Posts mit dem Label SV Gröst werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label SV Gröst werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 25. Oktober 2008

WE117II: Fußball auf dem Dorf; Roßbach und Gröst.

VfL Roßbach II 1:2 Germania Kötzschau II
Samstag, 25.Oktober 2008 - Anstoßzeit 13.00
2. Kreisklasse (12. Liga, 8. Amateurliga)
Ergebnis: 1:2 nach 89 Min. (43/46) - Halbzeit 1:1
Tore: 0:1 8. (?), 1:1 14. (?), 1:2 68. (?)
Verwarnungen: Roßbach 2, Kötzschau 1
Platzverweise: Keine
Sportplatz: Sportkomplex Roßbach (Kap. 1.000)
Zuschauer: 20 (5 Gästefans)
Spielqualität: 4,5/10 (Etwas unterm Durchschnitt)

SV Gröst 2:2 Eintracht Bad Dürrenberg II
Samstag, 26.Oktober 2008 - Anstoßzeit 15.00
3. Kreisklasse (13. Liga, 9. Amateurliga)
Ergebnis: 2:2 nach 93 Min. (47/46) - Halbzeit 1:0
Tore: 1:0 8. (?), 1:1 80. (?), 2:1 (87.), 2:2 (90.)
Verwarnungen: je 1 gelbe Karte für beide Teams
Platzverweise: Keine
Sportplatz: Sportplatz Gröst (Kap. 1.000)
Zuschauer: 30 (Keine Gästefans)
Spielqualität: 5,0/10 (Durchschnitt)

Ground Nr. 259 (1 neuer Ground; diese Saison: 29 neue)
Sportveranstaltung Nr. 687 (diese Saison: 54)
Tageskilometer: 40 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 8.090 (4.810 Auto, 1.760 Bahn, 1.520 Rad)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 97
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 117

Vorm Spiel:
Wir kamen schneller als zuvor erwartet nach Roßbach, sodass wir mehr als eine Dreiviertelstunde vor Anpfiff auf dem wenig interessanten Platz im Braunsbedraer Ortsteil ankamen.

Das erste Spiel:
Man musste wirklich von einem furiosen Beginn sprechen. Schon nach wenigen Minuten musste ein Kötzschauer verletzt ausgewechselt werden, sofort darauf fiel jedoch die Führung für die Gäste, dann nur wenige Minuten später musste ein Gästespieler minutenlang behandelt, da er von einem Roßbacher ins Gesicht getreten wurde, als dieser zu einem Fallrückzieher ansetzte. Gleich darauf erzielte Roßbach mit einem billigen Kullertor den Ausgleich.
Bis zur Pause blieb das Spiel zumindest ansehenswert, doch nach der Pause sah es anders aus. Beide Mannschaft bolzten viel zu unpräzise umher und schafften es nicht, beste Chancen im Tor unterzubringen. Nach 68 Minuten tunnelte allerdings ein Kötzschauer den Torwart der Heimmannschaft, was den letzten Treffer der Partie markieren sollte.

Eintritt, Zuschauer, Catering, Schiedsrichter:
Der Eintritt war wie gewohnt frei, die Zuschauer langweilig (ab und an heizte der unsympathische Genosse auf der Roßbacher Trainerbank jedoch die Gästefans an), Catering gab es keins und der Schiedsrichter übersah einige Fouls und Abseitspositionen, die man unbedingt hätte pfeifen müssen.

Zwischen den Spielen:
Die nicht einmal fünf Kilometer wurden schnell zurückgelegt. Knapp vorm Anstoß kamen wir im Müchelner Ortsteil Gröst an.

Das zweite Spiel:
Noch eine Liga tiefer ging es nun, doch das Spiel war sogar einen Tick besser und schon alleine das 1:0 für Gröst das Kommen wert. Ein schöner Schuss aus einiger Entfernung direkt ins Eck ganz knapp neben den Pfosten führte zum ersten und bis zur 80. Minute auch einzigen Treffer der Partie.
In besagter 80. erzielte Bad Dürrenberg nach einer ihrer Druckphasen den Ausgleich, der allerdings nur sieben Minuten bestand hatte. Dann konterte Gröst wirklich hervorragend zur erneuten Führung. Doch nur drei Minuten später trafen wieder die Gäste.

Schiedsrichter:
Von einer völlig souveränen Leistung konnte man auch hier nicht sprechen, da der ältere, schräg laufende Herr doch immer wieder sehr seltsam die Regeln - besonders (und übertrieben streng) die Abseitsregel - auslegte.

Eintritt und Zuschauer:
Der Eintritt war frei und die Zuschauer erwartungsgemäß gar nicht so uninteressant. Mal wieder einige verschrobene Rentner und auch eine Horde Jugendliche, die sich fleißig bepöbelte, was so auf dem Niveau ,,Ey Digga! Wenn isch deine Fresse seh, Alda! - Ey halt’s Maul, du Votze!’’ ablief. Da gab es auch ca. 14jährige, die eine Rauchten oder Alkohol tranken.

Catering:
Der Grillmeister legte 20 Bratwürste auf den Grill, die von wirklich herausragender Qualität waren. Wahrscheinlich von einer guten Landfleischerei gesponsert und für 1,50€ verkauft.

Nach dem Spiel:
Zügig und ohne Nennenswertes ging es nach Merseburg zurück.

Mehr Fotos unter:
Roßbach:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/081025a%20VfL%20Rossbach%20II%201-2%20Germania%20Koetzschau%20II/
Gröst: http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/081025b%20SV%20Groest%202-2%20Eintracht%20Bad%20Duerrenberg%20II/

Sonntag, 19. Oktober 2008

WE116II: Von einer Fußballmannschaft, die einen nicht mehr existierenden Ort repräsentiert

Krumpaer SV Lützkendorf 2:1 SV Gröst
Samstag, 18.Oktober 2008 - Anstoßzeit 15.00
3. Kreisklasse (13. Liga, 9. Amateurliga)
Ergebnis: 2:1 nach 91 Min. (45/46) - Halbzeit 1:0
Tore: 1:0 8. (?), 1:1 49. (11m) (?), 2:1 89. (?)
Verwarnungen: 1 für Krumpa, 3 für Gröst (davon 2 Gelbe zu 1 Gelb-Roten)
Platzverweise: der besagte für Gröst in der 47. (foulen und meckern)
Sportplatz: Gemeindesportplatz Krumpa (Kap. 1.000)
Zuschauer: 20 (2 Gästefans)
Spielqualität: 4,0/10 (Etwas unterm Durchschnitt)
Vorm Spiel:
Wir kamen wie gesagt gerade von Mücheln. Der Zeitpuffer von nur etwas mehr als 10 Minuten reichte gerade noch um den Einlauf der Mannschaften zu erleben.
Zum gastgebenden Verein sollte man noch ein paar Worte verlieren: üblicherweise als KSV Lützkendorf bezeichnet, wird man diesen Ort nie unter diesem Namen auf der Karte finden. Lützkendorf ist ein abgebaggerter Ort, der dort lag, wo heute der Geiseltalsee liegt. Dieser ist ein gefluteter Braunkohletagebau südlich von Merseburg bei den Städten Braunsbedra und Mücheln. Vor Braunsbedras Ortsteil Krumpa (dafür steht das K im KSV) machte der Tagebau halt. Der Fußballplatz liegt nur 100m vom Hang des Sees entfernt. Umrahmt zu allen Seiten von Gestrüpp und Industriebrache.

Das Spiel:
Es gibt nicht viele 1. Mannschaften in der 3. Kreisklasse, doch hier spielten sogar zwei 1. gegeneinander. Lützkendorf hatte den besseren Start. So legte schon nach acht Minuten ihr afrikanischer Stürmer Geoffrey den Ball geschickt auf einen Kollegen, dessen Namen ich mir nicht gemerkt habe - eigentlich habe ich mir auch nur den Namen des Afrikaners gemerkt... - ab, der den Ball schön ins Eck setzte. Bis zur Pause fielen keine weiteren Tore. Auffällig war nur wieder einmal die Freundlichkeit unter den Spielern. Kaum wurde mal einer zu Fall gebracht, ging schon das Geschrei los: ,,Ey na hast du n Ei am Wandern, Alter?’’ - ,,Ach halt’s Maul und verpiss dich, du Vogel!’’
Nach der Pause gab es dann eine sehr lustige Einlage, als ein Gröster mal wieder im gegnerischen Strafraum den Ball verlor. Gefrustet schubste er einen Gegenspieler um, bekam Gelb dafür und beschwerte sich dann noch lautstark beim Schiedsrichter, weswegen er vom Platz gestellt wurde. Nicht mehr so lustig war es dann, als man sein Gemecker mal etwas klarer hörte, da er auf uns zulief um vom Feld zu verschwinden. Also entweder war der junge Mann äußerst ungebildet oder er war wegen einer geistigen Behinderung sprachlich so unbeholfen. Nicht nur das ,,ey’’ nach jedem zweiten Wort, sondern auch die pseudo-intelligenten Formulierungen wie ,,Na ey hier geht’s nich um n Sport ey, dass so ums Menschliche ey... weeßte hat doch nichts mehr mit m Sport zu tun ey...’’ Er verabschiedete sich von den Krumpaer Zuschauern dann auch noch mit ein paar dummen Sprüchen. Diese nahmen das aber erstaunlich gelassen hin. Wären die Sprüche gegen mich gerichtet gewesen, wäre es etwas lauter auf dem Platz geworden.
Ohnehin seltsam, was sich so auf und am Platz an unbeholfenen, übergewichtigen und verschrobenen Leuten zusammengefunden hatte. Von den Zuschauer trank fast jeder sein Bier, einer der Gästebetreuer - ein alter, gebrochener Mann mit zerzausten Haaren - trank und rauchte andauernd und dann noch so ein paar ausgefallene Spielertypen - besonders bei Gröst. Bei Krumpa fiel nur auf, dass 3 augenscheinlich ausländische Spieler bei 11 Spielern sehr viel sind für eine ostdeutsche Mannschaft. Aber wenn das alles problemlos funktioniert: sehr gut!
Wie auch immer. Gröst wurde besser nach dem Platzverweis und bekam einen berechtigten Elfmeter zugesprochen, den sie sicher verwandelten.
Nachdem Krumpa ein paar gute Chancen vergab, schafften sie einen weiteren Treffer, der schließlich zum Sieg reichte, durch einen schönen Schuss aus 25 Metern.

Eintritt, Catering Zuschauer:
Freier Eintritt, kein Catering und 20 Zuschauer, die ihren Mund nur zum Meckern aufmachten.

Schiedsrichter:
Man konnte eigentlich nicht klagen, auch wenn es Spieler, Betreuer und Zuschauer immer wieder gerne taten.

Nach dem Spiel:
Es stand noch eine dritte Veranstaltung an. Allerdings fuhren zwischendurch noch einmal nach Hause.