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Montag, 28. August 2017

W578II: Ruhrgebietsfußball mit einer Kunstrasenburg, einer Industriesportanlage, einer Wasserturmtribüne und auch einem stinknormalen Landesligaplatz

VfB Börnig 1919 A ................................................... 1
Westfalia 04 Gelsenkirchen A ................................. 1
- Datum: Sonntag, 27. August 2017 – Beginn: 11.00
- Wettbewerb: Testspiel (A-Junioren Kreisliga Herne; 6. und unterste U19-Liga gegen A-Junioren Bezirksliga Westfalen, Staffel 5; 5. U19-Liga)
- Ergebnis: 1-1 nach 93 Min. (45/48) – Halbzeit: 0-0
- Tore: 1-0 69. Ebbinghaus, 1-1 89. Ouakil
- Gelbe Karten: Steiner (Börnig); Göllner, Kacagöz, NN (Westfalia)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportanlage an der Schadeburg (Kap. 2.120, davon 120 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 35 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 3,0/10 (Mäßiger Kick mit wenigen Torchancen)

VfR Rauxel 08 II ...................................................... 6
SuS Pöppinghausen 1955 II .................................... 0
- Datum: Sonntag, 27. August 2017 – Beginn: 13.00
- Wettbewerb: Kreisliga C 2, Herne (11. und unterste Liga; 7. Amateurliga)
- Ergebnis: 6-0 nach 95 Min. (50/45) – Halbzeit: 4-0
- Tore: 1-0 4. Schmitt, 2-0 11. Bernholz, 3-0 30. Bernholz, 4-0 40. Bernholz, 5-0 75. Lammers, 6-0 80. Schleicher (Handelfmeter)
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportplatz an der Voerderstraße (Kap. 2.050, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 70 (davon ca. 5 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 3,5/10 (Langweiliger Kick, da der Gast überhaupt nicht wettbewerbsfähig war und eine halbwegs gute Mannschaft zwischen 10 und 20 Toren erzielt hätte)

SV Arminia 1926 Sodingen ..................................... 4
Sportfreunde Habinghorst/ Dingen ........................ 1
- Datum: Sonntag, 27. August 2017 – Beginn: 15.00
- Wettbewerb: Kreisliga B 1, Herne (10. Liga; 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 4-1 nach 92 Min. (45/47) – Halbzeit: 4-0
- Tore: 1-0 8., 2-0 36., 4-0 43. Hausherr, 3-0 38. Ehm; 4-1 64. Kirkkilic
- Gelbe Karten: 2x Sodingen; 3x SF Habinghausen
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportplatz am Wasserturm/ Bromberger Straße (Kap. 1.030 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 55 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Gutes Spiel)

VfL Kemminghausen 1925 ..................................... 1
SSV Mühlhausen-Uelzen 1949 ............................... 1
- Datum: Sonntag, 27. August 2017 – Beginn: 17.30
- Wettbewerb: Landesliga Westfalen, Staffel 5 (6. Liga; 2. Amateurliga)
- Ergebnis: 1-1 nach 93 Min. (46/47) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 31. Prothman, 1-1 62. Basic
- Gelbe Karten: Stärk, Bednarek (Kemminghausen); Prothmann, Sezer, Wycisk (Mühlhausen)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportplatz am Gretelweg (Kap. 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 200 (davon ca. 25 Gästefans, angeblich nur 70 zahlende)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Ganz gutes Spiel) VfB Börnig 1919 A 1:1 Westfalia Gelsenkirchen A Photos with English Commentary:
a) VfB Börnig 1919 A 1:1 Westfalia Gelsenkirchen A
b) VfR Rauxel 08 II 6:0 Sus Pöppinghausen II
c) Arminia Sodingen 4:1 SF Habinghorst/ Dingen
d) VfL Kemminghausen 1:1 SSV Mühlhausen-Uelzen

Kurzfristig machte ich eine Tour ins Ruhrgebiet. Es ist eigentlich völlig egal wo im Ruhrgebiet: zumindest Sonntag bekommt man Fußball satt, wobei man nicht einmal Essen mitbringen muss wie in so vielen anderen Regionen wenn man nahtlos von Ground zu Ground hoppt, denn fast überall gibt es Pommes, Bratwurst u.a. in den Stadien: heute holte ich mal in allen vier Grounds was zu essen... Ach ja: und man kann immer wenigstens zwei, drei interessante Grounds kombinieren. Es sei denn natürlich, man hat schon 100, 200 Sportstätten – dann fehlen zwar immer noch 1.000 oder so, aber das Ruhrgebiet hat nun auch nicht endlos interessante Sportstätten zu bieten. VfB Börnig 1919 A 1:1 Westfalia Gelsenkirchen A Eine der interessantesten ist gar keine alte Sportanlage an sich, sondern erst seit der Modernisierung so ungewöhnlich: die Sportanlage an der Schadeburg in Herne-Börnig. Dort spielt der ebenfalls wie der TSV Leuna 1919 gegründete Club VfB Börnig. Man betritt die Anlage durch ein kitschiges Burgtor und einen idyllischen Innenhof, am und auf dem Platz gibt es lauter weitere Details wie ein Vereinswappen in Farbe, Kunstrasen auf Treppenstufen, originelle Bänke und interessante Sitzgelegenheiten. Das Spiel hingegen war stinklangweilig: ein müder A-Junioren-Kick zweier gleichwertig mittelmäßiger Teams der 1:1 endete. VfR Rauxel 08 II 6:0 Sus Pöppinghausen II Auch das zweite Spiel war ein Langweiler hoch drei und dafür auch noch maßlose 3€ Eintritt. VfR Rauxel II spielte schwach, aber gegen völlig wettbewerbsunfähige SuS Pöppinghausen II reichte das für ein 6:0. Jede halbwegs engagiert spielende Mannschaft gewinnt da zwischen 10:0 und 20:0 bei so einem Gegner. Der SuS rechne ich nur hoch an, wie sie mit lockeren Sprüchen die Laune aufrecht hielten. Interessant war aber nur der Platz, der in Sichtweite der Teerraffinerie liegt und von zugewucherter Brache zu zwei Seiten begrenzt wird. Keine Ahnung wie viele Bälle in dem Dschungel liegen, aber sieht echt wild aus... Auch die Tribüne ist echt wild: Wellblech, Holzbänke, wacklige Steinstufen. Das Eingangsportal mit einer Trinkhalle direkt nebenan war auch so typisch Ruhrpott wie das Publikum...  Arminia Sodingen 4:1 SF Habinghorst/ Dingen Noch so ein Verein mit interessantem Publikum ist Arminia Sodingen: an der Theke wird mit einem Aushang um Verständnis für 50 Cent Pfand für alle Formen von Bechern und Flaschen gebeten, da es in der Vergangenheit „einige Vorkommnisse“ gab, direkt daneben hängt eine lange Wimpelkette mit der Königreich-Preußen-Flagge  – wenn die Behauptung, die bei der Wechselbank der Gäste aufgestellt wurde, dass die Arminen beim Team-Einschwören irgendeinen „Sieg-Heil-Spruch“ gebracht haben, stimmt (ich habe nichts gehört) aber kann gut sein, hängen die nicht unbedingt nur da, weil der Wasserturm in der Zeit entstanden ist... Der Wasserturm, der gleichzeitig als Kaiser-Wilhelm-Gedenkturm dient, ist auch das Highlight der ansonsten ausbautenlosen und miesen Anlage, die auf einem Berg im Wald liegt. Man kann auch von der unteren Plattform aus zugucken. Da hatte ich beste Sicht auf das gute und unterhaltsame Spiel, dass nach 4:0 Pausenführung 4:1 für die nur mit Eingeborenen spielenden Arminen endete. Arminia Sodingen 4:1 SF Habinghorst/ Dingen Ein ganz anderes Bild gab es dann in Dortmund-Kemminghausen. Der Platz ist ein stinklangweiliger Kunstrasen – können halt nicht alle Vereine so kreativ sein wie VfB Börnig 1919 – aber dafür wurde ein ganz gutes Landesliga-Spiel für 5€ Eintritt gezeigt. Wie das erste Spiel des Tages endete es 1:1 zwischen VfL Kemminghausen und SSV Mühlhausen-Uelzen. VfL Kemminghausen 1:1 SSV Mühlhausen-Uelzen Statistik:
- Grounds: 1.998 (4; diese Saison: 17 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.142 (4; diese Saison: 37)
- Tourkilometer: 260km (260km Auto)
- Saisonkilometer: 5.380 (5.140 Auto, davon 0 Mietwagen/ 240 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 101 [letzte Serie: 11, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 578 Wochen.

Sonntag, 23. Juli 2017

W573I: Saisonbeginn; Hansa siegt im Tecklenburger Land und Tumult-Testspiel im Ruhrpott

Photos with English Commentary:
a) Sportfreunde Lotte v Hansa Rostock 
b) Marl-Hüls v Erkenschwick (in Sodingen) 
c) Tecklenburger Land: Surenburg, Gravenhorst 

Video:
Hansa Rostock club anthem in Lotte  Gravenhorst monastery 
Sportfreunde Lotte 1929 .......................................... 0
F.C. Hansa Rostock .................................................. 2
- Datum: Samstag, 22. Juli 2017 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: 3. Liga (3. Profifußballliga)
- Ergebnis: 0-2 nach 95 Min. (45/50) – Halbzeit: 0-1
- Tore: 0-1 19. Benyamina (Foulelfmeter), 0-2 88. Henning
- Gelbe Karten: Henning (Hansa)
- Rote Karten: keine
- Austragungsort: Sportpark am Lotter Kreuz, sogenanntes FRIMO Stadion (Kap. 10.059, davon 2.370 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 3.800 (davon 3.354 zahlende und ca. 1.800 Hansa-Fans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Wichtiger Sieg für Hansa, Highlight war neben der Gästestimmung das kuriose 0:2, gut war das Spiel aber leider nicht) Sportfreunde Lotte 0:2 F.C. Hansa Rostock 
Die 3. Liga ist die erste deutsche Liga, die in die Saison startet. Zum Auftakt hatte Hansa ein Auswärtsspiel und auch wenn das seit letzter Saison kein neuer Ground mehr für mich ist – ich fuhr noch mal ins Tecklenburger Land nach Lotte. Es sollte sich auch lohnen! Ein bisschen Sightseeing noch davor im westlich des Dorfes gelegenen Hörstel, wo es mit der leider privaten Surenburg (ein Wasserschloss) und dem Kloster Gravenhorst zwei interessante Bauten gibt. Sportfreunde Lotte 0:2 F.C. Hansa Rostock 
In Lotte parkte ich wieder auf dem großen kostenfreien Parkplatz hinter dem Fachwerkbau mit dem Bouleplatz, lief dann mit einem Zwischenstopp im Aldi (wenn man da nur ein Sandwich und eine pfandfreie kleine Flasche kauft, wird einen schon viel Spaß beim Spiel gewünscht, selbst wenn man keine Fankleidung trägt) zum Stadion. Diesmal nicht die günstigen Stehplätze (10€) sondern mal die Haupttribüne (22€). Falls ich nächste Saison noch mal hier her fahre – eigentlich hoffe ich ja, so utopisch das auch ist, dass ich nächste Saison mit Hansa 2. Liga auswärts fahren kann – nehme ich die Hintertortribüne (20€)...

Wie auch immer: wie üblich nur ein dürftiger Heimanhang mit wenig Stimmung, kein Wunder also, dass auch das Vereinslied des Gastes gespielt wird, ehe das Heimlied „Volle Lotte“ gespielt wird. Eine nette aber unnötige Geste, macht den Klub jedoch sympathischer! Die Hansa-Fans rockten mal wieder das Stadion, besser war nur bei Mainz II... In fast allen Ecke des Stadions verteilten sich Hansa-Fans, aktiv angefeuert wurde natürlich nur im Gästeblock, in dem drei bis vier Mal so viele Leute standen wie im Heimblock.

Das Spiel war nicht überragend, gestört von Fehlpässen und Patzern, aber intensiv geführt. Nach einer Flanke nach 18 Minuten wird ein Rostocker zu Boden gerissen – Benyamina verwandelt von ihm aus rechts unten. Bis zur Pause nur eine Chance für die Gastgeber, für die Gäste ein paar mehr. Nach der Pause eher umgekehrt, doch diverse Wackler der Rostocker in der Abwehr blieben ungenutzt. Lotte spielte erschreckend schwach. Oberknaller war dann ihr Torwart: krasser Fehlpass während er 30m vorm Kasten rumrennt, Bryan Henning nutzt das und schießt eine 50m-Bogenlampe zum 0:2. Genial!

So kann es weitergehen! Nächstes Hansa-Spiel für mich voraussichtlich in Paderborn am 23.9. Sportfreunde Lotte 0:2 F.C. Hansa Rostock  
TSV Marl-Hüls ......................................................... 3
SpVgg 1916 Erkenschwick ...................................... 1
- Datum: Samstag, 22. Juli 2017 – Beginn: 18.00
- Wettbewerb: Testspiel im Rahmen des Cranger Kirmes Cup des SV Sodingen (Oberliga Westfalen gegen Westfalenliga Staffel 2; 5. gegen 6. Liga, 1. gegen 2. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-1 nach 93 Min. (47/46) – Halbzeit: 2-1
- Tore: 1-0 6. NN, 1-1 38. XY, 2-1 40. NN, 3-1 83. NN
- Gelbe Karten: TW, Nr. 4, 22 (Marl); 2x Nr. 13, 1x Nr. 4, 5, 10, 17, NN (Erkenschwick)
- Rote Karten: Nr. 13 von Erkenschwick (68. Gelb-Rot wg. wdh. Meckern)
- Austragungsort: Glück Auf Stadion (Herne-Sodingen; Kap. 4.500, davon 500 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 150 (davon je ca. 30 Fans der beteiligten Teams, der Rest vom SV Sodingen u.a.)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Sehr unterhaltsames Testspiel mit 10 Karten...) TSV Marl-Hüls 3:1 SpVgg Erkenschwick Ich war auf der dringenden Suche nach einem zweiten Spiel in einem neuen Ground und bin da auf den SV Sodingen, den ich durch einen flickr-Groundhopping-Kontakt kenne, gestoßen. Die spielten zwar nicht selber, aber trugen in ihrem Stadion ein mehrtägiges Turnier mit acht Teams (alle Spiele volle 90 Minuten) aus. Alle Teams waren aus den oberen Amateurligen – dafür 6,50€ pro Spieltag zu nehmen ist trotzdem asozial!

Wenigstens bekam man was geboten: Oberligist (1. Amateurliga) Marl-Hüls traf auf Spvgg Oer-Erkenschwick (eine Liga drunter). Beide Teams erstmal gleichwertig, sehr flottes Spiel, Schiedsrichter verwehrt dem Unterklassigen einen klaren Elfmeter, kurz darauf ein Konter zum 1:0 für den Höherklassigen – ab da andauernd harter Einsatz, Meckern, Pöbeln; aber dennoch viele Torszenen! Nach dem Ausgleich fiel schnell per Weitschuss das 2:1 für Marl, das 2:2 wird aus fadenscheinigen Gründen (kein Foul am Torwart, da der Torwart in den Gegner sprang - kein Abseits, da der fragliche Akteur hinter der Torlinie stand) aberkannt. Nach der Pause war der Höherklassige auch wieder mit Kontern erfolgreich, doch vorm 3:1 flog noch ein Erkenschwicker wegen Meckern vom Platz. Recht hatte er, dass er sich da nicht zusammenreißen konnte war bei dem Griechen an der Pfeife verständlich. Das wirklich gute Spiel war einfach zu flott für den Unparteiischen...

Die beiden Stadien in Sodingen sind einen Besuch wert: das Stadion Glück Auf hat eine überdachte Tribüne mit Betonstufen und ein paar Schalensitzen sowie eine verfallene unüberdachte Sitztribüne mit nur teilweise erhaltenen Bänken und liegt in einem mit Graswällen begrenzten Kessel. Das Stadion von der Arminia werde ich demnächst mal aufsuchen – mehr dazu dann voraussichtlich im August. TSV Marl-Hüls 3:1 SpVgg Erkenschwick Statistik:
- Grounds: 1.982 (1; diese Saison: 1 neuer)
- Sportveranstaltungen: 3.107 (2; diese Saison: 2)
- Tourkilometer: 450km (450km Auto)
- Saisonkilometer: 450 (450 Auto, davon 0 Mietwagen/ 0 Fahrrad/ 0 Flugzeug/ 0 Schiff, Fähre / 0 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 82 [letzte Serie: 11, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 573 Wochen.

Dienstag, 23. Mai 2017

W564II: Ruhrgebietsfußball; S04 gegen BVB im U23-Derby und sechs Tore geschossen aber trotzdem verloren

SpVgg Gerthe 1911 .............................................. 8
FC Bochum 1910/1921 ......................................... 6
- Datum: Samstag, 20. Mai 2017 – Beginn: 19.00
- Wettbewerb: Kreisliga B, Bochum, Staffel 1 (10. Spielklasse, 6. Amateurliga)
- Ergebnis: 8-6 nach 93 Min. (45/48) – Halbzeit: 3-2
- Tore: 1-0 10. J. Bejer, 1-1 20. Lupo, 2-1 25. Hasani, 2-2 27. Birsen, 3-2 28. Heppke, 3-3 53. Lupo, 4-3 56. Heppke, 5-3 57. Costanzino, 6-3 60. J. Bejer, 6-4 62. Lupo, 6-5 66. Lahib, 7-5 75. S. Bejer, 7-6 76. Birsen, 8-6 93. S. Bejer
- Gelbe Karten: keine
- Rote Karten: keine - Austragungsort: Kampfbahn am Ehrenmal (Bochum; Kap. 2.050, davon 50 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 55 (davon ca. 10 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 8,5/10 (Herrlicher Schlagabtausch; inklusive aberkannter Tore 16!)

SV Horst-Emscher 08 AH .................................... 0
DJK Teutonia Schalke-Nord AH ......................... 2
- Datum: Samstag, 20. Mai 2017 – Beginn: 16.30
- Wettbewerb: 2. Runde des Altherrenpokals Kreis Gelsenkirchen (Pokalwettbewerb für Altherrenmannschaften/ Ü32)
- Ergebnis: 0-2 nach 71 Min. (35/36) – Halbzeit: 0-0
- Tore: 0-1 50. Jablonowsky, 0-2 67. Jablonowsky
- Gelbe Karten: Fritsche, Marasus, NN (Horst); Papajewski, Adriaans, Geue (Schalke-N.)
- Rote Karten: keine - Austragungsort: Sportanlage auf dem Schollbruch (Gelsenkirchen; Kap. 1.360, davon 60 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 45 (davon ca. 20 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 6,0/10 (Mittelmäßiges aber spannendes Spiel)

FC Schalke 04 II ................................................... 0
BV Borussia Dortmund II .................................... 1
- Datum: Samstag, 20. Mai 2017 – Beginn: 14.00
- Wettbewerb: Regionalliga West (4. Spielklasse, 1. Halbprofiliga)
- Ergebnis: 0-1 nach 95 Min. (45/50) – Halbzeit: 0-0
- Tor: 0-1 74. Eberwein
- Gelbe Karten: 1x Schalke, 2x Dortmund
- Rote Karten: keine - Austragungsort: Sportpark Wanne, sogenannte Mondpalast Arena (Kap. 7.000, davon 1.000 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 400 (davon angeblich nur 254 zahlende, Gästefans: ca. 50 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 1,5/10 (Scheiß Gekicke mit ganz passabler Schlussphase)

SC Obersprockhövel B II .................................... 5
SG Vorhalle 1909 B II .......................................... 0
- Datum: Samstag, 20. Mai 2017 – Beginn: 10.00
- Wettbewerb: B-Junioren Kreisliga B, Hagen (7. und unterste Spielklasse der U17)
- Ergebnis: 5-0 nach 80 Min. (40/40) – Halbzeit: 1-0
- Tore: 1-0 37. Zuber, 2-0 42. Gieselmann, 3-0 43. Halbach, 4-0 77. Gieselmann, 5-0 79. Halbach
- Gelbe Karten: Ostra (Obersprockh.); Melle, Milosavljevic (Vorhalle)
- Rote Karten: Milosavljevic von Vorhalle (52. Rot wg. angeblich groben Fouls)
- Austragungsort: Sportanlage am Schlagbaum (Kap. 1.000 Stehplätze)
- Zuschauer: ca. 20 (davon ca. 2 Gästefans)
- Unterhaltungswert: 5,0/10 (Durchschnitt) SC Obersprockhövel B II 5:0 SG Vorhalle 09 B II Photos with English Commentary:
a) Under-17: Obersprockhövel Res. v Vorhalle Res.
b) Semi-Professional League 4: Schalke 04 Res. v Borussia Dortmund Res.
c) Veterans’ Cup: SV Horst-Emscher v Teutonia Schalke-Nord
d) Amateur League 10: SpVgg Gerthe v SV Bochum 1910/21
e) Ruhrgebiet: Blankenstein and Haus Kemnade/ Hattingen, Bochum-Stiepel

Samstag ging es ins Ruhrgebiet. Am Rande gibt es auch in dieser hässlichen Ecke ein paar schöne Sehenswürdigkeiten, so z.B. die Burg Blankenstein, deren Turm kostenlos bestiegen werden darf und einen Blick übers Ruhrtal und den Ort erlaubt, in Hattingen. Auch unten im Tal steht ein schöner Bau: das Wasserschloss Haus Kemnade. Im benachbarten Stiepel steht eine sehenswerte Kirche mit interessantem Barockfriedhof. Hattingen: Blankenstein Das erste Spiel heute war ein sehr einseitiger B-Jugend-Kick zwischen der B II vom SC Obersprockhövel und der B II der SG Vorhalle aus Hagen. Es dauerte zwar, aber als der Bann gebrochen war, zog der Gastgeber auf 5:0 davon. Bei den Gästen wurde ziemlich rumgemault, da sie nichts auf die Reihe kriegten. Die Sportanlage ist ganz sehenswert, da schön in die bergige Landschaft eingebettet. Eine Stehstufe auf der einen Seite, ein paar Stufen mit Überdachung in die ein Imbiss integriert ist auf der anderen. FC Schalke 04 II 0:1 Borussia Dortmund II Das Spiel Nummer 2 war nominell der Höhepunkt und zudem mit einem typischen Nachkriegs-West-Stadion auch der architektonische Höhepunkt, aber der zu befürchtende Scheißkick. Kaum war ich in Herne/ Wanne-Eickel angekommen, schon kamen die üblichen Ruhrpott-Asis um die Ecke. Was da für ein Bruchvolk rumhing... Natürlich waren auch normale Leute im Sportpark Wanne, aber die Neonazis von S04 fielen schon am stärksten auf. Da die U23 von Schalke gegen die von Dortmund Regionalliga kickte, waren auch ein paar Nachwuchsultras unterwegs. Die pöbelten 90 Minuten gegen die Dortmunder: „Dortmund, Südtribüne – da fickt der Vater mit dem Sohn, und die Mutter leckt die Tochter, ja so ist’s da Tradition“... Der Dortmunder Anhang feuerte auch mal die Mannschaft an und brüllte nicht nur „Scheiß S04“ und erwartungsgemäß siegten die Schwarz-Gelben auch – ein Glückstreffer in der Schlussphase für die weniger schlechte Mannschaft. SV Horst-Emscher Ü32 0:2 Teutonia Schalke Ü32 Es gab keine Krawalle, auch wenn mal drei Böller knallten. Aber das kriegten die in Gelsenkirchen-Horst auch hin. Zwei Mal knallte es da bei einem Altherrenpokalspiel, da Teutonia Schalke-Nord zu Gast war. Da waren auch mal wieder Schalker Originale dabei... Deren Ü32 war auch die etwas bessere Mannschaft, sodass SV Horst-Emscher Ü32 verdient mit 0:2 verlor. Die Anlage in Horst ist aber topp: zwei kleine überdachte Tribünen, viel Grün und eine preisgünstige Kneipe mit viel Auswahl an Kleinigkeiten wie Currywurst und Pommes. Und das sogar zu ganz ordentlicher Qualität! SpVgg Gerthe 1911 8:6 FC Bochum 1910/1921 Auf dem Weg zum letzten Spiel bildete sich ein kleiner Stau an einer Kreuzung da dort – offensichtlich nach einer nicht mit Fußball in Zusammenhang stehenden Schlägerei – die Polizei im Einsatz war und es alle interessierte, wer da am Boden fixiert wurde...

Ich kam aber pünktlich an der Kampfbahn am Ehrenmal in Bochum an, wo hinter einer auffälligen Turnhalle ein wenig auffälliges Kriegsgefallenen-Ehrenmal von Rhododendron zuwuchert. Der Kleinfeldrasen steht ungenutzt rum, der Kunstrasenhauptplatz passt nicht ganz zur sonstigen Anlagen: Gestrüpp, lockere und verfallene Stufen, olle Holzbänke, die Ruine eines ehemaligen Clubhauses... Aber im neuen Sportlerheim gab es sehr gute Steaks im Brötchen – und wieder preisgünstig! Vom Spiel war als Kreisliga B-Mittelfeldkick nicht viel zu erwarten, doch das war mit das beste in diesem Jahr! Ein offener Schlagabtausch, gnadenlos offensiv, noch nicht einmal jede Torchance genutzt, mehrere Latten- und Pfostentreffer, Torwartparaden, abgewehrt auf der Linie vom Verteidiger und zwei Tore für den Gastgeber SpVgg Gerthe aberkannt. Die kassierten 6 Tore – gewannen aber trotzdem gegen den FC Bochum 10/21, die extra ihre eigene Polizeistreife mitbrachten... Am Ende stand es 8:6 in einer fairen Partie. Genial! SpVgg Gerthe 1911 8:6 FC Bochum 1910/1921 Statistik:
- Grounds: 1.931 (4; diese Saison: 253 neue)
- Sportveranstaltungen: 3.042 (4; diese Saison: 302)
- Tourkilometer: 270 (270km Auto)
- Saisonkilometer: 49.870 (43.860 Auto, davon 2.540 Mietwagen/ 2.570 Fahrrad/ 1.100 Flugzeug/ 370 Schiff, Fähre / 360 Bus, Bahn, Straßenbahn)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 46 [letzte Serie: 11, Rekordserie: 178]
- Jede Woche mindestens eine Sportveranstaltung seit: Kalenderwoche 31 des Jahres 2006 (31.7.-6.8.), d.h. seit 564 Wochen.

Dienstag, 17. Februar 2015

W446I-III: Eishockeywochenende; Länderpunkt Belgien, Oberliga in Essen und Herne

Herner Eissport-Verein 2007 .................................... 3
Eislaufverein Tornado Niesky ................................... 4
- Datum: Sonntag, 15. Februar 2014 – Beginn: 18.30
- Wettbewerb: Zwischenrunde Oberliga Mitte (Aufstiegsrunde zur DEL 2 mit Mannschaften der Oberligen Ost und West, d.h. 3. Eishockeyliga, Amateur-/ Halbprofiliga)
- Ergebnis: 3-4 nach 60 Minuten (3x20); Drittelstände: 1-2, 2-1, 0-1
- Tore: 1-0 8.00 Loecke, 1-1 8.59 Neumann, 1-2 18.35 Pohling, 2-2 30.48 Hauptig, 3-2 32.31 Luft, 3-3 37.39 Greulich, 3-4 40.38 Pohling
- Strafzeiten: Herne 6 Minuten, Niesky 10 Minuten
- Spielort: Gysenberghalle (Kap. 3.467, davon 467 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 1.500 (davon Gästefans: ca. 75, zahlende Zuschauer: angeblich nur 891)
- Unterhaltungswert: 7,0/10 (Spannendes und gutes Spiel)

SV Blau-Weiß Börnig 1954 ........................................ 3
Polonia Lüdenscheid 2009 .......................................... 1
- Datum: Sonntag, 15. Februar 2014 – Beginn: 14.30
- Wettbewerb: Freundschaftsspiel (Kreisliga A Herne, 8. Spielklasse, 4. Amateurliga gegen Kreisliga B Lüdenscheid, 9. Spielklasse, 5. Amateurliga)
- Ergebnis: 3-1 nach 90 Minuten (45/45); Halbzeit: 0-0
- Tore: 0-1 63. Marc Hüppler, 1-1 80. Daniel Doering, 2-1 85. Timo Springwald, 3-1 88. Yasin Köklüoglu
- Verwarnungen: Michel Puljic, Steve Suthoff (Börnig), Jalal Ghali (Lüdenscheid)
- Platzverweise: keine
- Spielort: Sportplatz am Voßnacken (Kap. 1.020 davon 20 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 40 (davon Gästefans: ca. 4)
- Unterhaltungswert: 4,5/10 (Lange Zeit schwaches Spiel mit starker Schlussphase)

Ijshockeyclub Antwerp Phantoms ............................ 3
Liege Bulldogs Ice Hockey Club ................................ 5
- Datum: Samstag, 14. Februar 2014 – Beginn: 20.30
- Wettbewerb: Belgian Championship (1. belgische Eishockeyliga, Halbprofiliga)
- Ergebnis: 3-5 nach 60 Minuten (3x20); Drittelstände: 2-2, 1-1, 0-2
- Tore: 1-0 2.01 NN, 1-1 7.29 (23), 2-1 14.52 Nr. 11 (-1), 2-2 16.16 (84), 2-3 38.18 (69), 3-3 39.39 Nr. 23, 3-4 56.07 NN, 3-5 59.36 (94, Empty Net)
- Strafzeiten: 2x Nr. 21, Nr. 14 (Phantoms = 6 Minuten); 2x Nr. 94, Nr. 39, Nr. 23, NN (Bulldogs = 10 Minuten)
- Spielort: Ijsbaan Ruggeveld (Antwerpen-Deurne, Kap. 478, davon 78 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 85 (davon Gästefans: ca. 10)
- Unterhaltungswert: 5,5/10 (Allenfalls mittelmäßiges Spiel)

Cold Play Mechelen Eisberen ……............................ 4
Liedekerke Lions Ice Hockey Club ........................... 3
- Datum: Samstag, 14. Februar 2014 – Beginn: 17.15
- Wettbewerb: Recreational 1 (3. belgische Eishockeyliga, 2. Amateurliga)
- Ergebnis: 4-3 nach 60 Minuten (3x20); Drittelstände: 3-0, 1-1, 0-2
- Tore: 1-0 1.14 NN, 2-0 2.41 Nr. 44, 3-0 6.46 Nr. 2, 4-0 23.38 Nr. 21, 4-1 30.53 (24), 4-2 44.00 (24), 4-3 43.56 (24)
- Strafzeiten: 2x Nr. 2, Nr. 44 (Eisberen = 6 Minuten); NN (Lions = 2 Minuten)
- Spielort: Schaatsbaan Ice Skating Center Mechelen (Leest, Kap. 150, davon 30 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 15 (davon Gästefans: keine?)
- Unterhaltungswert: 3,5/10 (Das langsamste Eishockey, das ich je gesehen habe – aber wenn das Eis auch zum ersten Mal in der 2. Pause aufbereitet wir...)

ESC Moskitos Essen .................................................... 3
MEC Saalebulls Halle ................................................. 2
- Datum: Freitag, 13. Februar 2014 – Beginn: 20.00
- Wettbewerb: Zwischenrunde Oberliga Mitte (Aufstiegsrunde zur DEL 2 mit Mannschaften der Oberligen Ost und West, d.h. 3. Eishockeyliga, Amateur-/ Halbprofiliga)
- Ergebnis: 3-2 nach 60 Minuten (3x20); Drittelstände: 1-1, 1-1, 1-0
- Tore: 1-0 4. Pohanka, 1-1 11. Gunkel, 2-1 22. Mc Leod, 2-2 37. Abercrombie, 3-2 46. Richter
- Strafzeiten: Pompino, Barta, Schüpping (Essen = 6 Minute); Sochan, Vostarek, Mund, Lupzig, Wunderlich, Petermann, Vostarek (Halle = 14 Minuten)
- Spielort: Eissporthalle Essen-West (Kap. 3.850, davon 850 Sitzplätze)
- Zuschauer: ca. 600 (davon Gästefans: mind. 90)
- Unterhaltungswert: 6,5/10 (Ganz gutes und v.a. spannendes Spiel) 

Photos with English Commentary:
Sports:
a) Ice-Hockey in Essen: Moskitos Essen defeat Saalebulls Halle (3rd Division Play-Offs)
b) Ice-Hockey in Belgium (Div. 3): Eisberen Mechelen defeat Liederkerke Lions
c) Ice-Hockey in Belgium (Div. 1): Antwerpen Phantoms lost to Liege Bulldogs
d) Ice-Hockey in Herne: Herner EV lost to Tornado Niesky (3rd Division Play-Offs)
e) Football in Herne: BW Börnig defeat Polonia Lüdenscheid (Friendly Match)
Sightseeing:
Belgium: Antwerp and Mechelen (Flanders Region)

Die Prüfungen hinter mir, also Zeit für ein Eishockeywochenende. Ein neuer Eishockeyländerpunkt sollte auch drin sein, doch bevor es Samstag nach Belgien ging, hieß es: Saalebulls Halle in Essen! 

Überraschenderweise sind Leipzig und Halle gleichstark wie Neuwied und die eigentlich favorisierten Duisburger. Sonst waren in den letzten Jahren die Teams aus dem Osten stets chancenlos gegen Teams aus Hessen, Rheinland-Pfalz oder NRW. Der Tabellenzweite Halle, erst mit einer Niederlage (gegen Leipzig) war zugast in Essen.

Die Eissporthalle liegt direkt hinterm Bahnhof Essen-West. Man läuft kaum zwei Minuten vom Gleis zur Kasse. Die drei Play-off-Teilnehmer NRWs haben fast baugleiche Hallen: auch die Halle in Herne, die ich Sonntag besuchte, hat einen fast identischen Baukörper wie die in Essen und auch jene in Duisburg, die ich vor einigen Wochen bereits besucht hatte, sieht fast genauso aus. Hinter dem einen Tor, vor dem sich der Eingang befindet, ist ein Clubrestaurant mit Glasscheiben zur Eisfläche hin aufgebaut, gegenüber befinden sich Stehplätze für Gästefans, auf eine Längsseite (rechts vom Restaurant) ist eine hohe Stehtribüne, gegenüber eine Sitztribüne mit Schalensitzen. Nur die Anordnung der Schalensitze, die Farbgebung und die Anzahl der Sitzplätze im Verhältnis zu den Stehplätzen variiert bei diesen drei Hallen.

Der Besuch war nicht so überragend, aber fast 100 Hallenser waren natürlich stark. Was nicht so intelligent war, waren die ganzen DDR-, FDJ- und Soviet-Banner, die wohl zum Provozieren der NRWler gedacht waren. Mit Bananenschalen wurde auch geworfen, um mal zu zeigen, dass es nun auch im Osten Südfrüchte gibt. Ist zwar schon seit 1990 der Fall, aber das weiß in der Tat kaum einer aus NRW, da kaum einer schon mal in den Neuen Bundesländern war...

Das Spiel war spannend und auf recht gutem Niveau, laut des freundlichen Rentners neben mir, spielte Essen aber unter ihren Möglichkeiten und mit dem Erreichen der Finalrunde oder gar dem Aufstieg wird es sicher nichts werden. Um Halle so langsam aber sicher aus diesem Aufstiegsrennen zwischen Duisburg, Leipzig und Neuwied zu nehmen, reichte es aber schon. Denn nachdem die Saalebulls nach zwei Rückständen im ersten bzw. zweiten Drittel immer schnell zurückkamen, war der dritte Rückstand im Schlussdrittel entscheiden: 3-2 für die Moskitos Essen. 

Samstag fuhr ich erst gegen 10 Uhr nach Belgien los, doch in Antwerpen ist man ja in nur anderthalb Stunden. Mit Antwerpen und Mechelen hatte ich zwei bedeutende Städte nördlich von Brüssel in Flandern, die mit die sehenswertesten – Antwerpen ist vielleicht sogar DIE sehenswerteste – im ganzen Land sind, auf dem Programm. Antwerpen war im ausgehenden Mittelalter eine echte Metropole und bedeutsame Handelsstadt und gerade aus dieser Zeit und auch noch mehreren folgenden Jahrhunderten, finden sich tolle Baudenkmale. Ich begann die Besichtigung bei einem Schloss am Stadtrand, dem Sterckshof, der recht verspielte Türme hat. Dann ging es an der Burg „Het Steen“ weiter und für 6€ in die Kathedrale, in der tolle Kunstwerke hängen. Zwei andere Kirchen besichtigte ich auch noch, ehe es nach Mechelen weiterging. Dort besuchte ich die Kathedrale und zwei weitere Kirchen. Sehenswert sind auch ein paar Bürgerhäuser vergangener Jahrhundert.

Restaurants sind in Belgien völlig überteuert, sodass ich in einen marokkanischen Imbiss ging. Dort bekommt man für deutsche Dönerbudenpreise zwar weniger auf den Teller als in Deutschland, aber immerhin zahlt man keine 20€ für einen Fischeintopf gegenüber der Antwerpener Kathedrale. Der Besitzer war auch ausgesprochen freundlich und hatte gerade das Spiel von Chabab Atlas Khenifra gegen Hassania Agadir im marokkanischen Sportfernsehen laufen... 

Das erste Eishockeyspiel in Belgien war jenes des 2. gegen den 5. von 7 in der dritten Liga. Eine weitere Liga drunter gibt es immerhin noch, aber was für eine Eishalle die da am Stadtrand von Mechelen im Vorort Leest haben: ein Schuppen mit Restaurant, der die Eisfläche überdacht und eng begrenzt, sodass man als Zuschauer nur hinter dem einen Tor in maximal vier Reihen stehen kann.

Der Gastgeber aus Mechelen firmiert unter dem Gesamtverein Cold Play Mechelen, der immer drei Mannschaften hat. Die Mannschaft Eisberen ist offensichtlich ein Eisbären Berlin-Fanclub; die Trikots waren jedenfalls Kopien der Eisbären-Jerseys. Die Eisbären legten auch einen guten Start gegen die Liederkerke Lions hin, die schnell 3:0 in Rückstand lagen. In den beiden folgenden Dritteln baute der Gastgeber nach einer schnellen 4:0 Führung ab und in einem sehr langsamen und ziemlich schwachen Spiel kamen die Lions noch auf 4:3 heran. 

Das zweite Spiel, im Antwerpener Vorort Deurne ausgetragen, war schon erheblich besser. Bei einer Partie zwischen dem 1. und dem 2. in der höchsten Spielklasse sollte das aber schon sein. Für ein Spitzenspiel war es andererseits erbärmlich. Die beste belgische Mannschaft ist aber ohnehin die in der professionelleren Liga in den Niederlanden mitspielende Mannschaft aus Herentals. Die dürfte gegen bei Teams, die Antwerpen Phantoms und die Liege Bulldogs, deutlich gewinnen.

Erbärmlich waren auch Halle und Zuschauerzahl: ich wunderte mich schon, als „nur“ 7€ am Einlass gefordert wurden, da in Belgiens Sport maßlos überteuert ist und stets höher als in den Niederlanden zu Buche schlägt. Aber nachdem das Gegurke in Mechelen kostenlos war und hier 3€ niedriger als in der 1. niederländischen Liga, war mir schon klar, dass Belgien einfach im Eishockey so viel schwäche ist als NL, dass hier doch nicht so viel verlangt wird. In die etwas versiffte Rundbogenhalle passen 400 Leute stehend vor die Scheiben bis hinter die Banden und 78 auf die notdürftig hereingebaute Sitztribüne. Gerade einmal 85, davon auch noch mindestens 10 aus Liege, fanden sich für dieses Spiel ein. Stimmung gab es natürlich keine...

Bei dem Spiel selbst ging es auf mäßigem Niveau hin und her. Mal führte Antwerpen, mal Liege. Erst als im letzten Viertel das 3:4 fiel und bis 1 Minute vor Schluss von den Bulldogs gehalten wurde, fiel die Entscheidung: Antwerpen nahm den Torwart vom Eis und die Bulldogs aus Lüttich netzten zum 3:5 ein. 

Am Sonntag ging es wieder mit der Bahn ins Ruhrgebiet. Diesmal nach Herne, wo ich erst mal 3km laufen musste, um zu einem Fußballspiel, das mir so quasi zwischen die ganzen Eishockeyspiele gerutscht ist, zu kommen...
Auf dem Weg dahin fiel mir die unheimlich hohe Asozialendichte in Herne auf. Besonders anhörenswert dabei die Pöbelei an einem Mehrfamilienhaus. Ein Südländer hatte gerade einen deutschen Kumpel abgeholt, als es aus einer Wohnung im Erdgeschoss von einer Frau tönte: „Ach da sind ja wieder die zwei Junkies“. Der Deutsche: „Halt die Fresse, du Votze!“ Der Südländer: „Ey, was will die Bitch, Alter?!“ Deutsche: „Mit der behinderten Schlampe hab ich seit Sylvester Ärger. Wegen der hat ich die Bullerei am Hals zu Neujahr.“ Südländer: „Ach wegen deinem Feuerchen auf der Straße, ne?“

Passend zu dem Niveau dieser Leute, hatte ich den Namen der Sportanlage am Rande von Herne zuerst falsch gelesen: aber der Voßnacken schrieb sich doch mit ß und nicht mit tz... Dieser Votznacken, achso: Voßnacken, ist ein Landschaftsschutzgebiet, an dessen Rand ein Hartplatz mit zwei Graswällen liegt. Das Testspiel zwischen Blau-Weiß Börnig und Polonia Lüdenscheid verlief ganz fair und vernünftig. Beides sind recht bunte Truppen, auch bei Polonia verschiedene Nationalitäten und nicht nur Polen und andere Osteuropäer vertreten. Nach einer schwachen und torlosen ersten Halbzeit, in der Börnig noch einen Elfmeter verschoss, ging Polonia überraschend in Führung, ehe Börnig in einer prima Schlussphase mit einem weiteren Elfmeter, sowie einem Kopfballtreffer und einem durch die Abwehrreihen gemogelten Ball das Spiel noch auf 3:1 drehte. 

Auf dem Weg zur Eissporthalle, der ebenfalls 3km betrug, trieb ich noch eine gute Pizzeria (5,80€ für ne ordentliche Pizza und ein Getränk sind selbst für Ruhrgebiet recht niedrig) auf. Die Gysenberghalle sieht dann fastgenauso aus wie die in Essen und Duisburg – Beschreibung siehe oben – trotzdem waren die Stehplatzkarten (ermäßigt 7€, Vollzahler 9€) genau 2€ unter den Preisen in Essen. Da sieht man dann wie unsinnig und willkürlich die Preise im deutschen Sport sind: identischer Hallenkomfort, selbe Liga, gleichstarke Teams und dann 2€ Unterschied.

Herne wie auch Niesky können nicht mehr die Tabellenspitze erreichen. Wobei Niesky ganz im Gegenteil sogar, den letzten Rang einnimmt. Es sollte vor der recht stimmungsvollen Kulisse von gut 1.500 Zuschauern, davon wirklich respektable 75 aus Niesky, der erste Sieg für die Lausitzer werden. Aber das Erreichen der Zwischenrunde ist ja für die Nieskyer schon ein schönes Erlebnis: mit ihrem tollen, offenen Kunsteisstadion wären sie glaube ich auch nicht für einen Startplatz in der DEL 2 berechtigt.

Jedenfalls wogte das Spiel auf hohem Niveau und sehr hohem Tempo hin und her: mal führte Herne, dann wieder Niesky. Im letzten Drittel ging Niesky nach wenigen Sekunden ein weiteres Mal in Führung, mittlerweile 3:4, und hielt trotz mehrfachen Powerplays und Torwart vom Eis, was sie andererseits nicht zu einem Emptynet nutzen konnten, den Sieg fest.

Zurück ging es nochmal 3km zu Fuß zum Bahnhof, wo ich genau rechtzeitig zur Abfahrt des Zuges nach Düsseldorf ankam, wo der Zugverkehr wiederum ziemlich durch das Zusammenspiel von besoffenen Karnevalsfritzen, Fußballfans und Eishockeyfans gestört wurde. In Horden auftretend, sind nämlich alle drei Gruppen mitunter ein echtes Problem: dauerbesoffen und immer zu Dummheiten aufgelegt. Selbst die Züge, in denen nur die Karnevalsfritzen unterwegs waren, waren völlig zugemüllt inklusive zerschlagener Glasflaschen. In Köln, wo ich umsteigen musste, wurde es auch noch handgreiflich, weil ein „Ritter“ einem „Superman“ auf sein Kostüm gerotzt hatte: also wenn sich die rheinischen Spießer mal richtig auslassen können bei ihrem Karnevalsscheiß, ist schon richtig was los... 

Statistik:
- Grounds: 1.289 (Fr 1 neuer, Sa 2 neue, So 2 neue; diese Saison: 135 neue)
- Sportveranstaltungen: 2.293 (Fr 1, Sa 2, So 2; diese Saison: 181)
- Tageskilometer: 950 (Fr 210km Bahn, 10km Auto; Sa 480km Auto, So 240km Bahn, 10km Auto)
- Saisonkilometer: 34.580 (25.030 Auto/ 3.600 Flugzeug/ 4.430 öffentliche Verkehrsmittel/ 1.480 Fahrrad/ 20 Schiff, Fähre)
- Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 12 [letzte Serie: 13, Rekordserie: 178]
- Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 446

Samstag, 11. Oktober 2008

WE115I: Endlich wieder ein Sieg für die Bullen

ESC Saalebulls Halle 3:1 Herner EV

Freitag, 10. Oktober 2008 - Anbully 20.00
3. Deutsche Liga Eishockey
Ergebnis: 3:1 nach 60 Min. - Drittelstände 1:1, 1:0, 1:0
Tore: 0:1 3.31 Asselin, 1:1 16.21 Fadrny, 2:1 38.53 Glück (pp1), 3:1 42.52 Kujala
Strafen: 37 Minuten (Bulls: 16, Herne: 21), Spieldauerdisziplinarstrafe für Fischbach wegen übertriebener Härte nach 39.29
Eishalle: Eissporthalle Halle (Kap. 3.500)
Zuschauer: ca. 700 (30 Gästefans)
Spielqualität: 4,0/10 (Etwas unterm Durchschnitt)

Ground Nr. 254 (kein neuer Ground; diese Saison: 24 neue)
Sportveranstaltung Nr. 676 (diese Saison: 43)
Tageskilometer: 45 (Fahrrad)
Saisonkilometer: 7.780 (4.810 Auto, 1.760 öffentliche Verkehrsmittel, 1.210 Fahrrad)
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 115
Nachdem ich die vorher gehenden Tage, also Montag bis Donnerstag, schon immer nach Halle gefahren bin - aber untypischerweise mit der Bahn und nicht mit dem Rad wie an diesem Tag - fuhr ich auch am Freitag wieder gen Norden. Doch diesmal weder zu Sprachkursen noch zu Vorlesungen, sondern zum Eishockey. Freitag ist nämlich kaum eine Veranstaltung an der Uni, für manche - z.B. für mich - sogar gar keine. Nur Hausaufgaben gibt es dann viele zu erledigen. Wobei es schon ein Unterschied ist, ob einem der Hebräischlehrer am Donnerstag sagt: ,,Ihr füllt bitte bis Montag diese 12 Seiten aus, wir kontrollieren das dann...’’ oder der Arabischlehrer am selbigen Donnerstag: ,,Also die Übungsaufgaben 1-8 [3 Seiten] sind so freiwillig. Wie ihr halt könnt und wollt. Ihr wisst, dass auch die Vokabeln wichtig sind. Also bitte macht so viel ihr könnt, nur lasst euch nicht hängen. Ma’ as-salama!’’
Aber trotz 3 Stunden Hebräisch (und 90 Minuten Arabisch noch am Vortag), war noch genug Zeit für Anderes. Studentenleben halt...
OK, das Vorwort ist länger geraten als der Spielbericht...
Nun gut, nachdem wir eine Bratwurst mit Brötchen und Brezel für zusammen 3,50€ abgegriffen hatten, begann das erste Drittel. Es war erbärmlich was da gestolpert und Puckgeschubst wurde. Vor allem Halle war bis zu ihrem Glückstor in der 17. Minute mal wieder eine Katastrophe. Vor allem aufgrund der Eintrittspreise von 10€ - Hallenkosten hin oder her, 10€ für Stehplätze sind untragbar - war mein Gedanke: dieses Spiel und kein weiteres in dieser Saison - doch nach einem ordentlichen zweiten Drittel - Halle ging da sogar 2:1 in Führung - ließ sich noch drüber reden.
Höhepunkt des zweiten Drittels übrigens eine wilde Schlägerei zwischen Fischbach und Martin.
Höhepunkt des dritten Drittels, das auch einige Handgreiflichkeiten zu bieten hatte - die Herner waren wirklich eine unsympathische Provokateurtruppe; ging sehr in Richtung des asozialen us-amerikanischen Hockey-Geraufe, was zwar auch irgendwo dazugehört, aber nur in Maßen -, war das dritte Tor der Bulls, was die Entscheidung brachte.
Vielleicht waren wir doch nicht zum ersten und letzten Mal in der Saison in der Eisporthalle Halle. Denn das Spiel war halbwegs OK, das Catering gut, nur leider die Eintrittspreise horrend und da ist es mir doch lieber, einmal pro Eishockeysaison die Eisbären Berlin zu sehen und mindestens zwei Touren in die Tschechische Republik zu machen. Zum Beispiel Ende Dezember diesen Jahres mit einem mehrtägigen Trip in der Art: 26.12. Vítkovice (Ostrava) - Litvínov (1. Liga), 27.12. Górnik Wałbrzych - Anwil Włocławek (1. Liga Basketball, Polen), 28.12. Slavia - Litvínov), 29.12. nur Sightseeing und 30.12. Litvínov - Znojmo.
Zum Schluss noch ein Lob an die Fans beider Mannschaften: die Bulls-Fans taten ihr Bestes, die Mannschaft, die so lange erfolglos spielte, zu unterstützen und die Gästefans zeigten sich sehr fair, als sie nach dem Ende der Partie die Heimmannschaft feierten.
Auffällig übrigens, wie sich wieder einmal nicht der Standardspruch der ,,Fußball-ist-ein-ordinärer-Proletensport''-Verfechter, nämlich: ,,beim Fußball sind die Fans am primitivsten’’ bewarheitete. Beim Eishockey fallen nämlich noch viel mehr derbe Ausdrücke. So sind da immer wieder schön zu hören: ,,Hängt sie auf die schwarze Sau’’ (Ein D. Hopp würde das wohl als Aufruf zum Mord werten), ,,Arschloch, Wichser, Hurensohn! Elende Drecksau - und Tschüss!’’ oder ,,Pascha [Bulls-Torwart], hau die Schwuchtel um!’’ zu hören...

Mehr Fotos unter:
http://s181.photobucket.com/albums/x68/fchmksfkcb/081010%20Saalebulls%20Halle%203-1%20Herner%20EV/