Samstag, 21. Februar 2009

WE134I: Man kann auch bei Regen spielen - und: eine unterirdische Leistung zweier Volleyballmannschaften

TSV Leuna 1919 6:2 SC Herrengosserstedt 1925
Samstag, 21. Februar 2009 - Anstoßzeit 14.00
Testspiel zweier Landesklassemannschaften (8. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 6:2 nach 90 Min. (45/45) - Halbzeit 2:1
Tore: 1:0 8. Nino Hammerschmidt (Foulelfmeter), 2:0 12. Carsten Arndt, 2:1 27. B. Hackbart, 2:2 52. B. Hackbart, 3:2 63. Rene Lorbeer, 4:2 71. Nino Hammerschmidt, 5:2 82. Rene Lorbeer, 6:2 85. Nicki Lorbeer
Verwarnungen: keine
Platzverweise: keine
Stadion: Hockeystadion, Kunstrasenplatz Stadion des Friedens (Kap. 2.000, davon 150 Sitzplätze)
Zuschauer: 25 (keine Gästefans)
Spielqualität: 5,0/10 (Durchschnitt)

VC Bad Dürrenberg/ Spergau 1:3 TV 1861 Rottenburg*
Samstag, 21. Februar 2009 - Beginn 19.30
1.Volleyballbundesliga
Ergebnis: 1:3 nach rund 100 Min.
Satzergebnisse: 20:25, 25:21, 20:25, 19:25
Besondere Vorkommnisse: keine
Sporthalle: Jahrhunderthalle Spergau (Kap. 1.200 Sitzplätze)
Zuschauer: 750 (3 Gästefans)
Spielqualität: 1,0/10 (Der letzte Dreck)

* Mittlerweile wird der Vereinsname von einem Sponsorenname verunstaltet. Dieser wird von mir im folgenden Bericht allerdings keine Erwähnung finden

Nachdem wir uns vergewisserten, dass das Kreispokalviertelfinalspiel des ESV Merseburg gegen den SC Obhausen zum zweiten Mal, diesmal auf unbestimmte Zeit, verlegt wurde - der Grund war natürlich Regen auf eisigen Boden, wobei man das kaum als Grund sondern vielmehr nur als Ausrede gelten lassen kann - fuhren wir nach Leuna weiter und sahen dort auf dem rutschigen und extrem feuchten Kunstrasenplatz das Saisonvorbereitungsspiel TSV Leuna gegen SC Herrengosserstedt, beides Spitzenmannschaften der Landesklasse - Leuna in Staffel 9, Herrengosserstedt in Staffel 8.
Das Spiel sah schon nach acht Minuten den ersten Treffer und zwar durch Leunas derzeitigen Toptorjäger - ob er auch mal Grobe ablösen kann, der mit bis zu 40 Toren pro Saison glänzte? - Nino Hammerschmidt, der einen ziemlich lächerlichen Foulelfmeter verwandelte. Vier Minuten später legte Carsten Arndt nach. In der Mitte der ersten Halbzeit erzielte ein Spieler mit dem schönen Nachnamen Hackbart den Anschlusstreffer für die Gäste. 2:1 sollte auch der Pausenstand sein.
Kurz nach Wiederanpfiff, der Regen wurde nun stärker, erzielte Herrengosserstedt durch einen Abwehrfehler bedingt mit einem starken Durchlauf den Ausgleich. Torschütze erneut der Hackbart. Ein Verwandter oder Namensvetter von ihm stand übrigens im Tor der Gäste. Leuna konnte reichliche 10 Minuten später auf den Gegentreffer reagieren und kam durch Rene Lorbeer zum 3:2 Führungstreffer. Keine 10 Minuten später traf wieder einmal Nino. Die Führung sollte durch Rene Lorbeer noch ausgebaut werden und ein diesmal viel eindeutiger Foulelfmeter fünf Minuten vorm Ende führte zum 6:2 Endstand. Torschütze diesmal Nicki Lorbeer.

Wir fuhren zwischendurch noch einmal nach Hause und dann wieder gen Süden los, durch Leuna hindurch und kamen kurz vor Spielbeginn in Spergau an.
Mittlerweile ist es zur Unsitte geworden, dass das Büffet erst während des ersten Satzes reingeräumt wird. Schlecht kalkuliert war es heute auch, aber immerhin bekam ich in der ersten Pause noch vier Brötchen - mit dem Ansturm auf den VIP-Sektor hat wohl niemand gerechnet. Da waren Leute da, die ich überhaupt nicht kannte.

Das Spiel bestand von Anfang an nur aus Fehlern, Aufschlägen ins Netz oder meterweit ins Aus schlagen, seinem Mitspieler den Ball vorm Netz so fehlerhaft zuspielen, dass dieser ihn nicht richtig erwischte und der Ball im eigenen Feld landete, sowie ganz mieser Arbeit vom Block. Und es waren beide Mannschaften, die Scheiße spielten. Eine schlechter als die andere!
Selbst die Schiedsrichter passten sich phasenweise an und trafen von Zeit zu Zeit höchst zweifelhafte bis augenscheinlich falsche Entscheidungen.
Wer ein Highlight bei den Gästen war, war der Trainer, der hauptamtlich übrigens Religions- und Deutschlehrer ist. Der sprang immer aufgedreht an der Seite herum, heizte seine Spieler an und lobte selbst billigste Glückstreffer und Fehler der Gäste, die zu Punkten für Rottenburg führten, mit „toll, sehr schön, super Jungs!“
Die Stimmung war entsprechend schlechter als sonst.
Es war definitiv das schlechteste Volleyballspiel, was ich je gesehen habe!
Man sollte aber nicht den Fehler machen und das überbewerten. Vor allem der VC Bad Dürrenberg/ Spergau hat seine Sache in dieser Saison zumeist gut gemacht und auch sensationelle Siege eingefahren - vor allem gegen Friedrichshafen und Haching. Wenn sie demnächst gegen SC Charlottenburg spielen, werde ich sie natürlich wieder unterstützen, aber es ist schon schade, dass viele Leute 7€ gezahlt haben und dann die Mannschaft so einen schlechten Tag hatte. Und dann waren die Gäste auch nicht besser!
Die Spielbewertung „1.0/10 (Der letzte Dreck)“ muss also leider so und nicht anders ausfallen. Das Wetter war nach dem Spiel übrigens auch der letzte Dreck...

Statistik:
Ground Nr. 279 (kein neuer Ground; diese Saison: 49 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 753/ 754 (diese Saison: 117)
Tageskilometer: 40km per Fahrrad
Saisonkilometer: 17.775, genauer 9.270 Auto/ 2.960 Flugzeug/ 2.805 Fahrrad/ 2.740 Bahn, Anmerkung: Der Vorsprung der Fahrradkilometer auf die Bahnkilometer wächst!
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 6
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 134

Fotos unter:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/090221a%20TSV%20Leuna%206-2%20SC%20Herrengosserstedt/

Am Mittwoch schon sind diese Bilder entstanden:

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