Sonntag, 25. Dezember 2016

W543I-II: Quer durch Deutschland für Bewerbung und Basketball

Team Ehingen Urspring .............................. 72
Mitteldeutscher Basketball Club ................ 89
- Datum: Donnerstag, 22. Dezember 2016 – Beginn: 19.30
- Wettbewerb: Pro A (2. deutsche Profi-Basketballliga)
- Ergebnis: 72-89 nach 40 Min. (4x10) – Viertel: 9-25, 20-29, 21-16, 22-19
- Punkte: Moore 21, Allante Taylor 11, Berger 9, Jahn 9, Aminu 6, Aghas 5, Hobkirk Fraser 5, Onwuegbuzie 4, Thompson 2 (Ehingen); Warren 21, Kerusch 13, Hatten 13, Bennett 12, Johnson 11, Hinz 9, Pantelic 8, Zazai 2 (Weißenfels)
- Fouls: Aghas 4, Berger 4, Wolf 3, Moore 3, Aminu 2, Taylor 2, Onwuegbuzie 2, Fraser 1, Jahn 1 (Ehingen = 23); Pantelic 3, Hinz 3, Bennett 3, Hatten 2, Fülle 2, Turudic 1, Johnson 1, Zazai 1, Warren 1 (Weißenfels = 17)
- Austragungsort: Längenfeld-Sporthalle (Kap. 1.300, davon 1.100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 900 (davon 7 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (V.a. durch den MBC gutes Spiel, aber leider mit ein paar Durchhängern)

ECC Preussen Berlin .................................... 3
Tilburg Trappers ........................................... 5
- Datum: Freitag, 23. Dezember 2016 – Beginn: 19.30
- Wettbewerb: Oberliga Nord (3. deutsche Eishockeyliga, 1. Halbprofiliga)
- Ergebnis: 3-5 nach 60 Min. (3x20) – Drittel: 0-2, 0-2, 3-1
- Tore: 0-1 17. Stempher, 0-2 19. McColgan, 0-3 31. Bruijsten, 0-4 37. van de Heuvel, 1-4 42. van Lijden, 2-4 48. Janke, 3-4 49. Holzmann, 3-5 57. Larson
- Strafzeiten: NN (Berlin); NN (Tilburg)
- Austragungsort: Eissporthalle am Glockenturm (Kap. 1.200, davon 700 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 500 (davon 410 zahlende und 2 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (An sich gutes Spiel litt an der Sparflammenspielweise der Niederländer) Hirsau Photos with English Commentary:
a) Basketball: Ehingen v Mitteldeutscher BC
b) Ice-Hockey: Preussen Berlin v Tilburg Trappers
c) Württemberg: Hirsau, Calw, Herrenberg, Tübingen

Nachdem wir Dienstagabend gut abkamen, gingen Khatereh und ich in Karlsruhe beim syrischen Restaurant La Rose essen: eine kleine Syrienkarte in den richtigen Landesfarben schwarz-weiß-grün mit drei roten Sternen begrüßte einen gleich hinter dem Eingang. Sonst auch sehr nett eingerichtet, sehr gutes Essen, sehr gute Qualität – für BaWü auch noch gemäßigte Preise. Topp!

Den Mittwoch verbrachte ich, nachdem ich Khatereh in Karlsruhe zur Arbeit gekarrt hatte, damit, mir selber eine Arbeit zu verschaffen: ich schaffte es tatsächlich in meinem ersten Bewerbungsgespräch angenommen zu werden. Ärgerlich nur: ich muss wieder nach Bonn zurückziehen. Aber naja, Hauptsache eine Arbeit, bei der ich zuversichtlich sein kann, etwas Gutes gefunden zu haben. Wenn ich bedenke, dass trotz allem Gesabbel, wie dringend man Arabisch-Kenner braucht, ein eigentlich seriös daherkommender Arbeitgeber wie die Stadt Aachen noch nicht einmal auf eine sehr gute Bewerbung auf eine ausgeschriebene Stelle antwortet – aber bei dieser selbst für NRW beschissenen Stadt auch kein Wunder, dass schon in der Ausschreibung widersprüchliche Angaben zu finden waren – da lobe ich mir doch den Sprachendienst in Bonn, der mir ab Januar die Chance gibt meine Kenntnisse unter Beweis zu stellen... Ehingen Urspring 72:89 Mitteldeutscher BC Zur Feier des Tages frühstückte ich am nächsten Tag mit Khatereh besonders ausführlich, ehe ich mich von meiner Verlobten – nachdem ich sie wieder zur Arbeit brachte – mal wieder für ein paar Wochen verabschieden musste und dann in Richtung Schwäbische Alb fuhr. In Hirsau bei Calw legte ich den ersten Besichtigungsstopp ein: eine tolle Klosterruine mit einigen erhaltenen Nebengebäude und einer Schlossruine! Calw hat auch ein paar sehenswerte Gebäude zu bieten, schien mir aber etwas überschätzt. Herrenberg trotz der Spornburg oberhalb der Kirche ebenfalls. Nur Tübingen wusste wieder zu überzeugen. Aber leider sehr klischeehaft: überall Ökokram, der lokale Radiosender mit linksalternativen, dümmlichen Geleier – wie kann man so pseudointelligent daherstammeln beim Radio? – und dann haben diese Körnerfresser noch Autos ohne Ende mit denen sie die enge Altstadt verstopfen... Aber irgendwie kam ich doch zum sehenswerten, spektakulär gelegenen Schloss mit den gewaltigen Wehrmauern und dem zentralen Platz der Altstadt.

In Ehingen ist man dann fast in Bayern – dort zog es mich in die Längenfeldhalle zum Basketball. Die Schulsporthalle ist trotz hingepfuschter Stehplätze hinter den ausziehbaren Sitzplätzen und Zusatzbestuhlung recht klein, aber es kamen keine 1.000 Leute um den Tabellenführer aus Weißenfels, der sich erfreulicherweise wieder auf dem Weg in die 1. Bundesliga befindet, gewinnen zu sehen. Das erste Viertel war überragend: Ehingen spielte so schlecht wie ihre Cheerleader hoppsten und lag 9:25 hinten. Auch im zweiten Viertel der MBC sehr stark, treffsicher auch mit Dreipunktern und souverän bei Freiwürfen. Nach einem beruhigenden Halbzeitstand von 29-54 ließen sie die Partie aber leider schleifen, leisteten sich viele Fehler und verloren die beiden anderen Viertel knapp, sodass am Ende ein zu niedriger 72-89 Sieg stand. Aber Hauptsache gewonnen! Ehingen Urspring 72:89 Mitteldeutscher BC Ich fuhr in der Nacht noch nach Staßfurt – die Strecke zog sich unheimlich hin. Dann machte ich mich von dort via Berlin nach Rostock auf. In Berlin lag noch Eishockey so schön auf dem Weg: diesmal nicht bei den Eisbären aus dem Ostteil der Stadt, sondern bei den Preußen zwei Ligen tiefer im Westteil. Die spielen in der Eissporthalle am Glockenturm, die angenehm klimatisiert aber mit nur einer Tribüne (acht Reihen rote Sitze, vier Reihen Stehstufen, Sprecherturm) und etwas steril daher kommt. 10-13€ für die Karten ist nicht wenig, aber dafür ist die Halle ja recht komfortabel – sogar Parkplätze sind problemlos kostenfrei zu finden.

Der Gast kam aus den Niederlanden, die Tilburg Trappers spielen in der drittklassigen deutschen Oberliga seit letzter Saison stark mit. Das war aber ein Problem für den Hallensprecher, der in sehr dürftigem Englisch immer pseudo-weltstädtisch die Strafen, Tore usw. ansagte und auch die Erklärung für die Schweigeminute für die Opfer des Anschlags auf den Berliner Weihnachtsmarkt in grauenvoller Art verbal verstümmelte.

Das Spiel war ganz gut und flott, aber Tilburg wartete viel ab und lauerte auf ihre Chancen. So schossen sie gegen Ende des ersten Drittels zwei Toren und legten dann im zweiten zwei weitere nach. Im dritten machten sie gar nichts mehr und die Preußen kamen bis auf 3:4 heran. Erwartungsgemäß konterten sie aber (kein Empty Net) zum 3:5. Die Partie war übrigens von allen Oberligaspielen jene mit der niedrigsten gemeldeten Zuschauerzahl (410, real waren es mindestens 500) – die höchsten Zahlen hatten Regensburg (Derby gegen Deggendorf) und mal wieder Hannover Indians (unwichtiges Spiel gegen FASS Berlin) mit je weit über 2.000 Fans. Lächerlich das Publikum in Charlottenburg... Preussen Berlin 3:5 Tilburg Trappers Statistik:
- Grounds: 1.815 (2; diese Saison: 136 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.917 (2; diese Saison: 177)
- Tourkilometer: 1.170 (Do 750 Auto, Fr 420 Auto)
- Saisonkilometer: 34.180 (32.010 Auto, davon 650 Mietwagen/ 1.210 Fahrrad/ 370 Schiff, Fähre / 290 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 56 [letzte Serie: 2, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 544 Wochen.

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