FC Rot-Weiß Kirchlengern 1929 |
6 : 1 (5:1) |
Sportfreunde Deutsche Jugendkraft
Mastbruch 1951 |
-
Datum: Sonntag, 10. März 2024 – Beginn: 15.30 -
Tore: 0-1 6. Canetto, 1-1 19. Wüllner, 2-1 22. Marten, 3-1 35. Putrino, 4-1
42. Wüllner, 5-1 45.+1 Putrino, 6-1 82. Yildirim -
Verwarnungen: 3x Kirchlengern -
Platzverweise: keine -
Austragungsort: Sportanlage an der Else (Kap. 1.000 Stehplätze) |
Turn- und Rasensport Löhne 1910 II |
1 : 4 (0:3) |
Fußballclub Exter 1947 III |
-
Datum: Sonntag, 10. März 2024 – Beginn: 12.45 -
Tore: 0-1 6. Widdecke, 0-2 17. Widdecke, 0-3 32. Ziemann, 1-3 48. Hartmann,
1-4 57. Widdecke -
Verwarnungen: je 1x Löhne und 1x Exter -
Platzverweise: keine -
Austragungsort: Sportanlage Obernfeld / TuRa 1910 (Kap. 2.330, davon 30 Sitzplätze) |
Photos with English commentary: a) 7th Division: Kirchlengern
vs. Mastbruch |
Nach der langen Tour am Samstag, ging es Sonntag erst 9 Uhr zum
Bahnhof und dann mit direkter Verbindung der Westfalenbahn
(Braunschweig-Bielefeld) nach Löhne. Also von den NRW-Regionen ist mir
Ostwestfalen ja nicht so unsympathisch wie viele andere Regionen des
bevölkerungsreichsten Bundeslandes Deutschlands – aber mit Löhne habe ich mir
leider eine besonders hässliche Stadt rausgesucht. Wirklich extrem hässliche
Architektur dort und ganz seltsam: unheimlich viele stillgelegte
Sportanlagen. Die einzigen beiden aktiven Anlagen sind an der Werre – ein kaputtsanierter,
potthässlicher Kunstrasenplatz – und im Obernfeld, ein wirklich schöner
Kunstrasen mit kleiner Tribüne und hohen Graswällen auf zwei Seiten. Ich
platzierte mich die meiste Zeit auch auf dem Damm ganz oben. Die Zweite
Mannschaft von TuRa Löhne wurde bei freiem Eintritt in der Anfangsphase von
Exter ziemlich unter Druck gesetzt und nach dem dritten Treffer vor der Pause
schien alles geklärt zu sein. Nach der Halbzeit legte der Gastgeber aber so
stark los, dass die Partie noch mal offen schien. Auch einen Elfmeter konnten
sie abwehren. Nach dem 1:4 war aber alles klar. |
Dann lief ich nach Kirchlengern rüber. In die schöne
Hügellandschaft wurden hier viele hässliche Häuser geknallt. Viel Industrie
gibt es hier auch. Ganz vereinzelt nur hat man noch ansehnliche alte Höfe
oder mal eine Kirche. Das Gut unweit der Sportanlage an der Else ist natürlich
unzugänglich. Für das Landesligaspiel zahlte man 5€ Eintritt. Die Anlage ist
recht originell. Man geht durch einen Torbogen vom grauen Sportlerheim mit
Spitzdach. Das neue Sportlerheim befindet sich direkt daneben. Daneben ist
noch ein Clubhaus von einem Motorradclub: 2-Stroke Wankers, zu Deutsch
Zweitakter-Wichser... Zu Essen bekam man eine richtig gute Mantaplatte
(Currywurst mit Pommes) an einem Imbisswagen. Auch einen festen Imbissstand mit
Terrasse gibt es. Eine richtige Tribüne aber leider nicht. Auffällig ist auch
noch das Kraftwerk in Sichtweite des Platzes. Ein richtiger Blick in die
Landschaft ist leider nicht möglich. Die Partie begann furios. Schnell führte Mastbruch (Nordrand von
Paderborn). Doch die Gäste erlitten schnell Schiffbruch. Ausgleich nach einer
knappen Viertelstunde Rückstand. Dann schnell ein genialer Volleyschuss zum
2:1. Nach und nach zog Kirchlengern auf 5:1 davon. Nach der Pause fielen
erwartungsgemäß kaum noch Tore, doch beide Torhüter wehrten nun etliche Bälle
teils spektakulär ab. Am Ende hieß es 6:1 für Rot-Weiß Kirchlengern. Nach einem knappen Kilometer war ich am Bahnhof und die konnte
wieder direkt nach Braunschweig. Kaum Verspätung und bis auf den besoffenen
Polacken auch keine Asis im Zug. Ich hoffe trotzdem, dass das bis auf
Weiteres die letzte Zugfahrt war... |
Statistik: - Grounds: 3.579 (2 neue; diese Saison:
165 neue) - Sportveranstaltungen: 5.035 (2; diese Saison: 214) - Tourkilometer: 330 (10km Rad und 320km Bahn) - Saisonkilometer: 88.410 (51.300 Flugzeug/ 30.540 Auto, davon
14.770 Mietwagen/ 3.870 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 2.520 Fahrrad/ 180 Schiff,
Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 10 [letzte
Serie: 14, Rekordserie ohne 0-0: 178] - Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit:
Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 167 Wochen in Folge
[letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von
KW 31/2006 bis KW 11/2020]. |
Mittwoch, 13. März 2024
W3.0167II: Doppler mit Direktanbindung in Ostwestfalen
W3.0167I: Ostfrieslandtour – der schiefste Turm der Welt und der teuerste Eintritt der Oberliga
Ballspielverein Kickers Emden |
2 : 0 (1:0) |
Unione Sportiva Italiana Lupo Martini
Wolfsburg |
-
Datum: Samstag, 9. März 2024 – Beginn: 18.00 -
Tore: 1-0 29. Steffens, 2-0 82. Steinwender -
Verwarnungen: je 4x Kickers und Lupo - Platzverweise:
NN von Lupo (85. Gelb-Rot wg. wdh. Foulspiels) -
Austragungsort: Ostfrieslandstadion (Kap. 7.200, davon 500 Sitzplätze) |
SV Concordia Suurhusen 1949 II |
0 : 7 (0:2) |
TuS Eintracht Hinte 1910 II |
-
Datum: Samstag, 9. März 2024 – Beginn: 15.00 -
Tore: 0-1 16. Dörr, 0-2 45.+2 Dörr, 0-3 48. De Vries, 0-4 55. Dörr, 0-5 61. Westmark,
0-6 65. Dörr, 0-7 70. Alkadiri -
Verwarnungen: NN, NN, NN, NN (Suurhusen); De Vries, Goldenstein, Dörr (Hinte) - Platzverweise:
keine -
Austragungsort: Stadion am Schiefen Turm (Kap. 1.100, davon 100 Sitzplätze) |
Photos with English commentary: a)
5th Division: Kickers Emden vs. Lupo Martini Wolfsburg b)
11th Division: Suurhusen Reserves vs. Hinte Reserves c) Ostfriesland (Eastern Frisia): Emden, Suurhusen (incl. World’s Most Leaning Tower) |
Gleich zwei Superlative gab es bei der heutigen Ostfrieslandtour,
wobei ich auf das zweite auch gerne Verzichtet hätte. Die Tour hatte ich mir bereits gut zwei Wochen vorher ausgedacht,
dann kam der Bahnstreik und entsprechende Zweifel, ob das machbar sein würde.
Natürlich war auch das Auto noch nicht fertig. Zum Kotzen, wie lahmarschig
trotz hoher Preise solcher Werkstätten arbeiten. Am Wochenende wiederum
jedoch, wurde auch nicht gestreikt. Also doch Anreise per Bahn – weiter als
via Hannover und Bremen nach Emden und wieder zurück, geht in einem Tag mit
Regionalverbindungen auch kaum. Streng genommen habe ich das ja auch nicht
geschafft, denn erst Sonntag um 1 Uhr war ich mit kaum Verspätung wieder in
Braunschweig... Der erste Eindruck von Emden war nach Verlassen des hässlichen
Bahnhofs nicht so schlecht. Markanter Wasserturm, paar ältere Kirchen,
gepflegte Backsteinhäuser an Kanälen, Wasser, Wallanlagen, Bunker,
Windmühlen... Es gibt schon was zu Sehen in Emden. Allerdings waren alle
Kirchen verrammelt und der Baustil ist hier in Nordwestdeutschland wie in den
Niederlanden auch: sehr einheitlich bis monoton. Einen schlechten Eindruck machten die Gaststätten. Viele waren
geschlossen, manche vielleicht auch dauerhaft. Und bei der qualitativ wie
auch von der Einrichtung und der Bedienung her sehr hochwertigen türkischen
Gaststätte „Die Millis“ waren die Preise erschreckend hoch. Ich sehe ja ein,
dass man bei einem gut eingerichteten Lokal mit Bedienung, die einen fragt „Wollen
Sie drinnen speisen“, etwas mehr bezahlt, als beim Dönermann, der den Teller
aufn Tresen knallt und ruft „Dönerteller mit alles is fertisch, Chef“. Aber zum
einen ist die Einrichtung im Stil eines US-Diners und zum anderen ist es
einfach asozial, auf die Karte einen Aufkleber zu machen, dass man wegen der
Mehrwertsteuererhöhung 12 % mehr verlangen müsse. Man sieht ja anhand der nicht
geänderten Karte, dass die Mehrwertsteuersenkung nie an den Kunden
weitergegeben wurde – aber die Erhöhung kann der Kunde wieder tragen. Also
die Verarsche würde ich kein zweites Mal mit mir machen lassen! |
Ich lief dann mangels Bus die 5 Kilometer nach Suurhusen raus.
Dort steht als erstes Superlativ heute, die Kirche, die den weltweit
schiefsten Turm hat. Also sieht schon bedenklich schräg aus, aber wirklich
sehenswert. Unverständlicherweise war aber auch dieses Kulturdenkmal
geschlossen. Ansonsten sieht das Dorf ziemlich hässlich aus. Die übliche öde
Landschaft drumherum findet man auch. Highlight neben dem schiefen Turm: das Stadion am schiefen Turm.
Ein wirklich schöner kleiner Platz mit zweireihiger überdachter Tribüne und
ordentlichem Backsteinvereinsheim. Blick zum namensgebenden Turm inklusive. Das Spiel war der zu erwartende Grottenkick. Und dafür 2€
Eintritt... Suurhusen II leider richtig schlecht und kaum einen Ball auch nur
in die Nähe des Tores gebracht. Die II. Mannschaft aus dem Nachbarort Hinte,
zog den Gastgeber vor allem in Hälfte zwei richtig ab: 0-7 am Ende. Ein
freundlicher älterer Heimfan hielt mich natürlich für einen aus Hinte, das
Missverständnis war schnell aufgeklärt – er redete aber übrigens weiter auf
Platt, obwohl er merkte, dass ich ihm Hochdeutsch antwortete. Naja,
Verständigung ging trotzdem – ist mir auch sehr recht, wenn jemand noch
richtig Dialekt spricht, das ist auch oft ein interessanter Aspekt solcher
Spielbesuche auf Dörfern. Gerade in deutschen Regionen, wo Dialekte stark
verdrängt wurden, wie fast überall in Niedersachsen z. B., ist das in so
kleinen Dörfern oft schön anzuhören... |
Dann lief ich wieder zurück nach Emden. Das nächste Superlativ
nicht so schön: mit Abstand die teuersten Eintrittspreise in der Niedersachsenoberliga
gibt es bei den Kickers. Also 12€ für einen Steh- und 15€ für einen
Sitzplatz, in einem alten, verbauten Stadion mit Sichteinschränkungen durch
hohe Zäune oder Dachbalken auf fast allen Plätzen – die haben doch echt den
Arsch offen, bei dem Verein! Selbst die Online-Ermäßigungen von angeblich 2€
pro Karte, sind immer noch mehr, als bei den meisten Vereinen ein Sitzplatz
kostet (nämlich 9€). Ich habe in der Vorwoche Regionalliga für 9€ geguckt.
Also da hab ich echt kein Verständnis, selbst wenn die wieder in die Regio
Nord aufsteigen. Zu so einem Verein fahre ich bestimmt kein zweites Mal! Wenn dann wenigstens das Spiel gut gewesen wäre, aber wie so oft
bei einem Spitzenspiel 2. gegen 4.: Abtasten, kaum eine Torszene, zäh,
langweilig. Kickers Emden stocherte in der ersten Hälfte einen Ball über die
Linie. Nach dem späten, ganz gut herausgespielten 2:0, dezimierte sich der
italienische Verein aus Wolfsburg noch selber und verlor folgerichtig 2:0.
Für ein derart gut besuchtes Fünftligaspiel war aber auch die Stimmung trotz
des Sieges schwach. Ich lief sehr zügig zum Bahnhof zurück und kam wie gesagt um 1
Uhr wieder in Braunschweig an. Fazit der Tour: Es gab mit den Besichtigungen
und dem Platz in Suurhusen gute Aspekte, aber insgesamt war vieles für das
Gebotene viel zu teuer, machte alles keinen so sympathischen Eindruck und
schrie wirklich nicht danach, noch mal dort hinzureisen... |
Statistik: - Grounds: 3.577 (2 neue; diese Saison:
163 neue) - Sportveranstaltungen: 5.033 (2; diese Saison: 212) - Tourkilometer: 680 (10km Rad und 670km Bahn) - Saisonkilometer: 88.290 (51.300 Flugzeug/ 30.330 Auto, davon
14.770 Mietwagen/ 3.530 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 2.490 Fahrrad/ 180 Schiff,
Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 8 [letzte Serie:
14, Rekordserie ohne 0-0: 178] - Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit:
Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 167 Wochen in Folge
[letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von
KW 31/2006 bis KW 11/2020]. |
Mittwoch, 6. März 2024
W3.0166IV: Bahnfahrt nach Bremen – Spannung am Panzenberg, Langeweile in Findorff
Bremer Sport-Verein 1906 |
1 : 0 (1:0) |
FC Teutonia 05 Ottensen |
-
Datum: Sonntag, 3. März 2024 – Beginn: 15.00 -
Tor: 1-0 22. Gröger -
Gelbe Karten: Hoxha, Goguaze, Trainer (BSV); Liesegang, Maiolo (Ottensen) -
Rote Karten: Bukusu vom BSV (65. Rot wg. Tätlichkeit) -
Austragungsort: Stadion am Panzenberg (Kap. 5.000, davon 750 Sitzplätze) |
Eisenbahnersportverein Blau-Weiß Bremen (Ü40) |
2 : 0 (1:0) |
Sportgemeinschaft 1965 Marßel Bremen (Ü40) |
-
Datum: Sonntag, 3. März 2024 – Beginn: 12.35 -
Tore: 1-0 15. Stanko, 2-0 45. Stanko -
Gelbe Karten: keine -
Rote Karten: keine -
Austragungsort: Bezirkssportanlage Findorff, Hockeyplatz / Kunstrasen 2 (Kap.
100 Stehplätze zzgl. 500 Stehplätze hinterm Zaun) |
Photos with English commentary: a) 4th Division: Bremer SV vs.
Teutonia Ottensen |
Am Sonntag gleich noch mal zum Bahnhof und dann via Hannover
binnen 3 Stunden nach Bremen gegurkt. Den Tag über sollte ich Glück mit den Zügen
haben: maximal 15 Minuten Verspätung, während ein Gegenzug
Braunschweig-Hannover mit 55 Minuten Verspätung mehr Verspätung als Fahrzeit
hatte, der Zug vor meinem Hannover-Bremen-Zug ausfiel und im Fernverkehr
mehrfach Durchsagen wie „heute 80 Minuten später“ kamen... Mit kurzem Abstecher am Bürgerpark ging es nach Findorff. Dort
gibt es eine hässliche Bezirkssportanlage unweit des Fernsehturms. Besonders
hässlich sind die zwei Kunstrasenplätze, insbesondere der Hockeyplatz. Bei so
einem Altherrenspiel darf man zum Glück innen am Zaun stehen. Die Partie war aber auch unter aller Sau. Einfach nur schlechter
Fußball, was der ESV Blau-Weiß und die SG Marßel da lieferten. Der ESV-Torwart
hielt den Kasten sauber – rülpste auch wie ein junger Hüpfer – und sein
Gegenüber bekam zwei Tore eingeschenkt. ESV BW damit im Pokalhalbfinale. |
Anlass der Fahrt war natürlich Spiel 2: Im wirklich schönen
Stadion am Panzenberg – Blick zum Fernsehturm, überdachte Steh- und
Sitztribüne, Sitze immer nur in den ersten drei oder vier Reihen, steile
Stehränge, paar Sitze hinter dem einen Tor, Hochstraße in Blickweite, Häuser
direkt an der Gegengerade, Graffiti überall, originelle Anzeigetafel – bekam man
für 9€, was unterer Preisbereich für die Liga ist, eine spannende Regionalligapartie
geboten. Bremer SV in Abstiegsgefahr, doch die bessere Mannschaft heute gegen
Teutonia Ottensen. Der selbsternannte Aufstiegskandidat im freien Fall gen
Mittelfeld, in der Winterpause wurde auf Einreichung der 3.
Liga-Lizenzunterlagen verzichtet. BSV bestimmte die gesamte erste Hälfte und
ging mit einem tollen 20-Meter-Schuss in den Winkel 1:0 in Führung. Es sollte
das einzige Tor bleiben, maßgeblich auch, weil sich Bremen selber dezimierte,
da ihr Neuner sich völlig bescheuert provozieren lies. Vor allem nach diesem
Platzverweis drehte der Schiri aus Osnabrück aber auch hohl: im Zweifel wurde
nur noch zugunsten von Ottensen entschieden, die maßlos lange Nachspielzeit
von 6 Minuten wurde auf 8 ausgedehnt und nach einem dunkelgelben Einsteigen
eines Ottensener pfiff er einfach ohne jede Strafe ab. Auf der Ebene habe ich
schon lange keine derart schlechte und vor allem auffällig einseitige Schiedsrichterleistung
mehr gesehen. Ein Besuch beim Bremer SV lohnt übrigens nicht nur wegen des
Stadions. Das Publikum ist schon sehr originell: manche Alte holen bei
Eckstößen noch den Schlüsselbund raus (wegen Schlüsselszene). Alternative und
linkes Studenten-/ Bürger- und Arbeitertum dominieren das Publikum.
Entsprechend originell ist die Aufkleber- und Graffitikultur bei denen. Für
den deutschen Profi-/Halbprofi-Bereich waren auch sehr viele Migranten im
Publikum. Kurios auch, dass man sowohl pro-israelische Anti-Fa-Aufkleber (Israel-Flagge
+ Rote Flagge) sah, als auch z. B. eine junge Frau, wohl Palästinenserin, mit
Kopftuch und Kapuzenpulli „From the River to the Sea, Palestine will be free“,
die mit weißen Deutschen zusammen dem Spiel folgte. In ihrer Israelhörigkeit
versuchen deutsche Politiker diese Parole unter dem Gesinnungsparagraphen
strafbar zu machen. Erste Gerichte haben das schon auf Demos so als verboten
bestätigt. Klar muss man sich fragen, was es bringen soll, wenn statt den
Israelis nun die Palästinenser das Sagen haben zwischen River (Jordan) und
Sea (Mittelmeer) – aber es sollte doch ruhig jeder seinen politischen
Dünnschiss im Rahmen der Meinungsfreiheit ablassen. Israelische Propaganda ist
ja angeblich ein wichtiger Teil der deutschen Staatsräson, zu Israel soll man sich – vor allem als Zugewanderter
– nun bekennen, als ob das unser 17. Bundesland wäre... Da schadet Gegenrede wirklich
nicht! Warum man das aber beim Fußball so plakativ machen muss, zumal ja z.
B. kein Gegner, der sich politisch positioniert auf dem Feld stand, ist dann
doch schon fragwürdig. Als Groundhopper sehe ich aber positiv, dass man bei
so linken Vereinen naturgemäß als „komischer Fremder“ willkommen ist, bei
einem Verein mit rechter Szene aber eher beäugt und belästigt wird. Bei
linken Vereinen hatte ich als Ortsfremder nie Probleme, so kann ich einen
Besuch beim Bremer SV auch nur empfehlen! |
Statistik: - Grounds: 3.575 (2 neue; diese Saison:
161 neue) - Sportveranstaltungen: 5.031 (2; diese Saison: 210) - Tourkilometer: 430 (10km Rad und 420km Bahn) - Saisonkilometer: 87.610 (51.300 Flugzeug/ 30.330 Auto, davon
14.770 Mietwagen/ 2.860 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 2.490 Fahrrad/ 180 Schiff,
Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 6 [letzte Serie:
14, Rekordserie ohne 0-0: 178] - Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit:
Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 166 Wochen in Folge
[letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von
KW 31/2006 bis KW 11/2020]. |
W3.0166III: Später Auswärtssieg für Hansa II im Berliner Jahn-Sportpark
Volkssport Gemeinschaft Altglienicke |
2 : 3 (1:0) |
F.C. Hansa Rostock II |
-
Datum: Samstag, 2. März 2024 – Beginn: 13.00 -
Tore: 1-0 18. Türpitz, 1-1 55. Dei, 2-1 72. Türpitz, 2-2 89. Albrecht, 2-3
91. Albrecht (Foulelfmeter) -
Gelbe Karten: 2x Engel, Tezel (VSG); Kröger, Dei, Wollschläger, Aliu (FCH) -
Rote Karten: Engel von VSG (43. Min. Gelb-Rot wg. wdh. Foulspiels) -
Austragungsort: Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, Großes Stadion (Kap. 19.708
Sitzplätze, davon geöffnet: 1.800) |
Photos with English commentary: |
Das 49-Euro-Ticket wollte noch genutzt werden. Eine Kollegin meinte letzthin zu mir, dass sie von Braunschweig
nach Berlin lieber mit der Bahn als mit dem Auto fahren würde, da man mit dem
Auto keine Zeitersparnis hätte. Ich sprach sie auf den Fakt an, dass man –
selbst wenn man von Hauptbahnhof zu Hauptbahnhof rechnet – fast 3 Stunden
unterwegs ist. Eine realistische Route, z. B. von meiner Wohnung zum
Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark, dauert viereinhalb Stunden inklusive
Umsteigezeit, exklusive Verspätungen durch das streikende Pack von der BVG
oder ähnliche Mängel. Wir bemerkten aber auch schnell, dass wir einfach andere
Vorstellungen vom Bahnfahren haben: Sie fährt halt auch mal ICE mit Sparpreis
– wenn der nicht gerade ausfällt und 3 Stunden Verspätung hat, ist der ja
wirklich schnell. Ich fahre nur Nahverkehr, und das auch nur, weil das Auto
noch in der Werkstatt steht... |
OK, was wollte ich jetzt im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark? Zum
einen, sollte man den Ground mal machen: Das 1952 erbaute Stadion wurde
mehrfach schon überarbeitet, hat die alte Form aber noch inne. Zwei
überdachte Tribünen, davon eine doppelstöckig, tolle Flutlichtmasten (die
allerdings von kleineren davor gebauten in ihrer Funktion ersetzt wurden),
farblich originell gestaltete Sitze, schöner Überblick über die angrenzenden
Viertel von den Wällen aus. Zum anderen spielte da heute die U23 vom FC Hansa Rostock.
Während die Versager von der I. Mannschaft immer weiter gen 3. Liga fallen,
verabschiedet sich die II. wenigstens mit Niveau in die Oberliga. Nach dem
erwartbaren Rückstand, dezimierte sich Altglienicke selber. Rostock nutzte
das nach der Pause bald zum Ausgleich. Auch wenn VSG in einer Druckphase
erneut in Führung ging, war es Hansa II in Form von Julian Albrecht, der in
der Schlussphase noch die Partie auf 2:3 drehte. Trotz sehr langer
Nachspielzeit blieb es gegen die anrennenden Gastgeber dabei! Geile Kulisse übrigens: 122 zahlende Zuschauer... Und fast noch
mal so viele Ordner, die zwar freundlich waren, aber sich auch ziemlich affig
aufführten, mit ihrem zwanghaften Herumschicken der Zuschauer in die beiden
Sektoren A und B. Also OK, die paar Zuschauer hätte man auch alle auf die
Pressetribüne setzen können, aber warum fast das gesamte Stadion gesperrt
ist, erschließt sich mir nicht. Noch schlimmer: Es gibt keine Klos, man muss
ins Funktionsgebäude vom Nebenplatz. Dass so eine Situation in dieser Liga
überhaupt zulässig ist, wundert mich – ebenso, dass Altglienicke es nicht als
Verein oder über den Betreiber des Stadions auf die Reihe kriegt, ein paar
Dixies aufzustellen. Bis die ersten Gästefans mal auf die Tribüne scheißen... Wie dem auch sei: Die Tour lohnte sich aufgrund des Hansa-Sieges
in diesem schönen Stadion, zumal ich danach noch meine in Berlin wohnenden
syrischen Freunde Rama und Amer samt Nachwuchs traf. Wenn der Sportpark
umgebaut wurde (Pläne siehe hier) komme ich bestimmt mal wieder her. Wenn „Inklusivität“ nicht
nur Spinnerei ist, sondern auch in der Tat diese Sportstätte von
Parasportlern als Zentrum genutzt wird, dann vielleicht ja mal zu einem Spiel
der Amputierten-Nationalmannschaft oder so... |
Statistik: - Grounds: 3.573 (1 neuer; diese
Saison: 159 neue) - Sportveranstaltungen: 5.029 (1; diese Saison: 208) - Tourkilometer: 490 (10km Rad und 480km Bahn) - Saisonkilometer: 87.180 (51.300 Flugzeug/ 30.330 Auto, davon
14.770 Mietwagen/ 2.480 Fahrrad/ 2.440 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 180 Schiff,
Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 4 [letzte Serie:
14, Rekordserie ohne 0-0: 178] - Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit:
Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 166 Wochen in Folge
[letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von
KW 31/2006 bis KW 11/2020]. |
Freitag, 1. März 2024
W3.0166I-II: Wochentagsspiele in Braunschweig und Goslar
Freie Turnerschaft Braunschweig (A-Junioren) |
1 : 3 (1:1) |
VfL Wolfsburg (A-Junioren) |
-
Datum: Mittwoch, 28. Februar 2024 – Beginn: 18.00 -
Tore: 1-0 13. Wallat, 1-1 28. Pejcinovic, 1-2 64. Hensel, 1-3 74. Crimaldi -
Gelbe Karten: 1x FT BS -
Rote Karten: keine -
Austragungsort: Sportanlage Freie Turner, C-Platz (Kap. 1.000 Stehplätze) |
Goslarer Sport Club 1908 II |
4 : 1 (2:0) |
Verein für Rasensport von 1927 Langelsheim II |
-
Datum: Donnerstag, 29. Februar 2024 – Beginn: 19.00 -
Tore: 1-0 33. Clausing, 2-0 35. Rocholl, 2-1 75. Käppner, 3-1 80. Karabit,
4-1 89. Karabit -
Gelbe Karten: 2x GSC, 1x VfR -
Rote Karten: keine -
Austragungsort: Stadion Osterfeld, Kunstrasen (Kap. 3.100, davon 100 Sitzplätze) |
Photos with English commentary: a)
Under-19 Cup: FT Braunschweig vs. VfL Wolfsburg |
Rasenplätze sind immer noch reihenweise gesperrt, aber wenigstens
wird auf Kunstrasen gekickt. So z. B. am Mittwoch in Braunschweig bei den
Freien Turnern auf dem C-Platz. Gastgeber die A-Jugend, zu Gast die U19 vom
VfL Wolfsburg. Das Duell 3. gegen 1. Liga im Viertelfinale zog 300 bis 350
Zuschauer an. Echt stark! Es wurden unaufdringlich Spenden erbeten. Geboten
bekam man eine gute Partie. Ausgeglichener als erwartet, ging der Underdog
sogar 1:0 in Führung. Der Ausgleich fiel vor der Pause noch und wie erwartet
gelang es den Nachwuchsprofis nach dem Seitenwechsel die Partie an sich zu
reißen und noch mit 1:3 als Sieger vom Platz zu gehen. |
Am Donnerstag ging es mit der Bahn nach Goslar, wo die II.
Mannschaft vom GSC auf dem Kunstrasen Osterfeldstadion, einem sehenswerten
Ground mit alter Stehtribüne, Gefallenendenkmal und Bergpanorama, gegen die
II. vom VfR Langelsheim antrat. Nächste Saison dürften die beiden
aufeinandertreffen, denn der Gast hält sicher die 2. Kreisklasse, der
Gastgeber dürfte absteigen aus der 1. in die 2. Kreisklasse. Dafür war Goslar
II aber deutlich besser heute und ging verdient 2:0 in Führung zur Pause. Die
anscheinend mit U19-Spielern aufgefüllte Gastmannschaft kam nur zu einem
zweifelhaften Ehrentreffer, vor dem der Tormann umgestoßen wurde. Ein
Doppelschlag eines Goslarer Stürmers in der Schlussphase, sorgte am Ende für
den auch in der Höhe verdienten Endstand. Ich sprintete dann zum Bahnhof: 26 Minuten Fußweg sagt Google
Maps, ich schaffte es in 13 – zwei Minuten vor der Abfahrt des Zuges. Einer
der Gründe, warum Bahnfahren scheiße ist und ich mir auch kein neues 49€-Ticket
kaufen werde, wenn das Auto wieder da ist... |
Statistik: - Grounds: 3.572 (1 neuer; diese
Saison: 158 neue) - Sportveranstaltungen: 5.028 (2; diese Saison: 207) - Tourkilometer: 130 (Mi 10km Rad, Do 20km Rad und 100km Bahn) - Saisonkilometer: 86.690 (51.300 Flugzeug/ 30.330 Auto, davon
14.770 Mietwagen/ 2.470 Fahrrad/ 1.960 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 180 Schiff,
Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 3 [letzte Serie:
14, Rekordserie ohne 0-0: 178] - Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit:
Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 166 Wochen in Folge
[letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von
KW 31/2006 bis KW 11/2020]. |
















