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Montag, 17. Dezember 2012

W333III: Deutliche, spannende oder umkämpfte Handballspiele im Leipziger Umland – und die wohl beschissenste Sporthalle aller Zeiten...

TSV 1886 Markkleeberg -------------------------------- 35
Bornaer HV 2009 II -------------------------------------- 24
Datum: Sonntag, 16. Dezember 2012 – Anwurf: 15.15
Wettbewerb: 2. Kreisliga Leipzig (10. Handballliga, 7. Amateurliga)
Ergebnis: 35-24 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 17-9
Torfolge: 0-1, 1-1, 1-2, 5-2(!), 5-3, 7-3, 7-4, 9-4, 9-5, 10-5, 10-6, 11-6, 11-7, 13-7, 13-8, 17-8, 17-9// 20-9(!), 20-11, 21-11, 21-12, 22-12, 22-13, 23-13, 23-14, 24-14, 24-15, 26-15, 26-17, 28-17, 28-18, 30-18, 30-21, 31-21, 31-23, 32-23, 32-24, 35-24
Gelbe Karten: Nr. 6, 14 (Markkleeberg); Nr. 28, 29, 30 (Borna)
Zwei-Minuten-Strafen: 2x Nr. 9, 2x Nr. 14, 2x Nr. 17, Nr. 4, Nr. 11 (Markkleeberg = 16 Minuten); Nr. 22, 30 (Borna = 4 Minuten)
Platzverweise: keine
Spielort: Sporthalle Städtelner Straße, Markkleeberg (Kap. 400 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 50 (davon ca. 10 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,5/10 (Wieder einmal eine beeindruckende Leistung der Markkleeberger in einem eher einseitigen Spiel)

TSG 1861 Taucha II -------------------------------------- 26
HSV Leipzig-Mölkau II --------------------------------- 29
Datum: Sonntag, 16. Dezember 2012 – Anwurf: 17.15
Wettbewerb: 2. Kreisliga Leipzig (10. Handballliga, 7. Amateurliga)
Ergebnis: 26-29 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 12-16
Torfolge: …, 12-16// 13-16, 13-18, 15-18, 15-19, 16-19, 16-20, 19-20, 19-21, 21-21, 21-22, 23-22(!), 23-25(!), 24-25, 24-26, 25-26, 25-29, 26-29
Gelbe Karten: ? (Taucha); ? (Mölkau)
Zwei-Minuten-Strafen: mind. Nr. 3, 14, 20 (Taucha = mindestens 6 Minuten); mind. 3x Nr. 4, Nr. 17 (Mölkau = mindestens 8 Minuten)
Platzverweise: mind. Nr. 4 von Mölkau (56. wg. dritter Zeitstrafe)
Spielort: Mehrzweckhalle Taucha (Kap. 300, davon 200 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 50 (davon mind. 5 Gästefans)
Unterhaltungswert: 5,0/10 (Maximal durchschnittliches, aber wirklich spannendes Spiel)

TSG 1861 Taucha ----------------------------------------- 27
TSG Schkeuditz ------------------------------------------- 31
Datum: Sonntag, 16. Dezember 2012 – Anwurf: 18.45
Wettbewerb: 1. Kreisliga Leipzig (9. Handballliga, 6. Amateurliga)
Ergebnis: 27-31 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 12-11
Torfolge: 0-1, 2-1, 2-3, 5-3, 5-4, 7-4, 7-5, 8-5, 8-6, 9-6, 9-8, 10-8, 10-9, 11-9, 11-10, 12-10, 12-11// 13-11, 13-13, 14-13, 14-14, 15-14, 15-16, 16-16, 16-17, 18-17, 18-22(!), 19-22, 19-25(!), 21-25, 21-26, 22-26, 22-28, 25-28, 25-31, 27-31
Gelbe Karten: Nr. 8, 17 (Taucha); Nr. 13 (Schkeuditz)
Zwei-Minuten-Strafen: 3x Nr. 19, 2x Nr. 11, 2x Nr. 17, 2x Nr. 8, Nr. 6 (Taucha = 20 Minuten); 2x Nr. 13, 2x Nr. 24, 2x Nr. 4, Nr. 17 (Schkeuditz = 14 Minuten)
Platzverweise: Nr. 19 von Taucha (55. wg. dritter Zeitstrafe)
Spielort: Mehrzweckhalle Taucha (Kap. 300, davon 200 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 120 (davon ca. 50 Gästefans)
Unterhaltungswert: 7,0/10 (Spannend, eng, umkämpft - kein überdurchschnittlich gutes, aber sehr sehenswertes Spiel)
IMG_6153 Photos with English Commentary:
b) Football Grounds in Saalekreis and Burgenland District: Kreypau and Nellschütz 
c) Churches and Palaces in Burgenland District: Zörbitz, Nellschütz, and Pobles


Auch diesen Sonntag ging es mal wieder zum Handball in den Leipziger Raum. Das lohnt sich aufgrund der meistens hohen Spielqualität und der teilweise auch sehenswerten Hallen, die man fast immer zu angemessen Eintrittspreisen oder auch kostenlos betritt, immer. Heute hat es sich zwar auch gelohnt, aber ich habe endlich mal einen Verein gefunden, der mir so unsympathisch erschien, dass ich hier kräftig rummeckern kann…

Den TSV 1886 Markkleeberg meine ich aber damit nicht. Es ist zwar etwas komisch, wie die immer die gegnerischen Mannschaften abschießen (v.a. wenn wir diesen Verein mal sehen) – so auch heute gegen Borna, die mit 11 Toren Unterschied ziemlich untergingen – doch hier liegt keine Wettbewerbsverzerrung vor, sondern nach einem sportlichen Tiefpunkt ein sportlicher Aufwärtstrend. Es ist auch einfach herrlich anzusehen, was beim TSV für Ballstafetten, Zuspiele und Torwürfe – ob Heber über den Torwart, Siebenmeter in den Winkel oder Rückraumhammer aus 12 Metern – vom feinsten funktionieren! So ging auch der nie gefährdete Sieg in diesem ab der 10. Minute einseitigen Match völlig in Ordnung.

Dass der TSV nur mit Getränkeverkauf die Veranstaltung finanzierte und keinen Eintritt verlangte, was bei dieser doch sehr ordentlichen, modernen, praktischen und ansehnlichen Halle auch noch bis zu 1€ angemessen wäre, war sehr anständig. Die Halle hat zwar eine Obertribüne, aber die ist weit genug vom Feld weg, sodass die Reling kaum in der Sicht beeinträchtigt, und man kann zwischen vier Reihen roter Schalensitze und einer schönen Reihe Holzbänke (ganz oben) wählen.
IMG_6130 In Taucha sieht das ganz anders aus: Was die nur eine Liga höher spielende TSG (deren Zweite auch nur in dieser 2. Kreisliga spielt) in Sachen Vereinsumfeld zu bieten hat, ist wirklich das Letzte. Völlig überzogene 2€ Eintritt sind schon etwas asozial, aber die Mehrzweckhalle Taucha ist total asozial. Drei Reihen hässlichster Aluminiumbänke mit Kunststoffrückenlehnen – alles grau-schwarz und unbequem schmal – dann überall hässliche Metallabsperrungen und zum Spielfeld hin eine 1,30m hohe Reling mit engmaschigem Metalldraht und direkt davor hängend auch noch ein billiges, hässliches Fangnetz. Auch hinter den Toren völlig unnötige Fangnetze, in denen sich der eine Torwart auch verhedderte. Vor der Längstribüne ein Netz aufzuhängen ist aber auch schon so was von geistesgestört – das habe ich wirklich noch nie irgendwo gesehen! Die beschissenste Sporthalle aller Zeiten ist also ganz offensichtlich die Mehrzweckhalle in Taucha…

Das erste Spiel was wir in dieser Dreckshalle sahen, war passenderweise jenes zwischen der TSG Reserve und der Reserve vom HSV Mölkau. In Mölkau steht die zweitbeschissenste Halle aller Zeiten. Das muss derselbe Architekt gewesen sein in Mölkau und in Taucha! Zu meiner Schadenfreude gewann Mölkau II dann in einem mittelmäßigen und recht spannenden Spiel mit drei Toren. Die Mölkauer „Haie“ wollen für ihr hässliches Aquarium wenigstens nicht noch Eintritt. Wir hatten von diesem Spiel übrigens nur die zweite Halbzeit gesehen, da wir noch beim „McScheich“ in Markkleeberg essen waren.

Unser Hauptziel war ja auch das Spiel der ersten Mannschaft der TSG Taucha in der 1. Kreisliga. Erfreulicherweise hatte auch die Erste mit einem stärkeren Gegner zutun. Deren Anhang erschien auch erfreulich zahlreich. Die hin und zurück knapp 50km lange Strecke nahmen auch knapp 50 Schkeuditzer auf sich. Für Kreisliga-Handball! Das habe ich noch nicht so erlebt in Sachsen-Anhalt oder Thüringen – gefällt mir sehr gut! Bei der TSG Schkeuditz werde ich also sicher mal Anfang nächsten Jahres vorbei schauen. Die 50 Schkeuditzer waren auch lauter als der zahlenmäßig kaum stärkere Heimanhang.

Auf dem Feld sah es für die Schkeuditzer anfangs nicht so gut aus. Bis zur 35. lagen sie meistens zurück, jedoch selten mit drei Toren, meist nur mit einem Treffer. Im Laufe der zweiten Halbzeit zeigten sie aber, warum sie Tabellenführer sind (Taucha ist übrigens Tabellenzweiter), und drehten die Partie. Nach einem 5:0-Lauf und mehreren Druckphasen führten sie mit bis zu 6 Treffern. Taucha leistete sich einfach insgesamt auch zu viele Undiszipliniertheiten. 6 Strafminuten mehr und ein Platzverweis. In diesem recht harten und von vielen versteckten, teilweise aber auch dreist sichtbaren Fouls geprägtem Spiel, zeigte die ungeschlagene TSG Schkeuditz auch die schönsten Tore des Abends. IMG_6207 Der Abend hätte übrigens noch länger werden können, denn während die Schkeuditzer Fans und Spieler den Auswärtssieg feierten, kamen die Inlinehockeyspieler von Leipzig und Crimmitschau auf die Platte. Es war allerdings a) nur ein unterklassiges Freundschaftsspiel, b) in einer beschissenen Halle mit schlechter Sicht ausgetragen und vor allem c) schon sehr spät und in Hinblick auf den Uni-Montag sehr ungünstig gelegt. Aber diesen tollen Sport namens Inlinehockey oder Skaterhockey gucken wir ganz sicher auch mal wieder, nachdem wir vor zwei Jahren in Berlin in einer der genialsten Sporthallen überhaupt diesen so genialen Sport gesehen haben!

Vor diesen drei Handballspielen fuhren wir noch etwas in der Weißenfelser Ecke herum: Bolzen in Kreypau bei Leuna und Besichtigung des verfallenen Wasserschlosses in Zörbitz bei Zorbau/ Weißenfels, dann der verrottete Sportplatz und die gepflegte Kirche und Glockenturm in Nellschütz und von dort über einen Feldweg nach Poserna, wo die große Kirche ins Auge fällt. Schließlich besichtigten wir noch die Kirchenruine im schön gelegenen Pobles im Rippachtal. Eine interessante Feldwegabkürzung nach Muschwitz haben wir oberhalb der Kirche dann auch entdeckt. Im Leipziger Raum haben wir dann nichts mehr besichtigt, sondern nur die oben beschriebenen Handballspiele angeguckt. IMG_6113 Statistik:
Grounds: 836 (heute 2 neue; diese Saison: 68 neue)
Sportveranstaltungen: 1.678 (heute 3, diese Saison: 101)
Tageskilometer: 150 (150 Auto)
Saisonkilometer: 22.780 (21.250 Auto/ 1.410 Fahrrad/ 80 Schiff, Fähre/ 50 Bahn, Bus, Tram/ 0 Flugzeug)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 12 [Letzte Serie: 6, Rekord: 141]
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 333

Montag, 27. Februar 2012

W291IV: Gleich zwei Spiele der Marke „spannend aber nicht gut“

Bornaer HV 09 32:32 SG Lok Wurzen
Datum: Samstag, 25. Februar 2012 – Anwurf: 15.55
Wettbewerb: Bezirksklasse Leipzig (8. Handballliga, 5. Amateurliga)
Ergebnis: 32:32 nach 60 Min. (30/30) – Halbzeit: 13:11
Torfolge: 0-1, 2-1, 2-2, 3-2, 3-3, 4-3, 4-5, 5-5, 5-7, 7-7, 7-9, 10-9, 10-10, 12-10, 12-11, 13-11; 13-12, 14-12, 14-13, 15-13, 15-15, 16-15, 16-16, 17-16, 17-17, 18-17, 18-19, 19-19, 19-20, 20-20, 20-21, 21-21, 21-22, 22-22, 22-23, 23-23, 23-26, 24-26, 24-29, 25-29, 25-30, 29-30, 29-31, 30-31, 31-32, 32-32
Gelbe Karten: Nr. 9, 10, 17 (Borna); Nr. 4, 10, 11 (Wurzen)
Zeitstrafen: 2x Nr. 9, 6, 1x Nr. 3, 4, 11 (Borna = 14 Minuten); 2x Nr. 8, 13, 2, 1x Nr. 9 (Wurzen = 14 Minuten)
Disqualifikationen: keine
Spielort: Sporthalle Borna-Ost (Kap. 200 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 55 (Gästefans: ca. 6)
Unterhaltungswert: 6,0/10 (Lange Zeit schwaches, aber bis zum Abpfiff spannendes Spiel)
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Photos and English Version:

Kaum waren wir aus Staßfurt zurückgekommen, ging es auch schon weiter ins Leipziger Umland. Borna ist eine sogenannte Große Kreisstadt und wegen gewisser politischer Umtriebe berüchtigt. Kaum war man in der Nähe der Halle, wurde man auch an diese Umstände erinnert: massenhaft Graffitis gegen israelische Gewalt gegen Palästina. An sich sind die Aussagen an den Wänden des abgewohnten Plattenbauviertels ja völlig OK – gerade in Deutschland täte es gut, wenn notwendige Kritik an Israel und seiner verkommenen Politik mal geäußert werden dürfte ohne gleich als „Antisemit“ bepöbelt zu werden: schließlich ist der Begriff „Antisemitismus“ in seiner Verengung auf Judenhass auch Blödsinn – aber man brauchte nur die versteckt liegende Sporthalle zu betreten und schon sah man, aus welcher Richtung die Leute kommen, die unter dem Gedanken „der Feind meines Feindes ist mein Freund“ diese Graffitis in Borna anbringen.

In einer Ecke der dreireihigen Tribüne ballten sich Neonazis mit Thor-Steinar-Klamotten und sogar Jacken mit Aufnähern wie „Nationale Sozialisten Borna“. Der Rest des Publikums war freilich völlig normal und auch die Rechtsextremen fielen weder durch Sprüche noch irgendwelche anderen Dinge negativ auf – aber bei so einem Publikum kann man Leuten, die das Feindbild dieser Gestalten erfüllen, nur raten, diesem Verein namens Bornaer HV 09 fern zu bleiben. Besonders besuchenswert ist die Halle auch nicht, wobei so eine Teilsanierung, wie sie in der Sporthalle Borna-Ost, die hinter der Neuseenland Grundschule liegt, betrieben wurde, schon kurios anzusehen ist. Die Sicht von der modernisierten Tribüne (drei Reihen rote Schalensitze) ist allerdings durch schon länger vorhandene Stahlträger eingeschränkt. Die Kastenform wurde beibehalten und auch die Decke mit den erbärmlichen Funseln nicht saniert. Im Übrigen parkt man am besten auf dem 300m entfernten Supermarktparkplatz: das ist eine ziemliche Sucherei mit dem Auto nach der Halle bei den engen Sackgassenstraßen...

Zum Spiel: der Bezirksligaabsteiger Lok Wurzen liegt abgeschlagen hinter Tabellenführer Waldheim auf Platz 3 und Borna ein ganzes Stück dahinter auf Rang 5, sodass von einem guten und ausgeglichenen Spiel auszugehen war. Ausgeglichen war es auch, allerdings begann es völlig zerfahren und wurde erst ganz langsam, knapp vor der Pause, besser. Borna führte durch konzentrierteres Auftreten in der Schlussphase der Hälfte 1 mit zwei Treffern nach den ersten 30 Minuten. Nach der Pause wurde die Partie kontinuierlich besser und schien fünf Minuten vor dem Ende erstmals entschieden. Wurzen hatte eine richtig starke Phase und Borna schienen die Nerven zu versagen: Zwei Mal fünf Tore Führung für den Gast aus Wurzen, doch dann ein 4:0-Lauf und eine eng umkämpfte Schlussphase mit ein paar Emotionen auf der Platte und im kleinen Wurzener Fanblock. In der Schlussminute gelang Borna auch noch der Punktgewinn mit einem 32:32, in dem sie erst einen Angriff lange wie auch geschickt ausspielten und dieses Resultat auch schließlich mit guter Defensivarbeit hielten.

Alles in allem ein verdientes Unentschieden in einem ansehnlichen aber nicht guten Spiel, das sich nach und nach in allen Belangen gesteigert hat.
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Chemie Volleys Mitteldeutschland 3:2 VfB Friedrichshafen
Datum: Samstag, 25. Februar 2012 – Beginn: 20.00
Wettbewerb: 1. Volleyball-Bundesliga (1. Profiliga)
Ergebnis: 3-2 Sätze nach 120 Min.
Satzresultate: 26-28, 25-21, 25-18, 22-25, 15-11
Besondere Vorkommnisse: keine
Spielort: Jahrhunderthalle Spergau (Kap. 1.200 Sitzplätze)
Zuschauer: ca. 950 (davon 912 zahlende und ca. 3 Gästefans)
Unterhaltungswert: 3,0/10 (Absolut unterirdisches Spielniveau, über weite Strecken nicht mit anzusehen was da für eine Scheiße geboten wurde – aber wenigstens ein Sieg für den Außenseiter)
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Photos and English Version:

Noch ein Zwischenstopp zu Hause und Umsteigen auf die Räder. Der letzte Spieltag in der 1. Volleyballbundesliga vor den Play-offs stand an. Nach dem ersten Essenfassen im VIP-Raum habe ich auch verstanden, warum die CVM-Verantwortlichen immer noch stur daran festhielten, dass die Play-offs erreichbar seien: Friedrichshafen war durch Championsleague- und Pokalspiele so belastet, dass sie mit 6 Spielern (ohne auch nur einen einzigen Einwechsler) aufkreuzten. Man stelle sich mal vor, der FC Bayern würde zum 1. FC Kaiserslautern (so sind etwa die Niveauverhältnisse zwischen diesen Volleyballteams) mit 11 Mann und ohne Wechselspieler anreisen. So viel zur Professionalität dieser Volleyballvereine...

Allerdings waren auch die 6 Bodenseevolleyballer für die Mittel- (oder vielmehr Ost-) Deutschen kaum zu schlagen. In einem kaum mit anzusehenden ersten Satz verfeuerte der Gastgeber drei Satzbälle, um den ersten Satzball gegen sich nicht parieren zu können: 26-28 in einem unterirdischen, da von Fehlern gespickten, ersten Satz. Der zweite war kaum besser: Friedrichshafen brach ein und der CVM zog bis auf 7 Punkte weg. Diesen Riesen-Vorsprung verspalten sie aber noch fast, kassierten den Ausgleich! Unglaubliche Abstimmungsfehler, technische Aussetzer übelster Sorte! Bei beiden Teams wurden andauernd unsaubere Ballannahmen, Netzberührungen etc. (die alle durch sauschlechte Zuspiele zustanden kamen) abgepfiffen. Irgendwie gewann CVM doch noch den zweiten Satz. Dieses Spiel hatte auch in Satz drei, den die Gastgeber sogar mit 7 Punkten Vorsprung holten, nicht annähernd Erstliganiveau.

Im vierten Satz wäre ich fast eingeschlafen, wobei nun wenigstens die Fehlerquote etwas sank. Leider holte der Rekordmeister vom Bodensee diesen vierten Satz, sodass sich das Spiel unnötig in die Länge zog und der Hallensprecher mir immer mehr auf die Nerven ging: sonst ist das ja noch OK, wie der mit seiner Moderation künstlich Stimmung erzeugen will – aber heute waren das Geplärre, die dummen Bemerkungen und hyperaktiven Anfeuerungsversuche echt grauenhaft und unerträglich!

Im Tiebreak gelang dem Gastgeber, der weniger schlechten zweier schlechter Mannschaften, schließlich und endlich der dritte Satzgewinn. 15:11 – passenderweise mit einem unmotivierten Aufschlag ins Netz besiegelt. So kommt CV Mitteldeutschland noch in die Play-offs und kann sich da die zwei 3:0-Niederlagen gegen Haching abholen. Wenn man sachlich die ganze Saison betrachtet, dann ist das eigentlich ein schlechter Witz, dass eine Mannschaft wie die Chemie Volleys die Play-offs erreichen. Bei aller Sympathie für die Mannschaft aus dem Leunaer Ortsteil – aber die Leistungskurve und die Entwicklung deuten nach unten. Eine sportliche Weiterentwicklung war in dieser Saison überhaupt nicht auszumachen.

Die Play-offs hätte ich mir wohl auch dann nicht angetan, wenn ich nicht im März in Indien arbeiten würde. Ich hoffe, nächste Saison besseres über diese sympathische Mannschaft schreiben zu können. Es wäre auch schön, wenn der Vereinsname so bliebe (so blöd er auch ist – aber noch eine Umbenennung wäre auch Scheiße). Hoffentlich ist die Saison 2012/ 2013 sportlich wertvoller und anspruchsvoller – und zwar am besten durch einen positiven Beitrag in Form einer Niveausteigerung der Chemie Volley Mitteldeutschland! Wenn sie öfter mit dem erfahrenen 15er spielen, würden es vielleicht gelingen, 2012/13 zu überzeugen!
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Statistik:
Grounds: 707 (heute 1 neuer; diese Saison: 113 neue)
Sportveranstaltungen: 1.473 (heute 2, diese Saison: 159)
Tageskilometer: 240 (220 Auto, 20 Fahrrad)
Saisonkilometer: 31.600 (23.010 Auto/ 6.600 Flugzeug/ 1.980 Fahrrad/ 10 Bahn, Bus, Tram/ 0 Schiff, Fähre)
Anzahl der Fußballspiele seit dem letzten 0-0: 35
Anzahl der Wochen, seit der letzten Woche ohne eine einzige Sportveranstaltung (31.7.-6.8. 2006): 291