TSV Leuna
1919 |
2 : 0 (2:0) |
SV Eintracht
Eisenberg |
-
Datum: Samstag, 13. Juli 2024 – Beginn: 10.30 - Tore: 1-0 13. Oskar Zorn, 2-0 15. Oskar Zorn -
Verwarnungen: keine -
Platzverweise: keine -
Austragungsort: Stadion des Friedens (Kap. 5.000 Stehplätze) -
Spielbewertung: 6,0/10 |
Fußballsportverein
Wespen 1957 |
0 : 5 (0:4) |
TSV Grün-Weiß
Kleinmühlingen-Zens |
-
Datum: Samstag, 13. Juli 2024 – Beginn: 15.00 - Tore: 0-1 2. Richter, 0-2 11. Stephan (Eigentor), 0-3 15.
Rotte, 0-4 32. Rotte, 0-5 65. Rotte - Verwarnungen:
keine -
Platzverweise: keine -
Austragungsort: Sportplatz Wespen (Kap. 300 Stehplätze) -
Spielbewertung: 6,5/10 |
Photos with English commentary: a) Pre-Season in Leuna: First XI vs. Eisenberg |
Die Landesligamannschaft vom TSV Leuna hatte bereits zwei
Testspiele bestritten: 4-1 gegen Leutzsch und 1-0 in Braunsbedra. Zum dritten
Spiel fuhr ich wieder nach Leuna, da es zum einen gegen einen interessanten
Gegner ging – Eintracht Eisenberg, gegen die im Vorjahr ein Test 0:2 verloren
wurde und welche in der vergleichbaren thüringischen Liga auf einem ähnlich
guten Platz landeten bei sogar deutlich besserem Torverhältnis als Leuna –
und zum anderen weil zu einer interessanten Zeit (Samstag 10.30 Uhr) gespielt
wurde. Eisenberg hatte um so eine frühe Zeit gebeten – trotzdem wirkte
die Truppe etwas verpennt, denn Leuna ging durch Neuzugang Zorn (SSC
Weißenfels) per abgefälschtem Schuss und per Kopfball im Nachsetzen nach
einer Viertelstunde 2:0 in Führung. Eisenberg traf zweimal das Gebälk, aber
insgesamt hatte Leuna die Partie gut im Griff. Nach dem Seitenwechsel ein
ähnliches Bild, Eisenberg kam nun zwar immer wieder vors Leunaer Tor, aber
nicht mehr so gefährlich wie in Hälfte eins. Ein Zweikampf der in einem
Zusammenprall mit Leunas sicherem Torwart (ebenfalls Weißenfelser Neuzugang: Emmanuel
Ibekwe) endete, war der Schlusspunkt dieser ganz guten Partie. Leuna gewann
verdient, da auch in der zweiten Hälfte die etwas bessere Mannschaft, mit
2:0. |
Aufgrund der frühen Anstoßzeit in Leuna, war genug Zeit um noch
nach Wespen zu fahren. Das typische slawische Rundlingsdorf bei Barby im
Salzlandkreis ist derzeit nur über Schotter- und Spurplattenwege erreichbar,
da die Hauptstraße asphaltiert wird. Generell sind alle Straßen im Ort in
einem erbärmlichen Zustand. Die sehr interessante Ortswebsite (http://www.wespen.eu/index.php?id=156)
zeigt aber v. a. anhand der Kirchenfotos, wie viel schlimmer der Ort zu
DDR-Zeiten aussah. Heute ist er trotz der schlechten Infrastruktur wirklich
einen Besuch wert, da einige schöne Gehöfte und v.a. eine deutschlandweit architektonisch
einmalige Dorfkirche aus Schrotholz zu einem Rundgang einladen. Die Kirche
ist zumindest im Sommer 10 bis 18 Uhr offen. Der Sportplatz ist nicht so interessant, da er zwischen Feldern am
Ortsrand mit spärlichen Bäumchen drumherum ohne jeden Ausbau und mit einem
kleinen Sportlerheim an der Seite liegt. Originell sind die Wespen im Wappen
auf dem Sportlerheim, wobei das Dorfwappen ebenfalls zwei Wespen zeigt. Diese
hässlichen Insekten sind aber nicht Namensgeber des Ortes, sondern der ist –
wie die meisten schrägen Ortsnamen in Deutschland, z. B. der Leunaer Ortsteil
Pissen – slawischen Ursprungs. Auf der Dorfwebsite wird er als „Wes Pane“
(Herrendorf) erklärt, was schlüssig ist. Erfreulicherweise gab es auch keine
Wespen oder andere Schädlinge auf dem Platz – hatte ja zuletzt mehrfach
Mückenplagen auf flussnahen Fußballplätzen erlebt... Für 3€ gab es heute den berühmten Sparkassencup, das beste
Vorbereitungsturnier in Sachsen-Anhalt. Immer wieder einen Besuch wert! Für
den deutlichen Klassenunterschied und den überrollenden Beginn mit 0:3 binnen
15 Minuten, hielt sich der unterklassige Gastgeber dann doch gut. 0:5 am Ende
ist aber für den Absteiger aus der Landesliga auch nicht gerade ein
eindrucksvolles Ergebnis. Die insgesamt ganz gute Partie war aber auch nur
von wenig eindrucksvollen knapp 100 Zuschauern besucht, obwohl es sich um ein
Derby handelte und der Pokal oft große Zuschauerzahlen zieht. |
Statistik: - Grounds: 3.665 (1 neuer; diese
Saison: 5 neue) - Sportveranstaltungen: 5.133 (2; diese Saison: 7) - Tourkilometer: 460 (460km Auto) - Saisonkilometer: 590 (480 Auto, davon 0 Mietwagen/ 110 Fahrrad/
0 Flugzeug/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 17 [letzte
Serie: 54, Rekordserie ohne 0-0: 178] -
Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des
Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 185 Wochen in Folge [letzte Serie: 30
Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW
11/2020]. |
Sonntag, 14. Juli 2024
W3.0185III: Dritter Sieg im dritten Test für den TSV Leuna +++ Keine Insekten beim Sparkassencup in Wespen
Samstag, 13. Dezember 2008
WE124I: Wenn die Fußballproleten die feinen Herren vom Hockey supporten...
Samstag, 13. Dezember 2008 - Beginn 16.00
1. Hallenhockeybundesliga
Ergebnis: 6:8 nach 60 Min. - Halbzeit: 3-1
Grüne Karten - 1:1
Gelbe Karten - 3:2
Rote Karten - 0:0
Strafstöße - 1:3
Strafecken - 4:9
Tore: 1:0 2. Zeiger, 2:0 5. Paczatek, 3:0 10. Ahlberg, 3:1 12. (Strafstoß) Dallmann, 4:1 32. Zeiger, 4:2 36. Dallmann, 4:3 37. Dallmann (Strafstoß), 5:3 37. Zeiger, 5:4 41. Schmucker, 5:5 43. Schmucker, 5:6 53. (Strafstoß) Dallmann, 5:7 53. (Strafecke) Elsholtz, 6:7 55. (Strafstoß) Zeiger, 6:8 56. Schmucker.
Sporthalle: Neue Ringerhalle Leuna* (Kap. 200)
Zuschauer: 230** (keine Gästefans)
Unterhaltungswert: 5,5/10 (O.K.***)
Ground Nr. 269 (kein neuer Ground; diese Saison: 39 neue)
Sportveranstaltung Nr. 717 (diese Saison: 84)
Tageskilometer: 15 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 9.800 (5.380 Auto, 2.260 Bahn, 2.260 Fahrrad)
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 124
* Wird auch einfach einfallslos als Sporthalle Leuna bezeichnet
** Auslastung der Halle: 113%

Vor wieder einmal überfüllter Halle fand in Leuna ein Spiel der Hallenhockeybundesliga statt. Nicht wenige der 230 Zuschauer, die die 3,50€ teuren Karten bezahlten, erfüllten doch so gar nicht das Bild des Hockeyfreundes, der still auf der Tribüne sitzt und die schönsten Aktionen mit herrschaftlichem Applaus bedenkt. Hier wurde vor allem auf der linken Seite auf den Bänken gestanden, entgegen der bestehenden Hallenregelungen das ein oder andere Bier geleert, Sprechchöre wie ,,Chemie Leuna olé’’ angestimmt und lautstark über Schiedsrichter und Gästespieler geschimpft.
Beide Mannschaften, die Gäste aus Berlin klar in der Favoritenrolle, wurden unter Applaus vorgestellt. Die erste Viertelstunde war Zehlendorf seltsamerweise unterlegen. Leuna entwickelte derartigen Druck, dass sie 3:0 in Führung gingen. Ein Strafstoß führte zum 3:1, doch bis zur 30. Minute, also bis zur Halbzeitpause, sollte es beim 3:1 bleiben.
Bis dahin hatten die Fans ausschließlich ihre Mannschaft angefeuert. Beim 4:1 kurz nach der Pause durch Leunas, man könnte schon sagen: Starspieler, Zeiger, geriet man erst recht in große Freude. Hämisch belacht wurde eine Zeitstrafe, also gelbe Karte, gegen Zehlendorf. Da konnte ja auch niemand ahnen, dass man in der Leunaer Abwehr pennen, die Fehlpässe im Mittelfeld wieder einmal präsentieren und gleich zwei Tore - eins davon wieder ein Strafstoß - kassieren würde.
Das 5:3 wirkte erlösend, doch sofort danach hieß es 5:4 und 5:5.
Was danach passierte war sehr ärgerlich: ein fragwürdiger Strafstoß wurde gegen Leuna verhängt. Unter Pfiffen und Buhrufen verwandelte der 17er, der kurz zuvor noch in den Torwart gelaufen war und dafür einen Strafstoß bekommen wollte und diese Aktionen mit Geschrei und Gehampel unterlegte. Das ihm höflich nahe gelegt wurde, freiwillig aus der Halle zu gehen - Zitat: „Boah, verpiss dich vom Spielfeld, du Affe!“ - war da nur zu verständlich. Aus der Situation nach dem Strafstoß heraus resultierte ein Wechselfehler, der eine Strafecke und das 5:7 zur Folge hatte. Die Halle tobte jetzt natürlich vor Ärger.
Vor Freude tobte man als das 6:7 erzielt wurde. Aber leider ließ auch das 6:8 nicht lange auf sich warten. Danach setzten einige Provokationen von Seiten der Gäste, besonders wieder einmal des 17ers, ein, wie zum Beispiel dessen Zeigen des Mittelfingers gen Publikum, was mit Sprechchören der Fußballer „Berliner Scheiße, wir singen Berliner Scheiße“ bedacht wurde. Der wie üblich bei der Mannschaftsaufstellung und Toransage nicht zu verstehende, teils dilettantisch agierende Hallensprecher, meldete sich aber seltsamerweise gar nicht zu Wort. Kein „also bitte, liebe Hockeyfreunde, das ist nicht unser Niveau!“ wie bei meinem ersten Hallenhockeyspiel vor drei Jahren, in dem ein foulender Torgauer mit „Sachsenschwein“ bedacht wurde.
Zweieinhalb Minuten vor Schluss wurde es dann richtig unangenehm, denn die Zehlendorfer schoben sich jetzt den Ball in der eigenen Hälfte gegenseitig zu und Leuna war mittlerweile in Unterzahl und somit ohne Chance an den kleinen gelben Hartgummiball zu gelangen. Nun buhten und pfiffen auch die älteren Herrschaften, was bis nach Abpfiff noch anhalten sollte. Die Schiedsrichter, die mit ihren kleinlichen Entscheidungen das verdiente Unentschieden der Leunaer mit zu Nichte machten, wurden nach Abpfiff noch ebenso unfreundlich verabschiedet wie die Gästespieler, die sich mit ihrem theatralischen Gestikulieren - zwei Aktionen auf dem Feld hätte man beim Fußball schlichtweg als „Schwalbe“ bezeichnet - und Provozieren der Zuschauer unbeliebt gemacht hatten. Nach ihrem hämischen Applaus gen Fußballer - schon interessant, dass die, die sich über mangelndes Fairplay beklagen, mit Freude auf solche Provokationen eingehen - forderte man sie zum Zelebrieren einer UFTA vor dem Leunafanblock auf.
Für die Leunaer war es die erste Heimniederlage in dieser Saison. Ärgerlich, wenn sie nach einer starken ersten Halbzeit, mäßigen zweiten Hälfte und nicht zuletzt fragwürdiger Schiedsrichterentscheidungen zustande gekommen ist.
Noch ein Wort zu den jetzt schon mehrfach erwähnten Fans. In Leuna ist es üblich, dass die Fußballer, die Hallenhockeymannschaft unterstützen. Auch die Hockeyfrauen und einige nicht-aktive Mitglieder sorgen dafür, dass die Hallenhockeymannschaft des TSV Leuna sehr unterschiedlich beliebt ist. Einige reden von "bester Stimmung von allen Hockeyhallen" - andere heulen sich Internetforen aus, weil die bösen, bösen Leunaer sie so unfair und gemein bepöbeln.
Es ist schon lustig, wenn die Fußballer die Hockeyer supporten...
Fotos:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/081213%20TSV%20Leuna%206-8%20Zehlendorfer%20Wespen/




