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Sonntag, 13. Januar 2013
W337II: 59 Tore, 14 Spieler, 12 Zuschauer...
Handballverein Glesien 1929 ---------------------------- 31
Ballspielclub Victoria Naunhof ------------------------- 28
Datum: Sonntag, 13. Januar 2013 – Anwurf: 15.30
Wettbewerb: Bezirksklasse Leipzig (8. Handballliga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 33-31 nach 60 Min. (2x30) – Halbzeit: 18-13
Tore: k.A. (Glesien); k.A. (Naunhof)
Gelbe Karten: 1x Glesien; 1x Naunhof
Zwei-Minuten-Strafen: Glesien = 2 Minuten; Naunhof = 8 Minuten
Spielort: Sport- und Festhalle Radefeld (Kap. 200 Sitzplätze)
Zuschauer: 12 (7 Heimfans, 3 Neutrale, 2 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Ganz ordentliches Niveau und spannender Spielverlauf)
Auch am Sonntag gab es ein Handballspiel zu sehen. Diesmal allerdings in der näheren Umgebung und mit dem Fahrrad besucht. Durch den massiven Gegenwind hätte ich allerdings fast den Beginn verpasst.
Glesien ist Ortsteil von Schkeuditz, direkt nördlich vom Flughafen Leipzig-Halle. Gespielt wurde im 5km entfernten Radefeld, einem anderen Schkeuditzer Ortsteil östlich des Flughafens, dessen Fußballplätze ich bereits kenne. War schon ein lustiges Spiel damals in Radefeld...
Heute also Handball – ein Mittelfeldduell der Bezirksklasse Leipzig. Der Gast aus Naunhof, einem Dorf südöstlich von Leipzig, lag eigentlich unablässig zurück, doch kämpfte sich immer wieder auf ein Tor Rückstand heran oder glich sogar kurzzeitig aus. Als Glesien einen Durchhänger in Hälfte zwei hatte, führte Naunhof sogar mal mit einem Treffer (21:22). In den letzten 15 Minuten waren die Glesiener allerdings mit ihrem Schlussspurt zum 31:28 erfolgreich.
Der Spielbesuch hat sich gelohnt, doch es war schade, dass das faire und ganz gute Spiel nur von 12 Zuschauern – außer uns drei nur zwei Gästefans und sieben Heimfans, die ab und an dazwischenriefen, wenn sie gerade nicht so sehr mit Bier saufen beschäftigt waren – gesehen wurde. Platz war ja immerhin für 200 in der schön gestalteten, 1998 erbauten Halle. Allerdings dürfte die Sicht nicht gut sein, wenn die Tribüne voll ist, da sie zu niedrig ansteigt. Wäre die Tribüne nicht so ein 0815-Pfriemelbau, wäre die Sporthalle in Radefeld schon allein durch die geometrischen Muster an den hohen, oben mit Balken zusammengehenden Wänden höher zu bewerten als mit „Durchschnitt“.
Statistik:
Statistik:
Grounds: 845 (heute 1 neuer; diese Saison: 77 neue)
Sportveranstaltungen: 1.689 (heute 1, diese Saison: 112)
Tageskilometer: 70 (70km Fahrrad)
Saisonkilometer: 26.640 (24.980 Auto/ 1.530 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 50 Bahn, Bus, Tram/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 12 [Letzte Serie: 6, Rekord: 141]
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 337
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Montag, 13. Dezember 2010
W228III: Handball in zwei fast identischen Leipziger Hallen
Motor Gohlis Nord 17:27 HV Glesien 1929 II
Sonntag 12. Dezember 2010 – Anwurf 11.45
Liga: 1. Bezirksklasse Leipzig, Staffel 2 (8. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 17:27 nach 60 Min. – Halbzeit: 9:12
Torfolge: 0:2, 2:2, 2:4, 4:4, 4:5, 5:5, 5:6, 6:6, 6:10, 7:10, 7:11, 8:11, 8:12, 9:12; 9:13, 11:13, 11:15, 12:15, 12:16, 13:16, 13:19, 14:19, 14:25, 16:25, 16:26, 17:26, 17:27
Gelbe Karten: MoGoNo 2, Glesien 2
Zeitstrafen: MoGoNo 2 Minuten, Glesien 8 Minuten
Platzverweise: Nr. 13 Glesien (36:45 – grobes Foul)
Sportanlage: Sporthalle 68. Schule Leipzig-Möckern (Kap. 75 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 20 (davon ca. 3 Gästefans)
Unterhaltungswert: 2,0/10 (MoGoNo in allen Bereichen eine Katastrophe, Glesien sehr langsam und ansonsten allenfalls Mittelmaß: seit Langem das schlechteste Handballspiel das ich gesehen habe)
Leipziger SV Südwest FR II 19:9 HSV Mölkau – Die Haie FR II
Sonntag 12. Dezember 2010 – Anwurf 14.40
Liga: 1. Bezirksklasse Leipzig, Staffel 2/ Frauen (8. Liga der Frauen)
Ergebnis: 19:9 nach 60 Min. – Halbzeit: 11:3
Torfolge: 3:0, 3:1, 4:1, 7:1, 7:2, 8:2, 8:3, 9:3, 11:3, 11:4, 15:4, 15:7, 16:7, 17:7, 17:8, 18:8, 18:9, 19:9
Gelbe Karten: LSV SW 3, Mölkau 1
Zeitstrafen: LSV SW 2 Minuten, Mölkau 0 Minuten
Platzverweise: keine
Sportanlage: Sporthalle 51. Mittelschule Leipzig-Lößnig (Kap. 75 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 2 Gästefans)
Unterhaltungswert: 4,5/10 (Für ein so torarmes Spiel einer unteren Frauenliga war das richtig gut)
Leipziger SV Südwest 33:32 TSG 1861 Taucha
Sonntag 12. Dezember 2010 – Anwurf 16.10
Liga: 1. Bezirksklasse Leipzig, Staffel 2 (8. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 33:32 nach 60 Min. – Halbzeit: 10:15
Torfolge: 1:0, 1:1, 1:2, 2:2, 2:4, 3:4, 3:5, 5:5, 5:9, 6:9, 6:12, 7:12, 7:14, 8:14, 8:15, 10:15, 10:16, 11:16, 11:18, 12:18, 12:19, 15:19, 15:20, 16:20, 16:21, 17:21, 17:22, 18:22, 18:23, 19:23, 19:24, 19:25, 20:25, 20:26, 25:26, 25:27, 26:27, 26:28, 29:28, 29:29, 30:29, 30:30, 31:30, 31:31, 32:31, 32:32, 33:32
Gelbe Karten: LSV SW 3, Taucha 3
Zeitstrafen: LSV SW 10 Minuten, Taucha 10 Minuten
Platzverweise: Nr. 10 LSV SW (38:49 – Meckern und andere Regelverstöße)
Sportanlage: Sporthalle 51. Mittelschule Leipzig-Lößnig (Kap. 75 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 6 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,5/10 (Gutklassig, starke Torszenen, spannend!)
Sonntag 12. Dezember 2010 – Anwurf 11.45
Liga: 1. Bezirksklasse Leipzig, Staffel 2 (8. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 17:27 nach 60 Min. – Halbzeit: 9:12
Torfolge: 0:2, 2:2, 2:4, 4:4, 4:5, 5:5, 5:6, 6:6, 6:10, 7:10, 7:11, 8:11, 8:12, 9:12; 9:13, 11:13, 11:15, 12:15, 12:16, 13:16, 13:19, 14:19, 14:25, 16:25, 16:26, 17:26, 17:27
Gelbe Karten: MoGoNo 2, Glesien 2
Zeitstrafen: MoGoNo 2 Minuten, Glesien 8 Minuten
Platzverweise: Nr. 13 Glesien (36:45 – grobes Foul)
Sportanlage: Sporthalle 68. Schule Leipzig-Möckern (Kap. 75 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 20 (davon ca. 3 Gästefans)
Unterhaltungswert: 2,0/10 (MoGoNo in allen Bereichen eine Katastrophe, Glesien sehr langsam und ansonsten allenfalls Mittelmaß: seit Langem das schlechteste Handballspiel das ich gesehen habe)
Leipziger SV Südwest FR II 19:9 HSV Mölkau – Die Haie FR II
Sonntag 12. Dezember 2010 – Anwurf 14.40
Liga: 1. Bezirksklasse Leipzig, Staffel 2/ Frauen (8. Liga der Frauen)
Ergebnis: 19:9 nach 60 Min. – Halbzeit: 11:3
Torfolge: 3:0, 3:1, 4:1, 7:1, 7:2, 8:2, 8:3, 9:3, 11:3, 11:4, 15:4, 15:7, 16:7, 17:7, 17:8, 18:8, 18:9, 19:9
Gelbe Karten: LSV SW 3, Mölkau 1
Zeitstrafen: LSV SW 2 Minuten, Mölkau 0 Minuten
Platzverweise: keine
Sportanlage: Sporthalle 51. Mittelschule Leipzig-Lößnig (Kap. 75 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 2 Gästefans)
Unterhaltungswert: 4,5/10 (Für ein so torarmes Spiel einer unteren Frauenliga war das richtig gut)
Leipziger SV Südwest 33:32 TSG 1861 Taucha
Sonntag 12. Dezember 2010 – Anwurf 16.10
Liga: 1. Bezirksklasse Leipzig, Staffel 2 (8. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 33:32 nach 60 Min. – Halbzeit: 10:15
Torfolge: 1:0, 1:1, 1:2, 2:2, 2:4, 3:4, 3:5, 5:5, 5:9, 6:9, 6:12, 7:12, 7:14, 8:14, 8:15, 10:15, 10:16, 11:16, 11:18, 12:18, 12:19, 15:19, 15:20, 16:20, 16:21, 17:21, 17:22, 18:22, 18:23, 19:23, 19:24, 19:25, 20:25, 20:26, 25:26, 25:27, 26:27, 26:28, 29:28, 29:29, 30:29, 30:30, 31:30, 31:31, 32:31, 32:32, 33:32
Gelbe Karten: LSV SW 3, Taucha 3
Zeitstrafen: LSV SW 10 Minuten, Taucha 10 Minuten
Platzverweise: Nr. 10 LSV SW (38:49 – Meckern und andere Regelverstöße)
Sportanlage: Sporthalle 51. Mittelschule Leipzig-Lößnig (Kap. 75 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 6 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,5/10 (Gutklassig, starke Torszenen, spannend!)
Photos and English version:Handball in Leipzig: Motor Gohlis Nord – Glesien II + Südwest (women II) – HSV Mölkau (women II) + Südwest – Taucha
Mittlerweile reißt es irgendwie ein, dass wir sonntags immer zum Handball nach Leipzig fahren. Diesmal standen zwei Spiele in der Bezirksklasse, der fünften Amateurliga (bzw. der 4. Liga auf Landesebene) an. Unangefochtener Spitzenreiter der zweiten der beiden Staffeln ist die Reserve von Germania Zwenkau; hinter Böhlen und Regis-Breitingen reihen sich dann die Kontrahenten des heutigen Tages ein: 4. MoGoNo, 5. Taucha, 6. Glesien II und 7. LSV Südwest. 8. und damit auch schon Tabellenletzter, ist die Reserve der HSG Rückmarsdorf.
Kaum aus der S-Bahn Halle – Leipzig an der Station Slevoigtstraße ausgestiegen, waren wir auch schon an der Halle der 68. Schule Leipzig Möckern. Diese gehört zu jenen DDR-Hallen, die eine verkleidete Klinkerfassade – die Steinstrukturen sieht man dann in der Halle genau – haben und stufenförmig gebaut sind: der eigentliche Hallenteil ist rechteckig und etwa hoch wie breit, während der gleichlange Vorbau, in dem sich Umkleiden, Klos, Geräteräume usw. befinden, höchstens halb so breit und hoch ist. Die Dächer sind flach und in der Deckenverkleidung sind runde Leuchten angebracht. Durch die beiden Fensterreihen auf den oberen Längsseiten fällt viel Licht. Die Zuschauer sitzen auf Holzbänken am Spielfeldrand.
Zuschauer waren wenige da, Stimmung gab es auch nicht und von einem guten Spiel konnte auch nicht geredet werden. MoGoNo blamierte sich mit dutzenden Fehlpässen und ungenauen Zuspielen, schlechten Würfen und nicht vorhandener Abwehrarbeit gegen technisch mittelmäßige aber nur sehr langsame Glesiener. Das Spielniveau war grauenhaft und der Bezirksklasse nicht würdig. Glesien gewann letztendlich verdient mit 17:27.

In weiser Voraussicht, dass es in Lößnig nichts zu Essen geben würde, fuhren wir über Leipzig Hbf und nahmen uns Brötchen in die Halle mit. Diese Halle steht im Schatten gewaltiger Plattenbauten – 12 Stockwerke hoch, teils mehrere hundert Meter lang und damit deutlich anders als der nahegelegen Rundling, der ein ganz besonderes Stück der 1930er Jahre-Bauweise darstellt und ebenfalls viele Leute auf engem Raum unterbringt – und ist ein ebensolcher Klinkerbau, wie die oben beschriebene Halle in Möckern. Als einzige Unterschiede waren hier die Außengestaltung mit Graffiti und die längliche (und nicht runde) Deckenbeleuchtung auszumachen. Beides waren allerdings nachträgliche Anbringungen.
Wir kamen gerade zu Beginn des Spiels der Zweiten Frauen des Leipziger SV Südwest die gegen die Zweiten Haie von Mölkau spielten. Das Spiel hatten wir eigentlich gar nicht eingeplant, aber wir kamen problemlos und erstaunlich schnell von Sporthalle zu Sporthalle, was in Halle/ Saale am Tag zuvor nicht der Fall war. So sahen wir ein ganz ordentliches Spiel, in dem die auf dem 10. und somit vorletzten Tabellenplatz rangierenden Mölkauerinnen ziemlich überfordert waren gegen die gerade einmal zwei Plätze vor ihnen platzierten Südwestlerinnen. Mölkau war allerdings gar nicht so schlecht, wie die Deutlichkeit des Ergebnis vermuten lässt – doch die geringe Trefferzahl deutet schon an, wo die Schwäche liegt: die Würfe sind unplatziert und zudem landete gerade bei Mölkau eine auffällig hohe Zahl an Trefferversuchen an Pfosten oder Latte. Neunzehn zu neun, 28 Tore: so ziemlich das torärmste Handballspiel, was ich gesehen habe – aber nicht das schwächste!
Bei dem gleich darauf angepfiffenen Spiel der Männer kam auch mal etwas Stimmung durch die Zurufe und Anfeuerungen der Tauchaer Fans und Vereinsangehörige des LSV SW auf. Dieses dritte Spiel an diesem Sonntag war auch mit Abstand das beste Duell. Dass MoGoNo und Glesien auf der einen, und LSV und Taucha auf der anderen Seite in einer Liga spielen und in deren Tabelle auch noch so dicht beieinander stehen, wirkt richtig unwirklich, wenn man beide Spiele gesehen hat. Da lagen drei Klassen dazwischen, so viel besser waren die beiden ausgeglichenen Mannschaften von Südwest und Taucha. Südwest wie Taucha waren technisch gut, im Angriffsspiel stark und im Läuferischen schnell. Hier fielen auch richtig schöne Tore. Bis zur 45. waren die Gäste dauernd in Führung, doch dann drehte der Gastgeber noch einmal richtig auf. In einem zunehmend härteren, aber nie unfairen Spiel, schaffte es LSV Südwest einen teilweise 7 Tore betragenden Rückstand in einen ganz knappen Sieg zu verwandeln. In den letzten 10 Minuten fielen besonders viele Treffer, da das Tempo da noch mal stark angezogen wurde: allein in den letzten 90 Sekunden waren das 32:31 für LSV, der Ausgleich zum 32:32 per Siebenmeter und der Siegtreffer zum 33:32 für LSV Südwest zu sehen.
Zu allen Spielen war der Eintritt frei und so wirklich gelohnt hat sich nur das letzte der drei Spiele, doch beide Hallen sind aufgrund der Klinkerbauweise einen Besuch wert. Um die Größenordnung der Halle der 51. Mittelschule im Vergleich zu den umstehenden Plattenbauten zu haben, kann man sich dieses Luftbild auf Wikipedia einmal angucken: in der oberen Bildmitte ist der Rundling und unten mittig zwischen dem vierfarbigen Block und dem hohen weißen Bau ist die Halle (graues Dach und etwas heller wirkendes Vordach) zu sehen. Übrigens verlief auch der Rückweg über Halle nach Merseburg problemlos und pünktlich.

Statistik:
Grounds Nr. 505 und 506 (zwei neue Grounds; diese Saison: 55 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 1.190-1.192 (diese Saison: 79)
Tageskilometer: 110 (90 Bahn, 20 Straßenbahn)
Saisonkilometer: 12.780 (8.170 Auto/ 2.090 Fahrrad/ 1.720 Bahn, Bus, Tram/ 800 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 83
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 228
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Sonntag, 7. November 2010
W223III: Der Fußballplatz mit der Mühle, und: Sieg von Sietzsch über Sennewitz
SpG Glesien/ Zwochau/ Zschernitz 1:8 SpG Naundorf/ Zschepplin
Sonntag 7. November 2010 – Anstoß 10.30
Liga: Nordsachsenliga der A-Junioren (5. Liga der 16-18jährigen)
Ergebnis: 1:8 nach 92 (45/47) Min. – Halbzeit: 0:4
Tore: 0:1 9. (11), 0:2 27. (11), 0:3 31. (11), 0:4 37. (9), 0:5 47. (9), 0:6 51. (7; Elfmeter im Nachschuss), 1:6 52. (10; Elfmeter), 1:7 57. (9), 1:8 67. (9)
Verwarnungen: 2x Glesien/ Zw./ Zs.
Platzverweise: keine
Besondere Vorkommnisse: 59. Torwart von Glesien/ Zw./ Zs. hält Elfmeter von Naundorf/ Zsc.
Sportanlage: Sportanlage an der Mühle (Kap. 1.200, davon 30 Sitzplätze)
Zuschauer: 15 (davon 7 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Für diese Jugendspielklasse ein wirklich starkes Spiel; der Gastgeber gab sein Bestes, doch der Gast war klar überlegen)
SV Sietzsch 3:1 1. SV Sennewitz
Sonntag 7. November 2010 – Anstoß 14.00
Liga: 2. Kreisklasse Saalekreis, Staffel 2 (12. Liga, 7. Amateurliga)
Ergebnis: 3:1 nach 95 (47/48) Min. – Halbzeit: 2:0
Tore: 1:0 17. (11; Elfmeter), 2:0 33. (6), 2:1 65. (Eigentor), 3:1 82. (12)
Verwarnungen: keine, Platzverweise: keine
Sportanlage: Sportplatz Lohnsdorf (Kap. 500 Stehplätze)
Zuschauer: 25 (keine Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Sietzsch in einem guten Spiel die deutlich bessere Mannschaft, jedoch Durchhänger von 45. bis 75. Minute)

Photos and English version:
a) SpG Glesien/ Zwochau/ Zschernitz 1:8 SpG Naundorf/ Zschepplin (Under-19)
b) SV Sietzsch 3:1 SV Sennewitz Reserve
Diesmal ging es bereits morgens los, da uns das Spiel in Sietzsch, wo es uns v.a. um den Besuch des Platzes ging, nicht reichte. Wir schauten erst im sächsischen Nachbarkreis Nordsachsen in Zwochau ein A-Junioren-Spiel. Es standen sich auf der höchsten Liga der Kreisebene zwei Spielgemeinschaften gegenüber. Die erste besteht aus Glesien, einem 1.400 Einwohner zählenden Ortsteil von Schkeuditz und Heimat des FV Glesien, aus Zwochau, heute Spielort; der SV Zwochau kommt aus der 1.000-Einwohner-Gemeinde nördlich des Leipziger Flughafens, und Zschernitz, wo die Union 47 Zschernitz herkommt, was der ortsansässige Verein des 500 Einwohner-Ortsteils der Gemeinde Neukyhna ist. Für Archäologen, die sich mit der Jungsteinzeit befassen, dürfte zumindest das dritte Mitglied der Spielgemeinschaft ein Begriff sein: dort wurde nämlich vor wenigen Jahren eine Tonfigur gefunden, die aufgrund ihrer auffälligen Darstellung eines Mannes für diese Kulturzeit etwas besonders war. Die andere Truppe hat Spieler vom SV Naundorf und dem SV Zschepplin. Beide Orte bilden mit mehreren anderen Dörfern eine Gemeinde mit Namen Zschepplin. Die 3.000 Einwohner wohnen auf einer gar nicht so kleinen Fläche nördlich von Leipzig.
Zwei kleine Sehenswürdigkeiten gibt es in Zwochau, dass sind die Kirche und die Windmühle. Direkt neben der Windmühle befindet sich der Fußballplatz, der ohne die Mühle und das geschickt auf einen Wall gebaute Sportlerheim mit einer fanfreundlichen Terrasse – alle Bänke und Tische mit Blick zum Spielfeld, dabei kann man sich Essen und Trinken durch die Theke durchreichen lassen – ein extrem eintöniger Ort wäre. Auf drei Seiten befinden sich öde, weite, flache Felder. So wie er besteht, ist er aber ein richtig netter Amateurground.
In der Nordsachsenliga ist die Dreiergemeinschaft von Glesien/ Zwochau/ Zschernitz aussichtslos abgeschlagen auf dem letzten Platz: nach 6 Spielen 3:39 Tore und noch kein Punkt, während die Kombination der beiden Vereine aus Zschepplin den zweiten Platz hinter Bad Düben (2 Punkte Rückstand auf den Aufstiegsplatz also) belegt. Das sah man, nachdem mehrere schwache Angriffe der Heimseite verpufft waren, auch deutlich. Nach neun Minuten war die Abwehr schon ausgehebelt und der 11er von Naundorf/ Zschepplin begann damit einen Hattrick zu machen, für den er nur 22 Minuten brauchte. Bis zur Pause stand es 0:4.
In Halbzeit zwei ging es richtig rund: ein überlegter Schuss ins lange Eck zum 0:5, ein Elfmeter – den man nicht unbedingt hätte geben müssen – saß erst im Nachschuss, nachdem der gute Torwart der Heimmannschaft, der nur wegen seiner schwachen Vordermannschaft zu viele Buden fing, den Ball an den Pfosten lenken konnte. Nur eine Minute später gab es für Glesien einen Elfer, der ebenfalls nicht richtig ersichtlich war, aber sicher verwandelt wurde. Bald stand es aber schon 1:7 durch einen Schuss unters Tordach und Naundorf bekam eine erneute Chance auf einen Treffer per Elfmeter. Der Elfer war ganz schlecht geschossen, doch den hätte nicht jeder Torwart so sicher festgehalten. Ein weiteres Mal musste er aber hinter sich greifen; das 1:8 war schließlich der Endstand.
Für ein Spiel dieser Spielklasse war es richtig gut, da der Unterlegene stets gegen hielt und der Gast eine wirklich gute Leistung zeigte. Richtige Durchhänger im Spielniveau gab es keine.

Für uns ging es weiter nach Landsberg, da in den ganzen verkommenen Käffern auf dem Weg kein Gasthaus und kein Imbiss offen hatten. In Landsberg war wenigstens der gute Dönerladen am Rathausplatz offen. Die türkische Pizza (Lahmacun) aßen wir dann am Platz in Sietzsch, einem kleinen Dorf südlich von Landsberg, das u.a. mit Lohnsdorf, wo sich die weitläufige Sportanlage mit drei Plätzen und etlichen Containern (Umkleiden, Sportlerheim etc.) befindet, einen Ortsteil von Landsberg bildet. Ohne die Bäume wäre die Platzanlage noch kahler. In Sietzsch gibt es übrigens eine ganz interessante Kirche, die zwar keinen Turm mehr hat, sodass die Glocken daneben angebracht wurden, aber ein schönes Barockinterieur mit interessantem Taufbecken.
Beim Kreisklassespiel des SV Sietzsch gegen den 1. SV Sennewitz II handelte es sich um ein Spitzenspiel, da der 2. gegen den 3. antrat. Wenn Sennewitz II verliert, dann haben sie 7 Punkte Rückstand auf den zweiten Aufstiegsplatz. Den Gast hatte ich zwei Mal an den letzten beiden Wochenenden spielen sehen und beide Male hatten sie mich nicht die Bohne überzeugt. Die Gastgeber aus Sietzsch sah ich zum ersten Mal und sie belagerten auch gleich das Tor der Sennewitzer. Diese waren zwar nicht chancenlos, doch hatten weit weniger vom flotten und unterhaltsamen Spiel als die Hausherren. Nach 17 Minuten trat ein Sennewitzer Verteidiger dem Ballführenden Sietzscher auf die Latschen, der kam zu Fall und erhielt mit Recht einen Elfmeter. Der Landsberger 11er verwandelte ganz sicher zum 1:0. Da schimpften die beiden Sennewitzer Schreihälse schon ganz gut, doch richtig geärgert haben sie die Trainer der Gastmannschaft erst nach dem 2:0, das zwar keineswegs aus Abseitsposition erzielt wurde – hatte man die Glotzen richtig aufgemacht so wie ich, hat man den kleingewachsenen Dreier vom SV Sennewitz bemerkt, der das Abseits auf der Zaunseite aufhob – aber für die Sennewitzer natürlich ohne Frage irregulär war.
Nach der Pause hatte Sietzsch dann leider ganz schön nachgelassen, was dem Gastverein ermöglichte einen Treffer in einer unübersichtlichen Aktion im Strafraum zu erzielen. Allerdings drückte ein Sietzscher den Ball unglücklich über die Linie, also hat Sennewitz eigentlich gar keinen Treffer selbst erzielt... Jedenfalls musste man sich einige Minuten Sorgen machen, dass Sennewitz den Sietzschern doch noch den Sieg nehmen würde, doch diese begannen ab der 75. wieder richtig Druck zu machen. Die Fans gingen mit, feuerten die Truppe an und schimpften über den immer unsicherer werdenden Schiri oder ärgerten die Gästespieler. Nach etlichen vergebenen Chancen saß dann ein Schuss zum 3:1. Mehrere weitere Angriffe hätten locker für ein 5:1 oder noch deutlicher gereicht, aber mit dem 3:1 hat Sietzsch seinen Aufstiegsplatz gefestigt – sogar die Tabellenführung übernommen! – und allen anwesenden Fans ein schönes Spiel gezeigt.
Unter den wenigen Anwesenden am Spielfeldrand war auch ein bekanntes Gesicht der Groundhoppingszene aus Landsberg: der hatte die Andeutung im Bericht vom letzten Sonntag schon ganz richtig gedeutet und sich schon gedacht, wenn er in Lohnsdorf treffen würde. Was ich nicht gedacht hätte, war dass das Durchschnittsalter des Publikums so jung war: da waren kaum Rentner da und schon gab es aus der Reihe der 25 Zuschauer wenig Gemecker und dafür viele richtige Anfeuerungsrufe für den SV Sietzsch und zünftige Zurufe gegen die Gästespieler. Besonders lustig sind dabei natürlich ein Zwei-Mann-Wechselgesang „SV Sietzsch – SV Sietzsch“ und ein bekannter Spruch der im studi.VZ über 600 Mitglieder in der entsprechenden Gruppe zählt: „Deine Mutter zieht LKWs auf DSF“...
Auf jeden Fall war das heute wieder eine lohnende Tour mit einem deutlich ausgegangenen aber guten Spiel auf einem schönen Platz und einem engeren Spiel in lustiger Atmosphäre.

Statistik:
Ground Nr. 495 (zwei neue Grounds; diese Saison: 45 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 1.173 und Nr. 1.174 (diese Saison: 61)
Tageskilometer: 90 (Rad)
Saisonkilometer: 11.810 (8.170 Auto/ 1.840 Fahrrad/ 1.000 Bahn, Bus, Tram/ 800 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 80
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 223
Sonntag 7. November 2010 – Anstoß 10.30
Liga: Nordsachsenliga der A-Junioren (5. Liga der 16-18jährigen)
Ergebnis: 1:8 nach 92 (45/47) Min. – Halbzeit: 0:4
Tore: 0:1 9. (11), 0:2 27. (11), 0:3 31. (11), 0:4 37. (9), 0:5 47. (9), 0:6 51. (7; Elfmeter im Nachschuss), 1:6 52. (10; Elfmeter), 1:7 57. (9), 1:8 67. (9)
Verwarnungen: 2x Glesien/ Zw./ Zs.
Platzverweise: keine
Besondere Vorkommnisse: 59. Torwart von Glesien/ Zw./ Zs. hält Elfmeter von Naundorf/ Zsc.
Sportanlage: Sportanlage an der Mühle (Kap. 1.200, davon 30 Sitzplätze)
Zuschauer: 15 (davon 7 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Für diese Jugendspielklasse ein wirklich starkes Spiel; der Gastgeber gab sein Bestes, doch der Gast war klar überlegen)
SV Sietzsch 3:1 1. SV Sennewitz
Sonntag 7. November 2010 – Anstoß 14.00
Liga: 2. Kreisklasse Saalekreis, Staffel 2 (12. Liga, 7. Amateurliga)
Ergebnis: 3:1 nach 95 (47/48) Min. – Halbzeit: 2:0
Tore: 1:0 17. (11; Elfmeter), 2:0 33. (6), 2:1 65. (Eigentor), 3:1 82. (12)
Verwarnungen: keine, Platzverweise: keine
Sportanlage: Sportplatz Lohnsdorf (Kap. 500 Stehplätze)
Zuschauer: 25 (keine Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Sietzsch in einem guten Spiel die deutlich bessere Mannschaft, jedoch Durchhänger von 45. bis 75. Minute)

Photos and English version:
a) SpG Glesien/ Zwochau/ Zschernitz 1:8 SpG Naundorf/ Zschepplin (Under-19)
b) SV Sietzsch 3:1 SV Sennewitz Reserve
Diesmal ging es bereits morgens los, da uns das Spiel in Sietzsch, wo es uns v.a. um den Besuch des Platzes ging, nicht reichte. Wir schauten erst im sächsischen Nachbarkreis Nordsachsen in Zwochau ein A-Junioren-Spiel. Es standen sich auf der höchsten Liga der Kreisebene zwei Spielgemeinschaften gegenüber. Die erste besteht aus Glesien, einem 1.400 Einwohner zählenden Ortsteil von Schkeuditz und Heimat des FV Glesien, aus Zwochau, heute Spielort; der SV Zwochau kommt aus der 1.000-Einwohner-Gemeinde nördlich des Leipziger Flughafens, und Zschernitz, wo die Union 47 Zschernitz herkommt, was der ortsansässige Verein des 500 Einwohner-Ortsteils der Gemeinde Neukyhna ist. Für Archäologen, die sich mit der Jungsteinzeit befassen, dürfte zumindest das dritte Mitglied der Spielgemeinschaft ein Begriff sein: dort wurde nämlich vor wenigen Jahren eine Tonfigur gefunden, die aufgrund ihrer auffälligen Darstellung eines Mannes für diese Kulturzeit etwas besonders war. Die andere Truppe hat Spieler vom SV Naundorf und dem SV Zschepplin. Beide Orte bilden mit mehreren anderen Dörfern eine Gemeinde mit Namen Zschepplin. Die 3.000 Einwohner wohnen auf einer gar nicht so kleinen Fläche nördlich von Leipzig.
Zwei kleine Sehenswürdigkeiten gibt es in Zwochau, dass sind die Kirche und die Windmühle. Direkt neben der Windmühle befindet sich der Fußballplatz, der ohne die Mühle und das geschickt auf einen Wall gebaute Sportlerheim mit einer fanfreundlichen Terrasse – alle Bänke und Tische mit Blick zum Spielfeld, dabei kann man sich Essen und Trinken durch die Theke durchreichen lassen – ein extrem eintöniger Ort wäre. Auf drei Seiten befinden sich öde, weite, flache Felder. So wie er besteht, ist er aber ein richtig netter Amateurground.
In der Nordsachsenliga ist die Dreiergemeinschaft von Glesien/ Zwochau/ Zschernitz aussichtslos abgeschlagen auf dem letzten Platz: nach 6 Spielen 3:39 Tore und noch kein Punkt, während die Kombination der beiden Vereine aus Zschepplin den zweiten Platz hinter Bad Düben (2 Punkte Rückstand auf den Aufstiegsplatz also) belegt. Das sah man, nachdem mehrere schwache Angriffe der Heimseite verpufft waren, auch deutlich. Nach neun Minuten war die Abwehr schon ausgehebelt und der 11er von Naundorf/ Zschepplin begann damit einen Hattrick zu machen, für den er nur 22 Minuten brauchte. Bis zur Pause stand es 0:4.
In Halbzeit zwei ging es richtig rund: ein überlegter Schuss ins lange Eck zum 0:5, ein Elfmeter – den man nicht unbedingt hätte geben müssen – saß erst im Nachschuss, nachdem der gute Torwart der Heimmannschaft, der nur wegen seiner schwachen Vordermannschaft zu viele Buden fing, den Ball an den Pfosten lenken konnte. Nur eine Minute später gab es für Glesien einen Elfer, der ebenfalls nicht richtig ersichtlich war, aber sicher verwandelt wurde. Bald stand es aber schon 1:7 durch einen Schuss unters Tordach und Naundorf bekam eine erneute Chance auf einen Treffer per Elfmeter. Der Elfer war ganz schlecht geschossen, doch den hätte nicht jeder Torwart so sicher festgehalten. Ein weiteres Mal musste er aber hinter sich greifen; das 1:8 war schließlich der Endstand.
Für ein Spiel dieser Spielklasse war es richtig gut, da der Unterlegene stets gegen hielt und der Gast eine wirklich gute Leistung zeigte. Richtige Durchhänger im Spielniveau gab es keine.

Für uns ging es weiter nach Landsberg, da in den ganzen verkommenen Käffern auf dem Weg kein Gasthaus und kein Imbiss offen hatten. In Landsberg war wenigstens der gute Dönerladen am Rathausplatz offen. Die türkische Pizza (Lahmacun) aßen wir dann am Platz in Sietzsch, einem kleinen Dorf südlich von Landsberg, das u.a. mit Lohnsdorf, wo sich die weitläufige Sportanlage mit drei Plätzen und etlichen Containern (Umkleiden, Sportlerheim etc.) befindet, einen Ortsteil von Landsberg bildet. Ohne die Bäume wäre die Platzanlage noch kahler. In Sietzsch gibt es übrigens eine ganz interessante Kirche, die zwar keinen Turm mehr hat, sodass die Glocken daneben angebracht wurden, aber ein schönes Barockinterieur mit interessantem Taufbecken.
Beim Kreisklassespiel des SV Sietzsch gegen den 1. SV Sennewitz II handelte es sich um ein Spitzenspiel, da der 2. gegen den 3. antrat. Wenn Sennewitz II verliert, dann haben sie 7 Punkte Rückstand auf den zweiten Aufstiegsplatz. Den Gast hatte ich zwei Mal an den letzten beiden Wochenenden spielen sehen und beide Male hatten sie mich nicht die Bohne überzeugt. Die Gastgeber aus Sietzsch sah ich zum ersten Mal und sie belagerten auch gleich das Tor der Sennewitzer. Diese waren zwar nicht chancenlos, doch hatten weit weniger vom flotten und unterhaltsamen Spiel als die Hausherren. Nach 17 Minuten trat ein Sennewitzer Verteidiger dem Ballführenden Sietzscher auf die Latschen, der kam zu Fall und erhielt mit Recht einen Elfmeter. Der Landsberger 11er verwandelte ganz sicher zum 1:0. Da schimpften die beiden Sennewitzer Schreihälse schon ganz gut, doch richtig geärgert haben sie die Trainer der Gastmannschaft erst nach dem 2:0, das zwar keineswegs aus Abseitsposition erzielt wurde – hatte man die Glotzen richtig aufgemacht so wie ich, hat man den kleingewachsenen Dreier vom SV Sennewitz bemerkt, der das Abseits auf der Zaunseite aufhob – aber für die Sennewitzer natürlich ohne Frage irregulär war.
Nach der Pause hatte Sietzsch dann leider ganz schön nachgelassen, was dem Gastverein ermöglichte einen Treffer in einer unübersichtlichen Aktion im Strafraum zu erzielen. Allerdings drückte ein Sietzscher den Ball unglücklich über die Linie, also hat Sennewitz eigentlich gar keinen Treffer selbst erzielt... Jedenfalls musste man sich einige Minuten Sorgen machen, dass Sennewitz den Sietzschern doch noch den Sieg nehmen würde, doch diese begannen ab der 75. wieder richtig Druck zu machen. Die Fans gingen mit, feuerten die Truppe an und schimpften über den immer unsicherer werdenden Schiri oder ärgerten die Gästespieler. Nach etlichen vergebenen Chancen saß dann ein Schuss zum 3:1. Mehrere weitere Angriffe hätten locker für ein 5:1 oder noch deutlicher gereicht, aber mit dem 3:1 hat Sietzsch seinen Aufstiegsplatz gefestigt – sogar die Tabellenführung übernommen! – und allen anwesenden Fans ein schönes Spiel gezeigt.
Unter den wenigen Anwesenden am Spielfeldrand war auch ein bekanntes Gesicht der Groundhoppingszene aus Landsberg: der hatte die Andeutung im Bericht vom letzten Sonntag schon ganz richtig gedeutet und sich schon gedacht, wenn er in Lohnsdorf treffen würde. Was ich nicht gedacht hätte, war dass das Durchschnittsalter des Publikums so jung war: da waren kaum Rentner da und schon gab es aus der Reihe der 25 Zuschauer wenig Gemecker und dafür viele richtige Anfeuerungsrufe für den SV Sietzsch und zünftige Zurufe gegen die Gästespieler. Besonders lustig sind dabei natürlich ein Zwei-Mann-Wechselgesang „SV Sietzsch – SV Sietzsch“ und ein bekannter Spruch der im studi.VZ über 600 Mitglieder in der entsprechenden Gruppe zählt: „Deine Mutter zieht LKWs auf DSF“...
Auf jeden Fall war das heute wieder eine lohnende Tour mit einem deutlich ausgegangenen aber guten Spiel auf einem schönen Platz und einem engeren Spiel in lustiger Atmosphäre.

Statistik:
Ground Nr. 495 (zwei neue Grounds; diese Saison: 45 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 1.173 und Nr. 1.174 (diese Saison: 61)
Tageskilometer: 90 (Rad)
Saisonkilometer: 11.810 (8.170 Auto/ 1.840 Fahrrad/ 1.000 Bahn, Bus, Tram/ 800 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 80
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 223
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