Turn- und
Sportverein Finkenwerder von 1893 |
2 : 5 (2:2) |
FC Bingöl 12
(2004) |
-
Datum: Samstag, 6. April 2024 – Beginn: 12.00 - Tore: 1-0 7. Rummel, 1-1 22. Celikel, 2-1 32. Schulz (Elfmeter),
2-2 32. Yasar, 2-3 60. Yasar, 2-4 79. Nartey, 2-5 88. Nartey - Gelbe Karten: mindestens 5 je Team -
Rote Karten: NN von Finkenwerder (60. wg. wdh. Fouls/ Reklamierens), XY von
Finkenwerder (80. wg. wdh. Fouls/ Reklamierens) -
Austragungsort: Uhlenhoff-Stadion (Kap. 2.500 Stehplätze) |
Altona
Fußball-Club von 1893 |
0 : 2 (0:2) |
Eisenbahner
Turn- und Sportverein Hamburg |
-
Datum: Samstag, 6. April 2024 – Beginn: 15.30 - Tore: 0-1 12. Kiene, 0-2 26. Düwel - Gelbe Karten: 3x Altona, 5x ETSV -
Rote Karten: ETSV-Trainer (Gelb-Rot in der 90. Min. wg. wdh. Reklamierens) -
Austragungsort: Adolf-Jäger-Kampfbahn (Kap. 8.000, davon 2.000 Sitzplätze) |
Hamburg-Eimsbütteler
Ballspiel-Club 1911 II |
3 : 1 (1:1) |
FC Teutonia
Ottensen 1905 II |
-
Datum: Samstag, 6. April 2024 – Beginn: 18.00 - Tore: 1-0 22. Gönüllü, 1-1 32. Warneke, 2-1 83. Müller
(Elfmeter), 3-1 88. Torani - Gelbe Karten: 2x HEBC, 3x Ottensen -
Rote Karten: keine -
Austragungsort: Professor-Reinmüller-Platz (Kap. 1.550, davon 50 Sitzplätze) |
Photos with English commentary: |
Das 49-Euro-Ticket wollte noch mal genutzt werden. ÖPNV-technisch
natürlich große Scheiße: Braunschweig via Uelzen nach Harburg, dann mit zwei
Bussen, die alle verspätet waren, zum Anstoß in Finkenwerder erschienen. Nach
dem Mittagessen in Finkenwerder, fuhr der Bus wegen Sperrungen endlos außen
herum, Umstieg auf S-Bahn, Umstieg auf U-Bahn, Verspätung, Bus verpasst –
gelaufen zu Altona 93 und kurz nach Anstoß erst dagewesen. Auch HEBC II
erreichte ich nicht ganz pünktlich. Genau: Der zweite Bus war verspätet...
Auf dem Rückweg hatte dann der erste Zug 15 und der zweite 25 Minuten
Verspätung. Der Schienenersatzverkehr von Gifhorn holte die Verzögerung aber
fast wieder raus, obwohl der Fahrer ständig Probleme beim Gänge einlegen
hatte... |
Spiel 1 also in Finkenwerder. Recht idyllische Sportanlage mit
kleiner Stehtribüne, die stark bemoost ist. Die in Hamburg üblichen 4€ für
Bezirksliga. Geboten bekam man da aber auch Einiges. Schnelle Führung für den
Tabellenletzten und in der ersten Hälfte ein sehr offenes Spiel gegen den FC
Bingöl. Die 12 steht nicht für ein Gründungsjahr (seit 2004 gibt es den
Verein), sondern für das KFZ-Kennzeichen der Provinz (des Kreises, Türkisch: ilce)
Bingöl. Die Kennzeichen sind alphabetisch durchnummeriert und spielen z. B.
bei Online-Namen eine eher größere Rolle als in Deutschland diese Kürzel wie
MER oder BS. In der zweiten Hälfte verlor Finkenwerder nach und nach zwei
Spieler. Den Sportfreund an der Pfeife habe ich, als ich vor ein paar Wochen
schon mal in Hamburg war, bereits gesehen: ein echtes Original! Verteilt immer
so 10 bis 20 Karten, selbst in einer fairen Partie... Am Ende siegte Bingöl, die Tausend Seen, verdient mit 2:5. |
Spiel 2 kostete 8€, was aber im Vergleich eher unterm
Durchschnitt ist – so traurig solche Preise für nominell Amateurfußball auch
sind – und man bekam eine schön gemachte Karte. Der Aufdruck hinten „kein
Platz für Nazis“, zeigte die politische Ausrichtung. Altona 93 ist sehr stark
von Punks und anderen Linksextremen frequentiert. Linksgrünes Bildungs- bzw. „Bildungs“-Bürgertum
mit jungen Familien oder junggebliebenen 68ern ist hier auch zugegen. Wie üblich
bei so linken Vereinen, sind weder Ordner noch Hintertorfans in irgendeiner
Form unfreundlich zu Groundhoppern. Das muss man wirklich immer wieder
hervorheben, wie sich hier linksgerichtete Vereine positiv gegenüber
rechtsgerichteten Clubs hervortun. Wer als Groundhopper so blöd ist, seine
rechte Gesinnung so zur Schau zu stellen, wie es die linken hier mit ihrer
tun, braucht sich auch nicht zu wundern, wenn er nicht so freundlich wie ich
als Neutraler behandelt wird... Altona 93 führt momentan in der Oberliga, nach dieser verdienten 0:2
Niederlage im allenfalls durchschnittlichen Spitzenspiel wird es aber enger. Die Zuschauerzahl im altehrwürdigen Stadion war sehr gut. Baulich
ist das auch sehr interessant. Viele Graffiti, leicht verfallenen Stehränge,
ein hoher Graswall, eine überdachte Tribüne mit lehnenlosen Schalensitzen
(kostet Aufpreis) – leider sind die Tage der Adolf-Jäger-Kampfbahn gezählt. 2026
sollen hier Wohnungen errichtet werden. Am Diebsteich soll dafür ein recht modern konzipiertes Regionalligastadion errichtet werden. Auch bei der Planung dieses Stadions, bekleckert sich der zuständige
Hamburger Politiker Grothe – besser bekannt als „Pimmel-Andy“ – nicht mit Ruhm. Ich sehe auch noch nicht, dass Altona sofort nach dem
letzten Spiel in der Adolf-Jäger-Kampfbahn an den fertigen Diebsteich
umziehen kann. Verzögerungen, Pfusch, Anwohnerklagen, Kostenexplosionen – so ist
das nun mal in Deutschland... |
Auch beim Hamburg-Eimsbütteler BC bekennt man sich zu linken
Werten – hier allerdings nur vernünftig zu Anti-Rassismus und nicht so teils linksextremen
Kram wie bei Altona 93. Die Sportanlage ist ebenfalls originell, wenn auch
ganz modern und viel kleiner: Ein Kunstrasen, der von mehrgeschossigen
Wohnblöcken halbringförmig umbaut ist, einige Bäume, ein paar Stehränge, ein
paar Sitze – und sowohl die Sitze, als auch alle Verzierungen am Sportlerheim
in lila-weiß. Ein sehr gut gelungenes Graffiti ziert die Außenwand des
Vereinsheims. Das Spiel der Reserven von HEBC und Teutonia Ottensen war gar
nicht schlecht besucht und kostete nur 3€ Eintritt – so viel zahlt man im
benachbarten Niedersachsen gerne mal für 1. Kreisklasse... Die Partie war auch ganz flott mit Durchhänger nach der Pause.
Nach ausgeglichener erster Hälfte (1:1) gelang dem Gastgeber noch ein Sieg
durch zwei späte Treffer. |
Statistik: - Grounds: 3.595 (3 neue; diese Saison:
181 neue) - Sportveranstaltungen: 5.053 (3; diese Saison: 229) - Tourkilometer: 410 (400km Bahn und Bus, 10km Rad) - Saisonkilometer: 96.710 (58.120 Flugzeug/ 31.220 Auto, davon
15.450 Mietwagen/ 5.360 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 2.790 Fahrrad/ 180 Schiff,
Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 6 [letzte Serie:
19, Rekordserie ohne 0-0: 178] -
Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des
Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 171 Wochen in Folge [letzte Serie: 30
Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW
11/2020]. |
Mittwoch, 10. April 2024
W3.0171II: Altona, HEBC und Finkenwerder an einem Samstag
Montag, 19. Februar 2024
W3.0164II: Diesmal Handball in Hamburg
TSV Ellerbek (III. Mannschaft) |
36 :21 (20:10) |
TuS Esingen (II. Mannschaft) |
-
Datum: Samstag, 17. Februar 2024 – Beginn: 19.00 - Statistiken:
siehe Verbandswebsite -
Austragungsort: Rudolf Harbig Halle Ellerbek (Kap. 450, davon 320 Sitzplätze) |
Photos with English commentary: |
Mein neues Auto wollte in Heide abgeholt werden. Wie üblich,
machte ich in der Woche drauf einen Werkstattcheck in meiner Nähe. Kann ich
jedem nur zu raten, der ein Auto gebraucht kauft. Selbst bei einem seriösen
Händler. Trotz extreme Geldsummen die beim Autokauf fließen, wird beschissen,
gelogen und gepfuscht, was das Zeug hält. Nur eine kleine Minderheit von
Autohändlern ist wirklich seriös und anständig – und auch die (bzw. deren Werkstätten,
bei denen die diese Checks vorm Verkauf [oft nur angeblich statt tatsächlich]
durchführen lassen) verpennen oder übersehen auch mal was Wichtiges. Seit einigen Jahren wohnt eine ehemalige Kommilitonin aus
Georgien in Heide. Freundlicherweise war ich bei ihrer Familie eingeladen.
Nach einigen Stunden dort, machte ich mich auf den Rückweg. Daher schaute ich nur auf dem Weg nach Braunschweig mal kurz in
Ellerbek beim Handball rein. Gerade zum Beginn in die altehrwürdige, nach dem
Dresdner Leichtathlet Rudolf Harbig benannte, Halle gekommen – schon zog
Ellerbek davon. Bei Halbzeit stand es 20:10, am Ende gar 36:21. Esingen II spielte
nicht so schlecht, doch der Gastgeber – Ellerbek III – hatte in allen
Belangen die Nase vorn. Besagte Halle ist mit vier Reihen alter Bänke und dahinter sowie
daneben einigen Stehplätzen sowie dem leicht in der Mitte nach oben gewölbten
Hallendach echt nicht schlecht. Ich frage mich beim Namensgeber aber schon, wann
der gecancelt wird. Leichtathletische Spitzenleistung hin oder her, aber der
war strammer Nazi! In der verlogenen DDR, waren kritische Nachfragen der
sowjetischen „Freunde“ und die Republikflucht von Harbigs Tochter
entscheidend, das „Dynamo-Stadion“ in Dresden 1972 so zu benennen, anstelle der
zuvor gewählten und später wieder eingeführten Bezeichnung „Rudolf-Harbig-Stadion“.
Mehrere andere deutsche Städte (mehr im Osten als im Westen) haben übrigens auch
nach Harbig benannte Stadien... Die I. Mannschaft vom Turn- und Spielverein Ellerbek spielt
Oberliga Hamburg/ Schleswig-Holstein. In den 90ern war sie mal 2. Bundesliga.
Also schon ganz interessant, so ein Besuch beim TSV Ellerbek! |
Statistik: - Grounds: 3.566 (1 neuer; diese
Saison: 153 neue) - Sportveranstaltungen: 5.020 (1; diese Saison: 199) - Tourkilometer: 600 (300km Bahn, 300km Auto) - Saisonkilometer: 85.610 (51.300 Flugzeug/ 30.330 Auto, davon
14.770 Mietwagen/ 2.400 Fahrrad/ 940km Bus, Bahn, Straßenbahn, 180 Schiff,
Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 10 [letzte
Serie: 17, Rekordserie ohne 0-0: 178] - Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit:
Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 163 Wochen in Folge
[letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von
KW 31/2006 bis KW 11/2020]. |
Donnerstag, 15. Februar 2024
W3.0163II-III: Hamburger Amateurfußball – vom HSV-Fanverein Falke, dem Stadion Hoheluft, dem Walter-Wächter-Platz der Alsterbrüder und der VII. Mannschaft von St. Pauli mit Bunkerblick...
Hamburger Fußball Club Falke |
2 : 1 (0:0) |
S. C. Egenbüttel von 1953 |
-
Datum: Samstag, 10. Februar 2024 – Beginn: 12.00 -
Tore: 1-0 48. Gül, 2-0 68. Meierdiercks, 2-1 81. Gerckens -
Gelbe Karten: Böhm (Egenbüttel) -
Rote Karten: keine -
Austragungsort: Sportanlage Vogt-Kölln-Straße, Platz 2 (Kap. 450 Stehplätze) |
SC Victoria Hamburg 1895 II |
2 : 8 (2:3) |
Hamburger SV III |
-
Datum: Samstag, 10. Februar 2024 – Beginn: 14.30 -
Tore: 1-0 17. Dorra, 1-1 30. Fedai, 1-2 35. Fedai, 2-2 37. Koschorreck, 2-3
45. Subay, 2-4 47. Schmalbach, 2-5 54. Jordan, 2-6 59. Herbermann, 2-7 68.
Jordan, 2-8 76. Jordan -
Gelbe Karten: 3x Victoria, 1x HSV -
Rote Karten: keine -
Austragungsort: Stadion Hoheluft (Kap. 7.500, davon 1.000 Sitzplätze) |
FC Alsterbrüder 1948 III |
2 : 2 (2:0) |
TuS Nenndorf |
-
Datum: Samstag, 10. Februar 2024 – Beginn: 17.00 -
Tore: NN -
Gelbe Karten: NN -
Rote Karten: keine -
Austragungsort: Walter-Wächter-Platz (Kap. 600 Stehplätze) |
Fußball-Club St. Pauli von 1910 VII |
3 : 2 (0:2) |
Altonaer Fußball-Club von 1893 III |
-
Datum: Sonntag, 11. Februar 2024 – Beginn: 15.25 -
Tore: NN -
Gelbe Karten: NN -
Rote Karten: keine -
Austragungsort: Heiligengeistfeld, Siggi-Platz (Kap. 460, davon 60 Sitzplätze) |
Photos with English commentary: c)
Alsterbrüder III vs. TuS Nenndorf |
Dieses Wochenende hatte ich Gelegenheit, ein paar gute Grounds in
Hamburg zu machen. War aber nicht ganz freiwillig. Schon gar nicht mit dem
Verkehrsmittel... Die Deppen bei ATU hatten dann im zweiten Anlauf endlich
festgestellt, wie schwer der Schaden am Kühler des Hyundai ist
(Zylinderkopf). Reparieren lohnte da nicht mehr bei dem Alter und
Gesamtzustand. Ich bin daher in Sachen Autokauf im Norden unterwegs gewesen. Seit
langem der erste seriös wirkende Mensch, den ich in dieser Branche erlebt habe.
Wagen hatte den beschriebenen guten Zustand, Probefahrt war gut und wurde auf
Vorschlag vom Händler sogar noch ausgedehnt, eine attraktiv wirkende Garantie
gab es gegen überschaubare Gebühr auch. Ich hoffe, dass ich auch abschließend
über das Autocenter Heide so gut reden kann, wie dieser erste Eindruck ist! Der Verkauf des für den Export natürlich noch attraktiven Hyundai
– kostet ja in den meisten Ländern keine 5.000€ so einen Schaden zu beheben,
wie bei uns, und das bisschen Rost interessiert in vielen Ländern auch keinen
– ist nun zu Wochenbeginn mein Hauptprojekt gewesen. Dann Wechsel des
versicherten Fahrzeugs beim ADAC und Ab- und Anmeldung beim Amt. Absolut
nervig alles... |
Nun aber zu den Spielen: Nach drei Stunden Bahnfahrt plus über 30
Minuten Umsteigezeiten, war ich in Hamburg-Stellingen. Ich hatte viel Zeit
und latschte da etwas rum. Friedhof, evangelische Kirche, so ein hässlicher
hundeverseuchter Park mit kleinen Hügeln, der „Stellinger Schweiz“ genannt
wird. Meine Fresse: „Schweiz“? Also wenn ich die Rostocker Schweiz sehe, OK.
Oder die Mecklenburger Schweiz. Ganz zu schweigen von der Sächsischen und
Fränkischen. Aber Stellinger Schweiz – wie lächerlich! Der erste Ground der Tour war der hässlichste (wie die meisten
Plätze in HH: wenn keine ausbautenlose Asche, dann Kunstrasen mit zwei
Stehstufen auf einer Seite), aber die Partie lohnte das Kommen. 4€ Eintritt, schicke
Eintrittskarten, da der HFC Falke von HSV-Fans gegründet wurde gab es auch
ein bisschen Stimmung, dann nach schwacher und torloser erster Hälfte eine
ganz gute zweite Halbzeit mit einem überraschenden Heimsieg (2:1). Da lohnte
das Kommen doch noch! |
Dann ging es per Bus (zwei fielen aus, der dritte wurde von einem
scheinbar besoffenen Fahrer gelenkt – dieser wurde mehrfach von Fahrgästen
mit Recht aufgrund der Fahrweise angepöbelt) nach Hoheluft. Das alte Stadion
dort hat eine schöne Tribüne mit Holzbalken und Schalensitzen sowie auf drei
Seiten unterschiedlich hohe Stehränge. Auf den meisten Plätzen hat man jedoch
Sichteinschränkungen. Aus irgendeinem Grund wurde ich nicht kassiert, aber
wenn die Kassierer an mir vorbeirennen, ruf ich die nicht zu mir ran... Die Partie war aber die beste des Wochenendes! Außenseiter Victoria
II ging 1:0 in Führung, dann ein HSV-Doppelschlag, sofort darauf der Ausgleich,
kurz vor der Pause das 2:3. Nach dem Seitenwechsel der Gastgeber völlig
chancenlos und HSV III – Tabellenführer der Landesliga – zimmerte eine Bude
nach der nächsten rein. Teils tolle Treffer, immer klasse Spielzüge: 2-8 am
Ende! Lustig waren auch die HSV III.-Mannschaft-Supporter, die auch eine
kleine Pyroshow abzogen und ein Intro mit Kassenrollen zeigten... |
Spiel Nummer 3 war ein Kreisliga-Testspiel auf dem Walter-Wächter-Sportplatz.
Der ausbautenlose Kunstrasen ist von hohen Gebäuden umgeben, auf den ersten
Blick nichts Besonderes. Informativ ist aber die Tafel zum Namensgeber des
Sportfeldes, denn Wächter war ein jüdischer Sportler, der auf dieser Anlage
wirkte und in den 30ern erst am Studieren gehindert, dann zum Austritt aus
dem von den Nazis übernommenen HSV genötigt und schließlich unter
zweifelhaften Umständen ins Zuchthaus gesperrt wurde. Er wurde noch
rechtzeitig entlassen, um nach Schweden zu fliehen und so die NS-Zeit zu
überleben. Also doch ein historischer Ort, dem man seine Geschichte jedoch
nicht ansieht! Die heutige Partie hatte zwei unterschiedliche Hälften. Erst
waren die Alsterbrüder III klar besser und gingen 2:0 in Führung, doch nach
dem Seitenwechsel hatten die Gastgeber außer einem Pfostentreffer nichts mehr
zu bieten und kassierten gegen die Nenndorfer aus dem angrenzenden Landkreis
Harburg noch den Ausgleich. Schiedsrichter war übrigens Björn Meyer vom SC Sternschanze –
erwähnenswert, da er im Rollstuhl sitzt und die Partie dadurch aus einem
etwas niedrigeren Blickwinkel und unter erheblichem Armeinsatz leiten muss. |
Am Sonntag wie gesagt der Autokauf in Heide. Dann wieder in den Zug und auf dem Rückweg in Hamburg noch mal
ausgestiegen. Von den Landungsbrücken am Bismarck-Denkmal vorbei, Millerntor,
im St. Pauli Döner gut gegessen, durch dieses zugeschmierte Drecksviertel zum
Millerntorstadion gelaufen und dahinter auf den Siggi-Platz, einen
ausbautenlosen Kunstrasen mit einigen Sitzbänken und tollem Blick auf den
riesigen Hochbunker, zum Kreisklassekick. Die VII. (ja, siebte Mannschaft!)
vom FC St. Pauli spielte gegen die III. von Altona 93. Was eine Partie von den Zahlen – und was für ein gutes Spiel für
diese Klasse auf dem Feld! Altona ging überraschend 0:2 in Führung, doch nach
der Pause der Anschluss aus Nahdistanz, der Ausgleich nach zweifelhaftem
Elfmeterpfiff und das 3:2 per Kopf für St. Pauli VII. Auf dem Platz daneben (sieht genauso aus und gleiches Panorama) spielte
die III. Frauenmannschaft von St. Pauli. Einzige Auffälligkeit dort im
Vergleich zum Siggi-Platz. Es hing noch ein „Boycott Qatar 2022“ rum. Dass
denen das über ein Jahr später nicht langsam zu peinlich ist?! Ich meine, die
Boycott-Katar-Fraktion ist eh völlig verblödet und misst aus purer Dummheit
und Ignoranz mit zweierlei Maß. Aber eigentlich dürfte der rote Rotz aus der
linken Ecke, der da bei St. Pauli den Ton angibt, so ein Banner ohnehin nicht
aufhängen: oder ist das etwa woke und politisch korrekt, Kritik an einem
außereuropäischen WM-Spielort aus so einem kolonialistischen, eurozentristischen
Blickwinkel zu tätigen... Nach Abpfiff in die U-Bahn unterm Platz, am Hauptbahnhof nach
Uelzen und dann nach Braunschweig. Erstaunlich: Alle Züge waren pünktlich
oder unter 5 Minuten verspätet, alle Anschlüsse klappten, U- und S-Bahnen
fuhren auch ordentlich, nur die Busfahrerei war ein zweifelhaftes Vergnügen.
Das 49€-Ticket lohnte sich in diesem Sinne schon, aber im Normalfall bin ich
gegen Bahnfahren. Es ist einfach zu unzuverlässig, dauernd Asis (in Hamburg
ja überall Punker- und Kiffergesindel) und die Bahn bringt mich eben nicht an
die Ziele, an die ich will. Dass ich in einer Großstadt mit so gutem
Nahverkehr wie Hamburg Sport gucken will, ist viel seltener, als dass ich in
irgendeinem Kaff Kreisliga schauen will, wo der nächste Bahnhof 15km weg ist
und nur alle 2 Stunden angefahren wird... |
Statistik: - Grounds: 3.565 (Sa 3 neue, So 1 neuer;
diese Saison: 152 neue) - Sportveranstaltungen: 5.018 (Sa 3, So 1; diese Saison: 197) - Tourkilometer: 630 (Sa 210 km Bus und Bahn, So 410km Bahn und
10km Auto) - Saisonkilometer: 84.990 (51.300 Flugzeug/ 30.030 Auto, davon
14.770 Mietwagen/ 2.380 Fahrrad/ 640km Bus, Bahn, Straßenbahn, 180 Schiff,
Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 10 [letzte
Serie: 17, Rekordserie ohne 0-0: 178] - Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit:
Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 163 Wochen in Folge
[letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von
KW 31/2006 bis KW 11/2020]. |
Montag, 6. November 2023
W3.0149II: Hessen gegen Hamburg in Hameln – ein kurzer Eindruck vom SELECT-Cup
Hessischer Handballverband (männliche Jugend B) |
25 : 25 (16:16) |
Hamburger Handballverband (männliche Jugend B) |
-
Datum: Freitag, 3. November 2023 – Beginn: 17.00 -
Wettbewerb: sog. SELECT-Cup männliche Jugend B (Pokal der
Landesauswahlmannschaften der U17) -
Ergebnis: 25-25 nach 40 Minuten (2x40) – Halbzeit: 16-16 - Statistiken: siehe Verbandsseite -
Austragungsort: Sporthalle Afferde (Hameln OT Afferde; Kap. 550, davon 450 Sitzplätze)
-
Zuschauer: ca. 50 (überwiegend Neutrale) - Spielbewertung:
7,5/10 |
Photos with English commentary (FLICKR): |
Zum zweiten Mal schon lag eine Sportveranstaltung in Hameln auf
dem Rückweg eines Termins. Meine dienstliche Veranstaltung lag heute zeitlich
so günstig, dass ich mir noch eine Pause im Ortsteil Afferde leisten konnte.
Für Besichtigungen der bekannten Rattenfängerstadt waren aber auch heute wieder
weder Zeit noch Licht ausreichend. Ich sah mir von dem Turnier auch nur ein
einziges Spiel an. Statt 2x30 wurde wegen der vielen Spiele binnen 3 Tagen
nur 2x20 gespielt. Die Landesauswahlturniere schaue ich mir auch beim Fußball immer
gerne an: Kostenlos hochklassiger Jugendsport in oft interessanten Sportanlagen.
OK, heute war das in einer 0815-Halle mit sechs Sitzreihen und dahinter einer
Stehreihe, aber hochklassig war es ja trotzdem. Hessen war anfangs besser als Hamburg und führte lange, doch in
einer sehr torreichen ersten Hälfte wechselte nach einer Viertelstunde auch
mal die Führung und es ging 16:16 in die Pause. Nach dem Seitenwechsel wogte
die sehr schnelle und durch wuchtige Würfe geprägte Partie weiter hin und her
mit leichten Vorteilen für die Hessen. Am Ende war es der letzte Wurf, ein Siebenmeter
in der Schlusssekunde, der Hamburg noch den Ausgleich zum 25:25 bescherte.
Die Trefferquote in Hälfte zwei war also merklich geringer, das Spiel aber
von der 1. bis zur 40. Minute ununterbrochen gut! |
Statistik: - Grounds: 3.522 (1; diese Saison: 100 neue) - Sportveranstaltungen: 4.944 (1; diese Saison: 123) - Tourkilometer: 150km (150km Auto) - Saisonkilometer: 14.430 (12.320 Auto, davon 0 Mietwagen/ 0
Flugzeug/ 1.930 Fahrrad/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn / 180 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 152
[letzte Serie: 12, Rekordserie ohne 0-0: 178] - Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit:
Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 149 Wochen in
Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen
von KW 31/2006 bis KW 11/2020]. |
Donnerstag, 21. September 2023
W3.0143I: Ukrainisch-Portugiesisches Champions-League-Duell in Hamburg
FK Shakhtar Donezk |
1 : 3 (1:3) |
Futebol Clube do Porto |
-
Datum: Dienstag, 19. September 2023 – Beginn: 21.00 -
Wettbewerb: UEFA Champions League, Gruppe H (Meister der Ukraiynska Premyer
Liga; 1. ukrainische Profifußballliga gegen Vizemeister Primeira Liga, sog.
Liga Portugal Bwin; 1. portugiesische Profifußballliga) -
Ergebnis: 1-3 nach 97 Minuten (48/49) – Halbzeit: 1-3 -
Tore: 0-1 8. Galeno, 1-1 13. Kelsy, 1-2 15. Galeno, 1-3 29. Taremi -
Gelbe Karten: Konoplia, Stepanenko, Sikan (Shakhtar); David Carmo, João Mário
(Porto) - Rote
Karten: keine -
Austragungsort: Volksparkstadion (Hamburg; Kap. 57.000, davon 47.000 Sitzplätze
– heute 51.000 Sitzplätze) -
Zuschauer: 46.723 (davon ca. 3.000 Porto-Fans, ca. 15.000 Ukrainer, der Rest
überwiegend deutsche HSV-Fans) - Spielbewertung:
7,5/10 |
Photos with English commentary (FLICKR): a) Champions League: Shakhtar Donezk vs. FC Porto (in Hamburg/ Germany) |
Klingt erst einmal nach einer kuriosen Ansetzung: In der
Gruppenphase der Champions League treffen der ukrainische Meister und der
portugiesische Vizemeister in Hamburg aufeinander. Im Stadion eines
Zweitligisten, der trotz seiner Unfähigkeit aufzusteigen, mehr Zuschauer bei
höheren Eintrittspreisen zieht, als viele Erstligisten in vergleichbaren
europäischen Ligen... Aber klar: In der Ukraine ist Krieg und Donezk ist auch
besonders stark betroffen. Vor dem Krieg waren je etwa 48 % der Bevölkerung
Ukrainer (teils Ukrainisch-, teils Russischmuttersprachler) und Russen. Die
restlichen 4 % überwiegend russifizierte (d. h. von den russischen Herrschern
assimilierte) Tataren, Griechen etc. Die Stadt ist bzw. war ein Zentrum des
Kohlebergbaus und der Schwerindustrie. Eine ideale Gemengelage also, um Opfer
des russischen Imperialismus zu werden. Der böse Westen provoziert Russland
ja immer dazu, sich die Bodenschätze anderer Gebiete mit Gewalt zu holen, vor
allem solche Gebiete, in denen ethnische Russen leben... Seit 2014 tut
Russland das in Donezk und Umgebung, also der Region Donbass. Damals war in
der allgemein russlandfreundlichen Stimmung in Deutschland das noch kein
Thema, während in Osteuropa schon Rufe laut wurden, sich Russland gegenüber
so zu verhalten, wie es erst seit dem Angriff von 2022 der Fall ist. Beim
russischen Bombenterror 2014 wurde auch das Stadion von Shakhtar beschädigt.
Seitdem spielen sie in sichereren ukrainischen Städten bzw. in Polen. Fußball
in Kriegszeiten ist natürlich problematisch, viele Deutsche z. B. wollen auch
nicht kapieren, dass man nicht 24 Stunden und 365 Tage im Jahr im Krieg sein
muss, wenn man angegriffen wurde, und gönnen der Ukraine oder z. B. auch
Syrien nicht, dass es einen funktionierenden Sportbetrieb gibt. Diesen gab es
jedoch in Deutschland auch bis 1944 und dann für ein Jahr nur stärker
eingeschränkt, aber selbst Anfang 1945 wurde noch Sport getrieben und
veranstaltet. Größtes Problem war stets, dass die Allierten damals bzw. die
Russen oder das Assad-Regime heute, zivile Menschenansammlungen zum
Verbreiten von Angst und Terror gezielt angegriffen haben. So wurden Spiele
entweder nur mittels Mund-zu-Mund-Propaganda am selben Tag angekündigt oder
wie heute in der Ukraine ohne Zuschauer ausgetragen und in Stadien, deren
wenige dort aufhältigen Sportler und Offizielle schnell in Luftschutzbunker
evakuiert werden können. Aber die Ukraine hat sowas ja wenigstens, in Syrien
ist das in den vom Regime befreiten Gebieten viel schwieriger und
gefährlicher, wenn das Stadion evakuiert werden muss. Hallensportarten sind
wegen der Auffälligkeit beleuchteter Sporthallen und deren schwierige
Evakuierung noch stärker eingeschränkt, als Freiluftsportarten. Wegen
Ressourcenknappheit, sind aber Motorsportarten in einer Konfliktsituation
stets am schlechtesten dran. |
Da mir der Hamburger Volkspark noch fehlte und ich die Partie
auch interessant fand, wartete ich ab, ehe endlich Einzeltickets verkauft
wurden. Aus Gier werden ja dauernd Dreierpacks oder ähnliches angeboten. Die
angegebenen 46.723 Zuschauer halte ich für zu hoch gegriffen. 43.000 oder
44.000 maximal. Gegen Antwerpen wird die Bude halb leer sein, aber wieder an
die 50.000 Zuschauer gemeldet sein. Die werden, aufgrund der Idioten, die
nach Auslosung des FC Barcelona als Gruppengegner, gleich mal so ein Abo
abgegriffen haben, nur gegen Barca ihren Weg in den Volkspark finden. Das
Stadion ist aber eines der besseren modernen mit schöner Dachkonstruktion und
angenehmen blauen Sitzfarben. Drei Ränge, wenig ansprechende Außenform, direkt
am namensgebenden Volkspark gelegen. Das ist eine der wenigen halbwegs
attraktiven Ecken dieser hässlichen und überschätzten Großstadt. Geparkt
haben wir gegenüber von einem dieser vielen hässlichen Hamburger Hartplätze.
Mit 38€ sind die Champions League Karten noch im Rahmen gewesen; aber HSV ist
maßlos teuer für zweitklassigen Profifußball und unbewachtes Parken am
Stadion. Na gut, die Fischbrötchen für 5€ waren noch halbwegs akzeptabel... |
Das Publikum war der Partie entsprechend zu mindestens einem
Drittel ukrainischer Herkunft. Das werden überwiegend Kriegsflüchtlinge,
sogenannte Flüchtlinge und Migranten aus der Ukraine, welche sich in Norddeutschland
niedergelassen haben, sein. Die Hamburger Fans schienen überwiegend Donezk zu
unterstützen. Aber auch sicher 3.000 Portugiesen, darunter auch viele in
Deutschland ansässige, unterstützten den FC Porto. Die Frage werden sich
einige sicher gestellt haben, deswegen habe ich das mal recherchiert: Anders
als man vielleicht zusammenfantasieren könnte, hat Shakhtar keine
pro-russische Fan-Base. Der Verein ist seit Jahren entwurzelt aus der
überwiegend russifizierten Region des Donbas und weder Fans noch
Vereinsführung sind sonderlich begeistert vom Umstand, dass die Russen deren
Stadion zerschossen haben. Die russischen Besatzer, Terroristen und
Separatisten sind ja lediglich bei einem Teil der ostukrainischen,
russischsprachigen Bevölkerung als Befreier von den ukrainischen Nazis
angesehen. Ich entschuldige mich bei den politisch nicht interessierten
Lesern meines Blogs für die langen politischen Ausführungen, bestehe aber
darauf, dass diese hierher gehören, da dieses ganze Spiel ein Politikum ist. Außerdem
finde ich, dass man sich auch als unpolitischer Mensch mal die Absurdität der
Situation in der Ukraine vor Augen führen kann: Da kämpfen russische Nazis
gegen ukrainische Nazis, die alle die gleichen Hackfressen haben, die auch
noch so ähnliche Sprachen sprechen, dass sie sich gegenseitig weitestgehend
verstehen können, weil unter dem Vorwand der Entnazifizierung und Rettung der
vermeintlich malträtierten russischen Minderheit, die russischen Nazis sich
die Bodenschätze, Arbeitskräfte und Ländereien, welche sie mal zeitweilig
ausgebeutet haben, wieder unter den Nagel reißen wollen. Da fragt man sich
doch, ob die Ukraine nicht in den 90ern besser wirklich das gemacht hätte,
was ihnen die Russen seit ein paar Jahren im Donbass so haltlos vorwerfen: einen
Völkermord. Wäre ja auch nur Gleiches mit Gleichem vergelten, so wie die
Russen sich überall aufführen, mit den Genoziden und Deportationen der
letzten fast 200 Jahre... |
Noch so ein Politikum: Vor Spielbeginn gab es eine Schweigeminute
für die Opfer der Katastrophen in Nordafrika am zweiten Septemberwochenende.
Das waren einmal das Erdbeben in Marokko, wo es im Hohen Atlas etwa 3.000
Tote gab und außerdem die Flutkatastrophe/ das Starkregenereignis/ der
Dammbruch im Osten Libyens, wo 11.000 oder mehr Menschen umgekommen sind.
Menschen, die den meisten Deutschen, Portugiesen und Osteuropäern jetzt nicht
so nahe stehen, wie Ukrainer – also gab es schon mal einige Störungsrufe bei
der Schweigeminute. Beim Länderspiel Deutschland gegen Frankreich in Dortmund
war das ebenso deutlich im TV zu hören und tags darauf beim FC Bayern hat
sowas auch zu Streitigkeiten geführt. Mir steht ja v. a. Marokko persönlich
viel näher – meine Freunde da waren aber nicht betroffen, da sie viel weiter
nördlich wohnen, da spürte man nur ein leichtes Wändewackeln. Hauptproblem
bei dem Beben in Marokko: Alte, verfallene Bausubstanz und dahingepfuschte
neue Bausubstanz, die gegen die an sich auf dem Papier intelligenten
Bauvorschriften verstößt. Also Korruption und anderes menschliches Versagen,
was zu unnötigen und v.a. unnötig vielen Toten führte. Noch schlimmer in Libyen: Die verlogene deutsche Presse hat das
weitestgehend verschwiegen, da das deutsche Staatsfernsehen und die
regierungshörigen Zeitungen z. B. ohnehin die Diktatoren im arabischen Raum nicht
so negativ betrachten. Da gibt es zum einen die grüne Wahnvorstellung, wir
Menschen würden eine Einfluss aufs Klima haben und es sei unsere Schuld im
sogenannten „Globalen Norden“, dass im sogenannten „Globalen Süden“ (hieß
früher Entwicklungsländer oder Dritte Welt) eine „nie dagewesene Springflut“
wahnsinnigen Schaden in Libyen angerichtet hat. Wenn man halbwegs gebildet
ist und sich vielleicht sogar – wie ich – in der Region auskennt oder einfach
mal nur Al Jazeera (English) liest, erkennt man aber schnell, was in ARD,
ZEIT und der ganzen anderen Lückenpresse für eine toxische Mischung an
Klimahysterie und Gaddafi-Nostalgie herrscht. Die Infos zu den beiden
gebrochenen Staudämmen oberhalb von Derna, welche für fast alle Toten
verantwortlich sind, muss man sich von besseren, neutraleren Nachrichtenseiten
wie eben Al Jazeera English holen: In den 70ern von den Jugos gebaut, seit
1998 Schäden bekannt, sollten in den 2000ern längst vom Gaddafi-Regime
repariert werden – doch die Gelder des keinesfalls armen, sondern nur von den
korrupten Sozialisten falsch gemanagedten Libyen, wurden abgezweigt, da Derna
im Osten schon lange überwiegend Anti-Gaddafi war und daher bei der
Staatsführung im Westen des Landes unbeliebt – und nach dem Sturz von Gaddafi
hat sich niemand mehr gescheit darum gekümmert. Mit dem bei ARD genannten
Bürgerkrieg hat das auch nur in so weit zu tun, dass die Russen-Marionetten
von General Haftar im Osten Libyens einfach die letzten Idioten sind, dass
trotz erneuter ingenieurtechnischer Studien vor zwei Jahren, nichts an den
baufälligen Staudämmen gemacht wurde, die eigentlich auch auf solche
Regenmengen ausgelegt sind. Auch hier wieder eine schädliche ausländische,
auch gerade russische Einmischung festzustellen, die ungern im Westen so
genannt wird. Lieber wird die Klimaagenda gefahren. |
Ein Spiel gab es ja auch noch, wie gesagt. Die Partie begann
furios mit voller Offensive auf beiden Seiten. Der italienische Schiri
verteilte früh Karten, die Partie sollte aber sehr fair sein. Einmal spielte
ein Portugiese sogar den Ball ins aus, obwohl er frei vorm Tor war – denn ein
Gegenspieler hatte sich verletzt. Porto ging früh 0:1 in Führung, Donetzk
glich per Kopf aus, kassierte aber nach grobem Abwehrfehler keine zwei
Minuten später das 1:2. Nach einer knappen halben Stunde netzte noch ein
iranischer Nationalspieler für den FC Porto zum 1:3 ein. Die bis zum Ende hin
gute Partie sah leider keine weiteren Treffer mehr. Zu Beginn der zweiten
Hälfte hatte Shakhtar seine beste Phase, aber man merkte, dass der
portugiesische Vizemeister dem ukrainischen Rekordmeister qualitativ doch
deutlich überlegen war. Der Spielbesuch hat sich aber auf jeden Fall gelohnt. Ein richtig
faires Miteinander wie gesagt – und ein wirklich gutes Spiel. Ankunft in Braunschweig: kurz vor 2 Uhr... |
Statistik: - Grounds: 3.489 (1; diese Saison: 66 neue) - Sportveranstaltungen: 4.908 (1; diese Saison: 87) - Tourkilometer: 360km (360km Auto) - Saisonkilometer: 8.250 (6.650 Auto, davon 0 Mietwagen/ 0
Flugzeug/ 1.420 Fahrrad/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn / 180 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 120
[letzte Serie: 12, Rekordserie ohne 0-0: 178] - Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit:
Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 143 Wochen in
Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen
von KW 31/2006 bis KW 11/2020]. |

















