Posts mit dem Label Empor werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Empor werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 3. Dezember 2016

W540III: Rostocker Handballnachwuchs

HC Empor Rostock E I ................................ 42
HC Empor Rostock E II ................................ 5
- Datum: Mittwoch, 30. November 2016 – Beginn: 16.10
- Wettbewerb: Bezirksliga E-Jugend Mecklenburg-Vorpommern Nord (1. U11-Handballliga)
- Ergebnis: 42-5 nach 40 Min. (20/20) – Halbzeit: 29-3
- Tore: NN
- Gelbe Karten: keine
- Zeitstrafen: keine
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sporthalle Möllner Straße 12c (Kap. 200, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 15
- Unterhaltungswert: 3,0/10 (Sportpädagogisch zweifelhaftes Spiel) Empor Rostock U11 I 42:5 Empor Rostock U11 II Photos with English Commentary:
Under-11 Handball: Empor Rostock I v Empor Rostock II

Nachmittags war wieder Zeit zum Sport. Für 15.30 war ein Spiel der E-Jugendteams von Empor Rostock angesetzt. Erste (souveräner Tabellenführer der Bezirksliga) gegen Zweite (zweitplatziert). Die Sporthalle Möllner Straße 12c ist ein DDR-Kasten der voll saniert wurde, inklusive vorher nicht dagewesener Dachfenster. Beknackterweise wurde ein neutrales Schiedsrichtergespann angesetzt, das aber nicht aufkreuzte. Mit 40 Minuten Verspätung begann ein seltsames Handballspiel. Sportpädagogisch war das ein ganz zweifelhaftes Spiel: Anwurf nach Tor als Abwurf vom Wurfkreis, Schrittfehler zählten nie, starre Manndeckung – in der zweiten Hälfte aber plötzlich richtiger Handball. Aber immer noch nur 6 gegen 6 und mit Plane um 30cm niedriger gemachtes Tor. Ganz beknackte Regelung! Die I. schoss die II. mit 29:3 bei Pause und 42:5 am Ende ab. Empor Rostock U11 I 42:5 Empor Rostock U11 II Statistik:
- Grounds: 1.795 (1; diese Saison: 116 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.894 (1; diese Saison: 154)
- Tourkilometer: 10 (10 Fahrrad)
- Saisonkilometer: 30.950 (29.010 Auto, davon 650 Mietwagen/ 980 Fahrrad/ 370 Schiff, Fähre / 290 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 49 [letzte Serie: 2, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 540 Wochen.

Sonntag, 17. April 2011

W246II: Diesmal war der Hubschraubereinsatz leider kein hämischer Fangesang - bei jedem zweiten Spiel das ich in Naumburg sehe, braucht man Sanitäter

SV Germania 99 Schönburg/ Possenhain II
1:5 SV Empor Gröben
Datum: Samstag, 16. April 2011 – Anstoß: 13.00
Wettbewerb: 1. Kreisklasse Burgenland, Staffel 3 (11. Liga, 6. Amateurliga und unterste Spielklasse)
Ergebnis: 1:5 nach 90 Min. (44/46) – Halbzeit: 1:5 (!)
Tore: 0-1 2. (8), 1-1 5. (5), 1-2 19. (8, Foulelfmeter), 1-3 23. (6), 1-4 30. (11), 1-5 39. (6)
Verwarnungen: 1x Gröben
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Possenhain (Kap. 1.200 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 20 (davon ca. 5 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Komische Torverteilung, aber nach der Pause war das Spiel nicht minder gut und lebhaft)


Naumburger SV 05 II 0:3 TSV Leuna 1919
Datum: Samstag, 16. April 2011 – Anstoß: 15.00
Wettbewerb: Landesklasse Sachsen-Anhalt, Staffel 6 (8. Liga, 3. Amateurliga)
Ergebnis: 0:3 nach 90 Min. (24, 21/45) – Halbzeit: 0:2
Tore: 0:1 20. Kevin Degner, 0:2 29. Nino Hammerschmidt (Foulelfmeter), 0:3 59. Nino Hammerschmidt
Verwarnungen: Steven Hagge, Christoph Saalbach, Patrick Hauer (alle Naumburg)
Platzverweise: Tim Romahn (Naumburg, 24. Grobes Foul)
Spielort: Sportanlage NSV 05/ Hallescher Anger (Kap. 2.000, davon 50 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 70 (davon 57 zahlende und ca. 20 Gästefans)
Unterhaltungswert: o.W. (Ohne die gewohnte Punktwertung: wäre unangemessen bei einem Spiel mit so einem Zwischenfall wie dem Hubschraubereinsatz, das nur ein völlig unfähiger Schiri - auch wenn es nach Willen der Spieler war - unverantwortlicherweise wieder anpfeift)
IMG_0694
Photos and English version:
a) Schönburg/ Possenhain (December 2006/ and February 2011)
b) Naumburg (December 2006/ and February 2011)

Das nicht mehr nur unsportliche sondern schon asoziale Verhalten etlicher Naumburger Spieler und Leute aus deren Umfeld und die Unfähig- und Unverantwortlichkeit des Schiedsrichtergespanns bringt mich wirklich an meine ausdrucksmäßigen Grenzen; ich kann ja hier nicht einfach aggressiv drauflos pöbeln, wie ich das im Stadion auf der Tribüne gemacht habe. Andererseits muss auch ein solches Spiel zwar keine Bewertung, aber dann schon einen Bericht bekommen, der keins der Vorkommnisse schönt. Zurückhaltender als im Folgenden beschrieben, ging es nicht.

Ein Nachtrag zu Berichten: Im Nauburger Schmier... äh Tageblatt ist ein an Parteiigkeit und Verlogenheit kaum überbietbarer Artikel erschienen, den ich nicht unkommentiert lassen kann. Wer so etwas schreibt wie "WT/ HBO" auf der "Naumburger Tageblatt-Website", versucht bewusst den Sachverhalt zu verkehren. Wenn ich mir vorstelle, ein Leunaer hätte den Naumburger Torwart so brutal mit bedingtem Vorsatz verletzt, wollte ich die folgenden Hasstiraden des parteiischen Schreiberlings nicht lesen - und ich würde mir selbst niemals trauen (in der Zeitung schon gar nicht und nicht mal in diesem Fan-Blog!) derartig verdrehte Tatsachen zu verbreiten. Vereinsbrille ist das Eine, bewusste Täuschung das Andere.

An diesem Samstag gab es aber zum Glück auch noch ein schönes Spiel ohne hässliche Zwischenfälle und mit einer lobenswerten Schiedsrichterleistung – und zu diesem Spiel komme ich zuerst.
IMG_0568
Östlich der sehenswerten Domstadt Naumburg befinden sich zwei wirklich ansehnliche Dörfer: richtig schön ist Schönburg, da ist auf Sandsteinfelsen in wirklich schöne Landschaft gebaut ist und neben einer Burgruine auch eine ansehnliche Kirche beherbergt. Die Burgruine ist natürlich Namensgeber. Der Nachbarort Possenhain ist weniger spektakulär, aber kann einige auffällige und gut sanierte Gehöfte und eine ungewöhnliche, historistische Kirche vorweisen. Schönburg und Possenhain bilden im Fußball eine Spielgemeinschaft, die mit zwei Mannschaften in der Kreisliga und der Kreisklasse vertreten ist. Gespielt wird in Possenhain, auf einem engen Platz an einem Hügel. Felder, Häuser und Ruinen von Milchviehställen einer LPG grenzen an den mit zwei Graswällen flankierten und teils mit hohen Fangnetzen umzäunten Platz.

Die Schönburger/ Possenhainer Reserve ist 10. mit nur 13 Punkten aus 19 Spielen, der heutige Gegner Empor Gröben mit 39 Punkten auf Platz 4 direkt hinter der Spitzengruppe Trebnitz 44, Goseck 41, Krauschwitz 39 aber mit mehr Spielen als die drei Besten. Das Spiel ging auch entsprechend der Kräfteverhältnisse los: die rund 20 Zuschauer sahen schon nach zwei Minuten den ersten Treffer, als die Schönburger Hintermannschaft ausgespielt wurde. Allerdings gelang es den Gastgebern nur drei Minuten später mit einem Kopfball auszugleichen. Ab der 10. Minute bis zur Pause spielte fast nur Gröben aufs Tor. Drei Mal hebelten sie die zu langsame Abwehr aus – der Erfolg kam oft erst durch den zweiten Ball, der eben nicht von einem Abwehrspieler geklärt wurde, was für den guten Torwart besonders ärgerlich war – und ein Mal versenkten sie sicher einen völlig berechtigten Strafstoß spektakulär unter die Latte.

So stand es zur Pause 1:5. Wer auf zweistellig spekulierte, hatte sich verspekuliert: trotz drei Pfosten-, zwei Lattentreffern und fünf weniger als 1m am Tor vorbeigehenden Schüssen, trafen die Gäste aus Gröben kein weiteres Mal. Auch Schönburg/ Possenhain konnte aus den drei, vier Angriffen nichts machen. Das Spiel war in der zweiten Hälfte nicht schlechter als in der ersten, doch sah keine weiteren Tore mehr.

Neben den Spielern verdient der Schiedsrichter Roland Schalk ein Lob: der leitete das Spiel cool und völlig fehlerfrei - auch wenn er bei unfairen Mannschaften sicher Probleme gehabt hätte; bei der Leistung mit den Sprüchen muss man ihn einfach lobend hervorheben! Nach einem Abseitspfiff schoss ein Gröbener z.B. trotzdem noch den Torwart an, was dieser mit „Ey spinnst du, Mann?! Der Schiri hat doch gepfiffen! Ey, Schiri! Der hat trotzdem noch drauf geschossen!“ kommentierte. Der Schiri meinte: „Ach na ja, vielleicht hat er ja den Pfiff nicht gehört... Weiter geht’s mit Freistoß grün [Schönburg/ Possenhain]!“ Das beruhigte auch die sich aufregenden Spieler.
IMG_0591
* * * * * * * * * * *
IMG_0712
Wir hetzten weiter nach Naumburg zum Sandanger, dem an der Saale gelegenen kleinen Stadion des Naumburger SV 05. Verrottete Holzbänke, eine olle Überdachung vorm Kiosk, krumme Stehstufen - sieht ganz nett aus...
Aber die Zuschauer machten hier schon einen ganz anderen Eindruck als in Possenhain: niemand grüßt wie dort, alle glotzen fremde Fans nur dämlich an – ich dachte Possenhain wäre das Dorf bei der Stadt Naumburg und nicht umgekehrt...

TSV Leuna war als (nach Leistungssteigerungen und mehreren wichtigen Siegen in der Rückrunde) 10. beim 14. und damit derzeit einen von drei Absteigern zugast. Die Reserve von Naumburg 05 hat aber nur 1 Punkt Rückstand auf Profen und ging mit 8 Punkten aus den letzten 4 Spielen ebenso gestärkt wie Leuna mit ihren 9 Punkten aus den letzten 4 Partien ins Duell.
Wer hier Abstiegskampf erwartete, lag nicht ganz richtig: mit (sportlichem) Kampf hatte das streckenweise durch einige Naumburger Spieler nichts mehr zu tun, sondern mit asozialem Getrete. Sportliche Härte ist das Eine: ich weiß es sehr zu schätzen, wenn es hoch her geht; gegen Beinstellen, Trikotzerren, Umrennen und Wegtackeln hab ich ebenso wenig etwas wie Pöbeln, Drohen oder ein Keilerei vom Zaun brechen – und die ersten drei genannten Punkte gab es schon bis zur 24. Minute in hoher Zahl durch Naumburger Spieler und zwar ungestraft durch die Schiedsrichter. Das Andere ist aber, wenn ein Spieler wie es der Naumburger Tim Romahn tat, einen Ball erreichen will, der zwei Meter vor ihm von Ronny Goloiuch in seinem Strafraum sicher gehalten wurde und dabei mit solcher Fahrlässigkeit und Brutalität vorgeht, dass er statt den auf Brusthöhe umklammerten Ball zu treten, einen halben Meter daneben voll vor den Kopf von Goloiuch latscht. Ab diesem brutalen Foul, das ich in vergleichbarer Form in fünf Jahren vereinsgebunder Spielpraxis und 14 Jahren Fandasein mit mehr als 1.000 Spielen von der 1. Bundesliga bis zur 3. Kreisklasse, von der 4. schwedischen bis zur 1. syrischen Liga usw., noch nie live gesehen habe, tat sich das von der ersten Minute an schwache Schiedsrichtergespann nun vollends als überfordert, unverantwortlich und unfähig hervor.
IMG_0678
Während Wolle Ronny behandelte und sofort feststellte, dass mindestens Notarzt und Krankenwagen von Nöten sind, brauchte Schiedsrichter Tommy Zeuner aus Meineweh zwei Minuten, ehe er endlich den roten Karton gegen Romahn in der Hand hatte. Der Übeltäter wollte ohnehin schon freiwillig vom Platz, den er nach dieser Szene auch so schnell nicht wieder betreten dürfte. Seine Einsichtigkeit entbindet ihn in keinster Weise von der Schuld für einen Schädelbasisbruch bei Ronny Goloiuch verantwortlich zu sein. Das Sportgericht wird hoffentlich die zur Verfügung stehenden Mittel ausschöpfen und zu der höchstmöglichen Strafe für ein derart grobes Foulspiel greifen. Wer bei Schädelbasisbruch des Torwarts an das Foul an Petr Čech denkt, sollte nicht vergessen, dass Čech vom gegnerischen Knie verletzt wurde, als der Gegner auf klatschnassem Rasen herangerutscht kam. Während die Szene in der Premier League unter „fahrlässige Körperverletzung“ fällt und auch im rein sportgerichtlichen Bereich hätte bleiben können, ist bei dem äußerst gut bespielbaren Rasen und aufgrund der schon vor diesem Foul von Naumburger Seite mehrfach vollzogenen Fouls – auch an Goloiuch – von „gefährlicher Körperverletzung mit bedingtem Vorsatz“ zu sprechen. Das von mir hochgeladene Bild eine Sekunde vor dem Foul dient nicht als entscheidendes Beweisfoto - es gibt viel deutlichere Bilder. Was auf „gefährlicher Körperverletzung mit bedingtem Vorsatz“ steht, kann der verantwortliche Spieler ja googeln - der Strafantrag kommt demnächst.

Grob unsportlich war im Übrigen neben einigen pöbelnden Zuschauern auch insbesondere der Naumburger Kapitän Hans Meier, der das Foul gegen Ronny herunterspielen wollte, den Schiedsrichter wegen des Feldverweises (wie auch Christian Riebel, der eine mindestens gelbwürdige Geste machte) voll meckerte und noch während Ronny in den Rettungshubschrauber verfrachtet wurde nachfragte, ob es denn mit Freistoß weitergehe. Die nicht nur in der Folgezeit bei fast jeder Abseitsentscheidung und vielen Foulentscheidungen verkehrt liegenden Unparteiischen, spielten tatsächlich mit einem Freistoß für Naumburg weiter. Zuvor fragte Schiri Zeuner den Leuna-Trainer Schikore, ob er den Feldverweis zurücknehmen lassen wolle. Gut, dass ich nicht Trainer bin – ich hätte eine sperrungswürdige Antwort gegeben. Schon allein für diese Frage wird sich Tommy Zeuner eine Meldung beim Sportgericht einfangen. Die sonstige Leitung der Partie war ebenso wie die seiner Assistenten Frank Hoffmann und Peter Kiwitt in keiner Minute landesklassetauglich. Auch in einem Kreisklassespiel hätte man natürlich nach dieser Szene abbrechen sollen. Auch wenn Ronny gesagt haben soll, sie sollten weiterspielen und die Leunaer Spieler meinten, sie würden für Ronny spielen – diese Einstellung ist zwar ehrbar, aber unverantwortlich. Einige Naumburger gingen nach wie vor über die normale Härte hinaus in den Gegner und wie hätte denn die Leunaer Mannschaft reagiert, wenn das Spiel nicht mit dem Sieg geendet hätte?!

Die Unparteiischen gaben unverantwortlicherweise nach 40 Minuten Unterbrechung das Spiel für weitere 21 + 45 frei. Ein souveräner Spielleiter hätte den Leunaern ausgetrieben ihre Gesundheit aufs Spiel zu setzen, den Ball genommen, drei Mal gepfiffen und im Spielberichtsbogen ans Sportgericht „Spiel nicht mehr weiterzuführen wegen grob unsportlichem Verhalten der Heimmannschaft“ vermerkt. „Schiedsrichtergespann nicht mehr in der Lage, die Partie zu Ende zu leiten“ hätte auch gepasst, aber hätte nicht einfach 3 Punkte für Leuna gegeben.
IMG_0669
Dass Kevin Degner den Ball bereits vor dem Foul zum 0:1 für Leuna über die Linie gedrückt hat und Nino Hammerschmidt noch vor der Pause per Elfmeter zum 0:2 erhöhte, ging leider etwas unter. Fouls der Gastgeber und wenige Revanchefouls der Gäste bestimmten das schnelle Spiel. Naumburg war ball- wie schusstechnisch völlig unterbelichtet, Leuna aber teilweise in der Abwehr unsicher, was die Damen mit den Gedanken bei Ronny entschuldigen wollten - wenn man sich nicht konzentrieren kann, spielt man aber nicht weiter. Jedenfalls lief es aber im Sturm besser durch Pires, Degner, Hammerschmidt und Andere. Nach der Pause legte Nino Hammerschmidt noch einmal nach. Das 0:3 war ein völlig verdienter Sieg - Beschwerden der Naumburger über Schiri und Gegner auch aus sachlicher Sicht nicht nachvollziehbar. Dass die Naumburger nach Abpfiff auch noch eine kleine Schlägerei anzettelten, war das zu erwartende Ende. Hätte es nur die Schlägerei und nicht die gefährlich Körperverletzung gegen Goloiuch gegeben, hätte ich den Naumburger SV hier nicht so in die Kritik nehmen müssen. Wer Sachlichkeit in diesem Bericht vermisst hat, kann nicht bei dem Spiel gewesen sein. Aber so viel noch: ein Leunaer Spieler, der einem Gegner ein vergleichbares Foul antut wie Naumburgs Romahn, kann sich darauf verlassen, verbal auf dem Platz und schriftlich in diesem Blog zur Sau gemacht zu werden. Ich gehe aber von aus, dass es nie nötig sein wird – denn mit Leunaer Beteiligung gab es in über 200 Spielen nicht ein einziges Mal einen Rettungseinsatz wegen einer durch ein Foulspiel hervorgerufenen Verletzung; bei Sportveranstaltungen in Naumburg jedes zweite Mal wenn wir dabei waren: vor zwei Jahren bei Naumburg-Stößen Handball einen Beckenbruch (grobes Foul eines Naumburgers an einem Magdeburger) und nun dieser Schädelbasisbruch durch ein noch gröberes Foul. Leuna spielt halt trotz Härte immer noch fair.

Abschließend muss noch gesagt werden: Schön, dass die Leunaer Mannschaft besonnen ihr Spiel gemacht hat und auch 3:0 mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung gewonnen hat und den Vorsprung auf den Abstiegsbereich auf auch in Nachholspielen kaum aufholbare 10 Punkte geschraubt hat. Alle Glückwünsche sollten auch nicht davon ablenken, dass dieses Spiel nie hätte zu Ende geführt werden dürfen. Auch wenn Humor wie „Jetzt macht Ronny nen Rundflug“ vom Schock ablenken sollte – da widerspruchslos weiter zuspielen und sogar das weiterspielen zu fordern ist absolut unvernünftig.
Am Wichtigsten ist jedoch die schnellstmögliche Genesung von Ronny Goloiuch! Die Mitspieler, der Trainer- und Offiziellenstab sowie die Fans wünschen der Leunaer Nummer 1 baldige Gesundung und alles Gute!
IMG_0749
Statistik:
Grounds: 549 (heute ein neuer Ground; diese Saison: 99 neue)
Sportveranstaltungen: 1.256 (heute zwei, diese Saison: 143)
Tageskilometer: 80 (80 Fahrrad)
Saisonkilometer: 36.720 (17.560 Auto/ 10.200 Flugzeug/ 4.820 Bahn, Bus, Tram/ 3.330 Fahrrad/ 810 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 20
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 246

Sonntag, 14. Juni 2009

WE150II: Eine Mannschaft aus einem abgebaggerten Ort und Leunas vergessene Trikots

SV Empor Gröben 1:0 SV Großgrimma III
Samstag, 13. Juni 2009 - Anstoßzeit 13.00
1. Kreisklasse Weißenfels (11. Liga, 7. Amateurliga)
Ergebnis: 1:0 nach 95 Min. (48/47) - Halbzeit 1:0
Tor: 30. Ali
Verwarnungen: je eine
Platzverweise: keine
Sportplatz: Gröben (Kap. 1.000)
Zuschauer: 50 (3 Gästefans)
Spielqualität: 6,5/10 (unterhaltsam)

SV Großgrimma 0:1 TSV Leuna
Samstag, 13. Juni 2009 - Anstoßzeit 15.35
Landesklasse Staffel 9 (8. Liga, 4. Amateurliga)
Ergebnis: 0:1 nach 94 Min. (45/49) - Halbzeit 0:1
Tor: 36. Prorok
Verwarnungen: Großgrimma 3, Leuna 4 (Motz, Degner, Arndt, Schimpf)
Platzverweise: Schimpf (gelb-rot)
Stadion: Sportstätte Großgrimma (Kap. 1.000)
Zuschauer: 100 (20 Gästefans)
Spielqualität: 5,0/10 (durchschnittlich)

Es stand mal wieder eine längere Radtour an, diesmal in den Kreis Weißenfels, wo unser erstes Ziel der kleine Ort Gröben war. Dort spielte Empor Gröben um 13.00 ein Spiel der 1. Kreisklasse gegen die dritte Mannschaft des SV Großgrimma aus. Zum Gastverein gleich mehr.
Das Spiel war für Kreisklasse wirklich flott. Großgrimma sah zwar kaum einen Stich, doch dafür drückte Gröben kräftig aufs Tor. Es dauerte dann aber aufgrund der schwachen Chancenverwertung bis zur 30. Minute, ehe Ali, der spielerisch beste Spieler des Spiels, den Ball über die Torlinie schob. Er war bis zur Einwechslung eines Landsmannes in der zweiten Halbzeit der einzige Zuwanderer. Eine Anhängerin von ihm brachte mit ihrem Kopftuch Farbe auf die Betreuerbank, während der Trainer mit seinem tollen Dialekt Stimmung brachte: „Määäänsch, duuu! Das kann doch wo nech sein! Diehsä Schongsänverwäärdung!“ Die Chancenverwertung war aber in der Tat unter aller Sau. Unter aller Sau war auch der Preis von 1,20€ für die mickrigen Fischbrötchen. Aber 1€ für 0,5l Cola war niedrig.
Zurück zur Chancenverwertung: vor allem in der zweiten Halbzeit, war der dilettantische Abschluss von Gröben - Großgrimma sollte bis zum Abpfiff nur sehr wenige Torschüsse abgeben - erschreckend. Die beiden versoffenen Randerscheinungen meckerten zwar immer wieder über Ali, der einige Anzeichen einer Stürmerdiva zeigte - am Besten: als er den Kapitän wegen einer vergebenen Chance anmeckert, meint dieser „fass dir an die eigne Nase!“ woraufhin Ali sich, eine Grimasse schneidend, über die Nase strich - aber er war nach wie vor der positiv auffälligste und torgefährlichste im Spiel. Die meisten anderen mühten sich zwar redlich, doch Torgefahr kam von ihnen kaum.
Nach dem verdienten 1:0 Sieg für Gröben - ein Lob im Übrigen auch an den sicheren Schiedsrichter! - fuhren wir von Rückenwind getrieben ins 6km entfernte Hohenmölsen. Am Südhang ist die Sportstätte von SV Großgrimma, einem Verein aus einer Geisterstadt oder Wüstung, die 5km entfernt liegt und in wenigen Jahren abgebaggert werden soll. Vor wenigen Jahren wurde sie schon so gut wie entvölkert. Ein Haus ist noch bewohnt, doch zum Ort am Ende noch etwas mehr.

Nun erstmal zum Spiel: wir hätten uns nicht so beeilen müssen, denn um 15 Uhr begann das Spiel dann doch nicht. TSV Leuna hatte schlicht und ergreifend die Tasche mit dem Trikotsatz vergessen, die Wolle unter lockerer Auslegung der Verkehrsregeln dann aus dem 30km entfernten Leuna holte. Das Spiel begann somit mit einer 35minütigen Verspätung und es dauerte auch etwa 35 Minuten ehe Leuna - sie hatten sich auch schon deutlich mehr Chancen und Spielanteile erarbeitet gehabt - das erste Tor der Partie erzielte. Prorok ging, trotzdem der Torwart mit gestrecktem Bein angeflogen kam, zum Ball und schoss ihn aus acht Metern über die Linie. Der Torwart wurde minutenlang behandelt, da er sich bei der Aktion glücklicherweise nur selbst verletzte. Auf Seiten der Heimfans sah man die Situation naturgemäß anders, wo man ein rotwürdiges Foul am Torwart gesehen haben wollte. Aber diesmal lief wenigstens kein dussliger Rentner aufs Feld, um den Verletzten zu behandeln, wie einige Minuten zuvor, als ein Großgrimmaer nach einem Zweikampf auf die Schulter fiel und sich verletzte.
Der Treffer wurde zum Glück - entgegen den Befürchtungen einiger mitgereister Leunaer - nicht annulliert, der Schiri sollte erst zum Schluss negativ auffallen.
In der Pause holten wir uns noch etwas zu Essen auf der wirklich schönen Terrasse des Sportlerheims des kleinen Stadions. 1,30€ für eine zugegeben gute Bratwurst sind ja schon recht hoch, aber 2€ für 0,5l Cola sind echt nur noch Abzocke!
In der zweiten Halbzeit wurde das mittelmäßige Spiel nicht unbedingt besser, nur etwas härter. Der Schiedsrichter pfiff dann ab der 80. Minute richtig schlecht, was man ihm bis dato nicht hatte vorwerfen können. Allerdings hat auch der greise Linienrichter seinen Anteil daran, der bei jeder entscheidungswürdigen Situation daneben lag. Die Fahne bei der Notbremse im Strafraum unten zu lassen - es hätte Elfmeter für Leuna geben müssen - war wirklich daneben. Zum Ende hin wurde es noch echt packend, da Matti Schimpf wegen einer Lächerlichkeit die Ampelkarte bekam - der Gästefan, der bei dieser Szene am lautesten wurde, sitzt übrigens derzeit eine völlig übertriebene 9-Spiele-Sperre wegen einer verbalen Entgleisung nach einer solchen gelb-roten Karte ab - und Großgrimma dann noch sehr stark auf den Ausgleich drängte. Verdientermaßen trafen sie einmal die Latte, was den Heimanhang
zu einem kollektiven Aufschrei bewegte.
Leuna hat also verdient ihr letztes Saisonspiel gewonnen; das letzte Spiel einer guten, auf dem 3. Platz abgeschlossenen Saison.
Wir verabschiedeten uns dann von einigen der Sieger bis zum nächsten interessanten Testspiel, d.h. wahrscheinlich einem Match gegen den Halleschen FC in sieben Wochen, und fuhren durch Hohenmölsen, einer stinklangweiligen Landstadt mit ganz wenigen sehenswerten Häusern, nach Großgrimma.

Der Abzweig ist für den Ortsunkundigen übrigens nicht zu finden: von Hohenmölsen kommend muss man jedenfalls die B176 vor der Gabelung Richtung Deumen und Wuschlaub nach rechts verlassen. Geradeaus ist eine Sackgasse und rechts eine Kopfsteinpflasterstraße. Statt dem Ortseingangsschild sieht man ein Warnschild, dahinter dann zur linken Hand eine Pappelreihung, an der man den ehemaligen Fußballplatz des SV Großgrimma erkennt, und zur rechten das Feuerwehrhaus. Außer dem steht von Großgrimma nur noch ein Trafohaus. Vom Ortsteil Grunau steht noch ein Gehöft, dass auch noch teilbewohnt ist und im Ortsteil Bösau sieht man noch ein paar Grundmauern. Fährt man noch weiter, sieht man eine Brücke, die mit soldatenfeindlichen Parolen beschmiert ist, da die Bundeswehr die Häuserruinen im Jahre 2006 als Übungsplatz missbrauchte. Irgendwann hört die Straße dann auf und man steht am Tagebau.
Dort kehrten wir um, fuhren bis Hohenmölsen zurück und hatten in Merseburg angekommen dann 90km auf dem Fahrradcomputer stehen.

Statistik:
Ground Nr. 324 (zwei neue Grounds; diese Saison: 94 neue)
Sportveranstaltung Nr. 825 (diese Saison: 192)
Tageskilometer: 90 (Rad)
Saisonkilometer: 25.720 (12.810 Auto; 5.070 Öffentliche Verkehrsmittel; 4.880 Fahrrad; 2.960 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 30
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 150

Fotos unter:


Empor Gröben - Großgrimma III

Großgrimma - TSV Leuna 1919

Großgrimma, Hohenmölsen ua.



Montag, 1. Juni 2009

WE149 I: Feiertagsfahrt in den Raum Weimar: von nervigen Ausflüglern und cholerischen Fußballpräsidenten

SV 70 Tonndorf 2:1 FC Empor Weimar II
Montag, 1. Juni 2009 - Anstoßzeit 15.00
Kreisliga Weimarer Land (9. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 2:1 nach 91 Min. (45/46) - Halbzeit 1:0
Tore: 1:0 13. (Nr. 7), 1:1 56. Elfmeter (Nr. 10), 2:1 60. (Nr. 10)
Verwarnungen: 1x Tonndorf, 4x Weimar
Platzverweise: keine
Sportplatz: Schlossberg Stadion (Kap. 1.000)
Zuschauer: 50 (10 Gästefans)
Spielqualität: 7,0/10 (Gutes Spiel)
Sightseeingtour: 5,0/10 (Nichts Besonderes)

Montagsspiel in der Kreisliga. Natürlich war das nur aufgrund des Pfingstmontags möglich und derlei Spiele waren selbst an dem Tag rar. Doch im thüringischen Tonndorf, auf halbem Wege zwischen Erfurt und Weimar, gab es ein solches Spiel.
Die Anreise gestaltete sich noch schlimmer als befürchtet. Während der Zug, der uns von Merseburg nach Weimar brachte, fast völlig leer war, stürmten alle Langschläfer von jungen Eltern samt Kleinkindern den Zug Weimar - Kranichfeld. Wenn man da vor der Endstelle - wir z.B. in Bad Berka - aussteigen wollte, musste man schon zügig die Räder kreuz und quer schieben oder gar werfen. Da weis man nicht, über wen man sich als sportlicher Fahrer mehr ärgern soll: die scheiß Bahn, die bei einer überfrequentierten Strecke nur einen Schienenbus einsetzt, oder diese Sorte Radfahrer, die nur mit dem Rad unterwegs sind, weil es ja viel umweltschonender ist, und dann auch noch die Radwege zu viert nebeneinander schleichend verstopfen.
Das nächste, worüber wir uns dann ärgern konnten war die hässliche „Stadt“ Bad Berka mit ihren schlechten Beschilderungen. In dem Kaff gibt es eigentlich nichts zu sehen. Und wie wir bald noch verstärkt feststellen mussten, ist die Beschilderung in der ganzen Gegend südlich von Weimar auf einem Niveau, das man sonst vielleicht im Nahen Osten vorfindet. Die Straßen sind übrigens auch so, wie man sie sonst nur im hintersten Nordost-Syrien findet. Mit dem Fahrrad natürlich zum Kotzen, so was macht nur mit dem Auto Spaß!
Was mit dem Auto nicht unbedingt Spaß macht, ist die Brücke in Buchfart, die unser nächster Punkt war. Eine überdachte, mittelalterliche Holzbrücke ist noch vor der Kirche und der Höhlenburg, die wir ein anderes Mal besuchen werden, die Hauptsehenswürdigkeit des kleinen Ortes. Dort quetschten sich Sonntagsfahrer und verhinderte Raser zusammen mit Motorradfahrern hindurch, die sich durch absichtliches Aufheulen lassen des Motors im Brückenkörper und ähnlichem Schwachsinn hervortaten. Bei gutem Wetter kommen diese zum Fahrradfahren zu schwachen und zum Auto fahren zu blöden leider jedes Wochenende heraus. Für Auto- wie Radfahrer eine echte Plage.
Weiter ging es durch wenig sehenswerte Käffer, die ab und an mal eine schöne Kirche vorweisen konnten - Oettern und Mechelroda seien hier genannt - über katastrophal heruntergekommene Straßen - die Weimarer Kreisverwaltung hat echt nur Geld in die Stadt Weimar gepumpt, die umliegenden Orte und deren Infrastruktur hemmungslos vernachlässigt, obwohl Ausflügler- und Touristenhorden vor allem sommers diese Gegend mit ihrem Besuch „beehren“ - nach Blankenhain. Eine hässliche Kleinstadt mit schönem Kern. Der schönste Teil des Kerns ist natürlich das hervorragend sanierte Schloss. Nach kurzem Herumlaufen im Innenhof fuhren wir mit einem Abstecher nach Krakendorf - eigentlich nur des Namens wegen, eine schöne Kirche haben die da übrigens! - nach Tannroda. Dort gibt es eine Burg, deren Bergfried hervorragend restauriert, deren Unterburg als Ferienheim benutz wird und deren Oberburg fast völlig verfallen ist. Die danebenliegende Kirche sah auch ganz interessant aus, aber diese war genauso geschlossen, wie der Bergfried. Ein Armutszeugnis für diesen Kreis, dass man die Kirchen und gesicherten Burgen nicht regelmäßig besichtigen kann. Touristisch ist die Gegend eigentlich das Letzte. Unverständlich, wie viele Leute da trotzdem herumgurken.
Der nächste Ort, wo ich etwas fotografierte, war München. Nein, nicht die bayrische Landeshauptstadt, ein Ortsteil von Bad Berka heißt so. Horden von Ausflüglern fielen im dortigen Gasthof ein. Fotografiert habe ich übrigens nur das Ortsschild.
In Tonndorf sparten wir uns den Weg zum Schloss hoch - da es in Privatbesitz ist, kann man eh nur ans Tor - und fuhren über die Kirche gleich zum Fußballplatz. War ja dann auch nur noch eine Viertelstunde bis Anpfiff, weswegen wir gleich schon mal Fischbrötchen und Brause im Sportplatzkiosk abfassten.
Somit also zurück zum Ausgangspunkt: Montagsspiel! Dieses ging auch gleich besser los, als so manches 2. Bundesliga-Montagsspiel, was beim Deutschen Werbe Fernsehen während der Dauerwerbe- und Pokersendungen zwischenzeitlich übertragen wird. Nach mehreren vergebenen Chancen erzielte Tonndorf das 1:0. Empor Weimar fiel nur durch zwei Sachen auf: Die Spieler damit, die schnell kombinierenden Tonndorfer zu foulen und der Präsident fiel auf, weil er andauernd am meckern war. Und auf welchem Niveau! Selbst die Zuschauer nahmen sich so was nicht heraus, dauernd - auch völlig unangebracht - über den Schiedsrichter zu meckern. Echt tolles Aushängeschild für den Verein Empor, wenn der unsympathische Schreihals bei Kreisligaspielen der 2. Mannschaft am Spielfeldrand herumsteht und motzt.
In der Halbzeit schiss der cholerische Präsident dann noch die Spieler zusammen, von wegen es sei zum Kotzen, dass sie am Vorabend noch saufen würden und dann am nächsten Tag ihren Klassenerhalt aufs Spiel setzten. „Das ist doch eine Frechheit, was ihr da vorne anbietet!“ bekamen sie - das mal ausnahmsweise nicht zu Unrecht - zu hören aufgrund ihrer wenigen Chancen, die sie dann auch noch kläglich vergaben.
Wie auch immer, den Rest der Halbzeit nutzte ich zum Essen der 2€ teuren, aber auch sehr langen und guten Bockwürste.
In der zweiten Halbzeit wurde es dann besser aus Sicht der Gäste. Jetzt hatte auch Empor gute Chancen. Nach 11 Minuten bekamen sie dann als Belohnung einen Elfmeter vom bis dato sicheren Schiedsrichter geschenkt, der sicher verwandelt wurde. Doch nur vier Minuten später spielte ein Tonndorfer einen Freistoß genial um die Abwehrmauer, die im übrigen sicherlich nicht mehr als 6,50m vom Freistoßpunkt entfernt stand und nicht 9,15m, sodass die Hausherren gleich wieder in Führung gingen.
Diese Führung hielten sie bis zum Abpfiff und zwar keineswegs durch Ergebnisverwaltung, sondern mit offensivem, schönen Fußball, der leider an der Chancenverwertung zu wünschen übrig ließ. Empor erzielte in der 89. dann fast noch den Ausgleich, aber wie gesagt: 2-1 war dann der Endstand.
Wir improvisierten dann auf dem Rückweg, da wir in Tonndorf ein Hinweisschild nach Erfurt sahen. Anstatt nach Kranichfeld, dort in den Schienenbus und mit Umsteigen in Weimar nach Merseburg, fuhren wir nach Erfurt, stiegen dort - gerade noch rechtzeitig ankommend - in den Zug und kamen von dort mit Fahrräder umpacken in Weimar ohne Umstieg nach Merseburg. Räder umpacken übrigens deshalb, da uns der Schaffner auf eine Plattform schickte, da die beiden Fahrradabteile zu voll waren. In Weimar schickte er uns dann ins Abteil, da viele ausgestiegen waren. In Naumburg wurde der Zug dann natürlich wieder voll zugestellt von Schönwetterradlern. Aber der ausgesprochen sinnvoll und locker handelnde Schaffner hielt immerhin die Deppen mit großen Rucksäcken davon ab, ins Fahrradabteil zu rammeln. Gestört hat er sich auch weder an Fahrrädern in Gängen, noch an Gepäck auf dem Boden. Wirklich selten, dass man mal cooles und freundliches Personal bei diesem scheiß Unternehmen hat.
In Merseburg kamen wir dann gerade so raus aus dem überfüllten und zugestellten Abteil. Typisch Feiertag eben!
Statistik:
Ground Nr. 317 (neuer Ground; diese Saison: 87 neue)
Sportveranstaltung Nr. 816 (diese Saison: 183)
Tageskilometer: 255 (180 Bahn, 65 Rad)
Saisonkilometer: 25.250 (12.810 Auto; 4.860 Öffentliche Verkehrsmittel; 4.620 Fahrrad; 2.960 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 23
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 149

Fotos unter:
Sehenswürdigkeiten

Spiel