Freitag, 21. August 2015

W473III: Eifelvorland

VfR Flamersheim 1928 ................................. 1
SV Sötenich 1919 ........................................... 3
- Datum: Donnerstag, 20. August 2015 – Beginn: 19.30
- Wettbewerb: Kreisliga B Euskirchen, Staffel 1 (9. Liga, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-3 nach 93 Min. (45/48) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 9. Tobias Samson, 0-2 49. Tobias Samson, 1-2 56. Philipp Dordel, 1-3 91. Eugen Stier
- Verwarnungen: Philip Voosen (Flamersheim); Jens Fischer, NN, XY (Sötenich)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportanlage Flamersheim (Kap. 1.040, davon 40 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 2 Gästefans und 12 Neutrale)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Besseres Mittelmaß)

VfR Flamersheim 1928 C ............................. 5
SpVgg Wesseling-Urfeld 1946 C .................. 0
- Datum: Donnerstag, 20. August 2015 – Beginn: 18.00
- Wettbewerb: C-Junioren Testspiel (C-Junioren Bezirksliga Mittelrhein Staffel 4; 2. U15-Liga gegen C-Junioren Sonderstaffel Mittelrhein 13; 3. U15-Liga)
- Ergebnis: 5-0 nach 70 Min. (35/35) – Halbzeit: 2-0
- Tore: 1-0 31. NN, 2-0 35. NN, 3-0 47. Nr. 7, 4-0 48. Nr. 7, 5-0 49. Nr. 9
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportanlage Flamersheim (Kap. 1.040, davon 40 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 25 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Durchschnitt) Sportanlagen Flamersheim Photos with English Commentary:
a) Football: Flamersheim v Sötenich Men’s Amateur League & Flamersheim U15 v Wesseling-Urfeld U15 Under-Aged Friendly Match
b) Sightseeing: Euskirchen Region; Buschhoven, Morenhoven, Müttinghoven, Flerzheim, Lüftelberg, Ramershoven, Oberdrees, Niederdrees, Ringsheim, Schweinheim, Kloster Schweinheim, Hardtburg, Niederkastenholz, Flamersheim

Eine größere Radtour ins östliche/ südöstliche Umland von Euskirchen: die erste Besichtigung legte ich in Buschhoven ein, wo es ein verbaute Wasserburg gegenüber einer modernen Kirche gibt. In Morenhoven ist das Schloss von Arschlöchern bewohnt und verrammelt. In Müttinghoven kann man die sehr ähnliche Anlage gut einsehen. Flerzheim hat eine ganz ordentliche Kirche und ein kleines Kloster zu bieten. Lüftelberg eine schöne Kirche, ein von einer schweizer Firma besetztes Schloss, dass man aber ganz gut einsehen kann, und einen lächerlichen Aquäduktrest aus der Römerzeit der rekonstruiert wurde. Ramershoven hat eine kleine Kirche und ein paar Fachwerkhäuser, in Oberdrees stehen mehr davon, während in Niederdrees eine kuriose Wegkapelle direkt neben einem Trafohaus steht. Ringsheim hat eine bessere Schlossanlage zu bieten mit zwei sehr markanten Türmen, aber natürlich darf man auch hier nicht mal auf den Hof: das ist eine richtige Seuche mit diesen verkommenen Privatleuten, die ihre Schlösser verrammeln. In Schweinheim kann man das Schloss besser einsehen, etwas Fachwerk gibt es auch zu sehen und außerhalb in einem Tal, das bereits richtig in der Rureifel liegt, steht das eher unspektakuläre Kloster Schweinheim.

Die einzige gute Besichtigung in dieser scheiß Ecke war die Hardtburg. Die liegt im Wald als eine Wasserburg, ist eine Ruine deren Vorburg vom Forstamt genutzt wird und deren Kernburg einen schönen Bergfried und massive mehrreihige Mauern hat. Sie ist nur deshalb zugänglich, da sie dem Land Nordrhein-Westfalen gehört. Hätte die sich auch ein Privatmann unter den Nagel gerissen, hätte das Eifelvorland gar keine brauchbaren Sehenswürdigkeiten mehr. Denn im benachbarten Niederkastenholz ist das Schloss auch von einem Privatheini in Beschlag genommen und verrammelt. In dem Kaff gibt es noch eine bessere Kapelle. Schließlich landete ich in Flamersheim, wo es Hotellerie und Gastronomie am Schloss gibt. Im Schloss direkt scheinen aber nur die Adligen zu wohnen, die ja im Gegensatz zur DDR nie enteignet wurden. So asozial und kriminell diese Machenschaften der Sowjets und SED auch waren – dem Tourismus heute hat es enorm gut getan, wenn man die ganzen touristisch erschlossenen Burgen und Schlösser auf dem Gebiet der ehemaligen DDR gegen die verrammelten Privatschlösser in diesem scheiß NRW stellt! Hardtburg Castle Ruin (near Euskirchen) In Flamersheim war ich so früh auf dem Platz, der ein ausbautenloser aber ganz schön gelegener und von Büschen und Bäumen umgebener Hartplatz mit ein paar Sitzgelegenheiten und ganz primitiven Vereinsheim ist, dass ich noch das inoffizielle C-Junioren Testspiel mitbekam. Das war nirgendwo bei fussball.de oder so erwähnt und wurde zwischen der ziemlich hochklassig spielenden U15 der Flamersheimer und der SpVgg Wesseling-Urfeld, eine Liga darunter kickend, ausgespielt. Kaum hatte ich das eine freundliche Ehepaar wegen der Partie ausgefragt, schon fiel das erste Tor. Kurz darauf das 2:0. Nach dem Seitenwechsel drehte Flamersheim richtig auf und erzielte das 3:0, 4:0 und 5:0. Das war es dann aber auch schon weitestgehend: gegen die schwache Wesselinger Mannschaft wäre sogar noch mehr drin gewesen als „nur“ ein 5:0!

Bei den Männern sah es anders aus: im ersten Ligaspiel das ich diese Saison sehe (für die Kreisliga B Partie nahm der freundliche Kassierer 2€, was gerade noch im Rahmen ist), ging der Gast früh in Führung und bestimmte auch das Spiel. Meistens tat sich nur etwas vorm Flamersheimer Tor. Die Sötenicher machten zwar mal kurz ziemliches Geschrei wegen einer Schauspieleinlage eines Heimakteurs, aber ansonsten blieb es ruhig und Sötenich schoss einfach noch mal ein Tor, nämlich gleich nach der Pause. Relativ schnell war jedoch der alte Ein-Tor-Abstand wiederhergestellt nach einem Kopfball aus Nahdistanz. Erst in der Nachspielzeit fiel noch ein Treffer: das verdiente 1:3 für den Gast! VfR Flamersheim 1:3 SV Sötenich Statistik:
- Grounds: 1.442 (1 neuer; diese Saison: 27 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.462 (2; diese Saison: 28)
- Tageskilometer: 90 (90km Fahrrad)
- Saisonkilometer: 4.370 (3.690 Auto/ 430 Fahrrad/ 250 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Flugzeug/ 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 30 [letzte Serie: 93, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 472.

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