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Montag, 23. März 2026

W3.0273III: Ein 3:1-Sieg und eine 1:3-Niederlage für die Fußballer & Rekordsieg für die Handballer

TSV Leuna 1919

44 : 6 (21:3)

SG Spergau III / TSV 1893 Großkorbetha I

- Datum: Samstag, 21. März 2026 – Beginn: 16.00
- Wettbewerb: Bezirksoberliga Sachsen-Anhalt Süd (7. und unterste Spielklasse, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 44-6 nach 60 (2x30) Minuten - Halbzeit: 21-3

- Statistiken: siehe nu-liga!

- Austragungsort: Sporthalle Leuna (Kap. 200 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 6 Gästefans)
- Spielbewertung: 7,5/10

TSV Leuna 1919

1 : 3 (0:1)

SG Blau-Weiß Brachstedt 1921

- Datum: Samstag, 21. März 2026 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Landesliga Sachsen-Anhalt, Süd (7. Spielklasse, 2. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-3 nach 98 (47/51) Minuten - Halbzeit: 0-1

- Tore: 0-1 17. Heydenhauß, 1-1 55. O. Zorn, 1-2 69. R. Fritsche, 1-3 85. V. Anschütz

- Verwarnungen: R. Ahlert, J. Gumbrecht (Leuna); 2x T. Jonietz, A. Dahlmann, R. Röthling, NN (Brachstedt)

- Platzverweise: J. Gumbrecht von Leuna (89. Rot wg. Ellbogenschlags); T. Jonitz (52. Gelb-Rot wg. wdh. Foulspiels)

- Austragungsort: Stadion des Friedens (Kap. 5.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 120 (davon 102 Zahlende, Gästefans: ca. 20)
- Spielbewertung: 6,5/10

TSV Leuna 1919 II

3 : 1 (2:0)

TSV 1990 Schochwitz

- Datum: Samstag, 21. März 2026 – Beginn: 11.30
- Wettbewerb: Kreisliga Saalekreis (10. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-1 nach 94 (47/47) Minuten - Halbzeit: 2-0

- Tore: 1-0 14. K. Strutz, 2-0 45. M. Böttcher, 2-1 74. S. Lenhard, 3-1 80. A Siefke

- Verwarnungen: NN

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Stadion des Friedens (Kap. 5.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 50 (davon Gästefans: ca. 20)
- Spielbewertung: 6,5/10

Dörstewitz

Photos with English commentary: 

  1. Football in Leuna: Reserves vs. Schochwitz, First XI vs. Brachstedt

  2. Handball in Leuna: Record Win over Spergau III / Großkorbetha I

  3. Buildings in Leuna: former post office, health care centre etc.

  4. Saalekreis Sightseeing: Delitz am Berge, Dörstewitz villages

Wenn ich, wie diesen Samstag, alleine zu einem TSV-Leuna-Spiel fahre, nehme ich jetzt immer das Rad im Auto mit und fahre das letzte Stück. Ich versuche nun auch, immer eine andere Route zu nehmen. Zuletzt startete ich in Gimritz, dieses Mal in Salzmünde. Auf dem Rückweg nahm ich zwar den schnelleren und etwas kürzeren Weg durch Halle und querte die Autobahnbaustelle über eine eindrucksvolle Behelfsbrücke - seit Jahrzehnten überfällig, dass diese Umfahrung um Halle herum fertig wird! - doch auf dem Hinweg fuhr ich über Bennstedt und diverse Nebenstrecken mit ein paar Fotostopps in Delitz am Berge (beim Fußball damals keine Zeit gehabt, die auf dem Berg bzw. Hügel liegende Kirche zu fotografieren; dort stehen auch interessante alte Grabmale) und Dörstewitz (mir war mal aufgefallen, dass ich diesen Schkopauer Ortsteil im Schatten der Bunawerke noch nie besucht hatte, obwohl es da recht gepflegt aussieht und eine Kirche gibt).

TSV Leuna 1919 II 3:1 TSV Schochwitz 1990

Es gab auch natürlich nicht nur ein Leuna-Spiel, sondern gleich drei. Den Anfang machte die Zweete, die den TSV Schochwitz zu Gast hatte. Diese baute früh Druck auf, wusste worum es hier ging und erzielte mit einem Schuss unters Tordach die frühe Führung. Viele vergebene Chancen und wenige erfolglose Konter der Gäste später, ging es auf die Halbzeit zu - taktisch günstig erhöhte Leuna II per Kopf ins lange Eck zum 2:0. Nach dem zwischenzeitlichen Anschlusstreffer gelang einem in dieser Saison bisher erfolglos gebliebenen Leunaer mit einem 16-Meter-Volleyschuss gegen den Innenpfosten der dritte und letzte TSV-Treffer am heutigen Tage. Mit diesem 3:1 ist Leuna II nun vom Abstiegsplatz weg. Hochverdient, gerade nach der unglücklichen Niederlage in Löbejün. Schön, dass auch Sportfreunde Betge die Partie unfallfrei überstand - wieder einige zweifelhafte Entscheidungen dabei, diesmal aber keine groben Fehler wie in Löbejün…

TSV Leuna 1919 1:3 SG Blau-Weiß Brachstedt

Auch beim Hauptspiel nicht immer nachvollziehbare Entscheidungen, aber dann doch eine weit überwiegend sichere und gute Leistung des Gespanns aus Sangerhausen. Leider nicht zu verstehen war hier, wie sich Leuna von Brachstedt abkochen ließ. Brachstedt ist eine unsympathische Tretertruppe, aber man muss anerkennen, dass sie mit tollem Einsatz und vielen guten Schüssen - auch in Unterzahl nach einer Gelb-Roten kurz nach der Pause - hier einen verdienten 1:3-Sieg einfuhren. Hätte Leuna gewonnen, hätten die Brachstedter wahrscheinlich eh wieder versucht, am Grünen Tisch die Punkte zu stehlen…

TSV Leuna 1919 44:6 SG Spergau III / Großkorbetha I

Schnell zum Handball rübergehetzt. Diesmal kein Eintritt, dafür sahen 50 Zuschauer, von denen etwa 44 Leunaer waren, 50 Tore, wovon wiederum 44 von Leuna erzielt wurden. Eine irre Partie! Die SG Spergau III, die mit ihren Großkorbetha-Trikots auf die Spielgemeinschaft aufmerksam machte, war mit einer Rumpftruppe erschienen. Nach einem knappen Sieg im Hinspiel, wurden sie hier nun abgeschossen wie keine andere Mannschaft diese Saison. Nach 12:20 Minuten und einem Spielstand von 11:0 nahm der Gast eine Auszeit. Nach 15:45 Minuten gelang mit dem 13:1 der erste Treffer. 21:3 bei Halbzeit! 34:4 nach 46:12 Minuten erst der nächste Gästetreffer. Das 44:6 am Ende eine Demontage, die man so schnell sicher nicht wieder erleben wird. Einfach auch eine starke Leunaer Leistung und ein toller Abschluss des Tages!

Leuna

Statistik:

- Grounds: 3.956 (0; diese Saison: 113 neue) 

- Sportveranstaltungen: 5.595 (3; diese Saison: 169) 

- Tourkilometer: 250 km Auto, 80 km Fahrrad

- Saisonkilometer: 49.810 (27.100 Flugzeug / 20.500 Auto, davon 5.330 Mietwagen/ 2.210 Fahrrad/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 9 [letzte Serie: 73, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 273 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 712 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020]

Montag, 30. August 2010

W213III: 3. Kreisklasse und 3. Fight Night

TSV Germania Salzmünde II 3:5 SV Eintracht Gröbers II
Sonntag, 29. August 2010 – Anstoß 12.00
3. Kreisklasse Saalekreis, Staffel 3 (13. und unterste Liga, 8. Amateurliga)
Ergebnis: 3:5 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit 1:3
Tore: 1:0 5. / 1:1 14. / 1:2 21. (Elfmeter) / 1:3 24. / 2:3 47. / 2:4 62. / 2:5 68. (Elfmeter) / 3:5 89.
Verwarnungen: je 1x Gelb für Salzmünde & Gröbers
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Salzmünde (Kap. 1.200, davon 100 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 15 (davon ca. 2 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Gerade für diese Spielklasse viel Bewegung und ausreichend Torraumszenen, die zu vielen Treffern führten)

3. Merseburger Fight Night
Sonntag, 29. August 2010 – Beginn 16.30
Internationaler Kampfabend im Boxen, K1, MMA, Kickboxen und Muay Thai
Bester Kampf: Mahmut Yesilat (TR) – Sascha Poppendieck (DE) im K1
Schwächster Kampf: Maik Stumbries (DE) – Thomas Friedrich (DE) im MMA
Bester Kämpfer: Sascha Poppendieck (DE) im K1
Schlechtester Kämpfer: Sander Duyvers (NL) im MMA
Austragungsort: Jahrhunderthalle Spergau (Kap. 1.550; 1.400 Tribünenplätze + 150 Bestuhlung)
Zuschauer: ca. 1.000
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Insgesamt nicht so gut wie die 1. Fight Night, aber v.a. durch hervorragendes K1 immer noch sehr sehenswert)
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Photos and English version:
Salzmünde: An Interesting Village and a Nice Football Match
Merseburg Fight Night: Boxing, K1, Kickboxing, Mixed Martial Arts and Thai Boxing

Dieser Sonntag stand von 12 bis 22 Uhr völlig im Zeichen verschiedener Sportarten. Ein bisschen Dorf-Sightseeing musste natürlich noch sein, bevor wir mit dem Fußballspiel der 3. Kreisklasse in Salzmünde bei Halle/ Saale begannen, da ich nicht nur die Sportstätten des Saalekreises, sondern auch die dazugehörigen Orte dokumentieren will. Das 7 km westlich von Halle gelegene und mehr als 2.000 Einwohner zählende Salzmünde hat auch als eines der wenigen Dörfer überhaupt das Prädikat „sehenswert“ verdient: Von Süden kommend rechts im Ort befindet sich eine ungewöhnlich geformte, aber natürlich sehr moderne Kirche, dahinter geht es eine Treppe hinab zum östlichen Ortsende, wo sich das Highlight – die im 20. oder 19. Jhdt. errichtete, aber mittelalterliche Formen aufgreifende, hervorragend hergerichtete Fachwerksiedlung, die man durch zwei Stadttore betritt und verlässt, wobei sich neben dem einen Tor auch das sehenswerte Gebäude des Standesamts befindet – befindet, schließlich gibt es am anderen Ende des Ortes auch noch ein abgewracktes und verbautes Herrenhaus sowie das ein oder andere ältere Fachwerkhaus, so z.B. ein Gasthof mit auffälligem Portal und eine Villa, die auf dem Berg oberhalb der Saale thront.

Der Fußballplatz befindet sich rechterhand von besagtem Gasthof, hinter Speichern und anderen Industrieruinen, neben einem weiteren Lokal, das sich im selben sanierten Gebäude befindet, wie die Umkleiden der Spieler, und auch der Saale. Der Fluss liegt sogar direkt hinter dem Platz und nur ein niedriger Graswall kann Überschwemmungen verhindern. Der Wall ist aber sicher völlig ausreichend und sorgt auch für zusätzliche Stehplätze. Ein paar Bänke sind auch angebracht worden – dasselbe auch gegenüber, wo die Bänke von hohen, dicht stehenden Eichen beschattet werden. Auf jeden Fall handelt es sich beim Salzmünder Sportplatz um einen der schönsten des Landkreises Saalekreis, auch wenn er nicht an die Sportanlagen in Farnstädt, Merseburg, Leuna oder Teutschenthal-Bahnhof herankommt.

Vor nur etwa 15 Zuschauern trafen die mit einem 11:0 gegen Oppin II gestartete Salzmünder Reservemannschaft und die mit zwei knappen Niederlagen gestartete Zweitvertretung von Gröbers aufeinander. Salmünde legte gleich kräftig los und erzielte nach einem schönen Sturmlauf das 1:0 in der fünften Minuten. Danach kam Gröbers besser ins Spiel und erzielte innerhalb von 10 Minuten drei Tore. Nach der Pause wieder ein schnelles Tor von Salzmünde. Einer der Germania-Spieler wollte kurz nach dem Treffer scherzhaft einen Freistoß mit beiden im Spiel befindlichen Bällen (einer sollte eigentlich nur gegen den anderen ausgetauscht werden) ausführen. Gröbers erzielte dann mit zwei weiteren Treffern – einen durch den mittlerweile zweiten Elfmeter, den der sichere Schiedsrichter verhängte – die Entscheidung. Kurz vor Abpfiff noch ein schöner Schuss unters Tordach zum 3:5 Endstand.
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Nach diesem doch sehr ansehnlichen Spiel ging es für uns weiter nach Spergau, was mit den Rädern gut zu bewältigen war. Wir hatten uns schon längst im Vorverkauf Karten für das alljährliche Kampfsportspektakel der Merseburger Fight Academy besorgt, die sich vor allem dem Thaiboxen (Muay Thai) und dem ans griechische Pankration erinnernde Ultimate Fighting – wo die Unterschiede zwischen UFC, MMA und Freefight liegen weiß ich nicht (UFC scheint aber eher ein Markenname zu sein) aber das Zugucken ist auf jeden Fall bei allen Dreien meist sehr unterhaltsam! – verschrieben hat. In der Spergauer Jahrhunderthalle hatten sich dazu auch etwa 1.000 Zuschauer eingefunden.

Die Kämpfe und Ergebnisse im Einzelnen (meine übliche Unterhaltungswert-Wertung folgt nach der Beschreibung):
Dennis Maurer (DE) Unentschieden gegen Martin Lemke (DE)
Boxen
Der erste Kampf des Abends war erwartungsgemäß einer der schwachen, da hier zwei Profis der unteren Kategorie gegeneinander boxten und einen unattraktiven Kampf mit viel Bewegung aber kaum Treffern und mangelhafter Technik zeigten. Ein gerechtes Unentschieden, da einer schlechter als der andere war, aber sich beide wenigstens sichtlich anstrengten. Beste Szene des Kampfes: einer wird vom Ringarzt in Runde 2 kontrolliert, der andere kommuniziert von der neutralen Ecke aus mit Zuschauern, der Ringrichter gibt den Kampf wieder frei, der andere Boxer lehnt noch in der Ecke mit Gesicht zum Publikum und sein Trainer muss zwei mal rufen, dass es weiter geht. [3,0]

Plamena Dimova (BUL) besiegt n. P. Ulrike Kroll (DE)
Kickboxen
Zwei junge und nach der Statistik unerfahrene Kämpferinnen zeigten einen guten Kampf, den die als Belgierin aufgerufene Bulgarin klar nach Punkten gewann. Gerade Dimova machte einen richtig guten Eindruck und dürfte mit mehr Kampferfahrung auch ein paar mehr Erfolge feiern können. [6,5]
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Mahmut Yesilat (TR) besiegt T.K.O. Rd.1 Thomas Neugebauer (DE)
K1 (Turnier Viertelfinale)
Für eine hohe Wertung zu kurz und einseitig: der Erfurter war dem in Deutschland lebenden Türken völlig unterlegen. Yesilat konnte mit starker Technik, Schnelligkeit und Schlagkraft überzeugen und der Deutsche musste schon nach anderthalb Minuten aufgeben. [6,0]

Sascha Poppendieck (DE) besiegt n. P. Alban Ahmeti (KOS)
K1 (Turnier Viertelfinale)
Einer der besten Kämpfe des Turniers: über die vollen drei Runden mussten der von einigen Mitgliedern seiner „La Onda“ Kampfsportschule und auch anderen Zuschauern lautstark unterstützte Magdeburger Poppendieck, sowie der ebenfalls gut unterstützte Kosovo-Albaner Ahmeti gehen. Beide zeigten hochklassiges K1 – wer sich nicht ganz genau auskennt, kann K1 natürlich leicht mit Kickboxen verwechseln, da die Kampfstile trotz allen Unterschieden im Regelwerk sehr ähnlich sind – und der Magdeburger traf insgesamt öfter, weswegen er verdient gewann. [9,0]

Dardan Morina (KOS) besiegt n. P. Daniel Zeuner (DE)
K1 (Reservekampf)
Falls einer der Halbfinalkämpfer vor seinem Semifinalfight ausfallen sollte, springt der Gewinner des Reservefights ein. Der Reservekampf hieß nicht umsonst Reservekampf: zwischen Poppendieck und Morina sind halt Niveauunterschiede, wie zwischen Bayern München (1. Bundesliga) und Bayern München Reserve, d.h. U-23 (3. Bundesliga). Zeuner war richtig schwach, wobei die Experten vor mir meinten, dass er heute neben sich stünde. Die drei Tieftritte waren der Anzahl wegen eigentlich schon disqualifikationswürdig und sprechen eher für schlecht ausgebildete Kickboxerische Technik, als für stark ausgebildete weibliche Seiten. [3,0]

Boy Boy Martin (NL) besiegt n. P./ V. Dimitar Iliev (BUL)
K1 (Turnier Viertelfinale)
Ein ausgeglichener und technisch sehr sauberer, aber etwas ruhig geführter Kampf zwischen dem schwarzen Niederländer mit dem klangvollen Namen und dem Bulgaren mit einem ganz landestypischen Namen. Beide mussten in die Verlängerungsrunde (4. Runde), wo der Niederländer leicht überlegen war und verdient gewann. [7,0]

Daniel Reimann (DE) besiegt n. P. Priest West (USA)
K1 (Turnier Viertelfinale)
Ein weiterer wirklich guter und ausgeglichener Kampf. Der Markranstädter Reimann war höchstens knapp besser, als der in Deutschland lebende US-Amerikaner West, der sich dann doch etwas über das Urteil der Punktrichter beschwerte. Dafür, dass er favorisiert war, muss er aber halt mehr zeigen – auch wenn Reimann natürlich wirklich kein unbeschriebenes Blatt ist, da er Europameister im Vollkontakt-Kickboxen (oder so was) ist. [7,0]

Jerry Otto (DE) besiegt R.S.C. Rd. 1 Sander Duyvers (NL)
Mixed Martial Arts
Der lahmste MMA-Kampf, den ich je gesehen habe. Wenigstens hat der Magdeburger mit Sinn für Humor (gibt in der Fightcard an, er sei Tanzlehrer mit Spezialisierung auf Cha-Cha-Cha – bei seinen weit über 100kg und den extrem seriös wirkenden Tattoos am ganzen Rücken und Schultern – und kommt zu dem wohl beklopptesten Liedmix aller Zeiten zum Ring) gewonnen. Aber die beiden drückten sich nur gegenseitig in immer die selbe Ringecke, bis Otto nach knapp vier Minuten endlich den völlig unbedarften und unbeweglichen Niederländer mit den Fäusten in die gegenüberliegende Ecke prügelte, der Koloss zu Boden ging und der Ringrichter abbrechen musste, da Otto zu überlegen war. [2,0]

Sergio Vartanov (GEO?) besiegt Aufg. Rd. 3 Andree Staffen (DE)
Boxen
Wahnsinn! Es gibt mal gutes Boxen bei der Fight Night in Merseburg! Das hatten wir noch gar nicht, dass da ein mittelmäßiger bis guter und ein sehr guter Kämpfer im Ring standen. Sonst waren die Boxkämpfe immer die einzigen schlechten Fights, doch hier zeigte der angebliche Georgier, der mit einer Armenien-Trainingsjacke herumlief, eine russischen Nachnamen hat und in Halle wohnt, wirklich gutes Boxen. Der Erfurter Staffen ging schon nach 15 Sekunden oder so zu Boden, doch kam dann besser in den Kampf. Trotzdem war Vartanov klar überlegen und siegte dann nach einem Treffer auf die Nase, der den Kampf kurz vorm eigentlichen Ende vorzeitig beendete. [7,0]
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Sascha Poppendieck (DE) besiegt n. P. Mahmut Yesilat (TR)
K1 (Turnier Halbfinale)
Der beste Kampf der gesamten Veranstaltung. Vom das ansonst recht lahmen Publikum wurde auch etwas mehr angefeuert, da die La Onda Ecke, die stets gut drauf war, die Stimmung hob. Das Kampfniveau war auch herausragend und Poppendieck über die gesamte Kampfzeit leicht überlegen. Beide Kämpfer zeigten besonders sehenswerte Sprungtritte und andere spektakuläre Aktionen, die schnell zu einem K.O. hätten führen können, aber zum Glück nicht zu einem vorzeitigen Ende führten. [9,5]

Boy Boy Martin (NL) besiegt T.K.O. Rd. 1 Jan Reimann (DE)
K1 (Turnier Halbfinale)
Leider dauerte der Kampf nur drei Minuten, da Reimann dann das Handtuch werfen musste, aber bis dahin zeigten beide einen starken Kampf, den Martin zu Ende hin völlig an sich riss. [5,0]

Wowa Beller (DE) besiegt T.K.O. Rd. 1 Toni Thomas (DE)
Muay Thai (Titelkampf Deutsche Meisterschaft, bis 71kg)
Ein guter Kampf im Thaiboxen, den der Kehlheimer in der dritten Runde völlig dominierte, sodass der Kampfrichter zuungunsten des Merseburger Lokalmatadors den Kampf abbrechen musste: Beller hatte da Thomas gerade eine Minute lang in die Seile gebälzt. [8,0]

Mike Stumbries (DE) besiegt d. DQ Thomas Friedrich (DE)
Mixed Martial Arts
Eigentlich muss man diesen Mist aus der Wertung nehmen, denn mehr als die Mindestwertung von 0,0-Punkten kann man da nicht geben: nach 25 Sekunden wird der Merseburger disqualifiziert, denn in den Nacken schlagen darf man selbst beim Freefight nicht. Diese Technik ist zwar in der Selbstverteidigung natürlich völlig legitim, wie alles andere bis zum wildesten Tiefschlag auch, aber Freefight ist kein ernster Kampf auf der Straße und kann auch nur im Training eine Vorbereitung darauf sein, sondern ein Sport mit Regeln – auch wenn einige Vollidioten das Gegenteil behaupten; aber die besagten Vollidioten sind zu sehr von ihrem bevorzugten Kampfstil vereinnahmt, als dass sie sachlich urteilen könnten oder haben generell keinen Plan vom Kampfsport – und da war die Disqualifikation natürlich berechtigt. Aber so ein Fehler darf eigentlich nicht passieren. [0,0]

Daniel Weichel (DE) besiegt R.S.C. Rd. 1 Avtandil Shoshiashvili (GEO)
Mixed Martial Arts (Super Fight)
Jetzt gab es zur Abwechslung mal Freefight auf höherer Qualität: ein Hallenser besiegte in einem durch Jiu-Jitsu-Bodenkampf geprägten Fight einen Georgier nach vier Minuten Kampfzeit. Die spektakulärsten Aktionen waren mehrere Powerbombs (O.K: heißt im MMA irgendwie anders, aber egal) des Georgiers. Bei einer solchen, v.a. im Wrestling typischen Technik, packt man seinen in Rückenlage befindlichen Gegner, zieht ihn am eigenen Körper hoch und lässt ihn aus mindestens einem Meter (wie in diesem Kampf), manchmal aber auch aus Schulterhöhe, auf den Rücken fallen. Ein Würgegriff des Deutschen führte schließlich zum Aufgabesieg. [6,5]

Nikolaj Falin (DE) besiegt n. P. Michal Andrade (NL)
K1 (Super Fight)
Zum Abschluss gab es doch noch mal K1 zu sehen, wobei es sich um einen Superfight eines Russlanddeutschen und eines Niederländers handelte. Beide Kämpfer bewegten sich auf sehr hohem Niveau, Falin – dessen Ecke die lauteste im ganzen Turnier war – traf jedoch häufiger als Andrade und gewann auch somit verdient. [9,0]

Boy Boy Martin (NL) besiegt kampflos Sascha Poppendieck (DE)
K1 (Turnier Finale)
Der Höhepunkt des Turniers musste leider durch die Verletzung des Magdeburgers ausfallen. Poppendieck verabschiedete sich sichtlich enttäuscht darüber, dass er den Kampfsportfans keinen Finalkampf zeigen konnte, per Rede vom Publikum. Boy Boy freute sich dann etwas alben über seinen kampflosen Sieg - völlig unnötig da noch durch den Ring zu hopsen. [keine Wertung]
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Fazit:
War zwar alles in allem nicht so gut wie die erste Fight Night, doch immer noch auf hohem Niveau. Enttäuschend war diesmal nur das sonst unterhaltsamere und bei der 1. Fight Night auch sehr gute Freefight, da erstens nur drei Kämpfe stattfanden und zweitens die beiden ersten mies bzw. unmöglich waren. Für 13€ Eintritt – Parkett und Abendkasse sowie deutschlandweiter Vorverkauf mehrere Euro teurer – trotz der schlechten Organisation drum herum immer wieder das Kommen wert. Aber den nächsten Kampfabend der Art werde ich mal zum Vergleich in Halle oder Magdeburg oder so angucken. Was ich mit der schlechten Organisation meine, ist die unmögliche Ringbeleuchtung (da kann man selbst mit einer guten Kamera kaum gute Bilder machen), teils unsaubere Scheißhäuser (und zwar schon vor Beginn des Abends unsauber!) und schlechtes und teueres Catering vor der Hall. Das war mal wieder ein schlechter Privatcaterer, während die angestammte Sportlerheimbetreiberin in der Klause in der Halle zu niedrigen Preisen – Getränke halb so teuer und Würstchen 50% billiger als bei den Drecksläden vor der Halle – und besserer Qualität ihre Sachen anbot.

Diesmal war wenigstens der Hallensprecher besser – war derselbe wie bei der 1. Nacht, aber hat diesmal besser moderiert. Nur der, der die ersten beiden Kämpfe moderiert hat (war anscheinend ein Ersatzmann), laberte Mist, verwechselte Belgien und Bulgarien und brachte die geniale Kampfstatistik des einen Boxers von „11 Kämpfe[n], davon 6 gewonnen – einer durch K.O. – und 6 Unentschieden“. Wie kann man nur vergessen, die drei Niederlagen aufzuzählen...

Etwas anders war auch das Publikum im Vergleich zum ersten Kampfabend: diesmal dominierten kahlköpfige, breitschultrige junge Männer – nur ganz vereinzelt mit Neonazi-Kleidung, sondern fast nur Kampsportlabel und teilweise sogar seriös im Anzug – in Begleitung derartig übertrieben aufgetakelter Tussis, die durch zu viel Schminke und völlig bescheuerter Bekleidung nicht attraktiv sondern albern daher kamen, das Bild. Aber selbst Opas mit Sandalen und Shorts und junge Alternative mit Hütchen waren vereinzelt zu sehen.

Der Wertungsdurchschnitt meinerseits lag jedenfalls bei 6,0. Den Zusatzpunkt gab es für die Atmosphäre. Mal sehen, wann der nächste Besuch bei einer solchen Veranstaltung ist. Dieses Turnier war jedenfalls ein gelungener Abschluss eines gelungenen Wochenendes.
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Statistik:
Ground Nr. 463 (ein neuer Ground; diese Saison: 13 neue)
Sportveranstaltungen Nr. 1.054 und 1.055 (diese Saison: 17)
Tageskilometer: 80 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 3.360 (2.150 Auto/ 830 Fahrrad/ 380 Bahn, Bus, Tram/ weniger als 10 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 44
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 213