Turn- und
Sportverein Finkenwerder von 1893 |
2 : 5 (2:2) |
FC Bingöl 12
(2004) |
-
Datum: Samstag, 6. April 2024 – Beginn: 12.00 - Tore: 1-0 7. Rummel, 1-1 22. Celikel, 2-1 32. Schulz (Elfmeter),
2-2 32. Yasar, 2-3 60. Yasar, 2-4 79. Nartey, 2-5 88. Nartey - Gelbe Karten: mindestens 5 je Team -
Rote Karten: NN von Finkenwerder (60. wg. wdh. Fouls/ Reklamierens), XY von
Finkenwerder (80. wg. wdh. Fouls/ Reklamierens) -
Austragungsort: Uhlenhoff-Stadion (Kap. 2.500 Stehplätze) |
Altona
Fußball-Club von 1893 |
0 : 2 (0:2) |
Eisenbahner
Turn- und Sportverein Hamburg |
-
Datum: Samstag, 6. April 2024 – Beginn: 15.30 - Tore: 0-1 12. Kiene, 0-2 26. Düwel - Gelbe Karten: 3x Altona, 5x ETSV -
Rote Karten: ETSV-Trainer (Gelb-Rot in der 90. Min. wg. wdh. Reklamierens) -
Austragungsort: Adolf-Jäger-Kampfbahn (Kap. 8.000, davon 2.000 Sitzplätze) |
Hamburg-Eimsbütteler
Ballspiel-Club 1911 II |
3 : 1 (1:1) |
FC Teutonia
Ottensen 1905 II |
-
Datum: Samstag, 6. April 2024 – Beginn: 18.00 - Tore: 1-0 22. Gönüllü, 1-1 32. Warneke, 2-1 83. Müller
(Elfmeter), 3-1 88. Torani - Gelbe Karten: 2x HEBC, 3x Ottensen -
Rote Karten: keine -
Austragungsort: Professor-Reinmüller-Platz (Kap. 1.550, davon 50 Sitzplätze) |
Photos with English commentary: |
Das 49-Euro-Ticket wollte noch mal genutzt werden. ÖPNV-technisch
natürlich große Scheiße: Braunschweig via Uelzen nach Harburg, dann mit zwei
Bussen, die alle verspätet waren, zum Anstoß in Finkenwerder erschienen. Nach
dem Mittagessen in Finkenwerder, fuhr der Bus wegen Sperrungen endlos außen
herum, Umstieg auf S-Bahn, Umstieg auf U-Bahn, Verspätung, Bus verpasst –
gelaufen zu Altona 93 und kurz nach Anstoß erst dagewesen. Auch HEBC II
erreichte ich nicht ganz pünktlich. Genau: Der zweite Bus war verspätet...
Auf dem Rückweg hatte dann der erste Zug 15 und der zweite 25 Minuten
Verspätung. Der Schienenersatzverkehr von Gifhorn holte die Verzögerung aber
fast wieder raus, obwohl der Fahrer ständig Probleme beim Gänge einlegen
hatte... |
Spiel 1 also in Finkenwerder. Recht idyllische Sportanlage mit
kleiner Stehtribüne, die stark bemoost ist. Die in Hamburg üblichen 4€ für
Bezirksliga. Geboten bekam man da aber auch Einiges. Schnelle Führung für den
Tabellenletzten und in der ersten Hälfte ein sehr offenes Spiel gegen den FC
Bingöl. Die 12 steht nicht für ein Gründungsjahr (seit 2004 gibt es den
Verein), sondern für das KFZ-Kennzeichen der Provinz (des Kreises, Türkisch: ilce)
Bingöl. Die Kennzeichen sind alphabetisch durchnummeriert und spielen z. B.
bei Online-Namen eine eher größere Rolle als in Deutschland diese Kürzel wie
MER oder BS. In der zweiten Hälfte verlor Finkenwerder nach und nach zwei
Spieler. Den Sportfreund an der Pfeife habe ich, als ich vor ein paar Wochen
schon mal in Hamburg war, bereits gesehen: ein echtes Original! Verteilt immer
so 10 bis 20 Karten, selbst in einer fairen Partie... Am Ende siegte Bingöl, die Tausend Seen, verdient mit 2:5. |
Spiel 2 kostete 8€, was aber im Vergleich eher unterm
Durchschnitt ist – so traurig solche Preise für nominell Amateurfußball auch
sind – und man bekam eine schön gemachte Karte. Der Aufdruck hinten „kein
Platz für Nazis“, zeigte die politische Ausrichtung. Altona 93 ist sehr stark
von Punks und anderen Linksextremen frequentiert. Linksgrünes Bildungs- bzw. „Bildungs“-Bürgertum
mit jungen Familien oder junggebliebenen 68ern ist hier auch zugegen. Wie üblich
bei so linken Vereinen, sind weder Ordner noch Hintertorfans in irgendeiner
Form unfreundlich zu Groundhoppern. Das muss man wirklich immer wieder
hervorheben, wie sich hier linksgerichtete Vereine positiv gegenüber
rechtsgerichteten Clubs hervortun. Wer als Groundhopper so blöd ist, seine
rechte Gesinnung so zur Schau zu stellen, wie es die linken hier mit ihrer
tun, braucht sich auch nicht zu wundern, wenn er nicht so freundlich wie ich
als Neutraler behandelt wird... Altona 93 führt momentan in der Oberliga, nach dieser verdienten 0:2
Niederlage im allenfalls durchschnittlichen Spitzenspiel wird es aber enger. Die Zuschauerzahl im altehrwürdigen Stadion war sehr gut. Baulich
ist das auch sehr interessant. Viele Graffiti, leicht verfallenen Stehränge,
ein hoher Graswall, eine überdachte Tribüne mit lehnenlosen Schalensitzen
(kostet Aufpreis) – leider sind die Tage der Adolf-Jäger-Kampfbahn gezählt. 2026
sollen hier Wohnungen errichtet werden. Am Diebsteich soll dafür ein recht modern konzipiertes Regionalligastadion errichtet werden. Auch bei der Planung dieses Stadions, bekleckert sich der zuständige
Hamburger Politiker Grothe – besser bekannt als „Pimmel-Andy“ – nicht mit Ruhm. Ich sehe auch noch nicht, dass Altona sofort nach dem
letzten Spiel in der Adolf-Jäger-Kampfbahn an den fertigen Diebsteich
umziehen kann. Verzögerungen, Pfusch, Anwohnerklagen, Kostenexplosionen – so ist
das nun mal in Deutschland... |
Auch beim Hamburg-Eimsbütteler BC bekennt man sich zu linken
Werten – hier allerdings nur vernünftig zu Anti-Rassismus und nicht so teils linksextremen
Kram wie bei Altona 93. Die Sportanlage ist ebenfalls originell, wenn auch
ganz modern und viel kleiner: Ein Kunstrasen, der von mehrgeschossigen
Wohnblöcken halbringförmig umbaut ist, einige Bäume, ein paar Stehränge, ein
paar Sitze – und sowohl die Sitze, als auch alle Verzierungen am Sportlerheim
in lila-weiß. Ein sehr gut gelungenes Graffiti ziert die Außenwand des
Vereinsheims. Das Spiel der Reserven von HEBC und Teutonia Ottensen war gar
nicht schlecht besucht und kostete nur 3€ Eintritt – so viel zahlt man im
benachbarten Niedersachsen gerne mal für 1. Kreisklasse... Die Partie war auch ganz flott mit Durchhänger nach der Pause.
Nach ausgeglichener erster Hälfte (1:1) gelang dem Gastgeber noch ein Sieg
durch zwei späte Treffer. |
Statistik: - Grounds: 3.595 (3 neue; diese Saison:
181 neue) - Sportveranstaltungen: 5.053 (3; diese Saison: 229) - Tourkilometer: 410 (400km Bahn und Bus, 10km Rad) - Saisonkilometer: 96.710 (58.120 Flugzeug/ 31.220 Auto, davon
15.450 Mietwagen/ 5.360 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 2.790 Fahrrad/ 180 Schiff,
Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 6 [letzte Serie:
19, Rekordserie ohne 0-0: 178] -
Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des
Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 171 Wochen in Folge [letzte Serie: 30
Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW
11/2020]. |
Mittwoch, 10. April 2024
W3.0171II: Altona, HEBC und Finkenwerder an einem Samstag
Mittwoch, 6. März 2024
W3.0166IV: Bahnfahrt nach Bremen – Spannung am Panzenberg, Langeweile in Findorff
Bremer Sport-Verein 1906 |
1 : 0 (1:0) |
FC Teutonia 05 Ottensen |
-
Datum: Sonntag, 3. März 2024 – Beginn: 15.00 -
Tor: 1-0 22. Gröger -
Gelbe Karten: Hoxha, Goguaze, Trainer (BSV); Liesegang, Maiolo (Ottensen) -
Rote Karten: Bukusu vom BSV (65. Rot wg. Tätlichkeit) -
Austragungsort: Stadion am Panzenberg (Kap. 5.000, davon 750 Sitzplätze) |
Eisenbahnersportverein Blau-Weiß Bremen (Ü40) |
2 : 0 (1:0) |
Sportgemeinschaft 1965 Marßel Bremen (Ü40) |
-
Datum: Sonntag, 3. März 2024 – Beginn: 12.35 -
Tore: 1-0 15. Stanko, 2-0 45. Stanko -
Gelbe Karten: keine -
Rote Karten: keine -
Austragungsort: Bezirkssportanlage Findorff, Hockeyplatz / Kunstrasen 2 (Kap.
100 Stehplätze zzgl. 500 Stehplätze hinterm Zaun) |
Photos with English commentary: a) 4th Division: Bremer SV vs.
Teutonia Ottensen |
Am Sonntag gleich noch mal zum Bahnhof und dann via Hannover
binnen 3 Stunden nach Bremen gegurkt. Den Tag über sollte ich Glück mit den Zügen
haben: maximal 15 Minuten Verspätung, während ein Gegenzug
Braunschweig-Hannover mit 55 Minuten Verspätung mehr Verspätung als Fahrzeit
hatte, der Zug vor meinem Hannover-Bremen-Zug ausfiel und im Fernverkehr
mehrfach Durchsagen wie „heute 80 Minuten später“ kamen... Mit kurzem Abstecher am Bürgerpark ging es nach Findorff. Dort
gibt es eine hässliche Bezirkssportanlage unweit des Fernsehturms. Besonders
hässlich sind die zwei Kunstrasenplätze, insbesondere der Hockeyplatz. Bei so
einem Altherrenspiel darf man zum Glück innen am Zaun stehen. Die Partie war aber auch unter aller Sau. Einfach nur schlechter
Fußball, was der ESV Blau-Weiß und die SG Marßel da lieferten. Der ESV-Torwart
hielt den Kasten sauber – rülpste auch wie ein junger Hüpfer – und sein
Gegenüber bekam zwei Tore eingeschenkt. ESV BW damit im Pokalhalbfinale. |
Anlass der Fahrt war natürlich Spiel 2: Im wirklich schönen
Stadion am Panzenberg – Blick zum Fernsehturm, überdachte Steh- und
Sitztribüne, Sitze immer nur in den ersten drei oder vier Reihen, steile
Stehränge, paar Sitze hinter dem einen Tor, Hochstraße in Blickweite, Häuser
direkt an der Gegengerade, Graffiti überall, originelle Anzeigetafel – bekam man
für 9€, was unterer Preisbereich für die Liga ist, eine spannende Regionalligapartie
geboten. Bremer SV in Abstiegsgefahr, doch die bessere Mannschaft heute gegen
Teutonia Ottensen. Der selbsternannte Aufstiegskandidat im freien Fall gen
Mittelfeld, in der Winterpause wurde auf Einreichung der 3.
Liga-Lizenzunterlagen verzichtet. BSV bestimmte die gesamte erste Hälfte und
ging mit einem tollen 20-Meter-Schuss in den Winkel 1:0 in Führung. Es sollte
das einzige Tor bleiben, maßgeblich auch, weil sich Bremen selber dezimierte,
da ihr Neuner sich völlig bescheuert provozieren lies. Vor allem nach diesem
Platzverweis drehte der Schiri aus Osnabrück aber auch hohl: im Zweifel wurde
nur noch zugunsten von Ottensen entschieden, die maßlos lange Nachspielzeit
von 6 Minuten wurde auf 8 ausgedehnt und nach einem dunkelgelben Einsteigen
eines Ottensener pfiff er einfach ohne jede Strafe ab. Auf der Ebene habe ich
schon lange keine derart schlechte und vor allem auffällig einseitige Schiedsrichterleistung
mehr gesehen. Ein Besuch beim Bremer SV lohnt übrigens nicht nur wegen des
Stadions. Das Publikum ist schon sehr originell: manche Alte holen bei
Eckstößen noch den Schlüsselbund raus (wegen Schlüsselszene). Alternative und
linkes Studenten-/ Bürger- und Arbeitertum dominieren das Publikum.
Entsprechend originell ist die Aufkleber- und Graffitikultur bei denen. Für
den deutschen Profi-/Halbprofi-Bereich waren auch sehr viele Migranten im
Publikum. Kurios auch, dass man sowohl pro-israelische Anti-Fa-Aufkleber (Israel-Flagge
+ Rote Flagge) sah, als auch z. B. eine junge Frau, wohl Palästinenserin, mit
Kopftuch und Kapuzenpulli „From the River to the Sea, Palestine will be free“,
die mit weißen Deutschen zusammen dem Spiel folgte. In ihrer Israelhörigkeit
versuchen deutsche Politiker diese Parole unter dem Gesinnungsparagraphen
strafbar zu machen. Erste Gerichte haben das schon auf Demos so als verboten
bestätigt. Klar muss man sich fragen, was es bringen soll, wenn statt den
Israelis nun die Palästinenser das Sagen haben zwischen River (Jordan) und
Sea (Mittelmeer) – aber es sollte doch ruhig jeder seinen politischen
Dünnschiss im Rahmen der Meinungsfreiheit ablassen. Israelische Propaganda ist
ja angeblich ein wichtiger Teil der deutschen Staatsräson, zu Israel soll man sich – vor allem als Zugewanderter
– nun bekennen, als ob das unser 17. Bundesland wäre... Da schadet Gegenrede wirklich
nicht! Warum man das aber beim Fußball so plakativ machen muss, zumal ja z.
B. kein Gegner, der sich politisch positioniert auf dem Feld stand, ist dann
doch schon fragwürdig. Als Groundhopper sehe ich aber positiv, dass man bei
so linken Vereinen naturgemäß als „komischer Fremder“ willkommen ist, bei
einem Verein mit rechter Szene aber eher beäugt und belästigt wird. Bei
linken Vereinen hatte ich als Ortsfremder nie Probleme, so kann ich einen
Besuch beim Bremer SV auch nur empfehlen! |
Statistik: - Grounds: 3.575 (2 neue; diese Saison:
161 neue) - Sportveranstaltungen: 5.031 (2; diese Saison: 210) - Tourkilometer: 430 (10km Rad und 420km Bahn) - Saisonkilometer: 87.610 (51.300 Flugzeug/ 30.330 Auto, davon
14.770 Mietwagen/ 2.860 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 2.490 Fahrrad/ 180 Schiff,
Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 6 [letzte Serie:
14, Rekordserie ohne 0-0: 178] - Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit:
Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 166 Wochen in Folge
[letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von
KW 31/2006 bis KW 11/2020]. |








