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Donnerstag, 26. August 2021

W3.0033VII: Oberliga im schönen Thüringer Wald, Kreisklasse im gebirgigen Süden von Erfurt

FSV Martinroda 1928 .......................................... 1
Fußballclub Grimma ............................................ 2

- Datum: Sonntag, 22. August 2021 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: NOFV-Oberliga Süd (5. Spielklasse, 2. Halbprofiliga)
- Ergebnis: 1-2 nach 96 Minuten (47/49) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 45.+1 Sommer, 1-1 55. Litzenberg, 1-2 64. Hübner
- Gelbe Karten: 4x Martinroda, 7x Grimma
- Rote Karten: NN von Grimma (70. Min. Gelb-Rot wg. wdh. Foul)
- Austragungsort: Sportpark Martinroda (Kap.: 1.500, davon 100 Sitzplätze / wegen der Coronahysterie derzeit auf irgendeine Fantasiezahl beschränkt)
- Zuschauer: ca. 220 (davon 120 Zahlende und ca. 10 Gäste)
- Spielbewertung: 7,0/10

Bischlebener SV II ................................................ 3
SG Fortuna Erfurt/ Fortuna Frienstedt ............. 0

- Datum: Sonntag, 22. August 2021 – Beginn: 10.30
- Wettbewerb: 1. Kreisklasse Erfurt-Sömmerda, Staffel I (10. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-0 nach 91 Minuten (45/46) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 11. Velasquez, 2-0 64. Lein (Elfmeter), 3-0 75. Aschenbach
- Gelbe Karten: 3x Fortuna
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportplatz am Hamburger Berg (Kap.: 750 Stehplätze / wegen der Coronahysterie derzeit auf irgendeine Fantasiezahl beschränkt)
- Zuschauer: ca. 25 (davon ca. 4 Gäste)
- Spielbewertung: 7,0/10 Bischlebener SV 3:0 SG Fortuna Erfurt/ Fortuna Frienstedt Photos with English Commentary:
a) 5th Division: FSV Martinroda vs. FC Grimma
b) 10th Division: Bischleben Res. vs. Fortuna Erfurt/ Frienstedt
c) Sightseeing Erfurt Region: Bischleben
d) Sightseeing Thüringer Wald: Neusiß, Rippersroda, Angelroda, Martinroda

Am Sonntagmorgen ging es nach dem Frühstück nach Erfurt. Südlich der eigentlichen Stadt schließen eingemeindete Dörfer an die Landeshauptstadt an. Die sind teils richtig sehenswert und sehr hügelig gelegen. So auch Bischleben, wo es eine sehr schöne Kirche mit Doppelempore, interessanten Wappengrabsteinen, Engelsfigur und Altar mit Durchguck zum Fenster gibt.
Der Sportplatz am Hamburger Berg liegt auch richtig schön. Auf dem Berg stehen ein paar größere Häuser, am Fuße befindet sich der kleine Großfeldrasenplatz mit Sportlerheim, vor dem gerade Kindertheater stattfand, Beachvolleyballanlage und vielen Bäumen. Hinter dem Platz verläuft die Bahnstrecke und es fließt auch ein kleiner Fluss entlang. Die Partie war gut, Bischleben II durchweg besser und gefährlicher. Die Spielgemeinschaft aus Fortuna Erfurt und Fortuna Frienstedt zeigte nur wenig nach vorne. Nach dem frühen 1:0 dauerte es aber bis weit in die zweite Hälfte hinein, ehe es mal wieder klingelte. Diesmal auch erst vom Elfmeterpunkt. Am Ende hieß es 3:0 in einem guten und sehenswerten Spiel.
Für meinen Vater ging es dann schon wieder nach Rostock. Er konnte nicht wie eigentlich geplant die Tour zu Ende mitmachen, noch einmal übernachten und am Montag mit Quer-Durchs-Land-Ticket nach Rostock zurück, denn das asoziale überbezahlte Eisenbahner-Gelumpe streikte ab Montagfrüh mal wieder. Bischleben So muss mein Vater den landschaftlichen schönsten Ground der Oberligen mal alleine nachholen – mit Mietwagen am besten... Der FSV Martinroda, direkt bei Ilmenau im nördlichen Thüringer Wald, spielt auf einem wunderschönen Dorfplatz mit Bänken in einem steilen Berghang, Sportlerheim und Imbissbuden auf dem Gipfel des Hanges und vielen Bäumen auf der Gegen- und Hintertorseite. Auch der Nebenplatz liegt klasse.
Oberliga wurde aber natürlich auf dem Hauptplatz gespielt, wobei leider der FSV Martinroda nicht einmal gegen Mitabstiegskandidat Grimma punkten konnte und nun nach 4 Spielen als einziges Team noch punktlos in der Oberliga Nordost-Süd dasteht. Das lange ausgeglichene Spiel verlagerte Grimma mit einem Treffer in der Nachspielzeit der ersten Hälfte gänzlich in ihre Richtung – zuvor wurden zwei Treffer wegen Abseits aberkannt – wobei Martinroda kurz nach Wiederbeginn ausgleichen konnte. Doch ein toller Freistoß nach über einer Stunde führte zum 1:2, das Grimma zur großen Freude des guten Dutzend Gästefans auch trotz 20 Minuten Unterzahl über die Zeit brachte. Eine spannende Partie, eigentlich auch eine gute Partie – aber für Martinroda sehe ich in puncto Klassenerhalt jetzt schon schwarz. Sehr schade! FSV Martinroda 1:2 FC Grimma Ich musste dann ja leider wieder nach Bonn und auch wegen des recht bald nach dem Spiel einsetzenden Gewitterregens hielt ich die Besichtigungen etwas kürzer, als ich es sonst in dieser tollen Gegend machen würde. Martinroda hat einiges an Fachwerk und eine schöne Kirche zu bieten. Auch Neusiß hat eine interessante Kirche mit angrenzenden denkmalgeschützten Bauten. Noch sehenswerter ist die Kirche von Rippersroda, welche ich für eine ehemalige Burg halte (im Internet ist nur von „älteren Ursprüngen“ die Rede). Vergleichbares habe ich mal in Safita (Syrien) gesehen, wo ein Donjon zur Kirche umgebaut wurde... (Pfeil nach links für Innenansicht)
Dann fuhr ich über die unbefestigten Wege (es gibt ohnehin nur eine befestigte Straße nach Rippersroda) nach Angelroda. Dort fuhr ich mal den Schildern zum Sportplatz nach. Cooler Platz am Wald, aber schon lange kein Spielbetrieb mehr und sehr ungepflegt. Bis auf die tolle Landschaft und eine Eisenbahnbrücke gab es im Dorf selbst auch nichts zu sehen. Für einen Aufstieg zu der Felsformation kurz außerhalb von Angelroda regnete es schon zu heftig. Gegen 23 Uhr war ich dann in Bonn. RippersrodaStatistik:
- Grounds: 2.862 (2; diese Saison: 48 neue)
- Sportveranstaltungen: 4.156 (2; diese Saison: 56)
- Tourkilometer: 410 km (410km Auto)
- Saisonkilometer: 7.430 (6.490 Auto, davon 0 Mietwagen/ 0 Flugzeug/ 940 Fahrrad/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn / 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 3 [letzte Serie: 99, Rekordserie ohne 0-0: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 33 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Montag, 13. April 2009

WE142I: Suhl; Sozialismus, Säufer, schöne Aussicht und etwas schwaches Spiel.

1. Suhler SV 3:1 Spg. Bischleben/ Möbisburg
Montag, 13. April 2009 - Anstoßzeit 14.30
Landesklasse West (7. Liga, 3. Amateurliga)
Ergebnis: 3:1 nach 90 Min. (45/45) - Halbzeit 1:1
Tore: 1:0 3. Reuter, 1:1 24. Münzberg, 2:1 70. Wohlfahrt, 3:1 88. Reuter
Verwarnungen: Wohlfahrt, Arnold (Suhl) und Helzig (Bischleben)
Platzverweise: keine
Stadion: Auestadion (Kap. 3.500 Stehplätze)
Zuschauer: 150 (davon 20 Gästefans) + 10 Zaungäste
Spielqualität: 3,5/10 (wenig attraktiv)
Tagesunterhaltungswert: 6,5 (ordentlich)

Startpunkt dieser Tour war mal wieder der Merseburger Bahnhof. Diesmal ging es mit Umsteigen in Erfurt nach Suhl. So weit reicht das Sachsen-Anhalt-Ticket, das man eigentlich Mitteldeutschlandticket nennen sollte... In Suhl holte uns Kollege Angelstein vom Bahnhof ab und zeigte uns die Stadt. Das war auch sehr gut so, denn während die Innenstadt mit ihren vielen Plattenbauten und den wenigen historischen Gebäuden - zwei ordentliche Kirchen, ein schönes Rathaus und mehrere Fachwerkgebäude, eines davon beherbergt übrigens das Waffenmuseum - doch recht fußläufig ist, ist das schönste an Suhl, die Berglandschaft, doch nur mit Fahrrad oder Auto zu erschließen. Nachdem wir also bei Angelstein Teetrinken waren, setzte sich dieser ans Steuer seines Wagens, kürzte durch die Fußgängerzone ab, zeigte uns noch ein paar berüchtigte Plattenbauviertel und fuhr uns zur Kapelle auf halber Berghöhe. Von dieser hat man einen schönen Blick auf die Innenstadt. Noch etwas höher, nämlich auf der Bergkuppe mit dem Bismarckturm, hat man dann einen Rundumblick und sieht auch unter anderem das Auestadion, was unsere nächste Stadion sein sollte.
Da Angelstein die Meinung vertritt, dass nur Fußball spielen und nicht Fußball gucken Spaß macht, trennten sich unsere Wege vor dem Stadiontor. Irgendwie lungerten erstaunlich viele Ordner - nämlich vier - vor dem Tor herum. Kontrolliert hat uns natürlich keiner von denen und ausgerechnet der älteste Ordner riss die Karten ein. Der konnte doch kaum den Karton einreißen, mit seinen zittrigen Händen...
Noch schnell eine Roster vom Grill und dann ging das Spiel auch schon los. Kaum waren wir halb um den Platz herum gelaufen, schon fiel das 1:0, glücklicherweise in das Tor, hinter dem wir gerade standen. Der Ausgleich folgte gut 20 Minuten später. Bis zur Pause gab es einige nennenswerte Szenen, unter anderem einen Lattenknaller von Suhl, doch war das Spiel kaum auf durchschnittlichem Niveau.
In der zweiten Halbzeit wurde es dann streckenweise richtig schwach, ehe Bischleben/ Möbisburg mit zwei riesigen Chancen die Suhler wach machte, die 20 bzw. 2 Minuten vor dem Ende mit zwei schönen Toren - erst einem Distanzschuss mit Aufsetzer ins Eck, und dann hervorragend herausgespielt - den Sieg klar machte.
Wir gingen dann nach Abpfiff gleich aus dem Stadion und liefen in die Innenstadt. Der Chinese hatte zu, der Türke auch, das Kartoffelhaus so wie so. Blieb also nur noch eine Kneipe mit wirklich freundlicher Bedienung und ziemlich asozialen Gästen. Aber auch die Besoffenen störten nicht so sehr und der Lammbraten mit Rotkohl und Klößen war ordentlich.
Mit teils überfüllten Zügen ging es wieder via Erfurt nach Merseburg zurück.
Statistik:
Ground Nr. 296 (ein neuer Ground; diese Saison: 66 neue)
Sportveranstaltung Nr. 785 (diese Saison: 152)
Tageskilometer: 330 (310 Bahn, 20 Auto)
Saisonkilometer: 22.090 (12.020 Auto/ 3.650 Bahn/ 3.560 Rad/ 2.960 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 5
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 142

Fotos unter:
Sozialistische Bauten und hoch überm Thüringer Wald
Suhler SV gegen Bischleben-Möbisburg