Teil I: Erstes
Saalebulls Heimspiel seit 10 Jahren |
Mitteldeutscher
EC Saale Bulls Halle |
3 : 7 (2:0 / 1:2 / 0:5) |
Tilburg
Trappers |
-
Datum: Freitag, 22. November 2024 – Beginn: 20.00 - Statistiken: siehe Verbandswebsite -
Austragungsort: sog. Sparkassen-Eiszelt (Kap. 1.500, davon 750 Sitzplätze) -
Spielbewertung: 7,0/10 |
Photos with English commentary: Ice-Hockey
in Halle an der Saale: Saalebulls vs. Tilburg Trappers |
In der letzten Saison bin ich zu keinem Saale Bulls Spiel
gekommen. Zuletzt war ich 2022/23 im Dezember 22 bei den Indians, wo die
Saalebulls sehenswert 3:4 gewannen. Das letzte Heimspiel der Bulls liegt aber
noch viel länger zurück. Von Braunschweig aus und zu meiner Zeit in Bonn bin
ich ja regelmäßig zu nahegelegenen Auswärtsfahrten (Hannover bzw. Ruhrgebiet
oder auch Herford, Neuwied und Krefeld) gefahren. Aber seit 2014 war ich bei
keinem Heimspiel mehr. Damals übers Wochenende nach Merseburg gefahren von
Bonn aus und im noch neuen „Eisdom“ einen Sieg gegen mittlerweile eine Liga
tiefer spielende FASS Berlin gesehen. Der Eisdom wird mittlerweile ausgebaut
und daher müssen die Bulls in einem für nur 1.500 Zuschauer zugelassenen
temporären Eiszelt antreten. Sitztribünen auf einer Längsseite, hinter beiden
Toren Stehtribünen, alles natürlich zusammengeschraubt, wenig ansehnlich und
v.a. schlechte Sicht aufs Eis. Aber die Stimmung ist dort nach wie vor gut.
Problem nur im Moment: So schlecht wie in dieser Saison haben die Bulls schon
ewig nicht mehr gespielt. Die Play-offs sind in Gefahr. So wie schon die
ganze Saison lief dann auch die Partie gegen die Niederländer. Dominantes
erstes Drittel, 2:0 Führung. Nach dem Seitenwechsel sofort den Ausgleich
kassiert, sich aber wieder zurückgekämpft und 3:2 in Führung mit einem tollen
Schlagschuss. Und dann totaler Einbruch im Schlussdrittel und eine 3:7
Niederlage. Insgesamt gesehen dennoch ein wirklich gutes und sehenswertes
Spiel. Ich hoffe, die Bulls spätestens in den Play-offs noch mal sehen zu
können! |
Teil II: Leunaer D-Jugend mit Pokalaus gegen anderen Tabellenführer |
TSV Leuna
1919 (D-Junioren) |
2 : 5 (2:3) |
SV Merseburg
99 (D-Junioren) |
-
Datum: Samstag, 23. November 2024 – Beginn: 10.00 - Tore: 0-2 2. Nr. 9, 1-1 4. Noah Justin Trummer, 1-2 8. Nr. 9,
2-2 11. Scott Hammerschmidt, 2-3 30. Nr. 3, 2-4 48. Nr. 14, 2-5 60.+1 Nr. 11 - Verwarnungen: keine, denn Schiedsrichterin hatte keine Karten
mit und kannte die Regeln auch nur oberflächlich - Platzverweise: keine -
Austragungsort: Sportstätte der Jugend, Platz 2 (Kap. 500 Stehplätze) -
Spielbewertung: 7,0/10 |
Photos with English commentary: |
Den Samstag verbrachte ich dann hauptsächlich in Leuna. Mit einem
Spitzenspiel der U13 ging es los. Leuna in Staffel 1 der Kreisklasse mit 9
Siegen und 1 Unentschieden sowie 84:6 Toren an der Spitze, Merseburg 99 mit
10 Siegen und 89:6 Toren auf Platz 1 der Staffel 2 (Leunas D-II ist da
übrigens 4. mit leicht negativer Bilanz). Insgesamt also sehr erfreulich, wie
die U13 in Leuna aufgestellt und erfolgreich ist. Beim heutigen
Kreispokalviertelfinale zeigte sich jedoch leider, dass Merseburg 99 einen Ticken
besser ist. Nachdem zwei Mal ein Rückstand schnell ausgeglichen werden
konnte, kam Leuna in Hälfte zwei nicht mehr auf Augenhöhe und verlor etwas zu
hoch mit 2:5. Das Spiel war gerade für diese Spielklasse temporeich,
technisch ansprechend und mit guten Schüssen und Torszenen gesegnet. Kritik
muss leider in erster Linie an der Schiedsrichterin erfolgen. Laut Aussage
eines Betreuers soll sie den Lehrgang noch nicht haben und natürlich ist so
ein U13-Spiel ein guter Einstieg, aber man sollte schon Regeln wie „kein
Abstoß über die Mittellinie“ kennen und für Schubsereien sollte es auch in
dieser Jugendklasse gelb bzw. Zeitstrafen geben. Auch die Zuordnung von
Einwürfen, Abstößen oder die Einschätzungen, wo ein Foul vorlag oder nicht,
funktionierte nicht so, wie man es von einem Schiri erwarten sollte. Das muss
sich ganz erheblich bessern! War allerdings bei einem männlichen Kollegen vom
TSV vor 12 Jahren genauso schlimm am Anfang und mittlerweile macht er sich
sehr gut und souverän. |
Teil III: Klatsche
gegen Kötzschau für Leuna II |
TSV Leuna
1919 II |
1 : 6 (1:1) |
SV Germania
Kötzschau 1932 |
-
Datum: Samstag, 23. November 2024 – Beginn: 11.30 - Tore: 1-0 17. Degner, 1-1 45.+1 Vegsö (Eigentor), 1-2 54.
Müller, 1-3 60. Palm, 1-4 65. Müller, 1-5 71. Junge, 1-6 89. Müller - Verwarnungen: Lading (Leuna); Schönemann (Kötzschau) - Platzverweise: keine -
Austragungsort: Stadion des Friedens, Kunstrasenplatz (Kap. 2.000, davon 210 Sitzplätze) -
Spielbewertung: 6,0/10 |
Photos with English commentary: |
Danach ging es ins Stadion des Friedens, wo auf dem Kunstrasen
das Derby der Zweiten gegen Kötzschau anstand. In einer guten ersten Halbzeit
ging Leuna durch Kevin Degners sehenswerten Weitschuss über den Gästekeeper
mit 1:0 in Führung. Kurz vor der Pause wurde unglücklich verteidigt und das für
den Gast noch glückliche 1:1 fiel. Nach der Pause fand Leuna gar nicht mehr
statt und Kötzschau zog bis auf 1:6 davon. Viel zu hoch, doch was die Zweite
heute zeigte, war auch ganz schwach, dort so einzubrechen! Die Woche drauf
siegten sie schon wieder und stehen nach wie vor auf einem ausgezeichneten
dritten Platz – aber die Partie heute war ja wohl die schlechteste in der
ganzen Hinrunde! |
Teil V: Drittes
Spiel, dritter Platz, dritte Niederlage |
TSV Leuna
1919 |
2 : 4 (1:1) |
SV Eintracht
Emseloh |
-
Datum: Samstag, 23. November 2024 – Beginn: 14.00 - Tore: 1-0 28. Cardoso, 1-1 30. Janek, 2-1 62. Cardoso, 2-2 70.
Schút, 2-3 77. Schút, 2-4 85. Stache - Verwarnungen: Cardoso (Leuna); Janek, Molochko (Emseloh) - Platzverweise: keine -
Austragungsort: Stadion des Friedens (Kap. 5.000 Stehplätze) -
Spielbewertung: 6,0/10 |
Photos with English commentary: |
Nun ging es auf den Hauptplatz und somit zum dritten Spiel auf
dem dritten Platz. Hätte ja nur noch gefehlt, dass irgendein
Großfeld-Jugendteam um 8.30 Uhr auf Platz 1 der Sportstätte der Jugend
gekickt hätte – aber drei Spiele bei saukaltem Wetter waren hart genug zum
Zuschauen und leider war es auch die dritte Niederlage. Leunas Erste
Mannschaft nach fünf Siegen in Folge mittlerweile mit der dritten Niederlage
in Serie. Die Gäste aus dem mansfeldischen Ameisenwald waren keineswegs
besser, doch in der ausgeglichenen Partie hatten sie am Ende die Nase vorn.
Denn auch zwei schöne Treffer von Kevin Moreira Cardoso langten nicht gegen
den starken Sturm der Gäste. Zwei Mal wurde schnell ausgeglichen und in der
Schlussviertelstunde die Partie auf 2:4 gedreht. |
Teil V: Erneute
Niederlage ohne Satzgewinn für die Buna-Faustballer |
Merseburger
SV Buna Schkopau |
0 : 5 |
Sportverein
Moslesfehn |
-
Datum: Samstag, 23. November 2024 – Beginn: 16.00 - Statistiken: siehe Verbandsseite -
Austragungsort: Rischmühlenhalle Merseburg (Kap. 800, davon 725 Sitzplätze) -
Spielbewertung: 6,0/10 |
Photos with English commentary: Fistball
Bundesliga (Indoor): MSV Buna Schkopau vs. SV Moslesfehn |
Zum Abschluss des heutigen Tages mal noch etwas ganz Anderes: der
MSV Buna Schkopau ist mit seiner Faustballmannschaft erstmals in die 1.
Bundesliga aufgestiegen. Genau wie beim Hockey gibt es eine Unterscheidung in
Hallen- und Feldsaison und es kann vorkommen, dass ein Verein in der 3. oder
4. Liga auf dem Feld spielt, aber in der Halle in der 1. oder 2. Liga. Kennt
man ja aus Leuna vom Hockey, wobei man dort ja mittlerweile auch in der Halle
nicht mehr so erfolgreich ist. Überhaupt nicht erfolgreich ist aber leider Buna Schkopau beim
Faustball in der neuen Liga. Die Truppe zahlt leider nur Lehrgeld, wobei man
als Zuschauer nicht mal Eintrittsgeld bezahlt. In jedem Fall war das Spiel
sehenswert und gegen den sehr renommierten Verein aus Moslesfehn bei
Oldenburg im Nordwesten Niedersachsens verlor man auch zwei Sätze nur mit
9:11 (wobei sie teilweise zwei, drei Punkte führten und dann den Satz dennoch
aus der Hand gaben), doch insgesamt war es mit 0:5 in eineinviertel Stunden inklusive
Pausen ein sehr kurzes Unterfangen. Gegen wen der MSV einen Sieg holen soll,
ist mir bei der Bilanz von 1:30 Sätzen aus 6 Spielen schleierhaft... Ich ging noch in der Kleinen Ritterstraße Essen und fuhr dann
nach Weferlingen. |
Statistik: - Grounds: 3.737 (1 neuer; diese
Saison: 77 neue) - Sportveranstaltungen: 5.245 (5; diese Saison: 120) - Tourkilometer: 580 (Sa 340km Auto, So 240km Auto) - Saisonkilometer: 38.420 (18.180 Auto, davon 6.060 Mietwagen/ 18.800
Flugzeug/ 1.340 Fahrrad/ 100 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 24 [letzte
Serie: 82, Rekordserie ohne 0-0: 178] -
Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des
Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 204 Wochen in Folge [letzte Serie: 30
Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW
11/2020]. |
Donnerstag, 5. Dezember 2024
W3.0204IV-V: Zurück von der Südafrikatour, auf zur Tour durch die Heimat
Mittwoch, 11. Oktober 2023
W3.0145III: Zwei Leunaer Auswärtsniederlagen im Mansfelder Land
BSV 1928 Klostermansfeld |
35 : 27 (20:13) |
TSV Leuna 1919 |
-
Datum: Samstag, 7. Oktober 2023 – Beginn: 18.15 -
Wettbewerb: Bezirksliga Sachsen-Anhalt Süd (6. und unterste Spielklasse im
Handball) -
Ergebnis: 35-27 nach 60 Minuten (30/30) – Halbzeit: 20-13 - Statistiken: siehe Verbandswebsite -
Austragungsort: Sporthalle Gottfried-August-Bürger-Gymnasium Benndorf (Kap. 300,
davon 200 Sitzplätze) -
Zuschauer: ca. 200 (davon ca. 20 Gäste) - Spielbewertung:
6,5/10 |
SV Eintracht Emseloh |
2 : 0 (0:0) |
TSV Leuna 1919 |
-
Datum: Samstag, 7. Oktober 2023 – Beginn: 15.00 -
Wettbewerb: Landesliga Sachsen-Anhalt Süd (7. Spielklasse, 2. Amateurliga) -
Ergebnis: 2-0 nach 90 Minuten (45/45) – Halbzeit: 0-0 - Tore:
1-0 48. Vrba, 2-0 79. Schút -
Gelbe Karten: Vrba (Emseloh) -
Rote Karten: keine -
Austragungsort: Sportplatz Emseloh (Kap. 1.100, davon 100 Sitzplätze) -
Zuschauer: ca. 150 (davon angeblich nur 75 zahlende und ca. 20 Gäste) - Spielbewertung:
6,5/10 |
SG SC Seeland Nachterstedt/Hoym & Froser SV Anhalt 07 (C-Jugend) |
2 : 3 (1:1) |
TSV Blau-Weiß 49 Eggersdorf (C-Jugend) |
-
Datum: Samstag, 7. Oktober 2023 – Beginn: 11.00 -
Wettbewerb: Kreisoberliga C-Junioren Salzlandkreis (5. und unterste
Spielklasse der U15) -
Ergebnis: 2-3 nach 76 Minuten (38/38) – Halbzeit: 1-1 - Tore:
1-0 14. Haut (11m), 1-1 32. Richter (11m), 1-2 42. Wohlgemuth, 1-3 52.
Schaff, 2-3 66. Ließmann -
Gelbe Karten: keine -
Rote Karten: keine -
Austragungsort: Sportplatz Hoym (Kap. 1.100 Stehplätze) -
Zuschauer: ca. 45 (davon ca. 15 Gäste) - Spielbewertung:
6,0/10 |
Photos with English commentary (FLICKR): a) Leuna’s Football Away Match in Emseloh |
Nach der Balkantour stand ein interessantes Auswärtsspiel für den
TSV Leuna an. Emseloh ist der einzige mir noch fehlende Hauptplatz der
Landesliga Süd. Passenderweise spielte zeitlich versetzt die
Handballabteilung, die ich schon lange nicht gesehen hatte, im nahegelegenen
Benndorf. Vorher machte ich noch den Ground in Hoym. Besichtigungen kamen auch nicht zu kurz. Hoym hatte ich mir mal
flüchtig angeschaut vor 10, 12 Jahren – nun schaute ich neben dem Schloss und
der Kirche auch mal auf dem Friedhof und an der Mühle vorbei. Der Ort ist
schon sehenswert, war mal reicher als heutzutage, sodass man natürlich auch
einigen Verfall sieht. Emseloh ist der Verfall aber schlimmer. Das Gutshaus ist
eindrucksvoll groß, die Kirche eindrucksvoll alt. Landschaftlich sehr schön
gelegen. Der Siff in Emseloh ist aber schon recht heftig. Dass man sich hier
eine regelrechte Söldnertruppe in der Landesliga leisten kann, verwundert
dann doch. Benndorf und Klostermansfeld kannte ich ja schon und ich hatte
keine Zeit, da noch rumzulaufen, da ich noch was einkaufen musste. Aber das
muss ich mal noch loswerden: Der NP in Klostermansfeld ist der übelste Saftladen,
den ich seit Jahren betreten habe. Meine Fresse, alle Vorurteile gegen das
Mansfelder Land konnte man da bestätigt bekommen – gut, dass niemand von
meinen West-Freunden mit dabei war... Abgelaufene Wurstwaren, verschimmeltes
Obst, beschädigte Verpackungen, unfähige und unwillige Mitarbeiter,
Bruchvolk-Kunden... Der Penny bei meiner alten Arbeitsstelle in Bonn war auch
so ein Drecksladen, aber da war der Anteil vergammelter Waren in der Auslage
nicht so extrem wie bei diesem NP – also checkt entweder jede Ware eingehend
auf den Zustand (auch abgepacktes Gemüse oder Wurst auf Schimmelbefall) oder
kauft am besten gar nicht dort ein! |
Den Anfang machte ja das Spiel in Hoym. Der Platz liegt an einem
Schotterweg gen Gatersleben, hat eine Stehstufe und einen großen Sprecherturm
als Ausbau, neben dem Rasengroßfeld auch einen nicht mehr genutzten
Nebenplatz mit Bogensportzielen, außerdem gibt es eine Tischtennisplatte,
einen Streetballplatz und ein ordentlich aussehendes Sportlerheim. Drumherum
viele Bäume – ein solider Provinzsportplatz, wirklich nett da! Die Partie war auch – gerade für diese untere Juniorenklasse –
sehenswert. Die Männer des SC Seeland spielen ja meist in Nachterstedt. Die
U15 ging hier glücklich mit einem Witzelfmeter in Führung. Ein ebensolcher
Witzelfmeter führte dann zum Ausgleich für Eggersdorf. Nach der Pause zog der
deutlich bessere und aktivere Gast u. a. mit einer Bogenlampe auf 1:3 davon.
2:3 lautete der Endstand. |
Dann die Partie, welche Anlass der Fahrt war: Emseloh. Was ein
Dorfplatz! Keine Ausbauten, einige Holzbänke, wobei eine zusammenbrach unter
der nicht so großen Last einer älteren Zuschauerin, welche deswegen erstmal
untersucht werden musste, dann ein schöner Graswall zum Zugucken, Bäume,
völlig verbaute Wechselbänke, ein primitives Funktionsgebäude, draußen noch
ein schönes Wappen mit dem Mohr St. Moritz und einer Ameise (Emseloh bedeutet
in einer älteren Hochdeutschform „Ameisenwald“) – aber naja, dann maßlose 5€
Eintritt. Aber irgendwie müssen die ganzen Ukrainer und aus Leuna bzw. Bad
Dürrenberg kommenden Kosovaren finanziert werden... Ob das so nachhaltig ist,
wage ich zu bezweifeln. Für Verbandsliga hat es zuletzt nicht mehr gereicht,
es gibt nur zwei Jugendmannschaften in Spielgemeinschaft, Sangerhausen ist
nicht weit, Eisleben ist nicht weit, in mehreren Dörfern der Umgebung spielt
man solide Kreisliga oder Kreisklasse – da wird es auch irgendwann hingehen.
Bei Edelweiß Arnstedt sehe ich z. B. mehr Substanz hinter. Die Partie wurde allerdings von Emseloh gewonnen. Da Leuna
gleichwertig war, aber im Sturm schwächer, ist es auch müßig von verdient
oder unverdient zu reden. Leuna hatte mehr Torchancen und bemühte sich mehr,
den Zuschauern etwas zu zeigen – aber Emseloh nutzte von seinen auch nicht so
wenigen Chancen wenigstens zwei während Leuna keinen Treffer erzielte. Das sehr sichere Schiedsrichtergespann ließ auf beiden Seiten
sehr viel laufen, hätte auch mal nen Elfer für Leuna geben können – aber die
Mannschaften stellten sich auf diese Linie ein und es funktionierte mit nur
einer gelben Karte in der gesamten Partie. |
Auch im Handball lief es nicht gut für den TSV. Zum Abschluss und
als Highlight des 6 Spiele (4x Jugend, 1x Frauen, 1x Männer) umfassenden
Spieltages in der Sporthalle Benndorf, traten die Bezirksliga-Männer vom BSV
Klostermansfeld gegen die Leunaer an. Gut 200 Zuschauer für mittlerweile 3€
Eintritt. Als ich vor 12, 13 Jahren dort schon mal für diese Partie war,
zahlte ich 1€ (keine Studentenermäßigung, Regulärpreis!) und damals gab es
noch zwei Ligen unter der Bezirksliga! Nach dem Coronawahn ist diese
Bezirksliga die unterste Spielklasse und da ist Eintritt eigentlich echt
nicht angemessen. Aber in Deutschland bekommt man als Verein keine oder zu
wenig Unterstützung von den Gemeinden, was in vielen anderen Ländern ja der
Fall ist, wo man in solchen Niederungen des Sports als Zuschauer nichts
abdrücken muss. Die Partie war immerhin für unterste Liga richtig gut. Man
merkte, dass hier der Erste gegen den Zweiten spielte, wobei der Tabellenführer
von Beginn an die bessere Mannschaft war. Teilweise führten sie bis zu 11 Tore,
am Ende eine in der Höhe verdiente 8-Tore-Niederlage für Leuna. Man muss
allerdings davon ausgehen, dass selbst bei Gleichwertigkeit Klostermansfeld
gewonnen hätte, da das Schiedsrichtergespann einseitig gegen Leuna Strafen
verhängte und der Gast somit auf 11 Zeitstrafen und zwei rote Karten nach den
dritten Zwei-Minuten kam, während der Gastgeber nur 5 Zeitstrafen erhielt.
Einmal schritt sogar ein Mansfelder Spieler ein und sagte den Schiris, dass
kein Foul gegen ihn vorlag und deswegen die Zwei-Minuten gegen Leuna
zurückgenommen werden sollten. So eine Szene sagt schon einiges aus
hinsichtlich Fairness eines Spielers und Willkür des Schiedsrichtergespanns... |
Statistik: - Grounds: 3.505 (2; diese Saison: 83 neue) - Sportveranstaltungen: 4.926 (3; diese Saison: 105) - Tourkilometer: 280km (280km Auto) - Saisonkilometer: 13.060 (11.440 Auto, davon 0 Mietwagen/ 0
Flugzeug/ 1.440 Fahrrad/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn / 180 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 136
[letzte Serie: 12, Rekordserie ohne 0-0: 178] - Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit:
Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 145 Wochen in
Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen
von KW 31/2006 bis KW 11/2020]. |
Montag, 7. April 2014
W401III: Das 60 Jahre alte Sierslebener Stadion und der Sportplatz mit Burgblick in Harkerode
SV Teutonia 1920 Siersleben ....................................... 2
- Datum: Sonntag, 6. April 2014 – Anstoß: 14.00
- Wettbewerb: Kreisliga Mansfeld-Südharz, Nordost (10. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-2 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 20. Nico Hartung (Foulelfmeter), 1-1 50. Tobias Wolf, 1-2 57. Tobias Wolf, 2-2 65. Christoph Dreher
- Verschossener Strafstoß: Harkerodes Torwart Norman Meier wehrt Foulelfmeter von Sierslebens Rene Paulsen ab (30. Min.)
- Verwarnungen: Patrick-Bernd Hartmann (Harkerode)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Harkerode (Kap. 520, davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 60 (davon 49 Zahlende und ca. 12 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes und spannendes Spiel)
SV Teutonia 1920 Siersleben C ................................... 2
JSG FSV Grün-Weiß Wimmelburg 1920/ BSC Blankenheim 1920/ SV Eintracht Emseloh C ............ 4
- Datum: Sonntag, 6. April 2014 – Anstoß: 10.00
- Wettbewerb: C-Junioren Kreisliga Mansfeld-Südharz (4. und unterste Spielklasse der U15)
- Ergebnis: 2-4 nach 71 Min. (35/36) – Halbzeit: 2-1
- Tore: 1-0 10. Niklas Dockhorn, 2-0 17. Steven Rathmann, 2-1 33. Jonas Ziegler, 2-2 39. Jonas Ziegler, 2-3 55. Jonas Hildebrandt, 2-4 70. Daniel Günther
- Verwarnungen: Leon Brüder (Siersleben); Jonas Täckelburg (Wimmelburg etc.)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Glück Auf Kampfbahn Siersleben (Kap. 1.600, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 25 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 4,0/10 (Erträglich, da einige Tore zu sehen waren)
Photos with English Commentary:
a) Under-Aged Football at Siersleben: Teutonia v Wimmelburg/ Blankenheim/ Emseloh
b) Amateur Football at Harkerode: Arnstein Harkerode v Teutonia Siersleben
c) Mansfeld Region: Arnstein Castle, Siersleben, Hübitz, Abberode, Pansfelde, Wieserode, Alterode, Endorf
Teutonia Siersleben hat eine prima Website, die auch eine komplette Geschichte der in den 1950ern errichteten Glück-Auf-Kampfbahn von Siersleben beschreibt. http://www.sv-teutonia-siersleben.de/?page=chronik&subpage=2 Da guckten wir uns doch gleich mal zwei Spiele des Vereins aus dem Gerbstedter Stadtteil an: zuerst die mit 0 Punkten auf dem letzten Platz stehende C Jugend in besagtem Stadion zuhause, dann die Männer (im Mittelfeld auf Rang 8) beim Tabellenletzten in Harkerode (nur 2 Punkte aus 21 Spielen und eigentlich schon abgestiegen)!
Ich fuhr zuerst in neuer Rekordzeit über die Landstraßen nach Staßfurt (65 Minuten, d.h. 75km/h-Schnitt) wo wir Anja abholten, dann ging es ins wenig attraktive Dorf Siersleben. Hinter dem ansehnlichsten Gebäude des Ortes, der Kirche, geht es rechts rein zum ganz ordentlichen Stadion. Dass die Stehränge mal größer waren, konnte man erahnen: die Schlackestufen waren aber größtenteils überwuchert oder verschüttet. Nur die linke Hälfte der Haupttribüne wurde etwas erneuert. Besonders eindrucksvoll ist die Anlage dadurch natürlich nicht, aber wenigstens durch die vielen Bäume auch nicht kahl.
Das U15-Spiel war nicht besonders attraktiv, aber beide Teams gaben ihr Bestes und v.a. dem körperlich unterlegenen Gastgeber muss man Respekt zollen, wie sie dem Gast in den ersten 20 Minuten das Heft aus der Hand nahmen und entgegen aller Erwartungen mit Offensivfußball in Führung gingen. Die 2:0 Führung wackelte aber schon vor der Pause. Nach dem Anschlusstreffer war es nur noch eine Frage der Zeit, ehe die Spielgemeinschaft Wimmelburg/ Blankenheim/ Emseloh (da nicht alphabetisch geordnet, wurden die Namen wohl nach der Attraktivität der Sportstätten in absteigender Reihenfolge angeordnet: Wimmelburg ist ein absolut genialer Ground, Blankenheim ganz gut und Emseloh öde…) das Spiel an sich riss. Die Abwehr geriet in der zweiten Hälfte deutlich öfter unter Druck und die vereinzelten Konter der Sierslebener hatten keinen Erfolg. Von 2:0 also auf 2:4!
Wir fuhren dann ein bisschen durch die Dörfer der Umgebung, in Mansfeld-Südharz und auch dem Harz-Kreis. Im benachbarten Hübitz hatten die Sierslebener ja mal eine Weile übergangsweise gespielt, doch der Platz dort wurde verkleinert und ist ein Bolz- und Spielplatz. Auffällig im Ort sind die neogotische Kirche, die in der Kirschstraße (Rechtschreibfehler oder Gag?) steht, und die halbverfallene LPG mit VEG Hübitz (Gesellschaft für Sport und Technik) Emblem.
Wir fuhren auf die Harzhochstraße und verließen diese in Ritzgerode. Dort führt eine sehr enge, topp asphaltierte Straße durchs Tal und nach Abberode wieder den Berg hinauf. Der Ort ist ganz ansehnlich: der Freizeitsportverein hat einen tollen Kleinfeldplatz mit Flutlicht, die Kirche ist eine interessante Ruine.
In Pansfelde gibt es eine ähnlich gebaute Kirche die in sehr gutem Zustand ist. Die beiden Sportplätze sind ebenfalls in bestem Zustand und landschaftlich auch schön gelegen. Die ganzen Verbots- und Hinweisschilder sowie Straßensperrungen der Gemeinde Falkenstein kann man übrigens getrost ignorieren – bei wem soll man sich eigentlich eine Genehmigung holen, wenn man auf dem Platz mal eine Runde bolzen will? So ein hirnloses Schild wie das am Kleinfeldplatz habe ich wirklich sehr selten gesehen…
Eine besonders schöne Dorfkirche, ein Fachwerkbau aus dem 17. Jahrundert, steht in Wieserode. Einige historische Häuser stehen dort auch am Anger, ein schöner Sportplatz ist hinter der Feuerwehr zu finden. Besser ist allerdings noch jener Platz in Alterode, den man über den Feldweg von Ulzigerode aus erreicht.
Die Ortschaft Harkerode ist dann eine ganz ansehnliche Häuseransammlung, die aber v.a. von ihrer Burgruine Arnstein auf einem Felskegel oberhalb des Ortes lebt. Diese schöne Anlage aus dem 12. Jahrhundert besuchten wir nach dem Spiel.
Der Verein heißt natürlich auch nach der Burg Arnstein und stellt diese sehr schön in seinem Vereinswappen dar. Der Sportplatz vom SV Arnstein 1948 Harkerode liegt etwas außerhalb des Ortes in einer von Bäumen umstandenen Wiese im Tal der Eine. Landschaftlich ist der Platz echt klasse! Es gibt auch ein paar Bänke und ein Vereinshaus. 2€ Eintritt sind trotzdem das Doppelte von dem was für diese Liga angemessen wäre. Dafür bekam man heute wenigstens ein gutes Spiel geboten.
Beide Seiten zeigten viel Einsatz, was dem älteren Sportfreund an der Pfeife manchmal Schwierigkeiten bereitete, und spielten viel nach vorne. Allerdings war es lange mehr der Außenseiter, der aktiver und auch erfolgreicher war. Mit einem berechtigten und souverän verwandelten Foulelfmeter gingen sie 1:0 in Führung, 10 Minuten später gab es einen noch eindeutigeren Foulelfmeter für Siersleben, der aber sehr schlecht geschossen war und für den Torwart von Harkerode keine Probleme darstellte.
Nach dem Seitenwechsel sah man, warum Harkerode so abgeschlagen auf dem Abstiegsplatz steht: für mehr als 45 Minuten Fußball reicht es wohl meist nicht! Der Gast ging jedenfalls schnell mit zwei Treffern aus spitzem Winkel aufs kurze Eck innerhalb von nur sieben Minuten in Führung. Immer wieder verloren die Gastgeber Bälle im Mittelfeld, die zu gefährlichen Kontern wurden. Kurz nach seiner Einwechslung war es jedoch ein Arnsteiner Wechselspieler, der mit einem Knaller aus 25 Metern in den langen Winkel für den verdienten Ausgleich und den Punktgewinn von Arnstein Harkerode sorgte, den sie bis zum Abpfiff verteidigen konnten.
Nach dem Spiel schauten wir uns wie gesagt die Burg Arnstein an und fuhren noch den direkten Weg über Endorf (3,5km Schotterpiste durch hügelige Felder mit teilweise Baumbestand am Rande) mit dem alten Fußballplatz und von dort nach Groß Schierstedt (Wer hat denn eigentlich den scheiß Schlüssel für das Haupttor zum Sportplatz? Man kommt doch eh problemlos über die Treppe von unten rein!) und zum Essen nach Aschersleben. Über Staßfurt ging es dann in 70 Minuten nach Merseburg zurück.
Statistik:
- Grounds: 1.094 (heute 2 neue; diese Saison: 123 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.018 (heute 2; diese Saison: 162)
- Tageskilometer: 320 (320km Auto)
- Saisonkilometer: 51.770 (50.440 Auto/ 1.240 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 10 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 15 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 401
Sonntag, 23. September 2012
W321III: Die Thomas-Müntzer-Kampfbahn und der Schwarz-Gelb-Sportplatz
Wir fuhren nach Gröbzig, dem ersten Ort in Anhalt-Bitterfeld, weiter. Mit SLK zusammen ist ABI der touristisch unattraktivste Landkreis Sachsen-Anhalts, aber natürlich findet man auch in diesen beiden Kackkreisen schöne Orte. Bernburg im Salzlandkreis ist ja wirklich sehenswert (mit Schlossbesichtigung 2 Stunden, mit Tierpark 4h) und auch im anhaltischen Gröbzig lohnt sich ein Stopp. Dort ist man allerdings schon in 15 Minuten rum, da außer der Kirche, dem massiven Schlossturm – sonst ist von dem Bau leider nichts übriggeblieben – und der Synagoge, die aufgrund der Torbögen mit hebräischen Bibelzitaten auch als solche erkennbar ist, dann doch nichts weiter zu sehen ist.
Statistik: 










