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Donnerstag, 21. September 2023

W3.0142III: 190km-Radtour in die Altmark

SV Eintracht Salzwedel 09

4 : 0 (2:0)

SV 09 Staßfurt

- Datum: Samstag, 16. September 2023 – Beginn: 15.00

- Wettbewerb: Landesliga Sachsen-Anhalt Nord (7. Spielklasse, 2. Amateurliga)

- Ergebnis: 4-0 nach 86 Minuten (48/48) – Halbzeit: 2-0

- Tore: 1-0 2. Frenkel, 2-0 30. Frenkel, 3-0 79. Müller, 4-0 93. Seehausen (Elfmeter)

- Gelbe Karten: 2x Salzwedel, 3x zzgl. Trainer Staßfurt

- Rote Karten: keine

- Austragungsort: Sportplatz Flora (Kap. 1.400, davon 100 Sitzplätze)

- Zuschauer: ca. 180 (davon angeblich nur 111 zahlende und ca. 25 Gäste)

- Spielbewertung: 7,0/10

TSV 1919 Kusey (B-Junioren)

0 : 5 (0:3)

SG Klinze-Ribbensdorf 1928 / TSV Grün-Weiß Bregenstedt 1931 / VfB Blau-Weiß Erxleben 1946 (B-Junioren)

- Datum: Samstag, 16. September 2023 – Beginn: 11.00

- Wettbewerb: Landesliga Sachsen-Anhalt B-Junioren Staffel 1 (4. Spielklasse der U17)

- Ergebnis: 0-5 nach 84 Minuten (42/42) – Halbzeit: 0-3

- Tore: 0-1 6. Prusseit, 0-2 7. Sticherling (Eigentor), 0-3 34. Hirschfeld, 0-4 80. Blechinger, 0-5 81. Eidner

- Gelbe Karten: 1x Kusey

- Rote Karten: keine

- Austragungsort: Sportforum Köbbelitz (Kap. 1.100, davon 100 Sitzplätze)

- Zuschauer: ca. 45 (davon ca. 20 Gäste)

- Spielbewertung: 6,5/10

Kusey

Photos with English commentary (FLICKR):

a) 7th Division Football in Salzwedel

b) Under-17 Football League in Kusey

c) Sightseeing Altmark: Jahrstedt, Kusey, Köbbelitz, Poppau, Hagen, Sienau

Es sollte mal wieder eine richtig lange Radtour her. Da bot sich das Auswärtsspiel vom SV 09 Staßfurt, eine interessante Mannschaft, die ich zuletzt im Finale des Sparkassencups gesehen hatte, beim SV Salzwedel – wo ich eh schon immer mal hin wollte, da ich die Altstadt bereits mehrfach besichtigt habe, aber eben nie eine Sportveranstaltung besuchen konnte – an. Radfahren in der Ecke Deutschlands ist aber nicht immer eine Freude. Da ich noch ein 11-Uhr-Spiel in Kusey sehen wollte, fuhr ich hin über Lehre, Wolfsburg und Kaiserwinkel. Sowie man die Landesgrenze nach Sachsen-Anhalt passiert, werden die Wege sandig, unbefestigt, uneben und teilweise gepflastert. In Jahrstedt gibt es wieder richtige Straßen, aber nur bruchstückhaft Radwege.

Zurück die Bundesstraße: natürlich unter aller Sau, dass da auf 25km Länge von Salzwedel aus bis Kuhfelde und dann nach ein paar Kilometern wieder unterbrochen, kein Radweg vorhanden ist. Die komplette Strecke in Niedersachsen über Brome nach Wolfsburg und Braunschweig ist dann mit Radwegen versehen, die nur in einigen Dörfern innerorts unterbrochen sind.

TSV 1919 Kusey B 0:5 SG Klinze-Ribbensdorf/ Bregenstedt/ Erxleben B

Spiel 1 wie gesagt in Kusey bzw. dem mit Kusey verwachsenen Dorf Köbbelitz. In beiden Orten gibt es ganz ansehnliche Kirchen, einige alte Gebäude und große Kriegerdenkmale. Die Sportanlage liegt schön im Wald und hat einige Bänke, teils als kleine Tribüne zusammengezimmert. Der TSV Kusey ist blau-weiß und ebenfalls 1919 gegründet wie der TSV Leuna. Der Verein hat aber weniger Mannschaften und die Männer spielen nur auf Kreisebene, was bei einem Ort dieser geringen Größe in einer so toten Ecke aber auch respektabel ist. Interessant ist auch, dass sie offenbar keine Spielgemeinschaften bzw. nur bei einigen Jugendklassen brauchen. Bei der B-Jugend z. B. nicht, während der heutige Gegner gleich drei Vereine und vier Dörfer vereinigt. Die Partie der Landesliga (es gibt noch Kreisligen darunter) war gut und sehenswert. Zwei frühe Treffer der Gäste, darunter ein Eigentor bei Rückpass auf den Schlussmann, lenkten die Partie in die richtigen Bahnen für Klinze-Ribbensdorf/ Bregenstedt/ Erxleben. Noch vor der Pause das 0:3 und in der zweiten Hälfte, die viele vergebene Chancen von Kusey sah, setzten die Gäste erst in der Schlussphase noch zwei Treffer drauf.

Eintracht 09 Salzwedel 4:0 SV 09 Staßfurt

Dass Salzwedel sehenswert ist, hatte ich bereits erwähnt. Ältere von mir gemachte Aufnahmen aus der Innenstadt finden sich hier (Pfeil nach links klicken für weiter)! Die Sportanlage lohnt auch einen Besuch. Es gibt ja mehrere Vereine in der Kleinstadt und zwei Sportanlagen mit je zwei bis drei Spielfeldern. Bekannter ist die Sportanlage Flora, deren Hauptplatz an einem interessanten Gebäude mit Vereinsgraffiti und -wappen liegt. Dort gibt es auch überdachte Bänke und gegenüber einen Graswall. Trotzdem sind 5€ Eintritt bei Landesliga indiskutabel hoch. Kein Programmheft, nur eine Wertmarke – dreist!

Die Partie war wenigstens lohnend. Salzwedel ging schnell in Führung, dann machte Staßfurt das Spiel, aber keine Tore. Salzwedel konterte auf 2:0 nach einer halben Stunde. Nach dem Seitenwechsel das gleiche Bild. Die Partie wurde noch ruppiger. Viel Gepöbel zwischen beiden Seiten: Die Staßfurter regten sich über die Gebühr über den in der Tat etwas einseitig pfeifenden Schiri (der ist glaube ich aus Uchtspringe, also auch Altmark) auf, der Heimtorwart war nur am dumm rumsabbeln, von den Zuschauern gab es auch deutliche Zwischenrufe nach Fouls oder Unsportlichkeiten... In der Schlussphase setzte Salzwedel noch zwei Treffer drauf. Das 4:0 war viel zu hoch, die Leistung der Gäste aber auch erschreckend schwach für eine Spitzenmannschaft. Mal schauen, wie die Saison dann so weiter verläuft...

Eintracht 09 Salzwedel 4:0 SV 09 Staßfurt

Statistik:

- Grounds: 3.486 (2; diese Saison: 63 neue)

- Sportveranstaltungen: 4.905 (2; diese Saison: 84)

- Tourkilometer: 190km (190km Rad)

- Saisonkilometer: 7.840 (6.300 Auto, davon 0 Mietwagen/ 0 Flugzeug/ 1.360 Fahrrad/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn / 180 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 117 [letzte Serie: 12, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 142 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Montag, 18. August 2014

W420VI: Kreispokal in Kuhfelde

Kuhfelder SV 1949 ............................................................. 4
SV Arendsee 1920 ............................................................... 2
- Datum: Sonntag, 17. August 2014 – Anstoß: 14.00
- Wettbewerb: Kreispokal Altmark West (2. Altmark-West-Liga gegen 2. Altmark-West-Liga, Aufsteiger aus 3. Am.-W.-L.; d.h. beide Teams 10. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 4-2 nach 92 Min. (47/45) – Halbzeit: 2-2
- Tore: 1-0 3. Benjamin Brauner, 1-1 4. Eric Röhl, 2-1 24. Patric Peysa, 2-2 38. Eric Röhl, 3-2 68. Patric Peysa, 4-2 72. Benjamin Brauner
- Verwarnungen: Patrick Peysa, Ronny Neumann? (Kuhfelde); Jan Steckmann, Philipp Oltersdorf, NN (Arendsee)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Dorfstadion der Freundschaft (Kap. 2.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 60 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Nach hervorragender erster Hälfte beider Teams, zeigte in Halbzeit zwei nur noch Kuhfelde etwas)  
Photos with English Commentary:
a) Regional Cup Competition, Western Altmark District: SV 1949 Kuhfelde defeat SV 1920 Arendsee
b) Altmark Region: Salzwedel Old Town and Animal Park; Historic Churches in Groß Gerstedt, Osterwohle, Wallstawe, Kuhfelde, Hagen, Maxdorf, Kakerbeck, and Lindstedterhorst; Palace Ruin in Tylsen; Ferchau Village; Wilhelmshof Clinic

Irgendwie war ich schon vor Wochen auf diese Partie gekommen: am dritten Sonntag im August waren alle Erstrundenpartien im Kreispokal Altmark-West (Salzwedel) angesetzt und als Name stach irgendwie Kuhfelde heraus. Nach einem Blick auf deren Website stellte sich auch heraus, dass sich ein Besuch dort lohnt; denn das „Dorfstadion der Freundschaft“ hat nicht nur eine schöne Eisenkonstruktion mit diesem Schriftzug über dem Eingang, sondern auch eine vierstufige Stehtribüne mit zwei Dächern, einem daneben befindlichen Sportlerheim mit Terrasse und sehr schönem Wandbild (Vereinswappen und angebotene Sportarten: Fußball, Handball, Turnen, Bogenschießen) und – als Highlight der Anlage – einen sehr formschönen Sprecherturm. Drumherum öffnet sich der Blick in die Wiesen- und Waldlandschaft bzw. direkt ins Dorf mit seiner typischen Feldsteinkirche.

Der Kuhfelder SV belegte einen guten 6. Platz in der Kreisliga, der Gast vom aufgrund seiner Tiefe und seiner Fischvorkommen überregional bekannten Arendsee war als Zweiter hinter Eintracht Berge mit 6 Niederlagen noch von der Kreisklasse (d.h. der untersten Ebene) in die Kreisliga aufgestiegen. Für angemessene 1,50€ (Vereinsmitglieder, Frauen und Kinder 1,00€) gab es ein gutes Spiel mit furiosem Beginn zu sehen. Je eine vergebene Chance auf jeder Seite und dann geht Kuhfelde schon mit einem Schuss aufs kurze Eck in Führung. Postwendend gleicht Arendsee per Kopf aus. Nur zwei Minuten später trifft Kuhfelde erneut – doch der Linienrichter erkennt auf Abseits.

Das Spiel ist ein offener Schlagabtausch, doch es dauert 20 Minuten, ehe wieder ein Tor fällt: Kuhfelde geht verdient erneut in Führung. Nach über 30 Minuten fällt der Ausgleich aus abseitsverdächtiger Position. Wegen dieser und anderer Szenen gab es immer mal Gemecker, aber gerade für ein Pokalspiel verlief es heute sehr ruhig und gesittet. Kuhfelde scheint ohnehin nicht solches Bruchvolk wie Klötze oder Kalbe oder andere unsympathische Vereine aus der Umgebung dort zu haben.

Nach der Pause konnte Arendsee nicht mehr den Finger ziehen und Kuhfelde machte mit einem Doppelschlag alles klar. Das 4:2 war im Endeffekt sogar noch zu niedrig, in jedem Fall aber ein völlig verdienter Sieg für den Gastgeber!  
Wir haben natürlich auch einiges angeguckt. Da Staßfurt wieder auf dem Weg lag, kam Anja mit, weswegen wir noch einmal nach Salzwedel fuhren. Denn Salzwedel ist mit ihren Fachwerkhäusern und Backsteinkirchen die sehenswerteste Stadt der Altmark. Den Tierpark (der befindet sich hinter der schlossartigen Probstei und kostet keinen Eintritt) besichtigten wir auch noch. Dann ging es über die Dörfer, Feldsteinkirchen angucken.

Fast jedes Dorf in der Altmark hat eine solche aus Feldsteinen errichtete Kirche. Dieser Baustil ist oft relativ einfach, aber besonders formschön. Da es so unheimlich viele Feldsteinkirchen gibt, die man in eine begrenzte Anzahl von Bautypen einteilen kann, fuhren wir nicht nach Karte, sondern suchten uns nach Panoramio-Fotos die besten Exemplare heraus.

In Groß Gerstedt steht eine sehr kleine Feldsteinkirche mit Schiefer-Dachreiter – eine der einfachsten Formen der Feldsteinkirchen. In Osterwohle hingegen ist eine ungewöhnlich verbaute (ein Wendelstein wurde angebracht) und hohe Kirche zu finden. Die Feldsteinkirche in Wallstawe ist besserer Durchschnitt, hat aber einen etwas auffälligen Turm. In Tylsen gab es zur Abwechslung mal ein Schloss zu sehen, was in der Altmark aber selten ist. Das Schloss wurde in der Nachkriegszeit (1948) von den Russen zerstört und ausgeraubt. Von Tylsen fuhren wir nach Ferchau, das nur über gepflasterte oder geschotterte Waldwege zu erreichen ist und eine Ansiedlung von drei Gehöften (darunter auch das Revierforsthaus) darstellt. Zwei weitere Kilometer auf Schotterwegen und wir hatten Kuhfelde mit seiner historisierenden Feldsteinkirche erreicht.

Nach dem Spiel in Kuhfelde besichtigten wir die Feldsteinkirchen in Hagen und Maxdorf. Hagen hat eine typische Feldsteinkirche mit ungewöhnlicherweise separat stehendem hölzernen Glockenturm zu bieten, Maxdorf eine mit überdachtem Eingang. In besonders seltsames Exemplar steht in Lindstedterhorst: da wurde wohl dutzende Male ausgebessert – also diese Pfriemelei ist wirklich kurios anzusehen. Nach etwas Groundspotting in Lindstedt, Jävenitz und Uchtspringe fuhren wir noch in den Wald hinter nach Wilhelmshof (bei Google und ADAC ist das ein namenloses Dorf, das man nur auf unbefestigten Wegen erreicht – in Wirklichkeit ist das eine kirchliche Ansiedlung mit Suchtklinik, Kirche, Laden etc. die mittlerweile eine asphaltierte Zuwegung hat) und dann über Staßfurt zurück nach Merseburg.

In Staßfurt gingen wir natürlich wieder bei Aldo Pizza essen, wobei dort schon wieder einige Vollidioten zugast waren, die sich über angeblich falsch belegte Pizza pöbelnd ausließen: der Inhaber hat echt Pech, dass er den Laden in so einer Drecksstadt wie Staßfurt aufgemacht hat: außer in NRW hab ich noch nie so viele Asis auf einen Haufen gesehen, wie in Staßfurt...

In jedem Fall war das eine sehr lohnende Tour in die Altmark – und im Übrigen wohl die letzte Tour mit unserem Dacia Sandero Stepway. Denn ein neues Auto steht in Leuna schon bereit und der Verkauf dieses sehr robusten und durch hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis begeisternden Autos ist bereits in die Wege geleitet!  
Statistik:
- Grounds: 1.165 (heute 1 neuer; diese Saison: 11 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.131 (heute 1; diese Saison: 19)
- Tageskilometer: 540 (540km Auto)
- Saisonkilometer: 3.370 (3.060 Auto/ 310 Fahrrad/ 0 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 112 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 420

Montag, 10. Juni 2013

W358I-IV: Zum ersten Mal Fußball in Altmark-West, eines der schlechtesten Spiele seit Jahren, 1:1 für Leunas Alte Herren und Donnerstag bei Ostrau – wie man aus einer Chaoswoche noch das Beste herausholt!

Verein für Bewegungsspiele 1907 Klötze ------------------ 4
FC Jübar/ Bornsen von 1950 --------------------------------- 1
- Datum: Sonntag, 2. Juni 2013 – Anstoß: 14.00
- Wettbewerb: Kreisliga Altmark West/ Salzwedel (9. Spielklasse, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 4-1 nach 93 Min. (45/48) – Halbzeit: 3-1
- Tore: 0-1 22. Philip Peters, 1-1 31. Jan Spycher, 2-1 37. Steven Elksne, 3-1 41. Max Fuhrmann, 4-1 55. Benjamin Riecke
- Vergebener Elfmeter: 35. Min., Michael Ritzke (Jübar) wehrt Foulelfmeter von Michael Wisswedel (Klötze) ab - Verwarnungen: 2x Dirk Grobauer, 1x Morris Rymarczyk (Jübar)
- Platzverweise: 73. Min., Dirk Grobauer (Jübar, wiederholtes Foulspiel)
- Spielort: Geschwister-Scholl-Stadion (Kap. 2.000, davon 1.200 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 100 (davon angeblich nur 47 zahlende; Gästefans: ca. 20)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes Match: Klötze spielte konstant engagiert und gut, Jübar ließ mit der Zeit nach)

VfL Kalbe (Milde) 1926 C ------------------------------------ 7
SV Eintracht Salzwedel 1909 C II --------------------------- 3
- Datum: Sonntag, 2. Juni 2013 – Anstoß: 11.15
- Wettbewerb: C-Junioren Kreisliga Altmark West/ Salzwedel (4. und unterste Spielklasse der U15)
- Ergebnis: 7-3 nach 72 Min. (35/37) – Halbzeit: 4-0
- Tore: 1-0 14. (7), 2-0 18. (7), 3-0 25. Eigentor, 4-0 28. (7), 5-0 38. (7), 5-1 43. (5), 6-1 51. (7), 6-2 55. (13), 7-2 55. (7), 7-3 68. (4)
- Verwarnungen: Nr. 10 (Kalbe)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz I Kalbe, An der Turnhalle - Schulstraße (Kap. 1.500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 45 (davon Gästefans: ca. 15)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Nicht nur torreiches, sondern durch Kalbe auch wirklich gutes Jugendspiel)

Verein für Bewegungsspiele Artern 1919 ----------------- 1
SpG VfB Oldisleben/ SV Viktoria Heldrungen ---------- 0
- Datum: Samstag, 8. Juni 2013 – Anstoß: 15.00
- Wettbewerb: Kreisoberliga Nordthüringen (8. Liga, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-0 nach 93 Min. (45/48) – Halbzeit: 0-0
- Tore: 90. Matthias Nelde
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Stadion im Salinepark Artern (Kap. 3.060, davon 60 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 130 (davon 110 zahlende; Gästefans: ca. 25)
- Unterhaltungswert: 1,0/10 (Das war das schlechteste Männer-Fußballspiel das ich in 14 Jahren je gesehen habe – bis der am wenigstens schlechte Spieler auf dem Feld in der Schlussminute per Hacke einnetzte...)

SV Wacker Rottleberode D ---------------------------------- 6
Jugendspielgemeinschaft FSV Grün-Weiß Gerbstedt/ Volkssport-Gemeinschaft Helmsdorf D II ----------------- 6
- Datum: Samstag, 8. Juni 2013 – Anstoß: 10.00
- Wettbewerb: Kreisliga D-Junioren, Mansfeld-Südharz/ Staffel 1 (2. und unterste Spielklasse der U13)
- Ergebnis: 6-6 nach 62 Min. (30/32) – Halbzeit: 4-4
- Tore: 0-1 2. (9), 1-1 4. (9), 2-1 8. (6), 2-2 9. (3), 2-3 13. (2), 2-4 15. (2), 3-4 18. (11), 4-4 20. (9); 5-4 36. (4), 6-4 45. (9, Foulstrafstoß), 6-5 52. (11), 6-6 54. (9)
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportzentrum Rottleberode, Platz 2/ Kleinfeld (Kap. 500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (davon Gästefans: ca. 10)
- Unterhaltungswert: 7,5/10 (Sehr gutes Juniorenspiel mit einer selbst für diese Klasse ungewöhnlich hohen Torquote)

SV Merseburg 99 AH ---------------------------------------- 1
TSV Leuna 1919 AH ----------------------------------------- 1
- Datum: Freitag, 7. Juni 2013 – Anstoß: 18.00
- Wettbewerb: Freundschaftsspiel Alte Herren
- Ergebnis: 1-1 nach 69 Min. (35/34) – Halbzeit: 0-0
- Tore: 0-1 54. Mario Melchior, 1-1 61. Nr. 44
- Verwarnungen: keine
- Platzverweise: keine
- Spielort: Stadtstadion Merseburg (Kap. 10.000, davon 200 Sitzplätze)
- Zuschauer: bis zu 25 (davon Gästefans: ca. 15)
- Unterhaltungswert: 5,5/10 (Mittelmäßiges Spiel, das Leuna von den Spielanteilen und Chancen her hätte gewinnen müssen)

Landsportgemeinschaft 1967 Ostrau --------------------- 4
Sportgemeinschaft Reußen --------------------------------- 0
- Datum: Donnerstag, 6. Juni 2013 – Anstoß: 19.00
- Wettbewerb: Landesklasse Sachsen-Anhalt, Staffel 4 (8. Spielklasse, 3. Amateurliga)
- Ergebnis: 4-0 nach 92 Min. (46/46) – Halbzeit: 3-0
- Tore: 1-0 3. Steve Backhaus, 2-0 33. Michael Schaaf, 3-0 44. Jens Obenauf, 4-0 90. Steve Backhaus
- Verwarnungen: Florian Markgraf, Steve Backhaus (Ostrau); Rene Quilitzsch, Enrico Brandt, Thomas Dietzsch, Tobias Burwig (Reußen)
- Platzverweise: Reußens Stephan Pillekeit (60. Min., Nachtreten)
- Spielort: Sportplatz Ostrau (Kap. 1.100, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 85 (davon angeblich nur 35 zahlende, Gästefans: ca. 10)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Typisches Ostrau-Spiel: LSG gewinnt mit allenfalls mittelmäßiger Leistung gegen sehr schwachen Gegner) 
DSC06678: VfB Artern 1919 v SpG Oldisleben/ Heldrungen 
Photos with English Commentary:
Thursday:
- Amateur Football; Ostrau v Reußen, Sightseeing: Petersberg Panorama, Church of Drobitz, Estate of Drehlitz
- Ostrau Palace (and Pictures of LSG Ostrau Reserve v SV Sennewitz Reserve) 

Friday:
- Veterans Football: SV Merseburg 99 v TSV Leuna 1919, at 10,000-capacity Stadtstadion Merseburg

Saturday:
- Thuringia Amateur League: VfB Artern v SpG Oldisleben/ Heldrungen, at Salinestadion 
- Saxony-Anhalt U13 League: Wacker Rottleberode v GW Gerbstedt/ VSG Helmsdorf 
- Sightseeing in Southern Harz Mountains and Golden Water Meadows Region: Bernecke Ruins, Rottleberode, Heldrungen and Oldisleben Castles, Bad Frankenhausen Leaning Tower 

Sunday:
- Under-Aged Football in Altmark West Region: VfL Kalbe U15 v Eintracht Salzwedel U15 Reserve
- Amateur Football League of Altmark West Region: VfB Klötze 1907 v FC Jübar/ Bornsen 1950
- Castles, Churches, and Framework Buildings in Altmark Region: Salzwedel, Gardelegen, Kalbe/ Milde, Klötze, Kakerbeck etc.
DSC06402 Rust Meine Fresse, was für eine Chaoswoche! Nach dem wochenlangen Dauerregen und den ausnahmsweise richtigen Prognosen der Meteorologie-Scharlatane vor diesen Regenfällen, musste doch jedem seit zwei Wochen klar sein, was ab dem ersten Junitag passierte: Überschwemmungen. Wenn ich mir so ansehe, wie es ab Montag (3.6.) so in Halle und Umgebung zuging, frage ich mich aber, wo dieses Vorurteil „Deutsche sind immer topp organisiert“ herkommt. Topp organisiert war jedenfalls, dass die ganze Stadt Merseburg durch dutzende Baustellen gleichzeitig und Schienenersatzverkehr der Bahn lahmgelegt wurde. Als in Halle das Hochwasser los ging und der öffentliche Nahverkehr aus dem südlichen Umland lahmgelegt war, stieg natürlich der Individualverkehr. Mit Umwegen (die man als Umleitungen hätte ausschildern können) und dreister Fahrweise (bei 70 innerorts zwei Spurwechsel hintereinander und so was) schaffte ich es Montag aber noch um 8.30 in die Uni.

Dienstag schaffte ich das nicht mehr: nach 90 Minuten war ich am Bahnhof (normalerweise keine 20 Minuten Fahrt) und drehte ab, die ich nicht mal mehr 50 Minuten des Unterrichtes mitbekommen hätte. Einige der Straßensperren waren nicht nachvollziehbar, die Polizei am einen Ende der Straße wusste nicht, was der Einsatzleiter am anderen Ende angeordnet hatte. Nur Feuerwehr und THW wussten wirklich genau, was sie wann wie zu machen haben. Im Laufe des Tages dramatisierten die Medien immer mehr die Situation. Ein Spiel von der LSG Ostrau wurde inoffiziell abgesagt und dann sinnvollerweise doch gespielt. Das Spiel hätte am 1.6. aber auch niemals abgesagt werden dürfen.

Mittwoch wollte ich mit dem Fahrrad fahren, da das in Halle mittlerweile die einzige schnelle Fortbewegungsart war, doch ein Kommilitone und Kumpel konnte mir gerade noch über die überlasteten Leitungen klar machen, dass der Lehrbetrieb wirklich überall an der Uni bis Freitag abgesetzt ist. Wirklich nötig erscheint das nicht – fast so dumm wie die unnötige Absage der Händefestspiele – aber wenn die meinen, dadurch das ganze Semester eine Woche nach hinten verschieben zu müssen... mir doch egal! Ich ging jedenfalls Sporttreiben in Merseburg.
Ja was? Was soll ich denn sonst machen? Alle Übersetzungen angefertigt, alle Referate fertig und keinerlei freiwillige Helfer in Merseburg gebraucht! Zumindest wurden keine Aufrufe gestartet. Ich habe vielmehr von Seiten der Berufsfeuerwehr gehört, dass bei aller lobenswerter und funktionierender Hilfsbereitschaft wie am Gimritzer Damm in Halle, auch störende Hilfsbereitschaft vorkam: nämlich jene von den Leuten, die nur weil es durch die Medien geht und sie sich dann für cool halten Sandsäcke befüllen, dabei mehr blöd herumstehen als alles andere und alle halbe Stunde bei Facebook reinstellen, wie spannend die Hilfsarbeit ist... DSC06417 LSG 67 Ostrau v SG Reußen Das erste Spiel in dieser Chaoswoche gab es Donnerstag. Auch wieder keine Uni, natürlich auch keine Fluthilfe in Merseburg gebraucht (und in Halle waren übrigens auch hauptsächlich die Profis von Feuerwehr und THW am Werk, was auch viel besser so ist), zudem wieder dramatisierte Medienmeldungen (von wegen ganz Neustadt müsse evakuiert werden und es gebe Plünderungen) und schon wieder ein Spiel in Ostrau. Mein Vater kam knapp mit dem Auto an, ich hatte genug Zeit um mit dem Fahrrad über den Petersberg zu fahren.

Ostrau steht, warum auch immer, auf Platz 5 und die SG Reußen auf dem 6. Platz in der Landesklasse 4. Natürlich war das heute wieder ein Spiel, das auf eine sinnlose Verlegung zurückgeht, aber mir soll’s recht sein. Dass am Wochenende der komplette Spielbetrieb trotz Beruhigung der Hochwasserlage abgesagt wurde, zeigte natürlich vom Allerfeinsten die Dummheit der Verbände – aber Hauptsache es wurde heute gespielt...

Ostrau legte auch gleich zackig los und ging mit einem Weitschuss nach nur drei Spielminuten 1:0 in Führung. Reußen hatte nur wenige und weitestgehend ungefährliche Angriffe aufs Tor und verlor dadurch das Spiel schon bei Halbzeit: Ostrau machte das Nötigste und zog mit 3-0 davon.
Die zweite Halbzeit war nicht mehr so gut, denn Ostrau kam erst nach Auswechslung des Torhüters zum 4-0, als der Ostrauer Stürmer ihn umkurvte und einnetzte. Bis zur 90. hatte Ostrau wenig gezeigt, Reußen hatte so gut wie keine Torchance. Nach einer der ganz wenigen Chancen bekam Reußen zu allem Überfluss auch noch einen Platzverweis, da ein Ostrauer Spieler einen Reußener übel anschoss um einen Abstoß zu erwirken, ein anderer Ostrauer dann den Reußener dumm anquatschte und dieser ihm auf die Hacken latschte. Hätte sich der Ostrauer nicht so theatralisch und albern schreiend fallen gelassen, hätte es aber auch keine rote Karte gegeben für das lächerliche Nachtreten...

Da der Ostrauer mit der Sammelkiste anscheinend stark kurzsichtig war, blieb uns sogar das entrichten des Eintritts für dieses nicht besonders gute aber ansehnliche Spiel erspart. So im Schatten auf der Gegenseite stehend hatte er uns wohl einfach nicht gesehen...
Äußerst kostengünstig also, die Groundhoppingtour mit dem Rad heute... DSC06506 SV Merseburg 99 v TSV Leuna (veterans football). Auch Freitag ging es mit dem Rad zu einem kostenlosen Spiel, wobei es nur in einen anderen Stadtteil innerhalb Merseburgs ging. Leunas Alte Herren traten bei den „Schkopauern“ an. Da Freizeitfußball und -volleyball auf Platz 2 lief und niemand den Alten Herren den Hartplatz Platz 3 anbieten wollte, wurde schön auf dem Hauptplatz gespielt. Auf den Stehrängen und den Sitztribünen, die zusammen 10.000 Leute fassen, verloren sich kaum 25 Zuschauer, von denen die Mehrheit aus Leuna kamen.

Auch die Mehrheit der Chancen kam von Leuna. Gerade in Halbzeit eins hatte zwar auch Leunas Torwart Hähnel etliche Gelegenheiten sich auszuzeichnen - da Leuna zudem auch nur mit 10 Mann begann, ehe ein neuer Spieler als 11. Mann angetrabt kam - da von einem einseitigen Spiel nicht die Rede sein konnte – aber die besseren und zahlreicheren Chancen hatte schon Leuna.

Das galt besonders in Hälfte zwei. Immer noch beim Spielstand von 0:0 brach Mario Melchior durch die Abwehr und passte unnötigerweise auf Müller, der im Abseits mittrabte und einnetzte. Richtigerweise erkannte der Schiri auf Abseits – bei Merseburg 99 hat er nicht jeden Regelverstoß erkennen wollen.

Erst nach 54 Minuten fiel ein Treffer: Melchior beschäftigte hier wieder eine ganze Reihe von Abwehrspielern und narrte auch den Torwart, sodass er zum längst fälligen 0:1 einschieben konnte. Nicht lange danach trug allerdings Merseburg 99 einen ihrer wenigen Angriffe in der zweiten Hälfte vor: der führte zu einem Freistoß und dieser ging durch die Mauer ins Eck. Leuna vergab noch vier, fünf Chancen und Merseburg hatte auch noch zwei – am Ende blieb es beim für Merseburg sehr glücklichen 1:1. DSC06550: Sportzentrum Rottleberode Am Samstag war bis Mitte der Woche das letzte Saisonspiel der Männer vom TSV Leuna angesetzt, das dann von den schwachsinnigen Idioten vom Verband auf den 15.6. verlegt wurde (zusammen mit allen anderen Partien auf Landesebene, die am Wochenende ausgetragen werden sollen). Ich plante also eine nette Tour für den 8.6. und wollte am 15.6. dann zu Naumburg - Leuna. Am Donnerstag oder Freitag verlegten die Geisteskranken dann die Partie zurück auf den 8.6., woraufhin ich keine Lust mehr auf den Kick hatte: in Staffel 4 wurden alle Partien ebenfalls auf den 8.6. zurückverlegt und dann abgesagt – und hier in Staffel 6, wo es um nichts mehr geht und die Mannschaften nur noch mit dem letzten Notaufgebot antreten, musste man mit Nichtantreten von Absteigern wie Naumburger BC rechnen. Also sahen wir zum ersten Mal seit Jahren nicht das letzte Saisonspiel der I. Männermannschaft. Bei diesem zum Saisonende aufgetretenen Tiefpunkt des organisatorischen Versagens des Verbandes ist das auch kein Wunder. Aber wie Freitag bei den Alten Herren von Gisbert und anderen Leuten die Ahnung haben gesagt wurde: „Hätten die mal im Winter nicht bei jeder Schneeflocke ohne Not abgesagt, wäre das ganze Theater nicht gewesen!“ – Dass diese völlig verblödeten Funktionäre daraus lernen, ist aber keineswegs zu erwarten.

Halbwegs gut hingegen funktioniert der Spielbetrieb in Mansfeld-Südharz mittlerweile auch bei der Jugend. Also begannen wir den Tag in Rottleberode im Südharz. Dazu fuhren wir in Berga von der A38 ab, bogen gegenüber des einen Gehöftes vor Uftrungen rechts in einen Feldweg ein und schauten uns dort erstmal die Wüstung eines um 1437 abgefackelten Dorfes Bernecke an, von dem noch die Kirchenruine steht. In Rottleberode selbst gibt es eine intakte Kirche, viel neuere Bebauung und ein paar Fachwerkhäuser.
Dann ging es zum Fußball. Hinter dem NP befindet sich am Rande des Dorfes ein kleines Stadion, das als Sportzentrum Rottleberode oder „Wacker-Arena“ bekannt ist. Neben dem Hauptplatz mit einer Sitztribüne mit etwa 800 flachen Schalensitzen und netter Landschaft drumherum, gibt es einen Kleinfeld-Rasenplatz der von der schönen Berglandschaft lebt und sehr stark zur Seite hin abfällt, einen Kunstrasen-Bolzkäfig mit Basketballkörben und Kleinfeldtoren und eine ziemlich große Sporthalle. Die ganze Anlage wirkt völlig überdimensioniert für dieses Kuhdorf.

Typisch für dieses großkotzige Erscheinungsbild wurde der frisch handgeschnittene Rasenteppich des Hauptplatzes geschont und das D-Jugend Mittelfeldduell auf dem Rasen-Nebenplatz ausgetragen. Wir hockten uns in den Schatten unter einen Baum hinter dem einen Tor und wurden immerhin spielerisch gut unterhalten: beide Teams waren auf erfreulich hohem Niveau! Viel Laufarbeit, Schnelligkeit, recht gute Ballbehandlung und v.a. starke Schüsse. Die Torhüter waren gar nicht schlecht, aber mussten trotzdem dauernd Bälle aus dem eigenen Netz holen. Mitte der ersten Hälfte sah es für die Gäste aus Helmsdorf und Gerbstedt besser aus, doch aus 0:1 und 2:4 wurde schnell ein 4:4. Nach dem Seitenwechsel riss Rottleberode das Spiel an sich und ging mit 6:4 in Führung, was bei dem 4er und v.a. dem 3er der Gäste zu disziplinarischen Spirenzchen führte. Also wo die das Nachtreten, unsauber Grätschen, Klammern und sich dann auch noch vom Schiedsrichter benachteiligt fühlen, obwohl man auch nach mehreren gelbwürdigen Fouls immer noch auf dem Platz steht, her hatten... Wahrscheinlich vom Vati, der – unterstützt von der Mutti, die von Fußball Null Ahnung hat aber ihrem Sohn oder Mann immer sagt, er und nicht der Schiri oder Trainer habe recht und sei der Beste – in der Kreisklasse oder bei den Alten Herren dauernd reinholzt und rumprollt!
Wie auch immer: etwas sehr glücklich kam der Gast noch zum 6:6 Ausgleich, sodass beide ihren jeweiligen Tabellenplatz festigten. DSC06645: Stadion im Salinepark Artern Wir besichtigten noch die Grasburg - also die Reste einer Burg aus dem 10. Jahrhundert, von der u.a. noch die Ruine eine Kapelle aus dem 12. Jh. steht - im Wald bei Rottleberode und fuhren ins Nachbardorf Stempeda, wo eine kurios zusammengepfriemelte Kirche und ein interessanter Fußballplatz (Freizeit) zu sehen sind weiter.
Der scheiß Kyffhäuser lohnt überhaupt nicht: für das Denkmal werden schweinische Eintrittspreise verlangt trotz Baustelle und die Rothenburg ist komplett gesperrt wegen Umbauarbeiten.
Bad Frankenhausen ist da schon besser, wobei die Burgruine dort auch gerade gesichert wird. Der schiefe Kirchturm ist übrigens noch nicht umgefallen.

Mit Artern schließlich, hatten wir dann das letzte Provinzkaff aufgetrieben. Völlig ausgestorben, heruntergekommen und kaum ein sehenswertes Gebäude. Zwischen Plattenbauten, einer ruinösen Saline und einem Freibad steht das 50 Jahre alte Stadion von VfB Artern, das vielsagend „Stadion im Salinepark“ heißt. 11 Stehstufen auf einer Längsseite, an deren einem Ende ein schickes Kassenhäuschen und an deren anderem Ende ein noch schickerer Sprecherturm steht. Dazwischen eine Schale für das olympische Feuer und eine von einem massiven Baum beschattete Galerie. Vegetation gab es hier eh genug: eine Blautanne beschattet weiße Sitzbänke, grüne Laubbäume werfen Schatten auf die schwarzen Steinstufen und Wacholdergestrüpp rankt direkt hinter der Weitsprunggrube... Auf dem Graswall gegenüber steht noch ein Wellblechverschlag mit vielen Stützstreben und Holzbänken für nur etwa 60 Leute.

2,50€ waren für dieses herrliche Stadion OK, für die dritte Spielklasse des thüringischen Landesverbandes aber grenzwertig. Diese Kreisoberligen sind mittlerweile so kleinteilig und spielschwach, dass man wirklich nur wegen der Stadien kommen brauch. Aber für das Spiel, was VfB Artern – obwohl sie noch im Kampf um den Aufstieg waren – und Spielgemeinschaft Oldisleben/ Heldrungen – die stehen im hintersten Mittelfeld, waren aber schon gesichert – boten, sollte man eigentlich noch 2,50€ geschenkt bekommen am Kassenhäuschen! Aber mit so einem abartig schlechten Scheißkick hätte auch der Kassierer sicher nie gerechnet...

Oldisleben machte mehr fürs Spiel, doch ihre Schüsse, die sie so alle 10 Minuten mal abgaben, landeten meterweit daneben. Artern spielte lustlos und scheiße, traf einmal den Pfosten und netzte einmal aus Abseitsposition ein. Beim Stand von 0:0 ging es in die Pause.
Die zweite Hälfte war noch schlechter. Oldisleben total unfähig, kein Passspiel, kein Ball über zwei Stationen, nur Gebolze, keine Schusstechnik, keine technischen Fertigkeiten, mäßige Laufarbeit – bei so einem Niveau können die Frauenkreisklasse kicken, aber nicht Kreisoberliga Männer! Arterns Spielweise war direkt asozial gegenüber den Zuschauern – überhaupt kein Interesse, diesen unfähigen Gegner auseinander zu nehmen: nur Bolzen und übers Feld traben. So etwas Beschissenes habe ich noch nie gesehen! Als wir uns in Richtung Ausgang bewegten, das 0:0 im 100. Spiel seit dem letzten 0:0 schon eingetragen, die Wertung von 0,0 Punkten schon im Kopf, stolperten die Arterner Arschlöcher noch mal nach einer Ecke im Strafraum der Gäste herum und der Fünfer netzte tatsächlich aus 20cm Entfernung per Hacke ein. Was ein kurioses Ende!
Ein absolut beschissenes Gekicke, das aber mit dem einen Treffer für einen neuen statistischen Höhenflug sorgte: zum vierten Mal habe ich die Hundert geknackt; hundert Spiele ohne ein 0:0 – und den Rekord von 141 zu übertreffen ist nicht völlig utopisch!

Wir besichtigten noch die Orte aus denen die Spieler der Gastmannschaft kamen, da es dort drei Burgen gibt: die massive Wasserburg Heldrungen und die ruinösen aber mit rekonstruierten Türmen aufwartenden Sachsenburgen in Oldisleben. Dann ging es über die Landstraßen in zügigem Tempo zurück nach Merseburg. DSC06788 Sportplatz I Kalbe, An der Turnhalle Sonntag wollten wir den letzten Landkreis in Sachsen-Anhalt, in dem wir noch nie eine Sportveranstaltung gesehen hatten, mit zwei Fußballspielen abhaken: Altmarkkreis Salzwedel bzw. Altmark West. In Kalbe/ Milde war ein Spiel auf dem Sportplatz II „An der Badeanstalt“ in Sichtweite der Burgruine angesetzt, doch die Wellblechüberdachte, kleine Tribüne mit Holzbänken vor dem völlig verrotteten Vereinsheim ließ erahnen, dass die Umkleiden und Duschen nicht mehr in einem zumutbaren Zustand sind. Warum man beim VfL Kalbe zu blöd ist, mal den richtigen Platz bei fussball.de anzugeben – der Sportplatz II wird seit Monaten nicht mehr genutzt – weiß ich aber auch nicht.

Wir fuhren dann zum Sportplatz I mit seiner noch nicht ganz fertigen Tribüne: vier Reihen einfachster Beton und die üblichen Aluminiumgeländer sind noch nicht durchgängig angebracht. Drumherum stehen viele Bäume in der idyllischen Siedlung. Direkt am Sportplatz befindet sich auch eine Sporthalle u.a. für Basketball.
Die C-Jugend von Kalbe trat gegen die U15-Reserve von Eintracht Salzwedel an. Hinteres Mittelfeld und erstes Jahr Großfeld für viele – aber so schlecht wie befürchtet war das Spiel dann wirklich nicht!

Nach 13 Minuten lahmen Gekicke, erzielte der 7er von Kalbe den ersten Treffer. Nun kam der Gastgeber in Fahrt, spielte immer wieder den 7er frei, der dann – teilweise mit gütiger Mithilfe der Gästeabwehr – zu Treffern kam. 4:0 zur Pause: 3x der 7er, 1x ein Eigentor des 20ers von Salzwedel.
Auch in der zweiten Halbzeit kam Salzwedel mit Kalbe lange nicht zurecht. Durch weitere Treffer des 7ers und einem anderen Kalbenser stand es bald 6:1. Erst in den letzten 15 Minuten zeigte Salzwedel schöne Konter und konnte noch etwas verkürzen: 7-3 war am Ende das deutliche Resultat in einem guten und unterhaltsamen Spiel, das für C-Jugend auch extrem fair war: nur der 10er von Kalbe meinte seine schlechte Leistung mit Pöbeln und Fouls überspielen zu müssen... DSC06854 Geschwister-Scholl-Stadion, Klötze Über Kakerbeck fuhren wir nach Klötze, einem miesen Provinznest mit vielen Plattenbauten und öden Straßenzügen. Der beste Ort in diesem Kaff ist das Stadion, das ungewöhnlicherweiße nach den Geschwistern Scholl heißt. An Ausbauten gibt es eine niedrige, zweireihige, mit Holzbänken versehene Gegentribüne mit Podest und eine vierreihige, mit Kunststoffbänken ausgestattete Haupttribüne, die in einen massiven Graswall mit Bäumen und einer steinernen Tafel mit dem Namen des Stadions und dem Ortswappen gebaut ist. Einige der Nadel- und Laubbäume werfen auch schöne Schatten auf die Tribüne.

Der Eintritt war mit 2,50€ zu hoch für das Mittelfeldduell dieser Kreisliga. Ob alle diese Summe bezahlt habe, bezweifle ich auch, da eine viel zu niedrige Zuschauerzahl gemeldet wurde und die Leute beim VfB durchweg einen unsympathischen Eindruck machten: den Dorfdeppen fielen ja bald die Augen ausm Schäddel von der vielen Anglotzerei der Ortsfremden...
So ein paar der Landstadtprolls machten dann auch Zuschauerinnen von der Gastmannschaft mit Gesten als ob sie gleich kotzen müssten dumm, obwohl weniger die Dorfmädchen von Jübar/ Bornsen, sondern eher deren Klötzer Landstadtweiber zum Kotzen aussahen... Also so ein blödes Publikum hab ich echt selten erlebt! Dafür ging es im Spiel ziemlich gesittet zu – die Pöbeleien waren alle nachvollziehbar und liefen nicht aus dem Ruder...

Und so doof die Typen dort auch waren, so gut spielten sie Fußball. Klötze ging 90 Minuten lang richtig engagiert zu Werke, geriet zwar in Rückstand, doch kämpfte sich zurück, ging nach jedem Ball, machte das Spiel schnell und ging aggressiv drauf ohne unfair zu spielen. Bis zum Seitenwechsel hatten sie das Spiel trotz eines verschossenen Elfers auf 3:1 gedreht. Der dritte Treffer war dabei ein Schuss aus 30m in den langen Winkel – eines der besten Tore, das ich diese Saison gesehen habe!

Nach der Pause brach der Gast ziemlich ein und es war nicht zu verstehen, warum die nach wie vor gut und engagiert spielenden Klötzer nur noch einen Treffer machten. Aber 4:1 reichte natürlich, auch gegen die ab der 75. in Unterzahl spielenden Gäste. Die hatten nach kleinen Tumulten mit Pressschlägen und Nachtreten einen Platzverweis gekriegt... DSC06943 Zu besichtigen gab es dort in der Altmark auch einiges, denn die Dichte architektonischer Sehenswürdigkeiten ist dort gar nicht so niedrig. Bekannt sind v.a. Feldsteinkirchen, Fachwerkhäuser und Jagdschlösser. Ein Beispiel für letzteres besuchten wir gleich in Letzlingen am Rande der Heide: ein spektakuläres, sehr symmetrisches und mit Park und Kirche ausgestattetes historistisches Schloss im Tudor-Stil.
Gardelegen hat viel Fachwerk und Backstein - ein wuchtiges Stadttor und mehrere Kirchen - zu bieten.
In Kalbe/ Milde gibt es außer der recht ansehnlichen Burgruine, die inmitten jüngerer Bebauung steht, nichts zu sehen.
Kakerbeck ist eine von vielen Feldsteinkirchen auf dem Weg von Letzlingen nach Salzwedel. Wir schauten uns dort außerdem mal die Sportanlage mit Fußballplatz, Reithalle und Reitplatz an.
Auch in Siedengrieben, Jemmeritz, Bandau, Winterfeld und Jeeben gibt es kleine Kirchen, zumeist aus Feldstein. In Jeeben aßen wir außerdem bei einem Italiener, der in seinem primitiven Eingeschosser ein gutes, sehr preiswertes (kein Gericht über 6€, große Pizza 5,20€ und Nudeln 3,20-4,70€) und ausgesprochen unordentliches Restaurant hat. Da standen echt ausrangierte Möbel und Aktenordner im Gastraum. Aber irgendwie fühlt man sich da zuhause...
Wir fuhren außerdem noch zu den Burgruinen in Beetzendorf und Apenburg, ehe wir die Kreishauptstadt anschauten.
Salzwedel ist nicht nur die größte, sondern auch die schönste Stadt des Landkreises. Mit ihrer enorm großen Altstadt in geschlossener Fachwerk- und Backsteinbauweise, die nur durch Jugendstil durchbrochen ist, ist sie eine der schönsten Städte Deutschlands. Leider ist die Altstadt an einigen Stellen ziemlich heruntergekommen. Aber ein Besuch ist auf jeden Fall sehr lohnend!

Wir kamen in weniger als 3 Stunden von Salzwedel nach Merseburg zurück, wo es passend zur Chaoswoche Chaos-Parking a la Arbeitersiedlung gab:
  
Statistik (Donnerstag-Sonntag):
- Grounds: 940 (4 neue; diese Saison: 172 neue)
- Sportveranstaltungen: 1.819 (6, diese Saison: 242)
- Tageskilometer: 810 (Donnerstag: 80km Fahrrad, Freitag: 10km Fahrrad, Samstag: 260 Auto, Sonntag: 460 Auto)
- Saisonkilometer: 54.380 (44.320 Auto/ 6.500 Flugzeug/ 3.360 Fahrrad/ 210 Bahn, Bus, Tram/ 90 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 102 [Spiel Nr. 100 ohne 0-0: Artern - Oldisleben; vierte Serie mit 100+ Spielen ohne 0-0, letzte Serie: 6, Rekord: 141]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 358

Samstag, 8. Mai 2010

W197II: So müssen Ansetzungen aussehen...

Hallescher FC C II 2:2 Eintracht Salzwedel C
Samstag, 8. Mai 2010 – Anstoß 10.30
C-Junioren Verbandsliga Sachsen-Anhalt (2. Liga der 12-14jährigen)
Ergebnis: 2:2 nach 70 Min. (35/35) – Halbzeit 0:1
Tore: 0:1 (?). [?], 1:1 41. [?], 1:2 49. [?], 2:2 53. [Handelfmeter, ?]
Verwarnungen: mindestens 1x gelb für Salzwedel
Platzverweise: keine
Spielort: Sportzentrum Sandanger, Platz II (Kap. 500 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 20
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Bewertet: 2. Halbzeit; sehr flottes und spannendes Juniorenspiel)

Hallescher SC 1996 II 1:4 Post- und Telekom SV Halle
Samstag, 8. Mai 2010 – Anstoß 13.00
1. Stadtklasse Halle (11. Liga, 6. Amateurliga)
Ergebnis: 1:4 nach 98 Min. (51/47) – Halbzeit 0:1
Tore: 0:1 34. Nr. 7, 0:2 59. Nr. 7, 1:2 61. Nr. 10, 1:3 65. Nr. 8; 1:4 76. Nr. 4
Verwarnungen: Nr. 9, Nr. 10, Nr. 16 (HSC II); Nr. 8, Nr. 11 (PTSV)
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Brandberge (Kap. 700 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 25 (davon ca. 10 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,0/10 (Brauchte lange, bis es in Fahrt kam, dann ganz gutes Spiel)

SV Blau-Weiß Dölau III 1:4 SG Aufbau Tasmania Halle (II)
Samstag, 8. Mai 2010 – Anstoß 15.00
1. Stadtklasse Halle (11. Liga, 6. Amateurliga)
Ergebnis: 1:4 nach 91 Min. (45/46) – Halbzeit 0:1
Tore: 0:1 14. Nr. 10, 0:2 57. Nr. 7, 1:2 60. Nr. 11, 1:3 66. Nr. 7, 1:4 74. Nr. 11
Verwarnungen: Nr. 3, Nr. 4 (BW III)
Platzverweise: keine
Spielort: Sportanlagen Blau-Weiss Dölau (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 20 (davon ca. 10 Gästefans)
Unterhaltungswert: 5,0/10 (Mittelmaß)
Na so schlecht war das Spiel nun nicht...
Photos and English Version: http://www.flickr.com/photos/fchmksfkcb/sets/72157624018763002/detail/ [2 pages]

Auch wenn der halleschen Fußball größtenteils zwischen schwachem Gekicke und absolutem Scheiß, garniert mit den ein oder anderen Spielabsprachen und selten auch mal einer zünftigen Keilerei, schwankt: ab und an muss man sich das Elend doch mal antun. Allerdings sollte man den Ligen, die ich heute besucht habe, auch kein Unrecht tun: denn unterhalb der Stadtoberliga – und manchmal auch in der Landesklasse – liefern hallesche Mannschaften immer wieder attraktiven Fußball ab. Und nicht zuletzt will ich auch einfach meine Groundliste von Halle/ Saale, die alle im geregelten Spielbetrieb genutzten Anlagen umfasst, vervollständigen können. Meinem Vater fehlen noch ein paar ganz wenige, die bis August sicherlich abgehakt werden können – und ich konnte die letzte, die mir noch in der Sammlung fehlte, mit dem Sportplatz von Dölau heute ankreuzen.

Aber kommen wir zu erst einmal zum Spiel zwischen den zweiten C-Junioren des Halleschen FCs, dessen Jugendmannschaften oft weitaus attraktiver, als die halbprofessionellen Männer spielen, und der ersten C-Jugend von Eintracht Salzwedel. Wir erreichten den Sandanger erst kurz vor der Halbzeit, da wir eigentlich die dritten Mannschaften von Wörmlitz-Böllberg und Askania Nietleben in der 1. Stadtklasse um 11.00 sehen wollten, doch das Spiel wurde abgesagt. Der 4. spielte gegen den 5. und als wir kamen stand es bereits 0:1, was auch der Halbzeitstand sein sollte. Nach der Pause machte der HFC mehr Druck und erzielte den gut heraus gespielten Ausgleich. Das 1:2 fiel in einer Phase, in der die Heimabwehr enorm schwamm. Aber in der C-Jugend Verbandsliga darf man ruhig mal zu viert auf den Ballführenden losstürzen und damit drei andere Gegenspieler vernachlässigen. Später gab es einen berechtigten Handelfmeter, der zum hochverdienten Augleich für die halleschen Junioren führte.
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Weiter ging es im Brandbergweg, wo auf dem Sportplatz hinter der Brandbergehalle, der sehr idyllisch von Bäumen, Büschen und hohem Gras komplett umgeben ist, der 10. der Stadtklasse (Hallescher SC 96 II) gegen den Tabellenführer (Post- und Telekom SV I), der mit seinem Verfolger eine Klasse für sich bildet, kickte. Bis zur 20. brauchten die Spieler, um vernünftige Aktionen zu zeigen. HSC traf einmal die Latte, PTSV dreimal die Latte und einmal ins Tor. Bald nach dem Treffer musste der Torwart des Halleschen SC ausgewechselt werden, weil ein Gästestürmer ihn unabsichtlich, aber im vollen Bewusstsein des Verletzungsrisikos, im Fünfmeterraum anging. Eigentlich eine grenzwertige gelbe Karte, die auch eine rote hätte sein können – doch nicht einmal die fällige Gelbe gab es. Dafür verteilte der Schiedsrichter mehrere völlig übertriebene gelbe Karten. Eine schwache Leistung vom Unparteiischen. Nach der Pause entschied der Post SV das Spiel für sich. Dafür konnte der Feldspieler im Tor allerdings nichts. 1:4 der Endstand.

Zum Abschluss fuhren wir dann noch nach Dölau, wo der 8. (SV BW Dölaus III.) gegen den Tabellenzweiten (Aufbau Tasmania II) spielte. Auf dem langweiligen, aber wenigstens Baum umstandenen Platz spielte aber eigentlich de facto die 1. Mannschaft von Aufbau Tasmania, da die 1. Mannschaft nach einem Skandalurteil des Landesverbandes, das Tasmania den Verbleib in der Stadtoberliga trotz dummen und auffälligen Betrugs erlauben wollte, nach Druck der anderen Mannschaften, die allerdings lieber nicht zu sehr mit Steinen im Glashaus Stadtoberliga werfen sollten, aufgelöst wurde und v.a. zu MSV Buna Schkopau überwechselte. Also ist die II. die da heute auf dem Platz stand eigentlich die I. Die zeigte auch nach einer Viertelstunde ein tolles Tor mit einem Heber, der gefühlvoll in den Winkel geflogen wurde. Das nächste Tor wurde dann erst in der zweiten Halbzeit erzielt: Tasmania spielte es schön heraus. Kurz darauf erzielte Dölau den Anschlusstreffer, doch Aufbau Tasmania war – ohne wirklich überragend oder spektakulär zu spielen – einfach das klar bessere Team. Auch hier hieß es am Ende 1:4. PTSV und Aufbau Tasmania müssten damit meines Wissens beide in die Stadtliga aufgestiegen sein.
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Dem Stadtverband und den Vereinen muss man abschließend einfach noch für so fanfreundliche Ansetzungen danken. Da sollten sich mehr Staffelleiter usw. mal ein Beispiel nehmen, nicht alle Spiele parallel laufen zu lassen! Selbst bei dem Ausfall in Wörmlitz konnten wir noch ein Ersatzspiel sehen.

Nachdem ich schon in Merseburg und den Nachbargemeinden alle Grounds abhaken konnte, konnte ich das jetzt auch in Halle tun. Hier die alphabetische Liste:

1. Buna-Stadion Lilienstraße (Buna Halle-Neustadt); 2. ESG-Sportanlage (ESG Halle); 4. Hallorensportplatz (SG Aufbau/ Tasmania Halle); 5. Kurt-Wabbel-Stadion (Hallescher FC); 6. Post- und Telekom SV Halle (PTSV Halle); 7. Reideburger Sportanlage (Reideburger SV); 8. Sportplatz Radewell (GW Ammendorf); 9. Sportanlage Turbine (Turbine Halle); 10. Sportanlage VfB 07 (VfB 07 Lettin); 11. Sportanlagen Blau-Weiss Dölau (SV BW Dölau); 12. Sportplatz am Goldberg/ HTB (SG Hallesche Transport Betriebe); 13. Sportplatz am Heiderand (Askania Nietleben); 14. Sportplatz am Kinderdorf (FSV 67 Halle); 15. Sportplatz am Planetarium (Kanenaer SV); 16. Sportplatz auf dem Dautzsch (SV Dautzsch 67); 17. Sportplatz Brandberge (Hallescher SC 96); 18. Sportplatz Donnersberg (TSG Kröllwitz); 19. Sportplatz Einheit (SG Einheit Halle); 20. Sportplatz Halle-Bruckdorf (SV 48 Bruckdorf); 21. Sportplatz Kaiserslauterer Straße (TSG Wörmlitz-Böllberg); 22. Sportplatz Motor, Platz I (SG Motor Halle); 25. Sportplatz Rotation (Rotation Halle); 26. Sportplatz Seeben (VfL Seeben); 27. Sportplatz Steinstraße 17 (BSV Halle-Ammendorf II); 28. Sportzentrum Sandanger, Platz I (Hallescher FC, Jugend); 30. Stadion am Galgenberg (Polizei SV Halle); 31. Stadion am Zoo (VfL Halle 96); 34. Stadion Böllberger Weg (Hallescher FC II); 35. Stadion der Waggonbauer (BSV Halle-Ammendorf); 36. Stadion im Bildungszentrum (FC Halle Neustadt).

Zusatz: 31. ESG-Sportanlage, Platz II (ESG Halle II); 32. Sportplatz Motor, Platz II (SG Motor Halle); 33. Sportplatz Motor, Platz III/ KF; 34. Sportzentrum Sandanger, Platz II (Hallescher FC, Jugend); 35. Stadion am Zoo, Platz IV (Roter Stern Halle u. a.); 36. Stadion am Zoo, Platz V (VfL Halle 96; Kleinfeld-Jugend); 37. Sportplatz Frohe Zukunft (Rugby USV Halle); 38. Sporthalle im Bildungszentrum (HC Einheit Halle-Neustadt); 39. Eissporthalle Halle (EHC 04 Saalebulls); 40. Sporthalle bei der Eissporthalle (Box Team Halle, Tischtennis u.a.); 41. Uni-Sporthalle Weinbergweg (Basketball USV Halle); 42. Sporthalle Burgstraße (SV Halle Lions); 43. Schwimmhalle Neustadt (SV Halle Wasserball); 44. Schwimmhalle Robert-Koch-Straße (früher SV Halle Wasserball); 45. Schulturnhalle Reideburg (Reideburger SV Radpolo); 46. Rugby-Platz Halle-Neustadt (früher Rugby Halle-Jena); 47. Halle Brandberge (verschied. Vereine); 48. Universitätssporthalle (USV Halle Handball u.a.); 49. Pferderennbahn Passendorfer Wiesen (Galopprennsport Halle/ Saale); 50. Ballsaal im Maritim-Hotel (Chemiepokal Boxen); 51. Motoballplatz im Bildungszentrum (1. MBC 70/90 Halle).

Mehr Informationen zu diesen und den anderen Grounds, die ich besucht habe, gibt es demnächst hier in einer übersichtlichen Liste.
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Statistik:
Ground Nr. 421 (zwei neue Grounds; diese Saison: 90 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 995-997 (diese Saison: 139)
Tageskilometer: 50 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 33.470 (21.720 Auto/ 6.000 Flugzeug/ 2.950 Bus, Bahn, Tram/ 2.800 Fahrrad/ weniger als 10 Schiff)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 80
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 197