 1883-85 erbaut wurde und somit ein Gründerzeitbau ist. Recht kitschig und im perfekten Zustand befindlich und mit schönem, weitläufigem gepflegten Park dahinter, wird es heute als Hotel genutzt. Laut Website kann man im Nebenhaus schon für 27€ (Einzel-) bzw. 46€ (Doppelzimmer) übernachten. Bei den Suiten im Schloss-Hauptgebäude ist man dann ab 88€ dabei.
Als zweite Sehenswürdigkeit haben wir den Wasserturm - den hatten wir erst für einen Bergfried gehalten, dann für einen historistischen Aussichtsturm - auf einem Hügel am Ortsrand (weithin zu sehen, der Aufstieg jedoch ist schwer zu finden, da zwei Trampelpfade mitten durchs Gebüsch die einzigen Wege hoch sind) ausgemacht. Rein kann man dann - aus Zeitmangel habe ich mir die Kletterei dann aber doch gespart - nur durch ein Fenster ca. 3m über dem Boden. Dort wurde die Versiegelung eingeschlagen und ein Seil befestigt.

Ein paar Minuten vor Anpfiff der Partie fanden wir uns dann im Stadion Teutschenthal ein, dass auf einer Längsseite teilweise sechs Stufen - schön mit ordentlich gemähtem Gras bewachsen - zu bieten hat. Durch den Graswall bietet die Anlage so etwa 2.000 Zuschauern Platz. 50 kamen heute, von denen aber keiner in Erscheinung trat. Ob die Zuschauer sonst aggressiver sind, weiß ich nicht, aber wenn ja, dann weiß ich, warum das komplette Spielfeld mit einem Drahtzaun abgesperrt ist, was für ein Stadion im mittleren Amateurbereich sehr ungewöhnlich ist.

Das Spiel ging langsam los, doch die erste Möglichkeit für die eine Klasse höher spielenden Gäste wurde gleich verwertet. Bis zur Halbzeit passierte aber leider kaum etwas. Ein wirklich schwaches Spiel.

Sofort nach der Pause wurde es allerdings besser. Nach einigen vergeben Chancen und einem zu Unrecht aberkannten Eigentor des Gastgebers stand es 10 Minuten nach dem Seitenwechsel durch einen schönen Schuss ins Eck 0:2. 10 weitere Minuten vergingen, ehe das 0:3 fiel und gleich darauf fiel auch der Anschlusstreffer der jetzt besser ins Spiel gekommenen Teutschenthaler. Danach wurde ein Foul an der Strafraumgrenze vom teils unsicheren Schiedsrichter als Elfmeter ausgelegt. Das Geschenk nahm der Spieler von Rotte jedoch nicht an bzw. der Torwart sprang schnell genug ins Eck. Nur wenige Minuten später erzielte Teutschenthal auch noch den Anschlusstreffer, doch der Ein-Tor-Vorsprung wurde von Rotation durch Druckaufbau und gute Verteidigungsarbeit über die Zeit gerettet. Genau in dem Moment, als der Schiedsrichter abpfiff, ging übrigens die Sirene der Feuerwache, die sich in der gleichen Straße wie das Stadion befindet, los.

Nach dem Spiel nahmen wir einen komplett anderen aber nur einen Kilometer längeren Weg von Teutschenthal nach Merseburg.

Statistik:
Ground Nr. 332 (neuer Ground; diese Saison: 1 neuer)
Sportveranstaltung Nr. 859 (diese Saison: 1)
Tageskilometer: 50 (Rad)
Saisonkilometer: 50 (50 Fahrrad, 0 Auto, 0 öffentliche Verkehrsmittel, 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 48
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 157

Fotos unter:
Der Ort Teutschenthal

SV 1885 - SG Rotation

Montag, 27. Juli 2009

Saisonzusammenfassung 2008/2009

Im Folgenden eine sicherlich zu ausführlich geratene Übersicht zur Saison 2008/ 2009. Vorweg das beste Sportfoto der besagten Saison: Es zeigt einen Fallrückzieher eines Spielers von Al-Mustaqbal Al-Marsa (Avenir Sportive de La Marsa) im Spiel gegen Gawafel Gafsa (1. Tunesische Liga).

Daten, Statistiken und Fakten:

Zurückgelegte Kilometer: 27.010 (12.810 Auto/ 5.670 Fahrrad/ 5.570 öffentliche Verkehrsmittel/ 2.960 Flugzeug)
Vgl. zu letzter Saison (07/08): 34.000; 28.620 per Auto/ 3.540 mit öffentliche Verkehrsmittel/ 1.840 mit dem Fahrrad

Die Anzahl der Wochen ohne Sport: 0
Die Gesamtserie ist somit bei: 156 Wochen mit mindestens 1 Sportveranstaltung (07/08: ebenfalls 0)

Anzahl der Sportveranstaltungen: 215
Damit im Durchschnitt: 4 (bzw. 3,98) Sportveranstaltungen je Woche
Besuchte Sportarten: 24; 114x Fußball, 16x Handball, 11x Volleyball, 10x Eishockey, 6x Radball, 4x Basketball, 3 Motoball, 3x Hallenhockey, 2x Radpolo, 2x Galopprennen, 1x Kickboxen, K1, Freefight, Muay Thai und je 1x Hallenfußball, Boxen, Triathlon, Rollhockey, Rollkunstlauf, Fußball in Turnierform (20-Minuten-Spiele), Wasserball, Turnen, Badminton und Futsal (07/08: 168 Sportveranstaltungen; 3,11 pro Woche)

Anzahl der erstmalig besuchten Grounds: 102
Damit auf 2,11 Spiele 1 neuer Ground. Neue Stadien in Deutschland: 27, Sportplätze in Deutschland: 50, Stadien in der Tschechischen Republik: 4, Fußballplätze in der Tschechischen Republik: 1, Stadien in Polen: 1, Stadien in der Slowakei: 1, Stadien in Ungarn: 1, Stadien in Tunesien: 4; andere Sportanlagen in Deutschland: 11, in der Tschechischen Republik: 1, in Polen: 1 (07/08: 92 Grounds; 1 neuer Ground auf 1,83 Spiele)

Neue Länderpunkte: 3 (Slowakei, Ungarn, Tunesien) (07/08: 3 LP)

Tag mit den meisten Spielen: 09.11.2008
(5 Fußballspiele in Halle/ Saale) (07/08: 4 Fußballspiele an einem Tag)
Wochenende (Samstag & Sonntag) mit den meisten Spielen: 08./09.11.2008
(6 Fußballspiele: Bamberg, 5x Halle) (07/08: 6)
Woche (Montag bis Sonntag) mit den meisten Spielen: 03.-09.11.2008
(6 Fußballspiele (s.o.) und 1x Eishockey in Halle) (07/08: ebenfalls 6x Fußball, 1x Eishockey)

Fußballstatistik:

Anzahl der besuchten Fußballspiele 144, erzielte Tore: 565, d.h. im Schnitt 3,92 pro Spiel. (07/08: 111 Spiele; 489 Tore = 4,41 Tore pro Spiel)
Anzahl der 0:0 Spiele in der Saison: 6 (akt. Serie: 47 Spiele ohne 0:0, längste Serie: 101 Spiele) (07/08: 3 0:0-Spiele)
Häufigstes Spielergebnis: 2:1 bzw. 1:2 (19x in 144 Spielen) (07/08: 2-0 bzw. 0-2 (15x in 111 Spielen))
Deutlichster Sieg: TSV Leuna 0-16 Hallescher FC (07/08: Eisdorf 0-18 HFC)
Meiste Tore ein einem Spiel: s.o. (07/08: 18)

Die Spielszene der Saison: Altherrenfußball; PNVG Merseburg-Querfurt 3:2 IMO Merseburg AH, Ecke PNVG: direkt von rechts, mittig gegen die Latte geschossen - der IMO Torwart kriegt den Ball auf den Nacken und dieser springt zum 2:1 ins Tor
Das schönste Tor der Saison: Treffer aus dem Anstoßkreis (45 Meter) von einem Spieler des SSV Kulkwitz im Testspiel gegen Kickers Markkleeberg II (beide 2. Stadtklasse): ohne aufzusetzen halbhoch ins Eck direkt neben den vom Torwart aus linken Pfosten (der zwischenzeitliche 2:2 Ausgleich)
Die Szene des Jahres am Spielfeldrand: Spiel zwischen Großgrimma und Leuna (Landesklasse) muss 35 Minuten später beginnen, da Leuna seine Trikots vergessen hatte
Die Fan-Aktion der Saison: Straßenschlacht nach dem Spiel in Sousse (Tunesien) zwischen Heimfans und Polizei

Zuschauerrekorde:
Höchste Zuschauerzahl: 23.000 (ausverkauft) bei Etoile du Sahel Sousse gegen Espérance de Tunis (Tunesien)
Beste Auslastung: s.o. und 160 Zuschauer bei 120 Plätzen in Sporthalle Zscherben (1. Bundesliga-Radballturnier, 133% Auslastung)
Wenigste Zuschauer: 5 (ESV Merseburg Old Stars 10-16 PNVG Merseburg-Querfurt)
Geringste Auslastung: s.o. (0,6% Auslastung)

Geldanlage für meine Eintrittskarten: 484,50 € (Pro Karte im Schnitt: 2,25 €) (07/08: 606€, 3.61€)
Teuerste Eintrittskarte: 19,50€ (SC Magdeburg - Stralsunder HV; 1. Handballbundesliga)
Billigste Eintrittskarte: 1€ für 2 Spiele (SG Leipzig-Bienitz Fußball und TSV Großkorbetha Handball)
Wie viel mal freier Eintritt? 74 Mal!

Erstmalig gesehene Sportarten sind diese Saison 6: Motoball (genialer Sport!!), Badminton (da gibt es echt Spannenderes), Rollkunstlauf (wenn Rollschuhe, dann lieber Rollhockey), Radpolo (Radball ist zwar rasanter, aber Radpolo ist auch ganz gut), Turnen (sehr schöne weil komplexe Sportart), Triathlon (Alles in Allem nicht so interessant; Radfahren ist der interessanteste Teil)
(07/08: 3)

Als Einschub sei hier das beste Fanfoto der Saison gezeigt: Hier ziehen die Aue-Fans ziemliche Show nach dem Spiel in Zwickau ab.

Es folgt eine Übersicht über die besten und miesesten Erlebnisse der Saison. Bei Kategorien wie „beste Mannschaft“ und „tollste Fans“ habe ich das Hauptaugenmerk auf Vereine gerichtet, die ich mehrfach in der Saison gesehen habe. Es erscheinen aber auch Vereine, die ich nur einmal besucht habe - dies jedoch nur, wenn die Leistung herausragend gut bzw. schlecht war. Beim Amateurfußball wurden nur die besten Mannschaften und Fans hervorgehoben, da der Unterschied in den Voraussetzungen zwischen 1. Bundesliga bis Regionalliga auf der einen, und Oberliga bis 3. Kreisklasse auf der anderen Seite, einfach zu groß ist. Da auch zwischen Oberliga und 3. Kreisklasse Welten liegen, habe ich noch die Unterteilung „obere Klassen“ = Oberliga - Landesklasse (5.-8.) und „untere Klassen“ = ab Kreis(ober)liga abwärts. Bei den Schiris wurde aufgrund geringerer Auswahl auf diese Unterteilung verzichtet, nicht jedoch bei den Spielern. Bei den Sportstätten wurde nach Plätze mit Ausbauten (Stadien) und solchen ohne getrennt und auch nur die Anlagen aufgelistet, die wir diese Saison zum ersten Mal besucht haben.
Bei den anderen Sportarten liegt aufgrund der Häufigkeit der Spielbesuche das Hauptaugenmerk auf Eishockey, Handball und Radball.
Bei den Sehenswürdigkeiten habe ich mich auf die positiven Auszeichnungen beschränkt.

Das war super und das nicht (Fußball):
Spielerisch beste Mannschaft: Espérance de Tunis (Taraji; feinste Technik aber trotzdem hartes Spiel, Kurzpässe sind der Hammer, offensiv eingestellt, recht guter Torabschluss)
Spielerisch schlechteste Mannschaft: Hallescher FC (Dass man so erfolgreich sein kann, obwohl man maximal 30 Minuten guten Fußball spielt und sonst nur bolzt, in Zeitlupentempo spielt und mauert, ist erschreckend)

Beste Fans: Espérance de Tunis (Taraji; recht geschlossen Partystimmung, hervorragende Rhythmen und Melodien, auch optische Aktionen, teils aggressiv)
Mieseste Fans: FK Jablonec (Sind ja eh selten Stimmungskanonen in CZ, aber Jablonec ist besonders langweilig: da kommt nix von den Rängen)

Bestes Spiel: Espérance (Taraji) Tunis 6:1 Al-Hilal As-Sahely Al-Hodayda (herausragende tunesische Technik gegen jemenitischen Kampfgeist: ein tolles Spiel, 9.5/10 Pkt.)
Schlechtestes Spiel: Eintracht Bamberg 0:0 Viktoria Aschaffenburg (ganz langweiliger, niveauloser Kick: 0,5/10)

Spielerisch beste Amateur-Mannschaft obere Klassen: TSV Leuna 1919 (nix Vereinsbrille: wenn ich sehe, wie die Landesklasse-Konkurrenz spielt bzw. auch die Mannschaften in Verbands- und Landesligen Sachsen-Anhalts, kann man nur Leuna mit ihren fast immer tor- und aktionsreichen Spielen auszeichnen; man bedenke, dass Leuna seit über 6 Jahren nicht mehr 0:0 gespielt hat (22.02. 2003: Großkorbetha 0-0 TSV Leuna) und von den letzten 100 Spielen in Landesklasse und -liga gewannen sie immerhin 61)
Spielerisch beste Amateur-Mannschaft untere Klassen: VSG Oppin (verlieren zwar ein bisschen oft, aber nicht nur die Ergebnisse, die ich bei fussball.de gelesen habe, sind eindrucksvoll, auch war es ihr schnelles und offensives Auftreten gegen SG Dornstedt)

Beste Fans obere Klassen: Erzgebirge Aue II und FSV Zwickau (zumindest gegeneinander in der Oberliga Hammerstimmung mit lauten Standard-Anfeuerungen, Pyro und Gepöbel)
Beste Fans untere Klassen: FSV Ilmtal Zottelstedt (Zwar nur durchschnittliche Zwischenrufe, aber für Kreisliga zahlreich (um die 100 Heimfans) und eigene Fanartikel vorhanden)

Bestes Amateur-Spiel obere Klassen: 1. FC Lok Stendal 2:3 VfL Halle 96 (viel Aktion vor den Toren, viel Bewegung und Spannung, gute Treffer)
Bestes Amateur-Spiel untere Klassen: TSV Holleben 3:2 SSV Landsberg II (unermüdlich rennen, ab und an unerwartete technische Feinheiten, viele Torszenen, immerhin 5 Tore: 7,5/10 Pkt.)

Schlechtestes Amateur-Spiel obere Klassen: MSV Eisleben 1:1 1.FC Romonta Amsdorf (ab der 75. wurde ordentlich gespielt, davor nur Scheiße: 2,0/10)
Schlechtestes Amateur-Spiel untere Klassen: BW Wallwitz 0:0 SG Dölbau (schlechter kann Fußball kaum sein, als die Scheiße, die diese beiden Versagermannschaften da abgeliefert haben 0,0/10 Pkt.)

Positiv auffälligster Profi-Spieler: Mikael Eneramo (Espérance Tunis, technisch hervorragend, extrem schnell, torgefährlich und für einen afrikanischen Spieler sehr diszipliniert)
Positiv auffälligster Amateur-Spieler: Nino Hammerschmidt (TSV Leuna, für Landesklasse enorm gute Standards, bringt immer Bewegung ins Spiel, ist für deutschen Spieler nur sehr undiszipliniert)

Negativ auffälligster Profi-Spieler: Najeh Braham (1. FC Magdeburg; nur am schauspielern, pöbeln und provozieren)
Negativ auffälligster Amateur-Spieler: Name mir nicht bekannt (SV Dölzig, asoziales Verhalten gegenüber Schiri und Linienrichtern ohne triftigen Grund: ua. Schuhe hinterher geworfen, bedroht und schwulenfeindlich beschimpft)

Bester Schiedsrichter: Name mir nicht bekannt (leitete am 6.10.08 Hallescher FC II - Grün-Weiß Piesteritz fehlerfrei, nicht zu streng, regelrecht cool)
Schwächster Schiedsrichter: Gunnar Melms (leitete am 27.5.09 FC Magdeburg - Hallescher FC; kaum eine Entscheidung richtig, einseitige Regelauslegung für FCM - ua. Elfmetergeschenk, unberechtigter Platzverweis gegen HFC - entschied somit das Landespokalfinale fast im Alleingang durch seine Fehlentscheidungen)

Schönstes Stadion: Ernst-Grube-Stadion Riesa (SC Riesa; doppelstöckige Tribüne, mit Unkraut bewachsene Stehränge, geräumig, abenteuerlich und altmodisch wirkend, eines der 10/10 Pkt.-Stadien)
Langweiligstes Stadion: Chance Arena (FK Jablonec, Name ist Programm, miesester 0815-Kommerzbau von minderwertigster architektonischer Sorte)

Schönster Sportplatz: Gemeindesportplatz Krumpa (KSV Lützkendorf; Graswälle, Bäume, Gestrüpp, heruntergekommene Zäune, in landschaftlich interessanter Lage, zwischen Tagebausee und Industriebrache)
Langweiligster Sportplatz: Sportplatz Gröst (SV Gröst; Freifläche auf einem Acker: da ist nichts drum herum - total langweilig)

Bestes Essen: Sportlerheim CFC Germania (Köthen; sehr gutes deutsches Essen zu sehr niedrigen Preisen) und SV Radefeld (für Stadionimbiss (kein Sportlerheim!) sehr gutes und vielseitiges Catering: von Currywurst bis Bulette und Pfefferminztee bis Schnaps - fast so stark wie Askania Nietleben in der Vorsaison) sowie Heuckewalder SV in der Kategorie „beste Bratwürste!“
Miesester Fraß: SV Riesa (Stadion geil, Catering nicht: nur Billig-Bier und schwammige Bockwurst mit Senf und ebenso schwammigem Brötchen)

Der schönste Fußballground: Das Stadion des SC Riesa.

Das war super und das nicht (anderer Sport):
Spielerisch beste Mannschaft: HC Litvínov (Eishockey, ein gutes Beispiel fürs unterhaltsame und starke tschechische Hokej, spielten eine hervorragende Saison)
Spielerisch schlechteste Mannschaft: Stralsunder HV (Die sollten das „H“ im Handball-Verein (HV) streichen: die lieferten beim SC Magdeburg eine Scheiße ab; unglaublich deren Spielniveau!)

Beste Fans: BV Chemnitz 99 (Dauergesang, Wunderkerzen, Kassenrollen - die haben die lächerlichen MBC-Fans nieder gesungen in der eigenen Halle. Hervorragende Stimmung für deutsches Basketball!)
Mieseste Fans: RSV Zscherben (Wie man bei einem packenden Radballturnier so langweilig sein kann: 100 Mann kriegen die Fressen nicht auf, obwohl sich ihre Mannschaft gerade eine Auseinandersetzung mit einer Gastmannschaft liefert. Gegenüber lärmenden Gästefans haben manche Klugscheißer aber auf einmal was zu melden. Da sind echt nur Langweiler und arrogante Arschlöcher in dem Publikum: selbst für Radballfans einfach nur erbärmlich!)

Bestes Spiel: Radballweltpokalturnier in Mücheln (Nicht nur ein bestimmtes Spiel war super, sondern das gesamte Turnier - So geht Radball!)
Schlechtestes Spiel: VC Bad Dürrenberg/ Spergau 1:3 TV Rottenburg (So geht NICHT Volleyball: ein derartig beschissenes Volleyballspiel musste ich mir noch nie zuvor antun)

Positiv auffälligster Spieler: Steffen Holzapfel (SV Friesen Frankleben Handball, erzielt massenweise Tore, für Oberligaspieler wirklich souverän)
Negativ auffälligste Spieler: Radball-Duo Ginsheim-Gustavsburg I (obwohl technisch sehr gut, mussten sie dauernd foulen und die Fresse aufreißen: ganz unsympathische Großmäuler!)

Bester Schiedsrichter: Name mir nicht bekannt (zwar nicht perfekt, aber für Handball sehr gut: leitete Naumburg-Stößen gegen BSV Magdeburg)
Schwächster Schiedsrichter: Name mir nicht bekannt (Klassischer Heimschiedsrichter: verhalf Queis II gegen Nietleben durch grobe Fehlentscheidungen in den letzten 3 Minuten zum Sieg. Typisch Handball!)

Bestes Essen: VfH Mücheln (aber nur bei Radballweltpokal, da dort stets große Auswahl an kleinen Gerichten - Buletten, Würsten, Nudelsalat, Fettbemmen - und auch Suppen und Kuchen)

Schönster Ground: Ernst-Grube-Halle (ua. VC Leipzig, denkmalgeschütztes, architektonisches Schmuckstück)
Langweiligster Ground: Sporthalle Domgymnasium Naumburg (HSV Naumburg-Stößen; 0815-Einheitsbrei mit sinnloser, weil zu niedriger Billig-Tribüne)

Die Sportarten-Neuentdeckung der Saison: Motoball!


Die 10 besten Sehenswürdigkeiten:
Wehrbau: Spišský hrad (herausragende, enorm große und schön gelegene slowakische Burg, Foto s.u.)
Kirche: Ossarium in Sedlec (Kutná Hora, CZ) - (Außen wenig spektakulär, Innen mit kunstvoll zusammen gebastelten Unmengen von menschlichen Knochen ausgestattet: Wahnsinn!)
Antike Stadt: Dougga (Riesige Ruinenstadt, gut erhalten)
Antikes Bauwerk: Theater El-Jem (Enormes Amphitheater, halbwegs gut erhalten, extrem eindrucksvoll)
Landschaft: Bergland im Raum Kalaat es-Senan (ua. Tableau de Jugurtha; enorme, grüne, interessant geformte Berge zwischen Tunesien und Algerien)
Stadtbild: Monastir (Geschmackvolle moderne und sehr schöne alte Gebäude, schöne Mittelmeerlage, auffällig freundliche Bevölkerung)
Dorfbild: Valeč (Überraschend schöner Barock-Ort mit zwei Kirchen und einem Schloss, schmiegt sich von Nadelwald umgeben an die Berge an)

Das Fazit zur Saison 2008/2009:

Die Saisonziele wurden - bis auf: mehr Länderpunkte als in der Vorsaison (auch dieses Jahr waren das nur 3) - erreicht: z.B. war geplant mindestens 100 neue Grounds zu machen, ein arabisches Land zu besuchen, mehr Spiele als im Vorjahr zu schauen und auch mehr Kilometer mit dem Fahrrad als mit der Bahn und anderen öffentlichen Verkehrsmitteln zurückzulegen. Da wir 102 neue Grounds besuchten, für 10 Tage nach Tunesien reisten, 215 Sportveranstaltungen sahen und auch ganze 5.670km mit dem Fahrrad zurücklegten (mit der Bahn etc. 100km weniger) kann man hier schreiben: Ziele erreicht!

Nächste Saison ist Folgendes geplant:

1. 7 neue Länderpunkte (Österreich, Liechtenstein, Schweiz, San Marino, Italien, Slowenien und Syrien - damit auch der 3. Kontinentpunkt), 2. Mindestens 108 neue Grounds bei mindestens 216 Sportveranstaltungen (somit Verhältnis 1:2 Grounds : Veranstaltungen), 3. Wieder mehr Kilometer mit dem Rad als mit der Bahn (mindestens 5.700 Radkilometer), 4. Die Serie mit den Wochen ohne Sportveranstaltungen nicht reißen lassen und 5. Bei den Eintrittskarten unter 500€ Unkosten bleiben!

WE157V: Zum Abschluss der Saison 2008/ 2009 ging’s nach Kulkwitz

SSV Kulkwitz 2:5 Kickers Markkleeberg II
Sonntag, 26. Juli 2009 - Anstoßzeit 15.00
Testspiel zweier Mannschaften der 2. Stadtklasse (11.Liga, 7. Amateurliga)
Ergebnis: 2:5 nach 92 Min. (45/47) - Halbzeit 1:2
Tore: 0:1 8. Nr. 13, 1:1 21. Nr. 2, 1:2 40. Nr. 8, 2:2 49. Nr. 17, 2:3 51. Nr. 15 (Eigentor), 2:4 70. Nr. 7, 2:5 88. Nr. 8
Verwarnungen: 2 Gelbe für Kulkwitz
Platzverweise: keine
Stadion: Sportplatz Kulkwitz (Kap. 1.115, davon 15 Sitzplätze)
Zuschauer: 50 (5 Gästefans)
Spielqualität: 5,0/10 (Durchschnitt)

Eigentlich war es angedacht die Saison 2008/ 2009 mit einem Motoballspiel ausklingen zu lassen, doch MSC Seelze überließ dem MBC 70/90 Halle den Sieg kampflos. 3:0. Da das Spiel rechtzeitig abgesagt wurde, disponierten wir am Vortag um und fuhren mit einigen Umwegen, auf denen unter anderem demnächst zu besuchende Grounds abgefahren wurden, nach Markranstädt. Allerdings schauten wir uns dort nicht diesen fürchterlichen Kommerzverein „Red Bull“ Leipzig an, sondern ein Testspiel zweier Mannschaften aus der 2. Kreisklasse: SSV Kulkwitz (Kulkwitz ist ein Ortsteil der an Leipzig grenzenden Kleinstadt) und Kickers Markkleeberg II, ausgespielt im schönen, kleinen Stadion von Kulkwitz.

Die Gäste machten von Anfang an Druck und trafen in der ersten Spielminute das Lattenkreuz. Nach acht Minuten verwerteten sie ihre vierte Torchance. Danach kamen die Gastgeber besser ins Spiel und erzielten in der Mitte der ersten Hälfte den Ausgleich. Bei Pause lagen sie jedoch in einem ordentlichen Spiel mit ein paar guten Zweikämpfen und recht vielen Szenen vorm Tor mit 1:2 hinten.
Nach der Pause dann ein Wahnsinnstor: das Tor des Jahres vom Kulkwitzer 17er, der den Ball aus dem Anstoßkreis aufs Tor zimmerte. Der Ball landete ohne vorheriges Aufsetzen halbhoch direkt neben dem Pfosten. Da guckte der Torwart ganz schön blöd... 2:2!
Gleich darauf erzielte Markkleeberg jedoch wieder die Führung, da ein Spieler den Ball von der Torauslinie kratzte und wild in den Strafraum semmelte. Der 15er bekam ihn an den Bauch und der Ball prallte ins Kulkwitzer Tor. Das 2:4 20 Minuten vor Schluss war die Entscheidung. Das 2:5 war dann der Schlusspunkt dieses zu hoch ausgefallenen Sieges für Markkleebergs Zweite. 2:3 oder 3:4 wäre gerechter gewesen.

Auf direktem Wege und ohne besondere Vorkommnisse ging es dann zurück nach Merseburg. Das nächste Spiel wird noch einmal ein Vorbereitungsspiel sein: SV 1885 Teutschenthal empfängt Rotation Halle (Dienstag), dann Kickers Markkleeberg wieder - allerdings die I. und auch Zuhause - und am Freitag geht es dann nach Polen. Zwei weitere große Wochenendfahrten folgen. Folgen tut auch in ein paar Stunden noch eine Übersicht zur jetzt vergangenen Saison 2008/ 2009.

Statistik:
Ground Nr. 331 (neuer Ground; diese Saison: 102 neue)
Sportveranstaltung Nr. 858 (diese Saison: 215)
Tageskilometer: 80 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 27.010 (12.810 Auto; 5.670 Fahrrad; 5.570 Öffentliche Verkehrsmittel; 2.960 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 47
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 156

Fotos unter:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/BITTE%20HIER%20WEITER%20-%20FOTOS%20AB%2022-03-2009/090726%20SSV%20Kulkwitz%202-5%20Kickers%20Markkleeberg/

Sonntag, 26. Juli 2009

WE156IV: 430 Minuten Fußball in Leuna und Nempitz

TSV Leuna 1919 II 3:4 Eintracht Bad Dürrenberg
Samstag, 25. Juli 2009 - Anstoßzeit 9.30
Testspiel (Kreisoberliga (9. Liga, 5. Amateurliga) vs 1. Kreisklasse (11. Liga, 6. Amateurliga))
Ergebnis: 3:4 nach 90 Min. (45/45) - Halbzeit 2:1
Tore: 1-0 3. Grunenberg, 1-1 38. n.b., 2-1 43. Schladebach, 2-2 60. n.b., 2-3 67. n.b., 2-4 75. n.b., 3-4 82. Hunold
Verwarnungen: keine
Platzverweise: keine
Stadion: Hockeyplatz Stadion des Friedens (Kap. 2.000, davon 180 Sitzplätze)
Zuschauer: 8 (0 Gästefans)
Spielqualität: 3,0/10 (mäßig)

Den Auftakt zu diesem Fußballspiele-Marathon machte das Vorbereitungsspiel der zweiten Leunaer Männermannschaft. Die meisten Vorbereitungsspiele von ihnen liefen ja recht unvorteilhaft vom Ergebnis her. Nach einem Sieg gegen den Krumpaer SV Lützkendorf hätte man zwar hier auch einen Sieg erwarten können, aber nach einem guten Beginn lief nicht mehr viel zusammen. Gegen den zwei Klassen tiefer spielenden Nachbarort blamierte man sich in der zweiten Halbzeit. Von 2:1 auf 2:4. Das 3:4 war nur noch Ergebniskosmetik. Keine Ahnung, was mit der Zweiten los ist und wie die die Kreisoberliga halten wollen.


TSV Leuna 1919 7:2 Blau-Weiß Klieken
Samstag, 25. Juli 2009 - Anstoßzeit 11.30
Testspiel zweier Landesklassevertretungen (8. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 7:2 nach 90 Min. (45/45) - Halbzeit 3:1
Tore: 1:0 2. Chris Prorok, 2:0 12. Kevin Degner, 3:0 20. Kevin Degner, 3:1 43. Nr. 11, 4:1 55. Kevin Degner, 5:1 67. Joao Pires, 6:1 68. Franz Motz, 6:2 Nr. 11, 7:2 85. Niki Lorbeer
Verwarnungen: keine
Platzverweise: keine
Stadion: Hockeyplatz Stadion des Friedens (Kap. 2.000, davon 180 Sitzplätze)
Zuschauer: 40 (0 Gästefans)
Spielqualität: 7,0/10 (gut)

Die erste Mannschaft war deutlich erfolgreicher. Auch sie startete mit einem frühen Treffer ins Spiel, doch wusste - im Gegensatz zur zweiten Mannschaft - die Kunstrasen-Unerfahrenheit des Gegners auszunutzen. Innerhalb der ersten 20 Minuten erzielte Leuna drei Tore, was so etwas wie eine Vorentscheidung war. Erst in den letzten 10 Minuten vor der Pause wurde Klieken besser und aktiver vorm TSV-Tor. Immerhin ein Treffer sprang für die Gäste aus der Staffel 4 (Leuna spielt Staffel 6) heraus.
Nach der Pause erzielte der TSV innerhalb von 11 Minuten drei Tore. Etwas Ergebniskosmetik gab es postwendend nach dem 6:1. Das 7:2, was der Endstand der Partie sein sollte, fiel dann kurz vor Abpfiff dieser gutklassigen Partie - die Abwehr von Klieken mag zwar ein Hühnerhaufen gewesen sein und die Gäste auf dem ungewohnten Belag klar unterlegen, doch Leuna wusste bis auf zwei grobe Abwehrfehler mit Druckaufbau, Zweikampfverhalten und guter Chancenverwertung zu überzeugen: deshalb gutklassig - auf rutschigem, nassen Kunstrasen. Man spielte nur deshalb auf dem fürchterlichen Hockeyplatz, da man den Halbprofis vom HFC und FK Turnovo nicht den Rasen des Hauptplatzes zertreten wollte. Mehr dazu gleich...


Hallescher FC 3:1 FK Turnovo (ФК Турново)
Samstag, 25. Juli 2009 - Anstoßzeit 14.00
Testspiel (Regionalliga (4. Liga, Halbprofiliga) vs Makedonska Prva Liga (1. Liga Mazedonien))
Ergebnis: 3:1 nach 90 Min. (45/45) - Halbzeit 3:1
Tore: 0:1 16. Gorgiev, 1:1 24. Neubert, 2:1 29. Kanitz (Handelfmeter), 3:1 34. Kanitz
Verwarnungen: Schubert (HFC), Masev, Miloševič, Shishkov (Turnovo)
Platzverweise: Pandev (88. Angriff gegen Schiedsrichter)
Stadion: Stadion des Friedens (Leuna, Kap. 5.000)
Zuschauer: 350
Spielqualität: 5,5/10 (Etwas besseres Testspiel)

Der HFC spielte an diesem Samstag ihr Testspiel in Leuna aus. Der Test wenige Wochen zuvor beim TSV Leuna hatte ihnen so gut gefallen - die Leunaer Anlage ist sehr modern und auf besten Stand ohne jedoch langweilig und charakterlos wie die üblichen 0815-„Arenen“ zu sein - dass sie wiederkommen wollten.
Der Gast kam aus Mazedonien und hatte sich schon beim 3. Bundesligisten Rot-Weiß Erfurt mit einem knappen Sieg Respekt verschafft.
Am heutigen Tag versagte der aus einem Kaff von 2.400 Einwohnern nahe Bulgarien im Osten Makedoniens stammende Erstligist, der in der letzten Saison zum ersten Mal in der Prva Liga spielte, was sie nicht nur dem Geld des Sponsors Horizont (Wettanbieter) zu verdanken haben, jedoch völlig.
Nach 16 Minuten hatten sie zwar ihre erste Torchance, nachdem der HFC schon drei Mal gefährlich vorm makedonischen Tor erschien, und konnte sie direkt nutzen, da drei Spieler in der HFC-Abwehr richtig große Scheiße ablieferten, aber wenige Minuten später zeigte mein „Lieblings“spieler Neubert die beste Aktion die ich von ihm je gesehen habe: einen starken Kopfball der zum Ausgleich ins Tor flog. Nach dem Treffer und dem sonstigen Auftreten von ihm in den vergangenen Spielen nach Saisonende, würde ich ja verstehen, wenn HFC-Trainer Sven Köhler ihn die ersten Saisonspiele spielen lassen würde. Ansonsten bin ich ja immer noch dafür, einen Stürmer, der wirklich Fußballspielen kann, an seiner statt zu suchen...
Wie auch immer. Der HFC spielte jetzt den halbprofessionellen Gast aus dem Südosten Europas locker aus. Mit einem berechtigten Elfmeter und einer schön heraus gespielten Chance erzielte Nico Kanitz gleich zwei Tore innerhalb von fünf Minuten.
Nach der Pause stellte sich der HFC hinten rein - eine ganz neue Taktik von ihnen, Wahnsinn! - und lies die Makedonier zu ein paar Chancen kommen. Mehrere gefährliche Konter gab es auch auf Seiten des HFC, diese landeten jedoch nicht im Ziel.
Highlights in der zweiten Halbzeit waren wie gesagt ein paar Chancen, aber auch das Verhalten der sichtlich gefrusteten Makedonier, die jetzt die Bälle weg schlugen, sinnlos foulten und provozierten und sich als Höhepunkt auch noch einen Angriff auf den weitestgehend sicheren Schiri leisteten: erst pöbeln, dann anrempeln. Glatt Rot für den Vollpfosten!
Die Niederlage für FK Turnovo lässt sich übrigens 1. mit dem teils wirklich guten Spiel des HFC erklären und 2. auch mit der Überheblichkeit aus dem Sieg gegen den eine Klasse höher spielenden FC Rot-Weiß Erfurt.
Außer dem Spiel gibt es hier nicht viel zu beschreiben. Höchstens die gute Qualität der Bratwürste sollte erwähnt werden. Und natürlich die Spaß-Schlägerei der beiden kleinen Ultragruppen des HFC, die sich einfach auf der Gegentribüne zum Bälzen trafen. Der Schiri mussten wegen ihnen in der 20. auch kurz unterbrechen, weil sie sich von der Tribüne auf die Laufbahn ausgedehnt hatten bei ihrem kindisch wirkenden 3 vs 3 Match.
Drei Fußballspiele reichen uns manchmal noch nicht. Also ging es weiter!



Turnier in Nempitz
Samstag, 25.Juli 2009 - Anstoß 1. Spiel: 15.00
2x20-Minuten-Turnier (Großfeld)
Ergebnisse:
Wahren 2:1 Langendorf, Nempitz 0:1 Niemberg
Wahren 3:1 Niemberg, Nempitz 1:1 Langendorf
Nempitz 1:2 Wahren, Langendorf 2:0 Niemberg
Tore: 15 (2,5 pro Spiel)
Verwarnungen: keine (?)
Platzverweise: keine (?)
Sportplatz: Nempitz (Kap. 1.000)
Zuschauer: 30
Spielqualität: 5,0/10 (Durchschnitt)

Endstand des Turniers:
1. TSV 1893 Leipzig-Wahren (1.Stadtklasse) 7:3/ 9
2. Grün-Weiß Langendorf (Kreisoberliga) 4:3/ 4
3. TSV 1910 Niemberg (2.Kreisklasse) 2:5/ 3
4. FC Nempitz 2001 (1.Kreisklasse) 2:4/ 1

Zum Abschluss des Tages besuchten wir dann noch das Turnier im 12km entfernten Nempitz. Der starke Wind trieb uns mit einem 30er-Schnitt dort hin.
Versteckt hinter einer Häuserreihe im kleinen Dorf Nempitz liegt der Platz des FC 2001. Zu drei Seiten ist die winzige Sportanlage von Hecken und kleinen Bäumen bzw. ausgedehnten Feldern umgeben.
Wir kamen kurz vor Beginn des dritten Spiels. Leipzig-Wahren spielte gegen Niemberg. Was beide Seiten da zeigten, war ganz gut. Etliche Torszenen - mit 3:1 sollte es auch das torreichste Spiel des Turniers sein - und vor allem viele Zweikämpfe: manchmal etwas zu beherzt...
Danach spielte der Gastgeber gegen Langendorf, die wohl eher mit der zweiten Reihe angetreten waren. Auch die Gastgeber, so versicherten uns andere Zuschauer, waren nicht in voller Besetzung (fünf wichtige Spieler verletzt oder verhindert). Das Spiel war aber ebenfalls ganz gut. Am Ende hatte Nempitz etwas Glück, noch den einen Punkt gegen den aktiveren Gegner aus Langendorf behalten zu haben.
Wahren machte dann im Spiel gegen Nempitz den Turniersieg klar. Es dauerte jedoch eine Weile, ehe der überlegene Favorit den Gastgeber niederringen konnte. Nach einer 1:0 Führung hätte Nempitz fast bis in die Pause gerettet, doch der Ausgleich kam in der 19. Minute. Drei Minuten vor dem Ende gab es ein etwas hartes Einsteigen von beiden Seiten. Zwei Nempitzer blieben im Strafraum liegen, die Wahrener erzielten ein Tor, der Schiedsrichter gab erst Anstoß (also Tor) und überlegte es sich dann doch noch mal anders, was für Ärger bei Wahren sorgte. Wie auch immer: Wahren erzielte dann in der Schlussminute doch noch den Siegtreffer. Der Ball wurde über die Linie gedrückt aus etwa 30cm Entfernung...
Beim letzten Spiel zwischen Langendorf und Niemberg, was das schwächste der vier von uns gesehenen Spiele war, was sicherlich mit der Turnierlänge zu tun hatte, glänzte dann der andere Schiri mit fragwürdigen Entscheidungen, ohne jedoch das Ergebnis zu beeinflussen. 2:0 siegte Langendorf problemlos.
Zur Siegerehrung gab es dann für alle Mannschaften je einen Pokal und für den Sieger zusätzlich noch einen Kasten Bier. Das ist noch richtiger Amateurfußball!

So endete also ein wirklich gelungener Tag, an dem wir erstaunliche 430 Minuten Fußball sahen.


Statistik:
Ground Nr. 330 (ein neuer Ground; diese Saison: 101 neue)
Sportveranstaltung Nr. 857 (diese Saison: 214)
Tageskilometer: 40 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 26.930 (12.810 Auto; 5.590 Fahrrad; 5.570 Öffentliche Verkehrsmittel; 2.960 Flugzeug)
Anmerkung: Jetzt wäre das letzte offene Saisonziel erreicht: Mehr Kilometer mit dem Fahrrad, als mit den öffentlichen Verkehrsmitteln!
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 46
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 156

Fotos unter:
TSV Leuna II - Eintracht Bad Dürrenberg
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/BITTE%20HIER%20WEITER%20-%20FOTOS%20AB%2022-03-2009/090725a%20TSV%20Leuna%20II%203-4%20Eintracht%20Bad%20Duerrenberg/

TSV Leuna 1919 - Blau-Weiß Klieken
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/BITTE%20HIER%20WEITER%20-%20FOTOS%20AB%2022-03-2009/090725b%20TSV%20Leuna%207-2%20Blau-Weiss%20Klieken/

Hallescher FC - FK Turnovo
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/BITTE%20HIER%20WEITER%20-%20FOTOS%20AB%2022-03-2009/090725c%20Hallescher%20FC%203-1%20FK%20Turnovo/

Turnier in Nempitz
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Freitag, 24. Juli 2009

WE156III: Und noch mal ein 2:0 Sieg Leunas in Meuschau

SV Merseburg-Meuschau AH 0:2 TSV Leuna 1919 AH
Freitag, 24. Juli 2009 - Anstoßzeit 18.00
Freundschaftsspiel Alte Herren
Ergebnis: 0:2 nach 68 Min. (35/33) - Halbzeit 0:1
Tore: 0:1 22. Bartnicek, 0:2 60. Mario Melchior
Verwarnungen: keine
Platzverweise: keine
Sportplatz: Am Kanal (Kap. 1.000)
Zuschauer: 12 (2 Gästefans)
Spielqualität: 5,0/10 (Durchschnitt)

Am Freitag stand noch ein weiteres Spiel zwischen Meuschau und Leuna an, diesmal ein Spiel der Altherrenmannschaften. Auf dem Weg in Merseburgs idyllischen Vorort bekamen wir einmal genitalste Busfahrerkunst zu sehen: Behindert der Spast uns doch glatt durch Kurvenschneiden und nimmt dann auch noch einem Pflegedienstauto die Vorfahrt! Man müsste meinen, der Fahrer sei zugekifft gewesen, doch aggressives Fahrverhalten ist auch unter fahrtüchtigen Fahrern der PNVG M-Q Standard. Ach so: Berufsstände können übrigens nicht beleidigt werden, sodass pauschale Kritik am Verhalten von Firmenmitarbeitern nicht vereinsschädigend ist - falls es da Unklarheiten gab, Herr Vereinspräsident.

Jetzt aber zum Spiel, das wir wegen Regen von den überdachten Stehplätzen aus - soll heißen: unter dem Vordach des Gerümpelschuppens - verfolgten: Leuna war nur in der Anfangsphase besser und Meuschau kam nach und nach ins Spiel. Weit vor der Pause jedoch noch, erzielte Bartnicek das 0:1. Von da an hatte allerdings Meuschau die größeren Spielanteile und Chancen. Zu einem weiteren Treffer kam es nicht bis zur Pause.
In der zweiten Halbzeit war dann bis zur 55. etwa nur noch Meuschau am Drücker, schaffte es aber nicht den Ausgleich zu erzielen. Auch ein schöner Seitfallzieher eines Meuschauers ging übers Tor. Auch einige Leunaer glänzten immer wieder mit schönen Aktionen wie Flugkopfbällen. Auch Mario Melchior glänzte wieder - sein Vater übrigens glänzte auch: er spielte diesmal die komplette Spielzeit durch, ging oft schön dazwischen und legte mehrfach gut auf - mit einem Tor. Ab der 60. - nach dem 0:2 also - war dann auch Leuna wieder überlegener. Eben erwähnter Junior hätte übrigens auch im Alleingang mal wieder das halbe Dutzend voll machen können, wenn er vorm Tor nicht immer so sehr an die Mitspieler denken würde und kurz vor der Torlinie noch quer passen täte.

Aber Chancenverwertung hin, Chancenverwertung her; wichtig war auch, dass die Abwehr den überraschend gleichwertigen, streckenweise sogar klar besseren Meuschauern standhielt. So kann Leuna erneut einen Sieg verbuchen. Schade, dass keine Altherrenliga, wie es sie in Leipzig z.B. gibt, für unseren Kreis Merseburg (neuerdings auch Saalekreis genannt) existiert. Da hätte Leuna - sieht man nicht nur die Zahl der Siege sondern auch die besiegten Gegner: renommierte Teams wie der VfB IMO z.B.; und Leunas allgemein wirklich gute Spielweise - eine echte Chance auf den Titel!

Statistik:
Ground Nr. 329 (kein neuer Ground; diese Saison: 100 neue)
Sportveranstaltung Nr. 853 (diese Saison: 210)
Tageskilometer: 10 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 26.890 (12.810 Auto; 5.570 Öffentliche Verkehrsmittel; 5.550 Fahrrad; 2.960 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 43
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 156

Fotos unter:
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Mittwoch, 22. Juli 2009

WE156II: Sieg am Kanal durch Kevins Doppelpack

SV Merseburg-Meuschau 0:2 TSV Leuna 1919
Mittwoch, 22. Juli 2009 - Anstoßzeit 18.30
Testspiel (Kreisliga (10. Liga, 6. Amateurliga) vs Landesklasse (8. Liga, 4. Amateurliga))
Ergebnis: 0:2 nach 90 Min. (45/45) - Halbzeit 0:0
Tore: 0:1 53. Kevin Degner, 0:2 76. Kevin Degner
Verwarnungen: keine
Platzverweise: keine
Sportplatz: Sportplatz am Kanal (Kap. 1.000)
Zuschauer: ca. 70 (35 Gästefans)
Spielqualität: 4,0/10 (Unterm Durchschnitt)

Am Mittwochabend stand das nächste Vorbereitungsspiel an, wobei der TSV Leuna 1919 zugast beim SV Merseburg-Meuschau war. Das Spiel fand wie gewöhnlich auf dem Sportplatz am Kanal statt, der den ungefähr 70 Zuschauer, von denen die Hälfte aus bzw. für Leuna war, mit seiner Baumreihe auf zwei Seiten Schatten bot. Dafür musste man auch 1,50€ abdrücken. Die Bulette war ähnlich überteuert, aber nicht mal besonders gut. Aber für 1€ kriegt man leider kaum noch Amateurspiele zusehen und Roster oder so was im Brötchen auch nicht.
Auch das Spiel war nicht besonders gut, wobei man sagen muss, dass Meuschau bis auf wenige Male zu Beginn der ersten Halbzeit kaum über die Mittellinie hinauskam und Leuna alleine das Spiel machte. Doch Carsten Arndt semmelte den ein oder anderen Ball über die Latte, Nino köpfte gleich zwei Mal aufs Tor, wobei einmal der Meuschauer Keeper hervorragend reagierte und das andere Mal die Latte zu tief hing, und unser Portugiese Joao spielte sich entweder selbst aus oder gab dann den Ball freundlich an den Torwart zurück.
So stand es bei Halbzeit 0:0 und hätte Kevin Degner nicht zwei sauber ins Eck gesetzte Buden gemacht, wäre das Spiel aufgrund der schwachen Chancenverwertung des TSV 0:0 ausgegangen. Nach den beiden Treffer sah dann auch Frau Degner ein, dass der Kevin keine Brille braucht...

Die Chancenverwertung mag zwar schlecht gewesen sein, doch Leunas läuferische Anstrengungen sollten an dieser Stelle auf jeden Fall gewürdigt werden: mit viel Bewegungen brachten die Gäste aus Leuna nämlich auch viele Angriffe nach vorne, was einen Dauerdruck aufs Meuschauer Tor zur Folge hatte.
Nächsten Samstag heißt es dann: noch mal gegen einen Landesklassevertreter in der Saisonvorbereitung glänzen und ab Ausgust dann Ninos Sperre und mehrere andere Ausfälle - auch Prorok war immer torgefährlich und ist derzeit verletzt, Joao soll auch gesperrt sein - kompensieren und sich in der neuen Landesklassesaison möglichst gut schlagen. Aufgrund der Neuordnung und Reduzierung der Landesklasse von neun auf sechs Staffeln, sollte man nicht mehr erwarten, als das Erreichen eines einstelligen Tabellenplatzes, und zwar ein einstelliger Platz, der näher an der 9 als der 1 dran ist.


Statistik:
Ground Nr. 329 (kein neuer Ground; diese Saison: 100 neue)
Sportveranstaltung Nr. 852 (diese Saison: 209)
Tageskilometer: 10 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 26.880 (12.810 Auto; 5.570 Öffentliche Verkehrsmittel; 5.540 Fahrrad; 2.960 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 42
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 156

Fotos unter:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/BITTE%20HIER%20WEITER%20-%20FOTOS%20AB%2022-03-2009/090722%20SV%20Merseburg-Meuschau%200-2%20TSV%20Leuna%201919/

WE156I: A pre-season match in Leipzig; SSV Stötteritz is out of Chemie Leipzig’s league

BSG Chemie Leipzig 1:8 SSV Stötteritz
Tuesday, 21st July 2009 - kick-off time 19.00
Pre-Season (2. Stadtklasse Leipzig (11th level, 6th amateur level) vs Bezirksliga Leipzig (7th level, 2nd amateur level))
Result: 1:8 after 90 min. (45/45) - Halftime 0:5
Goals: 0:1 15th, 0:2 22nd, 0:3 24th (own goal), 0:4 36th, 0:5 41st, 0:6 58th, 0:7 63rd, 0:8 73rd, 1:8 80. Kevin Kieb
Bookings: one yellow cards BSG
Sent-offs: none
Stadium: Willi-Kühn-Sportplatz 2 (cap. 1,000)
Attendance: 150 (10 away fans)
Match quality: 6.0/10 (Above the pre-season average)

The team we watched today has a very interesting background. BSG Chemie Leipzig - the former name, used in the GDR, of what is nowadays FC Sachsen Leipzig - is not a re-foundation of a renamed club, but a new foundation relating to the old club, Lok Leipzig’s all times rival.
The founders are outlawed and frustrated organised supporters of FC Sachsen Leipzig that want to fight for their ideas and ideals in that way. Maybe it is really the best way to show your dissatisfaction for commercialised professional football by founding an amateur team.
The project worked well in the past season: BSG Chemie dominated the 3. Stadtklasse Leipzig, the 12th and lowest level, by winning almost every match. Consequently, they gained promotion to level 11 (2. Stadtklasse).
Today, they had to play against a superior opponent who is well established in the 2nd amateur division. Nonetheless, Chemie was the better team in the first quarter of an hour. The first good scene of Stötteritz was used for scoring the very first goal. Two stupid mistakes in the defence later and Stötteritz added two more goals to their tally. Until half time, SSV scored twice again, so 0:5 was the far too high result after 45 minutes.
In the second half, Stötteritz scored three goals within 15 minutes. Chemie did not even have a single scoring chance during that time when Stötteritz showed why they are in the Bezirksliga. Deservedly, Chemie used their only chance between the 40th and 80th minute: Kevin Kieb scored the consolation goal.
1:8 was the final result. 150 fans watched that nice match - in regular season matches, Chemie is supported by up to 500 fans (an extraordinary high number in that division): Ultra style support of course! This time, the admission fee of 2€ was quite high, but nonetheless neither too high (their neighbouring club SpVgg 1899 are real hustlers), nor unjustified.

Statistics:
Ground No. 329 (new ground; this season: 100)
Sporting event No. 851 (this season: 208)
Kilometres that day: 70 (bike)
Km this season: 26,870 (12,810 car/ 5,570 public transport/ 5,530 bike/ 2,960 plane)
Number of football matches since the last goalless draw: 41
Number of weeks since the last week without any sporting event (Aug 1st-6th 2006): 156

For more photos see:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/BITTE%20HIER%20WEITER%20-%20FOTOS%20AB%2022-03-2009/090721%20BSG%20Chemie%20Leipzig%201-8%20SSV%20Stoetteritz/