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Dienstag, 3. Mai 2022

W3.0068II: Doppelsieg für Leunas A und Erste & Handball und ein paar unbekannte Ecken in Halle-Neustadt

TSV Leuna 1919 A .......................................... 5
1. FC Zeitz A .................................................... 0

- Datum: Sonntag, 24. März 2022 – Beginn: 11.30
- Wettbewerb: A-Junioren Landesliga Sachsen-Anhalt, Staffel 4 (4. und unterste Spielklasse der U19)
- Ergebnis: 5-0 nach 90 Minuten (45/45) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 29. Erion Kurt Shoshi, 2-0 61. Karl Lommatzsch, 3-0 76. Oskar Wilhelm Bilkenroth, 4-0 78. Niklas Böttger, 5-0 90. Oskar Wilhelm Bilkenroth
- Verwarnungen: 1x Leuna
- Platzverweise: keine
- Austragungsort: Stadion des Friedens (Kap.: 5.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 20 (davon mind. 5 Gästefans)
- Spielbewertung: 7,0/10

TSV Leuna 1919 .............................................. 3
SV Braunsbedra .............................................. 2

- Datum: Sonntag, 24. März 2022 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Landesklasse Sachsen-Anhalt, Staffel 9 (8. Spielklasse, 3. Amateurfußballliga)
- Ergebnis: 3-2 nach 93 Minuten (45/48) – Halbzeit: 2-1
- Tore: 1-0 12. Christoph Schulz (Handelfmeter), 1-1 19. Martin Schmitz (Handelfmeter), 2-1 45. Christoph Schulz, 3-1 59. Christoph Schulz (Foulelfmeter), 3-2 89. Nico Voigt
- Verwarnungen: Christoph Schulz, Jonny Gumbrecht (Leuna), Martin Schmitz, NN, NN, NN (SVB)
- Platzverweise: keine, da der Schiri anscheinend nur die gelbe Karte dabei hatte
- Austragungsort: Stadion des Friedens (Kap.: 5.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 200 (davon 125 Zahlende und mind. 30 Gästefans)
- Spielbewertung: 7,0/10

SV Union Halle-Neustadt FR III ................. 27
Sportclub Bernburg FR ............................... 29

- Datum: Sonntag, 24. April 2022 – Beginn: 17.00
- Wettbewerb: Sachsen-Anhalt-Liga Frauen (5. Spielklasse im Frauen-Handball)
- Ergebnis: 27-29 nach 60 Minuten (2x30) – Halbzeit: 14-14
- Statistiken: https://hvsa-handball.liga.nu/cgi-bin/WebObjects/nuLigaDokumentHBDE.woa/wa/nuDokument?dokument=meetingReportHB&meeting=6894849&etag=7dffb1d3-4d1b-4fc3-8851-9711af41eab3
- Austragungsort: Sporthalle im Bildungszentrum (Kap.: 500 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 45 (davon wohl keine Gästefans)
- Spielbewertung: 6,5/10 TSV Leuna 1919 A 5:0 1. FC Zeitz APhotos with English commentary:
a) Football: TSV Leuna Under-19 vs. Zeitz U19 & TSV Leuna First XI vs. SV Braunsbedra
b) Women’s Handball: Union Halle-Neustadt III vs. SC Bernburg I
c) Halle an der Saale: Nietleben, Granau

Am Sonntag fuhr ich über Leuna und Halle zurück. Zuerst das Spiel der A-Jugend. Leider schlecht besucht, dabei kämpft die Leunaer U19 um den Staffelsieg. Gegen den 1. FC Zeitz ging es fast nur in Richtung Gästetor. Nach fast einer halben Stunde erst, traf Shoshi zum 1:0. Bald darauf donnerte Leuna einen Foulelfmeter an die Latte. Dass es bei nur einem Elfer blieb, war verwunderlich, so kleinlich wie der Unparteiische in beide Richtungen pfiff... Das 1:0 bei Pause viel zu wenig, es war ja nicht so, dass Zeitz gar nicht vor dem Tor von Simnica aufgekreuzt wäre – er hielt nur den Kasten so souverän sauber und fing oft schon vor dem Schuss gefährliche Bälle ab. Nach der Pause dauerte es wieder eine Weile, ehe Leuna das hochverdiente 2:0 erzielte. In der Schlussviertelstunde brach Zeitz dann ein und der TSV traf u.a. mit zwei Kopfbällen noch zum in dieser Höhe völlig verdienten 5:0 Sieg. TSV Leuna 1919 A 5:0 1. FC Zeitz A Danach traf die Erste in einem ihrer wenigen Sonntagsspiele auf den SV Braunsbedra. Die brachten auch einige Zuschauer mit, Neutrale (gut erkennbar mit Vereinsjacken) kamen auch einige. So waren es knapp 200 Zuschauer an diesem verregneten Nachmittag. Trotz diverser Unterhaltungen konnten wir prima den Spielverlauf verfolgen. Es fing auch wirklich kurios an. In der zwölften Minute eine Ecke, ein Handspiel von einem Braunsbedraer – und Schulz verwandelt den Elfer zum 1:0. Sieben Minuten später: Ecke SVB, Handspiel, Elfer, 1:1. Kurz vor dem Pausenpfiff erzielte Schulz seinen zweiten Treffer zum verdienten 2:1. Nach der Pause bestimmte Leuna teils völlig das Spiel und ließ Braunsbedra kaum noch kommen. Mal wieder ein Foul nach einer knappen Stunde und Schulz macht mit seinem zweiten Elfer einen Hattrick perfekt. Er war überragend heute – auch wenn man insgesamt vor allem die geschlossene Mannschaftsleistung hervorheben muss! Ab der 75. wurde es chaotisch, da das bis dahin gute Schiedsrichterkollektiv nun völlig die Spielleitung aus der Hand gab. Schlag gegen den Hinterkopf vom Bekloppten Braunsbedraer Vierer wird von allen übersehen, obwohl der eine Linienrichter freie Sicht hatte und SVB-Fouls werden teils Leuna angekreidet. Pfennig muss kurz vor Schluss noch mal hinter sich greifen, was zu noch mehr Hektik führt. Doch beim Stand von 3:2 ist nach ein paar Minuten Nachspielzeit dann auch Schluss. Zwei völlig verdiente Siege für den TSV an diesem Sonntag – zwei sehr ansprechende sportliche Leistungen der jeweiligen TSV-Mannschaften mit einigen besonders starken Einzelleistungen! Weiter so! TSV Leuna 1919 3:2 SV Braunsbedra Zum sportlichen Abschluss fuhr ich noch nach Halle zurück und besuchte zum erst zweiten Mal die sehr schöne, alte Sporthalle im Bildungszentrum. Diesmal spielte da die III. Mannschaft von Union Halle-Neustadt in der Frauen-Sachsen-Anhalt-Liga gegen den SC Bernburg. Die Hallenserinnen waren im Schnitt deutlich jünger, aber dadurch körperlich schwächer. Die Partie war aber sehr ansehnlich und trotz fast ununterbrochener Gästeführung auch spannend und eng; denn mehr als 4 Tore waren die glaube ich nie vorne. Halle glich auch ab und an mal aus, zumindest noch bis zur Pause. Am Ende waren es 2 Tore Unterschied beim 27:29. Union Halle-Neustadt FR III 27:29 SC Bernburg FRZum Abschluss vor der Abfahrt besuchte ich noch einen mir unbekannten Stadtteil bzw. eine noch unbekannte Siedlung in der Halle-Neustadt. Man wundert sich manchmal dann doch, was man noch so alles entdeckt. Ich bin in Merseburg aufgewachsen und in der Gegend sehr viel herumgekommen. Bei einer kulturhistorisch so bedeutsamen Gegend wie Mittel-/ Ostdeutschland, die quasi mit Baudenkmalen vollgestellt ist, entdeckt man aber auch nach Jahrzehnten manchmal noch was Unbekanntes. Die Leunaer, denen ich von meiner Planung nach dem Spiel erzählte, kannten auch alle nicht die Kirchenruine Granau. Die romanische Kirche wurde zwei Mal zerstört und wieder aufgebaut, aber im 19. Jahrhundert dann aufgegeben. Unweit der Kirche befindet sich ein großes Gut, das eine ziemliche Baustelle ist. Der Hof vom Gut Granau ist zugänglich und man kann neben der historischen und verfallenen Bausubstanz auch die sanierten Wirtschaftsgebäude, in die Mietwohnungen gesetzt wurden, sehen. Solange man sich dieses Baudenkmal dadurch im Außenbereich anschauen kann, man Infos erhält und gleichzeitig noch der Fortbestand der Anlage gesichert ist, muss man diese Nutzungsart als hervorragend bezeichnen! Bei den Asozialen im Rheinland wäre ja alles schon längst abgesperrt.
Ich lief dann noch weiter die Eislebener Straße runter. Dort gibt es eine interessante Kirche mit oktogonalem Schiff, eben den Ersatzbau von 1886 für die Granauer Ruine. Infos auf der Kirchenwebsite hier!  Zudem findet man entlang der Hauptstraße und teils in Seitenstraßen mehrere Jugendstilvillen oder Villen neueren Baudatums mit Anklängen an den Jugendstil, verschachtelte kleine oder mittlere Höfe und einen verfallenen großen Gutshof. Dahinter bauen sich nach Süden aber auch schon die großen Plattenbauten (Braunschweiger Bogen usw.) der Neustadt auf. Granau Statistik:
- Grounds: 3.077 (0; diese Saison: 255 neue)
- Sportveranstaltungen: 4.416 (3; diese Saison: 308)
- Tourkilometer: 830 (830km Auto)
- Saisonkilometer: 72.130 (44.410 Auto, davon 12.710 Mietwagen/ 24.470 Flugzeug/ 3.250 Fahrrad/ 30 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 157 [letzte Serie: 46, Rekordserie ohne 0-0: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 68 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Sonntag, 23. Januar 2011

W234II: Sportnachmittag zum Abgewöhnen; schwache Spieler, parteiische Schiris und ein nicht angetretener Gastverein

Nietlebener SV Askania 13:21 BSV Fichte Erdeborn II
Sonntag, 23. Januar 2011 - Anwurf 15.45
1. Kreisklasse A, Saalekreis/ Halle/ Burgenland/ Mansfeld-Südharz (10. Liga, 7. und unterste Amateurliga)
Ergebnis: 13:21 nach 60 Min. – Halbzeit: 8:9
Torfolge: 2-0, 2-2, 4-2, 4-4, 5-4, 5-6, 6-6, 6-7, 8-7, 8-9; 8-10, 9-10, 9-11, 10-11, 10-12, 11-12, 11-14, 12-14, 12-18, 13-18, 13-21
Verwandelte 7-Meter: 2 von 3 Askania, 5 v. 5 Fichte
Verwarnungen: 2x Askania; 3x Fichte
Zeitstrafen: 3x Nr. 11, 3x Nr. 10, 1x Nr. 4, 1x Nr. 3 (Askania = 24 Minuten); niemand (Fichte = 0 Minuten)
Platzverweise: Nr. 11, Nr. 10, Nr. 3 (alle Askania)
Spielort: Sporthalle Südstadt/ Mannheimer Straße (Kap. 100 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 20 Gästefans)
Unterhaltungswert: 2,0/10 (Beide Mannschaften auch für diese Spielklasse im Niveau schwach, doch die „Un“parteiischen waren die Allerschwächsten)

ESC 04 Saalebulls Halle --:-- IceFighters Leipzig
Geplant Sonntag, 23. Januar 2011 - Anbully 18.00
Spiel abgesagt: Leipzig hatte Schis..., äh krankheitsbedingt zu wenige Spieler
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Photos and English version:
Handball in Halle-Südstadt: Askania Nietleben vs. Fichte Erdeborn II

Halle-Südstadt ist nicht unbedingt das hallesche Viertel, das für hohe Wohnqualität und feine Nachbarschaft steht. Zwischen sanierten und unsanierten Plattenbauten befinden sich zwei Sporthallen: außen sind die weißen Wände besprayt, innen ist zumindest die größere Halle ordentlicher. Ein typischer kastenförmiger Bau mit hoher Decke, die in den letzten Jahren mit einer Stahlkonstruktion nachgebessert wurde, braunem Parkett und schönen Backsteinmauern. Die eine oder andere Wandplatte hat schon ein Loch, doch die Bänke, die 100 Zuschauern Platz bieten, sind alle in einem guten Zustand. Auf jeden Fall ist die Halle Südstadt in der Mannheimer Straße ein sehenswerter Bau.

Als wir ankamen, gingen die Spielerinnen von TSV Süd - einige auffällige Anhänger des Vereins passten prima ins Bild, das man von diesem Viertel hat - und die Spieler des SV Askania Nietleben, die mit einigem Rückstand auf Aufstiegsplatzinhaber Dieskau-Zwintschöna II den 2. Rang der Kreisklasse A belegen und die nach Turnpionier und Pädagoge Fichte benannte Erdeborner Reserve, die sich nur auf Rang 7 von 8 befindet, kamen.

Von der Leistungskluft, die die Tabellensituation vorgaukelt, war nichts zu sehen: beide Mannschaften spielten eine mittelmäßige erste Halbzeit, die spannend und ausgeglichen war und die üblichen Fehler in dieser untersten Amateurklasse zu bieten hatte. Ein paar schöne Tore und sehenswerte Angriffe gab es natürlich auch von Zeit zu Zeit.

Das Niveau in der zweiten Hälfte sackte aber enorm ab. Die Gäste aus Erdeborn führten nun konstant mit drei Toren, obwohl sie noch mehr Fehler in der Ballbehandlung zeigten. Ab Mitte der zweiten Hälfte wurde das Spiel zu einer richtigen Farce, was mit einer Schwalbe des 7ers von Erdeborn begann: er blockierte den Ball und ließ sich, als ein Nietlebener den Ball nehmen wollte, fallen. Die Schiris gaben deshalb völlig zu Unrecht zwei Minuten gegen den Nietlebener und stellten ihn, nachdem er sich beschwerte, vom Platz. Bei dieser einen Fehlentscheidung, die die Nietlebener Personaldecke noch mehr schwächte, blieb es aber nicht: nun wurden zwei irreguläre Tore der Gäste anerkannt und hirnrissige Zeitstrafen gegen die Heimmannschaft ausgesprochen.

Nach der zweiten Disqualifikation für Nietleben war klar, worauf das Spiel hinaus lief: Erdeborn sollte so hoch wie möglich gewinnen. Da sie nun über 10 Minuten in Überzahl spielten, zogen sie auch immer weiter davon. Ab der 56. Minuten spielten sie ununterbrochen in Überzahl, da nun der dritte Feldverweis für Askania folgte und Nietleben nur zwei Auswechsler hatte. Die dritte rote Karte war eine direkt Rote - und zwar für eines der wenigen Zwei-Minuten-würdigen Fouls. Peinlich, wie unsportlich sich einige der Gästespieler auch verhielten, indem sie Pfiffe nach angeblichen Fouls forderten, die die zwei Schiedsrichter so wie so zu ihren Gunsten entschieden hätten. Am Ende gewann Erdeborn mit 13:21, obwohl sie kaum besser als Nietleben waren. Erstrecht peinlich war dabei, wie der Gästeanhang - der allerdings in einer wirklich respektablen Anzahl nach Halle reiste - die Mannschaft mit großem Applaus und Lärm feierte. Zwischen der I. Mannschaft von Fichte (5. von 13 in der Verbandsliga) und II. liegen ohnehin Welten im Niveau.

Die Schiris waren übrigens wie die Gastmannschaft aus dem Kreis Mansfeld-Südharz, genauer gesagt kamen die selbsternannten Unparteiischen von Klostermansfeld. Da das Nietlebener Publikum sehr lahm ist, ging diese offensichtliche Nachbarschaftshilfe gut über die Bühne: ein paar verärgerte Zwischenrufe – und das war’s. Allerdings habe ich dabei den Eindruck, dass die Leute auch eher resigniert haben, da derlei offensichtliche Verschiebereien willkürlich und parteiisch agierender Schiedsrichter im Handballkreis an der Tagesordnung sind. So was ist bei vergleichbaren Fußball- und Basketballligen nur sehr selten finden, aber beim Handball jedes Wochenende.
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Nach dieser wirklich schwachen Sportveranstaltung sollte es weiter zum Eishockey gehen, da das ewige Derby zwischen Halle und Leipzig auf dem Programm stand. Doch an der Eissporthalle angekommen lungerten ein paar Fans herum und verwiesen auf den Aushang: „Spielausfall [...]“. Der Bankrottklub aus Leipzig hat angeblich nicht genug Spieler wegen mehrerer Magen-Darm-Erkrankter. Manche munkelten etwas von „Schiss in der Hose“... Wie auch immer; man weiß eigentlich auch schon mehr als 6 Stunden vor Anpfiff, dass man keine Mannschaft zusammenkriegt: wirklich eine Unverschämtheit dieser Gurkentruppe aus Leipzig, erst um 12 Uhr das Spiel abzusagen! So werde ich mir halt in ein paar Wochen mal ein anderes Spiel der Saalebulls, die die Liga beispiellos dominieren, anschauen.

Alles in Allem war das heute ein Sportnachmittag zum Abgewöhnen.

Was weitere Planung angeht, kann ich nur sagen, dass mir für nächsten Samstag Böses schwant: Fußball in Großörner und Handball in Klostermansfeld stehen auf dem Programm – und es würde mich nicht wundern, wenn das Fußballspiel wegen angeblicher Unbespielbarkeit eines wirklich guten Platzes abgesagt würde, ich dann zu einem stinklangweiligen Vorspiel nach Klostermansfeld komme und im Hauptspiel dann Erdeborner Schiris das Spiel zugunsten des BSV verschieben...
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Statistik:
Grounds Nr. 517 (ein neuer Ground; diese Saison: 67 neue)
Sportveranstaltung Nr. 1.211 (diese Saison: 98)
Tageskilometer: 40 Rad
Saisonkilometer: 18.080 (12.070 Auto/ 2.940 Bahn, Bus, Tram/ 2.270 Fahrrad/ 800 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 84
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 234

Donnerstag, 29. Oktober 2009

WE169I: Verbesserungen beim Tabellenletzten und das beste Stadtoberligaspiel aller Zeiten

SV Merseburg 99 B 5:0 SG Grün-Weiß Wolfen (Fuhnetal) B
Samstag, 24. Oktober 2009 - Anstoßzeit 10.30
B-Junioren Landesliga Staffel 3 (5. Liga der 14- bis 16jährigen)
Ergebnis: 5:0 nach 83 Min. (40/43) - Halbzeit 1:0
Tore: 1:0 22. – 2:0 43. – 3:0 46. – 4:0 54. – 5:0 68.
Verwarnungen: je 2 gelbe Karten für jedes Team (alle wegen Meckern), Platzverweise: keine
Spielort: Stadtstadion Platz II (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: 10 (davon 2 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,5/10 (Sehr schnelles und offensives und deshalb wirklich gutes Spiel)

SV Dautzsch 63 3:2 Nietlebener SV Askania II
Samstag, 24. Oktober 2009 - Anstoßzeit 15.00
Stadtoberliga Halle (9. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 3:2 nach 93 Min. (45/48) - Halbzeit 1:1
Tore: 1-0 13. Ulf Prinzinger, 1-1 18. Ronny Schroeter, 1-2 70. Andreas Franke (Eigentor), 2-2 74. Rene Langer, 3-2 81. Torsten Bär.
Verwarnungen: 2x Dautzsch (Nr. 5, Nr. 10)/ 4x Askania (Nr. 3, Nr. 7, Nr. 9, Nr. 10), Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz auf dem Dautzsch (Kap. 300 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 60 (davon ca. 10 Gästefans)
Unterhaltungswert: 8,5/10 (Enorm schnelles und spannendes, ziemlich offensives und sehr engagiert geführtes Spiel: sehr guter Fußball!)

Photos and English version: CLICK HERE!

Die erste Etappe der heutigen Radtour war sehr schnell vorbei, denn bis zum Stadtstadion sind es nur etwa 2km. Dort fand auf dem Nebenplatz im Rücken der geschmackvoll überwucherten Tribüne ein B-Jugendspiel statt, in dem der Tabellenletzte auf den 7. von 12 Mannschaften traf. Den besseren Platz hatte Merseburg 99 inne, während Grün-Weiß Wolfen offensichtlich völlig überfordert ist mit der Landesliga. Die Spielgemeinschaft Fuhnetal – das Fuhnetal ist ein Flusstal im Raum Wolfen/ Bitterfeld, wobei die Wolfener Fuhne-Aue wohl die schönste Ecke dieser Stadt ist, und im Übrigen diese Jugendspielgemeinschaft in Löberitz (ein paar Kilometer westlich von Wolfen) spielt und somit auch Thalheim und Sazfurtkapelle umfasst – verlor die meisten Spiele zweistellig, wobei ein 0:30 gegen Farnstädt das heftigste Resultat war, und kann bisher nur ein 2:6 gegen Germania Rosslau als ihr bestes Ergebnis bezeichnen. Nach 7 Spielen 3:112 Tore zu haben, hört sich natürlich schlimm an.

Aber immerhin: Fuhnetal steigerte sich! Nach 20 Minuten zeichnete sich ab, dass es heute nicht zweistellig werden würde, denn den enormen Angriffsbemühungen der Merseburger stand ein guter, wenn auch oft unsicherer Torwart entgegen, der bis zur Pause nur einen einzigen Treffer – einen schwer zu haltenden Aufsetzer – ins Netz ließ. Natürlich war Merseburg 99 total überlegen: sie trafen in 40 Minuten dreimal die Latte und einmal den Pfosten und schossen mindestens 15mal aufs Tor, doch auch Wolfen traf einmal die Latte und erschien drei- oder viermal gefährlich vorm Tor der 99er.

In der zweiten Halbzeit brach dann Wolfen erwartungsgemäß ein, doch bei weitem nicht so heftig, wie zu befürchten war. Merseburg zeigte dann aber doch, dass sie klar besser sind, indem sie vier saubere Tore herausspielten. Ein paar gelbe Karten gab es übrigens auch noch, da Spieler beider Seiten sich belappten.

Man muss wirklich hervorheben, dass dieses Jugendspiel enorm schnell und offensiv geführt war und deshalb auch sehr unterhaltsam war. Leider wollten es nur etwa acht weitere Zuschauer sehen außer uns, die auch nicht weiter auffielen – ausgenommen die Wolfener, die immer direkt am Spielfeld stehen wollten: dass die Bande ganze 100cm von der Auslinie entfernt steht, interessierte die Komiker nicht. Man muss ja unbedingt noch näher ran...
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Weiter ging es nach Norden. In Halle holten wir uns erst am Bahnhof zu essen und mussten uns am Platz in Dautzsch die Zeit mit lesen vertreiben: denn Fußball sollte es erst um 15 Uhr geben, da das Spiel zwischen SV 63 Dautzsch II und dem Kanenaer SV II – aus welchen Gründen auch immer – ausfiel. Es lohnte sich jedoch in diesem hässlichen, 1932 gegründeten Spießervorort von Halle, der wie eine Landzunge in ein Meer von öden Feldern hineingebaut ist, auf der es nur langweilige Doppelhaushälften, von Kötern zu geschissene Grünstreifen und mit Müllcontainern dekorierte Kreisverkehre, aber nicht eine Sitzbank gibt, auszuharren, bis das Spiel begann.

In der Stadtoberliga wird ja meistens absolute Scheiße zusammen gekickt. Entweder sind die Spieler bestochen oder sie spielen wie besoffen oder wie auch immer, jedenfalls hat die hallesche Stadtoberliga selten etwas mit Fußball zu tun. Sie ist einfach klar schlechter als ihr Unterbau (Stadtliga und 1. bzw. 2. Stadtklasse). Doch dieses Spiel war eine positive Ausnahme: Nicht nur, dass die knapp 60 Zuschauer auf dem Sportplatz Dautzsch, der wie ein Bolzplatz von hohen Metallzäunen umgeben ist und somit nur auf einer Längsseite innen Zuschauer gestattet, immer wieder lautstark auf das Spielgeschehen reagierten. Auch die Spieler – das musste man nicht erwarten beim Spiel 8. gegen 6. von 16. – legten sich enorm und auf hoher Qualität ins Zeug.

Das Spiel begann mit ein paar Torschüssen zum Warmwerden und knallharten Laufduellen. Innerhalb von fünf Minuten fielen dann die Heimführung und der Gästeausgleich. Rasante Duelle wurden ausgetragen, doch trotz etlicher Chancen und einem enormen Spieltempo kein weiteres Tor erzielt bis zur 70. Spielminute. Besagtes Tor war das 1:2 für die 2. Mannschaft von Nietleben, die nur wegen der Dummheit von Aufbau Tasmanias Trainer Pullert die Klasse gehalten hat, wobei die Hausherren von Dautzsch gar nicht ans Aufgeben dachten. Es wurde noch ein Gang höher geschaltet und noch härter eingestiegen. Unfair wurde es aber nie. Schnell war der Ausgleich erzielt und da Nietleben II immer rummotzt, wenn sie mal nicht in Führung liegen, erzielte Dautzsch dann sogar noch den Sieg. Die letzte Chance im Spiel wurde dann von einem der besten Spieler auf dem Platz – dem unförmigen 10er der Nietlebener: ein wirklich schussstarker und agiler Spieler, den man wegen seinem Äußeren oft nicht so ernst nimmt – mit einem Pfostentreffer vergeben.

Dieses Spiel war mit Abstand das Beste, was ich in der Stadtoberliga Halle jemals gesehen habe. Auch das Schiedsrichtergespann, besonders der Linienrichter, der sich immer mal mit uns unterhielt während ruhendem aber teils auch laufendem Spiel, war sehr gut.

Nach dem Spiel arbeitete ich zuhause an arabischen Texten, während mein Vater die langweilige Niederlage des VC Bad Dürrenberg/ Spergau gegen Unterhaching ansah. 0:3. Wie berechenbar doch so eine Standsportart wie Volleyball ist.
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Statistik:
Ground Nr. 366 (ein neuer Ground; diese Saison: 35 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 905-906 (diese Saison: 48)
Tageskilometer: 40 (Rad)
Saisonkilometer: 12.260 (10.920 Auto/ 1.160 Fahrrad/ 280 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 29
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 169

Samstag, 20. Juni 2009

WE151III: Da war natürlich wieder der Heimschiedsrichter am Werk...

VfB 07 Lettin 2:1 SV Askania Nietleben II
Samstag, 20. Juni 2009 - Anstoßzeit 15.00
Stadtoberliga Halle (9. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 2:1 nach 90 Min. (45/45) - Halbzeit 2:1
Tore: 1:0 25. Elfmeter Nr. 7, 2:0 33. Nr. 7, 2:1 41. (?)
Verwarnungen: 1x Gelb Nietleben
Platzverweise: keine
Sportplatz: Sportanlage VfB 07 (Kap. 2.000)
Zuschauer: 45 (15 Gästefans)
Spielqualität: 6,5/10 (O.K. - Besonders in 2. Halbzeit spannend)
Zum letzten Spieltag der Stadtoberliga Halle fanden wir uns in Lettin ein. Auch dort wurde man mal wieder um 2€ erleichtert. Genauso maßlos wie der Eintritt waren auch die Essenspreise: 1,50€ für eine stinknormale Bockwurst. Das ging unter der Woche in Ammendorf weitaus billiger.
Das Spiel war dafür besser als in Ammendorf, wobei die Gäste, die hier unbedingt einen Sieg brauchten und selbst dann nicht sicher sein konnten, den Abstieg vermieden zu haben, anfangs nur mit katastrophalen Fehlpässen glänzten. Aber die im Mittelfeld steckende Heimmannschaft machte immerhin ordentlich Druck aufs Tor. Der leider anfangs enorm kleinliche Schiri ließ sich dann von dummen Zwischenbemerkungen des zahlreichen Gästeanhangs - sie stellten ein Drittel der Zuschauer - nicht beirren, und gab nach 25 Minuten einen Elfmeter für die Heimmannschaft. Dieser war auch berechtigt. Der Lettiner mit der Nr. 7 verwandelte sicher und legte sogar acht Minuten später gleich noch einen drauf: ein toller Freistoß aus 22 Metern halbhoch ins Eck. Nietleben wurde jetzt etwas besser und spielte den Anschlusstreffer schön heraus.
In der zweiten Halbzeit machten hauptsächlich die Gäste Druck, wobei nicht nur die Spieler aufs Lettiner Tor drückten, sondern auch die Gästefans und -betreuer Druck auf das Schiedsrichtergespann ausübten. Teilweise pfiffen die drei ja recht kleinlich, aber meistens war das Gemecker völlig an den Haaren herbeigezogen. Für die ständige „Handspiel-“Reklamiererei hätte man den Trainer rausschmeißen und mehrere Spieler verwarnen müssen: dafür, dass man dem Gegner gegen den Oberschenkel oder die Schulter geschossen hat, bekommt man nur von den dümmsten oder kriminellsten Schiris einen Freistoß.
Was dann wirklich dumm war vom Schiri, war der Schlusspfiff. Der erfolgte trotz mehrminütiger Unterbrechungen in der zweiten Halbzeit ganz pünktlich. Da hätten drei Minuten mindestens nachgespielt werden müssen. Aber Nietleben hätte auch noch 30 Minuten spielen können: die waren auch einfach zu schlecht, um den Ball mehr als einmal im Tor unterzubringen. Da Aufbau Tasmania 2:2 spielte, stieg die 2. Mannschaft von Askania Nietleben in die Stadtliga ab.
Alles in allem war das Spiel wirklich lohnend anzuschauen, da es besonders in der zweiten Halbzeit enorm spannend war.
Mit dem Wissen abgestiegen zu sein, wurde noch mal dem Schiedsrichtergespann etwas Freundliches mitgegeben „Die Verletzungspausen hast du nicht nachspielen lassen, ja?! Du Votze!!“ Wobei die wirklich etwas unglückliche Niederlage auf den „Heimschiedsrichter“ zu schieben wirklich lächerlich war.
Statistik:
Ground Nr. 327 (ein neuer Ground; diese Saison: 97 neue)
Sportveranstaltung Nr. 829 (diese Saison: 196)
Tageskilometer: 50 Rad
Saisonkilometer: 26.130 (12.810 Auto; 5.370 Öffentliche Verkehrsmittel; 4.990 Fahrrad; 2.960 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 34
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 151

Fotos unter:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/BITTE%20HIER%20WEITER%20-%20FOTOS%20AB%2022-03-2009/090620%20VfB%2007%20Lettin%202-1%20Nietlebener%20SV%20Askania%20II/