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Sonntag, 23. September 2012

W321III: Die Thomas-Müntzer-Kampfbahn und der Schwarz-Gelb-Sportplatz

Schwarz-Gelb Bernburg/ Eintr. Blau-Gelb Peißen --- 7
TSG Unseburg-Tarthun/ SV Fortuna Schneidlingen - 0
Datum: Sonntag, 23. September 2012 – Anstoß: 11.00
Wettbewerb: B-Junioren Kreisklasse Salzlandkreis (5. und unterste Liga der 14-16jährigen)
Ergebnis: 7-0 nach 80 Min. (40/40) – Halbzeit: 3-0
Tore: 1-0 24. (8), 2-0 29. (13), 3-0 34. (10); 4-0 41. (3), 5-0 50. (10), 6-0 57. (10), 7-0 75. (12)
Verwarnungen: (7) von Bernburg
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Schwarz-Gelb Bernburg (Kap. 1.500 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 8 Gästefans)
Unterhaltungswert: 4,0/10 (Bernburgs Leistung war ja OK, aber Unseburg spielte grauenhaft – insgesamt also ein weniger attraktives Spiel)

VfB Gröbzig 1928 ------------------------------------------ 2
SV Eintracht Emseloh ------------------------------------- 3
Datum: Sonntag, 23. September 2012 – Anstoß: 14.15
Wettbewerb: Landesklasse Sachsen-Anhalt, Staffel 4 (8. Liga, 3. Amateurliga)
Ergebnis: 2-3 nach 92 Min. (46/46) – Halbzeit: 2-2
Tore: 0-1 30. Daniel Stephansky, 1-1 33. Simon Nagel, 1-2 36. Björn Kortung, 2-2 40. Patrick Bergmann, 2-3 89. Sebastian Dell
Verwarnungen: Thomas Hölzke, Enrico Rathmann, Christopher Stöpel, Sven Berthold (Gröbzig); Rene Ottilie, Björn Kortung, Nico Russkih, David Guba, Sebastian Pönitz (Emseloh)
Platzverweise: keine
Spielort: Thomas-Müntzer-Kampfbahn (Kap. 2.000, davon 200 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 200 (davon angeblich nur 78 zahlende; Gästefans ca. 10)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Wirklich gutes und spannendes Spiel!)
IMG_0425 Photos with English Commentary:
 
Die B-Jugend von Bad Dürrenberg/ Leuna hatte dieses Wochenende spielfrei, also schauten wir mal bei einer anderen B-Jugend-Partie vorbei. Sonntagmorgen hat man ja genug Auswahl in der Hinsicht. Da Anja und ich ohnehin nach Gröbzig zum Landesklassespiel weiter wollten, bot sich das Spiel von Schwarz-Gelb Bernburg B an.

In der B-Jugend hat Schwarz-Gelb Bernburg eine Spielgemeinschaft mit Blau-Gelb Peißen. Die Trikots sind aber orange-schwarz wie die Arbeitsanzüge der Müllabfuhr. Also quasi müllabfuhrfarben... Zum Glück sieht das Stadion nicht auch noch aus wie eine Müllkippe. Es liegt am Stadtrand, von Feldern und Bäumen umgeben. Vieles ist schwarz-gelb gestrichen, die beiden Tribünenstufen leider nicht.

Die Gastmannschaft, eine Spielgemeinschaft von TSG Unseburg/ Tarthun und SV Fortuna Schneidlingen, sah leider keinen Stich gegen die nicht mehr als mittelmäßigen Hausherren. Einzelne Spieler fielen bei Bernburg/ Peißen durch sichere Ballbehandlung und gute Schüsse auf, aber gegen einen ernstzunehmenden Gegner wäre nie ein 7:0 auf der nicht vorhandenen Anzeigetafel erschienen. Die gerade einmal 8 Mannschaften umfassende Salzlandliga der B-Junioren hatte nicht annähernd die Qualität wie die Saalekreisliga, was mich allerdings keineswegs wunderte. Die Disziplin der Spieler war aber auch im Salzland noch OK – ärgerlich war nur, dass die völlig chancenlose Gastmannschaft (die nicht eine einzige Torgelegenheit in den 80 Minuten erspielen konnte!) einzig durch meckern und provozieren auffiel. Doch die einzige Karte wiederum, sah ein Bernburger Spieler, der sich einfach die dummen Sprüche des sicherlich nicht nur wegen seiner Gewichtsklasse unglaublich schlecht spielenden 14ers von Unseburg nicht mehr kommentarlos anhören wollte: Bei einem solchen Spruch wie „Fick dich Junge, du verfressenes Schwein“ muss aber eben auch eine gelbe Karte gezeigt werden… IMG_0504 Wir fuhren nach Gröbzig, dem ersten Ort in Anhalt-Bitterfeld, weiter. Mit SLK zusammen ist ABI der touristisch unattraktivste Landkreis Sachsen-Anhalts, aber natürlich findet man auch in diesen beiden Kackkreisen schöne Orte. Bernburg im Salzlandkreis ist ja wirklich sehenswert (mit Schlossbesichtigung 2 Stunden, mit Tierpark 4h) und auch im anhaltischen Gröbzig lohnt sich ein Stopp. Dort ist man allerdings schon in 15 Minuten rum, da außer der Kirche, dem massiven Schlossturm – sonst ist von dem Bau leider nichts übriggeblieben – und der Synagoge, die aufgrund der Torbögen mit hebräischen Bibelzitaten auch als solche erkennbar ist, dann doch nichts weiter zu sehen ist.

OK, nichts weiter stimmt allerdings nicht ganz. Beim jüdischen Friedhof befinden sich die Sportanlagen – und das Stadion ist richtig klasse! Die Thomas-Müntzer-Kampfbahn betritt man zu angemessenen Eintrittspreisen (3€ normal, 2€ Schüler, Studenten, Rentner, Behinderte, 1€ Mitglieder… Warum geht das eigentlich beim TSV Leuna nicht mehr so?!) durch eine von Steinstehlen flankierte Treppe. Linkerhand ist eine dreireihige, von Bäumen beschattete Stehtribüne mit vier Holzbänken, rechterhand eine solche Tribüne mit 12 Holzbänken zu finden. Ein Vereinsheim gibt es auch. Der VfB-Schriftzug an der Mauer hinter dem einen Tor fällt auch gleich ins Auge. Durch den dichten Baumbestand fallen die Flutlichtmasten allerdings nicht so ins Auge – die dürften auch wenig Licht spenden… 

VfB Gröbzig und Eintracht Emseloh mussten etwas auf die halleschen Schiedsrichter warten und schenkten sich dann von Beginn an nichts. Es war ein wirklich gutes und sehenswertes Landesklassespiel. Manchmal etwas hart, aber nie unfair. Torszenen gab es reichlich. Treffer aber erst ab der 30. Minute. Dann ging es aber auch Schlag auf Schlag: 0-1 mit Schuss ins Eck aus Nahdistanz, drei Minuten später 1-1 durch Weitschuss ins Eck, dann wieder nur drei Minuten darauf 1-2 für Emseloh durch einen Freistoß und fünf Minuten vor der Pause dass 2-2 mit einem schönen Kopfball über die Torhüterarme. 

Nach der Pause ging es kaum weniger interessant und rasant zu, doch Tore wollten keine mehr fallen. Erst eine Minute vor dem Ende gelang der Gastmannschaft, die zwar in der ersten Hälfte deutlich weniger, in der zweiten dafür umso mehr fürs Spiel tat, die dritte Führung in der Partie. Und dieser Flachschuss brachte die Entscheidung: Emseloh holte den dritten Sieg im vierten Spiel, Gröbzig nun leider mit der vierten Niederlage in Folge. Ein so deutlicher Unterschied, wie ihn die Tabelle anzeigt, war aber in keiner Phase auszumachen. Emseloh hatte dann nur das Glück des Geschickteren, dass diese Partie nicht 3:3 oder gar 4:3 für die Platzherren endete! IMG_0506 Statistik:
Grounds: 797 (heute 2 neue; diese Saison: 29 neue)
Sportveranstaltungen: 1.615 (heute 2, diese Saison: 38)
Tageskilometer: 140 (140 Auto)
Saisonkilometer: 11.390 (10.530 Auto/ 780 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 7 [Letzte Serie = Neuer Rekord: 141!]
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 321

Donnerstag, 26. Juli 2012

W313II: Pokalabend am Nienburger Steinbruch

1. Fußball-SV Nienburg 0:4 SV Schwarz-Gelb Bernburg
Datum: Mittwoch, 25. Juli 2012 – Anstoß: 18.30
Wettbewerb: Sogenannter „Sparkassencup“ (Salzlandliga = 9. Liga, 4. Amateurliga gegen Landesklasse Sachsen-Anhalt, Staffel 3 = 8. Liga, 3. Amateurliga)
Ergebnis: 0-4 nach 94 Min. (47/47) – Halbzeit: 0-2
Tore: 0-1 3. (13), 0-2 18. (13), 0-3 68. (6), 0-4 87. (18)
Verwarnungen: Nr. 9 (Bernburg)
Platzverweise: keine
Spielort: Sportpark der Freundschaft, Am Steinbruch/ Platz 2 (Kap. 1.000 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 110 (davon ca. 10 Gästefans)
Unterhaltungswert: 6,5/10 (Einseitiges aber gutes Spiel)
IMG_4227 Photos with English Commentary:
Regional Cup Competition: FSV Nienburg v SG Bernburg

Das nächste Pokalspiel im sogenannten Sparkassencup gab es am Mittwochabend in Nienburg, 17km östlich von Staßfurt. Das Stadion ist sehr interessant und liegt am Rande der Stadt in einem Steinbruch. Der Sportpark der Freundschaft liegt in einer Senke, die von hohen Felsen – einem Steinbruch eben – umgeben ist. Vier Fußballplätze, davon sind drei in Nutzung, befinden sich in dieser recht spektakulären Landschaft. Interessant ist auch die abschüssige, uneben geschotterte Zufahrt. Hinter dem Kassenhäuschen türmt sich Müll, ein paar Meter hinter den Fahrradständern ist ein großer Vogelkäfig mit Wellensittichen aufgestellt. Der Hauptplatz hat einen betonierten Graswall mit ein paar Holzbänken in der Mitte zu bieten, der Nebenplatz – auf dem das heutige Spiel ausgetragen wurde – nur zwei Wellblechverschläge als Stehtribünen.

Die ganze Anlage wurde übrigens erst 1978 bis 1982 in vielen freiwilligen Arbeitsstunden als Ersatz für einen Hartplatz oberhalb des Steinbruchs geschaffen. Da war mein Gesprächspartner, ein ehemaliger Spieler, der mich schon kurz nach Anpfiff freundlich auf meine Fotos ansprach, schon nur noch bei der Altherrenmannschaft vom FSV Nienburg. Der Enkel des freundlichen Alten spielte übrigens zu seinem Leidweisen bei der Gastmannschaft und nicht beim FSV.

Die Schwarz-Gelben aus Bernburg erwischten auch einen ganz feinen Start: In der dritten Minute feuerten sie im Sekundentakt fünf Schüsse auf den Schlussmann der Nienburger ab, von denen der letzte auch unhaltbar saß. Nach einer reichlichen Viertelstunde schoss derselbe Stürmer frei vorm Strafraum stehend gegen die Laufrichtung des Torwarts flach ins kurze Eck. Hätte der FSV-Keeper nicht des Öfteren schnell reagiert, wäre Nienburg schon bei Halbzeit völlig aussichtslos im Hintertreffen gewesen.

So bahnte sich erst im zweiten Spielabschnitt die endgültige Entscheidung an. Bis zur 68. kam Nienburg nur wenig und nie gefährlich vors gegnerische Tor – und dann war es in ebendieser Spielminute ein hervorragend abgeschlossener Kopfball (nach einer allerdings höchst zweifelhaften Ecke), der zum 0:3 führte. Mit Doppelpässen wurde dann kurz vor Abpfiff die Nienburg-Abwehr noch ein viertes Mal überrumpelt. 0:4 war auch in der Höhe völlig verdient. Dass zwischen beiden Teams bald eine ganze Liga dazwischen liegen wird, scheint absehbar aufgrund des Spielerschwundes des Nienburger Vereins, der derzeit wohl dabei ist, sein absolutes Tief zu erreichen. Ob sie in dieser Saison verhindern können, dass aus dem ehemaligen Landesligisten ein Kreisligist wird, kann man natürlich noch nicht nach einem verkorksten Pokalspiel abschätzen, aber weder die gezeigte Leistung, noch das Gespräch mit dem sachkundigen ehemaligen Spieler lassen Gutes erwarten.
IMG_4282 Statistik:
Grounds: 765 (heute 1 neuer; diese Saison: 170 neue)
Sportveranstaltungen: 1.572 (heute 1, diese Saison: 258)
Tageskilometer: 40 (40 Fahrrad)
Saisonkilometer: 63.230 (33.360 Auto/ 23.120 Flugzeug/ 3.600 Fahrrad/ 3.130 Bahn, Bus, Tram/ 20 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 110
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 313