Freitag, 11. Januar 2013

Freitag in Berlin

Diesen Freitag hatten gleich alle drei Merseburger Groundhopper in Berlin zu tun. Allerdings gab es keinen Sport zu sehen.


Anja musste erstmal zu einer der wissenschaftlichen Bibliotheken um etwas für eine Studienarbeit zusammenzusuchen. Dann mussten wir zwei Obergroundhopper zur algerischen Botschaft in Berlin-Pankow. Es ist ziemlich aufwendig und teuer ein Visum für Algerien zu beantragen, aber dafür wird man dann auf der Botschaft, der "Demokratischen Volksrepublik" sehr freundlich behandelt. Nach Passieren der Sicherheitsschleuse im Flur des schlossartigen Baus, der auch ein Gymnasium beherbergt, muss man kurz warten bis man ins Visabüro kann. Beim Zusammenstellen der Unterlagen wird locker über die Reisepläne und die Beziehungen zwischen Algerien und der DDR und nun Gesamt-Deutschland geredet. Das Plakat im Büro des freundlichen Beamten war für einen Kenner der Politik der arabischen Welt (bzw. einigen arabischen Ländern) sehr vielsagend: "al-intikhabât rabî*nâ" (die Wahlen sind unser Frühling), mit einem Baum mit Landesflagge in einer Wahlurne vor blühender Landschaft. Gemeint waren die Wahlen im Mai 2012, bei denen Bouteflika im Amt bestätigt wurde. DDR-Bürger sollten noch sehr gut wissen, wie dieser Wahlvorgang bei ihnen ablief...

Nachdem man in der Botschaft handschläglich verabschiedet wurde, ging es zum eigentlichen Termin meines Vaters. Ihn beim DSW abgesetzt, machte ich mich zum botanischen Garten auf, wo ich Anja wieder traf. Der botanische Garten lohnt sich im Winter natürlich nur bedingt. Die Gewächshäuser sind wirklich klasse in Berlin - ob nun das Tropen-, das Mittelmeer- oder das Sukkulentenhaus - aber die Außenanlagen im Winter freilich zum vergessen. Warum man dann immernoch den normalen Eintritt (6€, ermäßigt 3€) zahlen soll, weiß ich nicht. Bei einer Umschichtung 7€/ 4€ im Sommer und 4€/2€ im Winter würde der botanische Garten wahrscheinlich noch mehr einnehmen. Denn während der Garten im Sommer oft recht überlaufen ist, war selbst in den Gewächshäusern heute kaum mehr los als in der algerischen Botschaft. Eher sogar noch weniger, denn vor uns kam ein junger Mann raus und als wir raus gingen trat eine junge Frau zur Visabeantragung ein.

Kurz nach 16.30 waren wir wieder alle am Monbijou-Platz zusammen und machten uns auf den Nachhauseweg. Mit dem Hertz-Mietauto, ein Hyundai xi35, ging das auch ganz zügig. Besser als unser Dacia Sandero Stepway ist der Wagen aber keineswegs. Der Verbrauch ist eher höher da Allradantrieb und dass der mehr auf unbefestigten Wegen oder Pfaden bringen soll als unser, will ich mal sehen. Die Pedalen sind nervig starr und von Start-Stopp-Knöpfen halte ich auch nichts, aber dafür beschleunigt der Wagen richtig gut. Die Beschleunigungszeit ist bei unserem Dacia ja leider sehr schwach. Aber dafür ist ein sehr wichtiges Autoteil weitaus besser als beim Hyundai: die Hupe!

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