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Samstag, 9. Juni 2012

W306II: Der letzte Ground im Burgenlandkreis

FSV Klosterhäseler 1949 4:1 SV Burgscheidungen 1992
Datum: Samstag, 9. Juni 2012 – Anstoß: 15.00
Wettbewerb: 1. Kreisklasse Burgenlandkreis, Staffel 1 (11. und unterste Spielklasse, 6. Amateurliga)
Ergebnis: 4-1 nach 93 Min. (45/48) – Halbzeit: 1-1
Tore: 1-0 16. Nr. 10, 1-1 24. Nr. 11, 2-1 51. Nr. 14, 3-1 61. Nr. 14, 4-1 72. Nr. 8
Verwarnungen: Nr. 5 [2x], Nr. 11 (FSV); Nr. 5 (SVB)
Platzverweise: Nr. 5 FSV (81. Gelb-Rot wg. wiederholtem Foulspiel); Nr. 5 SVB (72. Rot wg. Schiedsrichterbeleidigung)
Spielort: Sportplatz Klosterhäseler (Kap. 1.025, davon 25 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 2 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Ganz gutes Spiel mit verdientem Ausgang)
IMG_9491 Photos with English Commentary:

Normalerweise gucke ich mir ja die Abschlussspiele bzw. wenigstens das vorletzte Spiel jeder Leunaer Mannschaft an. Heute hätten wir auch das letzte Spiel der II. Mannschaft sehen können, die ich diese Saison ohnehin nur in Testspielen (in Sommer- wie auch Wintervorbereitung) gesehen habe, doch ich lasse mir doch nicht den letzten Ground im Burgenlandkreis durch die Lappen gehen, wenn sich schon ein Teil der Mannschaft gen EM nach Lviv verabschiedet hat und keine Anstalten gemacht werden, den Abstieg in die 1. Kreisklasse zu verhindern. Dieser wurde nicht nur durch den Sieg von Zöschen, sondern v.a. mit dem zu erwartenden 1:3 besiegelt. Gut, dass wir nicht da waren! So verdient wie dieser Abstieg auch war, so gern sehe ich mir aber die Spiele in Weißenschirmbach oder Klobikau in der kommenden Spielzeit an!

Also wie gesagt, es ging in den Burgenlandkreis. Völlig sinnfrei ans Ende der Saison als letztes noch ausstehendes Spiel verlegt, aber was soll’s: Hauptsache mal ein Spiel in Klosterhäseler, dem letzten noch ausstehenden Ground des Burgenlandkreises gesehen! Es fand das Spiel des 7. gegen den 8. statt: FSV Klosterhäseler gegen SV Burgscheidungen. Der Platz in Klosterhäseler ist ein richtiger Dorfacker zwischen Feldern, Ställen, einfachen Häusern, Wiesen und Bäumen. Ein fast zugewucherter Bach plätschert hinter den Spielerbänken entlang. Ein paar Holzbänke sind unter dem Vordach des Vereinsgebäudes angebracht.

Das Spiel begann recht flott und ausgeglichen, FSV Klosterhäseler hatte jedoch von Beginn an die besseren Angriffe. Kaum hatte ich zu Ende gegessen – es war ja klar, dass es in diesem Kaff auch am Platz nichts geben würde, also haben wir schon in diesem unmöglich geführten NP in Laucha was mitgenommen – fiel auch schon der Führungstreffer für die Gastgeber. Der Ausgleich rutschte dann dem Torwart aus 18 Metern über die Hände. Bis zur Pause erarbeitete sich Klosterhäseler mehr Spielanteile und Chancen, kam aber nicht mehr zu einem weiteren Treffer. Kaum waren allerdings die Seiten gewechselt, schon legten sie mit den Treffern nach. Das 2:1 war allerdings irregulär: der Ball wurde im Aus angenommen und dann herrlich ins Eck gezimmert. Das 3:1 und 4:1 entschieden dann aber auch die Partie. Das Duell war streckenweise noch recht farbenfroh, was ganz besonders an beiden Fünfern lag: der von Burgscheidungen hatte eh schon gelb und pöbelte dann nach dem angeblich irregulären (aber völlig korrekten) 4:1 den Schiedsrichter an – und der Fünfer von Klosterhäseler foulte so oft, dass er 10 Minuten vor dem Ende gelb-rot sah. Insgesamt ein wirklich ansehnliches Spiel mit verdientem Sieg der Heimelf.
IMG_9504 Noch ein paar Worte zu dem Dorf selbst: den Ort gibt es schon deutlich über 1.200 Jahre, hat aber auch heute – selbst mit den Ortsteilen Burgheßler, Pleismar und Gößnitz – keine 800 Einwohner. Das ehemalige Kloster wurde zu einem Schloss umgewandelt und in neuerer Zeit auch etwas verbaut. Der Turm auf der Rückseite ist aber sehr schön. Direkt angebaut ist auch eine barocke Kirche. Neben diesem Ensemble ist ein recht auffälliges sowjetisches Mahnmal. Die hügelige, teils ziemlich bewaldete Landschaft drum herum – vor allem die herrliche Straße gen Laucha – ist auch sehr ansehnlich.

So: nun sind also alle 78 Sportplätze und Stadien des Burgenlandkreises auf denen Spielbetrieb abgehalten wird, von uns besucht worden. Ein Platz auf dem es nur Jugend- und Altherrenspiele zu sehen gibt und ein Freizeitfußballplatz folgen Ende Juni. Ein paar Aufnahmen von aufgelösten Großfeldanlagen oder von Freizeitkickern genutzte Kleinfeldplätze, die ich bisher übersehen hatte, werde ich auch noch in den nächsten Monaten nachreichen. Ebenso sicher die ein oder andere Sehenswürdigkeit, die ich noch nicht fotografiert habe. Solches systematisches Abgrasen von Sportplätzen in einer bestimmten Region werde ich nächste Saison übrigens nicht machen, da ich Halle, Saalekreis, Burgenland und Leipzig ja nun durchhabe. Nur die 8 Zusatzpunkte für Leipzig (Vereine aus dem Umland die im Stadtverband mitmachen) werde ich noch machen und ansonsten das Augenmerk noch mehr auf Leuna sowie spektakuläre Sportstätten und interessante Verein (besonders in Sachsen-Anhalt, Thüringen, Sachsen und Brandenburg) legen.
IMG_9476 Statistik:
Grounds: 743 (heute 1 neuer; diese Saison: 150 neue)
Sportveranstaltungen: 1.535 (heute 1, diese Saison: 221)
Tageskilometer: 100 (100 Fahrrad)
Saisonkilometer: 58.170 (29.050 Auto/ 23.120 Flugzeug/ 3.010 Bahn, Bus, Tram/ 2.970 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 83
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 306

Montag, 7. November 2011

W275III: Sport von 10 bis 21 Uhr – 4 Spiele, 3 Sportarten, 3 Platzverweise

Teil I: Unangemessen hohe Niederlage für die Basketball-Esel

Justabs 95 Halle 64:101 Hallescher SC 96 II
Datum: Samstag, 5. November 2011 – Tip-off: 10.00
Wettbewerb: Basketball Oberliga Sachsen-Anhalt (6. Liga, 1. Amateurliga)
Ergebnis: 64:101 nach 40Min. – Viertelergebnisse: 20:24, 19:19, 10:29, 15:29
Punkte: Meißner 25, Kuschel 17, Portius 9, Kleinschmidt 6, Fischer 5, Zimmermann 2 (Justabs); Lange 21, Seifert 17, Kairies 16, Weihe 12, Winderlich 11, Markwart 10, Heinecke 8, Thomiczny 4, Urban 2 (HSC)
Fouls: Kuschel 4, Meißner 4, Portius 4, Thielicke 3, Zimmermann 3, Kleinschmidt 3, Fischer 1 (Justabs); Urban 4, Seifert 3, Heinecke 3, Markwart 2, Thomiczny 2, Kairies 1, Winderlich 1 (HSC)
Freiwürfe: Justabs 11 von 17 (= 65%), HSC 19 von 26 (= 73%); Gesamtquote damit 30 von 43 (= 69%)
Spielort: Sporthalle der Dr. Dorothea Erxleben Kaserne (Kap. 100 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 18 (Gästefans: ca. 3)
Unterhaltungswert: 5,0/10 (Nach guter und ausgeglichener 1. Halbzeit wurde das Spiel extrem einseitig und streckenweise unansehnlich)
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Photos and English version:

Der extrem sportreiche Tag begann mit einem Spiel der höchsten Basketball-Amateurliga in der ehemaligen Bundeswehrsporthalle von Halle/ Saale, die nach der ersten promovierten deutschen Ärztin – Dorothea Erxleben – heißt. Die Justabs, auch bekannt als „Donkeys“, mit Kollege Frank Thielicke, können mit einer guten Mittelfeldbilanz aufwarten und befinden sich auf Rang 5. Doch gegen die Reserve vom Halleschen SC hatten sie erwartungsgemäß keine Chance. Diese dominieren zusammen mit dem USV Halle die Liga.

Das erste Viertel in der modernen, aber nicht wirklich interessanten Sporthalle Dr. Dorothea Erxleben, war allerdings alles andere als deutlich zugunsten der Gäste verlaufen. Die Justabs waren weitestgehend auf Augenhöhe. Im zweiten Viertel ärgerten sie die favorisierten HSC-Spieler sogar mit Punktgleichheit. Dabei spielte HSC überhaupt nicht schwach – die Underdogs (oder eher Underdonkeys) hielten nur einfach hervorragend gegen.

Erst im dritten Viertel zog der Hallesche SC davon. Nun ließ die Trefferquote der Heimmannschaft, zu der Frank Thielicke heute auch leider nicht beisteuern konnte, erheblich nach und die Favoriten bleiben konstant auf ordentlichem Niveau. Wer genauso leistungsmäßig absackte wie Justabs war das Schiedsrichtergespann: wenn eine Mannschaft schon unterlegen ist, dann ist es einfach das Letzte, wenn die sogenannten „Un“parteiischen dem klar besseren Team im Zweifel stets die Freiwürfe zusprechen, Stürmerfouls nur dem Unterlegenen abpfeifen oder gar – so eine krasse Fehlentscheidung habe ich in über 50 Basketballspielen nicht erlebt! – einen erst 1 oder 2 Sekunden nach Ablauf der 24-Sekunden-Uhr (die Sirene war klar zu hören) auf den Korb abgeworfenen Ball noch für den HSC zählen. Durch diesen irregulären Dreier und drei, vier Körbe nach Stürmerfouls sowie unberechtigten Freiwürfen kamen locker 15 bis 18 Punkte zusammen, die der HSC irregulärerweise erzielte. Kein Wunder, dass der Donkey-Coach nach dem Spiel noch lautstark lamentierte. Dass z.B. 64:84 für die Justabs besser geklungen hätte als das unverdient deutliche 64:101 und im Gegenzug auch die Leistung des Tabellenführers mehr hätte gewürdigt werden können, dürfte ja wohl klar sein!
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Teil II: Emotionales Derby im Unstruttal

SV Burgscheidungen 1:2 Reinsdorfer SV
Datum: Samstag, 5. November 2011 – Anstoß: 14.00
Wettbewerb: 1. Kreisklasse Burgenland, Staffel 1 (11. und unterste Spielklasse, 6. Amateurliga)
Ergebnis: 1:2 nach 97 Min. (47/50) – Halbzeit: 0:1
Tore: 0-1 33. (Nr. 16, Foulelfmeter), 1-1 52. (Nr. 8, Foulelfmeter), 1-2 57. (Nr. 2)
Verwarnungen: Nr. 5 (Burgscheidungen), Nr. 16 (Reinsdorf)
Platzverweise: 73. Nr. 7 (Reinsdorf)
Spielort: Sportplatz Burgscheidungen (Kap. 1.000, davon 50 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 40 (Gästefans: ca. 8)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Spannendes und v.a. in Hälfte 1 emotionsgeladenes Duell)
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Photos and English version:

Wenn eine Mannschaft wegen Spielermangels oder anderer Unfähigkeit nicht antreten kann und 1 Tag vorher Bescheid sagt, ist das noch akzeptabel. Wenn man allerdings, wie die Reserve von Lossa, nicht einmal 1 Stunde vorher Bescheid gibt, ist das einfach asozial! SG Lossa II, der Tabellenletzten der nur einen Punkt aus 9 Spielen holen konnte, trat beim 6. – Wacker Memleben – also nicht an. So mussten wir den Spielbesuch in Memleben auf einen anderen Termin – genauer: den Spieltag, an dem ich eigentlich ein Spiel von Burgscheidungen gucken wollte – verlegen. Zum Glück gab es diesen Samstag noch etwas Interessanteres, als Wacker beim Training zu zusehen: der SV Burgscheidungen spielte gegen den Reinsdorfer SV.

Burgscheidungen ist nur Vorletzter und Reinsdorf führt mit 3 Punkten Vorsprung auf Molau die Tabelle an. Eindeutiger Sieg für Reinsdorf? Natürlich nicht! Wir kamen 10 Minuten nach Anpfiff an – wäre ich nicht mit rumänischem Tempo durch die Orte gefahren, wären wir nicht vor der 15. dagewesen – und sahen schon vom Parkplatz aus, wie auf der von Erlen und Pappeln umstandenen und teilweise von Holzbänken flankierten Wiese unterhalb des von einem herrlichen Barockschloss überblickten Dorfes, die Spieler mit den gelben Trikots der Heimmannschaft das Tor der favorisierten Gäste attackierten. Wir saßen keine fünf Minuten auf der Bank, schon gingen die Emotionen hoch: Schiri belegen, Gegenspieler anpöbeln, Rumschubsen – alles was zu einem ordentlichen Derby dazugehört! Wie uns der Vereinsverantwortliche, der den 1€ Eintritt eintrieb, erzählte, stammt diese gesunde Rivalität zwischen den beiden Vereinen aus der DDR-Zeit als es noch Traktor Burgscheidungen gegen Traktor Reinsdorf hieß. Damals unterstützte ein und derselbe Betrieb beide Vereine – aber nicht immer ganz ausgeglichen. Auch heute noch spielen einige Verwandte gegeneinander: aber der Reinsdorfer Torwart, der erst in den Burgscheidungener Stürmer reingrätscht, sich dabei verletzt und dann den Stürmer schubst und voll mault, und ebendieser Burgscheidungener Stürmer werden wohl keine Verwandte gewesen sein...

Nach einem Pressschlag im Strafraum ging die weniger aktive Mannschaft, der Tabellenführer aus Reinsdorf, dann mit einem sicheren Strafstoßschuss in Führung. Nach der Pause wurde es etwas ruhiger – weniger Wortgefechte auf dem Platz, nur noch eine Schubserei und nach wie vor nur zurückhaltende Beschimpfungen vom Spielfeldrand – und nach einem Beinstellen bekam auch Burgscheidungen einen Elfer zugesprochen. Den verwandelten sie gerade so. Verdient war das Tor auf alle Fälle. In der Folgezeit zeigte der Gast aber wenigstens ein bisschen, dass sie mehr als eine durchschnittliche Kreisklassemannschaft können. Mit einem herrlichen Weitschuss der per Aufsetzer ins Eck flog, ließen sie erahnen, wieso sie eigentlich da vorne an der Spitze der Tabelle zu finden sind. Die Schiedsrichterbeleidigung von einem Spieler, die dann zum einzigen Platzverweis der Partie führte, war dann wenig intelligent. Aber mit ein bisschen Zeitschinden und einigen Offensivaktionen brachten sie die Ein-Tor-Führung dann auch zu zehnt über die Zeit.

Alles in allem zwar kein richtig gutes Spiel, aber auf ordentlichem Niveau und vor allem auch spannend und emotionsgeladen. Mit unfairem Getrete hatte dieses Spiel gar nichts zu tun – wie schon gesagt: eine gesunde Rivalität dort!
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Teil III: Da lag mehr als nur eine einzige Spielklasse zwischen beiden Partien – Einheit II unterirdisch, Einheit I mit spektakulärem Sieg

HC Einheit 05 Halle II 26:31 SG Seehausen
Datum: Samstag, 5. November 2011 – Anwurf: 17.30
Wettbewerb: Sachsen-Anhalt Liga (5. Handballliga, 2. Amateurliga)
Ergebnis: 26:31 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: x:x
Tore: Rombusch 9, Pietruschka 5, Marggraf 5, Großmann 4, Hieronymus 2, Pflug 1 (Einheit); keine Informationen zu Seehausen vorliegend
Verwarnungen: Pietruschka, Pohland, Pflug, [Betreuer] (Einheit); Nr. 23, 84, 13 (Seehausen)
Zeitstrafen: Vogt 2, Pietruschka 2, Marggraf 2 + Thiele [Rot] (Einheit = 8 Minuten); Nr. 13 4, Nr. 23 4, Nr. 6 2, Nr. 8 2 (Seehausen = 12 Minuten)
Platzverweise: 24. Thiele (Einheit, angeblich „grobes“ Foulspiel)
Spielort: Sporthalle im Bildungszentrum (Kap. 500 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 50 (Gästefans: ca. 5)
Unterhaltungswert: 3,0/10 (Seehausen kaum Mittelmaß und Halle schwach – aber am Schlechtesten waren die sogenannten „Un“parteiischen)

HC Einheit 05 Halle 42:38 HV Rot-Weiß Staßfurt
Datum: Samstag, 5. November 2011 – Anwurf: 19.30
Wettbewerb: Mitteldeutsche Oberliga (4. Handballliga, 1. Amateurliga)
Ergebnis: 42:38 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 21:15
Tore: Haase 15, Kern 8, Thiele 5, Suchanke 4, Wiederer 4, Metzner 3, Pannicke 2, Plitz 1 (Einheit); Retting 9, Hähnel 9, Rach 6, Jacobi 4, Frank 4, Bruchno 3, Sonntag 2, Richter 1 (Staßfurt)
Siebenmeter: Halle 9 von 9/ Staßfurt 1 von 2 verwandelt
Verwarnungen: 13, 93, 24, Trainer (Einheit); 22, 3, 25 (Staßfurt)
Zeitstrafen: 82 4, 93 2, 90 2, 13 2, 21 2 (Einheit = 12 Minuten); 15 4, 24 2, 9 2 + Hähnel [Rot] (Staßfurt = 10 Minuten)
Platzverweise: 45. Hähnel (Staßfurt, angeblich „grobes“ Foul)
Spielort: Sporthalle im Bildungszentrum (Kap. 500 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 250 (Gästefans: ca. 50)
Unterhaltungswert: 7,5/10 (Sehr schnelles und wirklich gutes Spiel mit extrem vielen Toren, die nicht nur durch schwache Torhüterleistungen und überforderte Abwehrreihen zustande kamen)
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Photos and English version:

In der schönen Sporthalle im Halle-Neustädter Bildungszentrum stiegen abends dann noch zwei Handballspiele. Beim zweiten war die Staßfurter Mannschaft zu Gast, beim Vorspiel stand ein Staßfurter Jung auf der Platte – studiumsbedingt für die Reserve von Einheit Halle.

Einheit Halles Reserve ist leider auf dem Weg in die Verbandsliga: 6 Niederlagen in Folge – davon allerdings eine nur durch Wertung wegen angeblich nicht einsatzberechtigtem Spieler – und letzter Platz. Nun ist der Vorletzte, der allerdings schon einen Sieg und eine Niederlage auf dem Konto hat, zu Gast im Bildungszentrum. Das Spiel war – wie ich erwartet hatte – derartig schlecht, dass ich schon wieder richtig zu schätzen wusste, was ich an einer guten Bezirksklassemannschaft mit dem TSV Leuna habe. So unterirdisch wie Halle II habe ich die noch nie spielen sehen. Seehausen war kaum Mittelmaß, narrte aber ein ums andere Mal die schwache hallesche Abwehr. Abspielfehler und ganz schlechte Würfe ohne Ende auf Seiten der Heimelf. Auch der Bekannte meiner Freundin blieb völlig wirkungslos und trug mit augenscheinlicher Überforderung zur geschlossen schlechten Mannschaftsleistung bei. Heute konnte selbst der Spielertrainer nichts ausrichten.

Im Übrigen hätte er die Mannschaft auch zur Pause von der Platte nehmen können: spielerisch völlig überfordert und dann nicht nur 7 bessere Gegenspieler sondern auch 2 parteiische Schiedsrichter gegen sich. Eine aussichtslose Situation, da ganz klar war, dass das Magdeburger Gespann die Altmärker schon zum Sieg pfeifen würde, falls die Hallenser noch einmal herankommen sollten. Neben nicht abgepfiffenen Tore nach Stürmerfouls, ungeahndeten Fußspielen und Fouls der Seehausener schossen die zwei Flachzangen mit der glatt roten Karte wegen einer kaum mit zwei Minuten zu bestrafenden Rempelei gegen einen Hallenser den Vogel ab. Einen unberechtigteren Platzverweis habe ich seit einem verschobenen Kreisklassehandballspiel, bei dem Schiedsrichter aus der Mansfeld Ecke eine Mannschaft aus der Mansfelder Gegend gegen eine Hallesche Mannschaft zum Sieg verhalfen, nicht mehr gesehen. Die Pfeifen hätten sich gleich im Mannschaftsbus von Seehausen mitnehmen lassen können – die Truppe feierte ihren verdienten aber von dieser Schiebung trotz aller akzeptabler Leistung klar überschatteten Sieg ja noch mit „Alle gegen Halle“-Sprechchören. Dass denen so etwas nicht selber peinlich ist, zeigt nur was da bei Seehausen für Charakterschweine auf der Platte stehen.
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Beim Spiel der Ersten Mannschaft des HC Einheit ging es dann weiter mit grauenhaften Schiedsrichterleistungen. Außer beim Fußball in Burgscheidungen (der Schiri erbrachte eine durchschnittliche Leistung) hatten da heute nur Idioten die Pfeife im Maul. Man muss allerdings auch festhalten, dass auch bei diesem Spiel wieder die ohnehin bessere Mannschaft bevorteilt wurde. Einheit steht mit ihren fünf Punkten aus acht Spieltagen zwar nicht sonderlich gut da, aber war einfach über das gesamte Spiel gesehen (mit Ausnahme der Minuten 31 bis 49) besser. Streckenweise deutlich. Man hat nicht gesehen, dass Staßfurt in den ersten Wochen bisher die klar bessere Mannschaft war mit fast doppelt so vielen Zählern. Ich habe aber auch schon befürchtet, dass Rot-Weiß über ihre sonst eher bescheidenen Verhältnisse hinaus gespielt hatte – die drei Niederlagen waren gegen den Erstplatzierten, den Zweiten und den Dritten; und das Unentschieden gegen den Viertplatzierten. Aber nun gehen offensichtlich auch Niederlagen gegen die schwächeren Mannschaften los.

Mittlerweile waren wir vom Heimblock – ganz lahmes Publikum da bei Einheit Halle! – in den Gästesektor zu den Staßfurtern – da war zwar trotz fast 50 Mann auch wenig los, aber immerhin wurde regelmäßig geschlossen angefeuert – gewechselt. Jetzt lag Einheit Halle eigentlich ununterbrochen in Führung. Treffsicherer und reaktionsschneller waren sie in erster Linie. Die Fehlabspiele der Staßfurter waren grauenhaft. Die Tempogegenstöße für Halle, die daraus resultierten, hingegen souverän. Mit Retting, Hähnel und ein, zwei anderen gut Spielenden kam Staßfurt wenigstens nicht völlig unter die Räder. Mit dem Torwart den sie bis zu 30. und ab der 50. wieder im Kasten hatten, kann man auch kaum Verbandsliga spielen. Der junge Ersatzmann ließ zwar nach etlichen guten Paraden zwischen der 31. und 36. auch erheblich nach, wäre aber über die gesamte Spielzeit gesehen ganz bestimmt keine 42 Mal überwunden worden. Da war dann einer der Knackpunkte im Staßfurter Spiel: nicht nur dass vorne Anspiele schlampig gemacht worden – vor allem der unterirdisch spielende Torwart war ein Problem! Brüllt da seine Vordermannschaft an, dass sie einen zum Wurf kommen lassen. Wenn da einer aus 12 Metern drauf wirft und noch trifft oder aus spitzem Winkel tunnelt, muss man sich als Torwart aber auch mal selber hinterfragen und nicht nur großkotzig anderen die Schuld zuschieben. Unglaublich, dass der Trainer diesen Spieler so lange spielen ließ. So wurde die Aufholjagd, die Staßfurt in seiner besten Phase von der 31. bis zur 49. so schön zeigte, erstrecht nicht belohnt. Der Sieg für Halle ging absolut in Ordnung, auch wenn es einen unberechtigten Platzverweis gegen Staßfurt gab. Aber so etwas habe ich auch selten gesehen: klare zwei Minuten zwar bei diesem Foul am Kreis, doch völlig überzogen glatt Rot für den einen der beiden besten Gästespieler (Hähnel) – aber offensichtlich eine Schauspieleinlage des Hallensers (und Ex-Staßfurters) Haase. Den Siebenmeter, der auf dieses ach so brutale Foul folgte, verwandelte er selber sicher. Solche Wiederauferstehungen kommen laut Handballexperten und -spielern ja immer nur bei den Kollegen vom Fußball vor. Aha... Sein Vater ist ja Trainer von Staßfurt: so einem frechen Sohn würde ich gleich das Taschengeld streichen... Ach ne, ist ja nicht mehr so jung, der Spieler... Also gut: jedenfalls nicht mehr so schnell einen Gefallen tun!
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Statistik:
Grounds: 661 (heute 2 neue; diese Saison: 67 neue)
Sportveranstaltungen: 1.400 (heute 4, diese Saison: 86)
Tageskilometer: 200 (200 Auto)
Saisonkilometer: 12.850 (11.020 Auto/ 1.820 Fahrrad/ 10 Bahn, Bus, Tram/ 0 Flugzeug/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 3
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 276

Montag, 9. Mai 2011

W249II: Billroda dominiert die Kreisklasse; 21 Spiele, 21 Siege und 106:15 Tore

SG Finne Billroda 10:1 SV Burgscheidungen
Datum: Sonntag, 8. Mai 2011 – Anstoß: 14.00
Wettbewerb: 1. Kreisklasse Burgenland, Staffel 1 (11. Liga, 6. und unterste Amateurliga)
Ergebnis: 10:1 nach 91 Min. (46/45) – Halbzeit: 4:0
Tore: 1-0 14. (7), 2-0 16. (7), 3-0 22. (13), 4-0 32. (19), 4-1 48. (10), 5-1 52. (10), 6-1 58. (10), 7-1 73. (10), 8-1 76. (19), 9-1 81. (10), 10-1 83. (15)
Verwarnungen: keine, Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Tauhardt (Kap. 1.000, davon 100 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 90 (davon ca. 3 Gästefans)
Unterhaltungswert: 8,0/10 (Hervorragendes Spiel klar überlegener Billrodaer gegen Burgscheidungen die ebenfalls alles gaben)
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Photos and English version:

Nur sehr wenige Spiele im Männerbereich finden im Burgenlandkreis an einem Sonntag statt. Diese Gelegenheit nach Billroda, bzw. Tauhardt, wo sich der Platz befindet, zu kommen, musste genutzt werden. Die Großveranstaltung Finnelauf war übrigens der Grund für die Verschiebung des Spiels.

Billroda ist ein nicht viel mehr als 500 Einwohner zählendes Dorf südwestlich von Naumburg, in dessen Ortsteil Tauhardt, bzw. südlich davon an der Landesgrenze zu Thüringen, sich eine Wiese mit zwei Toren und vielen Bäumen und etlichen Bänken drum herum befindet, wo die SG Finne Billroda spielt. Der Platz ist sehr idyllisch und ansehnlich. Der Vereinsname „Finne“ hat natürlich nichts mit Finnland zu tun, sondern bezeichnet den Höhenzug an dem der Ort liegt.

Finne Billroda war auch schon mal erfolgreicher als 1. Kreisklasse, doch immerhin räumen sie gehörig auf und stehen schon jetzt als Aufsteiger in die Kreisliga des Regionalbezirks Naumburg fest: vor der heutigen Partie hatten sie als Bilanz 20 Spiele, 20 Siege, 96:14 Tore vorzuweisen – echt stark! Der Gegner aus Burgscheidungen ist da bei weitem nicht so erfolgreich, wobei 23 Punkte aus 19 Spielen immerhin für Platz 8 von 13 reichen.
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Heute sollte bei der SG Finne die 100 geknackt werden. Die 100 in Sachen Zuschauerzahl erreichten sie zwar nicht ganz, aber die knapp 90 Leute waren schon eine echt ordentliche Kulisse für diese Liga. Hierbei fielen auch freundliche Leute wie der ältere Herr aus Tauhardt auf, mit denen wir gut ins Gespräch kamen. Die meisten der 90 konnten sich auch über das für die Kreisklasse erstaunlich ballsichere und läuferisch gute Spiel der Hausherren und ihre starken Schüsse, die sogar noch vor der Pause zu den 100 Toren in der Gesamtbilanz führten, freuen. Die vier Treffer bis zur Pause waren zum einen durch schnelle Sturmläufe und Ausspielen der Abwehr und zum anderen auch durch einen Weitschuss über den Torhüter der Gäste hinweg entstanden.

Nach der Pause kam der Gast aus Burgscheidungen früh zum verdienten Ehrentreffer. Sie hielten lange ganz gut gegen, griffen auch mehrfach gefährlich an, nur offenbarten natürlich mit einer Reihe von Fehlern ihre Unterlegenheit. Nach und nach schraubte Billroda das Ergebnis in eine enorme Höhe: in diesem fairen, schnellen und vor allem richtig guten Spiel sollten tatsächlich noch sechs weitere Treffer für Billroda heraus gespielt werden, was im 21. Saisonspiel zum dritten zweistelligen Sieg (nach dem 1:10 in Klosterhäseler und dem 1:13 bei Zementwerk Karsdorf II) führte.

Auf dem Rückweg – 60 Kilometer Gegen- und Seitenwind; toll, ey! – guckten wir uns noch die sehr idyllisch gelegene Schlossruine von Steinburg, einem Ort südlich zwischen Billroda und Saubach, an: diese liegt spektakulär oberhalb eines sehr ansehnlichen Landschaftsparks, der sich in einer stark bewaldeten Talsenke befindet. Ohnehin ist Steinburg zwar von einfachen Häusern aber einer tollen landschaftlichen Lage geprägt. Auch das nahegelegene Wallroda mit seiner schönen kleinen Kirche und den auffällig gepflegten Häusern ist sehr schön gelegen. Landschaftlich ist gerade diese Finne-Region sehr reizvoll, auch wenn sie – wie der Tauhardter beim Fußball schon selber meinte – am Arsch des Burgenlandkreises und der Welt liegt. Ich muss aber echt mal betonen, dass trotz oder teilweise auch wegen des anspruchsvollen Streckenprofils (viele Steigungen und gefährliche Gefällstrecken) und aufgrund der Sehenswürdigkeiten, Landschaften, Sportanlagen und der meist überdurchschnittlich hohen Spielqualität gerade im Burgenlandkreis das Groundhopping per Fahrrad besonders Spaß macht!
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Statistik:
Grounds: 561 (heute ein neuer Ground; diese Saison: 111 neue)
Sportveranstaltungen: 1.271 (heute eine, diese Saison: 158)
Tageskilometer: 120 (120 Fahrrad)
Saisonkilometer: 40.080 (20.430 Auto/ 10.200 Flugzeug/ 4.820 Bahn, Bus, Tram/ 3.820 Fahrrad/ 810 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 13
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 249