Samstag, 29. November 2014

W435I: Soester Börder, Paderborner Land und Eisdom Halle

Mitteldeutscher EC Saalebulls Halle ............................... 7
Freier Akademisches Sportverein Siegmundshof Berlin 3
- Datum: Freitag, 28. November 2014 – Anbully: 20.00
- Wettbewerb: 3. Deutsche Eishockey Liga, Oberliga Ost (3. Spielklasse, 1. Amateurliga)
- Ergebnis: 7-3 nach 60 Min. (3x20) – Drittelergebnisse: 3-1, 2-1, 2-1
- Tore: 1-0 3. Matt Abercrombie, 2-0 15. Philipp Gunkel, 3-0 18. Daniel Lupzig, 3-1 20. Christian-Alexander Leers, 3-2 34. Fabio Patrzek, 4-2 36. Robin Sochan, 5-2 40. Daniel Lupzig, 5-3 42. Fabio Patrzek, 6-3 57. Troy Bigam, 7-3 60. Matthias Schubert
- Strafen: Christopher Gard 6 Min. (2; 2+2), Robin Sochan 2, Alexander Zille 2, Philipp Gunkel 2, Eric Wunderlich 2 (Halle = 14 Minuten); Patrick Neugebauer 6 Min. (2+2+2), Nils Watzke 2, Max Janke 2, Ricco Ratajczyk 2 (Berlin = 12 Minuten)
- Spielort: sogenannter Sparkassen Eisdom (Kap. 3.000, davon 1.100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 1.100 (davon ca. 2-3 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Ganz ordentliches Spiel)  
Photos with English Commentary:
a) Ice Hockey in Halle: MEC Saalebulls Halle v F.A.S.S. Berlin
b) Soester Börde: Lippstadt, Schwarzenraben, Vernaburg, Geseke, Eringerfeld, Rüthen
c) Ost-Westfalen: Harth-Ringelstein, Büren, Erpernburg, Wewelsburg, Böddeken

Letzten Novemberwochenende, Pendlerwochenende. Diesmal ging es Freitagvormittag los. In der Soester Börde und dem Paderborner Land hatte ich mir einige Sehenswürdigkeiten auf dem Weg nach Merseburg vorgenommen.

Lippstadt hat eine ganz ansehnliche Innenstadt mit einer schön ausgestalteten Renaissance(oder so)-Kirche. In Schwarzenraben gibt es keine schwarzen Raben aber ein gelbes neobarockes Wasserschloss zu sehen. Geseke hat zwei ansehnliche Kirchen und zwei Fachwerkhäuser in der durchsetzten Innenstadt stehen. Die Vernaburg ist eine große Wasserburg mit Bausubstanz verschiedener Jahrhunderte, wobei die älteren Teilen in Ruinen liegen und die neueren bewohnt sind – und die Idioten schotten sich leider ab und lassen Besucher nur bis zum Tor oder eben auf das hinten angrenzende Feld zum Gucken auf die Ferne. In Eringerfeld kann man ums wuchtige Barockschloss mit dem ebenso großen Nebengebäude herumlaufen, doch das Hotel-Restaurant ist aufgegeben. Ohnehin wirkt der Ort aufgegeben: die Jugendherberge schien zwar in Betrieb, aber die Sportanlagen wie auch Gebäude sahen mies aus. Weiter ging es nach Rüthen, wo es ein Stadttor und Wallanlagen gibt. Ansonsten ist nur ein Kreisverkehr mit einem originellen Kunstwerk (ein Esel der eine Weltkugel auf dem Rücken hat auf der wiederum ein Biber – oder soll das eine Bisamratte sein? – hockt) darin sehenswert.

Danach der Übergang ins Paderborner Land. In Harth-Ringelstein steht eine Burg auf dem Bergsporn, die als Scheinruine wiedererrichtet wurde und auch nach wie vor weiter hergerichtet wird. Trotz schöner Lage ist die Burg nicht gerade eindrucksvoll. In Büren weiß man schon mehr Eindruck zu schinden: das Jesuitenkolleg mit reich gestalteter barocker Kirche ist ein schlossähnlicher und nun als Schule dienender Bau. Als was das Schloss mit Gutsanlagen in Erpernburg dient, ist mir nicht klar: man darf laut Beschilderung nicht mal ranfahren – lustig, wie doof die Arschlöcher dort glotzen, wenn man doch vors Tor gefahren kommt und einfach mal Fotos macht. Bei den komischen Leuten dort würde ich an Stelle der Polizeidirektion Paderborn aber mal die Drogenhunde im Schlosspark Gassi führen – nicht dass da ein paar Pflänzchen gezüchtet werden... Seriöser und sozialer ist die Nutzung der Wewelsburg, die natürlich auch ein anderes Kaliber als die Erpernburg ist. Die Wewelsburg wurde allerdings fälschlich lange als die einzige Dreiecksburg Deutschlands bezeichnet. Es gibt noch etwa drei weitere Burganlagen, die einen dreieckigen Baukörper haben. Bekannt ist v.a. die in der Pfalz liegende Burg Altleiningen. Aber die Wewelsburg ist wohl die besterhaltene und sehenswertes dieses seltenen Burgentyps. Vor der Wewelsburg entschied ich mit Blick auf die noch viel zu reichliche Zeit statt in Geseke Fußball zu gucken doch nur noch das landschaftlich schön gelegene und sehr gut erhaltene Kloster Böddeken zu besuchen und dann direkt nach Merseburg zu fahren.  
Von Merseburg ging es dann bald darauf nach Halle weiter, wo ich mich meinem Vater und zwei Kollegen anschloss, die uns freundlicherweise zum Spiel der Saalebulls gegen FASS Berlin eingeladen hatten. Ich hatte am Sonntag ohnehin schon geplant, die neue Ballsporthalle zu besuchen – da Halle ja nun auch eine neue Eissporthalle hat, lohnte das Kommen für mich besonders.

Die neue Eissporthalle ist wenige Hundert Meter von der alten direkt neben der Handballhalle des USV (Universitätssporthalle Selkestraße) gebaut worden. Von außen ein unattraktiver Blechkasten, von innen ein seltsam zusammengepfriemeltes, kaltes Lagerhaus. Aber man muss sagen, hier wurde aus der Notlösung heraus das Beste gemacht: Stehränge aus Stahlrohrtribünen hinter den Toren, Sitztribünen mit Plastesitzen auf den Längsseiten und für einige VIPS auch Barhocker mit Tisch davor hinter der letzten Reihe, welche wiederum mit Polstersesseln bestückt ist. Beleuchtung geht auch so halbwegs. Die Tonanlage konnte auch unablässig malträtiert werden. Die Halle ist also gar nicht so schlecht!

Das Spiel fing auch gut an, gingen die Saalebulls doch in Führung. In einem weitestgehend einseitigen ersten Drittel schien der Gastgeber mit einer 3:0 Führung schon alles klar gemacht zu haben, doch kurz vor der Pausensirene der erste Treffer für den Gast und nach der Eisaufbereitung der Anschlusstreffer für Berlin. Halle war dann jedoch konzentrierter und zog bis auf 5:2 davon. Nach einem kurzen Aufbäumen der Berliner zu Beginn des Schlussdrittels würgte Halle den Fässern noch zwei Tore herein, sodass beide Male ein paar schlechte Verlierer aufseiten der Berliner mit handfesten Auseinandersetzungen anfingen. Außer Schlägereien zeigte die Gurkentruppe von FASS aber mal wieder nicht viel auf dem Eis...  
Statistik:
- Grounds: 1.240 (heute 1 neuer; diese Saison: 86 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.233 (heute 1; diese Saison: 121)
- Tageskilometer: 590 (590km Auto)
- Saisonkilometer: 22.960 (17.470 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 1.190 Fahrrad/ 700 öffentliche Verkehrsmittel/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 9 [letzte Serie: 1, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 435

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