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Dienstag, 5. März 2013

W344II: Groundhopping im Norden Sachsen-Anhalts; lange Namen, die dümmsten Fans der Liga, und: niedrige Preise in der nördlichsten Sporthalle

Jugendspielgemeinschaft SG Velsdorf/ SV Mannhausen/ SV Grün-Weiß 1926 Süplingen C --------------------------- 0
Jugendspielgemeinschaft TSV Grün-Weiß Bregenstedt/ SV Grün-Weiß Eimersleben/ SV Blau-Weiß Erxleben C 1
- Datum: Sonntag, 3. März 2013 – Anstoß: 11.00
- Wettbewerb: C-Junioren Kreisklasse Börde 1 (4. und unterste Spielklasse der U15)
- Ergebnis: 0-1 nach ca. 70 Min. (35/35?) – Halbzeit: 0-1
- Tor: 0-1 33. Nr. 11
- Verwarnungen: keine?
- Platzverweise: keine?
- Spielort: Sportplatz Velsdorf, Nebenplatz (Kap. 750 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 20 (darunter ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 3,0/10 (Ziemliches Gegurke, das selbst für C-Junioren unterdurchschnittlich war)

SV Oebisfelde 1895 II ------------------------------------- 26
SV Wacker 09 Westeregeln ------------------------------- 26
- Datum: Sonntag, 3. März 2013 – Anwurf: 12.45
- Wettbewerb: Verbandsliga Sachsen-Anhalt Nord (6. Handballliga, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 26-26 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 9-15
- Torfolge: 0-2, 1-2, 1-5, 2-5, 2-9(!), 3-9, 3-11, 7-11, 7-13, 8-13, 8-14, 9-14, 9-15/ 12-15, 12-18, 14-18, 14-19, 17-19, 17-20, 20-20, 20-22, 22-22, 22-25, 26-25(!), 26-26
- Siebenmeter: Oebis 1 von 3 = 33%; Wacker 3 von 3 = 100%
- Gelbe Karten: Nr. 4, 8, 13, Trainer (Oebis); Nr. 77 (Wacker)
- 2 Minuten: Nr. 8 2x, Nr. 6, 18, 19, 20 (Oebis = 12 Minuten); Nr. 77 2x, Nr. 2, 3, 6, 33 (Wacker = 12 Minuten)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Hans-Pickert-Halle (Kap. 250, davon 200 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 100 (darunter ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,5/10 (Richtig gutes und spannendes Spiel, für Oebis aber ein unverdienter Punktgewinn)

Sportgemeinschaft Seehausen --------------------------- 31
Sportgemeinschaft Spergau ------------------------------ 27
- Datum: Sonntag, 3. März 2013 – Anwurf: 16.15
- Wettbewerb: Sachsen-Anhalt-Liga (5. Handballliga, 2. Amateurliga)
- Ergebnis: 31-27 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 11-10
- Torfolge: 0-1, 1-1, 1-3, 3-3, 3-4, 4-4, 4-5, 7-5, 7-7, 9-7, 9-8, 11-8, 11-10/ 11-11, 12-11, 12-12, 13-12, 13-13, 14-13, 14-15, 16-15, 16-16, 17-16, 17-17, 18-17, 18-18, 19-18, 19-19, 20-19, 20-20, 22-20, 22-21, 24-21, 24-22, 25-22, 25-23, 26-23, 26-25, 27-25, 27-26, 30-26, 30-27, 31-27
- Siebenmeterquote: Seehausen 4 von 5 = 80%; Spergau 7 von 9 = 78%
- Gelbe Karten: Nr. 23, 57, 84 (Seehausen); Nr. 3, 9, 11 (Spergau)
- 2 Minuten: Nr. 57 2x, Nr. 18, 22, 23, RK Nr. 89 (Seehausen = 12 Minuten); Nr. 3, 12, 22 (Spergau = 6 Minuten)
- Platzverweise: Nr. 89 von Seehausen (56. wg. angeblicher „Tätlichkeit“)
- Spielort: Wischeland Sporthalle Seehausen (Kap. 500 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 300 (darunter ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Nach mittelmäßiger 1. Halbzeit wurde das Spiel richtig gut – spannend war es ohnehin bis zum Schluss)
DSC06407 Photos with English Commentary:
a) Under-15 Football: Velsdorf/ Mannhausen/ Süplingen v Bregenstedt/ Eimersleben/ Erxleben 
b) Amateur Handball: Oebisfelde Reserve v Wacker Westeregeln 
c) Amateur Handball, Saxony-Anhalt League: SG Seehausen v SG Spergau 
d) Northern Saxony-Anhalt: Calvörde, Oebisfelde, and Seehausen/ Altmark 

Für den Sonntag hatten wir eine lange, vollgepackte und zeitlich sehr gewagte Tour organisiert. Die erste Etappe war dabei die leichteste: von Staßfurt ging es so schnell an Magdeburg und Haldensleben vorbei, dass wir uns noch einen Zwischenstopp in Calvörde erlaubten. Kurz durch die ausgestorbenen Gassen am Markt mit der Backsteinkirche – falls ein angehender Pfarrer hier mitliest: die Gemeinde sucht dringend einen Pfarrer oder ein Pfarrersehepaar: also flott bewerben! – gelaufen, dann weiter in das zu Calvörde gehörende Kaff Velsdorf.

Velsdorf hat die Eiche im Ortswappen und am Sportplatz stehen. Die ältesten Exemplare dieser angeblich so deutschen Bäume stehen unter Naturschutz. Die Platzanlage selber ist unspektakulär und ausbautenlos. Da Sturmschäden beseitigt werden, ist der Hauptplatz derzeit gesperrt und der schiefe und unebene Nebenplatz in Nutzung. Dass dort heute ein Spiel stattfand, kann man ja schon als Wunder bezeichnen, bei der Flut ungerechtfertigter Spielabsagen. Im übrigen habe ich schon ewig kein Spiel mehr auf Naturrasen gesehen!

In Sichtweite der typischen Kiefernwälder wollten gut 20 Zuschauer – meist Eltern und Jugendliche – ein Spiel der Liga der langen Namen sehen. Manche der Spielgemeinschaften in der C-Jugendliga des Bördekreises kürzen sich ab, um überhaupt in die Tabelle zu passen: so ist die JSG SaSchaHero die Jugendspielgemeinschaft SV Groß Santersleben 1924/ TSV Schackensleben/ SV Blau-Weiß Hermsdorf (Börde) 09.
Die heutigen Gegner hießen ausgeschrieben: „Jugendspielgemeinschaft SG Velsdorf/ SV Mannhausen/ SV Grün-Weiß 1926 Süplingen“ (71 Buchstaben ohne Leerzeichen und mit Schrängstrichen) und „Jugendspielgemeinschaft TSV Grün-Weiß Bregenstedt/ SV Grün-Weiß Eimersleben/ SV Blau-Weiß Erxleben“ (89 Buchstaben).

Bei diesem Mittelfeldduell schien der Gast leicht favorisiert, doch hier war leider einer schlechter als der andere. Rätlich bemühten sich die Jungs (und zwei Mädels), doch die C-Jugendspiele, die ich im Saalekreis oder Magdeburg gesehen habe, waren durchweg besser. Eine längere Beschreibung ist das Spiel nicht wert, da außer einem starken Solo des 11ers von Bregenstedt und Co., das zum verdienten 0:1 Siegtreffer führte, und zwei Torschüssen von ihm und seinem Kollegen mit der 14 (beide knapp über den Torwinkel) höchstens noch erwähnenswert war, dass einzelne Spieler der Heimelf den jungen Schiedsrichter gerne mit Zurufen wie „Hand“ (wenn ein Bregenstedter gegen die Schulter geschossen wurde) und „Aus“ (wenn der Ball genau auf der Linie gestoppt wurde) ablenken wollten, was zum Glück nur zwei Mal funktionierte. Zumindest nur zwei Mal, ehe wir (nach dem einen guten Schuss über den Winkel, der fast zum 0:2 geführt hätte) in der 57. Minute den Sportplatz gen Oebisfelde verließen. Also nicht, dass das Spiel sooo schlecht war: aber wenn die so bescheuert sind und 15 Minuten Halbzeit feiern, dann kann man sich das nicht bis zu Ende angucken, wenn man 12.45 in Oebisfelde beim Handball sein will. DSC06345 Zugegebenermaßen muss man sich allerdings die Frage gefallen lassen, warum man denn überhaupt zum Handball nach Oebisfelde will. Alle Spielstätten der sogenannten „Mittel“deutschen Oberliga sehen zu wollen ist da sicher der triftigste Grund, wobei die nach dem verstobenen Trainer und Funktionär Hans Pickert, der sehr große Verdienste für den Verein brachte, benannte Sporthalle zu den kleinsten und architektonisch weniger interessanten Sportstätten der „MOL“ gehört. Ganz abgesehen davon, dass die Eintrittspreise von 7€ (ermäßigt 4€) die mit der extrem faulen Ausrede mit den langen Anfahrtswegen für Oebis - dann spielt doch in Niedersachsen mit! - „begründet“ werden, neben Köthen die höchsten der Liga sind.

Neben Köthen ist Oebisfelde auch definitiv der unsympathischste Verein der MOL. Selbst bei der II. Mannschaft wird 1€ mehr als normal genommen (4€, ermäßigt 2€) und ein derartig unfaires und dummes Publikum wie bei Oebis gibt es nun wirklich selten. Keinerlei Anfeuerungen der eigenen Mannschaft, nur ein bisschen Klatschen und leise Zwischenrufe „Gut/ Schön“ wenn die II. Mannschaft getroffen hat – aber unablässig Beschimpfungen der Schiedsrichter und Gegenspieler. Das gehört natürlich auch zu einer gesunden Atmosphäre, aber der Hauptinhalt sollte es dann doch nicht sein – schon gar nicht, wenn das Schiedsrichtergespann überwiegend korrekte Entscheidungen trifft und der Gegner nicht härter als die eigene Mannschaft spielt. Aber nach Fouls am Boden liegende Gästespieler zu verhöhnen oder den Schiedsrichtern nach völlig korrekten Entscheidungen gegen Oebis jedes Mal zuzurufen „ihr pfeift nur Scheiße, ihr Idioten“ oder „ihr habt keine Ahnung, ihr Penner“ macht v.a. den weiblichen Fans und einigen Rentnern in Oebis viel mehr Spaß, als die eigene Mannschaft mal anzufeuern. Aber das sind so wie so die Leute, die vom Handball die wenigste Ahnung haben: durchschnittliche Frauen die noch nie auch nur ansatzweise richtig Sport gemacht und Rentner, die seit 30 Jahren keinen Sport mehr getrieben haben...

Beim Abstiegsduell der Verbandsliga Nord zwischen der Reserve von Oebisfelde und der noch schlechter platzierten Mannschaft aus Westeregeln ging es richtig schön flott auf dem Parkett zur Sache. Anfangs nahm Westeregeln durch konsequenteren Einsatz am Kreis und konzentrierterem Abschluss Oebis schön auseinander. Teilweise sieben Tore Vorsprung und nach einem Aufbäumen der Heimsieben auch ein Vorsprung von sechs Treffern beim Seitenwechsel. Mit jedem Gegentreffer wurden die bekloppten Weiber neben uns immer angefressener. Die mittlerweile für das 15h-Frauenliga-Spiel eintrudelnden Spielerinnen von Weißenfels/ Großgrimma hörten fleißig mit und feixten über so viel Dummheit.

Wie ich aber nach 15 Minuten schon vorhergesagt hatte, kam Oebis (leider!) bis zur 45. Minute zurück. Beim 20:20 nahm der Gästecoach endlich Auszeit, doch das Spiel glitt Westeregeln ziemlich aus der Hand: viel weniger Elan beim Angriff als in der ersten Hälfte, nicht genug Zupacken in der Verteidigung, noch mehr Abspielfehler... In der 59. Minute gerieten sie erstmals in Rückstand. Hoch verdient glich Westeregeln aber sofort aus, wobei ein Siegtreffer ihnen leider verwährt blieb – aber dazu waren die Gäste einfach zu inkonstant. Ob das nun Schwächen in der Konzentration oder der Kondition waren: so wird das leider knapp mit dem Klassenerhalt!

Bis auf das Publikum und den Eintrittspreis war das aber wirklich ein prima Spielbesuch. Spielerisch und spannungsmäßig das beste Spiel vom ganzen Wochenende! Wenn ich da bedenke, dass Diana uns beide u.a. deshalb nicht begleiten wollte, da wir ja vor dem für sie interessanten Spiel in Seehausen noch in Oebis gucken wollten – von wegen sie wolle nur Handball mit Niveau sehen: ich habe ihr gleich gesagt, dass Oebis II besser wird als Seehausen-Spergau, aber auch hier bestätigt sich mal wieder mein Satz von oben; durchschnittliche Frauen haben keine Ahnung von Handball, selbst wenn sie schon jahrelang damit zu tun haben... DSC06365 Nach 15 Minuten Stadtbesichtigung im sehr zügigen Lauftempo – Oebisfelde lohnt aufgrund der kleinen Burganlage, der Backsteinkirche und der Fachwerkhäuser – ging es in unglaublich zügigem Fahrtempo nach Seehausen in der Altmark. Dank freier Straßen und nicht zu vieler Ortsdurchfahrten war auf den Landstraßen ein 100km/h-Schnitt, den man sonst eher auf Autobahnen fährt, möglich. Wie die Einheimischen hier fuhren, war natürlich dreist: ich fahr da hinter einem aus Güstrow mit 130 auf einer ganz normalen Bundesstraße her – fährt da plötzlich ein Audi-Spast aus Stendal mit 150 an uns beiden vorbei...

Zum Mittelfeldduell der Sachsen-Anhalt-Liga zwischen SG Seehausen und SG Spergau in der Wischelandhalle, die genauso mittelmäßig, unspektakulär, schlecht beleuchtet, aber praktisch, da frei von Sichtbehinderungen für Zuschauer, ist, wie die Halle in Oebisfelde, kamen wir sogar 30 Minuten vor Anwurf. Allerdings auch nur, da sie 15 Minuten später anfingen, sonst wäre es etwas knapper gewesen.

Da in Seehausen war es natürlich um Klassen angenehmer als in diesem scheiß Oebisfelde: nur 3€ Eintritt (als Student, Schüler etc. bekommt man die Karten fast geschenkt: nur 1€) in der Sachsen-Anhalt-Liga ist lobenswerterweise im untersten Preisbereich – Oebis war eine Liga tiefer teurer! – und ein Publikum, das die eigene Mannschaft mit Trommeln, Tröten und Zurufen unterstützt und die Schiedsrichter nur beschimpft, wenn es halbwegs nachvollziehbar ist, ist zwar nichts Besonderes, aber angenehm. Interessant war auch, dass es sogar immer wieder knappen, anerkennenden Applaus für die Gastmannschaft gab, was ich eigentlich unnötig finde, wenn auch natürlich lobenswert.

So viel zu applaudieren gab es für Spergau aber nicht, denn die konnten auch die Vorteile, die sie aus Fehlentscheidungen der Schiedsrichter (laut SIS Unparteiische aus Raguhn und Coswig) zogen, nicht nutzen. Die technisch und spielerisch bessere Mannschaft aus der Altmark konnte zwar lange nicht entscheidend davon ziehen, doch die Puste hielt länger als bei der nur mit 9 oder 10 Spielern antretenden Dorfmannschaft aus dem Leunaer Ortsteil. In den Schlussminuten wurde aus dem dauernden Ein- oder Zweitorevorsprung schließlich ein Viertoreabstand. Besonders Treffer nach Tempogegenstößen in Unterzahl machten den Nachteil durch die häufigen Siebenmetertore der Spergauer wett. Selbst ein völlig unberechtigter Platzverweis (ein Spergauer wird nach einem Foul seinerseits vom Gefoulten angerempelt, woraufhin er sich theatralisch fallen lässt und eine Tätlichkeit vortäuscht, was die Schiris als Steilvorlage nahmen, um mal Rot gegen die Heimelf ziehen zu können) kurz vor Abpfiff brachte Seehausen nicht aus der Ruhe. Auch von der ständigen und natürlich ungestraften Reklamiererei des unsympathischen Gästetrainers ließen sie sich nicht ablenken. Im Endeffekt war Seehausen auch im Zusammenspiel in der Offensive und dem Torabschluss einfach besser als die Mannschaft unseres Bekannten Jan, dessen Leistung übrigens trotz knapp 45 Minuten Einsatzzeit keine Beschreibung wert ist. Na gut: immerhin trug er ein Tor (den zwischenzeitlichen Ausgleich zum 13:13) für seine Truppe bei...

Nach einer weiteren schnellen Stadtbesichtigung – wie Oebisfelde hat auch Seehausen nette Gassen mit Fachwerkhäusern und Backsteinkirchen sowie Mauerresten der Stadtbefestigung (in Seehausen steht sogar noch ein Stadttor, wobei es aber leider keine Burg gibt) zu bieten – ging es, immer noch mit dem Sender der British Forces (über dessen Reichweite wir uns wunderten) im Autoradio, nach Staßfurt zurück. DSC06425 Statistik:
- Grounds: 874 (heute 3 neue; diese Saison: 106 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.724 (heute 3, diese Saison: 147)
- Tageskilometer: 370 (370 Auto)
- Saisonkilometer: 38.450 (33.580 Auto/ 3.200 Flugzeug/ 1.600 Fahrrad/ 90 Bahn, Bus, Tram/ 80 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 29 [Letzte Serie: 6, Rekord: 141]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 344

Montag, 5. Dezember 2011

W279II: Leunas Hallenhockeyteam holt einen Punkt in einem tollen Spiel + Miltitzer Reserve siegt weiter souverän

TSV Leuna 1919 6:6 ATV Leipzig 1845
Datum: Sonntag, 4. Dezember 2011 – Anstoß: 11.00
Wettbewerb: 2. Hallenhockeybundesliga – Staffel Ost
Ergebnis: 6:6 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 3:4
Tore: 0-1 1. Stephan Günther, 0:2 16. Tobias Fabig, 1:2 20. Tobias Schaltonat, 1:3 22. Konstantin Nowak, 1:4 24. David Paul, 2:4 29. Christian Zeiger (Strafstoß), 3:4 29. Christian Zeiger, 3:5 38. Konstantin Nowak, 4:5 48. Christian Zeiger, 4:6 49. Rene Habenstein, 5:6 50. Tobias Schaltonat, 6:6 59. Christian Zeiger
Grüne Karten: Nr. 17, Nr. 11 (Leipzig)
Gelbe Karten: Jan Hochmuth (Leuna), Rene Habenstein (Leipzig)
Rote Karten: keine
Spielort: Sporthalle Leuna (Kap. 200 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 150 (davon ca. 10 Gästefans)
Unterhaltungswert: 8,0/10 (Hervorragendes weil rasantes und sehr spannendes Spiel!)

SG Wiederitzsch/ Seehausen 1:5 SV Grün-Weiß Miltitz II
Datum: Sonntag, 4. Dezember 2011 – Anstoß: 14.00
Wettbewerb: 3. Stadtklasse Leipzig, Staffel 1 (12. und unterste Liga, 7. Amateurliga)
Ergebnis: 1:5 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0:2
Tore: 0:1 9. (Nr. 10), 0:2 19. (Nr. 11), 1:2 49. (Nr. 4), 1:3 65. (Nr. 11), 1:4 75. (Nr. 10), 1:5 80. (Nr. 9)
Verwarnungen: Nr. 6 (Wiederitzsch), Nr. 1 (Miltitz)
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Wiederitzsch (Kap. 1.200, davon 50 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 15 (davon ca. 2 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Durchweg gutes und flottes Spiel, das von den Spielanteilen her ausgeglichener war, als das Ergebnis darstellt)
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Photos and English Version:

Wie Leunas Trainer Rehder zu uns schon sagte vor dem Spiel: Heute wird es anders! Nach der Niederlage gegen Köthen in der Vorwoche, die an sich nicht das Problem gewesen wäre, wenn das Spiel nicht so schwach gewesen wäre, sahen die diesmal nur 150 Zuschauer ein ganz anderes Spiel in der Leunaer Sporthalle. Es hatte schon in der ersten Minute so viel an Rasanz und Chancen zu bieten, wie das Spiel gegen Köthen in 60 Minuten nicht.

Schon nach einer halben Minute landete ein Angriff im Leunaer Tor, in der darauffolgenden Viertelstunde vergab Leuna erst drei gute Ausgleichschancen und offenbarte dann Unsicherheiten in der Abwehr: 0-2 nach 16 Minuten. Nachdem Leuna endlich traf, legte Leipzig gleich zwei Mal nach und das Spiel schien aufgrund von Abwehr- und Torwartfehlern entschieden. Doch dann kam Zeiger mit zwei Treffern und Hochmut wurde eingewechselt, der mit sicheren Paraden im Tor positiv auffiel. Nach der Pause musste zwar auch er zweimal hinter sich greifen und nach einem Foul auch für zwei Minuten runter vom Feld, aber er war einer der Garanten für den Punktgewinn, den Zeiger und Schaltonat mit weiteren Treffern erzwangen. Etwas hitzig wurde es in der Schlussphase auch mal kurz noch, da die Schiedsrichter sich zwei Mal nicht untereinander einig waren. Ansonsten waren die Unparteiischen aber sehr sicher und gut. Das 6:6 war am Ende dieses tollen Spiels mit rasanten Laufduellen, starken Zweikämpfen und klasse Torszenen das einzige gerechte Ergebnis.
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Während die Fußballer einen 4:1 Sieg gegen Querfurt einfuhren – prima gemacht, Leute! – wollten wir noch mal gucken, ob in Leipzig auch bei regnerischem Wetter gespielt wird. Seit Jahren sind im Dezember reihenweise Spiel im verweichlichten Spielkreis Leipzig ausgefallen: doch trotz starkem Regen in der Nacht sind nur bei wenigen unverbesserlichen Idiotenvereinen Spiele ausgefallen oder abgesetzt worden. In Wiederitzsch, am Nordrand der Stadt, wo auf dem von zwei Graswällen und einigen Bäumen flankierten Dorffußballplatz, nur noch die Alten Herren von Eintracht Wiederitzsch und die Spielgemeinschaft von der ehemaligen I. Mannschaft der Eintracht sowie der II. Mannschaft von SG Seehausen spielen, wurde gespielt. Ein echtes Fußballwunder! Mal sehen, ob diese Leipziger Weicheier nicht doch mal Vernunft annehmen und nicht wegen ein paar Litern Regen und ein paar Flocken Schnee reihenweise Spiele ausfallen lassen.

Es hat sich auch echt gelohnt, dieses Spiel zu gucken, denn was beide Mannschaften – die im Mittelfeld platzierten Gastgeber und der Tabellenzweite aus Miltitz – da zeigten, war von der ersten bis zur letzten Minute ansehnlich. Gutes Tempo, etliche Torszenen, schöne Zweikämpfe – nicht nur für die unterste Spielklasse ein starkes Spiel! Schnell grätschte ein Miltitzer den Ball zum 0:1 über die Linie und bald wurde auch das 0:2 per Heber über den heraus geeilten Torwart erzielt, doch nach der Pause kam der Heimverein noch mal heran: ein Freistoß wie ein Strich – in der ersten Halbzeit landete ein solcher noch krachend an der Latte – zum 1:2. Das 1:3 ließ allerdings nicht lange auf sich warten und am Ende zeigte Miltitz, dass sie ein Aufstiegskandidat sind: 1-5. Ein wirklich starkes Spiel, das von einem souveränen Schiedsrichter, der aber ziemlich viel durchgehen ließ, geleitet wurde.

Nachdem wir nun auch Wiederitzsch besucht haben, fehlt nur noch eine Sportanlage in Leipzig, auf der Herrenspielbetrieb stattfindet, auf unserer Liste. Die besuchen wir dann spätestens im April oder Mai.
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Statistik:
Grounds: 675 (heute 1 neuer; diese Saison: 81 neue)
Sportveranstaltungen: 1.423 (heute 2, diese Saison: 109)
Tageskilometer: 100 (100 Auto)
Saisonkilometer: 14.100 (12.200 Auto/ 1.890 Fahrrad/ 10 Bahn, Bus, Tram/ 0 Flugzeug/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 20
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 279

Montag, 7. November 2011

W275III: Sport von 10 bis 21 Uhr – 4 Spiele, 3 Sportarten, 3 Platzverweise

Teil I: Unangemessen hohe Niederlage für die Basketball-Esel

Justabs 95 Halle 64:101 Hallescher SC 96 II
Datum: Samstag, 5. November 2011 – Tip-off: 10.00
Wettbewerb: Basketball Oberliga Sachsen-Anhalt (6. Liga, 1. Amateurliga)
Ergebnis: 64:101 nach 40Min. – Viertelergebnisse: 20:24, 19:19, 10:29, 15:29
Punkte: Meißner 25, Kuschel 17, Portius 9, Kleinschmidt 6, Fischer 5, Zimmermann 2 (Justabs); Lange 21, Seifert 17, Kairies 16, Weihe 12, Winderlich 11, Markwart 10, Heinecke 8, Thomiczny 4, Urban 2 (HSC)
Fouls: Kuschel 4, Meißner 4, Portius 4, Thielicke 3, Zimmermann 3, Kleinschmidt 3, Fischer 1 (Justabs); Urban 4, Seifert 3, Heinecke 3, Markwart 2, Thomiczny 2, Kairies 1, Winderlich 1 (HSC)
Freiwürfe: Justabs 11 von 17 (= 65%), HSC 19 von 26 (= 73%); Gesamtquote damit 30 von 43 (= 69%)
Spielort: Sporthalle der Dr. Dorothea Erxleben Kaserne (Kap. 100 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 18 (Gästefans: ca. 3)
Unterhaltungswert: 5,0/10 (Nach guter und ausgeglichener 1. Halbzeit wurde das Spiel extrem einseitig und streckenweise unansehnlich)
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Photos and English version:

Der extrem sportreiche Tag begann mit einem Spiel der höchsten Basketball-Amateurliga in der ehemaligen Bundeswehrsporthalle von Halle/ Saale, die nach der ersten promovierten deutschen Ärztin – Dorothea Erxleben – heißt. Die Justabs, auch bekannt als „Donkeys“, mit Kollege Frank Thielicke, können mit einer guten Mittelfeldbilanz aufwarten und befinden sich auf Rang 5. Doch gegen die Reserve vom Halleschen SC hatten sie erwartungsgemäß keine Chance. Diese dominieren zusammen mit dem USV Halle die Liga.

Das erste Viertel in der modernen, aber nicht wirklich interessanten Sporthalle Dr. Dorothea Erxleben, war allerdings alles andere als deutlich zugunsten der Gäste verlaufen. Die Justabs waren weitestgehend auf Augenhöhe. Im zweiten Viertel ärgerten sie die favorisierten HSC-Spieler sogar mit Punktgleichheit. Dabei spielte HSC überhaupt nicht schwach – die Underdogs (oder eher Underdonkeys) hielten nur einfach hervorragend gegen.

Erst im dritten Viertel zog der Hallesche SC davon. Nun ließ die Trefferquote der Heimmannschaft, zu der Frank Thielicke heute auch leider nicht beisteuern konnte, erheblich nach und die Favoriten bleiben konstant auf ordentlichem Niveau. Wer genauso leistungsmäßig absackte wie Justabs war das Schiedsrichtergespann: wenn eine Mannschaft schon unterlegen ist, dann ist es einfach das Letzte, wenn die sogenannten „Un“parteiischen dem klar besseren Team im Zweifel stets die Freiwürfe zusprechen, Stürmerfouls nur dem Unterlegenen abpfeifen oder gar – so eine krasse Fehlentscheidung habe ich in über 50 Basketballspielen nicht erlebt! – einen erst 1 oder 2 Sekunden nach Ablauf der 24-Sekunden-Uhr (die Sirene war klar zu hören) auf den Korb abgeworfenen Ball noch für den HSC zählen. Durch diesen irregulären Dreier und drei, vier Körbe nach Stürmerfouls sowie unberechtigten Freiwürfen kamen locker 15 bis 18 Punkte zusammen, die der HSC irregulärerweise erzielte. Kein Wunder, dass der Donkey-Coach nach dem Spiel noch lautstark lamentierte. Dass z.B. 64:84 für die Justabs besser geklungen hätte als das unverdient deutliche 64:101 und im Gegenzug auch die Leistung des Tabellenführers mehr hätte gewürdigt werden können, dürfte ja wohl klar sein!
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Teil II: Emotionales Derby im Unstruttal

SV Burgscheidungen 1:2 Reinsdorfer SV
Datum: Samstag, 5. November 2011 – Anstoß: 14.00
Wettbewerb: 1. Kreisklasse Burgenland, Staffel 1 (11. und unterste Spielklasse, 6. Amateurliga)
Ergebnis: 1:2 nach 97 Min. (47/50) – Halbzeit: 0:1
Tore: 0-1 33. (Nr. 16, Foulelfmeter), 1-1 52. (Nr. 8, Foulelfmeter), 1-2 57. (Nr. 2)
Verwarnungen: Nr. 5 (Burgscheidungen), Nr. 16 (Reinsdorf)
Platzverweise: 73. Nr. 7 (Reinsdorf)
Spielort: Sportplatz Burgscheidungen (Kap. 1.000, davon 50 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 40 (Gästefans: ca. 8)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Spannendes und v.a. in Hälfte 1 emotionsgeladenes Duell)
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Photos and English version:

Wenn eine Mannschaft wegen Spielermangels oder anderer Unfähigkeit nicht antreten kann und 1 Tag vorher Bescheid sagt, ist das noch akzeptabel. Wenn man allerdings, wie die Reserve von Lossa, nicht einmal 1 Stunde vorher Bescheid gibt, ist das einfach asozial! SG Lossa II, der Tabellenletzten der nur einen Punkt aus 9 Spielen holen konnte, trat beim 6. – Wacker Memleben – also nicht an. So mussten wir den Spielbesuch in Memleben auf einen anderen Termin – genauer: den Spieltag, an dem ich eigentlich ein Spiel von Burgscheidungen gucken wollte – verlegen. Zum Glück gab es diesen Samstag noch etwas Interessanteres, als Wacker beim Training zu zusehen: der SV Burgscheidungen spielte gegen den Reinsdorfer SV.

Burgscheidungen ist nur Vorletzter und Reinsdorf führt mit 3 Punkten Vorsprung auf Molau die Tabelle an. Eindeutiger Sieg für Reinsdorf? Natürlich nicht! Wir kamen 10 Minuten nach Anpfiff an – wäre ich nicht mit rumänischem Tempo durch die Orte gefahren, wären wir nicht vor der 15. dagewesen – und sahen schon vom Parkplatz aus, wie auf der von Erlen und Pappeln umstandenen und teilweise von Holzbänken flankierten Wiese unterhalb des von einem herrlichen Barockschloss überblickten Dorfes, die Spieler mit den gelben Trikots der Heimmannschaft das Tor der favorisierten Gäste attackierten. Wir saßen keine fünf Minuten auf der Bank, schon gingen die Emotionen hoch: Schiri belegen, Gegenspieler anpöbeln, Rumschubsen – alles was zu einem ordentlichen Derby dazugehört! Wie uns der Vereinsverantwortliche, der den 1€ Eintritt eintrieb, erzählte, stammt diese gesunde Rivalität zwischen den beiden Vereinen aus der DDR-Zeit als es noch Traktor Burgscheidungen gegen Traktor Reinsdorf hieß. Damals unterstützte ein und derselbe Betrieb beide Vereine – aber nicht immer ganz ausgeglichen. Auch heute noch spielen einige Verwandte gegeneinander: aber der Reinsdorfer Torwart, der erst in den Burgscheidungener Stürmer reingrätscht, sich dabei verletzt und dann den Stürmer schubst und voll mault, und ebendieser Burgscheidungener Stürmer werden wohl keine Verwandte gewesen sein...

Nach einem Pressschlag im Strafraum ging die weniger aktive Mannschaft, der Tabellenführer aus Reinsdorf, dann mit einem sicheren Strafstoßschuss in Führung. Nach der Pause wurde es etwas ruhiger – weniger Wortgefechte auf dem Platz, nur noch eine Schubserei und nach wie vor nur zurückhaltende Beschimpfungen vom Spielfeldrand – und nach einem Beinstellen bekam auch Burgscheidungen einen Elfer zugesprochen. Den verwandelten sie gerade so. Verdient war das Tor auf alle Fälle. In der Folgezeit zeigte der Gast aber wenigstens ein bisschen, dass sie mehr als eine durchschnittliche Kreisklassemannschaft können. Mit einem herrlichen Weitschuss der per Aufsetzer ins Eck flog, ließen sie erahnen, wieso sie eigentlich da vorne an der Spitze der Tabelle zu finden sind. Die Schiedsrichterbeleidigung von einem Spieler, die dann zum einzigen Platzverweis der Partie führte, war dann wenig intelligent. Aber mit ein bisschen Zeitschinden und einigen Offensivaktionen brachten sie die Ein-Tor-Führung dann auch zu zehnt über die Zeit.

Alles in allem zwar kein richtig gutes Spiel, aber auf ordentlichem Niveau und vor allem auch spannend und emotionsgeladen. Mit unfairem Getrete hatte dieses Spiel gar nichts zu tun – wie schon gesagt: eine gesunde Rivalität dort!
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Teil III: Da lag mehr als nur eine einzige Spielklasse zwischen beiden Partien – Einheit II unterirdisch, Einheit I mit spektakulärem Sieg

HC Einheit 05 Halle II 26:31 SG Seehausen
Datum: Samstag, 5. November 2011 – Anwurf: 17.30
Wettbewerb: Sachsen-Anhalt Liga (5. Handballliga, 2. Amateurliga)
Ergebnis: 26:31 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: x:x
Tore: Rombusch 9, Pietruschka 5, Marggraf 5, Großmann 4, Hieronymus 2, Pflug 1 (Einheit); keine Informationen zu Seehausen vorliegend
Verwarnungen: Pietruschka, Pohland, Pflug, [Betreuer] (Einheit); Nr. 23, 84, 13 (Seehausen)
Zeitstrafen: Vogt 2, Pietruschka 2, Marggraf 2 + Thiele [Rot] (Einheit = 8 Minuten); Nr. 13 4, Nr. 23 4, Nr. 6 2, Nr. 8 2 (Seehausen = 12 Minuten)
Platzverweise: 24. Thiele (Einheit, angeblich „grobes“ Foulspiel)
Spielort: Sporthalle im Bildungszentrum (Kap. 500 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 50 (Gästefans: ca. 5)
Unterhaltungswert: 3,0/10 (Seehausen kaum Mittelmaß und Halle schwach – aber am Schlechtesten waren die sogenannten „Un“parteiischen)

HC Einheit 05 Halle 42:38 HV Rot-Weiß Staßfurt
Datum: Samstag, 5. November 2011 – Anwurf: 19.30
Wettbewerb: Mitteldeutsche Oberliga (4. Handballliga, 1. Amateurliga)
Ergebnis: 42:38 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 21:15
Tore: Haase 15, Kern 8, Thiele 5, Suchanke 4, Wiederer 4, Metzner 3, Pannicke 2, Plitz 1 (Einheit); Retting 9, Hähnel 9, Rach 6, Jacobi 4, Frank 4, Bruchno 3, Sonntag 2, Richter 1 (Staßfurt)
Siebenmeter: Halle 9 von 9/ Staßfurt 1 von 2 verwandelt
Verwarnungen: 13, 93, 24, Trainer (Einheit); 22, 3, 25 (Staßfurt)
Zeitstrafen: 82 4, 93 2, 90 2, 13 2, 21 2 (Einheit = 12 Minuten); 15 4, 24 2, 9 2 + Hähnel [Rot] (Staßfurt = 10 Minuten)
Platzverweise: 45. Hähnel (Staßfurt, angeblich „grobes“ Foul)
Spielort: Sporthalle im Bildungszentrum (Kap. 500 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 250 (Gästefans: ca. 50)
Unterhaltungswert: 7,5/10 (Sehr schnelles und wirklich gutes Spiel mit extrem vielen Toren, die nicht nur durch schwache Torhüterleistungen und überforderte Abwehrreihen zustande kamen)
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In der schönen Sporthalle im Halle-Neustädter Bildungszentrum stiegen abends dann noch zwei Handballspiele. Beim zweiten war die Staßfurter Mannschaft zu Gast, beim Vorspiel stand ein Staßfurter Jung auf der Platte – studiumsbedingt für die Reserve von Einheit Halle.

Einheit Halles Reserve ist leider auf dem Weg in die Verbandsliga: 6 Niederlagen in Folge – davon allerdings eine nur durch Wertung wegen angeblich nicht einsatzberechtigtem Spieler – und letzter Platz. Nun ist der Vorletzte, der allerdings schon einen Sieg und eine Niederlage auf dem Konto hat, zu Gast im Bildungszentrum. Das Spiel war – wie ich erwartet hatte – derartig schlecht, dass ich schon wieder richtig zu schätzen wusste, was ich an einer guten Bezirksklassemannschaft mit dem TSV Leuna habe. So unterirdisch wie Halle II habe ich die noch nie spielen sehen. Seehausen war kaum Mittelmaß, narrte aber ein ums andere Mal die schwache hallesche Abwehr. Abspielfehler und ganz schlechte Würfe ohne Ende auf Seiten der Heimelf. Auch der Bekannte meiner Freundin blieb völlig wirkungslos und trug mit augenscheinlicher Überforderung zur geschlossen schlechten Mannschaftsleistung bei. Heute konnte selbst der Spielertrainer nichts ausrichten.

Im Übrigen hätte er die Mannschaft auch zur Pause von der Platte nehmen können: spielerisch völlig überfordert und dann nicht nur 7 bessere Gegenspieler sondern auch 2 parteiische Schiedsrichter gegen sich. Eine aussichtslose Situation, da ganz klar war, dass das Magdeburger Gespann die Altmärker schon zum Sieg pfeifen würde, falls die Hallenser noch einmal herankommen sollten. Neben nicht abgepfiffenen Tore nach Stürmerfouls, ungeahndeten Fußspielen und Fouls der Seehausener schossen die zwei Flachzangen mit der glatt roten Karte wegen einer kaum mit zwei Minuten zu bestrafenden Rempelei gegen einen Hallenser den Vogel ab. Einen unberechtigteren Platzverweis habe ich seit einem verschobenen Kreisklassehandballspiel, bei dem Schiedsrichter aus der Mansfeld Ecke eine Mannschaft aus der Mansfelder Gegend gegen eine Hallesche Mannschaft zum Sieg verhalfen, nicht mehr gesehen. Die Pfeifen hätten sich gleich im Mannschaftsbus von Seehausen mitnehmen lassen können – die Truppe feierte ihren verdienten aber von dieser Schiebung trotz aller akzeptabler Leistung klar überschatteten Sieg ja noch mit „Alle gegen Halle“-Sprechchören. Dass denen so etwas nicht selber peinlich ist, zeigt nur was da bei Seehausen für Charakterschweine auf der Platte stehen.
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Beim Spiel der Ersten Mannschaft des HC Einheit ging es dann weiter mit grauenhaften Schiedsrichterleistungen. Außer beim Fußball in Burgscheidungen (der Schiri erbrachte eine durchschnittliche Leistung) hatten da heute nur Idioten die Pfeife im Maul. Man muss allerdings auch festhalten, dass auch bei diesem Spiel wieder die ohnehin bessere Mannschaft bevorteilt wurde. Einheit steht mit ihren fünf Punkten aus acht Spieltagen zwar nicht sonderlich gut da, aber war einfach über das gesamte Spiel gesehen (mit Ausnahme der Minuten 31 bis 49) besser. Streckenweise deutlich. Man hat nicht gesehen, dass Staßfurt in den ersten Wochen bisher die klar bessere Mannschaft war mit fast doppelt so vielen Zählern. Ich habe aber auch schon befürchtet, dass Rot-Weiß über ihre sonst eher bescheidenen Verhältnisse hinaus gespielt hatte – die drei Niederlagen waren gegen den Erstplatzierten, den Zweiten und den Dritten; und das Unentschieden gegen den Viertplatzierten. Aber nun gehen offensichtlich auch Niederlagen gegen die schwächeren Mannschaften los.

Mittlerweile waren wir vom Heimblock – ganz lahmes Publikum da bei Einheit Halle! – in den Gästesektor zu den Staßfurtern – da war zwar trotz fast 50 Mann auch wenig los, aber immerhin wurde regelmäßig geschlossen angefeuert – gewechselt. Jetzt lag Einheit Halle eigentlich ununterbrochen in Führung. Treffsicherer und reaktionsschneller waren sie in erster Linie. Die Fehlabspiele der Staßfurter waren grauenhaft. Die Tempogegenstöße für Halle, die daraus resultierten, hingegen souverän. Mit Retting, Hähnel und ein, zwei anderen gut Spielenden kam Staßfurt wenigstens nicht völlig unter die Räder. Mit dem Torwart den sie bis zu 30. und ab der 50. wieder im Kasten hatten, kann man auch kaum Verbandsliga spielen. Der junge Ersatzmann ließ zwar nach etlichen guten Paraden zwischen der 31. und 36. auch erheblich nach, wäre aber über die gesamte Spielzeit gesehen ganz bestimmt keine 42 Mal überwunden worden. Da war dann einer der Knackpunkte im Staßfurter Spiel: nicht nur dass vorne Anspiele schlampig gemacht worden – vor allem der unterirdisch spielende Torwart war ein Problem! Brüllt da seine Vordermannschaft an, dass sie einen zum Wurf kommen lassen. Wenn da einer aus 12 Metern drauf wirft und noch trifft oder aus spitzem Winkel tunnelt, muss man sich als Torwart aber auch mal selber hinterfragen und nicht nur großkotzig anderen die Schuld zuschieben. Unglaublich, dass der Trainer diesen Spieler so lange spielen ließ. So wurde die Aufholjagd, die Staßfurt in seiner besten Phase von der 31. bis zur 49. so schön zeigte, erstrecht nicht belohnt. Der Sieg für Halle ging absolut in Ordnung, auch wenn es einen unberechtigten Platzverweis gegen Staßfurt gab. Aber so etwas habe ich auch selten gesehen: klare zwei Minuten zwar bei diesem Foul am Kreis, doch völlig überzogen glatt Rot für den einen der beiden besten Gästespieler (Hähnel) – aber offensichtlich eine Schauspieleinlage des Hallensers (und Ex-Staßfurters) Haase. Den Siebenmeter, der auf dieses ach so brutale Foul folgte, verwandelte er selber sicher. Solche Wiederauferstehungen kommen laut Handballexperten und -spielern ja immer nur bei den Kollegen vom Fußball vor. Aha... Sein Vater ist ja Trainer von Staßfurt: so einem frechen Sohn würde ich gleich das Taschengeld streichen... Ach ne, ist ja nicht mehr so jung, der Spieler... Also gut: jedenfalls nicht mehr so schnell einen Gefallen tun!
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Statistik:
Grounds: 661 (heute 2 neue; diese Saison: 67 neue)
Sportveranstaltungen: 1.400 (heute 4, diese Saison: 86)
Tageskilometer: 200 (200 Auto)
Saisonkilometer: 12.850 (11.020 Auto/ 1.820 Fahrrad/ 10 Bahn, Bus, Tram/ 0 Flugzeug/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 3
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 276

Montag, 23. Mai 2011

W251III: Neun Tore im Nordosten von Leipzig

SV Lok Leipzig Nordost II 5:0 SV Mölkau 04 II
Datum: Sonntag, 22. Mai 2011 – Anstoß: 11.50
Wettbewerb: 2. Stadtklasse Leipzig, Staffel 2 (11. Liga, 6. Amateurliga)
Ergebnis: 5:0 nach 89 Min. (45/44) – Halbzeit: 2:0
Tore: 1-0 40. (8), 2-0 45. (7), 3-0 54. (8), 4-0 66. (Foulelfmeter, 10), 5-0 83. (11)
Verwarnungen: 1x Lok, 1x Mölkau
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Lok Nordost, An der Parthe (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 35 (davon vllt. 3 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,0/10 (Einseitiges aber ganz gutes Spiel)

SG Seehausen 3:1 BSV Schönau 1983 II
Datum: Sonntag, 22. Mai 2011 – Anstoß: 13.50
Wettbewerb: 2. Stadtklasse Leipzig, Staffel 2 (11. Liga, 6. Amateurliga)
Ergebnis: 3:1 nach 92 Min. (45/47) – Halbzeit: 2:0
Tore: 1-0 25. (16), 2-0 44. (11), 2-1 79. (3), 3-1 91. (11)
Verwarnungen: 4x Schönau, davon 2x Nr. 11
Platzverweise: Nr. 11 Schönau (89. wiederholtes Foul)
Spielort: Sportplatz Seehausen (Kap. 550, davon 50 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 35 (davon ca. 5 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Durchhänger in zweiter Halbzeit, aber wirklich gute Partie wenn Seehausen das Spiel machte)
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Nachdem wir am Samstag im Burgenlandkreis sehr schön und anspruchsvoll Rad fahren konnten, quälten wir uns durch die weitestgehend keineswegs fahrradfreundliche Großstadt Leipzig mit ihren verrotteten Radwegen, bescheuerten Ampelkreuzungen, versifften Straßenbahnschienen und Pflasterwegen. In Mockau Nord ist es am Rande der selbsternannten Weltstadt ziemlich dörflich und idyllisch: dort spielt auf der Sportanlage an der Parthe, benannt nach einem kleinen durch Leipzig fließenden Fluss, der SV Lok Nordost. Die Anlage ist aufgrund des dichten Baumbestandes und der Graswälle extrem grün.

Die Reserve von Lok Nordost ist 5. von 14 in der 2. Stadtklasse und die II. von Mölkau als Letzter nach dieser Niederlage nun abgestiegen in die 3. Stadtklasse, die unterste Spielklasse im offiziellen Spielbetrieb. Lok Nordost II war auch klar besser und ließ den Mölkauern kaum eine Chance. Allerdings vergaben die Gastgeber recht viele Chancen, sodass sie erst in den letzten fünf Minuten vor dem Seitenwechsel zwei Mal jubeln konnten. Nach der Pause legten sie mit mehreren schönen Szenen drei weitere Treffer drauf. Einer davon per Elfmeter und ein letzter Treffer aus sehr spitzem Winkel.

Mölkau II merkte man manchmal den Ärger über ihren bevorstehenden Abstieg an – wenn sie sinnlos zu schubsen anfingen z.B. – aber es blieb alles im Rahmen. Den besten Spruch lieferte so wie so ein Lok Nordost Spieler ab, der von einem Mölkauer geklammert wurde und meinte: „Willst du mit mir kuscheln oder was?“
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Weiter ging es nach Seehausen, wo mit dem 7. von 14 in genau derselben Spielklasse ein Mittelfeldteam gegen den 12. – der sich noch in Abstiegsgefahr befindet – antrat. SG Seehausen traf auf die Reserve von BSV Schönau 1983. Hier war der Leistungsunterschied eher noch deutlicher, doch auch die klar besseren Gastgeber brauchten eine ganze Weile ehe sie ihre Chancen verwandeln konnten. Wie Lok Nordost trafen aber auch sie vor der Pause doppelt. Nach der Halbzeit ließen sie – wie schon ein älterer Heimfan uns gegenüber befürchtet hatte – ziemlich nach und ließen die Gäste kommen. Dadurch wurde das Spiel unattraktiver, den außer einem über die Linie gedrückten Ball zum 2:1 und einigen Fouls – besonders undiszipliniert waren der 10er und der 11er – zeigte Schönau nichts. Folgerichtig setzte Seehausen noch in der Nachspielzeit zum 3:1 nach.

Seehausen klingt nicht nur nach Dorf, sondern ist auch pures Dorf. An der Leipziger Messe gelegen, ist der Leipziger Stadtteil so städtisch wie Berlin-Mitte ein Dorf ist. Ein Tümpel gibt wohl den Namen SEEhausen – die Kirche mit dem markanten Turm wurde immerhin saniert. Die Sportanlage ist ein klassischer Dorffußballplatz mit ein paar Bänken und viel mehr Bäumen. Das Sportlerheim ist für die Leipziger Verhältnisse sehr mickrig: meistens bekommt man richtig Essen und nicht nur Bockwurst, Bier und Cola, aber es kostete alles nur 1€ und war nicht zu kalt und nicht zu warm – also völlig O.K.
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Statistik:
Grounds: 569 (heute zwei neue Grounds; diese Saison: 119 neue)
Sportveranstaltungen: 1.281 (heute zwei, diese Saison: 168)
Tageskilometer: 90 (90 Fahrrad)
Saisonkilometer: 41.010 (20.430 Auto/ 10.200 Flugzeug/ 5.490 Bahn, Bus, Tram/ 4.080 Fahrrad/ 810 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 21
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 251