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Sonntag, 8. November 2009

WE171II: Viel Kampf in der Stadtliga, peinliche Farce in der Stadtoberliga und schließlich Langeweile in der Bundesliga

SG Motor Halle II 2:1 SV 1948 Bruckdorf
Samstag, 7. November 2009 - Anstoßzeit 12.00
Stadtliga Halle/ Saale (10. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 2:1 nach 91 Min. (45/46) - Halbzeit 1:0
Tore: 1-0 13. Nr. 9, 2-0 68. Nr. 9, 2-1 77. Nr. 7
Verwarnungen: 4 für Motor, 2 für SVB/ Platzverweise: Nr. 8 Motor (52. Gurgelgriff)
Spielort: Sportplatz Motor, Platz II (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 15 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Spannend, hart und gut)

SG Motor Halle 1:0 VfL Halle 96 III
Samstag, 7. November 2009 - Anstoßzeit 14.10
Stadtoberliga Halle/ Saale (9. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 1:0 nach 93 Min. (45/48) - Halbzeit 1:0
Tor: 1-0 40. Nr. 9 (Elfmeter)
Verwarnungen: je eine pro Team, Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Motor, Platz I (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 5 Gästefans)
Unterhaltungswert: 0,0/10 (Eine Farce!)

VC Bad Dürrenberg/ Spergau 1:3 „EnBW“ TV Rottenburg
Samstag, 7. November 2009 - Anstoßzeit 19.30
1. Volleyballbundesliga (Profi- und Halbprofiliga)
Ergebnis: 1:3 nach 97 Min. – Sätze: 21-25, 21-25, 25-21, 19-25
Besondere Vorkommnisse: keine
Spielort: Jahrhunderthalle Spergau (Kap. 940 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 600 (davon 5 Gästefans)
Unterhaltungswert: 3,5/10 (Ziemlich langweilig)
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Photos and English version:
Football in Halle and Volleyball in Spergau.

Ein Verein, zwei Spiele und zwei neue Grounds: auf der riesigen Wiese der SG Motor, südlich des Zentrums von Halle, in der Nähe des Heizkraftwerkes, in einer Arbeitersiedlung mit ordentlich hergerichteten Wohnblöcken, befinden sich vier Plätze, wobei einer der drei Großfeldplätze gar nicht mehr genutzt wird, der Kleinfeldplatz für E- und F-Junioren sowie die 8er-Frauenmannschaft herhält und die beiden anderen Plätze für die Männer reserviert sind. Ausbauten gibt es allerdings keine. Einzig die nahe am Platz vorbeilaufenden Ferndampfleitungen geben ein interessantes Bild von dem ansonsten langweiligen Platz ab.

10. gegen 5. von 15 in der Stadtliga klingt nach einem Durchschnittsspiel, doch nach einer Viertelstunde war schon klar, dass das Spiel auf Platz II gute Chancen hatte, weitaus besser geführt zu werden, als das Stadtoberligaspiel danach. Nicht nur wegen der Spannung dieses engen Spiels und der harten Laufduelle und Zweikämpfe muss man es allgemein als ein gutes Spiel einschätzen, auch selbst die Technik war stärker ausgeprägt als eine Liga höher. Und die Torschüsse schließlich waren auch besser, wenn auch stets aus kurzer Distanz nach schönen Sturmläufen erzielt. Als besonders guter Spieler fiel dabei der etwas ältere mit der Nr. 9 von Motor auf. Herrlich waren auch die Emotionen auf dem Spielfeld: der Schiri agierte recht streng - aber nie falsch oder kleinlich - was sicherlich damit zu tun hatte, dass Bruckdorf für undiszipliniertes Verhalten und großkotziges Gehabe gegenüber den Schiedsrichtern berüchtigt ist. Allerdings spielte Motor teilweise so hart bzw. ließ sich vom ständigen Gemotze der Gäste aus der Fassung bringen, dass Motor klar mehr Karten hinnehmen musste, als Bruckdorf. Highlight in der Hinsicht natürlich der Griff an den Hals des Gegners bei einer kleinen Rauferei nach einem Zweikampf. Vor allem in der zweiten Halbzeit gab es dauernd Schubsereien nach Fouls. Solche Emotionen gibt es leider oft zu selten.
Das 2:1 Endergebnis war ziemlich verdient.

Auf Platz I spielte sich dann etwas Bizarres ab, was man allerdings nur mit „0,0/10 Punkten (Absolute Scheiße!!!)“ bewerten kann. Also ich erwarte ja nicht, dass der Vorletzte (15.) gegen den 11. super Fußball zeigt. Es kann ja nicht jedes Spiel 7:5 bei einem Chancenverhältnis von 40:30 ausgehen, wobei alle 30 Sekunden ein Wahnsinns-Zweikampf ohne Rücksicht auf Verluste zu sehen ist und das Match auch noch von lauter lärmenden Zuschauern begleitet wird. In der Stadtoberliga Halle sind ohnehin die meisten Spiele totaler Schrott. Immer wieder unglaublich, wie viel schlechter die höchste Spielklasse des Stadtverbandes im Vergleich zu den darunter liegenden Ebenen und auch vergleichbaren Ligen (Kreisoberliga Saalekreis, Stadtliga Leipzig z.B.) ist. Aber das war diesmal die Krönung: ein Elfmeter, der so was von dumm verursacht wurde, dass man dem Foulenden schon Absicht unterstellen muss, führt zum einzigen Tor der Partie, weil der Torwart an den Ball kommt, aber diesen nicht richtig packt. Dazwischen ein lahmes Gekicke, in dem die Spieler lasch in die Zweikämpfe hineingehen, als wollten sie den Ball gar nicht erobern, 10 Meter vorm Tor stehend 20 Meter vorbei schießen und Freistöße blind übers Tor zimmern, als wollten sie gar nicht treffen. Vor allem VfL Halle 96 III spielte wie… ich will es ja eigentlich nicht schreiben, weil ich auch niemandem etwas falsches nachsagen will, aber bei der Stadtoberliga grenzt das wirklich nicht an Verleumdung, da bei weitem nicht nur Aufbau Tasmania schmutzige Hände hat, also: sie spielten wie bestochen. Das sah nicht nach Unvermögen, sondern - im weniger schlimmen Fall - nach Unlust aus. Aber ich will hier niemandem etwas unterstellen, nur wie gesagt: dieser Alibi-Fußball, dessen Höhepunkt ein völlig korrekter, aber komisch zu Stande gekommener Elfmeter war, wirkte wirklich nicht so, als hätten die Spieler einfach nur einen schlechten Tag erwischt oder als seien sie generell völlig unfähig zum Fußballspielen. Wie auch immer: das war definitiv das schlechteste Spiel, was ich je gesehen habe - schlechter als HFC gegen Meuselwitz (2005 oder so) und schlechter als Wallwitz gegen irgendwen, Ende letzten Jahres.
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Nach einer Esspause zu Hause, fuhren wir weiter nach Spergau. Da ging’s mit dem Essen gleich weiter. Und Volleyball gab’s auch noch. Der VC BDS auf Platz 11 (nur Wuppertal, die spielerisch ohnehin schon überfällig sind, was den Abstieg angeht, steht noch dahinter) gegen TV Rottenburg, die mit 4 Siegen aus 5 Spielen auf Platz 4 hinter dem Abonnement-Erstplatzierten stehen.
Erwartungsgemäß ein ziemlich langweiliges Spiel mit vielen Fehlern, einigen wenigen starken Ballwechseln und einer versagenden Dürrenberger Mannschaft. Am besten waren da noch die Fans. Wenn auch einfallsloser Standardsupport, wenigstens war er laut. Lauter als letzte Saison, sodass man sagen muss, dass eine beachtliche Steigerung in der Fanszene zustande gekommen ist.
Bei der Mannschaft ist jedoch ein Rückfall festzustellen. Bis auf Christoph Helbig sind auch alle Neuzugänge Totalausfälle gewesen. Und wie wenig motivierend es für die Mannschaft ist, wenn der Trainer stets dieselbe kalte, depressive Miene zieht – egal ob man 15:5 führt oder 10:15 hinten liegt –, ist ja wohl klar. Anfeuern kann dieser sibirische Schnarchsack niemanden. Der Trainer der Rottenburger ist da ein extremes Gegenteil, wobei der sich schon immer wieder lächerlich macht, mit seiner Show. Aber er motiviert mit dem Gehopse und Geschrei wenigstens die Mannschaft, die heute ohnehin auf allen Positionen besser besetzt war, als der VC BDS.
Fazit: langsam aber sicher wird es bedenklich, wie oft der VC verliert - und langsam aber sicher, wird dieses Ball-über’s-Netz-Geeiere langweilig.
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Statistik:
Ground Nr. 371 (zwei neue Grounds; diese Saison: 40 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 913-915 (diese Saison: 57)
Tageskilometer: 40 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 12.680 (10.920 Auto/ 1.390 Fahrrad/ 370 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 37
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 171

Samstag, 21. Februar 2009

WE134I: Man kann auch bei Regen spielen - und: eine unterirdische Leistung zweier Volleyballmannschaften

TSV Leuna 1919 6:2 SC Herrengosserstedt 1925
Samstag, 21. Februar 2009 - Anstoßzeit 14.00
Testspiel zweier Landesklassemannschaften (8. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 6:2 nach 90 Min. (45/45) - Halbzeit 2:1
Tore: 1:0 8. Nino Hammerschmidt (Foulelfmeter), 2:0 12. Carsten Arndt, 2:1 27. B. Hackbart, 2:2 52. B. Hackbart, 3:2 63. Rene Lorbeer, 4:2 71. Nino Hammerschmidt, 5:2 82. Rene Lorbeer, 6:2 85. Nicki Lorbeer
Verwarnungen: keine
Platzverweise: keine
Stadion: Hockeystadion, Kunstrasenplatz Stadion des Friedens (Kap. 2.000, davon 150 Sitzplätze)
Zuschauer: 25 (keine Gästefans)
Spielqualität: 5,0/10 (Durchschnitt)

VC Bad Dürrenberg/ Spergau 1:3 TV 1861 Rottenburg*
Samstag, 21. Februar 2009 - Beginn 19.30
1.Volleyballbundesliga
Ergebnis: 1:3 nach rund 100 Min.
Satzergebnisse: 20:25, 25:21, 20:25, 19:25
Besondere Vorkommnisse: keine
Sporthalle: Jahrhunderthalle Spergau (Kap. 1.200 Sitzplätze)
Zuschauer: 750 (3 Gästefans)
Spielqualität: 1,0/10 (Der letzte Dreck)

* Mittlerweile wird der Vereinsname von einem Sponsorenname verunstaltet. Dieser wird von mir im folgenden Bericht allerdings keine Erwähnung finden

Nachdem wir uns vergewisserten, dass das Kreispokalviertelfinalspiel des ESV Merseburg gegen den SC Obhausen zum zweiten Mal, diesmal auf unbestimmte Zeit, verlegt wurde - der Grund war natürlich Regen auf eisigen Boden, wobei man das kaum als Grund sondern vielmehr nur als Ausrede gelten lassen kann - fuhren wir nach Leuna weiter und sahen dort auf dem rutschigen und extrem feuchten Kunstrasenplatz das Saisonvorbereitungsspiel TSV Leuna gegen SC Herrengosserstedt, beides Spitzenmannschaften der Landesklasse - Leuna in Staffel 9, Herrengosserstedt in Staffel 8.
Das Spiel sah schon nach acht Minuten den ersten Treffer und zwar durch Leunas derzeitigen Toptorjäger - ob er auch mal Grobe ablösen kann, der mit bis zu 40 Toren pro Saison glänzte? - Nino Hammerschmidt, der einen ziemlich lächerlichen Foulelfmeter verwandelte. Vier Minuten später legte Carsten Arndt nach. In der Mitte der ersten Halbzeit erzielte ein Spieler mit dem schönen Nachnamen Hackbart den Anschlusstreffer für die Gäste. 2:1 sollte auch der Pausenstand sein.
Kurz nach Wiederanpfiff, der Regen wurde nun stärker, erzielte Herrengosserstedt durch einen Abwehrfehler bedingt mit einem starken Durchlauf den Ausgleich. Torschütze erneut der Hackbart. Ein Verwandter oder Namensvetter von ihm stand übrigens im Tor der Gäste. Leuna konnte reichliche 10 Minuten später auf den Gegentreffer reagieren und kam durch Rene Lorbeer zum 3:2 Führungstreffer. Keine 10 Minuten später traf wieder einmal Nino. Die Führung sollte durch Rene Lorbeer noch ausgebaut werden und ein diesmal viel eindeutiger Foulelfmeter fünf Minuten vorm Ende führte zum 6:2 Endstand. Torschütze diesmal Nicki Lorbeer.

Wir fuhren zwischendurch noch einmal nach Hause und dann wieder gen Süden los, durch Leuna hindurch und kamen kurz vor Spielbeginn in Spergau an.
Mittlerweile ist es zur Unsitte geworden, dass das Büffet erst während des ersten Satzes reingeräumt wird. Schlecht kalkuliert war es heute auch, aber immerhin bekam ich in der ersten Pause noch vier Brötchen - mit dem Ansturm auf den VIP-Sektor hat wohl niemand gerechnet. Da waren Leute da, die ich überhaupt nicht kannte.

Das Spiel bestand von Anfang an nur aus Fehlern, Aufschlägen ins Netz oder meterweit ins Aus schlagen, seinem Mitspieler den Ball vorm Netz so fehlerhaft zuspielen, dass dieser ihn nicht richtig erwischte und der Ball im eigenen Feld landete, sowie ganz mieser Arbeit vom Block. Und es waren beide Mannschaften, die Scheiße spielten. Eine schlechter als die andere!
Selbst die Schiedsrichter passten sich phasenweise an und trafen von Zeit zu Zeit höchst zweifelhafte bis augenscheinlich falsche Entscheidungen.
Wer ein Highlight bei den Gästen war, war der Trainer, der hauptamtlich übrigens Religions- und Deutschlehrer ist. Der sprang immer aufgedreht an der Seite herum, heizte seine Spieler an und lobte selbst billigste Glückstreffer und Fehler der Gäste, die zu Punkten für Rottenburg führten, mit „toll, sehr schön, super Jungs!“
Die Stimmung war entsprechend schlechter als sonst.
Es war definitiv das schlechteste Volleyballspiel, was ich je gesehen habe!
Man sollte aber nicht den Fehler machen und das überbewerten. Vor allem der VC Bad Dürrenberg/ Spergau hat seine Sache in dieser Saison zumeist gut gemacht und auch sensationelle Siege eingefahren - vor allem gegen Friedrichshafen und Haching. Wenn sie demnächst gegen SC Charlottenburg spielen, werde ich sie natürlich wieder unterstützen, aber es ist schon schade, dass viele Leute 7€ gezahlt haben und dann die Mannschaft so einen schlechten Tag hatte. Und dann waren die Gäste auch nicht besser!
Die Spielbewertung „1.0/10 (Der letzte Dreck)“ muss also leider so und nicht anders ausfallen. Das Wetter war nach dem Spiel übrigens auch der letzte Dreck...

Statistik:
Ground Nr. 279 (kein neuer Ground; diese Saison: 49 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 753/ 754 (diese Saison: 117)
Tageskilometer: 40km per Fahrrad
Saisonkilometer: 17.775, genauer 9.270 Auto/ 2.960 Flugzeug/ 2.805 Fahrrad/ 2.740 Bahn, Anmerkung: Der Vorsprung der Fahrradkilometer auf die Bahnkilometer wächst!
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 6
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 134

Fotos unter:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/090221a%20TSV%20Leuna%206-2%20SC%20Herrengosserstedt/

Am Mittwoch schon sind diese Bilder entstanden: