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Freitag, 16. August 2013

W368II-III: Pokalabende im Leipziger Mariannenpark

SV Wacker Leipzig ------------------------------------------- 1
SV Lindenau 1848 II ----------------------------------------- 4
- Datum: Mittwoch, 14. August 2013 – Anstoß: 18.30
- Wettbewerb: 1. Runde Stadtpokal Leipzig, sogenannter „Wernesgrüner Stadtpokal“ (3. Stadtklasse; 12. und unterste Spielklasse, 7. Amateurliga gegen 1. Stadtklasse Staffel 1; 10. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-4 nach 91 Min. (45/46) – Halbzeit: 0-2
- Tore: 0-1 4. (10), 0-2 21. (10), 0-3 52. (15, Foulelfmeter), 0-4 78. (8), 1-4 91. (?)
- Verwarnungen: Nr. 3, 12 (Wacker)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportpark Schönefeld, Mariannenpark; Post-Großfeld 1 (Kap. 1.000, davon 150 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Nicht spannend, aber durchweg gut und sehenswert)

BC Eintracht Leipzig 2000 --------------------------------- 2
VfK Blau-Weiß Leipzig 1892 II --------------------------- 5
- Datum: Mittwoch, 14. August 2013 – Anstoß: 18.40
- Wettbewerb: 1. Runde Stadtpokal Leipzig, sogenannter „Wernesgrüner Stadtpokal“ (2. Stadtklasse; 11. Spielklasse, 6. Amateurliga gegen Stadtliga; 9. Spielklasse, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-5 nach 91 Min. (45/46) – Halbzeit: 1-1
- Tore: 0-1 34. Robert Starke, 1-1 38. Sebastian Möller, 2-1 55. Sebastian Möller, 2-2 66. Ronny Stengler, 2-3 86. Robert Starke, 2-4 88. Robert Starke, 2-5 90. Robert Starke
- Verwarnungen: Patrick Fritzsch, Rene Gebhard, Ronny Stengler (alle Blau-Weiß)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportpark Schönefeld, Mariannenpark; Post-Großfeld 2 (Kap. 1.000, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 20 (davon ca. 2 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Nach schwacher erster Hälfte wurde das Spiel richtig packend und erst in den letzten Minuten entschieden)

SV Wacker Leipzig II ---------------------------------------- 1
Knautkleeberger SC 1864 Leipzig II ---------------------- 2
- Datum: Donnerstag, 15. August 2013 – Anstoß: 18.30
- Wettbewerb: 1. Runde Stadtpokal Leipzig, sogenannter „Wernesgrüner Stadtpokal“ (3. Stadtklasse; 12. und unterste Spielklasse, 7. Amateurliga gegen 2. Stadtklasse Staffel 1; 11. Spielklasse, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-2 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0-0
- Tore: 1-0 47. Dominique Köppig, 1-1 76. Tobias May, 1-2 85. Eric Heyn
- Verwarnungen: Norman Mortler (Wacker); Kevin Schölzel (KSC)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportpark Schönefeld, Mariannenpark; Post-Großfeld 1 (Kap. 1.000, davon 150 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 35 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Ganz ordentliches und v.a. spannendes Pokalspiel mit Durchhänger in der ersten Hälfte) DSC03067 Mariannenpark, sports area in the city centre of Leipzig Photos with English Commentary:
Leipzig Cup at Mariannenpark: Wacker Leipzig v Lindenau Reserve, Eintracht Leipzig v Blau-Weiß Reserve, and Wacker Reserve v Knautkleeberg Reserve

Mittwoch und Donnerstag gab es noch einige Spiele des Leipziger Stadtpokals, der nur zum Teil am vorangegangenen Wochenende ausgetragen wurde. Die Anlage kannten wir zwar schon, aber nicht alle Plätze und die Bilder vom Platz auf dem damals gespielt wurde, sind auch nicht so toll, da ich die scheiß Fujifilm-Kamera dabei hatte und das Wetter beschissen war. Also wie auch immer, man hat ja abends sonst nichts zu tun als mit dem Fahrrad die 40km zum Leipziger Mariannenpark, in Bahnhofsnähe östlich des Zentrums gelegen, zu fahren. Dort gibt es fünf Plätze, davon vier Großfeldplätze und ein gutes Sportlerheim. Die Plätze eins und zwei sind sogar mit Tribünen versehen, genauer: sie sind mit einer fünf Meter breiten doppelseitigen Tribüne voneinander getrennt. Platz 2 hat ganz unten eine Reihe Kunststoffbänke auf Betonsockeln und Platz 1 praktischerweise auf der Wallkrone und auch noch schräg versetzt davor solche Bänke. Von der Wallkrone aus kann man prima beide Spiele beobachten – die Bankreihe oben ist auch nicht so von Diesteln und anderem Zeug zugewuchert wie weiter unten... DSC03094 Wacker Leipzig v SV Lindeau II, Leipzig Cup at Mariannenpark Auf dem ersten Platz fing das Spiel zwischen der neugegründeten Männermannschaft des SV Wacker und der Reserve vom SV Lindenau pünktlich an. Es wurde von einem souveränen Schiedsrichter, der kaum eine zweifelhafte Entscheidung traf, geleitet. Platz 2 wurde vom BC Eintracht und der Reserve vom VfK Blau-Weiß genutzt, wobei deren Spiel aufgrund der Wichtigtuerei des ohnehin nicht überzeugenden Schiris deutlich später begann: von wegen das Netz sei nicht richtig aufgehängt... wie der schon das Gestrüpp hinterm Tor begutachtete...

Als Eintracht – Blau-Weiß II noch nicht einmal angefangen hatte, hatte der Favorit auf Platz 1 bereits das erste Tor erzielt. Lindenau legte noch einen weiteren Treffer bis zur Pause vor, wobei in einem gleichbleibend guten und nicht unbedingt einseitigen Spiel immer wieder auch der Underdog Wacker zum Zuge kam. Allerdings fanden sie sich einen Elfmeter und ein weiteres schönes Tor später vollends auf der Verliererstraße wieder und konnten erst in der Nachspielzeit den Ehrentreffer erzielen.

Das Spiel von Eintracht mit ihren komischen deutschnationalen Trikots war zwar anfangs weitaus schlechter, kam aber in der zweiten Halbzeit spektakulär in Fahrt und war spannend bis wenige Minuten vor dem Abpfiff. Blau-Weiß ging nach etlichen kläglich vergebenen Chancen in Führung. Überraschend glich Eintracht mit einem Gewaltschuss aus. Ihr Torschütze konnte sogar erneut spektakulär treffen und brachte die schwarz-weiß-roten in Front. Mit zunehmender Spielzeit fiel Eintracht dann aber doch etwas auseinander und VfK II schoss die Abwehr weich: nicht nur tolle Szenen wie Lattenknaller, Kopfball + Faustabwehr, daraufhin noch ein Schuss an die Latte und der Nachschuss schließlich übers Tor gelenkt. Auch drei Tore in den letzten fünf Minuten zum 2:5 Endstand. DSC03135 Eintracht Leipzig v VfK Blau-Weiß II, Leipzig Cup at Mariannenpark Am Tag darauf fuhren wir gleich noch mal dieselbe Strecke. Auf Platz 1 spielte wieder 18.30 Wacker Leipzig. Diesmal die II. Mannschaft gegen die Reserve vom Knautkleeberger SC Leipzig. Das Spiel begann recht flott, doch nach vergebenen Chancen auf beiden Seiten passierte von der 15. bis zur 45. ziemlich wenig. So ging es torlos in die Halbzeit.

Nach der Pause erzielte SV Wacker schnell das erste Tor der Partie. Doch der Underdog sollte die Führung nicht halten können. Knautkleeberg war auch aktiver und häufiger vorm Kasten der Wackeren. Nur für den Höherklassigen war die Chancenverwertung und Schusstechnik wirklich schlimm. Erst eine Viertelstunde vor Abpfiff glichen sie im Nachschuss aus. Fünf Minuten vor dem Ende drehte ein KSCler einen Freistoß um die Mauer ins Eck zum entscheidenden 2:1.

Wahr schon ganz gut, dass es keine Verlängerung gab. KSC II war halt etwas besser und da mein Vorderlicht am Rad ausgefallen war, wäre jede Minute später loszufahren ungünstig gewesen... DSC03170 SV Wacker Leipzig II v Knautkleeberger SC 1864 Leipzig II Statistik:
- Grounds: 986 (Mittwoch 1 neuer, Donnerstag 0; diese Saison: 15 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.872 (Mittwoch 2, Donnerstag 1, diese Saison: 16)
- Tageskilometer: 160km Fahrrad (Mittwoch 80km Fahrrad, Donnerstag 80km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 3.500 (2.950 Auto/ 550 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 144 [letzte Serie: 6, Rekordserie: diese, davor 141, 106 und 101]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 368

Montag, 2. Mai 2011

W248V: Fußballtag in Leipzig; Einseitige A-Jugendpartie, das schwächste Spiel in Leipzig seit ich dort gucke, und zwei unterschiedliche Halbzeiten

SC Eintracht Schkeuditz A 5:0 SG Lausen A
Datum: Sonntag, 1. Mai 2011 – Anstoß: 10.25
Wettbewerb: A-Junioren Stadtliga Leipzig (5. Liga der 16-18jährigen)
Ergebnis: 5:0 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 3:0
Tore: 1-0 29. (7), 2-0 39. (7), 3-0 40. (17), 4-0 51. (10), 5-0 70. (3)
Verwarnungen: keine, Platzverweise: keine
Spielort: Walter-Lutze-Stadion, Platz 2 (Kap. 1.500, davon 100 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 15 (davon ca. 5 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Schkeuditz klar überlegen, aber trotz 5 Toren muss man ihnen sehr schlechte Chancenverwertung ankreiden)

TSV Einheit Lindenthal 0:2 SV 1863 Dölzig
Datum: Sonntag, 1. Mai 2011 – Anstoß: 13.00
Wettbewerb: 1. Stadtklasse Leipzig (10. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 0:2 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 0:1
Tore: 0-1 39. (5?), 0-2 66. (10; Foulelfmeter)
Verwarnungen: 1x Einheit, 1x Dölzig
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Lindenthal (Kap. 1.200, davon 50 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 5 Gästefans)
Unterhaltungswert: 2,0/10 (Das schwächste Spiel, dass ich in 4 Jahren regelmäßigen Zuschauens im Leipziger Fußball gesehen habe, war immerhin kein ganz Schlechtes: Spielniveau war trotzdem keins erkennbar)

TSV 1893 Leipzig-Wahren 1:2 VfK Blau-Weiß Leipzig II
Datum: Sonntag, 1. Mai 2011 – Anstoß: 15.00
Wettbewerb: Stadtliga Leipzig (9. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 1:2 nach 93 Min. (45/48) – Halbzeit: 0:1
Tore: 0-1 30. (11), 1-1 47. Robert (13), 1-2 86. (9)
Verwarnungen: 2x Wahren, 1x BW II
Platzverweise: keine
Spielort: August-Bebel-Kampfbahn (Kap. 530, davon 30 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 100 (davon ca. 5 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (1. Hälfte Wahren völlig unterlegen, 2. Hälfte frisch gestartet und gut mitgehalten, doch am Ende unterlegen)
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Photos and English version:

Im Nordwesten von Leipzig hatten wir an diesem sonnigen Sonntag drei Spiele innerhalb von sechseinhalb Stunden geplant. Die Entfernungen zwischen allen Partien waren so kurz, dass wir problemlos stets pünktlich erschienen. Das erste Spiel fand übrigens nicht direkt in Leipzig statt, sondern in der angrenzenden Kleinstadt Schkeuditz. In diesem hässlichen Fleckchen Erde gibt es am Rande des Flughafens und diverser Industrieruinen mit dem Walter-Lutze-Stadion immerhin eine nette Sportanlage. Der Hauptplatz (ein kleines Stadion das ich sicher auch demnächst besuchen werde) ist den Herren vorbehalten, auf dem Nebenplatz spielte heute die A-Jugend.

Dieser Nebenplatz ist auch keineswegs gesichtslos: auf drei Seiten hohe Graswälle, das Flughafen- und Industriepanorama stets um einen herum, auf beiden Graswällen auch uralte Kunststoffsitzbänke. Die A-Jugend der Eintracht Schkeuditz ist mit 18 Punkten aus 18 Spielen – 6 Siege, 12 Niederlagen – 9. von 13. SG Lausen sogar nur Vorletzter mit 5 Punkten und dem schlechtesten Torverhältnis der Liga: 26-136.

Mein Tipp von 7:2 war aber doch etwas übertrieben: zum einen war Lausen so abschlussschwach, dass sie ihre fünf, sechs guten Angriffe aufs Tor verstolperten oder vorbeilenkten – zum anderen fehlte es auch den Schkeuditzern enorm an Präzision. Immerhin erzielten die Hausherren jedoch fünf Tore, von denen nur eines (das 3:0) haltbar war. Besonders die ersten beiden waren auch schön herausgespielt. Das gröbste Versagen eines Gastgebers brachte aber auch die jungen Schkeuditzer Fans in Wallung, die von der Bank aufsprangen und lautstark lachten und meckerten: rennt da doch einer auf den Torwart alleine zu, spielt den kleingewachsenen Kerl aus, stand dabei zwei Meter vorm Tor direkt vorm linken Pfosten und hackt dann halb in den Boden und halb vor den Ball, sodass dieser einen halben Meter neben dem Kasten landet. Da fragte sogar der Trainer oder Betreuer, ob ich diese Szene nicht auf Video hätte – zum Glück des Spielers hatte ich aber nicht einmal die Fotofunktion an...
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Weiter nach Lindenthal, einem sauberen, ordentlichen, sogar recht idyllischen Stadtteil Leipzigs – die Erscheinung der Gebäude fällt aber unter die Kategorie: spießig, langweilig und öde – mit einer auf einem ehemaligen Flugplatz gelegenen Sportanlage. Von dem Flugplatz sieht man aber nichts mehr: Bäume, primitive Ein- und Mehrfamilienhäuser und Brache. Dann halt noch die Anlage mit ihren zwei Kleinfeldplätzen und dem einen Großfeldplatz. Einige Erlen stehen dicht am Spielfeld auf der einen Längsseite, hinter dem einen Tor ein niedriger Graswall und auf der anderen Längsseite ein etwas höherer Graswall mit einer Reihe Holzbänke davor. Die meisten der völlig emotionslosen Zuschauer platzierten sich dort. Den Kassierer, der den obligatorischen und völlig angemessenen 1 Euro erhob, wunderte es schon, dass wir hinter dem Tor Platz nahmen.

Die Mannschaft von Einheit Lindenthal ist als 13. von 16 noch in Abstiegsgefahr und die Gäste vom SV Dölzig sind als 7. im gesicherten Mittelfeld. Übrigens führt die BSG Chemie Leipzig erwartungsgemäß die Tabelle an: 21 Spiele in Folge ungeschlagen – und das ohne Red-Bull-Gelder; das Team ist einfach klasse!

Alles andere als klasse war das Spiel: Lindenthal spielte wie der letzte Absteiger – planlos, stümperhaft, technisch unter aller Sau, mit ungenauem Passspiel, wenig Tempo und ganz schwachem Abschluss – und Dölzig nicht viel besser – viel Stückwerk, wenige gefährliche Angriffe, immerhin ein Pfostentreffer, eine Eckballserie, ein Fallrückzieher zum 0:1 und ein durch Foul gestoppter Angriff, der in einem Elfmeter resultierte, welcher (aber nur mit viel Glück: war beschissen geschossen) zum 0:2 führte.

Zum Schluss fuhren wir noch zur August-Bebel-Kampfbahn im Stadtteil Wahren. Dort wird man zwar reichlich dörflich beglotzt, aber gut drauf sind die Leute da schon. Endlich auch wieder eine dreistellige Zuschauerzahl. Darunter ein besonders emotionaler Fan, der seinen Alkoholpegel – wie auffällig viele andere in seinem gehobenen Alter auch – in die Höhe geschraubt hatte und immer wieder mit Bemerkungen wie „Was is’n das für’n Körpereinsatz? Habt ihr de ganze Nacht gefickt, oder was?“ und v.a. einem ausdauernden „Teeeeee Essss Vauhu“ [TSV Wahren] für Unterhaltung sorgte.

Die Sportanlage ist auch recht sehenswert, da der Hauptplatz sehr eng ist, umgeben von Bäumen und einem markanten Gebäude mit Scheinsäulen vor der Fassade. Auf einem kleinen Graswall wurden 30 Straßenbahnsitze in schwarz und rot angebracht. Hinter der Sportanlage befindet sich auch noch ein nicht im Spielbetrieb genutzter Fußball- und Rugbyplatz (Rugby Club Leipzig spielt 1km entfernt in Lützschehna) mit enormen Graswall und dichtem Baumbestand. Auch hier kostete der Eintritt nur 1€.

Der Gastgeber TSV Wahren ist als 6. weit von der Spitze entfernt, die Blau-Weiß Reserve führt die Tabelle mit 3 Punkten vor LSV Südwest an. In der ersten Halbzeit wurden die Gäste ihrem Spitzenreiterfavoritenanspruch auch teilweise gerecht: ihre extreme Überlegenheit spiegelte sich aber nur in einem einzigen Tor wieder. Wahren spielte wie ein Absteiger und hatte wirklich Glück, hier nicht mit 0:3 oder 0:4 hinten zu liegen.
In der zweiten Hälfte änderte sich das plötzlich. Blau-Weiß hatte kaum abgebaut, aber Wahren legte dann los. Dem Ausgleich aus spitzem Winkel aber Nahdistanz folgten weitere Chancen auf beiden Seiten. Das Tempo war wirklich ordentlich. Kurz vor Schluss stocherte Blau-Weiß in einer hektischen Phase das 1:2 ins Netz. Besonders überzeugend war die zweite Halbzeit nicht – aber die erste betrachtet, muss man den Sieg der Gäste trotzdem noch als verdient bezeichnen.
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In allen drei Spielen waren die Schiedsrichterleistungen gut mit jeweils ein, zwei augenscheinlich falschen Entscheidungen.

Beim TSV Wahren wie auch Einheit Lindenthal gibt es übrigens die üblichen Sportlergaststätten, die in Leipzig durchweg auf hoher Qualität sind und meist recht günstige Preise haben.

Also es lohnt sich eine Tour nach Leipzig unter vielen Gesichtspunkten (gerade Sonntags zwischen April und Oktober) immer wieder!
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Statistik:
Grounds: 559 (heute drei neue Grounds; diese Saison: 109 neue)
Sportveranstaltungen: 1.267 (heute drei, diese Saison: 154)
Tageskilometer: 70 (70 Fahrrad)
Saisonkilometer: 39.820 (20.430 Auto/ 10.200 Flugzeug/ 4.820 Bahn, Bus, Tram/ 3.560 Fahrrad/ 810 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 9
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 248

Montag, 24. August 2009

WE160III: Lindenau fickt Blau-Weiß – und: Keine Tore beim Stadtderby

SV Lindenau 1848 A 9:1 VfK Blau-Weiß Leipzig A Sonntag, 23. August 2009 - Anstoßzeit 10.30 A-Jugend Bezirksklasse (5. Liga der U-19) Ergebnis: 9:1 nach 89 Min. (45/44) - Halbzeit 4:1 Tore: 0-1 14. [8], 1-1 20. [9], 2-1 23. [11], 3-1 38. [9], 4-1 43. [9], 5-1 46. [9], 6-1 54. [11], 7-1 76. [14], 8-1 77. [10], 9-1 85. [13]. Verwarnungen: Nr. 5 Lindenau, Nr. 8 Blau-Weiß Platzverweise: keine Stadion: Sportplatz Charlottenhof (Kap. 1.138, davon 138 Sitzplätze) Zuschauer: 20 (7 Gästefans) Spielqualität: 7,0/10 (Gut) FC Sachsen Leipzig 0:0 1. FC Lokomotive Leipzig Sonntag, 23. August 2009 - Anstoßzeit 14.00 Oberliga Nordost-Süd (5. Liga, 2. Halbprofiliga) Ergebnis: 0:0 nach 90 Min. (45/45) - Halbzeit 0:0 Tore: keine Verwarnungen: Schmidt, Scholze (FCL), Brodkorb, Saalbach, Kunert (FCL) Platzverweise: keine Stadion: Zentralstadion (Kap. 45.000 Sitzplätze, an diesem Tag 25.000) Zuschauer: 14.986 (ca. 8.500 Gästefans) Spielqualität: 5,0/10 (O.K.) Was derlei derbe Worte in der Überschrift verloren haben? Nun, ich fand es auch recht dreist, wie sich die Spieler des SV Lindenau 1848 auf die A-Jugend Bezirksklassepartie gegen Blau-Weiß Leipzig einschworen: beim Bilden des Kreises wurde „[...] ficken die ganze Welt! Hol ihn raus, steck ihn rein: alles für den Verein! [...]“ gebrüllt. Wenigstens lustig und provozierend! Aber irgendwie wieder typisch für die pubertierenden Minderjährigen in den Jugendspielklassen, die immer übers Ficken labern, aber selbst noch gar nicht zum Schuss gekommen sind. Zum Schuss kamen sie allerdings wenigstens im fußballerischen Sinne auf dem Platz, wobei das erste Tor für die Gäste fiel. Völlig unverdient von den Spielanteilen und Chancen her, köpfte Blau-Weiß die Führung. Kurz darauf jedoch der erste erfolgreiche Torschuss des 9ers von Lindenau, dem klar besten Spieler auf dem Platz. Der 11er war auch gut, jedoch erzielte er nur aus Abseitsposition (3m) die Führung. Gleich darauf wurde dem 9er ein Treffer zu Unrecht aberkannt, doch er legte vor der Pause noch zum Hattrick nach: 3-1 und 4-1. Nach der Pause wurde auch der schwache Schiedsrichter, der anscheinend Sehprobleme hatte – er schien wirklich nicht den Radius, mit dem man normalerweise eine Spielfeldhälfte einsieht, abdecken zu können, was die vielen Fehlentscheidungen beim Abseits erklären würde – besser. Blau-Weiß blieb jedoch chancenlos, denn gleich nach Wiederbeginn wurde trocken das 5:1 nachgelegt. Nach dem 6:1 gab es einen Durchhänger, ohne den Lindenau zweistellig gewonnen hätte. So legten sie in der Schlussviertelstunde noch vier Mal nach, wobei einmal der Schiri erneut fälschlich Abseits erkannte. 9:1 also der Endstand in einem flotten A-Jugendspiel. Es ging gleich weiter zum nahe liegenden Zentralstadion, wo das Ortsderby von Leipzig – angeblich das gefährlichste des Osten Deutschlands – anstand. Bei der Brisanz hatte ich von vorneherein meine Zweifel, was aber nicht an der „virtuellen Friedenstaube“ die beide Vereine flattern ließen, lag. Erwähnt werden sollte ein Kommentar von Guido Schäfer in der Leipziger Volkszeitung vom 19.08.2009: „Die Messer in diversen Redaktionen sind gewetzt, am Sonntag wird Fußball-Deutschland nach Leipzig blicken. Wie wäre es zur Abwechslung mit einem Fußballfest und schönen Bildern aus der Heldenstadt? Auch wenn die dann nicht bundesweit transportiert werden...“ Genau da liegt nämlich der Punkt: ohne Randale keine Berichterstattung über den schwachen Ostfußball. Die klammen Vereine mit ihren lahmen Spielern können meist nicht unterhalten. In erster Linie unterhalten die durchgeknallten Fans. Strenge Sicherheitskontrollen, aber keine Ärgernisse. Teure Verpflegung, aber gute Qualität. So ließ es sich bis zum Anpfiff im Zentralstadion, was zähneknirschend von Sachsen Leipzig als Austragungsort akzeptiert wurde (für sie und die Fans ein teures Unterfangen, 9-13€ für die Karten und trotzdem wird der FC Sachsen nur mit geringem Gewinn hinausgehen), aushalten. Wir waren diesmal im Block des FC Sachsen, wo die Fans schon deutlich angenehmer sind – wenn auch die Rechtsradikalen mit ihren Arier-T-Shirts und ähnlichem Mist präsentier sind, seit die Vereinsführung und die Metastasen die linken Ultras „Diablos“ - diese gründeten dann die BSG Chemie Leipzig - rausgeekelt haben –, als beim Rivalen FC Lok. Stimmung kommt da allerdings kaum auf: beim Einspielen schien jeder nur einen Sprechchor, nämlich „Lok und Halle – Hurensöhne“ zu kennen. Auch bei Lok war die Stimmung wirklich nicht überwältigen. Beim Einmarsch der Mannschaften, der fast völlig schmucklos, dieses Derbys absolut unwürdig, von statten ging – diese Schwachköpfe haben aber offensichtlich auch jegliche Choreografien untersagt: asozial! – wurde die Stimmung nicht bedeutend besser. Außer, dass mehr Zuschauer da waren, als bei einem normalen Spiel der Oberliga, war nichts Herausragendes am Umfeld. Die Spieler ließen sich aber zum Glück nicht vom offiziellen Fairplay-Geseier einlullen und legten kräftig los. Es blieb zwar meistens doch sauber, doch wurde mit aller grenzwertiger Härte zum Ball gegangen. Leider versagten vor dem Tor jedem die Nerven oder die Torhüter hielten so hervorragend, dass man keinem einen Vorwurf machen konnte. Es ging 0:0 in die Pause und nach der Pause sollte Lok etwas mehr zum Zuge kommen, wo bisher doch nur FC Sachsen am Drücker war. Highlight war eine tolle Abwehr des Chemie-Torwarts, der mit letzter Kraft und großem Einsatz die 0:1 Führung für Lok verhinderte. Ein anderes Highlight war dann die von Chemie-Fans angezettelte Auseinandersetzung, die zu einer nicht nachvollziehbar langen Pause von 10 Minuten führte: Ein paar Böller flogen auf den Platz und nach pöbelnden Lok-Fans. Ein paar Chemiker kletterten auf den Zaun, wobei einer beim Gedränge verletzt wurde, was der Stadionsprecher als Pyrotechnikunfall gesehen haben wollte. Der Kerl hatte ohnehin die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen: Bittet der doch glatt die Spieler in die Kabinen, nur weil die drei Unparteiischen, die im Übrigen bis zur 89. Minute einen guten Job machten, dies taten. Kein einziger Spieler auch nur eines der beiden Teams kam dieser Forderung nach. Alle 22 sahen noch die Fan-Aktion des Tages im Stadion, als ein besonders bekloppter Lokist an der Löwen-Security-Kette vorbei, über die 5m breite Absperrstoffbahn, quer durch die Pufferzone rennt und kurz vorm FCS-Block von einem Polizisten mit Pfefferspray gestoppt wird: Rausschmiss aus dem Stadion. Verpasst hatte der Komiker allerdings nicht viel. Noch ein paar kleine Chancen und der Schiedsrichter pfeift – sein schlechtester Pfiff, da von Feigheit geleitet: es hätte mindestens drei Minuten nachgespielt werden müssen – pünktlich ab. Am Ende war es also ein gutes und unterhaltsames 0:0, aber eben ein 0:0. Nur wer etwas von einem schwachen Spiel faselte, wie manch einer der Opas, zeigte mal wieder, dass er keine Ahnung vom Sport, zumindest aber nicht vom Fußball, hat. Nach dem Spiel taten die Fans den randalegeilen Journalisten – also 95% der Anwesenden Pressemitarbeiter – keinen Gefallen, Stoff für wilde Storys von wilden Leipziger Horden zu liefern. Zu so einem Schwachsinnsartikel http://sport.t-online.de/c/19/76/13/26/19761326.html (Zitat: „Leipziger Derby nach heftigen Randalen unterbrochen“ – schon allein der falsche Plural wieder!) muss ich wohl nichts sagen. Ich sollte höchstens den MDR loben, für eine, gerade für ihre Verhältnisse, sehr differenzierte Darlegung. Das Einzige was man noch als Randale hätte ausschlachten können, war als einige Dutzend Lok-Fans auf die Festwiese vorm Seelenbinder-Turm liefen, um Reiterspiele mit den Pferden der Polizei zu spielen: soll heißen, das klassische Räuber und Gandarm-Spiel fand statt, da die Reiterstaffel zwischen die Fans sprang, diese zerstreute, nur damit diese wieder kreuz und quer rennen und sich jagen konnten. Zu Schlägereien ist es somit nicht gekommen, zerstört wurde auch nichts. Nach einigen Minuten war aber auch mit dem Ponyreiten Schluss und wir fuhren wieder mit den Rädern nach Merseburg zurück. Ein kurzer Zwischenstopp im Leipziger Vorort Wehlitz musste aber noch sein. Jetzt haben wir doch endlich mal ins Gut Wehlitz geguckt: Schmuckstück ist dort der Eingangsturm, und noch Zutrinken im Dorfladen gekauft, der selbst Sonntagabend noch offen hat. Man sollte sich übrigens nicht von der versoffenen Stammkundschaft, für die eine große Auswahl Alkoholika über dem Verkaufstisch aufgebaut ist, abschrecken lassen. Die machen nichts. Die Bedienung ist auch freundlich und vor allem sollte man deren Öffnungszeiten honorieren! Statistik: Ground Nr. 342 (ein neuer Ground; diese Saison: 11 neue) Sportveranstaltung Nr. 873 (diese Saison: 15) Tageskilometer: 80 (Fahrrad) Saisonkilometer: 6.100 (5.790 Auto, 310 Fahrrad, 0 Bahn, 0 Flugzeug) Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 0 Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 160 Fotos unter: A-Jugendspiel Chemie gegen Lok