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Sonntag, 30. Dezember 2012

W335III: Komischer Kick im alten Modehaus – ein Fußballturnier bei Blau-Weiß Zorbau

Sogenannter „Krombacher Cup“ (6. Auflage)
Datum: Samstag 29. Dezember 2012 – Beginn 13.30
Veranstalter: SV Blau-Weiß Zorbau
Teilnehmerfeld: Landesliga bzw. Bezirksliga (7. Liga, 2. Amateurliga) und Landesklasse (8. Liga, 3. Amateurliga) Sieger: SG Blau-Weiß Brachstedt (4 Spiele; 3 Siege, 1 Unentschieden, 0 Niederlagen/ 17:6 Tore)
Spielort: Mehrzweckhalle Zorbau (Kap. 150, davon 100 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 100 (davon je 2 bis 5 Fans der Gastmannschaften und mind. 2 Neutrale, ansonsten Zorbauer)
Unterhaltungswert: 5,5/10 (Eigentlich total bescheuerter Austragungsort und dürftige Organisation, doch insgesamt erfreulich hoher Unterhaltungswert der Spiele)

Photos with English Commentary:
Toreschnitt: 7,5 Tore pro Spiel (Ohne Neunmeterschießen, Tore insgesamt: 83 in 11 Spielen bzw. 198 Minuten; d.h. 0,42 Treffer pro Minute)
Torreichstes Spiel: Germania Köthen 2:12 Kickers Markkleeberg
Torärmstes Spiel: BW Brachstedt 2:2 BW Dölau
Anzahl Strafen: 8 Strafminuten, keine Platzverweise (4 Minuten Markkleeberg, 2 Minuten Brachstedt, 2 Minuten RW WSF)
Bestes Spiel: BW Dölau 10:9 (5:5 + 5:4 n.9m) Kickers Markkleeberg (8,0/10 = rasant, torreich, extrem eng)
Schlechtestes Spiel: RW Weißenfels 1:4 Germ. Köthen (3,0/10 = Man muss schon fast von „Not gegen Elend“ sprechen…)

Vorrundengruppe A:
1. SG Blau-Weiß Brachstedt - 10:3 / 4
2. SG Blau-Weiß Dölau -------- 9:2 / 4
3. FC Rot-Weiß Weißenfels -- 1:15 / 0
* RW Weißenfels 1:8 BW Brachstedt
* RW Weißenfels 0:7 BW Dölau
* BW Brachstedt 2:2 BW Dölau

Vorrundengruppe B:
1. Kickers Markkleeberg 94 - 17:5 / 6
2. SV Blau-Weiß Zorbau ----- 12:6 / 3
3. CFC Germania Köthen ---- 3:21 / 0
* Germ. Köthen 2:12 K. Markkleeberg
* Germ. Köthen 1:9 Blau-Weiß Zorbau
* K. Markkleeberg 5:3 BW Zorbau

Platzierungsspiele:
Halbfinale 1: BW Brachstedt 4:1 BW Zorbau
Halbfinale 2: BW Dölau 10:9 (5:5/ 5:4 n.Nm.) K. Markkleeberg
Platz 5/6: Germ. Köthen 4:1 RW Weißenfels
Platz 3/4: BW Zorbau 5:3 (3:3/ 2:0 n.Nm.) K. Markkleeberg
Finale: BW Brachstedt 3:2 BW Dölau
DSC00974 Hallenfußball 5 gegen 5 auf 30x15 Metern Kunstrasen in einer 3,50m hohen Halle? Bei Blau-Weiß Zorbau ist das eine große Nummer mit 3€ Eintritt für 4 Stunden Torflut und enge Zweikämpfe bis zum geht nicht mehr bei flachen Pässen, da jeder hohe Ball die mit einem Netz geschützte Decke berührt!
Merkt ihr Zwangseingemeindeten es eigentlich noch? Wieso kommt ihr nicht mal zu uns nach Merseburg und spielt 2 gegen 2 auf Eishockeytore in meinem Wohnzimmer? Da sind 7x4 Meter feinster Teppichboden! Oder wie wäre es mal mit einem Turnier in eurem Sportlerheim? Da ist die Decke doch bald höher als in der „Mehrzweckhalle“! Mann, Mann, Mann: was für eine Idee, dieser Austragungsort!

Der Kunstrasen der Mehrzweckhalle ist natürlich auch die schlechteste Kategorie und aus Sicherheitsgründen sind überall straffe Fangnetze gespannt, was die Sicht beeinträchtigt. Auch vor der dreireihigen Holz-Metall-Tribüne und der doppelreihigen Hintertor-Holztribüne. Also für Tischtennis wäre die Halle echt gut (da braucht man ja auch keine Netze)! Interessant gebaut ist das ehemalige Modehaus, dessen Gebäude irgendwie auch mit dem Gebrauchtwagenhandel zu tun hat, immerhin ja schon. Aber eben viel zu eng, um da 5 gegen 5 Hallenfußball zu spielen!

Da man vier wirkliche gute und zwei mittelmäßige Teams eingeladen hatte, wurde das Turnier spielerisch erfreulich gut. Auf so pervers engem Raum muss man technisch echt was zeigen! Am besten konnte das dann Blau-Weiß Brachstedt mit ihrem extrem sicheren Torwart und dem durchschlagskräftigen Sturm, die im Finale die kampf- und schussstarke Überraschungsmannschaft von Blau-Weiß Dölau mit 3:2 nach einer direkt verwandelten Ecke besiegten. Die Ecke führte zu viel Geschrei bei den offensichtlich regelunkundigen Dölauern.

Das meiste Theater veranstalteten allerdings die Zorbauer in ihrem Gruppenspiel gegen Markkleeberg: Gegenspieler als „Spast“ bepöbeln, den Kickers-Torwart anrotzen – aber dank der ziemlich schwachen Schiedsrichter, die beide eine ganz komische Linie hatten, alles ungestraft für die Heimmannschaft. Ansonsten spielten die Blau-Weißen Zorbauer in ihren bunten Hippie-Trikots wirklich gut. Am Ende verdienten sie sich auch den dritten Platz bei ihrem eigenen Turnier.

Markkleeberg war leider zu inkonstant. Eigentlich waren sie für mich der Turnierfavorit und für viele, sonst den sächsischen Fußball nicht beobachtende Zuschauer nach der Gruppenphase ebenso. Aber in den Platzierungsspielen sprang beide Male nur ein Unentschieden heraus und beide Male setzte es Niederlagen vom Neunmeterpunkt.

Zu den eher dürftigen Leistungen von Köthen und RW Weißenfels braucht man nicht viel zu sagen. Diese beiden Mannschaften waren leider im Spielniveau deutlich hinter den anderen vier zurück, was aber in Anbetracht der Stärke der vier ersten Mannschaften keine solche Schande ist. Das Spiel von Köthen gegen Weißenfels um Platz 5 war dann nur leider symptomatisch.

Wenn wir schon bei Weißenfels sind: ich hätte ja statt Rot-Weiß lieber 1. FC auf der Einladungskarte gesehen, aber da wäre es in der Sporthalle wohl so zugegangen wie in der Gaststätte Friedenseiche 2010…
Daran haben die Organisatoren von BW Zorbau ja immerhin gedacht. An eine richtige Soundanlage allerdings nicht. Der Sprecher hätte lieber ohne Mikro die Torschützen reinbrüllen sollen. Man hätte ihn dann besser verstanden.
Den Modus mit zwei Dreigruppen + Platzierungsspiele fand ich auch nicht sonderlich gelungen. Man hätte bei 6 Teams jeden gegen jeden antreten lassen können und bei Punktgleichheit noch ein Finale spielen können.
Und für den miesen Zuschauerkomfort sind 3€ auch bei der Spielqualität etwas zu hoch bemessen.
Gut hingegen war, dass offensichtlich kein Spieler des Turniers oder bester Torwart gekürt, sondern einzig die Mannschaften ausgezeichnet wurden.
Als Fazit bleibt: Das Kommen hat gelohnt, aber mehr als einmal brauche ich so ein komisches Turnier in so einer komischen Halle nicht. 5 gegen 5 auf 30x15m Kunstrasen in einem Modehaus… Was man beim Groundhopping so alles erlebt… DSC00877 Statistik:
Grounds: 841 (heute 1 neuer; diese Saison: 73 neue)
Sportveranstaltungen: 1.684 (heute 1, diese Saison: 107)
Tageskilometer: 50 (50km Fahrrad)
Saisonkilometer: 25.280 (23.690 Auto/ 1.460 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 50 Bahn, Bus, Tram/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 12 [Letzte Serie: 6, Rekord: 141]
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 335

Montag, 26. November 2012

W330IV: Zwei Tore und zwei verschossene Elfmeter in Wurzen & Zwei völlig ungleiche Halbzeiten in Markkleeberg

Arbeiter TSV FrischAuf Wurzen ------------------------ 0
SV 1858 Liebertwolkwitz --------------------------------- 2
Datum: Sonntag, 25. November 2012 – Anstoß: 13.30
Wettbewerb: Bezirksliga Sachsen, Staffel Nord (7. Liga, 2. Amateurliga)
Ergebnis: 0-2 nach 93 Min. (46/47) – Halbzeit: 0-2
Tore: 0-1 2. Marcel Handau (Eigentor), 0-2 32. Lorenzo Goethe
Vergebene Elfmeter: 50. Lwwitz’ Tomislav Maric trifft die Latte, 74. Lwwitz’ Julius Hickel scheitert an Wurzens TW Matthias Möbius
Verwarnungen: Matthias Möbius TW, Sebastian Zölfl (Wurzen); Florian Kopf, Lorenzo Goethe, Tomislav Maric (Lwwitz)
Platzverweise: keine
Spielort: Frisch-Auf-Stadion (Kap. 5.200, davon 200 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 180 (Zahlende: 150, Gästefans: ca. 25)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes und phasenweise kurioses Spiel)

TSV 1886 Markkleeberg --------------------------------- 31
BSG Chemie Leipzig ------------------------------------- 14
Datum: Sonntag, 25. November 2012 – Anwurf: 17.00
Wettbewerb: 2. Kreisklasse Leipzig (10. Handballliga, 7. Amateurliga)
Ergebnis: 31-14 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 11-10
Torfolge: 0-1, 1-1, 1-2, 2-2, 2-3, 4-3, 4-4, 6-4, 6-5, 7-5, 7-7, 8-7, 8-8, 9-8, 9-9, 11-9, 11-10// 13-10, 13-11, 16-11, 16-12, 17-12, 17-13, 29-13(!), 29-14, 31-14
Gelbe Karten: Nr. 7 (Markkleeberg); Nr. 6, Nr. 64 (Chemie)
Zwei-Minuten-Strafen: Nr. 13 (Markkleeberg = 2 Minuten); Nr. 6 (Chemie = 2 Minuten)
Platzverweise: keine
Spielort: Sporthalle Mehringstraße Markleeberg (Kap. 100, davon 50 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 65 (davon ca. 25 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Markkleeberg ungewöhnlich stark für die Liga, sodass Chemie nach 35 guten Minuten völlig einbrach und das an sich wirklich gute Spiel extrem einseitig wurde) IMG_4658 Photos with English Commentary:

Zur Abwechslung ging es Totensonntag mal nicht nach Leipzig, sondern ins Umland. Wurzen ist eine ganz ansehnliche Kleinstadt 30km östlich von Leipzig. Da wir die Innenstadt mit Schloss und Kirche aber schon kannten, besuchten wir lieber Beucha, das mit einem Schild „Wehrkirche“ an der Autobahn wirbt. Diese Kirche wäre zu ihrer Gründungszeit wirklich gut gegen Feinde zu verteidigen gewesen. „Wäre“, da es den sie um drei Seiten umgebenden 30m tiefen Steinbruch noch nicht gab. Es sieht schon genial aus, wie die kleine Kirche mit ihrem kleinen Friedhof, der ein so riesiges Turmportal hat, da auf einer felsigen Landzunge, die in einen Steinbruchsee hineinragt, thront. Brandis war dann den Stopp nicht wert: Ein Dreckskaff übelster Sorte ist das – das Schloss ist völlig zugebaut und von einer Seniorenresidenz okkupiert. Waldpolenz ist dann aber ganz interessant. Das ehemalige sowjetische Militärgelände ist zum Großteil verfallen, doch auf der Rollbahn entstand kürzlich ein Solarpark. Weiter nach Machern, dem Highlight heute, mit seinem schönen kleinen Schloss und dem weitläufigen Park: Der barocke Landschaftspark hat einige tolle Spielereien wie eine Pyramide als Gedenkstätte für Verstorbene und eine Scheinruine im Stile einer gotischen Ritterburg zu bieten.

Beim Fußball in Wurzen bekam man für seine 3€ dann schließlich ein richtig interessantes Spiel der Bezirksliga in einem interessanten Stadion geboten. Das Frisch-Auf-Stadion betritt man durch einen gusseisernen Bogen mit Schriftzug. Auf drei Seiten sind Tribünen erbaut: vier- bis achtreihige Stehstufen. In der Mitte der Hauptseite befindet sich die vierreihige Sitztribüne, die kaum ansteigt und größtenteils mit roten Schalensitzen bestückt ist, was genauso ein Stilbruch ist, wie das wellenförmige Dach.

Der 3. gegen den 5. – und beide wollen dranbleiben am Aufstiegsplatz zur Sachsenliga. Den ersten Angriff hatte Wurzen, doch sie rannten sich wie in den folgenden 90 Minuten auch immer fest. Schon mit dem zweiten Angriff der Partie, diesmal einem vom Liebertwolkwitz, stand es nicht mehr 0:0. Wer wirklich zuletzt dran war oder irgendwie die Flugbahn des Balles verändert hat? Keine Ahnung! Jedenfalls ging es dann munter hin und her, Wurzen erzielte auch mal ein Abseitstor – wobei ich mir sehr unsicher bin, ob der schlechte Linienrichter das richtig gesehen hat: im Zweifel entschied das Milchgesicht immer zugunsten von Lwwitz mit seinem gar nicht mal so kleinem Anhang – doch kam kaum zu Torschüssen bei allem Ballbesitz und ließ sich dann abzocken. Während die Abwehr der Gäste keine Schwächen zeigte, kam Wurzen immer mal mit den schnellen Gästestürmern nicht zurecht. So stand es 0:2 bei Pause. IMG_4696 Nach dem Seitenwechsel dann dasselbe Problem, nur noch heftiger für Wurzen. Nun leisteten sie sich gleich drei Fouls im eigenen Strafraum, die dem Schiedsrichtergespann zu schaffen machten: Ein Foul sahen alle Unparteiischen, eines gar keiner und ein drittes dann nur der eine Linienrichter. So gab es zwei Elfmeter für Liebertwolkwitz, doch während der eine an die Latte gezimmert wurde (Pech: wäre ein geiler Treffer gewesen) parierte der Torwart von Wurzen den selbstverschuldeten zweiten Elfer. Minutenlang tobte der Gästekeeper über die verschossenen Elfer – finde ich immer toll, wenn der, der am weitesten weg von allem ist und zudem auch noch wenig zu tun hatte (Wurzen war zwar dauernd vorm Strafraum von Lwwitz, aber fast nie darin und so musste der Gästeschlussmann nur zwei, drei Bälle auf sein Tor parieren – der Rest ging vorbei oder drüber) am weitesten die Fresse aufreist… Aber ob nun 0:2 oder 0:4 – Liebertwolkwitz zeigte, dass sie die routiniertere und geschicktere Mannschaft sind. Mehr Aktivität und Einsatz zeigte – bei allem Einsatz den auch der Gast brachte – eindeutig Wurzen.

In Markkleeberg gingen wir noch in der besten Straße der Stadt – der Rathausstraße – zu vernünftigen Preisen bei einem türkischen Imbiss essen und kamen rechtzeitig um noch einen Sitzplatz zu bekommen in die kleine, aber durch die Kastenbauweise sehr hohe und für den Handballspielbetrieb günstige Schulsporthalle des Gymnasiums in der Mehringstraße. Die moderne Halle ist zwar recht unspektakulär, aber das Spiel zwischen der Spitzenmannschaft vom TSV 1886 Markkleeberg und dem Team aus dem hinteren Mittelfeld, der BSG Chemie Leipzig, hatte es in sich.

Das war zwar nur 2. Stadtklasse, also die zweitunterste Klasse, doch was Markkleeberg, die offensichtlich noch einige Spieler aus ihren Bezirksklassezeiten (3 Ligen höher) dabei hatten, zeigte, war enorm. Chemie hielt prima mit in Hälfte eins, doch der Kampfgeist war gebrochen, als Markkleeberg, die in allen technischen Belangen überlegen waren, einen Vier- bzw. Fünf-Tore-Vorsprung herausholte. Die BSG brach völlig lustlos nach einer richtig starken ersten Hälfte ein und bekam nun nur noch einen Treffer in 20 Minuten auf die Reihe. Und das nach einem 12:0-Lauf der Markkleeberger! Also diese zweite Hälfte war schon echt derb: Außer den Beschimpfungen, ein Gästespieler, dem mit der Hand im Mittelkreis ins Gesicht geschlagen wurde, würde schauspielern, war bei Markkleeberg nichts auf dem Niveau eines Kreisliga- oder Stadtklasse-Teams; sondern weit darüber. Sonst wäre die Mannschaft der Chemiker nicht so vorgeführt worden. IMG_4757 Statistik:
Grounds: 828 (heute 2 neuer; diese Saison: 60 neue)
Sportveranstaltungen: 1.665 (heute 2, diese Saison: 88)
Tageskilometer: 220 (220 Auto)
Saisonkilometer: 20.370 (18.940 Auto/ 1.350 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 11 [Letzte Serie: 6, Rekord: 141]
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 330

Montag, 6. August 2012

W314VI: Fußball im Störmthaler Schlosspark

Landsportverein 1903 Störmthal
2:4 Kickers 94 Markkleeberg
Datum: Sonntag, 5. August 2012 – Anstoß: 15.00
Wettbewerb: Testspiel Kreisoberliga Leipzig (8. Liga, 3. Amateurliga) gegen Bezirksliga Sachsen Nord (7. Liga, 2. Amateurliga/ Absteiger aus Sachsenliga)
Ergebnis: 2-4 nach 92 Min. (45/47) – Halbzeit: 0-3
Tore: 0-1 18. (19), 0-2 31. (5), 0-3 37. (19), 1-3 54. (13, Foulelfmeter), 1-4 60. (10), 2-4 63. (13)
Verwarnungen: keine
Platzverweise: keine
Spielort: Sportzentrum Störmthal (Kap. 1.000, davon 30 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 70 (davon ca. 10 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes Testspiel, das vom höherklassigen Gast bestimmt aber nicht einseitig dominiert wurde)
IMG_5311 Photos with English Commentary:

Endlich mal wieder angemessener Eintritt: Dafür, dass wir uns knapp 50km nach Störmthal mit dem Fahrrad kämpften, brauchten wir nur 2€ für ein hochklassiges Amateurtestspiel zu zahlen. Immerhin war ein Absteiger aus der Sachsenliga beim Kreisoberligisten (oder Bezirksklasseteam) aus dem Leipziger Umland zugast.

Störmthal hat einen der schönsten Plätze im Umland der Großstadt zu bieten. Der Ort ist auch nicht so hässlich wie andere Dörfer in der Umgebung. Der Platz liegt zwischen dem Störmthaler See, einem Überbleibsel des Braunkohletagebaus, und dem Barockschloss, einem eher einfachen Exemplar, das zudem in Renovierung befindlich ist. Lustig ist aber der Fakt, dass man Fußball im Schlossgarten spielt – denn der ehemalige Schlosspark ist zu einem Teil überbaggert und zum anderen Teil zugunsten des Sportzentrums – ein Großfeld, zwei Minifelder und eine kleine Sporthalle direkt am Sportlerheim, welches gutes und ganz günstiges Essen zu bieten hat, aufgegeben.

Auf dem Feld gab es auch recht viel zu sehen für die nur 2€ Eintritt. Störmthal hielt gut mit, wurde aber in einem flotten Spiel mehrfach ausgekontert und musste einen 0:3 Halbzeitstand hinnehmen. Besonders sehenswert war dabei der Schuss in den Winkel zum 0:2, den der Torwart fast noch abwehren konnte. Nach der Pause ließ es der Gast etwas ruhiger angehen und kassierte prompt den Anschlusstreffer per Elfmeter. Nach dem Wiederherstellen der Drei-Tore-Führung, die allerdings etwas kurios entstand, denn Markkleeberg erzielte ganz sauber einen Treffer, den die schwache Linienrichterin wegen angeblichen Abseits abwinkte und nur eine Minute darauf trafen sie aus Abseitsposition, die die Linienrichterin übersah, verkürzte Störmthal durch einen strammen Schuss aufs kurze Eck auf 2:4.

Nach Spielschluss aßen wir noch im Sportlerheim und guckten uns das sehr schön renovierte und mit einem sehr gepflegten Park umgebene Schloss im benachbarten Dorf Güldengossa an. IMG_5335 Statistik:
Grounds: 772 (heute 1 neuer; diese Saison: 4 neue)
Sportveranstaltungen: 1.584 (heute 1, diese Saison: 7)
Tageskilometer: 100 (100 Fahrrad)
Saisonkilometer: 1.080 (940 Auto/ 140 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 121
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 314