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Samstag, 23. September 2017

W582I-II: Hansa in Paderborn und Amateurfußball in MV

SC Paderborn 07 ...................................................... 2
F.C. Hansa Rostock .................................................. 1
- Datum: Freitag, 22. September 2017 – Beginn: 19.00
- Wettbewerb: 3. Liga (3. deutsche Fußballliga)
- Ergebnis: 2-1 nach 96 Min. (46/50) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 38. Bertels, 1-1 53. Wannenwetsch, 2-1 88. Srbeny
- Gelbe Karten: 2x Henning, 1x Hüsing (1x Hansa)
- Rote Karten: Bertels von Paderborn (94. Tätlichkeit); Henning und Väyrynen von Hansa (86. wdh. Foulspiel bzw. 93. angeblich grobes Foulspiel)
- Austragungsort: sogenannte Benteler Arena (Kap. 15.000, davon 5.800 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 9.500 (davon ca. 1.500 Gästefans und 8.970 zahlende)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes Spiel mit unglücklichem Ende für Hansa)

Grevesmühlener FC A ............................................ 2
SG Sportfreunde Schwerin/ Neumühler SV A ..... 0
- Datum: Samstag, 23. September 2017 – Beginn: 10.30
- Wettbewerb: Landesliga A-Junioren, Mecklenburg-Vorpommern, Staffel III (4. & unterste U19-Liga)
- Ergebnis: 2-0 nach 91 Min. (45/46) – Halbzeit: 0-0
- Tore: 1-0 75. Stolte, 2-0 80. Kodanek
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Stadion am Tannenberg (Kap. 3.400, davon 400 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 2 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Wurde nach dürftiger erster Hälfte ein ganz gutes Spiel)

Mecklenburger SV 1950 (Dorf Mecklenburg) ..... 1
Mallentiner SV 64 ................................................... 0
- Datum: Samstag, 23. September 2017 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Kreisoberliga Schwerin/ Nord-West-Mecklenburg (9. Spielklasse, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-0 nach 95 Min. (45/50) – Halbzeit: 0-0
- Tor: 1-0 56. Florian Rohde
- Gelbe Karten: Peters, NN (MSV); T. Reiche, Burchert (Malle)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Stadion an der Windmühle (Kap. 2.100, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 35 (davon ca. 4 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 1,5/10 (Grauenhafter Kick) SC Paderborn 2:1 F.C. Hansa Rostock Photos with English Commentary:
a) 3rd Division: Paderborn vs. Hansa Rostock
b) Amateur League 4: Mecklenburger SV vs. Mallentin
c) Under-19 League 4: Grevesmühlen vs. SG Schwerin
d) Sightseeing Mecklenburg: Old Harbour of Wismar

Es geht in die Golfregion für eine Woche, quasi als Geburtstagsgeschenk für den Alten Groundhopper... Damit er es bequemer hat, fliegen wir von Berlin – war die gleiche Preislage wie von Köln und bevor er für die Zugtickets Rostock-Köln-Rostock mehr bezahlt als ich für die Tankfüllungen, komm ich lieber gleich in Verbindung mit dem runden Leder per Auto nach Rostock. SC Paderborn 2:1 F.C. Hansa Rostock Praktischerweise spielte der FCH auf halbem Weg am Freitag: dass diese  Drecks-Dritte-Liga-Verwaltung fast alle Hansaspiele zur Vergraulung der Fans auf einen Freitag gelegt hat, passt mir arbeitstechnisch gar nicht in den Kram, aber dieses Freitagsspiel war terminlich OK für mich. Mein Vater hatte Karten für den Gästeblock geholt und reiste mit dem Zug an. Der Gästeblock besteht in der am Stadtrand gelegenen, hässlichen 0815-„Arena“ aus einem engen Stehplatzbereich mit schlechter Sicht und einem guten Sitzplatzbereich mit weitestgehend freier Sicht. Das architektonisch selten hässliche Stadion wurde von den deutlich über 1.000 Rostocker gerockt – aktive Fans gab es auf Heimseite nur in einem Viertel der Hintertorseite. Aber immerhin war es recht voll. Hansa war gegen den Spitzenreiter weitgehend gleichwertig, Paderborn war aber besser im Sturm und sicherer in der Abwehr – so nutzten sie einen Fehler in der Verteidigung zum 1:0 vor der Pause. Nach dem Seitenwechsel legte das Spiel nochmals an Qualität zu. Hansa glich verdient aus, in dem sie den Torwart ausspielten. Der teilweise zweifelhaft pfeifende Schiri schmiss dann in der Schlussphase mit Karten um sich. Paderborn kam dann mit einem Mann mehr zum glücklichen 2:1 in der 88. In der Nachspielzeit hieß es nach Tumulten um ein Foul nur noch 10 gegen 9. Trainer Dotchev musste dann auch noch auf die Tribüne. Sehr ärgerlich, dass Hansa hier nicht wenigstens unentschieden gespielt hat! Grevesmühlener FC A 2:0 SG Sportfreunde Schwerin/ Neumühle A In Rostock waren wir um 2 Uhr. Nach kaum 5 Stunden Schlaf machten wir einen Ausflug nach Nordwest-Mecklenburg. In Grevesmühlen gibt es eine tolle Sportanlage am Tannenberg mit vier Plätzen. Besonders der Hauptplatz mit seiner mehrreihigen Tribüne mit einigen Holzbänken vor dem großen und modern sanierten Sozialtrakt ist sehr schön. Tannen und andere Bäume gibt es auch genug. Bruchvolk ebenso.

Auch wenn die A-Jugend höchst zwielichtig aussah, spielte sie fair gegen ebenso faire und zur Hälfte mit Flüchtlingen oder Zuwanderern spielende Gäste von Sportfreunde Schwerin/ Neumühle. Beide Teams ließen furchtbar viele Chancen liegen. Erst in der Schlussviertelstunde gelang ein Doppelschlag der Gastgeber zum 2:0 Endstand. Grevesmühlener FC A 2:0 SG Sportfreunde Schwerin/ Neumühle A Dann ging es zurück nach Wismar, eine Runde Boule am Alten Hafen und Essen beim Döner am Wiesengrund. Alter Hafen Wismar Und da ein Spiel nicht reicht, steuerten wir Dorf Mecklenburg an. Zwischen der historischen Windmühle und dem neuen Netto-Supermarkt steht das sehr interessante Stadion des Mecklenburger SV. Oftmals wird auch im Bahnhofsweg gekickt, der Platz ist aber scheiße. An der Windmühle ist sehr kurios: der oben gelegene Eingang führt nach unten zum verschachtelten Sozialtrakt vor dem eine zweireihige Tribüne mit Holzbänken liegt. Gegenüber befindet sich, sehr weit weg vom Feld, eine dreireihige, völlig heruntergekommene Sitztribüne mit nur noch einer einzelnen Bank und einer Anzeigetafel. Sehenswert ist das Wandbild vorm Supermarkt mit Dorfkirche, Windmühle und Fußballszene.

Alles andere als sehenswert war der Kick. Und das war Kreisoberliga! Was Dorf Mecklenburg und Mulsow (Kirch-Mummendorf) da anboten, war absolute scheiße. In der zweiten Hälfte gab es mal phasenweise Fußball: ein Weitschuss zum 1:0, ein Lattentreffer der Gäste, einmal Verteidiger der Gäste auf der Linie klärend. Aber mehr als das langweilige 1:0 war nicht drin. Mecklenburger SV 1:0 SV Mallentin Statistik:
- Grounds: 2.014 (3; diese Saison: 33 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.159 (3; diese Saison: 54)
- Tourkilometer: 850km (670km Auto + 180km Auto)
- Saisonkilometer: 8.020 (7.630 Auto, davon 0 Mietwagen/ 390 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 5 [letzte Serie: 108, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 582 Wochen.

Montag, 12. Januar 2015

W441II: Squash in Paderborn

Paderborner Squash Club I ....................................... 4
1. Squash Club Diepholz I .......................................... 0
- Datum: Samstag, 10. Januar 2015 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Squash Bundesliga Herren Nord (1. Spielklasse im Squash, Halbprofiliga)
- Ergebnis: 4-0 nach 4 Spielen von insgesamt ca. 130 Min. – Sätze: 12-0, Spielpunkte: 132-46
- Begegnungen: Lennart Osthoff 3:0 (11:4, 11:3, 11:3) Dennis Jensen, Timothy Garner 3:0 (11:5, 11:6, 11:7) Luis Das Neves, Simon Rösner 3:0 (11:4, 11:6, 11:3) Norman Junge, Raphael Kandra 3:0 (11:1, 11:1, 11:3) Julian Söhnchen
- Spielort: Lightpower Centercourt im Ahorn-Squash des Ahornsportparks (Kap. 45 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 2-3 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Einseitiger geht es nicht, aber Paderborn demonstrierte wie man diese nicht allzu interessante Sportart auf Spitzenniveau betreibt)  
Photos with English Commentary:
a) German Squash Championship: Paderborner SC defeat SC Diepholz
b) Ostwestfalen: Paderborn Old Town and Schloß Neuhaus Palace

Aufgrund dessen, dass ich das NRW-Semesterticket habe, habe ich mir doch noch einmal die lange Fahrt nach Ost-Westfalen angetan. Hin über Köln und Hamm, zurück nur mit einem Umstieg in Köln. Diesmal war Paderborn das Ziel. Paderborn ist eine der sehenswerteren Städte in NRW. Zwar ist die Altstadt völlig zerpflückt und überwiegend mit Betonbauten der 1950er und 60er verschandelt, aber mit einigen vereinzelt in dem ganzen Müll herumstehenden historischen Bauten weiß die Provinzstadt doch zu gefallen. Besonders der innen herausragend gestaltete Dom – von außen nicht unbedingt so spektakulär – lohnt einen Besuch. Auch barocke und die eine gotische Kirche (neben dem Dom) sowie das als Schule genutzte Schloss wissen zu beeindrucken. Noch sehenswerter als das Schloss in der Stadtmitte ist allerdings jenes im Nachbarort Schloß Neuhaus, das ein sehr großflächiges und (außer im Innenhof) symmetrisches Wasserschloss mit Barockgarten ist.  
Das Groundhoppingprogramm in Paderborn sah keinen Besuch beim SC (Sport Club) Paderborn, sondern beim Paderborner SC (Squash Club) vor. Neben Worms ist Paderborn die einzige Spitzenmannschaft im deutschen Squash, in der Nordstaffel der Bundesliga sind sie überlegener Tabellenführer und trafen heute auf dem Centercourt vom Ahorn-Squash, der Squash-Anlage die sich im Ahornsportpark befindet, auf den abgeschlagenen Zweitplatzierten Diepholz.

Beim Squash geht es ja darum, in einer Art Raum, der auf drei Seiten von Betonwänden und auf der vierten (zu den Zuschauern hin) von Plexiglas begrenzt wird, einen Gummiball mit einem Schläger (leicht anders als ein Tennisschläger) so gegen die Wände zu donnern, dass der Gegner nicht mehr an den Ball kommt und ihn regelkonform zurückspielen kann. Beim Paderborner Centercourt ist zum Plexiglas hin eine Tribüne mit sechs Stufen errichtet, die 45 Zuschauern Platz bietet. Bei Spielen wie heute kommen bei 6€ Eintritt so „viele“ Leute, dass auch die Treppen und der Geländerumgang zum Gucken benutzt werden.

Mitten unter den Zuschauern sitzt der Schiedsrichter, der gleichzeitig die Punkte notiert und per Mikro ansagt. Originell sind seine Durchsagen, wenn die Spieler – die oft ziemlich herumkaspern – fluchen: dann redet er sie mit Vornamen an und meint „hier sind Kinder“ oder „jetzt reiß dich mal zusammen und spiel weiter“. Ab und an wird auch aus dem Court heraus mit dem Schiri diskutiert, aber heute gab es nicht viel zu diskutieren, da Paderborn wie üblich völlig überlegen war und Diepholz nicht wettbewerbsfähig gegen ein Team, das die Nr. 1 und Nr. 2 der deutschen Squash-Auswahl in seinen Reihen hat. Am Ende gab Paderborn nicht einen Satz in den vier Spielen ab und baute die unangefochtene Tabellenführung weiter aus.  
Statistik:
- Grounds: 1.262 (heute 1 neuer; diese Saison: 108 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.262 (heute 1; diese Saison: 150)
- Tageskilometer: 520 (500km Bahn, 20km Rad)
- Saisonkilometer: 30.880 (23.220 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 2.800 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.340 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 3 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 441

Samstag, 29. November 2014

W435I: Soester Börder, Paderborner Land und Eisdom Halle

Mitteldeutscher EC Saalebulls Halle ............................... 7
Freier Akademisches Sportverein Siegmundshof Berlin 3
- Datum: Freitag, 28. November 2014 – Anbully: 20.00
- Wettbewerb: 3. Deutsche Eishockey Liga, Oberliga Ost (3. Spielklasse, 1. Amateurliga)
- Ergebnis: 7-3 nach 60 Min. (3x20) – Drittelergebnisse: 3-1, 2-1, 2-1
- Tore: 1-0 3. Matt Abercrombie, 2-0 15. Philipp Gunkel, 3-0 18. Daniel Lupzig, 3-1 20. Christian-Alexander Leers, 3-2 34. Fabio Patrzek, 4-2 36. Robin Sochan, 5-2 40. Daniel Lupzig, 5-3 42. Fabio Patrzek, 6-3 57. Troy Bigam, 7-3 60. Matthias Schubert
- Strafen: Christopher Gard 6 Min. (2; 2+2), Robin Sochan 2, Alexander Zille 2, Philipp Gunkel 2, Eric Wunderlich 2 (Halle = 14 Minuten); Patrick Neugebauer 6 Min. (2+2+2), Nils Watzke 2, Max Janke 2, Ricco Ratajczyk 2 (Berlin = 12 Minuten)
- Spielort: sogenannter Sparkassen Eisdom (Kap. 3.000, davon 1.100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 1.100 (davon ca. 2-3 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Ganz ordentliches Spiel)  
Photos with English Commentary:
a) Ice Hockey in Halle: MEC Saalebulls Halle v F.A.S.S. Berlin
b) Soester Börde: Lippstadt, Schwarzenraben, Vernaburg, Geseke, Eringerfeld, Rüthen
c) Ost-Westfalen: Harth-Ringelstein, Büren, Erpernburg, Wewelsburg, Böddeken

Letzten Novemberwochenende, Pendlerwochenende. Diesmal ging es Freitagvormittag los. In der Soester Börde und dem Paderborner Land hatte ich mir einige Sehenswürdigkeiten auf dem Weg nach Merseburg vorgenommen.

Lippstadt hat eine ganz ansehnliche Innenstadt mit einer schön ausgestalteten Renaissance(oder so)-Kirche. In Schwarzenraben gibt es keine schwarzen Raben aber ein gelbes neobarockes Wasserschloss zu sehen. Geseke hat zwei ansehnliche Kirchen und zwei Fachwerkhäuser in der durchsetzten Innenstadt stehen. Die Vernaburg ist eine große Wasserburg mit Bausubstanz verschiedener Jahrhunderte, wobei die älteren Teilen in Ruinen liegen und die neueren bewohnt sind – und die Idioten schotten sich leider ab und lassen Besucher nur bis zum Tor oder eben auf das hinten angrenzende Feld zum Gucken auf die Ferne. In Eringerfeld kann man ums wuchtige Barockschloss mit dem ebenso großen Nebengebäude herumlaufen, doch das Hotel-Restaurant ist aufgegeben. Ohnehin wirkt der Ort aufgegeben: die Jugendherberge schien zwar in Betrieb, aber die Sportanlagen wie auch Gebäude sahen mies aus. Weiter ging es nach Rüthen, wo es ein Stadttor und Wallanlagen gibt. Ansonsten ist nur ein Kreisverkehr mit einem originellen Kunstwerk (ein Esel der eine Weltkugel auf dem Rücken hat auf der wiederum ein Biber – oder soll das eine Bisamratte sein? – hockt) darin sehenswert.

Danach der Übergang ins Paderborner Land. In Harth-Ringelstein steht eine Burg auf dem Bergsporn, die als Scheinruine wiedererrichtet wurde und auch nach wie vor weiter hergerichtet wird. Trotz schöner Lage ist die Burg nicht gerade eindrucksvoll. In Büren weiß man schon mehr Eindruck zu schinden: das Jesuitenkolleg mit reich gestalteter barocker Kirche ist ein schlossähnlicher und nun als Schule dienender Bau. Als was das Schloss mit Gutsanlagen in Erpernburg dient, ist mir nicht klar: man darf laut Beschilderung nicht mal ranfahren – lustig, wie doof die dort glotzen, wenn man doch vors Tor gefahren kommt und einfach mal Fotos macht. Bei den komischen Leuten dort würde ich an Stelle der Polizeidirektion Paderborn aber mal die Drogenhunde im Schlosspark Gassi führen – nicht dass da ein paar Pflänzchen gezüchtet werden... Seriöser und sozialer ist die Nutzung der Wewelsburg, die natürlich auch ein anderes Kaliber als die Erpernburg ist. Die Wewelsburg wurde allerdings fälschlich lange als die einzige Dreiecksburg Deutschlands bezeichnet. Es gibt noch etwa drei weitere Burganlagen, die einen dreieckigen Baukörper haben. Bekannt ist v.a. die in der Pfalz liegende Burg Altleiningen. Aber die Wewelsburg ist wohl die besterhaltene und sehenswertes dieses seltenen Burgentyps. Vor der Wewelsburg entschied ich mit Blick auf die noch viel zu reichliche Zeit statt in Geseke Fußball zu gucken doch nur noch das landschaftlich schön gelegene und sehr gut erhaltene Kloster Böddeken zu besuchen und dann direkt nach Merseburg zu fahren.  
Von Merseburg ging es dann bald darauf nach Halle weiter, wo ich mich meinem Vater und zwei Kollegen anschloss, die uns freundlicherweise zum Spiel der Saalebulls gegen FASS Berlin eingeladen hatten. Ich hatte am Sonntag ohnehin schon geplant, die neue Ballsporthalle zu besuchen – da Halle ja nun auch eine neue Eissporthalle hat, lohnte das Kommen für mich besonders.

Die neue Eissporthalle ist wenige Hundert Meter von der alten direkt neben der Handballhalle des USV (Universitätssporthalle Selkestraße) gebaut worden. Von außen ein unattraktiver Blechkasten, von innen ein seltsam zusammengepfriemeltes, kaltes Lagerhaus. Aber man muss sagen, hier wurde aus der Notlösung heraus das Beste gemacht: Stehränge aus Stahlrohrtribünen hinter den Toren, Sitztribünen mit Plastesitzen auf den Längsseiten und für einige VIPS auch Barhocker mit Tisch davor hinter der letzten Reihe, welche wiederum mit Polstersesseln bestückt ist. Beleuchtung geht auch so halbwegs. Die Tonanlage konnte auch unablässig malträtiert werden. Die Halle ist also gar nicht so schlecht!

Das Spiel fing auch gut an, gingen die Saalebulls doch in Führung. In einem weitestgehend einseitigen ersten Drittel schien der Gastgeber mit einer 3:0 Führung schon alles klar gemacht zu haben, doch kurz vor der Pausensirene der erste Treffer für den Gast und nach der Eisaufbereitung der Anschlusstreffer für Berlin. Halle war dann jedoch konzentrierter und zog bis auf 5:2 davon. Nach einem kurzen Aufbäumen der Berliner zu Beginn des Schlussdrittels würgte Halle den Fässern noch zwei Tore herein, sodass beide Male ein paar schlechte Verlierer aufseiten der Berliner mit handfesten Auseinandersetzungen anfingen. Außer Schlägereien zeigte die Gurkentruppe von FASS aber mal wieder nicht viel auf dem Eis...  
Statistik:
- Grounds: 1.240 (heute 1 neuer; diese Saison: 86 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.233 (heute 1; diese Saison: 121)
- Tageskilometer: 590 (590km Auto)
- Saisonkilometer: 22.960 (17.470 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 1.190 Fahrrad/ 700 öffentliche Verkehrsmittel/ 20 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 9 [letzte Serie: 1, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 435