MTV
Weferlingen 1881 |
6 : 1 (2:0) |
SG Klinze/
Ribbensdorf |
-
Datum: Samstag, 28. September 2024 – Beginn: 15.00 - Tore: 1-0 11. Gahl, 2-0 23. Brandt, 3-0 49. Gahl (Elfmeter),
4-0 55.Kaczmarek, 5-0 61. Kaczmarek, 6-0 64. Gahl (Elfmeter), 6-1 67.
Prusseit - Verwarnungen: keine (?) - Platzverweise: keine -
Austragungsort: Stadion des Friedens Weferlingen (Kap. 1.250, davon 150
Sitzplätze) -
Spielbewertung: 6,5/10 |
TK Fichte
Helmstedt von 1893 (B-Jugend) |
0 : 10 (0:5) |
FC Türk Gücü
Helmstedt 1989 (B-Jugend) |
-
Datum: Samstag, 28. September 2024 – Beginn: 11.00 - Tore: 0-1 4. Almetwali, 0-2 10. Chamdin, 0-3 18. Greulich
(Eigentor), 0-4 21. Chamdin, 0-5 29. Almetwali, 0-6 45. Alawi, 0-7 50. Fadool,
0-8 60. Jost (Eigentor), 0-9 63. Alawi, 0-10 79. Aksu - Verwarnungen: mind. je 1 pro Team - Platzverweise: keine -
Austragungsort: Sportanlage Turnklub Fichte (Kap. 500 Stehplätze) -
Spielbewertung: 6,0/10 |
Photos with English commentary: a) Fichte Helmstedt Under-17 vs. FC Helmstedt b)
Weferlingen First XI vs. Klinze/ Ribbensdorf |
Am Samstag gab es eine für mich trotz starkem Westwind und
einigen Schauern recht einfache Radtour zu zwei Nachbarschaftsderbys – eines im
Westen, das andere im Osten. Zwischen den Spielen schaute ich mich noch etwas
in Helmstedt um und ging dort sehr gut und preislich angemessen im „Özcelik
Gourmet Imbiss“ essen. Nach dem Spiel in Weferlingen schaute ich mir mal den
Friedhof an, welcher deutlich von den beiden Kirchen entfernt unweit der
Sporthalle und des Gymnasiums liegt. Ein Teil der älteren Gräber wurde
abgerissen, die auffällig vielen Kindergräber aus der ersten Hälfte des 20.
Jahrhunderts sind auch sehr ungepflegt. Bei einem Ort, der seinen einwohnermäßigen
Höhepunkt vor vielen Jahrzehnten hatte und nun nicht mal mehr die Hälfte der
damaligen Zahl erreicht, ist das aber nicht so ungewöhnlich, dass es da so
aufgegeben aussieht... |
Das U17-Spiel in Helmstedt fand auf dem mit kleiner Stehtribüne
versehenen Platz des Turn-Klub Fichte statt. Außer auf der Längsseite mit
Stufe und Wall kann man als Zuschauer nicht stehen. Fichte trat nur zu neunt
an, der türkische Gegner war zwar spielerisch schwach, überlief die
dezimierte Heimmannschaft jedoch immer wieder und führte so schon 5:0 bei
Pause. Nach dem Seitenwechsel erhöhten sie sogar den Druck. Nur weil Fichte
sehr hoch stand und so Abseitsstellungen provozierte, die der sehr sichere
Schiri auch immer pfiff – ab und an hatte ich sogar Zweifel: bei gleicher
Höhe hat er sicher auch abgepfiffen – blieb die Niederlage bei einem 0:10 nur
knapp zweistellig. FC TG schoss drei oder vier Abseitstore. |
Dann das Gemeindederby zwischen Weferlingen, dem zweitgrößten Ort
der Stadt bzw. Gemeinde Oebisfelde-Weferlingen, und Klinze-Ribbensdorf, zwei
direkten bzw. indirekten Nachbardörfern in derselben Gemeinde. Über Feldwege
führte sogar ein direkter Weg von Weferlingen nach Klinze. Feld- und Waldwege
führen auch zum Stadion des Friedens im Wald von Weferlingen. Dort fanden
auch 170, 180 Zuschauer ihren Weg – mir schienen aber nicht so viele aus
Klinze bzw. Ribbensdorf gekommen zu sein. Der noch sieglose Vorletzte war
hier auch klar in der Außenseiterrolle. Weferlingen machte von Beginn an
Druck und brauchte nicht einmal eine Viertelstunde, ehe sie das 1:0
erzielten. 2:0 bei Halbzeit und nach dem Seitenwechsel schnell 4:0. Nach dem
6:0 kam der Gast mal durch einen Abstimmungsfehler der Abwehr zum Ehrentor,
aber mehr war nicht drin. Die gerade für ein Derby faire Partie wurde
ausnahmsweise für die Liga von einem kompletten Gespann geleitet – man befürchtete
wohl Meinungsverschiedenheiten wie bei Irxleben II... Klinze/Ribbensdorf ist leider klar ein Abstiegskandidat. Der MTV Weferlingen
hingegen hat dann in der kommenden Woche mit der Partie in Süplingen ein ganz
anderes Kaliber vor der Brust: den ungeschlagenen Tabellenführer... |
Statistik: - Grounds: 3.706 (1 neuer; diese
Saison: 45 neue) - Sportveranstaltungen: 5.201 (2; diese Saison: 76) - Tourkilometer: 40 (40km Rad) - Saisonkilometer: 9.810 (8.890 Auto, davon 0 Mietwagen/ 920
Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 67 [letzte
Serie: 54, Rekordserie ohne 0-0: 178] -
Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des
Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 196 Wochen in Folge [letzte Serie: 30
Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW
11/2020]. |
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Montag, 30. September 2024
W3.0196II: Derbys rechts und links der ehemaligen Grenze
Montag, 5. Oktober 2015
W479V: Die Spechte hacken die Fichten weg
VfB Fichte Bielefeld ....................................... 0
Sportverein Spexard 1950 ............................. 2
- Datum: Sonntag, 4. Oktober 2015 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Verbandsliga Westfalen (6. Liga, 1. Amateurliga)
- Ergebnis: 0-2 nach 92 Min. (45/47) – Halbzeit: 0-0
- Tore: 0-1 50. Philip Kunde, 0-2 85. Justin Kemper
- Verwarnungen: Valon Gashi (Fichte); Simon Fentroß, Björn Berenbrinker (Spexard)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Stadion Rußheide (Kap. 9.000, davon 1.500 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 200 (davon 150 zahlende und ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 3,0/10 (Not gegen Elend, die weniger schlechte Mannschaft siegte verdient)
Photos with English Commentary:
a) Amateur Football: Fichte Bielefeld v SV Spexard
b) Soester Börde: Körtlinghausen Palace
Meine Eltern machten sich wieder auf den Weg nach Rostock, doch bevor sich unsere Wege bis Weihnachten trennen, fuhren wir noch gemeinsam nach Bielefeld, was ja fast der halbe Weg von Bonn an die Ostsee ist. Außerdem konnte man dort einen interessanten Ground kreutzen: das fast 50 Jahre alte Stadion Rußheide. Noch älter ist natürlich das Schloss Körtlinghausen, das wir uns vor dem Spiel noch anguckten: die barocke Anlage besteht aus mehreren, mit prunkvollen Wappen verzierten Anlagen und einem weitläufigen Weideland mit alten Eichen und Obstbäumen. Eine richtig schöne und erfreulicherweise auch in Teilen zugängliche Anlage!
Ebenfalls vor dem Spiel stand die komplizierte Essenssuche an: im Umfeld des Stadions konnten wir nur einen Dönerladen auftreiben (Heeper Str. Ecke Huberstr.), aber der war auch gut und preisgünstig. Bielefeld ist aber echt ein Scheißkaff was Gastronomie angeht…
Was das Stadion angeht, so ist es wohl das schönste in der Stadt. Allemal besser als die Alm: die sechs bis acht Stehstufen die ringsherum laufen sind zwar nicht so spektakulär und auch die Bäume drumherum sind höchstens Beiwerk, aber die Haupttribüne mit ihren sieben Reihen Kunststoffbänke, der niedrigen Überdachung, der Verglasung, den Türen und dem Sprecherturm lohnt die 6€ (weitreichende Ermäßigungen: 4€) Eintritt. Interessant ist auch der Eingangsbereich mit den Überdachungen und engen Durchgängen.
Das Spiel war dann leider Not gegen Elend: zwei Teams des hinteren Mittelfeldes zeigten wenig, einzig der Gast aus Spexard hatte gute Gelegenheiten. Der ersatzgeschwächte Gastgeber, der zwar nette Wortspiele mit seinem Namen macht – „Fichte, Tanne, Nadelholz“ – aber genau weiß, dass der Vereinsname auf den sächsischen Turnpionier Johann Gottlob Fichte zurückgeht, erschien kaum vorm Kasten der Spexarder (Spechtswald). Die Spechte trafen dann kurz nach der Pause und entschieden das Spiel mit einem Tor in der Schlussphase.
Während meine Eltern mit ihrem Mietwagen nach Nordosten fuhren, fuhr ich mit meinem Studententicket per Bahn nach Südwesten. Trotz eines Stellwerkbrandes waren meine Züge via Hamm und Köln „nur“ 30 Minuten verspätet, die Straßenbahn nach Bonn war sogar pünktlich (aber ein langsamer Ersatz für die durch Schienenersatzverkehr ersetzten Regionalbahnen), sodass ich nach „bloß“ 4 Stunden 45 Minuten auf der Piste wieder in Bonn auf der Matte stand…
Statistik:
- Grounds: 1.469 (1 neuer; diese Saison: 54 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.499 (1; diese Saison: 65)
- Tageskilometer: 520 (270km Mietwagen, 250 Bahn und Straßenbahn)
- Saisonkilometer: 20.260 (11.430 Auto, davon 4.630 Mietwagen/ 6.620 Flugzeug/ 1.710 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 720 Fahrrad/ 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 60 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 479.
Sportverein Spexard 1950 ............................. 2
- Datum: Sonntag, 4. Oktober 2015 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Verbandsliga Westfalen (6. Liga, 1. Amateurliga)
- Ergebnis: 0-2 nach 92 Min. (45/47) – Halbzeit: 0-0
- Tore: 0-1 50. Philip Kunde, 0-2 85. Justin Kemper
- Verwarnungen: Valon Gashi (Fichte); Simon Fentroß, Björn Berenbrinker (Spexard)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Stadion Rußheide (Kap. 9.000, davon 1.500 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 200 (davon 150 zahlende und ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 3,0/10 (Not gegen Elend, die weniger schlechte Mannschaft siegte verdient)
Photos with English Commentary: a) Amateur Football: Fichte Bielefeld v SV Spexard
b) Soester Börde: Körtlinghausen Palace
Meine Eltern machten sich wieder auf den Weg nach Rostock, doch bevor sich unsere Wege bis Weihnachten trennen, fuhren wir noch gemeinsam nach Bielefeld, was ja fast der halbe Weg von Bonn an die Ostsee ist. Außerdem konnte man dort einen interessanten Ground kreutzen: das fast 50 Jahre alte Stadion Rußheide. Noch älter ist natürlich das Schloss Körtlinghausen, das wir uns vor dem Spiel noch anguckten: die barocke Anlage besteht aus mehreren, mit prunkvollen Wappen verzierten Anlagen und einem weitläufigen Weideland mit alten Eichen und Obstbäumen. Eine richtig schöne und erfreulicherweise auch in Teilen zugängliche Anlage!
Ebenfalls vor dem Spiel stand die komplizierte Essenssuche an: im Umfeld des Stadions konnten wir nur einen Dönerladen auftreiben (Heeper Str. Ecke Huberstr.), aber der war auch gut und preisgünstig. Bielefeld ist aber echt ein Scheißkaff was Gastronomie angeht…
Was das Stadion angeht, so ist es wohl das schönste in der Stadt. Allemal besser als die Alm: die sechs bis acht Stehstufen die ringsherum laufen sind zwar nicht so spektakulär und auch die Bäume drumherum sind höchstens Beiwerk, aber die Haupttribüne mit ihren sieben Reihen Kunststoffbänke, der niedrigen Überdachung, der Verglasung, den Türen und dem Sprecherturm lohnt die 6€ (weitreichende Ermäßigungen: 4€) Eintritt. Interessant ist auch der Eingangsbereich mit den Überdachungen und engen Durchgängen.
Das Spiel war dann leider Not gegen Elend: zwei Teams des hinteren Mittelfeldes zeigten wenig, einzig der Gast aus Spexard hatte gute Gelegenheiten. Der ersatzgeschwächte Gastgeber, der zwar nette Wortspiele mit seinem Namen macht – „Fichte, Tanne, Nadelholz“ – aber genau weiß, dass der Vereinsname auf den sächsischen Turnpionier Johann Gottlob Fichte zurückgeht, erschien kaum vorm Kasten der Spexarder (Spechtswald). Die Spechte trafen dann kurz nach der Pause und entschieden das Spiel mit einem Tor in der Schlussphase.
Während meine Eltern mit ihrem Mietwagen nach Nordosten fuhren, fuhr ich mit meinem Studententicket per Bahn nach Südwesten. Trotz eines Stellwerkbrandes waren meine Züge via Hamm und Köln „nur“ 30 Minuten verspätet, die Straßenbahn nach Bonn war sogar pünktlich (aber ein langsamer Ersatz für die durch Schienenersatzverkehr ersetzten Regionalbahnen), sodass ich nach „bloß“ 4 Stunden 45 Minuten auf der Piste wieder in Bonn auf der Matte stand…
Statistik:- Grounds: 1.469 (1 neuer; diese Saison: 54 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.499 (1; diese Saison: 65)
- Tageskilometer: 520 (270km Mietwagen, 250 Bahn und Straßenbahn)
- Saisonkilometer: 20.260 (11.430 Auto, davon 4.630 Mietwagen/ 6.620 Flugzeug/ 1.710 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 720 Fahrrad/ 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 60 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 479.
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SV Spexard
Sonntag, 23. Januar 2011
W234II: Sportnachmittag zum Abgewöhnen; schwache Spieler, parteiische Schiris und ein nicht angetretener Gastverein
Nietlebener SV Askania 13:21 BSV Fichte Erdeborn II
Sonntag, 23. Januar 2011 - Anwurf 15.45
1. Kreisklasse A, Saalekreis/ Halle/ Burgenland/ Mansfeld-Südharz (10. Liga, 7. und unterste Amateurliga)
Ergebnis: 13:21 nach 60 Min. – Halbzeit: 8:9
Torfolge: 2-0, 2-2, 4-2, 4-4, 5-4, 5-6, 6-6, 6-7, 8-7, 8-9; 8-10, 9-10, 9-11, 10-11, 10-12, 11-12, 11-14, 12-14, 12-18, 13-18, 13-21
Verwandelte 7-Meter: 2 von 3 Askania, 5 v. 5 Fichte
Verwarnungen: 2x Askania; 3x Fichte
Zeitstrafen: 3x Nr. 11, 3x Nr. 10, 1x Nr. 4, 1x Nr. 3 (Askania = 24 Minuten); niemand (Fichte = 0 Minuten)
Platzverweise: Nr. 11, Nr. 10, Nr. 3 (alle Askania)
Spielort: Sporthalle Südstadt/ Mannheimer Straße (Kap. 100 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 20 Gästefans)
Unterhaltungswert: 2,0/10 (Beide Mannschaften auch für diese Spielklasse im Niveau schwach, doch die „Un“parteiischen waren die Allerschwächsten)
ESC 04 Saalebulls Halle --:-- IceFighters Leipzig
Geplant Sonntag, 23. Januar 2011 - Anbully 18.00
Spiel abgesagt: Leipzig hatte Schis..., äh krankheitsbedingt zu wenige Spieler

Photos and English version:
Handball in Halle-Südstadt: Askania Nietleben vs. Fichte Erdeborn II
Halle-Südstadt ist nicht unbedingt das hallesche Viertel, das für hohe Wohnqualität und feine Nachbarschaft steht. Zwischen sanierten und unsanierten Plattenbauten befinden sich zwei Sporthallen: außen sind die weißen Wände besprayt, innen ist zumindest die größere Halle ordentlicher. Ein typischer kastenförmiger Bau mit hoher Decke, die in den letzten Jahren mit einer Stahlkonstruktion nachgebessert wurde, braunem Parkett und schönen Backsteinmauern. Die eine oder andere Wandplatte hat schon ein Loch, doch die Bänke, die 100 Zuschauern Platz bieten, sind alle in einem guten Zustand. Auf jeden Fall ist die Halle Südstadt in der Mannheimer Straße ein sehenswerter Bau.
Als wir ankamen, gingen die Spielerinnen von TSV Süd - einige auffällige Anhänger des Vereins passten prima ins Bild, das man von diesem Viertel hat - und die Spieler des SV Askania Nietleben, die mit einigem Rückstand auf Aufstiegsplatzinhaber Dieskau-Zwintschöna II den 2. Rang der Kreisklasse A belegen und die nach Turnpionier und Pädagoge Fichte benannte Erdeborner Reserve, die sich nur auf Rang 7 von 8 befindet, kamen.
Von der Leistungskluft, die die Tabellensituation vorgaukelt, war nichts zu sehen: beide Mannschaften spielten eine mittelmäßige erste Halbzeit, die spannend und ausgeglichen war und die üblichen Fehler in dieser untersten Amateurklasse zu bieten hatte. Ein paar schöne Tore und sehenswerte Angriffe gab es natürlich auch von Zeit zu Zeit.
Das Niveau in der zweiten Hälfte sackte aber enorm ab. Die Gäste aus Erdeborn führten nun konstant mit drei Toren, obwohl sie noch mehr Fehler in der Ballbehandlung zeigten. Ab Mitte der zweiten Hälfte wurde das Spiel zu einer richtigen Farce, was mit einer Schwalbe des 7ers von Erdeborn begann: er blockierte den Ball und ließ sich, als ein Nietlebener den Ball nehmen wollte, fallen. Die Schiris gaben deshalb völlig zu Unrecht zwei Minuten gegen den Nietlebener und stellten ihn, nachdem er sich beschwerte, vom Platz. Bei dieser einen Fehlentscheidung, die die Nietlebener Personaldecke noch mehr schwächte, blieb es aber nicht: nun wurden zwei irreguläre Tore der Gäste anerkannt und hirnrissige Zeitstrafen gegen die Heimmannschaft ausgesprochen.
Nach der zweiten Disqualifikation für Nietleben war klar, worauf das Spiel hinaus lief: Erdeborn sollte so hoch wie möglich gewinnen. Da sie nun über 10 Minuten in Überzahl spielten, zogen sie auch immer weiter davon. Ab der 56. Minuten spielten sie ununterbrochen in Überzahl, da nun der dritte Feldverweis für Askania folgte und Nietleben nur zwei Auswechsler hatte. Die dritte rote Karte war eine direkt Rote - und zwar für eines der wenigen Zwei-Minuten-würdigen Fouls. Peinlich, wie unsportlich sich einige der Gästespieler auch verhielten, indem sie Pfiffe nach angeblichen Fouls forderten, die die zwei Schiedsrichter so wie so zu ihren Gunsten entschieden hätten. Am Ende gewann Erdeborn mit 13:21, obwohl sie kaum besser als Nietleben waren. Erstrecht peinlich war dabei, wie der Gästeanhang - der allerdings in einer wirklich respektablen Anzahl nach Halle reiste - die Mannschaft mit großem Applaus und Lärm feierte. Zwischen der I. Mannschaft von Fichte (5. von 13 in der Verbandsliga) und II. liegen ohnehin Welten im Niveau.
Die Schiris waren übrigens wie die Gastmannschaft aus dem Kreis Mansfeld-Südharz, genauer gesagt kamen die selbsternannten Unparteiischen von Klostermansfeld. Da das Nietlebener Publikum sehr lahm ist, ging diese offensichtliche Nachbarschaftshilfe gut über die Bühne: ein paar verärgerte Zwischenrufe – und das war’s. Allerdings habe ich dabei den Eindruck, dass die Leute auch eher resigniert haben, da derlei offensichtliche Verschiebereien willkürlich und parteiisch agierender Schiedsrichter im Handballkreis an der Tagesordnung sind. So was ist bei vergleichbaren Fußball- und Basketballligen nur sehr selten finden, aber beim Handball jedes Wochenende.

Nach dieser wirklich schwachen Sportveranstaltung sollte es weiter zum Eishockey gehen, da das ewige Derby zwischen Halle und Leipzig auf dem Programm stand. Doch an der Eissporthalle angekommen lungerten ein paar Fans herum und verwiesen auf den Aushang: „Spielausfall [...]“. Der Bankrottklub aus Leipzig hat angeblich nicht genug Spieler wegen mehrerer Magen-Darm-Erkrankter. Manche munkelten etwas von „Schiss in der Hose“... Wie auch immer; man weiß eigentlich auch schon mehr als 6 Stunden vor Anpfiff, dass man keine Mannschaft zusammenkriegt: wirklich eine Unverschämtheit dieser Gurkentruppe aus Leipzig, erst um 12 Uhr das Spiel abzusagen! So werde ich mir halt in ein paar Wochen mal ein anderes Spiel der Saalebulls, die die Liga beispiellos dominieren, anschauen.
Alles in Allem war das heute ein Sportnachmittag zum Abgewöhnen.
Was weitere Planung angeht, kann ich nur sagen, dass mir für nächsten Samstag Böses schwant: Fußball in Großörner und Handball in Klostermansfeld stehen auf dem Programm – und es würde mich nicht wundern, wenn das Fußballspiel wegen angeblicher Unbespielbarkeit eines wirklich guten Platzes abgesagt würde, ich dann zu einem stinklangweiligen Vorspiel nach Klostermansfeld komme und im Hauptspiel dann Erdeborner Schiris das Spiel zugunsten des BSV verschieben...

Statistik:
Grounds Nr. 517 (ein neuer Ground; diese Saison: 67 neue)
Sportveranstaltung Nr. 1.211 (diese Saison: 98)
Tageskilometer: 40 Rad
Saisonkilometer: 18.080 (12.070 Auto/ 2.940 Bahn, Bus, Tram/ 2.270 Fahrrad/ 800 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 84
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 234
Sonntag, 23. Januar 2011 - Anwurf 15.45
1. Kreisklasse A, Saalekreis/ Halle/ Burgenland/ Mansfeld-Südharz (10. Liga, 7. und unterste Amateurliga)
Ergebnis: 13:21 nach 60 Min. – Halbzeit: 8:9
Torfolge: 2-0, 2-2, 4-2, 4-4, 5-4, 5-6, 6-6, 6-7, 8-7, 8-9; 8-10, 9-10, 9-11, 10-11, 10-12, 11-12, 11-14, 12-14, 12-18, 13-18, 13-21
Verwandelte 7-Meter: 2 von 3 Askania, 5 v. 5 Fichte
Verwarnungen: 2x Askania; 3x Fichte
Zeitstrafen: 3x Nr. 11, 3x Nr. 10, 1x Nr. 4, 1x Nr. 3 (Askania = 24 Minuten); niemand (Fichte = 0 Minuten)
Platzverweise: Nr. 11, Nr. 10, Nr. 3 (alle Askania)
Spielort: Sporthalle Südstadt/ Mannheimer Straße (Kap. 100 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 20 Gästefans)
Unterhaltungswert: 2,0/10 (Beide Mannschaften auch für diese Spielklasse im Niveau schwach, doch die „Un“parteiischen waren die Allerschwächsten)
ESC 04 Saalebulls Halle --:-- IceFighters Leipzig
Geplant Sonntag, 23. Januar 2011 - Anbully 18.00
Spiel abgesagt: Leipzig hatte Schis..., äh krankheitsbedingt zu wenige Spieler

Photos and English version:
Handball in Halle-Südstadt: Askania Nietleben vs. Fichte Erdeborn II
Halle-Südstadt ist nicht unbedingt das hallesche Viertel, das für hohe Wohnqualität und feine Nachbarschaft steht. Zwischen sanierten und unsanierten Plattenbauten befinden sich zwei Sporthallen: außen sind die weißen Wände besprayt, innen ist zumindest die größere Halle ordentlicher. Ein typischer kastenförmiger Bau mit hoher Decke, die in den letzten Jahren mit einer Stahlkonstruktion nachgebessert wurde, braunem Parkett und schönen Backsteinmauern. Die eine oder andere Wandplatte hat schon ein Loch, doch die Bänke, die 100 Zuschauern Platz bieten, sind alle in einem guten Zustand. Auf jeden Fall ist die Halle Südstadt in der Mannheimer Straße ein sehenswerter Bau.
Als wir ankamen, gingen die Spielerinnen von TSV Süd - einige auffällige Anhänger des Vereins passten prima ins Bild, das man von diesem Viertel hat - und die Spieler des SV Askania Nietleben, die mit einigem Rückstand auf Aufstiegsplatzinhaber Dieskau-Zwintschöna II den 2. Rang der Kreisklasse A belegen und die nach Turnpionier und Pädagoge Fichte benannte Erdeborner Reserve, die sich nur auf Rang 7 von 8 befindet, kamen.
Von der Leistungskluft, die die Tabellensituation vorgaukelt, war nichts zu sehen: beide Mannschaften spielten eine mittelmäßige erste Halbzeit, die spannend und ausgeglichen war und die üblichen Fehler in dieser untersten Amateurklasse zu bieten hatte. Ein paar schöne Tore und sehenswerte Angriffe gab es natürlich auch von Zeit zu Zeit.
Das Niveau in der zweiten Hälfte sackte aber enorm ab. Die Gäste aus Erdeborn führten nun konstant mit drei Toren, obwohl sie noch mehr Fehler in der Ballbehandlung zeigten. Ab Mitte der zweiten Hälfte wurde das Spiel zu einer richtigen Farce, was mit einer Schwalbe des 7ers von Erdeborn begann: er blockierte den Ball und ließ sich, als ein Nietlebener den Ball nehmen wollte, fallen. Die Schiris gaben deshalb völlig zu Unrecht zwei Minuten gegen den Nietlebener und stellten ihn, nachdem er sich beschwerte, vom Platz. Bei dieser einen Fehlentscheidung, die die Nietlebener Personaldecke noch mehr schwächte, blieb es aber nicht: nun wurden zwei irreguläre Tore der Gäste anerkannt und hirnrissige Zeitstrafen gegen die Heimmannschaft ausgesprochen.
Nach der zweiten Disqualifikation für Nietleben war klar, worauf das Spiel hinaus lief: Erdeborn sollte so hoch wie möglich gewinnen. Da sie nun über 10 Minuten in Überzahl spielten, zogen sie auch immer weiter davon. Ab der 56. Minuten spielten sie ununterbrochen in Überzahl, da nun der dritte Feldverweis für Askania folgte und Nietleben nur zwei Auswechsler hatte. Die dritte rote Karte war eine direkt Rote - und zwar für eines der wenigen Zwei-Minuten-würdigen Fouls. Peinlich, wie unsportlich sich einige der Gästespieler auch verhielten, indem sie Pfiffe nach angeblichen Fouls forderten, die die zwei Schiedsrichter so wie so zu ihren Gunsten entschieden hätten. Am Ende gewann Erdeborn mit 13:21, obwohl sie kaum besser als Nietleben waren. Erstrecht peinlich war dabei, wie der Gästeanhang - der allerdings in einer wirklich respektablen Anzahl nach Halle reiste - die Mannschaft mit großem Applaus und Lärm feierte. Zwischen der I. Mannschaft von Fichte (5. von 13 in der Verbandsliga) und II. liegen ohnehin Welten im Niveau.
Die Schiris waren übrigens wie die Gastmannschaft aus dem Kreis Mansfeld-Südharz, genauer gesagt kamen die selbsternannten Unparteiischen von Klostermansfeld. Da das Nietlebener Publikum sehr lahm ist, ging diese offensichtliche Nachbarschaftshilfe gut über die Bühne: ein paar verärgerte Zwischenrufe – und das war’s. Allerdings habe ich dabei den Eindruck, dass die Leute auch eher resigniert haben, da derlei offensichtliche Verschiebereien willkürlich und parteiisch agierender Schiedsrichter im Handballkreis an der Tagesordnung sind. So was ist bei vergleichbaren Fußball- und Basketballligen nur sehr selten finden, aber beim Handball jedes Wochenende.

Nach dieser wirklich schwachen Sportveranstaltung sollte es weiter zum Eishockey gehen, da das ewige Derby zwischen Halle und Leipzig auf dem Programm stand. Doch an der Eissporthalle angekommen lungerten ein paar Fans herum und verwiesen auf den Aushang: „Spielausfall [...]“. Der Bankrottklub aus Leipzig hat angeblich nicht genug Spieler wegen mehrerer Magen-Darm-Erkrankter. Manche munkelten etwas von „Schiss in der Hose“... Wie auch immer; man weiß eigentlich auch schon mehr als 6 Stunden vor Anpfiff, dass man keine Mannschaft zusammenkriegt: wirklich eine Unverschämtheit dieser Gurkentruppe aus Leipzig, erst um 12 Uhr das Spiel abzusagen! So werde ich mir halt in ein paar Wochen mal ein anderes Spiel der Saalebulls, die die Liga beispiellos dominieren, anschauen.
Alles in Allem war das heute ein Sportnachmittag zum Abgewöhnen.
Was weitere Planung angeht, kann ich nur sagen, dass mir für nächsten Samstag Böses schwant: Fußball in Großörner und Handball in Klostermansfeld stehen auf dem Programm – und es würde mich nicht wundern, wenn das Fußballspiel wegen angeblicher Unbespielbarkeit eines wirklich guten Platzes abgesagt würde, ich dann zu einem stinklangweiligen Vorspiel nach Klostermansfeld komme und im Hauptspiel dann Erdeborner Schiris das Spiel zugunsten des BSV verschieben...

Statistik:
Grounds Nr. 517 (ein neuer Ground; diese Saison: 67 neue)
Sportveranstaltung Nr. 1.211 (diese Saison: 98)
Tageskilometer: 40 Rad
Saisonkilometer: 18.080 (12.070 Auto/ 2.940 Bahn, Bus, Tram/ 2.270 Fahrrad/ 800 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 84
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 234
Freitag, 30. April 2010
W195III: Dominante Erdeborner siegen gegen Sangerhausen
BSV Fichte Erdeborn 35:15 HSV Sangerhausen
Sonntag, 25. April 2010 – Anwurf 17.00
Bezirksliga Sachsen-Anhalt Süd (6. Liga, 3. Amateurliga)
Ergebnis: 35:15 nach 60 Min. – Halbzeit 19:9
Tore: Namen mir nicht bekannt
2 Minuten Strafen: 1x Fichte, 2x HSV
Platzverweise: keine
Spielort: Seefeldhalle, Wansleben am See (Kap. 250, davon 200 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 200 (davon max. 5 Gästefans)
Unterhaltungswert: 8,0/10 (Hervorragendes Spiel von Fichte - HSV überfordert, tat aber sein bestes)

Photos and English Version: http://www.flickr.com/photos/fchmksfkcb/sets/72157623959258620/detail/
In der Nähe von Teutschenthal im Westen von Halle/ Saale liegt ein langweiliges 1.700-Einwohner-Dorf namens Wansleben am See. Der besagte See – der Salzige See – reicht allerdings gar nicht mehr bis Wansleben, sodass der Namenszusatz ziemlich unpassend ist. Irgendwo zwischen dem Montanwachswerk Romonta und dem Kaff liegt auf einer Brachfläche einsam die moderne Sporthalle.
Für einen modernen Bau ist sie noch recht attraktiv, wobei die Tribüne mit drei Sitz- und einer Stehreihe reichlich mickrig daher kommt, aber am heutigen Tage gut ausgelastet war. Heute war ja auch ein Spitzenspiel der Bezirksliga-Südstaffel. Aus dieser kann nur einer aufsteigen und so kommen nur noch Fichte Erdeborn (die sind nicht nach Bäumen, sondern nach einem der Turnpioniere benannt) und Dieskau-Zwintschöna in Frage. Der direkte Vergleich müsste ausgeglichen sein (33:29/ 19:23) und das Torverhältnis spricht für Erdeborn. Der Drittplatzierte – der Handball Sportverein Sangerhausen – ist bereits weit abgeschlagen.

Entsprechend sah auch das Spiel aus, was von den teilweise mit Lärminstrumenten und Zwischenrufen so etwas wie Stimmung verbreitenden Zuschauern (mittlerweile muss man das als eine für Handball schon sehr gute Atmosphäre bezeichnen) mit Freude gesehen wurde. Erdeborn lag stets vorne und baute schnell einen enormen Vorsprung aus. Auch Auszeit zu nehmen brachte rein gar nichts, denn Sangerhausen war zwar nicht schlecht, aber Erdeborn ist wohl einfach zu gut für diese Spielklasse. Wie sie mit Tempogegenstößen, präzisen Pässen nach vorne und tollen Torwürfen (mitunter genau in den Winkel) auf der einen Seite und starkem Abwehrverhalten am Kreis und Zwischenstecken vorm Kreis auf der anderen Seite agierten, war wirklich hervorragend. Bei Halbzeit stand es bereits 19:9, am Ende hieß es 35:15.
Der Sieg war in der Höhe gerechtfertigt. Sangerhausen zeigte sich übrigens sehr vernünftig, da sie zwar die letzten fünf Minuten gar nichts mehr ernsthaft machten, aber das ganze Spiel über wirklich sauber spielten (zwei härtere Fouls bedeuteten vier Strafminuten; aber das ist wenig für die Klasse) und sich als faire Verlierer zeigten. Erdeborn versuchte auch keineswegs seine Überlegenheit in Show und Lächerlichmachen zu fassen. Viel Erfolg dann hoffentlich in der Verbandsliga nächste Saison!

Statistik:
Ground Nr. 416 (ein neuer Ground; diese Saison: 85 neue)
Sportveranstaltung Nr. 989 (diese Saison: 131)
Tageskilometer: 60 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 32.260 (20.600 Auto/ 6.000 Flugzeug/ 2.950 Bus, Bahn, Tram/ 2.710 Fahrrad/ weniger als 10 Schiff)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 72
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 195
Sonntag, 25. April 2010 – Anwurf 17.00
Bezirksliga Sachsen-Anhalt Süd (6. Liga, 3. Amateurliga)
Ergebnis: 35:15 nach 60 Min. – Halbzeit 19:9
Tore: Namen mir nicht bekannt
2 Minuten Strafen: 1x Fichte, 2x HSV
Platzverweise: keine
Spielort: Seefeldhalle, Wansleben am See (Kap. 250, davon 200 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 200 (davon max. 5 Gästefans)
Unterhaltungswert: 8,0/10 (Hervorragendes Spiel von Fichte - HSV überfordert, tat aber sein bestes)

Photos and English Version: http://www.flickr.com/photos/fchmksfkcb/sets/72157623959258620/detail/
In der Nähe von Teutschenthal im Westen von Halle/ Saale liegt ein langweiliges 1.700-Einwohner-Dorf namens Wansleben am See. Der besagte See – der Salzige See – reicht allerdings gar nicht mehr bis Wansleben, sodass der Namenszusatz ziemlich unpassend ist. Irgendwo zwischen dem Montanwachswerk Romonta und dem Kaff liegt auf einer Brachfläche einsam die moderne Sporthalle.
Für einen modernen Bau ist sie noch recht attraktiv, wobei die Tribüne mit drei Sitz- und einer Stehreihe reichlich mickrig daher kommt, aber am heutigen Tage gut ausgelastet war. Heute war ja auch ein Spitzenspiel der Bezirksliga-Südstaffel. Aus dieser kann nur einer aufsteigen und so kommen nur noch Fichte Erdeborn (die sind nicht nach Bäumen, sondern nach einem der Turnpioniere benannt) und Dieskau-Zwintschöna in Frage. Der direkte Vergleich müsste ausgeglichen sein (33:29/ 19:23) und das Torverhältnis spricht für Erdeborn. Der Drittplatzierte – der Handball Sportverein Sangerhausen – ist bereits weit abgeschlagen.

Entsprechend sah auch das Spiel aus, was von den teilweise mit Lärminstrumenten und Zwischenrufen so etwas wie Stimmung verbreitenden Zuschauern (mittlerweile muss man das als eine für Handball schon sehr gute Atmosphäre bezeichnen) mit Freude gesehen wurde. Erdeborn lag stets vorne und baute schnell einen enormen Vorsprung aus. Auch Auszeit zu nehmen brachte rein gar nichts, denn Sangerhausen war zwar nicht schlecht, aber Erdeborn ist wohl einfach zu gut für diese Spielklasse. Wie sie mit Tempogegenstößen, präzisen Pässen nach vorne und tollen Torwürfen (mitunter genau in den Winkel) auf der einen Seite und starkem Abwehrverhalten am Kreis und Zwischenstecken vorm Kreis auf der anderen Seite agierten, war wirklich hervorragend. Bei Halbzeit stand es bereits 19:9, am Ende hieß es 35:15.
Der Sieg war in der Höhe gerechtfertigt. Sangerhausen zeigte sich übrigens sehr vernünftig, da sie zwar die letzten fünf Minuten gar nichts mehr ernsthaft machten, aber das ganze Spiel über wirklich sauber spielten (zwei härtere Fouls bedeuteten vier Strafminuten; aber das ist wenig für die Klasse) und sich als faire Verlierer zeigten. Erdeborn versuchte auch keineswegs seine Überlegenheit in Show und Lächerlichmachen zu fassen. Viel Erfolg dann hoffentlich in der Verbandsliga nächste Saison!

Statistik:
Ground Nr. 416 (ein neuer Ground; diese Saison: 85 neue)
Sportveranstaltung Nr. 989 (diese Saison: 131)
Tageskilometer: 60 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 32.260 (20.600 Auto/ 6.000 Flugzeug/ 2.950 Bus, Bahn, Tram/ 2.710 Fahrrad/ weniger als 10 Schiff)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 72
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 195
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