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Mittwoch, 1. August 2012
W314I: Unentschieden zwischen dem Bezirksligisten aus Delitzsch und dem Landesligisten aus Merseburg
Eisenbahnersportverein Delitzsch 2:2 SV Merseburg 99
Datum: Dienstag, 31. Juli 2012 – Anstoß: 19.00
Wettbewerb: Testspiel Bezirksliga Sachsen, Nord (7. Liga, 2. Amateurliga) gegen Landesliga Sachsen-Anhalt, Süd (7. Liga, 2. Amateurliga; Aufsteiger aus Landesklasse)
Ergebnis: 2-2 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 2-2
Tore: 1-0 1. (Nr. 11 ?), 1-1 6. (Nr. 9), 1-2 17. (Nr. 10), 2-2 37. (Nr. 11, Foulelfmeter)
Verwarnungen: Nr. 8 (ESV), Nr. 6, 16 (SV99)
Platzverweise: keine
Spielort: Stadion der Eisenbahner (Kap. 3.000, davon 100 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 65 (davon keine Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Wirklich gutes, ausgeglichenes und spannendes Testspiel)
Pre-Season: ESV Delitzsch v SV Merseburg 99
Den Auftakt der Saison 2012/2013 machte bei uns ein Testspiel in einem echt interessanten Stadion in Nordwest-Sachsen: Der Eisenbahnersportverein Delitzsch empfing den SV Merseburg 99. Bei zwei Teams aus derselben Liga – nur halt unterschiedlichen Bundesländer – war ein ausgeglichenes Spiel zu erwarten. Dieses Spiel wurde es dann auch.
Der Beginn war – wie beim Testkick am vergangenen Sonntag in der anderen Ecke des Leipziger Umlandes – mal wieder furios: Keine 60 Sekunden vorbei und schon lag das Runde im Eckigen. Delitzsch profitierte von einem Abwehrfehler der Merseburger und schoss aus Nahdistanz zum 1:0 ein. Ab der zweiten Minute legte der Gast aber ganz gut los und bestimmte bis Mitte des ersten Spielabschnittes das Geschehen doch erheblich. Mehrfach wurde die Abwehr ausgehebelt, einmal gegen die Latte und zwei Mal ins Tor geschossen. Noch vor der Pause wurde Delitzsch stärker und schaffte den Ausgleich mit einem sicher verwandelten Foulstrafstoß.
In Hälfte zwei war dann Delitzsch leicht besser, doch konnte genauso wenig ein weiteres Tor markieren, wie die Merseburger. Die Gäste aus meiner Stadt hatten allerdings die beste Torchance von allen mit ihrem zweiter Hammer an die Querlatte. In der zweiten Spielhälfte gab es auf beiden Seiten übrigens etwas mehr Fouls, wobei sich beide Trainer ab und an über die im Allgemeinen sehr korrekten Schiedsrichterentscheidungen ärgerten. Am lautesten meckerte natürlich wieder 99-Coach Sachse, was mich daran erinnerte, dass wir uns beim Testspiel am Donnerstag in Hörweite der Wechselbänke setzen sollten, um das SVM-Rumpelstilzchen wieder so zu belöffeln, wie wir das im letzten Punktspiel zwischen Leuna und 99 gemacht haben...
Zwischen die Trainerbänke setzten klappt aber in Delitzsch nicht ganz so gut wie in Leuna, denn so schön das Stadion der Eisenbahner auch ist, so heruntergekommen ist es auch. Und die kleine Stehtribüne mit ihren drei Reihen verfüllte Betonstufen ist sehr niedrig und die Wellblechverschläge von Wechselbänken nehmen an vielen Stellen der krummen und überwucherten Stehstufen die Sicht. Aber was da alles wuchert: Goldruten, Beifuss, Pappelsetzlinge, ein krüppliger Apfelbaum der seien Früchte auf die Tribüne fallen lässt... Sehr schön auch die Haupttribüne mit ihren vier Stufen, den zum großen Teil beschädigten Sitzbänken in der ersten Reihe und dem kleinen, wellblechüberdachten Mittelteil mit 50 Plätzen auf Kunststoffsitzbänken und einem Imbissstand. Hinter den Toren sind der Rest eines Fackelmonumentes bzw. zwei defekte und zwei intakte Sitzbänke zu finden.
Nach diesem sehr sehenswerten Spiel, was bei freiem Eintritt ausgetragen wurde, muckte – zur Feier der persönlichen Saisoneröffnung wahrscheinlich – mein Laptop auf, sodass dieser Text auf jenem meiner Freundin entstehen musste. Es ist schon zum Kotzen, wie viel Zeit und Geld durch Defekte technischer Geräte vergeudet wird!
Grounds: 769 (heute 1 neuer; diese Saison: 1 neuer)
Sportveranstaltungen: 1.578 (heute 1, diese Saison: 1)
Tageskilometer: 100 (100 Auto)
Saisonkilometer: 100 (100 Auto/ 0 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 116
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 314
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SV Merseburg 99
Donnerstag, 12. Januar 2012
W284IV: Leuna mit fünf Siegen zur Finalrunde – und: Ausgleich in Delitzsch bei 59.53!
Hallenkreismeisterschaft Saalekreis, Zwischenrunde
Datum: Sonntag, 8. Januar 2012 – Beginn: 8.00
Wettbewerb: Zwischenrunde der Hallenfußballkreismeisterschaft des Saalekreises, Turniergruppe 5
Teilnehmer aus: Landesklasse (8. Liga, 3. Amateurliga), Kreisoberliga (9. Liga), 1. Kreisklasse (11. Liga), 2. Kreisklasse (12. Liga) und 3. Kreisklasse (13. und unterste Liga)
Qualifiziert für Endrunde: TSV Leuna 1919 (Landesklasse)
Spielort: Sporthalle Querfurt (Kap. 400 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 15 Leunaer, 10 Braunsbedraer, 10 Dürrenberger, je 3-4 Schafstädter, Barnstädter und Gatterstädter)
Unterhaltungswert: 7,5/10 (Seit Jahren das beste Hallenfußballturnier was ich gesehen habe! Flotte Spiele, prima Tore und die ein oder anderen Emotionen...)
Photos and English Version:
Die Tabelle:
1. TSV Leuna 1919 (Landesklasse) ...... 14:3 / 15
2. SV Braunsbedra III (2. Kreisklasse) 18:10 / 10
3. E. Bad Dürrenberg (1. Kreisklasse) .. 13:10 / 8
4. Germ. Schafstädt (Kreisoberliga) ....... 13:8 / 7
5. SV Barnstädt (Kreisoberliga) ........... 10:14 / 3
6. Gatterstädter SV (3. Kreisklasse) ....... 0:23 / 0
Die Ergebnisse:
Leuna 3:0 Gatterstädt
Barnstädt 2:3 Bad Dürrenberg
Schafstädt 1:2 Braunsbedra
Leuna 2:1 Barnstädt
Braunsbedra 8:0 Gatterstädt
Bad Dürrenberg 1:1 Schafstädt
Braunsbedra 0:3 Leuna
Gatterstädt 0:3 Bad Dürrenberg
Barnstädt 2:5 Schafstädt
Bad Dürrenberg 4:4 Braunsbedra
Gatterstädt 0:3 Barnstädt
Schafstädt 0:3 Leuna
Barnstädt 2:4 Braunsbedra
Leuna 3:2 Bad Dürrenberg
Schafstädt 6:0 Gatterstädt
Turnier-Statistik:
Anzahl der Tore: 68 in 15 Spielen
Torschnitt: 4,5 Treffer pro Spiel
Anzahl der Strafen: 10 Strafminuten, 1 Rote Karte (2 Minuten + 1 Rote Karte Schafstädt, 4 Min. Bad Dürrenberg, 2 Min. Braunsbedra, 2 Min. Barnstädt, keine Strafen für Leuna und Gatterstädt)
Torreichste Spiele: Braunsbedra 8:0 Gatterstädt und Bad Dürrenberg 4:4 Braunsbedra
Torärmstes Spiel: Schafstädt 1:1 Bad Dürrenberg
Häufigstes Ergebnis: 3-0 bzw. 0-3; 5x in 15 Spielen
Bestes Spiel: Leuna 2:1 Barnstädt (8,0/10)
Schwächstes Spiel: Gatterstädt 0:3 Barnstädt (5,0/10)
Größte Fangruppe: TSV Leuna (15 von ca. 50 Zuschauern)
Torschützen für den TSV Leuna:
3x Rene Lorber, 3x Ronny Wenzel, 3x Toni Feist, 3x Nino Hammerschmidt, 1x Jens Heinecke, 1x Christian Sporbert
Die Spiele im Einzelnen:
Insgesamt wusste das Turnier mit seinen 15 Partien (je 1x12 Minuten) durch die hohe Anzahl sehenswerter und spannender Spiele mit schönen Toren und dem nötigen Kampfgeist bei vielen Mannschaften sehr zu überzeugen. Der Status dieses Turniers ist übrigens, da sich der Sieger für die Finalrunde qualifiziert, in einem zusammengesetzten Substantiv mit acht Elementen und 62 Buchstaben zu beschreiben: es ist ein
„Hallenfußballkreismeisterschaftsfinalrundenqualifikationsturnier“ ...
„Hallenfußballkreismeisterschaftsfinalrundenqualifikationsturnier“ ...
Vorab; die Teilnehmer sind im richtigen Fußball, also auf dem Feld, folgendermaßen platziert: Leuna ist in der Landesklasse 4., Barnstädt in der Kreisoberliga 6., Schafstädt in der Kreisoberliga 12. von 16, Bad Dürrenberg ist Spitzenreiter der 1. Kreisklasse Staffel 1, Braunsbedra III alias Großkayna I Tabellenführer der 2. Kreisklasse Staffel 1 und schließlich SV Gatterstädt in der 3. Kreisklasse nur 9. von 11. Dass Gatterstädt Letzter wurde und Leuna Erster verwunderte da nicht so sehr, doch das Abschneiden der Kreisoberligisten war auffällig schwach.
TSV Leuna 1919 3:0 Gatterstädter SV 1952
(Spiel 1, Unterhaltungswert: 7,0/10)
Zusammenfassung: Leuna brauchte eine Weile um sich gegen die verständlicherweise sehr defensiv eingestellten Underdogs einzuschießen. Nach der Hälfte der Spielzeit gelang ein erster Treffer, dem zwei weitere zu einem lockeren Auftakt in einem sehenswerten Spiel folgten.
Tore: 1-0 6. Feist, 2-0 9. Heinecke, 3-0 10. Hammerschmidt
Strafen: keine
SV 46 Barnstädt 2:3 SV Eintracht Bad Dürrenberg
(Spiel 2, Unterhaltungswert: 7,5/10)
Zusammenfassung: Bad Dürrenberg ging mit dem ersten Torschuss in Führung und Barnstädt glich gleich vom Anstoßpunkt per Weitschuss aus. Was ein Beginn! Danach ließen sich die Favoriten vom SV 46 noch die Führung nehmen und verloren 2:3.
Tore: 0-1 (1.), 1-1 (1.), 2-1 (5.), 2-2 (6.), 2-3 (10.)
Strafen: keine
SV Germania Schafstädt 1:2 SV Braunsbedra III
(Spiel 3, Unterhaltungswert: 6,5/10)
Zusammenfassung: Trotz schneller Führung verlor auch hier der überschätzte Kreisoberligist mit einem Treffer. Großkayna I bzw. Braunsbedra III spielte einfach auch den schöneren Fußball!
Tore: 1-0 (2.), 1-1 (8.), 1-2 (10.)
Strafen: keine
TSV Leuna 1919 2:1 SV 46 Barnstädt
(Spiel 4, Unterhaltungswert: 8,0/10)
Zusammenfassung: Ein richtig schönes, schnelles und spannendes Spiel! Nach schneller Führung für den Klassentieferen, waren Sporbert und Lorber mit zwei herrlichen Treffern zur Stelle.
Tore: 0-1 2. Mikat, 1-1 5. Sporbert, 1-2 10. Lorber
Strafen: keine
SV Braunsbedra III 8:0 Gatterstädter SV 1952
(Spiel 5, Unterhaltungswert: 6,0/10)
Zusammenfassung: Braunsbedra nahm Gatterstädt nach allen Regeln der Kunst auseinander – die Tore wurde mal locker heraus gespielt, mal richtig reingezimmert. Starke Leistung der Großkaynaer!
Tore: 1-0 (1.), 2-0 (2.), 3-0 (3.), 4-0 (3.), 5-0 (7., Unterzahl), 6-0 (9.), 7-0 (9.), 8-0 (11.)
Strafen: 2 Minuten für Braunsbedra
SV Eintracht Bad Dürrenberg 1:1 SV Germania Schafstädt
(Spiel 6, Unterhaltungswert: 7,0/10)
Zusammenfassung: Ein wirklich spannendes und ausgeglichenes Spiel. Schafstädt glich in der letzten Minute noch einen 1:0-Rückstand aus, nachdem sie wenige Minuten zuvor einen klaren Handstrafstoß verweigert bekamen. Mit der Härte des Spiels hatten die Schiedsrichter – bei zwei der unparteiischen Sportkameraden wunderte mich das auch überhaupt nicht! – einige Probleme. Doch richtig Härte kam erst durch den Hammelhausener Dorfdepp mit der 10 hinein: der fing nach Abpfiff, statt sich über den späten Ausgleich zu freuen, grundlos eine zünftige Streiterei an. Für den Griff an die Gurgel, der wirklich alle Spieler beider Teams zum hektischen Aufspringen und Rudelbilden bewegte, wurde er auch mit Recht für den Rest des Turniers an die Seite verbannt. Der Tumult steigerte den Unterhaltungswert des Spiels, für das ich eigentlich nur 6,0/10 veranschlagt hatte, noch einmal ungemein – so was wollen wir doch auch sehen, auf den Sportplätzen und in den Hallen! Na... wo bleibt der MZ-Artikel, Frau Losack?!
Tore: 1-0 (4.), 1-1 (12.)
Strafen: 4 Minuten für Bad Dürrenberg, 2 Minuten und 1 Rote Karte (= Turnierausschluss für betreffenden Spieler) für Schafstädt
SV Braunsbedra III 0:3 TSV Leuna 1919
(Spiel 7, Unterhaltungswert: 7,0/10)
Zusammenfassung: Großkayna hielt lange prima mit und zwang Torwart Lenzen zu der ein oder anderen Abwehr, doch drei Tore in drei Minuten zogen Braunsbedra/ Großkayna den Nerv. Feist mit einem Doppelschlag, wobei der erste Treffer sehr billig war: Braunsbedra diskutiert über eine Freistoßentscheidung, der Schiri hat schon freigegeben und Schimpf und Feist stürmen einfach aufs Tor zu – Matti auf Toni: 1-0. Natürlich regten die Kreisklassekicker sich darüber auf, aber wenn man nur rummault anstatt aufmerksam zu spielen, braucht man sich über so billige (und auch noch völlig regelkonforme) Gegentore nicht zu wundern! Kaum eine Minute später hämmerte Feist auch einen zweiten Treffer halbhoch ins lange Eck – das war dann ein richtig herrlicher Treffer und völlig anders als das Führungstor! Hammerschmidt legte mit dem nächsten Hammer-Schuss gleich zum 3:0 nach. Die Großkaynaer maulten nach Abpfiff immer noch die nicht immer souveränen, aber nie völlig daneben liegenden Unparteiischen voll. Richtig lächerlich – insbesondere der Spieler mit der Nr. 11!
Tore: 0-1 8. Feist, 0-2 9. Feist, 0-3 10. Hammerschmidt
Strafen: keine
SV Gatterstädt 1952 0:3 SV Eintracht Bad Dürrenberg
(Spiel 8, Unterhaltungswert: 5,0/10)
Zusammenfassung: Ein souveräner aber nicht sonderlich sehenswerter Sieg des SV Eintracht.
Tore: 0-1 (6.), 0-2 (7.), 0-3 (10.)
Strafen: keine
SV Barnstädt 2:5 SV Germania Schafstädt
(Spiel 9, Unterhaltungswert: 6,0/10)
Zusammenfassung: Schafstädt hatte sich erwartungsgemäß eingekriegt und zeigte nun ein gutes Spiel gegen den nach wie vor ziemlich überforderten SV Barnstädt.
Tore: 0-1 (2.), 1-1 (2.), 1-2 (7.), 1-3 (8.), 1-4 (10.), 2-4 (10., Unterzahl), 2-5 (11., Überzahl)
Strafen: 2 Minuten SV Barnstädt
SV Eintracht Bad Dürrenberg 4:4 SV Braunsbedra III
(Spiel 10, Unterhaltungswert: 7,5/10)
Zusammenfassung: Wieder ein sehr sehenswertes Spiel der Bad Dürrenberger! Das war auch ein Spiel der Doppelschläge: auf das 1-0 folgte das Braunsbedraer 1-1 noch in derselben (ersten!) Spielminute. In der zweiten ging Braunsbedra in Führung und nur 30 Sekunden später glich Großkayna aus. So ging es munter weiter mit je zwei Treffern in der 7. und der 11. Minute, bis bei der Schlusssirene dann vier Tore bei beiden Seiten standen.
Tore: 1-0 (1.), 1-1 (1.), 1-2 (2.), 2-2 (3.), 3-2 (7.), 3-3 (7.), 4-3 (11.), 4-4 (11.)
Strafen: keine
Gatterstädter SV 1952 0:3 SV Barnstädt
(Spiel 11, Unterhaltungswert: 5,0/10)
Zusammenfassung: Gegen Gatterstädt holte selbst Barnstädt noch drei Punkte...
Tore: 0-1 (3.), 0-2 (7.), 0-3 (12.)
Strafen: keine
SV Germania Schafstädt 0:3 TSV Leuna 1919
(Spiel 12, Unterhaltungswert: 6,5/10)
Zusammenfassung: Ein sehr lässiger Beginn des TSV, doch ein Doppelschlag nach 4 und 5 Minuten sorgte für die Vorentscheidung. Mit diesem recht lockeren Sieg war der TSV Leuna dann auch schon für die Finalrunde qualifiziert!
Tore: 0-1 4. Lorber, 0-2 5. Wenzel, 0-3 10. Wenzel
Strafen: keine
SV 46 Barnstädt 2:4 SV Braunsbedra III
(Spiel 13, Unterhaltungswert: 6,5/10)
Zusammenfassung: Die beste Szene in diesem Durchschnittsspiel, das schon fast erwartungsgemäß der Kreisoberligist gegen den Tabellenführer der 2. Kreisklasse (3 Ligen tiefer!) verlor, war die direkt verwandelte Ecke des einen (ansonsten ganz schwachen!) Barnstädter Stürmers zum 2-4.
Tore: 0-1 (1.), 1-1 (3.), 1-2 (9.), 1-3 (11.), 1-4 (11.), 2-4 (12.)
Strafen: keine
TSV Leuna 1919 3:2 SV Eintracht Bad Dürrenberg
(Spiel 14, Unterhaltungswert: 6,5/10)
Zusammenfassung: Leuna spielte locker auf zum fünften Sieg im fünften Spiel. Nach dem 3:0 ließen sie es aber zu locker angehen und fingen noch zwei Tore.
Tore: 1-0 5. Lorber, 2-0 10. Hammerschmidt, 3-0 10. Wenzel, 3-1 11. Duarte de Jesús, 3-2 12. Heklau
Strafen: keine
SV Germania Schafstädt 6:0 Gatterstädter SV
(Spiel 15, Unterhaltungswert: 6,5/10)
Zusammenfassung: Zum Abschluss dieses wirklich gelungenen Turniers wurde Gatterstädt leider noch mal abgeschossen. Schafstädt ging schnell 4-0 in Führung, das 6-0 war auch in der Höhe OK. Aber ich hätte nach der Aktion nach Spiel Nr. 6 gerne mal gesehen, was los gewesen wäre, wenn Gatterstädt beim Stande von 1-0 einen unberechtigten Neunmeter zum 1-1 in der 12. Minute bejubelt hätte...
Tore: 1-0 (2.), 2-0 (4.), 3-0 (5., Neunmeter), 4-0 (6.), 5-0 (9.), 6-0 (10.)
Strafen: keine
SG DHfK Leipzig II/ NHV Concordia Delitzsch I
29:29 (15:12) SV Kondensatorenwerk Görlitz
Datum: Sonntag, 8. Januar 2012 – Anwurf: 17.00
Wettbewerb: Sachsenliga (5. Handballliga, 2. Amateurliga)
Ergebnis: 29:29 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 15:12
Tore: Jacob Schlichter 8, Andreas Weikert 5, Maik Wolf 5, Jens Groeschel 4, Marcel Ulrich 4, Ivo Doberenz 1 (DHfK/ NHV); Radim Vanek 11, Fabrice Türkowsky 4, Eric Besser-Wilke 4, Petr Masat 2, Marco Brendler 2, Hiroki Kuwano 2, Markus Noack 1, Danilo Krause 1 (Koweg)
Gelbe Karten: Marcel Ulrich, Eric Thomas, Maik Wolf (DHfK/ NHV); Eric Besser-Wilke, Radim Vanek, Petr Masat (Koweg)
Zeitstrafen: 2x Marcel Ulrich, 2x Jacob Schlichter, Eric Thomas, Ivo Doberenz, Christian Bräuer, Frank Bönke (DHfK/ NHV = 16 Minuten); Eric Besser-Wilke, Marc Rechner, Marco Brendler (Koweg = 6 Minuten)
Rote Karten: Maik Wolf (DHfK/ NHV, nach Spielschluss wegen Schiedsrichterbeleidigung)
Spielort: Sporthalle Artur Becker, Delitzsch (Kap. 380 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 200 (davon ca. 10 Gästefans)
Unterhaltungswert: 8,0/10 (Sehr gutes und spannendes Spiel, das mit einem leistungsgerechten Unentschieden endete)
Photos and English Version:
Video:
Nachdem wir Anja noch die Querfurter Burg und Altstadt gezeigt und dort gegessen hatten, fuhren wir nach Delitzsch, wo wir nach einem Rundgang durch die Altstadt mit den Stadttürmen und dem sehenswerten Barockschloss ein sehr interessantes Handballspiel guckten.
Die Sporthalle im Kultur- und Sportzentrum, ein bunter, zusammengepfriemelter 0815-Bau, war vor allem zu Bundesligazeiten die Heimstatt des HV Concordia. Nachdem sie zum wiederholten Mal bankrott gegangen waren, hatten sie in der Sachsenliga eigentlich sportlich schon alles verloren und waren durchgereicht worden, doch eine Fusion mit der Reserve des DHfK ermöglichte den Klassenerhalt. Diese für den Handballsport in Delitzsch, dem bisher jegliche Nachhaltigkeit und Intelligenz abging (wie wenig hinter dem Verein steckt, sieht man an dem Absturz – alle Söldner weg = fast niemand mehr da – und den verhältnismäßig niedrigen Zuschauerzahlen), überlebensnotwendige Spielgemeinschaft trägt die Spiele aber (zumindest teilweise) in der schönen, alten Sporthalle der Artur-Becker-Schule aus. Das Schulgelände insgesamt ist Architektur der späteren Phase der DDR. Die Halle macht schon von außen einen tollen Eindruck mit der Mischung aus neuen Graffiti und alten DDR-Wandmalereien. Der Kasten ist innen dann noch schöner, doch für Zuschauer nur bedingt angenehm. Die Beleuchtung ist verrottet und ungleichmäßig und am besten sieht man in der ersten Reihe und auf ganz bestimmten Plätzen der weiteren Reihen ab Reihe 3, die so zu den Balken vor der mit Holzbänken bestückten Tribüne liegen, dass man an diesen vorbeigucken kann. Rechterhand der Tribüne befindet sich ein Sprecherturm, links sind die uralten Klos, die nicht etwa mit „Männer“ und „Frauen“ beschriftet sind, sondern (da diese Sporthalle v.a. für Schul- und Jugendsport gedacht war) mit „Jungen“ und „Mädchen“.
Die Spielgemeinschaft der Reservemannschaft der Handballabteilung der Deutschen Hochschule für Körperkultur Leipzig und der ersten Mannschaft des Bankrottclubs Neuer Handball Verein Concordia Delitzsch trat gegen ein anderes Team mit recht kuriosem Namen an: die ehemalige BWSG (Betriebs- und Wohnsportgemeinschaft) des Kondensatorenwerks (Koweg) der ostsächsischen Grenzstadt Görlitz. Der Vierte spielte gegen den Fünften, was eigentlich ein Spitzenspiel sein sollte und auch absolut nicht enttäuschte!
In diesem sehr sehenswerten und auch sehr spannenden Duell lieferten sich beide Teams ein schnelles Hin- und Her mit einigen recht harten Einlagen (mehr von Seiten der Delitzscher, aber nicht so viele mehr wie die Strafenverteilung meinen lässt), das nie eine Vorentscheidung durchschimmern ließ. Vor der Pause ging Delitzsch mal mit drei Toren durch geniale Gegenstöße in Führung, doch dieser Vorsprung schwand nach dem Seitenwechsel ganz schnell. Mitte der zweiten Hälfte lag sogar das Kondensatorenwerk Görlitz, das von immerhin 10 Fans mit ein paar Trommeln und regelmäßigen Zurufen unterstützt wurden, mehrfach in Führung. Aber die stets nur ein Tor betragenden Vorsprünge waren nie von langer Dauer. In der Schlussminute hieß es dann 27:26 für DHfK/ NHV und der Torwart der Heimsieben zeigte eine tolle Parade – doch dann passierte ihm ein einziger Patzer: ein Fehlabspiel und ein Wurf sieben Sekunden vor Ende der Spielzeit landete zum 27:27 Ausgleich im Tor. Da verstummten auch die eifrigen Trommler der Delitzscher, die mal etwas bessere Rhythmen als „bumm-bumm-bumm“ aufspielten und der Rest des Heimanhangs stimmte in das allgemeine „das kann doch nicht sein, ey!“ ein.
So ärgerlich diese Torwartpanne auch war, so verdient war das Unentschieden! Zudem dürfen die Heimfans nicht vergessen, dass ihr Torhüter 59 Minuten lang eine prima Leistung brachte. Viele andere Schlussmänner hätten da öfter hinter sich gegriffen und so nicht einmal einen Punkt festgehalten – das Video dieser Torszene musste ich aber trotzdem oben einstellen...
Aber die, die am lautesten meckerten, waren so wie so die ganze Zeit diese Handball-Analphabeten links neben mehr, die 90% der Spielzeit nur über Schiedsrichterentscheidungen schimpften. Mal abgesehen davon, dass die Schiedsrichter nicht schlecht (wenn auch nicht immer sicher und korrekt – also durchschnittlich) waren; wo bleibt da die Unterstützung der eigenen Mannschaft?! Aber von den „Helden“ leistete sich ja auch einer noch nach Abpfiff eine dumme Bemerkung zu den Schiedsrichtern, was ihm noch eine rote Karte einbrachte...
Jedenfalls wieder mal ein richtig lohnender Sporttag, mit zwei herrlichen Veranstaltungen in zwei sehenswerten Kleinstädten!
Statistik:
Grounds: 689 (heute 1 neuer; diese Saison: 95 neue)
Sportveranstaltungen: 1.443 (heute 2, diese Saison: 129)
Tageskilometer: 170 (170 Auto)
Saisonkilometer: 26.550 (18.030 Auto/ 6.600 Flugzeug/ 1.910 Fahrrad/ 10 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 28
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 284
Sonntag, 7. Februar 2010
W184I: Zwei Ehemalige Erstligisten in einem Hervorragenden Zweitligaduell: Delitzsch Besiegt Essen!
1. SV Concordia Delitzsch 32:25 TUSEM Essen
Samstag, 6. Februar 2010 - Anwurf 18.00
2. Bundesliga Süd (2. Handballliga, Profi- und Halbprofiliga)
Ergebnis: 32:25 nach 60 Min. – Halbzeit 15:15
Tore: Hummel 8, Streitenberger 6, Baumgärtel 4, Oehlrich 4, Riehn 3, Warmuth 3, Boese 2, Meiner 2 (Delitzsch); Gerlich 7, Pöter 6, Wöss 5, Wiencek 4, Wozniak 1, Tovornik 1, Schulz 1 (Essen)
Zeitstrafen: Delitszch 8 Minuten (Oehlrich 4, Telehuz 2, Pietzsch 2); Essen 18 Minuten (Pöter 8 (6 + Disqualifikation + Bankstrafe), Gerlich 4, Trodler 2, Schütte 2, Wiencek 2)
Platzverweise: Pöter (Essen, dritte Zeitstrafe)
Spielort: Kultur- und Sportzentrum Delitzsch (Kap. 1.050, davon 762 Sitzplätze)
Zuschauer: 850 (ca. 5 Gästefans)
Unterhaltungswert: 8,0/10 (Sehr spannendes und rasantes Spiel!)
Sightseeing: 6,5 (Ausgestorbenes Kaff mit tollem Barockschloss und ein paar anderen sehenswerten Bauten)

Photos and English version: Delitzsch Town Sights – Delitzsch Defeated Essen (Handball)
Mit dem Hopperticket ging es von Merseburg aus über Halle nach Roitzsch, einem 2.500 Einwohner zählenden Ortsteil der Stadt Sandersdorf-Brehna, der ebenso langweilig, wie Sandersdorf und Brehna und zudem auch noch recht heruntergekommen ist. Diesen Ort nutzten wir auch nur als Ausgangspunkt, um nach Delitzsch weiter zu fahren. Delitzsch hat 27.000 Einwohner und eine recht sehenswerte Altstadt mit einigen Baudenkmälern aus der Barockzeit und vorangegangenen Epochen. So z.B. zwei Stadttore, ein Rathaus mit barocker Fassade, eine Kirche, zwei Kapellen und als Höhepunkt das Schloss. Von 1689 bis 1691 wurde das im 14. Jahrhundert errichtete Gebäude umgestaltet und vor allem während der Diktatur der Kulturlosen gammelte das Schloss vor sich, ehe es Anfang der 1990er renoviert werden konnte.
Samstagnachmittag ist in Delitzsch nichts los, ja nicht einmal ein Restaurant hat offen. Ganz vereinzelt hatte mal jemand seinen Laden oder Kneipe offen, so z.B. ein mittelmäßiger Dönerladen, in den wir gingen, der aber derartige Lieferengpässe hatte, dass er nicht einmal die Hälfte der auf der Karte angebotenen Speisen machen konnte. In der Hinsicht, ist Delitzsch tiefste Provinz, obwohl die Stadt Leipzig keine 20km weg liegt.

Wir gammelten dann noch ein bisschen im Foyer der Sporthalle herum und kauften dann die in einem Klassenraum der zur Sporthalle gehörenden Schule verkauften Karten zu je 10€, was für die 2. Bundesliga ein anständiger Preis ist. Allerdings ist die Halle echt asi, da im Oberrang beinahe gar kein Platz ohne Sichtbehinderung verfügbar ist. Im Unterrang sind die Stühle meist schon für Dauerkarten vergeben, so dass ich am ehesten die wenigen Stehplätze hinter den wenigen Stühlen am Spielfeldrand gegenüber der Tribüne empfehlen kann. Dafür, dass die Halle ziemlich scheiße war und dann auch noch eine unglaublich unnötige Cheerleading-Gruppe auftrat (früher hätte man Gehopse von 5 bis 50jährigen Kindern und Frauen als „Mutter-Kind-Turnen“ bezeichnet, aber „Cheerleader“ klingt halt moderner), war die Stimmung ziemlich gut. Sprechchöre kamen zwar kaum und die meisten Zuschauer nahmen maximal mal einen Klatschrhythmus auf, jedoch rockten die Trommler gehörig die Halle. Die vielleicht 10 Trommler und die 10 direkt hinter ihnen sitzenden, machten Lärm für ein paar Hundert und unterstützten damit sehr schön ihre Mannschaft.
Samstag, 6. Februar 2010 - Anwurf 18.00
2. Bundesliga Süd (2. Handballliga, Profi- und Halbprofiliga)
Ergebnis: 32:25 nach 60 Min. – Halbzeit 15:15
Tore: Hummel 8, Streitenberger 6, Baumgärtel 4, Oehlrich 4, Riehn 3, Warmuth 3, Boese 2, Meiner 2 (Delitzsch); Gerlich 7, Pöter 6, Wöss 5, Wiencek 4, Wozniak 1, Tovornik 1, Schulz 1 (Essen)
Zeitstrafen: Delitszch 8 Minuten (Oehlrich 4, Telehuz 2, Pietzsch 2); Essen 18 Minuten (Pöter 8 (6 + Disqualifikation + Bankstrafe), Gerlich 4, Trodler 2, Schütte 2, Wiencek 2)
Platzverweise: Pöter (Essen, dritte Zeitstrafe)
Spielort: Kultur- und Sportzentrum Delitzsch (Kap. 1.050, davon 762 Sitzplätze)
Zuschauer: 850 (ca. 5 Gästefans)
Unterhaltungswert: 8,0/10 (Sehr spannendes und rasantes Spiel!)
Sightseeing: 6,5 (Ausgestorbenes Kaff mit tollem Barockschloss und ein paar anderen sehenswerten Bauten)

Photos and English version: Delitzsch Town Sights – Delitzsch Defeated Essen (Handball)
Mit dem Hopperticket ging es von Merseburg aus über Halle nach Roitzsch, einem 2.500 Einwohner zählenden Ortsteil der Stadt Sandersdorf-Brehna, der ebenso langweilig, wie Sandersdorf und Brehna und zudem auch noch recht heruntergekommen ist. Diesen Ort nutzten wir auch nur als Ausgangspunkt, um nach Delitzsch weiter zu fahren. Delitzsch hat 27.000 Einwohner und eine recht sehenswerte Altstadt mit einigen Baudenkmälern aus der Barockzeit und vorangegangenen Epochen. So z.B. zwei Stadttore, ein Rathaus mit barocker Fassade, eine Kirche, zwei Kapellen und als Höhepunkt das Schloss. Von 1689 bis 1691 wurde das im 14. Jahrhundert errichtete Gebäude umgestaltet und vor allem während der Diktatur der Kulturlosen gammelte das Schloss vor sich, ehe es Anfang der 1990er renoviert werden konnte.
Samstagnachmittag ist in Delitzsch nichts los, ja nicht einmal ein Restaurant hat offen. Ganz vereinzelt hatte mal jemand seinen Laden oder Kneipe offen, so z.B. ein mittelmäßiger Dönerladen, in den wir gingen, der aber derartige Lieferengpässe hatte, dass er nicht einmal die Hälfte der auf der Karte angebotenen Speisen machen konnte. In der Hinsicht, ist Delitzsch tiefste Provinz, obwohl die Stadt Leipzig keine 20km weg liegt.

Wir gammelten dann noch ein bisschen im Foyer der Sporthalle herum und kauften dann die in einem Klassenraum der zur Sporthalle gehörenden Schule verkauften Karten zu je 10€, was für die 2. Bundesliga ein anständiger Preis ist. Allerdings ist die Halle echt asi, da im Oberrang beinahe gar kein Platz ohne Sichtbehinderung verfügbar ist. Im Unterrang sind die Stühle meist schon für Dauerkarten vergeben, so dass ich am ehesten die wenigen Stehplätze hinter den wenigen Stühlen am Spielfeldrand gegenüber der Tribüne empfehlen kann. Dafür, dass die Halle ziemlich scheiße war und dann auch noch eine unglaublich unnötige Cheerleading-Gruppe auftrat (früher hätte man Gehopse von 5 bis 50jährigen Kindern und Frauen als „Mutter-Kind-Turnen“ bezeichnet, aber „Cheerleader“ klingt halt moderner), war die Stimmung ziemlich gut. Sprechchöre kamen zwar kaum und die meisten Zuschauer nahmen maximal mal einen Klatschrhythmus auf, jedoch rockten die Trommler gehörig die Halle. Die vielleicht 10 Trommler und die 10 direkt hinter ihnen sitzenden, machten Lärm für ein paar Hundert und unterstützten damit sehr schön ihre Mannschaft.
Der 1. SV Concordia Delitzsch, der 1910 gegründet wurde und in wenigen Tagen seine Hundertjahrfeier begeht, hat zwar schon ein bisschen Erfahrung in der 1. Bundesliga gesammelt, aber der Turn- und Sportverein Essen-Margarethenhöhe (TUSEM) hat sogar schon international gespielt und somit viel mehr Profi-Erfahrung. Aber auch viel mehr Bankrott-Erfahrung und mal wieder ziemlich wenig Geld, sodass sie auf eine junge Mannschaft ohne Söldner zurückgreifen müssen, die gegen den Abstieg spielt. Delitzsch ist klar vor ihnen platziert, aber als Neunter von 18 auch nicht gerade eine Spitzenmannschaft.Die ganze erste Halbzeit war von der Tabellensituation aber nichts zu merken, da beide Mannschaften ein flottes, engagiertes Spiel mit vielen harten Duellen um den Ball, schnellen Tempogegenstößen und starken Würfen ablieferten. Essen sogar leicht besser und fast ununterbrochen mit bis zu drei Toren vor.
In der zweiten Halbzeit wurde nach kurzer Zeit Delitzsch besser, Essen wurde dahingegen undisziplinierter und spielte teilweise mit drei Mann in Unterzahl. Das - und ein paar Aussetzer in der Abwehr, die vom mittlerweile wirklich starken Delitzscher Angriff prima ausgenutzt wurden - ließ 10 Minuten vor dem Ende eine Trendwende mit der ersten fünf Tore Führung der Hausherren erkennen. Delitzsch siegte schließlich sogar mit sieben Toren Unterschied, also mit 32:25. Dieses Handballspiel fand auf hohem Niveau statt und hatte viele packende Szenen zu bieten und somit hat es wirklich Spaß gemacht: da gibt es kaum etwas zu kritisieren!

Statistik:
Ground Nr. 389 (ein neuer Ground; diese Saison: 58 neue)
Sportveranstaltung Nr. 950 (diese Saison: 92)
Tageskilometer: 90 (70 Bahn, 20 Fahrrad)
Saisonkilometer: 16.200 (12.120 Auto/ 2.100 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.980 Fahrrad/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 46
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 184
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