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Donnerstag, 5. Dezember 2024

W3.0204IV-V: Zurück von der Südafrikatour, auf zur Tour durch die Heimat

Teil I: Erstes Saalebulls Heimspiel seit 10 Jahren

Mitteldeutscher EC Saale Bulls Halle

3 : 7 (2:0 / 1:2 / 0:5)

Tilburg Trappers

- Datum: Freitag, 22. November 2024 – Beginn: 20.00
- Wettbewerb: Oberliga Nord (3. Spielklasse im Eishockey, Halbprofiliga)
- Ergebnis: 3-7 nach 60 Minuten (3x20) – Drittel: 2-0, 1-2, 0-5

- Statistiken: siehe Verbandswebsite 

- Austragungsort: sog. Sparkassen-Eiszelt (Kap. 1.500, davon 750 Sitzplätze)
- Zuschauer: 1.280 zahlende (davon ca. 5 Gästefans)

- Spielbewertung: 7,0/10

Photos with English commentary:

Ice-Hockey in Halle an der Saale: Saalebulls vs. Tilburg Trappers

In der letzten Saison bin ich zu keinem Saale Bulls Spiel gekommen. Zuletzt war ich 2022/23 im Dezember 22 bei den Indians, wo die Saalebulls sehenswert 3:4 gewannen. Das letzte Heimspiel der Bulls liegt aber noch viel länger zurück. Von Braunschweig aus und zu meiner Zeit in Bonn bin ich ja regelmäßig zu nahegelegenen Auswärtsfahrten (Hannover bzw. Ruhrgebiet oder auch Herford, Neuwied und Krefeld) gefahren. Aber seit 2014 war ich bei keinem Heimspiel mehr. Damals übers Wochenende nach Merseburg gefahren von Bonn aus und im noch neuen „Eisdom“ einen Sieg gegen mittlerweile eine Liga tiefer spielende FASS Berlin gesehen. Der Eisdom wird mittlerweile ausgebaut und daher müssen die Bulls in einem für nur 1.500 Zuschauer zugelassenen temporären Eiszelt antreten. Sitztribünen auf einer Längsseite, hinter beiden Toren Stehtribünen, alles natürlich zusammengeschraubt, wenig ansehnlich und v.a. schlechte Sicht aufs Eis. Aber die Stimmung ist dort nach wie vor gut. Problem nur im Moment: So schlecht wie in dieser Saison haben die Bulls schon ewig nicht mehr gespielt. Die Play-offs sind in Gefahr. So wie schon die ganze Saison lief dann auch die Partie gegen die Niederländer. Dominantes erstes Drittel, 2:0 Führung. Nach dem Seitenwechsel sofort den Ausgleich kassiert, sich aber wieder zurückgekämpft und 3:2 in Führung mit einem tollen Schlagschuss. Und dann totaler Einbruch im Schlussdrittel und eine 3:7 Niederlage. Insgesamt gesehen dennoch ein wirklich gutes und sehenswertes Spiel. Ich hoffe, die Bulls spätestens in den Play-offs noch mal sehen zu können!

MEC Saale Bulls Halle 3:7 Tilburg Trappers

Teil II: Leunaer D-Jugend mit Pokalaus gegen anderen Tabellenführer

TSV Leuna 1919 (D-Junioren)

2 : 5 (2:3)

SV Merseburg 99 (D-Junioren)

- Datum: Samstag, 23. November 2024 – Beginn: 10.00
- Wettbewerb: D-Jugend Kreispokal Saalekreis, Viertelfinale (beide Teams D-Junioren Saalekreisklasse, Staffel 1 bzw. 2; jeweils 3. und unterste Spielklasse der U13)
- Ergebnis: 2-5 nach 67 Minuten (33/34) – Halbzeit: 2-3

- Tore: 0-2 2. Nr. 9, 1-1 4. Noah Justin Trummer, 1-2 8. Nr. 9, 2-2 11. Scott Hammerschmidt, 2-3 30. Nr. 3, 2-4 48. Nr. 14, 2-5 60.+1 Nr. 11

- Verwarnungen: keine, denn Schiedsrichterin hatte keine Karten mit und kannte die Regeln auch nur oberflächlich

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Sportstätte der Jugend, Platz 2 (Kap. 500 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 45 (davon ca. 20 Gästefans)

- Spielbewertung: 7,0/10

Photos with English commentary:

Under-13 Football Cup: TSV Leuna vs. Merseburg 99

Den Samstag verbrachte ich dann hauptsächlich in Leuna. Mit einem Spitzenspiel der U13 ging es los. Leuna in Staffel 1 der Kreisklasse mit 9 Siegen und 1 Unentschieden sowie 84:6 Toren an der Spitze, Merseburg 99 mit 10 Siegen und 89:6 Toren auf Platz 1 der Staffel 2 (Leunas D-II ist da übrigens 4. mit leicht negativer Bilanz). Insgesamt also sehr erfreulich, wie die U13 in Leuna aufgestellt und erfolgreich ist. Beim heutigen Kreispokalviertelfinale zeigte sich jedoch leider, dass Merseburg 99 einen Ticken besser ist. Nachdem zwei Mal ein Rückstand schnell ausgeglichen werden konnte, kam Leuna in Hälfte zwei nicht mehr auf Augenhöhe und verlor etwas zu hoch mit 2:5. Das Spiel war gerade für diese Spielklasse temporeich, technisch ansprechend und mit guten Schüssen und Torszenen gesegnet. Kritik muss leider in erster Linie an der Schiedsrichterin erfolgen. Laut Aussage eines Betreuers soll sie den Lehrgang noch nicht haben und natürlich ist so ein U13-Spiel ein guter Einstieg, aber man sollte schon Regeln wie „kein Abstoß über die Mittellinie“ kennen und für Schubsereien sollte es auch in dieser Jugendklasse gelb bzw. Zeitstrafen geben. Auch die Zuordnung von Einwürfen, Abstößen oder die Einschätzungen, wo ein Foul vorlag oder nicht, funktionierte nicht so, wie man es von einem Schiri erwarten sollte. Das muss sich ganz erheblich bessern! War allerdings bei einem männlichen Kollegen vom TSV vor 12 Jahren genauso schlimm am Anfang und mittlerweile macht er sich sehr gut und souverän.

TSV Leuna 1919 D 2:5 SV Merseburg 99 D

Teil III: Klatsche gegen Kötzschau für Leuna II

TSV Leuna 1919 II

1 : 6 (1:1)

SV Germania Kötzschau 1932

- Datum: Samstag, 23. November 2024 – Beginn: 11.30
- Wettbewerb: Kreisliga Saalekreis, Staffel 2 (10. Spielklasse, 5. Amateurliga )
- Ergebnis: 1-6 nach 96 Minuten (49/47) – Halbzeit: 1-1

- Tore: 1-0 17. Degner, 1-1 45.+1 Vegsö (Eigentor), 1-2 54. Müller, 1-3 60. Palm, 1-4 65. Müller, 1-5 71. Junge, 1-6 89. Müller  

- Verwarnungen: Lading (Leuna); Schönemann (Kötzschau)

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Stadion des Friedens, Kunstrasenplatz (Kap. 2.000, davon 210 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 60 (davon ca. 25 Gästefans)

- Spielbewertung: 6,0/10

Photos with English commentary:

10th Division: TSV Leuna Res. vs. Kötzschau

Danach ging es ins Stadion des Friedens, wo auf dem Kunstrasen das Derby der Zweiten gegen Kötzschau anstand. In einer guten ersten Halbzeit ging Leuna durch Kevin Degners sehenswerten Weitschuss über den Gästekeeper mit 1:0 in Führung. Kurz vor der Pause wurde unglücklich verteidigt und das für den Gast noch glückliche 1:1 fiel. Nach der Pause fand Leuna gar nicht mehr statt und Kötzschau zog bis auf 1:6 davon. Viel zu hoch, doch was die Zweite heute zeigte, war auch ganz schwach, dort so einzubrechen! Die Woche drauf siegten sie schon wieder und stehen nach wie vor auf einem ausgezeichneten dritten Platz – aber die Partie heute war ja wohl die schlechteste in der ganzen Hinrunde!

TSV Leuna 1919 II 1:6 Germania Kötzschau

Teil V: Drittes Spiel, dritter Platz, dritte Niederlage

TSV Leuna 1919

2 : 4 (1:1)

SV Eintracht Emseloh

- Datum: Samstag, 23. November 2024 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Landesliga Sachsen-Anhalt, Staffel Süd (7. Spielklasse, 2. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-4 nach 93 Minuten (45/48) – Halbzeit: 1-1

- Tore: 1-0 28. Cardoso, 1-1 30. Janek, 2-1 62. Cardoso, 2-2 70. Schút, 2-3 77. Schút, 2-4 85. Stache  

- Verwarnungen: Cardoso (Leuna); Janek, Molochko (Emseloh)

- Platzverweise: keine

- Austragungsort: Stadion des Friedens (Kap. 5.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 105 (davon 92 zahlende und ca. 5 Gästefans)

- Spielbewertung: 6,0/10

Photos with English commentary:

7th Division: TSV Leuna vs. Eintracht Emseloh

Nun ging es auf den Hauptplatz und somit zum dritten Spiel auf dem dritten Platz. Hätte ja nur noch gefehlt, dass irgendein Großfeld-Jugendteam um 8.30 Uhr auf Platz 1 der Sportstätte der Jugend gekickt hätte – aber drei Spiele bei saukaltem Wetter waren hart genug zum Zuschauen und leider war es auch die dritte Niederlage. Leunas Erste Mannschaft nach fünf Siegen in Folge mittlerweile mit der dritten Niederlage in Serie. Die Gäste aus dem mansfeldischen Ameisenwald waren keineswegs besser, doch in der ausgeglichenen Partie hatten sie am Ende die Nase vorn. Denn auch zwei schöne Treffer von Kevin Moreira Cardoso langten nicht gegen den starken Sturm der Gäste. Zwei Mal wurde schnell ausgeglichen und in der Schlussviertelstunde die Partie auf 2:4 gedreht.

TSV Leuna 1919 2:4 Eintracht Emseloh

Teil V: Erneute Niederlage ohne Satzgewinn für die Buna-Faustballer

Merseburger SV Buna Schkopau

0 : 5

Sportverein Moslesfehn

- Datum: Samstag, 23. November 2024 – Beginn: 16.00
- Wettbewerb: 1. Bundesliga Faustball, Nordstaffel, Hallensaison (1. Spielklasse im Hallen-Faustball)
- Ergebnis: 0-5 nach ca. 60 Minuten tatsächlicher Spielzeit – Sätze: 9-11, 5-11, 2-11, 9-11, 5-11

- Statistiken: siehe Verbandsseite 

- Austragungsort: Rischmühlenhalle Merseburg (Kap. 800, davon 725 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 50 (keine Gästefans)

- Spielbewertung: 6,0/10

Photos with English commentary:

Fistball Bundesliga (Indoor): MSV Buna Schkopau vs. SV Moslesfehn

Zum Abschluss des heutigen Tages mal noch etwas ganz Anderes: der MSV Buna Schkopau ist mit seiner Faustballmannschaft erstmals in die 1. Bundesliga aufgestiegen. Genau wie beim Hockey gibt es eine Unterscheidung in Hallen- und Feldsaison und es kann vorkommen, dass ein Verein in der 3. oder 4. Liga auf dem Feld spielt, aber in der Halle in der 1. oder 2. Liga. Kennt man ja aus Leuna vom Hockey, wobei man dort ja mittlerweile auch in der Halle nicht mehr so erfolgreich ist.

Überhaupt nicht erfolgreich ist aber leider Buna Schkopau beim Faustball in der neuen Liga. Die Truppe zahlt leider nur Lehrgeld, wobei man als Zuschauer nicht mal Eintrittsgeld bezahlt. In jedem Fall war das Spiel sehenswert und gegen den sehr renommierten Verein aus Moslesfehn bei Oldenburg im Nordwesten Niedersachsens verlor man auch zwei Sätze nur mit 9:11 (wobei sie teilweise zwei, drei Punkte führten und dann den Satz dennoch aus der Hand gaben), doch insgesamt war es mit 0:5 in eineinviertel Stunden inklusive Pausen ein sehr kurzes Unterfangen. Gegen wen der MSV einen Sieg holen soll, ist mir bei der Bilanz von 1:30 Sätzen aus 6 Spielen schleierhaft...

Ich ging noch in der Kleinen Ritterstraße Essen und fuhr dann nach Weferlingen.

Merseburger SV Buna Schkopau 0:5 SV Moslesfehn

Statistik:

- Grounds: 3.737 (1 neuer; diese Saison: 77 neue)

- Sportveranstaltungen: 5.245 (5; diese Saison: 120)

- Tourkilometer: 580 (Sa 340km Auto, So 240km Auto)

- Saisonkilometer: 38.420 (18.180 Auto, davon 6.060 Mietwagen/ 18.800 Flugzeug/ 1.340 Fahrrad/ 100 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 24 [letzte Serie: 82, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 204 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Mittwoch, 11. Oktober 2023

W3.0145III: Zwei Leunaer Auswärtsniederlagen im Mansfelder Land

BSV 1928 Klostermansfeld

35 : 27 (20:13)

TSV Leuna 1919

- Datum: Samstag, 7. Oktober 2023 – Beginn: 18.15

- Wettbewerb: Bezirksliga Sachsen-Anhalt Süd (6. und unterste Spielklasse im Handball)

- Ergebnis: 35-27 nach 60 Minuten (30/30) – Halbzeit: 20-13

- Statistiken: siehe Verbandswebsite

- Austragungsort: Sporthalle Gottfried-August-Bürger-Gymnasium Benndorf (Kap. 300, davon 200 Sitzplätze)

- Zuschauer: ca. 200 (davon ca. 20 Gäste)

- Spielbewertung: 6,5/10

SV Eintracht Emseloh

2 : 0 (0:0)

TSV Leuna 1919

- Datum: Samstag, 7. Oktober 2023 – Beginn: 15.00

- Wettbewerb: Landesliga Sachsen-Anhalt Süd (7. Spielklasse, 2. Amateurliga)

- Ergebnis: 2-0 nach 90 Minuten (45/45) – Halbzeit: 0-0

- Tore: 1-0 48. Vrba, 2-0 79. Schút

- Gelbe Karten: Vrba (Emseloh)

- Rote Karten: keine

- Austragungsort: Sportplatz Emseloh (Kap. 1.100, davon 100 Sitzplätze)

- Zuschauer: ca. 150 (davon angeblich nur 75 zahlende und ca. 20 Gäste)

- Spielbewertung: 6,5/10

SG SC Seeland Nachterstedt/Hoym & Froser SV Anhalt 07 (C-Jugend)

2 : 3 (1:1)

TSV Blau-Weiß 49 Eggersdorf (C-Jugend)

- Datum: Samstag, 7. Oktober 2023 – Beginn: 11.00

- Wettbewerb: Kreisoberliga C-Junioren Salzlandkreis (5. und unterste Spielklasse der U15)

- Ergebnis: 2-3 nach 76 Minuten (38/38) – Halbzeit: 1-1

- Tore: 1-0 14. Haut (11m), 1-1 32. Richter (11m), 1-2 42. Wohlgemuth, 1-3 52. Schaff, 2-3 66. Ließmann

- Gelbe Karten: keine

- Rote Karten: keine

- Austragungsort: Sportplatz Hoym (Kap. 1.100 Stehplätze)

- Zuschauer: ca. 45 (davon ca. 15 Gäste)

- Spielbewertung: 6,0/10

Eintracht Emseloh 2:0 TSV Leuna 1919

Photos with English commentary (FLICKR):

a) Leuna’s Football Away Match in Emseloh

b) Leuna’s Handball Away Match in Benndorf

c) Under-15 Football in Hoym

d) Ostharz: Hoym, Emseloh

Nach der Balkantour stand ein interessantes Auswärtsspiel für den TSV Leuna an. Emseloh ist der einzige mir noch fehlende Hauptplatz der Landesliga Süd. Passenderweise spielte zeitlich versetzt die Handballabteilung, die ich schon lange nicht gesehen hatte, im nahegelegenen Benndorf. Vorher machte ich noch den Ground in Hoym.

Besichtigungen kamen auch nicht zu kurz. Hoym hatte ich mir mal flüchtig angeschaut vor 10, 12 Jahren – nun schaute ich neben dem Schloss und der Kirche auch mal auf dem Friedhof und an der Mühle vorbei. Der Ort ist schon sehenswert, war mal reicher als heutzutage, sodass man natürlich auch einigen Verfall sieht.

Emseloh ist der Verfall aber schlimmer. Das Gutshaus ist eindrucksvoll groß, die Kirche eindrucksvoll alt. Landschaftlich sehr schön gelegen. Der Siff in Emseloh ist aber schon recht heftig. Dass man sich hier eine regelrechte Söldnertruppe in der Landesliga leisten kann, verwundert dann doch.

Benndorf und Klostermansfeld kannte ich ja schon und ich hatte keine Zeit, da noch rumzulaufen, da ich noch was einkaufen musste. Aber das muss ich mal noch loswerden: Der NP in Klostermansfeld ist der übelste Saftladen, den ich seit Jahren betreten habe. Meine Fresse, alle Vorurteile gegen das Mansfelder Land konnte man da bestätigt bekommen – gut, dass niemand von meinen West-Freunden mit dabei war... Abgelaufene Wurstwaren, verschimmeltes Obst, beschädigte Verpackungen, unfähige und unwillige Mitarbeiter, Bruchvolk-Kunden... Der Penny bei meiner alten Arbeitsstelle in Bonn war auch so ein Drecksladen, aber da war der Anteil vergammelter Waren in der Auslage nicht so extrem wie bei diesem NP – also checkt entweder jede Ware eingehend auf den Zustand (auch abgepacktes Gemüse oder Wurst auf Schimmelbefall) oder kauft am besten gar nicht dort ein!

SC Seeland Hoym-Nachterstedt / Froser SV Anhalt C 2:3 Blau-Weiß Eggersdorf C

Den Anfang machte ja das Spiel in Hoym. Der Platz liegt an einem Schotterweg gen Gatersleben, hat eine Stehstufe und einen großen Sprecherturm als Ausbau, neben dem Rasengroßfeld auch einen nicht mehr genutzten Nebenplatz mit Bogensportzielen, außerdem gibt es eine Tischtennisplatte, einen Streetballplatz und ein ordentlich aussehendes Sportlerheim. Drumherum viele Bäume – ein solider Provinzsportplatz, wirklich nett da!

Die Partie war auch – gerade für diese untere Juniorenklasse – sehenswert. Die Männer des SC Seeland spielen ja meist in Nachterstedt. Die U15 ging hier glücklich mit einem Witzelfmeter in Führung. Ein ebensolcher Witzelfmeter führte dann zum Ausgleich für Eggersdorf. Nach der Pause zog der deutlich bessere und aktivere Gast u. a. mit einer Bogenlampe auf 1:3 davon. 2:3 lautete der Endstand.

Emseloh

Dann die Partie, welche Anlass der Fahrt war: Emseloh. Was ein Dorfplatz! Keine Ausbauten, einige Holzbänke, wobei eine zusammenbrach unter der nicht so großen Last einer älteren Zuschauerin, welche deswegen erstmal untersucht werden musste, dann ein schöner Graswall zum Zugucken, Bäume, völlig verbaute Wechselbänke, ein primitives Funktionsgebäude, draußen noch ein schönes Wappen mit dem Mohr St. Moritz und einer Ameise (Emseloh bedeutet in einer älteren Hochdeutschform „Ameisenwald“) – aber naja, dann maßlose 5€ Eintritt. Aber irgendwie müssen die ganzen Ukrainer und aus Leuna bzw. Bad Dürrenberg kommenden Kosovaren finanziert werden... Ob das so nachhaltig ist, wage ich zu bezweifeln. Für Verbandsliga hat es zuletzt nicht mehr gereicht, es gibt nur zwei Jugendmannschaften in Spielgemeinschaft, Sangerhausen ist nicht weit, Eisleben ist nicht weit, in mehreren Dörfern der Umgebung spielt man solide Kreisliga oder Kreisklasse – da wird es auch irgendwann hingehen. Bei Edelweiß Arnstedt sehe ich z. B. mehr Substanz hinter.

Die Partie wurde allerdings von Emseloh gewonnen. Da Leuna gleichwertig war, aber im Sturm schwächer, ist es auch müßig von verdient oder unverdient zu reden. Leuna hatte mehr Torchancen und bemühte sich mehr, den Zuschauern etwas zu zeigen – aber Emseloh nutzte von seinen auch nicht so wenigen Chancen wenigstens zwei während Leuna keinen Treffer erzielte.

Das sehr sichere Schiedsrichtergespann ließ auf beiden Seiten sehr viel laufen, hätte auch mal nen Elfer für Leuna geben können – aber die Mannschaften stellten sich auf diese Linie ein und es funktionierte mit nur einer gelben Karte in der gesamten Partie.

Eintracht Emseloh 2:0 TSV Leuna 1919

Auch im Handball lief es nicht gut für den TSV. Zum Abschluss und als Highlight des 6 Spiele (4x Jugend, 1x Frauen, 1x Männer) umfassenden Spieltages in der Sporthalle Benndorf, traten die Bezirksliga-Männer vom BSV Klostermansfeld gegen die Leunaer an. Gut 200 Zuschauer für mittlerweile 3€ Eintritt. Als ich vor 12, 13 Jahren dort schon mal für diese Partie war, zahlte ich 1€ (keine Studentenermäßigung, Regulärpreis!) und damals gab es noch zwei Ligen unter der Bezirksliga! Nach dem Coronawahn ist diese Bezirksliga die unterste Spielklasse und da ist Eintritt eigentlich echt nicht angemessen. Aber in Deutschland bekommt man als Verein keine oder zu wenig Unterstützung von den Gemeinden, was in vielen anderen Ländern ja der Fall ist, wo man in solchen Niederungen des Sports als Zuschauer nichts abdrücken muss.

Die Partie war immerhin für unterste Liga richtig gut. Man merkte, dass hier der Erste gegen den Zweiten spielte, wobei der Tabellenführer von Beginn an die bessere Mannschaft war. Teilweise führten sie bis zu 11 Tore, am Ende eine in der Höhe verdiente 8-Tore-Niederlage für Leuna. Man muss allerdings davon ausgehen, dass selbst bei Gleichwertigkeit Klostermansfeld gewonnen hätte, da das Schiedsrichtergespann einseitig gegen Leuna Strafen verhängte und der Gast somit auf 11 Zeitstrafen und zwei rote Karten nach den dritten Zwei-Minuten kam, während der Gastgeber nur 5 Zeitstrafen erhielt. Einmal schritt sogar ein Mansfelder Spieler ein und sagte den Schiris, dass kein Foul gegen ihn vorlag und deswegen die Zwei-Minuten gegen Leuna zurückgenommen werden sollten. So eine Szene sagt schon einiges aus hinsichtlich Fairness eines Spielers und Willkür des Schiedsrichtergespanns...

BSV Klostermansfeld 1928 35:27 TSV Leuna 1919

Statistik:

- Grounds: 3.505 (2; diese Saison: 83 neue)

- Sportveranstaltungen: 4.926 (3; diese Saison: 105)

- Tourkilometer: 280km (280km Auto)

- Saisonkilometer: 13.060 (11.440 Auto, davon 0 Mietwagen/ 0 Flugzeug/ 1.440 Fahrrad/ 0 Bus, Bahn, Straßenbahn / 180 Schiff, Fähre)

- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 136 [letzte Serie: 12, Rekordserie ohne 0-0: 178]

- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 145 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 711 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020].

Montag, 7. April 2014

W401III: Das 60 Jahre alte Sierslebener Stadion und der Sportplatz mit Burgblick in Harkerode

SV Arnstein 1948 Harkerode ...................................... 2
SV Teutonia 1920 Siersleben ....................................... 2
- Datum: Sonntag, 6. April 2014 – Anstoß: 14.00
- Wettbewerb: Kreisliga Mansfeld-Südharz, Nordost (10. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-2 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 20. Nico Hartung (Foulelfmeter), 1-1 50. Tobias Wolf, 1-2 57. Tobias Wolf, 2-2 65. Christoph Dreher
- Verschossener Strafstoß: Harkerodes Torwart Norman Meier wehrt Foulelfmeter von Sierslebens Rene Paulsen ab (30. Min.)
- Verwarnungen: Patrick-Bernd Hartmann (Harkerode)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz Harkerode (Kap. 520, davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 60 (davon 49 Zahlende und ca. 12 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes und spannendes Spiel)

SV Teutonia 1920 Siersleben C ................................... 2
JSG FSV Grün-Weiß Wimmelburg 1920/ BSC Blankenheim 1920/ SV Eintracht Emseloh C ............ 4
- Datum: Sonntag, 6. April 2014 – Anstoß: 10.00
- Wettbewerb: C-Junioren Kreisliga Mansfeld-Südharz (4. und unterste Spielklasse der U15)
- Ergebnis: 2-4 nach 71 Min. (35/36) – Halbzeit: 2-1
- Tore: 1-0 10. Niklas Dockhorn, 2-0 17. Steven Rathmann, 2-1 33. Jonas Ziegler, 2-2 39. Jonas Ziegler, 2-3 55. Jonas Hildebrandt, 2-4 70. Daniel Günther
- Verwarnungen: Leon Brüder (Siersleben); Jonas Täckelburg (Wimmelburg etc.)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Glück Auf Kampfbahn Siersleben (Kap. 1.600, davon 100 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 25 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 4,0/10 (Erträglich, da einige Tore zu sehen waren)  
Photos with English Commentary:
a) Under-Aged Football at Siersleben: Teutonia v Wimmelburg/ Blankenheim/ Emseloh
b) Amateur Football at Harkerode: Arnstein Harkerode v Teutonia Siersleben
c) Mansfeld Region: Arnstein Castle, Siersleben, Hübitz, Abberode, Pansfelde, Wieserode, Alterode, Endorf

Teutonia Siersleben hat eine prima Website, die auch eine komplette Geschichte der in den 1950ern errichteten Glück-Auf-Kampfbahn von Siersleben beschreibt. http://www.sv-teutonia-siersleben.de/?page=chronik&subpage=2 Da guckten wir uns doch gleich mal zwei Spiele des Vereins aus dem Gerbstedter Stadtteil an: zuerst die mit 0 Punkten auf dem letzten Platz stehende C Jugend in besagtem Stadion zuhause, dann die Männer (im Mittelfeld auf Rang 8) beim Tabellenletzten in Harkerode (nur 2 Punkte aus 21 Spielen und eigentlich schon abgestiegen)!

Ich fuhr zuerst in neuer Rekordzeit über die Landstraßen nach Staßfurt (65 Minuten, d.h. 75km/h-Schnitt) wo wir Anja abholten, dann ging es ins wenig attraktive Dorf Siersleben. Hinter dem ansehnlichsten Gebäude des Ortes, der Kirche, geht es rechts rein zum ganz ordentlichen Stadion. Dass die Stehränge mal größer waren, konnte man erahnen: die Schlackestufen waren aber größtenteils überwuchert oder verschüttet. Nur die linke Hälfte der Haupttribüne wurde etwas erneuert. Besonders eindrucksvoll ist die Anlage dadurch natürlich nicht, aber wenigstens durch die vielen Bäume auch nicht kahl.

Das U15-Spiel war nicht besonders attraktiv, aber beide Teams gaben ihr Bestes und v.a. dem körperlich unterlegenen Gastgeber muss man Respekt zollen, wie sie dem Gast in den ersten 20 Minuten das Heft aus der Hand nahmen und entgegen aller Erwartungen mit Offensivfußball in Führung gingen. Die 2:0 Führung wackelte aber schon vor der Pause. Nach dem Anschlusstreffer war es nur noch eine Frage der Zeit, ehe die Spielgemeinschaft Wimmelburg/ Blankenheim/ Emseloh (da nicht alphabetisch geordnet, wurden die Namen wohl nach der Attraktivität der Sportstätten in absteigender Reihenfolge angeordnet: Wimmelburg ist ein absolut genialer Ground, Blankenheim ganz gut und Emseloh öde…) das Spiel an sich riss. Die Abwehr geriet in der zweiten Hälfte deutlich öfter unter Druck und die vereinzelten Konter der Sierslebener hatten keinen Erfolg. Von 2:0 also auf 2:4!  
Wir fuhren dann ein bisschen durch die Dörfer der Umgebung, in Mansfeld-Südharz und auch dem Harz-Kreis. Im benachbarten Hübitz hatten die Sierslebener ja mal eine Weile übergangsweise gespielt, doch der Platz dort wurde verkleinert und ist ein Bolz- und Spielplatz. Auffällig im Ort sind die neogotische Kirche, die in der Kirschstraße (Rechtschreibfehler oder Gag?) steht, und die halbverfallene LPG mit VEG Hübitz (Gesellschaft für Sport und Technik) Emblem.

Wir fuhren auf die Harzhochstraße und verließen diese in Ritzgerode. Dort führt eine sehr enge, topp asphaltierte Straße durchs Tal und nach Abberode wieder den Berg hinauf. Der Ort ist ganz ansehnlich: der Freizeitsportverein hat einen tollen Kleinfeldplatz mit Flutlicht, die Kirche ist eine interessante Ruine.

In Pansfelde gibt es eine ähnlich gebaute Kirche die in sehr gutem Zustand ist. Die beiden Sportplätze sind ebenfalls in bestem Zustand und landschaftlich auch schön gelegen. Die ganzen Verbots- und Hinweisschilder sowie Straßensperrungen der Gemeinde Falkenstein kann man übrigens getrost ignorieren – bei wem soll man sich eigentlich eine Genehmigung holen, wenn man auf dem Platz mal eine Runde bolzen will? So ein hirnloses Schild wie das am Kleinfeldplatz habe ich wirklich sehr selten gesehen…

Eine besonders schöne Dorfkirche, ein Fachwerkbau aus dem 17. Jahrundert, steht in Wieserode. Einige historische Häuser stehen dort auch am Anger, ein schöner Sportplatz ist hinter der Feuerwehr zu finden. Besser ist allerdings noch jener Platz in Alterode, den man über den Feldweg von Ulzigerode aus erreicht.  
Die Ortschaft Harkerode ist dann eine ganz ansehnliche Häuseransammlung, die aber v.a. von ihrer Burgruine Arnstein auf einem Felskegel oberhalb des Ortes lebt. Diese schöne Anlage aus dem 12. Jahrhundert besuchten wir nach dem Spiel.

Der Verein heißt natürlich auch nach der Burg Arnstein und stellt diese sehr schön in seinem Vereinswappen dar. Der Sportplatz vom SV Arnstein 1948 Harkerode liegt etwas außerhalb des Ortes in einer von Bäumen umstandenen Wiese im Tal der Eine. Landschaftlich ist der Platz echt klasse! Es gibt auch ein paar Bänke und ein Vereinshaus. 2€ Eintritt sind trotzdem das Doppelte von dem was für diese Liga angemessen wäre. Dafür bekam man heute wenigstens ein gutes Spiel geboten.

Beide Seiten zeigten viel Einsatz, was dem älteren Sportfreund an der Pfeife manchmal Schwierigkeiten bereitete, und spielten viel nach vorne. Allerdings war es lange mehr der Außenseiter, der aktiver und auch erfolgreicher war. Mit einem berechtigten und souverän verwandelten Foulelfmeter gingen sie 1:0 in Führung, 10 Minuten später gab es einen noch eindeutigeren Foulelfmeter für Siersleben, der aber sehr schlecht geschossen war und für den Torwart von Harkerode keine Probleme darstellte.

Nach dem Seitenwechsel sah man, warum Harkerode so abgeschlagen auf dem Abstiegsplatz steht: für mehr als 45 Minuten Fußball reicht es wohl meist nicht! Der Gast ging jedenfalls schnell mit zwei Treffern aus spitzem Winkel aufs kurze Eck innerhalb von nur sieben Minuten in Führung. Immer wieder verloren die Gastgeber Bälle im Mittelfeld, die zu gefährlichen Kontern wurden. Kurz nach seiner Einwechslung war es jedoch ein Arnsteiner Wechselspieler, der mit einem Knaller aus 25 Metern in den langen Winkel für den verdienten Ausgleich und den Punktgewinn von Arnstein Harkerode sorgte, den sie bis zum Abpfiff verteidigen konnten.

Nach dem Spiel schauten wir uns wie gesagt die Burg Arnstein an und fuhren noch den direkten Weg über Endorf (3,5km Schotterpiste durch hügelige Felder mit teilweise Baumbestand am Rande) mit dem alten Fußballplatz und von dort nach Groß Schierstedt (Wer hat denn eigentlich den scheiß Schlüssel für das Haupttor zum Sportplatz? Man kommt doch eh problemlos über die Treppe von unten rein!) und zum Essen nach Aschersleben. Über Staßfurt ging es dann in 70 Minuten nach Merseburg zurück.  
Statistik:
- Grounds: 1.094 (heute 2 neue; diese Saison: 123 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.018 (heute 2; diese Saison: 162)
- Tageskilometer: 320 (320km Auto)
- Saisonkilometer: 51.770 (50.440 Auto/ 1.240 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 10 öffentliche Verkehrsmittel/ 0 Flugzeug)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 15 [letzte Serie: 10, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 401

Sonntag, 23. September 2012

W321III: Die Thomas-Müntzer-Kampfbahn und der Schwarz-Gelb-Sportplatz

Schwarz-Gelb Bernburg/ Eintr. Blau-Gelb Peißen --- 7
TSG Unseburg-Tarthun/ SV Fortuna Schneidlingen - 0
Datum: Sonntag, 23. September 2012 – Anstoß: 11.00
Wettbewerb: B-Junioren Kreisklasse Salzlandkreis (5. und unterste Liga der 14-16jährigen)
Ergebnis: 7-0 nach 80 Min. (40/40) – Halbzeit: 3-0
Tore: 1-0 24. (8), 2-0 29. (13), 3-0 34. (10); 4-0 41. (3), 5-0 50. (10), 6-0 57. (10), 7-0 75. (12)
Verwarnungen: (7) von Bernburg
Platzverweise: keine
Spielort: Sportplatz Schwarz-Gelb Bernburg (Kap. 1.500 Stehplätze)
Zuschauer: ca. 30 (davon ca. 8 Gästefans)
Unterhaltungswert: 4,0/10 (Bernburgs Leistung war ja OK, aber Unseburg spielte grauenhaft – insgesamt also ein weniger attraktives Spiel)

VfB Gröbzig 1928 ------------------------------------------ 2
SV Eintracht Emseloh ------------------------------------- 3
Datum: Sonntag, 23. September 2012 – Anstoß: 14.15
Wettbewerb: Landesklasse Sachsen-Anhalt, Staffel 4 (8. Liga, 3. Amateurliga)
Ergebnis: 2-3 nach 92 Min. (46/46) – Halbzeit: 2-2
Tore: 0-1 30. Daniel Stephansky, 1-1 33. Simon Nagel, 1-2 36. Björn Kortung, 2-2 40. Patrick Bergmann, 2-3 89. Sebastian Dell
Verwarnungen: Thomas Hölzke, Enrico Rathmann, Christopher Stöpel, Sven Berthold (Gröbzig); Rene Ottilie, Björn Kortung, Nico Russkih, David Guba, Sebastian Pönitz (Emseloh)
Platzverweise: keine
Spielort: Thomas-Müntzer-Kampfbahn (Kap. 2.000, davon 200 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 200 (davon angeblich nur 78 zahlende; Gästefans ca. 10)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Wirklich gutes und spannendes Spiel!)
IMG_0425 Photos with English Commentary:
 
Die B-Jugend von Bad Dürrenberg/ Leuna hatte dieses Wochenende spielfrei, also schauten wir mal bei einer anderen B-Jugend-Partie vorbei. Sonntagmorgen hat man ja genug Auswahl in der Hinsicht. Da Anja und ich ohnehin nach Gröbzig zum Landesklassespiel weiter wollten, bot sich das Spiel von Schwarz-Gelb Bernburg B an.

In der B-Jugend hat Schwarz-Gelb Bernburg eine Spielgemeinschaft mit Blau-Gelb Peißen. Die Trikots sind aber orange-schwarz wie die Arbeitsanzüge der Müllabfuhr. Also quasi müllabfuhrfarben... Zum Glück sieht das Stadion nicht auch noch aus wie eine Müllkippe. Es liegt am Stadtrand, von Feldern und Bäumen umgeben. Vieles ist schwarz-gelb gestrichen, die beiden Tribünenstufen leider nicht.

Die Gastmannschaft, eine Spielgemeinschaft von TSG Unseburg/ Tarthun und SV Fortuna Schneidlingen, sah leider keinen Stich gegen die nicht mehr als mittelmäßigen Hausherren. Einzelne Spieler fielen bei Bernburg/ Peißen durch sichere Ballbehandlung und gute Schüsse auf, aber gegen einen ernstzunehmenden Gegner wäre nie ein 7:0 auf der nicht vorhandenen Anzeigetafel erschienen. Die gerade einmal 8 Mannschaften umfassende Salzlandliga der B-Junioren hatte nicht annähernd die Qualität wie die Saalekreisliga, was mich allerdings keineswegs wunderte. Die Disziplin der Spieler war aber auch im Salzland noch OK – ärgerlich war nur, dass die völlig chancenlose Gastmannschaft (die nicht eine einzige Torgelegenheit in den 80 Minuten erspielen konnte!) einzig durch meckern und provozieren auffiel. Doch die einzige Karte wiederum, sah ein Bernburger Spieler, der sich einfach die dummen Sprüche des sicherlich nicht nur wegen seiner Gewichtsklasse unglaublich schlecht spielenden 14ers von Unseburg nicht mehr kommentarlos anhören wollte: Bei einem solchen Spruch wie „Fick dich Junge, du verfressenes Schwein“ muss aber eben auch eine gelbe Karte gezeigt werden… IMG_0504 Wir fuhren nach Gröbzig, dem ersten Ort in Anhalt-Bitterfeld, weiter. Mit SLK zusammen ist ABI der touristisch unattraktivste Landkreis Sachsen-Anhalts, aber natürlich findet man auch in diesen beiden Kackkreisen schöne Orte. Bernburg im Salzlandkreis ist ja wirklich sehenswert (mit Schlossbesichtigung 2 Stunden, mit Tierpark 4h) und auch im anhaltischen Gröbzig lohnt sich ein Stopp. Dort ist man allerdings schon in 15 Minuten rum, da außer der Kirche, dem massiven Schlossturm – sonst ist von dem Bau leider nichts übriggeblieben – und der Synagoge, die aufgrund der Torbögen mit hebräischen Bibelzitaten auch als solche erkennbar ist, dann doch nichts weiter zu sehen ist.

OK, nichts weiter stimmt allerdings nicht ganz. Beim jüdischen Friedhof befinden sich die Sportanlagen – und das Stadion ist richtig klasse! Die Thomas-Müntzer-Kampfbahn betritt man zu angemessenen Eintrittspreisen (3€ normal, 2€ Schüler, Studenten, Rentner, Behinderte, 1€ Mitglieder… Warum geht das eigentlich beim TSV Leuna nicht mehr so?!) durch eine von Steinstehlen flankierte Treppe. Linkerhand ist eine dreireihige, von Bäumen beschattete Stehtribüne mit vier Holzbänken, rechterhand eine solche Tribüne mit 12 Holzbänken zu finden. Ein Vereinsheim gibt es auch. Der VfB-Schriftzug an der Mauer hinter dem einen Tor fällt auch gleich ins Auge. Durch den dichten Baumbestand fallen die Flutlichtmasten allerdings nicht so ins Auge – die dürften auch wenig Licht spenden… 

VfB Gröbzig und Eintracht Emseloh mussten etwas auf die halleschen Schiedsrichter warten und schenkten sich dann von Beginn an nichts. Es war ein wirklich gutes und sehenswertes Landesklassespiel. Manchmal etwas hart, aber nie unfair. Torszenen gab es reichlich. Treffer aber erst ab der 30. Minute. Dann ging es aber auch Schlag auf Schlag: 0-1 mit Schuss ins Eck aus Nahdistanz, drei Minuten später 1-1 durch Weitschuss ins Eck, dann wieder nur drei Minuten darauf 1-2 für Emseloh durch einen Freistoß und fünf Minuten vor der Pause dass 2-2 mit einem schönen Kopfball über die Torhüterarme. 

Nach der Pause ging es kaum weniger interessant und rasant zu, doch Tore wollten keine mehr fallen. Erst eine Minute vor dem Ende gelang der Gastmannschaft, die zwar in der ersten Hälfte deutlich weniger, in der zweiten dafür umso mehr fürs Spiel tat, die dritte Führung in der Partie. Und dieser Flachschuss brachte die Entscheidung: Emseloh holte den dritten Sieg im vierten Spiel, Gröbzig nun leider mit der vierten Niederlage in Folge. Ein so deutlicher Unterschied, wie ihn die Tabelle anzeigt, war aber in keiner Phase auszumachen. Emseloh hatte dann nur das Glück des Geschickteren, dass diese Partie nicht 3:3 oder gar 4:3 für die Platzherren endete! IMG_0506 Statistik:
Grounds: 797 (heute 2 neue; diese Saison: 29 neue)
Sportveranstaltungen: 1.615 (heute 2, diese Saison: 38)
Tageskilometer: 140 (140 Auto)
Saisonkilometer: 11.390 (10.530 Auto/ 780 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug/ 0 Bahn, Bus, Tram)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 7 [Letzte Serie = Neuer Rekord: 141!]
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 321