Mittwoch, 13. März 2024

W3.0167II: Doppler mit Direktanbindung in Ostwestfalen

FC Rot-Weiß Kirchlengern 1929

6 : 1 (5:1)

Sportfreunde Deutsche Jugendkraft Mastbruch 1951

- Datum: Sonntag, 10. März 2024 – Beginn: 15.30
- Wettbewerb: Landesliga Westfalen, Staffel 1 (7. Spielklasse, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 6-1 nach 94 (48/46) Minuten – Halbzeit: 5-1

- Tore: 0-1 6. Canetto, 1-1 19. Wüllner, 2-1 22. Marten, 3-1 35. Putrino, 4-1 42. Wüllner, 5-1 45.+1 Putrino, 6-1 82. Yildirim

- Verwarnungen: 3x Kirchlengern

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Sportanlage an der Else (Kap. 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 170 (davon 150 zahlende und mind. 10 Gästefans)
- Spielbewertung: 7,0/10

Turn- und Rasensport Löhne 1910 II

1 : 4 (0:3)

Fußballclub Exter 1947 III

- Datum: Sonntag, 10. März 2024 – Beginn: 12.45
- Wettbewerb: Kreisliga C, Herford, Gruppe 1 (11. und unterste Spielklasse, 7. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-4 nach 92 (47/45) Minuten – Halbzeit: 0-3

- Tore: 0-1 6. Widdecke, 0-2 17. Widdecke, 0-3 32. Ziemann, 1-3 48. Hartmann, 1-4 57. Widdecke

- Verwarnungen: je 1x Löhne und 1x Exter

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Sportanlage Obernfeld / TuRa 1910 (Kap. 2.330, davon 30 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 30 (davon mind. 5 Gästefans)
- Spielbewertung: 6,5/10

Löhne (Westfalen)

Photos with English commentary:

a) 7th Division: Kirchlengern vs. Mastbruch

b) 11th Division: TuRa Löhne Res. vs. Exter Third XI

c) Ostwestfalen (East Westfalia): Löhne, Kirchenlengern

Nach der langen Tour am Samstag, ging es Sonntag erst 9 Uhr zum Bahnhof und dann mit direkter Verbindung der Westfalenbahn (Braunschweig-Bielefeld) nach Löhne. Also von den NRW-Regionen ist mir Ostwestfalen ja nicht so unsympathisch wie viele andere Regionen des bevölkerungsreichsten Bundeslandes Deutschlands – aber mit Löhne habe ich mir leider eine besonders hässliche Stadt rausgesucht. Wirklich extrem hässliche Architektur dort und ganz seltsam: unheimlich viele stillgelegte Sportanlagen. Die einzigen beiden aktiven Anlagen sind an der Werre – ein kaputtsanierter, potthässlicher Kunstrasenplatz – und im Obernfeld, ein wirklich schöner Kunstrasen mit kleiner Tribüne und hohen Graswällen auf zwei Seiten. Ich platzierte mich die meiste Zeit auch auf dem Damm ganz oben. Die Zweite Mannschaft von TuRa Löhne wurde bei freiem Eintritt in der Anfangsphase von Exter ziemlich unter Druck gesetzt und nach dem dritten Treffer vor der Pause schien alles geklärt zu sein. Nach der Halbzeit legte der Gastgeber aber so stark los, dass die Partie noch mal offen schien. Auch einen Elfmeter konnten sie abwehren. Nach dem 1:4 war aber alles klar.

TuRa Löhne 1910 II 1:4 FC Exter 1947 III

Dann lief ich nach Kirchlengern rüber. In die schöne Hügellandschaft wurden hier viele hässliche Häuser geknallt. Viel Industrie gibt es hier auch. Ganz vereinzelt nur hat man noch ansehnliche alte Höfe oder mal eine Kirche. Das Gut unweit der Sportanlage an der Else ist natürlich unzugänglich. Für das Landesligaspiel zahlte man 5€ Eintritt. Die Anlage ist recht originell. Man geht durch einen Torbogen vom grauen Sportlerheim mit Spitzdach. Das neue Sportlerheim befindet sich direkt daneben. Daneben ist noch ein Clubhaus von einem Motorradclub: 2-Stroke Wankers, zu Deutsch Zweitakter-Wichser... Zu Essen bekam man eine richtig gute Mantaplatte (Currywurst mit Pommes) an einem Imbisswagen. Auch einen festen Imbissstand mit Terrasse gibt es. Eine richtige Tribüne aber leider nicht. Auffällig ist auch noch das Kraftwerk in Sichtweite des Platzes. Ein richtiger Blick in die Landschaft ist leider nicht möglich.

Die Partie begann furios. Schnell führte Mastbruch (Nordrand von Paderborn). Doch die Gäste erlitten schnell Schiffbruch. Ausgleich nach einer knappen Viertelstunde Rückstand. Dann schnell ein genialer Volleyschuss zum 2:1. Nach und nach zog Kirchlengern auf 5:1 davon. Nach der Pause fielen erwartungsgemäß kaum noch Tore, doch beide Torhüter wehrten nun etliche Bälle teils spektakulär ab. Am Ende hieß es 6:1 für Rot-Weiß Kirchlengern.

Nach einem knappen Kilometer war ich am Bahnhof und die konnte wieder direkt nach Braunschweig. Kaum Verspätung und bis auf den besoffenen Polacken auch keine Asis im Zug. Ich hoffe trotzdem, dass das bis auf Weiteres die letzte Zugfahrt war...

FC RW Kirchlengern 6:1 SF DJK Mastbruch

Statistik:

- Grounds: 3.579 (2 neue; diese Saison: 165 neue)

- Sportveranstaltungen: 5.035 (2; diese Saison: 214)

- Tourkilometer: 330 (10km Rad und 320km Bahn)

- Saisonkilometer: 88.410 (51.300 Flugzeug/ 30.540 Auto, davon 14.770 Mietwagen/ 3.870 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 2.520 Fahrrad/ 180 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 10 [letzte Serie: 14, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 167 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

W3.0167I: Ostfrieslandtour – der schiefste Turm der Welt und der teuerste Eintritt der Oberliga

Ballspielverein Kickers Emden

2 : 0 (1:0)

Unione Sportiva Italiana Lupo Martini Wolfsburg

- Datum: Samstag, 9. März 2024 – Beginn: 18.00
- Wettbewerb: Oberliga Niedersachsen (5. Spielklasse, 1. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-0 nach 98 (48/50) Minuten – Halbzeit: 1-0

- Tore: 1-0 29. Steffens, 2-0 82. Steinwender

- Verwarnungen: je 4x Kickers und Lupo

- Platzverweise: NN von Lupo (85. Gelb-Rot wg. wdh. Foulspiels)

- Austragungsort: Ostfrieslandstadion (Kap. 7.200, davon 500 Sitzplätze)
- Zuschauer: 1.705 (davon wohl keine Gästefans)
- Spielbewertung: 4,0/10

SV Concordia Suurhusen 1949 II

0 : 7 (0:2)

TuS Eintracht Hinte 1910 II

- Datum: Samstag, 9. März 2024 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Ostfrieslandliga C, Staffel 2 (11. Spielklasse, 7. Amateurliga)
- Ergebnis: 0-7 nach 93 (48/45) Minuten – Halbzeit: 0-2

- Tore: 0-1 16. Dörr, 0-2 45.+2 Dörr, 0-3 48. De Vries, 0-4 55. Dörr, 0-5 61. Westmark, 0-6 65. Dörr, 0-7 70. Alkadiri

- Verwarnungen: NN, NN, NN, NN (Suurhusen); De Vries, Goldenstein, Dörr (Hinte)

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Stadion am Schiefen Turm (Kap. 1.100, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 35 (davon ca. 10 Gästefans)
- Spielbewertung: 4,0/10

Kickers Emden 2:0 Lupo Martini Wolfsburg

Photos with English commentary:

a) 5th Division: Kickers Emden vs. Lupo Martini Wolfsburg

b) 11th Division: Suurhusen Reserves vs. Hinte Reserves

c) Ostfriesland (Eastern Frisia): Emden, Suurhusen (incl. World’s Most Leaning Tower)

Gleich zwei Superlative gab es bei der heutigen Ostfrieslandtour, wobei ich auf das zweite auch gerne Verzichtet hätte.

Die Tour hatte ich mir bereits gut zwei Wochen vorher ausgedacht, dann kam der Bahnstreik und entsprechende Zweifel, ob das machbar sein würde. Natürlich war auch das Auto noch nicht fertig. Zum Kotzen, wie lahmarschig trotz hoher Preise solcher Werkstätten arbeiten. Am Wochenende wiederum jedoch, wurde auch nicht gestreikt. Also doch Anreise per Bahn – weiter als via Hannover und Bremen nach Emden und wieder zurück, geht in einem Tag mit Regionalverbindungen auch kaum. Streng genommen habe ich das ja auch nicht geschafft, denn erst Sonntag um 1 Uhr war ich mit kaum Verspätung wieder in Braunschweig...

Der erste Eindruck von Emden war nach Verlassen des hässlichen Bahnhofs nicht so schlecht. Markanter Wasserturm, paar ältere Kirchen, gepflegte Backsteinhäuser an Kanälen, Wasser, Wallanlagen, Bunker, Windmühlen... Es gibt schon was zu Sehen in Emden. Allerdings waren alle Kirchen verrammelt und der Baustil ist hier in Nordwestdeutschland wie in den Niederlanden auch: sehr einheitlich bis monoton.

Einen schlechten Eindruck machten die Gaststätten. Viele waren geschlossen, manche vielleicht auch dauerhaft. Und bei der qualitativ wie auch von der Einrichtung und der Bedienung her sehr hochwertigen türkischen Gaststätte „Die Millis“ waren die Preise erschreckend hoch. Ich sehe ja ein, dass man bei einem gut eingerichteten Lokal mit Bedienung, die einen fragt „Wollen Sie drinnen speisen“, etwas mehr bezahlt, als beim Dönermann, der den Teller aufn Tresen knallt und ruft „Dönerteller mit alles is fertisch, Chef“. Aber zum einen ist die Einrichtung im Stil eines US-Diners und zum anderen ist es einfach asozial, auf die Karte einen Aufkleber zu machen, dass man wegen der Mehrwertsteuererhöhung 12 % mehr verlangen müsse. Man sieht ja anhand der nicht geänderten Karte, dass die Mehrwertsteuersenkung nie an den Kunden weitergegeben wurde – aber die Erhöhung kann der Kunde wieder tragen. Also die Verarsche würde ich kein zweites Mal mit mir machen lassen!

Concordia Suurhusen II 0:7 Eintracht Hinte II

Ich lief dann mangels Bus die 5 Kilometer nach Suurhusen raus. Dort steht als erstes Superlativ heute, die Kirche, die den weltweit schiefsten Turm hat. Also sieht schon bedenklich schräg aus, aber wirklich sehenswert. Unverständlicherweise war aber auch dieses Kulturdenkmal geschlossen. Ansonsten sieht das Dorf ziemlich hässlich aus. Die übliche öde Landschaft drumherum findet man auch.

Highlight neben dem schiefen Turm: das Stadion am schiefen Turm. Ein wirklich schöner kleiner Platz mit zweireihiger überdachter Tribüne und ordentlichem Backsteinvereinsheim. Blick zum namensgebenden Turm inklusive.

Das Spiel war der zu erwartende Grottenkick. Und dafür 2€ Eintritt... Suurhusen II leider richtig schlecht und kaum einen Ball auch nur in die Nähe des Tores gebracht. Die II. Mannschaft aus dem Nachbarort Hinte, zog den Gastgeber vor allem in Hälfte zwei richtig ab: 0-7 am Ende. Ein freundlicher älterer Heimfan hielt mich natürlich für einen aus Hinte, das Missverständnis war schnell aufgeklärt – er redete aber übrigens weiter auf Platt, obwohl er merkte, dass ich ihm Hochdeutsch antwortete. Naja, Verständigung ging trotzdem – ist mir auch sehr recht, wenn jemand noch richtig Dialekt spricht, das ist auch oft ein interessanter Aspekt solcher Spielbesuche auf Dörfern. Gerade in deutschen Regionen, wo Dialekte stark verdrängt wurden, wie fast überall in Niedersachsen z. B., ist das in so kleinen Dörfern oft schön anzuhören...

Concordia Suurhusen II 0:7 Eintracht Hinte II

Dann lief ich wieder zurück nach Emden. Das nächste Superlativ nicht so schön: mit Abstand die teuersten Eintrittspreise in der Niedersachsenoberliga gibt es bei den Kickers. Also 12€ für einen Steh- und 15€ für einen Sitzplatz, in einem alten, verbauten Stadion mit Sichteinschränkungen durch hohe Zäune oder Dachbalken auf fast allen Plätzen – die haben doch echt den Arsch offen, bei dem Verein! Selbst die Online-Ermäßigungen von angeblich 2€ pro Karte, sind immer noch mehr, als bei den meisten Vereinen ein Sitzplatz kostet (nämlich 9€). Ich habe in der Vorwoche Regionalliga für 9€ geguckt. Also da hab ich echt kein Verständnis, selbst wenn die wieder in die Regio Nord aufsteigen. Zu so einem Verein fahre ich bestimmt kein zweites Mal!

Wenn dann wenigstens das Spiel gut gewesen wäre, aber wie so oft bei einem Spitzenspiel 2. gegen 4.: Abtasten, kaum eine Torszene, zäh, langweilig. Kickers Emden stocherte in der ersten Hälfte einen Ball über die Linie. Nach dem späten, ganz gut herausgespielten 2:0, dezimierte sich der italienische Verein aus Wolfsburg noch selber und verlor folgerichtig 2:0. Für ein derart gut besuchtes Fünftligaspiel war aber auch die Stimmung trotz des Sieges schwach.

Ich lief sehr zügig zum Bahnhof zurück und kam wie gesagt um 1 Uhr wieder in Braunschweig an. Fazit der Tour: Es gab mit den Besichtigungen und dem Platz in Suurhusen gute Aspekte, aber insgesamt war vieles für das Gebotene viel zu teuer, machte alles keinen so sympathischen Eindruck und schrie wirklich nicht danach, noch mal dort hinzureisen...

Emden

Statistik:

- Grounds: 3.577 (2 neue; diese Saison: 163 neue)

- Sportveranstaltungen: 5.033 (2; diese Saison: 212)

- Tourkilometer: 680 (10km Rad und 670km Bahn)

- Saisonkilometer: 88.290 (51.300 Flugzeug/ 30.330 Auto, davon 14.770 Mietwagen/ 3.530 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 2.490 Fahrrad/ 180 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 8 [letzte Serie: 14, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 167 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Mittwoch, 6. März 2024

W3.0166IV: Bahnfahrt nach Bremen – Spannung am Panzenberg, Langeweile in Findorff

Bremer Sport-Verein 1906

1 : 0 (1:0)

FC Teutonia 05 Ottensen

- Datum: Sonntag, 3. März 2024 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Regionalliga Nord (4. Spielklasse, 1. Halbprofiliga)
- Ergebnis: 1-0 nach 101 (48/53) Minuten – Halbzeit: 1-0

- Tor: 1-0 22. Gröger

- Gelbe Karten: Hoxha, Goguaze, Trainer (BSV); Liesegang, Maiolo (Ottensen)

- Rote Karten: Bukusu vom BSV (65. Rot wg. Tätlichkeit)

- Austragungsort: Stadion am Panzenberg (Kap. 5.000, davon 750 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 750 (davon 679 zahlende und ca. 20 Gästefans)
- Spielbewertung: 6,5/10

Eisenbahnersportverein Blau-Weiß Bremen (Ü40)

2 : 0 (1:0)

Sportgemeinschaft 1965 Marßel Bremen (Ü40)

- Datum: Sonntag, 3. März 2024 – Beginn: 12.35
- Wettbewerb: Ü40-Landespokal Bremen Großfeld (2. Kreisklasse Ü40 gegen 3. Kreisklasse Ü40; 2. bzw. 3. Spielklasse im Altherren-Großfeldfußball der Altersklasse Ü40, 2x30 Minuten Spielzeit)
- Ergebnis: 2-0 nach 63 (31/32) Minuten – Halbzeit: 1-0

- Tore: 1-0 15. Stanko, 2-0 45. Stanko

- Gelbe Karten: keine

- Rote Karten: keine

- Austragungsort: Bezirkssportanlage Findorff, Hockeyplatz / Kunstrasen 2 (Kap. 100 Stehplätze zzgl. 500 Stehplätze hinterm Zaun)
- Zuschauer: ca. 9 (davon 5 Heimfans und 3 Gäste)
- Spielbewertung: 2,0/10

Bremen

Photos with English commentary:

a) 4th Division: Bremer SV vs. Teutonia Ottensen

b) Veterans Cup: ESV Blau-Weiß vs. Marßel

c) Bremen: Walle, Bürgerpark

Am Sonntag gleich noch mal zum Bahnhof und dann via Hannover binnen 3 Stunden nach Bremen gegurkt. Den Tag über sollte ich Glück mit den Zügen haben: maximal 15 Minuten Verspätung, während ein Gegenzug Braunschweig-Hannover mit 55 Minuten Verspätung mehr Verspätung als Fahrzeit hatte, der Zug vor meinem Hannover-Bremen-Zug ausfiel und im Fernverkehr mehrfach Durchsagen wie „heute 80 Minuten später“ kamen...

Mit kurzem Abstecher am Bürgerpark ging es nach Findorff. Dort gibt es eine hässliche Bezirkssportanlage unweit des Fernsehturms. Besonders hässlich sind die zwei Kunstrasenplätze, insbesondere der Hockeyplatz. Bei so einem Altherrenspiel darf man zum Glück innen am Zaun stehen.

Die Partie war aber auch unter aller Sau. Einfach nur schlechter Fußball, was der ESV Blau-Weiß und die SG Marßel da lieferten. Der ESV-Torwart hielt den Kasten sauber – rülpste auch wie ein junger Hüpfer – und sein Gegenüber bekam zwei Tore eingeschenkt. ESV BW damit im Pokalhalbfinale.

ESV Blau-Weiß Bremen Ü40 2:0 SG Marßel Ü40

Anlass der Fahrt war natürlich Spiel 2: Im wirklich schönen Stadion am Panzenberg – Blick zum Fernsehturm, überdachte Steh- und Sitztribüne, Sitze immer nur in den ersten drei oder vier Reihen, steile Stehränge, paar Sitze hinter dem einen Tor, Hochstraße in Blickweite, Häuser direkt an der Gegengerade, Graffiti überall, originelle Anzeigetafel – bekam man für 9€, was unterer Preisbereich für die Liga ist, eine spannende Regionalligapartie geboten. Bremer SV in Abstiegsgefahr, doch die bessere Mannschaft heute gegen Teutonia Ottensen. Der selbsternannte Aufstiegskandidat im freien Fall gen Mittelfeld, in der Winterpause wurde auf Einreichung der 3. Liga-Lizenzunterlagen verzichtet. BSV bestimmte die gesamte erste Hälfte und ging mit einem tollen 20-Meter-Schuss in den Winkel 1:0 in Führung. Es sollte das einzige Tor bleiben, maßgeblich auch, weil sich Bremen selber dezimierte, da ihr Neuner sich völlig bescheuert provozieren lies. Vor allem nach diesem Platzverweis drehte der Schiri aus Osnabrück aber auch hohl: im Zweifel wurde nur noch zugunsten von Ottensen entschieden, die maßlos lange Nachspielzeit von 6 Minuten wurde auf 8 ausgedehnt und nach einem dunkelgelben Einsteigen eines Ottensener pfiff er einfach ohne jede Strafe ab. Auf der Ebene habe ich schon lange keine derart schlechte und vor allem auffällig einseitige Schiedsrichterleistung mehr gesehen.

Ein Besuch beim Bremer SV lohnt übrigens nicht nur wegen des Stadions. Das Publikum ist schon sehr originell: manche Alte holen bei Eckstößen noch den Schlüsselbund raus (wegen Schlüsselszene). Alternative und linkes Studenten-/ Bürger- und Arbeitertum dominieren das Publikum. Entsprechend originell ist die Aufkleber- und Graffitikultur bei denen. Für den deutschen Profi-/Halbprofi-Bereich waren auch sehr viele Migranten im Publikum. Kurios auch, dass man sowohl pro-israelische Anti-Fa-Aufkleber (Israel-Flagge + Rote Flagge) sah, als auch z. B. eine junge Frau, wohl Palästinenserin, mit Kopftuch und Kapuzenpulli „From the River to the Sea, Palestine will be free“, die mit weißen Deutschen zusammen dem Spiel folgte. In ihrer Israelhörigkeit versuchen deutsche Politiker diese Parole unter dem Gesinnungsparagraphen strafbar zu machen. Erste Gerichte haben das schon auf Demos so als verboten bestätigt. Klar muss man sich fragen, was es bringen soll, wenn statt den Israelis nun die Palästinenser das Sagen haben zwischen River (Jordan) und Sea (Mittelmeer) – aber es sollte doch ruhig jeder seinen politischen Dünnschiss im Rahmen der Meinungsfreiheit ablassen. Israelische Propaganda ist ja angeblich ein wichtiger Teil der deutschen Staatsräson,  zu Israel soll man sich – vor allem als Zugewanderter – nun bekennen, als ob das unser 17. Bundesland wäre... Da schadet Gegenrede wirklich nicht! Warum man das aber beim Fußball so plakativ machen muss, zumal ja z. B. kein Gegner, der sich politisch positioniert auf dem Feld stand, ist dann doch schon fragwürdig. Als Groundhopper sehe ich aber positiv, dass man bei so linken Vereinen naturgemäß als „komischer Fremder“ willkommen ist, bei einem Verein mit rechter Szene aber eher beäugt und belästigt wird. Bei linken Vereinen hatte ich als Ortsfremder nie Probleme, so kann ich einen Besuch beim Bremer SV auch nur empfehlen!

Bremer SV 1:0 Teutonia Ottensen

Statistik:

- Grounds: 3.575 (2 neue; diese Saison: 161 neue)

- Sportveranstaltungen: 5.031 (2; diese Saison: 210)

- Tourkilometer: 430 (10km Rad und 420km Bahn)

- Saisonkilometer: 87.610 (51.300 Flugzeug/ 30.330 Auto, davon 14.770 Mietwagen/ 2.860 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 2.490 Fahrrad/ 180 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 6 [letzte Serie: 14, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 166 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

W3.0166III: Später Auswärtssieg für Hansa II im Berliner Jahn-Sportpark

Volkssport Gemeinschaft Altglienicke

2 : 3 (1:0)

F.C. Hansa Rostock II

- Datum: Samstag, 2. März 2024 – Beginn: 13.00
- Wettbewerb: Regionalliga Nordost (4. Spielklasse, 1. Halbprofiliga)
- Ergebnis: 2-3 nach 100 (48/52) Minuten – Halbzeit: 1-0

- Tore: 1-0 18. Türpitz, 1-1 55. Dei, 2-1 72. Türpitz, 2-2 89. Albrecht, 2-3 91. Albrecht (Foulelfmeter)

- Gelbe Karten: 2x Engel, Tezel (VSG); Kröger, Dei, Wollschläger, Aliu (FCH)

- Rote Karten: Engel von VSG (43. Min. Gelb-Rot wg. wdh. Foulspiels)

- Austragungsort: Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, Großes Stadion (Kap. 19.708 Sitzplätze, davon geöffnet: 1.800)
- Zuschauer: ca. 150 (davon 122 zahlende und ca. 20 Gästefans)
- Spielbewertung: 6,0/10

VSG Altglienicke 2:3 Hansa Rostock II

Photos with English commentary:

a) 4th Division: Altglienicke vs. Hansa Rostock Res.

b) Berlin: Prenzlauer Berg, Wannsee

Das 49-Euro-Ticket wollte noch genutzt werden.

Eine Kollegin meinte letzthin zu mir, dass sie von Braunschweig nach Berlin lieber mit der Bahn als mit dem Auto fahren würde, da man mit dem Auto keine Zeitersparnis hätte. Ich sprach sie auf den Fakt an, dass man – selbst wenn man von Hauptbahnhof zu Hauptbahnhof rechnet – fast 3 Stunden unterwegs ist. Eine realistische Route, z. B. von meiner Wohnung zum Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, dauert viereinhalb Stunden inklusive Umsteigezeit, exklusive Verspätungen durch das streikende Pack von der BVG oder ähnliche Mängel. Wir bemerkten aber auch schnell, dass wir einfach andere Vorstellungen vom Bahnfahren haben: Sie fährt halt auch mal ICE mit Sparpreis – wenn der nicht gerade ausfällt und 3 Stunden Verspätung hat, ist der ja wirklich schnell. Ich fahre nur Nahverkehr, und das auch nur, weil das Auto noch in der Werkstatt steht...

VSG Altglienicke 2:3 Hansa Rostock II

OK, was wollte ich jetzt im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark? Zum einen, sollte man den Ground mal machen: Das 1952 erbaute Stadion wurde mehrfach schon überarbeitet, hat die alte Form aber noch inne. Zwei überdachte Tribünen, davon eine doppelstöckig, tolle Flutlichtmasten (die allerdings von kleineren davor gebauten in ihrer Funktion ersetzt wurden), farblich originell gestaltete Sitze, schöner Überblick über die angrenzenden Viertel von den Wällen aus.

Zum anderen spielte da heute die U23 vom FC Hansa Rostock. Während die Versager von der I. Mannschaft immer weiter gen 3. Liga fallen, verabschiedet sich die II. wenigstens mit Niveau in die Oberliga. Nach dem erwartbaren Rückstand, dezimierte sich Altglienicke selber. Rostock nutzte das nach der Pause bald zum Ausgleich. Auch wenn VSG in einer Druckphase erneut in Führung ging, war es Hansa II in Form von Julian Albrecht, der in der Schlussphase noch die Partie auf 2:3 drehte. Trotz sehr langer Nachspielzeit blieb es gegen die anrennenden Gastgeber dabei!

Geile Kulisse übrigens: 122 zahlende Zuschauer... Und fast noch mal so viele Ordner, die zwar freundlich waren, aber sich auch ziemlich affig aufführten, mit ihrem zwanghaften Herumschicken der Zuschauer in die beiden Sektoren A und B. Also OK, die paar Zuschauer hätte man auch alle auf die Pressetribüne setzen können, aber warum fast das gesamte Stadion gesperrt ist, erschließt sich mir nicht. Noch schlimmer: Es gibt keine Klos, man muss ins Funktionsgebäude vom Nebenplatz. Dass so eine Situation in dieser Liga überhaupt zulässig ist, wundert mich – ebenso, dass Altglienicke es nicht als Verein oder über den Betreiber des Stadions auf die Reihe kriegt, ein paar Dixies aufzustellen. Bis die ersten Gästefans mal auf die Tribüne scheißen...

Wie dem auch sei: Die Tour lohnte sich aufgrund des Hansa-Sieges in diesem schönen Stadion, zumal ich danach noch meine in Berlin wohnenden syrischen Freunde Rama und Amer samt Nachwuchs traf. Wenn der Sportpark umgebaut wurde (Pläne siehe hier) komme ich bestimmt mal wieder her. Wenn „Inklusivität“ nicht nur Spinnerei ist, sondern auch in der Tat diese Sportstätte von Parasportlern als Zentrum genutzt wird, dann vielleicht ja mal zu einem Spiel der Amputierten-Nationalmannschaft oder so...

Berlin

Statistik:

- Grounds: 3.573 (1 neuer; diese Saison: 159 neue)

- Sportveranstaltungen: 5.029 (1; diese Saison: 208)

- Tourkilometer: 490 (10km Rad und 480km Bahn)

- Saisonkilometer: 87.180 (51.300 Flugzeug/ 30.330 Auto, davon 14.770 Mietwagen/ 2.480 Fahrrad/ 2.440 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 180 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 4 [letzte Serie: 14, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 166 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Freitag, 1. März 2024

W3.0166I-II: Wochentagsspiele in Braunschweig und Goslar

Freie Turnerschaft Braunschweig (A-Junioren)

1 : 3 (1:1)

VfL Wolfsburg (A-Junioren)

- Datum: Mittwoch, 28. Februar 2024 – Beginn: 18.00
- Wettbewerb: A-Jugend-Pokal Niedersachsen (Viertelfinale; Niedersachsenliga gegen Bundesliga Nord/Nordost, 3. Spielklasse der U19 gegen 1. Spielklasse der U19)
- Ergebnis: 1-3 nach 94 (46/48) Minuten – Halbzeit: 1-1

- Tore: 1-0 13. Wallat, 1-1 28. Pejcinovic, 1-2 64. Hensel, 1-3 74. Crimaldi

- Gelbe Karten: 1x FT BS

- Rote Karten: keine

- Austragungsort: Sportanlage Freie Turner, C-Platz (Kap. 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 350 (davon ca. 30 Gästefans und etliche Neutrale)
- Spielbewertung: 6,5/10

Goslarer Sport Club 1908 II

4 : 1 (2:0)

Verein für Rasensport von 1927 Langelsheim II

- Datum: Donnerstag, 29. Februar 2024 – Beginn: 19.00
- Wettbewerb: Testspiel (1. Harzklasse gegen 2. Harzklasse; 9. gegen 10. Spielklasse, 5. gegen 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 4-1 nach 92 (45/47) Minuten – Halbzeit: 2-0

- Tore: 1-0 33. Clausing, 2-0 35. Rocholl, 2-1 75. Käppner, 3-1 80. Karabit, 4-1 89. Karabit

- Gelbe Karten: 2x GSC, 1x VfR

- Rote Karten: keine

- Austragungsort: Stadion Osterfeld, Kunstrasen (Kap. 3.100, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 10 (davon wohl keine Gästefans)
- Spielbewertung: 6,0/10

Freie Turnerschaft Braunschweig A 1:3 VfL Wolfsburg A

Photos with English commentary:

a) Under-19 Cup: FT Braunschweig vs. VfL Wolfsburg

b) Friendly Match: Goslar Res. vs. Langelsheim Res.

c) Sightseeing: Goslar (church ruin, mansions)

Rasenplätze sind immer noch reihenweise gesperrt, aber wenigstens wird auf Kunstrasen gekickt. So z. B. am Mittwoch in Braunschweig bei den Freien Turnern auf dem C-Platz. Gastgeber die A-Jugend, zu Gast die U19 vom VfL Wolfsburg. Das Duell 3. gegen 1. Liga im Viertelfinale zog 300 bis 350 Zuschauer an. Echt stark! Es wurden unaufdringlich Spenden erbeten. Geboten bekam man eine gute Partie. Ausgeglichener als erwartet, ging der Underdog sogar 1:0 in Führung. Der Ausgleich fiel vor der Pause noch und wie erwartet gelang es den Nachwuchsprofis nach dem Seitenwechsel die Partie an sich zu reißen und noch mit 1:3 als Sieger vom Platz zu gehen.

Goslar

Am Donnerstag ging es mit der Bahn nach Goslar, wo die II. Mannschaft vom GSC auf dem Kunstrasen Osterfeldstadion, einem sehenswerten Ground mit alter Stehtribüne, Gefallenendenkmal und Bergpanorama, gegen die II. vom VfR Langelsheim antrat. Nächste Saison dürften die beiden aufeinandertreffen, denn der Gast hält sicher die 2. Kreisklasse, der Gastgeber dürfte absteigen aus der 1. in die 2. Kreisklasse. Dafür war Goslar II aber deutlich besser heute und ging verdient 2:0 in Führung zur Pause. Die anscheinend mit U19-Spielern aufgefüllte Gastmannschaft kam nur zu einem zweifelhaften Ehrentreffer, vor dem der Tormann umgestoßen wurde. Ein Doppelschlag eines Goslarer Stürmers in der Schlussphase, sorgte am Ende für den auch in der Höhe verdienten Endstand.

Ich sprintete dann zum Bahnhof: 26 Minuten Fußweg sagt Google Maps, ich schaffte es in 13 – zwei Minuten vor der Abfahrt des Zuges. Einer der Gründe, warum Bahnfahren scheiße ist und ich mir auch kein neues 49€-Ticket kaufen werde, wenn das Auto wieder da ist...  

Goslarer SC II 4:1 VfR Langelsheim II

Statistik:

- Grounds: 3.572 (1 neuer; diese Saison: 158 neue)

- Sportveranstaltungen: 5.028 (2; diese Saison: 207)

- Tourkilometer: 130 (Mi 10km Rad, Do 20km Rad und 100km Bahn)

- Saisonkilometer: 86.690 (51.300 Flugzeug/ 30.330 Auto, davon 14.770 Mietwagen/ 2.470 Fahrrad/ 1.960 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 180 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 3 [letzte Serie: 14, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 166 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].