Posts mit dem Label Diedrichshagen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Diedrichshagen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 10. November 2016

Fotoserie Rostock (10.11.16)

Kleine Radtour mit Graffitifotos und einigen historischen Gebäuden in Rostock (Warnemünde, Diedrichshagen, Lichtenhagen und Lichtenhagen-Dorf).
https://www.flickr.com/photos/fchmksfkcb/albums/72157623796745970 Lichtenhagen-Dorf Rostock-Lichtenhagen

Montag, 6. April 2009

03.04.09: Noch einmal nach Rostock; diesmal via Oranienburg und Neuruppin

Auch am ersten Aprilwochenende, dem letzten Wochenende vor Beginn des neuen Semesters, ging es nach Rostock. Für diese Saison sollte es dann aber auch gut sein mit Besuchen an der Ostsee. Da ich noch was am Orientinstitut zu tun hatte, wurde ich von meinen Eltern in Halle abgeholt. Brötchen im Backwerk geholt und dann ab gen Norden. Erster Stopp: Oranienburg. Erster Gedanke nach Erreichen des Stadtzentrums: Ey, wo is das scheiß Zentrum?! Wir hatten es schon gefunden: die unmotivierte Ansammlung geschichtsloser Neubauten, die Brachflächen und die gammlige neoklassizistische Kirche waren wirklich das Stadtzentrum, was von einem schmucklosen Schloss begrenzt wird. Ja, schmucklos und Schloss ist kein Widerspruch! Das Schloss in Oranienburg ist zwar geschlossen in der Bausubstanz und bis auf einen Flügel, der komplett fehlt, 100% hergerichtet, aber langweilig, da flach, einfarbig weiß und ohne Turm.
Welcher Idiot die Markierungen auf unserem Straßenatlas vorgenommen hat, will ich ja mal wissen: wie man eine derart hässliche Stadt wie Oranienburg in Sachen Sehenswürdigkeiten auf eine Stufe mit Merseburg, ja gar mit Quedlinburg stellen kann, ist mir unbegreiflich. Die abartige Hässlichkeit dieser Stadt ist natürlich den Alliierten mit ihren Zerstörungen geschuldet, die Oranienburg mit Bomben überzogen. So viele Bomben wie in Oranienburg fielen angeblich nirgendwo in Deutschland. Aber der, der den gelben Kasten als Zeichen für „sehr sehenswerte Stadt“ angebracht hat, muss nie in Oranienburg gewesen sein oder nur wegen dem KZ Sachsenhausen - was natürlich den Blödsinn nicht besser macht - die Markierung vorgenommen haben. Besagtes KZ besuchten wir dann nicht im Innenbereich, da es doch etwas weitläufiger als erwartet war. Vor der Gedenkstätte war dann Fahrerwechsel und ich musste mich mit dem Opel Vectra Kombi 1.9 CTDI herumschlagen.
Ich habe es dann aber trotz dieser Missgeburt eines Autos nach Neuruppin geschafft, eine Stadt, die auf unserer Karte als „kleinere Sehenswürdigkeit“ bezeichnet wird. Völlig daneben im Vergleich zu Oranienburg! Neuruppin kann mit einer fast völlig geschlossenen Altstadt - mittelalterliche, barocke, viele klassizistische Gebäude - aufwarten. Der Marktplatz und die wirklich schöne Seehafenpromenade waren auch nach 18 Uhr noch erstaunlich betriebsam. Einige kleine Altstadtgassen sind auch wirklich idyllisch und ruhig. Ein absolutes Highlight und alleine schon das Kommen mehr Wert als ganz Oranienburg, ist der orientalische Garten, der zwar streckenweise recht kitschig historistisch daher kommt, aber das ist der Zeit geschuldet, in der er errichtet wurde. Nach Oranienburg wurde es dann zu knapp für Plau am See. Also wieder den Besuch dort verschoben. Besucht haben wir dann natürlich noch die Blohms auf ihrem Reiterhof in Diedrichshagen bei Rostock, wo wir wieder Quartier bezogen. Da ich mich vorhin zu dem Mietwagen ausgelassen habe: besagter Opel Vectra ist völlig übergewichtig, gefedert wie ein Kinderwagen, schlingert bei jeder Bremsbewegung bei dreistelligen Geschwindigkeiten (dieser Möchtegern-Rennwagenkombi fährt dann auch noch 230km/h, die ich trotz allem ab und an ausfuhr) und die 6-Gangschaltung ist eine Zumutung: der Knüppel lässt sich erst wachsweich bedienen und dann hakelt der, wenn man ihn in den entsprechenden Gang bekommen will. Das Rad für die Lichteinstellung ist auch Schrott: wo ein normales Auto die Einstellung „Manuelles Licht“ hat, ist das Standlicht. Gut, dass das die Polizei nicht gesehen haben: man merkt nämlich gar nicht so schnell, wenn nur das Standlicht an ist... Bilder gibt es hier!

Montag, 30. März 2009

WE139II: 15:5 Chancen und 1:4 Tore in Parkentin - und: Name ist Programm in Dummerstorf

SV Parkentin 1:4 Steilküste Rerik
Sonntag, 29. März 2009 - Anstoßzeit 10.00
Kreisliga Bad Doberan (10. Liga, 6. Amateurliga)
Ergebnis: 1:4 nach 97 Min. (45/52) - Halbzeit 0:1
Tore: 0:1 5. Elfmeter, 0:2 55., 0:3 58., 0:4 80., 1:4 95.
Verwarnungen: 2 zu 3 Gelbe
Platzverweise: keine
Sportplatz: Sportplatz Parkentin (Kap. 1.000, davon 30 Sitzplätze)
Zuschauer: 25 (4 Gästefans)
Spielqualität: 7,0/10 (Gut!)

FSV 47 Dummerstorf 0:0 SV 47 Rövershagen
Sonntag, 29. März 2009 - Anstoßzeit 14.00
Bezirksklasse (9. Liga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 0:0 nach 95 Min. (45/50) - Halbzeit 0:0
Tore: na, wie viele wohl...
Verwarnungen: 2 zu 2 Gelbe
Platzverweise: keine
Stadion: Mach mit Stadion (Kap. 2.000, davon 350 Sitzplätze)
Zuschauer: 60 (keine Gästefans)
Spielqualität: 0,5/10 (Ganz große Scheiße!)
An diesem Tag sollte ich die ganze Zeit über das Auto lenken. Der erste Fahrtabschnitt brachte meinen Vater und mich nach dem Frühstück mit unseren Freunden und Verwandten nach Bartenshagen-Parkentin. Parkentin kam in die deutschlandweiten Schlagzeilen, als irgendeine geistig minderbemittelte Schaffnerin der Deutschen Bahn dort eine Minderjährige ausgesetzt hatte wegen einem vergessenen Schüler- oder Fahrtausweis. Da gegen gesetzliche Vorschriften, gab es Ärger für die Kartenknipsertante. Direkt neben dem öden Bahnhof liegt dann auch der Fußballplatz, der entgegen aller Befürchtungen unsererseits - es regnete seit 16 Stunden sehr leicht bis mäßig aber eben ununterbrochen - für bespielbar befunden wurde. Da kenne ich Spieler und Offizielle, die da nicht drauf gespielt hätten. Respekt dafür, obwohl es eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte auf derlei Äckern zu spielen!
Schnell befanden wir: es lohnte sich, das Spiel angepfiffen zu haben! Es war viel Bewegung vor den Toren. In den ersten fünf Minuten vor allem vor dem Tor der Heimmannschaft. Nach fünf Minuten bekam Steilküste Rerik vom recht souveränen Schiedsrichter einen Handelfmeter zugesprochen - vertretbar - und verwandelte diesen sicher.
Bis zu Pause gab es noch etliche schöne Aktionen ua. einen Fallrückzieher aus 12 Metern von einem Parkentiner, der vom Reriker Torwart nur mit Mühe entschärft werden konnte. Doch es blieb beim 0:1.
Nach der Pause war zwar Parkentin überlegener denn je, doch Rerik erhöhte mit zwei hervorragend raus gespielten Kontern auf 0:3.
Nun war das Spiel so ziemlich gelaufen, wenn auch Parkentin immer noch aufs Tor drängte. Als sie nach über einer Stunde immer noch kein Tor gemacht hatten, wurde es unruhiger auf dem Feld, es wurde gefoult und geschubst und gepöbelt. So macht Fußball Spaß: viele Torraumszenen, einige Treffer, gute Zweikämpfe und herzhafte Emotionen!
Rerik erzielte 17 Minuten vor dem Ende das 0:4.
Der Schiri ließ anscheinend so lange nachspielen, bis auch die Heimmannschaft endlich einen Treffer hatte. Sieben Minuten Nachspielzeit und in der fünften Minute der Nachspielzeit gab es noch ebendieses schöne Tor von Parkentin. Die Parkentiner trafen in der 96. übrigens noch einmal die Latte.

Als dann Schluss war, fuhren wir zur Parkentiner Kirche - ein recht auffälliger Bau, der einen so markanten Turm hat, dass dieser einen vom mehrere hundert Meter entfernt gelegenen Fußballplatz auch noch ins Auge fällt - und sahen uns noch von Außen den Reet gedeckten Bauernhof gegenüber der Kirche an.

Nun ging es wieder nach Diedrichshagen zurück: erstens zum Essen und zweitens um sich von den letzten noch so lange gebliebenen Verwandten verabschieden.
In Dummerstorf kamen wir dann nicht ganz pünktlich zum Anpfiff im schönen, kleinen Mach mit Stadion an, doch verpasst hatten wir nichts. Das stadion liegt versteckt im gesichtslosen Kaff mit dem schönen Namen, der allerdings auf ein wendisches Wortgebilde „Domamerstorp“ (Ort von Jemanden, der von Hause aus Ruhm hat; wikipedia: Dummerstorf) zurückgehen soll und nicht auf den Geisteszustand der Einwohner.
Dass da einige Dumme drunter sind, darf ja schon sein. Das Publikum war aber streckenweise wirklich auffallend primitiv: Wettrülpsen mag ja noch angehen, aber einige sinnlose Beschimpfungen oder Führersprüche mussten echt nicht sein. Auch der unsympathisch: jeder Fremde wurde durchdringend gemustert, die Fresse zum Grüßen hat aber keiner aufbekommen, wenn dann nur zum leisen Lästern untereinander. Aber derlei Dinge nehmen in fast allen deutschen Dörfern überhand: vor 10 Jahren noch wurde erst von weitem geglotzt und wenn dann der Dorffremde auf gleicher Höhe war, grüßten 80% ordentlich - heute grüßen nur noch 8%.
Dumm war allerdings vor allem die Mannschaft. Was die da ablieferten, war unter aller Sau. Wenigstens zeigten sie immer mal wieder Kampfgeist, doch Torchancen gab es kaum. Da auch die Rövershäger - von den Dummerstorfern freundschaftlich „Erdbeeren“ genannt (Achtung: Insider!) - die letzte Scheiße zusammenkickten, ging das Spiel folgerichtig 0:0 aus.
Nach 10 Spielen in Folge ohne 0:0 wieder das erste Spiel mit diesem schlimmsten aller Fußballergebnisse. Der Rekord liegt, möchte ich noch einmal in Erinnerung rufen, bei einer Serie von 101 Spiel ohne 0:0.
Nach diesem Dreckskick, der erschreckenderweise 4. gegen 2. darstellen sollte, fuhren wir noch nach Güstrow. Der Ort dürfte deshalb bekannt sein, da er am Rande der mit Klassizismus- und Renaissance-Bauten durchsetzten und ua. auch durch den backsteingotischen Dom sehr sehenswerten Altstadt, ein auffälliges Schloss mit spektakulär gestaltetem Garten befindet.
Das Wetter war leider so schlecht wie das Spiel in Dummerstorf.
Mit einer kurzen Pause südlich von Berlin, brachte ich uns dann ohne Probleme und mit einem 140er Schnitt auf der Autobahn nach Merseburg zurück.

Statistik:
Grounds Nr. 289 und 290 (zwei neue Grounds; diese Saison: 60 neue)
Sportveranstaltung Nr. 775 und 776 (diese Saison: 143)
Tageskilometer: 470 (Auto)
Saisonkilometer: 19.810 (10.420 Auto/ 3.400 Rad/ 3.030 Zug/ 2.960 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 0
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 139

Fotos unter:

27-3 Rostock I: Via Heiligengrabe, Freyenstein und Stuer nach Rostock

Nach diversen Verzögerungen starteten wir endlich gegen 14 Uhr von Merseburg aus nach Rostock. Vier Besichtigungspunkte waren angesetzt, durch die verspätete Abfahrt sollten nur drei geschafft werden.
Der erste war Heiligengrabe beim Dreieck Wittstock-Dosse. Dort gibt es einen Zisterzienserstift zum Heiligen Grabe: eine recht ausgedehnte Fachwerk- und Backstein-Klosteranlage. Ein Highlight auch der hölzerne Glockenstuhl zwischen Grabkapelle und Kirche. Beide waren zwar verschlossen, aber die Außenbesichtigung alleine war schon den Stopp wert.
Dann gab es Fahrerwechsel und ich zeigte den restlichen Insassen einmal, wie man schneidig mit 40 km/h über die Straße rast. Ja, da gibt es nichts zu lachen! 40km/h kann auch mit dem Auto sehr schnell sein, zumindest, wenn man über Wege wie zwischen Maulbeerwalde und Ackerfelde fährt: rechts und links Bäume, Straße keine drei Meter breit, in der Mitte etwa 50cm höher als am Fahrbahnrand und übersäht von 15cm tiefen und 50cm im Durchmesser messenden Schlaglöcher, die den Wagen gehörig durchschüttelten. Na ja, ist ja nicht mein Auto...


Wir kamen trotzdem sicher in Freyenstein an, wo die Straße auch besser wurde. In Freyenstein gibt es eine ganz nette backsteingotische Kirche und eine Schlossanlage mit integriertem Stadttor. Integriert soll heißen, dass direkt an das Verwaltungsgebäude das Stadttor gebaut wurde. Noch schöner als das Tor ist jedoch der Wohnturm mit der wunderbar verzierten Fassade. Reste von einem weiteren Toreingang sind auch noch erhalten. Ansonsten fehlen die Gebäude, die sicherlich früher dort gestanden haben, wo jetzt Brache und kleine, Jahrzehnte alte Einfamilienhäuser stehe: Wirtschaftsgebäude, Einfriedung usw.
Weiter nach Norden und endlich Mecklenburg-Vorpommern erreicht. In Stuer ließen wir uns fehlleiten und fuhren erst zur Kirche - sehr schönes Backstein- und Fachwerkgebäude mit spitz zulaufenden, von einem Baum umrankten Kirchturm - und liefen dann von dem erbärmlichen Parkplatz - eine unebene Wiese mit einem P-Schild davor war das - 2km bis zur Burg. Man nehme, hinterher waren wir schlauer, die Einfahrt nach Stuer-Vorwerk und fahre dem an der T-Kreuzung angebrachten Schild „Radweg Burg Stuer“ nach, bis man an den Wendehammer vor dem Sumpfweg (bis dahin ist die Straße befestigt) kommt. Fußweg zur Burg: 500m. Die Burg ist nicht besonders gut erhalten aber schon recht sehenswert auf einer Halbinsel in einem Sumpfgebiet gelegen. Wie der unbefestigte Weg zur Burg nach dem Mittagsregenguss aussah, kann sich der Leser sicherlich vorstellen, zumal rechts und links vom Weg das schwarze Morastwasser anstand.
Nachdem wir um den ruinösen Wohnturm, der einzige auffallende Rest neben ein paar Mauern, umher liegenden Steinen und Mauereinfassungen, umrundet hatten, musste unbedingt noch der Sonnenuntergang über dem angrenzenden See auf Fotos festgehalten werden.
Danach war natürlich keine Zeit mehr, noch das 20km entfernte Plau am See zu besuchen. Na ja: werden ja nicht das letzte Mal in der Rostocker Gegend sein - Mecklenburger Seenplatte dürfte dann mal wieder in den Blickpunkt rücken.
Was dann während der Fahrt in meinen Blickpunkt rückte, war der Tacho: immer wieder erstaunlich, wie wenig man davon merkt, wenn man mit einem modernen Auto 190km/h (schneller ging’s beim Ford was weiß ich wie das Modell heißt nicht) fährt. Erst als ich die eine enge Kurve mit 180 nahm, kam der Wagen etwas ins Flattern. Sicher in Rostock bzw. im Dorf Diedrichshagen bei Rostock-Warnemünde, kamen wir trotzdem an. Dort hieß es dann freundliches Wiedersehen auf dem Reiterhof der Familie Blohm. Das erste Thema bei den Treffen mit den Blohms? Natürlich Hansa Rostock! Zwei der Feiergäste waren schon einen Tag vor dem eigentlich Treffen angereist: Uli und Birgit konnten sich natürlich auch gleich anhören, was wir auf dem Weg nach Diedrichshagen so alles unternommen haben.
Fotos: