Osternienburger HC Schwarz-Weiß |
3 : 1 (1:0) |
TSV Leuna 1919 |
- Datum: Sonntag, 14. Juni 2026 – Beginn: 16.30 - Ergebnis: 3-1 nach 65 (17/16/16/16) Minuten - Viertel: 0-0, 1-0, 1-0, 1-1 - Tore: 1-0 30. Hädicke, 2-0 43. Nagel, 3-0 50. Mettchen, 3-1 57. Zeiger - Grüne Karten: Dolge, Zieger (OHC); Poczatek (TSV) - Gelbe Karten: keine - Rote Karten: keine - Austragungsort: Hockeypark Osternienburg (Kap. 1.000, davon 40 Sitzplätze) |
SV 1889 Altenweddingen (C-Jugend) |
9 : 1 (2:1) |
JSG SV Irxleben 1919 / TSV Niederndodeleben 1900 (C-Jugend) |
- Datum: Sonntag, 14. Juni 2026 – Beginn: 11.00 - Ergebnis: 9-1 nach 70 (35/35) Minuten - Halbzeit: 2-1 - Tore: 1-0 24. Matla, 1-1 30. Bamberg, 2-1 32. Matla, 3-1 38. Golling, 4-1 40. Golling, 5-1 42. Golling, 6-1 44. Chazaro, 7-1 52. Chazaro, 8-1 54. Golling, 9-1 56. Lippisch - Verwarnungen: 1x Irxleben - Platzverweise: keine - Austragungsort: Klemens-Fendler-Sportforum, Nebenplatz / Kunstrasen (Kap. 1.000 Stehplätze) |
Photos with English commentary: |
Das Vorprogramm für dieses wichtige Hockeyspiel des TSV Leuna fand in Altenweddingen statt. Im Ort gibt es eine große Kirche und ein paar historische Bürgerhäuser, aber insgesamt kein besonders sehenswertes Dorf. Auch die Sportanlage ist nichts Besonderes. Es wurde auch mal wieder der Rasenplatz geschont und auf Plaste gekickt. Dafür war das Spiel unterhaltsam. Die U15 der Gastgeber ließ Chance um Chance liegen, ging erst mit einem Handelfmeter in Führung. Kurz darauf schoss der nur mit 10 Spielern erschienene Gast Irxleben-Niederndodeleben sogar den Ausgleich. Mit einem viel zu niedrigen 2:1 ging es in die Pause. Nach dem Seitenwechsel komplette Überforderung der am Ende nur noch zu neunt spielenden Gäste: Altenweddingen ließ deren Abwehr alt aussehen und siegte noch mit 9:1. |
Dann meine Begleitung in Osterweddingen abgeholt, weiter nach Trinum bei Köthen. Dort die Fahrräder raus und eine 30-Kilometer-Runde gedreht. In Köthen war die St. Jakobs Kirche am Markt geöffnet und lohnte sich zu besichtigen. Das Schloss schauten wir nur außen an. Je weiter man von Köthen weg fährt, desto versiffter werden Wege und Orte. Osternienburg ist zwar auch wenig sehenswert, hat aber viel Sport zu bieten und eine sehr gepflegte (wenn auch eher unspektakuläre) Anlage mit Kunstrasenplatz. Die Hockeyabteilung ist auch immerhin auf dem Feld und in der Halle Regionalliga. Leuna in der Halle nur noch Oberliga, auf dem Feld leider auch auf dem Weg dahin. Die viel zu kleinen Ligen werden jedes Jahr halb ausgetauscht, da fast die Hälfte der Liga absteigt. Das Ligensystem beim Hockey muss echt noch mal überdacht werden. Bei freiem Eintritt tat sich im ersten Viertel herzlich wenig. Leuna hatte in der ganzen ersten Hälfte keine Torchance. Kurz vor dem Seitenwechsel gelang Osternienburg ein halbhoher Ball ins lange Eck zum 1:0. Nach dem Seitenwechsel dann endlich Druck vom TSV, doch nicht einmal ein Penalty führte zum Torerfolg und nach und nach hieß es 3:0 für den OHC. Erst viel zu spät traf Urgestein Christian Zeiger zum 3:1. Nun kommt es leider auf das letzte Spiel in Berlin-Zehlendorf an. Auch sehr unschön, dass hier kein Gästeanhang mit dabei war. Wie sich die Hockeyabteilung entwickelt, gefällt mir ohnehin nicht. Bei den Fußballern sieht das viel besser aus, auch wenn es dort Landesliga-Spitzengruppe heißt und nicht Regionalliga: Diese beiden Ligen sind aufgrund der in Fußball und Hockey unterschiedlichen Ligenstruktur definitiv vergleichbar! Den Rückweg der Radtour legten wir über Elsdorf und Thurau nach Trinum. |
Statistik: - Grounds: 4.006 (1; diese Saison: 163 neue) - Sportveranstaltungen: 5.658 (2; diese Saison: 233) - Tourkilometer: 180 km Auto, 30 km Rad - Saisonkilometer: 81.180 (50.190 Flugzeug / 29.100 Auto, davon 7.470 Mietwagen/ 2.830 Fahrrad/ 50 Bus, Bahn, Straßenbahn/ 0 Schiff, Fähre) - Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 3 [letzte Serie: 13, Rekordserie ohne 0-0: 178] - Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 2 des Jahres 2021 (04.-10.01.), d.h. seit 285 Wochen in Folge [letzte Serie: 30 Wochen von KW22/2020-51/2020; Rekordserie: 712 Wochen von KW 31/2006 bis KW 11/2020] |
Mittwoch, 17. Juni 2026
Mittwoch, 18. April 2018
W611IV: Sonntag im Salzland und Anhalt
SV Finken Raguhn ...................................... 31
- Datum: Sonntag, 15. April 2018 – Beginn: 17.00
- Wettbewerb: Anhaltliga (9. und unterste Handballliga, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 25-31 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 8-15
- Tore: Döring 7, Busch 5, Köckeritz 3, Drostel 3, Mohs 3, Wirtz 1, Eger 1, Grosche 1, Daum 1 (Wolfen); Topat 12, J. Oehmichen 7, Backes 5, P. Oehmichen 3, Köppen 1, Scheurig 1, Schibelius 1, Paatzsch 1 (Finken)
- Gelbe Karten: Daum, Köckeritz, Wirtz (Wolfen); Freudenthal, J. Oehmichen, Topat (Finken)
- Zwei Minuten: Eger, Döring (Wolfen = 4 Strafminuten); Topat, Lamm (Finken = 4 Strafminuten)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sporthalle Wolfen Krondorf (Kap. 600 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 60 (davon ca. 30 Gäste)
- Unterhaltungswert: 5,0/10
SV Rot-Weiß Groß Rosenburg ................... 2
SV Blau-Weiß Pretzien ................................ 4
- Datum: Sonntag, 15. April 2018 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Salzlandliga (9. Spielklasse, 4. Amateurliga)
- Ergebnis: 2-4 nach 93 Min. (45/48) – Halbzeit: 1-2
- Tore: 1-0 7. Jahnke, 1-1 13. Regenstein, 1-2 16. Walter (Elfmeter), 1-3 70. Regenstein, 2-3 76. Jahnke, 2-4 89. Regenstein
- Gelbe Karten: NN, NN, NN (Groß Rosenburg); 2x XY, NN, NN, NN,NN (Pretzien)
- Rote Karten: XY von Pretzien (78. wg. wdh. Foulspiel)
- Austragungsort: Sportplatz Groß Rosenburg (Kap. 750 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 90 (davon 79 zahlende und ca. 10 Gäste)
- Unterhaltungswert: 7,5/10
TSV Grün-Weiß Klein Mühlingen/ Zens A ... 10
Harsleber SV Germania A ................................ 2
- Datum: Sonntag, 15. April 2018 – Beginn: 11.00
- Wettbewerb: Landesliga Sachsen-Anhalt A-Junioren, Staffel 2 (4. und unterste U19-Liga)
- Ergebnis: 10-2 nach 90 Min. (45/45) – Halbzeit: 8-1
- Tore: 1-0 5. Hertel, 2-0 11. Eigentor, 3-0 14. Stegemann, 4-0 25. Walter, 5-0 26. Hertel, 6-0 29. Nimmich, 7-0 35. Sandring, 8-0 44. Hertel, 8-1 45. Berndt, 8-2 57. Betke, 9-2 83. Ylyenga, 10-2 90. Ylyenga
- Gelbe Karten: TW Geppert (Harsleben)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportstätte an der Röthe (Bördeland-Kleinmühlingen; Kap. 1.050, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 25 (davon ca. 5 Gäste)
- Unterhaltungswert: 6,5/10
Photos with English commentary:a) Under-19 League: Kleinmühlingen/ Zens 10-2 Harsleben
b) 9th Division: Groß Rosenburg 2-4 Pretzien
c) Handball: Wolfen Reserves 25-31 Finken Raguhn
d) Salzlandkreis: Klein Rosenburg Castle Ruin, Groß Rosenburg Church, Tarnitz Village, Klein Mühlingen Village
Am Sonntag ging es im Salzland und Anhalt über die Dörfer. Zuerst ein A-Jugendspiel in Kleinmühlingen, das früher auseinander geschrieben wurde, weswegen der Verein sich auch Klein Mühlingen schreibt. In der Spielgemeinschaft mit dem Nachbardorf Zens schoss die U19-Mannschaft heute die Harlslebener Germania mit 10:2 ab. Nach der ersten Halbzeit sah es nach noch mehr Toren aus, aber durch zwischenzeitliche Gegenwehr kam auch der Gast zu Treffern und verhinderte bis auf zwei Gegentore in der Schlussphase – erzielt von einem Burkinabe in der Börde – eine noch größere Klatsche. Der Platz ist übrigens nichts Besonderes. Der Eingangsbereich ist aber schön gestaltet – ebenso der Sozialtrakt und das Vereinsheim. Es gibt auch einige Bänke. Ansonsten die übliche Bördeeinöde mit Pappeln drumherum.
Deutlich sehenswerter ist der Platz in Groß Rosenburg: zwei nebeneinander liegende und von alten Eichen und Erlen umstandene Sportplätze am Saaledeich. Der Hauptplatz ist sehr eng und das Sportlerheim hat zwei schöne Wappen zu bieten. Das Dorf selber hat übrigens eine sehenswerte Kirche und dass Nachbardorf Klein Rosenburg eine schöne kleine Burgruine zu bieten.Auf dem Platz gab es heute für viel zu hohe 3€ Eintritt (das ist doch keine Landesklasse hier!) auch einiges zu sehen: früh ging Rosenburg in Führung, schnell drehte Blau-Weiß Pretzien das Spiel auf 1:2. Nach der Pause eine immer hitzigere Partie und das 1:3. Doch Groß Rosenburg kommt noch mal ran, ehe sie kurz vor Schluss mit einem Mann mehr das 2:4 kassieren. Nicht nur von dem Bruchvolk vorm Sportlerheim gab es unablässig Beschimpfungen gegen das nicht immer sichere Schiedsrichtergespann – einmal wussten die z.B. nicht, ob der Verwarnte Pretziener schon einmal verwarnt war – auch Spieler maulten die Unparteiischen vielfach voll. Da war schon gut Stimmung...
Das dritte und letzte Spiel war schließlich ein Handballspiel der untersten Liga, in der mittlerweile die Finken Raguhn angelangt sind. Zu Gast waren die heute bei der II. Mannschaft der HSG Wolfen, wobei deren Erste auch nur noch Verbandsliga Süd spielt. Jedenfalls stand bei Wolfen eine bunte Truppe aus Jugend und Alten Herren auf dem Feld, die gegen die homogenere Mannschaft aus Raguhn anfangs völlig überfordert war. Das Spiel war eigentlich bei Pause schon entschieden, doch bei dauernd bis zu neun Toren Rückstand kam Wolfen in einer stärkeren Phase noch mal heran und hielt das Ergebnis mit 25:31 noch im Rahmen.Die Sporthalle Wolfen-Krondorf zählt übrigens zu den attraktivsten Hallen in Sachsen-Anhalt: eine niedrige Obertribüne ohne Sichteinschränkungen, interessante Hocker statt Sitze und alles recht formschön, farblich gut und modern gestaltet. Auch die Glasfront vom Foyer ist ganz auffällig.
Nach ausgiebigem Essen in Köthen dauerte es doch bis nach um eins ehe ich wieder in Bonn war.
Statistik:- Grounds: 2.152 (3; diese Saison: 172 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.317 (3; diese Saison: 212)
- Tourkilometer: 580 (580km Auto)
- Saisonkilometer: 49.780 (26.490 Auto, davon 4.770 Mietwagen/ 20.060 Flugzeug/ 2.840 Fahrrad/ 0 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 97 [letzte Serie: 108, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 611 Wochen.
Donnerstag, 12. Januar 2012
W284III: Packendes Sachsen-Anhalt-Derby – Hallenhockey vom Feinsten!
Samstag, 11. Dezember 2010
W228I: Das Sachsen-Anhaltische Handball-Derby in Liga 3
Freitag 10. Dezember 2010 – Anwurf 19.30
Liga: 3. Bundesliga/ Ost (Halbprofi-Liga)
Ergebnis: 15:20 nach 60 Min. – Halbzeit: 8:12
Tore: Cieszynski 5, Musche 4, Luskovec 3, Grohmann 1, Kreller 1, Uelsmann 1 (HG 85); Kraft 7, Weber 5, Seifert 3, Schöttke 2, Hoffmann 1 (SVA)
Gelbe Karten: 2 Spieler + Trainer (HG 85); 3 Spieler + Trainer (SVA)
Zeitstrafen in Minuten: Lux 4, Stojan 4, Grohmann 2, Uelsmann 2, Brandt 2, Weber 2 (HG 85); Kraft 4, Seifert 2, Steinbrink 2, Poplawski 2, Rindert 2 (SVA)
Platzverweise: keine
Sportanlage: Heinz Fricke Sporthalle (Kap. 850, davon 500 Sitzplätze)
Zuschauer: 850 (ausverkauft; davon ca. 150 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Kein herausragend gutes, aber spannendes und durch Härte der Abwehrreihen und Fan-Atmosphäre interessantes Spiel)

Photos and English version:
HANDBALL DERBY IN KÖTHEN: HG 85 – ANHALT BERNBURG
Der 15.55-Zug war „nur“ 25 Minuten zu spät in Halle, sodass wir den 16.43 nach Magdeburg über Köthen, der letzten Hopperticketstation von Merseburg aus auf dieser Strecke, gerade noch kriegten. Wir waren fast zwei Stunden vor dem Anwurf an der Halle, wobei es erwartungsgemäß die Ansage gab: „Karten eine Stunde vor Anpfiff – jetzt noch nicht“. Dann halt noch einmal durch das verschneite Köthen – übrigens die am Besten beräumte Stadt, die ich diesen Winter gesehen habe – zum Marktplatz in der Altstadt: die Marktkirche und das Rathaus sind zwei wirklich sehenswerte Bauten. Aber es ist natürlich dort ziemlich ausgestorben. Doch Köthen ist auch durch sein Schloss und die darin befindliche Vogelsammlung (Link zu Bildern von einem früheren Besuch in Köthen) eine sehenswerte Stadt.
Als wir dann 18.30 an der Halle waren, bequemten sich die zwei Kassenwärter die sauteuren Karten herauszugeben. 8€ für Steh- und 10€ für Sitzplätze, wobei davon 2€ Top-Zuschlag sind: ein Zuschlag, der - wie schon einmal zum Spielbesuch in Bernburg erwähnt - der Kostendeckung bei Mehrkosten durch erhöhte Polizeikräftezahl usw. dient – und nicht zum Abzocken der Zuschauer. Natürlich gab es auch in Köthen keine Polizei, wobei die Zahl der Ordner mit etwa einem Dutzend recht hoch war. Die Preise für Essen wie die geschmacklich guten Knacker im Brötchen – 1,90€ – waren echt nicht mehr feierlich.
Weg von den asozialen Preisen im Handball – kommen wir zum schöneren Thema: der Ground. Die Sporthalle Heinz Fricke (ob damit der deutsche Dirigent gemeint ist bezweifle ich, obwohl dieser aus dem Osten Deutschlands stammt: aber solche Sporthallen heißen meist nach mehr oder weniger überzeugten und wichtigen Antifaschisten, die keine Sau kennt) ist ein klassischer DDR-Rundbogenhallenbau, der sicherlich in den 1960er Jahren erbaut wurde. Hier sind die acht an den Außenseiten ausladend lang gezogenen Stützbalken besonders auffällig. Über ein Foyer kommt man rechts zur Tribüne: sechs Reihen mit Holzbänken, wobei die erste Reihe, in der wir Platz zu nehmen hatten, etwas anders aufgemacht ist, als die dahinter folgenden. Zudem sitzt man nur etwa 30cm über dem Boden, was für einen mehr als 1,40m großen Menschen unbequem ist. Die Heinz-Fricke-Sporthalle ist ansonsten ein sehr zuschauerfreundlicher Hallenbau: rechts geht man auf der Tribüne noch eine Treppe zur Empore hoch, die hinter dem einen Tor einen breiten Raum einnimmt und auf der der Tribüne gegenüberliegenden Seite bis fast zur Ecke an der Anzeigetafel schmal weitergeht. Hätte ich vorher gewusst, wie die Halle aussieht (es gibt aber leider keine Innenansichten außer meine eigenen jetzt im Internet), hätte ich die Stehplätze vorgezogen. Bei so einem Derby muss man aber früh kommen, um noch einen Platz direkt an der Barriere auf der Längsseite zu bekommen: die Rentner haben nämlich dort die Angewohnheit, ihre Jacken als Zeichen „hier ist belegt, also verpiss dich!“ eine Stunde vorher über die Balustrade zu hängen, um dann bis kurz vorm Anwurf im Foyer zu essen, Bier zu trinken und zu quatschen. Wie die Urlauber auf Malle: Handtuch auf den Liegstuhl und dann noch mal aufs Hotelzimmer flätzen oder zwei Stunden am Frühstücksbüffet fressen...
Derby also: von den drei sachsen-anhaltischen Mannschaften in der Oststaffel der 3. Bundesliga liegen Bernburg (Salzlandkreis) und Köthen (Anhalt-Bitterfeld) am dichtesten zusammen. In Bernburg habe ich auch wenig Freundliches über die Köthener gehört, sodass ich mit einem harten Spiel des 10. gegen den 8. gerechnet habe. Verwunderlich, dass es keinen Platzverweis geben sollte, doch man hatte auch mit den sächsischen Schiris zwei sehr gute Leute an den Pfeifen. Die waren auch häufig gefordert, da das Spiel zwar relativ arm an Toren, aber trotzdem reich an Tempo und eben auch an Härte – besonders bei der Abwehrarbeit – war. Richtig grobe Fouls gab es aber nicht, auch wenn z.B. mal ein Bernburger mit Nasenbluten runter musste, weil er wohl er die angewinkelten Fäuste des Köthener Verteidigers mit einem Kopfstoß brechen wollte...

Nach dem 1:0 der Köthener drehten die Gäste schnell auf und zogen auf 1:6 davon, wobei sie sich in Abschluss wie Abwehr bis zur 20. Minuten klar besser zeigten. Danach schafften es Köthen heranzukommen, was auch durch Bernburger Fehler gelang, doch die Aussetzer wurden von den Gästen schnell wieder ausgebügelt. Ab der 25. hatten die Hausherren auch wieder mit einigen Macken geglänzt: so rutschte einem HG-Spieler der Ball beim Siebenmeterwurf aus der Hand und fiel neben dem Spieler herunter. Erinnerte mich an einen Kumpel beim Schulsportfest: Weitwurf – und der Heini wirft die geniale Weite von „Minus Fuffzsch Zendimedor“. In der Schlusssekunde der ersten Halbzeit hämmerte ein Bernburger (Alexander Weber, glaube ich) noch ansatzlos einen Ball ins Eck.
Nach der Pause war Bernburg für eine Weile abgemeldet, doch Köthen sollte nur bis auf ein Tor herankommen und nie mehr eine Führung erzielen. Der fünf Tore-Abstand pendelte sich dann ab der 50. ein. Ab und an wurde es noch mal etwas hitzig: aber ein paar Pöbeleien und Schubsereien auf dem Feld sind noch das Mindeste, was bei so einem Spiel zu erwarten ist.
Was die Fans anbetrifft, so hatte ich mit einer für Handball guten bis überragenden Stimmung in einer vollen Halle gerechnet: und tatsächlich; die Halle war ausverkauft, manche standen sogar auf der Treppe zur Empore – und die Bernburger agierten auch wie erhofft; der Block war geschlossen hinter der Mannschaft und stand oft Minuten lang klatschend und kurze Sprechchöre rufend auf der Tribüne, die Mannschaft ausgiebig feiernd. Nach dem Abpfiff liefen sogar einige gleich zum Team auf die Platte und es wurde schön abgefeiert. Leider ließ die Stimmung beim Köthener Publikum ziemlich zu wünschen übrig. Auch wenn die Mannschaft nicht gut spielt – das war ja bis zur siebten Minute auch nicht so abzusehen – muss man die Derbystimmung nicht gänzlich auf die Stimmungs-Zutat Nr. 2 (Gegner auspfeifen, über Schiri meckern, rumpöbeln) beschränken. Nach der Pause waren einmal in der Aufholphase der HG 85 sehr einfallsreiche „Köthen, Köthen“-Sprechchöre zu hören – ansonsten gab es nur ein bisschen monotones Geklatsche und trotz Aufmunterungen des guten, aber manchmal etwas zu moderationsfreudigen Hallensprechers, keine weiteren Anfeuerungen der Mannschaft. Nur Meckern und Pöbeln. Verglichen mit dem trommel- und sprechchorfreudigen Bernburger Anhang wirklich erbärmlich. Allerdings kann man den Köthenern auch nicht vorwerfen, dass sie niveaulos gewesen wären: rassistische Pöbeleien wie bei Anhalt Dessau oder einigen norddeutschen Bundesligisten werden in Köthen sicherlich nicht so akzeptiert und selbst die etwas unterbelichtete Bernburger Handballexpertin neben mir, die wohl meinte sie sei zuhause oder im Gästesektor, wurde nur belächelt und in Ruhe gelassen: da hab ich bei Dorfvereinen in solchen Situationen (Spieler der Heimmannschaft wird klar gefoult, bleibt liegen und Gästefan meckert für umsitzende Heimfans hörbar „Schauspieler“ etc.) schon richtig derbe Antworten gehört...
Alles in Allem hat sich der Besuch trotz der Preise aber gelohnt und ich kann diese Partie – auch in umgekehrter Reihung – jedem Handballinteressierten empfehlen. Auf dem Rückweg gab es wieder nur relativ geringe Verspätungen, sodass wir den Anschluss in Halle noch gerade so erreichten.

Statistik:
Ground Nr. 502 (ein neuer Ground; diese Saison: 52 neue)
Sportveranstaltung Nr. 1.187 (diese Saison: 74)
Tageskilometer: 100 (Bahn)
Saisonkilometer: 12.630 (8.170 Auto/ 2.090 Fahrrad/ 1.570 Bahn, Bus, Tram/ 800 Schiff, Fähre/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 83
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 228
Samstag, 28. Februar 2009
WE135I: A Friday Evening Floodlight Match in Köthen
Friday, 27th February 2008 - kick-off time 19.00
Landesklasse Staffel 5 (8th level, 4th amateur division)
Result: 4:1 after 96 min. (47/49) - Halftime 2:0
Goals: 1-0 22nd Müller, 2-0 37th Bouzbouz, 2-1 49th Günçer, 3-1 82nd Lorentz, 4-1 91st Lorentz
Bookings: Köthen; Trybus, Müller, Frinze - Aken; Hädicke
Sent-offs: Aken’s Voigt due to repeatedly playing foul
Stadium: Stadion an der Rüsternbreite (cap. 4,000)
Attendance: 224 (about 30 away fans)
Match quality: 6.0/10 (slightly above average)
After a meeting in the morning in the Institute for Oriental Studies of the University of Halle-Wittenberg, I had enough time to watch a more or less legal live-stream of a Syrian first division football game (Al-Ittihad Halab 0:1 Al-Karameh Homs) and then returned to Halle. This time for moving on to Köthen, a small city 30km north of Halle, were an interesting amateur football match was to be played.
When we arrived at the stadium 90 minutes prior the game, we went to the club’s restaurant first. We ordered an excellent Schnitzel with fried eggs, roasted potatoes and a small salad for just 3.85€. The interior of the restaurant is very elegant.
Some minutes before the kick-off, we went to the ticket office and bought a ticket for 3€ and a match programme for 0.50€, each. The stadium named after the bordering street “An der Rüsternbreite” is an average amateur stadium that can hold about 4,000 fans on even ground around the pitch or on the paved terraces. Vis-á-vis the stadium, there is a sports hall that is the home of HG 85 Köthen, a quite successful handball club. Strangely enough, they played their Regionalliga match at 19.30 - since the clubs usually work together, some fans at the football ground complained about that kick-off time, saying that those guys that make the official fixtures must have been stoned.
The rain did not stop and the floodlight was weak, so I did not take many photos. Even weaker than the floodlight was the support of both sides. 224 visitors and neither enthusiasm, nor aggro. Just some intelligent remarks as “Du Vogel!” - literally “you bird!”, but in the sense of “you idiot!” or “Junge, Junge, Junge, doooo! Was der widder für ne Scheiße pfeift, doo!” - a typical complaint about the referee. All in all we can say that the visitors were at off-time, or as we Germans call it: “Es war tote Hose - it was dead trousers.”
Some of the abovementioned complaints of the fans against the referee were even justified, especially when the match official from Halle showed a Köthen player the yellow card because he stated that the player just dived, although it was absolutely obvious that a player from Aken pulled him to the ground with full force. The linesmen corrected the referee then, so that the yellow card for the player from Köthen was erased and that one from Aken got a yellow card instead. Due to it was his second card, he had to leave the pitch.
Within the first 15 minutes, Köthen did not have a single chance although ranked 3rd, while Aken was just ranked 13th. Elbe Aken missed the target a few times, and after Köthen had their first two chances, too, they went in front by an easy but clean goal by Müller.
Ten minutes before half time, the Moroccan Othmane Bouzbouz, voted most valuable player of the first half (15 matches) of the season by the fans of Germania Köthen, distributed another goal.
In the second half, Elbe Aken had the better start once again and therefore was able to score the goal which left the scoring side only one down. No doubt, the host awoke after that goal, although they needed a lot of time, until minute 82, to score on their own. But within 10 minutes, Lorentz decided the match.
Most of the match, Köthen showed that they are better skilled than Aken and they were the more active team, so the victory was justified.
After the match I took some photos in the city of Köthen, because the market square and the neighbouring streets are illuminated quite well and we had a lot of time until the train that brought us to Halle arrived. Changing the train in Halle, we were in Merseburg few minutes before 11 p.m.
Although the weather was shit, the day was good. The floodlight sucked, but the players were OK. The fans were boring, but the meal in the club’s restaurant great. And nonetheless a visit to Köthen can be recommended as a stop-over of one or two hours for tourists, because there are several interesting churches and other impressive buildings, especially around the market square, and the nice castle holds an interesting exhibition of stuffed birds.
Statistics
Ground No. 281 (new ground; this season: 51)
Sporting event No. 758 (this season: 125)
Kilometres that day: 115 (100 by train, 15 by bike)
Km this season: 17,940 (9,270 car/ 2,960 plane/ 2,870 bike/ 2,840 public transport)
Number of football matches since the last goalless draw: 1
Number of weeks since the last week without any sporting event (Aug 1st-6th 2006): 135
For more photos see:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/090227CFC%20Germania%204-1%20Elbe%20Aken_Koethen%20bei%20Nacht/







