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Dienstag, 30. Juni 2026

W3.0287III: Gelegentliche Reitdarbietungen am Sonntag

Reitturnier des RFV Einetal in Westdorf

- Datum: Sonntag, 28. Juni 2026 – Beginn: 8.00
- Wettbewerb: Regionales Springreitturnier 

- Ergebnisse: https://fn-erfolgsdaten.de/show/302626002  

- Austragungsort: Reitplatz Westdorf (Kap. 550, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 100
- Spielbewertung: 2,5/10

Turnier im Springreiten in Westdorf (Aschersleben)

Photos with English commentary:

Show-Jumping in Westdorf, Saxony-Anhalt

Am Sonntag sollte es mit meiner Freundin zum Springreiten gehen. Immer ein schöner Lückenfüller, wenn Fußball-Sommerpause ist! Laut der Pferdesportwebsite, kommen Pferde auch besser mit Hitze zurecht, als Menschen. Dennoch wurden so gut wie alle Turniere ein, zwei Tage vorher abgesagt. Nur auf besonders schattigen Plätzen wurde geritten, so im idyllischen Einetal in Westdorf bei Aschersleben. Neben dem Fußballplatz befindet sich ein kleiner Reitplatz: Großer Baum in der Mitte, Bande ringsum, paar Holzbänke, weitere Bäume außenrum, Sportlerheim der Fußballer wird mitgenutzt, ordentlicher Kampfrichterturm aus Stein vorhanden. Zu richten gab es aber nicht viel, denn von einem recht großen Teilnehmerfeld blieben nur zwei bis vier Leute pro Session übrig, die maximal drei Pferde einbrachten. Viele Pausen, wenig Sport und auch die Qualität (maximal Klasse M bei 110 cm Hindernishöhe) war eher dürftig.  

Turnier im Springreiten in Westdorf (Aschersleben)

Statistik:

- Grounds: 4.012 (1; diese Saison: 169 neue) 

- Sportveranstaltungen: 5.665 (1; diese Saison: 240) 

- Tourkilometer: 60 km Auto

- Saisonkilometer: 82.070 (50.190 Flugzeug / 29.900 Auto, davon 7.470 Mietwagen/ 2.920 Fahrrad/ 50 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 8 [letzte Serie: 13, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 287 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 712 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020]

Donnerstag, 7. August 2025

W3.0240III: Sachsen-Anhalt-Meisterschaft im Springreiten in Zobbenitz

Landesmeisterschaften Sachsen-Anhalt Dressur und Springen

- Datum: Sonntag, 3. August 2025 – Beginn: 13.30/ 15.30
- Wettbewerb: Landesmeisterschaften im Dressur- und Springreiten inkl. Führzügelprüfungen, Springprüfungen bis Klasse S** als Qualifikation zum Bundeschampionat
- Ergebnisse: siehe FN Erfolgsdaten!

- Austragungsort: Reitplatz Zobbenitz (Kap. 1.200, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 700
- Spielbewertung: 7,0/10

Landesmeisterschaften Sachsen-Anhalt Dressur und Springen in Zobbenitz

Photos with English commentary:

a) Show Jumping Championships of Saxony-Anhalt in Zobbenitz

b) Sightseeing: Zobbenitz village

In Sachsen-Anhalt sind gerade einige sportlich allgemein sonst tote Ecken in Börde, Anhalt und Altmark im Pferdesport gut dabei. In den Randgebieten des Ohrekreises, der nun schon länger zum Bördekreis gehört, sind da Bösdorf mit den Fahrturnieren und Zobbenitz mit Spring- und Dressurturnieren erwähnenswert. Zobbenitz liegt richtig im Nirgendwo, ein knapp 200 Einwohner zählender Ortsteil von Calvörde (ebenfalls Reitverein vorhanden, außer Tischtennis, Bogenschießen und Volleyball wird sonst auch nichts weiter wettkampfmäßig betrieben, in der ganzen Gemeinde gibt es nur noch eine einzigen aktiven Fußballverein; nämlich Velsdorf-Mannhausen). Einige schöne alte Gehöfte und eine außen tolle Fachwerkkirche (leider verrammelt) fallen bei der Fahrt durch den Ort auf. Der Ort Zobbenitz hat auch ein Pferd im Wappen, so verwundert es nicht, dass einziger Sportverein hier der Reit- und Fahrverein mit einer stattlichen Anlage ganz weit außerhalb des Dorfkerns ist. Ausbauten hat allerdings selbst der Springplatz nicht, nur einige Holzbänke und einen ganz schönen Sprecherturm, Highlight der Anlagen ist sonst eher der dichte Baumbestand.

Beryl und ich besuchten die beiden letzten und auch wichtigsten und längsten Springprüfungen, 13.30 die Damen und Nachwuchsreiter, 15.30 Uhr die Herren / Alle Wettkampfklassen bzw. Großer Preis mit Stechen. Dazwischen gab es eine Führzügelprüfung für die ganz jungen Reiter – da war nur das Wort aufgrund der schweren Aussprache für meine Begleiterin interessant. Aber ihr war es eh viel zu kalt, bei in der Tat üblen 17 Grad und immer wieder Schauern...

Das Niveau war gut, schon bei der 13.30 Uhr Prüfung mehrere eindrucksvolle fehlerfreie Ritte, sehr gute Zeiten mitunter auch bei denen, die ein Hindernis (4 Strafpunkte) rissen. In der Mitte der Session wurde allerdings mitunter Mist zusammengeritten: zwei Mal hintereinander welche, die ein Hindernis komplett zerlegten und mehrfach Doppelverweigerung.

Highlight war erwartungsgemäß der Große Preis von Zobbenitz mit sehr schwierigen 145cm-Hindernissen, die nur 3 von 33 Startern mit insgesamt 4 Pferden fehlerfrei passierten. Erfreulich viele konnten sich aber mit teils tollen Zeiten und 4 oder 8 Punkten dahinter einreihen. Einer mähte zwar jedes zweite Hindernis um, kam aber mit 20 Punkten dennoch durchs Ziel und das sogar ohne Zeitüberschreitung und in besserer Zeit als mehrere mit weniger Fehlerpunkten. Wirklich unzufrieden können da nur die vorzeitig Ausgeschiedenen sein, doch die zeigten mitunter wenigstens Kurioses fürs Publikum. Erstens: Pferd verweigert am 4. Hindernis, ein Doppelhindernis, will nicht über 4b – er versucht es nochmal, springt aber über zuerst nochmal über 4a, was nicht erlaubt ist. Dieser Fehler wurde übrigens gleich abgeklingelt, was wir kürzlich in Königslutter bei einem ohnehin viel schwächeren Turnier anders erlebt hatten. Also auch sehr sichere Jury und Kommentatoren hier in Zobbenitz! Zweitens: Reiter trabt heran zum ersten Hindernis, Pferd dreht plötzlich ab, denkste: fängt ja gut an. Aber; geht noch besser: Pferd verweigert auch beim zweiten Versuch, sodass ohne irgendein Hindernis übersprungen zu haben, die Vorstellung schon rum ist. Und Drittens ritt noch jemand Amok und haute fünf der ersten sechs Hindernisse um und beendete daraufhin sicherheitshalber die Prüfung...

Von den eben erwähnten vier fehlerfreien Startern, war ein erst 18jähriger Ströbecker der für Derenberg reitet, gleich zwei Mal erfolgreich. Er hatte 3 Pferde gemeldet (andere hatten mitunter ebenfalls 3 oder 2, ich glaube maximal 3x darf man starten) und brachte zwei fehlerfrei durch und das dritte schied knapp aus. Ein Ihleburger und ein Braunbedraer packten ebenfalls den Parcours fehlerfrei. Dann gingen die alle ins Stechen. Zuerst der vom Geiseltal: Tino Bode, 4 Fehlerpunkte, dann der Derenburger: Kilian Römmer mit 8 Fehlern, nun der Ihleburger Steffen Buchheim mit 4 Fehlern und dann nach ein paar Minuten Pause noch mal Römmer vom RFV Derenburg: nun fehlerfrei in einer etwas mehr als 1 Sekunde langsameren Zeit als der Zweitplatzierte mit seinen 4 Punkten! Der junge Mann dankte bei der Siegerehrung emotional seinem Vater, das recht zahlreich erschienene Publikum war sehr angetan.

Insgesamt muss ich auch die Veranstaltung, das Niveau und die Anlage loben. Hat uns beiden gut gefallen. Ich kann ja – trotz meines sportlichen Schwerpunktes auf Fußball und andere Mannschaftssportarten – auch schon hinsichtlich Springreiten einiges zum Vergleich heranziehen und einschätzen. Der Eintritt von 5€ schien mir für eine Landesmeisterschaft angemessen, v.a. wenn ich bedenke, für was für einen Schrott man in Ballsportarten (v.a. Handball) oder auch Kampf- und Motorsport Eintritt in dieser oder gar größerer Größenordnung zahlen muss. Was ich aber leider scharf kritisieren muss, ist der Punkt, dass für die Toilettennutzung (und offensichtlich gab es nur diese Toiletten in der Gaststätte) 50 Cent verlangt wurden. Sowas ist hochgradig asozial und sollte vom Verband in den Durchführungsbestimmungen seiner Veranstaltungen bei Strafe verboten werden. Das bisher einzige Mal, dass ich so etwas Verkommenes bei einer Sportveranstaltung erlebt habe, war beim Fußball in Polen: Es wurde bei dem Verein jedoch sehr schnell wieder abgeschafft, dass man eine Pachttoilette nur gegen ein paar Zloty betreten durfte – denn es pissten mehr Besucher neben die Hütte, als in selbiger in vorgesehene Rinnen bzw. Schüsseln...

Landesmeisterschaften Sachsen-Anhalt Dressur und Springen in Zobbenitz

Statistik:

- Grounds: 3.859 (1; diese Saison: 19 neue)

- Sportveranstaltungen: 5.397 (1; diese Saison: 23)

- Tourkilometer: 160km Auto

- Saisonkilometer: 2.330 (1.960 Auto, davon 0 Mietwagen/ 370 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 43 [letzte Serie: 22, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 240 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020]

Dienstag, 8. Juli 2025

W3.0236III: Reitturnier in Königslutter

Pferdeleistungsschau in Königslutter 2025

- Datum: Sonntag, 6. Juli 2025 – Beginn: 14.15, 15.45
- Wettbewerb: Reitturnier Springen und Dressur, ausgerichtet vom Reit- und Fahrverein Königslutter und Umgebung mit lokalem Teilnehmerfeld aus den niedersächsischen Kreisen Helmstedt, Gifhorn, Braunschweig und Wolfsburg und dem angrenzenden Sachsen-Anhalt (Börde, Harz)
- Ergebnisse: siehe FN Neon!

- Austragungsort: Reitsportanlage Königslutter (Kap. 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 250
- Spielbewertung: 5,0/10

Pferdeleistungsschau in Königslutter

Photos with English commentary:

a) Local Show Jumping Competition in Königslutter

b) Sightseeing: Königslutter Old Town and Park

Diesen Sonntag sollte es mal zu einem Reitturnier gehen. Wir wählten das nächstgelegene aus, machten dort in Königslutter noch einen Spaziergang und besuchten nur die letzten beiden Sessions, die aber auch jeweils 30 bzw. 40 Minuten dauerten und auch die Highlights waren. Dazwischen gab es noch eine Vorführung des Nachwuchses vom RFV Königslutter und Umgebung im Voltigieren. Diesen unterhaltsamen Sport hatte ich vor wenigen Jahren mal auf hohem Niveau in Rheinland-Pfalz gesehen.

Das Niveau beim Springen war bei einem Teilnehmerfeld, das sich nur aus wenig bekannten Vereinen aus den Kreisen Helmstedt, Wolfsburg, Gifhorn, Braunschweig, Börde und Harz zusammensetzte, wenig überraschend ebenfalls überschaubar. Irgendwann beschwerte sich Beryl auch mal, dass ich mehr als beim Fußball dauernd kritische Anmerkungen machen würde. Aber erstens ist es ja das Schöne beim Springreiten, dass man auch ohne diesen Sport aktiv betrieben zu haben, sehr schnell aufgrund des nachvollziehbaren Bewertungssystems erkennt, wer hier stark oder schwach auftrat und zweitens, was soll man dazu sagen, wenn eine Reiterin nach Hindernis 1 an Hindernis 2 vorbei reitet und das Hindernis 6 überspringt und daher disqualifiziert wird oder andere Reiter bei 10 Hindernissen bis 115cm drei, vier Mal Sachbeschädigungen an den Stangen begehen – das ist halt Kreisklasse... Schön war es trotzdem, hier stand ja auch der sportliche Spaß im Vordergrund, erfreulich war auch die Besucherzahl von mindestens 250 bei natürlich freiem Eintritt und so manche Leistung wie jene von dem Braunschweiger Reitsportfreund, der im Mainevent 125cm alles fehlerlos und in Bestzeit abspulte und in der Siegerrunde gleich nochmal und als mit klarem Abstand Bester die 300 Euronen Preisgeld vom Bestattungsinstitut – „Bestattungsinstitut“ und „Bestatter“ waren Beryls neueste Vokabeln heute, die sie ja auf Arbeit vielleicht auch mal braucht... – gewann, ist auch wirklich respektabel!  

Pferdeleistungsschau in Königslutter

Statistik:

- Grounds: 3.840 (1; diese Saison: 2 neue)

- Sportveranstaltungen: 5.377 (1; diese Saison: 3)

- Tourkilometer: 80km Auto

- Saisonkilometer: 190 (180 Auto, davon 0 Mietwagen/ 10 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 28 [letzte Serie: 22, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 236 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020]

Dienstag, 12. Juli 2022

W3.0079IV: Ein sportlicher Sonntag in der hessischen Gemeinde Hünfelden

 Photos with English commentary (FLICKR):

a) Show Jumping Tournament in Kirberg: Kirberger Reitertage

b) Pre-Season in Neesbach: Dauborn-Neesbach Res. vs. 1. FC Naurod Res.

c) Pre-Season in Mensfelden: Linter vs. OSV Limburg

d) Sightseeing Hessen: Kirburg, Neesbach, Mensfelden (near Limburg/ Lahn)

Südlich von Limburg an der Lahn liegt die Gemeinde Hünfelden mit etlichen Ortsteilen. Eines der interessanteren Dörfer in der Gemeinde ist Kirberg. Dort gibt es viele Fachwerkhäuser und in der Ortsmitte unweit einer weißen Kirche mit hohem Turm auch eine Burg auf einem exponierten Felsen. Viel ist dort aber nicht übrig und die Burganlage ist ebenso verschlossen wie die Kirche. Ich war nur auf den Felsen gekommen, weil auf der Burg gerade aufgeräumt wurde nach einer Veranstaltung. Dort wurde mir auch bereitwillig Auskunft gegeben, aber warum die Gemeinde zwar fähig ist, informative Tafeln überall aufzustellen, dann aber z. B. die Burg nicht touristisch zu erschließen (faktisch ja kein einziges touristisch brauchbares Gebäude im Ort zu nutzen), konnte mir niemand sagen. Das ist aber eine Problematik überall in der hessischen Provinz – ebenso die unterirdisch schlechte Auswahl an Gastronomie.

Wenig überraschend waren auch in Neesbach und Mensfelden die Kirchen verrammelt. In Mensfelden wusste aber der Aussichtspunkt auf dem Mensfelder Kopf zu überzeugen. Dort sieht man über ganz Limburg/ Lahn hinweg. Am Mensfelder Kopf gibt es auch eine schöne Sportanlage, aber zuerst ging es zu den Kirberger Reitertagen...

Kirberg

Kirberg Reitertage 2022

Preis der Kanzlei Prof. Dr. Martin, Limburg (Stilspringprüfung Klasse Leicht) und Preis der Dieter-Hofmann-Stiftung, Pfungstadt (Stilspringprüfung Klasse Mittel mit Stechen)

- Datum: Sonntag, 10. Juli 2022 – Beginn: 9.00
- Wettbewerb: Springreitturnier mit Teilnehmern aus Hessen, NRW, Rhld.-Pfalz, Luxemburg u. a.
- Ergebnisse: siehe Equiscore https://results.equi-score.de/event/2022/19293/de

- Austragungsort: Reitstadion Kirberg (Kap. 1.600, davon 600 Sitzplätze)
- Zuschauer: 30-100
- Spielbewertung: 3,5/10

Mehrfach bin ich schon auf der Landstraße an dieser schönen Reitsportanlage vorbeigefahren. Die sechsreihige Holztribüne, der Kampfrichterturm und der Holzverschlag für den Cateringbereich sind halt sehr markant. Mit etwas Googeln war auch herauszufinden, dass v.a. jährlich in der zweiten Juliwoche die Kirberger Reitertage eine gute Gelegenheit zum Besuch dieses Reitstadions sind. Die letzten beiden Jahre fiel die Veranstaltung aus bzw. Zuschauer wurden ausgesperrt. Nun endlich wieder Normalität: Parken auf der Wiese nebenan und dann stundenlang Gehoppse von Pferden über Stangen. Ich schaute mir nur die ersten beiden Sonntags-Sessions an – da war man ja auch fast 3 Stunden bei freiem Eintritt beschäftigt; jeweils Stilspringprüfungen. Zum einen der Preis der Kanzlei Prof. Dr. Martin, Limburg (Stilspring-prüfung Leicht) und zum anderen der Preis der Dieter-Hofmann-Stiftung, Pfungstadt (Stilspringen Mittel mit Stechen). In beiden Sessions gab es ungewöhnlich viele Stürze und technische Mängel zu sehen – also Spitzensport war das nicht, eher vergleichbar mit Fußballkreisliga.

Kirberger Reitertage

Fußballspiel-gemeinschaft RSV Viktoria 1919 Daubach & TuS Neesbach 94/48 II

1:1 (1:1)

1. Fußballclub Naurod 1928 II

- Datum: Sonntag, 10. Juli 2022 – Beginn: 12.45
- Wettbewerb: Testspiel (Kreisliga B Limburg-Weilburg; 11. Spielklasse, 6. Amateurliga gegen Kreisliga A Wiesbaden; 10. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-1 nach 90 Minuten (45/45) – Halbzeit: 1-1

- Tore: NN

- Gelbe Karten: NN

- Rote Karten: keine

- Austragungsort: Sportplatz Neesbach (Kap. 960, davon 60 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (davon ca. 5 Gästefans)
- Spielbewertung: 6,0/10

Fußballkreisliga gab es dann in der Tat ein Dorf weiter um kurz vor 13 Uhr zu sehen. Die Spielgemeinschaft Daubach-Neesbach spielt in Neesbach, der Rasen liegt sehr idyllisch an einem Hang, teils von Bäumen (Nadelbäume und Vogel-beere) umgeben, einige Bänke und schöner Blick in die hügelige Landschaft. Die Reserve der Heimmannschaft spielte gegen die Reserve vom 1. FC Naurod (bei Wiesbaden), welche eine Liga höher spielt. Der Gast machte enormen Druck, traf das Tor aber nicht und bekam dann einen eher lächerlichen Elfer gegen sich. Den verwandelte Neesbach. Vor der Pause dann der völlig verdiente Ausgleich. In Hälfte zwei aber dasselbe Bild: Der Gast macht Druck aber vergeigt eine Chance nach der anderen – die wenigen Entlastungsangriffe der Heimmannschaft sind harmlos. Naurod spielte aber so einen Schrutz, dass sie den zweiten Witzelfer (des ansonsten sicher agierenden Schiris) der Partie vergeigten. 1:1 also der Endstand. Das Spiel der Ersten Mannschaften guckte ich nicht auch noch, denn es gab in einem ebenfalls nur wenig entfernt liegenden Dorf eine weitere Vorbereitungspartie.

FSG Dauborn-Neesbach II 1:1 1. FC Naurod II

TuS 1897 Linter

2:2 (1:1)

Osmanischer SV Anadolu Limburg

- Datum: Sonntag, 10. Juli 2022 – Beginn: 15.30
- Wettbewerb: Testspiel (Kreisliga B Limburg-Weilburg; 11. Spielklasse, 6. Amateurliga gegen Kreisliga A Limburg-Weilburg; 10. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-2 nach 95 Minuten (48/47) – Halbzeit: 1-1

- Tore: 1-0 45. Özel (Eigentor), 1-1 45.+2 Kesmen, 1-2 60. Aytekin, 2-2 73. Martin

- Gelbe Karten: 1x Linter

- Rote Karten: keine

- Austragungsort: Sportplatz Mensfelder Kopf (Kap. 2.550, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 15 (davon ca. 5 Gästefans)
- Spielbewertung: 5,5/10

Auf dem Mensfelder Kopf, einem flachen Berg mit tollem Blick über Limburg, befindet sich eine Sportanlage mit zwei Großfeldrasenplätzen, die wirklich schön gelegen ist. Auf dem Hauptplatz standen sich heute TuS Linter und OSV Anadolu gegenüber. Linter spielt sonst einen Ort weiter nördlich, eben bei sich zuhause, aber die bauen gerade den Platz um. So war der eine Spielort der SG Heringen/ Mensfelden eben der Austragungs-ort, was wegen der tollen Lage mir auch sehr entgegenkam. Auch diese Partie wieder bei freiem Eintritt – seit Saisonbeginn habe ich also noch nirgendwo Eintritt abgedrückt.

Die Partie hier kam lange nicht in die Gänge und blieb bis fast zum Seitenwechsel torlos, doch dann erzielte Linter das erste Tor. Das ließ sich der Aufsteiger in die A-Liga, Anadolu Limburg, aber nicht gefallen und noch in der Nachspielzeit von Hälfte eins glichen sie aus. Nach der Pause gingen sie in Führung, doch konnten gegen den Vorjahres-siebten der B-Liga nicht mehr als ein 2:2 erzielen.

Insgesamt war es ein lohnender Ausflug in die hessische Gemeinde Hünfelden!

TuS Linter 2:2 Osmanischer SV Anadolu Limburg

Statistik:

- Grounds: 3.136 (3; diese Saison: 7 neue)
- Sportveranstaltungen: 4.489 (3; diese Saison: 8)

- Tourkilometer: 230 (230km Auto)
- Saisonkilometer: 740 (740 Auto, davon 0 Mietwagen/ 0 Flugzeug/ 0 Fahrrad/ 0 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 58 [letzte Serie: 164, Rekordserie ohne 0-0: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 79 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Mittwoch, 26. Mai 2021

W3.0021.I: Ein Turnier nahe an der Normalität

Springreitturnier des RV im Heidental Bornheim-Widdig auf Gestüt Aluta
- Datum: Montag, 24. Mai 2021 – Beginn: 8.00/ 10.45/ 13.30/ 16.00
- Wettbewerb: Springreitturnier für Berufsreiter mit Option B und Kaderreiter
- Ergebnisse: https://www.fnverlag.de/fn-erfolgsdaten/veranstaltung/32298/Mit-Sichtungspruefungen-zum-Bundeschampionat-des-deutschen-Springpferdes-Bornheim-Widdig
- Austragungsort: Turnierplatz von Gestüt Aluta (Kap.: 1.250, davon 250 temporäre Sitzplätze / wegen der Coronahysterie derzeit auf 250 beschränkt)
- Zuschauer: bis zu 250 Zuschauer und Offizielle
- Spielbewertung: 6,0/10 (Sehr gutes und unterhaltsames Turnier) Springreitturnier auf Gestüt Aluta (Bornheim-Widdig) Photos with English Commentary:
Show Jumping tournament in Bornheim-Widdig (Aluta estate)

Auf dem etwas abseitig zwischen dem Rheindorf Widdig und der Autobahn östlich vom Hauptort Bornheim gelegenen Gestüt Aluta (die Senke vor der Autobahn heißt Heidental, deswegen ist der Heimverein auf Gestüt Aluta der Reit- und Fahrverein im Heidental) fand am Pfingstwochenende ein großes Springreitturnier statt. Im Gegensatz zu fast allen anderen Sportveranstaltungen zu Pfingsten, waren Zuschauer erlaubt. Es war fast wie früher. Bei der letzten Prüfung waren inklusive der Pfleger und Offiziellen gut 250 Leute auf dem Wall und den Bänken oder den temporären kleinen Tribünen (die übrigens völlig inkompetent auf der Anlage aufgebaut wurden; Sicht unter aller Sau, deswegen hockte ich immer auf den Bänken am Platz) zugegen. Die Maskenpflicht interessierte keine Sau – beim Fußball habe ich bisher in Deutschland eine ganz andere Disziplin erlebt, als bei den Pferdesportlern, aber in der Sache haben die natürlich Recht; was soll ich mit der Gesichtswindel an der frischen Luft? Zu mir wurde so wie so Abstand gehalten, da ich als vereinsfremder Fotograf ab und an etwas dumm angeguckt, aber eben nie gebeten wurde, jemanden noch mit auf die Bank zu lassen. Die anderen Gruppen kannten sich alle untereinander, sodass Abstände innerhalb der jeweiligen Gruppen gar nicht nötig waren. Gegen Ende des Turniers merkte der Sprecher das mal hilflos an aus seinem tollen Kampfrichterturm, aber keiner reagierte...
Nicht nur dieser Hauch von Normalität war das Kommen wert, auch die Springprüfungen. Ich kam zum Beginn um 8 Uhr und blieb bis 17.30 – dazwischen gab es mehrere Pausen zu teils über einer Stunde, aber alles kurzweilig. Die Berufsreiter zeigten gute Ritte – es gab nur einen (zum Glück verletzungsfreien) Abwurf und relativ wenige, die zweistellige Fehlerzahlen einritten oder den Parcours nicht beendeten, weil das Pferd auf seine natürlich Fortbewegungsart (Rennen um Hindernisse herum) bestand. Aber da war dann auch wieder der Haken: das Niveau war so hoch, weil nur Berufsreiter und Kaderreiter am Start waren (Berufsreiter wird so allerdings weit gefasst, dass auch Reitlehrer und Züchter darunter fallen) – und eben keine Amateure. Diesen wird immer noch ihr Hobby, ihre Leidenschaft und die eben für die physische wie psychische Gesundheit so wichtige Vereinstätigkeit von einer kranken und verfetteten Politikerkaste auf Grundlage weltfremder Berechnungen von abgedrehten Fachidioten am Rande der Wissenschaft bei Strafe verboten und vorenthalten. Also trotz dieser Bilder vom Gestüt – wirkliche Normalität war das halt doch noch nicht! Springreitturnier auf Gestüt Aluta (Bornheim-Widdig) Statistik:
- Grounds: 2.790 (1; diese Saison: 132 neue)
- Sportveranstaltungen: 4.072 (1; diese Saison: 189)
- Tourkilometer: 30 (30km Rad)
- Saisonkilometer: 44.970 (33.810 Auto, davon 1.460 Mietwagen/ 7.680 Flugzeug/ 3.430 Fahrrad/ 160 Bus, Bahn, Straßenbahn / 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 22 [letzte Serie: 6, Rekordserie ohne 0-0: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 21 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Dienstag, 11. Mai 2021

W3.0018.I: Die einen Springen über Hindernisse, die anderen gucken über Hindernisse...

Springreitturnier auf Gut Blee
- Datum: Freitag, 7. Mai 2021 – Beginn: 15.00/ 16.45
- Wettbewerb: Springreitturnier des Clubs der Rheinischen Springreiter auf Gut Blee in Monheim (für Berufsreiter mit Option B und Kaderreiter), vorgezogene 5. Prüfung
- Ergebnisse: https://www.its-turnierservice.de/veranstaltung/472119012/
- Austragungsort: Reitplatz von Gut Blee (Kap.: 200 Stehplätze innen und 100 außen / wegen der Coronahysterie derzeit geschlossen)
- Zuschauer: unter Ausschluss der Öffentlichkeit, tatsächlich ca. 50 (ca. 45 Offizielle innen und wir Zaungäste)
- Spielbewertung: 5,0/10 (Ansehnliche Aktionen auf einem einfachen Kurs
- Zaungastfreundlichkeitsbewertung: 9,0/10 (Hervorragende Sicht und super Fotomöglichkeiten auf einer Längsseite) Springreitturnier auf Gut Blee in Monheim Photos with English Commentary:
a) Show Jumping: Gut Blee in Monheim
b) Cologne Region: Monheim

Als die erste Welle der Massenhysterie Ende Mai 2020 abebbte, waren zwei Pferdesportveranstaltungen in Mecklenburg-Vorpommern die ersten Sportveranstaltungen, die wir wieder besuchten – als Zaungäste bzw. unerlaubt aber akzeptiert im Innenraum. Nun ist der Pferdesport, üblicherweise in Form des Springreitens, ein gern gesehener Lückenfüller. Ganz unterhaltsam, nachvollziehbare Bewertungen und Wettkampfziele, oft ganz schöne Anlagen und – im Moment in unserer coronakranken Republik das Wichtigste – oft auch von außen einsehbar...

Besonders schön ist Gut Blee in Monheim am Rhein, direkt nördlich von Leverkusen. An einer stark befahrenen Straße gelegen, käme niemand auf die Idee, sich an Zaungästen, die vom Rad- und Fußweg aus über den Holzzaun gucken, zu stören. Die Sicht ist genauso gut wie von drinnen – es gibt kaum Plätze innen, keine Tribüne und auch nur einen primitiven Wettkampf- und Sprecherwagen. Dafür ist die Anzeigetafel gut und der Platz sehr gepflegt. Während man also über einen Holzzaun guckt, springen die Pferde mit ihren Reitern über die ähnlich gebauten Holzhindernisse. Oder scheuen davor und schnauben dann gereizt... Das Niveau in der mehr als einstündigen zweiten Session des Freitagabends, die ich aufgrund von Vertretungszeiten auf Arbeiten gerade rechtszeitig erreichte, war nicht hoch, aber auch auf diesem eher einfachen Kurs machte es Spaß, mal zuzugucken. Von dieser Sportart wird es in diesem Monat bzw. im ganzen Sommer sicherlich noch mal ein paar Fotoserien und Berichte geben. Springreitturnier auf Gut Blee in Monheim Statistik:
- Grounds: 2.785 (1; diese Saison: 127 neue)
- Sportveranstaltungen: 4.058 (1; diese Saison: 175)
- Tourkilometer: 90 (90km Auto)
- Saisonkilometer: 42.960 (32.010 Auto, davon 1.460 Mietwagen/ 7.680 Flugzeug/ 3.210 Fahrrad/ 160 Bus, Bahn, Straßenbahn / 0 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 10 [letzte Serie: 6, Rekordserie ohne 0-0: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 18 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Mittwoch, 3. Juni 2020

W0001I: Erster Besuch einer Sportveranstaltung nach 82 Tagen

Tagesturnier des Pasewalker Pferdesportvereins
- Datum: Sonntag, 31. Mai 2020 – Beginn: 8.00
- Wettbewerb: Turnier im Springreiten für Amateurreiter aus Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg (Klassen A, L, M; Gaststartrecht für Reiter aus Sachsen-Anhalt)
- Ergebnisse: https://www.fnverlag.de/fn-erfolgsdaten/veranstaltung/29308/-Pasewalk (auf die jeweilige Box mit dem „E“ klicken!)
- Austragungsort: Turnierplatz am Volkskulturpark Pasewalk (Kapazität: 1.550, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: unter Ausschluss der Öffentlichkeit (bis zu 25 Offizielle im Innenbereich und bis zu 10 Zaungäste)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 Springreiten: Tagesturnier des Pasewalker Pferdesportvereins Springreiten: Tagesturnier des Pasewalker Pferdesportvereins Photos with English commentary:
a) Show Jumping: Regional Tournament in Pasewalk
b) Western Mecklenburg: LUDWIGSLUST PALACE & PALACE GARDEN, DÖMITZ FORTRESS & old town, Neese manor ruin & church
c) Pomerania: Pasewalk old town, Bröllin estate and church, Fahrenwalde church, Züsedom estate, Damerow estate and church ruin
d) Rostock Countryside: Graal Müritz (Rhododendron Park), Purkshof, Stuthof, Alt Bartelsdorf

Seit Montag, den 25.5. dürfen wieder alle Deutschen in Mecklenburg-Vorpommern einreisen. Mühsam wird also nach und nach versucht, den kranken Corona-Beschränkungs-Irrsinn zurückzufahren und die verschiedenen angerichteten Schäden – egal ob diese nun von den unhygienischen Chinesenschweinen bzw. der von China gesteuerten Warnung der WHO oder durch die idiotischen und unverhältnismäßigen Panikmaßnahmen der Regierungen, die sich von der chinahörigen WHO haben verarschen lassen, verursacht wurden – zu beheben. Der in seiner für eine Mehrheit der Bevölkerung in Bezug auf ihr allgemeines und physisches Wohlbefinden so bedeutungsvolle Lebensbereich, der am meisten unter den Beschränkungen leidet, ist der Sport. Der ganze Freizeitbereich mit seinen hunderttausenden Angestellten und noch mehr Nutznießern ist irreparabel und auf eine unabsehbar lange Zeit geschädigt. Dabei trifft es hauptsächlich Bars, Diskos und Sportvereine. Bars und Diskos haben wenigstens keinen so positiven Effekt auf die Physis und Psyche der Bevölkerung wie der Sport – denn Bars usw. sind nur für Zerstreuung und Geselligkeit da – aber sie sind ebenso ein wichtiger Arbeitgeber und Teil der Kultur. Ein wichtiger, auch schon in Studien bestätigter Fakt ist in diesem Zusammenhang folgender: Arbeitnehmer, die auch in ihrem Hobby (v.a. wenn es mit Sport zu tun hat) sehr stark engagiert und aktiv sind, sind bei ihrer beruflichen Tätigkeit aktiver, fokussierter und erfolgreicher. Die Zerstörung des Sports wird der Wirtschaft also noch mehr Schaden zufügen. Der typische Kulturbereich mit Kinos, Theatern, Museen wurde und wird ja bevorzugt und schneller hochgefahren als der Sport- insbesondere Wettkampfsportbereich. Wenn da nicht bald etwas Gescheites getan wird, wird Deutschland auch im internationalen Vergleich abgehängt. Fast täglich werden es mehr Ligen, v.a. in europäischen Ländern, die auch z. B. im Fußball wieder in den normalen Betrieb gehen: Weißrussland war ja nie im Krisenmodus, doch Färöer hat nach anfänglichem Lockdown kaum noch Einschränkungen und nun ziehen auch Ungarn, Estland, Lettland, Island, Serbien, Tschechien nach – am deutlichsten übrigens Ungarn – im Laufe des Juni/ Juli wollen auch Schweden, Finnland, Norwegen, Kroatien, Polen u. a. wieder Fußball und etliche andere Sportarten mit Publikum (zumindest auf bestimmte Zuschauerzahlen beschränkt, die auch in Deutschland für 99% der Spiele bereits gut umsetzbar wären) austragen.
Wenn die Grenzen wieder verlässlich offen sind, gibt es hier auch wieder Fußballberichte auf meinem Blog. Bevor es wieder Berichte vom Fußball aus unserer Infektionshysterierepublik gibt, wird es sicher eher welche aus Skandinavien oder Osteuropa geben...

Ganz vereinzelt geht es aber wieder los mit dem Sport – auch in Deutschland. Seit zwei Wochen wird ab und an Pferdesport – vor allem in Mecklenburg-Vorpommern – veranstaltet. So gab es nun also nach 10 Wochen bzw. 82 Tagen ohne Spielbesuch wieder eine Sportveranstaltung.
Haken 1 an der Sache: Wir bei Groundhopping Merseburg hätten ja gerne wieder eine Serie mit möglichst jeder Woche mindestens einer Sportveranstaltung. Doch die Vereine und Verbände in den meisten Sportarten kuschen feige vor der Hysterie und bestimmte politische und wissenschaftliche Gruppen hoffen regelrecht auf eine zweite Welle. Ich weiß also nicht mal, ob ich überhaupt nächstes Wochenende irgendwo in Deutschland eine weitere Sportveranstaltung besuchen kann und ob nicht spätestens im Herbst wieder eine Hysterie wegen einer weiteren Chinesen-Grippewelle los geht.
Haken 2: Bei der Sportveranstaltung am Pfingstsonntag handelte es sich um ein regionales Turnier im Springreiten unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Das muss man sich mal überlegen: Es ist ein regionales Turnier auf einer Anlage mit einer Kapazität von ca. 1.550 und die Reiter kommen sowieso einzeln nach und nach rein! Ein wenig bedeutsames Turnier zu dem vielleicht 50 Zuschauer gekommen wären. Ein Turnier, bei dem man sogar diesen Abstandsklamauk machen konnte, der in Einkaufszentren, Freizeitparks und vielen Kultureinrichtungen viel weniger eingehalten werden kann! So etwas Dekadentes, Schwachsinniges, Zwangsgestörtes und Hysterisches was dieser Reitsportverband da abzieht, um der Politik zu gefallen! Wahnsinn!!! Springreiten: Tagesturnier des Pasewalker Pferdesportvereins Springreiten: Tagesturnier des Pasewalker Pferdesportvereins Das Gute an der Anlage am Volkskulturpark in Pasewalk ist aber nicht nur die idyllische Lage, umgeben von Bäumen und die Graswälle und die Bänke oder der schöne Kampfrichter- und Sprecherturm (dieses bauliche Element ist meist das Sehenswerteste einer Reitanlage, da größer dimensioniert als der Sprecherturm in den meisten Fußballstadien) – sondern gut ist auch, dass man an zwei Stellen am Zaun stehend die Anlage einsehen kann. Wenn man südlich an der kurzen Seite steht, sieht man sogar den kompletten Kurs und die Ränge ein. Solange ich alle relevanten Teile des Spielfeldes (beim Fußball beide Tore, beim Springreiten die Mehrzahl der Hindernisse) von außen sehe, zählt für mich auch der Besuch von außen.

Das sonst dreitägige Pasewalker Pfingstturnier wurde auf einen Tag eingekürzt. In sieben Wettkampfabschnitten traten Reiter aus ganz Mecklenburg-Vorpommern, aber auch Brandenburg und Sachsen-Anhalt, mit Pferden verschiedener Altersklassen und Rassen im Wettkampf um das fehlerfreie und möglichst schnelle Passieren des Parcours an. Wenigstens durften die Reiter den Mundschutz, den sie auf dem Turniergelände tragen mussten, auf dem Einreitplatz und dem Turnierplatz ablegen. Dieses alberne Utensil wurde zum Glück auch nirgendwo einem Tier angelegt, wenn es denn schon zum widernatürlichen Gehopse über Hindernisse animiert wurde...

Wir kamen zum 2. Abschnitt, schauten auch den 3. Abschnitt und kamen nach der Stadtbesichtigung von Pasewalk und einem Imbiss zum besonders langen 5. Abschnitt. Danach fuhren wir zu weiteren Besichtigungen in der Gegend von Pasewalk herum. Springreiten hatten wir bisher live nur beim CHIO in Aachen gesehen, was beim Fußball WM/ Champions League usw. gleichkommt. Das hier heute war Kreisoberliga oder Kreisliga. Auch unterhaltsam, aber natürlich klar fehlerbehafteter. Beim Fußball verspringt aber nur der Ball, beim Springreiten verspringt das Pferd in der Art, dass es direkt in ein Hindernis rutscht oder so verweigert, dass der Reiter (oder meist Reiterin) das Tier nicht mehr kontrolliert über den Parcours bekommt. Verunfallt ist aber zum Glück niemand während der 2,5 Stunden, die wir zuschauten. Insgesamt hat es sich auch gelohnt, da zu gucken – doch Springreiten ist so ein Sport den ich/ wir nur dann gucke/n, wenn sonst nichts anderes läuft oder erreichbar ist...

Die Stadtbesichtigung beanspruchte übrigens mehr Zeit als geplant. In Pasewalk gibt es mehrere interessante Kirchen, Stadttore, Wehrtürme, Reste der Stadtmauer und auch sehr bunte Plattenbauten. Für eine so abgelegene Provinzstadt ist es gar nicht mal so schlecht dort!
Die angesprochene Runde um Pasewalk führte uns erst nach Bröllin, wo ein Gutshof mit schlossartigem Herrenhaus und vielen Nebengebäuden sowie eine regelmäßig geöffnete und sehr schöne Kirche stehen. Dann ging es nach Fahrenwalde weiter: Die Kirche leider geschlossen, interessant waren noch davor ausgestellte Landwirtschaftgeräte und ein Gefallenendenkmal. Über eine brutale Kopfsteinpflasterstraße ging es nach Züsedom: Das Gut verfällt, doch die Kirche ist sehr schön und gepflegt und man muss sich über den großen Altar wundern. Dann ging das Geruckel über Kopfsteinpflaster weiter nach Damerow, wo ein ausgedehntes Gut mit baulich enttäuschendem Herrenhaus aber einer interessanten Kirchenruine im Park direkt dahinter steht. Teils gepflastert, teils geschottert ging es vor der Auffahrt auf die Autobahn gen Rostock zuerst nach Rollwitz weiter, wo wir vor einiger Zeit mal beim Fußball waren. Auch damals war uns das aufgefallen, was uns heute auch wieder aufgefallen war: In der Ecke um Pasewalk sind die Leute fast durchweg unfreundlicher und unsympathischer als woanders in Mecklenburg-Vorpommern; kriegen das Maul nicht mal zum „Moin“ auf, wenn sie schon stundenlang jeden anglotzen, den sie noch nie gesehen haben. Nur beim Reitturnier am Zaun konnte man mal mit Leuten reden oder wurde gegrüßt: Es standen ja doch bis zu 10 andere Leute außer uns da am Zaun, von denen keiner Verständnis dafür hatte, dass sie ihren Freunden nicht normal von Innen beim Reiten zusehen können. Noch mal um das deutlicher zu sagen: Bei dem Turnier kamen in den Vorjahren 50 bis 100 Zuschauer. Auf der Anlage hätte man mehr Abstand halten können im Zuschauerbereich und auch beim Einlass, als in jedem Einkaufszentrum zu einer besuchsstarken Zeit. Aber der Drecksverband kuscht vor der Politik und denkt nur an seine Reiter, dass die ihren Sport ausüben können. Dass das etliche Angehörige und Freunde auch sehen wollen und ein paar wenige sportlich-interessierte Neutrale ebenso, interessiert diese abgehobene Pfeifen einen Scheißdreck! Da kann man über Tennis sagen was man will, aber mindestens die Verbände in NRW haben es hingekriegt, dass sie ab Juni vor Zuschauern spielen dürfen. Ich bin gespannt wie es umgesetzt wird – das werde ich mir nicht nur mangels Alternativen sondern auch aus Prinzip dann mal anschauen! Damerow Ich gehe hier im Blog mal einen Tag zurück. Am Pfingstsamstag hatten wir nur eine reine Besichtigungstour machen können. Das Schloss in Ludwigslust besichtigten wir nun auch mal von Innen: Wegen Renovierung sind nur wenige Räume für einen reduzierten Preis zugänglich, dafür sind diese mit tollen Tapeten, Wandverzierungen und Kunstwerken versehen. Die Stücke geben auch einen guten Einblick in den Tourismus des 18. Jahrhunderts: Eine völlig abgehobene Elite fährt nach Italien zum Besuchen antiker Stätten. Der Schlosspark ist sehr ausgedehnt und man kann in dem enormen Gelände auch mehrere Nebengebäude und u. a. eine Scheinruine (Burg) besichtigen. Auch direkt in der Stadt befinden sich etliche schöne historische Bauten.

Genauso lohnend ist ein Besuch in Dömitz, wo die Ortsmitte mit vielen eigentlich ganz schönen historischen Bauten zwar ziemlich verfallen ist und viel leer steht, sich aber auch eine tolle Festung befindet. Auch hier wie so oft in MV ein Eintrittspreis der merklich überm deutschen Durchschnitt liegt, aber dafür kann man eine sehr schöne sternförmige Festung direkt hinterm Elbe-Deich besuchen. Einige Ausstellungsstücke zur Geschichte der Festung (u. a. mal wieder 30jähriger Krieg) kann man sehen, ansonsten lebt der Ort von den tollen baulichen Strukturen. Wir schauten auch noch den alten Sportplatz vom Dömitzer SV an. Der Verein spielt nun am anderen Ende des Ortes auf einer ausgedehnten Schulsportanlage. Im Wald hinterm alten Sportplatz findet man vom Vorgängerverein Männer Turnverein Dömitz eine Steele für die Kriegsgefallenen des Vereins.

Über die Elbe führt ja bei Dömitz eine Brücke, welche erst nach der Wende neu gebaut wurde, nachdem die frühere Brücke im Zweiten Weltkrieg gesprengt wurde. Während der deutschen Teilung wurde sie nicht wieder aufgebaut. Der Dömitzer Ortsteil Rüterberg, den wir danach besichtigten, litt besonders darunter. Der wurde aufgrund seiner Lage nach den Konflikten 1966/67 von der DDR nämlich kurzerhand eingezäunt, weswegen sie sich selbst als „Dorfrepublik Rüterberg“ (Link zu Wikipedia) benannten...

Letzter Besichtigungspunkt war Neese, wo ein Herrenhaus spektakulär verfällt und auch die Kirche ganz interessant aussieht. DömitzPfingstmontag gab es dann mal wieder eine Radtour – leider auch wieder ohne Sport, da es Springreiten nur im abgeriegelten Groß Viegeln gab... Diesmal führte uns die Radtour über teils sehr volle Wege und Straßen nach Graal Müritz, wo v. a. der Rhododendron Park (besonders im Mai bis Mitte Juni) sehr sehenswert ist. Wir fuhren dann noch ein paar Gehöfte ab, doch die waren eher weniger spektakulär: Purkshof, Stuthof und Alt Bartelsdorf.

Abschließend ein Hinweis: Dass jetzt wieder Normalität einkehrt, ist völlig abwegig. Die Hysterie ist noch lange nicht vorbei, die Politikerkaste muss sich krampfhaft beweisen, dass sie mit ihren Panikmaßnahmen und der Zerstörung weiter Teile der Wirtschaft und auch der Kultur- und v. a. Sportszene nicht völlig falsch lag, also wird es nach wie vor Einschränkungen in so einer massiven Art v. a. im Sportbereich geben, dass ich auch auf diesem Blog nicht zum Normalbetrieb übergehen kann. Fußballberichte wird es frühestens Ende Juli geben und auch nur, wenn bis dahin nicht wieder Grenzen geschlossen oder vllt. deutsche Touristen wegen zusammenfantasierter oder ungenauer Infektionszahlen abgewiesen werden. Ich habe keine Zeit diesen Monat nach Ungarn, Estland oder Serbien zu fahren, wie das schon manche andere Groundhopper gemacht haben oder machen wollen/ werden. Vor Ende Juli gibt es keine Auslandstour und bis dahin gibt es jedes Wochenende die Unsicherheit, ob in dieser Coronafallzahlendiktatur Deutschland wieder wegen einiger Neuinfektionen mit der Chinesengrippe alles dicht gemacht und Wettkampfsport bei Strafe verboten wird, oder eben nicht. Nächstes Wochenende sind die Aussichten auf Sport zum Beispiel mäßig, ein Lichtblick ist eher der Beginn der Tennissaison in NRW in zwei Wochen – wenn bis dahin keiner vom RKI oder so es geschafft hat, Laschet zur Rücknahme von Lockerungen zu zwingen. Die Corona-Zeit ist und bleibt nun mal Scheiße: Auch (aber weniger) wegen der Seuche, viel mehr wegen der völlig idiotischen Maßnahmen die von der chinahörigen WHO empfohlen und von fast allen Regierungen weltweit in gutgläubiger oder auch böswilliger Dummheit umgesetzt wurden. Es ist auch kein Trost, dass es Länder gibt, die viel gestörter reagiert haben als Deutschland und ihre Bürger völlig weggesperrt haben – das sind doch keine Vorbilder für unser Land! Man sollte nicht sehen, in welchen Ländern man noch mehr in seiner Freiheit aus mehr als zweifelhaften Gründen beschränkt wurde, sondern in welchen Ländern nicht so ein Theater veranstaltet wurde. Und Schweden ist da kaum anders als Deutschland. Man sollte eher nach Weißrussland gucken!
Keine Ahnung, warum viele Leute in dieser Zeit krampfhaft etwas Positives finden müssen. Positiv denken und aus dem Schlechten noch etwas Gutes machen ist ja richtig – aber wenn das zur Verklärung der Situation führt; nein danke! Dann lieber realistisch und pessimistisch sehen: Die Folgen der Anti-Coronamaßnahmen schädigen auch in Deutschland jetzt schon mehr Menschen und werden zukünftig weitere Millionen von Menschen mehr schaden, als das chinesische Virus selber. Das böse Erwachen für jegliche Firmen, Arbeitnehmer, Kulturschaffende und noch mehr Sportler, Dienstleister im Freizeitbereich, Veranstalter und Vereine kommt erst, wenn die finanziellen Sterbehilfen wie Kurzarbeitergeld und Hilfsprämien und -kredite vom Staat nicht mehr gezahlt werden und aufgebraucht sind, aber die Kunden/ Konsumenten immer noch nicht kommen oder der Job/ die Dienstleistung immer noch wegen angeblicher Systemirrelevanz oder zu hoher Ansteckungsgefahr eingeschränkt oder ganz verboten ist.
Graal-Müritz Statistik:

- Grounds: 2.609 (1; diese Saison: 166 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.860 (1; diese Saison: 211)
- Tourkilometer: 780km (Sa 340km Auto, So 370km Auto, Mo 70km Rad, unter 10km Fähre)
- Saisonkilometer: 91.070 (62.440 Flugzeug/ 25.160 Auto, davon 7.160 Mietwagen/ 3.490 Fahrrad/ 40 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 40 [letzte Serie: 41, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 22 des Jahres 2020 (25.-31.05.), d.h. seit 1 Wochen in Folge [letzte Serie und Rekordserie: KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Dienstag, 22. Juli 2014

W416III-V: Pferdesport und Blindenfußball

Integrationssportclub Victoria Dortmund-Kirchderne 1
Berufsförderwerk/ Vital-Sportverein Würzburg ......... 2
- Datum: Sonntag, 20. Juli 2014 – Anstoß: 14.30
- Wettbewerb: Blindenfußball Bundesliga (Deutsche Meisterschaft im Blindenfußball)
- Ergebnis: 1-2 nach 50 Min. (25/25) – Halbzeit: 1-1
- Tore: 0-1 11. Sebastian Schäfer, 1-1 21. Hassan Altinbaş, 1-2 29. Sebastian Schäfer
- Verwarnungen: 1x Gelb Nr. 4 von Dortmund
- Platzverweise: keine
- Spielort: : Georg-Gaßmann-Stadion, Kunststoffrasenplatz 3 (Kap. 1.000 Stehplätze, bei Blindenfußball ca. 250 Stehplätze nutzbar)
- Zuschauer: ca. 30
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Eine wirklich eindrucksvolle Sportart; im Vergleich zum Spiel davor aber eine schwächere Partie)

SSG Blindenstudienanstalt Marburg 1970 .................... 2
FC St. Pauli (Hamburg) .................................................. 0
- Datum: Sonntag, 20. Juli 2014 – Anstoß: 12.45
- Wettbewerb: Blindenfußball Bundesliga (Deutsche Meisterschaft im Blindenfußball)
- Ergebnis: 2-0 nach 50 Min. (25/25) – Halbzeit: 2-0
- Tore: k.A.
- Verwarnungen: mindestens 1x Gelb für St. Pauli
- Platzverweise: keine
- Spielort: Georg-Gaßmann-Stadion, Kunststoffrasenplatz 3 (Kap. 1.000 Stehplätze, bei Blindenfußball ca. 250 Stehplätze nutzbar)
- Zuschauer: ca. 120
- Unterhaltungswert: 7,5/10 (Eine wirklich eindrucksvolle Sportart; bei diesem Spiel waren auch zwei offensichtliche Spitzenmannschaften am Werk)

CHIO (Concours Hippique International Officiel) Aachen 2014
- Datum: Samstag, 19. Juli 2014 – Beginn: 9.00
- Wettbewerbe: Dressurreiten, Vielseitigkeitsritt (Military), Gespannfahren (Marathon mit Vierspännern) und Springreiten (1. Springprüfung mit zwei Runden, 2. Jagdspringprüfung über Gräben und Wälle, 3. Progressiv-Sprungprüfung mit Joker)
- Ergebnislisten unter: Meggle-Preis (Dressur), DHL-Preis (Vielseitigkeit/ Military), Wohnwelt Pallen Marathon (Gespannfahren/ Vierspänner), Best of Champions (Springen), Preis der Sparkasse (Springen), RWE-Preis (Springen)
- Austragungsorte: Aachen, Sportpark Soers; sogenanntes „Deutsche Bank Stadion” (Dressur: Kap. 6.300, davon 5.500 Sitzplätze), Soerser Geländestrecke inklusive Fahrstadion (Vielseitigkeit und Vierspänner: Kap. ca. 50.000, davon 1.000 Sitzplätze) und Hauptstadion (Springen: Kap. 30.000, davon 25.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: Dressur; zwischen ca. 800 und ca. 6.000, Military; ca. 10.000, Gespannfahren; ca. 7.500 und Springreiten; ca. 25.000 bis 27.500
- Unterhaltungswert: 4,0/10 (CHIO kann man sich mal antun, da Springreiten und Military zwar widernatürliche Idiotie am Pferd aber doch halbwegs ansehenswerte Sportarten sind. Aber die Atmosphäre ist unsympathisch, Gespannfahren eher langweilig und Dressurreiten die ödeste Scheiße die ich jemals gesehen habe!)  
Photos with English Commentary:
a) CHIO World Equestrian Games in Aachen: Show Jumping, Dressage, Eventing, Four-In-Hand Driving
b) Aachen Old Town: Aachen Cathedral and other historic buildings 

c) German Championship in Paralympic 5-A-Side Football (Blind Football) in Marburg: Blista Marburg v St. Pauli, and Victoria Kirchderne v BFW/VSV Würzburg
d) Marburg Old Town: Palace and Half-Timbered Architecture
e) Central Hessia: Amöneburg Old Town, Rauischholzhausen Palace, Schweinsberg Palace, Homberg (Ohm) Old Town, and ALSFELD OLD TOWN

Eine ganze Menge neue Sportarten standen dieses Wochenende auf dem Programm. Vor allem am Samstag gab es viel Neues zu sehen, denn schon Monate vorher hatten wir Stehplätze für das CHIO in Aachen gebucht, die trotz Studentenermäßigung immer noch bei über 13€ für Dressur am Vormittag und Mittag + über 13€ für Springreiten am Abend zu Buche schlugen. Dafür gab es aber auch den ganzen Tag über Pferdesport und insgesamt vier für uns noch unbekannte Sportarten zu sehen!

Freitag erfolgte die ziemlich problemlose Anreise nach Düren, einem fürchterlichen Kaff (ziemlich hässlich und v.a. schlechte Infrastruktur: Supermärkte nur bis 20h offen und schlecht sortiert) bei Aachen. In Düren gibt es ein ETAP, wo wir auch schon weit im Voraus gebucht hatten. Zum CHIO ist in Aachen und Umgebung stets alles ausgebucht…  
Samstag ging es nach dem Frühstück in Aachen zum Turniergelände: die teils unfreundlichen und inkompetenten Öcher – ist halt so: Aachen ist schon ein widerliches Pack – am Einlass passiert, dann durchs weitläufige Gelände gegangen. Es gibt hinter neben dem Fußballstadion und der Eishalle am Rande der Anlage eine riesige Wiese- und Weidefläche, die für Gespannfahren und Vielseitigkeitsritt genutzt und temporär umgestaltet wird. Östlich davon befinden sich etliche Hallen, Trainings-Reitplätze und drei Stadien: das sehr kleine Fahrstadion, das 6.300 Zuschauer fassende und innen sehr schön gestaltete Deutsche Bank Stadion und das 30.000 Fans fassende Haupt- oder Springstadion, das ebenfalls auf allen vier Seiten über Ausbau verfügt und dabei vier unterschiedlich (und teils wirklich originell) gestaltete Tribünen aufweist.

Zum Glück hatten wir die größte Scheiße gleich am Vormittag weg: Dressurreiten. Dieses alberne, ewig gleiche Gehoppse und Getrabe der Viecher mit ihren affigen Reitern im Sattel sieht absolut lächerlich aus. So eine langweilige Scheiße! Das ist schlimmer als Tischtennis, Baseball oder Kegeln! Jede Kür sieht gleich aus und ödet einen total an. Dass dieser Wunderhengst Totilas mit Rath im Sattel dann voll abräumte, war mir auch reichlich egal…

Military oder Vielseitigkeitsreiten ist dann schon viel interessanter gewesen. Auf der Geländestrecke sind diverse Hindernisse wie Wassergräben, Hecken und Sprungstangen aufgebaut. Dass ein Pferd in freier Natur nie über ein solches Hindernis springen würde, führt die Idee dieses Pferdesports als idiotisch vor. Oder schon mal überlegt, warum ein normaler Weidezaun um eine Pferdekoppel teils nicht einmal die Höhe eines durchschnittlichen Springturnierhindernisses hat? Schon mal ein Pferd aus der Koppel per Sprung fliehen sehen?! Wie auch immer, es zeigte sich, dass es im Military auch mittlerweile viele hervorragende Reiterinnen gibt, die diese Strecke toll meisterten und als die Ersten ins Ziel im Hauptstadion einritten.

Kurz wieder zur Dressur rein, dann Gespannfahren: diese Vierspänner waren etwas seltsam anzusehen. Als Marathonwettkampf fuhren hier, sagen wir mal: Sportkutschen mit zwei mal zwei Pferden davor, anderthalb Stunden durchs Gelände, passierten Brücken und Wälle, bretterten durch Wasserlöcher und rammelten durch labyrinthartige Hindernisse. Am Ende siegte die australische Kutschbesetzung (besteht bei allen aus drei Leuten).

Wir fuhren mit dem Bus zur Mittagszeit raus zum Essen im Templergraben und dann wieder mit dem Shuttlebus kostenlos zur Soers zurück, drängelten uns geschickt vor (unglaublich, dieser Andrang da kurz vor 18h) und sicherten uns zum Springreiten im Hauptstadion gute Stehplätze. Diese Stehplätze sind allerdings eine Frechheit, da nur ebenirdisch vor der Haupttribüne und keine Ränge wie im „Deutsche Bank Stadion“. Die Kulisse war mit knapp 30.000 Pferdesportfans aber auch richtig gut anzusehen.

Beim Springreiten, dass ich aufgrund seiner Widersinnigkeit zu Anatomie und Natur der Pferde nicht übermäßig schätze – Züchtungen hin oder her, aber wer schon mal Polo gesehen hat, der weiß, dass Pferde naturgemäß nicht einmal die Hufe so hoch kriegen, um die 30cm niedrige Polo-Spielfeldbegrenzung ohne Stolpern zu übersteigen! – aber aufgrund seiner unbestreitbaren Spannung genau wie das Militaryreiten zu den erträglichen Pferdesportarten zählen will, gab es drei halbwegs sehenswerte Wettbewerbe. Beim ersten mussten wohl irgendwelche unterbelichteten Feministinnen einen Geschlechterkampf aus dem Springreiten machen, was aber total danebenging, da von den sechs weltranglistenbesten Damen zwei Totalausfälle (eine nervöse US-Nachwuchsspringerin und eine offenbar überschätzte Französin) die Hindernisse mit ihren Gäulen malträtierten. Die Herren gewannen so gut wie fehlerfrei und in Spitzenzeiten mit riesigem Vorsprung. Bei dem zweiten Wettkampf, einem sehr flotten Jagdspringen über Wälle und Gräben, gewann ein Belgier vor einem Deutschen und einem Iren. Zum Abschluss stand noch eine Progressiv-Prüfung mit Joker an, das heißt man springt erst über ein sehr einfaches Hindernis und erhält einen Punkt, dann ein etwas schwereres für zwei Punkte und nach dem neunten Hindernis (für neun Punkte) kann man sich 10 oder mit dem schwersten Hindernis (Joker) 20 Pkt. abholen. Bis zu 65 sind so drin und wenn mehrere Reiter 65 Punkte haben, gewinnt die schnellste Zeit. Auch hier landete ein Ire auf Platz 3 und auch hier schaffte ein Deutscher den 2. Platz – siegreich war beim Progressiv-Springen aber mal ein Italiener.

Erst kurz vor Mitternacht waren wir wieder im Hotel in Düren. Fazit zur CHIO: Kann man sich mal angeguckt haben, aber wenn man noch kein Fan von Pferdesport ist, wird man es dort auch eher nicht. Also das unnatürliche Gehüpfe, naja… aber so eine langweilige Scheiße wie Dressurreiten – ich könnte kotzen! Fürchterlich auch die penetrante Werbung: Sponsorennamen für jede Sportstätte, jeden Wettkampf, fast jedes Hindernis (!) und Fernsehspots auf der Leinwand. Und dass die Tierschutzfritzen nicht durchsetzen können, dass wenigstens die Pferdenamen von Sponsoring verschont bleiben…
Also ich bleibe dabei: der einzige wirklich interessante Pferdesport ist Polo – und Polo gibt es leider nicht in Aachen…  
Sonntag ging es weiter nach Marburg zu einer anderen neuen Sportart. Einer der wenigen niveauvollen Artikel auf fussball.de – also ein Artikel, der nicht von einem Polizeieinsatz in einer Kreisliga in NRW oder einem umgeboxten Schiri in Bayern oder Berlin berichtet – war jener über Blindenfußball. Nach Rollstuhlbasketball wohl der sehenswertes Behindertensport und aufgrund der enormen körperlichen und gehörtechnischen Leistung insgesamt der eindrucksvollste!

Das Spiel läuft so ab: vier blinde Feldspieler und ein sehender Torwart bilden eine Mannschaft und die zwei Teams kämpfen nach weitestgehend üblichen Futsal-Regeln auf einem Handballfeld mit Handballtoren um einen Ball mit Rasseln. Wer einen Sehrest hat (nicht jeder Spieler ist völlig blind; einen Dortmunder Akteur hatte ich vor seinem Spiel noch gesehen, wie er mit einer Art Lupe SMS auf seinem Handy entzifferte) darf natürlich auch mitspielen, aber deshalb müssen alle Spieler massive Augenbinden tragen. Außerdem tragen sie noch Polster, die Ähnlichkeiten zu Amateurboxhelmen oder Kopfschützern für Taekwondo haben. Die sehenden Helfer (eine Art Co-Trainer) und die Torhüter machen sich mit Ansagen und Klopfen an den Pfosten bemerkbar. Außer den Helfern und Torhütern sehen natürlich auch die Schiris – obwohl ihnen das wohl teilweise von Spielern und Betreuern in Abrede gestellt wird, so gut wie manche gemeckert haben… Aber da der Hauptgrund für Foulspiele ein zu spät oder gar nicht gemachter Warnruf (voy, Spanisch für „ich komme“), den die Spieler beim Angriff auf den Ballführenden rufen müssen, ist, muss man ja eher bei einem zweifelhaften Freistoß meckern: „Ey Schiri, bist du taub?!“

In Marburg befindet sich die deutschlandweit bedeutende Blindenbildungsanstalt (kurz: Blista), deren Mannschaft sehr erfolgreich beim Kampf um die deutsche Meisterschaft ist. In einem sehr guten, aber teils etwas einseitigem Spiel gelang Marburg ein erneuter Sieg, diesmal mit 2:0 über den FC St. Pauli aus Hamburg. Nicht ganz so stark wie das erste Spiel war das Duell zwischen Dortmund-Kirchderne und Würzburg. Die Süddeutschen des ehemaligen Versehrten Sport Vereines (nun Vital-Sportverein, da man eigentlich schon seit Jahren keine kriegsversehrten Spieler mehr hat, auf die dieser Vereinsname anspielt) gewannen erstmals diese Saison ein Spiel. In diesem spannenden Match hatte Dortmund alle Chancen auszugleichen, doch das gelang nur beim 1:1. Beim Stand von 1:2 wurde auch noch ein Strafstoß vergeben.

Insgesamt muss man sagen: eine tolle Idee dieser Sport und v.a. eine tolle Leistung, die da von den Spielern und Mannschaften gebracht wurde! Also ich habe schon sehende Spieler gesehen, die ohne Beeinträchtigungen ungeschickter mit dem Ball umgingen, häufiger über die Pille schlugen und „blindere“ Pässe nach vorne hauten…  
Das Besichtigungsprogramm war ja dieses Wochenende so kurz gekommen und da Marburg uns bereits bekannt war und außerdem recht überschätzt ist, fuhren wir gleich nach dem Blindenfußball weiter in die Provinz. Amöneburg liegt spektakulär auf einem Bergkegel und hat eine Burg an deren Fuße auch ein toller Fußballplatz liegt und eine enge aber doch recht durchsetzte Altstadt zu bieten.

Ein tolles historistisches Schloss in Rauischholzhausen dient der Uni Gießen als Tagungsstätte. Sein Park ist zwar nicht so herausragend, aber immerhin vom Schöpfer des Palmengartens Frankfurt geschickt um das verspielt gestaltete Gebäude herum angelegt. Weniger verspielt, aber riesig und authentisch erneuert ist die Burganlage in Schweinsberg. Drumherum gibt es auch etwas Altstadt mit Fachwerk. Ein paar schöne Fachwerkbauten und eine versiffte Burganlage hat Homberg/ Ohm zu bieten.

Schließlich ging es noch in die meines Erachtens gleichauf mit Limburg/ Lahn mit schönste Stadt Hessens: Alsfeld. An die 400 Fachwerkhäuser, fast alle in Topp-Zustand und sehr authentisch (kein Historismus wie in Marburg z.B.), ausgesprochen spektakuläres Rathaus (Fachwerk auf Steinetage), mehrere alte Kirchen, ein Stadtturm – also wirklich eine sehr sehenswerte Ortschaft! In Alsfeld konnten wir auch sehr preisgünstig essen: bei Preislagen wie bestenfalls im Osten, passend bei einer Altstadt, deren Authentizität auch eher im Osten (Quedlinburg, Salzwedel, Erfurt, Jüterbog, Meißen usw.) zu finden ist, als in Hessen oder weiter westlich. Sehr authentisch waren natürlich auch die besoffenen Asis direkt vor der Stadtverwaltung…  
Statistik:
- Grounds: 1.151 (Samstag 3 neue, Sonntag 1 neuer; diese Saison: 180 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.107 (Samstag 4, Sonntag 2; diese Saison: 251)
- Tageskilometer: 1.200 (Freitag 530km Auto, Samstag 70km Auto und 10km Bus, Sonntag 590km Auto)
- Saisonkilometer: 67.500 (64.990 Auto/ 2.230 Fahrrad/ 160 Schiff, Fähre/ 120 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 88 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 416