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Donnerstag, 14. August 2014

W420II: Landespokal Brandenburg; der Pokalfavorit zugast in Miersdorf-Zeuthen

SC Eintracht Miersdorf/ Zeuthen 1912 ........................... 0
FC Energie Cottbus ........................................................... 4
- Datum: Mittwoch, 13. August 2014 – Anstoß: 18.00
- Wettbewerb: Landespokal Brandenburg, sogenannter „Krombacher Pokal Brandenburg” (Verbandsliga Brandenburg, 6. Spielklasse, 1. Amateurliga gegen 3. Liga, 3. Profifußballliga)
- Ergebnis: 0-4 nach 91 Min. (46/45) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 18. Fabian Pawela, 0-2 50. Zbynek Pospech, 0-3 70. Zbynek Pospech, 0-4 86. Zbynek Pospech
- Verwarnungen: Matthias Klatt (SCE MZ); Christopher Lemke (FC Energie)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Wüstemarker Weg (Miersdorf, Kap. 1.250, davon 250 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 1.000 (darunter gut die Hälfte erkennbare Cottbuser)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Gutes Landespokalspiel das aufgrund der eher schwach besetzten Profitruppe aus Cottbus von den Gastgebern im Rahmen gehalten werden konnte)  
Photos and English Commentary:
a) Football Cup of Brandenburg: Eintracht Miersdorf-Zeuthen lost to FC Energie Cottbus
b) Sightseeing in Central Brandenburg: Heinsdorf-Niebendorf Church, Ließen Church and Wood, Stülpe Palace, Baruth/ Mark Palace, Neuhof bei Zossen Palace, Zossen Palace, Schulzendorf Palace, Groß Kienitz Church, Blankenfelde Church 
c) SOVIET ERA MONUMENTS IN BRANDENBURG: Kummersdorf-Gut Barracks & Research Institute, Baruth Tank Monument, Wünsdorf Barracks, Waldstadt Bunkers

Ein vorgezogenes Erstrundenspiel des Brandenburger Landespokals an einem Ferientag in einem sehr originellen Stadion in einer Gegend des Bundeslandes, die ich noch nicht so gut kenne? Nichts wie hin!

Meistens stelle ich ja hier Burgen, Schlösser und historische Altstädte vor, aber in der Mark und im Fläming gibt es auch eine ganze Menge historischer Militäreinrichtungen. Bevor ich mich dieser Kasernenstädte widmete, fuhr ich erst einmal (über Landstraßen via Torgau und Herzberg) an Dorfkirchen wie der im Wiederaufbau befindlichen in Heinsdorf-Niebendorf und der barocken, sehr gut erhaltenen in Ließen, sowie an der teils als Wüste zu bezeichnenden Heide am Golmberg vorbei nach Stülpe, da es dort ein Schloss gibt. Das ist in hervorragendem Zustand und wenn das Tor offen ist, ist der Besitzer da und man darf auch mal reingucken.

Dann stand aber schon das erste Militärmonument auf dem Programm: die frühere Heeresversuchsanstalt und spätere sowjetische Logistikausbildungsstätte Kummersdorf-Gut. Recht halbherzig abgesperrt, die ganze Anlage – verfallene Wohnblocks, Fabrikgebäude, ein Bahnhof mit Gleisen. Also hier haben wohl mal bis zu 10.000 Menschen gelebt – wie das aussieht, wenn hier – wie jetzt – nur noch knapp über 300 Leute leben, kann man sich schon vorher lebhaft vorstellen.

In Baruth/ Mark gibt es einen interessanten Schlosskomplex mit etwas undefinierbaren Bauten (ein saniertes Renaissancegebäude mit seltsamen Fachwerkbrückenanbau und daneben eine Villa aus dem 19. Jahrhundert mit drei neueren Anbauten), einen etwas kahlen zentralen Platz mit Backsteinkirche und Postsäule und außerdem ein sowjetischer Friedhof mit Monument und zwei Panzern.

In Neuhof bei Zossen ist das in Privatbesitz befindliche Schloss kaum der Rede wert. Die besten sowjetischen Sachen gibt es wenige Kilometer weiter nördlich in Wünsdorf: auch hier wurde nur halbherzig abgesperrt und die Gebäude sind richtig groß. Leerstehende Wohnblocks, Kasernen, Verwaltungsgebäude. Vorm wuchtigsten Verwaltungsgebäude kann man noch mit Mühe das Stadion erkennen, genau dazwischen steht eine Leninstatue. Im Ortsteil Waldstadt gibt es massenhaft Bunker und ein weiteres Stadion: dieses sogar mit Eingangsportal, zwei Stehtribünen und einer Ehrenloge, die auf einem gewaltigen Sockel steht. Also ein bisschen Mähen, dann zwei Tore aufstellen oder auch ein Cricketfeld oder einen Rugbyplatz draus machen – und schon kann man das Stadion wieder nutzen! Schade, dass Wünsdorf mit seinem Verein auf einem Platz in der zivilen Siedlung spielt!

Noch ein Stopp in Zossen, wo ich allerdings schon mal war und noch kurz am Schloss in Schulzendorf vorbei – einen schicken Turm mit Holzumgang hat das Ding! – und dann ging es zum Fußball nach Zeuthen, einem ziemlich gesichtslosen Kaff. Im Ortsteil Miersdorf gibt es aber ein sehr schönes Stadion!  
Für angemessene 6€ (Tribüne 8€) konnte man das Teil betreten: was es von einem normalen Brandenburger Dorffußballplatz (wichtig: rundherum Kiefern) unterscheidet, ist vor allem die Tribüne. Also so eine bequeme Tribüne – die Sitze müssen aus einem Zug oder Bus stammen – habe ich noch nie gesehen! Auch nicht schlecht sind die Anzeigetafel und die ganzen gusseisernen Schriftzüge, besonders der Willkommensgruß zwischen den beiden Wechselbänken.

Eigentlich bin ich gegen die Teilnahme von Profivereinen an Landespokalwettbewerben. Streng genommen dürften dem Namen nach ja nur Vereine, die auf Landesebene (also in Brandenburg Verbandsliga abwärts teilnehmen). Es würde da mehr Sinn machen, den DFB-Pokal zu vergrößern mit Regionalpokalen (Regional- und Oberligisten sowie Amateurpokalsieger) als Vorrunden. Aber wenn man einfach im Landespokal auf einen regional populären Proficlub treffen kann, ist man als Verein natürlich froh – auch wenn man weiß, dass man als Verbandsligist nicht die Spur einer Chance hat, mal das ganz große Los: 1. Runde DFB-Pokal mit Bundesligateam, zu ziehen.

Entsprechend voll wurde es heute auch: die Tribüne war bis auf den letzten Platz besetzt und außer hinter dem einen Tor und vor der Tribüne, standen die Fans dicht an dicht hinter der Bande. Also 1.000 Zuschauer waren das auf jeden Fall – das dürfte Vereinsrekord für die Miersdorfer gewesen sein.

Für einen drei Klassen tiefer spielenden Verein hielten sich die Gastgeber richtig gut. Natürlich lag das auch an Cottbus, die hier eine B-Elf geschickt hatten. Außer Möhrle, der aber wenig zeigte nur viel laberte, und dem Tschechen Pospech waren nicht so viele Vollprofis – mehr die U23 Halbprofis – zugegen. Die disziplinierte Leistung in der Abwehr muss aber trotzdem gelobt werden und vier, fünf ordentliche Angriffe hatte Miersdorf/ Zeuthen auch. Per Kopf ging Cottbus in Führung, in der zweiten Hälfte sorgte ein Hattrick von Pospech für den 0:4 Endstand. Nach Abseitstoren hieß es übrigens 1:2 und einen zurückgenommenen Elfmeter für Cottbus (der Schiri gibt fälschlicherweise Handspiel gegen Miersdorf und der Linienrichter korrigiert ihn, als der Ball schon auf dem Punkt liegt) gab es auch noch zu sehen.

Auch den Rückweg legte ich weitestgehend über Landstraßen, wobei ich weiterhin das neu gekaufte Navigationsgerät von Garmin – weitestgehend zur Zufriedenheit – austestete.  
Statistik:
- Grounds: 1.163 (heute 1 neuer; diese Saison: 9 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.127 (heute 1; diese Saison: 15)
- Tageskilometer: 470 (470km Auto)
- Saisonkilometer: 2.710 (2.520 Auto/ 190 Fahrrad/ 0 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 108 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 420

Donnerstag, 22. November 2012

W330I: C-Jugend-Pokal und Männer-Nachholspiel zum Buß-und-Bettag

FC Eintracht Holzhausen C ------------------------------ 0
SV Tapfer Leipzig C --------------------------------------- 2
Datum: Mittwoch, 21. November 2012 – Anstoß: 12.30
Wettbewerb: C-Junioren Kreispokal Leipzig, sogenannter „LVV-Pokal“ (Achtelfinale; 1. Kreisklasse Leipzig, Staffel 2/ 6. Liga der 12-14jährigen gegen Stadtoberliga Leipzig/ 4. Liga der 12-14jährigen)
Ergebnis: 0-2 nach 72 Min. (35/37) – Halbzeit: 0-1
Tore: 0-1 17. Martin Huber, 0-2 72. Mike Burjan („Foul“elfmeter)
Verwarnungen: 1x Nr. ? Tapfer
Platzverweise: keine
Spielort: Walter-Heise-Sportplatz/ Turnhalle Holzhausen, Platz 2 (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: bis zu 55 (davon Gästefans: ca. 10)
Unterhaltungswert: 2,5/10 (Auch für C-Jugend sehr, sehr dürftig)

FC Eintracht Holzhausen --------------------------------- 1
SG Leipziger Verkehrsbetriebe II ---------------------- 0
Datum: Mittwoch, 21. November 2012 – Anstoß: 14.30
Wettbewerb: 1. Stadtklasse Leipzig, Staffel 2 (10. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 1-0 nach 95 Min. (47/48) – Halbzeit: 0-0
Tor: 1-0 67. Marcus Rauchfuß
Verwarnungen: keine
Platzverweise: keine
Spielort: Walter-Heise-Sportplatz/ Turnhalle Holzhausen, Platz 1 (Kap. 1.100 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 70 (davon Gästefans: ca. 10)
Unterhaltungswert: 5,0/10 (Durchschnittlich gutes Spiel mit sehr niedriger Chancenverwertung)
IMG_4394 Photos with English Commentary:

 Da in Sachsen der Buß- und Bettag und somit eine Reihe von Sportveranstaltungen anstand, fuhr ich gleich nach dem glücklicherweise immer sehr früh stattfindenden Türkischunterricht an der Uni Halle weiter nach Leipzig. Auf dem von Pappeln oder Erlen umgebenen Nebenplatz des Walter-Heise-Sportplatzes im Ortsteil Holzhausen, fand ein C-Junioren Pokalspiel zwischen dem Tabellenzweiten der 1. Stadtklasse und dem Sechsten und Unentschiedenkönig der zwei Ebenen höheren Kreisoberliga (Bezirksklasse) statt. Wir blieben auch kurz entschlossen noch zum im Anschluss ausgetragenen Nachholspiel der Stadtklasse, da die I. Männer von Holzhausen (vor dem Nachholer 3. und fünf Punkte hinter Tabellenführer TSV Markkleeberg) und die II. Männer der Verkehrsbetriebe (als 2. punktgleich mit dem Tabellenführer und Aufstiegsplatz) sich auf dem Hauptplatz maßen, der etwas ansehnlicher ist, mit einem niedrig umlaufenden Graswall, ein paar Bäumen und Häusern als Kulisse.

Das erste Spiel war auf einem erschreckend niedrigen Niveau: Dass Holzhausen als Klassentieferer so gut wie nie vorm gegnerischen Tor erschien und wenn, dann nur Kullerbälle in die Arme des Torwarts kickte, OK. Aber wenn man bei einem zwei Klassen tiefer spielenden Gegner antritt, wie Tapfer das ja tat, kann man ein bisschen mehr erwarten. Bei allen Problemen die die Feldumstellung in der C-Jugend mit sich bringt: Bei Tapfer gingen nur drei, vier Bälle aufs Tor der Holzhausener – von denen saßen aber immerhin zwei. Der erste ein sauberer Kopfball aus Nahdistanz nach einem Standard – das war auch die beste Aktion des ganzen Spiels – und der zweite ein zweifelhafter Elfmeter, der sehr sicher trotz Wegrutschen des Schützen verwandelt wurde.
Auf sehr niedrigem Niveau waren auch einige Eltern und der eine Betreuer oder Trainer der Heimmannschaft. Die haben zwar nicht gerade hemmungslos gepöbelt, aber versucht den unsicheren, jungen Schiri zu beeinflussen. Wenn ein Abwehrspieler von Tapfer, der augenscheinlich noch keine besonders gut entwickelte Motorik hat, den Ball vorm Strafraum mit der Hand in Kopfhöhe spielt, braucht man nicht nach „Rot“ zu brüllen. Jeder normal tickende Schiri gibt in so einer Situation nur gelb. OK, der Junge gab nicht mal das, aber besser als den Tapfer-Kicker vom Feld zu schicken. Zumal Holzhausen auch gegen 9 oder 8 keinen Schuss aufs Tor zustande bekommen hätte. Dass die in der Liga nur 9 Tore in 5 Spiele erzielt haben, wunderte mich hinterher nicht mehr. Die zweite Situation, in der es nicht zu Unrecht, aber in unangemessener Form Beschwerden von den Eltern der Eintracht gab, war der Elfer in der Schlussminute: Der Ball war schon weg, viel zu weit an dem sich am Boden streckenden Eintracht-Torwart vorbei gespitzelt, und dann tritt der Tapfer-Stürmer dem gegen den Arm und fällt hin. Sah jedenfalls so aus. Also sicher keine Schwalbe, aber ein Elfer schon mal gar nicht. So wurde das Ergebnis auf 0:2 geschraubt und die Alten hatten was zum Meckern. Aber ob sich der Trainer, Betreuer oder was das war, bewusst war, wie lächerlich er sich macht, wenn er den Schiedsrichter anschreit, wo er seinen Schein gemacht hätte und dann noch lautstark von den 15 Chancen (so viele gab es vor beide zusammen nicht mal!) für seine Mannschaft erzählt? IMG_4420 Das Spiel der Männer war schon bedeutend besser und das Publikum sachlicher. OK, eigentlich schon zu sachlich. Da hätten wirklich mehr Emotionen kommen können. Bei so vielen liegen gelassenen Chancen… Allerdings lies weder die Schiedsrichterleistung zu wünschen übrig, noch war es Holzhausen, das die vielen Chancen liegen ließ. Als Anhänger der LVB wäre ich ziemlich laut geworden, bei der Chancenverwertung. Schade, dass dann auch in der zweiten Hälfte die LVB unfähig war, auch nur einen einzigen Ball im Tor des eher unsicher wirkenden Holzhausen-Keepers unterzubringen. So wurde es ein klassischer Duselsieg: eine von drei, vier Chancen der Holzhausener landete per Innenpfosten im Netz. Irgendwie schade, dass man so billig gewinnen kann – andererseits auch die richtige Antwort auf solche Unfähigkeit im Sturm. Für den neutralen Zuschauer war so ein flottes hin und her mit vielen Chancen jedenfalls schön anzusehen. Der Höhepunkt war zweifelsohne der goldene Treffer in der 67. Minute.

Nach den Spielen ging es übrigens noch mal nach Halle zurück, da ein Vortrag eines ehemaligen Kommilitonen um 20 Uhr dort stattfand, zu dem ich mir nicht verkneifen kann, hier ein paar Bemerkungen abzugeben. Also zum Vortrag – zum Referenten spare ich mir lieber jeden Kommentar. Dass ich zu diesem Vortrag gegangen bin, ist sowieso der Überzeugungsarbeit mehrerer Personen geschuldet, da ich mir gesagt habe, ich niemals zu einem Vortrag über eines der Modethemen der Geisteswissenschaft (am schlimmsten ist natürlich alles, was sich „Gender“ schimpft) und niemals zu einem Vortrag, der an einem Ort gehalten wird, der ganz klar Einfluss auf den Inhalt des Vortrags nimmt, gehe. Und wenn ein Student der Wissenschaft vom Christlichen Orient einen Vortrag „Christenverfolgung im Orient“ in einer katholischen Studentengemeinde hält, muss man nun mal erwarten, dass sich das auf einem Niveau bewegt, wie ein Vortrag „Böhmen und Mähren“, der von einem Berufsvertriebenen in einem Klubhaus der Sudentendeutschen Landsmannschaft gehalten wird. Doch zu meinem Erstaunen wurde bei diesem Vortrag anhand des Schwerpunktes „Ägypten in der Gegenwart“ sachlich und aus verschiedenen Blickwinkeln die Faktenlage dargestellt und sinnvollerweise der Fokus von der Religion auf die soziale Thematik gelenkt. Trotz seinem klaren Bekenntnis zum Katholizismus, kam bei dem Vortrag des Kommilitonen nie das Problem durch, das bei so vielen Leuten - u.a. auch aus dem Bereich des Christlichen Orients - durchkommt: auf der einen Seite ein „Wir“ und auf der anderen Seite ein „Die da“, die „uns“ immer diskriminieren, obwohl „wir“ ja gar nichts machen. Auf der anderen Seite wurde aber auch nie versucht, Vorgänge, die in irgendeiner Form Diskriminierung und Verfolgung darstellen, zu beschönigen oder zu entschuldigen. Sie wurden eben nur aus dem oft unsinnigerweise aufgedrückten religiösen Kontext herausgelöst und in den sozialen und politischen, in den sie gehören, gesetzt ohne den religiösen Kontext völlig aus den Augen zu verlieren. Dass nennt sich dann einfach mal mit vollem Recht „wissenschaftliche und neutrale Betrachtungsweise“ – und das fehlt so erschreckend vielen Leuten, selbst an Bildungseinrichtung, v.a. wenn irgendwelche Konflikte betrachtet werden. IMG_4391 Statistik:
Grounds: 825 (heute 2 neue; diese Saison: 57 neue)
Sportveranstaltungen: 1.659 (heute 2, diese Saison: 82)
Tageskilometer: 160 (160 Auto)
Saisonkilometer: 20.000 (18.610 Auto/ 1.310 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 7 [Letzte Serie: 6, Rekord: 141]
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 330

Sonntag, 4. November 2012

W327V: Fußball zwischen Merseburg und Großdalzig, zwischen Kunstrasen und Dorfplatz

VfB IMO Merseburg E ---------------------------------- 13
TSV Leuna 1919 E ----------------------------------------- 1
Datum: Sonntag, 4. November 2012 – Anstoß: 9.00
Wettbewerb: E-Junioren Kreisklasse Saalekreis, Staffel 1 (Liga der 9-11jährigen)
Ergebnis: 13-1 nach 57 Min. (28/29) – Halbzeit: 5-0
Tore: 1-0 12. (15), 2-0 15. Max Dauser, 3-0 20. (13), 4-0 23. (5), 5-0 25.+2 (15), 6-0 26. Max Dauser, 7-0 28. Max Dauser, 7-1 31. Kevin Werner, 8-1 35. (1-TW, Foulelfmeter), 9-1 41. Max Dauser, 10-1 44. (15), 11-1 46. (15), 12-1 47. Max Dauser, 13-1 51. (15)
Freundschafts-Neunmeterschießen: 9-4 für IMO nach je 12 Schützen
Verwarnungen: keine
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz am Ulmenweg, Kunstrasen (Kap. 500 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 30 (davon Gästefans: ca. 15)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Wirklich gutes Spiel, insbesondere natürlich von der IMO - aber es war auch nicht so einseitig, wie das Ergebnis vermuten lässt!)

SV Eintracht Großdalzig 1990 -------------------------- 3
BSV Leipzig-Schönau 1983 II --------------------------- 1
Datum: Sonntag, 4. November 2012 – Anstoß: 14.00
Wettbewerb: 3. Stadtklasse Leipzig, Staffel 1 (12. und unterste Liga, 7. Amateurliga)
Ergebnis: 3-1 nach 94 Min. (45/49) – Halbzeit: 0-1
Tore: 0-1 14. (8), 1-1 63. (10), 2-1 69. (6), 3-1 91. (8)
Verwarnungen: Nr. 2 und 9 (Schönau)
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Großdalzig (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 30 (davon Gästefans: ca. 10)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes und spannendes Spiel)
IMG_3809 Photos with English Commentary:
a) Under-11 League: VfB IMO Merseburg v TSV Leuna 1919 
b) Least Amateur Level of Leipzig: Eintracht Großdalzig v BSV Schönau
 
Beim Draufzufahren auf die Sportstätte des VfB Industriemontagen dachte ich mir schon, dass das Spiel der E-Jugend unvernünftigerweise auf den Kunstrasenplatz gelegt wurde. Da bei dem Wetter aber alle Kinder lange Sportsachen trugen, gab es keine der üblichen Abschürfungen bei diesen Kicks auf Kunstgras. So war der Austragungsort in erster Linie eine Zumutung für meinen alten Nachbarn, der die Partie als Unparteiischer leitete. Im Gegensatz zur Meinung eines ganz bestimmten Leunaer Spielervaters, hat er das auch wirklich gut gemacht. Im Zweifel Kleinigkeiten laufen gelassen, wenn es seien musste ganz kurz belehrt und geschlichtet und zudem auch wirklich unparteiisch und korrekt gepfiffen, obwohl sein Sohn für die IMO im Sturm spielte. Dass er ganz genau drei Fehlentscheidungen traf, lag nicht an ihm, sondern am Platz: Die Linien sind kaum erkennbar, da der Platz abfällt und außerdem nicht vollständig markiert ist, sodass er zwei Mal statt Ecke zu geben weiterspielen ließ und einmal zu unrecht Freistoß nach Handspiel des Keepers außerhalb (es war eigentlich noch einen Meter innerhalb) des Strafraums gab. Keine dieser Entscheidungen beeinflusste in irgendeiner Weise das Spiel – nur ein bestimmter Leunaer Vater konnte sich wieder nicht zusammenreißen und musste laut seine unsinnigen Bemerkungen dazu reinbrüllen. Allerdings muss man auch sagen, dass der IMO-Vater, der sich dann auf Wortgefechte mit ihm einließ, genau so eine Scheiße laberte. Bei dem wunderte mich das aber nicht, denn wenn ich den nicht mit einer genau so aussehenden Gestalt verwechsle, spielt der bei der einen Altherrenmannschaft und labert da auch immer nur Grütze. Wahrscheinlich verfasst der auch die immer wieder unglaublich schlechten Spielberichte der Alten Herren, wo man sich immer fragt, was der Schreiberling für ein Spiel gesehen haben will…

Aber wenn wir schon beim Thema „Spielberichte“ sind, dann gehen wir mal zur Spielbeschreibung über: 6 Siege des IMO-Nachwuchses stehen 6 Niederlagen der Leunaer Kicker entgegen, sodass man von einem klaren Sieg für die IMO ausgehen musste, die zudem im Schnitt älter und körperlich stärker ist. Allerdings haben sich die Leunaer in den letzten beiden Spielen erheblich gesteigert und zudem ein Freundschaftsspiel gegen Meuschau gewonnen. Entsprechend hielten sie auch die ersten 20 Minuten stark gegen. Der Dauerdruck der IMO, der nur von gelegentlichen Kontern, die auch fast nur über Kevin liefen, entlastet werden konnten, führte dann nach 12 Minuten zum ersten Treffer der Partie. Nach dem 3:0 in Minute 20 zeigte die Abwehr leider Auflösungserscheinungen und bei manchem Spieler litt auch die Kameradschaftlichkeit etwas unter der absehbaren Niederlage. Die Devise „schuld ist immer der Andere, also maule ich den jetzt voll, auch wenn ich genauso einen Fehler gemacht habe“ sollte sich nicht zu häufig zeigen!

In Hälfte zwei zeigte sie sich zum Ende hin dann leider doch wieder öfter, nachdem man – abgesehen von einem schlimmen Start, in Form von zwei Treffern meines jungen Nachbarn – der IMO einige Minuten wieder gut Paroli bieten konnte, so wie in den ersten 20 in Halbzeit 1 ja auch schon. Den Ehrentreffer mit einem schön abgeschlossenen Konter erzielte dann Kevin, der ja als erfahrenster (wenn auch nicht ältester Spieler – aber er ist eben am längsten im Vereinsfußball dabei von unserren E-Jugendlichen) Akteur auch am positivsten auffiel. Auch wenn es am Ende doch 13:1 wurde – daran hatte auch der Sohn meiner Nachbarn einen großen Anteil mit seiner hervorragenden Leistung im Sturm – kann man hier nicht davon sprechen, dass es eine katastrophale Leistung der Leunaer Mannschaft war. Einige Zeit haben sie gut mitgehalten und da, wo es gefehlt hatte, mangelte es nicht an Kampfgeist oder Talent, sondern schlicht an Alter und Erfahrung. Gegen Spieler, die teilweise zwei Jahre älter und anderthalb Köpfe größer sind, ist oft nicht viel zu machen in so einer Jugendklasse. Woran man aber etwas machen kann, ist die Einstellung mancher Spieler, die unter den Eltern auch viel diskutiert wurde: Zu schnell die Köpfe hängen lassen und zu viel Rummeckern. Heute war es so wie so manchmal erfrischend hitzig zwischen den jungen Spielern auf dem Platz, was auch völlig OK ist – aber wenn da der Kapitän nach Spielschluss professioneller ist als während des Spiels und im Stile mancher Spitzensportler gegen die Eckfahne latscht und rumpöbelt, weiß ich, mit wem ich zuerst das Gespräch suchen muss, bevor ich dem Jungen selber sage, dass die Eckfahne nichts für die Niederlage kann…
IMG_3855 Nach diesem guten Jugendspiel gab es gleich das nächste gute Spiel zu sehen: Und das, obwohl es sich um die Partie Fünfter gegen Vorletzter in der untersten Spielklasse in Sachsen handelte. Allerdings ist diese 3. Kreisklasse Leipzig stets für gute Spiele gut. Die Strecke von Merseburg nach Großdalzig, einem Ortsteil der Stadt Zwenkau zwischen Markranstädt und Markkleeberg, ist gut und einfach mit dem Rad zu fahren. Allerdings nicht unbedingt schön, denn die Orte, durch die man fährt, sind alles andere als attraktiv. Großdalzig am Ende der Strecke war noch das schönste von den ganzen Kuhdörfern. So was wie Räpitz oder Schkorlopp sieht ja eh aus wie Hund und auch Großdalzig ist natürlich nicht gerade ein Anwärter auf „Schönstes Dorf Deutschlands“ – aber mit ein paar Fachwerkhäusern bzw. -gehöften und einer ganz ansehnlichen Kirche macht es mehr daher als der sonstige Dreck, der im fruchtbaren, aber langweiligen da platten und kahlen Leipziger Umland so herumsteht. Die Kirche im benachbarten Tellschütz ist ebenfalls ganz nett anzusehen.

Zwischen diesen beiden Gotteshäusern befindet sich ein kahler Acker von Dorffußballplatz. Wenn man zwischen Sportlerheim und Umkleiden hindurch geht, öffnet sich der Blick in die kahle Landschaft. Das unebene Spielfeld liegt vor einem, ein paar vereinzelte Bäume drumherum und dann Felder ohne Ende. Wenn wenigstens Zuschauer ohne Ende kommen würden, aber mit 30 Zuschauern, von denen nicht einmal ganz 20 aus dem Ort waren, war dieses Spiel selbst für diese Klasse schlecht besucht. Wenn der einzige Verein des Ortes halt nur unterste Liga spielt, dann kommt normalerweise schon die doppelte oder dreifache Zuschauerzahl. Immerhin gab es die ein oder anderen Emotionen in Form von mehr oder weniger originellen Zwischenrufen – allerdings hier mehr von der Seite des Gästeanhangs – und eine Weile konnte man sich auch gut mit einem der älteren Fans der Heimelf unterhalten. Der ist auch im Leipziger Raum noch viel für Fußball, Handball u.a. unterwegs mit seinen fast 80 Jahren – und außerdem bewirtschaftet er noch die Felder, die mit ihrer Wintersaat ein leichtes Grün um den Fußballplatz herum legten.

Auf dem Feld zeigte sich lange keine Überlegenheit der Gastgeber, die zwar häufiger vor dem Tor erschienen, als der viel schlechter platzierte Gast, aber eben nicht trafen. Die Führung erzielte Schönau II und es dauerte auch ewig, bis Großdalzig ausglich. Der Ausgleich kam dann auch durch einen Konter in einer Offensivphase der Gäste. Während diese vorne reihenweise Chancen ausließen, kam Großdalzig aus spitzem Winkel zum 1:1. Per Grätsche wurde das Spiel auf 2:1 gedreht. Die letzten 20 Minuten waren noch mal sehr offen geführt, wobei es nur noch einen weiteren Treffer für die Heimseite zu sehen gab: Aus knapp 20m ein schöner Schuss ins Eck. Insgesamt gesehen war es ein wirklich ansehnliches Spiel!
IMG_3892 Statistik:
Grounds: 817 (heute 1 neuer; diese Saison: 49 neue)
Sportveranstaltungen: 1.647 (heute 2, diese Saison: 70)
Tageskilometer: 80 (80 Fahrrad)
Saisonkilometer: 18.590 (17.390 Auto/ 1.120 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 4 [Letzte Serie: 2, Rekord: 141]
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 327

Samstag, 11. August 2012

W315V: Deutlicher Sieg zur Saisoneröffnung für Störmthal

SC Eintracht Schkeuditz -------------------------------- 1
Landsportverein 1903 Störmthal ---------------------- 5
Datum: Samstag, 11. August 2012 – Anstoß: 15.00
Wettbewerb: Stadtoberliga Leipzig (8. Liga, 3. Amateurliga)
Ergebnis: 1-5 nach 91 Min. (46/45) – Halbzeit: 1-2
Tore: 1-0 13. Sebastian Beer, 1-1 15. Haiko Petzold, 1-2 35. Andreas Fricke, 1-3 62. Patrick Siech, 1-4 73. Patrick Siech, 1-5 84. Patrick Siech
Verwarnungen: Patrick Hammer, Simon Schröder (beide Schkeuditz)
Platzverweise: keine
Spielort: Walter-Lutze-Stadion (Kap. 1.500, davon 150 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 90 (davon 55 zahlende Zuschauer und ca. 15 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,5/10 (Wirklich gutes Spiel mit etwas zu deutlichem Ergebnis)
IMG_5815 Photos with English Commentary:

Die Eröffnung der Leipziger Kreisoberliga nutzten wir, um eine Sportanlage des Leipziger Stadtverbandes, auf der wir bisher nur ein Spiel auf dem Nebenplatz gesehen hatten, zu besuchen. Mit dem Rad braucht man von Merseburg nicht viel mehr als 70 Minuten nach Schkeuditz, der hässlichen Kleinstadt nordwestlich von Leipzig.

Das Beste an dieser unheimlich hässlichen Häuseransammlung ist das Stadion, das wahrscheinlich nach einem ehemaligen Spieler benannt ist. Informationen finden sich auf der beschissenen Eintracht-Website keine. Nach dem zweifelhaften Dirigenten und Komponisten aus Wittenberg wird das Stadion wohl kaum benannt sein. Jedenfalls hat es auf beiden Längsseiten Tribünen – eine Stehtribüne aus Beton und eine größere und breitere mit 150 Sitzschalen und Überdachung gegenüber – zu bieten. Ein Hintertorbereich hat einen hohen Graswall. Ein alter Flugzeughangar oder so was steht direkt hinter der überdachten Tribüne. Egal wo man sich in diesem ganz netten Gelände platziert: 2€ normal und 1,50€ ermäßigt ist der angemessene Eintrittspreis.

Das Spiel zwischen diesen beiden als Spitzenmannschaften einzuschätzenden Teams entwickelte sich sofort zu einem unterhaltsamen und sehenswerten Duell. Nach zwei, drei guten Angriffen der Gäste unterlief dem Torwart von Störmthal ein Fehler, sodass er vor dem Tor stehend aus 20m überwunden wurde. Aus der 1:0 Führung machte Schkeuditz aber nichts, sondern kassierte nur ein, zwei Minuten später den Ausgleich. Vor der Pause gerieten sie noch in Rückstand.
Störmthal war schon die bessere Mannschaft, was sie in Hälfte zwei auch manifestierten – Siech gelang in weniger als einer halben Stunde ein Hattrick zum 1:5 – doch das Ergebnis schien doch etwas zu hoch ausgefallen. So schlecht war Schkeuditz nun wirklich nicht. Ein Klassischer Fehlstart für Schkeuditz also, während Störmthal sich gleich mal die Tabellenführer sicherte!
IMG_5843 Statistik:
Grounds: 777 (heute 1 neuer; diese Saison: 9 neue)
Sportveranstaltungen: 1.589 (heute 1, diese Saison: 12)
Tageskilometer: 50 (50 Fahrrad)
Saisonkilometer: 1.590 (1.290 Auto/ 300 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 126
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 315

Sonntag, 29. Juli 2012

W313VI: Vorbereitungsspiel in Großdeuben

SC Eintracht 09 Großdeuben ................... 0
TSV 1893 Leipzig-Wahren II .................... 3
Datum: Sonntag, 29. Juli 2012 – Anstoß: 15.00
Wettbewerb: Testspiel 2. Stadtklasse Leipzig, Staffel 2 (11. Liga, 6. Amateurliga) gegen 2. Stadtklasse Leipzig, Staffel 1 (11. Liga, 6. Amateurliga; Aufsteiger aus 3. Stadtklasse)
Ergebnis: 0-3 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0-1
Tore: 0-1 1. (13), 0-2 81. (9), 0-3 85. (9)
Verwarnungen: keine
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Großdeuben (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 20 (davon ca. 3 Gästefans)
Unterhaltungswert: 5,0/10 (Gleichwertige Mannschaften, aber deutlicher Sieg für den Gast in einem mittelmäßigen Spiel)
IMG_4638 Photos with English Commentary:

Ein typischer Sportplatz im Leipziger Umland ist die Baumumstandene Wiese von Eintracht Großdeuben. Ein paar Zuschauer verloren sich um die weiße Reling herum, um dem Testspiel zwischen Eintracht Großdalzig und Leipzig-Wahren II zu folgen, welches einen furiosen Beginn hatte. Nach einer knappen Minute landete gleich ein haltbar ausschauender Aufsetzer im Tor der Heimelf. Danach wurden auf beiden Seiten einige Chancen liegen gelassen, ehe es in Hälfte zwei ging.

Im zweiten Spielabschnitt wurden noch mehr Chancen versemmelt – besonders Großdeuben schoss viel zu ungenau. Erst in den letzten 10 Minuten gab es dann noch Treffer zu sehen: Der Neuern trug sich für Wahren II gleich zwei Mal in die Torschützenliste ein. 0:3 war am Ende natürlich viel zu hoch. IMG_4675 Statistik:
Grounds: 768 (heute 1 neuer; diese Saison: 173 neue)
Sportveranstaltungen: 1.577 (heute 1, diese Saison: 263)
Tageskilometer: 100 (100 Auto)
Saisonkilometer: 64.010 (34.100 Auto/ 23.120 Flugzeug/ 3.630 Fahrrad/ 3.130 Bahn, Bus, Tram/ 20 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 115
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 313

Sonntag, 13. November 2011

W276III: SG Pro./ Bor./ Kön./ Trö. dreht schnelles 0:2 in 4:2 Sieg

SG Profen/ Bornitz/ Tröglitz/ Könderitz C
4:2 Heuckewalder SV C
Datum: Sonntag, 13. November 2011 – Anstoß: 10.30
Wettbewerb: C- Junioren Kreisliga Burgenland (4. Liga der 12-14jährigen)
Ergebnis: 4:2 nach 70 Min. (35/35) – Halbzeit: 1:2
Tore: 0-1 2. (23), 0-2 15. (4), 1-2 29. (8), 2-2 47. (7), 3-2 62. (4), 4-2 67. (10)
Verwarnungen: keine, Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Bornitz (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 30 (davon Gästefans: ca. 10)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Gutes Jugendspiel, das schnell entschieden schien, aber doch noch gedreht wurde)
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Photos and English version:

Auch an diesem Volkstrauertag gab es ein paar positiv zu vermerkende Ausnahmeregelungen vom Veranstaltungsverbot. So durfte das ein oder andere Jugendspiel ausgetragen werden. Zum Beispiel eines in Bornitz, einem völlig gesichtslosen 500-Einwohner-Kaff in der Elsteraue bei Zeitz.

Viel mehr Mitglieder als vier kann eine Spielgemeinschaft wohl kaum haben, aber in fast allen Jugendklassen haben sich die östlich von Zeitz beheimateten Vereine SV Eintracht Profen, SG Eintracht Bornitz, TSV Tröglitz und SG Könderitz-Etzoldshain zusammengetan. Je nach Jugendklasse wird entweder in dem einen Ort oder dem anderen gespielt. Die C-Jugend spielt in Bornitz.

Der Fußballplatz von Bornitz liegt sehr kurios, deutlich außerhalb des Kaffs. Von den Kabinen, neben denen ein Kleinfeldtrainingsplatz mit ein paar Baustrahlern als Flutlicht liegt, sind es fast 500m Fußweg über einen Feldweg zum Sportplatz. Hier geht niemand in der Halbzeitpause in die Kabinen... Der Platz an sich ist ein von Bäumen und Äckern umgebener Acker mit schönen blau-weißen Stahltoren. Hinter dem einen türmt sich ein kleiner Hügel mit einer besonders dichten Baumreihe auf.

Das Spiel des Fünften gegen den Zweiten (von sieben Mannschaften) begann gut. Nach zwei Minuten bereits hatte ein Heuckewalder Spieler die Heimabwehr düpiert und ins lange Eck eingeschossen. Nach einer Viertelstunde wurde per Aufsetzer erhöht. Die Heuckewalder schienen ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden, da sie kaum einmal den Ball an den Gegner abgaben, geschweige denn, dieser zu einer Torchance kam. Nach 25 Minuten wurde Bornitz usw. jedoch stärker. Die Spielgemeinschaft kam auch per Abstauber nach langer Flanke zum Anschlusstreffer.

Nachdem die Seiten gewechselt wurden, zog Heuckewalde noch mal das Tempo an. Doch nun verhielt sich Bornitz geschickter; konterte und riss das Spiel an sich. Nach dem Ausgleich aus Nahdistanz gingen sie knapp 10 Minuten vor Abpfiff in Führung. Drei Minuten vor Ende erzielten sie sogar das 4:2 mit einem schönen Freistoß, der über den Gästetorwart ins lange Eck segelte. Ein herrlicher Treffer! Der Sieg war auch nicht unverdient, da Heuckewalde nach dem starken Beginn ziemlich nachließ.
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Statistik:
Grounds: 665 (heute 1 neuer; diese Saison: 71 neue)
Sportveranstaltungen: 1.407 (heute 3, diese Saison: 93)
Tageskilometer: 90 (90 Auto)
Saisonkilometer: 13.150 (11.310 Auto/ 1.830 Fahrrad/ 10 Bahn, Bus, Tram/ 0 Flugzeug/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 10
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 276

Sonntag, 4. September 2011

W266III: Das Pokalwochenende geht weiter; zwei Favoritensiege mit 7 Toren Differenz

SV Sternburg Lützschena/ Stahmeln II
1:8 SG Olympia 1896 Leipzig II
Datum: Sonntag, 4. September 2011 – Anstoß: 12.00
Wettbewerb: 1. Runde des Stadtpokals Leipzig/ sogenannter „Wernesgrüner Stadtpokal“ (3. Stadtklasse/ 12. und unterste Spielklasse, 7. Amateurliga gegen 1. Stadtklasse/ 10. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 1:8 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0:2
Tore: 0-1 11. (10), 0-2 31. (8), 0-3 48. (7), 0-4 50. (18, Handelfmeter), 0-5 59. (18), 1-5 68. (13), 1-6 74. (16), 1-7 77. (13), 1-8 82. (8)
Verwarnungen: keine, Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Lützschena (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 20 (davon Gästefans: ca. 4)
Unterhaltungswert: 4,5/10 (Einseitiges und nur phasenweise ansehnliches Spiel; Olympia nahm Sternburg in der zweiten Halbzeit auseinander)

SV Eintracht Leipzig-Süd 0:7 VfB Zwenkau II
Datum: Sonntag, 4. September 2011 – Anstoß: 15.00
Wettbewerb: 1. Runde des Stadtpokals Leipzig/ sogenannter „Wernesgrüner Stadtpokal“ (2. Stadtklasse/ 11. Liga, 6. Amateurliga gegen Stadtliga/ 9. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 0:7 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0:1
Tore: 0-1 34. (9), 0-2 48. (9), 0-3 53. (16, Foulelfmeter), 0-4 63. (2), 0-5 76. (16), 0-6 80. (2), 0-7 85. (7)
Verwarnungen: Nr. 14 (Eintracht Süd)
Platzverweise: Nr. 2 (Eintracht Süd, 28.: Notbremse)
Spielort: Südkampfbahn (Kap. 2.200, davon 480 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 25 (davon Gästefans: ca. 5)
Unterhaltungswert: 2,5/10 (In diesem schwachen Spiel gewann der Favorit zwar hoch, aber zum einen nur in Überzahl und zum andere mit einem für ihre Spielklasse unterirdischem spielerischem Niveau)
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Photos and English Version:

Damit wir mal ein Spiel auf dem wieder in Betrieb genommenen Sportplatz in Delitz am Berge gesehen haben, wollten wir eigentlich die E-Junioren um 10 Uhr spielen sehen, aber die bekamen keine Mannschaft zusammen, die gegen Merseburg-Meuschau hätte antreten können – gerade für einen Heimverein hochgradig peinlich, aber der SV Delitz ist nach meinen Erfahrungen eh der unzuverlässigste Schrottverein im ganzen Landkreis – sodass es heute bei zwei Pokalspielen in Leipzig blieb. Auch diese beiden Pokalspiele sollten der größte Schrott sein, den wir am Wochenende geboten bekamen. Unser Studentenfußballkurs, bei dem ich seit ein paar Wochen immer mittrainiere, wäre ein schwerer Gegner für alle vier Leipziger Truppen, die wir heute spielen sahen. Das beste Pokalspiel in Leipzig hatten wir am Freitag gesehen: und das war der Ü-40 Pokal!

Im ersten Kick war die Olympia-Reserve klarer Favorit, da Sternburg II in der untersten Spielklasse mit zwei Niederlagen (0:2 und 0:4) gestartet ist, während Olympia II zwei Spielklassen höher mit 4 Punkten aus 2 Spielen begann. Entsprechend stürmte auch Olympia stetig aufs Tor. Bis zur Pause gelangen ihnen auch zwei Treffer. Nach der Pause ließ Sternburg hinten nach und wurde offensiver, sodass sie nach drei weiteren kassierten Toren wenigstens vorne einmal mit einem Heber erfolgreich waren. Noch drei Mal die Abwehr lässig ausgespielt und schon stand es 1:8. Kurz darauf pfiff der gute und lässige Schiedsrichter die Partie ab.
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Wir fuhren vom Nordwesten in den Süden Leipzigs und auch da war der Gast klar favorisiert: die Zwenkauer Reserve spielt zwei Klassen höher und war mit 7 Punkten aus 4 Spielen gestartet, während Eintracht Süd zwar zwei knappe Siege einfahren konnte, aber wie gesagt halt zwei Ligen tiefer spielt. Vom Klassenunterschied war in den ersten 30 Minuten kaum etwas zu merken: etwas mehr Chancen und mehr Spielanteile für den Stadtligisten Zwenkau zwar, aber die Bälle versprangen auch auf dem gepflegten Rasen wie in der 3. Stadtklasse und die Schüsse waren die letzte Scheiße. Die allerletzte Scheiße war dann die lächerliche rote Karten gegen einen Eintracht Süd-Spieler, der den VfB-Stürmer minimal beim Laufduell berührte, woraufhin sich dieser fallen ließ. Auch wenn das ein Foul des letzten Mannes war: das fällt unter die Ermessensentscheidungen, da die Berührung minimal war weswegen man maximal auf Freistoß und Gelb oder am besten nur auf Freistoß für die Gäste entscheidet. Aber der v.a. in der ersten Hälfte schwache Schiri reagierte andauernd auf Zurufe beider Seiten und ließ sich vom unsympathischen Schreihals auf der Gästebank beeinflussen. Nachdem der Klassentiefere auf 10 Mann reduziert war, schaffte es auch diese technisch unterbelichtete Gurkentruppe von Zwenkau II noch ein Tor zu erzielen. Nach der Pause ließen die Kräfte natürlich nach bei den 10 Leipzigern und die Rand-Markkleeberger hebelten die Abwehr mit seltenen sinnvollen Kombinationsspielen aus. Ein billig verwandelter – aber völlig berechtigt verhängter – Elfmeter kam noch dazu. Schon stand es völlig unverdient hoch 0:7. Bei dem geringen Leistungsunterschied bis zum Platzverweis wäre ein Spiel 11 gegen 11 sicher viel knapper (0:2 vielleicht) abgegangen.

Was die beiden Sportanlagen anging, muss man noch sagen, dass es sich v.a. bei letzterer Anlage im Süden von Leipzig um einen recht interessanten Platz handelt. Während Sternburgs Wiese in der Neubausiedlung recht unspektakulär daher kommt und nur wegen ein paar Details am Rande – abbruchreife Schuppen und zwei Eichen oder auch v.a. die enge Einfahrt – halbwegs ansehbar ist, ist das vom Connewitzer Turnverein in den 1860ern erbaute, zu DDR-Zeiten von Dynamo Leipzig genutzte und ausgebaute und schließlich nach der Wende von Eintracht Süd sanierte und gepflegte Gelände erheblich interessanter. Die nach Süden ausgerichtete Tribüne ist mit vier Reihen gelber Schalensitze versehen und direkt an das riesige Vereinsheim gebaut. Der Graswall ist auf der Längsseite wegen eines neuen Nebenplatzes allerdings durchbrochen, was das ganze etwas kahl und weitläufig macht. Die Südkampbahn liegt übrigens in einer Sackgasse: die Raschwitzer Straße versackt bald hinterm im Stadtteil Lößnig gelegenen Stadion an der Bundesstraße.
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Statistik:
Grounds: 625 (heute 2 neue; diese Saison: 31 neue)
Sportveranstaltungen: 1.351 (heute 2, diese Saison: 37)
Tageskilometer: 130 (130 Auto)
Saisonkilometer: 4.220 (3.290 Auto/ 930 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 69
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 266

Montag, 29. August 2011

W265IV: Unterschiedlich gute aber jeweils sehr einseitige Spiele in Staffel 5

FC Eintracht 91 Theißen II 1:8 Droyßiger SG II
Datum: Samstag, 27. August 2011 – Anstoß: 13.00
Wettbewerb: 1. Kreisklasse Burgenlandkreis, Staffel 5 (11. und unterste Spielklasse, 6. Amateurliga)
Ergebnis: 1:8 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 1:4
Tore: 0-1 4’, 0-2 8’, 1-2 16’, 1-3 21’, 1-4 42’, 1-5 62’, 1-6 82’, 1-7 84’, 1-8 85’
Verschossener Elfmeter: 25’ Theißen trifft Pfosten
Verwarnungen: keine, Platzverweise: keine
Spielort: Stadion der Bergarbeiter (Kap. 1.500, davon 20 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 15 (davon Gästefans: ca. 3)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Wirklich gutes, flottes und offensives Spiel mit vielen Aktionen v.a. von Droyßig)

SG Meineweh 4:0 FC Luckenau II
Datum: Samstag, 27. August 2011 – Anstoß: 15.00
Wettbewerb: 1. Kreisklasse Burgenlandkreis, Staffel 5 (11. und unterste Spielklasse, 6. Amateurliga)
Ergebnis: 4:0 nach 91 Min. (46/45) – Halbzeit: 1:0
Tore: 1-0 40’, 2-0 55’, 3-0 64’, 4-0 77’
Verwarnungen: 1x SGM, 1x FCL
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Meineweh (Kap. 800, davon 20 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 25 (davon Gästefans: ca. 5)
Unterhaltungswert: 3,0/10 (Lahmer Kick mit klar besserem Gastgeber)
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Photos and English version:

Theißen wie auch Meineweh sind kleine Dörfer unweit von Zeitz. Beide Orte haben jeweils eine ganze ansehnliche Kirche und noch zwei, drei andere Gebäude die etwas daher machen und sind ansonsten recht öde Orte. Allerdings macht Theißen im Allgemeinen mehr daher als Meineweh, was nur in Sachen Sportanlage nicht gilt.

Das Theißener Stadion der Bergarbeiter hat zwar einen guten Namen, aber ist eine recht kahle, weitläufige Anlage mit einem Sprecherturm und ein paar Holzbänken auf einem rundum laufenden Graswall. Hingegen der Sportplatz von Meineweh, der etwas versteckt und völlig umgeben von hohen, alten Bäumen ist, sieht deutlich interessanter aus. Zwar keine Ausbauten und nicht mal ein Graswall, aber ein paar angemoderte Bänke, blau-weiße Torgestänge (im Gegensatz zu dem braun-goldenen Rostfarben der Theißener Tore), Holzrelings und eben landschaftliche Idylle um den Platz herum.

Idyllisch war auch die Atmosphäre bei beiden Spielen, wobei es natürlich bei den geringen Zahlen an Stimmung fehlte. In Meineweh sahen viele der alten Herrschaften schlimmer aus, als sie waren. Aber da waren echt etliche Fans, die so abgerissen wie der Meineweher Gutshof herumstanden.

Theißen II war gleich mit einer 9:0 Niederlage bei Kretzschau II auf den letzten Platz geschossen worden und der Gegner von Droyßig II hatte noch kein Spiel. Beim zweiten Duell sah es so aus, dass Meineweh 1:4 bei Blau-Weiß Grana gewann, während Luckenau II eine derbe 1:8 Niederlage gegen Heidegrund Süd (dieses Spiel sahen wir, siehe Bericht vom 20.8.) kassierte.
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Keineswegs unerwartet, waren es die Droyßiger die nach zwei Bogenlampen über den schwachen Theißen-Torwart mit 0:2 in Führung gingen. Kaum hatten wir unseren Platz im Dauerregen gewechselt – wir rückten vom Sprecherturmvordach unters Kassenhausvordach, da das direkt am Tor liegt, auf das Droyßig angriff – erzielte Theißen aber plötzlich einen Treffer. Ein weiterer haltbarer aber hoher Schuss sorgte dann für die 1:3 Führung, wobei kurz darauf die Chance auf das 1:4 nach einem kleinlichen Elfmeterpfiff liegen gelassen wurde: der Ball ging an den Pfosten und prallte im 45°-Winkel in den Strafraum zurück. In der zweiten Hälfte gab es wieder nur zwei, drei Angriffe der Hausherren, die diesmal auch gar keinen Erfolg hatten, während Droyßig sehr regelmäßig mit ihrer offensiven und ansehnlichen Spielweise vorm Tor der Theißener aufkreuzten. Die vier weiteren, im Gegensatz zu den vier Treffern der ersten Hälfte, größtenteils aus Nahdistanz erzielten Treffer, waren noch viel zu wenig. Dieses Spiel hätte eigentlich ein zweistelliges Resultat sehen müssen – bei den Chancen der Droyßiger – aber Theißen gönnen wir natürlich, dass sie bei aller Höhe der Niederlage wenigstens ein zweistelliges Resultat vermeiden konnten.

Während dieses Spiel zwischen Theißen II und Droyßig II richtig gut und unterhaltsam war, war Meineweh gegen Luckenau II ein erwartet einseitig aber unerwartet lahmes Spiel. In der Burgenlandkreisklasse – egal welche Staffel nun – habe ich fast immer bessere Spiele gesehen (außer einmal in Kretzschau, aber das war halt 1 Spiel von 15). Doch diesmal tat sich sehr wenig auf dem wirklich knappen und sehr gut bespielbaren Platz. Die kurios zusammen gewürfelten Mannschaften – da schienen mitunter Vater und Sohn zu spielen, so stark waren die Altersunterschiede – zeigten kaum gute Aktionen. Nach den ersten 25 Minuten hatte Luckenau eigentlich gar keine richtige Torchance mehr – also 65 Minuten lang bis zum Abpfiff – und Meineweh verwertete ein Drittel ihrer (bei den Spielanteilen) zu wenigen Chancen. Das reichte allerdings noch für ein 4:0, wobei keiner der Treffer am behäbigen aber sicheren Luckenauer Torwart – bei Vereinen mit mehr Mitgliedern (die aber auch meistens in größeren Orten spielen als im 500-Einwohner-Nest Luckenau) würde der Mann mit der 1 in der Altherrenmannschaft spielen, aber jünger als der Sportfreund an der Pfeife war er allerdings... – festzumachen war. Die besten Aktionen des Luckenauer Torwarts waren allerdings nach Abstoßsituationen: wenn der Ball am Tor vorbei oder über den Kasten drüber segelte, dann ließ er sich immer mit ein paar freundlichen Bemerkungen den Ball von einem Meineweher Jungen oder meinem Vater zurückschießen. Der Torhüter war schon lustig drauf, auch wenn seine Mannschaft mal wieder deutlich den Kürzeren zog...
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Was ich abschließend noch erwähnen muss, ist dass ich mit Erschrecken feststellen musste, dass die erste Mannschaft vom TSV Leuna tatsächlich nur 0:0 gespielt hat. Das ist schon das zweite Mal in den letzten 9 Jahren! Also wirklich... Eine derart offensiv und sehenswert spielende Mannschaft findet man nicht so schnell noch einmal! Nach 8,5 Jahren und über 240 Spielen das erste Mal wieder torlos – und dabei die Mehrzahl der Spiele gewonnen! Im September gucke ich wieder bei mindestens einem Spiel vorbei!
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Statistik:
Grounds: 618 (heute 2 neue; diese Saison: 24 neue)
Sportveranstaltungen: 1.344 (heute 2, diese Saison: 30)
Tageskilometer: 180 (180 Auto)
Saisonkilometer: 3.760 (3.050 Auto/ 710 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 63
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 265

Mittwoch, 10. August 2011

W263I: Nichts zu holen für Holzhausen

FC Eintracht Holzhausen 0:8 SV Tresenwald/ Machern
Datum: Dienstag, 9. August 2011 – Anstoß: 18.40
Wettbewerb: Freundschaftsspiel 1. Stadtklasse Leipzig Staffel 2 (10. Liga, 5. Amateurliga) gegen Kreisoberliga Muldental/ Leipzig Land (8. Liga, 3. Amateurliga)
Ergebnis: 0:8 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0:3
Tore: 0-1 17. (Elfmeter, Nr. 6), 0-2 34. (Nr. 17), 0-3 40. (Nr. 17), 0-4 50. (Nr. 13), 0-5 55. (Nr. 9), 0-6 61. (Nr. 7), 0-7 67. (Nr. 13), 0-8 90. (Nr. 9)
Verwarnungen: keine, Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Holzhausen/ Am Arbeiterheim (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 35 (davon ca. 8 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Extrem einseitiges, aber wirklich gutes Spiel!)
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Photos and English version:

Nicht aus Faulheit, sondern aus Zeitmangel werden die Touren nach Leipzig diese Woche mit dem Auto durchgeführt. Die erste der beiden Touren führte uns am Dienstag in den äußersten Südosten der Stadt, genauer: in den Stadtteil Holzhausen. Dort gibt es zwei Sportplätze, wobei der Walter-Heise-Sportplatz als Nebenplatz (bzw. Nebenplatzanlage: es gibt zwei Großfelder und ein Kleinfeld dort, die als Ausweich und von den Volkssportmannschaften genutzt werden) fungiert und der eigentliche Hauptplatz, der Sportplatz am Arbeiterheim, über einen Kilometer entfernt von ebendiesem Nebenplatz liegt.

Am Arbeiterheim, einem etwas heruntergekommenen Eingeschosser mit zweigeschossigem Mittelteil, liegt ein richtig idyllischer Sportplatz: massive Bäume, hohe Blumen und grünes Gestrüpp umgeben das etwas unebene Spielfeld. Dahinter liegt eine ehemalige Radrennbahn. Heute fanden sich etwas mehr als 30 Zuschauer ein, um ein als Eintracht Holzhausen I – Tresenwald-Machern II angesetztes Testspiel zu sehen.

Spätestens in der zweiten Halbzeit wurde aber klar, dass es sich kaum um die Reservemannschaft der Tresenwalder und Macherner gehandelt haben dürfte. Holzhausen hatte in der vergangenen Saison in der 1. Stadtklasse zwar 10 Punkte Vorsprung auf Abstiegsplatz, aber als 12. von 16 keine gute Saison gespielt und die Reserve von Tresenwald war in der vergleichbaren Kreisliga B in gleicher Tabellensituation gelandet. Hingegen die Erste Mannschaft von Tresenwald/ Machern, konnte einen sechsten Platz in der Bezirksklasse Leipzig Staffel 1 verbuchen. Zwischen der Stadtklasse und der mittlerweile umbenannten und umgestalteten Bezirksklasse liegen zwei Ebenen – und diese zwei Spielklassen Unterschied waren zu merken.

Von Anfang an war der Gast klar überlegen: spielte schneller, griff flüssiger an, war sicherer am Ball, zeigte weniger technische Mängel und war torgefährlicher. In der 17. Minute fiel dann das erste Tor der Partie: der Gästetorwart machte einen weiten Abschlag von der eigenen Strafraumgrenze an die des anderen Strafraums, an der der Gästestürmer mit der 17 den Ball annahm und daraufhin von einem Verteidiger zu Boden gerissen wurde. Es gab Elfmeter und dieser wurde sicher verwandelt. Auch das 0:2 resultierte aus einem Abschlag des Torwarts: diesmal war es sogar ein direkter Assist, denn der 17er nahm den Ball an und zimmerte ihn nach kurzem Vorlegen ins Tor. Bis zur Pause fiel noch ein dritter Treffer aus Nahdistanz.

Nach der Pause fiel den Gästen das Tore schießen sehr leicht. Die Abwehr der Heimelf war reichlich überfordert und sicheres Kombinationsspiel und gute Schüsse von Tresenwald taten ihr Übriges. Nach dem 0:7 gab es einen kleinen Durchhänger, der ein zweistelliges Ergebnis verhinderte, was sich die nun ab und an angreifenden Hausherren aber auch verdient hatten. 0:8 war schließlich das noch recht glimpflich ausgefallene Endresultat.
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Statistik:
Grounds: 603 (heute ein neuer Ground; diese Saison: 10 neue)
Sportveranstaltungen: 1.327 (heute eine, diese Saison: 10)
Tageskilometer: 90 (90 Auto)
Saisonkilometer: 1.200 (670 Auto/ 530 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 52
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 263