Posts mit dem Label Einheit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Einheit werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 8. August 2014

W419III: Nachbarschaftsduell zur Saisonvorbereitung im Wyhratal

BSV Einheit Frohburg ....................................................... 5
Fortuna Neukirchen ........................................................... 2
- Datum: Donnerstag, 7. August 2014 – Anstoß: 19.00
- Wettbewerb: Testspiel Kreisoberliga Muldental/ Leipzig Land (8. Spielklasse, 3. Amateurliga) gegen Kreisliga A Muldental/ Leipzig Land, West (9. Spielklasse, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 5-2 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 2-1
- Tore: 0-1 35. Stefan Odenaus, 1-1 38. Philipp Jacob, 2-1 40. Philipp Jacob, 3-1 48. Andre Spranger, 4-1 56. Philipp Jacob, 5-1 66. Florian Schütze, 5-2 81. Tony Jacob
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportzentrum Frohburg, Werner-Seelenbinder-Stadion (Kap. 2.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 85 (davon ca. 15 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes, streckenweise etwas einseitiges Testspiel)  
Photos and English Commentary:
a) Pre-Season Friendly Match: Einheit Frohburg defeat Fortuna Neukirchen 
b) Sightseeing: Neukirchen-Wyhra Factory and Church, Frohburg Old Town 

Donnerstag reichte die Zeit, um abends noch mal nach Sachsen zu fahren und sich nach einem kurzen Zwischenstopp in Neukirchen-Wyhra (dort gibt es ein saniertes Brikettwerk und eine ältere Kirche mit Dachreiter statt Turm) erst die Altstadt mit ihren Bürgerhäusern und der für die Region typischen Kirche mit rot-weißen Steinen, und dann das Stadion von Frohburg anzuschauen.

Das südliche Umland von Leipzig ist nicht unbedingt attraktiv was Groundhopping angeht, aber das Stadion in Frohburg schien interessant, da es trotz ordentlicher Ausbauten lange kein Interesse der Groundhopper auf sich gezogen hatte. Nur bei den Dresdnern fanden sich Bilder dieser Anlage. Also wie auch immer: dieses Testspiel bot sich da halt an. Zu Gast war der Verein aus dem zuvor von uns besuchten Dorf, die 4km nördlicher und eine Klasse tiefer kickende Fortuna Neukirchen.

Zum einen lohnte in der Tat das Stadion das Kommen, da eine Längsseite mit einer dreireihigen Stehtribüne mit überdachtem Sektor in der Mitte ausgebaut ist. Die andere Gegenseite hat einen Graswall und während hinter dem einen Tor nur Birken zum angrenzenden Reitplatz stehen, stehen hinter der anderen Längsseite das recht große Vereinsheim mit Terrasse und schräg daneben auch eine Stele mit Werner Seelenbinder Bildnis sowie eine Hecke, die genauso geschnitten wurde, dass eine Parkbank in die Lücke im Gestrüpp passt.

Dass die Sportanlage nach Werner Seelenbinder heißt, schien mir Hohn und Spott zu sein, als ich Mitglieder des Frohburger Vereins erstmals in Aktion gesehen hatte – ich sage nur Kreisligakrawall zum Männertag – aber heute verhielten sich nicht nur die gar nicht mal so wenigen Zuschauer absolut fair, sondern auch die Spieler. Als Ortsfremder wurde man von manchen sogar höflich gegrüßt.

Das Spiel selbst war ein sehr sehenswertes. Es gab wenige Fouls und kaum Gemecker, dafür umso mehr Torchancen. Beide Mannschaften, auch der Klassentiefere aus Neukirchen, gingen erfreulich hohes Tempo. Von den Spielen im sehr niveauarmen Muldentalkreis war es das beste, das ich bisher zu sehen bekam. Mit ihrem fünften Angriff ging der Gast in Führung, doch nur wenige Minuten später glich Frohburg aus. Zwei Minuten darauf brach wieder ein Stürmer der Frohburger durch die Abwehrreihen der Gäste, der wurde dann vom Torhüter gelegt, aber sofort darauf netzte ein Mitspieler ein, sodass der Schiri richtigerweise Vorteil laufen ließ.

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich das Spiel etwas einseitig; der Klassenunterschied trat jetzt ziemlich deutlich hervor. Nach zwei Treffern aus kurzer Entfernung, setzte Frohburg noch einen drauf mit einem Heber aus 20m. Erst in der Schlussphase gelang Neukirchen ein weiterer Treffer, sodass das Ergebnis für sie angenehmer aussah.
Für nur 1€ Eintritt bekamen wir also ein richtig schönes Spiel geboten!  
Statistik:
- Grounds: 1.158 (heute 1 neuer; diese Saison: 5 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.120 (heute 1; diese Saison: 8)
- Tageskilometer: 160 (160km Auto)
- Saisonkilometer: 1.800 (1.720 Auto/ 80 Fahrrad/ 0 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 102 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 419

Samstag, 27. März 2010

WE190II: Doppelpack in Leipzig: Großlehna und Miltitz

TSG Blau-Weiß Großlehna II 4:0 SSV Kulkwitz II
Sonntag, 21. März 2010 - Anstoßzeit 13.00
3. Stadtklasse Leipzig (12. Liga, 7. Amateurliga)
Ergebnis: 4:0 nach 90 Min. (45/45) - Halbzeit 1:0
Tore: 1:0 16. Nr. 9, 2:0 46. Nr. 8., 3:0 57. Nr. 10, 4:0 66. Nr. 10
Verwarnungen: 1x Gelb gegen Kulkwitz
Platzverweise: keine
Spielort: Stadion der Einheit/ Sport- und Kulturzentrum Großlehna (Kap. 1.100 Plätze, davon 100 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 10 (keine Gästefans)
Unterhaltungswert: 4,0/10 (Kaum mittelmäßiges Spiel)
DSC04919
Photos and English version: http://www.flickr.com/photos/fchmksfkcb/sets/72157623591237661/

Der Sonntag war mit zwei Partien in Leipzig ausgeplant. Zuerst standen sich in der untersten Spielklasse Blau-Weiß Großlehna II und SSV Kulkwitz II gegenüber. Zu Beginn war das eine recht ausgeglichene Partie, doch nach und nach verlagerte sich alles zugunsten der Gastgeber. Kulkwitz kam vor allem in der zweiten Hälfte nicht mehr so recht hinterher. Der große Platz, der wegen ein paar Schalensitzen in einer Reihe als „Stadion“ bezeichnet wird, schadete auch dem Spiel. Am Ende ein verdientes 4:0 für die Zweite von Großlehna.

SV Grün-Weiß Miltitz 2:1 TSV Einheit Lindenthal
Sonntag, 21. März 2010 - Anstoßzeit 15.00
1. Stadtklasse Leipzig (10. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 2:1 nach 93 Min. (46/47) - Halbzeit 2:1
Tore: 1:0 34. Nr. 4, 2:0 41. Nr. 9., 2:1 45.+1 Nr. 2
Verwarnungen: 5x Miltitz, 6x Lindenthal
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Miltitz (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 2 Gästefans)
Unterhaltungswert: 5,5/10 (Durchschnittsspiel)
DSC04955
Photos and English version: http://www.flickr.com/photos/fchmksfkcb/sets/72157623591237661/detail/

Weiter ging es im strömenden Regen nach Miltitz, wo wir kurz nach Anpfiff der zwei Klassen höher ausgetragenen Partie erschienen. Die erste gute Aktion gab es nach 34 Minuten: ein Miltitzer mit einem tollen Drehschuss zum 1:0. Ein Mannschaftskollege legte kurz darauf nach. Mittlerweile war das Spiel ganz gut, Miltitz klar besser, doch Lindenthal verkürzte vorm Pausenpfiff auf 2:1.
In der zweiten Hälfte drängten die Gäste auf den Ausgleich und hätten ihn auch mehrfach beinahe erzielt. Mehr zu Ende der Partie hin, erschien dann auch mal wieder Miltitz vor dem Tor – doch ebenfalls erfolglos. Das 2:1 somit der Endstand in einem kampfbetonten aber fairen Spiel, was weniger unter den Platzverhältnissen: nass, rutschig und schlammig, sondern unter der Kleinlichkeit des Schiedsrichtergespanns litt. Von den 11 gelben Karten waren drei total lächerlich und drei weitere unnötig.
DSC04860
Statistik:
Ground Nr. 405 (zwei neue Grounds; diese Saison: 74 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 969 und 970 (diese Saison: 112)
Tageskilometer: 60 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 29.470 (18.890 Auto/ 6.000 Flugzeug/ 2.320 öffentliche Verkehrsmittel/ 2.260 Fahrrad)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 56
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 190

Montag, 15. Februar 2010

W185I: Beim „kleinen Bruder“ des MBC und: ganz wichtiger Sieg im Tie-Break!

SSV Einheit Weißenfels 71:77 BG GutsMuths Quedlinburg/ Aschersleben Tigers II
Samstag, 13. Februar 2010 - Tip-off 15.00
Oberliga Sachsen-Anhalt (6. Basketballliga, 1. Amateurdivision)
Ergebnis: 71:77 nach 40 Min. – Viertelergebnisse: 15:12, 18:24, 20:14, 18:27
Punkte: ? / Fouls: ? / 5. Foul: ?
Spielort: Sporthalle Schloßgarten (Kap. 50 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 30
Unterhaltungswert: 6,0/10 (Schnell und kampfstark geführtes, aber fehlerbehaftetes Spiel)

VC Bad Dürrenberg/ Spergau 3:2 Wuppertal Titans
Samstag, 13. Februar 2010 - Beginn 19.30
1. Volleyballbundesliga (Profi- und Halbprofiliga)
Ergebnis: 3:2 nach 122 Min. – Sätze: 20-25, 26-24, 23-25, 25-19, 18-16
Besondere Vorkommnisse: keine
Spielort: Jahrhunderthalle Spergau (Kap. 1.200 Sitzplätze)
Zuschauer: 680 (davon 2 Gästefans)
Unterhaltungswert: 5,5/10 (Nicht gut, aber sehr spannend)
DSCF5286
Photos and English version:
1st Merseburg: Refraction
2nd Weißenfels: Basketball
3rd Spergau: Volleyball

Eigentlich war eine schöne Tour nach Nebra geplant: erst mal die Altstadt mit der Burg besichtigen, dann zum Fußball: 1. FC Nebra gegen TSV Leuna 1919 – aber bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und Schnee auf dem Platz wird panisch jedes Spiel in Sachsen-Anhalt (positive Ausnahme: Staßfurt) abgesetzt. Mal schauen, wann die Spiele nachgeholt werden: sollte sich diesmal bis in den Juli hinziehen...

Die Tour nach Weißenfels war dann aber auch O.K. – Basketball in Weißenfels ist eigentlich fest mit dem Mitteldeutschen BC, der ja mittlerweile wieder 1. Liga spielt, verbunden, doch die Meisten wissen noch, dass der MBC aus dem SSV Einheit Weißenfels hervorging. Dieser spielt weiterhin als Amateurverein auf der höchsten Landesebene. Leider ist man dort nur Vorletzter – einzig der Magdeburger SV Börde ist schwächer, das aber auch deutlich – und hat mit der Zweitvertretung des Halbprofiteams Aschersleben Tigers (in Spielgemeinschaft mit GutsMuths Quedlinburg) den Viertplatzierten zu Gast. Bizarrerweise haben die Tiger ein schwächeres Punkteverhältnis (-131 bei 8 Siegen und 7 Niederlagen!!!) als die Weißenfelser (-124, 5:10). Da haben eine 102:57 Niederlage gegen Spitzenreiter USV Halle, der die Liga dominiert (Einheit Weißenfels verlor da „nur“ 66:101), und ein 105:60 beim BBC Halle (6. von 10) zu beigetragen.

Zwischen einem Amateur-Spiel in Weißenfels und einem Spiel der darüber liegenden Regionalliga oder gar der professionellen Bundesligen, liegen Welten. SSV Einheit spielte vor gerade einmal um die 30 Zuschauern, doch viel mehr wären in diese Schulturnhalle (Baujahr ca. 1960, aber vor einigen Jahren sicherlich mal renoviert worden) nicht reingegangen. Die Halle ist für Handball etwas zu eng, für Basketball völlig ausreichend. Auf einer Längsseite befinden sich die Spieler- und Zeitnehmerbänke, die außen von je einer Zuschauerbank flankiert sind (Turnhallenbänke für je 10 Leute). Schräg hinter den Körben gab es noch einmal eine Bank auf der einen und eine Reihe Hocker auf der anderen Seite, auf der auch wir uns niederließen. Die andere Längsseite ist für Zuschauer unbenutzbar.

Das Spiel begann sehr flott, verlor jedoch nach drei Minuten erheblich an Fahrt und offenbarte amateurtypische technische Fehler. Teilweise wurde auch noch am Boden liegend um den Ball gerungen. Eine knappe Führung für Weißenfels nach dem ersten Viertel, da einer der Einheit-Spieler noch Sekunden vor dem Ende einen prima Dreipunktewurf versenkte.
Das zweite Viertel war besser, die Spieler wurden treffsicherer und vor allem die Gäste aus Quedlinburg bzw. Aschersleben zeigten nun, dass sie auch prima mit Zuspielen hinter dem Rücken und No-Look-Pass arbeiten können. Nun wurde allerdings auch mehr gestritten: ein besonders mitfiebernder Weißenfelser Fan ärgerte immer wieder Gästespieler, was einige von ihnen mit Mittelfingergeste oder frechen Antworten quittierten – und auch die Aktiven untereinander attackierten sich. Zum Seitenwechsel stand es jedenfalls 33:36.
Zum Glück blieben die Schiedsrichter bei ihrer laschen Linie: hätten sie jeden Regelverstoß gepfiffen, wäre es ein zerfahrenes und völlig zerpfiffenes Spiel geworden. Gerade im dritten und vierten Viertel wurde viel geschubst und gefoult, doch es fielen auch immer mehr Punkte. Auch starke Dreipunktewürfe wurden nun verstärkt gezeigt. Weißenfels führte übrigens mit bis zu sechs Punkten, doch ein 12:0-Run der Gäste drehte das Spiel. Von diesem Run im letzten Viertel erholten sich die Gastgeber nicht mehr, sodass es am Ende 71:77 hieß.
Auch gerade durch die Emotionen und das teilweise Ignorieren der Vorschriften zum körperlosen Spiel, aber auch wegen der dichten Atmosphäre: näher am Spielfeld geht echt nicht, da man dann selber draufstehen würde, musste man hier von einem wirklich sehenswerten und unterhaltsamen Spiel reden. Diese Basketballamateurligen kann man sich ruhig mal ab und an angucken!
DSCF5153
Wir fuhren mit dem letzten Tageslicht nach Bad Dürrenberg und aßen da bei einem lustigen Dönerladen in der Leipziger Straße. Schwarzer Tee gratis und dann noch eine Weile Lig TV (ein Sender, der in Sachen Werbung der asozialste Dreck ist, den ich je erlebt habe: viel schlimmer noch als auf DSF sind die andauernd eingeblendeten Werbelaufbänder und Banner, wie sonst nur auf miesen Internetseiten) mit dem Spiel Gaziantepspor gegen Beşiktaş geguckt (wir sahen das 1:0, der Endstand war 2:0) und die teils bizarren Gäste erlebt: kommt da so ein Rechtsradikaler mit Bomberjacke mit eindeutigem Aufnäher rein und bestellt ganz gesittet einen Döner...

Weiter ins benachbarte Spergau, wo nun Volleyball anstand, wobei es dort lustig war, dass wirklich jeder der mit uns bekannten Leute wie der Kartenkontrolleur oder die Dame an der Theke bemerkte, dass ich ja beim letzten Spiel, einem Mittwochsspiel, wegen meiner Arabisch-Prüfung nicht da war: Kontrolleur: „...und? Wie lief’s?“ Ich: „Ach, ganz gut... Durchschnitt war 3,1 oder so – ich habe 1,7...“ Er wieder: „Na, dann hat es sich ja gelohnt!“
Nun denn: bei diesem Samstagsspiel zur gewohnt späten Zeit war purer Abstiegskampf bzw. -krampf zu erwarten. Der 10. spielte gegen den 12. und damit Letzten der Tabelle. Was die gastierenden „Titanen“ auf ihrer Website (www.wuppertal-titans.de) betreiben, ist wohl Selbstironie: „Bei unseren Heimspielen ist großartige Stimmung! Dies zeigen die Zuschauerzahlen.” Darunter findet man die Zuschauerzahlen aufgelistet: mit maximal 635 Zuschauern (Kapazität der Bayer-Halle: 3.000) und fast immer unter 500, teilweise sogar nur 270, ist das eine der schlechtesten Zuschauerstatistiken der Liga (der VC hat mit 900 im Schnitt eine klar bessere, aber immer noch schwache Zahl). Unter „Alle Berichte rund um Heimspiele - vorher und nachher!” findet man einen einzigen Bericht: vom ersten Heimspiel der Titans nämlich. Auch die Fans haben die Lust verloren, ihre Website zu pflegen: das steckten sie schon nach Spieltag sechs auf. Aber in der Halle von Spergau waren heute immerhin zwei Gästefans zugegen, die 680 Heimfans, die – vor allem vom Stimmungsblock der „Wild Pirates“ ausgehend – teils wieder sehr soliden Support ablieferten, gegen sich hatten.

Die Mannschaft der Titans, die vom Hallensprecher mit wahrscheinlich purer Absicht andauernd „Tittaahns“ ausgesprochen worden, scheint jedoch noch nicht aufgesteckt zu haben, denn trotz teilweise fünf Punkten Rückstand drehten sie noch den ersten Satz auf einen für den VCBDS peinlichen Fünfpunkte-Sieg.
Der zweite Satz war schwach, wobei der VC BDS jetzt seinen Durchhänger überspielen konnte, indem er einfach einen starken Schlussspurt setzte. 26:24.
Der dritte Satz war auch alles andere als Spitzenvolleyball und diesmal siegten die Titans knapp, die die wenigen sehenswerten Ballwechsel, also jene, die mal über mehr als einmal hin und her hinausgingen, alle für sich entschieden.
Der vierte Satz war dann wieder etwas besser und vom VC Bad Dürrenberg/ Spergau auch der souveränste. So retteten sie sich trotz mäßiger Leistung in den packenden Tie-Break, der nach 13:11-Führung erst gewonnen und dann nach 14:15-Rückstand verloren schien, doch schließlich mit 18:16 an den VC ging.
Die angenehmste Überraschung heute war Esteban Simao aus Argentinien, also der Zuspieler, der in den ersten Saisonspielen, die ich von ihm gesehen habe, durchweg Müll spielte und jetzt mit konstanten Leistungen und teils wirklich hervorragenden Aktionen glänzte. Besonders gut heute auch der Serbe Bojan Gluvajic.
DSCF5227
Statistik:
Ground Nr. 390 (ein neuer Ground; diese Saison: 59 neue)
Sportveranstaltung Nr. 953 (diese Saison: 95)
Tageskilometer: 60 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 16.270 (12.120 Auto/ 2.100 öffentliche Verkehrsmittel/ 2.050 Fahrrad/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 46
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 185

Donnerstag, 29. Oktober 2009

WE167II: Fußball am Fuße des Hügels

SV Eintracht Wickerstedt II 1:2 SV 70 Tonndorf II
Sonntag, 11. Oktober 2009 - Anstoßzeit 13.00
Freundschaftsspiel (2. Kreisklasse – 2. Kreisklasse (11. Liga, 6. Amateurliga))
Ergebnis: 1:2 nach 92 Min. (45/47) - Halbzeit 0:2
Tore: 0-1 (?), 0-2 (?), 1-2 64. Minute
Verwarnungen: keine (?) / Platzverweise: keine (?)
Spielort: Sportplatz Wickerstedt, Platz II (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: 20 (davon 1 Gästefan), freier Eintritt
Unterhaltungswert: 5,0/10 (Durchschnitt (Bewertung nur für 2. Halbzeit gültig))

SV Eintracht Wickerstedt 1:3 SV Einheit Bad Berka
Sonntag, 11. Oktober 2009 - Anstoßzeit 14.30
Kreisliga Weimar (9. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 1:3 nach 93 Min. (46/48) - Halbzeit 1:1
Tore: 1-0 26. Nr. 9, 1-1 31. Nr. 9, 1-2 68. Nr. 12, 1-3 88. Nr. 11
Verwarnungen: Nr. 8 Bad Berka / Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Wickerstedt (Kap. 1.500 Plätze, davon 15 überdachte und 30 unüberdachte Sitzplätze)
Zuschauer: 150 (davon 10 Gästefans), 1,50€ Eintritt
Unterhaltungswert: 6,0/10 (Spiel war O.K.)

Photos and English version: CLICK HERE!

Wir dachten heute eigentlich, dass wir nur ein Spiel zu sehen bekämen – und ein Spiel pro Sams- bzw. Sonntag ist für unsere Verhältnisse wenig – denn in dieser Gegend, dem Weimarer Land, schwankend zwischen herausragender Baukultur, interessanter Geschichte und tristen, langweiligen, feldergesäumten Käffern, fanden keine offiziellen Begegnungen vor 14 Uhr statt – und auch keine Jugendspiele – doch als wir in Wickerstedt ankamen, wurde auf dem Nebenplatz der Sportanlage gerade die zweite Halbzeit eines Freundschaftsspiels angepfiffen.

Wickerstedt ist ein 800-Einwohner-Dorf zwischen Bad Sulza und Apolda. Dessen Nachbarort Eberstedt ist sehenswerter: vor Monaten besichtigten wir einmal die regelmäßig geöffnete Kirche mit den dreistöckigen Emporen und dem Barockaltar – die Wickerstedter Kirche ist von außen in ähnlichem Stil gehalten, jedoch weder so alt, noch regelmäßig zugänglich – und auch die Feriensiedlung mit den Pfahlbauten und Holzhütten ist interessant. Von Eberstedt aus erreicht man Wickerstedt über einen asphaltierten und betonierten Feldweg. Die eintönigen Landwirtschaftsflächen werden von ebenfalls landwirtschaftlich genutzten Hügeln und ein paar Bäumen aufgelockert.
In Wickerstedt selbst, fallen neben der Dorfkirche ein paar einfache Fachwerkbauten, ein aufwendigeres Kriegerdenkmal und ein Haus eines Schalke-Fans – er hat den Schriftzug „S 04“ mit Dachziegeln ins Dach gebracht und eine große Flagge gehisst – auf.
Am Ende des Ortes befindet sich der Sportplatz, der mit seinem kleinen Tribünenausbau eigentlich schon wieder ein Stadion ist. Es ist die wohl spektakulärste Sportanlage des Weimarer Landes, und sicherlich nicht nur des Weimarer Landes, zumindest von der landschaftlichen Lage her. Etwas Spektakuläreres (mehr Felsen, höhere Berghänge und keine Bäume) habe ich bisher nur auf Fotos von den Färöer gesehen.
DSCF0190
Auf dem Nebenplatz, der von Bäumen beschattet, einige Meter vom Berghang weg angelegt wurde, spielten Eintracht Wickerstedt II und SV 70 Tonndorf II. Beide Mannschaften spielen in der 2. Kreisklasse; Wickerstedt in der Staffel A (nach 6 Spielen 11 Punkte und 4. von 11), Tonndorf in Staffel C (nach 7 Spielen 7 Punkte und 9. von 11). Das Spiel fand übrigens vor maximal 20 Zuschauern statt, wobei der einzige Gästefan bei jedem Tonndorfer Angriff eine Schalmei blies, die man mit dem Wind bis zur anderthalb Kilometer entfernten Wickerstedter Kirche hörte.
In der zweiten Hälfte machte zuerst nur Wickerstedt Druck, doch vergab riesige Möglichkeiten. Auch Latte und Pfosten wurden getroffen, doch nicht zuletzt war es ein dilettantischer Abschluss, der den Torerfolg versagte. Tonndorf zeigte sich dann ab und an auch mal aktiver, wobei das Spiel nach und nach einschlief, ehe 15 Minuten vor Abpfiff die Gastgeber für den Weckruf sorgten. Der Anschlusstreffer, der den 1:2 Endstand besorgen sollte, war gefallen.

Die letzten fünf Minuten hatten wir kaum noch verfolgt, da das Spiel auf dem Hauptplatz, im Schatten des enormen Hügels, auf dem ein Sportlerheim und ein zu einer kleinen Tribüne ausgebauter Imbissstand stehen, also, bereits begonnen hatte. Beide Mannschaften waren vor diesem Spieltag Tabellennachbarn: Wickerstedt 6. – Bad Berka 5. Wickerstedt allerdings mit einem Spiel, aber nur zwei Punkten weniger.
Die Gastgeber auch zuerst mit mehr Druck aufs Tor, wobei sich die Spielanteile dann wieder zugunsten Bad Berkas verlagerten, um schließlich bis zur Pause ausgeglichen zu werden. Ausgeglichen war auch der Spielstand, nach dem je ein Spieler von beiden Mannschaften hervorragend heraus gespielte und technisch sauber vollendete Tore erzielt hatte.
In der zweiten Halbzeit, die ich in großen Teilen von ganz oben, dass heißt dem höchsten Punkt des Hügels, auf dem ein überdachter Picknick- oder Rastplatztisch steht, beobachtete – man hat von dort aus übrigens einen Überblick wie in einem großen Stadion in der hintersten Reihe, nur sieht man leider nur etwa 85% des Feldes ein, da das Vereinsheim und ein paar Bäume im Weg sind, doch die Tore sieht man gut – dann das gleiche Bild, nur zu Beginn von Hälfte zwei und noch einmal zwischenzeitlich war etwas die Luft draußen, und Bad Berka hatte dann mehr Glück, als sie zwei Abwehrfehler von Wickerstedt zu den beiden entscheidenden Treffern ausnutzten.

Wir waren wieder so früh in Bad Sulza, dass wir am Bahnhof aßen – der Imbiss ist wirklich gut und preisgünstig und der freundlichen Bedienung kündigten wir gleich einen Besuch Ende November an, denn da soll einmal Medizin Bad Sulza besucht werden. Da gibt es dann auch mal eine Fotostrecke aus diesem idyllischen Kuhort. Kurort meinte ich...

Im Nachhinein muss übrigens noch gesagt werden, dass dieses Wochenende wohl das Wochenende war, das das Ende der Semesterferien – oder besser: vorlesungsfreien Zeit – markierte, und nicht, wie in der Vorwoche bemerkt, das Wochenende mit der Tschechien-Fahrt: in der nominell ersten Woche des - für mich - dritten Semesters, wurde eine 140minütige Vorbesprechung abgehalten und eine 90minütige Arabischstunde, in der es mehr um die Organisation des Unterrichts, als um Verbstämme, Genetivkonstruktionen und Satzübersetzungen ging, durchgeführt. Fünf geplante Veranstaltungen fielen aus und die restlichen sieben waren ohnehin erst auf die Folgewoche oder als später stattfindende Blockveranstaltung terminiert.
DSCF0270
Statistik:
Ground Nr. 364 (zwei neue Grounds; diese Saison: 33 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 901 (diese Saison: 43)
Tageskilometer: 120 (90 Bahn, 30 Rad)
Saisonkilometer: 12.000 (10.920 Auto/ 1.000 Fahrrad/ 180 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 26
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 167

Sonntag, 19. April 2009

WE142V: Zukünftige Freizeitfußballer

SG Einheit Halle A 3:1 VfB Zscherndorf A
Sonntag, 19. April 2009 - Anstoßzeit 11.00
A-Jugend Kreisliga Anhalt-Bitterfeld/ Halle (6. Lg. von 7)
Ergebnis: 3:1 nach 91 Min. (45/46) - Halbzeit 0:0
Tore: 1:0 46., 2:0 50., 2:1 83., 3:1 88.
Verwarnungen: 2 für Einheit
Platzverweise: Gelb-Rot für Nr. 3 von Einheit in 79. (Foul, Meckern)
Sportplatz: Sportplatz Einheit (Kap. 2.000, davon 20 Sitzplätze)
Zuschauer: 15 (5 Gästefans)
Spielqualität: 1,5/10 (sehr schlecht)

Es sollte mal wieder ein Ground in Halle gemacht werden, diesmal der in der Merseburger Straße, nur 12km von uns zu Hause entfernt. Dort spielt Einheit Halle in schöner Hinterhoflage, ein Friedhof in Sichtweite, auf drei Seiten Graswälle. Auf einem grasten zwei Schafe.
Am Sonntagmorgen war ein A-Jugendspiel angesetzt, das in den ersten 10 Minuten zu viel versprach. Ab der 10. war das Spiel unter aller Sau, von völlig unfähigen Stürmern und unbedarften Mittelfeld- und Abwehrspielern kaputt gemacht. Da hatten nur zwei Spieler bei Einheit das Spielniveau eines ordentlichen Männerkreisligaspielers, der Rest waren nicht einmal 3. Kreisklassespieler, sondern Freizeitfußballer.
Völlig überraschend stolperte - nicht zuletzt durch einen groben Abwehr- und ebenso bedenklichen Torwartfehler von Zscherndorfer Seite hervorgerufen - ein Spieler von Einheit den Ball ins Tor. Das 2:0 wurde von einem streckenweise grauenhaft spielenden Hallenser kurz darauf versenkt.
Besonders stark zum unterirdischen Niveau trug dann der 3er von Einheit bei. Dieser meckerte völlig zu Unrecht über den Unparteiischen und sieht daraufhin seine zweite gelbe Karte. So einen Vollpfosten sollte der Trainer für den Rest der Saison auf der Bank sitzen lassen.
Ich hatte den Schiri zwar nicht ganz verstehen können, als er nach 5 Minuten die Spieler ermahnte, sie sollten ihre Trikots in die Hosen stecken - ich kannte die Bemerkung noch zu meinen Zeiten als F- und E-Jugendspieler - aber der Schiri wusste wohl, dass die Spieler sich auf dem spielerischen Niveau einer solchen Kleinfeldjugendklasse befinden.
Ich gehe mal davon aus, dass es sich bei beiden Teams um einen schlechten Tag handelte, ansonsten sehe ich schwarz, wenn diese Blindfische in ein oder zwei Jahren einmal Männerkreisklasse spielen wollen.
Statistik:
Ground Nr. 299 (ein neuer Ground; diese Saison: 69 neue)
Sportveranstaltung Nr. 790 (diese Saison: 157)
Tageskilometer: 25 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 22.240 (12.020 Auto/ 3.710 Fahrrad/ 3.650 Bahn/ 2.960 Flugzeug - im Moment wieder mehr Rad- als Bahnkilometer)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 1
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 142

Fotos unter:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/BITTE%20HIER%20WEITER%20-%20FOTOS%20AB%2022-03-2009/090419%20Einheit%20Halle%20A%203-1%20VfB%20Zscherndorf%20A/